Bücher mit dem Tag "western"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "western" gekennzeichnet haben.

337 Bücher

  1. Cover des Buches Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot (ISBN: 9783596035632)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot

     (426)
    Aktuelle Rezension von: admit

    Bei Sherlock Holmes, da weiß man, was man bekommt: Einen gut durchdachten, spannenden Kriminalfall, bei dem man mitraten kann und sich an den brillanten Dialogen erfreuen. Jeder Fall ist voll von interessanten Charakteren und von englischer feiner Art. Einfach lesenswert!

  2. Cover des Buches Tara und Tahnee (ISBN: 9783522184670)
    Patrick Hertweck

    Tara und Tahnee

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Mermaidkathi

    Mein Fazit:

    Mir hat Tara und Tahnee sehr gut gefallen. Das Setting im Wilden Westen finde ich super. Zu Beginn hat mich der Sichtwechsel etwas gestört, da ich Tara’s Part zu Beginn recht langweilig fand im Vergleich zu Tahnee’s spannenden Teil. Danach wurde es aber immer interessanter und ich habe den Sichtwechsel sehr genossen. Es hat mir super viel Spaß gemacht Tahnee bei ihrer spannenden und gefährlichen Reise zu begleiten und Tara beim Lüften ihres Familiengeheimnisses über die Schulter zu schauen. Die Auflösung hat mir gut gefallen, auch wenn es keine große Überraschung war. Im Laufe des Buches kommt man recht bald auf die Verbindung der Mädchen. Der einfache, aber bildhafte Schreibstil hat mir gut gefallen und ich hatte das Gefühl mitten drin zu stecken. Das historische Feeling und das wunderschöne Cover gefallen mir ebenfalls richtig gut. Ein spannendes Kinderbuch mit tollen Charakteren, welches ich sehr gerne weiterempfehle. Ich vergebe 4 bis 4,5 Sterne für das Buch. 

     

    Meine Meinung zum Buch:

    Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Die Geschichte ist spannend und voller Abenteuer. Es macht super viel Spaß im Jahr 1856 mit Tara und Tahnee das Geheimnis zu entdecken und die Geschichte aus verschiedenen Sichten zu erleben. Der Wechsel zwischen den beiden Mädchen ist faszinierend zu verfolgen. Zu Beginn hatte mich der Sichtwechsel was gestört, aber es wurde immer spannender! Beide Mädchen haben ihr eigenes Leben, das sich total unterscheidet. Das sieht man bereits auf dem Cover, was ich sehr schön finde. Doch sind sie miteinander verbunden. Das Buch spielt im Wilden Westen und vor allem Tahnee erlebt so einiges an Action und Gefahren und muss so einige Male dem Tod entrinnen. Tahnee ist mit ihrem Vater „in der Wildnis“ aufgewachsen und ist dementsprechend recht taff und weltoffen. Tara, im Vergleich, wächst sehr behütet bei einem reichen Großvater auf. Sie wirkt dadurch zu Beginn recht zart und naiv. Tara’s Sicht ist zu Beginn (erste Hälfte etwa) auch recht langweilig. Man bekommt nur einige Fakten und Hintergrundinformationen in ihren Briefen an ihre verstorbene Mama. Aber mit der Weile bildet sich immer mehr ein Bild und die Geschichte wird klarer. Tara verändert sich, wird neugieriger und mutiger. Tahnee hat da mehr den spannenden Part. Sehr viel Action und gefahrenreicher macht sie sich mutig auf ins Abenteuer und trifft unterwegs tolle Freunde. Im letzten Drittel spitzt es sich schnell zu, wird sehr rasant (aus beiden Sichtweisen) und die Geschichte löst sich am Ende schön auf. Sehr überraschend war es dann doch nicht, da man im Laufe der Geschichte schnell die Verbindung der beiden Mädels erkennt. Trotzdem macht es Spaß die Vergangenheit der beiden Mädels aus verschiedenen Sichten kennenzulernen. Der Schreibstil ist recht einfach und doch sehr bildlich. Mir gefällt er richtig gut. Es ist gar nicht so leicht das Buch aus der Hand zu legen. Besonders bei Tahnee war es Action pur. Es ist sehr spannend sie durch die Wildheit nach San Francisco zu begleiten – und dass auch noch so schnell wie möglich. Bei Tara war es etwas ruhiger aber doch sehr interessant ihr beim Lüften des Familiengeheimnisses über die Schultern zu schauen. Insgesamt ist das Buch eine spannende Geschichte mit ganz viel Wild West Feeling und starken und interessanten Charakteren. Mir hat es gut gefallen und ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter. Das Historische Setting fand ich besonders spannend umgesetzt. 

     

    Meine Meinung zum Cover:

    Mir gefällt das Cover sehr gut. Die Farben harmonieren schön und lassen das Buch ein wenig mystisch wirken. Die Boote im Hintergrund und die Kleidung von Tara und Tahnee zeigen sofort, dass es ein historisches Abenteuer ist. Mich hat das Cover auf jeden Fall sofort angesprochen. Für alle Farbschnitt Liebhaber: Das Hardcover hat einen Lila Farbschnitt. 

    Ich wünsche euch ganz viel Spaß mit Tara und Tahnee im Jahr 1856. Eure MermaidKathi

  3. Cover des Buches Devil's River (ISBN: 9783426517154)
    Thomas Thiemeyer

    Devil's River

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Taya

    Durch den Tod ihrer Großmutter "Lizzy" erbt die 26jährige Eve das Haus und einen Schlüssel, den niemand zu kennen scheint. Als sie das Haus mit ihrer besten Freundin betritt, suchen sie überall, wo dieser Schlüssel passen könnte, doch keine Chance. Bis sie dann auf den Dachboden kommen, wo Eve sich früher schon oft aufgehalten hat. Dort finden sie eine - für Eve - neue Truhe, zu welcher der Schlüssel passt. 

    In der Truhe sind allerhand Bücher, Zettel und Kleinigkeiten. Gemeinsam mit einem Brief ihrer Großmutter. Schnell beginnt sie mit ihrer besten Freundin, die Truhe zu durchforsten, alles zu sortieren durch zu schauen. Bis sie das Buch findet, was sie als erstes lesen sollte. 


    In diesem Buch geht es um River. Diese lebt als Weiße in einem Indianerstamm, als Heilerin. Sie wurde als Kind von diesem Stamm aufgenommen, als ihre Eltern verstarben. Doch warum nahmen die Indianer eine Weiße auf. Und was hat das ganze mit dem Serienmörder Nathan Blake zu tun? 

    Schnell wird klar, dass es eine Familiengeschichte zu sein scheint, denn das Amulett, das River immer trägt, ist ebenfalls mit in der Kiste. 


    River und Nathan Blake machen sich, nachdem River Nathan aus der Gefangenschaft der Sherriffs befreit hat, auf den Weg, einen Dämon zu suchen, der das ganze Dorf von Rivers Stamm verjagt und Großteils getötet hat. Nur sie wäre noch in der Lage, diesen Dämon zu stoppen. 

    Ob River und Nathan es schaffen, wie der Dämon aufgetaucht ist und was da noch so alles hinter steckt, möchte ich hier gar nicht weiter aufschreiben, denn ihr sollt dieses Buch selber lesen, denn es lohnt sich auf jeden Fall. Die Geschichte um River, Nathan und irgendwie auch von Eve, sind wirklich interessant und machen einfach nur neugierig. 


    Von mir bekommt "Devil's River" 4 Schmetterlinge für tolle Unterhalten, Spannung und kleinere Überraschungen. 

    Danke an Thomas Thiemeyer, dass er dieses Buch geschrieben hat. 

  4. Cover des Buches Butcher's Crossing (ISBN: 9783423145183)
    John Williams

    Butcher's Crossing

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Einmal im Monat lese ich ein Buch, welches ich sonst nie lesen würde, so wie diesmal „Butcher’s Crossing“ von John Williams. Manchmal möchte man auch mal etwas aus dem Literaturbereich lesen - ein Bereich, welcher irgendwie zu kurz kommt.

    Es war eine Reise in ein Land, das ich so vorher nicht greifen konnte, welches ich mir irgendwie nie vorstellen konnte. Western waren mir immer irgendwie zu plump. Die Büffeljagd ein unnötiges etwas, dem ich nie etwas abgewinnen konnte, da es für mich auch die Lebensgrundlage für die Indianer war und mir das Abschlachten wegen dem Fell unverständlich war und auch noch immer ist.

    Und irgendwie sind mir die kleinen Städtchen im Westen der USA auch immer zu weit weg. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dies kann nicht Ende des 19 Jahrhunderts sein. Der Western muss in einer viel früheren Zeit spielen.

    Es gibt also wesentlich bessere Startvoraussetzungen für ein Buch, da dies alles ist - nur nicht meins. Dies waren meine Gedanken, als ich das Buch in die Hand genommen habe.

    Will Andrews begibt sich also mehr oder weniger ans Ende der Welt - mitten in den Westen von Kansas in der Nähe der Grenze zu Colorado. Ich habe mich also mit Will Andrews nach Butcher’s Crossing bewegt, bin mit ihm die staubige Straße entlanggelaufen als er das erste Mal den Ort betrat. Und irgendwie hat der Ort es geschafft, mich dann auch mit aufzunehmen. Es ist nicht so, dass unwahrscheinlich viel passiert, aber man bekommt ein Gefühl für diesen Ort, auch wenn man ihn recht schnell wieder verlässt.

    Die Reise geht weiter ins Gebirge in die Nähe von Denver. Zumindest wird immer wieder gesagt, dass die nächste größere Stadt, von da wo Will, Schneider, Miller und Charley Hoge die Büffel jagen, Denver ist. Auf Grund der generell großen Distanzen und der damals dünnen Besiedelung ist „in der Nähe von“ schon sehr relativ zu sehen.

    Man fühlt sich so in die Personen ein, dass man selber meint, durch die Hitze der Reise nahe am Verdursten zu sein und spürt ihre verzweifelte Suche nach dem Tal. Man erlebt den Blutdurst nach Büffelblut teilweise so plastisch, dass man das Gefühl hat, dass das Blut an dem eigenen Körper klebt. Später erfährt man, wie es ist, wenn man nicht den richtigen Zeitpunkt für den Absprung schafft und mitten im Winter in den Rockies festsitzt.

    Es war eines der Bücher, wobei mir immer wieder heiß und kalt wird. Es sterben nicht nur die Büffel, sondern auch Menschen. Es wird nicht viel gesprochen, aber doch viel ausgesagt. Es ist auch ein Roman, der viele Fragen beantwortet ohne sie zu stellen. Ich habe mich sehr oft beim Nachdenken erwischt. Für mich ist es eine Perle der Literatur mit einer Vielschichtigkeit in den Personen, wie ich es selten erlebt habe. Für mich ist es ein Buch, welches ich vielleicht noch einmal in die Hand nehmen werde, da es sicherlich noch einen zweiten Blick wert ist. Man kann vielleicht noch etwas aus dem Buch ziehen, was ich jetzt möglicher Weise noch nicht gesehen hat.

    Es ist einfach schade, dass dieser Autor erst nach seinem Tod so richtig entdeckt wurde. Ich werde auf alle Fälle noch „Stoner“ und „Augustus“ lesen, die auch von John Williams sind. Mich hat der Roman auf noch viel viel mehr neugierig gemacht.

     http://www.literaturlounge.eu 

  5. Cover des Buches WEST (ISBN: 9783630876061)
    Carys Davies

    WEST

     (49)
    Aktuelle Rezension von: ysmn

    Es ist das Jahr 1815 in Pennsylvania. John Cyrus Bellman hat seine Heimat England verlassen, um sich in der Neuen Welt niederzulassen. Doch seine Frau Elsie ist bei der Geburt der Tochter gestorben und Cy kann ein Verlust nicht überwinden. Erst als er einen Artikel in der Zeitung über den Fund eines riesigen Skeletts im Westen des Landes liest, keimt neue Hoffnung in ihm auf. Er ist davon überzeugt, dass diese riesigen Tiere leben und beschließt, sich selbst auf die Suche nach ihnen zu begeben.


    Der Roman begleitet Cy auf seiner Reise durch ein unbesiedeltes und zu großen Teilen noch völlig unentdecktes Land, das sich vor den Augen des Lesers entfaltet. Cys Hoffnung, in der wilden, unberührten Natur Erfüllung zu finden und seine Abenteuerlust durch sie stillen zu können, wird bald mit der Realität konfrontiert. Unbeholfen und klein wirkt der Mensch im Angesicht der Schlangen, Bären und Wölfe, der harten und menschenfeindlichen Winter und der gefährlichen Wege.


    Gleichzeitig hat der Westen, auf den die Träume des Protagonisten projiziert werden, etwas Großes und Mythisches an sich. Er ist nicht nur Gefahr, nicht nur wilde Natur, sondern repräsentiert auch den unerschütterlichen Glauben der Menschen und den Drang zu entdecken und zu erforschen.


    Davies erzählt unaufgeregt und in einer schlichten Sprache, die Bilder von großer Kraft und Ausdrucksstärke heraufbeschwört. Der Roman ist ein Western, der durch seinen poetischen und tiefgründigen Charakter hervortritt und sich von anderen vermeintlich ähnlichen Geschichten in dieser Hinsicht stark abhebt. Er verklärt die Zeit der Siedler nicht und zeichnet stattdessen ein glaubhaftes Bild von ihnen, das sich auch aus Vergewaltigungen und Betrügereien zusammensetzt.

    Ein besonderer und lesenswerter Roman!

  6. Cover des Buches Revolver Tarot (ISBN: 9783944544304)
    R.S. Belcher

    Revolver Tarot

     (21)
    Aktuelle Rezension von: LadySunny
    Dieses Buch hat mich zuerst durch sein Cover angesprochen und so habe ich eigentlich mit dem Lesen angefangen, ohne mich allzu sehr mit dem Klappentext zu beschäftigen. So war die Mischung verschiedener Genres in diesen Buch überraschend - aber auf eine gute Art und Weise. Das Cover und der Titel lassen zudem erahnen, dass wir uns im Wilden Western befinden, was wir tun. Revolver, Indianer, Pferde, Gauner, Silberminenarbeiter - all diesen typischen Figuren begegnet man auch hier.
    In den ersten Kapiteln folgen wir Jim, einem Jungen, der von Zuhause flieht und schließlich in einer Stadt namens Golgotha, am Rand der Vierzigmeilenwüste landet. Eigentlich nur als Zwischenhalt gedacht, wird die Stadt schnell zu etwas, das seinen ganz eigenen Charme - und Schrecken - verbreitet. Im Laufe der Handlung lernt man verschiedene Charaktere von Golgotha kennen, die nicht zuletzt mit kirchlichen / religiösen Hintergründen konfrontiert und hintermalt werden - die Geschichte befasst sich letzten Endes mit dem nahenden Weltuntergang, etwas, das ich so nicht erwartet hätte, aber auch etwas, das mich zunehmenden mehr in Beschlag nahm, sodass ich das Ende des Buches kaum abwarten könnte, um herauszufinden, ob die Guten oder doch die Bösen siegen.
    Das Buch ist spannend und gut geschrieben - einige wenige Rechtschreib-, Grammatik und / oder Flüchtigkeitsfehler sind den Editoren zwar durchgerutscht, was meinen Lesefluss manchmal beeinträchtigte, aber es waren keineswegs so viele, dass es mich wahnsinnig gestört hätte.
    Besonders gefallen haben mir tatsächlich die vielfältigen Charaktere, die man nach und nach besser kennenlernt, obgleich damit teilweise ein mächtiges Head-Hopping entstanden ist. Auch bei all der Hektik zum Schluss hätte ich einen strikteren PoV besser gefunden. Einige Figuren sind mir außerdem Figuren etwas zu kurz gekommen. Zum Beispiel Biqa.  Dessen Wandlung bzw. Beweggründe zu dem zu werden, der er am Ende ist, kann ich nicht ganz verstehen / nachvollziehen…. Einiges wird aufgeklärt, aber grundsätzlich hätte ich mir mehr von seiner Zerrissenheit gewünscht. Er macht Dinge aus einem Grund heraus, auch weil er sich in der neuen Welt verliert, aber das erklärt, meiner Meinung nach, nicht alles, was er getan oder nicht getan hat.
    Auch hätte ich gerne erfahren, ob Jim jemals erfährt, was mit seiner Familie ist.
    Ab und an bin ich zudem über ein paar Formulierungen gestolpert, bei denen ich mich gefragt habe, ob man diese damals (im 19. Jahrhundert) bereits verwendet hätte …. so etwas wie "klinisch rein". Ist das nicht eher ein Begriff aus der Neuzeit?
    Teilweise hatte ich also das Gefühl, dass Fäden aufgenommen, versponnen und dann wieder von der Nadel gerutscht sind und dass es zu oft ein zu großes Head-Hopping gab, das es schwerer machte mit den einzelnen Figuren mitzufühlen. Aber grundlegend hat mir die Lektüre von "Revolver Tarot" sehr viel Spaß gemacht, ich habe mich gerne auf all die Facetten eingelassen, hätte mir aber an der ein oder anderen Stelle doch mehr Tiefgang gewünscht. In diesem Sinne gibt es von mir 4 von 5 Sternen.
  7. Cover des Buches Das wilde Herz des Westens (ISBN: B0844X9QQN)
    Alexandra Fischer

    Das wilde Herz des Westens

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Bibabuch

    Das Wilde Herz des Westens

     von Alexandra Fischer 


    "Zwei Frauen, eine Reise und der Traum vom großen Glück. Ein historischer Roman über die Mail Order Brides des Wilden Westens." (siehe Klappentext)


    Da ich aus der Generation der Western Serien stamme, war meine Neugier nach dieser Beschreibung sofort geweckt, und ich wurde auch nicht enttäuscht. Von der ersten Seite an hat mich das Buch gepackt.

    Von Kapitel zu Kapitel habe ich mitgefiebert und es kam keine Langeweile auf. Die mehr als 600 Seiten haben mich bestens unterhalten!

  8. Cover des Buches Duell (ISBN: 9783404172207)
    Arnaldur Indriðason

    Duell

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Simone_081

    Ab und zu passiert es, dass man ein Buch in die Hände bekommt, dessen Klappentext sich sehr viel versprechend anhört und zu Beginn auch interessant zu lesen ist, sich dann aber in eine Richtung entwickelt, die einen leider gar nicht anspricht. So ist es mir mit "Duell" ergangen. Den Anfang des Krimis habe ich sehr gerne und gespannt gelesen, als dann aber nach einiger Zeit klar wurde, dass sich der Krimi eigentlich um das Thema Spionage/Geheimdienst dreht, war bei mir Schluss, da mich dieser Themenbereich leider gar nicht interessiert.
    Manchmal würde ich gerne schon im Voraus wissen, mit welchen Themen sich ein Roman tatsächlich beschäftigt, denn dann würde ich u.U. gar nicht anfangen zu lesen.
    Ich habe dann in der Hälfte abgebrochen.

    Leider muss ich auch sagen, dass ich den Schreib- bzw. Übersetzungsstil gewöhnungsbedürftig fand. Die Sprache ist sehr einfach und teilweise auch ein wenig seltsam. Mitunter finden sich in Dialogen extreme Gedankensprünge, die mich als Leserin sehr verwirrt haben.

    Für mich war dieser Krimi leider nichts, aber für Freunde des Themas sicher einen Versuch wert.

  9. Cover des Buches Jäger der Macht (ISBN: 9783453529427)
    Brandon Sanderson

    Jäger der Macht

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Cole_Brannighan

    Mittlerweile ist der vierte Teil der Reihe, je nach Auflage, eine Rarität. Glücklicherweise bin ich im Besitz eines dieses seltenen Exemplare.

    Nach dem die Reihe Kinder des Nebels mit der eigentlichen Reihe endet, ist der vierte Teil eher als eigenständiges Werk zu betrachten. Die Kräfte sind schwäche und die Story ein ganz anderer Handlungsstrang. Am Anfang kommt man etwas holprig in die Geschichte, aber Sanderson gelingt es schnell, einen mit seinem Stil einzufangen. 

    Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und durch die Pistolen bekommt das Buch ein wenige Wild-West-Style, was eigentlich ganz gut passt. Der Prota ist gut beschrieben und handelt für sich logisch und authentisch.

    Da ich nicht zu viel verraten will, kann ich nur eine klare Leseempfehlung aussprechen.

  10. Cover des Buches Glut und Asche (ISBN: 9783453676800)
    James Lee Burke

    Glut und Asche

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Wie auch beim vorhergehenden Thriller „Regengötter“ von James Lee Burke ist auch „Glut und Asche“ ein Monumentalwerk. Im epischen Ausmaß beschrieben, treffen hier die verschiedensten Gruppen Gewalttätiger, zu Gewalt bereite Menschen mit Jenen aufeinander, die ihre Taten bereuen und am liebsten vergessen würden. Dabei gibt es auch Personen, die beides vereint. Gewalt und Reue. Religion, Hass, Neid aber einfach auch nur Geld und Macht sowie von Rache getriebener, alles trifft in der von nicht gerade vielen Menschen bewohnten Gegend zusammen, die von wenigen Gesetzeshütern beschützt wird.

    Worum es geht?

    Danny Boy Lorca, ein Indianer mittleren Alters, beobachtet einen grausamen Mord. Er traut sich beim besten Willen nicht einzugreifen. Bald schon bereut er das zutiefst und will das irgendwie gut machen. Leider wird Danny Boy des Öfteren von einer unheimlichen Gier nach Alkohol geplagt und dann kann er einfach nicht aufhören. Von daher ist er oft Gast in der Ausnüchterungszelle und als Zeuge nicht unbedingt gerne gesehen.

    Aber das ist nicht alles. Der Ermordete war nicht allein. Sein Mitgefangener kann fliehen. Der Mörder ist Antonio Krill, ein ehemaliger Kriegsgewinnler, der mit vielen Seiten Geschäfte getätigt hat. Weil seine drei kleinen Kinder ungetauft im Krieg verstarben, will er unbedingt, dass ein Geistlicher dieses nachholt, damit seine Kinder endlich in Frieden beigesetzt werden können. Das treibt ihn an.

    Partner von Krill ist der absolut gefühllose, eiskalte Mörder Negrito, der einen eigenen Friedhof für seine Feinde betreibt. Er treibt Krill mit seinen endlosen Diskussionen in den Wahnsinn.

    Der Geflohene ist Noie Barnum, der für die Regierung arbeitet und irgendwelche Pläne für Drohnen angeblich irgendwo versteckt hat und deshalb zum Spielball zwischen den Fronten wird. Im Grunde ist er aber nur auf Rache aus. Zunächst kann er sich bei Anton Ling verstecken, eine Chinesin, die ihre Machenschaften während des Krieges bitter bereut und daher viel Gutes tut. Sie beschützt und versorgt Mexikaner im Grenzgebiet und ist daher ein Hassobjekt für viele. Zum Beispiel für Reverend Cody Daniels, der vehement gegen die Einwanderer wettert und sich einen tollen Standort für seine Kirche gesucht hat. Von hoch oben blickt er über die Wüste und Berge und kann Anton Ling bei ihrem Treiben sehr gut zuschauen.

    Das bemerken auch weitere Verbrecher, wie den Russen Sholokoff. Klein, hässlich, Waffenhändler und Pornoproduzent will er unbedingt Noie Barnum finden, denn er ist viel Geld wert. Er foltert gerne beziehungsweise lässt foltern, denn wer will sich schon die Hände schmutzig machen. Also hat er einen ganzen Trupp williger, die für ihn grausam foltern und morden. So gut wie jeder böse Bube hat mit ihm eine Rechnung offen und umgekehrt.

    Unser Noie ist nun in ungewöhnliche Hände geraten, nämlich bei unserem schon bei „Regengötter“ mitspielenden Psychopathen Jack Collins – der Preacher, dessen christlich religiöse Wahnvorstellungen alle seine Untaten begründen sollen. Er hat so manche Rechnung offen, hat er doch auch so seine Finger im Spiel gehabt bei den Kriegswaffenkäufen und -verkäufen. Seine Helfer sind diesmal zwei unterbelichtete Cousins, die reichlich dämlich sind aber meistens alle Aufträge von ihm ausführen, zum Beispiel Leute zusammenschießen.

    Und dann ist da noch Temple Dowling, ein Geldgeiler Waffenhändler und pädophiler Dreckskerl, der mit dem Russen noch eine Rechnung offen hat und ebenfalls hinter Noie her ist. Temples Vater ist ein alter Bekannter von unserem Sheriff Hackberry Holland, ein alter Kriegsveteran, Witwer und ehemaligen Alkoholiker. Der darf nun hinter allen den Dreck weg machen und aufräumen. Unterstützt wird er dabei von seiner Chief Deputy Pam Tipps, einer Frau im besten Alter und schwer verliebt in Hackberry.

    An seiner Seite hilft ihm auch noch Deputy R. C. Bevins, der vom Autor lange Zeit nur R.C. genannt wird, bevor er ihm auch einen Nachnamen verpasst. Vielleicht hat er auch erst im Laufe der Geschichte eine größere Rolle bekommen. Er ist ein junger charismatischer Kerl, der gerne eigene Dinge ausprobiert und für seine Unbeholfenheit schwer büßen muss.

    Es kommt nach vielen Seiten, bei denen wir einiges über die Beschaffenheit der Umgebung und der Natur lernen, zum letzten Gefecht zwischen all den Gruppierungen. Es fließt unendlich viel Blut und die Kugeln fliegen einem nur so um die Ohren. Eine wirklich epische Angelegenheit, die aber bis zur letzten Seite Lesenswert ist.

    Ich muss kaum erwähnen, dass es unzählige Werke von Burke gibt, die man als Fan von ihm bestimmt alle lesen will. Auch bekam er sehr viele Auszeichnungen und einige seiner Bücher sind bereits verfilmt. Nachzulesen kann man das alles zum Beispiel unter https://de.wikipedia.org/wiki/James_Lee_Burke

    Lesespaß für lange Abende, Nachmittage auf der Couch, am Strand und als Geschenk für Männer bestens geeignet.

  11. Cover des Buches Anton Serkalows Nighthunter 1: Die Nacht der Ghule (ISBN: B07PMLDJWG)
    Anton Serkalow

    Anton Serkalows Nighthunter 1: Die Nacht der Ghule

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Nils_Krebber

                


     Ein witziger übernatürlicher Western mit ausgefallenen Charakteren. Es gibt einen Vampir und einen Gestaltwandler-Hauptdarsteller die im Spaghetti-Western-Stil durch den Westen ziehen und Monster jagen. Leider übertreibt es der Autor manchmal ein wenig mit den Adjektiven, dafür hat er Probleme Räume und Dimensionen zu beschreiben. Schon beim ersten Zugüberfall war ich kurz verloren wer jetzt wo stehen soll nachdem der dritte Charaktere über jemand gesprungen ist während es zu eng sein soll dass ich irgendjemand bewegen kann. Aber das sind Kleinigkeiten, ich werde der Serie weiter folgen um zu sehen wie er sich entwickelt viel Spaß für Freunde des Übernatürlichen Westerns der ja in auf Deutsch nicht so oft vertreten ist.
  12. Cover des Buches Das Dickicht (ISBN: 9783453676770)
    Joe R. Lansdale

    Das Dickicht

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Einige Bloggerkolleginnen sind ja hellauf begeistert von den Büchern von Joe R. Lansdale - und nachdem ich von seiner Geschichte "Die Wälder am Fluss" total eingenommen war, muss ich natürlich auch andere von ihm ausprobieren.

    Das nächste war nun "Das Dickicht", wobei ich mich mit meiner Erwartung am Titel orientiert habe und dachte, dass sich die Protagonisten sozusagen durchs Dickicht schlagen müssen um Jacks entführte Schwester zurückzuholen. Doch dorthin kommt man erst zum finalen Showdown.

    Aber von vorne: Erzählt wird das ganze aus der Sicht des 16jährigen Jack, der einer gottesfürchtigen Familie aufwächst und dem sein bisheriges Leben plötzlich aus den Händen gerissen wird. Die Eltern sterben innerhalb weniger Tage an den Pocken, auf dem Weg zu seiner Tante stirbt sein Großvater und seine kleine Schwester wird entführt.
    Völlig auf sich allein gestellt muss er Verstärkung finden, um die Banditen verfolgen zu können und gerät dabei an den zwilichten Fährtensucher Eustace, einen farbigen Hünen, der immer mit einem "zahmen" Keiler unterwegs ist und den Kopfgeldjäger Shorty, der seinem Namen alle Ehre macht :D

    Jacks Ansichten spiegeln sich sehr gut im Stil wieder, wie es seinem Alter angepasst ist. Teilweise noch etwas unerfahren, sind einige Situationen doch ein Schock für ihn und er versucht immer wieder, mit seiner Gottesfürchtigkeit und Nächstenliebe das Verhalten der anderen zu beeinflussen. Er ist kein Held, aber erkennt durch seinen Willen eine deutliche Steigerung von Mut und Entschlusskraft, was ihn mir sehr ins Herz geschlossen hat.
    Allerdings lässt Lansdale auch sehr deutlich einfließen, wie rau diese "Welt" damals war und wie derb die Sprüche und das Umgehen miteinander war, dass oft sehr brutal und ohne große Gefühle vonstatten ging.
    Dennoch, und das war auch mit das besondere hier, gibt es einige philosophische Gespräche, die Jack mit Shorty führt und die einem interessante Botschaften vermitteln.

    "Zu zweit kann man vielleicht so etwas wie Liebe machen, so wie man einen Eintopf macht, aber dass die Liebe auf einen wartet, ist ein Märchen. Lust auf den ersten Blick oder Gewöhnung, aus der irgendwann Liebe wird, das schon, aber vorbestimmt ist das nicht."
    Zitat Seite 69

    Gefühlsduseleien braucht man aber nicht erwarten. Es ist ein hartes Leben, von denen sie alle gekennzeichnet sind und jeder von ihnen geht anders damit um. Es werden derbe Witze gerissen, einige Leute erschossen und mit klaren Worten nicht gespart - egal um welche bitteren Schicksale es sich handelt. Damit wird der Autor der Zeit gerecht und zeigt mit viel bösem Humor und Authentizität ein lebendiges Bild dieser Zeit. Sicher überspitzt, aber das ist ja gewollt und macht trotz der harten Realität viel Spaß beim Lesen!

    Jimmie Sue sagt immer, dass man sich nicht an das erinnert, was geschehen ist, sondern an das, was man glaubt, das geschehen ist.
    Zitat Seite 330

    Das fand ich auch noch erwähnenswert. Weil viele ja immer von "der einen Wahrheit" sprechen, die es für mich aber nicht gibt. Die "Wahr"nehmung jeglicher Situation ist für jeden unterschiedlich; für jeden aber die Wahrheit, so wie er sie empfunden hat. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten, denn jeder Mensch hat das Recht auf seine Gefühle und seine Sicht der Dinge. Man kann sich dabei annähern und versuchen zu verstehen, zu akzeptieren, wird aber nie alles so erfassen können, da man ja nicht in dem anderen drinsteckt.

    Weltenwanderer

  13. Cover des Buches Bräute auf Abwegen (ISBN: 9783957344649)
    Karen Witemeyer

    Bräute auf Abwegen

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Lujoma

    Ich lese gern mal eine Liebesgeschichte und habe mich gefreut als ich dieses Buch mit gleich drei Geschichten geschenkt bekam. Drei verschiedene Autorinnen, drei Geschichten von je ca. 100 Seiten... Marietta versucht mit Charme und einigen Tricks den Angebeteten, der als Vorarbeiter auf der Farm ihres Vaters arbeitet, für sich zu gewinnen.... Katie und Josiah kennen sich schon immer, doch Missverständnisse brauchten sie auseinander. Als bei einem Unwetter ein eigenartiger Fremder auftaucht, bleibt Josiah an ihrer Seite und gibt sich als Ehemann aus.... Carrie flieht vor dem zwielichtigen Mann, den ihr Vater für sie ausgesucht hat. Der mutige Texas Ranger John steht ihr bei und erobert ihr Herz...

    Jede der Geschichten ist in sich abgeschlossen und so habe ich immer mal eine Geschichte gelesen. Wirklich überzeugt hat mich allerdings nur "Eine Braut auf der Flucht". Die anderen Geschichten waren vorhersehbar ("Das Ehemann-Manöver") oder eher verwirrend ("Der Bräutigam, der sich nicht traut"). Dennoch lassen sich alle Geschichten gut lesen und ich kann sie Freundinnen von historischen Liebesromanen gut empfehlen.

  14. Cover des Buches Mond über Manhattan (ISBN: 9783499257933)
    Paul Auster

    Mond über Manhattan

     (189)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Marco Stanley Fogg lebt in einem im Grunde leeren Apartment in Manhattan mit dem ernüchternden Blick auf die flackernde Neonreklame des China-Restaurants „Moon Palace“. Wären da nicht die Bücherkisten seines geliebten Onkels Victor, aus denen Marco sich Tisch, Bett und Stuhl konstruierte, hätte die Armseligkeit Marco bereits erdrückt. So jedoch fühlt er sich pragmatisch und beinahe erhaben.  Victor hatte ihm seine Bücherschätze überlassen, als er sich mit seiner Jazz-Combo auf Tour begab, doch nun ist der Klarinettist in seiner Bleibe tot aufgefunden worden und Marco fühlt sich endgültig von allen verlassen.

    Ohne Vater wächst Marco bei seiner Mutter Emily auf, die jedoch bei einem Autounfall ums Leben kommt, als Marco gerade einmal elf Jahre alt ist. Von nun an lebt Marco bei seinem Onkel, der sich auf seine bescheidene Art liebevoll um seinen Neffen und dessen Bildung kümmert. Als Victor jedoch stirbt, scheint mit dem Verlust dieser letzten sozialen Bindung in Marcos Leben aller Halt durchtrennt. Um die Bemühungen seines Onkels nicht zu zerstören, setzt Marco alles daran, sein Studium abschließen zu können, doch der finanzielle Aufwand treibt ihn in den Ruin. Nach und nach versetzt er sogar die Bücher, die er allerdings zuvor liest und endet am Ende seines Studiums in einem leeren, heruntergekommenen Apartment. Geblieben ist ihn nur noch die Klarinette seines Onkels und ein letzter Blick auf die Neonreklame des Moon Palace. Ohne Wohnung und Einkommen driftet Marco durch die Stadt und findet mit seinen wenigen Habseligkeiten Zuflucht im Central Park, der ihm wie eine Oase im anonymen Treiben der Stadt erscheint. Mit jedem Kilo Körpergewicht, das Marco verliert, entfremdet er sich mehr und mehr der Realität.

    Dank Kitty Wu, die Marco seinen besten Kuss bislang bescherte und seinem Freund Zimmer kann er aus dem Stadtstreicher-Dasein in letzter Minute gerettet werden.

    Paul Auster erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der mangels sozialer Bindungen und finanziellen Mitteln zum Minimalisten wird und mehr als nur Wohlstand und Nahrung entbehren muss. Als er endlich einen Platz im Leben an Kitty Wu’s Seite gefunden zu haben scheint, löst eine harmlose Entscheidung eine Kettenreaktion aus, die ihn zu seinen eigenen Wurzeln führt. „Mond über Manhattan“ ist eine raffiniert ausgeklügelte Geschichte in der Marco ganz seltsamen und doch einzigartigen Menschen begegnet und sie wieder verliert, um sich selbst zu finden. Wer selbst Menschen entbehren muss, der liest das Buch aus einem anderen Blickwinkel und wird es auch noch nach der letzten umgeschlagenne Seite eine Weile mit sich tragen. Vier Sterne sprechen für sich und die Fortsetzung der Lektüre Austers' Werke.

  15. Cover des Buches Sherlock Holmes und das Tal des Grauens: Illustrierte Fassung (ISBN: 9783954181674)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes und das Tal des Grauens: Illustrierte Fassung

     (69)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Sherlock Holmes und das Tal des Grauens von Arthur Conan Doyle ist ein klassischer Krimi der sich im ersten Teil recht gut lesen lässt. Danach wird es etwas langatmig und langweilig.

    Sherlock Holmes und Doktor Watson werden gebeten bei einem Mordfall behilflich zu sein. Sie reisen nach Sussex, dort wurde ein Mann ermordet. Im wurde mit einer abgesägten amerikanischen Schrotflinte ins Gesicht geschossen. Somit ist die Identifizierung des Toten etwas schwer. Doch anhand eines Brandmahls wird er schnell als der Hausbesitzer Mr. Douglas identifiziert. Das Brandmahl weist ihn als Mitglied einer Freimaurer Loge aus. Warum musste er sterben? Sherlock Holmes beginnt zu ermitteln.

    Obwohl dies schon ein älteres Werk ist konnte man das Buch recht gut und flüssig lesen. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Teil befasst sich mit dem Mord und der Aufklärung durch Sherlock Holmes. Dieser war spannend und unterhaltsam. Der zweite Teil befasst sich mit der Vergangenheit des Ermordeten um die Tat zu erklären. Allerdings weiß der Leser bis dahin ja schon die Auflösung und ehrlich gesagt ist die Vorgeschichte extrem langatmig und langweilig. Hier wäre eine Kombination wie in heutigen Büchern mit zwei Handlungssträngen schöner gewesen.

    Als Krimileser kommt man einfach nicht an Sherlock Holmes vorbei und auch wenn mich das Buch nicht ganz überzeugen konnte, war es doch zu Anfang ein Lesegenuss. Auch wenn man die Zeit bedenkt in der die Geschichten geschrieben wurden und wann sie spielen überzeugt die Finesse und die Ermittlungsarbeit. Doyle war mit seinen Büchern der Kriminalistik in Bezug auf Wissenschaft und andere Methoden der damaligen Polizeiarbeit weit voraus.

  16. Cover des Buches Wie backe ich mir einen Mann? (ISBN: 9783963621581)
    Karen Witemeyer

    Wie backe ich mir einen Mann?

     (23)
    Aktuelle Rezension von: peanjo

    Nach dem Tod ihres Vaters möchte Abigail die Bäckerei, die sie als Erbe erhalten und in der sie schon immer mitgeholfen hat, weiter betreiben, um für sich sich und ihre jüngere Schwester den Lebensunterhalt verdienen zu können. Aber sie stolpert über eine alte Stadtverordnung, die es nicht erlaubt, dass Frauen ein Geschäft führen dürfen. Deshalb braucht Abigail ganz schnell einen "Schein-Ehemann". Ihre Wahl fällt auf den wortkargen, etwas abweisenden Zimmermann Zach. Der stimmt diesem Vorschlag und Abigails Vertrag sogar zu, doch trotz aller guten Planung und Vorbereitung hat Abigail nicht daran gedacht, dass die Liebe mit von der Partie ist. 

    Eine leichte Liebesgeschichte, bei der die beiden Protagonisten beide ihre unbewältigte Schuld der Vergangenheit mit sich herumtragen und feststellen müssen, dass man sich selbst erst einmal lieben und vergeben muss um den einen Menschen lieben zu können.

  17. Cover des Buches Starbuck: Der Rebell (ISBN: 9783499259142)
    Bernard Cornwell

    Starbuck: Der Rebell

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf die Handlung erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Der Autor ist ja bekannt für seine historischen Romane und ich habe seine Bücher schon vielfach geniessen dürfen. Diesmal führt er uns also ins 19. Jahrhundert und in die Wirren und grausamen schlachten des amerikanischen Sezessionskrieges. Kernfigur ist ein junger Mann aus den Nordstaaten den es vor Ausbruch des Krieges in die Südstaaten verschlägt. Nathaniel "Nate" Starbuck ist gleichzeitig auch der Titelgeber für die Trilogie.

    In gekonnter Manier entführt uns der Autor in die damalige Zeit und die Zerrissenheit der amerikanischen Kultur. Auch die Religion spielt eine größere Rolle. 

    Leider war mir das Buch Anfangs zu langatmig - erst mit der Schilderung der ersten Schlacht des Krieges kam etwas mehr Tempo auf. Aber den Schrecken einer Schlacht einzufangen ist ja auch etwas was der Autor hervorragend beherrscht.

    Die Figuren sind gut gezeichnet ohne mich wirklich überzeugen zu können. 

    Der Schreibstil ist gut, kam mir aber diesmal insgesamt ein wenig behäbig daher. 

    Insgesamt für mich eines der schwächsten Bücher, die ich bisher von diesem Autor gelesen habe.

  18. Cover des Buches Die Rückkehr (ISBN: 9783832162955)
    Carsten Stroud

    Die Rückkehr

     (30)
    Aktuelle Rezension von: NiWa
    Schwarze Krähen schießen einen Jet voll chinesischer Unternehmer ab, im Wagen eines Polizisten wird die Beute eines Bankraubs entdeckt, und ein Gefangenentransport geht gehörig schief. Diese Ereignisse geschehen in kürzester Zeit. An und für sich ist es ungewöhnlich, wenn es nicht in Niceville wäre, wo das dunkle Nichts nach den Bewohnern greift ...

    "Die Rückkehr" ist der zweite Teil von Carsten Strouds Niceville-Trilogie. Schon wie beim ersten Band kann ich nur von einem genialen Genre-Mix sprechen, der sich im Lauf der Handlung sogar noch gesteigert hat.

    Mittelpunkt der Ereignisse ist das amerikanische Südstaaten-Städtchen Niceville, indem das Grauen aus allen Ecken und Enden schielt. In Niceville geschieht Merkwürdiges, und es sieht danach aus, dass die Geschichte nicht gut ausgeht.

    „ ‚Kannst du dich noch an die Zeiten erinnern, als in Niceville nichts los war?‘
    ‚Nein‘, sagte Nick (…) ‚Ich auch nicht‘ “
    (S. 448)

    Dieser zweite Teil schließt nahtlos an den Vorgängerband an. Auch diesmal ist es für mich schwierig, meine Eindrücke zu dem Buch festzuhalten, weil es gar so packend und einzigartig ist.

    Als Leser ist man erneut mitten im Geschehen drin. Dennoch gibt Carsten Stroud Raum, um die Figuren wieder zu erkennen und sich zu orientieren. Anfangs geht es ruhiger als im ersten Band zu, dennoch landet man rasch in einer Verfolgungsjagd, bei der ordentlich die Fetzen fliegen.

    Der Autor hält sich nicht zurück. Es gibt kein Zögern oder Zaudern, er geht knallhart mit seinen Figuren um. Dabei spritzt das Blut, das Grauen steht ihnen ins Gesicht geschrieben, und es wird über Leichen gegangen, weil das Leben aus Grauschattierungen besteht.

    Die facettenreichen Charaktere haben mich von Beginn an gefesselt und gebannt. Ich liebe es, wenn die Bösen vorbildlich handeln, und die Guten schlechte Entscheidungen treffen. Das ist für mich menschlich, authentisch und wirkt real.

    Besonders gut gefällt mir der Cop Nick, weil er nicht aus Niceville stammt und somit einen etwas frischeren Blick auf das Kleinstadtleben hat. Er ist der federführende Charakter der Handlung, und hat sich mit seiner Frau Kate als Mittelpunkt der Story entpuppt.

    Bemerkenswert gruselig ist die Figur des Jungen Rainey Teague. Hier spielen dezente Horror-Elemente rein, wobei man niemals weiß, woran man bei ihm ist. Manches Mal hat es mir die Gänsehaut aufgestellt, weil er ein richtig intriganter kleiner Scheißer ist. Dennoch stellt sich die Frage, inwiefern sein Verhalten vom Grauen in Niceville abhängt.

    Es gibt etliche Handlungsstränge, die blutig-brutal in der Gegenwart verlaufen, gleichzeitig aber auf der furchteinflößenden Vergangenheit von Niceville beruhen. Hierzu wird man von Carsten Stroud ab und an in die Geschichte der idyllischen Kleinstadt entführt, was für mich faszinierend gewesen ist.

    Mir gefallen übersinnliche Elemente immer gut, die hat Stroud gekonnt eingesetzt, ohne dabei an brutal-realistischer Action zu sparen.

    Für mich ist "Die Rückkehr" eine großartige Fortsetzung, meisterlich erzählt und wunderbar umgesetzt. Wer sich auf Western-Style, Mystery, ein bisschen Horror und Intrigen einlassen will, sollte unbedingt zu dieser Trilogie greifen, da ich sie wärmstens empfehlen kann.

    Die Niceville-Trilogie:
    1) Niceville
    2) Die Rückkehr
    3) Der Aufbruch
  19. Cover des Buches Die Zügel hält mein Herz (ISBN: 9783963622458)
    Karen Witemeyer

    Die Zügel hält mein Herz

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Lujoma

    Eigentlich hatten Mark Wallace und Jonah Brooks nur den Auftrag ein Pferd zu seinem Käufer zu bringen. Doch als sie auf eine junge Frau, die gerade ihr 1. Kind bekommt, treffen, haben sie plötzlich die Verantwortung für ein Baby. In dem Haus für Waisenkinder, in das sie das Kleine bringen, steht Mark plötzlich der Frau gegenüber, die vor 10 Jahren seinen Heiratsantrag abgelehnt hat, die er aber nie vergessen konnte.

    Katherine Palmer leitet zusammen mit Eliza Sutherland das „Harmony House“. Sie hat sich damit abgefunden eine ledige Frau zu sein und kümmert sich mit viel Liebe um die Kinder. Dass plötzlich Mark vor ihr steht, bringt sie ziemlich durcheinander. Auch Eliza hat feste Vorstellungen von ihrem Leben und ihrer Aufgabe. Ein Mann wie Jonah Brooks hat da keinen Platz.

    Als Mark und Jonah hören, dass immer wieder Kinder spurlos verschwinden, haben die Reiter einen neuen Auftrag. Gemeinsam mit den Frauen vom „Harmony House“ begeben sie sich auf die Suche.


    Nachdem ich „Zu Befehl, Frau Doktor!“ mit Begeisterung gelesen habe, freute ich mich sehr auf den 2. Band der Reihe. Und ich wurde nicht enttäuscht. Wieder konnte ich in eine spannende Geschichte eintauchen. Diesmal sind die Reiter Mark und Jonah die Hauptpersonen, immer hilfsbereit und mit offenen Augen und Ohren und großem Einsatz für Menschen in Not. Die Liebe kommt ins Spiel als sie im „Harmony House“ auf Kate und Eliza treffen. Alle vier Hauptprotagonisten waren mir sehr sympathisch, ich mochte ihren Einsatz für die Kinder, ihr Fragen nach Gottes Willen, ihren festen Glauben und ihren Mut. Auch die verschiedenen Kinder, die im Roman eine wichtige Rolle spielen, hab ich schnell ins Herz geschlossen.

    Der Roman lässt sich sehr gut lesen. Karen Witemeyer hat eine angenehm erzählenden Schreibstil, die Geschichte hat Humor und eine gute Portion Spannung, die zum Ende hin stetig ansteigt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.


    Ich habe „Die Zügel hält mein Herz“ sehr gern gelesen und kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen. Fünf verdiente Sterne gibt es dafür!

  20. Cover des Buches Äquator (ISBN: 9783570103401)
    Antonin Varenne

    Äquator

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Dajobama

    Äquator – Antonin Varenne 

    Das hier ist eine interessante Mischung aus Western und Abenteuerroman. Diesen beiden Genres sollte man also nicht ganz abgeneigt sein. 

    Ist es Flucht oder Fernweh, die den Protagonisten Pete Ferguson immer weiter antreibt? Den Äquator will er sehen. Perspektive hat er darüber hinaus kaum. Unterwegs gerät er auch noch in etliche brenzlige Situationen. Es ist das 19. Jahrhundert, in Nebraska und Nevada wird er gesucht, als Brandstifter und Mörder. Er schließt sich zunächst Büffeljägern an und gelangt schließlich nach Mexiko. Egal wo er auftaucht, es gibt immer Ärger und Grund zur Flucht. Und so geht es immer weiter Richtung Süden. 

    Pete ist ein geborener Abenteurer. Er findet aus jeder Situation einen Ausweg und schafft es meist auch noch eine zweite, schwächere Person zu retten. Er hat das Herz am rechten Fleck, ein wahrer Held eben. Vielleicht ein bisschen viel des Guten, aber egal. Einige Entwicklungen erschienen mir sehr an den Haaren herbeigezogen. Normalerweise würde mich das sehr stören,  hier nicht. Warum auch immer. 

    Überhaupt könnte man viele kleine Schwächen an diesem Roman finden, wenn man will. Man kann ihn aber auch einfach sein lassen, wie er ist und die einzigartige Atmosphäre genießen. Und ebendiese mochte ich sehr. Pete ist ein sehr empfindsamer Held, der  nicht nur den Äquator sucht sondern auch seinen Platz im Leben. Die Stimmung und die Atmosphäre des Wilden Westens sind hervorragend eingefangen. 

    Die Geschichte ist fesselnd erzählt mit vielen nachdenklichen Momenten. Ich habe die Lektüre sehr genossen. 

    Trotz allen Kritikpunkten mochte ich das Buch sehr. 4 Sterne

  21. Cover des Buches Ein feiner Typ (ISBN: 9783827013781)
    Willy Vlautin

    Ein feiner Typ

     (16)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    Horace ist ein feiner Typ und das hat er sicherlich dem Rentner-Ehepaar Reese zu verdanken. Als irisch-indianisches Halbblut wurde er von seiner Mutter zur Großmutter abgeschoben. Doch sie war nicht sehr fürsorglich und vermittelte ihn als Jugendlichen als Arbeitskraft an die Schaffarm der Reeses. Bald behandelte ihn das ältere Ehepaar wie einen Sohn und da die eigenen Töchter in die Stadt zogen, soll der hilfsbereite Horace die Farm erben. Doch das Farmerleben ist entbehrungsreich im nördlichen Nevada. Horace träumt davon, Boxer zu werden. Schweren Herzens verlässt er die gesundheitlich angeschlagenen Farmer, um sein Glück in Tucson zu suchen. Er findet einen Trainer, der ihm eine große Karriere verspricht, aber doch nur Geld kassiert. Die Kämpfe laufen nicht gut, weil Horace immer wieder die Nerven versagen. Die Großstadt macht ihm Angst und er muss erkennen, dass die Menschen nur an ihrem eigenen Vorteil interessiert sind. Er vereinsamt immer mehr, doch ist zu stolz, trotz der wiederholten Bitten der Reeses, zurückzukehren.
    Ein Einblick in die Boxwelt, die mir komplett fremd war und dessen Faszination ich nach wie vor unbegreiflich finde. Aber Horace hat seine eigenen Beweggründe, denn als indianisch aussehender, junger Mann sucht er nach Anerkennung, gerät aber an die falschen Leute und scheitert elendiglich. Ein moderner, aber sehr melancholischer Western, ruhig und trotz der Härte des Box-Geschäftes, mit großer Sanftmut geschrieben.

  22. Cover des Buches Die Abendröte im Westen (ISBN: 9783499272400)
    Cormac McCarthy

    Die Abendröte im Westen

     (52)
    Aktuelle Rezension von: glasratz

    Wieder einmal habe ich mich durch einen Schinken hindurchgebissen, der schon nach einem Drittel eigentlich nicht mehr sehr vielversprechend ausgesehen hat. Wieder einmal habe ich auf eine Katharsis, ein verknüpfendes Element oder den Schluss eines Kreises gewartet. Und wieder einmal wurde ich enttäuscht. Ich habe gelesen, dass die Kritiken zu diesem Buch, bevor McCarthy zu Weltruhm gelangte, eher mau waren. Ich kann sehr gut verstehen, warum.
    Dabei muss man sagen, dass das Buch durchaus sehr gute Eigenschaften hat. Zuersteinmal ist da die Sprache, bei welcher der Autor -vornehmlich im englischen Original, im Deutschen geht das weitgehend verloren- den Versuch unternimmt, sich dem Stil aus der Mitte des 19. Jahrhunderts anzugleichen. Dies funktioniert sehr gut und wirkt überzeugend. Auch durch den spannungslosen Schreibstil kann man sich sehr gut glauben machen, man läse wirklich ein Buch aus dieser Ära.
    Zum zweiten muss man dem Autor wirklich Respekt zollen, in welcher Schonungslosigkeit er die Gewalttaten darstellt und wie er es schafft, trotz blumiger Ausdrucksweise nicht zu romantisieren. Hier liest man keinen dreckigen Western mit liebenswerten Antihelden. Man ließt ein Buch über Verbrecher, die einem kein Gefühl der Sympathie entlocken können. Das hat etwas.

    Dies ist aber auf der anderen Seite auch schon einer der großen Fehler des Buches: Es gibt keine sympathischen Charaktere. Verbunden mit dem, wie bereits erwähnt, absichtlich spannungslosen Erzählstil welcher sich bei allen Geschehnissen auf die reine Beschreibung beschränkt (wenn auch auf eine sehr gute) kommt bis ein das letzte Viertel des Buches hinein eigentlich keine Spannung auf. Immer wieder sterben Charaktere und man kommt kaum über ein „Ah ja, in Ordnung.“ nicht hinaus.
    Dabei ist es auch noch so, dass alles, was geschieht, einfach immer wieder passiert. Es wird zehn Mal in der Wüste fast verdurstet, es gibt ein Dutzend Massaker und endlose, endlose Verfolgungsjagden, die sich über Tage und Wochen hinstrecken. Die Beschreibungen ähneln sich dabei so stark, dass man häufig häftig von Dejavus geschüttelt wird. Hat jemand gezählt, wie oft in diesem Buch Wild geschossen und dessen Fleisch über dem offenen Feuer getrocknet wird? Hier hilft auch die Sprachgewalt des Autors wenig. Man kann einen blutigen Sonnenuntergang nur eine begrenzte Anzahl von Malen beschreiben, bevor es albern wird.
    Die Geschichte finden auch bis in das letzte viertel hinein kein Ziel und keinen roten Faden. Der Antagonist wird so langsam und so spät aufgebaut, dass es einem mittlerweile eigentlich schon egal ist, da man eigentlich gerne alle Charaktere tot sehen möchte. Sie sind einander zu ähnlich. Der Hauptcharakter ist nicht nur namenlos, sondern bar jeglicher Eigenschaften. Nur der Judge wird als Mensch deutlich und ist dabei aber so unmenschlich, dass er nicht mehr als eine Karikatur bleibt. Das Ende dann ist antiklimaktisch.

    Insgesamt hätte es dem Buch vermutlich gut getan, wenn es ein Lektor ein wenig zusammengestrichen hätte. So wie es ist, macht es einfach keinen Spaß zu lesen. Man wird einfach für die endlosen, trockenen Durststrecken durch die Wüsten an keiner stelle entschädigt.

  23. Cover des Buches Dark Side (ISBN: 9783426518656)
    Anthony O'Neill

    Dark Side

     (13)
    Aktuelle Rezension von: einz1975

    So schön er abends immer leuchtet, in der Zukunft wird der Mond mehr sein als ein kahler toter Trabant der Erde. Multimilliardär Fletcher Brass hat hier vor vielen Jahren die Kolonie Purgatory gegründet. Mit seinem Geld schuf er sich ein Reich, welches über viele Jahre hinweg gewachsen ist. Natürlich geschehen hier auch Verbrechen und genau aus diesem Grund, wird der frisch eingetroffene Polizeileutnant Damien Justus nach einem kleinen Interview mit der hiesigen Zeitung mit dem ersten Fall beauftragt – Ein Bombenanschlag. Währenddessen erfährt man als Leser, dass der Mond noch viel mehr ist als nur Vergnügungsstätte. Hier werden seit Jahrzehnten Experimente durchgeführt oder besser gesagt, Menschen leben hier und werden dabei beobachtet, was der Mond aus ihnen macht.

    Dabei sind es nicht immer Freiwillige, aber immer Schuldige. Die Verbrecher sind alle sehr unterschiedlich in ihren Taten, aber das Ergebnis war immer das selbe, Tod und Verderben für alle anderen. Plötzlich taucht ein Androide auf, welcher die niedergeschriebenen Gesetzte von Fletcher Brass derart wörtlich umsetzt, dass man schon mehr als nur ein paar Blutstropfen an seinen Händen finden wird. Nach dieser kurzen Einleitung war ich zeitweise wirklich überrascht, wie brutal hier Anthony O'Neill mit seinen Figuren umgeht. Manche halten nicht einmal fünf Seiten aus und segnen schon das zeitliche. Interessant fand ich die wissenschaftlichen Aspekte des Buches. Hier wird über die Auswirkungen gesprochen, was mit dem menschlichen Körper passiert, wenn er nicht mehr auf der Erde sein Zuhause hat.

    Neben der geringen Schwerkraft, welche dem Körper mehr schadet als nützlich ist, ist besonders die Strahlung und nicht zu vergessen die fehlende Atmosphäre überaus strapazierend für unseren Organismus. Dennoch ist der Mond ein Magnet und hier wird gefeiert und neuerdings auch in rauen Mengen gemordet. Das Spiel der Figuren führt am Ende unweigerlich zusammen, auch wenn es zwischendurch noch so einige Umwege gibt, welche der Autor gut erklärt und man sich einiges selbst zusammenreimen kann. Das Noir-Flair geht dabei niemals verloren, was nicht nur am Polizisten Damien Justus liegt. Vielmehr beschreibt der Autor die drückende und stickige Luft in jedem der Habitate so gut, als wäre man selbst vor Ort.

    Vielleicht an einigen Stellen etwas unpassend heftig, doch der Autor hat sich etwas dabei gedacht. Fletcher Brass ist nur mit dieser Kaltschnäuzigkeit jetzt da, wo er jetzt ist und seine selbsterdachten Gebote sind so nazistisch und rücksichtslos, dass sie jedem noch so klischeehaften Oberboss anzuheften wären. Das Spiel seiner Tochter ist auch recht offensichtlich. Damien hingegen bleibt bis zum Ende eine Figur, welche in all dem Chaos einen Täter findet und am Ende erkennen muss, dass auch er nur eine Schachfigur war. Komplex ineinander geschachtelt, aber leider etwas zu lang, denn all die Nebencharaktere helfen zwar die Welt und das Handeln zu unterstreichen, dennoch bleibt das Ziel identisch und der Schlussakt auch.

    Fazit:
    Selbst ein Quentin Tarantino hätte Freude an diesem düsteren Sci-Fi-Thriller. Wenn die Justiz bis zur Spitze durchgreift, rollt meist mehr als nur ein Kopf. Anthony O'Neill schickt den Leser auf eine Reise zur dunklen Seite des Mondes und lässt ihn auch vom Inhalt her dort. Mord, Verschwörung und ein zynischer Ausblick das Ende eines Machtbesessenen, der bis zum Ende nicht versteht, dass er schon lange machtlos war. Hart im Wort und in den Taten, darf man auch mal Erwachsen ein Buch zum Mond vorschlagen.

    Matthias Göbel

    Autor: Anthony O'Neill
    Übersetzung: Gerd Rottenecker
    Paperback: 416 Seiten
    Verlag: Droemer Knaur Verlag
    Erscheinungsdatum: 01.07.2017
    ISBN:  9783426518656

  24. Cover des Buches Wind (ISBN: 9783453410831)
    Stephen King

    Wind

     (185)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Eigentlich ist die Geschichte rund um den dunklen Turm nach Band 7 und dem großen Finale erzählt. Doch wie der Leser, so kann sich auch King offenbar nicht von seinen liebgewonnenen Figuren trennen und lässt uns noch einmal mit Roland, Eddie, Susannah, Jake und Oy zusammenkommen. Die Story ist angesiedelt zwischen dem 4. und 5. Band, kann aber auch unabhängig davon gelesen werden. Das Ka-Tet muss sich vor einem Stoßwind in Sicherheit bringen, der mit eisigen Winden alles zerstört was ihm unterkommt. Als die Gruppe einen sicheren Ort gefunden hat lässt sich Roland zu einer weiteren Geschichtenerzählung über seine Vergangenheit herab. Er berichtet dabei was nach der Zeit in Mejis, worüber man in Band 4 lesen kann, passierte.

    Roland wird mit seinem Freund Jamie in ein kleines Salzbergwerksdorf geschickt, um einen Fellmann zur Strecke zu bringen. Wie so oft enthält King dem Leser zu beginn vor, was genau der Fellmann sein soll. Dies holt er jedoch rasch nach und so stößt man zusammen mit Roland und Jamie schon bald auf die Leichen einer Rancherfamilie. 

    Im Gegensatz zu den bisherigen Bänden geht King diesmal sehr ins Detail, was herumliegende Körperteile und Blut anbelangt. Vergleicht man es mit den ersten 5 Bändern so sticht dieser Teil extrem hervor, was den Blutfluss betrifft. Und noch etwas ist diesmal anders. Roland erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern auch noch eine zweite, die er quasie in die erste Erzählung hineinflechtet. Darin geht es unter anderem um den Stoßwind und welche Auswirkungen ein solcher haben kann.

    Sehr gekonnt spielt King jedenfalls mit den einzelnen Abschnitten und lässt einen voll in diese kleine Zwischenstory eintauchen, die sich ideal in die gesamte Turmreihe einfügt.


    Fazit: Sowohl zwischen Band 4 und 5 gut lesbar, aber auch wenn man die Reihe durch gelesen hat und noch einmal auf Roland und sein Ka-Tet stoßen will. Dafür bietet sich der 8. Band hervorragend an, der zudem durch eine große Detailiertheit und auch ein gewisses Maß an Brutalität besticht.

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