Bücher mit dem Tag "walfang"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "walfang" gekennzeichnet haben.

51 Bücher

  1. Cover des Buches Nordwasser (ISBN: 9783866482678)
    Ian McGuire

    Nordwasser

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Jens_Rohrer

    Der Seemann Drax ist ein Scheusal. Ohne Gewissen säuft, prügelt, vergewaltigt und mordet er durch eine Küstenstadt. Dort heuert er auf einem Walfänger an, der Richtung Grönland in arktische Gewässer fährt. Mit an Bord ist der Arzt Patrick Sumner, der eines Tages einen Schiffsjungen behandelt, der offensichtlich vergewaltigt wurde. Bald darauf wird der Junge tot aufgefunden. Sumner hat bald Drax in Verdacht, es entspinnt sich ein atemberaubendes Duell zwischen den Männern. Hinzu kommt noch, dass die Expedition auf eine Katastrophe zusteuert.
    Ein unglaublich spannender Roman über die Abgründe des menschlichen Seins, eingebettet in die lebensfeindliche Kulisse der Arktis. Wow! Was für ein Buch!

  2. Cover des Buches Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen (ISBN: 9783421047397)
    Morten A. Strøksnes

    Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen

     (48)
    Aktuelle Rezension von: AzurPerle

    WORUM GEHT'S ?


    LIEBE ZUM MEER

    Hier wird eine Abenteuergeschichte erzählt, denn zwei Freunde erfüllen sich einen langgehegten Traum und wollen einen sogenannten Eishai ziehen, der sagenumwoben und nicht so leicht zu fangen ist. Und treffend heisst es ja, der Weg ist das Ziel: Beim Warten erzählt der Autor von echten und erfundenen Meereslebewesen, von unerschrockenen Walfängern und wagemutigen Kartografen und bringt einem das harte Leben an den arktischen Ufern der Lofoten nah. 

    Seine Liebe zum Meer zeigt sich im ausführlichem Beschreiben der Farbe des Meeres und der eigenen Klangfarbe, die eine rauhe oder stille See hat. Mythen und Legenden, wissenschaftliche Erkenntnisse und Anekdoten wechseln ab im Rhythmus des geduldigen Wartens der zwei Freunde auf den legendären Eishai.

    WAHRHEIT ODER FIKTION ?

    Und in der Tag beruht das Buch auf wahren Erlebnissen. Morten A. Strøksnes fuhr zusammen mit dem befreundeten Maler Hugo Aasjord ein Jahr lang immer mal wieder aufs Nordmeer hinaus, auf der Jagd nach dem Grönlandhai, auch Eishai genannt. Ein Säugetier, das in einer Tiefe von 400 Metern, auch bis zu 1200 Metern leben kann. Über ihre Art ist wenig bekannt, man weiss bisher nur, dass Eishaie über mehrere hundert Jahre alt werden können und von allen Wirbeltierarten das höchste Alter erreichen.

    Die beiden Freunde dabei zu begleiten, wie sie mit ihrem kleinen Schlauchboot und einem halb verwestem schottischen Hochlandrind als Köder hinausziehen aufs Meer, unberechenbaren Strömungen und dem Wetter ausgesetzt sind, ist anhand der sensiblen und anschaulichen Erzählweise ein geradezu abenteuerliches Lesevergnügen. Wobei die doch ab und an brutalen Schilderungen über die Schattenseiten des Fischfangs und des Raubbaus an der Natur ebenfalls Thema sind und nachdenklich stimmen.


    FAZIT:

    Allein schon der Titel ist auffällig und macht neugierig. Und verspricht nicht zu viel: Denn in diesem erzählendem Sachbuch verbirgt sich eine faszinierende Geschichte, die so nebenbei mit vielen Details und überaus kenntnisreich Wissenswertes über das Meer verrät. Ein Glücksfall für jeden mit Heimweh nach dem Meer.


  3. Cover des Buches Möwenherz (ISBN: 9783453359710)
    Karen Bojsen

    Möwenherz

     (43)
    Aktuelle Rezension von: MamaSandra

    Inhalt:

    Ebba begleitet den talentierten Geiger Jona auf seinen Reisen als persönliche Assistentin. Doch 2 Ereignisse bringen die Arbeit zum Stillstand: Jona erleidet im Flieger eine Panikattacke und kann seine Geige nicht mehr sehen. Und dann ereilt sie ein Anruf mit der Mitteilung, dass ihre Oma verstorben ist. Kurzerhand sitzt Ebba mit Jona im Auto auf dem Weg an die Nordseeküste, statt im Flieger nach New York.

    Jona muss eine Schaffenskrise überstehen und sich über seine Zukunft klarwerden. Möchte er weiter den Medienrummel? Möchte er wieder „kleiner“ werden in der Musikwelt? Kann er seine geliebte Geige überhaupt wieder spielen? Leidet er an Burn-Out? Und wie steht er wirklich zu Ebba?

    Ebba sieht sich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Warum ist sie nie wieder zu ihrer Oma zurückgekehrt, wo sie dort doch immer so glücklich war? Wird sie den Hof samt Museum als Erbe antreten? Oder verkauft sie alles und flieht endgültig?

    Auch Finn zieht es kurzerhand nach einem Fauxpas bei einer wichtigen Herz-OP zum Urlaub in die Heimat zurück. Was ist damals zwischen ihm und Ebba vorgefallen? Wer hat ihn „Tölpel“ genannt und warum verfolgt ihn das so plötzlich bis in den OP-Saal?

     

    Schreibstil und meine Einschätzung:

    Die Handlung wird von den drei Protagonisten geleitet. Die Kapitel wechseln in der Perspektive. Gelegentlich wird eine Situation so aus den verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Es ist sehr gut, dass man alle drei Personen aus deren Blickwinkeln kennenlernt. Sie haben aufeinander Einfluss und sind miteinander verbunden, sie tragen zur Entwicklung des jeweils anderen bei.

    Um die Geschehnisse von damals wird ein großer Bogen gemacht, es wird eine gute Spannung aufgebaut, die Neugier erweckt. Man möchte mehr über die Verbindungen der Inselbewohner erfahren und natürlich über die Geschehnisse von damals. Sehr geschickt hat die Autorin immer wieder Hinweise und Erinnerungen in die Handlung eingebaut. Es wird nicht langweilig, es wird auch nicht nervig, dass man auf die Folter gespannt wird.

    Jona wird gut beschrieben mit seinen Ängsten und Panikattacken, aber auch mit seinen Gedanken, inneren Kämpfen und Zweifeln – zugleich aber der Leidenschaft zur Musik. Durch die Anekdoten seiner Kindheit lernt man auch ihn gut kennen und kann seine Handlungen entsprechend einschätzen und bewerten.

    Das Cover gefiel mir sehr gut. Ich mag Nord- und Ostsee-Romane, daher konnte mich der Klappentext gleich überzeugen. Nebenbei Wissenswertes über Wale und den Walfang zu erfahren, hat die Story noch gut abgerundet. Am Ende war ich tatsächlich überrascht, dass ich dieses Buch auf dem Bücher-Wühltisch entdeckt habe. Eigentlich viel zu schade dafür. Ich konnte mit schönen Lesestunden auf die kleine Insel Emilienkoog entfliehen und es hat mir sehr gut gefallen.

  4. Cover des Buches Das Gold der Maori (ISBN: 9783404260881)
    Sarah Lark

    Das Gold der Maori

     (211)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds

    Kathleen O’Donnell und Michael Drury befinden sich im Taumel ihrer ersten großen Liebe. Gemeinsam träumen sie 1846 davon, der Armut und Hungersnot in Irland zu entfliehen und nach Amerika überzusiedeln. Als Kathleen schwanger wird, wollen sie ihre Heimat so schnell wie möglich verlassen, doch dazu brauchen sie Geld, das Michael wie üblich durch Gaunereien zu beschaffen versucht. Diesmal wird er wegen seines Korndiebstahls für die Schwarzbrenner jedoch verhaftet und nach Australien deportiert. Zwar schwört er Kathleen, zu ihr und dem Baby zurückzukehren, um die Schande zu mildern verheiraten ihre Eltern sie aber mit einem Viehhändler, der mit ihr nach Neuseeland auswandert. Für Kathleen bricht durch ihren grausamen Mann ein Martyrium an, von dem Michael nichts ahnt. Auf dem Gefangenenschiff lernt er das wegen Mundraubs verurteilte Freudenmädchen Lizzie Owens kennen. Nachdem Lizzie ihm auf der Strafinsel hilft zu fliehen, verschlägt es sie gemeinsam ebenfalls nach Neuseeland.

    Großangelegte, in Neuseeland spielende Familiensagas mit romantischen Verwicklungen und einem reichhaltigen historischen und kulturellen Hintergrund sind eine von Sarah Larks Spezialitäten. Oft wird ihren Hauptfiguren darin übel mitgespielt, so auch im Auftaktband der Kauri-Trilogie, in dem ein fast zwanzig Jahre langer, beschwerlicher und verschlungener Weg vor ihnen liegt. Die Autorin lässt die Leser ganz nah am Schicksal der drei Protagonisten teilhaben und verstrickt sie in eine ebenso ungewöhnliche wie faszinierende Dreiecksbeziehung, die sehr ans Herz geht. Michael steht gewissermaßen zwischen zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während er Kathleen, die für ihn unerreichbar scheint, glorifiziert, bemerkt das charmante, aber unbedarfte Schlitzohr nicht, was es an der zupackenden Lizzie hat. Da jede der Frauen für sich genommen etwas Besonderes darstellt, ist es eine Freude, dass beide schließlich ihr Glück finden, auch wenn nur Eine am Ende Michael bekommt. (TD)

  5. Cover des Buches Salt & Storm. Für ewige Zeiten (ISBN: 9783733500108)
    Kendall Kulper

    Salt & Storm. Für ewige Zeiten

     (166)
    Aktuelle Rezension von: LissiB

    Salt & Storm habe ich in einer Second Hand Buchhandlung gefunden und es war wirklich ein Glücksgriff! Oft lohnt es sich, abseits der groß gehypten Bücher auf den üblichen Blogger-Kanälen auch einfach mal nach einem Buch zu greifen, dass keine 5 Sterne in den Foren erlangt, sondern dessen Klappentext einen einfach angesprochen hat. 

    Nachdem ich auf den ersten Seiten noch dachte "ohje, wo führt das hin?", hat mich spätestens ab der Begegnung zwischen Protagonistin Avery und dem geheimnisvollen Tane die Begeisterung gepackt und ich konnte das Buch kaum weglegen. Salt & Storm ist ein wirklich gutes Beispiel dafür, dass man nicht immer eine super freundliche, sympathische Protagonistin braucht, um eine Geschichte zu lieben. Im Gegenteil: Mir hat hier besonders gut gefallen, wie kratzbürstig und eigensinnig die Protagonistin war. Es hat einfach zur Geschichte gepasst. Umso mehr mochte ich Tane. Er war der Ruhepol in der Story. Eben Averys Fels in der Brandung! Die raue Atmosphäre des kleinen Küstenorts und auch die Erbarmungslosigkeit des tiefen Ozeans wurde wirklich richtig klasse beschrieben und ich konnte mich richtig auf der kleinen Insel Prince Island sehen. Die zum Schauplatz passende Art der Inselbewohner hat für mich die Story abgerundet. Eine wirklich herzzerreißende Liebesgeschichte, die zeigt: Man kann seinem Schicksal leider nicht immer entgehen, aber man kann am Ende das Beste aus dem machen, was man kriegen kann. Und vor allem: "Es gibt nichts zu bereuen, Avery. Niemals bereuen."

  6. Cover des Buches Das Walmesser (ISBN: 9783453419674)
    C. R. Neilson

    Das Walmesser

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Mein einziger Krimi in diesem Monat ist „Das Walmesser“. Es hat mich vor allem angesprochen, weil es auf den Färöern spielt und damit eine so ganz andere Welt beleuchtet. Viele kleine Inseln, mit einer Hauptstadt, die gerade mal 13.000 Einwohner zählt. Hier kennt jeder jeden. Es gibt drei Kneipen und zwei Restaurants zur Auswahl und vielleicht zwei Übernachtungsmöglichkeiten. Da die Färöer eine Inselgruppe sind, spielen der Wal- und Fischfang eine große Rolle und gehören trotz Umweltbedenken immer noch sehr stark zur Kultur. Hierhin verschlägt es John Callum. Er ist aus seiner Heimat Schottland, Glasgow vor seiner Vergangenheit geflohen und hofft hier ein neues Leben beginnen zu können. Da er Ausläder ist und auch noch einen der wenigen Jobs ergattert, ist er unern gesehen und wird nicht so richtig akzeptiert. Obwohl eigentlich so gut wie alle Färinger nett zu ihm sind, scheint er ein Händchen für Fieslinge zu haben und gerät immer wieder an solche Menschen, bis er eines Tages am Hafen erwacht, sich an nichts erinnert und ein blutiges Walmesser in der Tasche findet. Schon einen Tag später ist die Polizei aus Dänemark zur Stelle als man einen Toten findet. Sie verhaften John sofort, der versucht auf eigene Faust zu beweisen, nicht der Täter zu sein. Doch sicher ist er sich nicht, denn in seiner Vergangenheit hat John Dinge getan, von denen er nie für möglich ehalten hatte, dazu fähig zu sein.

    Bevor es allerdings zu dieser folgenschweren Nacht kommt, erzählt C.R.Neilson so viel von der Insel, verschiedenen Menschen, was John alles unternimmt, dass man eigentlich verisst, dass es sich um einen Krimi handelt. Ziemlich viel Blabla am Anfang. Auch das fortwährende Schweigen von John (vielleicht ein tyischer Wesenszug bei Männern?) ist belastend. Niemandem sagt er einfach mal die Wahrheit und Johns Vergangenheit ist auch alls andere als super spannend. Er steigert sich in meinen Augen in etwas hinein, wofür er gar nichts konnte und sieht in sich irgendeine eingebildete Schuld. Die Story war irgendwie ein bisschen mau. Toll hingegen war dennoch alles, was über die Färöer geschrieben wurde. Ich will sofort dahin! Die Beschreibungen erinnern an Island und Schottland, wo ich schon war und was mir sehr gefallen hat. Naturwunder zu bestaunen, wandern und die Einsamkeit reizen mich sehr. Und das hat dieses Buch sofort geschafft: Eine meiner nächsten Reisen geht definitiv auf die Färöer!

  7. Cover des Buches Moby-Dick (ISBN: 9783257244984)
    Herman Melville

    Moby-Dick

     (18)
    Aktuelle Rezension von: laraliebtbuecher

    Jeder hat schonmal von Ismael, Kapitän Ahab und dem großen weißen Wal gehört. In vielen Filmen oder auch anderen literarischen Werken wird oft ein Vergleich zu Melvilles Roman gezogen. Ich wollte schon lange wissen, was genau in dieser Geschichte passiert.

    Ismael ist mir von Beginn an sympathisch. Wer kennt nicht das Gefühl einfach verschwinden zu wollen, wenn man die Leute um einen rum und sich selbst nicht mehr sehen kann? Mit solch einem Gefühl macht sich Ismael auf den Weg und macht sich auf den Weg auf einem Walfänger-Schiff anzuheuern. Er landet oh Überraschung auf Ahabs Schiff der „Pequot“. Auf seinem Weg dorthin und natürlich an Deck lernt er viele verschiedene Menschen kennen. Vom urigen und skurrilen Reederer bis hin zum kannibalischen „Wilden“.

    Mit viel Liebe zum Detail und einer faszinierenden Genauigkeit beschreibt Ismael seine Erlebnisse und Erfahrungen auf seiner Reise. Er beschreibt soziale Kritikpunkte, mit denen wir heute noch immer zu kämpfen haben und reflektiert sein eigenes Verhalten. Der Roman liest sich wie ein Tagebuch. Melville schafft es mit einfachen Mitteln die Charaktere und Szenen so lebendig darzustellen, dass ich während des Lesens das Gefühl hatte, dass es wirklich so passiert sei. Leider muss ich sagen, dass es sich oft sehr zieht. Es gibt Phasen, in denen auf ca. 10 Seiten akribisch festgehalten wird, welcher Teil des Wals Ismaels Liebling ist. Auch die teils altertümlichen Formulierungen machen das Vorankommen in der Geschichte etwas schwierig.

    Man muss sich auf diesen Klassiker einlassen und es ist keine Lektüre für nebenbei. Wem das gesamte Buch zu viel sein sollte, aber wissen möchte, wie die Handlung abläuft, dem kann ich von Herzen die Graphic-Novel vom Splitterverlag empfehlen. Sie fasst die wichtigen Geschichtspunkte gut zusammen und die Illustrationen sind sehr gelungen!

  8. Cover des Buches Moby-Dick; oder: Der Wal (ISBN: 9783990270875)
    Herman Melville

    Moby-Dick; oder: Der Wal

     (466)
    Aktuelle Rezension von: Salino23

     "Meine Mittel sind vernünftig, nur mein Zweck ist wahnsinnig", lässt Melville Kapitän Ahab sagen. Dies wird immer gern zitiert, wenn das vielschichtige Werk als geniale Parabel auf die Moderne interpretiert wird. Und wahrlich, das ist es!  Wohl kein zweiter, abgesehen vielleicht von Joseph Conrad, hat das Meer in einer solch epischen Breite beschrieben.
    Zweifellos enthält "Moby Dick" hat "Moby Dick" Längen und zweifellos steckt er voll naturwssenschaftlich Überholtem, was jemandem, der sich für Zoologie interessiert, schon ein bisschen aufstößt, doch sollte ,am sich letztlich auf sie einlassen, lassen sie uns doch um so tiefer eintauchen in eine andere Welt und uns bewegen in eben dieser, in einer Welt, die unwiederbringlich (und das ist gut so) versunken ist.
    "Moby Dick" auch das, was man heutzutage einen Longseller nennt (was große Literatur freilich oft ist), obwohl nahezu jeder heutige Leser den Ausgang schon vorher kennt. Das ging mir natürlich auch so, und ich habe mich beim Lesen oft gefragt, ob sich der Lesegenuss noch gesteigert hätte, wenn sich zu der stilistischen Brillanz und der unausschöpflichen Faszination, die von dem Werk ohnedies ausgeht, noch das Nichtwissen um die Auflösung des großen äußeren Spannungsbogen gesellt hätte. Wie viele Werke der Weltliteratur haben ein dramatischeres Finale?

  9. Cover des Buches Der Atem der Welt (ISBN: 9783458359692)
    Carol Birch

    Der Atem der Welt

     (49)
    Aktuelle Rezension von: romyulrich

    1857 lebt Jaffy Brown mit seiner Mutter in Armut und Elend. Das Wunder geschieht auf dem Ratcliffe Highway in der Gestalt eines Tigers. Jamrach ein alter Haudegen, der eine bunte Menagerie an Tieren besitzt, sie ausstellt, verkauft und aus exotischen Ländern Nachschub fängt, ist eben jener Tiger entwischt. Der spaziert auf Jaffy zu, welcher mit verhaltener Furcht auf das Tier zugeht und seine Nase streichelt. Ein Prankenhieb wirft den Jungen um, doch geht er unbeschadet aus diesem Abenteuer mit Tiger hervor.

    Jamrach, froh über den Ausgang, bietet seiner Mutter an, dass Jaffy einen Job in seiner Menagerie bekommt.

    Er lernt Tim kennen, der sein bester Freund wird. Mit Tim heuert er auf einem Walfänger an und beide erleben einen Schiffbruch.

    Zwölf Männer retten sich in zwei Boote und kämpfen ums Überleben. Der unerträgliche Hunger gipfelt im Kannibalismus und letztendlich entscheidet das Los Tim zum Opfer, um die letzten vier Überlebenden zu retten.

    Die Autorin lässt ihren Helden die Geschichte in Ich-Form erzählen. Das lässt den Leser näher an Jaffy Brown heran, er kann seiner Gedankenwelt und moralischen Qualen folgen.

    Carol Birch beschreibt alle Geschehnisse so stark, dass man die nach Fisch stinkenden Straßen des damaligen Londons erlebt und auch in die Schönheit der Südsee eintaucht.

    Sehr empfehlenswert, nicht nur für Liebhaber der Abenteuerliteratur.

  10. Cover des Buches Die Walfängerin von Borkum (ISBN: 9783404184422)
    Claudia Schirdewan

    Die Walfängerin von Borkum

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Dariuss

    Der Titel des Romanes hat eigentlich nichts mit der Handlung um Fenja zu tun, denn sie ist keine Walfängerin.
    Sie ist lediglich die Braut eines Commandeure einers Walfischfängers. Auf der kleinen Insel Borkum sind die Menschen sehr auf den Fischfang angewiesen. Im Jahre 1653 lebt Fenja dort und muss mit den Intrigen des mächtigsten und reichestem Mann von Borkum zurechtkommen. Nicht einfach, doch sie entwickelt sich immer mehr zu einer starken Frau die ihr Leben meistert. Der Roman begeisterte mich von der ersten Seite an, da die Handlung sehr spannend war.

                                                                                                                                                                                                                        

                               

  11. Cover des Buches Moby Dick (ISBN: 9781503280786)
    Herman Melville

    Moby Dick

     (59)
    Aktuelle Rezension von: CrazycolorTiger

    Moby Dick ist einer der bekanntesten Klassiker, daher musste ich ihn auch mal lesen. Der Einstieg ist sehr spannend und die Charakter wecken sofort Interesse. Queequeg ist sofort ein Favorit, da er für Spannung sorgt und äusserst loyal zu sein scheint. Danach versuchen sich die beiden Protagonisten als Walfänger unter der Führung von Kapitän Ahab. 

    Ab da zieht sich das Buch leider sehr in die Länge. Es wird oft beschrieben, wie sie auf See treiben und anderen Schiffen begegnen. Natürlich gibt es immer wieder ein paar Hinweise, wo sich Moby Dick aufhält. Der Walfang wird sehr brutal und detailliert beschrieben, was nicht für jeden angenehm ist. Der Schreibstil ist sehr alt, was man merkt, wenn über den dunkelhäutigen Queequeg geschrieben wird. Auch das Verständnis von Queequeg ist eher hinterwäldlerisch. 

    Leider hat mich das Buch in diesem Sinne nicht wirklich überzeugen können, dennoch finde ich es einen wertvollen Klassiker, den mal vielleicht mal gelesen haben sollte, einfach um die Anspielungen zu verstehen. Sehr wahrscheinlich werde ich dieses Buch aber nicht noch einmal lesen.

  12. Cover des Buches Und der Ozean war unser Himmel (ISBN: 9783570165706)
    Patrick Ness

    Und der Ozean war unser Himmel

     (16)
    Aktuelle Rezension von: oceanlover

    Als Plädoyer ergreifend und einleuchtend, als Geschichte für mich emotional nicht greifbar und verwirrend. So gerne wollte ich dieses Buch lieben und wurde doch nicht mitgerissen.


    Zur vollständigen Rezension: https://oceanlove--r.blogspot.com/2021/07/und-der-ozean-war-unser-himmek.html

    Von Patrick Ness habe ich bisher viel Gutes gehört - und bei diesem wie für mich gemachten Buchcover konnte ich natürlich der Versuchung nicht widerstehen, seine Schreibwelt kennen zu lernen!

    Leider habe ich mich jedoch von Beginn an schwergetan, mich auf Bathsebas "verkehrte" Welt einzulassen, hielt immer wieder inne, blätterte zurück und blieb merkwürdig distanziert zu den Ereignissen. 

    Die beeindruckenden Illustrationen, die Botschaft, nautisches Setting und Thematik - alles sprach dafür, dass mich dieses Buch mitreißen würde und doch, es tat es leider nicht. Der rationale Teil meines Hirns war viel zu sehr damit beschäftigt, sich über die "menschliche" Welt der Wale zu wundern, herauszufinden, wie rum sie schwimmen und wie funktioniert, was sie tun, um mich auf die emotionale Ebene einzulassen; ständig schwebte das "Wie soll das funktionieren?" über meinem Kopf.

    Ich liebe die Idee, die Sinnlosigkeit von Gewalt, die Spirale aus Hass und Gewalt, den Teufelskreis des Krieges durch vertauschte Perspektive (kindgerecht) vor Augen zu führen, allegorisch aufzuzeigen. So manch elegant formulierter Gedankengang konnte mich berühren - nur sprang für mich eben der Funke nicht über. Gut möglich, dass die Geschichte bei Kindern/Menschen mit lebhafterer Fantasie und Wille, sich Details selbst auszumalen jedoch besser funktioniert!

    Als Plädoyer gegen Krieg und Gewalt nicht nur eindrucksvoll gestaltet, sondern auch im gewichtigen Sprachstil überzeugend; in der Kürze des Buches konnte ich das Worldbuilding jedoch nicht erfassen, der Handlung nur wie aus weiter Ferne folgen. Schade! So reizvoll ich es auch finde, Moby Dick aus Walperspektive zu lesen - für mich hat das (hier) nicht funktioniert.

  13. Cover des Buches Im Herzen der See (ISBN: 9783453645363)
    Nathaniel Philbrick

    Im Herzen der See

     (18)
    Aktuelle Rezension von: MartinA

    Im Herzen der See ist kein Roman, auch wenn man es vielleicht vermuten würde. Es ist die Zusammensetzung mehrere Berichte über den Untergang des Walfänger Essex und dessen Besatzung. Der Untergang des Schiffs bot Herman Melville die Inspiration zu Moby Dick, aber zwischen dem Roman und den wahren Begebenheiten liegen Welten.
    Man darf also keinen wahnsinnigen Kapitän erwarte, der sich auf die Jagd nach einem Wal (weiß oder nicht) macht. Und doch ist die wahre Geschichte nicht weniger spannend und das Schicksal der Schiffsbesatzung nicht weniger bewegend.
    Entmystifiziert und -romantisiert wird ein realistisches, hartes Bild des Walfangs geboten, sowie eine kleine Geschichte der Insel Nantucket.

    Nie langweilig, sehr fesselnd und informativ, so stellt sich die Geschichte der Essex dar. Und durch die realistische Darstellung fühlt man sich fast direkt vor Ort.

    Im Herzen der See ist keine Fiktion. Nathaniel Philbrick greift auf Augenzeugenberichten von Überlebenden, anderen Zeitzeugen sowie von zahlreichen Experten und Wissenschaftlernzurück. Karten und Fotos dienen als eindringliches Anschauungsmaterial und runden diesen spannenden Bericht sehr gut ab.



  14. Cover des Buches Die Frau, die nie fror (ISBN: 9783548287294)
    Elisabeth Elo

    Die Frau, die nie fror

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Hilde1945

    Die Zeitschrift FREUNDIN hat bereits kundgetan, dass dieser Thriller an "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" erinnert - was stimmt und auch nichts Schlechtes bedeutet, denn dieses Buch mochte ich! Und so verhält es sich auch mit dem Werk von der mir bisher unbekannten Elisabeth Elo. Wie Fräulein Smilla, die x verschiedene Arten von Schnee mit unterschiedlichen Begriffen titulieren kann, so hat auch Hauptfigur Pirio einen ungewöhnlichen Zugang zur Kälte: sie kann länger im eiskalten Wasser überleben als jeder andere Mensch, da sich ihr Körper aus unerklärlichen Gründen wieder aufzuwärmen beginnt. Dies ist ihr nützlich, als ein großes Schiff bei Nacht und Nebel den Fischkutter ihres Freundes Ned rammt und beide in den eisigen Fluten landen. Ned stirbt, Pirio überlebt und versucht, angespornt von ihrem Vater, den Mörder zu finden. Denn das mysteriöse Schiff verschwindet einfach im Nebel und niemand will für das Unglück verantwortlich sein. Schnell kommt sie dahinter, dass Ned in seltsame Machenschaften verstrickt war und Schweigegeld kassierte. Doch nicht nur sie ist an Fakten interessiert, sondern auch ein Unbekannter, der sie verfolgt. Und dann ist da noch Neds Arbeitgeber, der offensichtlich Dreck am Stecken hat....

    Wie Smilla, so hat auch Pirio ein gespaltenes Verhälltnis zu ihrem Vater und eine sehr zerrissene Kindheit gehabt. Das macht sie zu einer einerseits schwierigen, andererseits auch interessanten Figur. Faszinierend war die Zweiteilung von Pirios Leben auf der einen Seite leitet sie im Designerkleid einen Kosmetikkonzern, auf der anderen steht sie in Arbeitskleidiung auf einem schmutzigen Fischkutter und knutscht mit Hafenarbeitern. Grundsätzlich ist sie eine praktisch veranlagte, mutige Frau - wie eben auch Fräulein Smilla :-)

    Ansonsten gibt es - die Geschichte betreffend - keine Überschneidungen und ich möchte nicht den Eindriuck erwecken, da wäre rgendwas inhalktlich von der Smilla-Geschichte abgekupfert. Dem ist nicht so. Ich kann dieses Buch daher allen empfehlen, die "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" mochten und/ oder auf der Suche nach einem spannenden Thriller mit interessanten Protagonisten sind.


  15. Cover des Buches "Heute dreimal ins Polarmeer gefallen" (ISBN: 9783866482098)
    Arthur Conan Doyle

    "Heute dreimal ins Polarmeer gefallen"

     (14)
    Aktuelle Rezension von: AmirasBibliothek

    Cover

    Mir gefällt das Cover, obwohl es sehr schlicht ist. Es strahlt Eleganz aus und passt außerdem zum Thema: Polarmeer. Für Kälte ist somit gleich gesorgt!

    Hmm. Es handelt sich um ein Tagebuch. Ich weiß nicht, ob man da wirklich von Story oder einem Plot reden kann. Aber es erfüllt auf jeden Fall das, was es verspricht: Mehr über das Leben und die Reise von Sir Arthur Conan Doyle zu verraten. 

    Ich liebe die Art, wie Conan Doyle schreibt! So selbstironisch, heiter. Vielleicht komme ich doch nicht darüber hinweg, seine berühmte Reihe einmal zu lesen...




    Manchmal konnte ich nicht glauben, dass all das wirklich wahr sein soll, weil der Autor des Tagebuches es schafft, sich selbst wie eine literarische Figur erscheinen zu lassen. Das finde ich wirklich spannend.


    Die ganzen Zeichnungen haben dem Ganzen nochmal eine ganz besondere Note gegeben und auch die beigefügte originale Handschrift. Ich habe mich dem Autor so viel näher gefühlt und sein Humor hat mir gezeigt, dass ein trennendes Jahrhundert keine unüberwindbare Mauer darstellt.

    Der Autor von Sherlock Holmes war scheinbar ein sehr moderner Mann.



    Man kommt sich auf diesem Walfängerschiff vor wie auf einem Piratenschiff. Es geht ziemlich bunt zu und es passieren Dinge, die man nicht unbedingt selbst erleben möchte... Manche Kerle sind sympathisch, manche weniger.




    Der Walfang und der Forschungsgegenstand nehmen den Fokus des Tagebuches ein. Wer etwas über Conan Doyles Leben erfahren möchte, sollte sich eine komplette Biographie zulegen, da diese Schiffsfahrt nur einen kleinen Teil dessen ausmacht, aber einen Großteil von ihm beeinflusst. Es hat mir sehr gefallen, so viel über das Leben an Bord und den Umgang der Seefahrer mit- und untereinander zu erfahren.



    Wie schon gesagt: Es war eine völlig neue Welt für mich und ich fand Sir Arthurs Leben sehr spannend sowie den Mann als Ganzen sehr sympathisch. 

    Hier wird ein großes Abenteuer beschrieben, das sehr unheimlich und moralisch auch nicht vertretbar zu sein scheint. Und trotzdem habe ich mich beim Lesen innerlich nach einem Abenteuer dieser Größe gesehnt.


  16. Cover des Buches Der Gesang der Orcas (ISBN: 9783401509099)
    Antje Babendererde

    Der Gesang der Orcas

     (279)
    Aktuelle Rezension von: hanna-p
    Eine kleine aber feine Liebesgeschichte mit ein bisschen spannung.
    Mir hat die Geschichte seht gut gefallen, besonders die Szenen mit den Orcas. :)
  17. Cover des Buches Die Walfängerin (ISBN: 9783746633275)
    Ines Thorn

    Die Walfängerin

     (96)
    Aktuelle Rezension von: LadyIceTea
    Sylt im 18. Jahrhundert: Die junge Maren lebt als Tochter eines Fischers in Rantum. Ihre Zukunft liegt klar vor ihr: Sie wird Thies Heinen heiraten, mit dem sie aufgewachsen ist. Doch plötzlich hält der mächtigste Mann der Insel um ihre Hand an: Kapitän Rune Boys. Maren wagt das Undenkbare. Sie lehnt ab. Als ihre Familie jedoch nach einem Sturm finanziell ruiniert ist, muss sie ausgerechnet Boys um Hilfe bitten. Er macht ihr einen ungeheuerlichen Vorschlag: Sie soll mit ihm auf Walfang gehen, danach seien alle Schulden beglichen.

    „Die Walfängerin“ von Ines Thorn überzeugt schon auf den ersten Seiten mit einem malerischen und fesselnden Schreibstil. Ich habe mich schnell ins 17. Jahrhundert versetzt gefühlt, als würde ich mit Maren auf Sylt leben und ihre Geschichte miterleben.
    Die Autorin hat einige lebensechte Figuren erschaffen. Ich konnte mir alle gut vorstellen und hatte bei jeder Person das Gefühl, dass sie so auf Sylt gelebt haben könnten.
    Maren macht während der gesamten Geschichte eine unheimlich starke Veränderung durch. Sie wird reifer und stärker und lernt von dem, was das Leben ihr präsentiert.
    Auch bei dem Walfang hatte ich das Gefühl, dass die Autorin viel Zeit und Liebe in die Recherchen investiert hat. Ich wurde ebenso, wie die Seefahrer, von dem Fieber gepackt und konnte mir richtig gut vorstellen, wie der Nervenkitzel sein musste, als die ersten Wale auftauchten.
    Marens Geschichte ist wirklich packend und gefühlvoll. Ich habe mit ihr gefiebert, gelitten, gehofft und mich mit ihr gefreut. Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ebenso die tollen Figuren um sie herum.
    Das ganze Buch hat mir sehr gut gefallen und ich kann es jedem, der gerne historische Romane liest, nur ans Herz legen. Wenn ich mir zu diesem Buch etwas wünschen dürfte, würde mir nichts ernsthaftes einfallen, außer dass ich gerne mehr liebevolle Szenen zwischen Maren und dem Kapitän erlebt hätte.
  18. Cover des Buches Der Walfänger (ISBN: 9783875362688)
    Antje Babendererde

    Der Walfänger

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Keeweekat
    Die junge Meeresbiologin Irina steht kurz davor, Roberts Antrag anzunehmen und ihn zu heiraten. Doch die Vergangenheit lässt ihr keine Ruhe – der Indianer Micah, mit dem sie früher verheiratet war, taucht plötzlich immer wieder in ihren Gedanken auf. Was für ein Mensch ist aus ihm geworden? Was ist passiert, seit sie ihn verlassen hat, weil sie die Kluft zwischen ihren beiden Kulturen für unüberwindbar hielt? Und vor allem: was geschieht nun, da das Fangverbot der Makah das erste Mal seit 80 Jahren wieder aufgehoben wurde und sich die Indianer auf eine traditionelle Jagd vorbereiten? Irina fährt nach Neah Bay, um sich für den Schutz ihrer geliebten Wale einzusetzen und herauszufinden, was sie noch für Micah empfindet. Dieser hat sich unterdessen in die liebenswerte Museumsleiterin Sally verliebt und hadert mit seiner Bürde – denn er wird an der Waljagd teilnehmen. Als dann auch noch Morddrohungen fanatischer Tierschützer im Reservat eintreffen, spitzt sich die Lage erheblich zu. Meine Meinung: „Der Walfänger“ beschäftigt sich ausführlich mit den Traditionen des Walfangs der Makah und dem Versuch, diese heute wieder aufleben zu lassen. Das Buch steckt voller hervorragend recherchierter Fakten und bleibt dabei durchgehend objektiv. Immer ist der Leser hin und hergerissen zwischen Wohlwollen und Abneigung gegenüber dem Walfang. Antje Babendererde deckt in diesem Roman auf, wieviel mehr mit dem Walfang verbunden ist als das bloße „Wiederbeleben“ einer alten Tradition, dass die Hoffnung und die Zukunft der Makah an dem neu gewonnenen Walfangrecht hängen. Gleichzeitig beschäftigt sie sich mit der Frage, wie weit man in die Vergangenheit zurückgehen sollte und wann es an der Zeit ist, einen Schritt nach vorn zu tun. „Der Walfänger“ ist detailgenauer und informativer als jedes ihrer anderen Werke, büßt durch die vielen Beschreibungen und Perspektivwechsel aber auch an Spannung ein. Fazit: sehr zu empfehlen für jene, die sich für den Walfang, die Makah und ihre Traditionen interessieren. Wer lieber einen packenden Page-Turner lesen will, ist bei Antje Babendererdes anderen Büchern besser aufgehoben.
  19. Cover des Buches Falsche Fäter (ISBN: 9783981987850)
    Margot Jung

    Falsche Fäter

     (25)
    Aktuelle Rezension von: ginnykatze

    Als Fernsehköchin Francesca den Freund ihrer Tochter Clara kennenlernt, bekommt sie sofort ein schlechtes Gewissen. Eigentlich war es ihr egal, von wem das Mädel abstammt, aber der Verdacht, der sich ihr nun auftut, ist schlimmer, als die Wahrheit.

    Gelegen kommt ihr hier die Einladung von Aron, als Jurorin am Food-and-Fun-Festival seines Vaters Magnus in Island, teilzunehmen.

    Kurzentschlossen reist Francesca in Begleitung ihrer Freundin Benita nach Reykjavik und will herausfinden, wer der wirkliche Vater ihrer Tochter ist.

     Dass dabei nicht immer gute Stimmung herrscht, ist vorprogrammiert und dann trifft Francesca in Island auch ausgerechnet noch ihren Exmann Gianluca.  

    Der Aufenthalt auf Island ist interessant und spannend und nebenbei passieren Dinge, die Francesca sich niemals hatte erträumen lassen. Die Verzehrung von Walfischfleisch stoßt nicht bei allen Menschen auf Zustimmung, nein es kommt zum Eklat zwischen den Tierschützern und den Befürwortern dieser Szene.

    Fazit:

    Die Autorin Margot Jung nimmt mich in „Falsche Fäter“ mit in die raue Welt nach Island. Die Beschreibungen der Umgebung und Einheimischen gelingt ihr sehr gut, so dass ich gleich bei ihr bin und sie, im mir bekannten Reykjavik, begleite. Dieser Satz von Seite 246 beschreibt die Schönheit von Island genau: „Sie sah schneebedeckte Gletscher, schwarze Strände, tiefe Schluchten und unzählige Wasserfälle.“

    Der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen, so eile ich von Seite zu Seite und bin schnell am Ende der Geschichte angelangt. Dieser Island-Krimi ist für mich eher eine Familiengeschichte, die aber durchaus spannend und sehr gut erzählt ist.

    Spannung kommt daher leider eher wenig vor. Aber trotzdem ist das Buch und das darin aufgenommene Thema der Walfischjagd sehr interessant in eine Familiengeschichte mit guter Unterhaltung und auch ein wenig Humor, eingeflochten.

    Ich als aufmerksame Leserin erfahre viel über Island, über Wale und wie Tierschützer auch mal zu nicht alltäglichen Mitteln greifen, um diese wunderschönen Tiere nicht ausrotten zu lassen. 

    Das Ende ist dann schnell zusammengefasst und da kommt dann auch ein ganz klein wenig Krimifeeling auf.

    Ich vergebe hier, auch wenn es sich in meinen Augen nicht um einen wirklichen Krimi handelt, 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung, nicht nur als Fan von Island, auch, weil die Geschichte es verdient hat, gelesen zu werden. Aber lest selbst, denn dies ist ganz allein meine Meinung.

    Mit diesen beiden prägnanten Sätzen von Seite 118 beende ich meine Rezension: „Ruhig und elegant glitt der graue Riese an ihrem winzigen Boot vorbei. Er zeigte mehrmals seinen Rücken und stieß Wasserfontänen in die Höhe.“

  20. Cover des Buches Tausend Wellen fern 3 (ISBN: 9783955308155)
    Rebecca Maly

    Tausend Wellen fern 3

     (29)
    Aktuelle Rezension von: QueenSize

    Diese Rezension gilt für alle vier Bände der Tausend Wellen fern – Saga von Rebecca Maly und wird gleichlautend unter jedem der Teile veröffentllicht.

     Als Erstes möchte ich mich beim Verlag für die Rezensions-Exemplare bedanken.

     Zum Cover:

     Die Cover sind exotisch, die Blüten im Vordergrund vor der Kulisse Neuseelands springen ins Auge. Die Farbgebung wirkt strahlend und sonnig.

     Worum geht es in diesem 4-Teiler überhaupt?

     Kaylee und ihre Mutter Erin sehen sich gezwungen, nach Neuseeland auszuwandern, da es in Irland für sie keine Zukunft mehr gibt. Der Ehemann hat die Mutter wegen einer anderen Frau verlassen und Kaylee will ebenfalls nicht beim Vater bleiben. Beide Frauen hoffen darauf, in Neuseeland eine bessere Zukunft zu finden. Ein mutiger Schritt und durchaus nicht gefahrlos, wie sich im Laufe der Geschichte herausstellen wird. Doch Mutter und Tochter sind Kämpferinnen und gehen trotz diverser Rückschläge ihren Weg und verlieren dabei nicht den Mut.

    Immer wieder kommt es zu unerwarteten Wendungen und es wird in keinem der vier Teile langweilig. Weitere wichtige Personen kommen dazu, die Liebe und auch das Abenteuer kommen ebenfalls nicht zu kurz.

     Jeder Teil für sich ist wichtig, allerdings bauen die Teile aufeinander auf; es ist also durchaus sinnvoll mit dem ersten Teil zu beginnen und dann einen nach dem anderen zu lesen, da sonst wichtige Details fehlen.

     Meine Meinung:

    Tausend Wellen fern ist eine leichte, abenteurliche Lektüre, die sich dank des flüssigen Schreibstils der Autorin ganz wunderbar lesen lässt. Frau Maly schafft es, den Leser mitzunehmen auf eine nicht immer leichte Reise von Irland nach Neuseeland. Sie beschreibt mitreißend und recht bildhaft, wie gefährlich es im Jahr 1872 war, eine solche Reise zu unternehmen.

     Die Beschreibungen von Flora und Fauna, von Menschen und Landschaften, von Riten und Gebräuchen Neuseelands wirken authentisch, sind glaubhaft und wecken das Fernweh (jedenfalls in mir).

     Durch die Aufteilung in vier Teile wirkt diese Saga ein wenig zerrissen. Ich hätte mir diesen Roman in einem kompletten Buch gewünscht. Gleichwohl ist die Trennung stimmig und am Ende eines jeden Teils möchte man ganz schnell wissen wie es weitergeht. 

     Kurzum: Man wird mitgenommen auf eine abenteuerliche Reise und ist mittendrin im Geschehen.
     

    Fazit: Mir hat der Roman gefallen, ich fühlte mich gut unterhalten und deswegen vergebe ich 4 Sterne.

  21. Cover des Buches Tausend Wellen fern 1 (ISBN: 9783955308131)
    Rebecca Maly

    Tausend Wellen fern 1

     (52)
    Aktuelle Rezension von: junia
    Wie kam ich zu diesem Buch?
    Durch vorablesen wurde ich auf das Buch bzw. auf die Reihe aufmerksam. Bei LovelyBooks nahm ich schließlich an der Leserunde teil. Das Buch wurde mir dafür als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was jedoch keinen Einfluss auf meine ehrliche Meinung hat.

    Wie finde ich Cover und Titel?
    Das Cover finde ich äußerst ansprechend, der Titel passt auch ganz gut.

    Um was geht’s?
    Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen. Lasst euch aber gesagt sein, dass sehr viel passiert in der Welt von Kaylee, die durch unvorhergesehene Ereignisse ihre Heimat Richtung Neuseeland verlassen muss. Ich muss gestehen, es gibt Schlimmeres, aber bis Kaylee dort glücklich wird, ist es auch noch ein weiter Weg. Die Story ist logisch, spannend aufgebaut, hatte einige für mich überraschende Wendungen, einige waren leider ziemlich vorhersehbar, vielleicht lese ich aber einfach zu viel, dass ich da schon ein Gespür für habe. Warum die Geschichte in vier Teile mit jeweils unter 100 Seiten aufgeteilt wurde, habe ich nicht verstanden. Die Autorin hat es aber geschafft, das Ende jedes Teils so spannend aufzubauen, sodass man unbedingt weiterlesen möchte. :-)

    Wie ist es geschrieben?
    Der Schreibstil ist flüssig und zügig zu lesen, der Ausdruck gut und leicht zu verstehen. Sehr gut gefällt mir, dass die Erzählperspektive wechselt, so bekommt man sehr viel aus verschiedenen Sichtweisen mit. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story drin zu sein.

    Mein Fazit?
    Ich habe das bekommen, was ich erwartet habe, somit erhält das Buch von mir 4 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden.
  22. Cover des Buches Die Rache der Wale (ISBN: 9783958190078)
    Wolfgang Müller

    Die Rache der Wale

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Keltica

    Als das deutsche Ehepaar Emmi und Adrian zu einer Weltreise auf einer Segelyacht aufbricht, ahnt es nicht, worauf es sich einlässt. Bei einem schweren Sturm im Pazifik fällt Adrian von Bord und droht zu ertrinken. Doch er wird gerettet von einem Meerwesen, dass ihn seid einiger Zeit beobachtet hat, denn Adrian half vor kurzem einem Delphin aus einer Notlage. Anep halb Mensch, halb Fisch, ist hochintelligent und bittet Emmi und Adrian um Hilfe. Denn Aneps Gefährtin Sira wird von Menschen gefangen gehalten. Er will sie befreien. Doch Aneps Plan ist noch viel größer und gefährlicher. Zusammen mit anderen intelligenten Meeresbewohnern will er die Menschen bei der Zerstörung der Weltmeere stoppen.

    Ein gefährliches Abenteuer beginnt.
    In dessen Verlauf intelligente Meerjungfrauen - und Männer, die über telepathische Fähigkeiten verfügen, mit Emmi, Adrian und Bewohnern eines Südseeatolls auf diesem Weg Kontakt aufnehmen. Um mit deren Hilfe und der Opferungsbereitschaft der Wale, die Menschheit wachzurütteln.


    Hier wurde Realität, Umweltschutz und Fantasy zu einer wunderbaren Geschichte verwoben, die mich vom ersten Moment an fesselte. Manchmal dachte man wirklich einige Momente lang, es gäbe wirklich diese Meermenschen, so realistisch wird alles beschrieben.


    Das große Thema des Buches ist der Walfang und Umweltschutz. Erschreckend sind die Schilderungen über den Walfang und das Leid der Tiere, auch die Verstrahlung der Weltmeere durch Fukoshima.


    Die Charaktere sind glaubhaft dargestellt, der Schreibstil ist flüssig und der Spannungsbogen bleibt die ganze Zeit erhalten.
    Alles in allem ein Buch, dass ich gerne gelesen habe und das einen auf jeden Fall auch nachdenklich zurücklässt.

    Und wie heißt es am Ende des Buches:

    "Manchmal sind es kleine Gesten, die sehr viel verändern können."

     

  23. Cover des Buches Moby-Dick oder Der Wal (ISBN: 9783732471300)
    Herman Melville

    Moby-Dick oder Der Wal

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Auf zwei CDs ist eine geglückte Vertonung des recht umfangreichen Klassikers von Herman Melville gelungen. Das Drehbuch beschränkt sich auf die wesentlichen, wichtigen Handlungen; die Auswahl der Stimmen ist sehr geglückt. Charme, Originalität und Dramatik sind sehr gut gelungen. Nicht nur etwas für kleine Leser, sondern ebenso eine gute Entspannung für erwachsene Zuhörer.
  24. Cover des Buches Moby Dick Oder Der Wal (ISBN: 9783828976870)

    Moby Dick Oder Der Wal

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden

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