Bücher mit dem Tag "westen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "westen" gekennzeichnet haben.

127 Bücher

  1. Cover des Buches Die Herren von Winterfell (ISBN: 9783442267743)
    George R. R. Martin

    Die Herren von Winterfell

     (5.328)
    Aktuelle Rezension von: Eva1501

    Zum Inhalt: 

    Eddard Stark, der Lord von Winterfell, soll der engste Vertraute seines Freundes und Königs Robert Baratheon werden. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Auch seine Söhne müssen sich vielen Neuanfängen, Aufgaben und Gefahren entgegenstellen 



    Mein Fazit: 

    Nach den ersten Seiten habe ich mir gedacht, oh man das ist nichts für mich. Aber ich habe weitergelesen und das zum Glück. Wie gesagt am am Anfang  brauch t man  etwas um sich auszukennen. ( ich habe auch noch nicht die Serie gesehen!)  Aber dann konnte ich mich richtig  gut in die Geschichte hinein versetzen und das Buch hat mich dann total gefesselt . Die Figuren stellt man sich in seinen Gedanken vor und fiebert mit Ihnen mit. Der Autor hat einen tollen Schreibstil mit vielen kleinen fantasievollen und liebevollen Details. . Auf der ersten Seite ist eine Landkarte gezeichnet und auf der letzten Seite  werden die Königshäuser und ihre "Mitglieder" aufgelistet,  Das finde ich sehr sehr hilfreich!! Ich habe mir schon die nächsten Bänder geholt! 

  2. Cover des Buches Das Erbe von Winterfell (ISBN: 9783442267811)
    George R. R. Martin

    Das Erbe von Winterfell

     (1.900)
    Aktuelle Rezension von: Wauwuschel

    Eddard ist weiterhin die rechte Hand des Königs, doch wird es schwieriger denn je auf dem Königshof zu überleben. Auch seine Kinder machen sich auf den bevorstehenden Krieg bereit, genauso wie die anderen Reiche. Schon ist König Robert tot und der Kampf um die Krone beginnt.

    Da wir die Welt schon kennengelernt haben, ist es für mich jetzt einfacher, dem Geschehen zu folgen. Neben den Intrigen, die einen Hauptteil des ersten Romas ausgemacht haben, kommen jetzt endlich auch brutalere Kämpfe vor. Das heißt jetzt nicht, dass ich darauf gehofft habe, dass sich alle gegenseitig umbringen, aber endlich passiert etwas spannendes und der Spannungsbogen steigt. Mit Roberts Tod und der Herrschaft seines Sohnes statt Eddards mischen sich die Verhältnisse neu. Die Aufregung ist im ganzen Land zu spüren und auch ich habe in jedem Kampf mit gefiebert. Dabei ist das faszinierende die Strategie der einzelnen Einheiten. Ich als Leser konnte von jedem Gegner aus mindestens einer Sicht lesen, sodass ich mehr wusste, als die einzelnen Parteien. Jeder ist auf Rache aus, oder aber derjenige möchte die Krone haben. Es gibt mehrere Anwärter auf die Krone, sodass das Land geteilt wird. Robb tut sich mit dem Norden zusammen und besitzt so eine überraschend große Streitmacht. Mit dieser kämpft er gegen die Lennister und zu lesen, wie sie kämpfen und intrigieren hat meinen Lesegeist wieder geweckt.

    Auch die Parts von Jon auf der Mauer sind aufregend geblieben und jedes Mal passiert etwas neues. Man merkt, dass nicht nur Gefahr im Land droht, sondern auch von außerhalb und das macht mich neugierig auf das weitere Geschehen. Die Neugier und das Interesse des Lesers die ganze Zeit über zu behalten ist eine besondere Kunst dieses Autors und er hat es geschafft, dass ich die ca. 500 Seiten durchlesen wollte. Auch in Daenerys` Welt wird es jetzt spannend. Sie und der Khal wollen zusammen mit ihrem Gefolge gegen Westeros reiten, doch es kommt zu einem Unglück. Due ganzen Sachen passieren gleichzeitig und werden ganz langsam miteinander verknüpft.

    Insgesamt war der zweite Band um Längen actionreicher und spannender, als der erste und ich empfehle allen mindestens jetzt mit Game of Thrones anzufangen!

  3. Cover des Buches Der Thron der Sieben Königreiche (ISBN: 9783442268221)
    George R. R. Martin

    Der Thron der Sieben Königreiche

     (1.516)
    Aktuelle Rezension von: Wauwuschel

    Nun sind Eddard und Robert beide tot und Joffrey hat die Macht übernommen. Doch Stannis und Renly haben auch beide ihren Anspruch auf die Krone erhoben und Rob wurde zum König des Nordens ernannt. Jeder schart ein Heer um sich, um die anderen anzugreifen und das einstige Königreich zerfällt.

    Nach actionreichen Kämpfen im vorigen Band habe ich eine ähnliche Situation in diesem Band erwartet. Viel gekämpft wurde zwar nicht, aber jeder spinnt seine Intrigen und versucht seine Gegner zu vernichten. Es kamen neue Parteien hinzu, wie zum Beispiel Stannis und so kamen auch neue Sichten hinzu. Jetzt kann man von jeder Partei aus mindestens einer Sicht lesen, sodass ich als Leser alles mitbekomme, während ich gleichzeitig sehen muss, wie die einzelnen über ihre Feinde spekulieren. Ich habe so eine gute Übersicht und dieses Mal haben mich die verschiedenen Perspektiven nicht gestört.

    Zum einen gibt es die Nachtwache mit Jon. Dieser hat mir schon von Anfang an gefallen und auch jetzt sind die Stellen einer meiner liebsten. Es ist eine Erfrischung neben dem Krieg im Königreich auch noch etwas von jenseits der Mauer zu erfahren. Es ist eine ganz neue Welt und birgt neue Gefahren, dessen Ausmaß man noch gar nicht kennt. Meine Neugier ist geweckt, was für einen Roman immer gut ist. Wobei noch nicht viele Gefahren zu sehen waren, sondern zuerst eine solide Grundlage für die späteren Bände geschaffen wurden. Allein aus diesem Grund würde ich weiter lesen.

    Zum anderen gibt es die verschiedenen Perspektiven seiner Halbgeschwister. Bran muss immer noch mit seiner Fessel kämpfen und tritt alternativ für den König des Nordens ein. Für mich sind die lokalen Kapitel auch wichtig für die Politik, ebenso wie für die verbliebene Familie Stark. Bran muss sich anstrengen und mit dem Leben kämpfen. Zugleich bekommt man noch Aryas momentane Situation zu sehen, die meiner Meinung sogar die heikelste ist. Es ist sehr persönlich und nicht landübergreifend und ich kann das junge, starke und mutige Mädchen gut leiden. Sie muss sich allein unter Fremden rumschlagen und kann nicht wissen, ob sie überleben wird. Auch hier ist die Gefahr vor Ort, wenngleich sie von einer anderen Seite kommt. 

    Sansa erzählt aus dem Leben der Burg, auch wenn Tyrion mehr Informationen gibt. Dieser ist der Feind meiner Lieblings-Charaktere und trotzdem mag ich ihn irgendwie. Intelligent integriert er in der Näher des Königs und seiner Schwester auf höchstem Niveau. Obwohl ich seine Gedanken und Gefühle kenne, erfahre ich die Ausmaße seiner Hinterlist mit all den anderen. Neben den Kindern lernen wir die prekäre Situation im Land auch einmal von einem einflussreichen Erwachsenen kennen.

    Stannis` Macht lernen wir auch kennen, wenn auch nur so nebenbei. Eine weitere Nebensache ist Theon Graufreud mit den Eiseninseln, die nun auch in den Krieg ziehen. So ist eine neue Macht ins Spiel gekommen, die überraschenderweise gegen die Starks ist und eine eigene Fraktion bildet. Dabei kann ich Theon absolut nicht leiden und gönne ihm nichts. 

    Mit der interessanteste Charakter ist Daenerys, die nun die Mutter von drei Drachen ist. Ihre Gefolgschaft ist zwar klein geworden, doch geht sie ihren eigenen Weg durch die Wüste. Mit ihren jungen Jahren hat sie eine große Verantwortung und liebt ihre nahen Gefolgsleute, noch mehr aber die Drachen. Diese geben ganz neue Möglichkeiten auf. Aber Daenerys beteiligt sich nicht am Kampf um die Krone, sondert wandert durch die Wüste. Ich mag ihre Art und ihren Mut und Entschlossenheit und erwarte ihre Kapitel immer sehnlichst.

    Alles in allem wieder einmal ein gelungener Roman, wobei man von Geroge Martin nichts anderes erwartet hat. Die Buchreihe entwickelt sich rasend!

  4. Cover des Buches The Stand - Das letzte Gefecht (ISBN: 9783453438187)
    Stephen King

    The Stand - Das letzte Gefecht

     (760)
    Aktuelle Rezension von: 94momolino

    Trotz des stattlichen Umfangs dieses Buches, hat es mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Die Charaktere sind detailliert geschildert, so das man schnell einen Bezug zu ihnen aufbaut. Durch die veschiedenen Handlungen, welche die einzelnen Charaktere durchleben, wird es auch nie langweilig. Für jeden King-Fan ein absolutes muss. Die Stunden, sie man mit lesen verbringt, lohnen sich!

  5. Cover des Buches Die Karte meiner Träume (ISBN: 9783596184446)
    Reif Larsen

    Die Karte meiner Träume

     (281)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    Die Karte meiner Träume von Reif Larsen aus dem Fischer Verlag

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    🗺 Inhalt

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    T.S. Ist noch kein Teenager aber ein begeisterter Kartenzeichner.

    Das Talent erkennen auch andere und er soll eine Auszeichnung bekommen. In diesem Buch geht es um T.S., seine Familie und seine Reise zur Preisverleihung

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    🗺 Was hat mir gefallen?

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    Das Buch handelt von T.S. ... seinen Erlebnissen, seinem Leben und seinen Empfindungen. Das ist teilweise entspannt zu lesen... einlullend...

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    🗺 Was hat mir nicht gefallen?

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    Leider war das nicht mein Buch... und ich kann die begeisterten Stimmen nicht teilen. Ein großer Grund wird der sein, dass dieses Genre nicht mein bevorzugtes Thema ist. Aus dem Grund fließt das nicht in meine Beurteilung mit ein.

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    Was mir aber auch nicht gefiel, ist das sperrige Format von diesem Taschenbuch... es ist größer als normal und dadurch ziemlich unhandlich.

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    Die Zeichnungen in dem Buch fand ich beim Durchblättern richtig schön... beim Lesen leider nicht. Denn jede Zeichnung ist mit mehr oder weniger viel Text versehen. Als ob man die ganze Zeit ein Buch mit Fußnoten und Querverweisen liest. Man wird immer wieder unterbrochen.

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    🗺 Fazit

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    Irgendwie hat mich das Buch an eine Mischung aus „My Girl“ und „der alte Mann und das Meer“ erinnert. Wer gerne Geschichten von Kindern liest, die geistig ihrer Zeit voraus sind und eine Vorliebe für Roadtrips hat... ist hier bestimmt gut aufgehoben. Bei mir war es eher der Ehrgeiz, der mich zum Weiterlesen motiviert hat.


  6. Cover des Buches Der Schamane (ISBN: 9783442452569)
    Noah Gordon

    Der Schamane

     (555)
    Aktuelle Rezension von: Schatzfrau37
    Also diesen Roman habe ich vor einiger Zeit gelesen und er könnte mich so gar nicht begeistern und fesseln. Ich fand ihn sehr zäh und langatmig auch wenn er in der Mitte des Buches doch noch etwas spannend und interessant wurde. Mir persönlich hat dieser Roman nicht so wirklich begeistert und würde ihn auch nicht noch einmal lesen wollen.
  7. Cover des Buches Das geheime Vermächtnis (ISBN: 9783453355460)
    Katherine Webb

    Das geheime Vermächtnis

     (299)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros
    Die Schwestern Erica und Beth erben das alte Familienanwesen Storton Manor, nachdem ihre Großmutter verstorben ist. Als die beiden den Nachlass sortieren, findet Erica Hinweise auf ein lange gehütetes Familiengeheimnis. Doch nicht nur dies wühlt sie und ihre Schwester auf - auch die Erinnerung an ihren Cousin Henry, der als kleiner Junge plötzlich spurlos verschwand, wird wieder aufgewühlt...

    Dieser Roman von Katherine Webb, erschienen 2011 im Diana Verlag, besticht durch ein hübsches Cover und einen ansprechenden Klappentext. 
    Nachdem ich beim Stöbern im Bücherregal meiner Mutter auf dieses Buch gestoßen bin, habe ich spontan beschlossen es zu lesen. 

    Nachdem ich es jetzt beendet habe, bin ich mir etwas unsicher, was ich von diesem Buch halten soll, denn es kann zwar mit einem schönen Schreibstil und einer interessanten, wenn auch recht ruhigen Handlung punkten, doch ich wurde auf den insgesamt 542 Seiten nicht mit den Protagonisten warm. 

    Aber von vorn. 
    Der Schreibstil der Autorin ist leicht zu lesen und angenehm in der Ausdrucksweise, sodass man schnell durch die Handlung kommt. Ihre Beschreibungen von Landschaften um Personen sind gut gelungen, konzentrieren sich meistens auf das Wesentliche und werden nicht übermäßig ausgeschmückt, sodass dem Leser noch ein gewisser Spielraum der eigenen Fantasie bleibt. 

    Auch die Idee ist, wie oben bereits angesprochen, sehr schön und in der Umsetzung im Großen und Ganzen recht gut gelungen. Das lange verborgene Familiengeheimnis, ein Kindheitstrauma, dessen Aufklärung erst Jahre später Schuldgefühle auflösen kann, all das macht aus dem "Geheimen Vermächtnis" einen schönen Roman. 

    Doch leider habe ich festgestellt, dass mir die Protagonisten die meiste Zeit sehr unsympathisch waren. Das lag insbesondere darin, dass die verschiedenen Hauptpersonen zeitweise sehr selbst- und eifersüchtig wirken und bei mit somit keine Zuneigung wecken konnten. Ihre Beweggründe richten sich oft nach impulsiven Gefühlswallungen und haben micht oft an der emotionalen Reife der Handelnden zweifeln lassen. Natürlich muss ich hier erwähnen, dass diese Handlungen immer nach einem Schicksalsschlag getroffen wurden, dennoch habe ich mich hier sehr schwer getan Verständnis für die Akteure aufzubringen.

    Alles in allem handelt es sich bei diesem Roman aber um sehr schöne Unterhaltung für gemütliche Herbstabende. 
    Ich vergebe drei Sterne und damit ein "Gut". 

    Für Liebhaber der Bücher von Kate Morton und Judith Lennox ist dieses Buch auf jeden Fall zu empfehlen.  
  8. Cover des Buches Die Menschenleserin (ISBN: 9783442372126)
    Jeffery Deaver

    Die Menschenleserin

     (207)
    Aktuelle Rezension von: WriteReadPassion

    Klappentext:

    Der erste Fall für Jeffery Deavers neue faszinierende Ermittlerin Kathryn Dance! Vor acht Jahren löschte der hochintelligente Psychopath Daniel Pell auf einen Streich eine ganze Familie aus – zumindest beinahe: Allein die neunjährige Tochter überlebte die Schreckensnacht. Doch nun ist Pell die Flucht aus der Haft gelungen. Und nur Kathryn Dance kann jetzt noch verhindern, dass der Mörder sein Versäumnis von damals wettmacht. Doch dafür muss die geniale Verhörspezialistin ganz tief in Daniel Pells Psyche eintauchen – ein Höllentrip, von dem es vielleicht keine Wiederkehr für sie gibt …


    Autor:

    Jeffery Wilds Deaver, geboren am 06. Mai 1950 in Glen Ellyn, Illinois, gehört zu den weltweit besten Autoren intelligenter Psycho-Thriller. Seine Bücher wurden in ein Dutzend Sprachen übersetzt und haben ihm bereits zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingebracht. Die kongeniale Verfilmung seines Romans »Die Assistentin« unter dem Titel »Der Knochenjäger« (mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen) war weltweit ein sensationeller Kinoerfolg und hat dem faszinierenden Ermittler- und Liebespaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs eine riesige Fangemeinde erobert. Neben den Lincoln-Rhyme-Thrillern zählt unter anderem auch die Reihe um Kathryn Dance zu seinen Beliebtesten. Darüber hinaus schreibt Jeffery Deaver serienunabhängige Romane, hauptsächlich Thriller, beispielsweise "Schutzlos".


    Übersetzer:

    Thomas Haufschild wurde 1967 geboren und lebt in Norddeutschland. Haufschild studierte Germanistik und englische Literaturwissenschaft. Seit 1991 ist er als Übersetzer tätig.


    Bewertung:

    Das Cover ist perfekt gewählt und der Titel sagt viel über die Geschichte und die Figur von der Ermittlerin aus. Ich habe das Buch ein Jahr zuvor als Buch gelesen. 

    Die Grundidee fußt auf eine Anhängerschaft zu Charles Manson und drei Frauen, die der Polizei gegen Daniel Pell helfen sollen. Der Fall von Charles Manson wird am Anfang vorgelegt und die Taten von Daniel Bell mit Manson verglichen. So wird langsam Spannung aufgebaut. Doch hinter Bells Taten steckt viel mehr als es den Anschein hat ...

    Die Geschichte schwankt sehr von 3 Sterne bis 4 Sterne. Mal fad und langgezogen, dann wieder interessant und fesselnd. Die ersten 35 Seiten spannend, 100 Seiten langweilig, Rest wieder spannend! Also 100 Seiten weniger hätte dem Buch gut getan. Da muss man durchhalten.

    Mir hat am meisten die menschliche Analyse von Kathryn Dance gefallen. Alles ist Psychologie, wie alles Physik ist, und ich liebe die Anwendung dazu. Erinnert mich an "The Mentalist".


    Fazit:

    Es schwankt die Spannung hier, manches ist vorhersehbar, manches wiederum sehr überraschend in der Wendung. Für 3,5 Sterne finde ich es aber zu gut, daher von mir schwache 4 Sterne.


  9. Cover des Buches Herr Lehmann (ISBN: 9783442461288)
    Sven Regener

    Herr Lehmann

     (1.198)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87

    Ich lese selten lustige Bücher und schaue ungern Komödien; mich kann man nur mit intelligentem Wortwitz und dem Spiel mit der Sprache aus der Reserve locken. Und das ist Sven Regener mit diesem Buch gelungen. "Herr Lehmann" ist herrlich witzig, häufig "um die Ecke gedacht" und voller Sätze, die so klug konstruiert sind, dass es Spaß macht, sie mehrmals zu lesen. Es handelt sich insgesamt eher um einen Lebensausschnitt, der dargestellt wird; große Entwicklungen und Ereignisse darf man als Leser also nicht erwarten. Vielmehr stellt Regener den Alltag seines Protagonisten dar, dessen Suche nach Sinn und Ziel, seine "Abnabelung" vom Elternhaus usw. Ich finde, dies alles las sich wirklich flüssig und ich habe Lust bekommen, mehr von Regener zu lesen.

  10. Cover des Buches Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses (ISBN: 9783426628041)
    Dee Brown

    Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Wiosna
    Dieses Buch zeigt auf, wie die Eroberung des amerikanischen Kontinents durch die "Weißen" aus Sicht der Ureinwohner ablief. Schonungslos stellt Dee Brown dar, wie rücksichtslos und brutal der "Weiße Mann" bei der Okkupation des Kontinents vorging.

    Dieses detailliert recherchierte Buch sollte Pflichtlektüre für alle werden, die den "Amerikanischen Traum" bejubeln - er wurzelt in einem blutgetränkten Boden.
    Es wird aufgeräumt mit dem durch seichte "Wild-West-Filme" verbreiteten Bild des "bösen Roten", der die "armen Weißen" abschlachtet.

    Millionenfaches Leid auf Seiten der Ureinwohner - und nur wenige interessiert es. Schaut auf die aktuelle Situation der "Indianer". Es macht fassungslos. Die Verbitterung ist nachvollziehbar.

    Ein wichtiges Buch.
  11. Cover des Buches Fleisch ist mein Gemüse (ISBN: 9783939716617)
    Heinz Strunk

    Fleisch ist mein Gemüse

     (431)
    Aktuelle Rezension von: MaxundMaggie

    Ich hatte ein anderes Cover als hier abgebildet. 

    Ich hätte diese Buch des Covers wegen eher einem Provinzkrimi zugeschrieben, wem es ähnlich ergeht, dem sei gesagt, das täuscht.

    Heinz Strunk berichtet hier autobiografisch von seinen musikalischen  Anfängen und die Jahre in der Showband "Tiffanys" (ohne Artikel davor).

    Manchmal bin ich schon ein bisschen grün im Gesicht geworden, denn der Autor schreibt ungeschönt über alles was ihn so in den Jahren begleitet hat... ja auch Akne ist ein Thema.

    Ansonsten habe ich den Chaotenhaufen echt gerne begleitet, gefeixt, mitgelitten und Ohrwürmer haben mich durch die Lesezeit geführt. 

    Ich bin ja ein Fraktus-Fan (All die armen Menschen) und weiß nun, das da noch mehr Bücher von Herrn Strunk existieren.

    Leseempfehlung für all jene die mal hinter die Kulissen blicken wollen und sich noch ein bisschen mit der juten alten Mucke auskennen.

  12. Cover des Buches Der Schwimmer (ISBN: 9783596510207)
    Zsuzsa Bánk

    Der Schwimmer

     (157)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Normal liebe ich Geschichten einfach aus dem Leben heraus. Es muss dabei kein großer Adrenalinstoß sein oder eine immense Biographie aber es sollte eine nette und unterhaltsame Geschichte sein, bei der man sich wohlfühlt und eingekuschelt in seine Decke auf der Couch liegt und einfach genießt. So habe ich mir diese Geschichte irgendwie vorgestellt, aber es lief anders...

    Geschichte: Ungarn, in den 60er Jahren. Isti und seine Schwester müssen den Verlust ihrer Mutter verkraften, die anscheinend einfach ohne ihre Kinder auf und davon gegangen ist. Der Vater , ein Träumer, der einfach Stunden oder Tagelang in seinem Kopf "wegtauchen " kann und Egoist und zu der Zeit auch ein Macho vor dem Herrn, ist sicher nicht in der Lage die beiden Kinder zu versorgen, zieht zur Verwandtschaft um die Kinder unterzubringen und sich weiter bekochen zu lassen. Doch auch das funktioniert nicht auf Dauer...

    Personen und Schreibstil:

    Davon abgesehen, dass mir fast alle Personen zu 100% Unsympathisch sind, ist der Schreibstil sicherlich nicht schlecht, aber die ganze Geschichte stößt mich derart ab, dass auch nicht der Mitleids-oder ich habe alle Lieb Effekt eintreten kann. 

    Meinung:

    Es gibt Geschichten wie Bsp. zuletzt gelesen Tender Bar oder Der Gesang der Flußkrebse, in denen die Autoren wirklich etwas zu erzählen hatten, oder mir etwas wie Natur oder eine Bar nahe bringen konnten. Im Vordergrund stehen natürlich die Personen und Ihr Verhalten. So auch bei Zsuzsa Bank, aber die Personen sind alle Verhaltensgestört. Warum sollte ich mir die Geschichte einer komplett verhaltensgestörten Familie in Ungarn antun ? Menschen die Tagelang auf einen Stuhl ins nichts schauen können, Menschen die absolut keine Verantwortung übernehmen wollen, Mütter die ohne Kinder in den Westen fliehen, Kinder die sterben, weil niemand aufpasst. Väter die nicht arbeiten wollen und zur Not auch im freien schlafen. Das hier hat nichts mit Romantik oder mit verklärter Schönheit zu tun. Das ist auch kein Schicksal welches auf unerklärliche Art einer Familie widerfährt, sondern einfache Dummheit und Verwahrlosung, bei denen die Verwandten reagieren sollten, aber selbst voller Probleme stecken, die wir nicht nachvollziehen können.

    Fazit:

    Das Buch hat mich angesprochen, aber auf eine Art und Weise , dass ich einfach nur wütend wäre, wenn ich auf solch dumme Menschen treffen würde. Ich kann leider den angeblichen Erfolg des Buches nicht nachvollziehen, da es mir einfach nichts gegeben hat aber Geschmäcker sind zum Glück verschieden.




  13. Cover des Buches Osten, Westen (ISBN: 9783463402680)
    Salman Rushdie

    Osten, Westen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: rd19779
    Neun Geschichten (je 3 zum Thema »Osten«, »Westen« und eben »Osten, Westen«), die inhaltlich unverbunden doch einen gemeinsamen roten Faden haben: Abhängigkeiten in allen Varianten: Freundschaft, Familie, Liebe, Hörigkeit, … Das ist sehr interessant, weil vielseitig, aber wie bei Sammlungen üblich schwankt die Qualität der einzelnen Erzählungen erheblich.
  14. Cover des Buches Das Buch der Mitte (ISBN: 9783038480044)
    Vishal Mangalwadi

    Das Buch der Mitte

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Als ich „Das Buch der Mitte“ von Vishal Mangalwadi zum ersten Mal in der Hand hielt, war ich skeptisch. Ein Buch über die Bibel aus Indien? Bis jetzt war mir Indien nicht als christliches Land bekannt, aber nun gut. Schon auf den ersten Seiten wurde ich gepackt vom Schreibstil und von den vielen unterschiedlichen Gedanken, die der Autor einem näher bringt.

    Es geht durch 2000 Jahre Kirchengeschichte und dem damit verbundenen Wandel der westlichen Gesellschaft. Mit vielen persönlichen Geschichten macht der Autor selbst mir, die bei sowas eher schnell die Geduld verliert, viele komplizierte Gedanken verständlich, so dass ich am Ende meistens „Aha“ gedacht habe.

    Das Buch ist in insgesamt sieben Teile unterteilt und es wurde mir beim Lesen nie langweilig. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Besonders gut gefallen hat mir das Nachwort „Die Bibel – ein Fax vom Himmel?“ in dem es darum geht, ob die Bibel wirklich Gottes Wort ist. Das einzige was mir zwischendurch negativ aufgefallen ist, ist die doch sehr naive Beschreibung von Amerika. Seinen Ausführungen kann ich oft nicht zustimmen.

    Alles in allem ist dieses Buch klasse recherchiert und total anders als ich es erwartet hätte!

  15. Cover des Buches Familie der geflügelten Tiger (ISBN: 9783462048759)
    Paula Fürstenberg

    Familie der geflügelten Tiger

     (42)
    Aktuelle Rezension von: steffischenke_

    Normalerweise kriegt man mich mit DDR- und Wendeliteratur bzw. damit verwobenen Geschichten immer. Deshalb und auch weil es netterweise kein riesen Wälzer ist, fand das Buch auch überhaupt seinen Weg in unser Bücherregal. Auch das Cover ist mit einer Anlehnung an das Berliner ÖPNV-Netz ziemlich cool gestaltet und ich war richtig gespannt, als ich angefangen habe zu lesen. 

    Generell gefiel mir das ganze Berlin-Gefühl in dem Buch gut. Ich wohne selbst noch nicht lang dort und freue mich immer total über so kleine Entdeckungstouren in Büchern, die einen die Stadt immer besser kennenlernen lassen. Auch die Heldin fand ich zunächst total sympathisch mit der findeltieraffinen Mutter und der Ausbildung zur Tram-Fahrerin. 

    Trotzdem fühlte ich mich am Anfang irgendwie schon zu schnelle in die eigentliche Thematik des Buches und der 'Aufgabe' der Hauptfigur hineingeschmissen. Bis dahin hatte ich noch nicht das Gefühl, ein ausreichend literarisches Bild von der Lebenssituationen der Charaktere bekommen zu können. Deshalb ließ mich auch die ganze Zeit über der Eindruck nicht los, dieses Buch sei eigentlich nur geschrieben worden um genau diese eine Sachen zu klären, nämlich, warum Johannas Vater damals einfach verschwunden ist. Auf einmal bestimmt fast jeder Gedanke und jede Handlung die Antwortsfindung und nebenbei sollen die Lesenden selbst schon mal ein bisschen miträtseln, wenn wir die entsprechenden angeblichen "Stasi-Akten" zwischen den Kapiteln einsehen dürfen. 

    Die Protagonistin und alle anderen Mitstreiter*innen dieser Geschichte bleiben für mich irgendwie blass in ihrer Persönlichkeit und ihrer Biografie und irgendwie berechenbar.  Die Art und Weise, wie Johanna sich an ihrer Aufgabe zerbeißt macht die Gespräche, die sie mit ihren Mitmenschen führt, etwas reduntant. Die anfängliche Sympathie ist dann so langsam umgeschlagen in eine Entnervtheit über ihr unvernünftiges Verhalten (beispielsweise wirklich die Unterschrift fälschen zu wollen). Das Ende war durch die kleinen Aktenabschnitte dann leider schon gar keine wirkliche Überraschung mehr.

    Aber: Es ist eine rührende Geschichte. Die Thematik ist real und für viele eine sehr wichtige, denn die Trennung und Wiedervereinigung sind mehr als bloße historische Ereignisse. Der Einfluss auf Einzelschicksale und Familiengeschichte wird in dem Buch deutlich gezeigt und absolut nicht heruntergespielt, was die Handlung ja auch im Wesentlichen vorantreibt. Mit ganz viel Gefühl werden größtenteils auch die Begegnungen zwischen Johanna und ihrem Vater im Krankenhaus dargestellt. In diesen Situationen flammte meine Sympathie für sie und die Erzählung wieder auf. Was mir außerdem sehr gefallen hat, ist der Umgang den die Protagonistin gegen Ende der Geschichte entwickelt. Es sind gewissermaßen eine Emanzipation von den Geistern der Vergangenheit und das Erwachsenwerden, die zum Schluss eine große Rolle spielen und damit auch nochmal die Wendethematik des Buches widerspiegeln. Gerade deshalb finde ich es sehr schade, dass im großen Mittelteil so gradlinig durch die Handlung gesteuert wurde. Ich hätte gern noch viel mehr über alles erfahren.


  16. Cover des Buches Wenn du für mich bist (ISBN: 9783963620058)
    Jody Hedlund

    Wenn du für mich bist

     (11)
    Aktuelle Rezension von: TrustInTheLord
    New York 1857: Als auf der Straße plötzlich ein Bandenkrieg ausbricht, hilft der gut aussehende Thornton Quincy Elise Neumann aus der Gefahrenzone heraus. Gemeinsam flüchten sie in die Missionsstation, in der Elise mit ihren Schwestern und zwei Waisenkindern wohnt. Während sie gemeinsam darauf warten, dass der Bandenkrieg endlich aufhört und Thornton nach Hause gehen kann, genießen die beiden die Gesellschaft des anderen sichtlich. Kurz darauf bricht die Finanzkrise über New York herein. Elise muss in den Westen aufbrechen, um Arbeit zu finden. Ihre jüngeren Schwestern muss sie zurück lassen. Thornton hingegen lässt sich auf einen Wettstreit mit seinem Bruder ein, bei dem die beiden innerhalb von sechs Monaten nicht nur das Herz einer Dame gewinnen, sondern auch eine Stadt im Westen aufbauen sollen. Und genau dort treffen Elise und Thornton wieder zusammen. Allerdings liegen ihre Welten inzwischen noch weiter auseinander als zuvor ...

    »Wenn du für mich bist« von @jodyhedlund ist ein absolut gelungener historischer Liebesroman. Er ist nicht nur total romantisch – ohne kitschig zu sein –, sondern auch ungemein spannend. Mehr als ein unvorhergesehenes Ereignis prägte die Handlung. Auch der Schreibstil der Autorin liest sich sehr flüssig. Ich hatte das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Jody Hedlund hat ein Händchen für genau die richtige Mischung aus Beschreibungen (Landschaft und Situationen), der inneren Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonisten und von Ereignissen. Am liebsten hätte ich den Roman nicht mehr aus der Hand gelegt.

    Wie bei einem Buch aus dem @franckebuch Verlag nicht anders zu erwarten ist, spielt natürlich auch hier der christliche Glaube eine Rolle. Für mich hat sich dieser gut in die Gesamthandlung eingefügt und wirkte nicht aufgesetzt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!
  17. Cover des Buches Gefährliche Rochade (ISBN: 9783956673153)
    Olaf Warnsing

    Gefährliche Rochade

     (1)
    Aktuelle Rezension von: birarnol
    Die 14jährige Tochter von Ingo wird erführt. Ihr Leben hängt von einem Schachspiel ab, das der Entführer mit ihm spielen möchte. Gewinnt er, erhält er seine Tochter zurück. Dabei sind bestimmte Regeln einzuhalten.
    Dann stoppt der Autor und schiebt ein: Die Entscheidungen eines Menschens hängen von seinen Erfahrungen ab. Um zu verstehen, wie jemand reagiert, muss man seine Vergangenheit kennen.
    Es werden zwei Szenarien aufgebaut: Im ersten wuchs Ingo in der DDR auf, im zweiten in der BRD.
    Diese Idee fand ich sehr reizvoll.
    Leider hat sich diese Unterscheidung nicht bis zum Ende durchgezogen. Ich glaube, dann hätte mir das Buch noch besser gefallen.
    Aber der Schreibstil ist wunderbar flüssig zu lesen, die Geschichte baut sich sehr gut auf, die Protagonisten sind gut durchdacht und interessant.

  18. Cover des Buches Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt (ISBN: 9783499628405)
    Ulrike Sterblich

    Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    In diesem Buch gibt es so viele Parallelen zu meiner Kindheit, dass ich es mit großem Vergnügen, manchmal auch mit viel Rührung gelesen habe. Ulrike ging wie meine Mutter auf die katholische Marienschule, die nach dem zweiten Weltkrieg von vertriebenen Nonnen vom Orden der armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau zunächst als Grundschule gegründet worden war. (Es gibt da ein Foto auf der Homepage der Schule. Das Mädchen mit der Gießkanne könnte meine Mutter sein.)
    Sie erzählt von einer Kindheit, in der vieles unklar war, von seltsamen Ritualen im Gottesdienst bis zu merkwürdigen Bauwerken und Orten in der Stadt. Man hat brachliegende Grundstücke, stillgelegte S-Bahnstrecken und Geisterbahnhöfe einfach hingenommen.
    Bei uns hat der Lehrer auch gesagt: "Hausaufgaben heißen Hausaufgaben und nicht Busaufgaben!", aber ich wollte die 25 Minuten Busfahrt nach der Schule sinnvoll nutzen. Die Werbebanner an den Busfenstern waren zwar unterhaltsam ("Gar furchtbar schimpft der Opapa, die Oma hat kein Paechbrot da." oder "Der Orje fragt den Kulle: Haste nich ne Paechbrotstulle?"), aber nach wenigen Minuten alle durchgelesen. Wir haben uns auch eigene Varianten ausgedacht: "Wenn die Stulle klebt und pappt, dann hast Du wohl Paech gehabt!" 😁
    Überhaupt hatten viele Busfahrer und Lehrer noch echte Berliner Schnauze und wir haben die Sprüche gern übernommen. Und auch wenn ich sehr begrüße, dass meine Kinder jetzt eine kostenlose BVG-Karte aus Plastik haben, die viel haltbarer ist und ich nicht jeden Monat stundenlang nach neuen Marken anstehen muss, waren unsere Monatskarten in den blauen Hüllen mit Aufklebern aus der Bravo doch sehr cool. Und klar hat man sich auf U-Bahnhöfen beim DJ verabredet! Den "Ansager" habe ich auch erlebt. Am Westhafen hat er gesagt: "Hier gibt es keine Umsteigemöglichkeiten. Es lohnt nicht, hier auszusteigen." Damals war der S-Bahnring noch außer Betrieb. Aber ich bin trotzdem ausgestiegen, um meine Mutter von der Arbeit abzuholen. Und die verrückte Oma an der Gedächtniskirche hab ich auch erlebt.
    Wenn man ins Kino gehen wollte, hat man sich entweder mithilfe der Stadtmagazine Tip oder Zitty informiert oder auf einem der Kinoplakate nachgesehen, die in jedem U-Bahnhof und an vielen Litfass-Säulen hingen. Oder man rief die Kinoansage an.
    Bei Deko Behrend habe ich auch immer gern gestöbert, vor allem, als ich schräg gegenüber gewohnt habe.
    Ins Marché-Restaurant sind wir auch gern gegangen. Den teuren Orangensaft konnte man sich schönreden, wenn man einen kleinen Salatteller dazugenommen hat, mit einem riesigen Berg Salat drauf, nach bestimmten Regeln geschichtet, damit er die Form behält.
    Kinderscheckheft, Garage, Feten in der alten TU-Mensa, Nachmittage im Café Hardenberg, Open-Air-Kino in der Waldbühne und das Far Out. Ja, das hab ich auch alles erlebt, obwohl ich in Reinickendorf aufgewachsen bin und noch ganz viele andere Dinge ergänzen könnte: das Schwimmbad in der Cité Foch, das Freibad Lübars, Rudern auf dem Tegeler See, die Trampoline an der Malche, das Sloopy, das Society, das Linientreu, das Flashdance.
    Wie Ulrike habe auch ich mir Gedanken über Dialekte gemacht und dass man einige echt nicht braucht, weil die nur umständlicher sind als wenn man Hochdeutsch spricht oder berlinert. Und ich fand auch immer, dass Berlin einfach nach Hauptstadt aussah. Auch ich wurde in Wessiland gefragt, ob ich aus Ost- oder Westberlin komme. Viele Wessis dachten damals, Berlin liege an der innerdeutschen Grenze. Da hab ich mich immer gefragt, ob die keinen Atlas besitzen und nie Tagesschau gucken, denn da sah man es doch an der Deutschlandkarte ganz deutlich.
    Ein paar meiner Mitschüler'innen waren damals auch für ein Jahr in den USA und ich war sehr neidisch. Aber nach Ulrikes Bericht bin ich damit versöhnt. Zum Einem habe ich jetzt das Gefühl, es ein wenig miterlebt zu haben und zum Anderen wäre ich dort sicher nicht so gut zurecht gekommen und bin froh, dass ich es nicht musste. Manche Träume taugen halt mehr als Phantasie und nicht für die Wirklichkeit.
    Neben den vielen schönen Erinnerungen fand ich bei der Lektüre aber auch interessante Dinge , z.B. warum es in Berlin so viele Einbaukirchen gibt oder woher der Insulaner seinen Namen hat oder dass unsere U-Bahnwagen noch heute in Nordkorea rumfahren.

  19. Cover des Buches Tunnel (ISBN: 9783941688605)
    Magdalena Parys

    Tunnel

     (18)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Da ich in Berlin studierte, während die Stadt durch die Mauer getrennt war, ist mir der Checkpoint Charlie schon lange ein Begriff. Die in dem dortigen Museum beschriebenen Fluchtgeschichten beschäftigten mich sehr. Als ich nun dieses Buch mit dem entsprechenden Titelbild in die Hand bekam, war ich überzeugt davon, dass das genau die Geschichte ist, die mich fesseln wird.

    Allerdings war das Buch dann doch ganz anders als erwartet – dabei jedoch nicht schlechter. Geschrieben hat es eine Polin, der während der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit eine interessante fiktive Geschichte eingefallen ist. Natürlich geht es um einen Tunnel, der Ost- und Westberlin verband. Erzählt wird in Rückblicken, die eine ganz ungewöhnliche Geschichte aufdecken. Um sie so lange wie möglich unter dem Teppich zu halten, geschehen Morde, die man sich als Leser anfangs gar nicht erklären kann.

    Magdalena Parys beleuchtet in ihrem Debütroman aber auch Gefühle von Polen, die nach dem zweiten Weltkrieg emigrieren mussten. Ihre Charaktere sind so unterschiedlich, wie Menschen nun mal sind. Da gibt es Gute und Schlechte, Unterdrückte und Unterdrücker, die durch das Leben unweigerlich miteinander verwoben sind. Jeder versucht, seine eigene Haut zu retten.

    Alles in allem ein gut aufgebauter Krimi, dem ich gerne vier Sterne verpasse. 



  20. Cover des Buches Himmel und Hölle (ISBN: 9783404116010)
    John Jakes

    Himmel und Hölle

     (53)
    Aktuelle Rezension von: itwt69
    Der letzte Teil der Trilogie spielt überwiegend im Westen in den Indianerterritorien. Auch dieser meist grausame und nicht sonderlich heroische Teil der amerikanischen Geschichte wird einem bildhaft dargestellt. Die vielen Aussiedlerkolonnen gen Westen, die den Indianern ihre Lebensgrundlage entzogen, die Reservationslösungen, die Massaker usw. - man kann kaum in Worte fassen, wie die Ureinwohner gedemütigt und systematisch betrogen und letztendlich so gut wie vernichtet wurden. Auf der anderen Seite des Kontinents musste man mit den vielen "befreiten" Sklaven zurechtkommen. Der Rassismus in Amerika ist vor-, während-, und nach dem Bürgerkrieg bis in die heutige Zeit Realität, auch oder trotz einem schwarzen Präsidenten - dies sollte zu Denken geben nach 150 Jahren...
    Diese Serie umfasst unglaublich viele historischen Informationen und ist deshalb ein absolutes Muss für jeden Interessierten. Die Elemente eines Psychothrillers machen sie zuweilen unglaublich spannend. Wird Charles Main, ein Rebell und Ex-Soldat, seinen Frieden finden? Kann Madeline dem ungeheueren Druck des Ku-Klux-Klan und anderer Rassisten auf Mont Royal standhalten? Werden sich die beiden so unterschiedlichen Familien wiederfinden oder endgültig entzweien? Kann Elkanah Bent seine Rache an den Mains und Hazards vollenden? Ein ganz großes Werk des historischen Romans!
  21. Cover des Buches Jenseits von Eden : Roman. John Steinbeck. Aus d. Amerikan. von Harry Kahn (ISBN: B00EH0XOMK)
  22. Cover des Buches Tuor und seine Ankunft in Gondolin (ISBN: 9783423085885)
    J. R. R. Tolkien

    Tuor und seine Ankunft in Gondolin

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Silence24
    Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Dieses mal waren nicht so viele verschiedene Namen vorhanden, dadurch war alles schön flüssig zu lesen. Dafür gibt`s 4 Sterne von mir. =) In dieser Geschichte geht es um Tuor und seine lange Reise nach Gondolin. Es gab eine Zeit in Mittelerde, lange vor den Hobbits, als Elben und Menschen noch vertrauten Umgang pflegten. Zu dieser Zeit lebte Tuor, dessen Vater im Kampf gegen Morgoth gefallen war, bei den Grau - Elben. Er lernte viel von ihnen, von der Sprache bis hin, zu kämpfen. Als das Land von übermächtigen Feinden heimgesucht wird, drängt er darauf, Turgon, den König der Noldor und Kampfgefährten seines Vaters, zu suchen, der sich vor Morgoth`s Heeren in Gondolin, der geheimen Festung, verborgen hält. Und so beginnt die Reise von Tuor.
  23. Cover des Buches Russland verstehen (ISBN: 9783406675256)
    Gabriele Krone-Schmalz

    Russland verstehen

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Bonbosai
    Klappentext:

    Wie ist es um die politische Kultur eines Landes bestellt, in dem ein Begriff wie "Russlandversteher" zur Stigmatisierung und Ausgrenzung taugt? Muss man nicht erst einmal etwas verstehen, bevor man es beurteilen kann? Gabriele Krone-Schmalz bietet in diesem Buch eine Orientierungshilfe für all jene, denen das gegenwärtig in den Medien vorherrschende Russlandbild zu einseitig ist. Antirussische Vorbehalte haben in Deutschland eine lange Tradition und sind in zwei Weltkriegen verfestigt worden. Auch in der Ukraine-Krise lässt sich ihre Wirksamkeit beobachten. Tatsächlich ist aber nicht nur das Verhältnis zwischen Russland, dem Westen und der Ukraine vielschichtiger, als es der Medien-Mainstream suggeriert, sondern auch die russische Geschichte seit dem Ende des Kalten Krieges. Demokratie und Menschenrechte verbreiten - wer möchte das nicht. Es lässt sich aber sehr wohl über das Tempo und über die Methoden streiten. Und es lässt sich fragen, welche Interessen der Westen unter dem Deckmantel einer Menschenrechtsrhetorik verfolgt. 


    Meine Beschreibung:

    Ein interessantes und überzeugendes Buch. 

    Frau Krone-Schmalz nennt die Zusammenhänge, deckt die Ursachen der Konflikte auf, liefert Hintergründe und Infos, die ich so nicht aus den offiziellen Medien bekommen habe. Sie zeigt sehr deutlich die differenzierte Darstellung der Medien und wie man durch Weglassung einiger Worte einen ganz andere Sachverhalt darstellen kann. 

    Der Leser erfährt vieles über die Politik zwischen Ost und West seit dem Ende der Sowjetunion, Über die Rolle von IWF bei der Bildung der Oligarchen in Russland sowie über die Rolle Gorbatschows und der USA bei der Wiedervereinigung Deutschlands. Auch über die NATO Osterweiterung und die dadurch entstanden Gefahren für Russland hat Frau Krone-Schmalz objektiv recherchiert. So wird auch der Wortbruch westlicher Politiker gegenüber Gorbatschow hinsichtlich der Osterweiterung der Nato von ihr themasiert. 

    Zum Ukraine Konflikt beleuchtet sie die Aspekte aus verschiedenen Gesichtspunkten. Was sie dazu schreibt macht mehr als nachdenklich. Die Schuld des Westens (der Nato) an der Entwicklung dieses Konflikts wird durch diese Erkenntnisse deutlich. 

    Die Autorin macht den Lesern klar, weshalb die politische Lage zwischen dem Westen und Russland heute leider so ist, wie sie ist. 

    Frau Krone-Schmalz zwingt keine Meinung auf, übermittelt nur verlässlichen Fakten, so dass sich jeder selbst ein Bild machen kann. 

    Eine Orientierungshilfe für alle, die das gegenwärtig in den Medien vorherrschende feindliche Russlandbild ablehnen. 


    Fazit:

    Wer sich eine neutrale und unvoreingenommene Meinung bilden möchte und gerne rundum informiert ist, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Das Buch ist für jeden der über Russlands Politik mitdiskutieren möchte ein MUSS.  

  24. Cover des Buches Vom Sinn unseres Lebens (ISBN: 9783841906847)
    Michael Nast

    Vom Sinn unseres Lebens

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Die_Parallelele

    Michael Nast weiss mit seinem Schreibstil und seiner Sprache alleine schon zu überzeugen. Humorvoll - ich konnte mich an einigen Stellen zum Verdruss meiner Busmitfahrer kaum halten -, stilistisch auf höchstem Niveau und absolut mit dem Inhalt harmonierend lässt uns dieser Wortkünstler nur so durch die Seiten schweben. Er versteht es mit Worten zu jonglieren und zaubert so Texte aufs Papier, welche mich als Leser nicht nur in ihren Bann zogen, sondern auch mit vielen offenen und neuen Gedanken weiterziehen liessen.

    Auch der Inhalt steht dieser Schreibkunst in Nichts nach: Mit einer Mischung aus Anekdoten, Erzählungen, Erinnerungen, Gesellschaftskritik und Zukunftsgedanken stellt er einen Inhalt zusammen, welcher von brisanten und treffend gewählten Themen wimmelt. Doch es ist nicht Ein Buch welches nur die 08/15 Themen unserer Zeit aufgreift. Mit unerwarteten Inhalten weiss er passend zu ergänzen und bewegt sich mit diesem Buch künstlerisch und sicher zwischen Klischee, Vorurteil und Realität, Erinnerung, und zwischen Schlechtmalerei und Lob. aus seiner eigenen reflektierten Sicht zieht er auch den Leser ohne jegliches Vorwissen über die DDR oder das Verhältnis von dazumals und heute zwischen Ost und West tief in die Geschichte hinein und weckt nicht nur das Interesse an der Geschichte selbst, sondern vor allem an den Personen und den Menschen, welche dahinter stehen. Dabei werden auch noch Bezüge zu unserer heutigen Zeit (Massenkonsum, Fotowahnsinn, Selbstoptimierung...) auf wunderbare Art und Weise gezogen und so dient dieses Buch nicht nur simpler Unterhaltung, denn das tut es trotzdem, sondern lässt den Leser gleichzeitig in sich gehen und über sich selbst und die Mitmenschen nachdenken.

    Dieses Buch ist wertvoll für alle möglichen Menschen. Egal ob sie schon Bezug zur DDR oder zu Deutschland haben, oder fern abseits nicht einmal das Land auf einer Karte benennen könnten, denn es geht weit über die Unterschiede zwischen den beiden Teilen Deutschlands hinaus. Es lässt uns den Menschen als Mensch sehen und uns unsere Unterschiedlichkeit zu akzeptieren.

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