Bücher mit dem Tag "weltausstellung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "weltausstellung" gekennzeichnet haben.

36 Bücher

  1. Cover des Buches Lady Liberty (ISBN: 9782919800391)
    Annabelle Tilly

    Lady Liberty

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Tanzmaus

    Camille St. Laurent hat nur einen Wunsch. Als Journalistin arbeiten und anerkannt werden. Doch als Frau hat man es schwer, gerade in Paris im Jahre 1885. Doch dann bietet sich ihr eine einmalige Chance. Sie soll über die Ankunft, den Aufbau und die Einweihung der Freiheitsstatue berichten.

    In Amerika angekommen, stellt ihr der Zeitungsverleger Joseph Pulitzer einen irischen Kollegen zur Seite. Dieser interessiert sich nicht nur für die Freiheitsstatue. Vielmehr beschäftigt ihn ein ungeklärter Mord, der wohl mit dem Sockelbau für die Freiheitsstatue in Verbindung steht. Als ein weiterer Mord geschieht, begeben sich Camille und Patrick in tödliche Gefahr…

     

    Noch heute gilt die Freiheitsstatue, die 1984 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde, als ein Symbol der Freiheit, des Friedens, der Menschenrechte, Abschaffung der Sklaverei und Demokratie. Trotz ihres Alters hat sie nichts von ihrem Charme und ihrer Faszination eingebüßt. Diese Stärke wird von Annabelle Tilly in diesem Roman eingefangen und dem Leser mitgegeben. Ich hatte zunächst Zweifel, wie die Geschichte auf mich wirken würde und war jedoch nach wenigen Seiten in einem Lesesog, der mit nicht nur mitriss, sondern zudem immer mehr begeisterte.

    Als Leserin durfte ich zunächst Camille kennenlernen, die in Paris eine sehr moderne Einstellung zur Rolle der Frau hat und damit oft aneckt. Die Reise nach Amerika bietet ihr die Chance, sich zu beweisen. Zeitgleich wurde Patrick vorgestellt, der als Reporter arbeitet, dabei aber nicht in alt-hergebrachten Ansichten verankert ist, sondern auch durchaus über den Tellerrand blickt und sich für Schwächere einsetzt.

    Natürlich steht Lady Liberty im Fokus des Romans und doch gibt es viele weitere Schauplätze, die sich rund um die Dame ranken. In dem Buch vereinen sich Krimi, historischer Roman sowie eine kleine Liebesgeschichte und bietet damit viel Abwechslung. Mir hat das Buch sehr gefallen. War ich noch zu Beginn etwas skeptisch, wich die Skepsis bald und machte der Begeisterung Platz. Es machte Spaß, New York durch die Augen einer Pariserin zu entdecken, mit ihr durch die Straßen zu bummeln und die Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

     

    Fazit:

    Eine spannende Reise nach Amerika, bei der man nicht nur Lady Liberty, sondern auch New York City im 19. Jahrhundert ein wenig besser kennenlernen kann und dabei bestens unterhalten wird. Ein Buch zum Eintauchen, Entspannen, Entdecken und Mitfiebern.

  2. Cover des Buches Die goldenen Wölfe (ISBN: 9783038800262)
    Roshani Chokshi

    Die goldenen Wölfe

     (58)
    Aktuelle Rezension von: talesofnephthys
    Die Schmiedekunst war von drei Faktoren abhängig: wie willensstark jemand war, wie deutlich man das Ziel vor Augen hatte und wie die Materie beschaffen war, die man zu formen gedachte.


    Vier Orden. Vier Häuser. Vier Namen.
    Obwohl Séverin der rechtmäßige Erbe des ehemaligen Hauses Vanth ist, wird ihm sein Recht darauf verwehrt und somit sinnt er nach Rache. Die perfekte Gelegenheit bietet sich an, als ihm ein Deal angeboten wird, in welchem er ein seltenes Artefakt, genannt das Horusauge, beschaffen soll, um dafür als Gegenleistung endlich im Orden aufgenommen zu werden. Aber leider birgt das Horusauge nicht nur unglaubliche Macht, sondern auch ein großes Geheimnis. Schon bald merkt Séverin, dass er und seine Freunde nicht die Einzigen sind, die sich einen langersehnten Wunsch erfüllen wollen.


    Ein interessantes Worldbuilding, voller technischer Wunder und Erfindungen, Charaktere mit besonderen Talenten, die gut miteinander harmonieren, historische Aspekte, Geheimnisse, Intrigen und selbstverständlich ein Raubzug, um dem Ganzen etwas Pfiff zu verpassen.


    Nur leider hat die Spannung der Handlung mich so gut wie gar nicht erreichen können.

     
    Der Fokus liegt hauptsächlich auf den Charakteren und ihren Beziehungen zueinander, was an und für sich nichts Schlechtes sein muss (wenn es sich nur nicht andauernd wiederholen würde, sodass man gedanklich auf einem Karussell sitzt, während man liest).
    Außerdem wurden mir die Punkte, die am meisten Spannung aufgebaut hätten, zu schnell erläutert. Auf jede Frage folgt umgehend eine Antwort in Form eines Rückblicks; Geheimnisse werden mir zu schnell aufgedeckt oder aber man kann sich schon von vornherein genau ausmalen, was als Nächstes passieren wird. Das hat mir beim Lesen leider immer wieder den Wind aus den Segeln genommen, da ich eigentlich gute Twists bevorzuge, gerne an der Nase rumgeführt werde und es liebe selber zu grübeln.

     
    Nach 100+ Seiten hatte ich ehrlich gesagt schon gar keine Motivation mehr für das Buch; zwar fingen der ersten beiden Kapitel stark an und machten neugierig auf mehr, aber danach wurde es schnell langatmig und ging nicht richtig vorwärts. Erst als der Raubzug erwähnt wird folgt endlich etwas mehr Action und Einsatz.


    Die Charaktere sind zudem mit interessanten Talenten ausgestattet und es hat besonders Spaß gemacht darüber zu lesen, wie diese gerade beim Raub des Artefakts zum Einsatz kamen. Aber leider kam es genauso wie ich es mir von vornherein gedacht hatte (da sind wir wieder beim "man kann sich genau ausmalen, was als Nächstes passieren wird" angelangt).
    Das ganze Unterfangen baut, meiner Meinung nach, mehr auf Glück und gut zusammengesetzten Zufällen auf, als auf Risikobereitschaft und Raffinesse.


    Am liebsten war mir hier übrigens das Worldbuilding sowie die Gabe der Schmiedekunst. Detaillierte Beschreibungen zu den ganzen Erfindungen haben dem Ganzen dann noch das i-Tüpfelchen verpasst. Dennoch war es mir leider nicht möglich, vollkommen ins Geschehen einzutauchen, weshalb ich mir vieles bis zum Schluss nicht einprägen konnte; etwas mehr Input hätte da nicht geschadet, zumal es mich auch mit am Meisten interessiert hatte.


    Das Ende hat mich dann leider gänzlich enttäuscht und ich konnte schnell für mich entscheiden, dass ich den nächsten Band nicht lesen werde. Es gibt allerdings einen Cliffhanger, der durchaus ansprechend ist und einen guten Übergang zum nächsten Buch schafft, wenn man die Charaktere bis dahin ins Herz schließen und die Handlung einen überzeugen konnte.

  3. Cover des Buches Alles Geld der Welt (ISBN: 9783839226865)
    Gerhard Loibelsberger

    Alles Geld der Welt

     (29)
    Aktuelle Rezension von: efell

     Wien 1873 - ein ereignisreiches Jahr:

    So toll ist die Vergangenheit ja auch nicht - entweder wirst Du als Frau links liegen gelassen oder als Mätresse ausgebeutet. Diese einzige Lust auf Frauen vom Bankmann Heinrich von Strauch war schon etwas zu extrem, vom Bankgeschäft hat er sich zurückgezogen, weil er das Unheil schon geahnt hat und alle seine Vollmachten seinem Freund Ernstl überließ, der das voll ausgenützt hat. Dass Heinirch von Strauß dies einfach so hingenommen hat, überhaupt nicht um irgendetwas gekämpft hat, war schon sehr eigentümlich. Gut gefallen haben mir die Plaudereien beim Babier auch mit historisch bekannten Persönlichkeiten.
    Jedenfalls historisch ein sehr interessanter Wirtschaftroman - Spekutation an der Börse kann nie ewig gut gehen, wie auch immer wieder aktuelle Crashs bezeugen.
    Die Weltausstellung in Wien muss schon eine sehr große Aktion gewesen sein, vielleicht hat sich das Bankenhaus eh nicht mit Krediten übernommen - da erfährt man leider nichts mehr. Die Rotunde ist jedenfalls immer noch ein Begriff.

    historisch, wirschaftlich interessant, aber als Unterhaltungsroman eher flau.

  4. Cover des Buches Das Leuchten der Welt (ISBN: 9783832163792)
    Isabel Beto

    Das Leuchten der Welt

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht

    Vorab muss ich sagen, dass ich eigentlich Krimi- und Thrillerleser bin. Wenn ein Roman mich in seinen Bann ziehen kann, dann ist das etwas ganz besonderes. Isabel Beto hat mich mit diesem Roman rund um die Weltausstellung in Chicago regelrecht gefesselt. Auch die beiden Bücher „Korallenfeuer“ und „Die Bucht des grünen Mondes“ von ihr haben mich bereits begeistert. Beide spielten an exotischen Orten (Seychellen und Manaus), jetzt war Chicago (und New York) der Schwerpunkt. Von der Weltausstellung dort wusste ich bisher nichts, habe das nun aber im Internet nachgeholt. Und ich muss sagen, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat.

    Viele kleine, nette Details kommen im Buch vor, z.B. der Schokotempel von Stollwerck. Oder der dort erstmals vorgestellte Reißverschluss.

    Auch die Geschichte um die Hauptfigur Bell, die sich in einer männerdominierten Welt als Journalistin durchsetzen möchte, hat mir gut gefallen.

    Das Buch bietet einen perfekten Mix an Unterhaltung, Liebesgeschichte, Spannung und Historie. Isabel Beto weiß, wie es geht!

     

  5. Cover des Buches The Doll Factory (ISBN: 9783847900733)
    Elizabeth Macneal

    The Doll Factory

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Annabelle_Frtz

    London, 1850 - Zwei junge Frauen arbeiten in einer Puppenmanufaktur, ein junger Künstler strebt nach Anerkennung, ein Waisenkind versucht sich Geld für ein Gebiss zu verdienen und ein Präparator entwickelt eine sehr ungesunde Obsession.

    Iris, welche bei der Geburt einen Schlüsselbeinbruch erlitten hat, ist körperlich ein wenig eingeschränkt und bemalt Porzellanköpfe in der Puppenmanufaktur, ihre Schwester Rose, die am ganzen Körper stark vernarbt ist, da sie die Pocken hatte, näht die Kleidung. Iris träumt im stillen jedoch davon Malerin zu werden und übt jede Nacht heimlich im Keller der Manufaktur. Als Iris, eine aufstrebende Künstlerin, Louis, einen präraffaelitischen Künstler trifft, willigt sie ein, im Austausch für Malunterricht für ihn Modell zu stehen.

    Albie war mit noch mit der liebste Charakter. Er hatte als Waise ein schweres Schicksal in der damaligen Zeig und war trotzdem stets guter Dinge und hat immer versucht für sich und seine Schwester das Beste herauszuholen um für ihre Sicherheit und Freilassung zu sorgen.

    Und dann ist da noch Silas, von Beruf Präparator, mit seiner Liebe zum Austopfen und anordnen von Knochen, träumt er davon seine Präparate in der großen Exhibition auszustellen, doch seine neuste Obsession ist die liebreizende Iris mit ihrem markanten Schlüsselbein…

    Die Grundidee der Geschichte klang sehr vielversprechend, auch nach den ersten Seiten war ich noch guter Hoffnung, dass sich die Geschichte langsam entwickeln wird. Ich bin ein riesen Fan dieser Zeitepoche, noch dazu wenn ein Buch im schönen, atmosphärischen England spielt. Ich muss jedoch leider sagen, dass das Buch einfach nicht das Richtige für mich persönlich war. Gelockt hat mich das viktorianische London mit seiner gotischen Atmosphäre, jedoch kam bei mir einfach die Stimmung nicht an. Ich habe oft mittendrin regelrecht vergessen in welcher Stadt und zu welcher Zeit wir uns gerade im Buch befinden, so wenig kam bei mir die Stimmung an.
    Auch empfand ich die Charaktere als zu oberflächlich geschrieben. Ich habe mit keinem Charakter mitgefühlt, mitgefiebert oder irgendeine Art von Sympathie entwickelt. Es fand kaum Entwicklung statt, ich wusste von Anfang an, was als nächstes passieren wird, wie das Buch enden wird und hatte dementsprechend keine wirkliche Freude am Lesen.
    Auch war für mich Fragwürdig, wieso einerseits am Anfang des Buches immer wieder auf die Fehlhaltung von Iris hingewiesen wurde und immer betont wurde wie eingeschränkt sie ist, wenn es dann bis zum Schluss und der „großen Katastrophe“ keine Rolle mehr gespielt hat und sie zwischenzeitlich als die schönste Frau auf Erden beschrieben wurde, die mit ihrer Schönheit alle betört. Im Endeffekt, war für mich einfach vieles verwirrend, ohne Spannung oder dem typischen Feeling eines guten historischen Romans und ohne jegliche Gefühlregung, noch dazu diese sehr seltsamen Szene rund um Silas, die wohl eine Art ungutes Gefühl vermitteln sollten und Teil des Spannungsbogen waren, aber bei mir einfach so gar keinen Anklang fanden.

    FAZIT: Alles in allem war „The Doll Factory” einfach nicht das richtige Buch für mich. Ich kann mir jedoch sehr gut vorstellen, dass es vielen anderen gut gefallen könnte.

    * Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen.

  6. Cover des Buches Die Anatomie des Teufels (ISBN: 9783734105333)
    Jordi Llobregat

    Die Anatomie des Teufels

     (17)
    Aktuelle Rezension von: mozeilenherz

    Das Buch wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Nicht nur Daniel, der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist, kommt zur Wort, sondern auch Flexia, der Journalist, der mit der Story um die grausamen Morde in Barcelona endlich sein Image als Autor wieder aufbessern will, Gilbert, der brilliante Medizinstudent, der ein großes Geheimnis mit sich herum trägt und manchmal auch der Mörder oder die Opfer selbst.

    Obwohl man hin und wieder eine Passage aus der Sicht des Mörders lesen kann, versteckt sich darin kein Hinweis auf dessen Identität. Das gesamte Buch über bleibt man in der Geschichte Daniels. Man erlebt, was er erlebt und man weiß und glaubt, was der junge Mann weiß und glaubt. Es gibt keine Andeutungen, keine geheimen Informationen für den Leser und das finde ich sehr gut. Auf diese Weise konnte ich mich unglaublich gut in Daniel hineinfühlen.  Seine Geschichte, die ihn im Glauben lässt, einen Teil seiner Familie ermordet zu haben, lässt ihn immer wieder daran zweifeln, ob er weitermachen soll, oder nicht doch wieder in sein „altes neues“ Leben in England zurückkehren sollte, wo er eigentlich alles, was in Barcelona war, zurückgelassen hat.

    Man wird, genau wie Daniel aber immer tiefer in die Irrungen und Wirrungen und auch in die Grausamkeit der Taten des Mörders hineingezogen. Irgendwann wird die Sache nicht nur für Daniel, sondern auch für Flexia und Gilbert zu einer persönlichen Angelegenheit und auf einmal will man als Leser nicht nur wissen, wer der Mörder ist, sondern auch die Geschichten und Gedanken der anderen, handelnden Personen erfahren.

    Die Familiengeschichte Daniels spielt im ganzen Buch eine große Rolle, wird aber nahtlos eingefügt, ohne dass man das Gefühl hat, zwei Handlungsstänge zu lesen, die nebeneinander herlaufen. Daniels Vater war tief in der Geschichte des Mörders gesteckt, alte Freunde tauchen auf und man traut als Leser niemandem.

    Ich wäre am Ende eigentlich bei kaum einer auftretenden Figur überrascht gewesen, wenn sie sich am Ende als Mörder herausgestellt hätte (abgesehen von Gilbert, Daniel und Flexia), nur mit dem, der es am Ende war, hätte ich niemals gerechnet.

    Doch es war logisch, grausam, schrecklich, aber auch ganz furchtbar tragisch und traurig sodass ich am Ende auch den Schmerz des Mörders nachvollziehen konnte. Für mich ein einzigartiger, atemberaubender, historischer Thriller, der seine 5 Sterne absolut verdient hat!

  7. Cover des Buches Der Turm der Welt (ISBN: 9783499271489)
    Benjamin Monferat

    Der Turm der Welt

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Sandra_Halbe

    Paris, 1889: Die Weltausstellung zieht Tausende von Besuchern in die Stadt. Momentan herrscht Frieden in Europa. Und doch steht dieser auf wackligen Füßen, denn Franzosen, Deutsche und Briten buhlen um Macht und beäugen einander kritisch. Als zwei tote Geheimdienstmitarbeiter auf der Exposition gefunden werden, ist klar: Eine der drei Nationen steckt dahinter, und es wird nicht bei diesen beiden Toten bleiben…

    Jedes Kapitel beginnt mit einem Countdown bis zur sich anbahnenden Katastrophe, der unerbittlich heruntergezählt wird. Das sorgt natürlich für Spannung.

    Gelungen finde ich, dass der Autor sich Charaktere aus sämtlichen Bevölkerungsschichten der Stadt ausgesucht hat, sodass man einen guten Eindruck in die damaligen Lebensverhältnisse bekommt.

    Der Roman lässt sich gut und flüssig lesen. Sowohl das Paris als auch die politisch unsichere Situation der damaligen Zeit sind greifbar dargestellt: die technische Revolution, das aufstrebende Bürgertum auf der einen und der Adel, der seine Daseinsberechtigung verliert, auf der anderen Seite.

    Leider wurde ich erschlagen von Nebenhandlungen und -schauplätzen, die die Handlung überhaupt nicht vorangetrieben haben. Ich habe stellenweise viel Geduld gebraucht, um überhaupt weiterzulesen. Dass ein englischer Polizist sich selbst in Paris auf die Suche nach Jack the Ripper macht, war mir ein bisschen zu viel des Guten.  

    Das Ende lässt auf Frieden hoffen. Zeitgleich wirkt es aber arg konstruiert und beantwortet nicht alle Fragen, die sich im Laufe der Geschichte auftun.

     Insgesamt eine nette Geschichte, aber ich hatte mir mehr erwartet.

  8. Cover des Buches Die Rebellin (ISBN: 9783596299416)
    Peter Prange

    Die Rebellin

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Scarjea

    ... doch das Buch konnte mich nicht recht überzeugen.

    Umrahmt wird die Geschichte vom Aufkeimen der ersten Ideen, Überlegungen, Konzeptionen bis hin zur Realisierung der ersten Weltausstellung im eigens dafür errichteten Kristallpalast in London Mitte des 19. Jahrhunderts. Auch die Hauptperson, Emily Paxton, ist keine Fiktion, ebenso wie weitere Charaktere des Buches. Ihr persönliches Schicksal hat der Autor mit historischen Ereignissen verknüpfen wollen und so den Roman „Die Rebellin“ verfasst.

    Zunächst wirkte es auf mich schon zu Beginn des Buches ein wenig klischeebehaftet, dass ein reiches Mädchen und ein armer Junge in ungefähr demselben Alter trotz Widerstandes der Eltern miteinander befreundet sind und bleiben möchten. Nachdem sie allerdings schon sehr früh im Roman voneinander getrennt werden, entwickeln sie sich in verschiedene Richtungen weiter, erleben und erleiden, treffen später wieder aufeinander, verlieben sich ineinander und leben ihre an gesellschaftlichen Standesunterschieden immer wieder auf die Probe gestellte Beziehung bis zu einem bestimmten Ereignis.

    Gefallen hat mir, dass die Beziehung der beiden trotz weniger Details als recht zerbrechlich dargestellt wird, jedoch weniger, dass Emily als die „Rebellin“ von einer fanatischen Unterstützerin der Weltausstellung ganz und gar zu einer absoluten Gegnerin dieser wird. Die Beweggründe waren für mich nur in kleinen Teilen nachzuvollziehen. Auch im weiteren Verlauf konnte ich Entscheidungen und so einigen von Emilys Handlungen kaum folgen. Immer wieder wendet sich die Geschichte, entwickelt sich etwas aufgrund eines urplötzlichen Entschlusses ihrerseits ganz anders als es zuvor geplant war. Aufgrund dessen bin ich wohl mit der Geschichte und ihren Hauptpersonen nicht recht warm geworden. Am Schluss des Romans angekommen war ich dann doch verwirrt und ein wenig enttäuscht. Vielleicht gehen die Figuren auch mehr in ihrem Hintergrund unter. Denn der größere Rahmen des Ganzen, also alles rund um Ausstellung, die technischen Aspekte, Eisenbahn und den Fortschritt Englands bis dato hingegen kamen gut und auch anschaulich durch.

    Ich hatte meine Problemchen mit diesem Buch, es ist weniger mein Geschmack. Dennoch wurde die Geschichte in ein mit der ersten Weltausstellung ohne Frage interessantes Themengebiet eingebettet.

  9. Cover des Buches Der Teufel von Chicago (ISBN: 9783596153916)
    Erik Larson

    Der Teufel von Chicago

     (15)
    Aktuelle Rezension von: seitenleben

    In Der Teufel in der weißen Stadt beschreibt Erik Larson die Ereignisse, die die 1893er Chicago World’s Fair umgaben, indem er die Geschichten zweier Männer erzählt: Daniel H. Burnham, der für den Bau der World’s Fair verantwortlich ist, und H. H. Holmes, ein Serienmörder, der in Chicago sein Unwesen treibt.

    Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, doch leider wurde ich stark enttäusch. Ich mochte die Idee, dass einer von Amerikas größten Triumpfen mit der Geschichte eines der berüchtigtsten Serienmörder verbunden wird. Leider gab es jedoch kaum eine Verbindung zwischen den beiden Seiten. Es fühlte sich eher so an, als hätte Erik Larson zwei seperate Bücher zusammengeworfen. 

    Dadurch war das Leseerlebnis frustrierend und ermüdende.

    Außerdem wurden, für meinen Geschmack, zu viele unwichtige Details erläutert.

    Positiv lässt sich trotz allem hervorheben, dass Erik Larson das Gefühl von Chicago in den 1890ern gut einfängt und wiedergibt. Zwar habe ich das Buch nicht unbedingt genossen, doch habe ich einiges über die Chicago World’s Fair und ihren Einfluss gelernt.

  10. Cover des Buches Leonore und ihre Töchter (ISBN: 9783746631950)
    Gina Mayer

    Leonore und ihre Töchter

     (44)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow
    Als ich bei Weltbild neulich eine DVD bestellen wollte, weil sie da am günstigsten war, habe ich mich im Sale gleich noch nach einem Buch umgesehen. Mit Buch ist die Bestellung nämlich versandkostenfrei und statt 3 € für den Versand, gebe ich das Geld doch lieber für ein Buch aus. Das sollte einen dann aber schon etwas ansprechen und ich bin tatsächlich fündig geworden. „Leonore und ihre Töchter“ klingt zwar etwas bieder und spielt lustigerweise auch teils zur Zeit des Biedermeier, aber ich mag historische Romane, solange sie nicht bis ins Mittelalter reichen. Die Story klang auch nicht uninteressant und da sonst kein ähnlich ansprechendes Buch dabei war, ist die Leonore samt ihrer Töchter am Ende auch in den Warenkorb gewandert.

    Mir hat der Roman sehr gut gefallen, obwohl es auch ein paar Mängel gibt. Beginnen wir mit den guten Seiten. Leonore und ihre Töchter, was in dem Fall auch die Enkelin und Urenkelin mit einschließt, sind alle recht verschieden. Jede bekommt einen eigenen Abschnitt zugeteilt, wo man sie kennenlernt. Das ist sehr gut gelungen. Die Autorin schafft es, Nähe zum Charakter aufzubauen, sodass man ihr Handeln und ihre Gefühle besser versteht. Und auch wenn die Geschichte teils im frühen 19. Jahrhundert spielt, wird man nicht mit geschwollener Sprache gequält. Einzig Ausdrücke wie etwa „Wie belieben?“ geben einen Eindruck der damaligen Ausdrucksweise wieder. Vielleicht ist das für einige ein Mangel von Authentizität, aber mir war das lieber, so kommt man mit dem lesen schneller voran.
    Dadurch, das die Geschichte so verschachtelt ist, blieb es spannend. Welche Auswirkungen hatte und hat wohl der „Fluch“ der Erlkönigin auf Leonore und ihre Töchter? Das hat sich erst nach und nach herauskristallisiert. Besonders aufregend war das Buch allerdings nicht und das ist mein Kritikpunkt. Es gab Überraschungen, es wurde nicht langweilig, aber es dümpelte so vor sich hin. Es fehlte irgendwie der große Knall, das Salz und Pfeffer. Zwar gab es da eine überraschende Auflösung, hinter die ich schon kurz vorher gekommen war, aber so richtig schockiert hat das auch nicht. Dafür würde ich einen Stern abziehen, auch wenn das vielleicht ein bisschen kleinkariert ist. Denn abgesehen davon, liest sich „Leonore und ihre Töchter“ wirklich gut und ich habe mich auch jeden Tag aufs lesen gefreut. Ein Buch, das man auch öfters lesen kann, deswegen sehr gute 4 von 5 Sternen.
    Ciao sollte wirklich halbe Sterne einführen, das würde mir das bewerten oft leichter machen….
  11. Cover des Buches Die Entdeckung des Hugo Cabret (ISBN: 9783570221181)
    Brian Selznick

    Die Entdeckung des Hugo Cabret

     (182)
    Aktuelle Rezension von: Memories_of_Books

    Klappentext:

    Eine mitreißende Geschichte von Geheimnissen, großen Träumen, Freundschaften und besonderen Talenten.Hugo Cabret, seines Zeichens Waisenjunge, Dieb und Wächter der Uhren, lebt verborgen in den Gemäuern des Pariser Bahnhofs. Niemand weiß von ihm, dem Jungen, der alles im Blick behält und sich doch allen Blicken entzieht. Bis ein kühnes Mädchen und ihr bärbeißiger Großvater auf ihn aufmerksam werden. Schlagartig ist in Gefahr, was Hugo so sorgsam hütet: seine geheime Existenz – und damit die rätselhafte Zeichnung, das liebevoll aufbewahrte Notizbuch und der mechanische Mann. Jene Dinge, die den Weg zu seinem wohl gehüteten faszinierenden Geheimnis weisen …

    Inhalt:

    Der Waisenjunge Hugo Cabret, lebt verborgen in den Gemäuern des Parisers Bahnhofs. Sein Vater ist vor seinem tot Uhrmacher gewesen, und seit dem tot seinen Vaters arbeite Hugo heimlich und unentdeckt im Bahnhof, und sorgt dafür das die Uhren dort niemals zum stillstand kommen.Hugo findet eines Tages in dem Museum in dem seit Vater gearbeitet hatte, einen Automaten, einen Automaten in Form eines menschlichen Torsos, dieser eine Feder in seiner Hand hielt, nun dachte Hugo das dieser Automat eine Nachricht für ihn von seinem Vater bereithält, und für Hugo war klar ihn reparieren zu müssen. Hugo machte sich nun im Bahnhof auf die suche nach verschieden Teilen ( Zahnrädern, federn, usw.) , und er wird bei einen Spielzeugmacher im Bahnhof fündig,da er kein Geld hat, beschloss er sich die Sachen heimlich in seine Taschen zu stecken, aber dabei wurde er erwischt. Wie die kleine spannende und sehr schöne Geschichte weiter geht, müsst ihr nun selbst lesen.

    Meine Meinung:

    Es ist ein sehr visuelles Buch, es besteht aus sehr vielen wunderschönen Illustrationen, die perfekt zu der Handlung passen, und sie teilweise auch weiter erzählen. Der Text ist sehr einfach gehalten und man schafft es sehr leicht das Buch in nur einem Schwung durchzulesen. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch nie so ein besonderes Buch in den Händen gehabt, es ist einfach komplett anders aufgebaut wie andere.

    Fazit:

    Das Buch ist für alle die, die Paris in den 30 Jahren mögen, die sich für eine sehr schöne kleine historische Geschichte interessieren, und einfach in eine kleine andere Welt eintauchen möchten.

  12. Cover des Buches Fremdes Licht (ISBN: 9783442771523)
    Michael Stavarič

    Fremdes Licht

     (12)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Die Wissenschaftlerin Elaine erwacht in einer Eiswüste. Geschützt wird sie von den Trümmern des Raumschiffs, mit dem sie und viele andere Menschen vor langen Zeiten von der Erde gestartet sind, um den Folgen des Einschlags eines riesigen Meteroiten zu entkommen. Um die lange Reise zu überstehen, wurden sie in Kokons in einen Kälteschlaf gelegt. Und nun scheint Elaine die Einzige zu sein, die den Absturz und die Reise überlebt hat. Zwar hat sie einige technische Hilfsmittel und Nahrung, aber am meisten hilft ihr die Erinnerung an die Zeit mit ihrem Großvater, ein Inuit, mit dem sie auf Grönland gelebt hat.


    Wie ist es, wenn die Zukunft die Vergangenheit ist und die Vergangenheit die Zukunft? Elaine muss sich in einer unwirtlichen Welt zurechtfinden, die sie Winterthur nennt. Dass sie ihre Jugend auf Grönland mit ihrem Großvater verbracht hat, hilft ihr bei der Bewältigung der täglichen Aufgaben. Auch die wissenschaftliche Ausbildung ist hilfreich, aber die ihr Durchhaltevermögen und ihren Ideenreichtum zieht sie aus der Zeit mit ihrem Großvater. Doch wie lange kann sie alleine überleben? Und wie soll sie die Technik, die ihr noch zur Verfügung steht, einsetzen? 


    Dieser dystopisch angehauchte Roman spielt in einer Zeit nach der großen Katastrophe. Doch schon vorher hatte sich die Welt verändert. Trotz herausragender technischer Entwicklungen ist das Leben nicht unbedingt besser geworden. Und die herannahende Katastrophe bietet nur wenigen eine Chance zu überleben. Der Autor macht daraus ein interessantes Gedankenspiel um Vergangenheit und Zukunft und die Fähigkeit zu bestehen. Welcher Hintergrund befähigt zu überleben. So stecken schließlich mehrere Geschichten in dem Buch, die jeweils einen neuen Blickwinkel eröffnen. Dadurch entstehen zwar auch Brüche, doch ebenso entstehen Ansätze, über das Gelesene nachzudenken. Darüberhinaus erfährt man einiges über das Leben der Inuit, die einen anderen Blick auf die Natur haben oder sich einfach etwas erhalten haben, was woanders zumindest zum Teil verloren gegangen ist. Dieser Roman ist eine Besonderheit, für die man etwas Zeit einplanen muss. Zeit, die sehr gut angelegt ist.

  13. Cover des Buches Madame ist leider verschieden (ISBN: 9783492273565)
    Claude Izner

    Madame ist leider verschieden

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Lesemietze
    Wir befinden uns in Paris zur Zeit der Weltausstellung im Jahr 1889. Im Mittelpunkt steht natürlich der Eiffelturm, wie soll es auch anders ein. Es wird überwiegend aus der Sicht von Victor Legris geschrieben, der Buchhändler ist. In Victors Umfeld geschehen Morde, die ihn zu Beginn erst nicht interessieren. Doch durch einen Zufall entscheidet Victor selbst etwas nachzuforschen warum diese Menschen gestorben sind. Angeblich soll ein Bienenstich die Ursache sein. Doch kaum hat Victor jemanden in Verdacht schon geschieht ein Unglück. Wer steckt dahinter oder sind es wirklich Bienenstiche?

    Mir hat dieser Pariser Krimi sehr gut gefallen. Zumal er zu einem realen Zeitpunkt spielt. Die Charaktere sind lebendig. Die Umgebung wird bildhaft vorgestellt. Man hat schon fast selber das Gefühl 1889 vor Ort zu sein.
    Hat mir sehr gut gefallen.
  14. Cover des Buches Die Stadt der dunklen Herzen (ISBN: 9783453470873)
    James Conan

    Die Stadt der dunklen Herzen

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich habe soeben das Buch „Die Stadt der dunklen Herzen“ ausgelesen und sage gerne, dass es ein wirkliches Lesevergnügen war, es in kurzer Zeit durch zu schmökern. Achtung – Spoiler!

    Sprachlich flüssig geschrieben schafft es der Autor problemlos, den Leser in kürzester Zeit in den Bann zu ziehen, ohne zu langweilen, ohne unnötige Wiederholungen von Tatsachen oder Kunstpausen, die das Geschehen unnötig in die Länge ziehen - auf den über 650 Seiten wird man als Leser stets mitgerissen und man wird weder von historischen Fakten erschlagen noch hat man das Gefühl, dass man anschließend für die Frauenemanzipation auf die Straße gehen muss – ein Buch, das nicht mit dem Zeigefinger auf die Moral der Geschichte hindeutet, sondern einfach nur unterhält und es dabei schafft, dennoch vieles Wissenswertes über die damalige Zeit, über den Konflikt zwischen New York und Chicago, der Arbeit der Journalisten ohne Internet und Handy zu vermitteln.

    Erzählt wird das Buch im Endeffekt aus zwei Sichtweisen – da ist die junge, aufstrebende Journalistin Emily, die in einer von Männern dominierten Welt ihren Weg sucht und einen Job bei der renommierten „World“ haben möchte. Emily erhält als erste Bewährungsprobe einen Auftrag, der sich nach Chicago führt, wo sie kurz vor Ende der Weltausstellung 1893 versucht, den Tod eines lettischen Mädchens mit Namen Anna Zemeckis aufzuklären und in diesem Zusammenhang auf den schlechten Ruf Chicagos hinzuweisen, der einem Sündenpool gleichkommt.

    Die zweite Rahmengeschichte wird von Anna erzählt, die nicht tot, sondern in einer Irrenanstalt festgehalten wird, aus der sie jedoch fliehen kann. Sie trägt ein Kind unter dem Herzen, kann sich jedoch erst nach und nach erinnern, was mit ihr vor der Irrenanstalt geschehen ist. Fortan ist sie auf der Flucht vor Männern, an die sie sich kaum erinnert.

    Gut gefällt mir auch der Titel des Buches – die Stadt der dunklen Herzen.

    Kurz – ich hatte eine wirklich schöne Zeit mit dem Buch und hoffe sehr, dass es in Zukunft noch weitere Bücher des Autors in deutscher Sprache geben wird. Schade ist nur, dass das Buch bisher nicht mehr deutsche Leser erreicht hat – was meiner Ansicht nach nachgeholt werden muss!

  15. Cover des Buches Sherlock Holmes in America (ISBN: 9781849013277)
    Martin Greenberg

    Sherlock Holmes in America

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Die Stadt der Wunder (ISBN: 9783518459256)
    Eduardo Mendoza

    Die Stadt der Wunder

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Die Hauptperson des Romans ist Onofre Bouvila und sein Weg vom mittellosen Provinzjungen zum reichsten Mann Spaniens. Sein Aufstieg zur Zeit der ersten Weltausstellung in Barcelona führt vorbei an legalen und illegalen Transaktionen sowohl in der Unterwelt sowie in der besseren Gesellschaft. Auch der Mensch Bouvila erfährt die dunklen Seiten des Reichtums im Kreise der ihm am nächsten stehenden. Ein faszinierendes Sittenbild Spaniens während der Jahrhundertwende und der Kriege. Die Hauptfgur des Buches ist Barcelona, fast schon als eigener Charakter dargestellt, mit einer Genauigkeit und Detailverliebtheit, unzähligen Anekdoten und geschichtlichen Erläuterungen. Mit einer außerordentlichen Dramaturgie sind Hauptperson und -figur miteinander verflochten und keine Sekunde unabhängig voneinander. Dieses Buch ist ein Meisterwerk, gilt bereits jetzt als Standard in einer Reihe von Romanen über Barcelona und wird bestimmt seinen Weg als bedeutendes Werk in der Weltliteratur finden.
  17. Cover des Buches Gustave Alexandre Eiffel (ISBN: 9783823855408)
    Aurora Cuito

    Gustave Alexandre Eiffel

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches 15. Jahrhundert. (ISBN: 9788843539321)

    15. Jahrhundert.

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Kunst und Kultur um 1492 - Weltausstellung Sevilla 1992 (ISBN: 9788843541027)
  20. Cover des Buches [ TIMEBOUND ] By Walker, Rysa ( Author) 2014 [ Paperback ] (ISBN: B00IFQOVZ6)
    Rysa Walker

    [ TIMEBOUND ] By Walker, Rysa ( Author) 2014 [ Paperback ]

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    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    „Timebound“ ist der Debütroman der Autorin Rysa Walker und begegnete mir bei Netgalley. Es war das Cover, das mich neugierig machte, doch der Klappentext leistete die nötige Überzeugungsarbeit, um mich dazu zu bringen, das Buch anzufragen. Ich hatte sehr lange keine Zeitreise-Geschichte mehr gelesen, obwohl mich dieses Thema fasziniert. Die Frage, ob es prinzipiell möglich ist, sich rückwärts in der Zeit zu bewegen, konnte bisher nicht empirisch geklärt werden. Rysa Walkers Geschichte funktioniert nur, da sie von der everettschen Vielwelten-Theorie ausgeht. Laut dieser führt eine Zeitreise in die Vergangenheit unweigerlich zu einem alternativen Ablauf der Ereignisse, der parallel zum ursprünglichen Ablauf existiert. „Timebound“ spielt also mit der Idee paralleler Zeitlinien, die die Protagonistin sowohl besucht als auch verändert.

    Die meisten Menschen müssen niemals an ihrer Familiengeschichte zweifeln. Es ist ja auch selbstverständlich, dass die eigenen Großeltern vor einem selbst geboren wurden. Nicht so für die 16-jährige Kate Pierce-Keller. Als ihre Großmutter Katherine wie ein Wirbelwind in ihr Leben rauscht und ihr eröffnet, dass sie das CHRONOS-Gen in sich trägt, das es ihr ermöglicht, durch die Zeit zu reisen, steht ihre Welt plötzlich Kopf. Auf einmal hängt das Schicksal ihrer Familie und der gegenwärtigen Gesellschaft von ihr ab, denn in der Vergangenheit treibt ein Mörder sein Unwesen, dessen Taten auch Kates eigene Existenz bedrohen. Sie reist zur Weltausstellung von 1893 in Chicago, um ihn aufzuhalten und ihre Auslöschung zu verhindern. Doch die Zeit ist ein zerbrechliches Gut. Sie zu verändern hat weitreichende Konsequenzen. Gelingt es Kate, den Mörder zu stoppen, rettet sie ihr Leben – verliert damit jedoch ihre große Liebe.

    Um „Timebound“ genießen zu können, muss man die Idee von Zeitreisen wirklich lieben. Bei mir ist das passenderweise der Fall, wodurch mir dieser Science Fiction Young Adult Roman viel Spaß gemacht hat. Rysa Walker hat eine angenehme Art, mit diesem komplizierten Thema umzugehen. Ich bin überzeugt, dass die Geschichte das eine oder andere Paradoxon enthält, aber das hat mich überhaupt nicht gestört, weil ich keine Muße hatte, dieser Vermutung gedanklich nachzugehen. Das Buch hat mich unterhalten – nach logischen Fehlern zu suchen, erschien mir zu anstrengend. Es wäre den Aufwand nicht wert gewesen, denn ich hätte mir „Timebound“ damit selbst madig gemacht. Also habe ich es gelassen und die Lektüre einfach genossen. Ich gebe zu, ich habe ein Weilchen gebraucht, um mich einzufinden, da Kates Geschichte anfangs recht verwirrend wirkt. Man lernt sie und ihre Familie kennen und schon kurz darauf beginnen die Ereignisse, sich zu überschlagen, weil der Mörder in der Vergangenheit mit den Zeitlinien herumpfuscht. Glücklicherweise greift Rysa Walker gerade noch rechtzeitig ein und beginnt, die Hintergründe für ihre Leser_innen aufzudröseln. Sie verrät nicht alles, denn „The CHRONOS Files“ ist als Trilogie ausgelegt, doch sie dreht genügend Puzzleteile um, damit „Timebound“ den Eindruck eines stimmigen Gesamtbildes ergibt. Der Mörder hat es natürlich nicht nur auf Kates Familie abgesehen, sondern verfolgt ein größeres Ziel. Seine Handlungen gehören zu einem umfassenden Plan. Obwohl ich nicht ausplaudern darf, worum es sich dabei handelt, kann euch berichten, dass ich die Idee dazu großartig, intelligent und sehr spannend finde. Rysa Walker beweist an dieser Stelle ein sensibles Gespür für unsere Gesellschaft, das ich in einem YA-Roman so nicht erwartet hätte und schon gar nicht in einem Erstling. Meiner Ansicht nach fehlt der Autorin allerdings noch ein wenig der Feinschliff, was ihr schriftstellerisches Können anbelangt. „Timebound“ ist sehr dialoglastig und bietet statt einer überzeugenden, dichten Atmosphäre hauptsächlich Innenansichten von Kate. Wird eine Geschichte aus der Ich-Perspektive des/der Protagonist_in geschildert, ist die Verlockung, sich intensiv mit seiner/ihrer Gefühlswelt zu beschäftigen, immer groß, doch in diesem Fall fand ich das sehr schade, da das Setting der Weltausstellung in Chicago 1893 wirklich fantastisch ist. Ich wünschte, Walker hätte hier mehr aus den Vollen geschöpft und mir das Gefühl gegeben, an Kates Seite vor Ort zu sein, statt nur durch ihre Augen zu sehen. Sie hätte die Perspektive durchaus weiter öffnen können, denn ich war bereit, mich überwältigen zu lassen. Nichtsdestotrotz mochte ich Kate gern, weswegen ich mit der Nähe zu ihr leben konnte. Noch ist sie nichts Besonderes und reiht sich nahtlos in lange Reihe der YA-Heldinnen ein, aber ich bin optimistisch, dass sich in den nächsten Bänden das gewisse Etwas ihrer Persönlichkeit offenbart. Außerdem ist ihre spezielle Liebesgeschichte einfach zuckersüß und unwiderstehlich tragisch, wodurch ich nicht anders konnte, als gemeinsam mit ihr zu hoffen, zu bangen, zu leiden und glücklich zu sein.

    „Timebound“ ist der vielversprechende, fesselnde Auftakt der Trilogie „The CHRONOS Files“. Sowohl die Geschichte als auch die Autorin Rysa Walker haben meiner Meinung nach noch einiges Potential nach oben. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Nachwuchsschriftstellerin mit dem Voranschreiten ihrer Trilogie entwickeln wird und möchte allein schon deshalb weiterlesen. Selbstverständlich trägt aber auch der Cliffhanger am Ende von „Timebound“ seinen Teil dazu bei.
    Zeitreisen sind nicht jedermanns Sache; ihr solltet euch daher ganz sicher sein, dass euch die Thematik gefällt, bevor ihr zu diesem Buch greift. Mir bietet die Idee von Reisen in die Vergangenheit unheimlich viel Spielraum für eigene Gedanken und die Inspiration zu bunten, turbulenten Tagträumen, weswegen ich mit „Timebound“ genau richtig lag. Wenn es euch genauso ergeht, kann ich euch diesen Trilogieauftakt von ganzem Herzen empfehlen.

    Vielen Dank an den Verlag Skyscape and Two Lions für dieses Rezensionsexemplar, das ich via Netgalley im Austausch für eine ehrliche Rezension erhielt!

  21. Cover des Buches Gillespie and I (ISBN: 9780571238309)
    Jane Harris

    Gillespie and I

     (4)
    Aktuelle Rezension von: FabAusten
    1888 reist die alleinstehende, nicht unvermögende Harriet Baxter nach Glasgow, um die Internationale Ausstellung zu besuchen. In Glasgow hofft Harriet auf ein wenig Erholung und Ablenkung zu finden. Eines Tages beobachtet sie, wie eine ältere Dame auf der Straße zusammenbricht. Dank einiger Kenntnisse in Erster Hilfe kann sie der Frau das Leben retten. Dankbar lädt Elspeth Gillespie ihre Retterin zu sich nach Hause ein. Als Harriet der Einladung folgt, erfährt sie, dass Elspeths Sohn ein aufstrebender Maler ist. Zufälligerweise ist sie Ned Gillespie sogar schon einmal begegnet, als eines seiner Gemälde in London ausgestellt worden war.
    In den folgenden Monaten freundet Harriet sich immer stärker mit der Familie an und erlebt deren größte Tragödie mit.

    1933 ist Harriet Baxter eine betagte Dame, die mit ihrer Haushälterin in London lebt. Verwundert, dass noch nie ein Buch über Ned Gillespie verfasst wurde, beginnt sie ihre Erinnerungen zu notieren. Sie beschreibt die schöne gemeinsame Zeit, aber auch wie Rose, die jüngste Tochter der Gillespies spurlos verschwand. Was geschah damals wirklich? Und warum hat Ned schließlich alle seine Gemälde, derer er habhaft werden konnte, zerstört?

    Gillespie and I wirkt tatsächlich wie ein autobiographischer Bericht. Die Authentizität wird nicht allein durch Harriets ausführliche Erzählweise erreicht, sondern auch durch das geschickte Platzieren von Lokal- und Zeitkolorit. Harris erzählt kenntnisreich und mit großer Selbstverständlichkeit vom Viktorianischen Zeitalter, ohne jemals zu langweilen. Es wirkt insgesamt absolut homogen und glaubwürdig.

    Die beiden Erzählstränge sind auf den unterschiedlichen Zeitebenen angesiedelt. Auch im Jahr 1933 geschehen interessante Dinge und obwohl die Handlung hier weitaus weniger umfangreich ausfällt, liefert sie spannende Momente, die mit früheren Geschehnissen in Verbindung stehen oder auch nicht.

    Das Erzähltempo ist insgesamt gemächlich und baut dennoch einen Sog auf, weil der Leser sich fragt, was hinter dieser oder jener Andeutung stecken mag. Lange bleibt er im Dunkeln, wohin die Geschichte führen soll und in gewisser Weise bleibt er es über ihr Ende hinaus. Das Leben von Harriet aber auch der Gillespies ist voller kleiner und großer eigentümlicher Gegebenheiten, so dass man neugierig ist, was als nächstes geschieht oder ob es eine Auflösung für die Geschehnisse geben wird.

    Dass Harriet eine gebildete Dame ist, spiegelt sich in ihren Worten wider. Die Sprachmelodie und Formulierungen sind sehr gefällig und machen es leicht, der Handlung zu folgen. Einerseits klingt Harriets Geschichte nachvollziehbar, aber zum Ende hin mehren sich die Zweifel, ob sie völlig aufrichtig ist. Geschickt bleibt der Leser bis zur letzten Seite im Unklaren, ob er ihr glauben kann oder nicht. Der letzte Satz scheint dann den richtigen Weg zu weisen und lässt den Leser diverse Situationen und Äußerungen noch einmal Revue passieren. Das ist wirklich brillant, denn man beginnt die Geschichte im Geiste noch einmal aufzurollen. Somit erklimmt der Roman quasi eine weitere Ebene und wirkt über den eigentlichen Lesevorgang hinaus.

    Es bleiben nur zwei kleine Kritikpunkte.
    Zum einen fällt die Erzählung teilweise recht weitschweifig ist. Es bleibt auch in der Rückschau vielfach unklar, inwieweit diese oder jene Begebenheit wirklich relevant gewesen ist. Zum anderen wären ein paar mehr Hinweise auf die Ambivalenz der Erzählung wünschenswert gewesen, die während des Lesens stärkere Zweifel gesät hätten. So hätte der Leser noch mehr rätseln und deuten können. Genauso begrüßenswert wäre die Fortsetzung bestimmter Erzählstränge gewesen. Stattdessen bleibt das Gefühl, dass manche Dinge nicht weiterverfolgt werden, obwohl es noch einiges dazu zu sagen gäbe. Auch wirken manche Details wie wichtige Hinweise, verlaufen dann aber im Sande. Man wartet darauf, dass sie relevant werden und bleibt dann im Regen stehen.

    Gillespie and I bietet eine interessante, ereignisreiche und atmosphärische Geschichte mit vielschichtigen Charakteren. Der Roman verbreitet eine subtile Spannung, die süchtig macht und das Ende verstärkt die Eindrücke sogar noch. 
  22. Cover des Buches Der letzte Schamane (ISBN: 9783293304475)
    Juri Rytchëu

    Der letzte Schamane

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Die Frau mit den Regenhänden (ISBN: 9783426197844)
    Wolfram Fleischhauer

    Die Frau mit den Regenhänden

     (92)
    Aktuelle Rezension von: simoneg
    Paris im Frühjahr 1867: Aus den dunklen Gewässern der Seine wird die Leiche eines Kindes geborgen. Für die Polizei steht fest: Die Mutter des Babys ist schuldig und muss zum Tode verurteilt werden. Aber warum verschwinden plötzlich Zeugen und Beweismaterial? Warum interessieren sich auf einmal die höchsten Regierungskreise für den Vorfall? 100 Jahre später beginnt eine junge Frau über die Hintergründe zu recherchieren... Für mich das Buch ein Flop. Von den 488 Seiten habe ich ca. 100 geschafft. Bis dahin wurde die Leiche des Kindes geborgen und die Mutter verhaftet und ein Mann beobachtete eine Frau in einer Bibliothek. Die meisten Seiten jedoch hatten mit dem Tod des Kindes nichts zu tun und waren eher langweilig. Die beiden Geschichten (totes Kind und Bibliothek) spielen in unterschiedlichen Zeiten. Einerseits ist da ein Anwalt, der in einer komischen Pariser Gegend mit einer bunten Menschengruppe an einem seltsamen Event teilnimmt und anschließend ausgeraubt wird. Und in der anderen Geschichte geht´s um einen Mann, der eine Doktorarbeit über Architekturgeschichte schreiben will. Und zwischendrin wird die Leiche des Kindes entdeckt und geborgen. Zu den beiden Frauen stand auf den ersten 100 Seiten fast nichts. Da mich auch der eher trockene Erzählstil des Autors überhaupt nicht angesprochen hat, habe ich das Buch zur Seite gelegt.
  24. Cover des Buches Mies van der Rohe (ISBN: 9783822828571)
    Claire Zimmerman

    Mies van der Rohe

     (7)
    Aktuelle Rezension von: EvyHeart

    Inhalt


    Nach einer kurzen Biografie zeigt das Buch 20 Gebäude bzw. Entwürfe und leitet so durch van der Rohes Schaffen.



     Jedes Gebäude wird auf 2 bis 6 Seiten und mit vielen Fotos beschrieben.


    Die Biografie war gut: Die Menge an Fakten war passend und ich konnte den Geschehnissen folgen. Das war schön :-)


    Cover und Gestaltung


    Ich mag das Layout der Reihe sehr - der weiße Hintergrund macht das Buch sehr luftig und die Schriftart wirkt locker. Das Angucken machte viel Spaß! Allerdings war der Mix aus kleinen und großen Bildern manchmal nicht stimmig und es fiel mir schwer, mich in die Fotos fallen zu lassen.


    Das Titelbild zeigt den Barcelona-Pavillion und fällt auf. Es zeigt, dass van der Rohe ein moderner Architekt war und weckt wenig Nostalgie. Ich finde das Motiv selbst aber nicht so beeindruckend.


    Schreibstil


    "Die wenigen von ihm publizierten Erklärungen sind knapp, zugleich jedoch von ungeheurer Geistesschärfe und Klarheit. In gleichem Maße repräsentieren seine Bauwerke klar durchdachte und ausformulierte Antworten von fast ausnahmslos hoher Qualität auf architektonische Herausforderungen"


    Diese auf Seite 7 geschriebenen Worte bringen den Stil des Buches auf den Punkt - ein bisschen schwärmerisch, mittelmäßig komplexe Sätze und etwas distanziert.


    Mir fehlte an einigen Stellen der architekturphilosophische Hintergrund und ich verstand wenig. Vielleicht liegt es daran, dass Zimmerman das Thema kunsthistorisch aufarbeitet oder dass "kein anderer Protagonist der modernen Architektur sich ähnlich stark an philosophischen Prinzipien orientiert wie Mies van der Rohe." wie Wikipedia (Version vom 28. Nov. 2016) beschreibt.

    Fazit

    Ich wollte verstehen, warum van der Rohe wunderschöne Gebäude gebaut hat, aber das gelang mir mit diesem Buch nicht. Ich glaube, Leute, die sich bereits mit dem Architekten befasst haben und eine Zusammenfassung im Schrank stehen haben, werden dieses Buch gern lesen. Einsteiger weniger.

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