Bücher mit dem Tag "westfalen"
24 Bücher
- Thomas Krüger
Entenblues
(20)Aktuelle Rezension von: GudanIm ersten Band lernten wir Erwin und seine Ente Alfred kennen. Erwin ist ein ganz besonderer Mensch, und so nimmt sich das Buch neben der Schilderung der Ereignisse viel Zeit für die Beschreibung von langen Spaziergängen über Wiesen und Felder, ausgiebiger Wannenbädern und viel Lesezeit in der Wintergartenbibliothek. Darin bleibt sich die Fortsetzung treu, auch wenn sie mit einem überraschenden Leichenfund im Gartenteich und einem Einbruch im Keller beginnt. Erwin ist kein Actionheld, sondern ein feines Gemüt. Eine Leiche im Teich, die gehört da nicht hin. Während Erwin auf seine Art Hinweise und Informationen findet und sammelt, erlebt der Leser in ausschweifenden Beschreibungen Erwins Bilderwelt, verfolgt, wie sich die Bilder zusammenfügen und wieder auflösen. Es ist ein Streifzug durch bekannte und weniger bekannte Bücher, scheinbar bunt zusammengewürfelt und eigenwillig interpretiert. Und doch ergeben sie, verbunden durch die Handlung der Geschichte, ein großartiges Gemälde. Der Autor versteht es, Worte und Sprache gekonnt einzusetzen.
Eine gelungene Fortsetzung der Reihe. - Christine Drews
Denn mir entkommst du nicht
(61)Aktuelle Rezension von: AniAntonio Gomez entdeckt bei seiner abendlichen Joggingrunde eine grausam zugerichtete Frau, die an ihren Verletzungen stirbt. Zu seinem großen Entsetzen kennt er die Frau aus seiner Vergangenheit. Antonio meldet den Fund anonym und hofft, dass er unerkannt bleibt. Denn nichts wäre für ihn schlimmer, als seine Frau in seine kriminelle Vergangenheit, mit der er längst abgeschlossen hat, einzuweihen. Charlotte Schneidmann und Peter Käfer werden mit den Ermittlungen betraut. Diese führen sie ins Rotlichtmilieu. Doch Charlotte hat schon bald den Verdacht, dass der grausame Mord ein ganz anderes Motiv haben könnte....
"Denn mir entkommst du nicht" ist bereits der vierte Fall, in dem die Kommissare Charlotte Schneidmann und Peter Käfer ermitteln. Man kann den aktuellen Ermittlungen aber auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil der Serie gelesen hat, da wichtige Hintergrundinformationen in die Handlung einfließen.
Der Einstieg ins Geschehen gelingt mühelos, denn die Autorin versteht es hervorragend, bereits am Anfang das Interesse an der Handlung zu wecken. Diese wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Man beobachtet Antonio Gomez, der versucht, nicht mit der toten Frau in Verbindung gebracht zu werden, aber immer weiter in gefährliche Situationen verwickelt wird. Er wirkt sehr sympathisch und glaubwürdig, sodass man gemeinsam mit ihm überlegt, wer versuchen könnte, ihm den Mord anzulasten. Außerdem nehmen natürlich die Ermittlungen der beiden Kommissare einen Großteil der Handlung ein. Die Ermittlungen wirken authentisch und deshalb kann man sich ganz auf die Suche nach dem Täter und seinem Motiv einlassen.
Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen nicht sein, denn der Killer geht mit seinen Opfern nicht gerade zimperlich um und Christine Drews beschreibt die Verletzungen so realistisch, dass man schon beinahe meint, die entsprechenden Szenen vor Augen zu haben. Die Spannung setzt früh ein, kann durchgehend gehalten werden und sich zum Ende hin sogar stetig steigern. Bis zum Schluss ist nicht klar, wer der Täter ist. Das Ganze gipfelt in einem gnadenlos spannenden Finale, das man gebannt verfolgt, um dann festzustellen, dass es einen fiesen Cliffhanger gibt, der dafür sorgt, dass man sofort weiterlesen möchte.
Spannende Ermittlungen für Charlotte Schneidmann und Peter Käfer. Der Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass man sofort zum nächsten Teil greifen möchte.
- Carla Berling
Mordkapelle
(41)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderIra Wittekind wollte eigentlich den Abend genießen, aber die Lokalreporterin wird in Bad Oeynhausen zu einer brennenden Friedhofskapelle gerufen. Vor dem Alter verbrannte in seinem Rollstuhl der schöne Ludwig. Der Apotheker Hahnwald war beliebt und geachtet und Ira macht sich auf die Suche nach den Hintergründen. Was sie Schicht für Schicht aufdeckt ist erschreckend, grausam und erschütternd und wirft auf alles ein ganz anderes Bild. Und es wird für Ira, die privat endlich ihr Glück finden will, sehr gefährlich und auch brenzlig. Carla Berling schickt Ira zum vierten mal auf die Reise und sie ermittelt hier in einem Fall mit der es wirklich in sich hat. Jede Familie hat ein dunkles Kapitel, aber wenn es so abläuft wie bei den Hahnwalds, dann ist es an Spannung nicht zu überbieten. Lesen!!!
- Ilja Albrecht
Kalter Zorn
(92)Aktuelle Rezension von: BkwrmKalter Zorn von Ilja Albrecht ist von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich spannend. Der Aufbau der Geschichte eines Serienkillers, der in den USA und in Deutschland seine Opfer auf grauenvolle Weise tötet, hält den Leser durch immer neue Wendungen in Atem. Die detaillierten Beschreibungen der Psyche des Täters durch den Profiler und sein Team sind total interessant. Ich kann das Buch unbedingt empfehlen. - Thomas Krüger
Erwin, Mord & Ente
(47)Aktuelle Rezension von: SatoIn einem fiktiven Dorf mitten in Ostwestfahlen lebt Erwin mit seiner treuen Laufente Lothar in der längst geschlossenen Polizeiwache. Gerne läuft Erwin mit der alten Polizeimütze seines Vaters auf dem Kopf und Lothar an seiner Seite über die Äcker. Im Dorf gilt der Sohn des ehemaligen Dorfpolizisten als geistig zurückgeblieben und menschenscheu – ein Image welches Erwin aufrecht erhält und das ihn schützt vor allzu neugierigen Mitmenschen die ihn so unterschätzen. Nur Anni, die den Tante Emma Laden des Dorfes führt und Arno, ein trinkender Tagelöhner, sind was enger mit Erwin.
Das im Wintergarten von Erwins geerbten Haus eine pompöse Badewanne inmitten einer Bibliothek steht weiß niemand und das Erwin, der sich nur zu Fuß fortbewegt und dem Handys und Computer fremd sind, dank seiner Bücher eine Menge Wisser gespeichert hat würde eh niemand glauben.
Das Leben geht seinen idyllischen Gang, bis eines Tages auf einem Acker alte, menschliche Knochen gefunden werden. Schnell wird der Fall abgeschlossen, es soll sich um Opfer einer Weltkriegsbombe handeln – nur Erwin hat Probleme das so einfach hinzunehmen. Als er Anni dazu befragt gerät diese außer sich und ist kurz darauf auch tot, das Herz – angeblich.
Jetzt ist Erwin Neugier erst recht geweckt und auf seine langsame, Umwege benutzende Art macht er sich an die Ermittlungen.
Thomas Krüger schreibt die Geschichte aus Erwins Sicht und das macht sie langsam, schwerfällig, manchmal konfus aber immer stur dem Ziel entgegen. Eingebettet in eine fiktive Gegend voller schräger Originale, garniert mit sehr einfachen, kargen Dialogen und herrlichen Beschreibungen (z.B. die Innenansicht der Dorfkneipe) bekommt der Leser Ostwestfalen pur geboten.
Trotz des trockenen Humors hat die Geschichte auch Tiefgang und die dunklen Geheimnisse einiger Dorfbewohner lassen nicht nur Erwin erschaudern.
Ein Buch auf das man sich einlassen muss, nicht so flüssig geschrieben – aber dafür authentisch und spannend bis zum Schluss. Ich freue mich auf die Fortsetzung.
- Astrid Plötner
Todesgruß
(30)Aktuelle Rezension von: sinsaDie Hauptfigur in diesem Roman ist Kommissarin Maike Graf. Vor kurzem hat sie sich von ihrem Lebensgefährten und Kollegen Hauptkommissar Hübner getrennt. Außerdem hat sie sich auf eigenen Wunsch nach Unna versetzen lassen. Eigentlich, damit sie nicht jeden Tag mit ihrem Ex zusammenarbeiten muss, aber der Mörder macht ihr da einen Strich durch die Rechnung.
Insgesamt gehen aber alle sehr professionell mit der Situation um. Das finde ich sehr gelungen. Auch insgesamt ist die Kommissarin sehr menschlich und sehr sympathisch dargestellt. Sie gefällt mir sehr gut. Auch ihre Probleme bei der Renovierung ihrer Wohnung sind aus dem Leben gegriffen. Kann man gut nachvollziehen.
Der Täter führt die Mordkommission ziemlich gekonnt an der Nase herum und auch als Leser kommt man ganz schön ins Schwitzen, bis der Täter endlich gefasst wird.
Sehr schön geschriebener Krimi. Hat mir gut gefallen. Besonders, dass man nicht gleich auf den Täter kommt, sondern die Spuren so raffiniert angelegt sind, dass man völlig in die falsche Richtung denkt. Weiter so! - Titus Dittmann
Brett für die Welt
(1)Aktuelle Rezension von: gemuesebuergerinTitus Dittmann ist all das:
Größenwahnsinniges Großmaul, gerissener Geschäftsmann und grundehrlich-großherziger Glücksritter.
Voller Selbstvertrauen, aber auch Selbstkritik, schlägt er einen großen Bogen vom brikettstapelnden Steppke über die ersten Rollversuche auf einfachen Brettern, über den waghalsigen Alles-Ausprobierer, den erfolgsverwöhnten Businessonkel bis zum humanitär Tätigen. Das ist staubig, ehrlich, mitunter roh, manchmal selbstverliebt, aber von so einer mitreißenden Energie, dass er es tatsächlich geschafft hat, den Eindruck, den man 'live' von ihm gewinnen kann, zwischen zwei Buchdeckel zu bringen.
Das liest sich wahnsinnig spannend, und wer noch die Skaterszene der 1990er Jahre vor Augen und Punkrock im Herzen hat, wird seine helle Freude daran haben.
Mir vermittelte er mehr Lebensweisheit und war mir ein größerer Motivator, als es jedes pastellfarben-bekringeltes, handgelettertes Selbstfindungsbuch vermitteln könnte.
- Ulrike Steinkrüger
Wege der Jakobspilger in Westfalen, Band 11: In zehn Etappen von Bielefeld über Münster nach Wesel
(0)Noch keine Rezension vorhanden - Astrid Plötner
Teufels Tod
(21)Aktuelle Rezension von: LuiseLotteEin gefühlskalter Egoist wer er, der alte Teufel, ein Tyrann, wie er im Buche steht, jemand, der zeitlebens rücksichtslos seine eigenen Ziele verfolgt hat, nach dessen Pfeife alle, die das Pech hatten, mit ihm zu tun zu haben, tanzen mussten, ein Mensch, der das Wort Anstand vielleicht kannte, nicht aber seine Bedeutung. Ein Teufel in Menschengestalt, ganz dem nacheifernd, dessen Namen er trug? Man mutmaßt es bereits zu Beginn des Romans und findet sich, je weiter die Handlung voranschreitet, immer mehr bestätigt!
Nun ist er tot, der durch Heirat zu Wohlstand gekommene Friedrich Teufel, während eines Spaziergangs in der Massener Heide von unbekannter Hand erschlagen – und niemand weint ihm eine Träne nach. Im Gegenteil ist jeder, der den bösen Mann kannte, insgeheim oder gar offen erleichtert, dass ihm endlich ins Jenseits verholfen wurde, in dem er sich jetzt mit seinem Namensvetter ein Stelldichein geben kann.
Doch nun, da ist aber das fünfte Gebot, das da sagt „Du sollst nicht töten“! Und es stimmt schon – wo käme man denn hin, wenn man jeden unliebsamen Zeitgenossen einfach ungestraft abmurksen dürfte, so bald man dieses niedere Bedürfnis verspürt? Also rückt die Polizei an, in Gestalt der beiden Kommissare Maike Graf und Max Teubner, zwei Ermittler, derer sich die Autorin Astrid Plötner bereits in einigen Vorgängerbänden bedient hat, denen ich selbst aber in dem hier zu besprechenden Kriminalroman zum ersten Mal begegne.
Sie beginnen mit der Spurensuche, der Befragung von Zeugen und möglichen Verdächtigen, wiewohl sie recht rasch ins Leere laufen. Jeder, der in irgendeiner Weise mit dem alten Teufel in Verbindung stand, hätte ein Motiv gehabt, ihm das Lebenslicht auszublasen, doch für die Tatzeit scheinen alle ein Alibi zu haben! Der Leser lernt sie kennen, die Familie Teufel und die Nachbarsleute, genau so wie all die dienstbaren Geister in und um das Anwesen des Getöteten – langsam, ganz allmählich, und bekommt einen Einblick in das, was sie umtreibt, erfährt dabei immer mehr Unliebsames über den Verblichenen, an dem so gar nichts war, was für ihn gesprochen hätte.
Gleichzeitig bekommt man einen, wie ich meine sehr realistischen, Einblick in die Polizeiarbeit, die mühselig ist, in der die Puzzleteile nicht vom Himmel fliegen und sich wie von selbst zusammenfügen sondern sich störrisch widersetzen gefunden zu werden und dann einfach nicht passen wollen! Polizisten sind nur in Filmen und leider oft genug auch in Kriminalromanen Superhelden, deren ständige Geistesblitze und nimmermüde Umtriebigkeit die Lösung eines jeden ihnen anvertrauten Falles als Kinderspiel erscheinen lassen. Und selbstverständlich müssen sie strahlender – oder immer häufiger auch gebrochener, denn letzterer Typ scheint in Mode gekommen zu sein – Mittelpunkt der Detektivgeschichte sein, die gesamte Handlung ist um sie herum aufgebaut, der Kriminalfall selbst und dessen Aufklärung nur Mittel zum Zweck, um bloß keine Zweifel an der Genialität des Detektivs oder Kommissars oder Hobbyermittlers, die schon an Zauberkräfte grenzt, aufkommen zu lassen!
Umso erfreulicher ist für mich denn die Begegnung mit Astrid Plötners angenehm zurückhaltendem Ermittlerpaar. Die beiden stehen, wie es sich für einen guten Kriminalroman gehört, weitgehend im Hintergrund; man lernt sie aber auch in ihren Nebenrollen durchaus kennen, kann ebenso ihr Privatleben erahnen, ohne dass es unnötig ausgewalzt wird. Besagtes Privatleben, an dessen Bloßlegung allzu viele Schreiberlinge ihre Leser gewöhnt haben, spielt aber nur dann eine Rolle bei der Klärung eines Verbrechens, wenn es direkt mit jenem in Verbindung steht – was es bei den Bemühungen um das Auffinden des Mörders von Friedrich Teufel entschieden nicht tut.
Darüber hinaus gefällt es mir ungemein, wie Graf und Teubner agieren, wie sie mit den Verdächtigen umgehen, auf welch ruhige, freundliche, menschliche, gar ehrlich mitfühlende Art und Weise sie Zeugenbefragungen vornehmen. Sie müssen nicht schreien und die zu Befragenden mit aggressivem Gehabe einschüchtern, um Antworten zu bekommen, denn die bekommen sie sowieso, man vertraut den Beiden, weiß, dass man ihnen keinen Strick aus ihren Aussagen drehen wird. Und so nähern sie sich realistisch-bedächtig aber stetig der Auflösung des immer vertrackter und rätselhafter werdenden Falles oder womöglich auch der Fälle – denn da gibt es plötzlich noch einen Toten! Friedrichs Sohn Andreas, auf dem besten Wege, ein ebensolches cholerisches und selbstherrliches Ekelpaket wie sein Erzeuger zu werden, wird zuerst von der Straße abgedrängt, was die Kommissare zu Recht als Tötungsversuch deuten, und kommt obendrein noch kurz darauf bei einem Brand auf dem Familienanwesen „Gut Gänseheim“, der nicht zufällig entstand, ums Leben.
Parallel zu den Geschehnissen auf besagtem Gut lernt der Leser – und ist damit den Ermittlern lange Zeit einige Schritte voraus! - Edith, die sich als die Sympathieträgerin schlechthin erweisen wird, kennen, Edith in verschiedenen Stadien ihres Lebens, das eng mit dem des alten Tyrannen verknüpft war, Edith, die die alte Frau Teufel, die ihr herzloser Ehemann, nachdem ihre Demenz voranschritt, in ein Seniorenheim abgeschoben hat, erwähnt, nachdem sie während einer Spazierfahrt mit Enkelin Melissa abhanden gekommen war – und mit einem Säugling im Arm wiedergefunden wurde. Um Ediths Kind müsse sie sich kümmern, wiederholt Alma Luise Teufel ein ums andere Mal....
Es ist faszinierend zu lesen, wie die Autorin die unterschiedlichen Stränge ihrer wunderbar aufgebauten Handlung zusammenführt und Schritt für Schritt Licht bringt in eine so rätselhafte wie traurige, recht tragische Geschichte, die vor vielen Jahren im westfälischen Unna, dem Schauplatz der Handlung und gleichzeitig Heimat der Schriftstellerin selbst, ihren Anfang nahm und in der die Ursache für den Tod Friedrich Teufels zu finden ist. Alte Sünden werfen lange Schatten, jahrzehntelanges standhaftes Schweigen sollte nicht gebrochen werden, um nicht eine unkontrollierbare Lawine loszutreten. Fürwahr! Und manchmal, nicht so oft freilich, muss man der Gerechtigkeit eben ein wenig nachhelfen, nicht wahr?
Summa summarum: „Teufels Tod“ hat mich von Anfang bis Ende aufs Beste unterhalten! Der Krimi ist interessant, so spannend wie vielschichtig, läd zum Miträtseln ein, ist ausgewogen und logisch aufgebaut – mit einem geradezu furiosen Finale, das man so nicht erwartet hätte. Die handelnden Personen, ob sympathisch oder ärgerlich oder indifferent lassend, sind vorstellbar, ihre Handlungen sind, ihrem jeweiligen Charakter entsprechend, folgerichtig, egal ob man sie denn gutheißen mag oder nicht. In der Tat gibt es nichts zu kritisieren, aber viel zu loben an Astrid Plötners Roman, dessen Stil und Aufbau mich während des Lesens nicht nur einmal an die Klassiker des perfekt geschriebenen Whodunnits erinnert haben, explizit an die psychologisch aufs Feinste ausgearbeiteten Kriminalromane der unübertrefflichen Dame Agatha Christie, die stilistische Klarheit und Hochklassigkeit der Dorothy L. Sayers und die nachdenkliche Tiefgründigkeit der von ihren Landsleuten vielgeliebten P. D. James, ihres Zeichens Member of Parliament und privat Baroness James of Holland Park. Bleibt zu hoffen, dass schließlich auch nicht nur begeisterte Leser das Potential der Westfälin Astrid Plötner erkennen!
- Dirk Bernemann
Schützenfest
(14)Aktuelle Rezension von: MoidlvomberchIch kenne nahezu alle Bücher des Autors Dirk Bernemann und bin tatsächlich seit über 13 Jahren ein großer Fan seiner werke
das Cover ist sehr schön und ansprechend gestaltet, passend zum Klappentext, der sich interessant liest!Dieses sprach mich aber tatsächlich zum ersten mal nicht so richtig an, ich habe mir irgendwie mehr davon erwartet.
Den Erzählstil und den Schreibstil erkennt man aber sofort wieder, ich finde ihn immer noch absolut einzigartig und toll zum lesen, auch hier konnte ich es deshalb nicht so einfach weglegen.Die Handlungen waren für mich etwas larifari, aber dennoch in einigen Bereichen trotzdem tiefgründig und schockieren, tragisch wie das Leben.
Wie gesagt, nicht das beste Werk des Autors, aber dennoch auf jeden Fall lesenswert!
- Sandra Halbe
Wittgensteiner Schatten
(24)Aktuelle Rezension von: Una_Beck_Autorin
"Wittgensteiner Schatten" ist Band 1 der "Caro König Krimis" und ein starker Regional-Krimi mit Schweigen-der-Lämmer-Vibes: psychologisch dicht und klug konstruiert.
Die Ermittlerin rollt den letzten Fall ihres verstorbenen Vaters neu auf, dafür muss sie mit einem sterbenden Serienmörder zusammenarbeiten.
Statt Täterjagd: Motivsuche. Und dann der Twist... - Julie Jo Stark
Fortunas Blüten
(17)Aktuelle Rezension von: Traubenbaer"Fortunas Blüten" von Julie Jo Stark ist ein historischer Roman. Er spielt um 1720 in Deutschland.Über die Situation des siebzehnjährigen Henri kann man getroßt sagen, dass er zur falschen Zeit am falschen Ort war: Er wird unfreiwillig Zeuge eines Mordes, was gefährlich ist, da der Täter sicher keine Zeugen haben möchte... Doch das ist erst der Anfang einer Pechsträhne, die ihn, seine Familie und seine Freunde in Gefahr bringt.
Henris Geschichte ist an vielen Stellen düster und aussichtslos. Da er ein sympatischer Protagonist ist, fiebert man schnell mit seinem Schicksal mit. Trotzdem wird der Roman nicht von Melancholie oder gar Trauer geprägt, was mitunter auch an Henri liegt, der sich nicht unterkriegen lässt.Die Geschichte ist spannend und animiert durch unvorhergesehene Wendungen zum Weiterlesen.Was mir besonders gut gefallen hat waren die gut rechachierten Details, die in die Geschichte mit eingeflochten wurden: Durch die Beschreibung von Kleidern, Gerüchen und anderen Kleinigkeiten, wird aus dem Roman eine plastische und lebendige Zeitreise in die Vergangenheit. - Michael Bresser
Kein Schwein bringt mich um
(5)Aktuelle Rezension von: peedeeDieter Nannen, Band 6: Luna Mancini, eine in die Jahre gekommene Schlagerdiva, die mehr schlecht als recht gebucht wird, aber Allüren wie zu ihren Glanzzeiten hat, wird von einem Stalker verfolgt. Privatdetektiv Dieter Nannen soll den Fall auflösen. Eigentlich hat Nannen keine Zeit, da er in ein paar Tagen heiraten wird, aber als in seiner Gegenwart ein Attentat auf die Sängerin verübt wird, nimmt er die Herausforderung an…
Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover, ein passender Buchtitel – mir gefällt’s.
Dies ist Band 6 einer Reihe, für mich jedoch das erste Buch des Autorenduos überhaupt.
Dieter Nannen will den Fall der Schlagersängerin nicht übernehmen, denn einerseits steht er kurz vor der Hochzeit – und die Verwandtschaft hat sich frühzeitig angesagt! –, andererseits hat er es überhaupt nicht mit der Schlagermucke. Aber dann wird er doch vom Ehrgeiz gepackt, als bei einem Konzert ein Attentat auf die Sängerin verübt wird.
Luna Mancini hat glühende Verehrer – Fans, die an jedes Konzert reisen und ihr auch Liebesbriefe schreiben. Wenn sie jedoch nicht erhört werden, schlagen die Liebesbriefe auch mal ins Gegenteil um. Ist der Stalker ein Fan? Überraschend übrigens, dass die Diva drei Ehen eingegangen ist und auch drei Mal geschieden wurde. Nun ja, das gibt’s, aber aussergewöhnlich ist schon, dass alle drei Exmänner auf ihrem Konzert auftauchen, oder? Nannen wird nachdenklich, wie wohl seine Ehe mit Karin verlaufen wird. Er hofft natürlich, dass sie bis zum Lebensende gemeinsam glücklich sein werden. Aber zurück zum Job: Nannen beginnt mit seinen Ermittlungen…
„Der Schlagerstar sah abgewrackter aus als die Titanic zwanzig Jahre nach ihrem Untergang.“
Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Wenn man sich auf den schwarzen Humor einlässt, ist der Krimi sehr unterhaltsam. Nannen bringt es dabei beruflich und privat zu interessanten Abschlüssen. Von mir gibt es 4 Sterne. - Jobst Schlennstedt
Mord auf Westfälisch
(22)Aktuelle Rezension von: MaddinliestKriminalkommissar Jan Oldinghaus bekommt es in seinem neuen Fall gleich mit zwei Morden zu tun. Ein Mann und kurze Zeit später eine Frau werden kaltblütig erschossen. Die skrupellose Vorgehensweise lässt die Vermutung aufkommen, dass die Opfer eventuell in Verbindung gestanden haben können, aber die ersten Ermittlungen können dies nicht bestätigen. Immer mehr in den Fokus gerät dabei aber der Wurstbaron Hagen Piepenbrock samt seines Unternehmens. Just die Person, die auch im Privatleben von Jan Oldinghaus eine gewichtige Rolle eingenommen hat, da Piepenbrock den hälftigen Anteil an den heimischen Hof erworben hat. So bekommt der Fall für den Kriminalkommissar eine ganz persönliche Note...
"Mord auf westfälisch" ist bereits der fünfte Band um den sympathischen Ermittler Jan Oldinghaus. Ich bin erst mit dem aktuellen Fall in die Reihe eingestiegen und hatte zu keiner Zeit Verständnisprobleme. Der Autor Jobst Schlennstedt erzählt die Geschichte in einem lebendigen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell ins heimische Westfalen entführte. Der Spannungsbogen wird mit den zwei Morden direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die ereignisreichen Ermittlungen auf einem hohen Niveau gehalten. Die Geschichte stellt sicherlich auch einen ordentlichen Seitenhieb Richtung Clemens Tönnies dar, den ich während des Lesens immer wieder vor Augen hatte, da er dem Protagonisten des Wurstbarons einfach 1:1 auf den Leib geschnitten war. Das Ganze bleibt bis zum fulminanten Finale spannend und die gut nachvollziehbare Auflösung rundet die Geschichte aus meiner Sicht gelungen ab.
Insgesamt ist "Mord auf westfälisch" ein für mich gelungener Regional-Kriminalroman, der mit einem sympathisch gezeichneten Hauptprotagonisten, einem wohldosierten Lokalkolorit und dem Erzähltalent des Autors überzeugen kann. Mich hat der vorliegende Band neugierig auf weitere Fälle mit Jan Oldinghaus gemacht, so dass ich das Buch gerne weiterempfehle und mit guten vier von fünf Sternen bewerte.
- Nika Lubitsch
Der Tod trägt Schwarz: Blue Light Berlin-Krimi
(2)Aktuelle Rezension von: claudi-1963"Schwer zu erlangende Güter lassen den Menschen krumme Wege gehen." (Laotse)Vor dem afrikanischen Gottesdienst in der St. Elisabeth Kirche in Berlin findet man Pater Ludger erschlagen in der Sakristei vor. Das Team der Mordkommission unter Claudia Westermann steht unter Druck, den nicht nur die Presse, auch die Kirche und ihr Chef wollen eine schnelle Auflösung. Doch für Claudia ist es ihr erster Fall als Leiterin, nachdem Ausscheiden von Robert W. Robinson (Double-u), den sie ganz alleine meistern muss. Die ersten Recherchen führen ausgerechnet zu einem Asylbewerber nach Wedding, dessen Fingerabdrücke man gefunden hat. Während man dieser verhaftet wurde und man den Erfolg im Blue Light dem Lokal von Doppel-u feiert, wird der afrikanische Küster ermordet und mit einer Machete enthauptet. Alles deutet weiter auf einen Täter in den afrikanischen Reihen hin, doch Doppel-u ist sich sicher, das könnte auch eine Finte sein. Trotzdem er nicht mehr für die Kripo tätig ist, hilft Doppel-u, wo er kann und auch sein Koch Denis (Cookie) lässt seine Verbindungen spielen, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Zuletzt hilft nur noch der richtige Riecher von Spürhund Agathe, um den Täter zu überführen.
Meine Meinung:
Dies ist der zweite Fall der Autorenduos Nika Lubitsch und Michael Hellmann. Wieder gibt es ein prägnantes blaues Cover mit dem Kirchenfenster, das auf die Blue-Light Reihe hinweist. Blue-Light ist die vom ehemaligen Kommissar Robert W. Robinson umbenannte Kneipe, wo sich seine ehemaligen Kollegen bei Jazz, Essen und Getränke ihren Feierabend ausklingen lassen. Dieses Mal geht es um einen umfangreich ausgearbeitet Plot, bei dem man wieder sehr gut merkt, das Michael Hellmann selbst bei der Mordkommission tätig war. Detailliert werden hier alle Hintergründe zum Afrika Center und seiner Gemeinde in Berlin, aber auch einiges wissenswertes aus Afrika dargestellt, den der Pater war als ehemaliger Missionar in einigen Ländern Afrikas tätig. Für mich waren diese Details sehr interessant, ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es dem einen oder anderen zu viel wird. Interessant fand ich auch wie die Autoren die Atmosphäre dieses Gotteshaus und den Kirchgängern dem Leser nahe brachten und spüren ließen. Allerdings fehlte mir diesmal ein wenig die Spannung bei dem Fall. Die Charaktere haben mir noch besser gefallen wie bei Band eins, wahrscheinlich weil ich sie jetzt schon kannte und ich immer mehr von ihnen erfuhr. Schön fand ich das Doppel-u und auch Denis weiter mit präsent und sogar bei den Ermittlungen beteiligt sind. Großartig fand ich wieder Denis Berliner Schnauze mit dem original Berliner Dialekt, den selbst ich als Schwabe gut verstehe. Das dieser Fall dann eine totale Wendung nahm, hat mich schon ein wenig überrascht. Entsetzt hat mich das dieser Fall auf Pfarrer Dr. Alain-Florent Gandoulou aus dem Kongo beruht, den man am 22. Februar 2018 in Berlin mit einem Regenschirm erstochen hat. Ein Krimi, der uns mal wieder vor Augen hält, dass die Realität näher bei uns ist als wir glauben. Ich hoffe auf etwas mehr Spannung beim nächsten Fall und geben dem Buch 4 1/2 von 5 Sterne.
- Carla Berling
Sonntags Tod
(63)Aktuelle Rezension von: Annis_BuecherregalEigentlich kehrt die Journalistin Ira Wittekind nur für die Beerdigung ihrer ehemaligen besten Freundin in ihre Heimat zurück. Ein schwerer Gang, der von tiefen Schuldgefühlen überschattet wird: Hätte sie damals mehr tun müssen? Hätte sie den Kampf ihrer Freundin gegen den Alkoholismus verhindern können?
Mitten in dieser eigenen Trauer stößt sie auf einen Fall, der wie ein Spiegel ihrer eigenen Vorwürfe wirkt: Ein Mann liegt wochenlang tot in seiner Wohnung. Er ist einsam gestorben, während die Nachbarn die Nase rümpften, aber die Tür geschlossen hielten.
Was mir besonders gefallen hat:
Die psychologische Tiefe: Das Buch zeigt gnadenlos, wie Erlebnisse aus der Kindheit, die Angst vor Ablehnung und die Suche nach Anerkennung unser Verhalten steuern.
Ehrliche Emotionen: Iras eigene Zerrissenheit wegen ihrer verstorbenen Freundin macht sie so menschlich. Es geht um die Frage: Wann ist es „not my problem“ und wann tragen wir Verantwortung?
Die Mischung: Trotz der schweren Themen wie seelische Gewalt und NS-Vergangenheit gibt es einen Lichtblick durch die Liebesgeschichte mit Andy und den tollen, trockenen Humor.
Mein Fazit:
Ein Krimi, der unter die Haut geht. Er zeigt, dass Familie oft kein sicherer Hafen ist („Blut ist nicht immer dicker als Wasser...“) und wie gefährlich das Schweigen der Gesellschaft sein kann. Ein absoluter Lesetipp mit viel Tiefgang! ⭐⭐⭐⭐
„Hattet ihr schon mal ein Buch, das eigentlich ein Krimi war, euch aber psychologisch total zum Nachdenken gebracht hat? 💭“
#SonntagsTod #CarlaBerling #BookstagramGermany #Bücherwurm #KrimiTime
- Mina Giers
Die kleine Krimi-Tankstelle - Aller Anfang ist Mord
(25)Aktuelle Rezension von: 65_buchliebhaberAls frisch gebackene Tankstellenbesitzerin versucht. Taissa in Ostwestfalen Fuß zu fassen. Nachdem sie das Erbe ihrer Tante angetreten hat, kommt der Stress mit dem Finanzamt und dem Einleben in der neuen Umgebung. Ihr blinder Hund braucht ebenfalls Beachtung. Und dann wird ihre Nachbarin ermordet und ihr Mitarbeiter verdächtig. Jetzt ist hier ihr Einsatz gefragt.
Die beiden Hauptcharaktere, Taissa und Golden Retriever Lolli, sind sympathisch und authentisch. Die Geschichte ist solide entwickelt, leider teils etwas vorhersehbar. Trotzdem ist sie unterhaltsam und angenehm zu lesen. Die Spannung steht eher im Hintergrund. Der Start in eine neue Reihe ist gelungen und man kann sich auf weitere Fälle freuen.
- Dirk Schmidt
Task Force Hamm
(2)Aktuelle Rezension von: Lesestunde_mit_Marie„Task Force Hamm“ enthält acht spritzig witzige WDR-Kriminalhörspiele aus der Reihe „Radio Tatort“. Hierbei sollte man wissen, dass weniger die Kriminalfälle im Mittelpunkt stehen, sondern vielmehr vier Polizisten, die die „Task Force Hamm“ bilden. Hier hat der Autor Dirk Schmidt teils verschrobene, teils abgefahrene Typen, die ganz besondere Charaktere darstellen, geschaffen. Denn die Task Force Hamm - auch kreisfreie Polizeibehörde genannt - ist ein Auffangbecken oder eine Abschiebestelle für Polizisten, die ein wenig aus der Reihe getanzt sind und daher aus der Schusslinie genommen werden sollen. Sie erhalten die Chance, sich dort zu bewähren.
Zunächst ist da der Polizeibeamte Scholz, stimmlich dargestellt durch keinen Geringeren als Uwe Ochsenknecht. Scholz wird wegen Spielsucht nach Hamm strafversetzt und indirekt mit der Führung der sich formierenden Truppe betraut, obwohl der offizielle Dienststellenleiter eigentlich Vorderbäumen ist - herrlich tragend von Hans Peter Hallwachs intoniert. Vorderbäumen hat das Pensionsalter bereits überschritten, klagt sich aber durch alle Instanzen und zögert so seine zur Ruhestellung erfolgreich hinaus. Aus reiner Langeweile vermittelt er Möbel der ortsansässigen Firma „Möbel Osterbusch”. Des Weiteren wäre da Felix Lenz, ein eigentlich äußerst begabter Kriminalist, wären da nicht seine Alkoholprobleme und teils aggressiven Anwandlungen. Von Matthias Leja mit sonor sympathischer Stimme gesprochen, kommt er sehr anziehend männlich herüber. Besonders herrlich ist Georg Latotzke, der auf den ersten Blick etwas einfältig wirkende und einzige „einheimische“ Kriminalist, der von Sönke Möhring perfekt interpretiert wird. Seine „angeborene(r) Schlichtheit und besten Ortskenntnisse(n)“ (Zitat Klappentext) verleihen den Stories einen ganz besonderen Charme. Der Polizist, der abends auch gerne als „DJ Latte” auflegt, löst den ein oder anderen Fall mit seiner naiven Herangehensweise oft wie Kommissar „Zufall“ und kostet seine Kollegen so manchen Nerv, wird aber auch gerne unterschätzt.
Ob die zuweilen als Schmach empfundenen Begegnungen mit dem Landeskriminalamt in Düsseldorf, aus dem Lenz strafversetzt wurde oder das Zusammentreffen mit einer Motorradgang - hier werden sämtliche Klischees, Vorurteile und lokale Spezialitäten auf die Schippe genommen. Auch die Sprache wird passgenau eingesetzt. Ob Ruhrpott Slang oder reines Hochdeutsch, ob derbe Umgangssprache oder hochgestochene Eloquenz - jeder Charakter und jede Situation erhält den jeweils passenden sprachlichen Anstrich.
Fazit:
Humorvolle Kriminalfälle, die Kurzweile versprechen und wundervoll von ihren Sprechern interpretiert werden. Diese skurillen Charaktere muss man einfach lieb gewinnen. - Martina Grünebaum
Die Quote
(8)Aktuelle Rezension von: Maier31Ein Verwaltungsfehler im Himmel, dass darf doch nicht wahr sein.
Nachdem im Himmel ein neunzehnjähriger Mann benötigt wird, verunglücken auf der Erde, gleich zwei Männer in diesem Alter. Mathis aus dem Sauerland in Westfalen und Riley aus dem schönen Cornwell in Südengland. Beide haben nach viel zu viel Alkohol, die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren und liegen jetzt im Koma. Während die Familien der Verunglückten beten und hoffen das ihre geliebten Söhne wieder zurück ins Leben finden. kämpfen diese im "Weder dort noch hier" um ihre Rückkehr. Eine Entscheidung muss getroffen werden, wer darf zurück? Und das möglichst schnell um bleibende Schäden zu vermeiden.
Schon der erste Blick auf das Cover macht neugierig. Ein Fragezeichen aus Wolken gebildet, lässt offene Fragen vermuten.
Trotz diesem schwierigen und ernsten Thema ist es der Autorin sehr gut gelungen mich gut zu unterhalten. Amüsant und kurzweilig lesen sich die Seiten und es wird nie langweilig. Die beiden Hauptprotagonisten sind sympatisch beschrieben und könnten die Jungs von nebenan sein.
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