Bücher mit dem Tag "weihnachtsgeschichte"
185 Bücher
- Joanne K. Rowling
Jacks wundersame Reise mit dem Weihnachtsschwein
(120)Aktuelle Rezension von: Malka„Jacks wundersame Reise mit dem Weihnachtsschwein“ ist ein wunderbares Märchen über Verlust, Mut und die ungeahnte Kraft der Liebe zu Dingen, die uns wichtig sind. Joanne K. Rowling gelingt es erneut, eine Welt zu erschaffen, die gleichermaßen phantasievoll wie tiefgründig ist – ein Ort, an dem verlorene Gegenstände ein eigenes Leben führen und Gefühle plötzlich Gestalt annehmen. Die Reise des Jungen Jack in das geheimnisvolle „Land der Verlorenen“ ist spannend, warmherzig und überraschend emotional.
Besonders schön ist die Art, wie Rowling kindliche Perspektiven ernst nimmt: Die Trauer um Jacks verlorenes Lieblingsschwein Dur Pig wird nie belächelt, sondern als echter Schmerz dargestellt. Dadurch wird die Geschichte für Kinder nachvollziehbar und für Erwachsene bewegend. Jim Fields liebevolle Illustrationen verstärken die Magie der Erzählung und verleihen den Figuren eine besondere Tiefe.
Der Schreibstil ist flüssig, bildreich und atmosphärisch, ohne überladen zu wirken. Für jüngere Leser bietet das Buch klare Sprache und gut nachvollziehbare Kapitel, während ältere Leser die symbolischen Ebenen – Konsumkritik, Verlustangst, familiäre Veränderungen – zu schätzen wissen.
Kritik:
Wenn man überhaupt etwas kritisieren möchte, dann dass einige Passagen im Mittelteil etwas ausführlicher geraten sind, insbesondere die Begegnungen mit manchen Nebenfiguren im Land der Verlorenen. Sie sind zwar charmant, könnten für sehr junge Leser aber stellenweise etwas lang wirken. Dennoch zahlt sich jede Episode am Ende aus und fügt sich stimmig in die Gesamtgeschichte ein.
Fazit:
Ein modernes, herzerwärmendes Weihnachtsmärchen, das zeigt, dass Liebe und Erinnerung selbst die dunkelsten Orte erhellen können. Ein Buch, das man am besten gemeinsam liest – und das sicher nicht nur einmal.
- Tom Fletcher
Der Weihnachtosaurus
(272)Aktuelle Rezension von: thewonderlandofbooksEin kleiner Ausreißer zu meinen sonstigen Büchern, aber ich habe dieses Buch wirklich geliebt. Ich habe es schon oft gesehen und gedacht, dass ich es irgendwann lesen möchte, vielleicht sogar zusammen mit meinen Neffen. Dieses Jahr hat es aus Zeitgründen leider nur alleine geklappt und ich habe es absolut genossen.
Ich habe vor Weihnachten angefangen und es in den Feiertagen beendet. Es ist eine super süße Kindergeschichte und hat mich sofort in Weihnachtsstimmung versetzt. Am Anfang war ich ein bisschen überrascht, dass es so dick ist, aber das hat dem Lesespaß keinen Abbruch getan. Ich habe es richtig genossen, mal wieder eine Kindergeschichte zu lesen, weil ich den Stil einfach liebe.
Die Geschichte begleitet einen kleinen Jungen im Rollstuhl, für den ein Dinosaurier alles bedeutet. Durch verschiedene Ereignisse taucht dann der Weihnachtosaurus auf und stellt alles auf den Kopf. Es war unfassbar goldig und hat einfach Spaß gemacht, diese magische Welt zu entdecken.
Die Nebencharaktere, der Weihnachtsmann, der böse Jäger, der Vater, das Mädchen aus der Schule und alle anderen, waren super unterschiedlich und liebevoll ausgearbeitet. Die ganze Story rund um den Weihnachtosaurus ist einfach bezaubernd. Ich fand die Idee so kreativ und liebevoll umgesetzt.
Für mich ist das ein Buch, das man super in der Weihnachtszeit lesen kann, allein oder mit Kindern. Es eignet sich sogar als Adventskalenderbuch. Ich kann es absolut empfehlen, sei es als Geschenk oder zum gemeinsamen Lesen.
Insgesamt ein großartiges Kinder- und Weihnachtsbuch, das ich auf jeden Fall wieder lesen möchte und auch die Reihe weiterlesen will.
- Freya Miles
A Bookboyfriend for Christmas
(212)Aktuelle Rezension von: Angel_SoulEine ganze Nacht in einer Buchhandlung, ein Traum für viele Lesesternchens. Ich dürfte auch schon, eingeschlossen für zwei Stunden, Zeit in einer Buchhandlung verbringen, was genauso mega war wie als würde man in einer Buchhandlung übernachten. 🤭
Kommen wir zur Story, ich konnte das Buch keine Sekunde aus der Handlegen, weshalb ich schnell fertig war mit Lesen. Die Story war so schön und humorvoll geschrieben, das sich immer wieder ein grinsen auf meinen Lippen bildete. 🤭
Nick's Grinchiges verhalten, hat mich ab und zu an mein Partner zuhause erinnert xD der ist auch so ein richtiger Grinch, während ich ein absoluter Weihnachtself bin😅🥲🙈
Umso schöner war der Moment wo Nick dann doch die freude zu Weihnachten gefunden hat. 🥰
Ein rundum schönes & witziges Weihnachtsbuch.❤️
- Petra Durst-Benning
Das Weihnachtsdorf
(130)Aktuelle Rezension von: BelisAnfang Dezember. Das Genießerdorf Maierhofen richtet heuer zum ersten Mal einen Weihnachtsmarkt aus. Natürlich und liebevoll , einzigartig. Die geschäftigen Freundinnen organisieren und sind tatkräftig mittendrin dabei.
Auch Heiligabend zuhause will geplant sein. Kuschelige Zweisamkeit oder mit der Familie, jede hat andere Vorstellungen. Doch kurzfristig werden Erwartungen und Pläne geändert. Plötzlich wirbeln nicht nur Schneeflocken durch das beschauliche Dorf. Weihnachten hat seine eigenen Regeln.
Ich kehre gerne in das idyllische Bergdorf Maierhofen zurück. Die Charaktere sind mir aus den anderen Teilen der Reihe bereits bekannt, daher ordne ich die Figuren unproblematisch zu.
Weihnachtliche Düfte von Glühwein und Gänsebraten ziehen um die geschmückten Buden. Während Überraschungen geplant und kulinarische Genüsse gezaubert werden hofft Christine trotz ersichtlichem Unmut auf die Ankunft ihrer Töchter.
Die eher kurz gehaltene Wohlfühl Geschichte bietet Lesegenuss mit Rezeptvielfalt. Im Anschluss geben Figuren Tipps für weihnachtliche Getränke, kulinarische Leckerbissen und einfache Möglichkeiten weihnachtlicher Dekorationen.
Das Buch ist auf zweitem Weg zu mir gekommen. Für eine kleine Auszeit empfehle ich den Weihnachtsroman sehr gerne.
- Catherine Rider
Kiss me in New York
(223)Aktuelle Rezension von: SchaninIch habe schon einige Jugendromane gelesen, die mir sehr gefallen haben, aber bei diesem Roman bekommt man sehr zu spüren, dass es für eine jüngere Zielgruppe gedacht ist. Ich konnte mich nicht in die Charaktere hereinversetzen, obwohl diese mir auch nicht unsympatisch waren - aber ein wenig zu naiv. Zum Beispiel dass Charlotte einen Hund kauft, ohne zu sich Gedanken zu machen, was aus diesem wird, wenn sie wieder Heim fliegt. Auch ein wenig hat mir die Beschreibung von dem weihnachtlichen New York gefehlt. Viele Romane schaffen es, dass man gedanklich in den Handlungsort reist - das hat diese Geschichte leider nicht geschafft. An sich lässt sich das Buch aber schnell und flüssig lesen.
- Matt Haig
Ein Junge namens Weihnacht
(160)Aktuelle Rezension von: mabuerele„...Tatsache ist, Nikolas hatte ein hartes Leben. Aber er machte das Beste daraus…“
Nikolas ist der Sohn eines Holzfällers in Finnland. Seine Mutter ist vor ein paar Jahren tödlich verunglückt. Das Geld ist meist knapp.
Der Autor hat eine märchenhafte Geschichte geschrieben. Er erzählt, wie aus Nikolas der Weihnachtsmann wurde. Das Buch ist meiner Meinung nach aber nicht als Kinderbuch geeignet. Dafür sind einige Stellen zu brutal.
Eines Tages macht sich der Vater mit anderen Männern auf den Weg in den Norden. Sie wollen beweisen, dass es das Wichteldorf wirklich gibt. Auf Nikolas soll seine Tante Carlotta aufpassen.
„...Du kannst nicht hier drinnen wohnen, wenn ich da bin, sonst siehst du mich womöglich noch in Unterhose! Außerdem hab ich´s im Rücken.Ich brauche zwei Matratzen…“
Kurzerhand schickt sie ihren Neffen zum Schlafen vor die Tür. Zusammen mit der Maus Miika, die von einem Stück Käse träumt, begibt sich Nikolas auf die Suche nach seinem Vater. Unterwegs treffen sie auf Blitz, ein Rentier. Der Weg nach Norden ist lang und beschwerlich. Und er wird Nikolas´ Leben für immer ändern.
Das Buch vermittelt einige Werte. Es geht darum, ob Güte und Freundlichkeit gegen Abgrenzung und Verachtung helfen können. Gleichzeitig wird gezeigt, dass der Mensch oft sowohl positive als auch negative Seiten hat. Natürlich gehört eine Prise Magie in die Geschcihte.
Gut gefallen mir die gegen Ende des Buches eingebundenen Seiten aus einer Wichtelzeitung. Sie spiegeln wichtige Ereignisse.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.
- Pia Hepke
Rentiere
(97)Aktuelle Rezension von: Jeys_Book_LinesPassend zur aktuell vorweihnachtlich herrschenden Stimmung habe ich mich mal einer etwas anderen Weihnachtsgeschichte gewidmet, welche ich, zurückblickend, schon längst hätte lesen sollen. "Rentiere - Ein weihnachtliches Märchen" von Pia Hepke entfaltet sich nämlich nicht nur als "einfache" Weihnachtsgeschichte, sondern auch als herzerwärmendes Abenteuer.
Doch worum geht es denn genau? Alle Jahre wieder kommt der Weihnachtsmann und wir finden uns zusammen, um ein ganz besonderes Fest zu feiern. In dieser Zeit werden viele wieder zum Kind und der Glaube an Wunder und Magie erwacht. Ich möchte euch dazu einladen, auf eine Reise mitzukommen, auf der ihr ein solches Wunder und die ganze Magie der Weihnacht treffen werdet. Die Geschichte dazu wird von dem Rentier Aku und seinem jüngeren Bruder Sulo erzählt. Die beiden träumen schon ihr ganzes Leben davon, einmal den Schlitten des Weihnachtsmannes zu ziehen. Als ihr Traum endlich in Erfüllung geht, kommt jedoch alles anders als gedacht. Aber lasst euch das Geschehene von den beiden doch selbst erzählen … Und somit beginnt die Geschichte, die wahre Geschichte des Weihnachtsmannes.
Normalerweise lasse ich mich ja nicht groß über das jeweilige Cover des Buches aus, dieses hier ist allerdings von der Autorin selbst gezeichnet und vermittelt auf zauberhafte Weise den Charme, den dieses Buch in sich trägt. Hut ab Frau Hepke! Der Anblick allein hat in mir schon eine Art Vorfreude geweckt, in eine Story einzutauchen, die endlich mal über die üblichen Weihnachtsklischees hinausgeht.
Die Entscheidung, die Handlung aus der Perspektive von Aku und Sulo, zwei wirklich liebenswerten Rentierbrüdern, zu erzählen, fand ich toll. Schneller als gedacht habe ich mich in ihrer außergewöhnlichen Welt zurechtgefunden und zugleich auch noch wohlgefühlt. Darüber hinaus sind mir die beiden im Handumdrehen ans Herz gewachsen. Dennoch entpuppte sich für mich letztlich die geheimnisvolle Nan als die eigentliche Sternschnuppe der Geschichte.
Der Schreibstil der Autorin ist zudem mehr als bloß Worte auf Papier – er ist lebendig, begeisternd und schafft es, die (schöne) winterliche Atmosphäre greifbar zu machen. Die finnischen Namen verleihen dem Ganzen dann noch den letzten Schliff und geben der Geschichte dadurch eine wirklich authentische Note. Auch die Rentiersaga um Rudolph wurde übrigens geschickt mit in die Handlung eingewoben.
Ich habe Aku und Sulo sehr gerne auf ihrer Reise begleitet, habe mit ihnen mitgefiebert, mitgefühlt und auch ihre Entscheidungen konnte ich so gut wie immer in irgendeiner Form nachvollziehen.
Als ich schließlich zum Ende dieses besonderen Weihnachtsmärchens kam, hat mich dieses doch arg gerührt. Die subtilen Botschaften über Familie, Freundschaft, Zusammenhalt, Vertrauen und den Mut, das Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten, hallen noch lange im Kopf nach. Was zählt eigentlich wirklich im Leben?
Der wahre Zauber von Weihnachten offenbarte sich für mich jedenfalls in den kleinen Momenten der Geschichte, in den berührenden Verbindungen zwischen den Charakteren und in den doch recht tiefsinnigen Botschaften, die das Buch vermittelt.
Das Nachwort der Autorin liefert einem dann nochmal neuen (emotionalen) Gedankenstoff, da sie ihre ganz eigene Sichtweise auf bestimmte Aspekte der Geschichte mit dem Leser teilt.
Lasst euch am Besten einfach selbst von Aku und Sulo in die Wunder der Weihnachtszeit entführen und lauscht ihrer Geschichte, die gleichermaßen für Groß und Klein geeignet ist und die die perfekte Lektüre für Weihnachtsliebhaber darstellt – ja, selbst für diejenigen, die sich selbst als Weihnachtsgrinche bezeichnen würden. Gerade jetzt, zu dieser (festlichen) Jahreszeit, durchströmt die Weihnachtsmagie förmlich die Seiten dieses Buches, besinnliche Lesestunden sind also garantiert. ✨🦌
- Charles Dickens
Eine Weihnachtsgeschichte. Schmuckausgabe mit Goldprägung
(526)Aktuelle Rezension von: Fee04Was, wenn die größte Liebesgeschichte aller Zeiten eigentlich eine Geschichte über Hass ist? ❤️🩹
Vor rund 430 Jahren schrieb Shakespeare über zwei Menschen, die sich liebten und an einer Welt zerbrachen, die ihre Liebe nicht zuließ.
Romeo und Julia.
Montague und Capulet.
Liebe und Hass.
Und ein Ende, das bis heute niemand vergisst.Eine Tragödie in fünf Aufzügen, die mit einem Prolog beginnt und uns direkt hineinzieht in die Feindschaft zweier Familien und die heimliche Liebe ihrer Kinder.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum diese Geschichte nach mehr als vier Jahrhunderten noch immer funktioniert. Weil sich Menschen verlieben, Familien streiten, Vorurteile zerstört werden und Liebe manchmal gegen eine ganze Welt ankämpfen muss.
„Die armen Opfer unserer Zwistigkeiten.“ (letzter Aufzug/Seite 111)
Dieser Satz aus dem letzten Aufzug fasst für mich noch einmal alles zusammen. Denn Romeo und Julia sind nicht nur Opfer ihrer tragischen Liebe, sie sind Opfer eines Hasses, den sie selbst nie geschaffen haben.
Und diese wunderschöne Schmuckausgabe macht aus einem Klassiker auch optisch ein kleines Schmuckstück. Zart, edel und mit einem Einband, der schon beim ersten Anblick Lust macht, Shakespeare wiederzuentdecken.
Romeo und Julia ❤️ vor über 400 Jahren geschrieben und noch immer mitten ins Herz.
William Shakespeare
Romeo und Julia
aus dem Englischen von August Wilhelm von Schlegel
Verlag : Anaconda
- Maja Lunde
Die Schneeschwester
(170)Aktuelle Rezension von: herr_hyggeIn wenigen Tagen ist Heiligabend. Für Julian ist das eigentlich der schönste Tag im Jahr, denn er hat obendrein noch Geburtstag. Doch in diesem Jahr ist alles anders, und seine Familie scheint völlig vergessen zu haben, dass Weihnachten ist. Das liegt daran, dass seit dem Tod von Julians großer Schwester Juni ein tiefer und trauriger Schatten über der Familie liegt. Als Julian der quirligen Hedvig begegnet und sich mit ihr anfreundet, keimt wieder Hoffnung und Weihnachtsstimmung in dem Jungen auf, doch da gibt es noch ein großes Geheimnis, das Hedvig hütet …
Maja Lunde erzählt in „Die Schneeschwester“ die Geschichte eines Jungen und seiner Familie und ihrer endlosen Trauer um die verstorbene Schwester. Sie erzählt aber auch von Hoffnung, Freundschaft und dem Zauber der Weihnachtszeit, der natürlich nicht damit gleichzusetzen ist, dass viele Geschenke unter dem Baum liegen.
Es ist ein Buch, das mich sehr viel zum Weinen gebracht hat, aber es ist auch eines, das mich so sehr in Weihnachtsstimmung versetzen konnte, wie ich es seit ein paar Jahren nicht mehr gefühlt habe. Die sprachlich feinfühlig formulierte Geschichte wird durch die detailverliebten Illustrationen von Lisa Aisato bereichert, die dem Ganzen noch mehr Tiefe verleihen.
Ein traumhaft schöner Band mit einer Weihnachtsgeschichte in 24 Kapiteln, die ich mit Sicherheit noch häufiger als Adventskalender auserkoren werde.
- Karen Swan
Winterglücksmomente
(60)Aktuelle Rezension von: chipie2909Alle Jahre wieder lese ich zur Weihnachtszeit ein Weihnachtsbuch. 2025 fiel meine Wahl auf „Winterglücksmomente“ von Karen Swan. Allein schon das Cover ist wunderschön und auch der Klappentext versprach eine zauberhafte Story. Vor allem freute ich mich auf das Setting in London und war sehr gespannt. Nach der anfänglichen Begeisterung machte sich aber leider auch bald die Enttäuschung breit. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, aber ich kann keine Protagonisten ernst nehmen, die „giggeln“, „quicken“ und „vergnügt kreisen“. Sorry, das hat meiner Meinung nach dann eher etwas mit Kindergarten als mit etwas anderem zu tun. Für mich war es unvorstellbar, dass Nettie und Jules um die 26 Jahre alt sein sollen. Dazu kam, dass Nettie für mich durch und durch unsympathisch war. Ich muss wirklich nicht viele Ähnlichkeiten mit den Figuren haben, um mitzufiebern, dennoch konnte ich bei Nettie oft nur den Kopf schütteln. Allen voraus kommt mir da die Szene im Kaufhaus in den Sinn, wo sie einfach nur übergriffig gegenüber den Fans war. Vielleicht hätte auch ein Perspektivenwechsel der Geschichte gut getan, denn ich habe mich oft gefragt, was gerade in Jamie vorgeht und was um Himmels Willen er denn an Nettie findet. Und mein letzter, aber definitiv nicht unwichtigster Kritikpunkt: Weihnachten kam viel zu kurz. Im Grunde geht es die ganze Zeit hauptsächlich um die Challenge, nicht um die Weihnachtszeit oder das Fest an sich. Das fand ich sehr schade, da dies ja eigentlich der Grund ist, warum ich mir jedes Jahr ein Weihnachtsbuch aussuche. Deshalb kann ich leider nur zwei Sternchen vergeben und werde zukünftig einen Bogen um diese Schriftstellerin machen.
- Jose Luis Munuera
Eine Weihnachtsgeschichte
(4)Aktuelle Rezension von: SternchenBlauDickens Weihnachtsgeschichte ist vermutlich eines der bekanntesten Werke der westlichen Weltliteratur. Diese Grafic Novel von Jose Luis Munuera gibt ihr bildgewaltig und angemessen düster eine neue Form. Der wohl größte Twist ist, dass Scrooge zu einer Misses Scrooge wird.
Wie in der Vorlage erfahren wir zunächst, wie menschenfeindlich und gemein Mrs. Scrooge ist. Weihnachten ist für sie ein sentimentales Fest, dass die Menschen verweichlicht. In der Nacht sucht sie dann ihr verstorbener Geschäftspartner heim und kündigt ihr die Ankunft der drei Weihnachtsgeister an: Vergangene Weihnacht, gegenwärtige und zukünftige zeigen Scrooge schließlich in einem wilden Ritt verschiedene Ereignisse.
Die Bilder und auf die Aufteilung der Panels gefielen mir sehr gut. Die Charakere wurden für mich stimmig in grafische Form übersetzt.
Was mich wirklich hat stocken lassen, waren die sozialdarwinistischen Ansichten von Scrooge, die ins eugenische gehen. Es ist schon so lange her, dass ich den Originaltext gelesen habe, und kann daher nicht mehr sagen, ob das dort auch so drastisch ist. Misses Scrooge macht am Ende nur eine Teilläuterung durch, dies wird ganz charmant auch erklärt, mit ihrer Stellung als Frau in einer misogynen und patriarchalen Gesellschaft. Vermutlich behält sie die Maske der Menschenfeindlichkeit bei, um in dieser Gesellschaft weiter bestehen zu können, im Verborgenen kümmert sie sich aber um Menschlichkeit.
Aber trägt sie dann nicht dazu bei, dass diese Menschenfeindichkeit die Norm bleibt? Ein besonderes Unbehagen habe ich, weil ohne dass ihre Läuterung komplett ist, werden die menschenfeindlichen, eugenischen Aussagen nicht komplett hinweggefegt. Und das finde ich sehr ungünstig.
So schön ich die Grafic Novel finde, gibt es doch einen zentralen Punkt, der mir Unbehagen bereitet. 3 von 5 Sternen.
- Karin Kalisa
Sternstunde
(20)Aktuelle Rezension von: Klaus_Jürgen_DilewskyDer Verlag:
Fesselnde Belletristik, populäre Unterhaltungsliteratur, aktuelle Sachbücher, kreative Geschenkbücher und innovative digitale Angebote prägen das Programm der Verlagsgruppe Droemer Knaur.
Die Verlagsgruppe hat ihren Sitz in München und ist Teil der Holtzbrinck Publishing Group.
Er gehört zur Verlagsgruppe Droemer Knaur und steht dabei eigenständig für wunderbare Unterhaltung mit dem gewissen Etwas. Die Droemer Autor*innen erzählen Geschichten, die einen fesseln, berühren und entführen. Sie regen aber auch zum Hinterfragen, zum Entdecken und zum Austausch mit anderen an – sei es die beste Freundin oder der eigene Lesekreis.
Der Droemer Verlag liebt Romane, in denen wir uns mit unseren Erfahrungen wiederentdecken und die uns dennoch mit plötzlichen Wendungen oder ungeahnten Einblicken überraschen: Thriller, die auf kluge Weise verblüffen, Historische Romane, die Horizonte eröffnen, Familienromane voller Herz und Dramatik, kurz, alle Geschichten, die zugleich unterhalten und bereichern.
Neben der Belletristik bestimmen aktuelle gesellschaftspolitische Themen und populärwissenschaftliche Sachbücher das Profil von Droemer.
Die Autorin:
Karin Kalisa ist eine deutsche Wissenschaftlerin und Literatin: Karin Kalisa wird 1965 in Deutschland geboren. Als Wissenschaftlerin beschäftigt sie sich mit asiatischen Sprachen und Ethnologie. Kalisa lebte bereits in Wien, Tokio und verschiedenen Städten Deutschlands. Heute hat sie sich in Ost-Berlin niedergelassen.
2016 veröffentlicht sie ihren Debütroman »Sungs Laden«, den ich ebenfalls euphorisch besprechen habe und der auf Anhieb großen Anklang findet und von der Kritik hochgelobt wird. In dem Buch schlägt Kalisa gekonnt eine Brücke zwischen Deutschland und Vietnam.
Seitdem veröffentlicht die Autorin weiterhin erfolgreiche vier Romane bei Droemer und C.H. Beck. Die hier zur Besprechung vorliegende Wintererzählung Sternstunde erschien 2018 ebenfalls bei Droemer.
Die Covergestaltung:
ist ein blauer Pappband mit goldgeprägten Rückentiteln, farbigen Vorsätzen, Lesebändchen und Schutzumschlag. 118 (2) Seiten mit Illustrationen von Stephanie Pfeiffer in Covergestaltung durch Sabine Kwauka unter Verwendung von Bildmaterial von Jeffrey Thompson / Alamy, Abbildung: white snow / shutterstock . Auch die Innengestaltung kann sich dabei durchaus sehen lassen, farbig colorierte Bilder der Illustratorin Stephanie Pfeiffer zieren die Anfänge der j eweilig kurzen Kapitel.
Nun aber zum Inhalt der Geschichte; die Buchbeschreibung;
Eine so zauberhaft wie poetische Weihnachtsgeschichte der Spiegel-Bestseller-Autorin Karin Kalisa, für die Zeit der kurzen Tage und langen Nächte. Die fast achtjährige Kim, die eigentlich Kim Stella heißt, was Stern bedeutet,wurde am 24. Dezember geboren und ist plötzlich fassungslos über das, was sie da im Radio hört. Der wunderbare Weihnachtsstern soll nur ein Komet gewesen sein, ein Klumpen Gas und Staub und jetzt muss und soll sie also feststellen, dass ihr Stern eine Art Lüge sein könnte, weil Wissenschaftler jetzt eine neue Theorie aufstellen? Dabei sollten sich doch Wunder und Wissenschaft nicht gegeneinander ausschließen, sondern einen darin bestärken können und werden, dass man seinen kindlichen Glauben durchaus behalten und trotzdem eine Faszination für Forschung aufbauen kann, weiß der Astrophysiker Arthur Sanftleben eine viel spannendere Geschichte zu erzählen, von einem ungewöhnlichen Zusammentreffen von Jupiter und Saturn. Doch erst der gleichaltrige Max, Star-Wars-Fan und Sternenkundiger, zeigt Kim, dass Wissenschaft und Wunder sich nichtausschließenmüssen.
Die bibliographischen Angaben zu diesem Titel lauten / Produktinformationen:
Sternstunde: Eine Wintererzählung Gebundene Ausgabe – Oktober 2018 Mit Hinweisen.
Herausgeber : Droemer HC; 2. Edition
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Sprache: : Deutsch
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Gebundene Ausgabe : 120 Seiten
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Preis:12 €
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ISBN-13 : 978-3426281901
Nun aber zu meiner Meinung / Mein Fazit:
Herausgekommen ist ganz besondere Weihnachtsgeschichte: geheimnisvoll und strahlend wie der Weihnachtsstern selbst.
Dabei ist Stern über Bethlehem ist ein geistliches Weihnachtslied von Alfred Hans Zoller 1964 geschrieben.
.Stern über Bethlehem, nun bleibst du stehn
Und lässt uns alle das Wunder hier sehn,
Das da geschehen, was niemand gedacht,
Stern über Bethlehem, in dieser Nacht.
Um ihn geht also, den Stern mit dem alles begann. Wie schon in ihrem ersten Roman, der mich alles und jeden vergessen ließ, Sungs Laden 2015, schafft die Autorin hier Atmosphäre über eine warme Küche und deren Backgerüche sowie über das weihnachtliche Gefühl und die Liebe; als bestimmendes Gefühl bei der Zeichnung der Charaktere.
Ob nun der Raum des Künstlerbedarfs Sanftleben, sein Inhaber in seiner aufgeschlossenen Güte, der gleichnamige Onkel als Sternenexperte, die wachsam-ruhige Kim-Stalla als Fixpunkt, die nur durch eine Radiomeldung aus der Ruhe gebracht wird und ihrerseits in ihren Grundzügen an Astrid Lindgrens Madita erinnert oder erst der gleichaltrige Max, Star-Wars-Fan und Sternenkundiger gezeichnet werden, alles ist aus Liebe wie ein Musikstück, komponiert.
Daraus entsteht eine moderne (Weihnachts)- geschichte und eine absolute Leseempfehlung, deren teilweise widersprüchliche Hintergrundfaktenlage nun folgt, auch um zu zeigen, wie besonders die vorliegende Erzählung ist:
Und tatsächlich hat es zu der fraglichen Zeit eine Begegnung zwischen Jupiter und Saturn gegeben: Im Jahr 7 v. Chr. zogen die beiden Planeten von der Erde aus betrachtet gleich dreimal nahe aneinander vorüber – eine ungewöhnliche und seltene Himmelserscheinung. In der babylonischen Astrologie stand Jupiter für den höchsten Gott und Saturn für den König von Israel. Da erscheint es durchaus möglich, dass die damaligen Sterndeuter in dem Ereignis die Ankündigung der Geburt eines mächtigen Königs der Juden sahen. Diese Erklärung wird von vielen Forschern als die wahrscheinlichste angesehen. Doch auch sie hat ihre Schwächen. So kamen sich Jupiter und Saturn nach heutigen Berechnungen am Himmel niemals so nahe, dass sie nicht noch mit bloßem Auge als zwei getrennte Gestirne zu erkennen gewesen wären. In der Bibel ist aber stets nur von einem Stern die Rede. Zudem gab es in der fraglichen Zeit noch eine weitere auffällige Konjunktion: In den Jahren 3 und 2 v. Chr. begegneten sich Venus und Jupiter am Himmel. Das zweite Zusammentreffen war sogar so eng, dass beide Planeten für einen Betrachter auf der Erde zu einem Gestirn – möglicherweise dem Weihnachtsstern – verschmolzen.
Und schließlich besteht auch die Möglichkeit, dass es sich bei dem Stern von Bethlehem lediglich um ein symbolisches Motiv handelt, ohne realen Hintergrund. Im vierten Buch Mose steht die Weissagung: Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen über die Ankunft des Messias als Retter Israels. Für den Evangelisten Matthäus sind Rückbezüge auf biblische Verheißungen durchaus typisch. Es kann also sein, dass er den Stern von Bethlehem als Symbol für den wahren Retter Israels verwendet hat und nicht als Beschreibung eines wahren Naturphänomens.
"Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war..." So erzählt es die Weihnachtsgeschichte. Aber gab es den Stern von Bethlehem wirklich? Welchem astronomischen Phänomen könnten die drei Weisen aus dem Morgenland gefolgt sein?
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Wann leuchtete der "Stern"?
So weiß niemand weiß genau, wann der historische Jesus von Nazareth genau geboren ist. Auch wenn die heutige Zeitrechnung auf einer klaren Trennung zwischen "vor Christi Geburt" und "nach Christi Geburt" basiert, ist die Zeitenwende relativ willkürlich festgesetzt worden - und höchstwahrscheinlich nicht auf das Jahr der wirklichen Geburt des Jesus von Nazareth.
Denn der von den Römern eingesetzte König Herodes, der in der biblischen Erzählung vorkommt, ist bereits im Jahr vier vor unserer Zeitrechnung gestorben.
Und der Statthalter Quirinius, wegen dessen Volkszählung Joseph und Maria von Nazareth nach Bethlehem ziehen müssen, regierte um 12 vor Christus. Historiker gehen deshalb heute davon aus, dass Jesus eigentlich nur zwischen acht und vier Jahren vor unserer Zeitrechnung geboren worden sein kann - und keineswegs im Jahre "Null".
Es sind also 168 Jupiterjahre vergangen, seit er für uns eine besondere Rolle gespielt hat: Er war der "Stern von Bethlehem". Zu Zeiten, da die Kirche das gesamte Geistesleben, die Wissenschaft und Kultur in Europa prägte, machte man sich wenig Gedanken über diesen Stern. Doch in der anbrechenden Neuzeit, als Kopernikus und Galilei das alte Weltbild mit der Erde im Mittelpunkt zertrümmerten, begann man ihn mit anderen Augen zu betrachten. Jedem hellen Stern wurde also auch eine bestimmte Bedeutung zugesprochen. Jupiter regierte als Königsstern, Symbol für den Herrscher. Saturn, der schwächer leuchtende, blassgelbe Planet mit dem schönen Ring (von dessen Existenz man damals natürlich noch keine Ahnung hatte), galt als Stern des Volks Israel. Und das Sternbild der Fische repräsentierte in diesem kosmischen Riesenspiel das Land Kanaan.
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Komet oder Supernova?
Erklärungsversuche gibt es denn mindestens ebenso viele, wie es Indizien gibt. Edmond Halley, der Entdecker des gleichnamigen Kometen, vermutete beispielsweise, dass der Stern von Bethlehem ein Komet gewesen sei. Aufzeichnungen von chinesischen Astronomen schienen das zu bestätigen, doch sie haben einen entscheidenden Schönheitsfehler: Der von ihnen erwähnte Komet wurde wie erwähnt, bereits im Jahr 12 vor unserer Zeit beobachtet - einige Jahre vor dem wahrscheinlichsten Geburtstermin.
Von der Autorin ebenfalls empfehlenswert:
Sungs Laden
C.H. Beck Verlag
2015.Szene-Viertel entdeckt seinen asiatischen Anteil und belebt seine anarchisch-kreative Seele neu.
Radio Activity
C.H. Beck Verlag
29. Juli 2019
Wenn sie zu hören ist, werden die Radios lauter gedreht und stocken die Gespräche: Nora Tewes hat die perfekte Radiostimme – und einen Plan: Auf 100.7, einem Sender, den sie mit zwei Freunden gegründet hat, will sie einen lange davongekommenen Täter in die Enge treiben.
Bergsalz
Ebenfalls aus dem aus dem Hause Droemer
3. Dezember 2020
Karin Kalisa erzählt von einem Dorf am Fuß der Berge, die zwar in Sichtweite sind, aber doch ein ganzes Stück entfernt. In diesem Dorf leben einige Frauen, die schon verwitwet sind. Man kennt sich in der Nachbarschaft, grüßt einander freundlich, aber bleibt auf Abstand. Bis eines Tages eine der Frauen zur anderen marschiert und um eine Tasse Mehl bittet.
Nachweis:
Dr. Dilewsky ist seit 20 Jahren, an unterschiedlichen Schulformen, als Studienrat tätig. Aktuell arbeitet er seit 04.10.2011 am Weiterbildungs-Köln-Kolleg, einer Schulform, die es Menschen ermöglicht, ihr Abitur auf dem 2. Bildungsweg zu erreichen. Letztendlich möchte er mit seiner Arbeit ein Umdenken im System Schule einleiten. In seiner Freizeit unterstützt er denberühmtenThomanerchorausLeipzig. Er hat in den Fächern Deutsch und Pädagogik jeweils über österreichische Kinder-und Jugendbuchautorin Christine Nöstlinger promoviert, was auch einen weiteren seiner Interessenschwerpunkte repräsentiert. Seit Dezember 2014 gibt es das 4. Buch von Dr. Klaus Jürgen Dilewsky, welches beide Arbeitsbereiche sinnvoll miteinander verknüpft: Erziehung heute - Auswirkungen auf die Schule: Reihe Unterrichtsmaterialien Bd. 1, 408 S., 44.90 EUR, br., ISBN:978-3-643-12883-6 Meine Rezensionen erscheinen seit 1989, je nach Thema aus den Bereichen Jugendbuch, Kriminalroman und Sach-/Fachliteratur auf meiner Seite bei LovelyBooks, Lesejury, JuLit, in der Zeitschrift der Deutschunterricht, der Zeitschrift Pädagogik, Seite der Stadtbibliothek Köln, auf Verlagsseiten, meiner fb-Seite, meiner öffentlichen Amazon – Profil – Seite und auf den Seiten anderer Buchhandlungen. Autoren und Verlag erhalten je 1 Exemplar der Besprechung per Mail.
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- Iris Muhl
Die Nacht der Vergessenen
(30)Aktuelle Rezension von: mabuerele„...Niki erinnert sich sehr genau an die ersten Abende in der roten Meile. Sie schob sich anfangs erst zögerlich, dann immer forscher durch die dunklen Gassen, an den Menschen vorbei, an Männern, Frauen und Schaulustigen, unerschütterlich...“
Niki arbeitet in Zürich bei der Heilsarmee. Es ist Heiligabend, als sich Niki mit Heidi zusammen in die rote Meile aufmacht. Dort leben Obdachlose und Prostituierte. Niki und Heidi haben Geschenke für sie dabei. Doch seit langem hadert Niki mit ihrer Aufgabe und mit Gott. Es gelingt ihr nicht mehr, Frauen zum Ausstieg aus dem Milieu zu bewegen. Viele Türen bleiben ihnen verschlossen.
Die Autorin hat eine bewegende Weihnachtsgeschichte geschrieben. Sehr feinfühlig geht sie mit dem schwierigen Thema um.
Der Schriftstil ist dem Thema angemessen. Es ist eher ein leises Buch mit behutsamen und taktvollen Worten.
Schon Nikis Weg ging nicht gerade. Sie wuchs in einem wohlhabenden Elternhaus auf, hat sich mit dem Studium davon gelöst und erst nach Umwegen ihre Bestimmung gefunden. Ihr Mann Markus will nicht, dass sie an den Abend das Haus verlässt.
Die Unterschiede zwischen Niki und Heidi werden so formuliert:
„...Heidi ist der Klebstoff, der die Kontakte und Beziehungen zusammenhält, sie unterbricht alle im Satz, unüberlegt und intuitiv. Niki jedoch analysiert, interpretiert und versucht die Umstände,in denen sich die Frauen bewegen, mit scharfer Beobachtungsgabe zu durchschauen...“
Dann erzählt die Autorin die Schicksale verschiedener Frauen, die auf der Straße leben. Sie haben sich dieses Leben meist nicht ausgesucht. Mit ihrem Verdienst unterhalten die Familien, sei es in Moldawien oder in Brasilien. Aus den Worten der Frauen spricht die Sehnsucht nach den Eltern, nach den Kindern, nach Geborgenheit. Hart sind die Fälle, wo die Familie das Geld nimmt – und die Arbeit verachtet, wenn sie davon erfährt.
Und dann ist da Meta, die einem Bordell vorsteht und sich im Auftrag des Zuhälters um die Frauen kümmert. Sie hat für Ordnung gesorgt, entscheidet, wer Zutritt bekommt und hat die Ernährung und die Lebensverhältnisse der Frauen verbessert. Nur eines bleibt unverändert. Die Frauen dürfen das Haus nicht verlassen. Für dies Arbeit aber hat sie einen hohen Preis bezahlt.
Drei Mal versuchen Heidi und Meta in dieser Einlass in das Haus zu bekommen. Zwei Mal bleibt die Tür geschlossen. Dann geschieht ein Wunder.
Auch einer der Zuhälter wird in Buch beschrieben. Selbst hier gibt es kein gut oder Böse.Das Leben ist komplizierter. Er war nicht von Anfang an das, was er jetzt ist. Seine Familie weiß nichts von seiner Arbeit. Sie kennen ihn als Handwerker.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es mahnt uns, vorsichtig mit unserem Urteil und unseren Vorurteilen zu sein. Besonders eindrücklich wirkt das Buch, weil es auf einer wahren Geschichte beruht.
- Angela Planert
Weihnachtliches Wunder
(39)Aktuelle Rezension von: VibieEine rührend, warm erzählte Kurzgeschichte von der man gerne mehr lesen möchte die nicht nur zur kalten Jahreszeit geeignet ist sondern auch für jeden Kurzgeschichten Liebhaber etwas ist für zwischen durch.Die schwarz/weiß Zeichnungen unterstreichen noch angebracht den Inhalt und so wirkt die Geschichte noch viel naher.Der Erzählstil ist besonders aber nicht modern und lenkt in eine ältere Zeit passend zu der Geschichte.Eine Geschichte die Mut machen kann und den Glauben an das Positive bestärkt. - Janne Mommsen
Die Weihnachtsliste
(29)Aktuelle Rezension von: Juanla-4Bestsellerautor Janne Mommsen entführt uns in seinem Roman „Die Weihnachtsliste“ in das winterliche Friedrichstadt. Die niederländisch geprägte Enklave mit ihren Grachten und Giebelhäusern wirkt im Schnee wie eine Fata Morgana und versprüht sofort das typisch friesische Flair, das Fans des Autors so lieben.
Im Mittelpunkt steht Ben, ein Reedereikaufmann auf dem Sprung von Amsterdam nach Singapur. Seit einem traumatischen Erlebnis in seiner Kindheit hat er mit Weihnachten abgeschlossen. Doch der Tod seines Großonkels Hein, einer wahren Institution in Friedrichstadt, zwingt ihn zur Rückkehr. Ben soll den geliebten Spielzeugladen auflösen – doch Hein hat ihm eine letzte Aufgabe hinterlassen: Eine Liste mit Spielzeugen, die noch vor Heiligabend ohne Namen der Adressaten ausgeliefert werden müssen.
Obwohl Onkel Hein bereits verstorben ist, bleibt er als „gute Seele“ durchweg präsent. Es ist berührend zu lesen, wie sehr er sich um seine Mitmenschen sorgte. Unterstützt wird Ben von der Trauerrednerin Nintje. Gemeinsam gleiten sie auf Schlittschuhen über die gefrorene Treene, während die Lichter der Stadt an ihnen vorbeiziehen – eine Szene voller Magie und Weihnachtszauber.
Die Suche nach den Empfängern der Geschenke lässt Ben tief in die Gemeinschaft der Friedrichstädter eintauchen und bringt ihn zum Nachdenken: Ist sein Weg nach Singapur wirklich das, was er will? Ein Ausflug nach Föhr enthüllt zudem ein gut gehütetes Geheimnis Heins, das die Geschichte noch einmal emotional auflädt.
Fazit: Janne Mommsen fängt die Stimmung Norddeutschlands gewohnt sicher ein. Auch wenn die Handlung für mich an manchen Stellen etwas tiefgründiger hätte sein können und das Ende ein wenig schnell und vorhersehbar kommt, überzeugt das Buch durch Herzenswärme und die Themen Liebe, Werte und Wandlung. Ein schöner Kurzroman für die Adventszeit, der zeigt, dass der Geist der Weihnacht selbst die frostigsten Herzen erwärmen kann.
- Petra Schier
Vier Pfoten retten Weihnachten
(115)Aktuelle Rezension von: MaikeSoestIch fange wie immer mit den Charakteren an: Elena war mir von Anfang an total sympathisch und ich konnte mich ziemlich gut mit ihr identifizieren. Steffen fand ich erst mal super unsympathisch, aber im Laufe der Geschichte habe ich ihn definitiv ins Herz geschlossen. Kinder sind eigentlich gar nicht mein Ding, aber Sabrina und Jan fand ich schon ziemlich süß.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, es ließ sich flüssig lesen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen (wie immer bei dieser Autorin). Die Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen und obwohl natürlich jeder ungefähr weiß wie sie enden wird, fand ich den Weg total spannend. Die tote Frau, die fast-Freundin und Elenas Vergangenheit haben es den beiden nicht gerade leicht gemacht und dann sind da auch noch die Kinder, Steffens Eltern und der Hund. Wirklich toll was aus dieser Geschichte gemacht wurde und ich war sehr traurig, als sie vorbei war. Das Ende hat mir allerdings so gut gefallen, dass ich darüber hinwegkommen werde =P
- Jana von Bergner
Santa wider Willen
(51)Aktuelle Rezension von: NatalieTMeine persönliche Meinung:
Das Cover ist mit seiner winterlichen Landschaft sehr schön gestaltet und spiegelt den weihnachtlichen Liebesroman perfekt wider. Auch der Klappentext lässt bereits einiges erahnen und hat meine Neugier geweckt.
Der Schreibstil der Autorin ist von Beginn an flüssig und angenehm zu lesen. Genauso, wie man es von ihren anderen Büchern gewohnt ist.
Die Grundidee der Geschichte hat mir gut gefallen, ebenso die Umsetzung und Darstellung von Santa Claus. Leider fehlte mir persönlich das gewisse Etwas. Der erhoffte Weihnachtszauber wollte bei mir nicht so recht überspringen.
Mit den Hauptcharakteren hatte ich von Anfang an meine Schwierigkeiten. Kendra und Ian konnten in mir keine wirkliche Weihnachtsstimmung auslösen. Ich hatte mir insgesamt etwas Fröhlicheres erwartet, doch beide wirkten über weite Strecken sehr grummelig. Bis zum Schluss wurde ich mit ihnen leider nicht richtig warm. Auch das Knistern zwischen den beiden blieb für mich trotz einiger romantischer Szenen aus.
Fazit:
"Santa wider Willen" ist der erste Band der Loved at Christmas-Reihe. Da ich bereits eine andere Reihe der Autorin Jana von Bergner kenne und sehr mochte, habe ich zu diesem Buch gegriffen. Leider konnte es mich dieses Mal nicht überzeugen. Die Geschichte hat mich emotional kaum erreicht. Lediglich ein einziges Mal verspürte ich ein kurzes Flattern beim Lesen. Die Grundidee war zwar vielversprechend, doch meiner Meinung nach wurde das Potenzial in der Umsetzung nicht vollständig ausgeschöpft. Das bedeutet jedoch nicht, dass Kendra und Ian nicht andere Leser:innen verzaubern können. - Georgie Crawley
Die Queen und ich - aus dem Leben eines königlichen Corgis
(25)Aktuelle Rezension von: MarySophieHandlung
Es ist kurz vor Weihnachten und zusammen mit seiner Familie macht der Corgi Henry einen Ausflug nach London. Dabei besichtigen sie auch den Buckingham Palace und da es dem Hund dort zu trubelig ist, entfernt er sich von der Menschenmenge und will in der Nähe auf seine Familie warten. Stattdessen landet er im Privatpark des Palasts und wird irrtümlicherweise für ein Mitglied des königlichen Corgi-Rudels gehalten. Leider sind die anderen Hunde dem Neuzugang gegenüber sehr zurückhaltend und außerdem vermisst Henry seine Familie. Sein größter Wunsch ist es, Weihnachten wieder daheim zu sein.
Meinung
Wie so häufig habe ich auch dieses Buch in die Hand genommen und einfach mit Lesen begonnen. Und war daher ganz perplex, jedes Kapitel hat eine Datumsangabe erhalten, die im Dezember liegt. Woraufhin ich mir die Inhaltsangabe nochmals angeschaut habe und tatsächlich habe ich während ein paar sehr sonnigen und schönen Tagen im April einen ganz wunderbaren Weihnachtsroman gelesen. Was eine schöne Abwechslung war, schließlich bin ich ein großer Fan der kalten Jahreszeit und es war eine Wohltat für meine Seele, gedanklich ein bisschen in den Winter zu reisen und dabei dem Corgi Henry auf seinen Abenteuern im Buckingham Palace zu folgen!
Ich bin superflüssig und leicht in die Geschichte gekommen. Es liegt eine ganz tolle Sprache vor, die nicht nur sehr lebendig, sondern auch greifbar ist. Sie zeichnet sehr lebendige und farbenfrohe Bilder jeder einzelnen Szene und sorgt dafür, dass man sich von der Handlung, von den Protagonisten eingeladen fühlt.
Die Kapitel unterteilen sich jeweils in Abschnitte, die im Buckingham Palace und in dem Haus von Henrys Familie spielen. Immer im Wechsel kann man gut verfolgen, was sie erleben, wie die Bindung zueinander ausschaut und wie die Familie nach ihrem Hund sucht. Dadurch wird nicht nur Abwechslung geboten, sondern es zeigt auch gut das Verhältnis zwischen Mensch und Tier.
Ganz häufig musste ich beim Lesen innehalten, weil die Ereignisse zuckersüß geschildert sind. Es war einfach so niedlich, Henry auf seinem Abenteuer zu folgen und mitzuerleben, wie er die Tage im Buckingham Palace schildert. Natürlich wurden sowohl Henry, als auch die anderen Corgis im Palast vermenschlicht, was aber echt gut gelungen ist und viel von dem Charme der Geschichte ausmacht!
Fazit
Das Buch ist einfach zuckersüß! Ich kann es nicht anders benennen, mich hat die komplette Geschichte überzeugt, ich finde, dass eine ganz liebevoll geschriebene, starke und lebendige Handlung vorliegt, die rundum stimmig und gelungen ist. Interessante Figuren, ein liebreizender Corgi in der Hauptrolle wurden mit einer tollen Sprache und mitreißender Weihnachtsstimmung vermischt. Ich bin rundum begeistert, finde, dass alles perfekt aufeinander abgestimmt wurde und möchte das Buch hiermit unbedingt weiterempfehlen.
- Barbara Robinson
Hilfe, die Herdmanns kommen 1
(116)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Ich muss gestehen, dass ich das Buch zu oft erzwungenermaßen lesen musste. Damals habe ich es in meiner Konfi-Zeit als Theaterstück mit anderen Konfirmanten aufführen müssen an Weihnachten. Ich habe damals den Erzähler gespielt und musste jede Zeile mitverfolgen. Seit diesem Vorschlag unseres Pastors hasse ich dieses Werk. Der Schreibstil ist wirklich schön und man kann sich gut in die Lage hinein versetzen. Allerdings mag ich die Herdmanns mit ihrem asozialen Verhalten absolut nicht. Ich finde sie zu wild, zu frech, zu ungebildet und zu vorlaut. Bessere Weihnachtsstücke wären hier die Krippenaufführung oder "Guck mal, Madita, es schneit!" oder irgendwas anderes, aber bitte nicht nochmal die Herdmanns! Eine bessere Erziehung durch ein Kinderheim oder Adoptiveltern hätte den Kindern definitiv nicht geschadet. Am schlimmsten finde ich jedoch, wie sie mit ihren Mitmenschen umgegangen sind und wie sie das Krippenspiel verhunzt haben. Es mag für andere lustig sein, für mich jedoch war es nach dem zigsten Mal Theaterprobe einfach nur noch nervig und ich war froh, als es endlich vorbei war. Seitdem habe ich das Buch nie wieder gelesen und habe auch nicht vor, es nochmal zu tun.
- Ulrich Hub
Das letzte Schaf
(36)Aktuelle Rezension von: SternchenBlauIn dieser zauberhaften, witzigen Weihnachtsgeschichte erfahren wir endlich, wie die Schafe Jesus’ Geburt erlebt haben. Wir haben das vom Autor gelesene, ungekürzte Hörbuch gehört, der diese heterogene, wichtige Schafsherde lebendig in Szene setzt. Besonders gut gefallen hat mir die Mischung der Geschichte, dass zwar eine Art historisches Bethlehem erzählt wird, aber immer wieder moderne Gegenstände und Gegebenheiten eine Rolle spielen. So wurden wir beim Hören in eine ganz eigene Welt entführt und haben viel gelacht.
Eines meiner Highlights: Die Option, dass die Hirten von Ufos entführt wurden, kommt den Schafe nicht abwegig vor. Neben dem Stall gibt es Glühweinstände (inklusive Kapitalismuskritik), die Schafe haben eine Rechenschwäche, wissen aber, dass Neugeborene alles auf dem Kopf und spiegelverkehrt sehen. Und die Schafe bilden einen Sitzkreis – melden bitte nicht vergessen! Generell nimmt der Autor für die Schafe einige Anleihen beim Verhalten von Kindern und das ist auch für erwachsene Hörende sehr witzig. Oder die Schafe erfahren, was die drei Weisen mitgebracht haben:
„Gold, Weihrauch und Majoran!“
Nach und nach wird so die bekannte Weihnachtsgeschichte Stück für Stück erzählt. Dabei werden die Schafe der Herde mit ihren Besonderheiten vorgestellt. Die Schafe sind in neutraler „es“-Form erzählt und es gibt in Hinblick aufs Gender-Bild einige schöne Besonderheiten, die ich aber wegen Spoilern nicht verraten möchte. Es geht um Vertrauen und Gemeinschaft und auch darum, wie manche Geschichten erst entstehen. Alles passt so toll zu Weihnachten.
Mir gefallen ja Geschichten generell sehr gerne, die auf bekannte Geschichten einen neuen Blickwinkel erzählen. Zur Weihnachtsgeschichte passt das besonders gut, weil sie ja beweist, dass die Kleinen eine sehr große Rolle einnehmen können. Zudem wird auch die Bedrohung durch Herodes auf sehr witzige Weise erzählt. Sogar Ostern wird, wie in der klassischen Geschichte, mitgedacht, denn es gibt ein wiederauferstandenes Schaf.
Fazit
Eine witzige Perspektive auf die Weihnachtgeschichte ergeben für Kinder und Erwachsene ein tolles Hörerlebnis. 5 von 5 Sternen.
- Charles Dickens
Weihnachtserzählungen
(68)Aktuelle Rezension von: Miss_bookaddictedTitel: Weihnachtserzählungen
Autorin: Charles Dickens
Genre: Klassiker
Seitenzahl: 672
Verlag: Anaconda
Erscheinungsdatum: 11.10.2021
In dem Buch sind 9 verschiedene Weihnachtsgeschichten von Charles Dickens in einem Band zusammengefasst. Enthalten sind viele alte Illustrationen der Erstausgaben, die die Geschichten schön untermalen. Der altmodischer Schreibstil war für mich anfangs nicht so einfach, aber wenn man einmal drinnen ist, dann liest es sich ganz gut. Dadurch, dass es viele kleine Geschichten sind, lässt sich das Buch nicht in einem Rutsch durchlesen. Einige Geschichten haben es wirklich in sich und müssen erstmal verdaut werden. Alles in allem ist es eine wundervolle Sammlung von Weihnachtlichen Geschichten, die sich auch wunderbar zum Vorlesen eignen.
Es beginnt mit „Ein Weihnachtslied in Prosa“ von 1843, der bekannten Geschichte rund um den Griesgram Scrooge, der von drei Geistern heimgesucht wird und so lernt Weihnachten zu lieben.
Die zweite Geschichte nennt sich „Die Silvesterglocken“ von 1844 und handelt ebenfalls von Geistern. In der Silvesternacht träumt Toby von seinem eigenen Tod und seinem Leben als Geist. Er sieht was sich seitdem verändert hat: Seine Tochter hat einen Trinker geheiratet und ist unglücklich. Da wacht Toby auf und nimmt sein Leben selbst in die Hand.
„Heimchen am Herd“ von 1845 handelt von Dot und John Peerybingle, die unverhofft einen Fremden bei sich aufnehmen und ein kleines Weihnachtswunder erleben.
„Der Kampf des Lebens“ von 1846 die Geschichte handelt von Marion, die mit Alfred verheiratet werden soll, der Vertrag wird unterschrieben und alles ist besiegelt. In der Zwischenzeit geht Alfred an eine Universität und Marion pflegt Michael Warden, in den sie sich auch verliebt. Michael muss ins Ausland fliehen, da er große Schulden hat und möchte Marion mitnehmen, doch diese bleibt lieber bei ihrer Tante. So gibt sie ihrer Schwester die Chance sich in Alfred zu verlieben. Am Ende geht natürlich alles gut aus und jeder findet sein persönliches Glück.
In „Der Verwünschte“ von 1848 geht es um Professor Redlaw, der seit dem Tod seiner Schwester und seines Schulfreundes sehr gequält wird. Ein Geist bietet ihm an die Quälenden Gedanken von ihm und von allen seinen Mitmenschen zu nehmen. Doch mit ihrem Kummer und der Traurigkeit verlieren die Menschen auch jegliches Mitgefühl und Interesse an anderen. Nun geht es darum dem Irrsinn ein Ende zu bereiten.
„Die Geschichte des armen Verwandten“ von 1852: Am Karminfeuer erzählen sich die Gäste eines Hauses Geschichten. Der arme Verwandte Michael beginnt von seinem armseligen Leben zu erzählen, von seinem Onkel, der ihn enterbt hat, seine Braut, die ihn verließ und von seinem Partner, der ihn aus der Firma drängte. Anschließend erzählt er seine Version der Geschichte, in der es ihm deutlich besser geht. Eine Fantasie, um mit dem eigenen Leid umgehen zu können.
„Die Geschichte des Schuljungen“ von 1853: Am Karminfeuer erzählen sich die Gäste eines Hauses Geschichten. Ein junger Mann erzählt die Geschichte von Cheeseman einem gemobbten Jungen, dem es in seinem späteren Leben als Lehrer auch nicht besser erging. Einestages kam er nicht mehr zur Schule und seine Peiniger bekamen Angst, er hätte sich Umgebracht. Er hat allerdings ordentlich geerbt und muss deshalb nicht mehr arbeiten. Statt sich nun an seinen Peinigern zu rächen, lädt er sie zu einem großen Festmahl ein und bedankt sich bei ihnen.
In „Mrs Lirripers Fremdenpension“ von 1863 geht es um die gutmütige Witwe Mrs. Lirriper, die einige Menschen in ihrer Pension kennenlernt. Nachdem eine ihrer Mieterinnen bei der Geburt eines Jungen stirbt, zieht sie den kleinen Jemmy zusammen mit einem anderen Mieter, ihrem guten Freund Major groß. Anschließend erzählt der Major einen Rückblick von einem Weihnachtsfest zu dritt, bei dem es gemütlich zu geht.
Die letzte Geschichte „Doktor Marigold” aus dem Jahre 1865 handelt von Doktor Marigold, der seine Familie und seinen Hund verliert. Auf einem Jahrmarkt findet er ein taubstummes Mädchen, dass seiner toten Tochter sehr ähnlichsieht. Er kauft sie und ersetzt somit seine Tochter. Er kümmert sich gut um das Mädchen, dass sich wenig später in einen taubstummen Mann verliebt.
- Petra Hartlieb
Ein Winter in Wien
(120)Aktuelle Rezension von: sansolWien, im Dezember 1911. Marie arbeitet als seit kurzem als Kindermädchen im Haushalt des Schriftstellers Arthur Schnitzler. Sie ist noch jung, kommt vom Lande und hatte keine glückliche Kindheit daher ist sie sehr froh über ihre aktuelle Stelle. Als sie ein Buch abholen muss lernt sie den jungen Buchhändlergehilfen Oskar kennen.
Es handelt sich um ein kurzes Buch (176 Seiten), das wie ich finde den Charme der Zeit wiederspiegelt. Besonders gefallen haben mir die historisch korrekten Schilderungen um Arthur Schnitzler und Wien. Die Charaktere waren sympathisch und authentisch dargestellt, der Schreibstil sehr angenehm zu lesen.
Ein sehr nettes Buch für zwischendurch und der Auftakt einer kleinen Reihe.
- Jo Berger
Schneeflockenküsschen
(78)Aktuelle Rezension von: Katharina83Ein sehr schönes Buch was die Weihnachtsgeschichte gut umgesetzt hat.
Mir hat Bezug zum heutigen Leben gut gefallen. Auch die schwierigen die der Engel hatte wahren so real. Ich konnte herrlich in die Weihnachtszeit abtauchen.
- Angela Troni
Kater Anton und das Weihnachtsglück
(36)Aktuelle Rezension von: GothicQueenDieses Buch war ein Spiontankauf und ich habe es nicht bereut. Passend zur Weihnachtszeit habe ich es direkt gelesen. Es geht um den Kater Anton, der mit seiner Besitzerin Ella nach Frankreich zieht. Diese möchte mit ihrem neuen Freund Xavier den Dezember verbringen, um auszutesten, ob es zwischen ihnen klappt, bevor sie komplett zu ihm zieht. In der Ferienwohnung, in der sie wohnen, ist eine Backstube. Sie wird von einer älteren Dame geführt, die dort mit ihrer Enkelin Manon arbeitet. So richtig arbeiten kann Manon noch nicht, denn sie ist noch ein Kind und geht zur Schule. Dennoch hilft sie fleißig mit. Die Bäckerei ist schon seit vielen Jahren in der Familie und Manon soll einmal das Familienrezeptbuch erben. Solang muss die alte Bäckersfrau noch warten, denn Manons Eltern sind gestorben. Wenn da nicht der Großbäcker wäre, der es auf die alte Bäckerei abgesehen hätte... Zum Glück ist da noch Anton, der am Ende des Buches als Held hervorgeht und die Bäckerei rettet. Eine wirklich schöne Geschichte. Die Autorin weiß, wie man Katzengesten und -mimiken beschreibt, dass man als Leser sofort alles vor sich sieht. Ich kann das Buch Katzenliebhabern empfehlen, die auch ein kleines bischen auf Romantik stehen.























