Bücher mit dem Tag "weltall"
258 Bücher
- Antoine de Saint-Exupéry
Der Kleine Prinz
(8.127)Aktuelle Rezension von: N8CrawlDer kleine Prinz reist durch das Weltall, besucht verschiedene Planeten und trifft dort ziemlich merkwürdige Erwachsene. Wobei „merkwürdig“ vielleicht unfair ist, denn wenn ich ehrlich bin, habe ich mich in manchen von ihnen ein kleines bisschen wiedererkannt. Natürlich nur ein winziges bisschen. Seine Begegnungen sind oft lustig und gleichzeitig irgendwie traurig. Besonders die Geschichte mit seiner Rose hat mich beschäftigt. Die beiden machen es sich wirklich nicht leicht – aber vermutlich ist genau das ziemlich menschlich. Und dann kommt auch noch der Fuchs daher und bringt meine Gefühle endgültig durcheinander.
Ich konnte an einigen Stellen schmunzeln und war an anderen plötzlich viel emotionaler, als ich es bei einem so kurzen Buch erwartet hatte. Die Geschichte wirkt zunächst ganz einfach, doch viele Gedanken schleichen sich heimlich in den Kopf und bleiben dort. Selbst nachdem ich das Buch beendet hatte, war ich innerlich noch irgendwo zwischen den Sternen unterwegs. Der kleine Prinz ist für mich kein Buch, das man nur einmal liest und danach ordentlich ins Regal zurückstellt. Wahrscheinlich entdeckt man bei jedem Lesen etwas Neues – je nachdem, was gerade im eigenen Leben los ist.
Ein kleines, warmherziges und überraschend tiefgründiges Buch, das mich zum Lachen, Nachdenken und fast auch zum Weinen gebracht hat. Ganz klar: 5 von 5 Sternen.
- Douglas Adams
Per Anhalter durch die Galaxis
(3.311)Aktuelle Rezension von: Jonas_WagnerDas Buch ist natürlich wunderbar skurril und hat eine gewisse Situationskomik, die dann und wann aber auch die Albernheit streift, aber – warum eigentlich nicht?
Das geht schon los, bevor die Geschichte über losgeht. Da steht im Kleingedruckten: „Wer dieses Werk ohne Genehmigung des Verlages vervielfältigt oder verbreitet, verspielt seine Chancen gerettet zu werden, wenn die in diesem Buch geschilderten Ereignisse eintreten.“ So was liebe ich!
Adams ist bekannt dafür, neue Welten und Wörter zu erschaffen (ich sage nur: Pangalaktischer Donnergurgler). Der Sprachstil der Figuren ist so, wie in unzähligen (Sci-Fi-)Büchern der 80er: Gefühlt jeder vierte gesprochene Satz beginnt mit „Hey, hört mal…“ (Die anderen beginnen mit „Ach…“ oder „Naja…“ oder „Äh…“) und auf Dauer hat es mich wirklich genervt. Es kann natürlich an der Übersetzung liegen. Die Figuren selbst haben mich irgendwie kalt gelassen (außer Marvin natürlich, den depressiven Roboter, den fand ich einfach hinreißend). Trotzdem lasse ich eine Leseempfehlung da; denn wenn man in entsprechender Stimmung ist, macht dieses Buch wirklich Spaß.
- Amie Kaufman
Illuminae
(576)Aktuelle Rezension von: LeseEule28Ich wusste nicht genau, was mich mit den Illuminae-Akten erwartet und habe bewusst vorher nicht viel darüber gelesen, um mich nicht zu spoilern. Auch in meiner Rezension möchte ich nichts spoilern.
Zunächst ein großes Lob an die Autoren, aber auch an die Übersetzer und den Verlag, so ein Projekt anzugehen, denn es ist mehr als ein Buch. Der gestalterische Aufwand war mit Sicherheit immens, aber meiner Meinung nach war er es auf jeden Fall wert. So erlebt man das Buch in einer Eindringlichkeit, die ich so noch nicht kannte.
Die Protagonisten sind noch Teenager, könnten praktisch meine Enkel sein, und ich gehöre somit sicher nicht zur anvisierten Altersgruppe. Trotzdem war ich unheimlich gefesselt und kann das Buch jedem empfehlen, der sich mal auf ein ganz anderes Buchabenteuer einlassen möchte. Die Serie gehört sicher zu meinen Lese-Highlights!
Wenn man 6 Sterne vergeben könnte, würde ich die sicher vergeben.
- Andy Weir
Der Marsianer
(897)Aktuelle Rezension von: Mike_LeseratteWir begleiten Mark Watney, wie er durch einen Unfall allein aufm Mars zurück gelassen wird und sich jedwedem Hindernis stellt um zurück zur Erde zu kommen.
Es ist erstaunlich wie einfallsreich die Hindernisse angegangen werden, wie er trotz allem stets einen guten Spruch auf den Lippen behält und nicht mit Sarkasmus geizt aber stets nie den Mut aufgibt.
Aber das beste ist die Umsetzung der teilweise hochkomplexen Systeme. Das Buch schafft es das aufs einfachste und leichteste runterzubrechen bzw eicht verständlich zu erklären.
Es ist zu Recht verfilmt worden und zu Recht ein Bestseller. Einfach nur eine Empfehlung wert.
- Amie Kaufman
These Broken Stars. Lilac und Tarver (Band 1)
(879)Aktuelle Rezension von: butterflyinthesky2.5 stars.
i put this book onto my wish list around 10 years ago. back then i was really into YA / sci-fi and couldn’t wait to read it (i’ve also known amy kaufman from other books / series) so when i finally got it, i started it immediately. it’s super fast paced and interesting: a rich girl and a „rags-to-riches“ army major are stranded on an empty planet. but is it really empty? however, while it as a fn read i also realized that YA is just too young for me these days. couldn’t really connect with the characters (there were only two major ones so the story is limited to begin with) and overall the story was very far fetched at times. will not continue with the rest of the series.
- S.J. Kincaid
Diabolic / Diabolic (1). Vom Zorn geküsst
(408)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneDer Anfang des Buches hat mich wirklich gepackt. Die Geschichte nimmt sich Zeit, die verschiedenen Familien und ihren teilweise ziemlich komplexen Hintergrund vorzustellen, ohne dabei gehetzt zu wirken. Besonders gelungen fand ich, wie erklärt wird, was Diabolics überhaupt sind, wie sie erschaffen werden und wie ihre Prägung funktioniert. Dadurch ist die Beziehung zwischen Nemesis und ihrer Schutzbefohlenen Sidonia von Anfang an nachvollziehbar – da musste später nichts mehr mühsam nachgereicht werden. Auch Nemesis' Vorbereitung auf ihren Aufenthalt am imperialen Hof hat mir ausgesprochen gut gefallen. Hier hatte ich das Gefühl, dass auf etwas Großes hingearbeitet wird.
Genau deshalb war die Enttäuschung danach umso größer. Für mich verlor die Geschichte spürbar an Spannung. Die Intrigen, auf die der imperiale Hof eigentlich hinauszulaufen schien, bleiben erstaunlich blass. Es gibt Machtspiele, ja – aber sie wirken eher wie Dekoration als wie der Motor der Handlung. Und dann ist da noch die Liebesgeschichte. Dass Nemesis Gefühle für Tyrus entwickelt, konnte ich zu keinem Zeitpunkt wirklich nachempfinden. Die Entwicklung blieb für mich zu sprunghaft und emotional zu wenig greifbar. Entsprechend hat mich dieser Teil der Geschichte kaum berührt.
Dabei liegt genau hier eigentlich die spannendste Idee des Romans. Eine künstlich erschaffene Diabolic sollte nur einen einzigen Menschen lieben: die Person, auf die sie geprägt wurde. Dass Nemesis dieses Grundprinzip durchbricht, ist innerhalb dieser Welt etwas völlig Neues. Eigentlich ein Gedanke, der viele Fragen aufwerfen müsste – über Identität, freien Willen oder darüber, was Liebe überhaupt ausmacht. Das Potenzial ist riesig. Leider macht der Roman daraus für meinen Geschmack viel zu wenig.
Und dann das Ende. Dass es relativ offen gehalten ist, hat mich gar nicht gestört. Irritiert hat mich vielmehr, dass sich am Ende kaum noch echte Fragen stellen. Nachdem ich später gelesen habe, dass das Buch ursprünglich als Einzelband geplant war, ergab das plötzlich Sinn. Genau so fühlt sich der Abschluss nämlich auch an: rund genug, um für sich allein zu stehen.
Für mich endet die Geschichte deshalb genau hier. So, wie sie ursprünglich offenbar auch gedacht war.
- Kass Morgan
Die 100
(662)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrIch war ehrlich gesagt etwas enttäuscht von dem Buch. Die Fernsehserie ist so gut aufgebaut und spannend, da kann das Buch irgendwie nicht mithalten. Grundlegend passiert auch nicht viel und mir kam es fast so vor, als hätte die Autorin hauptsächlich ihr Augenmerk auf die "Drama-Beziehungen" der 100 gelegt. Schade, die Story ist eigentlich sehr gut und hat viel Potenzial. Mal schauen wie es im 2. Band weiter geht.
- Beth Revis
Godspeed - Die Reise beginnt
(1.030)Aktuelle Rezension von: Romys_LeseloungeBereits der Einstieg in Godspeed hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Amy wird gemeinsam mit ihren Eltern für ein Projekt ausgewählt, das sie weit in die Zukunft führen soll. Rund 300 Jahre soll sie eingefroren an Bord der Godspeed verbringen, während das Raumschiff zu einem fernen Planeten reist.
Doch Amy erwacht zu früh.
Gerade diese ersten Szenen haben es in sich. Beth Revis beschreibt das Einfrieren, die Enge und vor allem Amys Panik unglaublich intensiv. Als Amy die Kryoflüssigkeit schluckt, hatte ich beinahe das Gefühl, selbst keine Luft mehr zu bekommen. Man schluckt förmlich mit ihr, spürt, wie der Sauerstoff knapp wird, und erlebt ihre Angst unmittelbar mit. Schon hier zeigt sich, wie bildhaft die Autorin schreibt und wie gut sie es versteht, Gefühle auf den Leser zu übertragen.
Hunderte Jahre später lebt Junior auf der Godspeed. Er wurde dort geboren, hat die Erde nie gesehen und kennt sie lediglich aus Erzählungen. Gleichzeitig wird er darauf vorbereitet, eines Tages die Führung des Raumschiffes zu übernehmen. Als Amy vorzeitig aufgetaut wird, treffen damit zwei vollkommen unterschiedliche Welten aufeinander.
Amy versteht die Godspeed nicht. Sie versteht viele ihrer Regeln nicht, kann die Denkweise der Menschen an Bord nicht nachvollziehen und beginnt immer mehr zu hinterfragen. Junior dagegen ist mit genau diesen Regeln aufgewachsen. Für ihn ist vieles vollkommen normal, was Amy erschreckt. Gleichzeitig ist auch er noch am Lernen und beginnt durch Amy zunehmend darüber nachzudenken, ob seine eigene Sicht der Dinge und die Lebensweise auf der Godspeed tatsächlich richtig sind.
Genau das fand ich faszinierend: Beide sind davon überzeugt, mit ihrer Sichtweise richtigzuliegen, und irgendwie kann man beide verstehen. Amy stammt von der Erde und kennt ein vollkommen anderes Leben. Junior kennt hingegen nur die Godspeed. Wie sollte er etwas infrage stellen, das für ihn seit seiner Geburt die Normalität darstellt?
Zwischen den beiden entsteht dabei ein leises Knistern. Sie schwärmen durchaus füreinander, doch ihre Gefühle sorgen nicht dafür, dass einer plötzlich seine Überzeugungen über Bord wirft. Sie bleiben zwei eigenständige Figuren mit unterschiedlichen Ansichten.
Überhaupt ist es faszinierend, gemeinsam mit Amy die Godspeed zu erkunden. Beth Revis beschreibt das Raumschiff so bildgenau, dass man es sich regelrecht vorstellen kann. Gleichzeitig schafft sie etwas, das nicht viele Autoren können: Man ist als Leser neugierig und fasziniert zugleich und verspürt dennoch ständig dieses leicht ungute Gefühl.
Denn je länger man sich auf der Godspeed aufhält, desto seltsamer wird das Klima an Bord.
Jeder Mensch hat seine Aufgabe zu erfüllen. Regeln werden befolgt, ohne sie zu hinterfragen. Alte Menschen verschwinden. Die Fortpflanzung wird gezielt gesteuert. Viele Bewohner wirken beinahe willenlos. Zeitweise erinnert die Lebensweise an Bord regelrecht an eine Diktatur. Gemeinsam mit Amy beginnt man sich immer häufiger zu fragen: Was stimmt hier eigentlich nicht?
Gerade Amys Gefühle in diesen Momenten fand ich sehr überzeugend beschrieben. Ihre Angst, ihre Panik, ihre Hilflosigkeit und das beklemmende Gefühl, vollkommen fremd und allein in dieser Gesellschaft zu sein, sind beinahe greifbar.Godspeed ist aber nicht nur eine spannende Science-Fiction-Geschichte. Beth Revis wirft erstaunlich viele gesellschaftliche und moralische Fragen auf.
Wie viel Individualität kann sich eine Gemeinschaft erlauben, wenn von ihrem Funktionieren möglicherweise das Überleben aller abhängt? Wie viele eigene Wünsche darf ein Einzelner haben? Wie selbstständig darf man denken? Und ist eine Gesellschaft, in der jeder bedingungslos seine Aufgabe erfüllt, tatsächlich notwendig, um das Überleben auf einem Raumschiff über Jahrhunderte hinweg zu sichern? Oder wird genau dieses Argument irgendwann nur noch dazu benutzt, um Macht auszuüben?
Besonders bedrückend wird es, wenn es um Entscheidungen über Leben und Tod geht. Geburten werden kontrolliert, ebenso das Sterben. Alles geschieht angeblich zum Wohl der Gemeinschaft. Aber wer entscheidet überhaupt, was das Wohl aller ist? Geht es tatsächlich um alle – oder am Ende doch nur um eine bestimmte, ausgewählte Gruppe?
Auch der Gedanke der Gleichheit spielt dabei eine große Rolle. Die Menschen an Bord sehen sich sogar äußerlich sehr ähnlich. Unterschiede sollen möglichst vermieden werden, denn wo es keine Unterschiede gibt, kann sich auch niemand über einen anderen stellen. Was zunächst beinahe nach vollkommener Gleichberechtigung klingt, bekommt beim Lesen jedoch einen zunehmend beklemmenden Beigeschmack. Müssen Menschen wirklich gleich sein, um gleichgestellt zu sein? Bedeutet Gleichheit, dass Unterschiede verschwinden müssen? Oder müsste eine Gesellschaft nicht gerade in der Lage sein, Unterschiede zuzulassen und Menschen trotzdem als gleichwertig zu betrachten?
Auch die Frage danach, wer eine Gesellschaft führen sollte, zieht sich durch die Geschichte. Sind es die Jungen, die noch voller Tatendrang, Ideen und Träume stecken? Oder die Alten, die Erfahrung besitzen und aus der Vergangenheit gelernt haben? Wie viel Gefühl darf ein Mensch überhaupt zulassen, wenn von ihm erwartet wird, einfach nur zu funktionieren?
Selbst die Frage nach dem Sinn des Lebens schwingt immer wieder mit. Reicht es zu existieren, seine Aufgabe zu erfüllen und damit den Fortbestand der Menschheit zu sichern? Oder gehört zum Leben nicht wesentlich mehr?
Genau diese Mischung hat Godspeed für mich so spannend gemacht. Auf der einen Seite wollte ich unbedingt herausfinden, was auf diesem merkwürdigen Raumschiff vor sich geht. Auf der anderen Seite brachte mich die Geschichte immer wieder selbst zum Nachdenken.
Der Roman wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Amy und Junior erzählt. Beide Erzählstimmen wirken authentisch und unterscheiden sich deutlich voneinander, sodass jederzeit klar ist, wer gerade erzählt. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und vor allem unglaublich fesselnd.
Das Ende schließt die unmittelbare Geschichte zwar ab, lässt gleichzeitig aber noch genügend Fragen unbeantwortet. Man bleibt also nicht mitten in der Handlung hängen, weiß aber ganz genau: Auf der Godspeed gibt es noch einiges zu entdecken.
Für mich war Godspeed damit nicht nur eine spannende Reise in eine fremde Zukunft, sondern auch eine Geschichte über Macht, Freiheit, Individualität und die Frage, wie viel vom Menschsein man aufgeben darf, um das Überleben der Menschheit zu sichern.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!
- Christopher Paolini
INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
(238)Aktuelle Rezension von: StephanvaDer Anfang ist ziemlich spannend und fesselnd geschrieben. Ich bin gleich in die Handlung eingetaucht, fand die Konzepte interessant und konnte mich auch mit den Figuren schnell anfreunden. Doch irgendwann wirkte es auf mich zu langatmig. Gerade das zweite Drittel war aus meiner Sicht etwas schwach. Gerne hätte ich hier noch ein bisschen mehr Spannung gehabt und weniger abgedrehte Szenen. Das Ende hat dann wieder einiges wett gemacht. Ich finde auch die Idee der Schiffs-KI ganz gut. Das hat einen guten Drive in die Geschichte gebracht.
- Pierce Brown
Red Rising - Im Haus der Feinde
(231)Aktuelle Rezension von: bibisstuebchenDie erste Hälfte des Buches war nicht einfach für mich. Es dauerte ein bisschen, bis ich mit dem Band warm geworden war, weil ich riesige Erwartungen hatte, die irgendwie nicht direkt erfüllt wurden. Die Geschichte hatte es aber zu guter Letzt wieder massiv in sich, sodass ich etwas sprachlos bleibe vom Ende und wissen will, wie es jetzt weiter geht.
Plottwists kann der Autor auf jeden Fall! Ich finde es krass, wie wenig ein Menschenleben in der Welt des Buches wert ist. Daran hatte ich ganz schön zu knabbern. Auch emotional war es eine Achterbahnfahrt. Es hat nicht an der richtigen Dosis Emotionalität gefehlt.
Es passierte ab einem gewissen Punkt so viel, dass ich kaum noch hinterher kam und dass es mir fast zu viel war. Und doch hatte das Ende für mich das perfekte Tempo, denn man kam kaum zum Luftholen. Beim Lesen weiß man, dass da noch was kommt und fürchtet sich etwas davor und dann erwischt es einen kalt.
- Amie Kaufman
These Broken Stars. Jubilee und Flynn (Band 2)
(301)Aktuelle Rezension von: Buecherfreak_M"THESE BROKEN STARS - JUBILEE UND FLYNN" 🪐☁️ 5/5 Sterne - eine Rezension ohne Spoiler
Die Menschheit hat das Weltall erobert - oder versucht dies zumindest. Dass sich dies als schwerer als gedacht herausstellt, sieht man auf Avon, einem Planeten irgendwo in den unendlichen Tiefen der Galaxie, weit weg von den bekannten, vollständig terraformierten Planeten. Captain Jubilee Chase, kurz Lee, ist bereits seit mehreren Monaten auf Avon stationiert. Sie ist die einzige Soldatin, die es länger dort aushält, denn früher oder später werden alle Rekruten von dem sogenannten Furor befallen, der diese in den Wahnsinn treibt und durch den immer wieder unschuldige Zivilisten durch die Gewalt der vom Furor besessenen Soldaten sterben. Dass dies bloß eine billige Ausrede des Militärs ist, um ohne strafrechtliche Folgen unschuldige Zivilisten und Rebellen zu ermorden, denkt Flynn Cormac, der kleine Bruder der verstorbenen Anführerin der Rebellen. Doch schon bald muss er seine eigenen Ansichten hinterfragen, denn offensichtlich steckt mehr hinter den Ausbrüchen als er zunächst annehmen will. Und auch Jubilee ist gezwungen, sich zu fragen, für was sie eigentlich kämpft - oder für wen...
Ich habe das Buch vor ein paar Jahren schon einmal gelesen und nach dem zweiten Lesen war es sogar noch besser, als ich es in Erinnerung hatte.
Jubilee und Flynn sind beides wunderschön einzigartige Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Captain Jubilee Chase ist eine berüchtigte Soldatin und mit ihrer Einheit dafür verantwortlich, den Frieden auf Avon zu halten, indem sie die Rebellen bekämpft. Flynn Cormac hingegen ist der kleine Bruder einer der größten Anführerinnen der Fianna und würde alles dafür tun, um seinen Heimatplaneten Avon zu retten. Die ganze Galaxie kennt den Namen Cormac und Flynn ist ganz weit oben auf der Liste der Rebellen, die es zu töten gilt.
Als Jubilee und Flynn das erste Mal aufeinandertreffen, wäre ihnen wohl nie auch nur annähernd in den Sinn gekommen, dass sie bald zusammenarbeiten würden. Eine Soldatin und ein Rebell - eigentlich müssten sie sich hinter dem Lauf der Pistole des jeweils anderen wiederfinden. Doch es gibt nie nur zwei Seiten. Dies macht der zweite Teil von These broken Stars mehr als deutlich. Und so kämpfen Jubilee und Flynn schon bald gemeinsam. Für eine bessere Welt. Für Avon.
Die Dynamik zwischen den beiden hat mir unglaublich gut gefallen. Das Buch legt seinen Fokus eher auf die Geschichte an sich und nicht auf die Romanze, was ich persönlich super fand. So konnte man gleichzeitig mit den Geschehnissen auf Avon mitfiebern, aber auch Jubilee und Flynn verfolgen, wie sie sich langsam aber sicher ineinander verliebten, ohne dass die Liebesgeschichte zu viel Platz einnahm und die Story verlangsamte.
Die Story ist ein Meisterwerk. Ohne spoilern zu wollen: Sie ist mit nichts zu vergleichen, was ich bisher gelesen hatte. Die Geschichte spielt einerseits zwar in unserer menschlichen Welt, allerdings auf einem anderen Planeten und in einer ganz anderen Zeit und Gesellschaft, wodurch das Ganze nicht zu crazy und abgefahren wirkt, aber gleichzeitig auch Teile eingebaut sind, die das ganze fantastisch genug machen, dass die Story einen fasziniert und total in den Bann zieht.
Besonders der Grund hinter all dem Terror und der Auseinandersetzungen zwischen Rebellen und dem Militär finde ich absolut gelungen. Dieser Teil ist verwirrend und so weit entfernt von Allem aus der Welt, in der wir heute leben... oder vielleicht auch nicht? Es war gruselig und faszinierend zugleich - ich fragte mich und frage mich immernoch, wie man auf so eine einzigartige Idee kommen kann. Ich habe noch nie etwas vergleichbares gelesen.
Auch wenn das Beschriebene im ersten Moment total verrückt und undenkbar wirkt, ist es klar und sinnvoll ausgedrückt. Am Ende macht alles, jede Kleinigkeit, einen Sinn. Mir persönlich hat es extrem Spaß gemacht, nach und nach immer mehr Informationen zu erhalten und sie schlussendlich zu einem Großen und Ganzen zusammenzusetzen.
Der Schreibstil der Autorinnen ist ein Traum. Ich bin über keine einzige Passage gestolpert, an der mich etwas gestört hat. Im Gegenteil: wenn ich erst einmal angefangen hatte zu lesen, konnte ich das Buch garnicht mehr aus der Hand legen.
Man kann das Buch theoretisch auch unabhängig vom ersten Band lesen, denn es werden alle wichtigen Punkte und Figuren nochmals erklärt. Allerdings würde ich es sehr empfehlen, die Geschichte von Lilac und Tarver als erstes zu lesen, da diese Charaktere an einem Punkt des zweiten Buches nochmals auftreten, was eine schöne Überraschung war.
Insgesamt eine absolute Leseempfehlung von mir! Das Buch hätte sogar mehr als fünf Sterne verdient - es ist und bleibt eines meiner absoluten Lieblingsbücher und ich freue mich, auch die anderen Teile bald nochmal zu rereaden.
- Leo Aldan
Squids - Aus der Tiefe des Alls
(60)Aktuelle Rezension von: SelmalucasioDieses Buch überrascht durch seine Ernsthaftigkeit und den Mut, neue Wege zu gehen. SQUIDS – Aus der Tiefe des Alls erzählt keine leichte Weltraumunterhaltung, sondern entwirft eine komplexe Welt, in der Wissenschaft, Philosophie und Abenteuer miteinander verflochten sind. Besonders die Begegnungen mit den Squids, ihrer Kultur und Denkweise, machen den Roman außergewöhnlich. Die Handlung bleibt spannend, die Charaktere sind glaubwürdig, und das Ganze wirkt durchdacht und niveauvoll. Wer intelligente Science-Fiction sucht, wird hier fündig.
- Veronica Roth
Rat der Neun
(467)Aktuelle Rezension von: Eva_RuppEine spannende Grundidee und ein Paar, dessen Verbindung für mich das Herz der Geschichte ausmacht.
In Rat der Neun treffen Cyra und Akos aufeinander, deren Leben durch die Feindschaft ihrer Völker und Familien geprägt ist. Cyra ist die Schwester des brutalen Herrschers Ryzek, der ihre besondere Gabe für seine Zwecke benutzt. Sie kann anderen durch Berührung Schmerzen zufügen, leidet aber selbst darunter. Als Akos in Ryzeks Gefangenschaft gerät, stellt sich heraus, dass er ihre Schmerzen durch seine Gabe lindern kann. Zwischen den beiden entsteht eine Verbindung, während sie versuchen, sich aus Ryzeks Einfluss zu befreien.
Cyra und Akos haben mir als Paar wirklich gut gefallen. Für mich ist ihre Beziehung allerdings keine klassische Enemies to Lovers Geschichte. Die Feindschaft liegt vor allem in ihrer Herkunft und den Konflikten zwischen ihren Familien. Die beiden selbst verbindet viel mehr, als sie zunächst ahnen. Gerade diese Entwicklung von vorsichtiger Annäherung zu Vertrauen und Nähe fand ich schön, weil ihre Beziehung dadurch für mich nachvollziehbar wirkt.
Besonders Cyra ist mir im Gedächtnis geblieben. Sie ist mutig und stark, hat aber schon früh unglaublich viel ertragen müssen. Ihre Gabe empfinde ich eher als Fluch als als Segen. Hinter ihrer Härte steckt jemand, der lange mit seinen Schmerzen und seiner Einsamkeit allein war. Durch Akos erlebt sie erstmals eine Nähe, die ihr sonst kaum möglich ist. Er lindert nicht nur ihren Schmerz, sondern gibt ihr auch die Möglichkeit, sich zu öffnen. Diese Entwicklung hat mir besonders gefallen, weil dadurch neben ihrer Stärke auch ihre verletzliche Seite sichtbar wird.
Akos mochte ich ebenfalls sehr. Gerade sein Umgang mit Cyra macht ihre Verbindung für mich besonders. Obwohl ihre Herkunft vieles zwischen sie stellt, lernen sie, einander als Menschen zu sehen. Dass wir sowohl ihre als auch seine Perspektive kennenlernen, hat mir dabei sehr gefallen. Ich mag es grundsätzlich, beide Seiten einer Beziehung mitzuerleben und die Gedanken und Beweggründe beider Figuren besser verstehen zu können.
Neben den sympathischen Charakteren gibt es auch solche, die wirklich grausam sind. Cyras Bruder Ryzek ist dafür das deutlichste Beispiel. Seine Angst vor dem eigenen Schicksal und sein Versuch, um jeden Preis die Kontrolle zu behalten, machen ihn zu einem bedrohlichen Gegenspieler. Gerade die Idee des vorherbestimmten Schicksals fand ich insgesamt sehr spannend. Dass das Wissen um die eigene Zukunft die Entscheidungen und das Verhalten der Figuren beeinflusst, bietet eine interessante Grundlage für die Geschichte.
Mit dem Worldbuilding hatte ich hingegen etwas Schwierigkeiten. Am Anfang waren es vor allem die vielen Namen und die unterschiedlichen Zugehörigkeiten, bei denen ich nicht richtig durchgeblickt habe. Auch später war ich teilweise noch unsicher, wer mit wem verbunden ist. Sobald ich mich etwas eingefunden hatte, konnte ich mir die Welt grundsätzlich gut vorstellen. Die Beschreibungen waren für mich nicht überladen, stellenweise hätte ich mir aber mehr Details und klarere Erklärungen gewünscht. Die Welt bietet viel Potenzial, das für meinen Geschmack noch stärker hätte ausgeschöpft werden können.
An der Erzählweise hat mir besonders der Perspektivwechsel gefallen. Er bringt beide Hauptfiguren näher und macht ihre Beziehung verständlicher. Gleichzeitig haben die vielen Namen und die für mich nicht immer übersichtlichen Zusammenhänge den Lesefluss etwas erschwert. Dadurch konnte ich mich trotz der interessanten Grundidee nicht durchgehend so tief auf die Geschichte einlassen, wie ich es mir gewünscht hätte.
Insgesamt war Rat der Neun für mich eine Geschichte mit einer spannenden Schicksalsidee und zwei Hauptfiguren, deren Beziehung mich überzeugen konnte. Besonders Cyras Entwicklung und die Nähe zwischen ihr und Akos bleiben mir positiv in Erinnerung. Die Schwierigkeiten mit den Namen und Zugehörigkeiten sowie mein Wunsch nach einem ausführlicheren Worldbuilding sorgen jedoch dafür, dass es insgesamt bei drei von fünf Sternen bleibt.
- Cixin Liu
Die drei Sonnen
(268)Aktuelle Rezension von: HenrikeSchwennDas Handlung ist aus meiner Sicht raffiniert aufgebaut: Zuerst begleitet man die junge Ye Wenjie in der Sechzigern auf ihrem Weg in eine geheime Militärbasis, dann springt man in die frühen Zweitausender zu Wang Miao, der in die rätselhaften Selbstmorde von Wissenschaftlern verwickelt wird und im Zuge dessen einer alten Ye Wenjie begegnet. Stück für Stück wird klar, was in der Zwischenzeit geschehen ist und wer welche Ziele verfolgt. Ye Wenjie ist ein faszinierender Charakter. Von der Ausgestoßenen, die mit 14 Jahren mit ansehen muss, wie ihr Vater von fanatischen Studenten totgeprügelt wird, wird sie zur genialen Wissenschaftlerin, trifft skrupellose Entscheidungen und bringt einen Prozess ins Rollen, der am Ende ihre eigene Tochter in den Selbstmord treibt.
Gepackt hat mich auch das Gefühl für die schiere Gewalt und Größe des Universums. Wenn Wang Miao von unerklärlichen Phänomenen geplagt wird oder im Computerspiel einer riesenhaften Sonne gegenübersteht, vermittelt das eine unsichtbare Bedrohung, als würde der Sternenhimmel selbst einen beobachten. Der Mensch ist winzig und unvorstellbaren Kräften im Weltraum ausgeliefert. Schade fand ich nur, dass Wang Miao als Protagonist und Peking als Handlungsort sehr blass bleiben. Wang Miao ist eher ein Werkzeug, um die Geschichte aus der Gegenwartsperspektive erzählen zu können und ein Stellvertreter für den Leser. Beim Lesen fühlt man sich, als würde man sich durch eine Geisterstadt bewegen, in denen man nur sehr wenigen Leuten begegnet. Andererseits erzeugt das eine gespenstische Atmosphäre. Das Computerspiel um die Welt von Trisolaris wirkt viel greifbarer als die echte Welt.
Was mir besonders gut gefallen hat:
Ye Wenjie lernt als Jugendliche die Kulturrevolution kennen. Das Böse besteht für sie aus hemmungsloser Gewalt, Ideologie und der Ablehnung von Wissenschaft. Als sie also eine Nachricht von einer technisch überlegenen Alien-Zivilisation erhält, nimmt sie an, dass diese Zivilisation den Menschen auch moralisch überlegen sein muss. Sie kommt nicht auf den Gedanken, dass eine Zivilisation, die mit der ständigen Bedrohung durch drei Sonnen konfrontiert ist, eine andere, kalte Grausamkeit kultiviert haben kann, um zu überleben. Am Anfang liest Ye Wenjie das Sachbuch "Der stumme Frühling", das davon handelt, wie die Schädlingsbekämpfung mit Pestiziden die Umwelt zerstört. Dieses Schlüsselerlebnis prägt ihrer Vorstellung von der bösen Natur des Menschen. Und am Ende wird die Klammer geschlossen, als die Trisolarier die Auslöschung der Menschheit damit rechtfertigen, dass die Menschen im Vergleich zu ihnen nichts als Ungeziefer seien, das ausgerottet werden muss, um Lebensraum für die Trisolarier zu gewinnen. Ich mochte auch die Parallelen zwischen Ye Wenjie und Lauscher 1379, die beide ihre Spezies verraten, weil sie von ihrer Gesellschaft an den Rand gedrängt wurden und der Ansicht sind, dass die jeweils andere Spezies es eher verdient hat, auf der Erde zu leben. Insofern schlägt Liu hier eine Brücke zwischen der Frage, wie Gesellschaften mit ihren eigenen Mitgliedern umgehen zu der Frage, wie sie mit anderen Gesellschaften umgehen.
Insgesamt hat mich das Buch mit seiner unbestimmten, leicht beunruhigenden Atmosphäre absolut gepackt. Es geht um die Fragen, wie Menschen reagieren, wenn sie von der Existenz von Außerirdischen erfahren, was Zivilisationen lebenswert macht, und wie unsere Wahrnehmung des Bösen unsere Vorstellung formt.
- James Corey
Leviathan erwacht
(99)Aktuelle Rezension von: erdbeerliebe.Das Sonnensystem ist kolonisiert, die Menschheit lebt nicht mehr nur auf der Erde. Nur weiter hinaus hat sich noch niemand gewagt. Als James Holden, Kapitän eines kleinen Minenschiffs, ein gestrandetes Schiff anschaut hat er keine Ahnung, welche Geheimnisse er aufdecken würde..
Die Handlung klingt erstmal recht gewöhnlich und nicht nach etwas besonderem (vor allem für all jene, die die Serie nicht kennen). Doch das täuscht: Zum einen werden im Buch 2 Perspektiven erläutert - die vom Kapitän und vom Detektiv Miller, einem gealterten Alkoholiker der nur noch wenig Freuden im Leben hat und umso mehr eine interessante Perspektive einbringt. Zum anderen sticht the Expanse für mich durch die authentisch und gut geschriebenen Charaktere hervor, die (besonders in den nachfolgenden Bänden) immer mehr und tiefgründiger werden. Auch wenn Holden ein typischer "good guy" ist, hat er doch Schwächen und hält mit denen nicht zurück. Die kleine Crew seines Schiffs ist sympathisch und kommt auch immer wieder vor, man lernt sie schnell kennen und lieben. Und der Plot... nimmt sich Zeit und entwickelt sich nach für nach. Die politischen Verstrickungen in die die Rosinante, dem Raumschiff von Holden, verwickelt, nehmen dabei einen guten Teil des Raums ein, doch Action gibt es auch, keine Sorge.
Ich bin großer Fan der Serie gewesen doch nach der Lektüre des Buches bin ich umso mehr Fan der Romanreihe, da sie noch so viel mehr Tiefe und Vielfältigkeit bildet als gedacht.Eine große Empfehlung für alle Liebhaber von tiefgründiger Science Fiction. Es gibt hier zwar keine verschiedenen Rassen und die Menschheit ist mehr oder weniger nicht besonders technologisch fortgeschritten, doch trotzdem kommen Gefühle, Action und gute Charakterentwicklung nicht zu kurz.
- Beth Revis
Godspeed - Die Ankunft
(440)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer!!!Spoilerwarnung !!!
Selbst ein paar Tage nach Beendigung des Buches weiß ich immer noch nicht so recht, was ich darüber schreiben soll. Einerseits gab es durchaus spannende Handlungsstränge und ein paar heftige Wendungen, aber selbst diese hatten einen faden Beigeschmack.
Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin jetzt alles an Klischees und Drama rausholte, was in dem Genre Dystopie möglich ist. Eine Dreiecksbeziehung, die irgendwie sehr schräg war, Tod der Menschen, für die man alles opferte und natürlich die heldenhafte Rettung seines Volkes. Tut mir Leid, aber selbst ihr super Stil konnte hier wenig retten.
Die Ideen dahinter sind super, keine Frage, aber die Umsetzung empfand ich als recht dürftig. Statt Spannung, die einem förmlich die Nackenhaare aufstellt, die Neugier auf eine unbekannte Welt und großen Emotionen wirkte es alles einfach langweilig.
Vor allem wegen dieser neuen "Erde" malte ich mir unzählige Gefahren und Mythen aus. Nichts davon kam vor. Und selbst das, was die Autorin bot, war irgendwie enttäuschend. Es kamen kaum neue Wesen vor, die Menschen von der Soll-Erde und die von der Godspeed fanden sich doch schnell zurecht und es wurden auch nur ein, zwei Gefahren genannt. Klar, gab es auch Tote und Drama, aber meistens wurde das ganz schnell abgehandelt und dann herrschte große Langeweile bis das nächste Drama passierte.
Leider konnte ich keinen wirklichen roten Faden erkennen und der Spannungsbogen sauste auch eher kurz rauf, schnell wieder runter und blieb da eine Weile. Und das Ende erschlug einen förmlich mit Handlung. Ja, es war schön, dass alle Geheimnisse aufgedeckt wurden, aber mir war es etwas zu viel. Mir wäre es lieber gewesen, wenn man die Sache mit der Mutation eher aufgedeckt und die Story sich anders entwickelt hätte, denn das bot so viel Potenzial, die kaum genutzt wurde.
Leider fand ich auch die Charaktere recht enttäuschend. Amys Vater war so ein ekliger Kotzbrocken, bei dem ich null verstand, warum sie ihn so liebte. Mal im Ernst, der Mann nahm sie null wahr und kein Stück ernst. Und er führte sich auf, als wenn ihm die Welt gehören würde, myilitärischer Rang hin oder her, aber das rechtfertigte nicht immer sein Verhalten. Er war engstirnig und kaum für andere Ideen offen. Erst ganz zum Schluss änderte er sich ein wenig, aber ich konnte nie Sympathie für ihn aufbringen.
Und auch von Amys Mutter war ich nicht begeistert. Mich würde es sehr interessieren, wie ihre Beziehung auf der Soll-Erde aussah oder ob sie ihre Tochter schon immer so abweisend behandelt hat und nicht für voll nahm.
Und da konnte ich Amy auch nicht so ganz verstehen. Das Mädchen hat in den Bänden zuvor so eine tolle Entwicklung gemacht und all ihre Stärke verpuffte hier ganz schön. Klar, dass sie als Heldin der Geschichte dennoch irgendwie Stärke zeigte und alle rettete, aber es war schon komisch.
Meine größte Enttäuschung ist aber Junior. Er kam kaum in der Geschichte vor und spielte eher eine Statistenrolle. Warum ? Genauso wie Amy gehört er zu den Hauptfiguren, wurde hier aber eben degradiert und erhielt kaum Raum. Ich fand das so schade und ehrlich gesagt bin ich auch ein wenig sauer darüber, wie passiv er hier agierte. Zum Schluss fiel der Autorin dann wohl auch ein, dass er ja eine Hauptfigur ist und gestand ihm dann einen großen Part zu. Aber so oder so blieb er sehr schwach.
Und zum Schluss möchte ich noch auf Chris und seiner Rolle zu sprechen kommen. Grundsätzlich finde ich diese nicht schlecht ausgearbeitet. Er wirkte sehr mysteriös und undurchsichtig, aber mich nervte es so extrem, dass natürlich eine Dreiecksbeziehung eingearbeitet werden musste, die einfach nur gruselig wirkte.
Einerseits kann ich es ja schon verstehen, dass Amy es toll findet, wenn sich außer Junior noch ein junger Mann um sie bemüht, aber ich dachte, dass sie Junior liebt und auf einmal braucht sie doch mehr Auswahl ? Und warum muss sie das auch noch so vorführen, bzw. ich hatte das Gefühl, dass es ihr egal war, dass sie ihn damit verletzte...hauptsache, sie hat Auswahl.
Grundsätzlich finde ich das ja nicht übel, aber es wirkte so deplatziert und einfach nur überdramatisiert und die Auflösung um Chris Geheimnis fand ich dann etwas lasch.
Der Schreibstil rettete einiges, da er trotz der Langeweile wieder super interessant war. Das wenige, was Revis von der Welt beschrieb, war dann detailreich und ich konnte mir ein super Bild davon machen.
Fazit:
Ich glaube, ich bin mit falschen Erwartungen an das Buch rangegangen. Aber nach den ersten beiden Bänden erwartete ich eine spannende und mysteriöse Welt voller Gefahren. Zwar gab es diese auch bedingt, aber es wirkte eher so, als ob die Autorin die Basics erfüllen und endlich ihre Reihe zuende bringen wollte. Von mir gibt es sehr knappe:
3 von 5 Sterne
- Beth Revis
Godspeed - Die Suche
(571)Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincessInhalt: ACHTUNG, NICHT LESEN, BEVOR IHR TEIL 1 GELESEN HABT! Nachdem der Älteste tod und Orion eingefroren ist, ist es nun an Junior, das Kommando über die Godspeed zu übernehmen. Doch plötzlich stellen sich Fragen: Wenn das Raumschiff jemals geflogen ist, wie konnte es dann im luftleeren Raum dazu kommen, dass sie stehengeblieben sind? Werden die Bewohner der Godspeed Junior als ihren Anführer akzeptieren, wenn sie nicht mehr unter dem Einfluss der Droge Phydus stehen? Und wenn nicht, wie lang wird es dauern, bis sie eine Revolution anzetteln? Und würde Amy auch Junior wählen, wenn er nicht der einzige andere Teenager auf dem Schiff wäre?
Fazit: Für mich hat der zweite Teil der Reihe im Vergleich zum ersten Band kein Stück nachgelassen. Die Spannung bleib gleichmäßig hoch und Amy fragt sich, ob sie Junior um seinetwillen liebt oder nur, weil sie keine andere Wahl auf dem Schiff hat (was ich etwas zweifelhaft finde, immerhin ist die 17 und die Godspeed voll mit 20-jährigen, da ist der 16-jährige Junior nicht wirklich die einzige Wahl). Was mir außerdem gut gefallen hat, war, dass dieser Teil viel diverser war als sein Vorgänger. An Band 1 habe ich kritisiert, dass es bis auf Amy keine einzige wichtige Frauenfigur gab. Das war in diesem Teil ganz anders. Was ich jedoch versäumt habe an Band 1 zu kritisieren, ist, wie wenig die Cover dieser Reihe zum Inhalt passen. Immerhin ist Amy rothaarig und Junior alles andere als weiß. Dennoch hat mich dieser Band inhaltlich wieder überzeugt!
Empfehlung: Ja, ich möchte diese Reihe vielen Jugendlichen in die Hand drücken. So viele wichtige Themen und extreme Spannung!
- Becky Chambers
Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten
(271)Aktuelle Rezension von: HannahsHobbyChaos“Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten” spielt auf dem Raumschiff Wayfarer und handelt von den Abenteuern, die seine diverse Crew in dem Standardjahr erleben, in dem sie sich auf die namensgebende Reise machen. Dabei liest sich das Buch nicht wie eine klassische Held:innenreise, bei der die Crewmitglieder zum Beispiel die Galaktische Union oder gar die Galaxis retten müssen. Nein, sie gehen einfach nur ihrem Job als Tunnler nach und haben den Auftrag ein Wurmloch bei besagtem kleinen Planeten zu bohren und ihn mit dem Rest der GU zu verbinden.
Diesen Auftrag holt Raumschiffkapitän Ashby nur an Bord, da er zuletzt die Verwaltungsangestellte Rosemary eingestellt hat, die seine bunt zusammengewürfelte Crew ergänzt. Neben insgesamt fünf Menschen Ashby, Rosemary, Jenks, Corbin und Kizzy, die alle an unterschiedlichen Orten im All geboren worden sind, ergänzen die Aandrisk Sissix (Pilotin), der Grum Dr. Koch (Arzt & Schiffskoch), die Schiffs-KI Lovey und das Sianatpaar Ohan (Navigator) die Crew.
Natürlich kommt es bei so einer durchmischten Crew zu einigen Reibungen, aber dabei kristallisiert sich die große Stärke der Crew heraus: ihr Zusammenhalt in brenzligen Situationen. Und von denen gibt es wirklich nicht zu knapp egal, ob zwischenmenschlich, wenn Rosemary der Crew von ihrer Vergangenheit erzählen muss oder in Krisensituationen, wie einem Überfall von intergalaktischen Piraten. Es fühlt sich an, als würde die Wayfarer-Crew mit jeder Hürde wachsen.
Ein weiterer Pluspunkt für die Story sind die gut ausgearbeiteten unterschiedlichen Lebensformen, die die Galaxis von Chambers bevölkern. Jede Spezies hat seine eigene Hintergrundgeschichte, sein eigenes Aussehen, seine eigenen Beziehungen untereinander. Allerdings sind es so viele unterschiedliche Spezies, dass ich mir zwischendurch ein Glossar gewünscht habe, aber das ist meckern auf sehr hohem Niveau.
Wer auf SciFi und den Trope “Found Family” steht, wird hier auf jeden Fall auf deren Kosten kommen - und obwohl sich “Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten” in sich abgeschlossen ist, spielen noch drei weitere Bände in Chambers Welt(en), und der zweite Band scheint nahtlos an einen der Handlungsstränge auf der Wayfarer anzuknüpfen.
- Stephen Hawking
Das Universum in der Nußschale mit Hörbuch auf 2 CD s
(129)Aktuelle Rezension von: Nini55Stephen Hawking nimmt die Leser mit auf eine faszinierende Reise durch die tiefsten Geheimnisse des Universums. In diesem meisterhaft geschriebenen Werk gelingt es ihm, selbst die komplexesten Konzepte der theoretischen Physik auf verständliche Weise zu erklären, ohne dabei die Tiefe und den Ernst der Materie zu verlieren. Mit beeindruckender Klarheit und einem Hauch von Humor führt er durch Themen wie die Relativitätstheorie, Quantenmechanik und die Mysterien schwarzer Löcher, wobei er stets den Kontext und die Entwicklung unserer modernen Vorstellung vom Universum berücksichtigt.
Besonders herausragend ist Hawkings Fähigkeit, abstrakte Theorien wie die Stringtheorie oder das Verhalten schwarzer Löcher durch anschauliche Analogien und lebendige Metaphern verständlich zu machen. Diese Erklärungen sind sowohl für Laien als auch für fortgeschrittene Leser bereichernd. Der Autor kombiniert komplexe wissenschaftliche Inhalte mit einer Erzählweise, die nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam ist.
Die zahlreichen Illustrationen und Diagramme im Buch sind eine wertvolle Hilfe, um die beschriebenen Theorien zu veranschaulichen und die oft schwer fassbaren Konzepte greifbar zu machen. Diese visuelle Unterstützung sorgt für eine noch tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema.
Dieses Werk ist mehr als eine wissenschaftliche Abhandlung – es ist eine Hommage an die menschliche Neugier und den unermüdlichen Drang, das Unbekannte zu erforschen. Ein zeitloser Klassiker, der jeden fesseln wird, der die Geheimnisse des Universums und die Wunder der modernen Physik entdecken möchte.
- Andy Weir
Der Astronaut – Project Hail Mary
(328)Aktuelle Rezension von: lolamoosgruenDie Erde wird bedroht! Und das ausgerechnet von kleinsten Organismen, welche der Sonne die Kraft stehlen und damit die Erde stark abkühlen könnten und so alles Leben unmöglich werden würde. Ryland wacht auf dem Raumschiff „Hail Mary“ auf, allein. Er soll jetzt allein das Problem lösen und sein Leben dafür geben.
Das war für mich das erste Buch in diese Richtung und ich war absolut begeistert! Ryland ist ein sehr sympathischer Charakter mit genau der richtigen Menge Humor. Er hat es mir leicht gemacht mit ihm mitzufiebern!
Ich fand auch die Erzählweise sehr gelungen. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Ryland erzählt. Dabei wechselt die Handlung zwischen dem Jetzt im Raumschiff und der Vergangenheit, in welcher das Problem erkannt wurde und die Hail Mary entwickelt wurde. So setzten sich Stück für Stück alle Puzzleteile zusammen.
Ich fand auch die wissenschaftlichen Zusammenhänge leicht verständlich erklärt. Allerdings habe ich auch eine Naturwissenschaft studiert, bin dadurch näher an der Materie und kann nicht einschätzen, wie weit man mit reinem Schulwissen alles verstehen würde.
Für mich war dieses Buch jedenfalls ein Highlight!
- Kass Morgan
Die 100 - Tag 21
(380)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrHat mir besser gefallen, als der erste Teil. Es gibt weniger Gefühlsduselei. Dafür passiert endlich mal was. Die Bücher sind immer noch nicht mit der Serie vergleichbar. Die Handlung wird spannender und die Hauptprotagonisten sind weniger naiv. Ich bin gespannt auf den nächsten Teil.
- Amie Kaufman
Aurora erwacht
(341)Aktuelle Rezension von: Angellika_BuenzelDieses Buch hat mich manchmal wahnsinnig gemacht.
Das Setting ist super. Es ist Science Ficiton, und das auf allen Ebenen. Es gibt Raumschiffe, intergalaktische Reisen und Aliens. Natürlich darf eine verrückte Crew nicht fehlen. Aber genau hier muss ich mal wieder meckern. Warum sind sie so jung? Manchmal hatte ich das Gefühl, mehreren Teenies zuzuschauen. Sie machen Witze, die eben Teenies machen würden und sie agieren manchmal genauso. Hier hätte ich mich etwas ältere Protas gewünscht.
Das Buch ist aus vielen Perspektiven geschrieben, weshalb ich zu niemandem eine "Beziehung" aufbauen konnte. Das ist aber nicht allzu schlimm. Denn die Story ist spannend und lebt eher von Abenteuern. Romance gibt es trotzdem, aber mehr nebenher.
Fazit: Ein schöner Science Ficiton Roman mit jungen Protagonisten, Humor und einer klitzekleinen Prise Liebe.
- Douglas Adams
Das Restaurant am Ende des Universums
(666)Aktuelle Rezension von: RattusExlibricus"Wir sitzen in der Tinte", sagte Ford. "Oh", sagte Arthur. Das hörte sich für ihn wie eine Monate alte Neuigkeit an.
Kategorie: Abenteuer | Science-Fiction | Persiflage [3x gelesen]
Worum dreht sich die Handlung?: Warum man nicht versuchen sollte, einen begriffsstutzigen Getränkeautomaten dazu zu überreden, eine Tasse Tee zu produzieren, wenn genau im gleichen Moment ein unvorhergesehener Vogonenangriff um die Ecke kommt? Arthur Dent findet dies – und viele andere überlebenswichtige Informationen – mal wieder auf die schmerzhafte Art und Weise heraus. Zwischen unwahrscheinlichen bis scheinbar unmöglichen Orten, Begebenheiten und Zeitsprüngen fällt es ihm erneut schwer, die Orientierung zu behalten – vor allem wenn seine wackeren Mitstreiter munter ins Verderben preschen und er aus Mangel an Alternativen einfach mal hinterherrennt. Über allem schwebt die Frage nach der Frage aller Fragen und die Suche nach dem Mann, der das Universum regiert – aufgelockert durch gefährliche Verfolgungsjagden, künstliche Universen und tiefgreifende Erkenntnisse über die Menschheit. Zum Glück blieb zwischen all dem Trubel auch noch kurz Zeit, bei einem gemütlichen Dinner dem Universum beim Untergang zuzusehen – alles ganz harmlos und mit Showeffekt.
Große Themen im Hintergrund: Überheblichkeit, Machtgier und Ignoranz – allerdings werden diese Themen nur durch die sehr ironische Blume verkauft.
Persönliche Notiz: Diese Rezension wird etwas kürzer ausfallen, da vieles, was ich über den ersten Band geschrieben habe, auch hier zutrifft. Allerdings fand ich den ersten etwas besser.
Teilbewertung (Legende *= hat mich nicht überzeugt, **= ausbaufähig, ***=solide/gut zu lesen, ****= sehr gut/klare Empfehlung, *****= exzellent/schwer zu erreichen):
- Handlung ***
Die Ideen sind genau so überraschend und verrückt wie im ersten Band, die „Handlung“ fußt – zumindest in den ersten zwei Dritteln des Buches – auf ähnlichen Prinzipien. Allerdings hatte ich dieses Mal den Eindruck, dass die Geschichte ab und an deutlich ins Schlingern kommt. Und auch, wenn die rätselhafteren Begebenheiten gut aufgelöst werden, sind sie manchmal etwas breit getreten. Den Teil, der die Entstehung der menschlichen Zivilisation betrifft mochte ich persönlich allerdings sehr gerne – hintergründig und sarkastisch, davon hätte es gern mehr geben können.
- Aufbau **
Wer den speziellen Aufbau des ersten Bandes kennt, weiß, wo die Fallstricke liegen. Und hier hat sich das Buch – im Gegensatz zum ersten Band – leider manchmal verfangen. Es mäandert, kommt nicht zum Punkt und verliert sich in Kleinigkeiten. Trotz allem ist in der komplizierten Schleifenform und rekursiven Handlung viel Potential vorhanden. Und selbst an eher drögen Stellen läuft die Handlung doch zu rasant, um ernsthaft Langeweile aufkommen zu lassen.
- Charakterzeichnung **°
Die Charaktere sind etwas blasser als im ersten Band, teils, tauchen seltsame Stichwortgeber auf. Dennoch sind die liebenswerten Charaktere aus dem ersten Band gut wiederzufinden – auch, wenn ich es schade finde, dass nur einem davon die Möglichkeit zur Entwicklung gegeben wurde. So haben sich die üblichen Spannungsfelder und Sticheleien leider etwas abgenutzt.
- Sprache und Stil ***°
Ein großes Lob geht wieder an Sprache und Stil – durchdacht, klug, zynisch und voller Anspielungen werden immer wieder ikonische Sätze und trockener Humor geliefert, der die Schwachsinnigkeit mancher Handlungsstränge mehr als rechtfertigt. Neben verstecken Anspielungen auf physikalische Theoreme wird einem auch die Ironie des Lebens und menschlichen Seins immer wieder vorgeführt. Dabei vermittelt die Sprache trotzdem sehr lebendige Eindrücke – hier steht der zweite Band dem ersten kaum in etwas nach.
- Zielgruppe(n)
Man sollte „Per Anhalter durch die Galaxis“ auf jeden Fall gelesen und im besten Fall sehr gut gefunden haben, um dieses Buch zu mögen, da es hinter dem ersten Band leider etwas zurückbleibt. Ansonsten trifft das Buch die gleiche Zielgruppe wie der erste Band (siehe Rezension dort).
- Fazit ***
Großzügige drei Sterne für dieses Buch, das definitiv nicht schlecht war, doch mit deutlichen Schwächen hinter seinem Vorgänger zurückblieb. Die Verrücktheit wird hier ins Absurde gesteigert und die Gratwanderung, nicht den Faden zu verlieren, geht in meinen Augen manchmal schief. Nichtsdestotrotz werden relevante Fragen hintergründig und mit dem typischen, großartig-speziellen Humor besprochen und auch sonst überzeugt das Buch durch seinen Stil und seine Sprachspiele. Die Charaktere kommen etwas kurz. Für Anhalter-Fans lohnt sich das Lesen der Fortsetzung gewiss, solange man seine Erwartungen nicht zu hoch schraubt. Für Quereinsteiger nicht geeignet!
- Taylor Jenkins Reid
Atmosphere
(301)Aktuelle Rezension von: AukjeDas Weltall hat es der Astrophysikerin Joan Goodwin schon immer angetan. Daher bewirbt sie sich bei der NASA als diese 1980 auch Frauen dazu aufruft sich als Astronaut zu bewerben. Zu ihrer großen Überraschung wird sie genommen. Überglücklich beginnt sie ihre Ausbildung auch wenn das heißt dass sie ihre 6jährige Nichte nicht mehr so häufig sehen kann. Doch Joan beginnt während ihrer Ausbildung aufzublühen und lernt dort auch ihre erste und große Liebe kennen.
Das Buch ist unheimlich angenehm geschrieben und macht es jedem möglich dem Thema Weltraum und NASA zu folgen. Besonders der Charakter von Joan ist ziemlich sympathisch und ihre eher ruhige Weiterentwicklung ist nachvollziehbar beschrieben. Zum Ende hin gab es sogar stellen die einen zu Herzen rühren. Das Buch ist eine absolute Leseempfehlung.























