Bücher mit dem Tag "weisheit"
111 Bücher
- Jostein Gaarder
Sofies Welt
(4.497)Aktuelle Rezension von: Nini55Die Geschichte beginnt geheimnisvoll und weckte bei mir sofort Neugier. Wer sind die unbekannten Absender der rätselhaften Briefe? Und was hat es mit den philosophischen Fragen auf sich, die Sophie plötzlich beschäftigen?
Besonders am Anfang hat mich die Mischung aus Roman und Gedankenspiel sehr gefesselt. Die philosophischen Themen werden verständlich vermittelt und regen dazu an, über das Leben, die Welt und die eigene Wahrnehmung nachzudenken.
Im weiteren Verlauf wurde mir der Philosophieunterricht stellenweise etwas zu ausführlich. Manche Abschnitte wirkten auf mich eher wie ein Lehrbuch als wie ein Roman, wodurch sich die Geschichte für mich zwischendurch etwas zog.
Dennoch hat mich das Buch immer wieder überrascht. Vor allem die Handlung rund um Sophie, Alberto und Hilde entwickelte sich in eine Richtung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Dieser raffinierte und ungewöhnliche Handlungsbogen machte für mich einen großen Teil der Faszination aus und ließ viele vorherige Ereignisse in einem neuen Licht erscheinen.
Es ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Es fordert Aufmerksamkeit und Interesse an philosophischen Fragen. Gleichzeitig bietet es eine originelle Geschichte, die zum Nachdenken anregt und lange im Gedächtnis bleibt.
Für mich war es nicht durchgehend fesselnd, aber insgesamt ein außergewöhnliches und lohnendes Leseerlebnis.
- Patrick Rothfuss
Der Name des Windes
(2.039)Aktuelle Rezension von: CelinaMilenaMein erstes Fantasy-Buch und es hat mich tief in den Bann gezogen. Es ist eine durchweg spannend erzählte Geschichte, so wunderschön geschrieben, dass man förmlich in diese Welt eintaucht und gefesselt wird. Es liest sich ganz leicht und schnell und man erwartet beim lesen einer Seite schon sehnsüchtig die nächste. Ich freue mich auf den zweiten teil :)
- Cassandra Clare
City of Ashes
(4.931)Aktuelle Rezension von: i1arieIch muss gesehen, dass ich mich ein bisschen durch das Buch gequält habe. Es war mir an einigen Stellen zu hektisch und auch zu kindisch. Die Handlung verläuft immer sehr sehr schnell. Klassische Problematik hier auch, würde die Charaktere miteinander reden, gäbe es weniger Probleme.
Aber nochmal geordnet, die Story von Band 2 knüpft direkt an Band 1 an. Wir haben noch alle Charaktere aus Band 1 dabei mit Clary, Jace, Simon, Alec, Magnus, Izzy & Luke. Ich liebe die Dynamik der Freunde untereinander aber man merkt hier einfach, dass es sich um ein Jugendbuch handelt.
Ich habe einige Unterschiede zur Netflix Verfilmung festgestellt aber der größte ist die zeitliche Abfolge. Dinge passieren in anderen Abfolgen und viel schneller und hektischer.
Mich stört es wie hier eine Handlung auf die nächste folgt und es dann sehr kurz nur angerissen wird. Ich hätte lieber etwas mehr Inhalt und weniger Hektik. Es ist dennoch ein sehr gutes Buch aber mit einigen Ups und Downs.
Optisch hat mein Exemplar der Bücherbüchsen Farbschnitt mit dem schwarz weiß Bild.
- John Strelecky
Das Café am Rande der Welt
(1.317)Aktuelle Rezension von: Ozean_der_WoerterDas Buch ist schlichtweg genauso dünn wie der behandelte Inhalt.
Am Anfang habe ich sogar kurz an meinem eigenen Urteilsvermögen gezweifelt - wenn so viele Menschen dieses Buch als „lebensverändernd“ feiern und ich absolut gar nichts damit anfangen kann. Für Menschen, die sich noch nie in ihrem Leben mit Persönlichkeitsentwicklung oder dem Sinn des Lebens auseinandergesetzt haben, mag es ein Denkanstoß sein.Das Café am Rande der Welt tut unterschwellig so, als hätte der Autor als Erster die existenziellen Fragen der Menschheit entdeckt.
Man bekommt die typischen Fragen nach dem Sinn des Lebens („Warum bist du hier?“) lieblos serviert, wird dann aber mit der Antwort komplett alleine gelassen. Es gibt keinerlei fundierte Hinleitung, kein psychologisches oder philosophisches Fundament und erst recht keine konkreten, logischen Werkzeuge für den Alltag. Das gesamte Buch besteht im Grunde aus einer künstlichen Kulisse, die eine Aneinanderreihung von banalen Postkarten-Weisheiten und Kalendersprüchen kaschieren soll.Mein Fazit: Völlig am Sinn dessen vorbei, was ich mir erhofft habe. Das Buch hat mir lediglich Lebenszeit gestohlen. Wer echte, fundierte Psychologie und anspruchsvolle Denkanstöße sucht, sollte um dieses Café einen ganz großen Bogen machen. Eigentlich möchte ich keinen Stern vergeben - als Bilderbuch war es jedoch schön anzusehen.
- Paulo Coelho
Der Alchimist
(2.173)Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooksDer Text enthält kleine Spoiler!
Ich habe Der Alchimist wirklich geliebt. 🥰 Dieses Buch war für mich nicht einfach nur eine Geschichte, sondern eher ein Gefühl. Etwas Ruhiges, Tiefes und gleichzeitig unglaublich Hoffnungvolles. Ich war direkt in der Geschichte drin und wollte ständig weiterlesen, obwohl das Buch gar nicht von Spannung lebt, sondern von seinen Gedanken, Gesprächen und den vielen kleinen Weisheiten zwischendurch.
Der Schreibstil von Paulo Coelho ist wunderschön. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben, weil er gleichzeitig so einfach und trotzdem so tief ist. Man kommt sofort in die Geschichte rein und trotzdem steckt gefühlt auf jeder zweiten Seite ein Satz, über den man nachdenken muss. Ich habe wirklich viele Stellen doppelt gelesen, weil ich sie einfach so schön fand. ☺️
Besonders hängen geblieben ist mir die Geschichte mit dem Löffel Öl und dem Palast. Für mich steckt darin eigentlich die ganze Botschaft des Buches. Die Welt sehen, träumen, leben und trotzdem nicht vergessen, was einem wichtig ist.
Viele beschreiben Der Alchimist als Lebensratgeber und irgendwie verstehe ich auch warum. Für mich hat es sich aber nie belehrend angefühlt. Eher wie eine wunderschöne Geschichte voller kleiner Wahrheiten, die einen manchmal ganz still trifft, ohne dabei laut oder kitschig zu werden.
Auch die Gespräche mit der Wüste, dem Wind und der Sonne haben mich total berührt. Eigentlich hätte das alles schnell zu viel wirken können, aber stattdessen hatte es etwas unglaublich Ruhiges und fast Magisches. Gerade die Szene mit der Sonne werde ich, glaube ich, lange nicht vergessen.
Und obwohl die Geschichte so einfach erzählt wird, steckt so viel darin. Vertrauen. Angst. Sehnsucht. Umwege. Zeichen des Lebens. Und dieser Gedanke, dass manche Menschen ihren Schatz vielleicht nie finden, nicht weil er nicht existiert, sondern weil sie sich nie auf den Weg machen.
Vor allem das Ende hat mich komplett bekommen. Nicht wegen eines riesigen Plot Twists, sondern wegen der Botschaft dahinter. Dass Santiago am Ende genau dorthin zurückmuss, wo alles begonnen hat und die Reise trotzdem niemals umsonst war. Er musste all das erleben, um überhaupt der Mensch zu werden, der den Schatz erkennen kann.
Ich hatte auch die ganze Zeit das Gefühl, dass der König vom Anfang irgendwie durch die komplette Geschichte präsent bleibt. Fast so, als würden manche Figuren weniger echte Menschen darstellen und eher Wegweiser auf Santiagos Reise sein. Und genau das liebe ich an dem Buch. Jeder wird wahrscheinlich etwas anderes darin sehen und genau das macht es so besonders.
Dieses Buch kam für mich wirklich zur richtigen Zeit und hat einfach gut getan. 🧡
- Antoine de Saint-Exupéry
Der Kleine Prinz
(8.118)Aktuelle Rezension von: FenellaDieses Buch hat mein Herz berührt, und und es ist einfach etwas besonderes, es hat etwas, das man bei keinem anderen Buch so sieht. Auch wenn es ein altes Buch ist, ist es allgegenwärtig und immer passen, für jedes Alter. Genau das ist extrem selten in der großen Welt der Bücher. Ich habe dieses Buch schon oft gelesen, aber jedes Mal ist es irgendwie anders. Jedes Mal versteht man die Geschichte etwas anders als Kind hab ich das Ende noch nicht ganz verstanden. Aber desto älter ich geworden bin, desto konkreter konnte ich mir die ganze Geschichte und den Verlauf erklären. Dass der kleine Prinz stirbt, das habe ich erst ab einem bestimmten Alter verstanden. Dieses Buch ist einfach wunderbar und für jedes Alter empfehlenswert, vom vorlesen als Kleinkind bis ins hohe Alter - es ist immer ein wunderschönes Erlebnis.
- Mariana Leky
Was man von hier aus sehen kann
(988)Aktuelle Rezension von: AnirahMariana Lekys Roman ist wie ein modernes Märchen für Erwachsene – voller schräger Charaktere, dörflicher Idylle und einer Prise magischem Realismus. Die Geschichte rund um Selma, die den Tod eines Dorfbewohners voraussieht, sobald sie von einem Okapi träumt, ist sprachlich wunderschön und mit viel Feingefühl für das Zwischenmenschliche erzählt.
Was mir gefallen hat:
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Der Schreibstil: Leky findet Bilder und Vergleiche, die man so noch nie gelesen hat. Man fliegt förmlich durch die Seiten.
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Die Atmosphäre: Das Dorf Westerwald wird so lebendig beschrieben, dass man sich sofort als Teil dieser kauzigen Gemeinschaft fühlt.
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Die Charaktere: Besonders der Optiker und seine unterdrückten Gefühle sind herzzerreißend und wunderbar beobachtet.
Kritikpunkte: Obwohl die einzelnen Szenen glänzen und die Melancholie des Buches sehr einnehmend ist, fehlte mir am Ende der rote Faden, der alles zu einem bedeutsamen Ganzen verknüpft. Viele Handlungsstränge bleiben eher anekdotisch, und manche philosophischen Ansätze wirken zwar charmant, gehen aber nicht wirklich in die Tiefe.
Fazit:
Es ist mitreißend zu lesen, aber leider kommt dabei nichts Großes dabei heraus. Ein schönes Buch für zwischendurch, das durch seine Sprache besticht, mich aber emotional nicht so nachhaltig bewegt hat, wie ich es bei der Grundidee erwartet hätte.
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- Michael Ende
Momo
(2.425)Aktuelle Rezension von: RiesenradFahren
Für mich ist es spannend wie ein 1973 erschienes Buch sich von heutigen unterscheidet. Es passiert eher wenig, der Roman hat sogar Zeit, die Spiele der Kinder ausführlich zu beschreiben. Und obwohl die Geschichte in einer großen Stadt spielt, ist die Stadtbeschreibung (Anzahl der Menschen und Autos) weit entfernt vom heutigen Berlin oder Köln. In dem Buch treiben sich die Kinder einfach draußen rum, heutzutage ist das in einer Stadt kaum möglich.
Durch die langsame Erzählart, ist der Roman sehr gut gealtert. Diese Erzählweise unterstreicht den Inhalt. In "Momo" geht es um Zeitdiebe, die die Menschen antreiben mehr zu leisten und weniger zu trödeln. Mit Freunden oder der Familie zusammenzusein hat keinen Wert, nur die Arbeit ist wichtig.
Gut gefallen hat mir auch, wie überzeugend Michael Ende Momo als Kind darstellt. Sie ist kein superintelligentes Kind, das jede Aufgabe locker löst. Sie ist eine ca. Zehnjährige, die zwischendurch vergisst, dass sie die Welt retten soll, weil sie was Spannendes gesehen hat und hinrennt.
Ein schöner Roman!
- William Paul Young
Die Hütte
(630)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaSchon lange hatte ich dieses Buch im Regal stehen, habe mich aber nie so richtig daran getraut, schließlich geht es hier um ein wirklich ernstes und auch sehr tiefgründiges Thema, welches nicht immer ganz leicht zu verstehen ist.
So geht es hier im ersten Teil darum, wie Mackenzie seine Tochter verliert und in ein tiefes Loch fällt. Im zweiten Teil, der um einiges länger ist, geht es um ein Treffen mit der heiligen Dreifaltigkeit in einer Hütte im Wald. Diese kommt in Gestalt einer schwarzen, mütterlichen Frau, eines palästinensisch aussehenden, jungen Mannes und einer asiatischen, ätherisch wirkenden Frau daher, die sich als Gott selbst, Jesus und den Heiligen Geist herausstellen. In zahlreichen, tiefgründigen Gesprächen lernt Mackenzie dabei die drei immer besser kennen, verstehen und findet immer mehr zurück zum Glauben und vor allem zum Vertrauen in Gott. Es geht aber auch um Vergebung, um Liebe und Gemeinschaft mit Gott, Jesus und dem Heiligen Geist. Diesbezüglich macht Mackenzie eine sehr emotionale Reise, die ihn nicht unbedingt zu einem besseren Mann macht, aber zu einem Mann mit Hoffnung, der sich nicht mehr von seiner Trauer verschlingen lässt.
Geschrieben empfand ich das Buch dabei als wirklich gut, vor allem die Zitate vor jedem Kapitel haben wirklich viel Aussagekraft und leiten das jeweilige Kapitel gut ein. Ich fand aber auch, dass der Fokus im Buch sehr auf Dialogen und Gesprächen lag, die vielleicht nicht unbedingt jeder versteht, die aber auch sehr zum Nachdenken anregen, gerade, wenn man noch keine innige Beziehung mit Gott führt und ihn oftmals nicht versteht. Was mir allerdings gefehlt hat, war ein kleiner Teil, der die sogenannte „Große Traurigkeit“ gezeigt hätte, um Macks Innenleben noch besser zu verstehen. Stattdessen geht es gleich nach dem Verschwinden von Milly mit dem Besuch in der Hütte weiter. Ansonsten war die Geschichte aber, trotz des traurigen Themas, super schön und hat mir persönlich einige neue Erkenntnisse gebracht.
Alles in allem hat dieses Buch, obwohl ich nicht komplett überzeugt davon war, wirklich viel Aussagekraft über den Glauben selbst, aber auch über die Beziehung zu Gott, und eventuell findet der eine oder andere dadurch noch etwas Zugang zu diesem Thema, wenn sie oder er sich dafür öffnet. Ich glaube aber auch, dass das Thema leider nicht jeden interessieren wird.
- Peter Wohlleben
Das geheime Leben der Bäume
(214)Aktuelle Rezension von: Spoky313Das geheime Leben der Bäume hat mich vor allem deshalb interessiert, weil ich zuvor dem Hype um den Autor gefolgt bin. Der Förster selbst ist durch Talkshow-Auftritte und seine Art, über Wälder und Bäume zu sprechen, stark präsent gewesen. Grundsätzlich finde ich es sehr sinnvoll, auf diese Weise Aufmerksamkeit auf das Thema Waldsterben und den Zustand der deutschen Wälder zu lenken.
Inhaltlich ist das Buch leicht zugänglich geschrieben und keine besonders komplexe Lektüre. Das macht es grundsätzlich angenehm lesbar und niedrigschwellig verständlich.
Problematisch war für mich jedoch die wiederkehrende Vermischung von wissenschaftlichen Erkenntnissen mit stark spekulativen, teils esoterisch anmutenden oder zumindest nicht sauber belegten Interpretationen. Diese Übergänge waren teilweise so fließend, dass man sich gelegentlich fragt, ob hier eher Wunschdenken oder spirituelle Deutungsmuster in die Erklärung biologischer Zusammenhänge einfließen.
Das ist besonders schade, da die moderne Wissenschaft bereits sehr viele fundierte Erklärungen für ökologische und biologische Prozesse liefert und keine zusätzlichen „gefühlten“ oder pseudo-wissenschaftlichen Erklärungen benötigt, um die Komplexität eines Waldes zu verstehen.
Insgesamt hat mir genau dieser Punkt den Zugang zum Buch erschwert, sodass ich es trotz der wichtigen Thematik nicht höher bewerten kann.
- Joanne K. Rowling
Die Märchen von Beedle dem Barden (farbig illustrierte Schmuckausgabe) (Harry Potter)
(1.998)Aktuelle Rezension von: Lily911Meine Meinung:
Ich liebe die HP Reihe und habe sie damals als Kind verschlungen. Das Märchen von Beedle dem Barden habe ich schon öfter gesehen, aber mich nie dafür ausreichend interessiert. Als ich zufällig in der Bibliothek auf die illustrierte Ausgabe von Lisbeth Zwerger gestoßen bin, wurde meine Neugier und mein Interesse geweckt.
Der Schreibstil des Buches ist in der Erzählperspektive und in einer leichten Sprache geschrieben ohne Vorkenntnisse zu den HP-Büchern zu brauchen (aber diese sind als solches nicht uninteressant). Jedoch gibt es mehr Aufschlüsse über einige der Fabelwesen, wenn man beispielsweise "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" von Newt Scamander liest. Die Illustrationen von Lisbeth Zwerger haben mich geradezu verzaubert und passen zu dem Zeitgeist der Geschichten.
Die 5 vorgestellte Märchen sind auf ihre Weise einzigartig und werden noch durch die Illustrationen aufgebessert. Als Harry Potter Leser und Fileseher kannte ich bereits das letzte Märchen mit den drei Brüdern, jedoch war es dennoch toll es nochmalig als Märchen hier gelesen zu haben. Mir gefiel insbesondere das Märchen von "Der Brunnen des Wahren Glücks".
Die Kommentare und Anmerkungen von Dumbledore fand ich auch sehr unterhaltsam und aufschlüssig, denn er ist wie ein Guide, der uns mehr Einblicke zur damaligen Zeit gibt, als Beedle diese Märchen verfasste. Die kleinen Anekdoten, die er zum besten gibt sind denke ich am besten und spiegeln auch wider, dass sich manche Menschen/Familien über die Jahre nicht geändert haben **hust hust Malfoy** und spiegeln seine Erfahrungen und ehrliche Einschätzungen wider. Auch regen sie zum Nachdenken an und geben auch sehr gut Probleme wider, die Zauberer und Hexen seit Jahren nie überwinden konnten: Wie etwa die Wiederbelebung der Toten. Das Lesevergnügen war immer all gegenwärtig, während ich nach und nach alle Märchen mit Kommentaren gelesen habe.
Mein Fazit:
Alles in allem sind das wundervolle Märchen, um wieder in die wundersame Welt von Hogwarts zu schlüpfen. Wie man es von Märchen kennt, bieten sie neben Unterhaltung auch (viel) Raum zum Nachdenken, eine Moral am Ende und sogar eine fundierte Auseinandersetzung der Lektüre mit Dumbledore inklusive kleine Anekdoten. Empfehlenswert für alle Kinder und Erwachsene, die noch weiter in die Welt von HP eintauchen wollen.
Meine Bewertung: 5 Sterne 🌟 🌟 🌟 🌟 🌟
- Rhonda Byrne
The Secret - Das Geheimnis
(384)Aktuelle Rezension von: Obis80Das erste Mal bin ich dir 2007 begegnet. Du standest in dem Bestseller-Regal der Stadtbibliothek Köln. Ich kann mich auch heute deutlich daran erinnern, dass ich dich aus dem Regal herausnahm und ganz fest an mich drückte, als ob jemand es mir gleich entreißen würde. So etwas habe ich bis heute noch bei keinem Gegenstand gespürt.
Wir kennen uns schon so lange, aber du faszinierst mich immer wieder aufs Neue. Ich freue mich, deine Bekanntschaft gemacht zu haben, und du bist mir zu einem angenehmen Begleiter geworden. Man soll nicht allem glauben, was auf dem Papier steht, und auch ein bisschen zwischen den Zeilen lesen können, um es für den eigenen Gebrauch geltend zu machen. Und auch bei mir funktionierst du nicht einwandfrei, bleibst aber mein persönlicher Fels in der Brandung.
- Ernest Hemingway
Der alte Mann und das Meer
(1.080)Aktuelle Rezension von: Bigsale3In diesem äussert kurzen Buch handelt es sich von einem alten Mann, der ein Fischer ist, aber nie mit besonders grosser Menge an Fischen heimkehrt. Er lebt in einer bescheidenen kleinen Hütte am Rande des Meeres in einem Dorf und wird ab und zu von einem Jungen besucht, der ihm ziemlich ans Herz gewachsen ist. Dieser Junge hatte ihn früher oft beim Fischen begleitet, aber seine Eltern haben ihm verboten, mit dem alten Mann zu arbeiten, weil der Mann von Unglück verfolgt sei. Er finge nicht genügend Fische bei ihm, sagten sie. Und da sie in ärmlichen Verhältnissen leben, solle er sich einen anderen Fischer suchen, mit dem er auf die See fährt.
Also fährt der alte Mann selbst aufs Meer hinaus und tut alles so, wie immer.
Doch als plötzlich ein riesiger Fisch an seinem Angelhaken anbeisst, beginnt ein Kampf, der den Mann an seine Grenzen bringt.
Meine persönliche Meinung dazu:
Während ich das Buch gelesen habe, fand ich es nicht besonders spektakulär und habe mich immer wieder gefragt, wohin das wohl führen möge.
Doch als ich schliesslich am Ende angelangt war und es zugeklappt hatte, war ich überrascht.
Dieses Buch hat mich Nachdenken lassen, denn eigentlich ist es sehr tiefgründig und enthält eine Lehre.
Deswegen blicke ich mit positiver Rezension auf dieses Buch zurück, da es eigentlich genial geschrieben und durchdacht wurde.
- Ferdinand von Schirach
Kaffee und Zigaretten
(185)Aktuelle Rezension von: my_waterdropWieder schön in die kleinen Welten des Alltags einzutauchen und dank Ferdinand von Schirach bleibt das Alltäglich an uns haften und begleitet uns, so dass wir noch eine ganze Weile länger über die Begebenheiten nachdenken.
Es ist ein kurzes Buch, das sich auch gut unterwegs lesen lässt. Doch es ist zu empfehlen sich bewusst auf die etwas düstere und deprimierende Stimmung einzulassen. Eine Lektüre für deren Konsum der Leser bewusst einen Zeitpunkt wählen muss. - Mitch Albom
Dienstags bei Morrie
(534)Aktuelle Rezension von: lili_1302„Dienstags bei Morrie“ von Mitch Albom ist eines dieser Bücher, die man leise zuklappt, weil man innerlich noch gar nicht fertig ist. Ohne zu spoilern erzählt Albom von der besonderen Beziehung zwischen ihm und seinem ehemaligen Professor Morrie, der im hohen Alter schwer erkrankt und nur noch wenige Monate zu leben hat. In gemeinsamen Gesprächen erklärt Morrie seinem früheren Studenten, wie sich diese letzte Lebensphase anfühlt, was wirklich wichtig wird, wenn alles Überflüssige wegfällt, und welche Lektionen er aus seiner Krankheit gelernt hat – immer mit dem Wunsch, dieses Wissen weiterzugeben.
Das Buch ist unglaublich feinfühlig geschrieben, ruhig, ehrlich und voller Wärme. Gerade weil es sich um eine wahre Geschichte aus Alboms Leben handelt, spürt man jede Emotion, jedes Mitgefühl. Für mich war das Lesen ein ständiges Wechselspiel aus Gänsehaut, Nachdenken und tiefer Rührung. Besonders hängen geblieben ist mir die Botschaft des Loslassens – Gefühle wahrnehmen, aber sich nicht von ihnen beherrschen lassen. Diese Worte wirken lange nach. Wieder ein wunderschönes, tiefgründiges Buch von Mitch Albom – spätestens nach diesem Buch möchte ich von Albom einfach alle Bücher lesen 😅.
- Amor Towles
Ein Gentleman in Moskau
(155)Aktuelle Rezension von: Petra_de_ZamagnaWarum schreibt ein amerikanischer Schriftsteller, der keine russischen Wurzeln hat oder die russische Sprache spricht oder Historiker wäre, über das Russland in der beginnenden Sovjetzeit? Der Roman erzählt von einem aus der Zeit gefallenen Grafen, der natürlich im Arbeiter- und Bauernstaat des aufstrebenden Kommunismus, nichts zu sagen hatte, eigentlich untergehen hätte müssen. Stattdessen rettet er sich über viele unwirtliche Sovjetrussland-Jahre, weil er eingesperrt im Nobelhotel Metropol im Dachgeschoss seine Zeit fristen darf.
Nun Amor Towles scheint die Idee bei mehreren Aufenthalten in Luxushotels in der Schweiz bekommen zu haben, wo er wiederholt dieselben Leute antraf. Das Thema Hausarrest ist aber ein typisch russisches Phänomen, das es schon zu Zarenzeiten gegeben hat und so transportierte er die Handlung nach Russland. Vielleicht macht genau das den Roman so charmant und leichtfüssig, es gibt keine persönliche Bitterkeit oder sogar politische Agenda des Autors.
Es ist als ob Towles die berühmten Zeilen des persischen Sufi-Mystikers 'Rumi' gelesen hätte und in diesem Roman zum Leben erweckt:
"Sei nicht hoffnungslos, halte Hoffnung, o Herz! / Im Verborgenen liegen viele Wunder, o Herz! / Soll die Welt es auf dein Leben abgesehen haben, lass des Freundes Rock nicht los, o Herz."
Und wir Leser leben mit dem Grafen zwar das Leben eines Eingesperrten, allerdings in einem komfortablen Luxushotel, wo es immer auch wieder Arbeiten gibt, die der Graf gerne bereit ist, kostenlos zu unterstützen. Überdies sehen wir mit seiner Innensicht dennoch auch, was sich im Draussen abspielt, denn es kommen Freunde zu Besuch und andere Personen, die draussen aus und ein gehen, verkehren mit ihm auf freundschaftlicher Basis. So erleben wir, wenn auch durch die Fernbrille, wie die Leute immer mehr den Sowjet-Manövern ausgeliefert sind - selbst wenn sie Anfangs glühende Verehrer des Systems sind. Auch die Freunde des Grafen gehen und verwehen - aber ihm bleibt oft ein weiterer Grund, sich ins Leben einzubringen. So wird er auch für die Erziehung eines Kindes verantwortlich, als die Mutter dem in den Gulag geschickten Mann folgen möchte.
In der Stille des Hotels werden also Freundschaften geschlossen, Liebesbeziehungen begonnen, Arbeitsverhältnisse gestartet, Kochkünste und Weindegustationen zelebriert - und immer wieder zeigt sich auch die kommunistische Welt, weil Parteileute die Etablissements des Hotels nutzen . Der Graf bleibt aber besonnen und kümmert sich um das Nahegelegene.
Der Clou ist beinahe, dass ein hoher Sovjetfunktionär mit Namen Ossip Iwanowitsch Glebnikow (ist es nicht sogar Stalin selbst, der ja aus Georgien stammte und mit Vornamen Josip also Josef hiess und der Literatur und Kultur bewunderte, obwohl er selbst aus einfachsten Verhältnissen als Sohn eines Schusters stammte?) sich eines Tages in Privatstunden beim Grafen französisch und westliche Sitten beibringen läßt. Im völlig abgeschotteten Bereich einer streng bewachten Hotelsuite treffen sich die zwei, sehr respektvoll und die Lehrstunden finden über eine lange Zeit statt.
Voller unerwarteter Wendungen ist das Leben des Grafen Rostov, so dass das Buch trotz 500 Seiten nie langweilig wird. Was in den 1920er Jahren begonnen hat, endet dann 1954. Eine Zeit des Umbruchs auch in Russland, als nach dem Tode Stalins 1953 ein Machtkampf über die Nachfolge entsteht. Der Graf, diesmal mitten drin im Geschehen, weil er als Oberkellner gewisse Einblicke in die sich positionierenden Anwärter der Nachfolge (hier mit tatsächlichen Namen benannt als Chruschtschow und Malenkov bzw. Beria) erkennen kann und diese Information nutzt, um sowohl für seine Ziehtochter als auch für sich selbst einen günstigen Augenblick zu nutzen.
Ein wunderbares Buch von Anfang bis Ende - voller Menschlichkeit und Philosophie und Konzentration auf Ort und Zeit. Ein herausragender aktueller Schriftsteller.
- Elias Vorpahl
Der Wortschatz
(255)Aktuelle Rezension von: BuechervorhersageIn "Der Wortschatz" begleiten wir ein Wort, das vergessen hat, wie es heißt und das sich auf die Suche nach seinem Sinn gemacht hat. Es ist auf sich allein gestellt und reist durch die fantastische Welt der Sprache.
Ich habe zu diesem Buch gegriffen, da es so anders ist als das, was ich sonst lese und weil ich neugierig darauf war, was mich erwartet. Laut Klappentext geht es um die Suche nach dem eigenen Sinn, ich muss jedoch zugeben, dass ich vor allem nach dem Sinn der Geschichte gesucht habe. Die Geschichte war ganz unterhaltsam im Märchenstil geschrieben und ich fühlte mich etwas wie Alice im Wunderland, doch während des Lesens habe ich mich immer gefragt, wo die Geschichte hinführen wird und ob für mich alles am Ende einen Sinn ergibt. Für mich ist das Ergebnis leider, dass sich mir der Sinn des Buches nicht erschlossen hat. Vielleicht ist es nur für mich nicht die richtige Art von Roman gewesen, vielleicht geht es auch anderen Lesenden so. Ich kann als Fazit feststellen, dass ich die Grundidee und den Ideenreichtum der Geschichte gut fand, ich jedoch den Sinn der Geschichte und somit die Lehre für meinen eigenen Sinn in diesem Buch leider nicht gefunden habe.
- Silvana Lilkendey
WINDHOLM DAS NEBELKIND
(28)Aktuelle Rezension von: PageTurnersCat"Windholm - Das Nebelkind von Silvana Lilkendy ist der Auftakt der Windholmsaga. Das Buch besticht durch seinen ganz eigenen Zauber. Denn es ist keines, dass mit epischen Schlachten oder gruseligen Monstern daherkommt. Nein, erzählt ruhig von Freundschaft, Zusammenhalt und von der Kraft und Zuversicht in einem Selbst zu finden.
Wie begleiten Aric auf seine Reise nach Eldora, einem magischen Ort. Begleitet wird er von Brambelfeet, einen lustigen, dennoch auch tiefgründigen Gnom. Lyra, eine Slyphe wie Arics Mutter es war und dem Wächter Mohri Grinva, einem Steinwesen. Sie halten im dichten Nebel zusammen und stützen sich, wenn einer nicht mehr kann. So streifen sie nicht nur durch die Wälder, sondern begeben sich auch auf eine Reise zu sich selbst.
Das Buch ist wirklich wie ein Windhauch, der durch das Gras streift. Ruhig und sachte erzähl es eine Geschichte über wahre Stärke, Freundschaft und Magie. Man kann sich von ihr tragen lassen und sie wird vielleicht in einem nachhallen. Brambelfeet lockert mit seinem Schabernack manch triste Situation auf und Aric lernt in sich selbst zu vertrauen.
Da das "Setting" in der Geschichte ziemlich gleich bleibt, wiederholen sich manche Sprachbilder öfters. Da ich aber jeden Abend nur ein paar Seiten vor dem Schlafen gelesen habe, hat es mich nicht weiter gestört. Eher hat die Geschichte mich zur Ruhe kommen lassen
Für große und kleine Leser, die auch leise und sachte Erzählungen mögen, kann diese Geschichte ein toller Auftakt einer magischen Saga werden.
- Lori Nelson Spielman
Heute schon für morgen träumen
(219)Aktuelle Rezension von: Pilzi90
„Heute schon an morgen denken“ hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn es mich emotional nicht ganz so mitreißen konnte wie andere Bücher der Autorin. Lori Nelson Spielman vermittelt erneut eine wichtige und inspirierende Botschaft, doch die Umsetzung wirkte auf mich stellenweise etwas zu langatmig.
Besonders gelungen fand ich die klare Botschaft des Buches: Man sollte sein Leben nicht nach den Erwartungen anderer ausrichten, sondern den eigenen Weg gehen. Diese Thematik zieht sich konsequent durch die Handlung und regt zum Nachdenken an, ein großer Pluspunkt der Geschichte.
Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch liest sich angenehm und flüssig, und man findet leicht in die Geschichte hinein. Besonders die Figur der Poppy hat mich überzeugt. Trotz der schweren Schicksalsschläge, die sie erlebt hat, bleibt sie stark und führt ein selbstbestimmtes Leben. Sie wirkt authentisch und inspirierend und war für mich eine der besten Figuren im Buch.
Nonna Rosa blieb mir unsympathisch, und auch das Verhalten von Emilias Vater, insbesondere, wie sehr er sich unterdrücken lässt, fand ich schwer nachvollziehbar. Obwohl sie keine Hauptfiguren sind, haben ihre Charakterzüge bei mir einen negativen Eindruck hinterlassen.
Die Handlung insgesamt empfand ich als etwas träge. Die Geschichte braucht lange, um in Schwung zu kommen, und einige Passagen hätten straffer erzählt werden können. Dadurch ging für mich ein Teil der Spannung verloren.
Fazit:
Ein Buch mit einer starken und wichtigen Botschaft sowie einem angenehmen Schreibstil, das jedoch etwas zu lang geraten ist. Einige Figuren überzeugen sehr, andere weniger – auch wenn sie nur am Rand erscheinen. Insgesamt eine gute, aber nicht herausragende Geschichte, die nicht ganz an die stärkeren Werke der Autorin heranreicht.
- Elif Shafak
Die vierzig Geheimnisse der Liebe
(87)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannDas ist jetzt nicht despektierlich gemeint, aber das (scheinbar) religiöse Gedudel mag dem einen Leser, der anderen Leserin gehörig „auf den Zweig gehen“. In einem solchen Fall ist man geneigt, diesem opulenten Werk von etwa 500 Seiten nicht seine Lebenszeit zu opfern. Warum es trotz solcher Vorbehalte lohnt, sich hier einzulesen, wird spätestens dann deutlich, wenn einen die Kraft der Sprache, die Opulenz der erzeugten Bilder in ein gedankliches Karussell katapultiert, dem nur schwer zu entkommen ist. Solcherart geflasht, folgt man neugierig den beiden Ebenen dieser Erzählung.
Auf der einen, der im 13. Jahrhundert angesiedelte Geschichte, folgen wir der Freundschaft und den Gesprächen zwischen dem persischen Gelehrten und Sufi-Dichter Rumi und dem Wanderderwisch Schams-e Tabrizi, und auf der anderen einer intensiven Auseinandersetzung zwischen der verheiratet Ella und dem „augenöffnenden“ Disput mit dem Autor des Buches „Süße Blasphemie“, Aziz Zahara. Wie nicht anders zu erwarten, werden hier die universellen Enden der Liebe zu einem offenen Knoten verwebt. Und so ganz nebenbei (so nebenbei ist es auch wieder nicht) bekommt man einen recht unverstellten Blick in die Möglichkeiten der islamischen Religion: „‘Wer die Nisa [Sure an-Nisã, Sure „Die Frauen“] mit offenem inneren Auge liest, erkennt, dass in dieser Sure nicht um Frauen und Männer geht, sondern um Weiblichkeit und Männlichkeit. Und jeder Einzelne von uns, auch du und ich, hat, in unterschiedlichen Graden und Abstufungen, sowohl Weibliches als auch Männliches in sich. Nur wenn wir lernen, beides anzunehmen, erreichen wir das harmonische Einssein.‘“
Es würde dem Buch nicht gerecht, diesen Mehrklang zwischen Leben und Liebe, und alles, was dazwischen liegt, eingebettet in die verschiedenen gesellschaftlichen Zustände/Normen auch nur annährend vorstellen zu können. Einerseits. Andererseits kann man diesen Roman auch mit feuchten Augen lesen, ohne sich von der tiefe der Gedanken irritieren zu lassen. In welcher Form auch immer man sich diesem Buch nähert, man wird überrascht werden von der Weite und Tiefe der angebotenen Gedanken. Zusätzlich wird man mit einer spannenden, auseinandersetzungsreichen Geschichte belohnt.
- Niklas J. Wingender
Im Lande Araga
(99)Aktuelle Rezension von: chrissieEin Doppelmord und zwei Elfen, die mit einem Auftrag unterwegs sind zu den Zwergen. Niklas Wingender versteht es meisterlich, immer neue, spannende Fäden in die Reise der beiden Elfen-Freunde zu weben. Zudem hat er mit Araga eine interessante Welt voller wundersamer Dinge erschaffen. Man fragt sich immerzu, wer hinter dem Mord steckt und was es mit dem Auftrag der beiden Elfen auf sich hat.
Was mir weniger gut gefällt, aber in vielen Fantasy-Geschichten vorkommt, sind Wörter, die man nicht aussprechen kann. Für mich haben solche Wörter keinen Wiedererkennungswert, sodass ich jedes Mal, wenn sie mir wieder im Roman begegnen, überlegen muss, was sie bedeuten. Dem Lesegenuss an sich tut das jedoch keinen Abbruch an. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht.
- Ada Dorian
Betrunkene Bäume
(108)Aktuelle Rezension von: FortiDas Buch startet in Sibirien, schätzungsweise irgendwann in den 1960'er Jahren. Weiter geht es dann in Berlin im 21. Jahrhundert. Dort spielt sich die Handlung dann größtenteils ab – irgendwie hatte ich mehr Wechsel zwischen den Zeitebenen erwartet, vielleicht mein Fehler. Die beiden Zeitstränge sind durch Erich verbunden – einem Baumliebhaber und -forscher. Das Thema Bäume fand ich interessant behandelt. Das hätte gerne noch vertieft werden können, denn die Geschichte in der Gegenwart mit Katharina fand ich nicht so überzeugend. Auch die angekündigte Freundschaftsgeschichte zwischen Katharina und Erich wurde etwas kurz abgehandelt. Was das Buch aber schafft (soweit ich das beurteilen kann): das Altern ehrlich zu beschreiben.
Erzählt ist das Buch in einer sehr klaren, schnörkellosen Sprache. Vielleicht auch dadurch erinnerten mich die Passagen über Katharina manchmal an ein Jugendbuch (was nicht schlimm ist).
Auf garkeinen Fall ein schlechtes Buch, aber auch nicht herausragend. Vielleicht wurde hier einfach zu viel zusammen gemischt. - Jon Cohen
Die wundersame Mission des Harry Crane
(107)Aktuelle Rezension von: Liesi_WeBei dem Buch viel mir sofort der Schreibstil auf. Er ist sehr entspannt und gefühlvoll zu lesen. Harry, der seine Frau aufgrund eines Lottospiels warten ließ und diese dann starb -und von Oriana, welche ihren Vater verlor und nun glaubt er sein ein Flügelwesen aus dem Märchen- werden verbunden durch die Magie des Waldes. Bäume sind Harry's Leidenschaft genauso wie Oriana sich bei ihnen an ihren Vater erinnert. Eine Thematik, welche ich so noch nie gelesen habe und mich deswegen auch faszinierte. Jedoch war ich von der Geschichte nie so gefesselt, dass ich sie verschlungen habe. Es geht in diesem Buch viel um die Trauerbewältigung, das Loslassen geliebter Menschen und das Wiederfinden neuen Lebensmutes und des Liebe.
- Khalil Gibran
Der Prophet
(189)Aktuelle Rezension von: GrixDieses Buch ist sooo Vieles zugleich: rätselhaft, weise, märchenhaft und in den allermeisten der kurzen, aber intensiven Kapiteln inhaltlich absolut überzeugend (und wo nicht, liegt es an den immerhin - und unfassbaren - 100 Jahren seit Veröffentlichung).
Vor allem aber strahlen die Texte eine Wärme und Geborgenheit aus, die wirklich gut tut, wenn man im Alltag einmal innehalten möchte, einen Rat sucht oder einfach Kraft und Zuversicht schöpfen möchte.
Der atmosphärische Mischung aus exotischem Flair zwischen Religion und freier Spiritualität, zwischen Orient und Okzident wohnt ein Zauber inne, der mich nach jeder Lektüre eine ganze Weile umhüllt und begleitet.























