Bücher mit dem Tag "weimarer republik"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "weimarer republik" gekennzeichnet haben.

388 Bücher

  1. Cover des Buches Als wir unsterblich waren (ISBN: 9783426512067)
    Charlotte Roth

    Als wir unsterblich waren

     (235)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa
    Selten habe ich so ein schön geschriebenes Buch über den Ersten Weltkrieg gelesen, man kann sich gut in die Charaktere hineinversetzten und mit ihnen mitfühlen.
    Die junge Paula setzt sich für Frauenrechte und Arbeitsrechte ein. Sie will betroffene Frauen helfen und mietet dafür in den schweren Zeiten Notwohungen für die Frauen und deren Kindern ein. Doch als die Lage in Berlin schwerer wird, sind auch Paulas Mittel begrenzt und sie muss Wohnungen aufgeben. Bis Hitler an die Macht kommt.

    Der Roman ist sehr schön geschrieben, dass Buch lässt sich gut lesen, so dass man es eigentlich gar nicht aus der Hand legen möchte. Dies ist mein erstes Buch der Autorin, aber aufjedenfall nicht mein letztes!!
  2. Cover des Buches Der Steppenwolf (ISBN: 9783518463550)
    Hermann Hesse

    Der Steppenwolf

     (1.240)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

                


     Mannometer - Harry Haller ist ja so ein unsympathischer Miesepeter :-(

    Das ganze Buch triefte für mich nur so vor Unzufriedenheit und Bitterkeit, dass ich fast Lust hatte, es wie ein Baby im Arm zu wiegen und zu sagen: "Na na na, wer will denn da gleich weinen. Es wird doch alles wieder gut."

    Klassiker sind einfach nicht so meins, auch wenn die Worte noch so kunstvoll verwoben sind. Aber ich bleibe dran, irgendwann wird auch einer für mich dabei sein.

    Zwei schöne Zitate konnte ich dennoch finden:

    "Nun, jeder hat sein Los, und leicht ist keines."

    "Mochte das nun hohe Weisheit sein oder einfachste Naivität: wer so den Augenblick zu leben verstand, wer so gegenwärtig lebte und so freundlich-sorgsam jede kleine Blume am Weg, jeden kleinen spielerischen Augenblickswert zu schätzen wußte, dem konnte das Leben nichts anhaben."
  3. Cover des Buches Gut Greifenau - Morgenröte (ISBN: 9783426521526)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Morgenröte

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Lerchie

    1918 soll es Frieden mit Russland geben. Auf Konstantin ist ein Mordanschlag verübt worden und es ist fraglich, ob er dies noch erleben wird. Doch die Dorflehrerin Rebecca Kurscheid pflegt ihn aufopferungsvoll.   Das Gut ist hoch verschuldet und der Graf ist verzweifelt. Gräfin Feodora will Katharina zur Hochzeit mit  dem schauderhaften Kerl Ludwig, einem Neffen des Kaisers, zwingen.  So soll Greifenau überleben. Doch Katharina ist unsterblich verliebt in Julius, einen Industriellensohn. Sie flieht kurz vor der Hochzeit. Aber in Berlin gerät sie in die wirren der Novemberrevolution. Der Kaiser ist  geflohen und der Krieg zu Ende.

     

    Meine Meinung

    Das Buch schließt nahtlos an den zweiten Band an. Ich hatte keine Probleme wieder in die Geschichte hinein zu kommen. Durch den angenehm unkomplizierten Schreibstil der Autorin – es gab keine Unklarheiten i9m Text – konnte ich das Buch auch leicht und flüssig lesen. Nichts störte den Lesefluss.  Auch konnte ich mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Katharina, die wie eine Gefangene gehalten wurde, weil sie den Prinzen nicht heiraten wollte. Doch mit einer List gelang ihr letztendlich die Flucht. In Konstantin, der Rebecca trotz ihres Widerstandes unbedingt heiraten wollte. Der von ihr gepflegt wurde, wovon niemand wissen durfte. Warum? Das soll der geneigte Leser bitte selbst lesen. In Alexander, Katharina half, so gut er konnte und von ihr ein Versprechen dafür bekam. Wen ich nicht sonderlich mochte, war die hochnäsige Tochter Anastasia, die gut verheiratet war, die Gräfin selbst, die nicht wahr haben wollte, was dieser Lümmel Ludwig von Preußen für ein Mensch war und ihre eigene Tochter für Geld opfern wollte, letztendlich noch Nikolaus, der nicht viel besser war.  Den Grafen mochte ich auch nicht sehr, denn er ließ sich von seiner Frau mitziehen.  Die Bediensteten waren mir durchweg sympathisch, zumindest in diesem Buch. Es ist spannend geschrieben vom Anfang bis zum Ende. Das Buch hat mich gefesselt und ich bin richtig in die Geschichte eingetaucht. Von der historischen Seite her habe ich einiges erfahren, was ich noch nicht wusste. Es hat mir sehr gut gefallen und mich gut unterhalten. Daher von hier eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

  4. Cover des Buches Goldstein (ISBN: 9783462043235)
    Volker Kutscher

    Goldstein

     (185)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Dies ist der dritte Band um den Berliner Kommissar Gereon Rath, erschienen erstmals 2010, verfilmt unter dem Titel Babylon Berlin in 2020, was die die Serie berühmt machte. Die wesentliche Handlung beschränkt sich auf einen Zeitraum vom 27.06.1931 und dem 18.07.1931. Ein Tag im September wird dann am Ende noch angefügt. Zwischen den Ereignissen des zweiten und dieses dritten Bandes liegen also eineinhalb Jahre.

    Auch dieser Band ist in sich abgeschlossen, es wird aber immer wieder Bezug genommen auf Ereignisse aus den beiden Vorgängerbänden und die handelnden Personen entwickeln sich weiter. Es ist daher sinnvoll, die Bände in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Wie bereits in den Vorgängerbänden sind die historischen Details genau wiedergegeben, diesmal aber nicht so zahlreich. Es werden im Grunde nur die Unruhen und Auseinandersetzungen zwischen den Nazis und den Kommunisten sowie die gegenseitige Bekämpfung der Ringvereine erwähnt.

    Die erzählte Geschichte ist kompliziert mit sehr vielen handelnden Personen und auch die Zahl der Morde ist hoch. Doch es gelingt Kutscher alle gesponnenen Fäden am Ende auch logisch aufzuklären und zu einem Ende zu führen. Das Aufkommen der Nationalsozialisten ist in diesem Band deutlich zu spüren, die sogenannten Kurfürstendamm-Krawalle am 12.09.1931 sind historisch belegt und deuten bereits an, wie es weitergehen wird. Wie es Kutscher immer wieder schafft, historisch belegte Ereignisse elegant in seine Geschichten einzubinden ohne dass das bemüht wirkt, ist große Schriftstellerkunst.

    Mit gefällt auch gut, dass der Autor die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so dass man als Leser unterschiedliche Blicke auf die Handlung und die Gefühlswelt werfen kann, was insbesondere bei den Streitereien zwischen Charlotte und Gereon ganz erhellend ist.

     So manchen Schlenker im Fortgang der Geschichte hätte sich Kutscher allerdings sparen können, diese wirken deplatziert und wie Füllmaterial. Ich denke dabei z:B. an die Episode, als eine Hauswirtin ihren unschuldigen Mieter Fleming verdächtigt oder auch die Geschichte um den ermordeten Heinrich Beckmann.

    Insgesamt aber gut gelungen. Vier Sterne von mir.

  5. Cover des Buches Wenn Martha tanzt (ISBN: 9783471351673)
    Saller

    Wenn Martha tanzt

     (107)
    Aktuelle Rezension von: law-and-words

    Enthält Spoiler (am Ende)

    "Wenn Martha tanzt" erzählt die Lebensgeschichte von Martha, die 1900 in einem kleinen Dorf von Pommern aufgewachsen ist und anschließend im Bauhaus in Weimar ihre Leidenschaft zum Tanz entdeckt hat. Marthas Leben wird anhand einer Notizbuches, das Jahre später gefunden wird rekonstruiert. Dabei wird tatsächliches Geschehen, mit Fiktion verwoben.


    Das Leben und die Erfahrungen von Martha haben mich berührt. Die Geschichte bringt einen in vielen Bereichen zum nachdenken. Es ist spannend zu erfahren, wie es im Bauhaus abgelaufen ist und wie der Nationalsozialismus sich auf Marthas Leben in dem kleinen Dorf Türnow ausgewirkt hat. Besonders gut gelungen finde ich die zwei Ebenen der Geschichte. Auf der einen Seite wird Marthas Leben dargestellt und auf der anderen Seite die Auswirkungen die der Fund des Notizbuches haben. Auch der Schreibstil hat mir grundsätzlich gut gefallen, lediglich die Darstellung von Marthas Kindheit erschien mir etwas wirr und hat mir den Einstieg in den Roman schwer gemacht. Zum Glück bin ich dran geblieben, denn ab Marthas Jugend ist der Erzählung gut zu folgen. 


    Abgesehen von dem schwierigen Einstieg stellt auch das Ende einen Kritikpunkt für mich dar. Ich empfinde nicht das ganze Ende als misslungen, ein Teil wird schon früh angeteasert und passt für mich sehr gut zu der gesamten Geschichte und Marthas Persönlichkeit. SPOILER: Ein bisschen zu viel war mir allerdings die Verbindung zu 09/11, dieser Part hat für mich nicht zu dem Buch gepasst und einen faden Beigeschmack hinterlassen.

  6. Cover des Buches Gut Greifenau - Goldsturm (ISBN: 9783426525449)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Goldsturm

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Martina1964

    Leider hat mich dieses Buch nicht bekommen können. Vielleicht lag es daran, dass es nicht der 1. Teil einer Serie war, ich kann es mir nicht so ganz erklären. Der Aufbau des Buches war gut, aber ich konnte mich mit den Charakteren nicht anfreunden oder identifizieren. Ich habe schon viele Bücher aus dem 18. oder 19. Jahrhundert gelesen, aber hier kam ich einfach nicht hinein. Die Buchaufmachung (Cover) finde ich gut gestaltet und hat mich auch angesprochen und ich musste immer wieder größere Pausen machen, da es mir auch ein wenig langweilig geschrieben erschien.

    Mein Fazit ist: Ich kann dieses Buch leider nicht weiter empfehlen und würde mir auch die vorherigen Teile nicht kaufen wollen.

  7. Cover des Buches Wo wir Kinder waren (ISBN: 9783749900008)
    Kati Naumann

    Wo wir Kinder waren

     (109)
    Aktuelle Rezension von: ann-marie

    Der Autorin, Kati Naumann, die mich bereits mit ihrem Debütroman "Was uns erinnern lässt" überzeugt hat, gelingt es auch in ihrem weiteren historischen Roman, gelebte und realistische ostdeutsche Geschichte vor mir aufleben zu lassen. Dieses mal mit Hilfe der fiktiven Familie Langbein, die über Jahrzehnte äußerst erfolgreich eine Spielwarenfabrik in der ostdeutschen "Spielzeugstadt" Sonneberg führten und überwiegend Puppen herstellten. Dabei wird die Autorin mit Sicherheit auf die eigene Familiengeschichte zurückreifen können, was dem Roman Authentizität und Glaubwürdigkeit verleiht.

    Erzählt wird die Geschichte der Familie Langbein in zwei Handlungssträngen: in der Gegenwart sind die Cousinen bzw. Cousin Eva, Iris und Jan damit beschäftigt, das sich noch immer im Familienbesitz befindliche Stammhaus auszuräumen. Wobei Eva und Jan in dem Gebäude aufgewachsen sind und Iris, die im Westen Deutschlands beheimatet ist, lediglich einmal Sommerferien in Sonneberg verbracht hat …

    Als weiteren Erzählstrang wird die Geschichte der Vorfahren erzählt. Wobei sehr wertschätzend und empathisch die Entstehung und der dann folgende überaus erfolgreiche Aufstieg des Unternehmens sehr gekonnt mit Fragestellungen aus der "Ausräumaktion" verknüpft und erzählt wird. Denn was eignet sich für Ausflüge in die Vergangenheit der eigenen Familie besser als die Entrümpelung des familiären Stammhauses – Erinnerungen werden im wahrsten Sinne des Wortes wach. Fast 70 Jahre Familien- und Unternehmensgeschichte, durch Kriege, durch Teilung, durch Verstaatlichung des erfolgreichen Unternehmens bis hin zur Wiedervereinigung – ein großer historischer Bogen, den die Autorin meisterhaft zu schlagen und zu verknüpfen weiß. 

    Auch dieser Roman hat mich von Anfang an überzeugt. Gerade weil er mir, die ich nicht in Ostdeutschland aufgewachsen bin, vor allem auch einen Einblick in den Alltag von Familie und einem Unternehmen in diesem Teil Deutschlands zu erhalten. Dabei für mich sehr berührend, lesend miterleben zu müssen, dass im Rahmen der Verstaatlichung der ehemalige Fabrikbesitzer ohne eigenes Verschulden oder Zutun praktisch über Nacht zum Angestellten im eigenen Werk wurde.

    Versöhnend und hoffnungsvoll das Ende des Buches: sind sich doch Jan, Iris und Eva durch ihre gemeinsame Aktion wieder des Kampfgeistes, der Geduld und des Durchhaltevermögens ihrer Familie bewusst, worauf sie sich neu besinnen und der Gedanke an einen Neubeginn stimmt hoffnungsvoll – möge er gelingen, auch wenn es keinen Folgeband gibt, was ich sehr bedaure.

  8. Cover des Buches Gut Greifenau - Silberstreif (ISBN: 9783426525456)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Silberstreif

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Kleine8310

    Lesegrund: 

    Ich mag die Reihe um das “Gut Greifenau” total gerne und daher musste ich natürlich auch wissen, wie die Geschichte in Band 5 weitergehen wird. 

    Handlung: 

    Die Geschichte beginnt im Herbst 1923 und Deutschland befindet sich auf dem Höhepunkt der Hyperinflation und das Geld verliert stündlich seinen Wert, was die Menschen verzweifeln lässt. Auch an den Bewohnern von Gut Greifenau geht die Wirtschaftskrise nicht spurlos vorbei, aber zum Glück gelingt es Konstantin das Familiengut zu retten. Als seine Frau Rebecca ein Mädchen zur Welt bringt, scheint das Glück vollkommen, aber Rebecca hat weiterhin Angst vor Konstantins hinterhältigem Bruder Nikolaus. Auch beim Personal des Guts kommt es zu der einen oder anderen Krise, während Katharina zeitgleich endlich ihren Traum vom Medizinstudium zu verwirklichen scheint.

    Schreibstil: 

    Der Schreibstil von Hanna Caspian hat mir erneut richtig gut gefallen. Ich mag die Beschreibungen der Autorin wirklich gerne, weil sie toll bildhaft und atmosphärisch schreibt, ohne, dass es zu langatmig wird. Eine perfekte Mischung. 

    Charaktere: 

    Mit der Ausarbeitung der Charaktere konnte mich die Autorin ebenfalls wieder überzeugen. Ich mag die facettenreichen Charaktere und besonders schön finde ich, wie Hanna Caspian die persönlichen Entwicklungen der verschiedenen Figuren darstellt. 

    Spannung: 

    Der Spannungsbogen ist auch in diesem Teil der Reihe gut gehalten worden. Besonders die verschiedenen Erzählstränge erhöhen die Spannung und haben mir viel Freude bereitet, sodass ich das Buch nur selten aus der Hand legen wollte. 

    Emotionen: 

    Die Emotionen bringt Frau Caspian vorwiegend durch die Erlebnisse und Gefühle der Charaktere rüber und das ist ihr, in meinen Augen, sehr gut gelungen. Ich habe mit einigen Charakteren mitgefühlt und auch die Zeit, in der die Geschichte spielt, weckt einiges an Emotionen. 

    “Gut Greifenau – Silberstreif” ist eine wunderbare Fortsetzung, die mit einer spannenden Handlung und tollen Entwicklungen der Charaktere zu überzeugen und zu unterhalten weiß! 

    Meine Bewertung: 5 von 5

  9. Cover des Buches Die Mittagsfrau (ISBN: 9783596175529)
    Julia Franck

    Die Mittagsfrau

     (390)
    Aktuelle Rezension von: Bibi1999

    Helene wächst zu Zeiten des ersten Weltkrieges auf. Während des zweiten Weltkrieges bekommt sie einen Sohn und bringt ihn und sich durch die Kriegsjahre. Nach dem Krieg als alles möglich schien, lässt sie ihn alleine am Bahnsteig zurück. 

    Das Buch umfasst 430 Seiten. Das Buch beginnt mit dem Prolog, welcher einige Jahre später spielt, wie das erste Kapitel beginnt. 

    Der Start in die Geschichte fällt leicht. Verwirrend ist jedoch, dass die wörtliche Rede nicht als solche gekennzeichnet ist. Dadurch kam ich relativ langsam im Buch voran, da es schwierig war zu erkennen, wann etwas gedacht wurde und wann nicht. Helene war mir sehr sympathisch und ich konnte viele ihrer Handlungen nachvollziehen

    Leider passierte der Inhalt des Klappentextes erst ziemlich zum Schluss der Geschichte, was ich sehr schade fand. Zu diesem Zeitpunkt war mir Helene auch nicht mehr wirklich sympathisch. Die Emotionen waren etwas kurzgehalten. Zwischendurch war es leider etwas ziehend.

    Abschließend betrachtet war es ein nettes Buch für zwischendurch, welches meine Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte.

  10. Cover des Buches Amalientöchter (ISBN: 9783746635088)
    Joan Weng

    Amalientöchter

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Monika58097

    Das Jahr 1918. Klara, eine junge Frau, die vor Leben und Ideen nur so sprüht. Der Krieg ist vorbei und tatsächlich gibt es endlich ein Wahlrecht für Frauen! Der Beginn der Emanzipation, doch bei näherem Hinsehen dann doch oft nur auf dem Papier, doch Klara möchte etwas bewegen. Sie folgt ihrer großen Liebe Fritz nach Berlin, ein Arzt, der sich um die Armen kümmert, doch das Leben in Berlin ist nicht ungefährlich. Unruhen und Kämpfe überall, doch Klara träumt von Emanzipation und Selbstbestimmung. Sie möchte so sein wie Anna Amalia, die einst allein nach Italien reiste. 

    Klara schreibt inzwischen für eine reine Frauenzeitschrift, doch als es in Berlin immer schlimmer wird, hört sie auf Fritz und kehrt nach Weimar zurück. Schließlich kann sie ihre Artikel auch hier schreiben, doch schnell fehlt ihr das quirlige Hauptstadtleben. In Weimar fühlt sie sich eingeengt. Sie möchte ihr eigenes Geld verdienen und nicht die brave Arztgattin sein. Der Zeichner Max bestärkt sie darin und auf einmal wird ihr bewusst, dass er ihr viel mehr bedeutet. 

    "Amalientöchter" - Joan Weng versteht es wieder einmal hervorragend, den Leser in eine vergangene Zeit zu entführen. Durch sie wird diese Zeit wieder lebendig. Die Anfänge der Emanzipation, das Wahlrecht für die Frauen - für uns heute selbstverständlich, doch die Frauen damals mussten dafür kämpfen. Joan Weng, diesmal sehr politisch, aber auch sehr spannend. Die Autorin versteht es einfach, den Leser zu fesseln.

    Das Ende lässt dennoch einige Fragen offen, so dass ich hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird. 

  11. Cover des Buches Das Jahrhundertversprechen (ISBN: 9783548289663)
    Richard Dübell

    Das Jahrhundertversprechen

     (80)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    "Das Jahrhundertversprechen" ist der Abschluss der Jahrhundert-Trilogie von Richard Dübell. 

     

    Wir befinden uns im Berlin der anfänglichen 20er Jahre. Die Familie Briest ist wieder mit von der Partie. Hermine und Otto stehen kurz vor dem Bankrott. Luisa ist das alles egal, sie möchte ihren Traum vom Film verwirklichen, Filmstar werden. Sie liebt Max Brandow, einst Gassenjunge und nun mit einer großen Zukunftsvoraussage als Rennfahrergenie. Doch hat die Liebe eine Chance ???

     

    Diese Zeit kurz nach dem ersten Weltkrieg ist eine ganz besondere - noch geprägt von den Schrecken des Krieges leben die Charaktere in der Weimarer Republik. Der historische Kontext ist sehr gut in die fiktive Handlung eingebunden. 

     

    Leseprobe:
     =========

     

    Max hatte zwei Wochen gebraucht, um Viktor so weit zu bringen, dass er den Opiumgebrauch und den Alkoholkonsum etwas zurückfuhr. Er war jetzt in der Lage, auch längeren Erklärungen zu lauschen, ohne dabei abzudriften, und was noch besser war: Er konnte das, was er gehört hatte, auch behalten und sich seine eigenen Gedanken darüber machen. 

     

    Der Stil des Autors gefällt mir immer wieder sehr gut, er ist auch hier beim fulminanten Abschluss der Trilogie wieder ein extrem passender für das Genre, für die Zeit, in der die Handlung angesiedelt ist und für die Thematik, die im dritten Roman der Reihe weitergeführt und zum Höhepunkt gebracht wird. Spannend von Beginn bis Ende hat mich die Geschichte fasziniert, ich hatte schon sehnsüchtig darauf gewartet, dass ich das Buch lesen kann, um zu wissen, wie es mit den Charakteren und ihrer Geschichte weitergeht, alles ist schlüssig und glaubwürdig und lebendig an die Leserin/den Leser gebracht.

     

    Wunderbar, schade, dass man die Familie nicht noch weiter begleiten kann.

  12. Cover des Buches Im Lautlosen (ISBN: 9781542045964)
    Melanie Metzenthin

    Im Lautlosen

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Lesefee2305

    „Ich will den Menschen helfen, die sonst keine Stimme haben. Und wenn ich ihnen nicht helfen kann, will ich wenigstens dafür sorgen, dass sie ein menschenwürdiges Leben führen können.“

     

    „Im Lautlosen“ ist ein historischer Roman von Melanie Metzenthin. Er erschien im Juli 2017 im Tinte und Feder Verlag von Amazon Publishing und ist der erste Band der „Leise Helden-Reihe“. Er kann unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden.

    Paula und Richard lernen sich 1926 in Hamburg kennen und lieben. Beide sind angehende Ärzte und möchten als Psychiater arbeiten. Während Paula mit dem klassischen Rollenbild der Frau zu kämpfen hat, beobachtet Richard mit Sorge, wie manche Kollegen die „Vernichtung von lebensunwertem Leben“ propagieren und lehren. Als die Nationalsozialisten an die Macht kommen wird auch die Bedrohung für Paula und Richard größer, denn ihr Sohn ist gehörlos geboren und daher in großer Gefahr. Um ihre Familie zu schützen gehen sie große Risiken ein und versuchen gleichzeitig auch andere Menschen vor dem grausamen Schicksal zu bewahren, was wiederum eine große Bedrohung für sie selbst darstellt…

     

    Melanie Metzenthin schafft es mit ihrem Roman erneut, mich sofort in den Bann zu ziehen. Auf bewegende und berührende Art und Weise schildert sie, wie Paula und Richard Hellmer sich kennen und lieben lernen. Beide sind sehr empathische und sympathische Menschen, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen und versuchen ihnen zu helfen. Nächstenliebe wird bei ihnen großgeschrieben und nicht umsonst, haben sie sich dem Arztberuf verschrieben.

    Umso schlimmer ist es für die beiden, als ihnen klar wird, dass die Nationalsozialisten körperlich und geistig behinderte Menschen systematisch ermorden. Als ihr Sohn Georg gehörlos geboren wird, stehen auch er im Fokus des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ und ist somit in größter Gefahr. Mit viel Einsatz und Mut versuchen Paula und Richard dennoch, nicht nur Georg zu beschützen, sondern auch weitere Menschen vor der Willkür der Nationalsozialisten zu retten. Gerade Richard bringt sich mit seinen Handlungen jedoch in große Gefahr und kann sich schließlich nur durch die Unterstützung seines besten Freundes Fritz retten…

    Die Entscheidungen, vor denen Richard und Paula stehen sind einfach nur schrecklich und unvorstellbar. Es ist mir unbegreiflich, wie man entscheiden kann, wer stirbt und wer lebt – und gerade deshalb habe ich größten Respekt vor Menschen, die genau dies in der Realität des Dritten Reiches taten und damit Leben retteten! Melanie Metzenthin verpackt dieses furchtbare Thema in ihrem Roman aber sehr gut. Medizinische sowie ethische Aspekte werden veranschaulicht, aber auch die Gefühle von Richard und Paula werden mehr als deutlich. Auf interessante und gleichzeitig bewegende Weise schildert die Autorin diese Taten in ihrem fiktiven Roman. Der Widerstand von Paula und Richard ist dabei eher lautlos, aber dennoch unglaublich wirksam und mutig. Mir hat dieses Romanthema sehr zugesagt, da ich bisher nur wenig über die Verfolgung körperlich und geistig behinderter Menschen im Nationalsozialismus wusste.

    Zudem spielen Familie und Freundschaft eine große Rolle im Roman, denn ohne den Zusammenhalt und die Hoffnung auf bessere Zeiten, wäre die Familie wohl kaum durch diese schwere Zeit gekommen…

    Die Darstellung der Figuren ist insgesamt sehr authentisch und realistisch, die Charakterisierung auch bei den Nebenfiguren sehr gut gelangen. Gerade der beste Freund von Richard, Fritz Ellerweg, gefällt mir sehr gut. Er hat einen unglaublichen Optimismus und sieht die Dinge immer von der positiven Seite. Doch auch mit ihm meint das Leben es nicht immer gut und auch sein Schicksal kann er nur durch die Unterstützung seiner Freunde ertragen.

    Auch der Schreibstil ist unglaublich flüssig und mitreißend, die Darstellung der Ereignisse bildlich und authentisch. Historische Ereignisse und echte Personen werden in die fiktive Handlung eingebaut, ein Nachwort rundet die historische Einordnung ab.

    Gefallen hat mir zudem die Einbindung des Buchtitels in den Roman, da die Handlungen von Paula und Richard eher lautlos helfen, aber dennoch so unglaublich wichtig sind.

    Als einzigen Kritikpunkte habe ich mal wieder, dass im Roman selbst nicht erkennbar ist, dass das Buch zu einer Reihe gehört. Dies finde ich immer sehr schade, denn ich denke, dass so der ein oder andere Leser übersieht, dass es Folgebände gibt oder eben auch die Folgebände kauft und erst später feststellt, dass es vorherige Bände gibt. Ich würde mir hier eine klare Beschriftung am Buchanfang wünschen.

     

    Mein Fazit: Ein gut recherchierter und mitreißend geschriebener historischer Roman mit einem wichtigen Thema. Ich habe ihn sehr gerne gelesen und vergebe 5 von 5 Sternen!

  13. Cover des Buches Der nasse Fisch (ISBN: 9783492315944)
    Volker Kutscher

    Der nasse Fisch

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Warum dieses Buch?

    Ich hatte ein wenig gezögert, denn Hypes mag ich nicht besonders und die Gereon-Rath-Serie ist die Grundlage für die viel gepriesene TV-Serie 'Berlin Babylon'. Aber warum nicht mal Band 1  ausprobieren?

    Worum geht es?

    Was der Titel bedeutet, ist schnell klar: ein 'nasser Fisch' ist bei der Mordkommission Berlin-Alexanderplatz, 'die Burg' genannt, ein ungeklärter Fall. Hier handelt es sich um mehrere Fälle, mehrere Handlungsfäden, die ein kompliziertes, raffiniertes Geflecht ergeben, und das alles im Berlin der späten zwanziger Jahre (1929), einer unglaublich interessanten und gefährlichen Zeit.

    "Spree-Athen ist tot und Spree-Chicago wächst heran." (Walter Rathenau)

    Es ist eine Zeit der krassen sozialen Gegensätze, die Zeit der Straßenkämpfe zwischen aufkommenden nationalsozialistischen Gruppierungen und solchen am äußeren linken Rand, Sozialisten und Kommunisten. Es ist die Zeit prekärer Wohnverhältnisse auf der einen und krassem Clubgeschehen mit reichlich Kokain und Alkohol auf der anderen Seite.

    In dieser für ihn erst mal ungewohnten Welt agiert die Hauptperson, der junge Kommissar Gereon Rath, aus dem provinziellen Köln stammend, den es aus Gründen, die für den weiteren Fortgang der Handlung eine gewichtige Rolle spielen, nach Berlin verschlagen hat. Leider muss er bei der Sittenpolizei arbeiten, obwohl er eigentlich mit Mordfällen befasst war. Er hat den Ehrgeiz, schnell wieder dorthin zu kommen, zumal der legendäre, wegen seiner Beleibtheit 'Buddha' genannte Gennat (den es wirklich gab) der Chef ist.

    Die Handlung nimmt zunehmend Fahrt auf und Gereon Rath gerät in Schwierigkeiten, sowohl beruflich als auch privat. Es macht einen Teil der Spannung aus, darum zu bangen, ob er sich aus diversen Dilemmata angemessen befreien kann. Mehr kann und soll nicht verraten werden...

    Meine Meinung

    Nach einem dramatischen Beginn (einer Art Prolog) hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, mich in die leicht langweilig fortschreitende Geschichte einzufinden, zumal ziemlich viele Personen auftraten, für die ich mir vorne ein Verzeichnis gewünscht hätte. Ich kann allerdings nur davon abraten, die entsprechende Webseite aufzurufen, denn zack - ohne es zu wollen – hatte ich schon einen Satz gelesen, der etwas über den weiteren Fortgang verrät.

    Man muss bedenken, dass es der erste Band einer mehrteiligen Reihe ist und man sich erst an das Setting, die Zeit und vor allem die Personen gewöhnen muss. Nach diesen anfänglichen leichten Schwierigkeiten zog mich die Geschichte jedoch mehr und mehr in ihren Bann, zumal auch ein Schuss Liebesgeschichte das Ganze würzt. Es wird zunehmend spannender und gefährlicher für Gereon Rath und der Leser fragt sich, wie er sich aus diversen Verwicklungen befreien wird und ob überhaupt.

    Wenn man ein gewisses Maß an Interesse für politische, zeitgeschichtliche Hintergründe aufbringt, wird einen dieser Krimi / Roman nicht mehr loslassen. Ich jedenfalls freue mich schon jetzt auf den nächsten Band.

  14. Cover des Buches Die Akte Vaterland (ISBN: 9783462046465)
    Volker Kutscher

    Die Akte Vaterland

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Dies ist der vierte Band um Kutschers Ermittler Gereon Rath. Er spielt im Sommer 1932 in Berlin und Ostpreußen. Sieht man von Prolog und Epilog ab, beschränkt sich die Handlung auf einen Zeitraum von einem Monat. Erstmals ermittelt Gereon Rath in diesem Band außerhalb Berlins, nämlich in Ostpreußen in und um Treuburg bzw. Marggrabowa, dem heutigen Olecko in Masuren.

    Wie immer versteht es Kutscher ausgezeichnet fiktive Ereignisse in echte historische Ereignisse einzubetten. Da wirkt nichts bemüht oder gekünstelt, das fügt sich harmonisch zusammen. Die damalige Zeit wird in den Geschichten sehr lebendig vor den Augen des Lesers. Besonders toll finde ich auch die Webseite https://www.nianli.de/ mit historischen Karten und Schauplätzen der Krimireihe, wo man auch Infos über die entsprechenden Gebäude und nicht selten eine Verlinkung zur Wikipedia findet. Ich weiß nicht, ob das die private Seite eines großen Fans ist oder etwas Offizielles, aber es lohnt sich, die Ereignisse dort mit zu verfolgen. Allerdings besteht Spoilergefahr, wenn man noch nicht weit im Buch ist.

    Die Handlung an sich fand ich in diesem Band weniger komplex, als in den vorangegangenen Bänden, was aber der Spannung keinen Abbruch tut, zumal der Autor auch falsche Fährten legt. Schön finde ich auch, dass es sich um eine echte Reihe handelt, also nicht um eine reine Serie. Die Protagonisten und ihre Beziehungen untereinander entwickeln sich stetig weiter und immer mal wieder  wird auch Bezug auf vergangene Bände genommen. Es ist zwar grundsätzlich möglich, die Bände unabhängig voneinander zu lesen, aber man beraubt sich selbst eines Teils des Lesevergnügens sofern man so verfährt.

    In manchen Momenten erinnert mich das Duo Rath/Marlow an Ian Rankins Rebus/Cafferty. Jedenfalls ist sind beide Verbrecher so gezeichnet, dass der Leser immer mal wieder auch Sympathie für sie empfinden kann.

    Die Romane der Reihe haben bisher eine gleichbleibende Qualität, was auch nicht jeder Autor schafft. Den Showdown am Ende finde ich übertrieben und unwahrscheinlich, aber dieses Manko haben viele Krimis. Dennoch reicht es deshalb nicht für fünf Sterne. 

  15. Cover des Buches Der Untertan (ISBN: 9783423002561)
    Heinrich Mann

    Der Untertan

     (368)
    Aktuelle Rezension von: dot
    Im Roman " Der Untertan" von Heinrich Mann geht es um Diederich Heßling, der zur Zeit des Kaiserreichs am Ende des 19. Jahrhundert lebt. Diederich wächst in einem strengen Elternhaus in Netzig auf, wodurch er früh einen Einblick in die Machtverhältnisse bekommt und sie zugleich zu bewundern beginnt. Durch seinen Werdegang  im Schul- und Militärdienst, sowie im Studium und der Übernahme der Papierfabrik seines Vaters, wird aus ihm ein sehr selbstbezogener Mensch, der seine Vorteile auf Kosten anderer ausspielt und nur jene respektiert, die ihm übergeordnet zu sein scheinen. [...]


    " Der Untertan" ist ein Klassiker, der sehr gut die politischen Verhältnisse des 19. Jahrhunderts verdeutlicht, der aber teilweise wohl auch noch immer als zeitgemäß betrachtet werden kann.
  16. Cover des Buches Menschen neben dem Leben (ISBN: 9783608964097)
    Ulrich Alexander Boschwitz

    Menschen neben dem Leben

     (65)
    Aktuelle Rezension von: ATWOOD94

    Genau wie das zweite Buch von Ulich Alexander Boschwitz, 'Der Reisende', ist dieser Roman sprachlich und literarisch hervorragend. Es finden sich Wahrheiten, die auf seine eigene Weise ausgedrückt, sehr das Hirn und Herz der Leserin und des Lesers berühren. Die eher sachliche Darstellung des Lebens der am Rande der Gesellschaft stehenden Menschen macht es der Leserin und dem Leser möglich, sich diesen ohne Einschränkungen und Vorbehalte zu nähern, und ihnen als Menschen zu begegnen, als 'Menschen neben dem Leben', wie schon der Titel sagt. Die Erzählweise mit dem für den größten Teil des Romans episodenhaft anmutenden Konzentrieren auf die einzelnen Figuren macht es zu einer etwas komplexen Aufgabe, das ganze Aufgebot an Figuren im Blick und im Kopf zu behalten. Zum Ende hin werden diese Figuren zu einem großen Teil zusammengeführt. Hilfreich ist sicher, das Buch zeitnah zu lesen und nicht zu viele Lesepausen einzulegen. Und sich nicht darüber zu sorgen, dass man vielleicht nicht immer jede Figur genau zuordnen kann. Viel wichtiger ist es, diese Figuren als Menschen wahrzunehmen, was den Lesenden dank der außerordentlichen Erzählkunst Boschwitz' definitiv gelingt. Wer sich die Mühe macht, sich auf dieses Ensemble an Figuren einzulassen und ihr Leben betrachtet, wird belohnt mit einem ehrlichen und sachlichen Einblick in Menschen und ihr Leben, der einzigartig ist und die Atmosphäre und das Leben zu einer Zeit darstellt, die für uns heute häufig schwer vorzustellen und nachzuvollziehen ist. Das Elend wird greifbar, eben weil das Buch nicht sentimental und vordergründig emotional ist. Wie auch 'Der Reisende' ist dieses Buch eine absolute Empfehlung! Ich bin sehr froh, dass der Herausgeber endlich die deutschen Originalmanuskripte so hervorragend lektoriert veröffentlicht hat.

  17. Cover des Buches Das kunstseidene Mädchen (ISBN: 9783548609041)
    Irmgard Keun

    Das kunstseidene Mädchen

     (169)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Das kunstseidene Mädchen Doris besticht durch ihre Witzigkeit und ihre ungehaltene Sehnsucht nach Glanz und dem Leben in einer besseren Gesellschaft. Die leichte und naive aber durchaus kluge junge Frau träumt von einem Leben als Filmstar in der Grossstadt Berlin. Sie möchte um jeden Preis den ärmlichen familiären Verhältnissen entfliehen und versucht auf jede erdenkliche Weise ihre Ziele zu erfüllen. Dies geschieht mitunter zahlreichen Liebesgeschichten, Enttäuschungen, Verletzungen und dem unerbittlichen Verlangen, sich in einer männerdominanten Gesellschaft mit allen Mitteln durchzuschlagen. Sie entlarvt mit ihrer lasziven Eigenart so manchen Grossindustriellen oder Möchtegern. Mit ihrem ungebrochenen Humor und einer grossen Sensibilität behauptet sie stets ihre eigene Existenzberechtigung und überwindet damit letztlich eine grosse Einsamkeit.


    Ein wunderbares Buch, wenn man sich auf die teils unkorrekte Sprache (so redet Doris) einlässt.

  18. Cover des Buches Das Glück ist ein flüchtiger Vogel (Familie Pauly-Saga, Band 1) (ISBN: 9781980919421)
    Anne Stern

    Das Glück ist ein flüchtiger Vogel (Familie Pauly-Saga, Band 1)

     (19)
    Aktuelle Rezension von: winniehex

    Berlin in den goldenen 20er Jahren, Margarethe Pauly ist eine junge Pianistin aus jüdischem gutem Hause. Ihr Vater ist ein anerkannter Bankier und möchte seine Tochter in ein angesehenes Haus verheiraten. Margarethe ist ein junges Mädchen, dass mitten im krisengeschüttelten Berlin der Weimarer Republik einfach nur Leben möchte, sich ausprobieren. Das biedere Leben, welches ihrer Eltern für Sie ausgesucht haben, kann Sie nur schwer akzeptieren. Mit Chauffier Dame geht Sie das Risiko rein und bricht aus ihrem Leben für einen Abend aus und trifft dabei auf den Arbeiterjungen Eli. Er ist so anders als die Männer, die Sie aus der gehobenen Gesellschaft kennt, er zeigt ihr Berlin, dass Leben und auch die Liebe. Sie verliebt sich in den charmanten und zugleich frechen Kerl, aber diese Liaison bleibt nicht ohne Folgen und Margarethe steht vor der Hochzeit, Eli ist aufgebrochen in ein neues Leben und ihr Elternhaus kurz vorm Zusammenbrechen. Nun muss Sie handeln, entscheiden und dass nicht für sich!

    Anne Stern, eine Autorin, die mit Sprache und Schrift eine Geschichte niederschreibt die nicht nur das Herz berührt, sondern auch den Verstand.

    Ich habe schon „Die Asche des Flieders“ gelesen, da war ich schon begeistert. Diese Mischung der alten und neuen Sprache hat mich als Leser mitgenommen in diese unglaubliche Zeit. Durch den Schreibstil hat man wirklich das Gefühl mit den Figuren durch diese Zeit zu wateten.

    Margarethe ist ein junges Mädchen, dass ausbrechen möchte aus ihrem goldenen Käfig. Sie möchte keine Pflichten und Verbindungen zur gehobenen Gesellschaft Berlins. Der schöne Vogel kostete von der Freiheit und kann sich nur schwer vorstellen sich an einen biederen Geschäftsfreund ihres Vaters zu binden, zu mal dieser ein klares Ziel für Margarethe hat.

    Eli der Junge aus dem Gossenviertel Berlins zeigt Margarethe ein einfaches und unbeschwertes Leben, aber auch ein hartes Leben. Denn er arbeitet für seine ganze Familie, diese wurde verführt von dem Duft der aufstrebenden Stadt und hat ihren eigentlichen Wunsch nach Amerika zu gehen aufgegeben.

    Diese beiden jungen Menschen treffen aufeinander und haben direkt eine Verbindung zueinander die nicht sein darf.

    Diese Geschichte hat mich zu tiefst berührt, ich konnte mich so richtig fallen lassen und mit Margarethe gefreut, geliebt und gelitten. Wieder einmal hat mich die Autorin total verzaubert mit ihre Pauly Saga.

     

     

  19. Cover des Buches Leo Berlin (ISBN: 9783423253628)
    Susanne Goga

    Leo Berlin

     (71)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Berlin 1922: Leo Wechsler ist Witwer, Vater zweier Kinder und Kommissar bei der Kriminalpolizei. Sein neuester Fall ist ein ermordeter Wunderheiler, mit Kunden in gehobenen Kreisen – ist einer von ihnen der Täter? Als eine alternde Prostituierte ermordet wird, hat Leo das Gefühl, dass die Taten zusammenhängen, doch wo ist das Motiv?

    Der Roman, der erste einer Reihe, zunächst im Jahr 2005 entstanden, erhielt im 2012 eine Neuauflage. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass die Krimihandlung noch nicht ganz ausgereift, nicht so raffiniert wie in anderen guten Krimis, ist. Zunächst störten mich auch die Abschnitte in kursiv, die später aber doch eine gewisse Wichtigkeit erhalten. Irritiert hat mich, dass immer wieder von der „Fabrik“ gesprochen wurde, obwohl das Polizeipräsidium eigentlich als „Rote Burg“ bekannt war.

    Recht gut gelungen erscheinen mir die Charaktere, Leo hat es als Witwer mit kleinen Kindern nicht leicht, trauert auch noch um seine Ehefrau. Ihm zur Seite steht seine ledige Schwester Ilse, die aber auch ein eigenes Leben haben möchte, und mit ihm hadert, wenn er z. B. Absprachen nicht einhält, weil es ihn auch an freien Tagen und nach Feierabend zu seiner Arbeit zieht. Die beiden Kinder, 4 und 8 Jahre alt, tragen auch ihren Teil zur Geschichte bei, was mir gut gefällt.

    Auch in den Nebenrollen gibt es gelungene Charakter, wie Leos aristokratischen Kollegen von Malchow oder den Täter. Neben der Krimihandlung fließt immer wieder der historische Hintergrund ein, die 1920er Jahre sind aus heutiger Sicht eine spannende Zeit, waren für die Leute, die damals lebten, aber nicht immer leicht.

    Der Kriminalfall erscheint mir, wie oben schon erwähnt, manchmal etwas holprig, aber dennoch nicht uninteressant. Als Leser erfährt man schon relativ früh, wer der Täter ist, und kann seinen Gedankengängen folgen. Dennoch gibt es Wendungen, die man nicht unbedingt erwartet hat. Das Ende erscheint mir passend.

    Da ich die Charaktere mag und gerne wiedertreffen möchte, werde ich auf jeden Fall noch mindestens einen Band der Reihe lesen. Der erste Band der Reihe ist okay, das Besondere ist, dass der Leser früh weiß, wer der Täter ist und Leos private Situation. Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich, wo nötig aufrunde. Wer (Kriminal)Romane, die in den 1920er Jahren spielen, könnte hier richtig sein.

  20. Cover des Buches Lotte Lenya und das Lied des Lebens (ISBN: 9783596000623)
    Eva Neiss

    Lotte Lenya und das Lied des Lebens

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Lealein1906

    Ich muss zu geben, dass ich Lotte Lenya davor noch nicht kannte, aber deswegen fand ich es umso spannender, über sie lesen zu dürfen. Das Buch hat mir auch sehr gut gefallen, die Stationen von ihrem Leben sind gut ausgesucht, deswegen gebe ich vier Sterne.

    Lotte Lenya lernt in den 20er Jahren ihren Mann Kurt Weill, einen Komponisten, der ihr schauspielerisches und musikalisches Talent fördert. Die beiden lernen Bertolt Brecht kennen und erlangt Bekanntheit durch die Rolle der Seeräuberin Jenny in der Dreigroschenoper. Doch nicht alles läuft so rosig.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, allein die Aufteilung in drei verschiedene Akte. Es ist gut geschrieben, auch wenn man manchmal vielleicht nicht so sehr in der Geschichte drin ist, wie bei anderen Büchern. Aber trotzdem ist die Geschichte spannend, man fühlt sich mit Lotte direkt verbunden und sie hatte ja auch ein sehr bewegtes Leben. 

    Ich habe mich sehr gefreut, Lotte kennenzulernen und würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

  21. Cover des Buches Nachts am Askanischen Platz (ISBN: 9783423217132)
    Susanne Goga

    Nachts am Askanischen Platz

     (24)
    Aktuelle Rezension von: SarahLeik

    Mal wieder hat Goga die Atmosphäre der Zeit wunderbar eingefangen! Kommissar Wechsler beweist auch in diesem Fall sowohl im Beruf, als auch privat Feingefühl und Spürsinn. Die Verwicklungen der Vergangenheit holen die Charakter packend und folgenreich ein. 

  22. Cover des Buches Palais Heiligendamm - Stürmische Zeiten (ISBN: 9783785727171)
    Michaela Grünig

    Palais Heiligendamm - Stürmische Zeiten

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Svanvithe

    Es ist das Jahr 1922, und Doberan darf sich seit 1921 Bad nennen. Das Hotel Palais Heiligendamm erstrahlt im neuen Glanz, auch wenn der Ansturm der Gäste wenige Jahre nach dem ersten Weltkrieg ausbleibt, weil die Menschen sich wegen der anhaltenden Lebensmittelknappheit, der blitzartigen Geldentwertung und der Wirtschaftskrise noch nicht für die luxuriöse Sommerfrische am Meer begeistern können.

    Elisabeth Kuhlmann ist als Hoteldirektorin ganz in ihrem Element, jedoch sind die Konflikte zwischen ihr und Julius Falkenhayn, ihrer großen Liebe,  nicht gelöst, ihr Verhältnis nach wie vor angespannt. Dazu trägt ebenfalls bei, dass Elisabeth dem Missverständnis unterliegt, Julius würde ihr die gemeinsame Tochter entziehen. Tatsächlich ist Julius darauf bedacht, dass der Kontakt zu Elisabeth nicht abreißt, aber Julia hängt einfach sehr an ihrer Ziehmutter Minna. Das einstige Stubenmädchen, das Julia zwei Jahre aufgezogen hat, arbeitet inzwischen als Köchin im Hotel und scheint mit Albert, den sie bei einem Besuch der Familie in München kennengelernt hat, den Mann fürs Leben gefunden zu haben. Allein dessen politische Einstellung geht ihr gegen den Strich. Albert ist nämlich überzeugter Kommunist und schreckt ohne Rücksichtnahme auf sich selbst auch vor der Gewaltanwendung gegenüber Andersdenkenden nicht zurück.

    Von ähnlichem Kaliber, obwohl aus einem anderen politischen Lager, sind die erstarkenden Nationalsozialisten, denen sich Elisabeths Bruder Paul zuwendet, als er sich in den charismatischen Carl von Herrhausen verliebt, der eine Karriere in der NSDAP anstrebt. Gefangen in der reizlosen, mehr und mehr belastenden Ehe mit Helene, in der diese drei Kinder geboren hat, machen ihm seine Gefühlen für das männliche Geschlecht nach wie vor zu schaffen. Denn Homosexualität ist unter Strafe gestellt. An Carls Seite findet er endlich Erfüllung, und so ist die gemeinsam verbrachte Zeit in Berlin wegen der Anonymität der Großstadt im Vergleich zum biederen Mecklenburg eine unbeschwerte, und Carls Gesinnung spielt zunächst keine wesentliche Rolle. Selbst den aufkommende Judenhass ignoriert Paul.

    Außerdem verschweigt er seinem Geliebten, dass seine Schwester Johanna nicht nur mit dem jüdischen Arzt Samuel verheiratet ist, sondern außerdem den Glauben ihres Ehemannes angenommen hat. Er kann (und will) sich dem Einfluss des ehrgeizigen, kühl berechnenden und rücksichtslosem Carl nicht entziehen, so dass seine Ansicht und Besessenheit folgerichtig zum Bruch zwischen den Geschwistern führt.

    Luise hingegen, Pauls jüngste Schwester, sieht in einer Scheinehe mit Carl, die von dessen Homosexualität ablenken soll, die Chance, ihrem Aufstieg als Filmschauspielerin neuen Schub zu verleihen. Doch Carl erweist sich nicht als der Gönner, als der er sich suggeriert hat, und Luise wird erneut mit einer Enttäuschung konfrontiert.

    Als die Nationalsozialisten endgültig ihre Führungsposition erlangen, müssen nicht nur Elisabeth, Paul, Luise und Minna sowie ihre Familien vor Farbe bekennen ...

    „Palais Heiligendamm. Stürmische Zeiten“ besticht durch die prägnante Erzählkunst seiner Autorin. Einmal mit der Lektüre begonnen, ist es fast unmöglich, damit aufzuhören, so sehr fesselt dieser Zeitraum deutscher Geschichte von 1922 bis 1933 im Verbund mit dem Schicksal der Charaktere, die einem aus dem ersten Band vertraut sind und die erstmals auftreten. Michaela Grünig schildert in ihrem historischen Roman die von ihr exzellent recherchierten Ereignisse mit nuancierter Dramatik und ausdrucksstarker Lebendigkeit. Im Verlauf nehmen die verhängnisvolle Düsternis und teilweise Hilflosigkeit zu wie sich Machtbesessenheit und Rücksichtslosigkeit erhöhen.

    Die Autorin vermittelt ein überzeugendes Bild der handelnden Personen. Sie weiß deren Höhen und Tiefen mit viel Empathie auszuloten und fördert nicht ausschließlich die guten Seiten zutage. Daneben vermag es Michaela Grünig meisterhaft, Emotionen wie Unbehagen, Abscheu, Besorgnis, Unverständnis und Bedauern einerseits, Freude, Mitgefühl, Hoffnung, Vertrauen und Zuneigung andererseits hervorzurufen.

    Michaela Grünig überlässt uns als Leser eine Wertung, wenn sie Umstände und Entwicklungen dank ihrer intensiven Beschreibung offenkundig macht. Da gibt es diejenigen Menschen, die die politische Entwicklung begrüßen und Anhänger von Nationalsozialismus mit der ansteigenden Verachtung und dem fanatischen Antisemitismus werden. Jene, die das Gedankengut kohärent ablehnen. Wiederum solche, die drohende Gefahr und deren Auswirkungen falsch einschätzen oder die Augen davor verschließen. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Aber Michaela Grünig demonstriert glaubhaft, dass das Herrschaftsgehabe zur Einschüchterung führt und oft wirtschaftliche Aspekte ursächlich für ein Arrangement mit der nationalsozialistischen Partei sein können.

    Das „Palais Heiligendamm“ hat „Stürmische Zeiten“ erlebt, und wir verlassen das Hotel in der Gewissheit, dass vor den Figuren „Tage der Entscheidung“ stehen werden.

  23. Cover des Buches Fabian (ISBN: 9783038820086)
    Erich Kästner

    Fabian

     (313)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Der junge Fabian, arbeitsloser Student im Berlin Mitte der 1920er Jahre streift ziellos durch die Metropole. Dabei kommt er nicht nur durch das Nachtleben, den Luxus, die Bordelle und die Sonnenseite, sowie auch die Schattenseiten und das Elend. Dabei lernt er die Liebe kennen, die Menschen und deren falsches Gesicht, aber auch das persönliche Scheitern.

     

    Der Autor erzählt die bewegenden Zeiten in Berlin in den 1920er Jahren mit allen Schattenseiten und Glanzpunkten. Die Großstadt und das moderne Leben werden großartig erzählt und ironisiert. Dadurch gelingt ein, aus heutiger Sicht historischer Blick, auf die Zwischenkriegszeit und das Leben vor dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft, der immer noch aktuell und lesenswert ist.

  24. Cover des Buches Als wir im Regen tanzten (ISBN: 9783404178438)
    Michaela Saalfeld

    Als wir im Regen tanzten

     (31)
    Aktuelle Rezension von: winniehex

    1928. Berlin pulsiert, gilt als Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Schauspielerin Recha und der Regisseur Willi zur Nieden sind das Traumpaar der Metropole und ihrer blühenden Filmwelt. Hinter der Fassade bröckelt es jedoch. Die Nationalsozialisten gewinnen immer mehr an Zustimmung, auch durch die Filme der vom Großindustriellen Hugenberg übernommenen UFA. Als Jüdin ist Recha unmittelbar betroffen. Willi jedoch verschließt die Augen, und das einstige Traumpaar entfremdet sich. Werden die beiden trotz allem neu zueinander finden - oder verlieren sie einander, während die Welt um sie herum ins Wanken gerät? (Klappentext)

    Das ist der Nachfolgeteil von „Was wir zu hoffen wagten“…diese beiden Teile zusammen ergeben eine wirklich gut erzählte Geschichte. Die Geschichte ist weitererzählt, denn Recha und Willi leben ein Leben was weit über Ihre Träume hinausgegangen sind. Der einzige Traum, der für Recha nicht in Erfüllung geht, ist der Kinderwunsch. Bei Willi ist es der berufliche Erfolg, den er versucht zu erreichen es aber auch nicht schafft. Was die beiden beschäftigen sich aber nicht mit Ihren Problemen, sondern verstecken sich hinter Ihre Arbeit und verlieren sich dabei als Paar immer mehr.

    Was mir so gefallen hat ist, dass es in dem Buch politisch, gefühlvoll und die Zukunft geht. Ich mag es sehr Geschichten über den 2. Weltkrieg zu lesen denn diese spiegeln sowohl schöne wie auch hässliche Seiten der Kriegszeit. Das hat die Autorin hier gut unter einen Hut gebracht und an den Leser vermittelt.

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