Bücher mit dem Tag "wall street"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wall street" gekennzeichnet haben.

65 Bücher

  1. Cover des Buches Unter Haien (ISBN: 9783548284798)
    Nele Neuhaus

    Unter Haien

     (335)
    Aktuelle Rezension von: Anita_Naumann

    Eine Freundin von mir hat mal von der Autorin geschwärmt, deshalb habe ich zu dem Buch gegriffen. Vielleicht muss ich von der Autorin auch einfach nochmal was anderes lesen, denn dieses Werk, das wohl ihr Debüt war, hat mich nicht sonderlich überzeugt.
    Um was geht es?
    Alex Sontheim ist eine gefragte Investmentbankerin und lernt durch ihren Job den schwerreichen Sergio Vitali kennen mit dem sie eine Affäre beginnt. Die Warnungen ihn betreffend ignoriert sie gekonnt, bis sie selbst feststellen muss, dass er vielleicht doch in dunkle Machenschaften verstrickt ist.
    So weit, so gut.
    Warum hatte ich Probleme mit dem Buch?
    Fangen wir mal mit der Protagonistin an: sie war mir nicht wirklich sympathisch und ich konnte einfach kein Verständnis und noch viel weniger Mitgefühl für sie aufbringen. Sie wird als so hochintelligent und clever beschrieben und lässt sich mit einem verheirateten Mann ein, der ihr Vater sein könnte und dem Mafia-Verbindungen nachgesagt werden? Das zeugt natürlich von überragendem Intellekt.
    Übrigens liebt sie ihn auch nicht wirklich, sondern findet es nur toll, dass er sie (nachdem sie beruflich schon ziemlich oben angekommen ist) in der feinen Gesellschaft New Yorks einführt. Und wie gut, dass sie ihm nach über einem halben Jahr Beziehung, nie gesagt hat, dass sie italienisch spricht. Sonst hätte das wirklich Ärger gegeben, als sie zufällig ein Gespräch mit seinen Mafia-Kumpanen belauscht.
    Ansonsten war die Geschichte gar nicht mal so unspannend. Ich hatte nur einfach kein Mitleid mit ihr, als sie dann doch irgendwann feststellt, in welche Scheiße sie sich geritten hat. Deshalb gibt es von mir 3 ⭐.

  2. Cover des Buches King of New York (ISBN: 9783736306929)
    Louise Bay

    King of New York

     (210)
    Aktuelle Rezension von: ChrispiBook

    Interessante Geschichte. Lässt sich auch gut lesen und ist flüssig. Das Ende entspricht bloß dem typischen Klischee.

  3. Cover des Buches Der große Gatsby (ISBN: 9783311220008)
    F. Scott Fitzgerald

    Der große Gatsby

     (1.029)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Alle kennen die großen Partys des großen Gatsbys. Die Leute kommen von überall her und nehmen sogar uneingeladen an den berühmten Feiern teil, aber keiner kennt den Gastgeber Gataby wirklich. Deswegen ranken sich viele Gerüchte um ihn. Als Nick sein neuer Nachbar wird, lernt er ihn auf eine ganz andere Weise kennen und merkt, dass hinter dem bekannten Mann ein ganz anderer steckt.


    Dieses Buch ist einfach großartig. Allein wie es schon anfängt und man in diese lebendige und doch nachdenkliche Stimmung hineingezogen wird. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie Nick, der Protagonist, die Geschichte erzählt. Dabei lernt man die Personen immer besser kennen und sieht die Schichten ihrer Persönlichkeit tiefer werden und die komplexen Beziehungen untereinander bringen einen zum Nachdenken. Die Geschichte wirkt ziemlich einfach und simpel und doch schwingen so viele Themen des Lebens mit, die der Autor tragisch und auch zynisch beschreibt.

    Ich für meinen Teil liebe dieses Buch und da es so schnell durchgelesen ist, kann man es immer wieder lesen und stößt dabei immer auf neue Details. Außerdem hat es einen einfachen und schönen Schreibstil, sodass man perfekt für ein paar Stunden in der Geschichte abtauchen kann.

  4. Cover des Buches Kleine Feuer überall (ISBN: 9783742404046)
    Celeste Ng

    Kleine Feuer überall

     (28)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    "In diesem Sommer redeten alle in Shaker Heights darüber, wie Isabelle, das jüngste Kind der Richardsons endgültig durchdrehte und das Haus niederbrannte." Die heile Welt einer mustergültigen Siedlung wird durcheinander gebracht, als die Fotokünstlerin Mia mit ihrer Tochter Pearl in das Miethaus der Richardsons zieht. Mit ihrer Unangepasstheit wecken sie gefährliche Leidenschaften. Mrs. Richardson, die Journalistin, ahnt nicht, welche Lawine sie in Gang setzt, als sie versucht, das Geheimnis um die Herkunft ihrer Mieter zu entschlüsseln, die zum Schluss zur Tragödie führen wird.
    Der Roman beschreibt das Leben zweier amerikanischer Familien, die unterschiedlicher nicht sein können aus verschiedenen Blickwinkeln. Ein intelligenter und einfühlsamer Familienroman.

  5. Cover des Buches Der Honiganzeiger (ISBN: 9783749424573)
    Sibylle Barden-Fürchtenicht

    Der Honiganzeiger

     (15)
    Aktuelle Rezension von: SusanD

    2028. Die Europäische Vision gibt es nicht mehr; die EU ist aufgelöst, der Euro abgeschafft. Allein Geld regiert die Welt und ein paar mächtige Oligarchen teilen die Märkte unter sich auf; die Finanzmärkte brechen zusammen. Um Deutschland als souveränen Staat zu retten, schickt der Deutsche Kanzler den bisher erfolgreichen, aber unscheinbaren Diplomaten Till von Herlichingen auf eine Mission: Er soll beim Weltwirtschaftsforum in Davos, an der Wall Street in New York und im Casino Monte Carlo lernen, wird schließlich offizieller Botschafter in London - im Hintergrund immer beeinflusst von manipulativen Politikern, mörderischen Oligarchen und schönen Frauen - und muss sich schließlich selbst entscheiden, wie weit er gehen will.

    Sibylle Barden, Journalistin, Publizistin und mit eigenen Erfahrungen in der Deutschen Botschaft, verfügt über ein enormes Wissen und hat tiefschürfend recherchiert; somit ist sie in der Lage, viele Fakten und Hintergründe nachvollziehbar zu erklären. In "Der Honiganzeiger" entwirft sie ein erschreckendes Szenario von unserer Welt in nicht allzu ferner Zukunft, das den Leser aufrüttelt  und zum Nachdenken und Hinterfragen anregt. Alleine durch die geschilderten Möglichkeiten - und die zeitliche Nähe - bekommt dieses Buch eine gänsehauterregende Spannung. 

    Leider lässt sich diese Spannung nicht auf die Handlung um den Protagonisten Till von Herlichingen übertragen: Als Hauptperson bleibt er eher blass und unsympathisch und sein Tun ließ für mich einige Fragen aufkommen bis hin zu einem doch offenen, recht unbefriedigendem Ende.

    Durch die immer wieder auftauchenden realen Personen und das Zeitgeschehen bekommt der Roman noch eine weitere Brisanz, denn der Leser kann die Handlung nicht als reine Fiktion abtun.

    Lange Erklärungen über die Sachverhalte (die jedoch nie abgehoben sind) erinnern mehr an ein spannendes Sachbuch als an einen sich zuspitzenden Thriller und der Leser ist in seiner Aufmerksamkeit stark gefordert.
    Auch "Nebenkriegschauplätze" wie die Tatsache, dass der fiktive Kanzler nun endlich das Beamtentum abschaffen will, was aber einem politischen Selbstmord gleichkäme, nehmen viel Raum ein, der nichts mit dem eigentlichen Thriller zu tun hat.

    Für mich ist "Der Honiganzeiger" ein wichtiges Buch, das mich noch lange beschäftigt hat, das jedoch nicht das halten konnte, was ich mir von ihm versprochen hatte.

  6. Cover des Buches The Escape Game – Wer wird überleben? (ISBN: 9783492314794)
    Megan Goldin

    The Escape Game – Wer wird überleben?

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Krimifee86

    The Escape Game heißt das Buch – leider ist genau das aber nicht wirklich Programm in diesem Buch. Aber von vorne: Vier sehr reiche Mitarbeiter eines Wirtschaftsunternehmens werden quasi in einen Fahrstuhl gesperrt. Was als Escape Game getarnt ist, entpuppt sich bald als ein Spiel auf Leben und Tod. 

    Jedoch: 80% der Geschichte finden überhaupt nicht in dem Fahrstuhl statt, sondern handeln davon, warum diese vier in dem Fahrstuhl gelandet sind. Von den übrigen 20% sind 18% gegenseitiges Misstrauen, Vorwürfe und Prügeleien. Nur ca. 2% sind Rätsel und diese sind so lahm, dass sie oft nach wenigen Sekunden zu lösen waren, während die vier im Fahrstuhl klagen, wie überaus schwer diese Rätsel sind. Ich meine, hallo? Wir reden hier von Amerikas Wirtschaftselite, da kann man ruhig mal Rätsel nehmen, die etwas anspruchsvoller als für dreijährige sind...

     

    Naja, wie auch immer: Ich habe dieses Buch einfach unter falschen Vorzeichen gelesen. Die Geschichte war echt ganz gut und hat auch Spaß gemacht zu lesen (wenn es dann auch am Ende wieder viel zu realitätsfremd wurde), aber letzten Endes habe ich mir einfach etwas anderes vorgestellt. Nämlich ein richtiges Escape Game und nicht so ein Pseudo-Rumgehampel. Insofern vergebe ich am Ende 6/10 Punkten und empfehle das Buch gerne weiter – aber erwartet nicht wirklich eine Escape Room Story!

     

     

    Mehr von mir zu den Themen Bücher, Bullet Journal, Essen, Reisen, Fotos, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

  7. Cover des Buches All for You – Sehnsucht (ISBN: 9783736305885)
    Meredith Wild

    All for You – Sehnsucht

     (168)
    Aktuelle Rezension von: ness

    Erstmal, kann ich bitte auch einen Cameron haben, der auch nach so langer Zeit noch um meine Liebe kämpft? Maya konnte ich in diesem Buch irgendwie so oft nicht nachvollziehen. Ich war an manchen Stellen einfach nur noch genervt. Wirklich gut war der Schreibstil. 

  8. Cover des Buches American Psycho (ISBN: 9783942656412)
    Bret Easton Ellis

    American Psycho

     (397)
    Aktuelle Rezension von: Wieland

    Ich habe dieses Buch nun nach einer Weile abgebrochen und ich muss sagen, dass ich von "American Psycho" geschrieben von Bret Easton Ellis überhaupt nicht überzeugt bin.

    Im wesentlichen handelt es um Patrick Bateman der bereits mit 27 Jahren Vizepräsident einer fiktiven Investment-Bank ist. Patrick Bateman kommt anfangs als eine diplomatische und linksliberale Persönlichkeit rüber. Schnell stellt sich heraus, dass dies lediglich als Fassade dient und dahinter versteckt sich ein gewalttätiger Psychopath steckt.

    So werden wir auch oft Zeuge von trivialen Morden ohne Motiv und Verstand. Sie dienen lediglich dazu um seine Blutrünstigen Bedürfnisse zu befrieden. Der Ursprung dieser Bedürfnisse ist bis über der Hälfte des Buches nicht bekannt und auch so lässt der Autor kein Spielraum für Spekulationen offen, denn trotz der Ich-Erzählweise bleiben die Morde motivlos. So ziehen sich die weiteren Morde, und auch Straftaten, über mehrere Kapitel, so dass Patrick Bateman weiterhin ein kaltblütiger Mörder bleibt. Durch die Ich-Erzählweise hätte ich mir daher mehr Einblick in die Gedanken und Psyche von Patrick Bateman gewünscht. Warum macht er das gerade so? Warum empfindet er gerade das was er empfindet? Leider erhalten wir nie einen tieferen Einblick, sondern viel mehr einen oberflächlichen. Gepaart mit der Erzählweise hatte ich also permanent das Gefühl, dass mir etwas entgeht, dass da was fehlt und dass der Charakter noch nicht richtig ausgearbeitet wurde. Die Hoffnung dass im laufe der Geschichte Patrick Bateman ein Gesicht bekommt wird zerstreut. Ich hatte bisher nur ein einziges Kapitel gelesen, dass etwas mehr Charakter in Patrick Bateman einfließt und das war es auch. Leider ist der Hauptcharakter dieser Geschichte völlig ein-dimensional.

    Der Schreibstil dieser Geschichte lässt relativ schnell zu wünschen übrig. Ich will den Autor und den Übersetzer nicht beleidigen, aber irgendwann hatte ich das Gefühl, dass der Autor und/oder der Übersetzer eine sehr überschaubaren Menge an Bausätzen verinnerlicht hat. Wahllos werden irgendwelche Gegenstände und Kleidungsstücke in die Szene reingeworfen und das wie ein Maschinengewehr. Als Beispiel: "Patrick Bateman trägt eine Krawatte und eine Rolex-Armbanduhr und ein Baumwellhemd und schwarze Schuhe und die Sessel sind Rot und...". Ich war schlussendlich sehr genervt davon und kam auch gar nicht mehr mit, weil so vieles so unpräzise in so kurzer Zeit reingeworfen wurde.

    Damit diese Review allerdings nicht im bösen endet möchte ich gerne sagen, dass die Dialoge mir ganz gut gefallen haben und dass der Autor gut deutlich machen konnte, in welch einer Gesellschaft wir uns befinden. Und wenn man glaubt, dass man irgendwie nun den Durchblick in diesem Sozialen-Konstrukt gefunden hat, kommt wieder irgendetwas daher was einen umdenken lässt. Das fand ich gut, dass hat mich auch ein wenig mitgenommen. Wenn ich ganz ehrlich bin: In den Kreisen in denen sich Patrick bewegt... sie sind zum kotzen... und dass der Autor dass gut mit Steigerungen rüberbringen konnte fand ich gut :)    

  9. Cover des Buches Die Party bei den Jacks (ISBN: 9783442745111)
    Thomas Wolfe

    Die Party bei den Jacks

     (21)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87
    Sprachlich hat mich das Buch sehr beeindruckt:
    Wolfe beschreibt abwechslungsreich, smart 
    und  detailverliebt die Szenerien und Personen, 
    die in seinem Roman über das Leben im New York
    der 20er Jahre eine Rolle spielen. Jedoch kam
    mir das Buch auch sehr unausgereift vor: So
    manches Kapitel, beispielsweise über die 
    körperlichen Beschreibungen von Mr Jack oder die
    Morgentoilette ihres Mannes, ufert völlig aus und
    zieht sich über viele Seiten, ohne einen Mehrwert 
    für die Geschichte an sich darzustellen. Wirklich
    interessant wird das Buch deshalb erst im letzten 
    Drittel, als es zu einem Brand kommt und Wolfes 
    Kritik am egozentrischen Verhalten der Upper Class 
    zum Tragen kommt. Für mich hat das leider nicht
    gereicht, deshalb nur drei Sterne.
  10. Cover des Buches Bad Boys, Bad Girls, Big Money (ISBN: 9783442547715)
    Michelle Miller

    Bad Boys, Bad Girls, Big Money

     (19)
    Aktuelle Rezension von: munamiriam
    Diese Geschichte war ziemlich kurios. Sie gibt dem Leser einen Blick hinter die Kulissen eines jungen IT-Unternehmens und das  geschäftige Geschehen an der Börse. Die Beschreibung des Unternehmens hat mich ein wenig an einen Hollywoodfilm über ein großes berühmtes Internet-Unternehmen (Suchmaschine) erinnert. Anfangs ist es eine verworrene, aber interessante Liebesgeschichte. Doch im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich zu einem Krimi. Ein wenig störend empfand ich beim Lesen, dass die Geschichte aus so vielen verschiedenen Perspektiven beschrieben wird.  
    Das Lesen dieser Story hat mich nachdenklich und vorsichtiger im Umgang mit meinen Daten im Netz gemacht. 
  11. Cover des Buches Liar's Poker (ISBN: 9780340839966)
    Michael Lewis

    Liar's Poker

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Nil
    'Liar's poker' wurde 1989 von Michael Lewis geschrieben, der gleiche Autor der auch 'The Bind Side' geschrieben hat sowie einige andere gute Bücher. Wenn man dieses allerdings liest, möchte man es gar nicht so recht glauben. Denn es ist zwar ein Bestseller damals gewesen, aber geschrieben ist es so ganz Gewiss nicht! Im Grunde genommen rechnet Michael Lewis in diesem Buch (einen Roman möchte ich es nicht nennen und ein Sachbuch ist es auch nicht) mit seiner Vergangenheit ab und zeigt der Welt wie simpel doch die Investmentbanker gestrickt sind. Vor allem mit Salomon Brothers seinem Arbeitgeber in den 1980er Jahren. Zu Beginn des Buches ist es eher eine autobiographische Erzählung wie er zu Salomon Brothers kam und was er dort erlebte. Dann driftet das ganze etwas ab und die Firmengeschichte und das Mortgage bond trading wird en detail erörtert mit vielen Namen und vielen sarkastischen Kommentaren. An sich ist es super einen Insiderbericht wie diesen zu lesen, doch hätte ich mir eine überarbeitete Version gewünscht, denn ohne Frage ist die Qualität dessen was Michael Lewis seit dem produziert hat wesentlich besser geworden.
  12. Cover des Buches Auf Heineken könn wir uns eineken (ISBN: 9783492272926)
    Kerstin Schweighöfer

    Auf Heineken könn wir uns eineken

     (35)
    Aktuelle Rezension von: ulla_leuwer

    Meine Meinung:

    Beim  Stöbern bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden, weil mich das Buchcover so angesprochen hat. Und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, wanderte es ebenfalls in meine Büchertasche. Ich war gespannt auf den Inhalt, denn mit unseren holländischen Verzeihung niederländischen Nachbarn habe ich doch ab und zu auch mal Kontakt. Vielleicht würde ich nach dem Lesen einiges besser verstehen.


    Kerstin Schweighöfer beschreibt in ihrem Buch, wie sie 1990 Jan Kees kennen und lieben lernte. Sie wohnte damals in München und Jan Kees in Leiden. Das war nicht mal eben um die Ecke und deshalb beschloss sie, nach Leiden zu ziehen. Sehr kurzweilig schreibt sie über ihre Erlebnisse mit den neuen Nachbarn und das Erlernen der Sprache. Obwohl auch ich bisher der Meinung war, beim Zuhören einiges zu Verstehen, weil es sich auch in meinen Ohren wie eine Art Dialekt anhörte, wurde ich eines besseren belehrt. Spaßig waren die Ausdrücke, die in unseren Ländern verschiedene Bedeutungen haben und mit denen die Autorin manches Mal für Peinlichkeit sorgte. Mir hat gefallen, dass ich nicht nur lesen durfte, wie es Kerstin Schweighöfer ergangen ist, sondern auch viel neues und interessantes kennen lernen durfte. Wer wissen will, was es mit Nieuw Amsterdam und Yankee auf sich hat, sollte dieses Buch lesen.


    Es gibt inzwischen reichlich Bücher, in denen die Autoren beschreiben, wie sie sich in einem anderen Land zurecht finden. Nicht immer ist es interessant geschrieben und man hätte sich das Lesen sparen können. Aber ich fand dieses Buch sehr interessant und habe mehr über Land und Leute erfahren.


    Fazit:

    Mir hat das Lesen dieses Buch sehr viel Spaß gemacht. Empfehlen kann ich es auf jeden Fall!




  13. Cover des Buches Fegefeuer der Eitelkeiten (ISBN: 9783499236747)
    Tom Wolfe

    Fegefeuer der Eitelkeiten

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Babscha
    Sherman McCoy ist leitender Rentenhändler bei einer Investmentfirma an der Wall Street. Wohnung in der Park Avenue, Ferienhaus in den Hamptons, geschätztes und gut vernetztes Mitglied der Upper East Side Manhattans, dekadent, narzisstisch, schicke Ehefrau und wohlgeratene Tochter. Ein echter Gunner also, ein selbsternannter Master of the Universe.  

    Bis er eines Abends seine junge Geliebte am Flughafen abholt, mit seinem Sportwagen die Ausfahrt verpasst und sich nach einer Odyssee durch New York zuletzt in den düsteren Straßen der Bronx festfährt. Hier kommt es zu einem tragischen Unfall, bei dem die beiden einen schwarzen Jugendlichen überfahren und lebensgefährlich verletzen. Die darauf folgende Fahrerflucht setzt sodann eine Maschinerie in Gang, deren einziges Ziel Shermans vollständige Vernichtung ist.

    Wolfe seziert in seinem bereits in der 80ern geschriebenen Debütroman scharfzüngig, absolut respektlos und mit genialem Verständnis menschlicher Unzulänglichkeiten und Charakterschwächen die Mechanismen und Gesetzmäßigkeiten des gesellschaftlichen Miteinanders aller Schichten, die diese amerikanische Großstadtmetropole am Laufen halten und legt dabei mal unterschwellig, mal plakativ, den Finger in jede denkbare Wunde amerikanischer Lebensrealität. Nicht nur seine Hauptfigur, auch ungezählte andere Protagonisten dieses Monumentalwerks werden dabei genüsslich und gekonnt so lange durch die Mangel gedreht, bis man sich als Leser nur noch schaudernd abwenden kann ob der geschilderten Abgründe aller Art. 

    Ein zeitloser, unbedingt lesenswerter Klassiker, eine offene und unverändert gültige Gesellschaftskritik. 

  14. Cover des Buches Huge Deal (21 Wall Street Book 3) (English Edition) (ISBN: B07JF4S74B)
  15. Cover des Buches Unter Haien (ISBN: 9783869090849)
    Nele Neuhaus

    Unter Haien

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar
    Hörbuch, 22 Stunden, 34 Minuten gesprochen von Oliver Siebeck

    Ich habe einige Bücher von Nele Neuhaus gelesen, die mir auch gefallen haben. Ist dieser Thriller von der gleichen Schriftstellerin? Das ist für mich nicht nachzuvollziehen. War hier ein Ghostwriter unterwegs?

    Alex Sontheim aus Deutschland bekommt in einer Investmentbank in New York einen tollen Posten angeboten. Ziemlich schnell erhält die superschöne, hochintelligente, extrem ehrgeizige, hart arbeitende Blondine eine beträchtliche Gehaltserhöhung. Nicht umsonst. Dafür muss sie ihrem Chef für den Vorstand flüstern, welche Geschäfte sie abschließen wird. Natürlich nicht für Insiderhandel, der Vorstand will lediglich wissen, was vorgeht. Die Gehaltserhöhung ist auch keine Bestechung (man bietet Aktien oder Bares auf den Caymans, steuerfrei). Die hochintelligente Frau glaubt das brav. Sie ist 35, hat in Deutschland und England studiert, in diesen Ländern und Frankreich gearbeitet, sowie 12 Jahre Wallstreet Erfahrung. ???? Mathe ist nicht das Fach der Autorin. Alex lernt bald der fantastisch aussehenden und superreichen Sergio Vitale kennen, wird vor ihm von allen Seiten gewarnt, er sei der Mafiaboss von New York. Die superschlaue, taffe Alex glaubt das nicht. Naiv lässt sie sich in tolle Restaurants einladen, auf die tollen Partys der Neureichen, schlürft erlese teure Weine, teuren Champagner aus Paris, genießt erlesene Speisen. Entschuldigung meiner vielen Adjektive, aber in dem Stil ist das Buch geschrieben.
    Alex arbeitet 14 Stunden am Tag, geht aus/feiert bis nachts um 3 Uhr. Wie gesagt, Mathe ist nicht das Fach der Autorin. Am Wochenende hat sie frei. Hmm. Wo man doch weiß, dass gerade in der Finanzwelt der Sonntag so wichtig ist. Macht nichts. Da muss sie ja mit Sergio in sein Haus in die Karibik fliegen. Schnell bekommt sie heraus, dass Sergio wohl doch ein Mafiaboss ist. Vielleicht doch nicht? Man muss ihm vertrauen, denkt Alex. Er ist ein böser Killer, endlich hat Alex das kapiert. Nun muss sich sie sich trennen. Doch er vergewaltigt sie, vermietet ihr ein Luxusappartement für einen Spottpreis, sagt ihr, sie gehört ihm. Sie distanziert sich von ihm, will wegkommen. Warum nimmt sie das günstige Appartement? Das ist ein absoluter Logikfehler. Denn nun beginnt sie eine Affäre mit einem anderen Mann, verbringt die Wochenenden bei einer Opernsängerin. Alle Männer verlieben sich in Alex und sie sich in alle gutaussehenden Reichen. Als Cat-Woman verhaut sie drei knallharte Räuber, die eine bekannte Opernsängerin ausrauben wollen. Diese Frau aus dem alten Geldadel der Stadt wird sofort ihre beste Freundin und so wird sie die Kreise eingeführt, zu den ein normal Sterblicher keinen Zugang findet. Natürlich ist Mr. Präsident beeindruckt von ihr, lädt sie ins Weiße Haus ein, der Bürgermeister von NY sieht gleich, sie ist eine Gute, auch wenn sie mit Vitali ausgeht, ist fasziniert von ihr. Und Vitali akzeptiert eine gewisse Zeit die Trennung? Das passt überhaupt nicht zu diesem Charakter.

    Nun endlich merkt Alex, dass es in ihrer Firma Insidergeschäfte gibt und stellt dem Chef eine Falle. Sofort finden sich Freunde von einem Mitarbeiter, dem sie vertraut. Warum gerade dem? Er ist wohl der einzige ehrliche Mitarbeiter in der Firma. Mit einem Journalisten und eine superintelligenten Hacker, der die Truppe in die IT-Sicherheitsfirma mitnimmt (nur der Hacker muss sich identifizieren, nimmt die drei einfach mit. ???), können sie ins Netz der Firma eindringen und sehen, wohin das Geld fließt. Viele wichtige Männer werden bestochen, keine Frauen, die Firma in der Alex arbeitet ist ein Konstrukt von Vitali, der mit versteckten Unterfirmen und Unterkonten arbeitet. Und nun startet Cat-Woman den Schlag gegen Vitali, den die Justiz seit Jahren versucht in die Fänge zu bekommen. Alex wird fast erschossen, als ein Anschlag auf Vitali von einer Drogenbande ausgeübt wird, rettet ihm das Leben. Kann man, wenn man auf 1-2 Metern mit mehreren MP‘s aus dem Auto schießt, von 6 Leuten keinen treffen? Na ja, Vitali hat einen Schuss in der Schulter …

    Alex offenbart sich dem Bürgermeister, der früher Staatsanwalt war und dessen Lebenszweck es scheint, Vitali zur Strecke zu bringen. Immer wenn Alex in Bedrängnis gerät, kommt aus dem Nichts eine helfende Hand, das hat fast etwas Mystisches … Sie entwischt diverse Male den Mafiakillern, indem sie sich schlicht mit ihren Händen wehrt. Ihre Flucht nach Europa ist dilettantisch ausgeführt für eine intelligente Frau. Zurückgekehrt (noch dilettantischer, mit dem Namen eingecheckt, den sie schon in Europa benutzte, in ein öffentliches Hotel, der Bürgermeister besucht sie, nimmt sie aber nicht mit … die Mafia wird sie schon nicht finden) wird sie doch noch erwischt, ausgepeitscht, von einer Horde Mafiosi vergewaltigt, in den Fluss geworfen (ohne geprüft zu haben, ob sie tot ist). Gleich fischt sie einer raus. Alles nicht so schlimm. Sie hat kein Sterbenswörtchen verraten, auch nicht geweint bei der Folter, sie ist ja hart im Nehmen. Im letzten Drittel wird ansonsten nur geheult. Alle Männer heulen und wenn einer weint, steigt der Gegenüber mit ein. Nach dem Sex: „Und sie schämten sich ihrer Tränen nicht.“ In der Art gibt es viele Sätze, fast auf jeder Seite weint irgendwer.

    Keine Angst, es gibt keine Wendungen im Plot. Man weiss am Anfang, wie es ausgeht. Der Weg dahin ist quälend. Ein oberflächlicher Leser mag das Buch bis zum ersten Drittel sogar spannend finden. Ab da flacht es bis zum bitteren Ende stetig ab. Das letzte Drittel ist schier unerträglich. Ich wollte ein paar Mal abstellen. Immer wieder kehrende Wiederholungen nerven, ebenso sie wiederkäuenden Gedanken, und Zwiegespräche der Protagonisten: „Ich habe alles falsch gemacht und es tut mir so leid. Ich bin Schuld.“ Ein typischer Satz, der in dieser Art von allen Protagonisten dauernd abgelassen wird. Der Sprachstil wird leider nicht besser, es wird zum Ende immer unerträglicher an Schwülstigkeit: „Dass es mit Mary nie so großartig war, so vollkommen und so großartig…“ (als wie mit Alex). Ein Groschenroman im Allgemeinen hat sprachlich mehr Niveau. Ich habe den iPod mehrfach geprüft, ob er nicht topft. Die Prinzessin bekommt ihren König am Ende, na klar … aber nur, wenn sie will.

    Immer wenn Alex in Gefahr gerät, kämpft sie sich gegen brutale, ausgebildete Killer durch, wenn es nicht weitergeht, kommt ein Licht geflogen, eine helfende Hand aus dem Nichts …

    Mit der Logik hatte ich arge Probleme, selbst wenn man Mathematik beiseitestellt. Der IT-Mann, Spezialist in IT-Security dringt durch das „Hintertürchen“ in die Software von außen, er hat es programmiert (genau diese Software kennt er so gut, was ein Zufall). Nur eine Handvoll Leute haben das Wissen dazu. Und dieses Superhirn weiß nicht, dass auf der anderen Seite sein Login protokolliert wird und die Trafik wahrgenommen wird, dass man ganz schnell drauf kommt, wer das von Außen gewesen ist? Er schlappt mal schnell zum Staatsanwalt, legt die Infos vor, fährt mit dem FBI nach Genf, um die Konten einer Bank zu prüfen. Vorher hat er in die Bank gehackt, die Konten so blockiert, dass keiner löschen konnte. Und der Bankangestellte meint, Konto löschen, Papiere schreddern und alles ist vertuscht? Der Bank fehlen viele Millionen, merkt ja keiner, denn diese Bank hat wohl keine Buchhaltung? Und Konten kann ein Mitarbeiter in der Bank durch Knopfdruck löschen? Der Hacker fährt munter nach Hause und meint, niemand weiß auf der Gegenseite, wer er wäre. Ich habe herzlich gelacht. Soviel Blödsinn auf einen Haufen!

    Alex schneidet sich die Haare kurz, färbt die dunkel. Kurz danach trägt sie einen Pferdeschwanz. Die Tönung lässt sich unter der Dusche aus den hellblonden Haaren rauswaschen. Mit einer 45ger wird mit Schalldämpfer geschossen. Wie das? Mit Maschinengewehren wird aus 1-2 Metern nicht getroffen, Vitali hat nur eine kleine Verletzung, alle sind putzemunter und ein Scharfschütze trifft aus 50-100 Metern nicht mit einem Präzisionsgewehr … Noch mehr Blödsinn. Nebenbei bemerkt, killt die Mafia bekanntlich anders.

    Alex wird aus dem Fluss gerettet, kann sogar laufen und aussagen, wird aber trotzdem in ein öffentliches Krankenhaus gebracht. Vitali hat überall seine Leute sitzen, killt alles und jeden. Und die Kronzeugin liegt im öffentlichen Krankenhaus? Der Arzt wird natürlich erschossen und die beiden Polizisten. Warum stehen sie nicht neben dem Zimmer, sondern weit weg? Alex hat in diesem Augenblick eine Eingebung, öffnet die Zimmertür, sieht das Gemetzel. Schnell kann sie eine „Figur“ im Bett zusammenlegen (womit?), die die Gangster als Person ansehen, das Magazin leerschießen, nicht kontrollieren, ob es wirklich Alex ist, ob sie tot ist. Wo war Alex? Im Bad? Das sollen Profikiller sein? Das zweite Mal denselben Fehler? Alle Situationen werden bis ins kleinste Detail geschildert, wiederholt. Doch diese Szene erzählt Alex später in zwei Sätzen. Sie hat die Gangster gesehen, im Bett was hingelegt. Ende … Wie das funktionieren soll, womit, die Zeitspanne, wo versteckt sich derweil Alex, die Dummheit der Männer … das wäre nicht zu beschreiben, denn es geht nicht. Ihren Pass hat Vitali, aber sie macht in Zürich unter ihrem richtigen Namen ein Konto auf?

    Und am Ende des Romans haben alle ein schlechtes Gewissen und packen gegen Vitali aus: Alex, seine Ehefrau und sein langjähriger engster Mitarbeiter und Anwalt, dem der Krebs nicht mehr viel Zeit lässt.

    Hochintelligente Leute machen ständig Dinge, die sogar einem Dummen schwer abzunehmen sind. Die Figuren, sind oberflächlich voller Klischees, nerven allesamt. Die Geschichte steigert sich nicht, im Gegenteil, tritt auf der Stelle, wird immer langweiliger, ergießt sich den Monologen der Selbstzweifel der Protagonisten. Dauernde Wiederholungen von Gedanken und Tatsachen nerven.

    Man fragt sich, wer hat die Schmonzette geschrieben und warum wird von einem renommierten Verlag so ein schlechtes Manuskript verlegt? Von diesen über 600 Buchseiten könnte man mit Streichung von Adjektiven und Wiederholungen mindestens 200 Seiten einsparen, vielleicht sogar 300. Selten ein so schlechtes Buch gehört!  
  16. Cover des Buches Die Wall-Street-Anwälte (ISBN: 9783426605196)
    Jeffery Deaver

    Die Wall-Street-Anwälte

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Der Fremde neben dir (ISBN: 9781477823231)
    William Casey Moreton

    Der Fremde neben dir

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Antje_Melanie_Schneider

    Story: Dein Mann wird des Mordes beschuldigt

    Mitten in der Nacht wird Brynns Mann vom FBI abgeholt und des Mordes beschuldigt. Brynn ist völlig verzweifelt, denn natürlich hält sie diese Anschuldigung für absoluten Unfug. Als dann ihr Mann sich aber vor einen Zug stößt, gerät alles ins Wanken. In ihrer verzweifelten Lage weiß sie nicht, dass es zudem jemanden gibt, der sie schon die ganze Zeit beobachtet…

    Das Positive zuerst: ein absolut spannender Roman mit jeder Menge Rätsel

    Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich sehr schnell in die Story reingefunden habe und gleich von Anfang an Rätsel und kleine Puzzleteile gelegt wurden, die dazu führten, dass ich weiterlesen wollte. Der Autor bediente sich auf gelungene Weise stilistischen Mitteln, die Neugierde erzeugten, wie etwa der Andeutung von Gefahr und sogenannter Cliffhanger, ohne es zu überstrapazieren. Die Idee, dass der eigene Mann mitten in der Nacht vom FBI abgeholt und des Mordes beschuldigt wird, ist sehr gut.

    Weiterhin fand ich es klasse, dass auch die Bösewichte und deren Aktivitäten für mich als Leser sichtbar waren, für Brynn jedoch im Verborgenen blieben. Dadurch bekam ich dieses Gefühl: »ahh, du Arme, du weißt nicht, dass du beobachtet wirst, wie schrecklich!«

    Der Sprachstil ist sehr lebendig, sodass ich gut mit Brynn – der Protagonistin – mitfühlen konnte. Auch ging es nicht zu schnell. Auf diese Weise bekam ich nicht etwa das Gefühl, dass es sich nicht um einen Menschen mit Gefühlen handelte und der Autor nur seine Story schnell erzählen wollte. Die Sätze sind nicht verschachtelt, sondern mittelmäßig lang, sodass ein guter Lesefluss entsteht. Die Kapitel sind ebenfalls kurz, was ich persönlich sehr mag. Der Autor hält sich zudem nicht damit auf, übertrieben lang Hintergründe und Örtlichkeiten zu schildern, was definitiv der Spannung geschadet hätte. Er umschreibt kurz die Situation, sodass man sich gut eingebettet fühlt, konzentriert sich dann aber weiterhin auf das Wesentliche.

    Das Tempo war genau richtig – es gab immer wieder eine Art Zusammenfassung in Form von aufkommenden Fragen, mit denen sich die Protagonistin selbst quält. Diese waren aber in der richtigen Dosis, sodass die Spannung nicht darunter litt. Auf diese Weise ist es auch nicht schlimm, wenn man mal das Buch zur Seite legt und am nächsten Tag weiterliest.

    Viele Autoren vermasseln den Schluss – William Casey Moreton jedoch nicht! Bis zum Ende hielt sich die Neugier und die Fragen wurden alle logisch aufgeklärt. Ein kleines Schmankerl gab es beim Nachwort, denn die ganze Zeit dachte ich: da muss es noch etwas geben und ja, tatsächlich! Es erwartete mich noch eine kleine Überraschung, die einen noch einmal mit einem kleinen Aha-Effekt aus der gefühlten Sicherheit riss.

    Und ein bisschen Kritik

    Es gibt die Ich-Erzählerin und dann noch jede Menge Perspektivenwechsel zu anderen Personen, dessen Aktivitäten in der dritten Person geschildert werden. Ich will nicht unbedingt sagen, dass es das Lesen sehr erschwert, aber es ist etwas anstrengender und man muss sich ständig in neue Situationen hineinfinden. Für meinen Geschmack hätte der Perspektivenwechsel zwischen der Protagonistin und dem Antagonisten ausgereicht. Dadurch fiel es mir anfangs etwas schwer mit der Protagonistin richtig warm zu werden. Allerdings hatte diese Methode zu erzählen (die nebenbei bemerkt ein bisschen an den Aufbau eines Thriller-Films erinnerte) durchaus seine Logik und damit seine Berechtigung. Deswegen nur ein winziger Minuspunkt.

    Hinzu kam, dass gleich zu Beginn zu viele Personen mit Namen auf einem Haufen genannt wurden, die ich mir unmerklich merken konnte. Ein Beispiel: An einer Stelle wurde der Anwalt des Mannes benannt und später wurde er wieder aufgegriffen (nur mit Namen) und ich habe nicht so schnell geschnallt, dass dies ja der Anwalt war. Hier wäre es hilfreich, wenn man den Leser nochmal eine kleine Unterstützung gegeben hätte, sodass der Leser wieder abgeholt wird.

    Alles in allem: ein absolut lesenswerter, geheimnisvoller Roman!

    Ja, ich empfehle den Roman tatsächlich an alle, die absolute Spannung mögen, dabei aber nicht unbedingt Mord, Totschlag und Folter haben müssen. Dieser Thriller lockt eher mit Rätseln, Gefahr und Verunsicherung. Mich hat er gepackt, sodass ich ihn innerhalb weniger Tage verschlungen habe.

  18. Cover des Buches Hard Sell (21 Wall Street Book 2) (English Edition) (ISBN: B078XD3GXW)
  19. Cover des Buches Freiheit statt Kapitalismus (ISBN: 9783593397313)
    Sahra Wagenknecht

    Freiheit statt Kapitalismus

     (12)
    Aktuelle Rezension von: MattisLundqvist
    Das Buch wurde einst von mir auf einer viel zu langen Zugfahrt mit der deutschen Bahn gelesen - und war allein DADURCH schon eine gute Werbung gegen die "Verschleuderung von Volksvermögen"...

    ...aber ich schweife ab: Inhaltlich ist der Analysteil über Allem erhaben und die teils gewählten Beispiele z.B. bei Zeiss sind sehr erhellend. Die entwickelten Lösungsansätze sind durch die realen Beispiele eigentlich weit weniger revolutionär als man zuerst denken könnte. Definitiv erweitern sie den Horizont. 

    Wem nach der Lektüre immer noch nicht klar ist, warum man eigentlich jegliches Erbe über 10mio€ komplett verstaatlichen müsste, damit es keine mächtigen Superreichen über wenige Generationen gibt, wird es wohl nie verstehen....im Prinzip bringt Frau Wagenknecht mit ihren Ideen auf eine kreative Art und Weise das "jüdische Sabbatjahr" in unser Wirtschaftswesen - was extrem viele Probleme minimieren würde.

    Als kleiner (wirklich kleiner) Malus muss ich anmerken, dass es mir gegen Ende hin dann doch zu utopisch wird. Um die Konzentration von Vermögen langfristig in wenigen Händen zu verhindern, wird es immer wieder - so lehrt uns die Geschichte - früher oder später große...ähm....Brüche geben. Ich bezweifle, dass Frau Wagenknechts "Volkseigentumsaktiengesellschaftsmodellgedanken", um ihre Gedankenwelt in ein Wort zu packen, dem 100% ein humanerer Ersatz sein können. Was bei Zeiss funktioniert, muss noch lange nicht auf volkswirtschaftlicher Ebene gut gehen. 
  20. Cover des Buches Umsonst ist der Tod (ISBN: B0000BRUXL)
    Henry Kane

    Umsonst ist der Tod

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft (ISBN: 9783442156863)
    Nouriel Roubini

    Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft

     (4)
    Aktuelle Rezension von: R_Manthey
    Als einer der wenigen etablierten Ökonomen der USA hatte Nouriel Roubini die gegenwärtige Finanzkrise und ihren Verlauf sehr genau vorausgesagt. Nun hat er uns gemeinsam mit Stephen Mihm ein Buch über diese Krise, ihre Folgen und mögliche Auswege geschrieben. Bereits im ersten Kapitel räumen die Autoren mit dem Mythos auf, Finanzkrisen wären ein seltenes und obendrein unvorhersehbares Ereignis, etwas, das populäre Schreiber gerne medienwirksam "schwarzen Schwan" nennen. Sie gehen kurz auf einige sich immer wiederholende Elemente solcher Krisen ein und zeigen, dass diese Faktoren auch diesmal schon lange vor der eigentlichen Eruption deutliche Warnzeichen sendeten. Man musste sie nur lesen können.

    Bereits John Stuart Mill erklärte 1848 wie sich Finanzkrisen zusammenbrauen. Seine Erkenntnisse hätten auch diesmal für eine sichere Voraussage ausgereicht. Leider wird die Vergangenheit oftmals einfach vergessen. Oder man redet sich ein, dass diesmal alles ganz anders ist. Mill ist nur einer von vielen Wirtschaftswissenschaftlern, die sich mit der Rolle von ökonomischen Krisen theoretisch auseinandersetzten. Im zweiten Kapitel gehen die Autoren auf die unterschiedlichsten Ansichten dazu ein.

    Viele Spekulationsblasen entstehen durch die Einführung neuer Technologien. Doch die gegenwärtige Krise wurde ganz wesentlich durch "Innovationen" in der Welt des Interbankenhandels, vor allem durch die so genannten Kreditverbriefungen, angefeuert. Ganz unterschiedliche Anleihen wurden dazu grob gesprochen in großen Paketen zusammengepackt und in ihrer Gesamtheit durch ein Rating bewertet. Damit waren sie erstmals handelbar. Kreditgeber kamen so sehr schnell wieder an ihr Geld. Dafür wusste nun aber niemand mehr so recht, welche Risiken er wirklich in solchen Paketen kauft.

    Die Autoren erklären im dritten Kapitel sehr detailliert, wie diese Verbriefungen und Derivate auf solche strukturierten Produkte zum Auslöser der Krise wurden. Sie verweisen darüber hinaus auf das hierzulande nicht diskutierte, weil kaum vorhandene, unkontrollierte Schattenbankenwesen und erläutern an Beispielen den Fluch der Hebelung, also die Verwendung von Fremdkapital in unverantwortlichen Größenordnungen bei spekulativen Geschäften.

    Im vierten Kapitel beschreiben die Autoren das dominoartige Zusammenfallen der amerikanischen Kreditunternehmen nachdem sich erstmals die wahren Ausmaße der Kreditausfälle andeuteten. Anschließend breitete sich diese US-Epidemie pandemisch über die in alle Welt verkauften Kreditpakete aus. Interessanterweise waren sehr viele Politiker, auch der damalige deutsche Finanzminister Steinbrück, bis dahin der Meinung, dass dies nicht geschehen werde. Von dieser Pandemie berichtet das fünfte Kapitel.

    Im folgenden Kapitel befassen sich die Autoren ausführlich mit dem Krisenmanagement der amerikanischen Notenbank und erklären die zahlreichen Manöver so, dass sie auch Laien verstehen können. Danach wird im 7. Kapitel diskutiert, wie die Politik auf die Krise reagiert hat. Die Schuldenkrise wurde frei nach Keynes mit noch mehr Schulden durch "Rettungen" und Konjunkturprogramme beantwortet. Politiker vergessen dabei gerne, dass Keynes eine Entschuldung in besseren Zeiten dringend anmahnte und dass Konjunkturprogramme die Steuererhöhungen (oder "Sparprogramme") der Zukunft sind. Wir sehen das gerade in Deutschland.

    Das 8. Kapitel befasst sich mit dringend notwendigen Reformen des gesamten Finanzsystems. Die bisherigen politischen Diskussionen und hektischen Maßnahmen zeugen von politischem Unwillen und mangelndem Sachverstand. Das eigentliche Problem entstand im völlig unregulierten und komplett undurchsichtigen Interbankenhandel. Jeder kann hier Derivate erfinden und in Umlauf bringen. Es existiert keinerlei Aufsicht oder Standardisierung von Produkten. Allerdings sind das merkwürdigerweise keine öffentlichen Diskussionsthemen. Darüber hinaus ist das zentrale Problem der Vergütungen nicht geregelt. Solange der Steuerzahler jeden Spieler immer wieder rettet, wird die Bereitschaft, irrsinnige Risiken einzugehen, nicht nachlassen. Weitere kritischer Punkte sind die Größe der verschiedenen Institute und ihre Verflechtungen. Dies wird in der Öffentlichkeit ebenfalls nicht diskutiert.

    Radikale Schnitte schlagen die Autoren im 9. Kapitel als Konsequenz der Krise vor. Zunächst einmal muss es gelingen, die Aufsichtsbehörden vom Fluch der blinden Mittelmäßigkeit zu befreien. Fähige Leute gehen dorthin, wo sie gut bezahlt werden und sich verwirklichen können. Die Aufsichtsbehörden gehören gewiss nicht zu den idealen Zielen solcher Menschen. Noch wichtiger ist jedoch der extrem schwierige Vollzug einer simplen Logik. Wenn Konzerne zu groß sind, um zu sterben, dann muss man sie eben zerschlagen. Doch mit den "Rettungen" sind zumindest in den USA noch größere Giganten gebildet worden. Weil es in der Obama-Administration nur so von Goldman-Sachs-Leuten wimmelt, wundert es nicht, dass diese Konsequenz dort kein Thema ist. Die Autoren diskutieren das Zerschlagungsproblem ausführlich.

    Ein anderer simpler Punkt ist, dass Banken nur Risiken in Höhe ihres verfügbaren Eigenkapitals eingehen sollten. Dazu könnte man sie zwingen, wenn man es denn wollte. Schließlich schlagen die Autoren eine aktivere Rolle der Zentralbanken in der Geldpolitik im Vorfeld einer Krise vor.

    Kapitel 10 befasst sich mit den Schuldenkrisen von Staaten, die immer nach Bankenkrisen auftreten. Insofern erleben wir gegenwärtig nichts Neues. Die Autoren diskutieren hier insbesondere die Krise des US-Dollars und die möglichen politischen Folgen für die Machtverhältnisse in der Welt.

    Das Buch enthält ein Fazit, in dem das Drehbuch der Krise noch einmal zusammengefasst wird, und einen Ausblick, der erneut die Brillanz seiner Autoren aufdeckt, denn inzwischen ist zum Beispiel eingetreten, was sie für Griechenland voraussagten.

    Fazit.
    Dies ist ein sehr intelligent geschriebenes, scharfsinniges und sehr lehrreiches Buch über Ursachen und Verlauf der gegenwärtigen Finanzkrise und der zu erwartenden Folgen. Darüber hinaus unterbreiten die Autoren konsequente Vorschläge zur Lösung der durch diese Krise aufgedeckten Probleme. Das Buch ist für einen breiten Leserkreis geschrieben, wenngleich gewisse elementare Kenntnisse und Vorstellungen über die Finanzmärkte vorausgesetzt werden.
  22. Cover des Buches Ausgehandelt (ISBN: B007JV9NS8)
    Andreas Adlon

    Ausgehandelt

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Marty270472
    Das Buch habe ich am Kindle gelesen. Bin zufällig auf das Buch gestossen. Teilweise sehr spannend, dann wieder etwas langatmig. Über das Traden wurde auch wenig erzählt, das hätte micht sehr interessiert. Mir sind auch die Sprünge zwischen den Ländern zu schnell gewesen. Drei Sterne
  23. Cover des Buches Windows on the world (ISBN: 9783548262413)
    Frédéric Beigbeder

    Windows on the world

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Buch war das erste von einem bedeutenderen Autor, das nach 9/11 erschienen ist und die Terroranschläge thematisiert (2003 genaugenommen): Ein Immobilienmakler nimmt seine beiden Söhne mit in das Restaurant unter dem Dach des Nordtrums des World Trade Centers, als kurz danach die Hölle ausbricht und Rettung unmöglich ist. Beigbeder erspart keine grausigen Details, er selbst sagt, man kann sich nur vorstellen, was wirklich an diesem Morgen in dem Hochhaus passierte.
  24. Cover des Buches Gott ist mein Broker (ISBN: 9783442553266)
    Bruder Ty

    Gott ist mein Broker

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen

                


     Inhalt: Bruder Ty ist ins Kloster gegangen, um die Hektik der Wallstreet und dem Alkohol zu entgehen. Doch nun ist das Kloster so gut wie pleite, der dort produzierte Wein schmeckt, wie eine vom Teufel erfundene Strafe als Alternative zum Fegefeuer. Um das Kloster und sein abgeschiedenes Leben zu bewahren, nutzt er noch einmal sein Geschick als Broker.

    Art des Buches: Satire

    Wie fand ich das Buch? Um er vorwegzunehmen: Ich habe mich himmlisch amüsiert. Es ist eine herrliche Satire auf Erfolgsratgeber, die Heiligkeit der Kirche und das Streben nach Geld und den damit verbundenen Annehmlichkeiten. Ich musste mehrfach beim Lesen lachen oder den Kopf schütteln und dann weiterlesen, um zu erfahren, was denn nun passieren könnte. Bruder Ty, Philomena und der Abt werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben.

    3 passende Wörter zum Buch? Humor - Erfolg - Geld

    Wem empfehlen? Wem Lebensratgeber und höhere Führung suspekt sind, wird hier seinen Spaß haben.

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