Bücher mit dem Tag "weisheiten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "weisheiten" gekennzeichnet haben.

292 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783844549041)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.455)
    Aktuelle Rezension von: Sabrina_Meinen

    Anders als manch einer glauben mag, sind sich viele Menschen schon seit längerem über die Wichtigkeit des Umweltschutzes bewusst. Als Frank Schätzing das Buch "der Schwarm"  schrieb, gingen viele von den "Fridays for Future"-Kids noch zur Schule. 

    Basierend auf der Klimaerwärmung hat der Autor eine fiktive Geschichte aufgebaut. Die Menschheit wird plötzlich von Würmern, Krebsen, Orcas und anderen Wasserlebewesen angegriffen bzw. diese bearbeiten den Meeresboden um diesen zum Abrutschen zu kriegen.

    Der Mensch sieht sich plötzlich einer tierischen Übermacht entgegen. Wie immer begegnet er dieser nicht nur einseitig, nein er bemüht sich sie nicht nur zu bekämpfen sondern auch sie zu erforschen und nach einer friedlichen Lösung zu suchen. Ob er sie wirklich finden kann, werde ich natürlich nicht verraten.

    Im Grunde genommen bestehen die Hauptkonflikte zwischen den Menschen und dem Unbekannte aus dem Wass er sowie zwischen Militär und Wissenschaft. Dazu gibt es weitere Nebenkonflikte, die mir teils zu weit führen und etwas von der Geschichte ablenken. 

    Insgesamt hätte das Buch um einige Seiten schlanker sein dürfen. Es ist zwar gut geschrieben, aber manche Szenen sind von Beschreibungen überladen. Auch die Anzahl der Figuren war mir zu viel. Ich hatte Schwierigkeiten sie auseinander zu halten. Insbesondere zwischen Mann und Frau zu trennen. Hier wäre es hilfreich gewesen, wenn die Figuren weniger oft mit Nachnamen genannt würden.

    Empfehlen kann ich das Buch allen, die es bildgewaltig brauchen und Beschreibungen in Büchern lieben. Ebenso Lesern, die gerne Geschichten mit Unbekannten Wesen mögen und es gerne etwas wissenschaftlicher wollen.

  2. Cover des Buches Biblioteca Obscura: Das Bildnis des Dorian Gray (ISBN: 9783845854403)
    Oscar Wilde

    Biblioteca Obscura: Das Bildnis des Dorian Gray

     (1.978)
    Aktuelle Rezension von: berlinerkatze

    Sprachlich und inhaltlich durchaus bemerkenswert, allerdings finde ich den überzogenen  Sprachstil und die philosophischen Aspekte - wie bei so vielen Klassikern - anstrengend und unauthentisch. Die  Charaktere haben mich auch gar nicht gekriegt. Insgesamt hat sich die Geschichte nur gezogen, sodass ich nach S.80 abbrechen musste 

  3. Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522202503)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte

     (7.022)
    Aktuelle Rezension von: FusselFelix

    Als großer Fan von "Die unendliche Geschichte" war es für mich ein faszinierendes Erlebnis, das Buch endlich zu lesen. Als Kind habe ich den Film geliebt, doch im Gegensatz zum Film, der leider viele Nuancen der eigentlichen Aussage und Logik des Buches verliert, entfaltet sich die wahre Tiefe der Geschichte erst beim Lesen. Michael Endes Meisterwerk entführt den Leser auf eine epische Reise voller Fantasie und Emotionen, die im Film oft nur oberflächlich dargestellt werden können. Das Buch regt viel mehr zum Nachdenken an als der Film es schafft. Es ist wirklich ein Buch, das man gelesen haben muss, um die volle Magie und Bedeutung Phantásiens zu erfassen. Ich bin dankbar, dass ich endlich die Gelegenheit hatte, das Buch zu entdecken und die Geschichte in ihrer wahren Form zu erleben.

  4. Cover des Buches Das verlorene Symbol (ISBN: 9783404160006)
    Dan Brown

    Das verlorene Symbol

     (2.017)
    Aktuelle Rezension von: Frank1

    Klappentext:

    Robert Langdon ist zurück – und er begibt sich auf eine Jagd, die in der Ge­schichte des Thril­lers ihres­gleichen sucht.

    Als Robert Langdon von seinem ehemaligen Mentor gebeten wird, einen Vor­trag in Washing­ton zu hal­ten, er­war­tet er dort ein ge­spann­tes Publi­kum, das sei­nen Aus­füh­rungen zur Sym­bo­lik in der Archi­tek­tur der Haupt­stadt fol­gen möchte. Statt­des­sen fin­det er die mit rät­sel­haf­ten Täto­wie­rungen ver­se­hene, ab­ge­trennte Hand eines Men­schen vor. Und es er­war­tet ihn ein per­fi­der Kil­ler, der von einer ge­heim­nis­vol­len Mis­sion er­füllt ist. Die Suche nach etwas, das tief im Her­zen der ameri­kani­schen Metro­pole ver­bor­gen liegt – und des­sen Ent­deckung den Lauf der Ge­schichte für immer ver­än­dern würde.

    Mit seinen subtilen Verknüpfungen von erstaunlichen Fakten, ge­heim­nis­vol­len Codes und mys­teri­ösen Arte­fak­ten fas­zi­niert Das ver­lorene Sym­bol auf jeder Seite mit Über­raschungen und atem­be­rau­ben­den Wen­dungen. Und Robert Lang­don muss schon bald er­ken­nen: Nichts ist so schockie­rend wie das, was direkt vor unse­ren Augen liegt.


    Rezension:

    Als Robert Langdon gerade frühstücken will, ruft der Assistent eines guten Freun­des an, ob er am sel­ben Abend als Red­ner bei einer Ver­an­stal­tung im Capi­tol ein­springen kann. Er wird sogar mit einem Pri­vat­flug­zeug ab­ge­holt. Als er je­doch im Capi­tol ein­trifft, stellt sich heraus, dass gar keine Ver­an­stal­tung an­ge­setzt ist. Statt­des­sen taucht im Be­sucher­be­reich eine ab­ge­trennte, über und über täto­wierte mensch­liche Hand auf. An einem auf­fälli­gen Ring er­kennt Robert diese als die sei­nes Freun­des. So­wohl der Ent­füh­rer des Freun­des als auch die CIA set­zen ihn schon bald unter Druck, das Rät­sel zu lösen.

    „Illuminati“ und „Sakrileg“ kenne ich nur aus den Ver­fil­mungen. Dan Browns 3. Thril­ler um sei­nen Prota­gonis­ten Robert Lang­don habe ich jetzt, 14 Jahre nach der Ver­öffent­lichung, in Buch­form konsu­miert. Ich muss zu­ge­ben, dass der Schreib­stil wirk­lich fes­seln kann. Der Hin­ter­grund der Hand­lung ist eng mit den Ritu­alen des Frei­mau­rer­tums ver­knüpft. Lei­der gibt es kei­nen An­hang, in dem ver­raten wird, was kon­kret auf Tat­sachen be­ruht und was der Fan­ta­sie des Autors ent­springt, wie ich es aus eini­gen ande­ren, an rea­len Vor­ga­ben orien­tier­ten Büchern kenne. Da kann man als Leser lei­der nur raten. Bei eini­gen tech­nischen Ge­ge­ben­hei­ten sind aller­dings er­heb­liche Logik­schwächen er­kenn­bar, wes­halb man wohl durch­aus auch bei die­ser The­ma­tik ein ge­sun­des Miss­trauen an den Tag legen sollte. Das hat je­doch keiner­lei Ein­fluss auf das Funktio­nie­ren der Ge­schichte, die einen schnell in den Bann zieht und bis zum Ende nach knapp 800 Sei­ten ge­fangen hält. Wie der Autor immer wie­der neue Über­raschungen ein­baut und das Ganze am Ende doch lo­gisch zu­sam­men­passt, zeigt Kön­nen. Alleine die Auf­deckung der Iden­ti­tät des Täters über­rascht, ob­wohl sich heraus­stellt, dass alle zu­vor ein­ge­bau­ten Infor­mati­onen kor­rekt sind.

    Für die Übersetzung kann man dieses große Lob nicht uneinge­schränkt über­neh­men. Hier fal­len näm­lich einige Eigen­tüm­lich­kei­ten ins Auge. Das fängt damit an, dass das Capi­tol in Washing­ton manch­mal (nicht immer!) ein­ge­deutscht mit „K“ ge­schrie­ben wird. Auch Ein­hei­ten wer­den mal im ameri­kani­schen Maß, mal im met­ri­schen an­ge­ge­ben. Man ge­winnt bei­nahe den Ein­druck, ein­zelne Teile des Buches wären von unter­schied­lichen Über­set­zern be­ar­bei­tet wor­den, zwi­schen denen keine Ab­sprachen statt­fan­den.

    Der Autor wechselt häufig zwischen den unterschiedlichen Prota­gonis­ten be­zie­hungs­weise dem Anta­gonis­ten. Dabei setzt sich das Puzzle nur lang­sam zu­sam­men. Auf­fal­lend ist auch, mit wie weni­gen nament­lich be­kann­ten Charak­teren ein Buch die­ses Um­fangs aus­kom­men kann.


    Fazit:

    Trotz kleiner Schwächen im Detail kann dieser Robert-Langdon-Thril­ler mit sei­nem ge­konn­ten Hand­lungs­auf­bau über­zeu­gen.


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  5. Cover des Buches 1Q84 (Buch 1, 2) (ISBN: 9783442743629)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 1, 2)

     (743)
    Aktuelle Rezension von: Anthyora

    Die Geschichte der beiden Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Die Beschreibung der Charaktere und deren Umgebung sind so detailliert, dass man die Szenerie klar vor Augen hat. Die Geschichte war für mich ein Ansatz über einiges nachzudenken. Zudem kommen auch noch die Background Geschichten und doch kommt mir das Buch nicht unnötig vollgepackt vor. Die wichtigsten Details sind eben vorhanden und perfekt Sinn zu machen. Ich mag auch den Schreibstil sehr, weil es mich sehr schnell gefesselt hat.

  6. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783453503946)
    Noah Gordon

    Der Medicus

     (2.231)
    Aktuelle Rezension von: Moritz_Hoffmann

    Ich habe mir schon eine Menge schlechter Bücher angetan (darunter Schund aus der Feder von Mac P. Lorne, und den ideoligisch absolut fragwürdigen Bernard Cornwell), aber ich bin versucht, zu sagen, dass hier ein neuer Maßstab an historischer Unkorrektheit gesetzt wird!

    Nein: Das tut weh! Das konnte ich mir NICHT bis zum Ende geben! Ich werde also nicht erfahren, wie die Geschichte des Medicus Rob Cole weitergeht und endet ... und ehrlich: Es tut mir darum auch nicht leid.

    Denn Mr. Noah Gordon verwebt in seinem Roman so viel historische Inkorrektheit, dass ich gefühlt bei jedem zweiten Satz das Buch anschreien muss (und nein, das ist nicht mein normales Verhalten 😉😁). 


    Ein paar Kostproben:

    Vorab, der Roman spielt im 11. Jahrhundert und beginnt im angelsächsischen England.

    1. Das angelsächsische England hatte keine Steinburgen, man spricht hier (wie allgemein im Frühmittelalter) von hölzernen Hochmotten. Mr. Gordon weiß das nicht ... Schade! (Die beschriebenen städtischen Gilden gab es übrigends auch noch nicht ...)

    2. Schnaps. Es wird Schnaps getrunken. Ist mir neu, dass es im 11. Jahrhundert schon Schnaps gab! Alle Achtung - uff!

    3. Straßburg in Frankreich im 11. Jahrhundert: Da krieg ich als Deutscher mit Kenntnissen der Geschichte meines Landes Kreislaufprobleme! Mannomann - Straßburg war im Mittelalter deutsch. Hat Mr. Gordon sich auch nur im Entferntesten mit dem Europa dieser Zeit befasst???

    4. Es wird noch schlimmer: Die Kirche Hagia Sophia wird einfach mal zur Kirche der Heiligen Sophie umbenannt. Ach, Namen sind Schall und Rauch! (Mag aber sogar sein, dass es ein Übersetzungsfehler ist ...)

    5. Noch schlimmer: Türken! Die heutige Türkei war damals das christliche Reich Byzanz, auch oströmisches Reich genannt. Nicht bei Mr. Gordon - da geht es von Konstantinopel aus durch die Türkei! Es tut wirklich weh ...

    6. Die Krone des Ganzen: Der Held gibt sich als Jude aus, weil er in Isfahan Medizin studieren will. Warum? Warum??? Die Erklärung, die uns Gordon liefert: Christen durften nicht an der Universität von Isfahan studieren. - DOCH! Durften sie! Völliger Schrott! Ich verstehe auch den Sinn dahinter nicht, warum Gordon behauptet, Isfahan wäre christenfeindlich gewesen - was bezweckt er damit? Das in den USA beliebte Bild vom bösen, intoleranten Islam zu manifestieren? Ich kapier den Sinn dieser Geschichtsverfälschung nicht!


    Ich weiß nicht: Wie, wie verdammt noch mal ist dieser Blödsinn zu einem Weltbestseller geworden? Das ist ja direkte Verdummungsliteratur! ... Tut mir leid, dass ich das so hart formuliere, aber anders geht's hier einfach nicht! So viel Geschichtsverfälschung auf einem Haufen in einem hoch gelobten Weltbestseller triggert mich einfach! 

    Ich habe mich - in Bezug auf Jeremiah Pearson - schonmal über den doch eher lockeren Umgang amerikanischer Autoren mit Geschichte geäußert, aber es gibt Grenzen! Und Mr. Gordon hat hier einfach eine Grenze überschritten. Wie kann man so einen Quatsch "historischer Roman" nennen? 

    Das ist bestenfalls schlechte Fantasy! 

  7. Cover des Buches Der kleine Prinz (ISBN: 9783150114636)
    Antoine de Saint-Exupéry

    Der kleine Prinz

     (7.960)
    Aktuelle Rezension von: Jokoo

    "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry ist zweifellos ein zeitloser Klassiker, der Leser jeden Alters verzaubert. In dieser faszinierenden Erzählung begleitet der Leser einen jungen Prinzen auf seiner Reise durch verschiedene Planeten, auf der Suche nach Wahrheit und Bedeutung im Universum.

    Das Buch, obwohl scheinbar für Kinder geschrieben, ist reich an tiefer Weisheit und philosophischer Bedeutung. Es wird auf komplexe Themen wie Liebe, Freundschaft, Verlust und die Bedeutung des Lebens eingegangen.

    Die Charaktere, angefangen beim einfühlsamen kleinen Prinzen bis hin zu den skurrilen Bewohnern der von ihm besuchten Planeten, sind liebevoll gezeichnet und regen zum Nachdenken an. Die Illustrationen ergänzen die Erzählung perfekt.

    "Der kleine Prinz" ist ein Buch, das man immer wieder lesen kann. Es ist eine zeitlose Geschichte, die uns daran erinnert, was im Leben wirklich zählt, und die uns lehrt, mit dem Herzen zu sehen.

  8. Cover des Buches Der Alchimist (ISBN: 9783257072723)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist

     (2.084)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Der junge Hirte Santiago zieht, geleitet von einem immer wiederkehrenden Traum, von Spanien über die Straße von Gibraltar bis zu den Pyramiden nach Ägypten. Er träumt kontinuierlich von einem großen, mächtigen Schatz, der bei den Pyramiden zu finden sei. Angetrieben von diesem Gedanken, erlebt er einzigartige Abenteuer und lernt mehr auf seiner Reise, als jemals gedacht hatte  

    Paulo Coelho schreibt leicht verständlich und zaubert ohne großes Drumherum das Gefühl der afrikanischen Hitze an den Ort, an dem man gerade das Buch aufgeschlagen hat. Begleitet von orientalischem Flair und gekonnter Wortwahl, schafft er es den Leser ohne auszuschweifen mitten in die Erzählung hineinzuziehen. Der Leser kann direkt die Strahlen der untergehenden Sonne in der Wüste auf der eigenen Haut spüren oder einen riesigen afrikanischen Markt vor seinen Augen erscheinen zu lassen. Santiago als Protagonist erscheint sympathisch. Er ist ein junger Mann mit Träumen und Zielen, die er erreichen möchte und denkt zudem sehr viel über sich selbst und die Bedeutung der Existenz nach; über die Bedeutung und das Gleichgewicht der Welt. Vieles im Buch erscheint magisch, fiktiv und fantastisch, doch gleichzeitig auch echt und glaubwürdig. Coelho spielt mit der Einfachheit der Erzählung, scheint dem Leser in Fabelmanier alle Antworten ein wenig schulmeisterhaft aufzutischen, lässt aber doch viel Raum um den Leser zusammen mit dem Protagonisten zu wachsen und nachzudenken. 

    Mein Fazit: Paulo Coelho fordert, wie so häufig seine Leser auf, über das Leben, die eigenen Ziele und eigenen Werte nachzudenken. Dabei schlägt er zwar, wie zumeist eine klare Linie ein, gibt aber doch ausreichend Interpretatiosspielraum für die eigene Fantasie des Lesers. Definitiv nicht umsonst eines der bekanntesten Werke des Autors 

  9. Cover des Buches Ich bin dann mal weg (ISBN: 9783890296005)
    Hape Kerkeling

    Ich bin dann mal weg

     (4.105)
    Aktuelle Rezension von: NoaJael

    Das Buch ist mir diesen Herbst auf einem Spaziergang durch mein Viertel in die Hände gefallen. Ich war begeistert, weil gerade mein Jakobsweblues anfing, nachdem ich diesen Sommer 50 Tage auf dem Southwestcoastpath unterwegs war und 30 Tage auf verschiedenen Jakobswegen in Spanien. 

    Ich habe damals den Film zum Buch im Kino gesehen, aber bisher nicht dem Buch gewidmet. Schon damals fand ich den Film sehr komisch, jetzt beim Lesen hat sich dieses Bild verstärkt. Die Beschreibungen von Hape Kerkeling wirken sehr grotesk, komisch und teilweise überzogen. Bühnenreif. Ich kenne diese absurden Momente zu hauf. Immer wenn ich so etwas erlebe denke ich: Wenn ich das so auf einer Bühne sehen würde, würde ich denken, dass sich das jemand ausgedacht hat und vollkommen bescheuert ist. Aber nein, der Jakobsweg ist voll mit den absurdesten Menschen und Situationen. 

    Ich bin beim Lesen sehr gerne mit Hape den Camino Frances gelaufen und gefahren. Zumal ich diesen Weg nur in den Abschnitten kenne, die er sich mit anderen Caminos teilt oder in denen er von anderen gekreuzt wird. Auch ist die Art zu pilgern nicht meine: Bus, Zug, Hotel, Pension. Aber jeder auf seine Art. Es gibt nicht die eine Pilgerreise. Schön war für mich vor allem, dass ich beim Lesen die ganze Zeit das Gefühl hatte, dass ich ein Zeitzeugnis lese. Zum einem sind die öffentlichen Herbergen mittlerweile meist moderner und zum anderen sind leider Gottes auch noch viel mehr Menschen unterwegs. Für mich wirkt Kerkelings Weg sehr ruhig. Ich glaube auch die ein oder andere Stelle die er noch abenteuerlich läuft sind mittlerweile richtige Fußwege...

    Besonders schön, fand ich die Momente in denen das Buch auch Anfing etwas tiefer zu werden. Und genau dies ist mein Kritikpunkt: MIr fehlt teilweise die Tiefe. Ich verstehe auch, dass andere Pilger geschützt werden sollen und dass, er sich selber schützt und ganz der Komiker bleibt. 

    Daher gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen. Und meine Füße jucken wieder: Der Weg ruft.

  10. Cover des Buches Etta and Otto and Russell and James (ISBN: 9780241003343)
    Emma Hooper

    Etta and Otto and Russell and James

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee
    Eines Tages macht sich die 82jährige Etta auf den Weg ans Meer, quer durch Kanada. Ihr Mann Otto bleibt zu Hause und versucht, alleine zurechtzukommen. Doch Etta vergisst allmählich Dinge, Otto erinnert sich an fast alles. Und dann ist da noch Russell, der Nachbar, der selbst in Etta verliebt war. Und James, ein Koyote, der Ettas Begleiter auf der Wanderung ist. Auf dem Weg erzählen sie ihr Leben: von der Liebe, vom Krieg und einer Farm in der staubigen Einöde Saskatchewans, vom Backen und vom Briefeschreiben.

    Emma Hoopers Roman mit dem langen Titel ist ein bezaubernder, ein leiser Roman, der sich nicht vieler Worte bedient. Manchmal erschließt sich die Bedeutung nicht direkt, viele Passagen sind näher an einem Traum als an der Realität, z.B. Ettas Unterhaltungen mit James. Die Autorin überlässt dem Leser die Entscheidung, was geschieht und was nicht. So ist das Ende sehr offen für verschiedene Interpretationen. Diese Unbestimmtheit der Erzählung war mir manchmal etwas zu viel des Guten und ich habe nach tieferen Bedeutungen gesucht. Ich habe viel über die Handlung nachgedacht und bin mir bei den phantastischeren Elementen immer noch nicht sicher, was ich davon halten soll. Daher schwanke ich zwischen 4 und 5 Sternen.

    Die Sprache ist sehr spartanisch und auf das Wichtigste beschränkt. Trotzdem konnte mich die Erzählung vom ärmlichen Leben auf einer Farm, von der Beziehung von Etta mit Otto und Russell und von Ottos Erlebnissen in Europa im 2. Weltkrieg fesseln und zutiefst berühren. Letzten Endes kommt es bei „Etta and Otto and Russell and James“ wohl auch eher auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Erinnerungen der Charaktere als auf die äußere Handlung an. In dieser Hinsicht konnte mich das Buch überzeugen.
  11. Cover des Buches Veronika beschließt zu sterben (ISBN: 9783257246278)
    Paulo Coelho

    Veronika beschließt zu sterben

     (3.137)
    Aktuelle Rezension von: McNic

    „Veronika hasste alles, doch vor allem hasste sie die Art, wie sie ihr Leben geführt hatte, ohne je all die Hunderte von anderen Veronikas zu entdecken, die in ihr lebten und die interessant, verrückt, neugierig, mutig, risikofreudig waren.“


    Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen, weil ich die Charaktere und deren bewegende Geschichten unfassbar toll fand. Auch die vielen Botschaften, die man aus dem Buch ziehen kann, haben mich oft zum Nachdenken gebracht. 


    Schade finde ich, dass nicht klargestellt wird, dass nicht jede psychische Erkrankung so einfach zu „heilen“ ist, wie es in dem Buch oft dargestellt wird. Zudem finde ich das Verhalten der Protagonistin in einer bestimmten Textstelle extrem grenzüberschreitend, jedoch wird das Verhalten überhaupt nicht als solches dargestellt, sondern im Gegenteil als erleuchtende Erfahrung für die Protagonistin.

  12. Cover des Buches Momo (ISBN: 9783522202992)
    Michael Ende

    Momo

     (2.353)
    Aktuelle Rezension von: JeremySally_McTaylor

    ICH LIEBE diese Geschichte! Denn sie beinhaltet so viel Wahrheit, gerade im heutigen Zeitalter! Michael Ende hat es schon lange kommen sehen, einer der Autoren, die die Welt wirklich "SEHEN" in ihrer Entwicklung und Vielschichtigkeit. Es gibt zu dem Buch auch eine durchaus gelungene Verfilmung und Hörspiel, jedoch ist das Lesen wirklich die beste Methode, den Inhalt zu begreifen. Es hat m. E. durchaus auch eine philosophische Lehre ohne zu dick aufzutragen. Es mag vielleicht sein, daß es kein "modernes" Fantasy-Buch ist, doch hat an aktueller Brisanz nichts verloren. Ich würde jedem Kind (Mensch) dieses Buch in die Hand drücken, damit er/sie/es liest und keine Zeit verliert! Kenner dieses Werks werden meine Anspielung verstehen, und wer wissen möchte, wovon ich da schreibe....nun lies das Buch, und es erklärt sich dir! ;-)

  13. Cover des Buches Die Eleganz des Igels (ISBN: 9783423429917)
    Muriel Barbery

    Die Eleganz des Igels

     (842)
    Aktuelle Rezension von: Ansonstern

    Ich mag Geschichten, die vom Alleinsein handeln, aber nicht alle davon. Dieses Buch ist irgendwo dazwischen. Eigentlich hatte es mich schon auf der dritten Seite für sich gewonnen, als Renée erzählt, dass sie allein mit ihrem Kater lebt und weder er noch sie “große Anstrengungen [unternehmen], sich in die Reihe unserer Artgenosse einzugliedern”. Sowohl sie als auch Paloma geben sich große Mühe, nicht zu zeigen, wie intelligent sie wirklich sind. Es ist humorvoll und tiefsinnig, gleichzeitig aber auch sehr französisch; es erinnert mich an den Französischunterricht zu Schulzeiten, wo man sich durch den Text kämpfte, gefühlt jedes zweite Wort nachschlagen musste und dann merkte, dass es nicht nur am Wortschatz, sondern auch am verschachtelten und eigensinnigen Satzubau liegen könnte, dass man nicht alles verstanden hat. Das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes und schließlich war ich auch diejenige, die wild entschlossen war, dieses Buch zu lesen. Ich werde auch in Zukunft wieder zu diesem Buch zu greifen, aber eher um zu philosophieren und nicht, wenn ich leichte Unterhaltung suche.

  14. Cover des Buches Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger 3D, 1 Blu-ray (ISBN: 4010232059383)
    Yann Martel

    Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger 3D, 1 Blu-ray

     (1.036)
    Aktuelle Rezension von: Fiona_Camars

    Eines der schönsten und ungewöhnlichen Bücher, die ich je gelesen habe. Das Setting ist merkwürdig, mit einem indischen Zoobesitzer Sohn. Die Geschichte mäandern erst hier hin und dorthin, bis plötzlich der (im Deutschen) namensgebende Schiffbruch passiert, bei dem sich der Junge auf einem kleinen Rettungsboot mit einer Handvoll bedauernswerten Tieren wiederfindet. Ungewohntes Ende. Tolle Geschichte!

  15. Cover des Buches Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (ISBN: 9783596510979)
    Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

     (1.160)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Milan Kunderas "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" manifestiert sich als ein meisterhaftes Werk, das nicht nur den politischen Rahmen des Prager Frühlings einfängt, sondern auch tief in die Essenz menschlicher Gefühle eindringt. Diese Erzählung entfaltet sich als eine Symphonie von Leben und Liebe, durchtränkt von einer atmosphärischen Brillanz, die selbst den anspruchsvollsten Leser fesselt.

    Kundera webt die Charaktere in ein psychologisches Gewebe, das die Vielschichtigkeit menschlicher Emotionen auf einzigartige Weise enthüllt. Tomas, Teresa, Sabina und Franz werden zu lebendigen Gefährten auf einer Reise durch die Abgründe ihrer eigenen Seelen. In der geschickten Darstellung ihrer Ambivalenzen und inneren Kämpfe erkennt man Kunderas meisterhafte Fähigkeit, das Emotionalste im Menschen zu erforschen.

    Die Erzählstruktur, die narrative Geschicklichkeit mit philosophischer Tiefgründigkeit verbindet, fordert intellektuell heraus, ohne dabei die emotionale Resonanz zu vernachlässigen. Kundera platziert die Schicksale seiner Charaktere in einem philosophischen Kontext, der existenzielle Fragen hervorruft und den Leser dazu inspiriert, über die eigene Existenz nachzudenken. Diese Kombination aus persönlicher Geschichte und philosophischer Reflexion erzeugt eine kraftvolle emotionale Wirkung.

    Kunderas Sprache, präzise und dennoch poetisch, verleiht dem Text eine Eleganz, die die Gefühlswelt der Geschichte subtil einfängt. Die Nuancenreichtum seiner Prosa ermöglicht es, komplexe Gedanken und Gefühle mit einer Intensität zu vermitteln, die den Leser berührt und mitnimmt. Die emotionale Tiefe, die in jeder Zeile schwingt, spricht direkt zum Herzen.

    Die thematische Vielfalt des Romans, von der Liebe bis zu den politischen Intrigen, wird mit einer bemerkenswerten Ausgewogenheit behandelt. Kundera umgeht geschickt jegliche Simplifizierung und erlaubt dem Leser, in den vielfältigen Facetten menschlicher Existenz zu schwelgen, ohne dabei die emotionale Verbindung zu verlieren.

    "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" ist nicht nur ein literarisches Meisterstück, sondern auch eine emotionale Reise. Milan Kundera hat ein Werk geschaffen, das nicht nur den Verstand anspricht, sondern auch das Herz tief berührt. In diesem Buch verschmelzen literarische Genialität und emotionale Resonanz zu einem unvergesslichen Leseerlebnis, das die zutiefst menschlichen Aspekte der Existenz feiert.

  16. Cover des Buches Also sprach Zarathustra (ISBN: 9783150206935)
    Friedrich Nietzsche

    Also sprach Zarathustra

     (246)
    Aktuelle Rezension von: Sandra1975

    Nachdem Zarathustra sich zehn Jahre in die Einsamkeit zurückgezogen hatte, beschliesst er, seine Höhle zu verlassen und von dort zu den Menschen hinabzusteigen. Damit beginnt die "Vorrede" von "Also sprach Zarathustra", die zugleich eine gescheiterte Rede ist. Denn die Menschen auf dem Marktplatz lachen den Einsiedler aus. Sie verstehen seine Botschaft nicht. Dabei hatte Zarathustra zehn Jahre lang "seines Geistes genossen"; er hat grosse Einsichten zu vermitteln, landet aber dabei nicht bei der Masse. 

    Nach dieser "Vorrede", die sich nach der Lektüre des Buches als vorläufige Rede, also im wörtlichen Sinne als Vor-Rede herausstellt, beginnt der Teil mit den Reden Zarathustras, die systematisch gegliedert sind. Das allererste und wohl berühmteste und auch wohl am häufigsten kommentierte Kapitel trägt die Überschrift "Von den drei Verwandlungen". Der Geist ist zunächst Kamel, dann Löwe, dann Kind, wobei das Kind "ein aus sich rollendes Rad" und ein unbedingtes Ja-Sagen ist. Wie sich später herausstellen wird, ähnelt das Kind in diesem Punkt dem Esel, welcher ebenfalls I-A sagt. 

    Die so gestaltete Wiederholung der Motive bei deren gleichzeitiger Abwandlung macht das zunächst philosophische Prinzip der "ewigen Wiederkunft [nicht "WiederKEHR" wie oft fälschlicherweise zitiert] des Gleichen" ästhetisch erfahrbar. Genauer: Philosophische Tiefe wird als ästhetische Sinnlichkeit erfahrbar. Wie Nietzsche anderswo ausführt: "Alle Menschen der Tiefe […] schätzen an den Dingen, dass sie eine Oberfläche haben"  und meint damit wohl die griechische Antike, deren Begriff "aisthesis" wörtlich "sinnliche Wahrnehmung" bedeutet. Die Einheit von Oberfläche und Tiefe wird andererseits schon in der Vorrede angedeutet, nämlich im Bild des Seiltänzers, der sich "in die Tiefe" stürzt und auf den Boden des Marktplatzes fällt. Der Mensch wiederum ist "ein Seil zwischen Tier und Übermensch, ein Seil über einem Abgrund". Wenn also das Seil der Mensch ist, dann allegorisiert der Seiltänzer möglicherweise einen Metaphysiker - vielleicht auch das Christentum - der wörtlich hoch oben auf dem Menschen herumtanzt, bis er die Täuschung seines Tanzes über der Menge durch den Aufprall auf der Bodenoberfläche erfährt. Der Tanz seinerseits ist eine Stil-Metapher: "Ja, ich erkenne Zarathustra. Rein ist sein Auge, und an seinem Munde birgt sich kein Ekel. Geht er nicht daher wie ein Tänzer?", heisst es im Kapitel "Vom Gesicht und Räthsel". In der engen Verstrickung dieser Motive offenbart der "Zarathustra" seine eigene Leseanweisung.

    Das Kapitel "Vom Gesicht und Räthsel" ist gleichsam der Höhepunkt des Buchs. Strukturell nach dem mathematischen Prinzip der Fibonacci-Formel komponiert, treibt das Kapitel sein Spiel - seinen stilistischen und rhetorischen Tanz - mit der vielschichtigen Bedeutung des Wortes "Gesicht", nämlich als "Vision", "Antlitz", aber auch mit dessen klanglicher Nähe zu "Geschichte". Tatsächlich handelt das Kapitel von einem Albtraum - von einem 'Traumgesicht' -, in dem der Gedanke der ewigen Wiederkunft in Form eines "Räthsels" geträumt wird. Ein Rätsel wiederum unterscheidet sich von einem Geheimnis dadurch, dass es gelöst werden kann. Gemäss dem ästhetischen Credo des "Zarathustra" will des Rätsels Lösung auf der Oberfläche des Textes gesucht werden, da sich, wie gesagt, in der Oberfläche die Tiefe manifestiert. So gelangt man nach einer aufwändigen analytischen Feinarbeit zur Fibonacci-Formel, die die Traumerzählung in zwei gleiche Hälften aufteilt, wobei in der zweiten Hälfte die Motive (z.B. das Schiffsmotiv als Metapher für das Dichten) in abgewandelter Form wieder vorkommen - der Gedanke der ewigen Wiederkunft des Gleichen, bis ins kleineste Detail strukturell abgebildet, sodass das Kapitel zum "Gesicht" oder Antlitz des Gedankens geworden ist. 

    Und so weiter.

    Für mich sprengt der "Zarathustra" alle Kategorien. Er ist wahnsinnig und vernünftig, kindlich-spielerisch und ernst, parodisch, biblisch, antik, modern, mathematisch, musisch, lyrisch, prosaisch, aber durch die Dialogstruktur auch dramatisch, traditionsbezogen und zugleich visionär. Aus ihm spricht eine tiefe Einsamkeit und zugleich eine grosse Zuwendungslust. Das Buch hat mich gepackt, irritiert, tief berührt und insgesamt meinen Blick auf das Leben und die Literatur grundlegend verändert.

  17. Cover des Buches Komm, ich erzähl dir eine Geschichte (ISBN: 9783596521715)
    Jorge Bucay

    Komm, ich erzähl dir eine Geschichte

     (323)
    Aktuelle Rezension von: Tomatenkind

    Da ich das Buch geschenkt bekommen habe, wollte ich es natürlich auch (zu Ende) lesen, zwischendrin ist mir aber immer wieder die Motivation dazu abhanden gekommen. Ich habe mich beim Lesen doch ziemlich gelangweilt.

    Die Geschichten waren irgendwie zu wenig interessant(?) für mich und das Setting drum herum fand ich eher störend.

    Der Schreibstil war ebenfalls nicht für mich - selbst das Cover finde ich nicht besonders ansprechend. 

    Ich weiß nicht, ob mir das Buch besonders viel gebracht hat. Das Format, das ich habe ist aber eine Miniversion, das war das beste an dem Buch!

  18. Cover des Buches Siddhartha (ISBN: 9783518463543)
    Hermann Hesse

    Siddhartha

     (918)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Oberflächlich gesehen behandelt dieses Werk die Befreiung aus veralteten Strukturen und spirituelle Reise eines Mannes zur Wahrheit seiner Existenz. Unterschwellig jedoch webt Hesse viel mehr Geheimnisse ein, die sich den Lesenden nur erschließt, wenn sie sich davon lösen, eine Biografie mit romantischem Erzählstil zu lesen. Man merkt dieser Erzählung stark an, dass Hesse sich viel mit den Lehren des Carl Gustav Jung und des Taoismus und Buddhismus beschäftigt hat. Doch ihm fehlen die Worte, das zu beschreiben, was er dabei erfahren hat - was auch die Prämisse dieser philosophischen Richtungen darstellt. So strebt er an, die geistige Reise der Lesenden und auch des Autors selbst, in dieser Handlung zu extrapolieren. Jedoch erzählt sie nicht auf direkte Weise, was das für eine Reise ist, noch wohin sie führt.

    So glauben die religiösen Menschen um die gleichnamige Hauptfigur, die absolute Wahrheit erkannt zu haben. Auch Siddhartha selbst ist der Ansicht, bis er den noch menschlichen Buddha selbst begegnet. Seine Enttäuschung führte jedoch zu einem neuen Verständnis: Jeder muss die Wahrheit selbst erkennen; niemand kann sie einem zeigen. Das Individuum muss den Weg zur Weisheit selbst finden.

    Das erzählt Hesse auf eine äußerst berührende Weise. Alle Sinne werden beim Lesen angesprochen. Doch wie der Inhalt des Buches, bleiben diese Reize zunächst nebulös verborgen. Irgendetwas ist da, aber man weiß nicht genau was. Erst in den letzten Kapiteln wird dem Protagonisten der Schleier der Erkenntnis entrissen und den Lesenden öffnet sich eine vollkommen neue Welt. Auch die unscharfe Erzählweise der vorigen Kapitel nimmt nun Form an. Ein Werk, dass es wirklich wert ist, mehrmals gelesen zu werden. Denn auch mit dem Erkenntnisgewinn der Lesenden verändert sich sich ihr Verständnis von den Inhalten dieses Buches. Zwar ist es für jeden geeignet, doch leichte Kalendersprüche oder spirituelle Floskeln wird man hier nicht finden. Es ist nötig, den eigenen Kopf, aber auch das Herz, anzustrengen.

  19. Cover des Buches Zeit deines Lebens (ISBN: 9783492312769)
    Cecelia Ahern

    Zeit deines Lebens

     (1.156)
    Aktuelle Rezension von: luckytimmi

    Lou hat wenig Zeit für seine Frau und seine 2 kleinen Kinder, weil er sehr viel arbeitet. Als er einen Bettler (Gabe) vor dem Bürogebäude sieht,  stellt er ihn als Postverteiler ein. Dieser "kümmert" sich quasi unbemerkt ein bisschen um Lou. Irgendwann bekommt Lou von Gabe Pillen, und nach der Einnahme verdoppelt sich Lou: er nimmt an einem wichtigen Meeting teil und hat gleichzeitig Zeit für seine Familie...Am Weihnachtsabend bekommt er nochmal die Chance,  2mal anwesend zu sein. (Mehr darf ich nicht verraten...)
    Die Botschaft des Buches ist wichtig: sich Zeit zu nehmen, Zeit zu genießen und für die wichtigsten Menschen da zu sein. Aber die Geschichte hab ich nicht so ganz verstanden...🤔🙆‍♀️ Das Buch hat irgendwas von einem Fantasy-Roman, ist z.T. traurig, aber humorvoll; romantisch und zum Träumen, wie es auf dem Buchrücken beschrieben ist, fand ich es jetzt nicht...🤔

  20. Cover des Buches Hectors Reise (ISBN: 9783492306249)
    François Lelord

    Hectors Reise

     (1.181)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Diese märchenhaften Zeilen, die mir anfangs noch ein Lächeln aufs Gesicht zauberten, regten mich im Laufe der Seiten regelrecht auf. Das lag weniger am Inhalt, denn die Aussagen haben Hand und Fuß. Kein Wunder, der Autor ist schließlich Psychiater. 1953 geboren, konnte er schon 2002, als das Buch in Frankreich zum ersten Mal erschien, auf seine nicht nur während der Arbeit erworbene Kenntnis der Menschen und Charaktere schauen. Was mich genervt hat beim Lesen und beinahe nach der Hälfte des Buches abbrechen ließ, war sein Stilmittel. Er spricht seine Leser an, als wären sie kleine, unwissende Kinder.

    Wen das nicht stört, der kann die 23 Lehrsätze bejahen, die er sich auf seiner Reise durch China und mehrere unbenannte, aber gut erkennbare Länder erarbeitet hat. Allerdings sind die Weisheiten für fortgeschrittenere Semester nicht mehr neu und so hatte ich persönlich keinen Mehrwert durch das Lesen.

  21. Cover des Buches Nachrichten aus einem unbekannten Universum (ISBN: 9783596512867)
  22. Cover des Buches The Big Five for Life (ISBN: 9783423280198)
    John Strelecky

    The Big Five for Life

     (187)
    Aktuelle Rezension von: Bettinaviolabarth

    Erfolg hat immer etwas … nun ja, die Kompromissbereitschaft, dass man auf dem Nacken anderer Menschen wohlhabender ist, diese ausbeutet, nicht ethisch handelt? Dieses Buch ist ein purer ungefilterter Ausdruck unseres Kapitalismus und wie dieser Kapitalismus eben nicht auf das Wohl von Menschen sieht, sondern auf eine Vermehrung des Kapitals. Es geht in diesem Buch um Führungspositionen und darum, wie man diese Führungsposition hält und etwas, was man braucht und was zwischen den Zeilen jeder Seite dieses Buches steht: Skrupellosigkeit. Im Grunde genommen braucht es dieses Buch nicht, es erzählt uns nichts Neues. Die Frage ist, für wen ist dieses Buch geschrieben, von wem ist dieses Buch geschrieben und für wen ist es hilfreich? Sind Menschen, die nicht erfolgreich sind einfach zu dumm oder Haben diese Menschen vielleicht einfach Hemmungen davor, ihre mit Menschen auszubeuten? Das sind vielleicht die Fragen, die man sich nach der Lektüre des Buches stellen sollte und vielleicht sollte man stattdessen sehe ich Literatur der Aufklärung durchlesen und sich fragen: wie ist die Natur des Menschen? Sind wir soziale Wesen, gehen wir gut miteinander um oder sind wie brutal und egoistisch? Ich hatte keine Freude bei diesem Buch und ich würde es kein Menschen empfehlen, außer denen, die um jeden Preis und damit meine ich wirklich jeden Preis, schnell Knete machen wollen und denen andere Menschen vollkommen egal sind.

  23. Cover des Buches Theos Reise (ISBN: 9783446203426)
    Catherine Clément

    Theos Reise

     (238)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Theo ist 14 Jahre alt und liebt Bücher über die alten Götter. Plötzlich wird er schwer krank. Daraufhin nimmt seine Tante Martha ihn mit auf eine Weltreise zu den Religionen.

    Ich bin bei diesem Buch nur so über die Seiten geflogen. Die Religionen werden ganz toll beschrieben. Man lernt sehr viel über sie und ihre Bräuche. Auch die verschiedenen Orte der Reise werden so beschrieben, dass man sich gleich dorthin versetzt fühlt. Mehr kann ich gar nicht schreiben, ohne zu spoilern.

    Meiner Meinung nach ist das Buch eine klare Empfehlung für Menschen, die sich über die Religionen informieren möchten.

  24. Cover des Buches Fische, die auf Bäume klettern (ISBN: 9783426790526)
    Sebastian Fitzek

    Fische, die auf Bäume klettern

     (151)
    Aktuelle Rezension von: Fjolamausi

    Vorab: Meine Erwartungen

    Grade suche ich nach etwas Leichtem. Etwas Abwechslung. Etwas, das der Seele gut tut. Und ich denke in dieser kleinen "Anleitung für einen glücklichen Lebensweg" werde ich meinen Trost finden.


    Meine Meinung

    Mit diesem Buch gibt Sebastian Fitzek seinen Kindern einen "Kompass für das Abenteuer Leben" in die Hand.

    Ich hatte mich für das Hörbuch entschieden, welches von ihm selbst gelesen wird. Das macht dieses Buch nochmal um einiges persönlicher, als es nicht sowieso schon ist. 

    Fitzek spricht Dinge an, mit denen sich jeder von uns in seinem Leben schon mal auseinander gesetzt hat oder sich auseinander setzten sollte. Es geht um mögliche Ziele im Leben, um Dinge, die einem wichtig sein und welche, die einem lieber egal sein sollten. Um Erfahrungen, die jeder für sich selbst machen muss und darum wie schön das Abenteuer, welches jeder von uns vor sich hat, sein kann, wenn wir uns nur darauf einlassen und uns nicht von negativen Dingen beeinflussen lassen. 

    In meinen Augen gibt uns dieser kleine Lebensratgeber viele gute Tipps an die Hand, die jeden von uns bei einer persönlichen Weiterentwicklung unterstützen kann. 

    Zumindest mir spricht der Inhalt sehr aus dem Herzen. Ich kann vieles für mich mitnehmen und würde ich so auch gern an meine eigenen Kinder weitergeben wollen.

    Fazit
    "Fische, die auf Bäume klettern" ist ein toller Lebensratgeber, der uns einen Kompass für einen positiven Lebensweg in die Hand gibt. Eine schöne Lektüre für Zwischendurch, die jedoch im Kopf bleibt und sehr zum Denken anregt. Ich hoffe jeder kann sich hier etwas mitnehmen.

    Empfehlung
    Eine klare Leseempfehlung für einfach jeden! 


    http://fjolamausis-leseecke.blogspot.com/2023/06/rezension-fitzek-sebastian-fische-die.html

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