Bücher mit dem Tag "westfalen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "westfalen" gekennzeichnet haben.

40 Bücher

  1. Cover des Buches Das Puppenkind (ISBN: 9783955206826)
    Eva Maaser

    Das Puppenkind

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Leseengel71

    So einen Haufen Mist in einem Buch gebündelt habe ich noch nie gelesen. Zwei Daumen nach unten!!!

  2. Cover des Buches Denn mir entkommst du nicht (ISBN: 9783404173556)
    Christine Drews

    Denn mir entkommst du nicht

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Ani

    Antonio Gomez entdeckt bei seiner abendlichen Joggingrunde eine grausam zugerichtete Frau, die an ihren Verletzungen stirbt. Zu seinem großen Entsetzen kennt er die Frau aus seiner Vergangenheit. Antonio meldet den Fund anonym und hofft, dass er unerkannt bleibt. Denn nichts wäre für ihn schlimmer, als seine Frau in seine kriminelle Vergangenheit, mit der er längst abgeschlossen hat, einzuweihen. Charlotte Schneidmann und Peter Käfer werden mit den Ermittlungen betraut. Diese führen sie ins Rotlichtmilieu. Doch Charlotte hat schon bald den Verdacht, dass der grausame Mord ein ganz anderes Motiv haben könnte....

    "Denn mir entkommst du nicht" ist bereits der vierte Fall, in dem die Kommissare Charlotte Schneidmann und Peter Käfer ermitteln. Man kann den aktuellen Ermittlungen aber auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil der Serie gelesen hat, da wichtige Hintergrundinformationen in die Handlung einfließen.

    Der Einstieg ins Geschehen gelingt mühelos, denn die Autorin versteht es hervorragend, bereits am Anfang das Interesse an der Handlung zu wecken. Diese wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Man beobachtet Antonio Gomez, der versucht, nicht mit der toten Frau in Verbindung gebracht zu werden, aber immer weiter in gefährliche Situationen verwickelt wird. Er wirkt sehr sympathisch und glaubwürdig, sodass man gemeinsam mit ihm überlegt, wer versuchen könnte, ihm den Mord anzulasten. Außerdem nehmen natürlich die Ermittlungen der beiden Kommissare einen Großteil der Handlung ein. Die Ermittlungen wirken authentisch und deshalb kann man sich ganz auf die Suche nach dem Täter und seinem Motiv einlassen.

    Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen nicht sein, denn der Killer geht mit seinen Opfern nicht gerade zimperlich um und Christine Drews beschreibt die Verletzungen so realistisch, dass man schon beinahe meint, die entsprechenden Szenen vor Augen zu haben. Die Spannung setzt früh ein, kann durchgehend gehalten werden und sich zum Ende hin sogar stetig steigern. Bis zum Schluss ist nicht klar, wer der Täter ist. Das Ganze gipfelt in einem gnadenlos spannenden Finale, das man gebannt verfolgt, um dann festzustellen, dass es einen fiesen Cliffhanger gibt, der dafür sorgt, dass man sofort weiterlesen möchte.

    Spannende Ermittlungen für Charlotte Schneidmann und Peter Käfer. Der Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass man sofort zum nächsten Teil greifen möchte.


  3. Cover des Buches Die Duftnäherin (ISBN: 9783426512937)
    Caren Benedikt

    Die Duftnäherin

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Die 16 jährige Anna flüchtet vor ihrem gewalttätigen Vater. Auf ihrer Flucht lernt sie Gawin kennen, der schon seit Jahren alleine im Wald lebt. Gawin zieht mit Anna weiter Richtung Bremen und lernt unterwegs seine Fähigkeiten als Zimmermann bzw. Künstler schätzen.

    In Bremen angekommen wohnen Anna und Gawin bei der Seifensiederin Margrite, die Anna die Kunst des Seifensiedens beibringt. Anna, die schon immer Schneiderin war, findet heraus, dass es etwas ganz besonders ist, wenn man in die Kleidernähte Seife einarbeitet. Schnell werden die Kleider bei den hochstehenden Damen der Stadt ein Verkaufsschlager und Anna beginnt damit richtig Geld zu machen.

    Generell sind historische Romane nicht mein Fall, doch dieser hier hat mich sofort begeistert. Anna und auch Gawin sind einem sofort ans Herz gewachsen und  ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte der beiden weitergeht. Toll geschriebener Roman!

  4. Cover des Buches Mordkapelle (ISBN: 9783453419964)
    Carla Berling

    Mordkapelle

     (41)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena
    Ein malerischer Sommerabend auf dem Land. Als die Lokalreporterin Ira Wittekind zur brennenden Friedhofskapelle in Rehme gerufen wird, findet sie ein schauriges Szenario vor: In der Ruine steht ein Rollstuhl vor dem Altar, der Mann darin ist tot. Es handelt sich um den angesehenen Apotheker Ludwig Hahnwald, allen bekannt als der schöne Ludwig. Ira Wittekind beginnt zu recherchieren. Dabei stößt sie auf ein dichtes Geflecht aus Lügen, Intrigen und verratener Liebe. Und auf ein grauenhaftes Unrecht, das vor vielen Jahren begangen und nie gerächt wurde." 
    ☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆ 
    Klasse Titel, tolle Cover, aber ansonsten nicht mein Fall. Ich habe mich beim Lesen gelangweilt. Alles 0815, keine echte Spannung, keinerlei überraschende Wendung, nichts, was einen guten Krimi ausmacht. Stattdessen zu viele Klischees und viel gerede über die Arbeit. Weder der Fall (in dem der schöne Ludwig zu oft schön ist) noch dessen Aufklärung war irgendwie spannend gestaltet ... gut gemeinte 2/5 ⭐⭐ ob ich die Reihe weiterlese werde ich entscheiden wenn ich ein wenig in den 2. Teil reingelesen habe 😔

  5. Cover des Buches Sonntags Tod (ISBN: 9783453419933)
    Carla Berling

    Sonntags Tod

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Beimer

    CARLA BERLING: SONNTAGS TOD

    Hörbuch

    INHALT:

    Lokalreporterin Ira Wittekind ist gerade erst in ihre westfälische Heimat zurückgekehrt, als eine schreckliche Nachricht sie erreicht: Ihre Schulfreundin Verena ist tot, ermordet von ihrem Mann Richard. Direkt nach dem Mord hat der angesehene Hotelier sich selbst das Leben genommen. Kurz darauf ist Ira Zeugin, als ein Toter in einer verwahrlosten Wohnung gefunden wird. Durch ein kleines Detail wird sie auf einen möglichen Zusammenhang zwischen den Todesfällen aufmerksam. Und ihr wird klar, dass hinter der idyllischen Fassade der Provinz ungeahnte Abgründe lauern...

     

    MEINE MEINUNG:

    Dieses Buch ist wie ein Überraschungsei: Drei Bücher in einem.

    Erstens ein unglaublich spannender Krimi, zweitens eine dramatische Familiengeschichte (die mich sogar zu Tränen gerührt hat) und drittens eine Liebesgeschichte, aber alles in ausgewogener Balance.

    Darüber hinaus fand ich großartig, wie sorgfältig Carla Berling mit der Sprache umgegangen ist (bis auf „Platzangst“ statt Klaustrophobie), z. B. SchreibtischAUFlage, wo die meisten Deutschen SchreibtischUNTERlage sagen, so etwas erfreut mich sehr.

    Außerdem habe ich viele Begriffe wieder gehört, die lange „verschollen“ waren, wie „Deetz“, „totgegangen“, „Blagen“ und viele mehr; das war ein bisschen wie „nach Hause kommen“, sprachlich gesehen.

    Das Hörbuch wird so toll vorgelesen von Vera Teltz, die in den Dialogen den westfälischen Zungenschlag sehr gut rüber gebracht hat, ohne zu übertreiben.

    Schade finde ich nur eines: dass ich so lange gewartet habe mit dem Hören dieses Buches. Die Folgebände mit Ira Wittekind stehen ganz oben auf meiner Wunschliste.

  6. Cover des Buches Todesgruß (ISBN: 9783839219492)
    Astrid Plötner

    Todesgruß

     (29)
    Aktuelle Rezension von: sinsa
    Die Hauptfigur in diesem Roman ist Kommissarin Maike Graf. Vor kurzem hat sie sich von ihrem Lebensgefährten und Kollegen Hauptkommissar Hübner getrennt. Außerdem hat sie sich auf eigenen Wunsch nach Unna versetzen lassen. Eigentlich, damit sie nicht jeden Tag mit ihrem Ex zusammenarbeiten muss, aber der Mörder macht ihr da einen Strich durch die Rechnung.
    Insgesamt gehen aber alle sehr professionell mit der Situation um. Das finde ich sehr gelungen. Auch insgesamt ist die Kommissarin sehr menschlich und sehr sympathisch dargestellt. Sie gefällt mir sehr gut. Auch ihre Probleme bei der Renovierung ihrer Wohnung sind aus dem Leben gegriffen. Kann man gut nachvollziehen.
    Der Täter führt die Mordkommission ziemlich gekonnt an der Nase herum und auch als Leser kommt man ganz schön ins Schwitzen, bis der Täter endlich gefasst wird.

    Sehr schön geschriebener Krimi. Hat mir gut gefallen. Besonders, dass man nicht gleich auf den Täter kommt, sondern die Spuren so raffiniert angelegt sind, dass man völlig in die falsche Richtung denkt. Weiter so!
  7. Cover des Buches Wittgensteiner Schatten (ISBN: 9783740809546)
    Sandra Halbe

    Wittgensteiner Schatten

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Weigel

    Caroline König wird beim BKA beurlaubt, und geht zurück in ihre Heimat nach Bad Laasphe im Wittgensteiner Land. Genau hier wollte sie eigentlich nicht mehr hin, alles ist voller Erinnerungen an ihren Vater.

    Doch aus dem Urlaub wird nichts, denn der Mörder von 4 Frauen Robert Hellmar möchte plötzlich über sein Motiv der Morde sprechen. Das ist der letzte Fall den Carolines Vater bearbeitet hatte. Sie soll ihn neu Aufrollen und gerät damit in ein Gefühlschaos.

    Hellmar spielt mit ihr Katz und Maus, denn er gibt ihr nur Hinweise, und sie soll neue Anhaltspunkte, und Beweise selber finden.

    Warum sagt er nicht einfach was er sagen will ?

    Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend, die Ermittlungen gleichen einer Schnitzeljagd. Immer weiter wird man in die Geschehnisse gezogen.

    Die Geschichte ist in den abwechselnden Perspektiven aus den Treffen von Caroline und Hellmar,  seiner Vergangenheit, und Carolines Leben geschrieben. So kommt man allen Beteiligten näher, und kann sich in die Handlungen gut hineinversetzen.

    Die Autorin hat es geschafft, das ich den verurteilten 4 fach Mörder sympathisch fand.

    Der Spannungsbogen ist konstant hoch und ich wollte einfach nur wissen, was hinter dem ganzen steckt.

    Nach und nach setzt sich die ganze Geschichte zusammen, und hat mich mit einer Wendung überrascht, mit der ich nicht gerechnet habe.

    Gekonnt hat die Autorin ein Thema mit eingebaut, das immer wieder Aktuell ist, und das man niemals unterschätzen sollte.

    Ein absolut spannender Krimi, der ohne viel Blutvergießen auskommt.


    Von mir gibt es 5 ⭐⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung! 

  8. Cover des Buches Erwin, Mord & Ente (ISBN: 9783453411524)
    Thomas Krüger

    Erwin, Mord & Ente

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    In einem fiktiven Dorf mitten in Ostwestfahlen lebt Erwin mit seiner treuen Laufente Lothar in der längst geschlossenen Polizeiwache. Gerne läuft Erwin mit der alten Polizeimütze seines Vaters auf dem Kopf und Lothar an seiner Seite über die Äcker. Im Dorf gilt der Sohn des ehemaligen Dorfpolizisten als geistig zurückgeblieben und menschenscheu – ein Image welches Erwin aufrecht erhält und das ihn schützt vor allzu neugierigen Mitmenschen die ihn so unterschätzen. Nur Anni, die den Tante Emma Laden des Dorfes führt und Arno, ein trinkender Tagelöhner, sind was enger mit Erwin.

    Das im Wintergarten von Erwins geerbten Haus eine pompöse Badewanne inmitten einer Bibliothek steht weiß niemand und das Erwin, der sich nur zu Fuß fortbewegt und dem Handys und Computer fremd sind, dank seiner Bücher eine Menge Wisser gespeichert hat würde eh niemand glauben.

    Das Leben geht seinen idyllischen Gang, bis eines Tages auf einem Acker alte, menschliche Knochen gefunden werden. Schnell wird der Fall abgeschlossen, es soll sich um Opfer einer Weltkriegsbombe handeln – nur Erwin hat Probleme das so einfach hinzunehmen. Als er Anni dazu befragt gerät diese außer sich und ist kurz darauf auch tot, das Herz – angeblich.

    Jetzt ist Erwin Neugier erst recht geweckt und auf seine langsame, Umwege benutzende Art macht er sich an die Ermittlungen.

    Thomas Krüger schreibt die Geschichte aus Erwins Sicht und das macht sie langsam, schwerfällig, manchmal konfus aber immer stur dem Ziel entgegen. Eingebettet in eine fiktive Gegend voller schräger Originale, garniert mit sehr einfachen, kargen Dialogen und herrlichen Beschreibungen (z.B. die Innenansicht der Dorfkneipe) bekommt der Leser Ostwestfalen pur geboten.

    Trotz des trockenen Humors hat die Geschichte auch Tiefgang und die dunklen Geheimnisse einiger Dorfbewohner lassen nicht nur Erwin erschaudern.

    Ein Buch auf das man sich einlassen muss, nicht so flüssig geschrieben – aber dafür authentisch und spannend bis zum Schluss. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

  9. Cover des Buches Die Judenbuche (ISBN: 9783746042916)
    Annette von Droste-Hülshoff

    Die Judenbuche

     (450)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Was soll ich sagen, dieses Werk ist politisch viel korrekter als die meisten anderen Novellen dieser Zeit, das Problem dabei ist aber, dass die ganze Geschichte extrem langweilig war. Mit der Sprache hatte ich überhaupt keine Probleme, ist mir doch auch der Michael Kohlhaas so gar nicht fremd, den ich sehr genossen habe. Es gab wie schon erwähnt keinen Antisemitismus, viel moralisches Gedrohe mit dem Zeigefinger, einen Protagonisten, der sich nach und nach zum Schlechten entwickelt, und der sich dann auch noch auf Grund seiner Schuld selbst entleibte (warum auch immer, hier werden von der Autorin Motive für so einen drastischen Schritt im Detail überhaupt nicht dargelegt).

    Da wurde in der Figurenentwicklung im Finale ordentlich geschlampt, denn der Protagonist zeichnet sich ja nicht durch besonderes ethisches Verhalten aus, also warum sollte er sich zuerst bewusst für Betrug und Mord entscheiden und dann damit hadern. Da uns die Autorin die innere Katharsis der Hauptfigur und die erneute Wandlung zum moralischen Menschen mit schlechtem Gewissen schuldig bleibt, kann ich nur mit den Schultern zucken. Warum sich Friedrich umgebracht hat, wird ewig im Verborgenen bleiben. Ganz schlechtes Schreibhandwerk vor allem in der Figurenentwicklung. Wahrscheinlich eine protestantisch puritanische moralinsaure Hypothese, dass alle schlechten Menschen im Alter automatisch Einsicht zeigen und sich von selbst umbringen. Das war schon zur damaligen Zeit im 18. Jahrhundert so naiv bekloppt, dass mir wirklich die Spucke wegbleibt.

    Der ganze Plot ist zudem so schnarch schnarch schnarch ... schon bin ich wie ein Holzfäller komatös eingeschlafen und säge alleine durch mein tiefenentspanntes Schnarchen drei Wälder mit 1000 Festmeter Holz gleich mit ab.

    Fazit: Ich mag sehr alte historische Novellen wirklich gern und habe schon viele gelesen, aber diese ist entbehrlich, da sie fundamental gegen mein 1. literarische Gebot verstößt: Du sollst nicht langweilen. Da ist mir sogar die zu dieser Zeit sehr ungewöhliche politische Korrektheit total Blunzn (Schnuppe auf österreichisch).

  10. Cover des Buches Der Verlorene (ISBN: 9783518739457)
    Hans-Ulrich Treichel

    Der Verlorene

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Love_books14

    In Treichels Erzählung “Der Verlorene” geht es um die Geschichte rund um einen Jungen, dessen Bruder bei der Flucht vor den Russen verloren gegangen ist. Die gesamte Aufmerksamkeit der Eltern richtet sich auf die Suche nach Arnold, während der Ich-Erzähler oftmals außen vor bleibt. Schweigen und Distanz sind Grundbausteine der Beziehung zwischen Sohn und Eltern. 


    Hinter dem einfachen und minimalistischen Schreibstil steckt viel mehr, als sich auf den ersten Blick erahnen lässt. Die Motive der Fotografie, Anspielungen auf den zweiten Weltkrieg und die erbbiologischen Untersuchungen die das Nazi-Regime durchgeführt hat, aber auch transgenerationale Traumaweitergabe und das Gefühl von Schuld und Scham sind wesentliche Bestandteile der Geschichte. Hinter jeder Bemerkung steckt mehr und auch die Komik der Geschichte lässt durchblicken, dass nicht alles so scheint, wie es beschrieben wird. Die Suche nach Arnold zieht sich durch das gesamte Buch und prägen den Ich-Erzähler und seine Beziehung zu seinen Eltern. 


    Alles in allem ist es eine Geschichte mit wesentlich mehr Tiefgang als es auf den ersten Blick den Anschein macht. Dennoch konnte mich die Geschichte nicht zu 100% überzeugen oder emotional fesseln. Ich konnte keinerlei Verbindung mit ihr aufbauen. Deshalb von mir 3/5 Sterne. 

  11. Cover des Buches Kalter Zorn (ISBN: 9783962151041)
    Ilja Albrecht

    Kalter Zorn

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Bkwrm
    Kalter Zorn von Ilja Albrecht ist von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich spannend. Der Aufbau der Geschichte eines Serienkillers, der in den USA und in Deutschland seine Opfer auf grauenvolle Weise tötet, hält den Leser durch immer neue Wendungen in Atem. Die detaillierten Beschreibungen der Psyche des Täters durch den Profiler und sein Team sind total interessant. Ich kann das Buch unbedingt empfehlen.
  12. Cover des Buches Candide oder Die beste Welt (ISBN: 9783942788410)
    Voltaire

    Candide oder Die beste Welt

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Borkins
    Wirklich eine herrliche Satire! Ich hätte nie damit gerechnet, dass ein Autor wie Voltaire in einer so lustigen und zeitgenössisch anmutenden Sprache den Optimismus auf die Schippe nehmen kann.
    Das mag zwar in unserer Zeit gar nicht so erforderlich sein, weil man meint überall nur schlechte Nachrichten zu hören. Es scheint, als seine wir heute sehr weit weg vom Optimismus.
    Doch das, was Voltaire mit "Candide" ins Lächerliche zieht, ist vor allem jene blinde Hoffnung, die sich jedem Widerstand und jedem Aufbegehren widersetzt. Von dieser stumpfen Hoffnung gibt es auch heute noch genug. "Es wird schon alles gut werden!" Dieser schicksalsergebene, erzwungen positive Blick aufs Leben nervt auch heute noch.
    Man fragt sich schon, ob es reichen kann, festzustellen, wie schlecht alles ist und diese Analyse sogleich mit der Hoffnung auf die göttliche (oder sonst durch eine höheren Macht bewirkte) Kehrtwende abzuschließen. Vielmehr sollten wir auch heute, wie damals, unseres Glückes Schmied werden. Und dabei kann ein konstruktiver Pessimismus tatsächlich mehr helfen, als der blinde Optimismus, den Candide so meisterlich lebt und den die Gutmenschlichkeit von heute weiterentwickelt.
  13. Cover des Buches Schützenkönig (ISBN: 9783442377664)
    Katrin Jäger

    Schützenkönig

     (25)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707

    Viktoria Latell, Reporterin beim Berliner Express, und ihr Kollege Mario werden ins Münsterland geschickt. Direkt aufs platte Land nach Westbevern. Hier sollen sie eine Reportage über eine Frau schreiben, die versucht haben soll, die Mitglieder eines Schützenvereins zu ermorden. Außerdem führ gerade in dieses kleine Dorf die Spur eines rätselhaften Briefes, den der Mörder der 18-jährigen Sarah am Müggelsee zurück gelassen hat. Viktory weiß nur noch nicht, dass es eine Reise auch in ihre Vergangenheit werden wird...

    Krimi und lustig? Ja, Katrin Jäger hat diesen Spagat mit ihrer Geschichte aus dem Münsterland geschafft. Perfekt gezeichnete Protagonisten und Schauplätze, die ich mir gut vorstellen kann, haben mich direkt ins Landleben und auf den Schützenplatz hinein gezogen. Hier werden viele Vorurteile gegen das Landleben und seine Bewohner so liebevoll verarbeitet, dass man noch nicht mal beleidigt sein kann. Bereits der Prolog lässt für mich Fragen offen: Wer sitzt da in seinem Grab? Und wer steht davor und hat es gegraben? Diese Fragen lösen sich im Laufe der Geschichte auf.

     In 22 Kapiteln werden insgesamt drei Geschehnisse miteinander verwoben: der Tod eines jungen Mädchens in Berlin, der Amoklauf einer Frau im Münsterland und Albträume von Viktoria. Ich werde geschickt von einem Schauplatz zum anderen geführt und es gibt nie Langeweile. Gerade im westfälischen habe ich immer wieder schmunzeln müssen.

     

    FAZIT:

    Mit dem "Schützenkönig" habe ich ein spannendes und zugleich lustiges Buch mit einer nicht alltäglichen "Ermittlerin" gelesen und es hat Spaß gemacht.

  14. Cover des Buches Die Quote (ISBN: 9783749481743)
    Martina Grünebaum

    Die Quote

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Maier31

    Ein Verwaltungsfehler im Himmel, dass darf doch nicht wahr sein.

    Nachdem im Himmel ein neunzehnjähriger Mann benötigt wird, verunglücken auf der Erde, gleich zwei Männer in diesem Alter. Mathis aus dem Sauerland in Westfalen und Riley aus dem schönen Cornwell in Südengland. Beide haben nach viel zu viel Alkohol, die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren und liegen jetzt im Koma. Während die Familien der Verunglückten beten und hoffen das ihre geliebten Söhne wieder zurück ins Leben finden. kämpfen diese im "Weder dort noch hier" um ihre Rückkehr. Eine Entscheidung muss getroffen werden, wer darf zurück? Und das möglichst schnell um bleibende Schäden zu vermeiden.

    Schon der erste Blick auf das Cover macht neugierig. Ein Fragezeichen aus Wolken gebildet, lässt offene Fragen vermuten.

    Trotz diesem schwierigen und ernsten Thema ist es der Autorin sehr gut gelungen mich gut zu unterhalten. Amüsant und kurzweilig lesen sich die Seiten und es wird nie langweilig. Die beiden Hauptprotagonisten sind sympatisch beschrieben und könnten die Jungs von nebenan sein.


  15. Cover des Buches Teufels Tod (ISBN: 9783954752232)
    Astrid Plötner

    Teufels Tod

     (21)
    Aktuelle Rezension von: dartmaus

    Inhalt:

    Ein 90-Jähriger wird erschlagen am Rand der Massener Heide in Unna aufgefunden. Wer ermordet einen netten betagten Großvater? Niemand! Liebenswürdig war der Patriarch Friedrich Teufel nicht. Dem Team um die Kriminalkommissare Maike Graf und Max Teubner scheint es fast, als habe er den Namen völlig zu Recht getragen. Nicht nur seine Familie hat der Alte tyrannisiert. Verdächtige und Motive gibt es daher mehr als genug. Der Pächter, dem er sein Land entgegen der Absprache doch nicht verkaufen wollte. Sein Sohn, dem er immer noch seine Entscheidungen aufzwingt. Die Enkelin, die ihm nicht verzeihen kann, dass er ihre geliebte Oma in ein Heim abgeschoben hat. Die Reihe ließe sich endlos fortsetzen. Die Ermittler ersticken in Arbeit. Dann stoßen sie auf eine Spur, die in die Vergangenheit des Opfers führt und ihnen wird klar, dass Teufel schon als junger Mann skrupellos seine eigenen Interessen verfolgt hat …


    Meine Meinung:

    Auch der Vierte Fall für Max und Maike hat es in sich und konnte mich von der ersten Seite an in seinen Bann ziehen.

    Der Schreibstil ist wie bereits bei den Vorgängern sehr flüssig, fesselnd und wahnsinnig spannend. Was dem Buch noch den besonderen Kick gibt, sind die Zeitenwechsel und das einfließen von Ediths Geschichte, die einem echt ans Herz geht.

    Auch der eigentliche Fall hat es in sich. So ist das Opfer keine wirklicher Sympathieträger und es gibt immer wieder neue Verdächtige. Immer wieder wird man auf die falsche Spur geführt. Und genau das macht dieses Buch aus. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen, denn man will endlich wissen, wer der wirkliche Täter ist.

    Besonders gefallen hat mir, das die Arbeit der Polizei sehr detailliert beschrieben wird, so kann man die Schritte von Max und Maike sehr gut nachvollziehen.

    Die restlichen Charaktere der Familie sind insgesamt sympathisch, wobei mir gerade Melissa sehr ans Herz gewachsen ist. Aber auch wie oben schon erwähnt hat mich Edith sehr fasziniert. Eine starke Frau, die so einiges durchmachen mußte.

    Was mir auch noch sehr gut gefallen hat, das es gerade bei einigen Schauplätzen einen hohen Wiedererkennungswert gibt. So was mag ich an Regionalkrimis immer sehr sehr gerne, das macht das ganze noch realistischer.

    Insgesamt hat mich auch dieses Buch wieder überzeugen können und ich freue mich auf weitere Fälle für Max und Maike.


    Mein Fazit:

    Klare Leseempfehlung. Volle 5 Sterne.

  16. Cover des Buches Task Force Hamm (ISBN: 9783837134063)
    Dirk Schmidt

    Task Force Hamm

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Lesestunde_mit_Marie
    „Task Force Hamm“ enthält acht spritzig witzige WDR-Kriminalhörspiele aus der Reihe „Radio Tatort“. Hierbei sollte man wissen, dass weniger die Kriminalfälle im Mittelpunkt stehen, sondern vielmehr vier Polizisten, die die „Task Force Hamm“ bilden. Hier hat der Autor Dirk Schmidt teils verschrobene, teils abgefahrene Typen, die ganz besondere Charaktere darstellen, geschaffen. Denn die Task Force Hamm - auch kreisfreie Polizeibehörde genannt - ist ein Auffangbecken oder eine Abschiebestelle für Polizisten, die ein wenig aus der Reihe getanzt sind und daher aus der Schusslinie genommen werden sollen. Sie erhalten die Chance, sich dort zu bewähren.

    Zunächst ist da der Polizeibeamte Scholz, stimmlich dargestellt durch keinen Geringeren als Uwe Ochsenknecht. Scholz wird wegen Spielsucht nach Hamm strafversetzt und indirekt mit der Führung der sich formierenden Truppe betraut, obwohl der offizielle Dienststellenleiter eigentlich Vorderbäumen ist - herrlich tragend von Hans Peter Hallwachs intoniert. Vorderbäumen hat das Pensionsalter bereits überschritten, klagt sich aber durch alle Instanzen und zögert so seine zur Ruhestellung erfolgreich hinaus. Aus reiner Langeweile vermittelt er Möbel der ortsansässigen Firma „Möbel Osterbusch”. Des Weiteren wäre da Felix Lenz, ein eigentlich äußerst begabter Kriminalist, wären da nicht seine Alkoholprobleme und teils aggressiven Anwandlungen. Von Matthias Leja mit sonor sympathischer Stimme gesprochen, kommt er sehr anziehend männlich herüber. Besonders herrlich ist Georg Latotzke, der auf den ersten Blick etwas einfältig wirkende und einzige „einheimische“ Kriminalist, der von Sönke Möhring perfekt interpretiert wird. Seine „angeborene(r) Schlichtheit und besten Ortskenntnisse(n)“ (Zitat Klappentext) verleihen den Stories einen ganz besonderen Charme. Der Polizist, der abends auch gerne als „DJ Latte” auflegt, löst den ein oder anderen Fall mit seiner naiven Herangehensweise oft wie Kommissar „Zufall“ und kostet seine Kollegen so manchen Nerv, wird aber auch gerne unterschätzt.
    Ob die zuweilen als Schmach empfundenen Begegnungen mit dem Landeskriminalamt in Düsseldorf, aus dem Lenz strafversetzt wurde oder das Zusammentreffen mit einer Motorradgang - hier werden sämtliche Klischees, Vorurteile und lokale Spezialitäten auf die Schippe genommen. Auch die Sprache wird passgenau eingesetzt. Ob Ruhrpott Slang oder reines Hochdeutsch, ob derbe Umgangssprache oder hochgestochene Eloquenz - jeder Charakter und jede Situation erhält den jeweils passenden sprachlichen Anstrich.


    Fazit:
    Humorvolle Kriminalfälle, die Kurzweile versprechen und wundervoll von ihren Sprechern interpretiert werden. Diese skurillen Charaktere muss man einfach lieb gewinnen.
  17. Cover des Buches Ein Hauch von Karamell (ISBN: 9783943380415)
    Charlotte Schroeter-Eiserich

    Ein Hauch von Karamell

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Janglemaus
    Was benötigt  man um eine schaurig schöne Geschichte erzählen zu können? 
    Man nehme einen fremden eifrigen  Journalisten fern der Heimat, ein abgelegenes Dorf, ein altes Geheimnis und ein ganzes Dorf das schweigt. 

    Charlotte Schroeter erzählt in ihrem Buch "Ein Hauch von Karamell" von vier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und eine Unfall die die vier Frauen für immer binden wird. 

    Bei einem blöden Kinderstreich stirbt die damals 12 jährige Clara auf tragischer weise. 
    Die vier Freundinnen Agnes, Mia, Trude und Röschen versprechen zu keinem ein Wort über den tragischen Tag im Wald bei den Ramselhöfen.
    Doch 30 Jahre später ist es ein englischer Journalist, in Trenchcoat, der durch Zufall auf das Geheimnis der vier Frauen aus Riege stößt. 
    Je näher der Todestag der verstorbenen Clara rückt, desto unheimlicher werden die Situationen mit denen sich die vier Frauen auseinander setzen müssen. 

    Mich hat dieses Buch sofort gefesselt! Es war spannend von der ersten bis zu letzten Seite. 
    Obwohl ich noch nie in Riege war geschweige den etwas davon gehört habe, hatte ich durch das Lesen das Gefühl mittendrin zu sein. 
    Die Stadt und auch die Charakter sind so real, man entwickelt Sympathien mit ihnen und leidet an Gewissen stellen auch mit ihnen. Man kann den Angstschweiß, den Karamellduft oder den gebackenen Kuchen förmlich riechen. 

    Außerdem gefällt mir sehr gut wie sich die einzelnen Charakter im Buch entwickeln. 
    Die unheimlichen Szenen die sich immer mehr zu spitzen sind sehr gut gemacht und wirken überhaupt nicht übertrieben. 

    Alles in einem ein sehr gelungenes Buch mit Gänsehautstunden! Sehr empfehlenswert, gerade dann wenn das Wetter nicht so schön ist! 
  18. Cover des Buches Padermann, der Superheld (ISBN: 9783936706086)
    Erwin Grosche

    Padermann, der Superheld

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Lese_sucht
    Auf witzige Art wird dem Leser hier die Stadt Paderborn nähergebracht. Von Bäckereien über den Dom bis zu den Flüssen wird alles erwähnt. Auch für nicht-Paderborner eine witzige und kurzweilige Lektüre!
  19. Cover des Buches Wanderführer Westfalen (ISBN: 9783844806618)
    Jürgen Sobczak

    Wanderführer Westfalen

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Neu-Erscheinung (ISBN: 9783596511624)
    Michael Gantenberg

    Neu-Erscheinung

     (86)
    Aktuelle Rezension von: PrinzessinMurks
    Hübsche kleine Story um einen westfälischen Lokalredakteur, der unter weiblichem Pseudonym einen religiös fragwürdigen Fortsetzungsroman schreibt. Gleichberechtigung, eingefahrene Beziehungskisten, Frauenquoten, Lokalpolitik, Redaktionsalltag und ein bisschen Lebensglück-Westentaschenphilosophie - ganz unterhaltsam aber vom Niveau her genau da, wo sich die Story zu 50% abspielt: auf Seite 2 des Provinz-Lokalteils der Westfälischen Rundschau.
  21. Cover des Buches Mein Schwein pfeift (ISBN: 9783548282879)
    Michael Bresser

    Mein Schwein pfeift

     (12)
    Aktuelle Rezension von: PauleSenkel
    Teilweise ganz lustig, auch mal schräg, gutes Buch
  22. Cover des Buches Leeres Versprechen (ISBN: 9783957443083)
    Evelyn Barenbrügge

    Leeres Versprechen

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Ursula_Meyer
    Evelyn Barenbrügge bietet einen interessanten und offenbar gründlich recherchierten Einblick in das ländliche Leben im Sauerland und im Siebenbürgen des späten achtzehnten Jahrhunderts. Getrieben von der Hoffnung auf Steuerfreiheit  und leichtere Lebensbedingungen schließt sich die Bauernfamilie Baumann  in Attendorn einem Auswanderertreck nach Österreich an. Doch in Wien angekommen, werden sie weiter nach Siebenbürgen geschickt und landen schließlich in der Stadt Simeria (Siebenbürgen). Wie der Titel schon andeutet, bleiben die Aussiedler dort völlig auf sich allein gestellt und müssen sich mit primitivsten Mitteln eine Existenzgrundlage schaffen. Sie fallen Naturgewalten, Seuchen und Hungersnöten zum Opfer, und Agnes Baumann stirbt bei der Geburt ihres Kindes, sodass von der Familie nur noch Kaspar und seine kleine Schwester Marie zurück bleiben. Und so machen sich die beiden Kinder auf den weiten Rückweg in die Heimat.   
    Mir persönlich war diese Aussiedlungspolitik des Habsburgischen Kaiserreichs, dem es lediglich darum ging, entlegene und unzugängliche Ländereien nutzbar zu machen, unbekannt. Umso interessierter habe ich das Schicksal dieser betrogenen und mit ewig neuen Versprechungen hingehaltenen Menschen verfolgt.

    Das Buch ist flüssig geschrieben und weckt im Leser Mitgefühl. Allerdings hat es einige Längen. So wird die Spannung durch langatmige Beschreibungen (u.a. die Schifffahrt auf der Donau) und Dialoge (im Laufe der wochenlangen Fußmärsche) unterbrochen.
    Trotzdem würde es mich interessieren, wie es mit den beiden Geschwistern weitergeht. Empfehlenswert für Liebhaber historischer Geschichten.       




  23. Cover des Buches Tod im Friedenssaal (ISBN: 9783893255382)
    Jürgen Kehrer

    Tod im Friedenssaal

     (5)
    Aktuelle Rezension von: j_XuPa

    Inhalt: Wir folgen den Ermittlungen des Münsteraner Freigrafen Kettlers. Ursprünglich soll er den Mord an einem spanischen Gesandten aufklären, doch schon bald kommt der Mord an einem leichten Mädchen von der Straße hinzu. Kettler sieht einen Zusammenhang und die Ermittlungen kommen langsam ins Rollen. 

    Das ganze wird gerahmt von den Verhandlungen zum westfälischen Frieden, sowie den Unabhängigkeitsgebahren des Münsteraner Stadtrates, welche wie Kehrer selber anmerkt eigentlich etwa 15 Jahre auseinander liegen. Kettler muss sich bei seinen Ermittlungen mit den politischen Ambitionen seiner Arbeitgeber beschäftigen und diese drängen auf eine schnelle und dabei nicht unbedingt wahrheitsgetreue Aufklärung des Falles!

    Figuren: Der Protagonist Kettler und sein Watson, ein jesuitischer Pfarrer, sind die beiden führenden, handelnden Personen. Beide kommen durch Nebenhandlungen zu ausreichend Tiefe für den 160 Seiten langen Kriminalroman. 

    Etwaige Nebenfiguren und Antagonisten sind in ihren Motiven glaubhaft und gefallen mir sehr gut. Beim lesen habe ich eine deutlichen Antipathie für einige Charaktere entwickelt, etwas was mir bei solchen Büchern immer sehr wichtig ist. Gleichzeitig gibt es genug kleine Nebenhandlungen, um dem Setting und den Charakteren die notwendige Glaubwürdigkeit zu verleihen. 

    Die gewählten historischen Figuren sind gut recherchiert und passen ins Setting. 

    Stil: Mir gefällt Kehrers Stil auch hier sehr gut Die Emotionen und Handlungen werden schön beschrieben und überlassen es dem Leser ausreichend sich den Rest des Szenarios selbst auszumalen. Lediglich einige Formulierungen störten mich. Gerade bei einem historischen Kriminalroman bringt mich das allerdings gelegentlich aus dem Lesefluss, wenn im Text z.B. von "deutschen" die Rede ist oder ähnliches. Vor Allem wenn gleichzeitig die Franzosen, ein geeintes Königreich, nach machtpolitischen Interessen unterschieden werden. 

    Der politische Faktor bei der Aufklärung des Mordverbrechens hat mich dagegen begeistert, ebenso wie die lokalen Nebenschauplätze und die Rivalität zwischen Dom und Stadtrat. 

    Alles in Allem kann ich das Buch für eine kurzweilige Lektüre empfehlen. Die Nebenhandlungsstränge, Begrifflichkeiten und Orte sind jedoch eventuell nicht für jeder Mann genauso einfach zu verstehen. 

    Da ich mich jedoch in der Münsteraner Lokalgeschichte und auch ansonsten in dem zeitlichen Kontext sehr wohl fühle, fällt mir das deutlich leichter. Umso mehr stören mich die sprachlichen Ausflüge in die Moderne Sprache aber auch. 

    Ich gebe 3 Sterne!

  24. Cover des Buches Westfalenbräu (ISBN: 9783897057685)
    Jobst Schlennstedt

    Westfalenbräu

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Katleah
    Es ist ein heißer Sommerabend, als die Veranstaltungen des Hoeker-Festes in Herford ihren Höhepunkt erreichen. Den Festigkeiten wird ein abruptes Ende gesetzt, als ein junger Mann stirbt – wie sich bald heraustellt, vergiftet mit Blausäure - die, vermischt mit dem Gebräu, sich in einem Bierfass befand. Schnell wird klar, dass der Anschlag auf den Abiturient nicht geplant, sondern Zufall war. Sollte der Betreiber des Standes etwa getroffen werden? Bevor der ermittelnde Kommissar, Jan Oldinghaus, von der Bielefeler Kripo mit dem Besitzer der heimischen Brauerei reden kann, stirbt auch dieser bei einem Zugunglück. Zuerst vermutet die Kripo Selbstmord dahinter, doch auch dies entpuppt sich schnell als Mord. Die Ermittelnden tappen im Dunkeln – haben die beiden Fälle etwas miteinander zu tun? Auch die Informationen, die Oldinghaus von den Angehörigen des toten Brauers bekommt, sind eher schwammig und von Zwietracht gesät, als dass sie brauchbare Hinweise liefern. Alleine die Tochter des Toten scheint mehr zu wissen – und dies auch preiszugeben. Doch plötzlich ist sie verschwunden ... Jobst Schlennstedt wurde im Oktober 1976 in Herford geboren, wo er auch aufwuchs. Nach seinem Abitur und dem Zivildienst begann er in Bayreuth ein Geografiestudium. 2004 zog er dann nach Lübeck, wo er bis 2008 in einem Beratungsunternehmen tätig war und heute noch mit seiner Frau und Tochter lebt. „Westfalenbräu“ ist nicht sein erster Krimi, aber der erste Band seiner Kriminalreihe um den Kommissar Jan Oldinghaus. Der Schreibstil des Autors ist angenehm zu lesen, teilweise aber auch recht aufgesetzt. Mit knappen 221 Seiten ist das Buch gut ein kleiner Schmöker für zwischendurch, der nicht gleich an einem vorbei plätschern soll und einfach Spannung haben sollte, was das Buch definitiv mit sich mit bringt. Da das Buch „Westfalenbräu“ in Herford und Umgebung spielt und mir schon von vielen Seiten berichtet wurde, dass der Autor wirklich sehr autentisch die Gegend schildet, viele bekannte Plätze nennt und genaue Wege beschreibt, fand ich selber, dass ich das als Herforderin natürlich lesen muss. Es fing auf jeden Fall schon mal gut an und ich war mit den nächsten Seiten echt froh darüber, dass Kai Stahlhut keine so wichtige Rolle spielt – der Kerl kann einem einfach nur unsympathisch sein. Die Gestaltung seiner Persönlichkeiten hat der Autor interessant geschildet, mit dem Versprechen, dass es nicht nur die obere Schicht beim Protagonisten ist, sondern auch bei anderen Figuren, die innerhalb der Handlung öfters auftauchen. Spannend fand ich es nun nicht gerade, eher interessant. Nichtsdestotrotz rätselt man mit, um wem es sich bei dem Pärchen handelt, dass bis fast zum Ende unbenannt bleibt. Ein Buch, das man auf jeden Fall jedem Herforder empfehlen kann – und natürlich auch anderen, die ein Buch für „zwischen durch“ suchen.

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