Bücher mit dem Tag "wendepunkt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wendepunkt" gekennzeichnet haben.

71 Bücher

  1. Cover des Buches Das Café am Rande der Welt (ISBN: 9783423209694)
    John Strelecky

    Das Café am Rande der Welt

     (885)
    Aktuelle Rezension von: beaknopf

    DAS CAFÉ AM RANDE DER WELT

    Eine Erzählung über den Sinn des Lebens

    Ratgeberliteratur


    Der stets gestresste Manager, John, hatte sich eine Woche Urlaub genommen. Auf den Weg in seinen ausgewählten Ruheort bleibt er jedoch im Stau stecken – nichts geht mehr weiter. So landet er nach einer langen Fahrt durch die Prärie im im „Cafè der Fragen“. Eigentlich möchte er sich dort nur kurz ausruhen und mit etwas zu essen stärken, auf der Speisekarte entdeckt er die folgenden drei Fragen:

    • Warum bist du hier?
    • Hast du Angst vor dem Tod?
    • Führst du ein erfülltes Leben?

    Die Mitarbeiter und deren Freunde / Besucher des Cafés unterhalten sich allesamt mit John und tauschen mit ihm ihre Gedanken aus.


    Dieses Buch wurde bereits in 40 Sprachen übersetzt und ist ein internationaler Verkaufshit. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch, mit einer gewissen Skepsis. Ich mag Ratgeber und Denkanstöße sehr gerne und nehme diese dankend entgegen. In diesem Buch werden zu genüge gegeben und die Figuren erklären ihre Gedankenwege gut verständlich. Sprachlich bleibt der Ich-Erzähler auf einem sehr einfachen Niveau, was gut zu dem Buch passt.


    Es waren für mich keine neuen Gedanken dabei, es tat jedoch sehr gut ein neues Buch für’s Herz zu lesen. Eine Erinnerung an „mach, was du für richtig hältst und was gut für dich ist!“ tut und allen gut.

    Deshalb: Eine Leseempfehlung!

  2. Cover des Buches Legend (Band 2) - Schwelender Sturm (ISBN: 9783785581599)
    Marie Lu

    Legend (Band 2) - Schwelender Sturm

     (1.135)
    Aktuelle Rezension von: reading_with_cat

    Nachdem June Day am Ende von Band 1 vor der Exekution gerettet hatte, sind sie nun auf der Flucht. Day bracht dringend Hilfe und so machen sie sich auf die Suche nach den Patrioten. Diese finden sie auch, aber für ihre Hilfe verlangen sie eine Gegenleistung. June und Day sollen helfen den neuen, jungen Elektor, Anden, zu töten.

    June und Day finde ich total faszinierend als Protagonisten. Insbesondere die Art wie sich ihre Sichten unterscheiden. Die Nebencharakter sind finde ich ziemlich wenig ausgeprägt, der Fokus liegt mehr auf June und Day, was wahrscheinlich auch einfach an der Geschichte liegt, aber es nimmt ihnen etwas die tiefe. Ich mochte überhaupt nicht, was Marie Lu mit Tess gemacht. 

    Marie Lus Schreibstil fand ich sehr gut. ich bin zwar nicht so durch die Seiten geflogen, wie bei manch anderen Büchern, aber dennoch lies es sich gut lesen. Besonders faszinierend fand ich, dass sie June und Days Passagen wirklich am Schreibstil unterschieden haben. Ihre Blicke waren einfach anders. Das ist finde ich echt die höchste Kunst des Schreibens.

    Das Konzept fand ich schon in Teil 1 total spannend. Insbesondere mit der Seuche (die in Band 2 zwar keine so große Rolle bekommt) in Bezug auf Corona. Gerade hier habe ich aber auch einige Lücken gefunden. Sie liegen im Detail und sind unwichtig, aber sie sind da (z.B. das es L.A. noch gibt, aber von Südamerika nur noch Inseln übrig sind).

    Die Handlung war schlüssig und spannend, auch wenn ich wie erwähnt nicht so durch die Seiten geflogen sind. Man wusste bis zum Ende nicht wer nun wirklich im Recht ist und auf wessen Seite sich June und Day schlagen würden.

    Insgesamt hat mir die Geschichte total gut gefallen und ich habe mich total auf Band 3 gefreut (haben ihn mittlerweile schon beendet). Besonders gut gefallen haben mir June und Day und die Art auf die Marie Lu ihre Perspektiven schreibt. Einen halben Stern Abzug für die Paar Logiklücken im Konzept und ein paar Sachen mit den Charakteren.

  3. Cover des Buches Das kleine große Glück (ISBN: 9783442482177)
    Lucy Dillon

    Das kleine große Glück

     (108)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Die 33-jährige Gina Bellamy lebt in Scheidung von ihrem Ehemann Stuart, der sie wegen einer anderen Frau verlassen hatte. Als Gina in eine deutlich kleinere Wohnung zieht, ist sie umgeben von unzähligen Umzugslisten und stellt fest, dass sie viel zu viele Besitztümer hat. Sie ist gezwungen, auszusortieren, was gleichzeitig aber auch eine Erleichterung ist, um Ballast aus der Vergangenheit loszuwerden. Einiges kann sie verschenken oder für einen guten Zweck spenden. Am Ende möchte Gina sich auf 100 Dinge beschränken, die ihr wichtig sind. Während sie neben ihrer Arbeit als Projektmanagerin für alte Häuser täglich mit dem Aussortieren beschäftigt ist, kommen Erinnerungen in ihr hoch, die sie bewegen. Sie reflektiert ihre Ehe, die sie nicht glücklich gemacht hat, denkt an ihre Krankheit zurück, die sie überstanden hat und trauert noch immer ihrer ersten Liebe Kit hinterher oder vielmehr der unbeschwerten Zeit, die sie als junge Studentin hatte.
    Während das Verhältnis zu ihrer Mutter Janet angespannt ist, ist ihre beste Freundin Naomi seit Schulzeiten an ihrer Seite und gibt ihr auch nach der Trennung von Stuart Halt, motiviert sie für einen Neuanfang und nicht zu resignieren. Dabei lernt Gina neue Menschen kennen, schließt Freundschaften zu einer guten Ratgeberin und hat plötzlich auch noch einen gepeinigten Greyhound an ihrer Seite.
    Jedes Kapitel des Romans hat einen bestimmten Gegenstand aus dem Besitz von Gina als Titel. Irritierend ist jedoch, dass dieser Gegenstand in dem Kapitel häufig nur eine untergeordnete Rolle spielt oder überhaupt nicht erwähnt wird. Den Aufbau des Romans fand ich deshalb weniger gelungen, weil die Frage der Erwähnung des Gegenstands von der eigentlichen Geschichte ablenkt.
    Sieht man darüber hinweg, ist der Roman eine feinfühlige, empathische Erzählung über eine junge Frau, die sich gescheitert fühlt und vor einem privaten Neuanfang steht. Gina ist in ihrem Beruf als Projektmanagerin für die Restaurierung und Sanierung alter Häuser selbstsicher und bei der Beratung ihrer Auftraggeber in ihrem Element. Privat ist sie dagegen zurückhaltend und schließt nicht schnell Kontakte zu anderen.
    Durch ihre Erinnerungen, die nicht chronologisch geschildert werden, erfährt man, was Gina schon in ihrem Leben durchgemacht hat und was nun ihr Verhalten prägt. Mit vielen Erinnerungen tut sie sich schwer, weshalb dem Leser nur zögerlich Details aus ihrer Vergangenheit bekannt werden. Wie sie ihre Krankheit durchgestanden hat und woran ihre erste Liebe zerbrochen ist, erfährt man nur allmählich. Die Autorin schafft es dadurch dem eher ruhigen Roman Spannung zu verleihen, denn gerade der Bruch mit Kit scheint etwas in Gina zerbrochen zu haben und ihr noch heute im Wege zu stehen.
    In "Das kleine große Glück" begleitet man Gina auf ihrem neuen Lebensweg und lernt über Rückblenden und ihre Erinnerungen Details aus ihrem vergangenen Leben. Die Gegenstände, die Gina weggibt oder sich entscheidet, zu behalten, stehen dabei symbolisch für das Abwerfen von Ballast und die Konzentration auf ausgewählte wichtige Dinge, die ihre Person ausmachen oder sie glücklich machen.
    Die Geschichte ist facettenreich und unterhaltsam und berührt aufgrund Ginas Schicksalsschlägen und ihren Mut für einen Neuanfang. Auch besteht die Hoffnung einer neuen Liebe zu einem Mann, der besser zu ihr passt, als ihr Exmann.
    Die 100 Gegenstände, die im Klappentext erwähnt werden, und die Kapitelüberschriften mit diversen anderen Gegenständen hätten der Geschichten einen Rahmen geben können, was in der Umsetzung jedoch nicht gelungen ist. Viele Gegenstände rufen zwar Erinnerungen in Gina hervor und führen zu Rückblenden, der Bezug ist jedoch bei den allermeisten Utensilien marginal und nicht relevant für die Geschichte, was ich mir anders vorgestellt hatte.
    Fazit: Die bittersüße Geschichte über Ginas Neuanfang ist unterhaltsam und bewegend, die Buchbeschreibung könnte jedoch falsche Erwartungen wecken.

  4. Cover des Buches Ohne Ziel ist der Weg auch egal (ISBN: 9783426516522)
    Michaela Grünig

    Ohne Ziel ist der Weg auch egal

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Schokoladenteddy

    An diesem Buch hat mich vor allem der aussergewöhnliche und originelle Titel angesprochen. Auch der Klappentext klang vielversprechend. Leider gingen meine Erwartungen in eine ganz andere Richtung als das tatsächliche Buch, weshalb es mich nicht wirklich überzeugen konnte.


    Darum geht's in »Ohne Ziel ist der Weg auch egal«:

    »Lenja liebt Ben. Das ist ein Naturgesetz. Dummerweise hat Ben sie gerade verlassen und plant, sich »Ärzte ohne Grenzen« anzuschließen. Aber Lenja weiss, wie sie ihn aufhalten kann: Sie schlüpft in die Rolle der 76-jährigen Karla und zieht in das Seniorenstift ein, in dem Ben arbeitet. Selbstverständlich hat sie sich auf ihre Rolle bestens vorbereitet – nur nicht auf die charmante Schlitzohrigkeit ihrer neuen Mitbewohner. Die stehen ihr bald mit Rat und Tat zur Seite, denn auf die Waffen einer jungen Frau muss Lenja alias Karla ja leider verzichten…« 

    Original-Klappentext


    Meine Meinung:

    Der Schreibstil der Autorin ist locker-leicht, manchmal mit einigen ungewöhnlichen Formulierungen, an die ich mich aber im Verlauf des Buches gewöhnen konnte. Die Geschichte wird teilweise aus Lenjas Sicht, teilweise aus der Sicht ihres besten Freundes erzählt.

    Wo wir schon bei den Charakteren sind: Obwohl viele unterschiedliche Figuren mit z.T. aussergewöhnlichen Charaktereigenschaften auftauchen, konnte mich keine Figur wirklich berühren. Woran das genau lag, kann ich nicht sagen, aber vielleicht fehlten mir einfach die Emotionen oder zumindest die emotionale Nähe zu den Charakteren. Das bedeutet aber nicht, dass mir die Charaktere total unsympathisch waren - einige waren sehr liebenswert. Aber irgendetwas fehlte mir trotzdem.

    Von der Geschichte selbst habe ich einen ähnlichen Eindruck. Zwar ergibt die Kombination aus Liebesroman, Krimi und humorvollen Szenen eine interessante Mischung, aber irgendetwas fehlte mir. So gibt es z.B. Szenen, in denen sich zwei Figuren näher kommen - aber sie konnten mich nicht berühren. Oder es gibt Szenen, in denen ich gerne mehr mit den Charakteren mitgefiebert hätte, aber es packte mich nicht richtig.

    Das Buch ist durchaus lesenswert, aber eben eher etwas für zwischendurch. Wer eine berührende Liebesgeschichte oder einen spannenden Krimi sucht, ist mit anderen Büchern sicher besser bedient.


    Fazit:

    »Ohne Ziel ist der Weg auch egal« ist eine interessante, aber nicht wirklich überzeugende Kombination aus Krimi, Liebesroman und Humor. Obwohl ich die Idee des Buches spannend fand, konnte mich die Geschichte selbst leider nicht überzeugen. Das gibt drei von fünf Sternen.

  5. Cover des Buches Winter in Maine (ISBN: 9783442747597)
    Gerard Donovan

    Winter in Maine

     (297)
    Aktuelle Rezension von: Jukebook_juliet

    Inhalt:

    Julius Winsome hat den Schuss gehört. Zumindest glaubt er das, denn in den Wäldern von Maine ist kurz vor Winteranbruch Jagdsaison – es hätte also auch jeder andere Schuss gewesen sein können. Sein geliebter Pitbullterrier Hobbes jedenfalls schafft es gerade noch, sich 500 Meter zu ihm hin zu schleppen, bevor er an der aus nächster Nähe kaltblütig in seinen Rücken gefeuerten Schrotflintenladung zugrunde geht. Kurzerhand nimmt Winsome, der in der Einsamkeit mit seinen geerbten Büchern und den antiquierten Worten Shakespeares lebt, sein ebenfalls geerbtes Scharfschützengewehr und macht seinerseits Jagd auf die Jäger.

     

    Meine Meinung:

    Der Einstieg in die Geschichte ist denkbar brutal und traurig: Der Hund des Einsiedlers Julius Winsome wird absichtlich erschossen. Dies trieb mir als Tierbesitzerin die Tränen in die Augen, sodass ich nach den ersten paar Seiten bereits emotional völlig aufgewühlt war.

    Den daraus folgenden Rachefeldzug des belesenen und eigentlich eher ruhigen Julius gegen scheinbar wahllos jeden, konnte ich trotzdem nicht recht nachvollziehen und umso weiter die Geschichte vorangeschritten war, desto weniger mochte ich ihn. Außerdem war die Luft nach etwa der Hälfte des Buches einfach raus. Ein bisschen schade bei so wenigen Seiten.

    Sprachlich war dieses Buch für mich allerdings ein Highlight.

     

    Fazit:

    Kein typischer Aussteigerroman. Eher die Erzählung des Rachefeldzuges eines Einsiedlers ohne Moral und ohne jeglicher Wertung. Brutal und erschreckend.

     

    Meine Bewertung:

    4/5 Sterne

  6. Cover des Buches Damian - Die Stadt der gefallenen Engel (ISBN: 9783401504636)
    Rainer Wekwerth

    Damian - Die Stadt der gefallenen Engel

     (339)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Christliche, biblische Engel in einem völlig neuen Kontext.


    Inhalt: Lara Winter, flieht in den Ferien für ein paar Tage zu ihren Großeltern nach Berlin. Sie will über Ben hinweg kommen, der mit ihr schluss gemacht hat.
    In Berlin wird Lara dann aber in einem Park überfallen und um ein Haar vergewaltigt. Damian hilft ihr in letzter Sekunde. Dabei verguckt sich Lara in Damian. Aber ihre Großeltern finden den jungen Mann nett und sympathisch.
    Doch je mehr Lara damian kennen lernt, desto widersprüchlicher kommt er ihr vor. Irgendwas stimmt hier ganz gewaltig nicht. Hinzu kommt noch, dass lara die Wahrheit über ihren Vater erfährt. Hinzu kommt die tragische Geschichte ihrer Mutter, ihre selbst und das große Geheimnis ihrer Existenz. Ist sie wirklich ein Mensch oder doch ein ganz anderes Wesen?


    Fazit: Ein Buch über Himmel und Hölle, wo bereits vor dem Prolog klar wird, dass auf jeden Fall eine übernatürliche Komponente mit von der Partie ist.
    Der Leser wird recht schnell in die Geschichte hinein geschubst. Die Ausgangssituation ist einfach und schnell erklärt und schon startet die Handlung.
    Gefühle werden schnell erklärt, bringen aber die Handlung nicht komplett zum Stehen. Im Gegenteil! Immer mal wieder werden Gedanken und Erinnerungen so geschickt eingestreut, dass sie am Ende einfach dazu gehören. Und irgendwann habe ich die Gefühle der Protagonistin auch als handlungs treibend empfunden. Die Gefühle waren es doch, die Verwirrung gestiftet haben und so eine Grundspannung hinein gebracht haben.
    Im Kern geht es um Lara und Damian. Wobei sich bei Lara heraus kristallisiert, dass sie nicht das kleine arglose Mädchen ist, wie man es zunächst glaubt. Hinter ihr steckt mehr. Ihr komplettes bisheriges Leben schien eine einzige Lüge zu sein. - Zwar hat Herr Wekwerth durch kleine Begebenheiten versucht, von dem Bösen etwas abzulenken, aber in meinem Fall ist ihm das nicht so wirklich gelungen. Ich war schnell gefangen und komplett fasziniert, wo das alles noch hinführen sollte.
    Meiner Meinung nach kommt das Berlin-Feeling ein wenig zu kurz. Man liest zwar immer wieder, dass die Handlung eben in Berlin spielt, aber eben immer nur in den Randbezirken und an unbedeutenden Plätzen. Da wäre aber durchaus die Möglichkeit da gewesen, noch mehr daraus zu machen.


    Alles in Allem war der Schreibstil einfach und flüssig. Die Handlung wurde in einfachen Worten erklärt, lief immer gleichmäßig weiter und hat mich an den spannenden Stellen sehr zuverlässig aus dem Alltag entführt. - Die Spannung zog wellenartig immer mal wieder an und ebbte ab. Immer wenn es irgendwie langweilig zu werden drohte, ging wieder eine Action los.
    Die ganze Engelwelt war in jedem Fall gut recherchiert und für die hier vorliegende Story sehr gut adaptiert. Gerade weil alles in Berlin spielte, möchte ich wirklich glauben, dass es genau so war und möglich ist.
    Die angenehm kurzen Kapitel machen das Lesevergnügen perfekt und der Stoff ist super für mal kurz zwischendurch geeignet. Nach Leseunterbrechungen kommt man immer wieder schnell und zügig in die Handlung rein. es handelt sich eben um ein Jugendbuch. Nicht anspruchslos, aber angenehm einfach zu lesen.


    Ja, ich kann das Buch wirklich sehr empfehlen. Auch und gerade wenn man es nicht so mit der kirche hat. Es sind zwar die blischen Heerscharen, welche hier mitmischen, aber mit der Kirche hat das alles nichts zu tun. Im Gegenteil, alles hat  hier einen vollkommen neuen Kontext.

  7. Cover des Buches Du hättest es wissen können (ISBN: 9783548287355)
    Jean Hanff Korelitz

    Du hättest es wissen können

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Kaddie

    wurde das Buch besser und besser. Gut gefallen hat mir der Schreibstil und die große Schrift. Ich hasse es, wenn die Schrift zu klein ist und man nur direkt am Fenster lesen muss.
    Die Mitte war dann flott und voller Elan; Grace ist mir sehr sympathisch u der Leser kann sich gut mit ihr identifizieren.
    Das Ende war wieder langweilig und unspektakulär. 3 Sterne.  

  8. Cover des Buches Himmel und Hölle (ISBN: 9783596510252)
    Alice Munro

    Himmel und Hölle

     (98)
    Aktuelle Rezension von: rumble-bee
    Ich habe schon viel von Alice Munro gelesen. Immer - oder zumindest oft - geht es um ungewöhnliche Frauen und ihre Schicksale, um die Bedeutung von lebensverändernden Ereignissen, um die Verstrickungen innerhalb von Familie und Freundeskreis. Dieses Buch habe ich jedoch, aus welchem Grund auch immer, als "besonders" empfunden. Besonders düster in den Untertönen, besonders weitreichend in den Konsequenzen, die man gedanklich ziehen kann.

    Ungewöhnlich oft geht es in diesen neun Geschichten zum Beispiel um den Tod und das Lebensende. In "Trost" sucht zum Beispiel eine Frau nach dem Tod ihres schwer kranken Mannes verzweifelt nach einem Abschiedsbrief - und entdeckt dabei Unglaubliches. Vielleicht hat sie ihren eigenen Mann kaum wirklich gekannt...? In "Was in Erinnerung bleibt" begegnen sich ein Mann und eine Frau auf einer Beerdigung. Was nicht ohne Folgen bleibt.  In "Eine schwimmende Brücke" macht eine schwer krebskranke Frau eine charmante Spritztour mit einem jungen Mann. Und in "Der Bär klettert über den Berg" schließlich sieht sich ein alternder Universitätsdozent mit der schwierigen Situation konfrontiert, seine an Alzheimer erkrankte Frau in ein Heim geben zu müssen.

    Gerade letztere Geschichte hatte mich dazu bewogen, dieses Buch zu lesen. Denn sie ist vor einigen Jahren grandios verfilmt worden, mit Julie Christie in der Rolle der an Alzheimer erkrankten Frau. "An ihrer Seite" heißt der Film, soweit ich mich erinnere. Mich hat beeindruckt zu sehen, dass die Kurzgeschichte eigentlich mit einem Minimum an Worten und Szenen mindestens ebenso viel ausgedrückt hat wie der ganze Film! Das kann eine Alice Munro! Sie zieht einige Pinselstriche, porträtiert ihre Figuren gekonnt, und schon entstehen ganze Landschaften und Schicksale vor dem inneren Auge des Lesers. Auch die moralische Problematik fand ich hervorragend getroffen. Ist ein Mensch, der sich nicht mehr an mich erinnert, für mich überhaupt noch derselbe...? Ich hatte einen dicken Kloß im Hals.

    Ja, ich fand es diesmal nicht ganz leicht zu lesen, dieses Buch. Man musste schon nach jeder Geschichte pausieren. Manchmal auch mittendrin. Aber der Titel der Sammlung - zumindest der deutschen Fassung - ist ausgesprochen gelungen. (Das englische Buch wurde hingegen einfach nach der ersten Geschichte benannt. Nicht immer sind veränderte deutsche Buchtitel ein Fehler!) Denn wer definiert schon Himmel und Hölle? Immer ist auch ein Körnchen des einen im anderen enthalten. Das verdeutlicht diese Sammlung auf zutiefst berührende Weise.
  9. Cover des Buches Opal (ISBN: 9781444799293)
    Jennifer L. Armentrout

    Opal

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Luiline
    Heute gibt es eine Rezension zu dem englischen Jugendbuch  "Opal" von Jennifer L. Armentrout.
     
    Bei dem Buch handelt es sich um den dritten Band der LUX-Reihe.

    Verlag: Entangled Teen / Seitenzahl: 349 / Erscheinungsjahr:  2014 / ISBN: 9781444799293
     
    Inhalt:
    After everything, I'm no longer the same Katy. I'm different... And I'm not sure what that will mean in the end. When each step we take in discovering the truth puts us in the path of the secret organization responsible for torturing and testing hybrids, the more I realize there is no end to what I'm capable of. The death of someone close still lingers, help comes from the most unlikely source, and friends will become the deadliest of enemies, but we won't turn back. Even if the outcome will shatter our worlds forever.

    Meine Meinung:

    Dieser Band ist meiner Meinung nach bisher der schwächste Teil der Reihe. 
    Es dauert bis die Geschichte in Fahrt kommt und ttrotzdem passiert nicht wirklich viel.

    Katy und Daemon haben endlich zusammengefunden und obwohl sich die beiden immer noch Necken, fallen die Wortgefechte aus Band 1 und Band 2 hier mehr oder weniger weg. 
    Daemon ist mir an vielen Stellen auch auf die Nerven gegangen und ich finde ihn nicht unbedingt sympathisch. 
    Im Fokus steht die Beziehung zwischen den beiden und die eigentliche Handlung rückt in den Hintergrund.

    Für mich ist das Buch ein typischer Mittelband. Trotzdem hätte die Autorin Teil 2 und Teil 3 problemlos zusammenfügen können und die Geschichte würde genauso gut funktionieren. 
    Aber man weiß ja was so ein weiterer Teil einbringt, daher wird sie schon ihre Gründe gehabt haben, die Reihe ein wenig in die Länge zu ziehen.

    Nichtsdestotrotz lässt sich das Buch sehr flüssig lesen und das Englisch ist ebenfalls sehr gut zu verstehen.

    Fazit:
    Das Buch enttäuscht mich ein wenig. Zu wenig Handlung und zu viel Daemon und Katy.

    Daher gibt es von mir 3 Sterne!
  10. Cover des Buches Die Festung der Titanen (ISBN: 9783492268844)
    Richard Schwartz

    Die Festung der Titanen

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Kagali
    Die Götterkriege Reihe schreitet unermüdlich voran und in diesem vierten Band der Saga überschlagen sich die Ereignisse …

    Meine Meinung:

    Vom Schicksal auserkoren
    Havald ist der Todesengel, das ist dem Leser nun schon hinreichend bekannt. Er ist von den Göttern dazu bestimmt gegen den toten Gott in die Schlacht zu ziehen und am Ende auf seiner eigenen Klinge zu sterben. Dass ihm diese Zukunftsaussichten wenig gefallen ist kaum verwunderlich und Havalds Sturheit in Bezug auf sein Schicksal war für mich auch immer einer seiner amüsanten Macken, die Havald eben zu Havald machen. Doch der Schatten von Omagor wird immer länger und die Lage für das Kaiserreich zunehmend aussichtsloser, wenn nicht bald etwas Entscheidens geschieht.  Richard Schwartz stellt seinen Protagonisten, wie auch dem Leser vor Tatsachen und führt ihn in gekonnter, fesselnder Manier die verheerende Bedrohung durch Kolaron vor Augen, sodass Havald keine andere Wahl mehr bleibt, als sein Schicksal anzunehmen.

    Mit dieser weitreichenden Entscheidung des Protagonisten kommt diesem vierten Band eine Schlüsselrolle zu und dient als entschiedener Wendepunkt. Der Krieg der Götter geht in die entscheidende Phase. Damit ändert sich auch die Grundstimmung der Geschichte.  Auch wenn der Autor seinen gewohnten Humor nicht völlig verliert, ist der Ton doch dramatischer und düsterer. Auf der einen Seite ist das dramaturgisch natürlich sinnvoll und steigert auch die Spannung, aber hach mein Herz wurde auch schwer, bei dem Gedanken daran, was Havald alles aufgeben muss. Aber es ist ja einem Buch immer zugute zu halten, wenn es Emotionen auslöst. So oder so, nach dem Ende von diesem Band sollte jedem klar sein: jetzt geht’s so richtig los.

    Das Dunkle in mir

    Wie sich aus meiner bisherigen Rezension vielleicht schon herauslesen lässt, geht es in diesem band sehr stark um Havalds Entwicklung. Es passiert zwar noch genügend an Handlung, keine Angst, aber im Grunde dient alles dazu Havalds Charakter zu erweitern. Es schleicht sich etwas Dunkles in seine Persönlichkeit ein. Etwas, dass in feinsten Ansätzen der aufmerksame Leser zwar schon in vorherigen Bänden beobachten konnte, doch erst jetzt richtig zum Tragen kommt. Es stellen sich die Fargen, Wie sehr muss man sich seinem Feind angleichen, um ihn besiegen zu können? Wie viel vom Feind steckt in einem selbst? Und wie weit ist man bereit zu gehen, um die Welt zu retten? Das Buch und auch Havald gewinnen dadurch an Tiefe und es ist der nötige Auslgeich zu dem gewaltigen Macht Zuwachses unseres Helden. Jeden anderen Charakter hätte ich bei der Machtfülle schon längst als Mary Sue abgetan, doch Richard Schwartz schafft es, Havalds Persönlichkeit genügen Risse, Kanten und Ecken zu verleihen, sodass er trotz seiner neuen Fähigkeiten weder allmächtig noch allwissend erscheint. Das zu schaffen ist schon eine hohe Kunst.

    Fazit:

    Die Reihe nähert sich spürbar ihren Höhepunkt. Diesen fesselnden vierten band nutzt Richard Schwatz um seinen Helden dazu in die richtige Position zu bringen. Dank entscheidender Ereignisse, schweren Entscheidungen und moralischen Fehltritten, gewinnen sowohl Reihe, als auch Protagonist an Tiefe und machen Lust auf den großen Showdown.

    Diese und andere Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf Miss Page-Turner
  11. Cover des Buches Enigma (ISBN: 9783453184831)
    Robert Harris

    Enigma

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Luthien_Tinuviel
    Mit "Enigma" begibt sich der studierte Historiker und Bestsellerautor Robert Harris einmal mehr in die Zeit des Zweiten Weltkriegs.

    Inhalt:
    Ort der Handlung ist Bletchley Park im Jahr 1942: Die Briten arbeiten fieberhaft an der Entschlüsselung der Enigma-Codes, vor allem des U-Boot-Codes Shark. Einer der führenden Wissenschaftler, die mit Shark betraut ist, ist Tom Jericho. Ihm ist es bereits einmal gelungen, Shark zu knacken, kurz darauf hatte er einen Zusammenbruch und musste Bletchley Park aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Grund des Zusammenbruchs: Die Liebe zu einer Frau. Doch als er zurückkehrt verschwindet diese plötzlich vom Erdboden und bald stellt sich die Frage. Warum? Ist ihr etwas zugestoßen? Ist sie eine Spionin?
    Und neben all dem droht ein verheerend großer Angriff der deutschen U-Boot-Flotte, der nur verhindert werden kann, wenn es Toms Team rechtzeitig gelingt, Shark erneut zu knacken. Die Uhr tickt...

    Meine Meinung:
    Die Welt der Kryptographie ist komplex und ungemein kompliziert. Auch nachdem ich dieses Werk und einige Hintergrundinfos gelesen habe, kann ich nur ansatzweise behaupten, etwas von Toms Arbeit verstanden zu haben. Doch auch ohne dieses Verständnis ist der Roman spannend und überraschend bis zur letzten Seite. Harris' Erzählstil hat mich einmal mehr überzeugt, auch wenn ich den Einstieg wie hier in Retrospektive so von ihm nicht so kenne.

    Die Charaktere werden zwar nicht detailliert beschrieben (mit Ausnahme von Tom), dennoch kann  man sich ein gutes Bild von ihnen und ihren Charakterzügen machen. Das Genie Tom war mir zwar hin und wieder etwas zu schnell mit seinen Handlungen und Gedankengängen, aber doch auf seine verschrobene Art sehr sympathisch.

    Fazit:
    "Enigma" war ein spannendes Lesevergnügen. Auch wenn ich den fachlichen Themen teilweise nicht so ganz folgen konnte und auch Toms Handeln mir nicht immer ganz schlüssig war, hat mich das Werk dennoch durch seine Spannung und seine Charaktere überzeugt.

  12. Cover des Buches Einfach losfahren (ISBN: 9783257240818)
    Fabio Volo

    Einfach losfahren

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Michele und Federico sind beste Freunde. Sie teilen alles, haben ähnliche Interessen und frönen liebend gern Alkohol und Zigaretten. Bis Federico eines Tages sein Leben satt hat. Er fährt einfach los und ist verschwunden. Eines Tages erfährt Michele etwas von Federico, das ihn selbst einfach losfahren lässt, um sein Leben endlich zu ändern.
    Dies ist das dritte Buch von Fabio Volo für mich und ich bin nach wie vor begeistert. Ich mag Volos Art zu schreiben, bei ihm dürfen die Charaktere immer ihr gesamtes Gefühlsleben ausdrücken. Außerdem hat er eine locker-leichte Art zu schreiben, die das Vorurteil, Diogenes würde hochintellektuelle Literatur schreiben, absolut entkräftet.
    Bisher (Zeit für mich und Zeit für dich, Lust auf dich, Einfach losfahren) ging es immer auch um Liebe, aber nicht so, dass man einen kitschigen, triefigen Liebesroman vor sich hat, sondern eine wirklich schöne Geschichte zum Wohlfühlen. Mit Fabio Volos Geschichten kann man träumen und es sich einfach gut gehen lassen. Ein Glück, dass ich noch ein Buch im Regal habe und mir eins in meiner Sammlung noch fehlt. Diesen Autor werde ich definitiv weiterlesen. Diogenes macht einfach immer großartige Literatur, nur weiter so!
  13. Cover des Buches Die Pfeiler des Glaubens (ISBN: 9783442477753)
    Ildefonso Falcones

    Die Pfeiler des Glaubens

     (90)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Falcones hat einen lesenswerten Roman über die Konflikte zwischen Morisken (Mauren) und Christen im ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhundert vorgelegt. Eine Geschichte, die von Intoleranz, Unterdrückung, Krieg und Gewalt geprägt ist.

    Mittendrin steht Ibn Hamid oder Hernando Ruiz mit christlichem Namen. Kind einer Vergewaltigung einer maurischen Frau durch einen christlichen Priester ist die Figur als Wandler zwischen der Welt des Islam und des Christentums angelegt. In jungen Jahren Teilnehmer des Krieges um die Aljuparras ist er geschockt über die Brutalität mit der beiden Seiten gegeneinander vorgehen. Später, gereift vertritt Hernando moderate Positionen und arbeitet an einer Strategie beide großen Religion in ihrem Glauben an denselben Gott zu versöhnen ohne seinen Glauben zu verraten.

    Daneben spielen wie bei allen Lebensgeschichten die Irrungen und Wirrungen der Liebe eine Rolle. Und das Hernando bei allen Schicksalsschlägen immer wieder auf die Füße fällt, ist der Anlage des Romans als Bericht über ein Leben geschuldet.

    Fazit:

    Stil und Sachkenntnis stehen außer Frage. Falcones erlaubt dem Leser tiefe Einblicke in ein dunkles Kapitel spanischer Geschichte. Bei einem Werk von knapp 1000 Seiten gibt es hier und da ein paar vertretbare Längen.

    In meinen Augen lesenswert!

  14. Cover des Buches Es ist nie zu spät für alles (ISBN: 9783596511907)
    Kajsa Ingemarsson

    Es ist nie zu spät für alles

     (161)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa
    Drei Frauen leben in einer Straße. Alle drei haben ein anderes Schicksal, doch sie halten zusammen und helfen sich . 
  15. Cover des Buches Parallelwelten (ISBN: 9783863341848)
    Jenifer Girke

    Parallelwelten

     (9)
    Aktuelle Rezension von: strickleserl
    Jenifer wird von klein auf zu guten Leistungen angetrieben. Eine Zwei reicht nicht. Der Vater geht mit ihr jeden einzelnen Fehler durch, und gegessen wird erst, wenn alles stimmt. Sie definiert sich schon bald über ihre Leistung. Egal ob beim Abi, beim Studium, im Fitness-Studio oder als Journalistin: sie setzt sich stets mit voller Kraft ein und strebt immer weiter nach oben.

    Es dauert viel zu lang, bis sie erkennt, dass sie selbst dabei auf der Strecke bleibt. In einem mühsamen Prozess, der mit einem stationären Klinikaufenthalt beginnt, findet sie den Weg zu sich selbst zurück. Sie erkennt, dass sie sich nicht über ihre Leistung definieren muss. Sie ist, wie alle, ganz einfach als Person wertvoll. Sie muss nicht mehr eine Rolle spielen, in einer Parallelwelt leben, um als Mensch zu zählen.

    Auf diesem Weg zurück ins Leben spielen drei Hilfen für Jenifer eine große Rolle; Achtsamkeit, Yoga und der christliche Glaube. Achtsamkeit bedeutet für sie dankbar im Moment zu leben. Yoga bildet einen ruhigeren Gegenpol zu den früheren exzessiven Fitnessübungen. Und im Glauben erfährt Jenifer ihren Wert, denn sie kann in Beziehung zu einem liebenden Gott leben. Unerwartet entdeckt sie außerdem in der Bibel eine Unmenge an hilfreichen Lebensweisheiten.

    Dieses Buch ist ein wichtiges Zeugnis in unserer Zeit. Durch Instagram und Co. lebt eine ganze Generation von den „likes“ der anderen. Bilder werden bearbeitet und optimiert, bevor sie in der Timeline erscheinen, und natürlich versucht der Einzelne sich persönlich zu optimieren, um die ersehnte Anerkennung zu bekommen. Jenifer zeigt wie gefährlich dieser Weg werden kann. Sie berichtet ehrlich von ihrer großen Sucht nach Kontrolle, die sich unter anderem in Magersucht zeigt.

    Der Schreibstil ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Der Bericht erfolgt nicht linear, sondern springt zeitweise von einem Thema zum anderen. Die Lösungen, die Jenifer gefunden hat, sind vielleicht auch nicht für jeden nachvollziehbar. Von anderen Berichten der Autorin in den Medien bekommt man den Eindruck, dass der Glaube für sie eine große Rolle spielt. In diesem Buch stehen eher Achtsamkeit und Yoga im Mittelpunkt. Und nicht zuletzt stören sich ältere Leser vielleicht an den saloppen Ausdrücken, die sich an manchen Stellen finden. 

    Insgesamt ist dieses Buch aber sehr lesenswert. Es finden sich viele Anregungen und Tipps für ein gelasseneres Leben. Eine große Rolle spielt die Erkenntnis der Autorin, dass unsere Gedanken uns nicht bestimmen müssen. Wir können einen Gedanken, der uns kommt, betrachten, aber wir müssen ihm nicht folgen oder glauben.

    Fazit: Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, und besonders für die jüngere Generation interessant ist; vor allem für Menschen, die sich von unserer Leistungsgesellschaft getrieben fühlen oder mit Süchten zu kämpfen haben. Besonders positiv fällt die Offenheit der Autorin auf, die Einblicke in ihre Gedankenwelt gibt, und so hilft die Denkprozesse von Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind, zu verstehen. 

  16. Cover des Buches Der Verrat (ISBN: 9783598800061)
    John Grisham

    Der Verrat

     (178)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Michael Brock arbeitet als Anwalt in einer der angesehensten Kanzleien Washingtons und führt ein Leben auf der Überholspur, d.h. ist beruflich erfolgreich und wohlhabend. Als er dann von einem Obdachlosen als Geisel genommen wird und bei der Geiselnahme dieser getötet wird gerät Michaels Lebens ins Wanken und er entdeckt, dass er die Hintergründe ermitteln möchte. Auf diesem Weg kommt es dazu, dass er seine Job aufgibt und als Anwalt für Arme ein neues Leben beginnen will. Sehr schnell gerät er dabei aber in Konflikt mit der Macht und dem Geld und die erfolgreiche Anwaltskanzlei gerät immer weiter ins Zwielicht.

    Routiniert mit den bekannten Stilmitteln und einer knappen Sprache schafft der Autor eine dichte Handlung. Diese ist aber für mich zu vorhersehbar und die Spannung bleibt dabei dann leider erheblich auf der Stecke. Ab der Mitte zog sich das Buch wie ein sprichwörtlicher Kaugummi in die Länge. Fazit für mich: Aus einem interessanten Thema nur mäßiger Erzähldurchschnitt gemacht. Für mich daher leider kein guter Krimi / Thriller und andere Bücher des Autors sind deutlich zu bevorzugen.

  17. Cover des Buches Das war ich nicht (ISBN: 9783442474592)
    Kristof Magnusson

    Das war ich nicht

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Callso
    Kristof Magnusson hat einen recht merkwürdigen Roman geschrieben. Er berichtet über eine Welt, in der die einzige Wärme vom Kamin oder von Computern ausgeht, so unterkühlt wir d in dem Werk agiert. Alle anderen Charaktere, Beziehungen und Freunde sind kalt, unterkühlt und enorm emotionslos. So sammeln die drei Hauptpersonen zahlreiche Minuspunkte und erreichen  Sympathiewerte nahe der Nullgrenze.

    Schade, weil die Grundidee der Geschichte sehr vielversprechend ist. Drei Protagonisten, die im Laufe der Geschichte nahe der Verzweiflung sind. Eine Übersetzerin, die frisch getrennt ist und da sie ohne Auftrag dasteht auch mitellos ist. Da ist ein eigentlich erfolgreicher Autor, der seit einem Jahr keine Zeile mehr geschrieben hat. Und es gibt mit Jasper einen Börsenhändler, der zwischen Genie und Wahnsinn handelt, mit größeren Beträgen handelt, ehe er riesige Beträge der Firma aufs riskante Spiel setzt.

    Die drei Personen treffen in Chicago aufeinander. Im hektischen Alltag kreuzen sich deren Wege, doch bei allen deei Personen ist deutlich mehr Schein als Sein.

    Autor Magnusson hat die Charaktere sehr nüchtern, sachlich und wenig sympathisch dargestellt. Insofern hält sich das Zittern und Bangen in Grenzen, aber auch in Nebenschauplätzen wie in der Bank, im Cafe oder im Freundeskreis gibt es kaum wirklich menschliche Züge. Keine beschriebene Person, die freundlich oder empathisch agiert. Sehr merkwürdig.

    Insofern ließ mich das Buch auch sehr kalt. Sicherlich lässt sich die skurrile Story ganz gut lesen, wie realistisch das Treiben ist, darf jeder selber entscheiden.

    Ach ja: Der Buchtitel "Das war ich nicht" passt meiner Meinung nach überhaupt nicht. Klingt für mich deutlich mehr nach einem Kinderbuch. Auch dem Buchcover kann ich nur sehr wenig abgewinnen.
  18. Cover des Buches Und jetzt lass uns tanzen (ISBN: 9783453359420)
    Karine Lambert

    Und jetzt lass uns tanzen

     (145)
    Aktuelle Rezension von: peggy

    Marcel und Marguerite haben beide ihre Partner verloren. Beide sind zum ersten Mal allein.beide hadern mit ihrem Schicksal. Obwohl beide unweit von einander wohnen, begegnen sie sich nie erst  bei einem  kuraufenthalt.

    Frederic, marguerites Sohn fand ich sehr engstirnig. Wie Marguertite sagte soll er seinem Vater sehr ähneln, die Jahre mit ihrem Mann waren wohl glücklich aber anders als sie erwartet hätte. Erst mit Marcel blüht sie richtig auf.

    Ich mochte das Buch. Es war eine schöne kurzweilige Unterhaltung. Mit einer guten Massage. Bloß weil man alt und verwitwet ist, sollte man leben und lieben dürfen. Und ein zweiter Frühling hält doch jung.

  19. Cover des Buches 13 Wochen (ISBN: 9783417286571)
    Harry Voß

    13 Wochen

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Sofie_Schankat

    Mir fehlt meistens leider die Zeit, um mehr als ein paar Seiten am Tag zu lesen – für "13 Wochen" musste ich sie mir aber nehmen. Das Buch war so spannend und packend, dass ich es gar nicht mehr weglegen wollte.

    Ich habe schon sehr begeistert "Der Schlunz" gelesen, und dem Autor ist es erneut gelungen, ein tolles Buch zu verfassen. Was man am "Schlunz" schätzt, ist auch hier vertreten. Diesmal geht es jedoch um etwas ältere Jugendliche.

    Simon ist am Anfang nicht sehr sympathisch, seine Gedanken werden aber sehr gut beschrieben, sodass man seine miesen Handlungen nachvollziehen kann. Mehr als einmal musste ich denken: "Jo, von solchen Typen kannst du auch ein Lied singen!" Das finde ich gut, da sich in Simon so möglicherweise tatsächlich Leser wiederfinden können und im besten Fall merken, wie blöd sie sich eigentlich verhalten.

    Die Entwicklung, die Simon dann durchmacht, finde ich ebenfalls sehr nachvollziehbar. Nach und nach wird der Anfang des Buches aufgeklärt, was für gelungene Wendepunkte sorgt. Meiner Meinung nach ist die zweite Hälfte auf keinen Fall unspannender als die erste und ich habe auch die Wiederholungen nicht als störend oder zu lang empfunden. Sie waren vielmehr lustig und gerade der Humor ist auch ein großer Pluspunkt. Das Buch ist spannend und tiefgründig, aber auch sehr witzig. An vielen Stellen musste ich laut lachen, was bei mir nicht allzu oft beim Lesen vorkommt.

    Da ich selbst an Gott glaube, war der religiöse Teil natürlich kein Problem für mich. Ich finde es aber toll und mutig, durch ein solches Buch vielleicht auch Leute, die bisher nicht besonders viel damit am Hut haben, vielleicht sogar darüber denken wie der erste Simon, für dieses Thema zu interessieren. Simon ist nämlich nicht von jetzt auf gleich ein bekehrter Christ, sondern hat noch viele Fragen und Skepsis. Dadurch wirkt die Botschaft nicht streberhaft oder altmodisch und langweilig, sondern sehr realistisch. Ich kann mir vorstellen, dass man sich diesem Thema eher öffnet, wenn der Protagonist vielleicht dieselben Fragen und Zweifel hat wie man selbst.

    Was mir dagegen nicht ganz so gut gefallen hat, ist das Ende. Als Leon zum "ersten Mal" gestorben ist, musste ich schlucken, aber Simon scheint das gar nicht interessiert zu haben. Dieser Moment war mir viel zu emotionslos, und auch das Finale in der Scheune war mir dann doch etwas zu überzogen und abgedreht. Aber klar, irgendwie musste man das ja lösen. Aber der eine Simon ist mir an dieser Stelle beinahe zu aggressiv und wirkt ja schon regelrecht wahnsinnig.

    Zudem muss ich leider sagen, dass der Schreibstil zwar flüssig und humorvoll und gut zu lesen ist, mir aber an mancher Stelle schon zu einfach und umgangssprachlich war.

    Zusammenfassend kann ich das Buch jedenfalls nur weiterempfehlen. Es bietet Spannung und Humor, regt aber auch zum Nachdenken an. Außerdem führt es auf eine, wie ich finde, sehr nachvollziehbare und ungezwungene Weise an religiöse Themen heran.

  20. Cover des Buches Vielleicht morgen (ISBN: 9783492312455)
    Guillaume Musso

    Vielleicht morgen

     (563)
    Aktuelle Rezension von: melissajahn

    Den Roman "Vielleicht morgen" von Guillaume Musso habe ich mir in der Erwartung eines Liebesromanes besorgt. Immerhin versprachen das das angegebene Genre und der Klappentext. Doch es sollte anders kommen.

    Zum Inhalt: Matthew Shapiro, Professor für Philosophie in Harward, ist seit dem Tod seiner Frau alles andere als glücklich. Auch die junge Sommelière Emma Lovenstein befindet sich trotz ihres beruflichen Erfolges in einer Krise. An dem Tag, als Matthew auf einem Flohmarkt einen gebrauchten Laptop mit der Signatur »Emma L. kauft, wird sich ihr Leben für immer verändern.

    Musso wird als einer der erfolgreichsten Gegenwartsautoren Frankreichs angepriesen. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Das Buch startet auch ganz gut, die Grundidee ist ebenfalls interessant. Schnell kommt eine überraschend fiktionale Wendung hinzu, die auf dem Buchrücken nicht beschrieben war. Das hat mich zunächst am Ball gehalten, obwohl mir die Sprache teilweise nicht zugesagt hat (welche erwachsene Frau nennt jemanden mit Spitznamen konsequent Brillenschlange?). Insgesamt war die Sprache zeitweise hart und wollte zu einem Liebesroman nicht passen (Zitat: Heul nur, dann pinkelst du weniger.) Auch die Protagonisten waren nicht mein Fall. Insbesondere zu Emma konnte ich keine Verbindung aufbauen.

    Ab ungefähr dem halben Roman driftet die Geschichte jedoch ab. Ja, Musso wechselt sogar komplett das Genre. Plötzlich ist es ein Thriller/Krimi (ein Genre, das mir nicht zusagt) und mit Liebe hat das Ganze nichts mehr zu tun. Ich habe dann seitenweise weitergeblättert, immer ein/zwei Sätze gelesen und mich so durch den Rest gehangelt, da ich die Auflösung wissen wollte. Soviel dazu: Der Schluss ist völlig an den Haaren herbeigezogen. Schade! Wieso das Buch so hochgelobt ist, will sich mir nicht erschließen.

  21. Cover des Buches Stille (ISBN: 9783442462223)
    Tim Parks

    Stille

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Martin_Keune
    Kann man ein Buch lesen, dessen Protagonisten man alle paar Minuten wegen seiner Verbohrtheit, Ignoranz, Arroganz in den Arsch treten möchte? Ja, man kann – wenn ein Balancekünstler wie Tim Parks die Feder führt. Das Arschtreten besorgt hier eine ungebändigte winterliche Alpenlandschaft, eine (im englischen original urkomisch zu lesende) unverständliche Eingeborenen-Sprache … und ein Hauptdarsteller selbst, der eben noch in seiner populären Talkshow den amerikanischen Präsidenten als Deppen vorführte und jetzt schnell merkt, wo seine Macht endet: An der Studiotür. Tim Parks gelingt in seinem wohl besten Buch eine meisterliche Abrechnung mit der selbstreferenziellen TV-Parallelwelt … und eine demütige, rührende und kein bisschen peinliche Verbeugung vor den wahren Werten des Daseins.
  22. Cover des Buches Das Herz hat viele Zimmer (ISBN: 9783453357396)
    Franziska Stalmann

    Das Herz hat viele Zimmer

     (28)
    Aktuelle Rezension von: UlrikesBuecherschrank

    Alla ist 47,verheiratet mit Gerd und Mutter von 19 jährigen Zwillingen.Da lernt sie Matthias kennen. Er ist zehn Jahre jünger als sie und Alla verliebt sich gegen ihren Willen in ihn.Sie verlässt Gerd und ihre Söhne nehmen Abstand zu ihr.Als Alla ihre demenzkranke Mutter zu sich holt wächst ihr alles über den Kopf.Aber wozu gibt es die allerbesten Freundinnen?

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen mir persönlich kommt er allerdings etwas dichter vor.Die Protagonisten sind ansprechend und authentisch dargestellt.Die Spannung nahm für mich jetzt nicht richtig zu.

    Fazit:Es wird aus Sicht der Alla erzählt.Über diesen Liebesroman stehen die zwei Fragen:Gibt es nur eine einzige wahre Liebe?Gibt es die große Liebe wirklich?Dieser ruhig erzählte Roman zeigt nur allzu deutlich auf,wie Alla sich fühlt.Sie ist hin und her gerissen zwischen ihrer Familie und ihrem Freund.Die Autorin hat dies gekonnt feinfühlig umgesetzt.Ich hatte mir diesen Roman humorvoll vorgestellt aber er ist doch ernster als ich gedacht hatte.Alla's Zweifel,ihre Ängste,Träume,Tränen aber auch ihre Schuldgefühle und ihre Liebe kann der Leser sehr gut nachvollziehen. Trotzdem hat mir an dieser Geschichte der Schwung gefehlt. So zog sich die Story zwischendurch in die Länge.Dieser Roman ist tragisch-schön dabei haben mir das letzte Drittel und der Schluss gefallen.Dieses Buch hat mir auf der einen Seite gut gefallen auf der anderen war es mir vom Schreibstil her dann doch zu ruhig.

  23. Cover des Buches Wir fliegen (ISBN: 9783596511334)
    Peter Stamm

    Wir fliegen

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    12 Erzählungen aus der Feder des bedeutenden Schweizer Schriftstellers; wie bei fast allen Kurzgeschichtensammlungen finden sich auch hier Exemplare von unterschiedlicher Qualität, wobei die hochwertigen Stories bei Stamm deutlich überwiegen.
    Seine nüchtern wirkende, aber durchdachte und auf das Nötigste reduzierte Sprache ist das Hauptmerkmal dieses Schriftstellers. Damit beleuchtet er menschliche Schicksale, Momentaufnahmen der Gesellschaft, oft mit offenem oder eher nachdenklich machendem Ende; die optimistischen Geschichten sind bei ihm stets deutlich in der Unterzahl.
    Stamms Werke zu lesen ist definitiv immer ein Gewinn, sowohl sprachlich als auch menschlich-psychologisch. Man fühlt mit seinen Figuren mit.

    Meine fünf Favoriten dieser Sammlung:

    1. Im Alter
    2. Der Brief
    3. Wir fliegen
    4. Die Erwartung
    5. Drei Schwestern

    Fazit: Ein lohnenswerter Kurzgeschichtenband mit Plots, die unaufgeregt und in einer klaren, minimalistischen Sprache von menschlichen Schicksalen erzählen.
  24. Cover des Buches The Daylight War (ISBN: 9780007276196)
    Peter V. Brett

    The Daylight War

     (8)
    Aktuelle Rezension von: MelLila

    Wie auch schon Band 1 und 2 sehr gute Fantasy, spannend bis zur letzten Seite. Das Buch wird einem trotz der hohen Seitenzahl von 800 nicht langweilig oder langatmig. Toll finde ich auch, wie die eigenen m einzelnen Charaktere sich weiter entwickeln und wie die Lebenswege sich wieder miteinander verknüpfen. 

    Das Ende macht Lust auf den nächsten Band.

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