Bücher mit dem Tag "wasserknappheit"
19 Bücher
- Neal Shusterman
Dry
(582)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneNach einigen anderen Büchern des Autors, habe ich mich auch an diese Dystopie gewagt und muss sagen: Es war schlimm. So schlimm!
Also, im positiven Sinn!
Auch diese Geschichte scheint nur einen Schritt von der Realität entfernt und dafür liebe und hasse ich die Bücher von Neal Shusterman. Mit dem Klimawandel ist auch dieses dystopische Szenario gar nicht mehr so weit entfernt, könnte wieder genau so geschehen, in nur ein paar Jahrzehnten.
Man wird sofort in die Handlung hineingeworfen, denn die Geschichte beginnt mit der Katastrophe. Der Wasserhahn wird aufgedreht, aber es kommt kein Wasser heraus. Der Name des Buches ist hier also definitiv Programm, Wassermangel zieht sich durch das ganze Buch und noch nie habe ich beim Lesen so viel getrunken. Ich hatte ständig durst und je weiter die Handlung voranschritt, desto schlimmer wurde es.
Wie oft bei seinen Büchern erleben wir die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, hier aus Alyssas Sicht und der ihrer Familie, die von der Katastrophe völlig überrascht werden. Aber auch aus Sicht von Kelton, dessen Familie Prepper sind, und sich auf eine solche Katastrophe (und andere) vorbereitet haben. Alle Charaktere sind gut ausgearbeitet, haben ihre eigenen nachvollziehbaren Gedanken und Handlundsgründe und sind durchweg Sympathisch. Bis auf Henry, der ist ein Arsch.
Es fühlt sich nach der völlig falschen Wortwahl an, aber ich hatte mit der Geschichte sehr viel Spaß. Es hat mich mitgerissen und noch lange nach Beenden des Buches beschäftigt.
- Maja Lunde
Die Geschichte des Wassers
(400)Aktuelle Rezension von: luckytimmiDie Geschichte spielt in 2 versch. Zeiten und Ländern: 2017 in Norwegen und 2041 in Frankreich.
2017 versucht die fast 70 jährige Umweltaktivistin Signe , den Gletscher zu retten bzw klaut und vernichtet das abgebaute Eis, das im Süden verkauft werden soll. Sie ist unterwegs mit ihrem Boot und ein paar Kisten Eis zu ihrem damaligen Freund…
2041 flieht David mit seiner kleinen Tochter Lou vor dem Feuer und landet in einem Flüchtlingslager, wo er auf seine Frau und seinen 1jährigen Sohn treffen soll. Das Wasser ist sehr knapp und rationiert, und eines Tages findet David ein Boot und wartet nach 5 Jahren Dürre auf den Regen, damit er mit dem Boot die Meere erreichen kann…
Wow, was für ein Buch! Es lässt einen nachdenken und erinnert daran, wie kostbar (und wie selbstverständlich für uns) Wasser ist und wir die Natur schützen sollen.
Der Schreibstil ist manchmal etwas schwierig, aber die Geschichte ist so packend, dass ich das Buch verschlungen habe. Da ich den VorgängerBand, der angeblich besser ist, nicht kenne, hat mich das Buch absolut überzeugt.
- Gil Ribeiro
Lost in Fuseta
(232)Aktuelle Rezension von: EgataDieser humorvolle, fesselnde und mit viel Liebe geschriebene Krimi erzählt von dem deutschen Polizisten Leander Lost. Er kommt durch ein Austauschprogramm nach Portugal und ermittelt dort, allerdings sehr unkonventionell, denn er ist Autist, aber so sympathisch, dass man gleich das nächste Buch kaufen oder, besser noch, Urlaub an der Algarve machen will.
- Eva Siegmund
H.O.M.E. - Das Erwachen
(200)Aktuelle Rezension von: Sandra8811Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich hatte vor ein paar Jahren eine Zeit, in der ich gerne Dystopien gelesen habe. In dieser Zeit kam auch dieses Buch raus, dann landete es allerdings auf dem SUB und eine Leseflaute verhinderte, dass ich es schnell gelesen habe.Cover:
Das Cover ist so ein Cover, das man sich immer wieder anschauen muss. Die beiden auf den Kopf gestellten Welten sind wirklich absolut gegensätzlich und sehen cool aus. Mir gefallen auch die Details darin. Sie passen perfekt zum Inhalt.Inhalt:
Zoë hat das perfekte Leben als Kapitänin für eine Sondermission in einer Eliteakademie. Auch ihre große Liebe Jonah hat sie bereits gefunden. Als sie dann plötzlich im Krankenhaus liegt und ihr die Ärzte sagen, sie sei 12 Jahre im Koma gelegen, zweifelt sie an ihrer Vergangenheit. Gemeinsam mit ihrem Bruder Tom und dessen Freund Kip gehen sie den seltsamen Ereignissen rund um ihr Koma auf den Grund.Handlung und Thematik:
Ich dachte eigentlich, dass es die meisten Dystopien schonmal irgendwo gab, aber diese hier ist doch irgendwie besonders. Es erinnert zwar minimal an Matrix, aber dennoch hat Eva Siegmund hier eine komplett neue Welt geschaffen. Der Krieg um das Wasser ist gar nicht so abwegig und auch die Kinder die ins Koma fallen passen gut rein. Die Story ist rund und super spannend. Vielleicht an manchen Stellen nicht ganz realistisch, aber da kann man schonmal ein Auge zudrücken. Der Cliffhanger am Ende ist fies und ich habe mir bereits den zweiten Teil bestellt.Charaktere:
Zoë ist eine starke junge Frau, die alles hatte und nun darum kämpft, sich in einer für sie fremden Welt zurechtzufinden. Sie akzeptiert schnell, dass sie sich an manchen Stellen fügen muss, jedoch kämpft sie weiterhin dafür, sich selbst ein Bild von der Realität zu machen. Tom mochte ich direkt auf Anhieb. Er ist wirklich ein kuscheliger großer Bruder und genau das was Zoë braucht. Kip ist ein bisschen eigen, aber auch nur, weil die Vergangenheit ihn dazu gemacht hat. Er schafft es, sich durchs Leben zu kämpfen und hat durch Zoë mehr Mut dazu gefasst. Ich finde die Dynamik der drei perfekt und bin schon gespannt, wie andere Charaktere aus der Fortsetzung in dieses Bild passen. Auch die Nebencharaktere hatten die notwendige Tiefe.Schreibstil:
Bisher kannte ich noch kein Buch von Eva Siegmund, aber es war sicher nicht das letzte. Ihr Schreibstil ist leicht zu lesen und die Seiten flogen nur so dahin. Das Worldbuilding und der Plot gefielen mir auf Anhieb. Wenn überhaupt dann hätte ich nur Ähnlichkeiten zu Matrix erkannt. Es ist wirklich etwas Besonderes. Durch die bildlichen Beschreibungen kann man sich super gut hineinversetzen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und der Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass ich unbedingt wissen muss, wie es weitergeht bzw. endet. Ein rundes Gesamtpaket!Persönliche Gesamtbewertung:
Eine überraschend ausgefallene Dystopie die mich direkt gepackt hat. Geniales Worldbuilding und tolle Charaktere. Von mir gibt’s ne Leseempfehlung für Dystopie-Fans.Serien-Reihenfolge:
1. H.O.M.E. – Das Erwachen
2. H.O.M.E. – Die Mission - Ernest Hemingway
Die grünen Hügel Afrikas
(26)Aktuelle Rezension von: BuecherspiegelDie grünen Hügel Afrikas von Ernest Hemingway sind sicher oft genug beschrieben, rezensiert, gedeutet worden. Ich habe eine 2. Auflage des Aufbau-Verlages Berlin und Weimar von 1977 bekommen und nun während meiner langen Busfahrten zur Arbeit gelesen. Im Abspann ist eine Rezension von Karl-Heinz Schönfelder zu finden, der vor allem auf die zeitlichen Bezüge des Textes, aber nicht nur, eingeht. Dazu nutzt er die Bücher Hemingways als Vergleich und auch Zeitungsartikel der damaligen Zeit. Im Buch beschreibt Hemingway auch andere Künstler, sei es ebenfalls Schriftsteller oder auch Maler. Die, mit denen er gut kann, bekommen Lob von ihm, auf die er nicht gut zu sprechen ist, wird negativ berichtet, ohne echte Namen zu nennen. Daher ist die Rezension am Ende recht hilfreich, weil sie erläutert, warum und wer seinen Unmut geweckt hat.
Das Buch ist eine Reisebeschreibung einer Jagdgesellschaft, bei der Hemingway mit seiner Frau verschiedene Leute trifft, sich mehr oder weniger gut mit ihnen unterhält und der Autor versucht, bei der Wahrheit zu bleiben. Das ist für ihn das Wichtigste bei diesem Versuch, mal andere Wege der Schriftstellerei auszuprobieren. Die Dialoge sind den Charakteren angepasst und lockern auf. Herrlich ist das vermeintliche Interview eines Gastes, den er im Bezug auf dessen Fragen, wie es denn so ist, als Schriftsteller zu leben, regelrecht auflaufen lässt. Für viele Leser ist es sicher abstoßend, wenn der Autor bis ins kleinste Detail beschreibt, wie die Jagd vonstatten geht. Dabei machte er es sich damals nicht leicht, hielt sich so gut es ging an die Regeln, zum Beispiel an die Jagdkarte, bei der er nur eine bestimmte Anzahl von Tieren töten durfte. Er schimpft auf die angeblichen Jäger, die vom Auto aus ein Tier töten, ganz ohne Spuren zu lesen, es aufzuspüren, stundenlange Märsche die Hügeln hinauf und hinunter, Schluchten durchquerend, Täler mit mannshohen oder noch höheren Gräsern durchstreifend und sie am Ende erlegt. Und immer dabei oder doch fast immer, wenn es auf die Pirsch geht, der angeheuerte Großwildjäger, sein Waffenträger und die Ehefrau Hemingways. Wenn mir auch bei jedem erschossenen Großwild im Nachhinein ein tiefer Seufzer ob des Verlustes kommen will, so hat er doch an einer Stelle ein wahres Wort geschrieben, was zu jeder Zeit Bestand haben wird. Nämlich, dass die Einheimischen mit ihrer Natur sehr gut zurechtkamen, bis wir, die wir uns anmaßen es besser zu können, kommen, um alles zu zerstören.
Andere Einheimische werden auch beschrieben, doch Vorsicht, immer daran denken, zu welcher Zeit dieses Buch verfasst wurde. Hemingway bewundert die Kraft und die Stärke mancher Stämme und will doch auch manche von seinen Helfern davonjagen, weil sie seiner Ansicht nach zu nichts zu gebrauchen sind. Die einleitenden Worte können einen dazu bringen zu denken, hier würde an der Gefühlswelt gespart. Genau das Gegenteil ist der Fall. Der Autor beschreibt, wie er voller Neid, den er immer wieder bekämpft, auf die Jagderfolge eines Mitreisenden reagiert. Wie er sich manchmal mit seiner Frau kabbelt und doch ganz schnell wieder verträgt. Wie launig er ist und sich mit Whisky am Feuer beruhigen muss oder sich bei deutschem Bier vergnüglich zeigen kann. Dass er sich beeilen muss „zu Schuss“ zu kommen, bevor die Regenzeit kommt. Und wie er sich gegenüber der Natur fühlt, den Menschen, die dort leben, die Tiere, die unter seinen Fehlschüssen leiden müssen, weil er nicht ruhig und sicher genug, nicht abgewartet hatte. Vor allem der letzte Punkt hat ihn maßlos geärgert und er schämt sich dafür, dass das Tier, welches er Waidwund geschossen hat, es nun nach stundenlanger Suche an die Hyäne verloren glaubt.
Der Schreibstil ist für die heutige Zeit ungewöhnlich, manche Wörter werden inflationär oft benutzt, wie zum Beispiel das Wort „und“. Das Satzzeichen „Komma“ sowie das „Semikolon“ werden ebenfalls viele Male gebraucht, seine Sätze sind jedoch zum Teil ausufernd. Aus über vierhundert Worten besteht eines der Sätze, bei dem ich mehrmals nachschauen musste, ja, da ist tatsächlich noch kein Schlusspunkt. Auch bin ich nicht so ganz damit einverstanden damit, dass es immer nur um „Hügel“, wenn es etwas höher geht auch mal „Berge“, „Schluchten“ und ähnliche Begrifflichkeiten der Landschaft zur Beschreibung der Plätze, auf denen die Jagd stattfindet, geht. Seine Vergleiche mit ähnlichen Landschaften von Orten, die er bereits besucht hat, helfen dann schon eher zu verstehen, wo er sich befindet. Es ist kein herausragendes Buch von ihm, doch zeigt es die Lebenswelt einer Zeit, die uns immer fremder wird.
- Günter-Christian Möller
Verschollen in Australien
(7)Aktuelle Rezension von: Booky-72Judith´s Nichte Ulrike wird in Australien vermisst und sie ist auf dem Weg dahin, um sie zu suchen. Schon am Flughafen trifft sie auf Jonas, einen ehemaligen Freund, der geschäftlich nach Australien reist. Als der von der Geschichte hört, bietet er seine Hilfe an und die wird dann auch dringend gebraucht. Ulrike ist nicht die einzige junge Frau, die verschollen ist aber vermutlich war sie auf der gleichen Farm, die sich als zu Hause einer Sekte herausstellt.
Judith und Jonas verbringen einige Tage auf dieser Erdbeerfarm, müssen natürlich da arbeiten, um nicht aufzufallen. Ganz nebenbei recherchieren sie und befragen die Bewohner, doch das ist nicht ungefährlich, denn sie wissen nicht, wem sie trauen können. Die örtliche Polizei ist jedenfalls keine Hilfe – ganz im Gegenteil.
Der Schreibstil und des gesamte spannende Ablauf der Geschichte haben mich sehr begeistert. Kann ich weiterempfehlen und gebe 5 Sterne.
- Karin Brynard
Weinende Wasser
(9)Aktuelle Rezension von: -elly-Ich als Südafrika-Fan bin wirklich begeistert von Inspector Beeslaars erstem Fall im Veld Südafrikas. Die Morde sind zum Teil brutal, jedoch relativ nüchtern geschildert. Die Spannung bleibt bis zum Schluss mit einem Ende, das viele mit Sicherheit nicht erwartet hätten! Die einzige negative Kritik muss an den schier zahllosen Charakteren geübt werden: Um die 70 Namen lassen einen schnell den Überblick verlieren, wenn man sich nicht die wichtigsten markiert. Sonst wirklich top! - Carina Bargmann
Sayuri
(87)Aktuelle Rezension von: AdujaWir befinden uns in einer blühenden Stadt in der Wüste, die durch den Fluss Shanu mit Wasser versorgt ist. Allerdings ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick erscheint. Das lebensspendende Wasser wird streng reguliert und die Versorgung scheint in Gefahr zu sein. Als alle 16-jährigen verfolgt und verbannt werden, fliehen Marje und ihre stumme Freundin Sayuri in die Wüste.
Carina Bargmann hat eine gut durchdachte Geschichte geschaffen. Wir treffen auf viele unterschiedliche Figuren und Völker. Jede Figur bringt ihre eigene Geschichte mit, die sie antreibt und ihre Handlungen und Beziehungen beeinflusst. Das Buch hat mich mitgerissen und immer wieder überrascht. Auch das Ende hatte ich so nicht erwartet. Aber die Autorin hat es geschafft, die Erzählung gut abzurunden.
Insgesamt kann ich das Buch nur empfehlen. Die Fantasy- und Magieelemente sind durchdacht und interessant. Es ist auch schön, dass Sayuri ein abgeschlossener Einzelband ist. Damit ist es eine wunderschöne Fantasy-Geschichte für zwischendurch.
- Marion Perko
Vega 1 − Der Wind in meinen Händen
(123)Aktuelle Rezension von: Athene100776Vega ist als Charakter sehr sympathisch und zieht sowohl die Jugend als auch mich als Erwachsene in ihre Geschichte.
Durch den lockeren und leichten Schreibstil fliegt man geradezu durch die Handlung. Mir persönlich hat die Geschichte sehr angesprochen, die Thematik ist aktuell und so erklärt, dass auch jüngere Leser dem Buch mühelos folgen können.
Zu beachten ist jedoch, dass viele Fragen, die sich zu Beginn bis etwa bis zur Mitte des Buches hin stellen, erst im letzten Drittel nach und nach beantwortet werden. Zum Ende hin sind immer noch Fragen offen, die hoffentlich im zweiten Buch beantwortet werden. Doch auch wenn es recht lange dauert, bis ich als Leser meine Antworten auf die Fragen bekam, so hat mir die Geschichte und somit der Weg dorthin sehr gut gefallen. An einigen Stellen empfand ich die Geschichte etwas langatmig, doch dann wurde sie wieder spannend und abwechslungsreich.
Alles in allem ein tolles Buch, das noch Luft nach oben hat, welches sich gut lesen lässt und oft zum Nachdenken anregt.
- Wolf Harlander
42 Grad
(123)Aktuelle Rezension von: RobsiFakten zum Buch
Autor: Wolf Harlander
Verlag: Rowohlt
Seitenzahl: 528 Seiten
Klappentext
Deutschland freut sich über den neuen Jahrtausendsommer.
Dauersonnenschein sorgt für volle Freibäder. Einzig Hydrologe Julius Denner und IT-Spezialistin Elsa Forsberg warnen davor, dass die Hitze sich kurzfristig verschärfen wird. Niemand nimmt sie ernst, bis die ersten Flüsse austrocknen, Waldbrände außer Kontrolle geraten und Atomkraftwerke vom Netz gehen müssen. In Berlin und Brüssel folgt Krisengipfel auf Krisengipfel. Überall in Europa machen sich Wasserflüchtlinge auf die Suche nach der wichtigsten Ressource der Welt. Während um sie herum die Zivilisation zusammenzubrechen droht, versuchen Julius und Elsa verzweifelt, die Katastrophe aufzuhalten – und geraten damit ins Fadenkreuz von Mächten, die ihre ganz eigenen Interessen verfolgen…
Meine Meinung
Wir begleiten verschiedene Protagonist:innen, die alle auf ihre Art von der Hitzewelle betroffen sind.
Da ist zum Beispiel Kerstin, die mit ihren Kindern auf einem Bauernhof lebt und schon bald zum Wasserflüchtling wird. Während sie immer neue Wege sucht, zu entkommen, kann man ihre Verzweiflung und die Angst um ihre Kinder förmlich spüren. Dann ist da noch Florian, der sich ehrenamtlich beim THW engagiert und gemeinsam mit seinen Kolleg:innen gegen die Waldbrände kämpft. Auch seine Gefühle sind deutlich spürbar und während er sich durch die Waldbrände kämpft, meint man, man befinde sich selbst mittendrin. Des Weiteren sind da noch Noah, der den Unregelmäßigkeiten in den Wasserwerken auf den Grund geht, die zwei BKA-Mitarbeiter:innen Sarah und Titus und die oben erwähnten Hauptprotagonist:innen Elsa und Julius.
Es ist ein erschreckend realistisches Szenario, welches Wolf Harlander zeichnet. Die Hitzewelle wird schon bald politisch, die Wasserpreise steigen dramatisch an, bösartige Menschen bereichern sich an der Krise und diverse Umweltaktivisten tun sich im Internet zusammen. Man kann sich vorstellen, dass das alles genauso oder fast genauso eintreten wird und obwohl das Buch von 2020 ist und es schon einige Hitzewelen gab, wird man nicht darauf vorbereitet sein. Das sagt auch Wolf Harlander selbst in einem Interview am Ende des Buches, in dem er auch zeitgleich offenbart, dass das Buch verfilmt werden soll.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es liest sich flüssig, die Emotionen der Protagonist:innen sind greifbar und man fiebert mit. Ich bin schon gespannt auf das nächste Buch des Autoren!
Fazit
Nach "Die Päpstin" ein weiteres hochaktuelles Buch, welches uns dazu bringen sollte, Wasser nicht mehr als selbstverständlich anzusehen! - Maja Lunde
Die Geschichte des Wassers
(54)Aktuelle Rezension von: JorokaDer Roman verbindet zwei Erzählstränge miteinander, die einer im Jahr 2017 in Norwegen beginnt und der andere 24 Jahre später in Frankreich spielt. Eine gealterte Klimaaktivistin macht sich mit 12 gut verschlossenen Plastikkisten voll entwendetem Gletschereis in einem Boot auf den Weg nach Frankreich zu ihrer ehemals großen Liebe. 2041 befindet sich ein Vater mit seiner kleinen Tochter auf der Flucht, nach einer fünfjährigen Dürre, die Europa im Mark erschüttert hat. Der Süden wird unbewohnbar, einzig der Norden bietet Hoffnung ...
Dieser Roman hat mich sehr ergriffen. Auf der einen Seite die sehr gelungene Verknüpfung beider Handlungsstränge, die zum Ende hin nochmals eine überraschende Wendung erfährt, auf der anderen Seite die eindrückliche Schilderung, wie aus Europäern plötzlich Flüchtlinge werden. Könnte es schon 2041 so weit sein? Ich hoffe nicht. Aber die Erzählung führt uns vor Augen, welche dramatischen Auswirkungen der Klimawandel in den nächsten Jahrzehnten haben könnte.
Es handelt sich um eine ungekürzte Lesung mit über 10 Stunden Laufzeit. Gelesen wird diese von Christiane Blumhoff und Shenja Lacher. Beide Stimmen passen ganz hervorragend zu den Personen, die sie beleben.
Fazit: Ergreifend, dramatisch und erschreckend realistisch.
- Clive Cussler
Das Osiris-Komplott
(6)Aktuelle Rezension von: gerda_badischlWas für eine unlogische Geschichte!
Ich nehme an, dass Clive-cussler-Fans die Geschichten nicht wegen der Logik lesen, sondern wegen der Action und der flotten Sprüche. Aber leider konnten auch diese beiden Punkte bei mir kein Plus verdienen. Die Action war verwirrend, und die Sprüche unwitzig.
Einzig der Aussage, dass die Hauptpersonen sympathisch sind, kann ich mich gerne anschließen.
Einige Sachen, die mich besonders gestört haben:
1. sprachlich: Die direkte Rede: alle Personen reden immer gleich - ob während der Verfolgungsjagd über die Dächer, oder versteckt in einem Raum voller Feinde - immer ist Zeit für ausformulierte Sätze und gelgentlich ein kleines Witzchen. Der sterbende Zeuge bei seinen letzten Worten, die 90-jährige Französin, der alte Ägypter ... keiner von ihnen hat eine individuelle Sprachfärbung und alle können perfekt auf Englisch miteinander kommunizieren.
2. inhaltlich: Die Recruiting-Methoden der Geheimdienste und Regierungen: da fachsimpelt ein Touristen-Ehepaar am trockengelegten See - und schon macht sich das lybische Ministerium an sie heran, weil man dringend Geologen braucht (und auf anderem Wege scheinbar keine aufzutreiben sind).
Da stolpert ein Privatmann in einen verbotenen Raum, und schon wird er in ein Projekt von internationaler Bedeutung eingeweiht.
Und dass die Helden einfach die Neurologin auf ihre lebensgefährlichen Abenteuer mitschleppen kommt mir auch sehr verantwortungslos vor - wenn sie sich auch dann als perfekte Scharfschützin, Computertechnikerin und Taucherin entpuppt ...
3. inhaltlich: die Zeitachse. Während die Helden geschätzt einen halben Tag im unterirdischen Höhlensystem verbringen, kämpft der Oberbösewicht zuerst in Frankreich, und dann in Ägypten ... ob er von A nach B teleportiert ist?
Und wie schnell das Wasser den Nil wieder hinaufrinnt!!!
Fazit: Hingefetzte Massenware. Sorry, liebe Fans.
P.S.: natürlich ist auch diese Rezension nur hingefetzte Massenware - ich habe meine Aussagen oben nicht überprüft und es kann sein, dass ich mich in dem einen oder anderen Punkt irre. Aber ich habe keine Lust, das Buch ein zweites Mal zu lesen, wenn es mir beim ersten mal schon nicht gefallen hat.
- Sara Hill
Das Heulen der Wölfe
(7)Aktuelle Rezension von: gedankenchaotiinIn der Zukunft existieren fast ausschließlich nur noch zwei Spezies: Menschen und die durch Tiergene veränderten Wandler.
Caleb Johnson ist einer von ihnen. Der Anführer des Wolfsrudels ist auf der Flucht und ausgerechnet eine Menschenfrau ist ihm auf den Fersen.
Als die beiden gemeinsam in der Wildnis Nordamerikas stranden, bleibt ihnen fast nichts anderes übrig, als irgendwie zusammenzuarbeiten.
Loan, die von seiner Schuld felsenfest überzeugt ist, kann sich ihm nur schwer entziehen. Umso mehr Zeit sie mit ihm verbringt, umso mehr verwirrt sie der Wandler.
Nicht nur sie muss sich schließlich die Frage stellen, wem sie überhaupt noch vertrauen kann und ob ihr Instinkt sie wirklich jahrelang getäuscht hat.
Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich gut gefallen. Sara Hill schreibt so, dass man fast schon das Gefühl hat, selbst ein Teil der Geschichte zu sein.
Sie hat eine Welt geschaffen, in der man sich - trotz der wirklich teilweise harten Hintergrundstory - wirklich gerne aufhält.
Die beiden Charaktere Caleb und Loan war mir wirklich direkt sympathisch.
Caleb, der so gut es in seiner Macht steht, versucht zu beweisen, dass er mit all den Anschuldigungen, die gegen ihn im Raum stehen, nichts zu tun hat.
Und Loan, die felsenfest davon überzeugt ist, mit Caleb denjenigen gefunden zu haben, der für all die Frauenmorde in der letzten Zeit verantwortlich ist.
Anfangs konnten die beiden wirklich nicht unterschiedlicher sein und dennoch schaffen sie es irgendwie, sich zusammen zu raufen.
Momente, in denen die Spanung knisterte und die Luft vibrierte, haben mir besonders gut gefallen. Gerade auf bei den Passagen, die in Richtung Erotik gehen hatte ich nicht das Gefühl, dass es irgendwie überladen oder ... zu erotisch wirkte.
Was mir wirklich sehr gut gefallen hat, war der Aspekt, dass die Liebesgeschichte etwas weiter in den Hintergrund gerückt ist bzw. das Sara Hill dafür gesorgt hat, dass sie sich nur langsam aufgebaut hat.
Alles in Allem hat Sara Hill ihre Liebesgeschichte so perfekt mit Krimi - und auch Fantasyelementen versehen, dass ich das Buch - nachdem ich denn endlich mal angefangen hatte - gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Oder eher das Handy.
Danke an Sara Hill für das Leseerlebnis und an den Bookshouse Verlag für die Bereitstellung des Ebooks. - Sophie Hilger
PHYSIS
(24)Aktuelle Rezension von: Addicted2Books_elaIch kann nur sagen, dass der Schreibstil und die Intensität von Sophie Hilger mich schon vorher beeindruckt haben und letztendlich mich vollkommen überzeugt haben.
Sie schafft es, mich als Leser vom ersten bis zum letzten Wort zu fesseln und mich zum Nachdenken zu bringen.
Denn welchen Preis sind wir bereit zu zahlen, um unsere Erde zu retten? Unsere Menschlichkeit und das Leben von anderen Zivilisationen?
Sophie Hilger hat mit Emma und Sean starke Charaktere erschaffen. Sie unterscheiden sich nicht sehr voneinander von ihren Charakterzügen. Die Autorin hat grandios ihre jeweilige Entwicklung dargestellt und hat von ihnen im Verlauf der Geschichte, immer mehr Facetten gezeigt. So dass man eine genaue Vorstellung von Emma und Sean hatte.
Besonders ein Zitat ist mir in Erinnerung geblieben.
„Das Leben ist kein Problem, dass es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.“
Dieser Satz hat mich tief beeindruckt. Selten habe ich eine Dystopie gelesen, die mit einem Satz, die Lage der der Menschen so treffend beschreibt.
Neben diesen tiefgründigen Passagen, bietet dieses Buch Spannung und teilweise Wendungen, die ich als Leser so nicht erwartet hatte. Es wurde nie langweilig oder zog sich, denn Sophie Hilger holte mich als Leser immer wieder aufs Neue ab und fesselte mich mit ihren Worten. Sie stellte ganz klar, dass unser Handeln immer Auswirkungen auf das Leben anderer Menschen hat und das so intensiv, dass es sich in mein Gehirn einbrannte. So war es kaum möglich, dieses Buch aus den Händen zu legen.
Einzig allein das Ende hat mich schockiert und fassungslos zurück gelassen. Daran merkt man wie messerscharf es Sophie Hilger es schafft, die Emotionen und das Denken ihrer Leser zu beeinflussen. Ich ziehe davor meinen Hut und verneige mich ehrfürchtig vor ihr.
Das Cover ist ein Hingucker und keinesfalls zu übersehen.
Fazit
Eine der Dystopien, die man auf jeden Fall gelesen haben sollte und ein absolutes Highlight ist.
- Uwe Laub
Blaues Gold
(47)Aktuelle Rezension von: Pappbecher- Buchtitel: Blaues Gold
- Autor/in: Uwe Laub
- Verlag: Heyne
- ISBN: 9783570180990
- Ausgabe: Taschenbuch
- Erscheinung: 14.08.2024
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Inhalt:
"Der Milliardär Ethan Holloway steht kurz vor dem Ziel. Seine Firma Sharpwater hat vor der deutschen Ostseeküste die gigantische Förderplattform „Greifswald“ errichtet. Sie soll unter dem Meeresboden entdeckte Süßwasservorkommen erschließen. In Zeiten von Klimaerwärmung und Dürren könnten diese weltweit vorhandenen Aquifere die Lösung für eines der drängendsten Probleme der Menschheit darstellen. Doch die feierliche Eröffnung der Greifswald gerät zum Albtraum, als ein mysteriöser Unbekannter mithilfe einer Söldnertruppe die Plattform kapert. Sein Ultimatum: Das Trinkwasser muss vergemeinschaftet werden, andernfalls wird die Plattform mit allen darauf befindlichen prominenten Geiseln in die Luft gesprengt. Der Kampf ums blaue Gold beginnt!"
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Meinung:
Es handelt sich bei diesem Werk nicht um das erste, das ich von dem Autor gelesen habe. Tatsächlich mag ich seinen Schreibstil sehr. Die drei parallel verlaufenden Handlungsstränge im Zusammenhang mit den kurzen Kapiteln treibt das Lesen voran. Zusätzlich finde ich es durchaus sehr authentisch und real, weswegen ich es umso spannender fand. Das Einzige, was mich etwas gestört hat, waren die für einen Thriller zu offensichtlich gesetzten Hinweise. Das spricht für mich mehr für einen Krimi als einen Thriller.
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Fazit:
Alles in allem gibt es es jedoch trotzdem eine Leseempfehlung von mir, man darf jedoch keine schwachen Nerven besitzen.
- Daniela Winterfeld
Die Quellen von Malun - Blutgöttin
(80)Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessinDies ist der Einstieg in eine unglaublich düstere Welt, es gibt vier Hauptpersonen mit unterschiedlichen Plots was eine große Abwechslung reinbring trotzdem gehen die unterschiedliche Stränge in einander und erklären für andere Personen die Handlungen. Das Setting ist grausam, die Länder sind von eine Dürre geplagt, Frauen sind nichts wert werden vergewaltigt und selbst bei der herrschende Rasse habe sie keine Rechte. Ich konnte Phasenweiße das Buch nicht mehr aus der Hand legen weil ich einfach wissen wollte wie es weiter geht.
- Mindy McGinnis
Not a Drop to Drink
(4)Aktuelle Rezension von: SchlehenfeeDie sechzehnjährige Lynn lebt in einer Welt, in der der Zugang zu Trinkwasser über Leben oder Tod entscheidet. Zusammen mit ihrer Mutter hütet sie den Teich hinterm Haus als höchstes Gut. Wenn Fremde sich nähern, werden sie sofort erschossen. Ihr ganzes Denken und Handeln dreht sich um Wasser und das eigene Überleben.
Lynns gesamtes Leben ändert sich, als sie plötzlich auf sich alleine gestellt ist, neue Freunde findet und sich um das Mädchen Lucy kümmert. Lynn entdeckt, dass das Leben noch ganz andere Dinge für sie bereithält, als den Kampf ums Überleben.
Mindy McGinnis hat in ihrem Dystopieauftakt „Not a drop to drink“ eine Welt geschaffen, in der die Menschen um Zugang zu Wasser kämpfen müssen. Klingt sehr realistisch im Gegensatz zu anderen Jugend-Dystopien. Wie diese Entwicklung stattgefunden hat, konnte ich aber nur in Ansätzen nachvollziehen: es gab eine Wasserknappheit, gefolgt von einer Cholera-Epidemie, die die Bevölkerung rapide dezimiert hat. So weit, so gut. Was mich allerdings stutzig machte und der Authenzität des Szenarios widersprach: Es gibt genügend Regen und Schnee, auch die Fauna und Flora scheint relativ unbeeinträchtigt zu sein. Eine Klimaerwärmung hat wohl nicht stattgefunden. Warum es dann zur „Shortage“, also zur Wasserknappheit kam, lässt die Autorin leider unbeantwortet.
Sehr gut sind die Charaktere geschildert, allen voran die Protagonistin Lynn, die im Lauf der Handlung eine tolle Wandlung durchmacht. Lynn ist isoliert aufgewachsen, kennt nur ihre Mutter und deren Denkweise. Der Kampf ums Überleben hat aus ihr eine harte Persönlichkeit gemacht.
Ihre Annäherung zu Nachbar Stebbs und ihre Freundschaft zu Lucy lassen Lynn erstmal als soziales Wesen handeln und ihre bisherigen Maximen hinterfragen. Diese Öffnung Lynns zu anderen Menschen hat Mindy McGinnis hervorragend beschrieben, es war für mich der große Pluspunkt des Romans.
Auch eine zarte Liebesgeschichte ist enthalten, die im Gegensatz zu anderen Jugendbüchern sehr authentisch auf mich wirkte.
Die Autorin verzichtet auf ein großes Actionspektakel bei der Handlung, beschreibt aber alle Lebensumstände ohne zu beschönigen. Der Showdown am Ende wartet mit einer Überraschung auf, die zu einem bittersüßen Romanabschluss führt. Dies gefiel mir sehr gut, da die Autorin hier einen ungewöhnlichen Weg beschritten hat.
Meiner Meinung nach ist „Not a drop to drink“ eine gute Dystopie, die ohne viel Action und Klischees auskommt und eine angenehm überzeugende Protagonistin hat. - Bischöfliches Hilfswerk Misereor
Glänzende Aussichten - 99 Karikaturen zu Klima, Konsum und anderen Katastrophen
(2)Aktuelle Rezension von: HoldenKarikaturen zum Thema Klimawandel, Flüchtlingselend und Co., die allen Politikern und Wirtschaftsbonzen zur Pflichtlektüre gemacht werden sollten. Wofür haben wir die Europäische Union und deutsche Politiker, wenn sie so was zulassen und es seit Erscheinen des Buches eher noch schlimmer geworden ist (zB was Überschwemmungen in Europa oder Waldbrände in Kaliforniern angeht). Das Lachen bleibt im Halse stecken, besonders bei den auffälligsten Unmenschlichkeiten wie dem Umgang mit Flüchtlingen. Aber was das Konsumverhalten angeht, fühlt man sich doch ertappt und einen Spiegel vorgehalten, wie der vor kurzem verstorbene Photograph Sebastiao Salgado in einem Interview sagte, daß man nicht nach Politik und Konzernen rufen müsse, wir alle würden viel zu viel konsumieren.
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