Bücher mit dem Tag "weltuntergang"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "weltuntergang" gekennzeichnet haben.

458 Bücher

  1. Cover des Buches Eve of Man - die letzte Frau (ISBN: 9783423640558)
    Tom Fletcher

    Eve of Man - die letzte Frau

     (224)
    Aktuelle Rezension von: miah

    Inhalt:
    Eines Tages werden nur noch Jungen geboren. Doch nach 50 Jahren kommt endlich wieder ein Mädchen zur Welt: Eve. Sie soll die Menschheit retten. Jetzt ist sie 16 Jahre alt und soll drei Kandidaten kennen lernen, von denen einer mit ihr zusammen neues Leben in die Welt bringen soll.

    Meine Meinung:
    Ich fand die Idee sehr spannend. Eine Welt voller Männer. Eine Welt, in der nur noch Jungen zur Welt kommen. Bis endlich eine Frau mit einem Mädchen schwanger ist und die Schwangerschaft nicht vorzeitig endet, so wie es bisher immer war. Etwas unglaubwürdig war allerdings die Zeitspanne. In welchem Alter die Frauen hier noch auf natürlichem Wege schwanger werden, ist recht unrealistisch. Auch die Wissenschaft wirkt dabei etwas rückschrittlich. Aber für das Setting kann ich darüber hinwegsehen.

    Aber mir ist auch die Fixierung auf den Frauen, die untersucht werden und auf ihre Rolle als Gebärende reduziert werden, negativ aufgefallen. Es hat den Eindruck, dass man hier den Frauen die Schuld gibt und sie erniedrigt, in dem man sie zu Untersuchungen zwingt und zudem zwingt, schwanger zu werden. Was ist mit den Männern?

    Lange war auch die Rolle von Eves Vater unklar. Immerhin hat er es geschafft, ein Mädchen zu zeugen. Wo ist er? Genau wie Eves Mutter. Warum hat man nicht alles versucht, sie zu retten?

    Nach und nach kommen dann doch ein paar Hintergründe ans Licht. Eve wächst sehr behütet auf und beginnt erst jetzt, die Dinge zu hinterfragen. Ihr ganzes bisheriges Leben verbrachte sie isoliert und "beschützt" vor den Männern, was ihr ein völlig falsches Bild der Realität vermittelte. Erst mit dem Kennenlernen der potenziellen Kandidaten werden Ereignisse in Gang gesetzt, die Eve zum Nachdenken bringen.

    Die Geschichte lässt sich gut lesen. Sie wird wechselnd aus der Perspektive von Eve und Bram erzählt. Bram steckt hinter einem Hollogram, das Holly darstellt. Sie ist Eves beste Freundin und wurde entwickelt, um ihr seit ihrer Kindheit Gesellschaft zu leisten und Austausch mit einer Gleichaltrigen zu ermöglichen. Hinter Holly stecken drei junge Männer, die sich abwechseln.

    Immer wieder stellt sich mir auch die Frage, wer die Mütter von all diesen jungen Männern sind. Bram ist im gleichen Alter wie Eve. Über seine Eltern erfahren wir einiges, aber auch hier bleiben viele Fragen offen. Die Eltern seiner Altersgenossen bleiben ein Geheimnis.

    Alles in allem sind einige Dinge unlogisch. Manches wirkt nicht komplett durchdacht. Vor allem Brams Rolle in der Befreiungsaktion von Eve fand ich doch sehr unrealistisch. Kaum ist er da, gibt es Erfolge. Allen vorher soll da gar nichts gelungen sein?

    Am Ende gibt es einen fiesen Cliffhanger, weswegen ich Band 2 nun auch noch lese. Vielleicht gibt es doch noch logischere Erklärungen. Zumindest hoffe ich auf einige Antworten.

  2. Cover des Buches Gated - Die letzten 12 Tage (ISBN: 9783423760980)
    Amy Christine Parker

    Gated - Die letzten 12 Tage

     (186)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Gated die letzten 12 Tage, war für mich ein wenig bedrückend und auch nachdenklich. Frau Parker zeigt anhand des Beispiels der 17 Jährigen Lyla und ihren Eltern, wie man eigentlich recht schnell in die Fänge eines charismatischen Fanatikers geraten kann.

    Dieses Buch zeigt auf, wie man relativ unbemerkt, wenn man ein persönliches Schicksal hinter sich gebracht hat, von den falschen Personen beeinflusst werden kann, so dass man dann wirklich an das glaubt, was einem vorgegaukelt wird. Man hinterfragt nicht mehr, man nimmt es als Fakt hin. In dem Falle von Sekten nimmt man diese geistige Bevormundung einfach in Kauf und gibt alles Denken recht schnell auf.

    Man zieht um, fühlt sich in einer Gemeinschaft total wohl, und im Falle von Lyla, kann man von Glück reden, dass ihr die Liebe die Augen geöffnet hat. Es wurde immer klarer, dass ihre Eltern dem Pioneer total hörig waren. Welche Eltern würden zusehen, wenn ein anderer Mensch ihre eigene Tochter praktisch foltert?

    Es ist ein Jugendbuch, welches einfach gelesen werden sollte, auch von Eltern oder Erwachsenen allgemein, weil es einem doch vor Augen führt, dass man Dinge einfach einmal hinterfragen sollte. Warum bekommen Menschen es den sonst in der heutigen Zeit hin, Sekten zu gründen, oder warum gibt es in der heutigen Zeit den so viele verschiedene Strömungen, in unserer Gesellschaft, die sagen das einige Menschen nicht so viel wert sind wie andere? Es liegt wohl vieles daran, dass man Dinge einfach nicht hinterfragt, sondern einfach als solches hinnimmt.

    Es ist egal wie alt man ist, man sollte einfach bestimmte Dinge in unserer Gemeinschaft hinterfragen und vielleicht einfach einmal mit dem Anderen reden, anstatt einfach vor dem PC zu sitzen, oder dem Handy. Wenn wir es wieder lernen, mehr aufeinander zu achten und auf unsere innere Stimme, dann haben Sektenführer oder andere extreme Strömungen in unserer Gesellschaft weniger Chancen auf uns einzuwirken.

    Dies sind alles Dinge die wir von Lyla mit ihren 17 Jahren lernen können. Sie ist aufgestanden, hat sich gegen die Welt, die sie umgeben hat aufgelehnt, hat reflektiert. Sie war in diesem Buch ein Rebell. Lasst uns doch einfach auch Dinge, die unser Umfeld gut findet auch mal hinterfragen.

    Ich denke auch, dass dieses Buch Literatur für Schulen sein könnte. Es ist nicht kompliziert geschrieben, aber es regt schlicht zum Nachdenken an. Und dies sollten wir einfach wieder lernen.

    Literaturlounge

  3. Cover des Buches Die Feenjägerin (ISBN: 9783453316096)
    Elizabeth May

    Die Feenjägerin

     (162)
    Aktuelle Rezension von: mirimann
    Nach ein paar Worten zur Einführung geht es auch schon direkt los. Man wird förmlich in ein Abenteuer geworfen, aus dem man sich so schnell nicht mehr lösen kann. 

    Aber zuvor lernt man die starke Protagonistin Aileana kennen und erhält einen Einblick in das Empfinden einer Feenjägerin und die dazu gehörigen Gründe, warum sie so ist, wie sie ist. Nämlich eine eiskalte Feenkillerin. 

    Ein Jahr zuvor wurde sie nämlich Zeugin, wie ihre Mutter von einer Fee getötet wurde. Und nicht von irgend einer sondern von einer Baobhan Síth. (Das System, dass es verschiedene Arten von Feen in diesem Buch gibt hat mir sehr gefallen und trägt auch viel Gutes zum Buch bei.) Man selbst erfährt schon sehr früh von Aileanas Wut auf die Feen und kann diese auch nachvollziehen. Doch nach außen hin probiert sie die perfekte Dame zu sein, doch als Leser bemerkt man die Wahrheit: Im Inneren ist sie ein Killer, der alles auf Rache setzt.

    In den Anfängen lernt man auch Catherine, ihre beste Freundin kennen, ebenso wie später ihren Kindheitsfreund Gavin und Kiaran und Derrick, Feen die Aileana helfen, kennen. Alle Figuren werden liebevoll beschrieben und haben alle ihren eigenen Charakter.

    Was mir auch sehr gut gefallen hat sind die Kampfszenen, die fast die Hälfte der Buches bestimmen. Sie sind voller Action und Spannung. Außerdem gibt es Szenen, wo man sich "Erholen" kann -die dann aber keineswegs langweilig sind- nur um dann wieder von Action überrascht zu werden. 

    Insgesamt bietet dieses Buch eine große umfangreiche "3D- Geschichtswelt", die sich nicht zweidimensional anfühlt sondern auch Volumen besitzt. Und trotz der vielen Begriffe in der Feensprache behält man dank des Registers hinten einen guten Überblick. Außerdem besteht es aus einer perfekten Mischung aus Action und Historischem. 

    Fazit:

    Eine klare Kaufempfehlung für Jugendliche aber auch Erwachsene. 
    Darum vergebe ich 5 von 5 Sternen.
  4. Cover des Buches Under Ground (ISBN: 9783453438101)
    S.L. Grey

    Under Ground

     (125)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Leider gar nicht mein Fall ...

    "Under Ground", welches als Thriller ausgeschrieben ist, konnte mich leider nicht überzeugen.
    Der Klappentext und die Ausgangslage klangen sehr ansprechend und spannend, doch leider beginnt die Geschichte sehr schleppend, da erst von jeder Familie bzw. Bewohner des Bunkers das Ankommen beschrieben werden musste. Die Vielzahl an Charakteren, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, hat mich ebenfalls etwas gestört. Jedes Kapitel wurde von einer anderen Person erzählt, wodurch sich die Handlung allerdings sehr zieht und nicht in Gang kommt, alles plätschert nur so dahin. Dazu kommt noch, dass ein Kapitel mal aus der Ich-Perspektive und andere dann wieder aus der dritten Perspektive erzählt werden.
    Dann sind fast alle Charaktere pures Klischee und auch wenn Jae zum Beispiel sagt, dass er keine klischeehafte Person sein möchte, wird gleichzeitig aber als genau dargestellt.

    Insgesamt kommt während fast des gesamten Buches wenig bis keine Spannung auf durch die vielen Sichten. Erst ab Seite 200 erhöht sich die Spannung etwas. Der Handlungsstrang und damit Potential, was da aufgebaut wird, wird allerdings schnell - zu schnell - aufgelöst und nimmt zusätzlich dazu noch dem bisherigen Plot jegliche Grundlage. Ab diesem Punkt verliert das Buch seine Ausgangssituation völlig aus den Augen, die Handlung plätschert wieder nur dahin und das Ausgangsproblem wird gar nicht mehr verfolgt.
    Die Action am Ende bringt dann wieder ein wenig Spannung mit sich, wirkt aber auch sehr erzwungen und an den Haaren herbeigezogen. Ebenso die Auflösung, die mir sehr unrealistisch, plötzlich und unüberzeugend daherkommt.

  5. Cover des Buches Die Saat (ISBN: 9783453435186)
    Guillermo del Toro

    Die Saat

     (385)
    Aktuelle Rezension von: Michael-P-Kraus

    Der Auftakt zu dieser Trilogie hätte perfekter nicht sein können. Die Handschrift von del Toro ist unverkennbar, denn er schafft es (in Zusammenarbeit mit Chuck Hogan) das Kopfkino anzukurbeln. Aber der Reihe nach.
    Die Geschichte beginnt mit der Legende von Jusef Sardu, die der kleine Abraham Setrakian vor dem zweiten Weltkrieg von seiner Großmutter erzählt bekommt. Schon hier sitzt man mit am Tisch und lauscht der alten Frau, wie sie ihrem Enkel von dem großen Mann erzählt, der zum Vampir wurde. Ein wohliger Schauer läuft einem den Rücken hinunter und man spürt, dass diese Einleitung noch bedeutsam für die Geschichte wird.
    In der Gegenwart landet auf dem New Yorker Flughafen eine Maschine aus Deutschland und sofort gehen alle Lichter aus. Kein Lebenszeichen ist auszumachen. Ephraim Goodweather und seine Kollegin, Mitarbeiter der Seuchenschutzbehörde, werden zu Rate gezogen und finden die Passagiere sowie sämtliches Flugpersonal tot vor, bis auf Vier. Diese werden in Quarantäne gesteckt, doch die Regierung möchte unliebsame Pressenachrichten oder gar Klagen vermeiden, so wird das Ganze vertuscht. Am Tag darauf erfolgt eine Sonnenfinsternis und in der darauffolgenden Nacht beginnt das Grauen...
    Hier wird geradezu ein Kinoblockbuster in Form eines Buches präsentiert. Die Charaktere wirken glaubhaft und sympathisch, und auch ihre privaten Hintergrundgeschichten sind interessant. All das wird erzählt, ohne dass es zu viel wird, ohne dass es von der eigentlichen Haupthandlung zu sehr abdriftet. Sie bringen die Figuren näher, um ihr späteres Handeln im Lauf der Geschichte zu erklären. Hervorzuheben ist hier in meinen Augen die Figur von Abraham Setrakian, dem alten, weisen Pfandleiher, der sein Leben der Jagd nach den Strigoi gewidmet hat. In mehreren Rückblendungen wird sein Lebensweg geschildert, hauptsächlich seine Begegnungen mit den Vampiren. Man versteht, warum dieser alte Mann auf der Jagd ist.
    Die Geschichte selbst wirkt sehr erfrischend und lebendig, werden hier doch mehrere Genres bedient. Vampirfreunde, die keine Lust auf melancholische und emotionale Blutsauger haben, kommen hier auf ihre Kosten. Die Strigoi ähneln eher Zombies, doch sind sie für mich gar einen Ticken gefährlicher als diese.
    Des weiteren wird hier ein Endzeit-Szenario beschrieben, wie es besser nicht sein könnte. Die ganze Bedrohung kommt gar nicht mal so brachial und abrupt daher, sondern weitet sich aus, Nacht für Nacht, Tag für Tag. Glaubhaft wird geschildert, wie die Öffentlichkeit die Augen vor der Bedrohung verschließt, nur um Tourismus und Handel aufrecht zu erhalten und damit auch die Börse. Der Politik geht es lediglich um Geld und um Schadensbegrenzung.
    Die ganze Geschichte hat für mich auch noch einen leisen Hauch von Bram Stokers "Dracula" an sich. Der Meister, der im Verborgenen wirkt; der alte, weise Mann mit Vornamen Abraham (Auch Van Helsing in "Dracula" heißt mit Vornamen Abraham); alte Mythen und Legenden werden erzählt; und doch wird all das in eine moderne Rahmenhandlung gebettet. Selbst die Erklärung, wie die Strigoi sich vermehren, fand ich super und es wirkt glaubwürdig.
    Das Buch weist zudem geschickte Rhythmen auf, so wird mal Fahrt aufgenommen und es kommen brutale (ja wirklich brutale) Szenen vor, die einen atemlos machen und Action ohne Ende bieten. Aber auch ruhigere Passagen sind vertreten, die Zeit zum Atemholen geben. Und dann gibt es aber auch mystische, sehr unheimliche Stellen, bei denen man durch die Dunkelheit schleicht, auf der Suche nach den Vampiren, oder gar nach dem Meister... es ist fantastisch.
    All das bietet ein wunderbares Lesevergnügen. Ich konnte mich kaum von diesem Buch losreißen und habe (zum Glück) alle drei Teile zuhause.
    Wer Lust hat, sich von einem Regisseur zur Abwechslung mal einen Blockbuster in den Kopf zaubern zu lassen, ein Kopfkino voller Spannung, Grusel und Action und dabei auch noch Vampire, die als echte Bedrohung gelten, der macht mit dieser Geschichte keinen Fehler. Selten ein so starkes Buch gelesen. Eines meiner Highlights in den letzten 5 Jahren.

  6. Cover des Buches Giants - Sie sind erwacht (ISBN: 9783453316904)
    Sylvain Neuvel

    Giants - Sie sind erwacht

     (101)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Als sie ein Kind war, stürzte Dr. Rose Franklin in ein Loch und landete auf einer riesigen Metallhand. Jahre später soll sie ein Team leiten, dass genau diese Hand untersucht, denn allem Anschein nach liegt diese schon seit Jahrtausenden vergraben auf unserer Erde. Gibt es noch mehr Teile davon und wer hat sie gebaut? 

    Giants“ ist ein sehr interessantes Buch, das in einer faszinierenden Form geschrieben wurde.

  7. Cover des Buches Rain – Das tödliche Element (ISBN: 9783733500726)
    Virginia Bergin

    Rain – Das tödliche Element

     (255)
    Aktuelle Rezension von: rocky1307

    Rain von Virginia Bergin liegt schon eine ganze Weile auf meinem Stapel ungelesener Bücher und nun habe ich endlich dazu gegriffen. Leider wurde ich bitter enttäuscht. Die düstere Atmosphäre und die Ausgangslage empfand ich als sehr spannend. Ich bin schnell in die Geschichte gestartet, welche das zackige Erzähltempo die ganze Zeit beibehalten konnte. Tja, aber dann habe ich Ruby, unsere Protagonistin, näher kennengelernt und ja... Dann hatten wir wohl den Salat.

    Ruby befindet sich in einer unfassbar schwierigen Lage und ist wirklich nicht zu beneiden. Da würden wohl jedem Mal die Sicherungen durchbrennen. Besonders als 15-Jährige, die plötzlich auf sich allein gestellt ist. Verständlich. Da hilft wohl nur noch eine gute Portion Sarkasmus. Auch verständlich (und teils amüsant).

    Aber ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass Ruby ihren Kopf einschaltet. Dass sie vergisst, dass der Anroak, der sie vor dem zufälligerweise TÖDLICHEN Regen schützt, ja eine schlechte Figur machen könnte. Stimmt ja, wenn überall tote Menschen herumliegen und alle ums Überleben kämpfen, dann ist es ja unabdingbar, dass man sich wenigstens halbwegs präsentabel zeigt. Man könnte ja zufälligerweise auf den Highschool Schwarm treffen...

    Kurzum: Das Warten hat sich nicht gelohnt. Ruby schien die ganze Zeit über wesentlich mehr Glück als Verstand zu besitzen und dafür (dass muss ich ihr einräumen) hat sie sich wacker geschlagen. Rein psychologisch betrachtet macht es vielleicht wirklich Sinn, wie sie sich verhalten hat, ich weiss es nicht. Aber für mich als Leserin war es einfach nur anstrengend eine solch oberflächliche und zickige Protagonstin zu haben. Abgesehen davon, dass es dann teilweise recht vorhersehbar war und Ruby sich nur minim im Buch weiterentwickelt hat.

    Mittlerweile habe ich erfahren, dass es noch einen 2. Band gibt und beim Durchlesen des Klappentextes hat sich etwas für mich herauskristalisiert: Ich werde die Reihe ganz bestimmt nicht weiterverfolgen.

  8. Cover des Buches Vom Ende an (ISBN: 9783406705076)
    Megan Hunter

    Vom Ende an

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Rosecarie

    In den Nachrichten wird vor Naturkatastrophen gewarnt. Ihr Ort wird sehr bald von Überschwemmungen betroffen sein. Das Gebiet soll großflächig evakuiert werden. Und mitten in diesem Chaos kriegt sie ihr Kind. Nun muss sie als frisch gebackene Mutter mit Mann und Säugling flüchten. Eine poetisch erzählte Geschichte über das Mutter-Werden, Flucht und Sicherheit.

    Nachdem ich „Die Harpyie“ von der Autorin mit Begeisterung gelesen hatte, wollte ich unbedingt mehr von ihr lesen. Dieses Buch hat mich direkt angesprochen.

    Eine frisch gebackene Mutter, die sich mit Mann und Säugling durch eine oder vielmehr durch mehrere Katastrophen kämpfen muss.

    In diesen wenigen Zeilen auf den wenigen Seiten steckt so viel Inhalt. Ich weiß gar nicht, wie die Autorin das macht. Es steckt so viel zwischen den Zeilen. Es ist das, was nicht gesagt wird, aber auch, wie es gesagt wird. Megan Hunter ist eine Künstlerin mit Worten. Ich wollte keines davon verpassen. Sie braucht nicht viel, um trotzdem deutliche und lebendige Bilder hervorzurufen.

    Es liegt eine Schwere auf diesem Buch, transportiert nur durch die Gedanken der Protagonistin. Wir sind nie wirklich Teil des Geschehens, nur Teil ihrer Gedanken. Man lernt sonst niemanden näher kennen. Man bekommt nicht mal Namen. Nur Buchstaben. Am Anfang etwas befremdlich, aber man gewöhnt sich dran und es passt zum Gesamtbild.

    Die Autorin erzählt erschreckende, traurige oder schockierende Dinge mit einer Nüchternheit, die dem Ganzen den Schrecken nicht nehmen, im Gegenteil.

    Trotz der emotionalen Distanz im Schreibstil, konnte ich sogar ein bisschen mitfiebern. Ich habe mir für die Protagonistin ein happy end gewünscht. Wie auch immer das aussehen kann...

    Begleitet wird ihre Geschichte von einer Erzählung, die nebenherläuft. Es scheint dieselbe Geschichte zu sein, nur irgendwie auf einer Metaebene. Ganz dahinter bin ich aber nicht gekommen.

    Es ist eine schöne kurze Geschichte, die vorallem mit ihrem außergewöhnlichen Schreibstil begeistert. Ich mochte das Buch sehr gerne.

  9. Cover des Buches Das Feuer der Erde (ISBN: 9783944824840)
    Leo Aldan

    Das Feuer der Erde

     (91)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Der Ökothriller mag einen interessanten Ansatz haben, der auch mich gelockt hat, doch die Umsetzung ist leider nur mangelhaft. Viel zuviele unwahrscheinlichen Actionszenen werden aneinander gereiht, und die Charaktere haben einen sehr bescheidenen Nährwert. Eine noch schlechtere Umsetzung als bei "The Day After Tomorrow", und das will etwas heißen. Zudem wird zu Beginn eine kurzfristige Lösung zur Rettung der Welt suggeriert - völlig an den Haaren herbeigezogen...

  10. Cover des Buches Die Zeitlos-Trilogie 2: Die Wellen der Zeit (ISBN: 9783551314406)
    Sandra Regnier

    Die Zeitlos-Trilogie 2: Die Wellen der Zeit

     (180)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Mere ist eigentlich eine ganz normale Schülerin von 17 Jahren. Zumindest dachte sie das selbst immer.
    Inzwischen ist aber viel geschehen und man hält sie für die Gainidin, die als einzige noch die Welt retten kann.
    Aber wie soll sie das Anstellen und wie können ihre Freunde ihr dabei helfen. Eine wirklich verzwickte Aufgabe.

    Nachdem ich den ersten Band gelesen hatte war ich richtig heiß drauf auch die folgenden Bände zu lesen.
    Auch das COver hat mich wieder sehr angesprochen. Es passte für mich super zum Titel. Wie rote Blätter auf einer Pfütze schwimmen, oder sind es doch eher Federn die fliegen, wie die Eichelhäherfeder im Buch?

    Für den 2. Band habe ich nun doch etwas länger gebraucht. Ich weiß aber nicht ob es daran lag, dass ich nicht so wirklich viel Zeit hatte, oder ob er mich einfach nicht so gefesselt hat wie der erste Band.
    Irgendwie war er schon spannend. Man erfuhr viel Neues und auch Meres Leben und ihre Verbindung zur Vergangenheit wurde auf eine ganz andere Weise beleuchtet.
    Durch die kursiv gedruckten Passagen, in denen man immer in der Vergangenheit weilt, fand ich nun hier Zusammenhänge die ich vorher nicht hatte.

    Es geht wieder mal heiß her und Stuart Cromwell macht es den Freunden auch in diesem Band nicht wirklich leicht. Da kommt es schon mal zu kniffligen Situationen. Wie gut das er bisher noch nicht weiß wer die Plantoniden sind, denn er würde alles versuchen sie zu vernichten.
    Die Beziehung zwischen Colin und Mere ist zu Beginn etwas schwierig, da Colins Vater einfach eine andere Zukunft für seinen Sohn sieht.
    Weshalb er seine Verbannung zwischendrin lockert habe ich nicht so wirklich verstanden, auch wenn ich es für Mere natürlich toll fand. Denn auch wenn sie sich zu Brandon hingezogen fühlt, ist auch weiterhin ein ganz enges Band zwischen ihr und Colin.

    Nun bin ich doch wieder gespannt wie es im dritten Band dann weiter geht und ob jemand von ihnen einen Zeitsprung machen kann.
    Das die Steinkreise und Gewitter da in irgendeiner Beziehung zu stehen haben Mere und Colin ja schon herausgefunden. Man muss nur noch wissen wie.
    Vielleicht können sie ja in den alten Schriften etwas weltbewegend Neues erfahren.

    Für den Schluss würde ich mir wünschen, das es mehr Klarheit über Meres Bruder gibt und das sie dann doch mit Colin zusammen kommt. Die zwei passen in meinen Augen einfach am Besten zusammen.

    Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.

  11. Cover des Buches Monument 14 (1) (ISBN: 9783453411630)
    Emmy Laybourne

    Monument 14 (1)

     (170)
    Aktuelle Rezension von: NiekConor

    »Monument 14« von Emmy Laybourne ist ein wahrer Pageturner. Tatsächlich hatte ich dieses Buch schon vor einigen Jahren angefangen, jedoch war ich mir nicht sicher, ob ich es jemals zu ende gelesen hatte. Nun habe ich dieses Buch erneut in die Hand genommen und musste feststellen, wie gut es geschrieben ist und wie sehr mich die Handlung gepackt hat. In der Geschichte von »Monument 14« geht es um 14 Jugendliche, die nach einer schweren Katastrophe gemeinsam in einem Einkaufszentrum stranden und sich in einer neuen Welt zurechtfinden müssen, ohne jegliche Hilfe von außen.

    Sowohl die auslösende Naturkatastrophe als auch ihre schwerwiegenden Folgen für die Menschheit sind wirklich sehr gut gewählt worden, denn es ist sehr realistisch gehalten und könnte uns eines Tages genauso passieren. Ebenfalls fand ich den Aspekt, dass der chemische Kampfstoff, welcher als Folge austritt, auf die Blutgruppen der Menschen unterschiedlich reagiert und somit viel Spielraum für die Charakterentwicklung und Handlung bot, sehr gut.

    Auch die von Emmy Laybourne geschaffenen Charakter sind meiner Meinung nach sehr liebevoll und detailliert. Jeder Charakter bekommt genug Platz in der Geschichte, um sich zu entfalten und so dem Leser ans Herz zu wachsen. Gerade mit den jüngeren Überlebenden fühlt man sehr mit und möchte sie am liebsten packen und selbst retten. Natürlich nehmen die Highschool Schüler die erwachsenen Rollen ein, welche sehr gut zu ihnen passen, doch manchmal sind sie mir dann doch etwas zu mutig und erwachsen, besonders wenn man daran denkt, dass gerade die Welt untergegangen ist.

    Besonders gut haben mir jedoch die letzten Kapitel gefallen. Es wurde sehr emotional und auch eine, für mich sehr überraschende Wendung, erwartet den Leser auf den letzten Seiten von Band 1. Tatsächlich habe ich sogar ein kleines Tränchen verdrückt und Gänsehaut bekommen.

    Der Schreibstil von Emmy Laybourne ist sehr angenehm und einfach gehalten, da sich ihre Buchreihe eher an Jugendliche richtet, jedoch kam ich als erwachsener Leser genauso auf meinen Kosten. Jetzt liegt Band 2 schon zur Hand, denn ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es mit Dean & Co weitergeht.

  12. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.406)
    Aktuelle Rezension von: DallingerAlois

    Was für eine Handlung. Wie hängt alles auf der Welt zusammen. 

    Frank Schätzing hat ein Meisterwerk geschaffen das ich persönlich jedem RATE zu lesen. Am Anfang sind es eine kurze Kapitel- die jeweils für sich einen neuen Anfang bilden- doch schnell geht es zu Sache. Nach diesem Buch sieht man die Welt durch andere Augen. Vor einigen Jahren habe ich es schon gelesen und jetzt erneut - um auf die Verfilmung zu warten. 


  13. Cover des Buches Monument 14: Die Flucht (2) (ISBN: 9783453534551)
    Emmy Laybourne

    Monument 14: Die Flucht (2)

     (104)
    Aktuelle Rezension von: NiekConor

    »Monument 14: Die Flucht« ist Band 2 der Trilogie von Emmy Laybourne und was soll ich sagen? Ich habe den 304 Seiten langen Roman innerhalb von 24 Stunden verschlungen. Ich konnte ihn nicht aus der Hand legen. Wer den ersten Band noch nicht gelesen hat, sollte nun aufhören die Rezension zu lesen.

    Kaum hatte ich den ersten Band beendet, habe ich sofort mit »Monument 14: Die Flucht« begonnen. Was mir gleich zu beginn sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass wir die Geschichte nun aus der Sicht von Dean und Alex erzählt bekommen, da die Brüder eine unterschiedliche Reise erleben. Während Dean mit den Nullern im Einkaufszentrum zurückbleibt, macht sich Alex gemeinsam mit 7 weiteren Jugendlichen auf den Weg zum Flughafen von Denver. Hier hat Emmy Laybourne beide Handlungsstränge gleich interessant aufgebaut, jedoch bekommt man auf der Reise von Alex mehr Hintergrundinformationen, was einen natürlich dazu triggert, immer weiterzulesen. 

    Auch in Band 2 kommen die Emotionen und Entwicklung der Charaktere nicht zu kurz. Wir erleben, wie die Jugendlichen über sich hinauswachsen. Gerade das letzte drittel des Buchs hat mir immer wieder Gänsehaut verpasst und bei einzelnen Szenen machte sich dieses unglaubliche Glücksgefühl in mir breit. Emmy Laybourne hat mich emotional wirklich sehr mitgerissen und für mich war es überhaupt kein Problem, eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Auch der Perspektivwechsel in den letzten Kapiteln hat ordentlich Spannung bei mir aufgebaut.

    Mit 304 Seiten war Band 2 minimal kürzer als sein Vorgänger, doch ich muss sagen, dass es für die Zielgruppe und auch meinen Geschmack genau die richtige Länge hatte. Szenen wurden nicht unnötig umschrieben oder künstlich in die Länge gezogen, was sich positiv auf den Lesefluss ausgewirkt hat. Nun habe ich schon den abschließenden Band der Trilogie in der Hand und kann es kaum erwarten, wie das Abenteuer der Monument 14 endet.

  14. Cover des Buches Magnus Chase 1: Das Schwert des Sommers (ISBN: 9783551317025)
    Rick Riordan

    Magnus Chase 1: Das Schwert des Sommers

     (278)
    Aktuelle Rezension von: ariadne

    Als Liebhaberin und Fan der Percy Jackson Reihe habe ich Magnus Chase schon seeeehr lange auf meinem SuB und endlich mal auch in Angriff genommen. Ich hab schon vorher gehört, dass sich das Buch stark mit PJ vergleichen lässt, aber ich finde das generell nicht negativ. Im Gegenteil hat mir das jugendliche Abenteuer von Magnus und seinen Freunden ganz gut gefallen und mich auch durchaus unterhalten.

    Dass diesmal die nordischen Götter der Fokus sind, fand ich wirklich toll gemacht, besonders, da mir außer ein paar Namen nicht viel von der Mythologie bekannt sind.

    Ich bin schon gespannt, was in den nächsten beiden Büchern passiert.

    Gute Unterhaltung bis zum Schluss, wenn auch nicht ganz so tiefgründig wie ich mir gewünscht hätte.

  15. Cover des Buches Poison Princess - In den Fängen der Nacht (ISBN: 9783570310014)
    Kresley Cole

    Poison Princess - In den Fängen der Nacht

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Chronikskind

    Klappentext: Beinahe wäre Evie den Verlockungen im Reich des Todes verfallen, doch als sie erfährt, dass Jack in Gefahr schwebt, hat sie nur eins im Sinn – Flucht. Evie macht sich auf in die Außenwelt, die sich in eine eisige Ödnis verwandelt hat, um in jenem unerbittlichen Krieg mit ihren Verbündeten gegen die grausamsten aller Arkana anzutreten – die Liebenden. Doch damit dies gelingt, müssen sowohl der hitzköpfige Jack als auch der unwiderstehliche Tod an ihrer Seite kämpfen. Kann Evie die beiden überzeugen? Zu zart scheint manchmal die Grenze zwischen Liebe und Hass und Evie selbst ist zerrissen zwischen den beiden ungleichen Rivalen …

    Meine Meinung: eine weitere geniale und absolut spannende Fortsetzung :D

    Nach dem Ende von Band 2 war ich richtig neugierig auf den dritten Teil und musste natürlich sofort weiterlesen ;)
    Und ich wurde mal wieder nicht enttäuscht. Schon der Klappentext klingt absolut spannend und verspricht einiges ... und das Buch hält diese Versprechen auch. :D
    Evie versucht, Jack zu retten. Doch so einfach, wie das vielleicht anfangs aussehen mag, ist es nicht. Denn sie stehen einem grausamen Feind gegenüber - den Liebenden. Ich muss gestehen, dass ich die Karte der Liebenden anfangs sehr mochte, aber mittlerweile finde ich sie gruselig.^^ Was die beiden so anstellen, ist einfach nur grauenvoll und ich hab ehrlich gehofft, dass Evie, Jack und der Tod sie besiegen können. Doch Evie steht noch vor einer weiteren "Gefahr" - die Liebe für 2 Jungs, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sorgt für mehr als eine brisante Situation. Manche davon fand ich doch ein wenig lustig, andere waren schön, wieder andere einfach nur zum Kopfschütteln^^
    Zwischendurch erleben wir auch mal Sequenzen aus der Sicht der Nebencharaktere. Evie erlebt Visionen aus deren Sicht und ich fand das total interessant. :)
    Die Spannung in der Geschichte steigert sich immer weiter ... immer wieder gibt es Zwischen-Höghepunkte. Ständig dachte ich, dass es nicht noch spannender und fesselnder geht - und wurde eines besseren belehrt.
    Das Ende hat mich einerseits zu Tränen gerührt, anderseits hätte ich das Buch gerne gegen die Wand geworfen ... das Ende ist so ein fieser Cliffhanger und ich will eigentlich sofort wissen, wie die Geschichte weitergeht!

    Protagonistin des Buches ist Evie, aus deren Sicht die Geschichte auch erzählt wird. Ich finde, dass sie sich in dem Band echt gut weiterentwickelt hat und ich bewundere ihren Mut und ihre Entschlossenheit. Wobei ich mir an manchen Stellen ein wenig mehr Entscheidungsfreudigkeit bezüglich ihrer Männerprobleme gewünscht hätte ;)
    Jack hat sich auch enorm weiterentwickelt und mehr als einmal hat er mich sehr überrascht. Ich mag ihn sehr :D
    Der Tod ... einerseits mag ich ihn, andererseits hätte ich ihm gerne mal in den Hintern getreten^^
    Selena, Finn, Matto, Jules, Gabriel, Tess ... wir treffen auch weitere Arkana wieder und ich bewundere immer wieder ihren Willen, sich zu einem Team zusammenzuschließen und füreinander einzustehen. :)

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich sehr gut und schnell lesen. Durch die fesselnde Spannung und die ständigen Höhepunkte konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. :D

    Mein Fazit? Eine weitere fesselnde Fortsetzung, die wahnsinnig viel Spannung hat und einen immer wieder mit Höhepunkten reizt :D Die Charaktere haben sich weiterentwickelt und ich bewundere immer wieder ihre Einstellung :) Das Ende ist wirklich fies ... ich freue mich jetz schon auf den nächsten Band <3

  16. Cover des Buches Der Susan-Effekt (ISBN: 9783446249042)
    Peter Hoeg

    Der Susan-Effekt

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Wie wahrscheinlich viele kenne ich Peter Høeg noch von dem Film „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“. Auch hier habe ich auf Grund einer Empfehlung, dass Høegs Geschichten besonders und etwas skurril sind, gerne zu einem Buch des Autors gegriffen. Und es stimmt: eine durchaus besondere, nicht alltägliche Geschichte, die sehr skurril daherkommt. Aber leider hat es meinen Nerv nicht richtig getroffen. Susan und Laban Svendsen haben 16-jährige Zwillinge. Susan ist Experimentalphysikerin und ziemlich intelligent. Sie hatte schon als junges Mädchen ein eigenartiges Verhältnis zu Jungs und Männern, man könnte sie durchaus als "Man-eaterin" bezeichnen. Laban ist ein gefeierter und hochgelobter Komponist. Susan hat eine besondere Eigenschaft: in ihrer Gegenwart kommen alle zum Quatschen. Plaudern Dinge aus, die sie niemandem erzählen würden, vertrauen sich ihr an, obwohl sie doch ein völlig fremder Mensch ist. Dieser Effekt wird zusammen mit Laban noch verstärkt. Eigentlich sind die vier eine Vorzeigefamilie, doch auf Grund eines Vorkommnisses steht die Familie kurz davor ins Gefängnis zu wandern. Sie bekommen einen Deal: Informationen einer streng geheimen Zukunftsmission beschaffen, doch nach und nach kommen die Mitglieder auf rätselhafte Weise zu Tode und bald ist die Familie selbst die gejagte Instanz...

    Eigenartig trifft es wohl am besten. Die ganze Familie ist sehr speziell, besonders die Zwillinge haben in meinen Augen irgendwie zu viel Wissen, zu viel Charakter für ihre 16 Jahre. Sie sind frech und vorlaut und dazu noch gemein. Das macht sie allerdings interessant. Es war mehr die Geschichte, mit der ich einfach nicht viel anfangen konnte. Durcheinander, für mich wenig nachvollziehbar und einfach nur wirr. Vielleicht probiere ich es lieber nochmal mit dem Buch „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“.

  17. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.605)
    Aktuelle Rezension von: birdies_buecherwelt

    Im Alter von neun Jahren kommt Liesel Meminger zu Pflegeeltern. Es ist das Jahr 1939, Liesels Mutter wollte ihre Kinder beschützen, doch als Liesel in der Himmelstraße 33 in Molching ankommt, ist sie allein. Ihr jüngerer Bruder hat die Zugfahrt aufgrund einer Krankheit nicht überlebt. Bei seiner Beerdigung stielt Liesel ihr erstes Buch, weitere werden folgen und ihr so den Namen "Bücherdiebin" einbringen. Liesels Pflegeeltern Rosa und Hans Hubermann lieben das Mädchen auf ihre eigene Weise und werden für sie schnell zu einer geliebten Familie. Doch die Zeiten sind alles andere als unbeschwert, denn der Krieg rückt unaufhaltsam näher an den Alltag heran.
    Schon nach den ersten Seiten, ach was, nach den ersten Zeilen war mir bewusst, dies ist ein besonderes Buch. Der Erzähler ist niemand geringeres als der Tod. Der Tod wirkt alles andere als bedrohlich, er ist beinahe sympathisch. Seine Worte sind mit Bedacht gewählt und häufig zynisch, über viele Aussagen musste ich intensiv nachdenken. Diese Perspektive macht das Buch so besonders. Aber auch Liesel, ihre Sicht auf die Welt, ihre Liebe für Worte und für Bücher haben mich sehr berührt. Trotz der Tragik des Krieges ist die Handlung ruhig gehalten, viel mehr geht es um Familie, Zusammenhalt, Menschlichkeit und Zuversicht. Mehr möchte ich gar nicht verraten, denn wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen und sich selbst überzeugen. Markus Zusak ist ein Meisterwerk gelungen, zurecht wurde "Die Bücherdiebin" mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen.

  18. Cover des Buches We All Looked Up (ISBN: 9783570403426)
    Tommy Wallach

    We All Looked Up

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Scholu
    Klappentet: Bevor Ardor kam, ließen wir uns in Schubladen stecken... Der Sportler, die Schlampe, der Falenzer, die Streberin. Doch dann blickten wir alle auf, und alles änderte sich. Sie sagten, der Asteroid käme in zwei Monaten. Das ließ uns zwei Monate, um die Schubladen zu verlassen. Zwei Monate, um etwas zu werden, das größer ist, als wir waren, etwas, das über das Ende hinaus besteht. Zwei Monate, um wirklich zu Leben.

    Entgegen meiner Vermutung sind die vier Jugendlichen zu Anfang des Buches nicht miteinander befreundet. Sie wissen, wer der jeweils andere ist, aber miteinander zu tun haben sie nichts ...
    Als dann Ardor gesichtet wird, ändert sich das Leben aller und die Vier müssen zusammenhalten.
    Erzählt wird abwechselnd aus Sicht einer der vier Jugendlichen, so dass man mehr über die jeweililge Person und den familiären Hintergrund erklärt bekommt. So bekommt man auch mit, wie die Personen sich näher kommen und sich sogar anfreunden.

    Natürlich gibt es in dem Buch nicht nur die vier Jugendlichen, auch über das Umfeld wird geschrieben, es gibt Freunde, Eltern, Geschwister, Lehrer, ...

    Tommy Wallach schreibt sehr gut darüber, wie es ablaufen könnte, wenn das Ende der Welt bevorstünde. Wie ändern sich Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben ...
    Anstatt zusammen zu halten, ist sich jeder selbst der Nächste ... Und in all dem Chaos begleiten wir Peter, Eliza, Anita und Andy ... Und gehen der Frage nach, wer bzw. was jetzt noch wichtig ist! ...

    Das Buch ist in 10 Teile untergliedert, die das Näherkommen des Asteroiden anzeigen: dafür ist auf schwarzen Seiten der Flugweg von Ardor zur Erde mit abnehmenden Zahlen skizziert.
    Die einzelnen Kapitel sind durch den jeweiligen Namen gekennzeichnet.

    Die Filmrechte sind schon verkauft, ich bin gespannt, ob das Buch tatsächlich verfilmt wird ...
    Außerdem hat der Autor, der eigentlich Singer-Songwriter ist, einen Soundtrack zum Buch komponiert, anhören kann man sich die Songs zB bei Sp*t*fy ;)
  19. Cover des Buches Fenrir (ISBN: 9783959912259)
    Asuka Lionera

    Fenrir

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    Zuerst will ich an dieser Stelle sagen, dass ich mich extrem für die nordische Mythologie interessiere. Weshalb dieses Buch in meinem Besitz gelangen musste. Das Cover vom Wolf ist toll gewählt und gibt bereits ein wenig preis, um was es eigentlich geht. Da ich auch Wölfe liebe, und es sich hier sogar um DEN Wolf handelt, konnte ich nicht anders, als es zu lesen. Ich kannte schon vorher einige Fakten über Fenrir, umso mehr war ich gespannt, wie die Autorin nun diese Mythos in dieses Buch eingearbeitet hat. Herausgekommen bin ich mit einem klopfendem Herzen und einem Wirrwarr der Gefühle.

    Emma ist Archäologin und liebt es fremde Welten zu erkunden und Schätze auszugraben. Bis jetzt ist sie aber "nur" eine Praktikantin und versucht so Monat für Monat über die Runden zu kommen. Da ist andauernd weg ist, hat sie kaum Zeit für etwas anderes. Ihre beste Freundin Meghan nimmt sie daher immer auf irgendwelche Partys mit, sobald Emma wieder zu Hause ist. Nur blöd, dass Meg eine Femme fatale ist und sich jeden Mann schnappt, der ihr über den Weg läuft. Emma schiebt es auf ihre Grösse und auch ihrem Aussehen. Sie ist eher das 0815-Mädchen, dass zwar wegen ihrer Grösse auffällt, aber sonst nicht beachtet wird. Als sie plötzlich einen Anruf von ihrem Boss Anthony bekommt, dass sie sofort nach Island reisen müsste, packt sie gleich ihre Sachen zusammen und nimmt den nächsten Flug. Dort angekommen erwartet sie... nichts! Niemand wartet auf sie und ihr Handy hat auch kaum noch Saft. Als es dunkel wurde begibt sie sich allein auf der Suche nach ihrem Team. Plötzlich stolpert sie und fällt in eine Schlucht rein. Dort findet sie eine Höhle. Da sie kaum noch was sieht und ihr Handy den Geist aufgegeben hat, begibt sie sich in die Höhle, um sich auszuruhen und gleich am nächsten Morgen versuchen aus der Schlucht zu gelangen. Zuerst glaubt, sie sei alleine, doch auf einmal erklingt ein Knurren hinter ihr. Als sie sich umdreht, sieht sie direkt in eisblaue Augen. Nach näherem Betrachten erkennt sie, dass es ein grosser schwarzer Wolf ist. Emma ist unsicher, doch sie spürt, dass sie dem Wolf helfen muss. Er ist nämlich an einem goldenem Seil festgebunden. Als sie ihn befreit hat, springt der Wolf sie an und alles wird Schwarz um sie. Als sie wieder aufwacht, liegt ein nackter Mann auf ihr. Sie kann sich nicht erklären woher er kommt, und wohin der Wolf verschwunden ist, aber weil dieser Mann nicht gerade vollends nach einem Mann aussieht, beschliesst sie ihn spontan mit sich nach Hause zu nehmen, um ihn zu studieren. Als sie aus der Schlucht draussen sind, versucht Emma ihm Fragen zu stellen, doch er antwortet ihr entweder nur  vage, oder gar nicht, was sie natürlich ärgert. Doch sie kann nicht leugnen, dass da etwas zwischen ihnen ist. Zu Hause angekommen versucht sie weiterhin an Informationen zu kommen, doch Wulf, wie er sich später vorstellt, bleibt ihr weiterhin ein Rätsel. Je länger sie zusammen sind, desto schneller scheint Emma ihre Professionalität zu verlieren und kämpft zuerst dagegen an. Als sie später Zeugin einer sehr kuriosen Tat von Wulf wird, wird sie unfreiwillig in seiner Welt gezogen. Als Wissenschaftlerin springt ihr Herz natürlich vor Freude, doch schnell wird für sie klar, dass ab jetzt um ihr Leben kämpfen wird. Denn dort, woher Wulf herkommt, ist die Welt nicht für einen Menschen bestimmt.

    Wie schon oben angedeutet liebe ich die nordische Mythologie. Die Autorin konnte so viele Aspekte in diesem Buch einarbeiten, ohne den Leser zu verwirren. Mir ging es jedenfalls so. Ich war echt gespannt, was alles Emma erwartet und wie Wulf sich ihr langsam öffnet. Und um ehrlich zu sein, fand ich Emma die meiste Zeit über extrem nervig und kindisch. Sie sagt zwar selbst, dass sie sich gerade kindisch verhält und nicht angemessen ist, aber dies nervte umso mehr. Während Wulf alles versucht, um sie zu schützen, vermasselt sie eigentlich alles, nur weil sie ihr Mundwerk nicht halten kann. Andererseits fand ich einige Stellen ziemlich amüsant, weil die Götter sie eben genau wegen ihrem losen Mundwerk amüsant finden. Und genau ihr loses Mundwerk, hat schliesslich dazu beigetragen, dass die meisten Beteiligten sie zu mögen anfingen. Die Götter wurden sehr gut beschrieben, auch ihre Welt Asgard. Da wir Menschen keine Bilder von den Götter haben, verlassen wir uns ja hauptsächlich auf Filme, oder Bücher. In dieser Geschichte fand ich es daher nur logisch, dass die Götter nicht gerade freundlich und edel beschrieben werden. So lange wie sie schon leben ist eigentlich klar, dass es ihnen langweilig wird und anfangen irgendwas zu machen, nur weil sie es eben können. Da hat es die Autorin ziemlich gut auf dem Punkt gebracht. Ich bin auch wie Emma eher ein Fan von Loki als Thor. Und in dieser Geschichte wurde ich nicht enttäuscht. Die ganzen Verbindungen der Götter fand ich extrem spannend. Auch all die anderen Wesen und Geschöpfe, obwohl ich bei diesem Eichhörnchen zuerst ziemlich misstrauisch war. Aber der hat mir echt das Fürchten beigebracht. An Spannung fehlt es hier ganz sicher nicht, im Gegenteil. Immer passierte irgendetwas. Wobei ich nach etwa der Hälfte sagen muss, dass mir diese Rettungsaktionen langsam auf die Nerven gingen. Wulf, der Sturkopf, der einfach die erstbeste Lösung akzeptiert und sich in Schwierigkeiten bringen, und Emma, die ihn schliesslich retten muss und sich selbst in Gefahr bringt. Doch am Ende war die Emma endlich mutig genug, um alle zu retten, auch die ganzen Welten. Und ganz ehrlich, was sie alles erlebt hat, hat mich echt zum schwitzen gebracht. Ich habe selten so viele Gefühle auf einmal gespürt, mein Herz raste ununterbrochen. Und am Ende fiel mir die Kinnlade runter. Also das habe ich echt nicht erwartet. Ich hab einige Szenarien im Kopf gehabt, wie sie nun zusammen sein können, aber das war echt eine Überraschung. Die Autorin hat mir echt keine Ruhe gegönnt, aber ich habe die Geschichte sehr genossen. Wenn Emma etwas erwachsener wäre, wäre es ein Highlight, aber ist schliesslich Geschmacksache. 

  20. Cover des Buches Ashes - Pechschwarzer Mond (ISBN: 9783863960636)
    Ilsa J. Bick

    Ashes - Pechschwarzer Mond

     (201)
    Aktuelle Rezension von: Rosecarie

    Seit den EMPs ist die Welt eine andere. Von nun an geht es nur noch ums Überleben. Misstrauen, Kämpfe und Hunger dominieren das Leben. Von merkwürdigen Soldaten, den veränderten Jugendlichen und einigen Bewohnern von Rule geht eine andauernde Gefahr aus. Kann in dieser neuen Welt überhaupt ein Leben existieren. Kann jemals wieder alles gut werden?

    Alex, Tom und Ellie mag ich sehr gerne. Die Charaktere (eigentlich alle) hat die Autorin schön ausgearbeitet und mit viel Tiefe versehen. Dass die Freunde so lange voneinander getrennt waren, fand ich schlimm. Ich hätte es cool gefunden, wenn sie sich im vorherigen Buch schon wieder gefunden hätten.

    Die Geschichte entwickelt sich wieder in Zeitlupe. Man. Die Idee finde ich genial und die Story an sich auch, wenn sie doch nur nicht so schleppend voranschreiten würde...😭  Ab dem zweiten Teil bestehen die Kapitel seitenweise aus Aneinanderreihungen von brutalen Kampfszenen, die den Erzählstrang einfach nicht vorwärts bringen. Die Szenen haben für mich irgendwann an Spannung verloren. Ein paar weniger Kampfkapitel hätten der Reihe nicht geschadet.

    Neben den vielen actionreichen Szenen gab es einige rührende und auch traurige Momente und nicht zuletzt auch Momente voller Hoffnung. Am Ende hab ich sogar ein bisschen geweint 😢

    Die Geschichte war gut durchdacht, sehr komplex, es ist mir nicht immer leicht gefallen, zu folgen. Die vielen Perspektiven haben die Geschichte einerseits interessant und spannend gemacht, haben andererseits auch immer mal für Verwirrung gesorgt. 

    Je näher wir dem Ende kamen, desto mehr Erzählstränge wurden zusammengeführt, bis ein einigermaßen vollständiges Bild entstand. Die Auflösung hat mir gut gefallen. Nur Alex hat sich so sehr verändert, dass ich sie nicht mehr so gerne mochte...

    Die Reihe war insgesamt spannend mit tollen Charakteren, die in einer brutalen Welt leben, in der sie ums nackte Überleben kämpfen müssen. Das Ende bietet nicht unbedingt einen Abschluss, aber immerhin ein offenes Ende mit ein wenig Hoffnung. 🌻

  21. Cover des Buches Monument 14: Die Rettung (3) (ISBN: 9783453534711)
    Emmy Laybourne

    Monument 14: Die Rettung (3)

     (74)
    Aktuelle Rezension von: MiGu

    Kurzbeschreibung
    Gemeinsam mit den anderen Jugendlichen ist es Alex und Dean gelungen, sich in ein Flüchtlingslager nach Kanada zu retten.
    Doch zur Ruhe kommen sie wieder nicht. Noch immer wissen sie nicht, was aus Josie geworden ist.
    Doch auch Astrid und ihr ungeborenes Kind sind in Gefahr, da die Regierung ein ganz besonderes Interesse an den beiden zeigt.

    Eindruck
    Mit dem dritten und letzten Band schließt Emmy Laybourne ihre Trilogie und lässt es noch einmal so richtig krachen.
    Denn genau wie den Jugendlichen, gönnt sie auch den Lesern kaum eine Atempause. Ganz besonders nicht, wenn es um den Erzählstrang von Josie geht, den ich persönlich, hochspannend fand.
    Ihre Erzählperspektive ist sehr bewegend und eindringlich, erschreckend und beklemmend.
    Denn Josie muss so einiges durchmachen und ist purer Gewalt und Übergriffen ausgesetzt.
    Teilweise fand ich es schon etwas schockierend, auch wenn ich gleichzeitig sagen kann, dass die Autorin damit den dritten Band noch einmal gesteigert hat.
    Deans Handlungsstrang dagegen ist schon fast ein Spaziergang.
    Auch wenn er versucht Spannung vorzuweisen, so empfand ich diese eher als kurzweilig und zu gering.
    Erneut hatte ich wie bereits beim zweiten Band das Gefühl, dass dieser so vor sich hindümpelt und sich wieder mehr mit der emotionaleren Seite befasst.
    Dies fand ich ehrlich gesagt etwas mühselig und nervend.
    Dennoch schafft die Autorin beide Erzählstränge gekonnt zu verknüpfen und bietet einen sehr guten und würdigen Showdown mit einem wirklich spannenden und gelungenen Finale.

    Bei den Charakteren konnten mich ebenfalls wieder ein paar Figuren überraschen.
    Genaugenommen vier!
    Josies und Nicos, sowie Sahaylas und Alex Entwicklung hat mir richtig gut gefallen.
    Es war eine wahre Freude diese zu verfolgen, wobei ich bei Nico öfter dachte, dass er eigentlich für seine Rolle noch viel zu blass wegkommt.
    Im Gegensatz zu Dean, der mir viel zu viel Raum einnahm und mir genau, wie Astrids Launen, schwer auf die Nerven ging.
    Beide fand ich unheimlich selbstgerecht, unglaublich nervig und anstrengend.

    Wie ihr wahrscheinlich schon herauslesen konntet, fand ich den Schreibstil, insbesondere den Spannungsaufbau sehr überzeugend.
    Einzig Deans Erzählperspektive hat mir erneut Schwierigkeiten gemacht, was aber hauptsächlich an der Charakterzeichnung liegt.
    Nebenbei möchte ich aber erwähnen, dass ich das Gefühl habe, dass sich die Autorin auch in der Beschreibung von gewaltsamen Szenen gesteigert hat.
    Diverse Übergriffe sowie Kampfszenen fand ich schon etwas beklemmend. Inwieweit das tatsächlich für jüngere Leser wichtig ist, kann ich allerdings nicht beurteilen.

    Fazit
    „Monument 14 – Die Rettung“ ist ein großartiger Abschluss zu einer tollen und spannenden Trilogie. Das Finale hat mir richtig gut gefallen und ich mochte alle drei Bände trotz kleiner Kritikpunkte sehr. So habe ich mit den Jugendlichen gelitten und mich mit Ihnen gefreut.
    Ich denke, diese Trilogie kann ältere Jugendliche und erwachsene Leser gleichermaßen begeistern.

  22. Cover des Buches Das Leben, das uns bleibt (ISBN: 9783551582751)
    Susan Beth Pfeffer

    Das Leben, das uns bleibt

     (133)
    Aktuelle Rezension von: truempi

    Ich habe die anderen zwei Bücher sehr gemocht und empfehle sie noch regelmäßig weiter. Ich finde sie sind unterschätzt. Leider hat mir das letzte Buch nicht mehr so gut gefallen. Ich finde die Charaktere sehr sprunghaft mit nicht wirklich erklärbaren Entscheidungen.  Obwohl es nur 200 Seiten sind passiert nicht wirklich viel im Buch. Mir hätten die Enden von den beiden Büchern davor so besser gefallen.


  23. Cover des Buches Metro 2033 (ISBN: 9783453529687)
    Dmitry Glukhovsky

    Metro 2033

     (623)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    2033: Nach einem verheerenden Atomkrieg hausen die Menschen in der Moskauer Metro, über der Erde ist es noch viel zu gefährlich, aber auch hier unten gibt es mannigfaltige Gefahren.

    Artjom lebt bei Sascha Suchoj seit ihn seine Mutter diesem anvertraut hat, bevor ihre Station von Ratten überrannt wurde. Als Artjom den Jäger Hunter kennenlernt, erhält er von diesem einen Auftrag, der ihn am Ende durch die gesamte Metro führen wird, unterwegs trifft er viele Menschen, einige begleiten ihn eine mehr oder weniger lange Strecke. Nicht jeder, den Artjom trifft, und auch nicht jeder, der ihn begleitet, kommt mit dem Leben davon. Auch mit den verschiedensten Gruppierungen kommt Artjom in Kontakt, was ihn mehr als einmal in große Lebensgefahr bringt, und er geht sogar an die Oberfläche.

    Erzählt wird durchgehend aus Artjoms Perspektive, so sieht man, was er sieht durch seine Augen und sein Wissen, hat aber auch immer das eigene Wissen (z. B. vom Vorher) im Hinterkopf. Nicht nur Artjom, sondern auch man selbst, kommt oft ins Nachdenken, immerhin ist, was passiert ist, auch heutzutage, immer im Möglichen. Daneben aber ist die Geschichte spannend, am Anfang ist es noch mehr ein Erkunden, obwohl die Gefahr immer präsent ist, dann nimmt die Spannung immer mehr zu, so dass der Roman zum Pageturner wird.

    Artjom ist somit der einzige Charakter, den man recht gut kennenlernt, man erfährt einiges über seine Überlegungen und Emotionen, allerdings bleibt die Erzählung dabei relativ distanziert. Weitere Charaktere sind in der Regel relativ schnell wieder verschwunden, so dass man sie nur ein bisschen kennenlernt, auch wenn man hin und wieder etwas mehr erfährt, wie z. B. bei dem älteren Mann, der mit einem geistig behinderten Jungen unterwegs ist, und der Zeit vor dem Krieg nachtrauert. Wie hier, sind es oft Momentaufnahmen eines Lebens, manchmal erfährt man auch etwas über Mythen und Legenden, die in der Metro umgehen, oder einfach nur Geschichten, die erzählt werden und die dem Erzählenden oder jemand anderem widerfahren sind. So wird die Metro mit ihren Bewohnern nach und nach lebendig und greifbar.

    Über das Ende will ich gar nicht viel sagen, aber es bringt mich noch einmal zum Nachdenken, und hat mich berührt. Ich bin schon sehr gespannt, inwieweit in „Metro 2034“ darauf noch einmal eingegangen wird.

    Die Metrokarten, die in meinem Paperback-Exempar die innere Klappen zieren, habe ich zwar schon zu Beginn wahr genommen, aber erst später zur Hand genommen, um Artjoms Weg, der nie geradlienig ist, es gar nicht sein kann, nachvollziehen zu können. Da ich in einer Stadt mit U-Bahn leben, habe ich auch immer wieder überlegt, wie es hier sein würde. Da der Zeitpunkt, an dem der Roman spielt, nicht weit weg ist, liegt es nahe, sich mehr Gedanken zu machen, als bei einer Dystopie, die in weiterer Zukunft spielt bzw. zu spielen scheint.

    Auch die Anmerkungen am Ende sind interessant, man solle sie nicht überlesen.

    „Metro 2033“ erzählt von einer dystopischen Zukunft, die in gar nicht so weiter Ferne liegt, nämlich im Jahr 2033. Man lernt die Welt mit dem Protagonisten aus dessen Sicht kennen, der zur Zeit der Katastrophe noch sehr jung war. Der Roman ist spannend, berührend, und regt zum Nachdenken an, gerade auch, weil eine solche Katastrophe, wie sie hier passiert ist, leider im Möglichen liegt. Ich vergebe gerne volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.

  24. Cover des Buches Skulduggery Pleasant (Band 6) - Passage der Totenbeschwörer (ISBN: 9783785579046)
    Derek Landy

    Skulduggery Pleasant (Band 6) - Passage der Totenbeschwörer

     (269)
    Aktuelle Rezension von: saphira13

    Der Todbringer ist da! Doch was bedeutet das?

    Immer wieder hat man von ihm gehört, aber am Anfang dieses Buchs liegt noch vieles im Dunkeln. Der Start in das nächste Abenteuer von Skulduggery und Walküre geht schonungslos schnell.

    … und die Geschichte behält das hohe Tempo meist bei. Das schafft Derek Landy mit seinem einfachen, nicht komplexen Schreibstil, kurzen Kapiteln und mehreren Handlungssträngen. Mehr den je verschiedenen Perspektiven werden hineingeworfen: Es gibt ernstere (Craven) und witzigere (Scapagrace).

    Vor allem das erste Drittel ist sehr witzig gehalten, aber auch später gibt noch lustiges. Der Landy-Humor kommt immer durch Dialoge zustande, und er funktioniert für mich hier echt gut. Schräge Situationen mit noch schrägeren Figuren sind für diese Dialoge verantwortlich.

    Die Freundschaft zwischen Skulduggery und Walküre konnte ich hier am stärksten spüren, seit ich angefangen habe diese Reihe nochmal zu lesen. (Auch weil diese Verbindung hier krass auf die Probe gestellt wird.)

    Trotzdem: Walküre als Charakter ist immer noch sehr arrogant und unsympathisch. Aber: Ihr wird mehr Tiefe verliehen. Mitten im Buch nimmt man sich Zeit für ein paar ruhigere Kapitel. Walküre wird mit den Konsequenzen ihres Handelns konfrontiert.

    Und nicht nur Walküre, sondern fast alle Charaktere bekommen mehr Tiefe und sie entwickeln sich weiter: Melancholia, Fletcher, Grässlich, China Sorrows, Craven, Tanebrae, Onkel Fergus und natürlich Skulduggery.

    Da dieser Teil ein zumindest vorläufiges Finale der Staffel ist, laufen wirklich hier viele Elemente und Handlungsstränge von früher zusammen und enden in einem gewaltigen Knall. Gleichzeitig werden Ereignisse geschickt eingebaut, die Fragen aufwerfen und Böses ahnen lassen.

    (Genau so sollten Bücherserien sein: Neben den Einzelplots eine durchgehende Hintergrundstory erzählen!)

    Die vorherigen Bände hatten oft ein bisschen platte Charaktere und einige Logiklöcher, hier stört mich das nicht mehr. Man merkt schon: Für mich bis dato der Beste Band.

    92/100 Sterne

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks