Bücher mit dem Tag "westafrika"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "westafrika" gekennzeichnet haben.

41 Bücher

  1. Cover des Buches Ich habe einen Namen (ISBN: 9783832162054)
    Lawrence Hill

    Ich habe einen Namen

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Hollysmum
    Aminata Diallo lebt in Bajo,einem kleinen Dorf in Afrika. Sie ist noch ein Kind,wird von Vater und Mutter geliebt und lernt von ihrer Mutter wie man Babys auf die Welt bringt. Auf dem Rückweg einer Geburtshilfe im Nachbardorf geraten Aminata und ihre Mutter in die Fänge von Menschenhändlern. 
    Aminatas Martyrium beginnt. Auf ihrem 3 monatigen Weg zum Meer lernt sie viele andere Menschen und ihre Geschichten kennen. Unter anderem den Jungen Shikura,der den Menschenfängern bei ihren Gräueltaten hilft. Zwischen den beiden entwickelt sich dennoch eine Freundschaft. Ein Sklavenschiff bringt sie und viele andere Sklaven nach Amerika,wo sie schließlich in North Carolina auf einer Indigoplantage landet.Dort erlebt sie die Unterdrückung und Ausbeutung der Sklaven am eigenen Leib. 


    Ich finde es sehr schwierig eine Rezenssion zu diesem Buch zu schreiben. Die Autorin hat ein wunderbares Gespür dafür Gefühle zu beschreiben. Man fühlt tatsächlich mit. Bewundernswert wie Aminata ihr Leben meistert und woher sie die Kraft nimmt immer wieder von vorne anzufangen ohne jemals lange zu verzweifeln.
    Eine Leseempfehlung! 
  2. Cover des Buches Trokosi (ISBN: 9783404160440)
    Kwei Quartey

    Trokosi

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Jellybaby

    Wie stellen wir uns Protagonisten in Büchern vor? So wie sie beschrieben werden? Doch halten wir an dieser Vorstellung fest? Oder verändert sich das Bild? Dieses wunderbare Buch, sehr spannend, entführt die Leser in eine andere Kultur, mit zahlreichen Bräuchen und Traditionen, die uns (in meinem Falle Europäerin) fremd sind. Während des Lesens ist mir aufgefallen, dass ich mich immer wieder selbst daran erinnern musste, halt, der Ermittler Darko Dawson ist dunkelhäutig! Warum stelle ich ihn mir aber mit heller Hautfarbe vor? Weil in unserern Köpfen dieses Bild so gespeichert, so eingemeiselt ist. Diese Erfahrung hat mich sehr bereichert und dazu angeregt, weitere Bücher zu lesen, in denen ausschließlich dunkelhäutige Personen die Protagonisten sind. Kwei Quartey hat meine Horizont immens bereichert. Ich danke ihm dafür, ein solches Meisterwerk geschaffen zu haben!

  3. Cover des Buches Reisen ins innerste Afrika 1795-1806 (ISBN: 9783522612906)
    Mungo Park

    Reisen ins innerste Afrika 1795-1806

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  4. Cover des Buches Die Frauen von Salaga (ISBN: 9783453292192)
    Ayesha Harruna Attah

    Die Frauen von Salaga

     (95)
    Aktuelle Rezension von: histeriker

    Sehr schnell gelesen und die Geschichte fand ich interessant. Es hat mir geholfen, wieder man neue Welten zu entdecken, auch wenn es nicht so spannend war, wie andere Bücher, die ich schon gelesen habe. Trotzdem fand ich es gut, etwas über die Geschichte Ghanas zu erfahren, es war ganz angenehm auf dieser Weise. DIe zwei Protagonistinnen waren mir am Anfang etwas zu kühl und konnte keine Verbindung zu ihnen aufbauen. Das hat sich mit der Zeit gebessert, aber trotzdem fand ich, dass ich mehr ein Beobachter als ein Mitfühlender war.
    Eine Buch, das ich empfehlen kann.

  5. Cover des Buches Onithsa (ISBN: 9783462041194)
    Jean-Marie Gustave Le Clézio

    Onithsa

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Beagle
    Ein wunderschönes Buch über eine Jugend in Afrika. Der Titelheld Fintan lernt das Leben dort neu kennen, muss sich zurechtfinden und lebt sich ein, während seine Mutter, die anfangs Feuer und Flamme von dem Land und ihrem lange abwesenden Mann (Fintans unbekanntem Vater) war, sich nicht einstellen kann. Sehr große Literatur!
  6. Cover des Buches Hunde des Krieges (ISBN: 9783492231275)
    Frederick Forsyth

    Hunde des Krieges

     (31)
    Aktuelle Rezension von: gra
    In einer obskuren Diktatur in einem Küstenstaat in Westafrika wird per Zufall von einem britischen Unternehmen ein riesiges Vorkommen von Platin entdeckt. Es wäre ein Vermögen wert, doch eine englische Firma würde niemals die Abbaugenehmigung des Diktators bekommen, der von den Sovjets kontrolliert wird. Die Lösung des Problems ist einfach: Der Diktator muss ersetzt werden. Die Bergbaufirma heuert daher einen international bekannten Söldner an, der zusammen mit einigen Kollegen den Diktator stürzen und eine britischen Interessen genehmere Regierung einsetzen soll. Das Buch ist eine detailierte Beschreibung der Vorbereitung dieses Unternehmens und der Durchführung selbst. Wie man es von Forsyth gewohnt ist, wird jeder Schritt des Plans eingehend besprochen und erklärt, der Leser ist von der Planung über den Kauf von Ausrüstung in verschiedenen Ländern bis hin zum Transport und dem Überfall auf das Land immer dabei. Obwohl ich genau so ein Buch erwartet habe und es in allem ein typischer Forsyth ist, konnte mich dieses Werk nicht ganz überzeugen. Man kann nicht sagen, dass ich mich gelangweilt hätte, doch das Lesen ging zäh voran und ich hatte keinen Drang zu erfahren, wie es weiter geht. Zwar wird auch in den Büchern "der Schakal" oder "der Rächer" mit ähnlicher Detailverliebtheit beschrieben, doch dieses Buch war mir etwas zu viel des Guten. Hier nimmt die Planung etwa 80% des Buches ein, nur auf den letzten ca. 50 Seiten gibt es etwas Action. Dieses Verhältnis erscheint mir etwas übertrieben, in anderen Büchern des Autors "passiert" mehr bzw. die eigentliche Handlung ist besser verteilt. Insgesamt stellt "Die Hunde des Krieges" ein solides Werk dar, das wie immer durch seine korrekte Recherche beeindruckt. Es zählt aber sicher nicht zu den besten Werken des Autors und kann meiner Meinung nach gut ohne großen Verlust ungelesen bleiben.
  7. Cover des Buches Das lange Lied eines Lebens (ISBN: 9783442744121)
    Andrea Levy

    Das lange Lied eines Lebens

     (22)
    Aktuelle Rezension von: libri
    Tolles Buch zur Geschichte der Sklaverei in Jamacai, bzw. zum Ende der Sklaverei. Die Sprache war schon sehr gewöhnungsbedürftig, der letzte Teil war auch ein bisschen überflüssig, aber ansonsten : ganz grosses Kino !
  8. Cover des Buches Jeder Tag gehört dem Dieb (ISBN: 9783518466926)
    Teju Cole

    Jeder Tag gehört dem Dieb

     (20)
    Aktuelle Rezension von: vivreavecdeslivres
    In seinem Debut sinniert Teju Cole über sein Heimatsland Nigeria. Dabei verleiht er seine Stimme einem namenslosen Protagonisten, welcher nach 15 Jahren die Rückkehr in seine sogenannte Heimat antritt. Schnell bemerkt er allerdings, dass es sich nicht nach Heimat anfühlt, sondern nach Fremde, oder zumindest nach etwas Enttäuschendem.
    Teju Coles zweites Buch 'Open City' wurde international gefeiert und hielt auch bei mir Einzug, allerdings hat mich sein unpopuläreres erstes Buch mehr angesprochen. Dass dieses Buch nicht gleichmässig bekannt ist, hat indirekt mit dem Inhalt zu tun - Der Autor kritisiert mit seinem Schreiben Nigeria und dessen Verarmung an Kultur, gleichzeitig erschien der Roman in einem nigerianischen Verlag, wodurch er wenig Berühmtheit erfuhr, meiner Meinung nach nicht zurecht. Denn Teju Cole legt uns hiermit ein Werk vor, dass eine sogartige Wirkung hat, dass mich zum ersten Mal wirklich an den Spruch glauben lässt - Lesen ist wie Reisen. Denn wir erfahren hier eine Stadt, Lagos, in all ihren Ausmassen, wir erleben das Begeisternde und das Abstossende, allen voran das Faszinierende in dieser Fremde.

    Spannend ist ja, wie ein Nigerianer dorthin zurückkehrt. Unser Protagonist verbrachte fünfzehn Jahre in New York, ohne dazwischen je wieder in seine Heimat einzureisen. Das gibt dieser vermeintlichen 'Rückkehr' viel grösseres Gewicht. New York als unglaublich sympathischer Gegenpol, eine Stadt, welche sowohl vor neuster Technologie und Modernität strotzt, wie auch in all seiner Grösse das Detail, die Kunst und die Sinnlichkeit einer Stadt in jedem Ecken bereithält. New York durfte ich bereits selbst erleben, und selten konnte mich die Vielfältigkeit einer Metropole so beeindrucken. Dagegen scheint Lagos eintönig zu sein. Die Stadt funktioniert nach ihren eigenen Regeln, und diese sind wohl keinem aus der nordwestlichen Welt bekannt. So begegnet der Protagonist bereits an der ersten Haltestelle, dem Konsulat in New York, Korruption. Diese Begegnung macht ihn fassungslos, mehr noch, als sie vielleicht uns als Nicht-Einbezogene fassungslos machen würde, und sie besetzt ihn. Kaum gelandet, stürzen wir uns auf dieses Thema und entdecken es tatsächlich auch in jedem noch so versteckten Winkel. Das korrupte Nigeria. Dann aber beginnt er mit seinen Beobachtungen, erzählt von diesen, und sie sind so kunterbunt und fremd, wie ich kaum glauben konnte. Er trifft auf unterschiedliche Menschen, auf unterschiedliche Interessen, auf unterschiedlichen Umgang mit verschiedenen Situation. Und auch auf immer wieder sich ähnelnde Muster. 

    Und so entwirft Teju Cole ein Bild von einem Nigeria aus dem Heute, aber überlappt es mit Erinnerungsfetzen, Gedankengängen und tiefen Emotionen, von Verwunderung, Abneigung und Liebe. Dabei entsteht auch ein ganz eigenes Gefühl von Heimat, welches er mit seinen behutsam gewählten Worten so gut zu vermitteln weiss - Chapeau. Und vielen Dank, denn ich bin nun um einige Erfahrungen und irgendwie eine Reise nach Nigeria reicher.

    http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2017/04/jeder-tag-gehort-dem-dieb-von-teju-cole.html
  9. Cover des Buches Der große PLOETZ (ISBN: 9783869414188)

    Der große PLOETZ

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Solo (ISBN: 9783833309861)
    William Boyd

    Solo

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    In Windeseile durchgeritten. War auch nicht schwer. Las sich flüssig von der Hand weg. Was irgendwie auch schon der Kritikpunkt ist…

    INHALT: Die Story ist ein waschechter Bond-Plot auf drei Kontinenten: lakonisch, zum Teil sehr brutal und bis ins Detail durchgestylt. Bond kann alles, Bond weiß alles, Bond schafft alles. Er beendet einen Bürgerkrieg in Westafrika, gerät zwischen die Fronten mehrerer Interessengruppen und zieht nach dem Verlust seiner Angebeteten auf eigene Faust ein blutigen Rachefeldzug durch. Beim Lesen hatte ich die ganze Zeit Connery vor Augen, der passte am besten zum 60er-Jahre-Kolorit.

    FAZIT: Stilistisch orientiert sich William Boyd sehr stark an Flemings alter Schreibe. Never change a running system, kann man da sagen. Ich aber meine, der Agententhriller hat in den letzten fünfzig Jahren so einiges an Entwicklung durchgemacht, was in SOLO komplett fehlt. Fleming war zu seiner Zeit ohne Frage ein Meister, das ist aber auch schon ewig her. Für einen Roman von 2013 reicht das vorn und hinten nicht. Zu klassisch, zu glatt, zu abgedroschen. Keine Haken, kein Fortschritt, kein Gewinn. Das macht das Ganze nur mäßig spannend – 2 Sterne.

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

  11. Cover des Buches DIE SIEBTE SÄULE (Project 3) (ISBN: 9783958353961)
    Alex Lukeman

    DIE SIEBTE SÄULE (Project 3)

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Gambia - Kleines Urlaubsparadies in Westafrika (ISBN: 9783932084904)
  13. Cover des Buches Grab des weißen Mannes (ISBN: 9783446185258)
    Dirk van Gunsteren

    Grab des weißen Mannes

     (6)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Witziger, spannender Roman um das Aufeinandertreffen von westlicher mit afrikanischer Kultur. Sehr gut zu lesen und mit Augenzwinkern auf unsere "sterile" Gesellschaft geschrieben. Mit Geld geht eben doch nicht alles :-)
  14. Cover des Buches Ghana. Praktisches Reisehandbuch für die 'Goldküste' Westafrikas (ISBN: 9783922057109)
  15. Cover des Buches Reisepostillen / TOGO (ISBN: 9783745010343)
    Katharina Füllenbach

    Reisepostillen / TOGO

     (7)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Die Nächte des großen Jägers (ISBN: 9783293202368)
  17. Cover des Buches GEOGRAPHIE AFRIKA : AFRIKA, MITTELMEER, (ISBN: 9781159008857)
    B Cher Gruppe

    GEOGRAPHIE AFRIKA : AFRIKA, MITTELMEER,

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Aicher
    Wer sich umfassend über die geografische Situation des afrikanischen Kontinents informieren möchte, muss nicht zu diesem Buch greifen. Da es ausschließlich Wikipedia-Artikel enthält, die hier aneinander gereiht wurden, kann sich jeder diese Informationen leicht selber besorgen.
  18. Cover des Buches Weiße Nana (ISBN: 9783426784266)
    Bettina Landgrafe

    Weiße Nana

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Xirxe
    Bettina Landgrafe ist eine beeindruckende Person. Nachdem sie in ihrem Urlaub mit einer Organisation in Gambia war, um die Menschen dort mit medizinischer Hilfe zu unterstützen (sie ist Krankenschwester), war sie so begeistert von diesem Land, dass sie fortan regelmäßig wiederkehrte, allerdings auf eigene Faust. Zudem begann sie Spenden zu sammeln, um in 'ihrem' Dorf eine Toilettenanlage zu installieren - der grösste Wunsch der BewohnerInnen. Tatsächlich gelang es ihr - und nicht nur das. Auch ein Brunnen konnte gebaut werden und mit jedem weiteren Erfolg stieg ihre Bekanntheit und damit auch das Spendenaufkommen, sodass ihre Projekte sich mittlerweile beinahe über ganz Gambia erstrecken. In 'ihrem' Dorf wurde sie sogar zur Königin ernannt, eine größere Ehre ist kaum vorstellbar.
    Mittlerweile hat sie ihr Leben praktisch Gambia verschrieben und fühlt sich dort mehr zuhause als in Deutschland. Wie es dazu kam und was sie dort Alles bewegt und erreicht hat, davon erzählt sie in diesem Buch. Es ist eine fast unglaubliche Geschichte und wäre ihr Tun durch die Medien nicht so gut dokumentiert, könnte es man auch für bloße Übertreibung halten. Daher wäre allein der Inhalt ohne jede Frage sofort fünf Sterne wert, doch leider ist die Umsetzung nicht so gelungen. Bestimmte Dinge, die ihr offenbar sehr wichtig sind, werden so häufig wiederholt, dass ich sie nur noch quer gelesen habe. Beispielsweise, dass man den Menschen auf Augenhöhe begegnen, sie in Entscheidungen einbeziehen und ihre Erfahrungen berücksichtigen muss. Natürlich ist dies wichtig, sogar sehr wichtig (und wird dennoch noch immer nicht ständig berücksichtigt). Und keine Frage, es muss auch immer wieder in Erinnerung gebracht werden. Doch in der Häufigkeit, wie es in diesem Buch geschieht, ist es einfach des Guten zuviel, weshalb es 'nur' für vier Sterne reicht.
  19. Cover des Buches Entdecker Forscher Weltenbummler (ISBN: B0021ZFYQ2)
  20. Cover des Buches Solange es hell ist (ISBN: 9783596183852)
    Agatha Christie

    Solange es hell ist

     (7)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Spiegelreflex (ISBN: 9783293203754)
    Lena Blaudez

    Spiegelreflex

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Karr
    Ada Simon ist Fotoreporterin, Afrikaspezialistin und nicht zum ersten mal in Benin. Benin in Westafrika, ein Entwicklungsland, das nicht unbedingt wegen Stammesmassakern oder eines korrupten Regimes in den Schlagzeilen der Weltpresse auftaucht. Ada Simon kennt Benin von früheren Reportage-Aufträgen, wie jeder gute Reporter hat sie eine Menge Kontakte vor Ort - zu den Vertretern der Regierung, zu Botschaften und Firmen, die in Benin arbeiten. Und natürlich auch zur lokalen Opposition - darunter ihr Freund Paul. Als sie ihn in einer Kneipe trifft, tauchen zwei, drei Männer auf und erschießen ihn. Vor dem Objektiv ihrer Kamera, sozusagen, wie Ada erst hinterher realisiert. Den sie hat reflexartig während der Tat ein paar Bilder geschossen. Reporterglück oder ein tödlicher Fehler? Man macht Ada schnell klar, dass man die Bilder haben möchte. Den Film, die Negative. Die Beweise. Wer steckt dahinter - wer hat den Auftrag gegeben, Patrick zu töten und wer hat es offenbar auf dessen Schwester abgesehen? Ein Fotolabor explodiert. Ada hat seltsame Begleiter bei ihrer Reportagereise ins Innere des Landes und sie beginnt zu ahnen, dass der Mord an ihrem Freund Patrick etwas mit den Schürfrechten im Inneren des Landes und dem korrupten Kampf um EU-Entwicklungshilfe-Kredite zu tun hat. Und dann erfährt Ada Simon, wie ein Chamäleon, drei Kolibrifedern, ein schwarzes Huhn, zwei Flaschen Gin und sieben Zitronen helfen können, die ganze Affäre aufzuklären. das sind nämlich die Dinge, die ein Voodoo-Priester von ihr verlangt, um ihr einen Ratschlag zu geben, was sie tun soll, um dem Komplott zu entkommen. Die Kriminalgeschichte des Romans ist im Grunde genommen eine klassische: die vom Helden, der zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort gewesen ist. Aber man sollte das Buch auch mehr als einen Afrika-Roman lesen, von einer Autorin, die lange Zeit selbst als Entwicklungshelferin vor Ort, darunter auch in Benin, gelebt hat: farbenprall und süffig geschrieben in der Schilderung des lokalen Lebens. Leicht distanziert, aber ohne erhobenen Zeigefinger erzählt, wenn es um die Aktivitäten der amerikanischen und europäischen Konzerne in Afrika geht.
  22. Cover des Buches Regenzauber (ISBN: 9783894052492)
    Michael Obert

    Regenzauber

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Ausmuenster
    Die sieben Monate in Westafrika werden zu einer Reise voller besonderer Erlebnisse. Es ist nicht die offensichtliche Effekthascherei (wie in manchen Fernsehkanälen, wo man sich nicht sicher ist, ob die Szenen gestellt sind oder Zufall, der von der Kamera gefilmt wurde).

    Der Autor gerät nah mit den Bewohnern zusammen, auch weil er immer wieder etwas von sich selber Preis gibt. Ich fand´s authentisch und doch sehr ungewöhnlich – außergewöhnlich! Wer das nicht alltägliche Abenteuer sucht – hier ist es!

    5 von 5 Sternen - leider sehe ich gerade, sind´s nur 3 geworden, sollte nicht sein - und lässt sich leider nicht mehr ändern.

  23. Cover des Buches Schiffskatzen (ISBN: 9783458360117)
    Detlef Bluhm

    Schiffskatzen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: TheRavenking

    In Schiffskatzen befasst sich Detlef Bluhm mit einem weniger bekannten Kapitel internationaler Seefahrt, dem Einsatz von Schiffskatzen, deren Aufgabe es war, die Schiffe von Ungeziefer wie Ratten und Mäusen zu säubern.

    Bluhm schlägt den Bogen vom antiken Ägypten bis in die Gegenwart und erzählt Anekdoten über Katzen auf See.

    Den alten Ägyptern war die Katze heilig und sie wurde als Gott verehrt. Später im Mittelalter sah man in ihr eine Gehilfin des Teufels und verfolgte sie unerbittlich. Auch einer der Gründe, weshalb die Pestepidemien durch die unkontrollierte Vermehrung der Ratten so hohe Opferzahlen forderten.

    Mit dem Zeitalter der großen Entdeckungen, wurde die Katze dann unentbehrlich. Die katastrophalen hygienischen Verhältnisse auf den Schiffen begünstigten die Vermehrung von schädlichen Nagern, es war also an den felinen Begleitern die Zahl der Ratten und Mäuse auf erträgliche Maße zu reduzieren. In England existierte z. B. ein Gesetz, das besagte, dass es einem Schiff nicht erlaubt war ohne Katze an Bord auszulaufen.

    Bei den Seeleuten waren die Tiere äußerst beliebt. Sie freuten sich bei ihrem harten Leben über jede Abwechslung. 

    Im 19. Jahrhundert brach dann das Goldene Zeitalter der Schiffskatzen an. Mit dem Beginn des bürgerlichen Zeitalters wurden sie nicht mehr als teuflische, unreine Biester gesehen, sondern auch als Haustiere respektiert.

    Durch die Entdeckungsfahrten verschlug es die Katze bis in die entlegensten Winkel der Welt. Manch eine verlassene Insel wurde durch Katzen bevölkert. Selbst bei Expeditionen in die Antarktis waren Schiffskatzen dabei. Dort ereignete sich auch eine der traurigsten Episoden dieses Buches, als die Schiffskatze Mrs. Chippy, die an Ernest Shackletons Expedition teilnahm, erschossen werden musste.

    Katzen lebten auf den Meeren stets gefährlich. Immer wieder kam es vor, dass sie bei hohem Seegang über Bord geschleudert wurden. Auch bei kriegerischen Auseinandersetzungen fehlte die Schiffskatze nicht. Der heroische Kater Simon, der wegen seines Einsatzes im chinesischen Bürgerkrieg mit einer britischen Ehrenmedaille ausgezeichnet wurde, erlag im Alter von nur zwei Jahren seinen Kriegsverletzungen. Manchen gelang es dagegen mehrere Schiffsuntergänge zu überleben.

    Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Schiffskatze arbeitslos. Ihr Beruf wurde durch den technischen Fortschritt obsolet. Die großen Containerschiffe mit ihren hermetisch abgeriegelten Behältern lösten das Ungeziefer-Problem endgültig.

    Heute tauchen Schiffskatzen nur noch auf Privatbooten auf. Insgesamt ein sehr amüsantes Buch für Katzen- und Tierfreunde.

  24. Cover des Buches Swing Time (ISBN: 9783462052831)
    Zadie Smith

    Swing Time

     (108)
    Aktuelle Rezension von: nonostar

    Die namenlose Ich-Erzählerin wächst in ärmlicheren Verhältnissen auf mit einer Mutter, die sich zu höherem berufen fühlt und ihre ganze Freizeit der Bildung widmet und ihre Tochter auch in diesem Glauben erzieht. Der Vater kann seiner Frau nie ganz gerecht werden, wodurch es zu Hause immer öfters Streit gibt. In diesen Zeiten freundet sie sich irgendwie mit dem Nachbarskind Tracey an und auch wenn die beiden scheinbar nichts verbindet, entwickelt sich doch eine enge Bindung zwischen ihnen. Auch wenn sich die Freundschaft auseinanderentwickelt und schließlich zerbricht, bleibt irgendwie ein unzerbrechliches Band bestehen. Tracey wird Tänzerin und führt scheinbar das Leben das die Erzählerin immer leben wollte, doch sie folgt der Erziehung ihrer Mutter, studiert und wird schließlich die Assistentin einer Pop-Sängerin.

    Soweit so gut. Der Inhalt erscheint schlüssig, dennoch könnte ich im Nachhinein nicht sagen, was denn nun wirklich Thema des Buches war oder warum diese Geschichte erzählt wird.Die Sprache hat mir sehr gut gefallen, sie war klug, präzise ohne dabei distanziert oder nüchtern zu wirken. Zadie Smith hat es zu Beginn geschafft, mich für die beiden Freundinnen zu interessieren, obwohl mir manche ihrer Taten unbegreiflich waren. Sie wachsen auf, rebellieren und versuchen sich anzupassen und dabei nicht die Hoffnung auf eine bessere ZUkunft zu verlieren. Doch irgendwann fiel es mir zunehmend schwerer noch am Ball zu bleiben. Dabei war die Handlung nicht einmal unverständlich oder zu verwirrend, nur irgendwie war alles zu vollgepackt. Das Leben der Ich-Erzählerin als Assistentin führt sie zwischen Afrika und New York hin und her, die exzentrischen Wünsche der Pop-Sängerin werden ohne Murren erfüllt. Soweit konnte man folgen, was mir das Lesen  jedoch enorm erschwert hat, waren die Zeitsprünge.

    Smith blickt abwechselnd auf die Vergangenheit und auf die Gegenwart, dabei haben mir jedoch mancjes Mal die Übergänge gefehlt. Oft war es so, dass es von Kapitel zu Kapitel wechselte, hier hätten mir längere Passagen in der gleichen Zeit besser gefallen. Die Geschichte springt zwischen der Kindheit in England, der Gegenwart in Amerika und dem Projekt in Afrika wodurch für mich oft der Bezug verloren ging. Dennoch werden auch viele Aspekte angesprochen, die ich sehr interessant und gut umgesetzt fand. Doch auch hier galt: es war manchmal zu viel. Zu viel verschiedenes was auf den Leser einprasselt.

    Auch wenn es im Endeffekt recht negativ klingt, habe ich das Buch irgendwie gerne gelesen und würde es allen empfehlen, die eine kluge Sprache lieben und sich nicht von schnell wechselnden Zeitsträngen irritieren lassen.

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