Bücher mit dem Tag "wheel of time"

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22 Bücher

  1. Cover des Buches Das Rad der Zeit 1 (ISBN: 9783492707114)
    Robert Jordan

    Das Rad der Zeit 1

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Morally_Grey

    Die Suche nach dem Auge der Welt – Teil 1 der Das Rad der Zeit Reihe von Robert Jordan

    Das Rad dreht sich und führt unsere Helden in ein Abenteuer das bildgewaltiger und komplexer nicht sein könnte. Am Beginn steht ein Dorf dessen Einwohner Vorbereitungen für ein großes Fest treffen. Ein überraschender Angriff führt zum Wendepunkt im Leben einiger Dorfbewohner. Nichts wird mehr sein wie es einmal war. Robert Jordan nimmt uns mit auf eine epische Reise: Die Suche nach dem Auge der Welt.

    Weltenbau (4.5/5)
    Die Reise beginnt in einem kleinen Dorf nahe der Berge. Überschaubar – auf den ersten Blick. Doch mit jeder gelesenen Seite entfaltet sich eine unfassbar detaillierte Welt an deren Komplexität im Laufe des ersten Bandes nur oberflächlich gekratzt wird. Jordan schreckt nicht davor zurück die von ihm geschaffene Welt mit all seinen Geschöpfen genauestens zu beschreiben. Doch gibt er uns dabei nur jene Informationen, die wir zu exakt diesem Zeitpunkt benötigen. Gleichzeitig weckt er damit die Lust noch tiefer in die Geschichte der Welt einzutauchen. Immer wieder entdecken wir dabei Anlehnungen an J.R.R. Tolkiens geschaffene Welt, die durch Robert Jordan in einem völlig neuen Gewand erscheint.

    Die Charaktere (4.5/5)
    Im Laufe der Geschichte treffen wir auf eine Vielzahl von Protagonisten, Antagonisten und Nebenfiguren, doch keine dieser Personen gleicht in ihren Wesenszügen und Verhalten einer anderen. Durch diese klare Abgrenzung ist es mir zu keinem Zeitpunkt schwer gefallen den Überblick zu bewahren. Alle Handlungen sind entsprechend der jeweiligen Charaktereigenschaften schlüssig und nachvollziehbar. Die Entwicklung der handelnden Personen ist vor allem ab der zweiten Hälfte des Buches spürbar. Auch hier gilt: Alles was bislang dargeboten wurde, dürfte nur ein Bruchteil dessen sein, was Leser*innen in den folgenden Bänden noch erwartet.

    Magie (4.5/5)
    Die Magie bleibt im Laufe des ersten Bandes ein Mysterium für sich. Immer wieder, Stück für Stück, wird das Ausmaß der Kräfte offenbart. Zum Ende des Buches habe ich vieles über die Vergangenheit und Zusammenhänge gelernt, doch keinesfalls genug, um alles zu verstehen. Da die Magie und dessen geschlechterabhängige Wirkung allerdings einer der Kernthemen der Reihe zu sein scheint, wäre es auch äußerst verwunderlich, hätte Robert Jordan bereits Geheimnisse im ersten Band enthüllt. Mir gefällt diese Herangehensweise und die Ansätze sind mehr als vielversprechend, ich freue mich auf mehr davon!

    Plot (4/5)
    Die Geschichte nimmt frühzeitig Fahrt auf. Die Beschreibung der Charaktere wird geschickt in den Handlungsstrang eingebaut und bremst den Verlauf der Geschichte nicht ab. In der Mitte des Buches gibt es einen etwas langatmigen Teil. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde mir klar, warum Robert Jordan diesem Teil der Geschichte so viel Aufmerksamkeit geschenkt hat. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass man auch mit ein oder zwei Kapiteln weniger ausgekommen wäre. Vor allem ab dem dritten Drittel des Buches konnte ich es auf Grund der zuspitzenden Handlung kaum noch aus der Hand legen.

    Schreibstil (4/5)
    Interessant fand ich vor allem die Art wie Personen beschrieben werden: Ist deren Auftreten und Benehmen für den Verlauf der Geschichte ausschlaggebend, steht deren Erscheinungsbild und Verhalten im Fokus der Darstellung. Sind es jedoch deren Worte, die uns mehr über die Geschichte der Welt verraten, wird auf eine detaillierte Beschreibung von Äußerlichkeiten verzichtet und stattdessen beispielsweise viel Wert auf Charakteristik der Aussprache gelegt. Lediglich im Showdown am Ende des Buches wirkte die Fülle übernatürlicher Vorkommnisse und deren Beschreibung für meinen Geschmack etwas übertrieben.
    Da sich diese Rezension auf die deutsche Ausgabe bezieht, muss ich leider einen Punkt für die etwas holprige Übersetzung abziehen. Besonders in den Dialogen waren einige Unstimmigkeiten zu erkennen. 

    Fazit (4.5/5)
    Die Suche nach dem Auge der Welt ist klassische Fantasy im neuen Gewand. Interessante und gut ausgearbeitete Charaktere bewegen sich in einer komplexen Welt, die das ein oder andere Mal an J.R.R. Tolkiens Werke erinnert. Ein vielschichtiges Magiesystem und einzigartige Geschöpfe geben der Geschichte trotz bekannter Stilelemente ein völlig eigenes Flair. Bis auf eine kurze Ausnahme in der Mitte des Buches, bleibt die Handlung durchwegs spannend und macht Lust auf die nachfolgenden Bände der umfangreichen Reihe.

    Klare Leseempfehlung!



  2. Cover des Buches Das Rad der Zeit 3 (ISBN: 9783492707138)
    Robert Jordan

    Das Rad der Zeit 3

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Cyfedia

    Meinung:

    Der Titel des Buches wirkt, im Nachhinein betrachtet, eher irreführend. Er impliziert, das es hauptsächlich um Rand und seine neue Rolle als "Dragon Reborn" geht. Doch genau dies ist nicht der Fall, obwohl Rand der Protagonist ist, gibt es kaum ein Kapitel aus seiner Sicht, stattdessen erleben wir alles aus der Sicht seiner Freunde und Verbündeten. Robert Jordan hat damit, damals, wohl jeden überrascht. Es war eine wirklich mutige Entscheidung, das Buch komplett nur aus der Sicht der "Nebencharaktere" zu schreiben und nicht aus Rands. Aber obwohl wir bis zum Ende warten müssen, so ist es auf keinen Fall so als wäre er nicht im Buch. Er ist allgegenwärtig, seine Freunde suchen ihn, träumen von ihm oder man hört Gerüchte über merkwürdige Ereignisse. Wir sehen ihn wie andere ihn sehen, die Veränderung, die er in ihren Augen durchlebt. Ich persönlich hatte mir zwar mehr von Rand erhofft, schließlich ist er mein Lieblingscharakter, doch andererseits war es absolut meisterhaft umgesetzt und geschrieben. Ich hing regelrecht an den Seiten und wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht, wann alle wieder aufeinander treffen und wann Rand endlich auftaucht. Es fühlte sich an wie eine Suche oder gar eine Jagd nach ihm und ich hatte solchen Spaß daran, auch wenn er wenig Handlung an sich bekam. Es war unglaublich spannend und toll zu erleben, wie sich alle Puzzle-Teile zusammenfügen, den auch das kleinste Event und die kleinste Erwähnung hatte am Ende ihren Sinn.

    Um die anderen Charaktere nicht außen vor zu lassen, möchte ich mich diesen noch kurz widmen. Beginnend bei Perrin, welchen ich zu Beginn der Serie als äußerst langweilig empfand und wenig begeistert über seine Kapitel war. Dennoch hat er sich schwer gemacht in meinen Augen, ich mag seine ruhige und nachdenkliche Art und das Faile ihn als einzige aus dem Konzept bringt. Er ist ein ehrenhafter und loyaler Mann und denkt im Vergleich zu anderen aus Emonds Field rational. Er weiß, dass er sich nicht gegen sein Schicksal wehren kann, auch wenn er das vielleicht möchte. 

    Im Gegensatz zu Mat, welcher sich verzweifelt dagegen wehrt. Er versucht wegzurennen und wird doch immer wieder zurückgetrieben. Mat ist ebenfalls nicht gerade ein Lieblingscharakter von mir, dennoch fand ich seine Geschichte und seine Kapitel sehr interessant und bin gespannt wie es mit ihm weitergeht. Was mir von Zeit zu Zeit etwas auf die Nerven ging war jedoch seine Ignoranz gegenüber den Ereignissen. 

    Die Mädels Egwene, Nynaeve und Elayne gehören in diesem Teil quasi zusammen, sie sind unzertrennlich. Mitunter fand ich es sehr interessant ihr Leben und Lernen in Tar'Valon mitzuerleben. Manchmal war es mir jedoch etwas zu viel und sie gingen mir von Zeit zu Zeit auf die Nerven, besonders Nynaeve, welche immer noch Moraine die Schuld an allem gibt, es ist ermüdend. Wie stur und verbohrt kann ein Mensch sein? Auch Egwene führte sich mitunter auf wie ein pubertäres Mädchen, gut zu ihrer Verteidigung, sie ist eins. Elayne fand ich im Vergleich zu ihrem ersten Auftritt eher schwach und sie geht im Vergleich zu den anderen beiden unter. Ich hoffe das legt sich wieder, denn ich mochte sie und ihre scharfe Zunge zu Beginn sehr.

    Fazit:

    Ein gewagtes Experiment, den Protagonisten außen vor zu lassen - jedoch meisterlich umgesetzt. Ein grandioses Abenteuer auf die etwas andere Art, jedoch nicht weniger spannend.

  3. Cover des Buches Der Schatten erhebt sich (ISBN: 9783492700849)
    Robert Jordan

    Der Schatten erhebt sich

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Cyfedia
    “With his coming are the dread fires born again. The hills burn, and the lands turns sere. The tides of men run out, and the hours dwindle. The wall is pierced, and the veil of parting raised. Storms rumble beyond the horizon, and the fires of heaven purge the earth. There is no salvation without destruction, no hope this side of death."

    Meinung

    Obwohl es eines der längsten Bücher der Reihe ist, ist es keines Falls zäh oder langweilig. Natürlich gibt es immer Szenen, welche besser und schlechter sind, dennoch bin ich alles in allem überwältigt. Es ist schwierig die Handlung über einen so langen Zeitraum nicht einschlafen zu lassen und die Spannung oben zu halten, doch Robert Jordan hat dies grandios gemeistert.

    Durch den ständigen Szenen-Wechsel, verweilen wir nicht nur an einem Ort, sondern reisen mit den andere Charakteren in der Welt umher und erleben weitere Abenteuer, dadurch kommt ständig frischer Wind in die Geschichte. Natürlich liest man über einen Charakter lieber als über den anderen, nichts desto trotz sind auch diese Sequenzen nötig und durchaus interessant. Und wenn sie lediglich dazu dienen, die Motivation am Lesen zu steigern, da man schnellstmöglich wieder zu der gewünschten Szene springen möchte.

    In diesem Teil lerne wir die Aiel-Kultur und auch "The Three-Fold-Land" kennen, also die Wüste in der sie leben. Die Kultur ist wahnsinnig interessant und so komplex ausgearbeitet, das man oft nur Bahnhof versteht. Doch nach 3 Bänden endlich ein neues Gebiet und eine Kultur kennen zu lernen, auf die ständig hingedeutet wurde war fantastisch. Die Reise welche wir hier durchleben ist sprichwörtlich magisch und ich bin begeistert wie sehr Rand sich entwickelt. Vom ignoranten Schafshirten zu einem Mann der geheime Pläne und Intrigen spinnt - ein Mann vom Schicksal geschmiedet. Ich liebe die Zwiespältigkeit welche sich bereits andeutet, ein guter Mensch der keinem etwas zu Leide tun will, aber auch jemand, der sich damit abgefunden einen Pfad beschreiten zu müssen, koste es was es wolle. Ich bin sehr gespannt in wie weit sein Charakter sich noch verändern wird, zum besseren oder schlechteren.

    Mat bekam deutlich weniger Aufmerksamkeit, auch wenn er ständig dabei war. Und auch wenn ich gerne mehr über seine Fähigkeiten erfahren möchte und was mit ihm passiert ist, so muss ich doch auch Kritik üben. Ich finde es Schade, dass er Rand so aus dem Weg geht, ihn mehr oder minder behandelt wie Asbest und sich ständig fragt ob er schon durchgedreht ist und ihm die Schuld an allem gibt. Ich dachte eigentlich, dass die beiden Freunde sind, aber offensichtlich reicht diese Freundschaft nicht so tief. Ich hoffe inständig das ändert sich noch, denn mich stört das doch ungemein.

    Auch Perrin, welchen ich zu Beginn als langweilig abgetan hatte, hat sich wirklich schwer gemacht und ich mag ihn inzwischen sehr gerne. Seine Rückkehr nach Emonds Field war großartig, ich habe seine Sequenzen wirklich genossen und auch seine Entwicklung vom zurückhaltenden stillen Jungen zu einem Anführer. Und auch wenn ich das Gezanke zu Beginn entnervend fand, so mochte ich Faile im nachhinein doch sehr und die beiden zusammen sind einfach toll.

    Die Mädels fand ich dieses Mal nicht so interessant und bis auf Elayne gingen mir alle auf die Nerven, vor allem Nynaeve. Ich bin gespannt wann sie endlich ihr kommandierendes Gehabe und ihre Wut ablegt. Bis jetzt der unsympathischste Charakter und ich verstehe nicht was Lan an ihr findet - eine furchtbare Frau. 

    Das Ende empfand ich dieses Mal jedoch als nicht ganz so grandios, die End-Szene war zum Teil verwirrend, auch wenn das bis dato meistens der Fall war. Aber obwohl der Cliffhanger nicht so groß wie bei den Vorreitern war, so wollte man doch direkt weiterlesen.

    Fazit

    Trotz der Länge des Buchs wird es nicht langweilig, die Spannung hält sich von Anfang bis Ende. Jordan fesselt durch einen unvergleichlichen Schreibstil und eine einzigartige Charakter-Entwicklung.

  4. Cover des Buches The Shadow Rising (ISBN: 0812513738)
    Robert Jordan

    The Shadow Rising

     (21)
    Noch keine Rezension vorhanden
  5. Cover des Buches The Dragon Reborn (ISBN: 0812513711)
    Robert Jordan

    The Dragon Reborn

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Arkron

    Reading the title, one might fully expect Rand to be the shining star of this volume.

    Now, look at that awesome cover sleeve from Darrell K. Sweet. The left half is the back side of the book and it features Aiel, those fearsome warriors from the desert within the Stone of Tear, the huge stronghold of that Southern city where everyone in this book is heading towards. If you had the book on your physical shelf, Ba’alzamon’s fiery eyes and mouth would stare at you. To the right are our three boys from The Two Rivers: Perrin with his mighty axe in the front, Mat should wield a staff but doesn’t and Rand grabbing Excalibur – ah no, that one’s called “Callandor“, the mystical McGuffin kept safe in that stronghold. 

    That’s already two thirds of the book told in the cover. Rand is only in roughly a dozen pages or so – a lot of character development happens off-page, which I’d have loved to see handled more directly. Jordan used this absence to play around with the protagonist’s madness.  Reaching and wielding Callandor fulfills the prophecies of the Karatheon cycle and shows the whole world (or at least the people of Tear) that he really is the Dragon Reborn. 

    The rest of the book follows the point of views of Mat, Perrin and the ladies who are missing at the cover. Indeed, this is the last book in the series where everyone ends up neatly and tightly at the same location. 

    I loved the book for its focus on Mat and Perrin, we learned a lot about their inner workings here. Before they were more or less pale sidekicks but now they get significant characterization and roles of their own. Mat shows his superhero ability as Captain Luck turning every dice throw to his favor – the Wheel’s tapestry weaves around him. Perrin finds his falcon in the form of Faile, a beautiful huntress of the Horn, topping even the other Karens with her headstrong quality. 

    The ladies’ plot was even better: Egwene had to level up to Accepted status. The test for it gave us a lot of insights of her character beside of the tension while she found her way through the Ter’angreal in Tar Valon. After that, the Aes Sidais’ leader Sichuan sent them out on a cloak-and-dagger mission to hunt down Black Ajahs. Nynaeve really starts to TUG HER BRAID, which turned me off seriously on my first read but I was able to ignore it this time.

    Black Ajahs are not the only villains of the book. We’ve seen already a couple of Forsaken, the Dark One’s lieutenants, in the Eye of the World. Add others to that circle and their powerplay. Some want Rand turned to the Dark One, Lanfear wants him for herself, others fear him and just want him dead. In other words, they turn from generic adversaries to interesting antagonists, having plans and desires of their own.

    This book concludes the traditional part of this Fantasy series. From there on, everything gets tangled up, spreading out in their own threads.

    The only negative criticism I could bring up is the highly uneven tension arc. Just like the last book, this one started very good, sagging very low in the middle with all that travelling (exception here is the great scene about Egwene’s Accepted-testing), and the last twenty percent again roller-coaster. 

    When I saw the first Aiel appearing – Gaul of the Stone Dog rescued by Perrin and later on Aviendha with her Maidens of the Spear – I couldn’t wait reading the next volume, because that one features my favorite folk of Randland. 

  6. Cover des Buches Das Rad der Zeit 7 (ISBN: 9783492707176)
    Robert Jordan

    Das Rad der Zeit 7

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Skaro

    Zu allererst: Dieses Buch ist noch immer ein super Erlebnis. Die breit angekündigte "Dürre" in der Qualität beginnt auf jeden Fall noch nicht hier.

    Der Handlungsstrang, der am meisten Zeit in Anspruch nimmt, ist der in Ebou Dar. Bereits im letzten Teil angekündigt, muss ein Ter'angreal gesucht werden. Die große Stärke dieses Handlungsstrangs ist die Kombination so vieler Hauptfiguren. Nicht nur Elayne, Nyneve und Mat, sondern auch kleinere Rollen wie Birgitte, Thom, Jiulin, Olver und Nalesean machen zusammen viel Spaß. Direkt die erste Szene ist eigentlich unscheinbar, hat mir aber unglaublich viel Spaß gemacht, da sie Mat toll charakterisiert und wir hier sehen, wie er sich entwickelt und doch immer noch klar Mat ist. Auch die Dynamiken zwischen ihm und Elayne und Nyneve ändern sich stark. Mit Elayne, Aviendha und Mat treffen sich hier viele starke Charaktere zum ersten mal ausführlich, was eine tolle Ausgangslage ist. Einzige große Schwäche ist, dass Jordan um Mat herum ein extrem sensibles Thema anspricht und sich dabei meiner Meinung nach stark im Ton vergreift. Er marginalisiert hier schlimme Untaten, macht sie fast lächerlich und scheinbar interessiert es keinen Charakter. Sie lachen alle. Ohne zu tief darauf eingehen zu wollen, finde ich es schade und möchte darauf hinweisen.

    Dem gegenüber nimmt Morgase mal wieder sehr wenig Zeit ein, macht aber genau so viel Spaß. Wir sehen eben nur die wirklich wichtigen und spannenden Szenen. Wir erfahren also auch immer mehr über die Strukturen und Verbindungen unter den Weißmänteln.

    Die restlichen Handlungsstränge finde ich aber eher schwach. Es ist bereits ein paar Tage her und ich habe jetzt schon nur noch eine Szene aus Egwenes Handlungsstrang im Kopf (und das liegt nur an einem anderen Charakter). Auch Rand macht gefühlt nicht viel. Zwischen ihm und Min passiert nicht zu viel Neues. Die Konsequenzen von Dumai's Wells werden kaum auserzählt (zumindest noch nicht) und so bereitet sich Rand eigentlich nur auf den obligatorischen Showdown vor, der mal wieder gelungen ist, sich aber in Sachen Aufbau und Spannung nicht mit den Enden der letzten beiden Bücher messen kann.

    Insgesamt bin ich also vor allem froh, dass Ebou Dar den größten Teil einnimmt. Die Geschichte wird schön weitererzählt und man erhält auch weiterhin Einblicke in verschiedene Kulturen und Systeme, die die Welt immer komplexer machen. Auch ist die Mitte dieses mal nicht so langsam, dafür hat das Buch leider auch nicht so starke Spitzen.

  7. Cover des Buches Crossroads of Twilight (ISBN: 0812571339)
    Robert Jordan

    Crossroads of Twilight

     (12)
    Noch keine Rezension vorhanden
  8. Cover des Buches A Memory of Light (ISBN: 9780356503950)
    Robert Jordan

    A Memory of Light

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Saralonde
    Achtung, Spoiler für alle, die Teil 1 – 13 nicht gelesen haben (sorry, die Aufteilung der deutschen Bände kenne ich leider nicht) Ich kann es noch nicht richtig fassen, dass es jetzt wirklich zu Ende ist, am Schluss musste ich auch ein bisschen weinen. Die letzte Schlacht steht an. An verschiedenen Schauplätzen kämpfen unsere Helden um das Schicksal der Menschheit. Allen voran The Dragon Reborn, Rand al’Thor, der sich nun dem Bösen persönlich stellen muss. Wie lange haben wir darauf gewartet, dass diese unglaublich komplexe Geschichte ihr Ende findet. Jetzt ist es tatsächlich so weit, nach über 20 Jahren. Das Buch beginnt kurz vor Beginn der letzten Schlacht. Zunächst muss Rand die Herrscher aller Länder und Städte, einschließlich der Seanchan, dazu bewegen, einen Vertrag zu schließen und gemeinsam zu kämpfen. Den größten Teil des Buches nimmt dann die eigentliche Schlacht ein, die an verschiedenen Fronten stattfindet. Und hier liegt auch das kleine Problem, das ich mit dem Buch hatte, die Handlung wird von Kampf- und Schlachtszenen dominiert, die normalerweise nicht so mein Ding sind. Das ist ein Grund, warum ich so lange für das Buch gebraucht habe. Andererseits war das auch gar nicht anders zu machen, denn es ist ja diese letzte, epochale Schlacht, auf die alle bisherigen Teile der Reihe letztendlich hinauslaufen. Von daher also keine wirklich Kritik meinerseits. Die Spannung ist dabei kaum zum Aushalten. Denn der Leser weiß ganz genau, dass nicht alle der liebgewonnenen Charaktere diese Schlacht überleben werden. Und das gilt für Hauptcharaktere ebenso wie für Nebencharaktere. Besonders der Tod einer Hauptfigur ist dann doch ein ziemlicher Schock. Sandersons Schreibstil ist wie gehabt gut lesbar, ich persönlich finde ihn fast besser als den von Jordan selbst. Für die gerade bei einem so kampflastigen Buch nötige Portion Humor sorgt auch im letzten Teil wieder der gute alte Mat, und das nicht nur mit seiner Ausdrucksweise (“the Dragon bloody Reborn”). Den Hut ziehe ich davor, wie Sanderson es schafft, die Geschichten der vielen Charaktere abzuschließen. Nur über eine Sache hätte ich gern doch mehr erfahren. Das Ende ist schließlich rundum gelungen, dem Gesamtwerk würdig und nicht ohne kleine Twists. Und dass meine Lieblingscharaktere die Schlacht überleben und Zeuge des Beginns des 4. Zeitalters werden, schadet auch nicht ;-)
  9. Cover des Buches The Great Hunt (ISBN: 0812517725)
    Robert Jordan

    The Great Hunt

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Arkron

    This second volume started with a prologue about an assembly of Dark Friends demonstrating that they penetrate every layer of society, and every country of the world. You'll find them even among the Aes Sedai in Tar Valon, and the Children of the Light.

    The plot picks up exactly where the first one ended: Fal Dara, a stronghold at the front of Shienar, after having retrieved the treasure within the Eye. They stay there for full nine chapters. A lot is happening in that one place, because the Amyrlin Seat arrived with a large entourage of Aes Sedai and Wardens. What a perfect chance for Jordan to expose the Two Rivers folks and the reader to all the different Aes Sedai colours, their traditions and some of the major characters among them. 

    There is the first time in the series that a chapter isn’t from the POV of one of the Two Rivers: Siuane Sanche conversing confidentially with Moirane. Rand is only the very last person she talks to. 

    The title refers to the ancient tradition of searching for the Horn of Valere which has been called once again after 400 years down in Illian. Heroes of the legends are bound to the Horn, and they will come back to him whoever blows the Horn.


    The Grave is No Bar to My Call


    What a nice Fantasy trope! I'm thankful to Giulia remembering me of Narnia's horn, passed by Father Christmas to Susan which can summon aid and calling the Pevensies to Narnia in Prince Caspian. But this is only one of several usages of this trope, and there is a better list than I could ever provide at All The Tropes, and another one at tv tropes. 

    Now, don't quail, because this Checkhov's gun will be shot/blown near the end of the volume by no lesser man than our third ta'veren Mat who hasn't a proper job, yet. 

    At the beginning of the book, the Horn is safely stored in Fal Dara, and only at the end it will have been blown. So, what is the Great Hunt all about? 

    Padan Fain escaped with it, together with a Trolloc raid. Half of the party – Rand, Loial, Perrin, and Mat – are sent out to get it back under the command of Ingtar. The other half – Nynaeve and Egwene – follow the Aes Sedai back to the White Tower in order to start their education.

    Camp after camp after camp later, the party gets mystically separated from Ingtar into a parallel world. That’s a concept which isn’t made much use of in later novels. For the moment, it is needed to rescue the damsel in distress “Selene”, a stunningly beautiful woman who is obviously in disguise. At least for the reader, not so much for Rand, a young adult virgin whose blood went into lower regions.

    From there on, they have a lot of fun with intrigues in Cairhien, making stop at an Ogier stedding where Loial is goggled at by the young females, and ever follow Padan Fain towards Falme. 

    Falme is the city where the Japanese - no "Seanchan" - vanguard has landed. They have an ugly culture, enslaving female wizards, the "Damane". This is also the second plot line in the book: Nynaeve, Egwene, Elayne, and Min follow an Aes Sedai Liandrin from Tar Valon to Falme using the Ways. They are greeted by a Seanchan party who catch Egwene and Min, the others barely escape. Egwene is bound by magical gadget to the will and education of a caretaker. She learns a lot of battle magic in that custody.

    Add to those two plots another one driven by the Children of the Light, and you get a battle of the four armies at Toman Head. 

    I enjoyed this novel far more than the first book. Jordan gave up the Lord of the Rings copy-cat and found his own voice. The tension arc is still quite uneven with long expositions. All of that is compensated for in the second half of the novel and especially towards the end with some real epic scenes of sword skills, multiple self-abandonments, and plot twists. 

    While Rand still doesn't have much agency, Nynaeve is the woman getting shit done. We have to remember this every time she's tugging her braid in the next volumes.

    This is the book where I started to love the series. A solid epic fantasy, nearly worth four stars. And so we will continue buddy-reading the series at our low pace with the next one, Dragon Reborn, which is not so much about Rand but about the other heroes from the Two Rivers.

  10. Cover des Buches Lord of Chaos (ISBN: 0812513754)
    Robert Jordan

    Lord of Chaos

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Cyfedia
    "The lions sing and the hills take flight.
    The moon by day, and the sun by night.
    Blind woman, deaf man, jackdaw fool.
    Let the Lord of Chaos rule."

    - chant from a children's game
    heard in Great Avalon,
    the Fourth Age


    Meinung

    Viele bezeichnen dieses Buch und die kommenden Teile als langsam und langatmig, so fehlt es scheinbar an Spannung, Tatkraft und Handlung. Meiner Meinung nach bedarf es nicht immer einer Schlacht oder einer epischen Quest um ein spannendes Buch zu schreiben. Bei einer so langen Buch-Reihe wie WoT, darf auch die Charakterentwicklung nicht zu kurz kommen und darauf zielt Lord of Chaos ab. Wir widmen uns voll und ganz den Protagonisten ihren inneren Kämpfen und Entwicklungen und diese sind erheblich. Es ist ein Buch voller politischer Ränke, Intrigen und Machtkämpfe. Jeder scheint nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht und kümmert sich wenig um das Schicksal der Welt. 

    Vor allem die Whitecloaks bekommen nochmal einiges an Seiten und ich mag sie immer weniger. Sie sind eine hassenswerte, selbst verherrlichende und grausame Sekte, die nur von der Tapete bis zur Wand denken. Ebenso Elaida und ihre Aes Sedai, ignorant und selbst überschätzend. Ich neige bei jeder ihrer Sequenzen dazu die Buchseiten zu zerkauen, daher Bravo an Jordan für die Erschaffung solch hassenswerter Charaktere. Ich kann es kaum erwarten sie fallen zu sehen.

    "We are always more afraid than we wish to be, but we can always be braver than we expect. " (Sorilea, Ch. 33)

    Rand versucht sich an der unmöglichen Aufgabe drei Königreiche zu leiten. Intrigen, Machtgier, Angst und die Verfolgung der eigenen Interessen der Adligen, macht es jedoch schwierig. Und obwohl dies merkwürdig klingen mag, finde ich es gut das Rand hier oft scheitert und an seine Grenzen stößt. Denn ein Charakter, der alles auf anhieb beherrscht erscheint unglaubwürdig und aus Fehlern lernt man bekanntlich.

    Als Hauptprotagonist durchläuft er sowieso die größten Veränderungen, dies wird auch in diesem Teil sichtbar. Er wird von Tag zu Tag kälter, härter und sein Temperament kocht immer öfter über. Jeder zweifelt an seiner geistigen Gesundheit und so auch Rand selbst, er wird von Selbstzweifeln geplagt und fragt sich wie weit er gehen muss, gehen kann. Ob er selbst überhaupt Glück verdient hat? 

    "If I could find a way to escape my destiny,  do I deserve to?" (Rand)

    So spannend ich seine Entwicklung finde und so sehr ich den Niedergang eines Charakters feire, so stimmt es mich doch auch traurig.

    Und doch sehen wir auch immer wieder den alten Rand aufblitzen, vor allem Min scheint ihn am Boden zu halten. Man sieht regelrecht wie wohl er sich bei ihr fühlt, dass er sich nicht verstellen muss, er selbst sein kann egal was kommt. Ich liebe Min, sie ist unkompliziert, witzig und bodenständig. Ich mag die beiden zusammen sehr und hoffe auf mehr.

    Mat bleibt für mich immer noch ein Rätsel, dass hoffentlich noch gelüftet wird. Zum einen ist er ja ganz witzig, zum anderen möchte man ihn am liebsten Ohrfeigen. 

    Perrin taucht ebenfalls wieder auf, zu meiner Freude, ich mag ihn wirklich sehr, er ist wie ein Baum, ruhig und standfest. Ein solider und treuer Charakter, den man nur mögen kann. Faile hingegen besticht hingegen wieder durch nervtötendes und eifersüchtiges Verhalten. Ich mag Eiversucht generell nicht und schon gar nicht wenn sie unbegründet ist. 

    Ganz große Überraschung: Egwene. Ich mochte sie eigentlich nie so richtig, aber in diesem Teil hat sie bei mir gepunktet. Vom stoischen Landmädchen zu einer erwachsenen, verantwortungsvollen und mächtigen Frau. Tolle Entwicklung, weiter so.

    Elayne ist immer noch die alte, jedoch bestand bei ihr auch am wenigsten Entwicklungsbedarf. 

    Bei Nynaeve tut sich endlich was. Meine Güte hat das gedauert, aber es ist eine Besserung in Sicht.

    Gawyn ist ignorant und benimmt sich wie ein Idiot, man sollte keine Schlüsse aus undurchsichtigen Fakten ziehen. 

    Logain bekommt viel zu wenig Zeit, ich mag ihn wirklich sehr, von den wenigen Seiten auf denen er wirklich mehr tut als nur in der Ecke zu sitzen und ich bin so gespannt was aus ihm wird.

    Mazrim Taim ist nicht nur Rand unsympathisch, ich traue ihm keinen Meter weit und ich habe meine eigenen Theorien, was ihn anbelangt.

    Die letzten Seiten bestachen wieder durch Spannung und Aktion, sie waren absolut Nervenaufreibend, so aufgeregt war ich noch selten. Nicht nur eine epische Schlacht, sondern auch ein phänomenales Ende, welches sehr abrupt war, so dass man direkt den nächsten Band zur Hand nehmen muss.

    Fazit

    Auf den ersten Blick mag nicht viel passieren, aber die Entwicklungen der Protagonisten, sowie die politischen Ränke und Machtspiele sind überaus interessant. Eine Geschichte kann nicht nur von einer epischen Schlacht in die nächste stolpern, es gehört so viel mehr dazu und genau darauf wird hier abgezielt. Mittlerweile sind die Charaktere für mich wie eine Familie und ich freue mich über jede Art von Handlung. Meiner Meinung nach weiterhin eine großartige Reihe mit vielen Facetten.

  11. Cover des Buches The Eye of the World (ISBN: 9780765324887)
    Robert Jordan

    The Eye of the World

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Deengla

    Kurzmeinung

    Ein überraschend schnell zu lesender erster Band der mittlerweile abgeschlossenen High-Fantasy-Reihe "Wheel of Time". Mir hat er gefallen und ich wurde gut unterhalten!

    Inhalt

    Ein abgelegenes Dorf, in dem der junge Rand, knapp 18 Jahre alt, zusammen mit seinem Vater, einem Schäfer, lebt. Rand träumt von Abenteuern, aber es passiert eigentlich nicht viel. Bis auf einmal Fremde zum Bel-Tine-Fest in das Dorf kommen und etwas Dramatisches passiert. Rand und seine zwei besten Freunde, der Schmiedlehrling Perrin und der stets zu Streichen aufgelegte Mat, müssen darum zusammen mit den Fremden das Dorf verlassen. Und sie erleben nun einiges an Abenteuern; mehr, als sie je geträumt haben.

    Meine ausführlichere Meinung

    14 Bände umfasst die Wheel-of-Time-Reihe, die wahnsinnig viele Fans hat. Darum dachte ich mir, versuche es einfach mal. Und Band 1 bot wirklich viel von dem, was ich mir erhofft hatte. Ein wenig mehr Originalität vom Grundszenario (Fremde, die Dorfbewohner hinaus in die Welt auf ein Abenteuer mitnehmen; ein ultimativer Bösewicht als Gegenspieler, auf dem Spiel steht nichts anderes, als das Ende der Welt zu verhindern) wäre sicherlich ganz nett gewesen, aber die Umsetzung macht das alles wett.

    Besonders gut haben mir die Beschreibungen gefallen. So habe ich mich sehr schnell in der Welt von Rand und seinen Freunden zurecht gefunden. Man lernt seltsame Wesen (Trollocs) kennen, es gibt magisch begabte Leute (Aes Sedai), eine faszinierende Geschichte darüber, wie es zur jetzigen Weltordnung kam, eine Prophezeiung und vieles mehr. Kämpfe und Liebeselemente gehören natürlich auch dazu. Kurzum: alles, was das Fantasy-Herz begehrt! 

    Ich bin durch die Seiten regelrecht geflogen und war erstaunt, wie schnell ich diesen Wälzer verschlungen habe. Lediglich das Ende dieses Buches war für mich etwas unspektakulär. Aber ansonsten: ganz großes Kino!


    Fazit

    Ein tolles Fantasybuch mit einer sehr schön ausgearbeiteten Welt und vielen unterschiedlichen, einzigartigen Charakteren, die im Verlauf des Bandes immer mehr an Tiefe erfahren und wo ich beim Lesen so richtig schön mitfiebern konnt. Für mich ein gelungener Einstieg in die Welt der "Wheel of Time" und als erster Band absolut empfehlenswert!

  12. Cover des Buches A Crown of Swords (ISBN: 9781429960571)
    Robert Jordan

    A Crown of Swords

     (9)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches New Spring (ISBN: 0765345455)
    Robert Jordan

    New Spring

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Knife of Dreams (ISBN: 0812577566)
    Robert Jordan

    Knife of Dreams

     (11)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches The Fires of Heaven (ISBN: 9781857232097)
    Robert Jordan

    The Fires of Heaven

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Cyfedia
    “Take what you can have.
    Rejoice in what you can save,
    and do not mourn your losses too long.” 

    (Moiraine)

    Meinung

    The Fires of Heaven bildet den fünften Teil dieser gigantischen Fantasy-Reihe und somit gerade mal ein Drittel der Geschichte. Dennoch ist an Langeweile nicht zu denken, die Handlung schreitet stetig voran und das auch nicht langsam, wie auf Grund der Länge zu vermuten wäre. Jedoch erlebt jede Fraktion, jede Figur ihr eigenes Abenteuer und wächst daran, verändert sich. Man könnte sagen, dass dieser Teil im speziellen die Veränderungen der Charaktere beschreibt. Jedoch geht diese nicht zu schnell, als das sie unglaubwürdig erscheint und auch nicht zu lange um nervend zu sein. Sie ist echt und dadurch wirken die Personen und ihre Handlungen viel authentischer, man kann sich in sie hineinversetzen und versteht sie und ihre Handlung. Ob sie einem gefällt oder nicht sei einmal dahingestellt. 

    “How long had he been doing what was necessary instead of what was right? In a fair world they would be one and the same.” (Rand)

    Als wunderbares Beispiel dient hier natürlich Rand, der als gutherziger, schüchterner und unsicherer Farmjunge in ein Abenteuer startet und sich bereits im letzten Teil, aber vor allem in diesem, zunehmend verändert. Mehr und mehr sehen wir einen Mann, der tut was nötig ist, oftmals durch kaltblütiges und berechnendes Handeln. Die vermehrte Nutzung saidins, Lews Therins immer mehr erwachende Seele und der Druck die Welt zu retten tragen dazu bei, dass er sich immer öfter selbst in Frage stellt und innerlich um Kontrolle ringt. Dieser langsame und schleichende Prozess des Verfalls der eigenen geistigen Gesundheit, die Andeutungen des Wahnsinns, welcher allen Männern prophezeit ist, wird immer deutlicher. Ich selbst bin immer wieder begeistert alle Facetten und Abgründe eines Charakters zu beleuchten. Ein Held, der nicht nur heldenhaft handelt? Der dazu gezwungen ist Dinge zu tun, die grausam wirken, oder gar sind? Der immer tiefer in die Dunkelheit stürzt, im stetigen Kampf um richtig und falsch? Ich liebe das, mehr davon. Nur wenige können einen Charakter so porträtieren, ihn so glaubwürdig an seine Grenzen bringen. Chapeau an Jordan für diese grandiose Umsetzung bis dahin.

    "We all have to do what we must, Mat. Not what we want to, very often. What we must." (Rand)

    Auch die anderen Charaktere machen ihre Entwicklungen durch, auch wenn ich bei Mat immer noch auf den großen Aha-Moment warte. Obwohl er als Liebling von vielen gehandelt wird, kann ich seiner Einstellung noch nichts abgewinnen. Ebenso Nynaeve, bei ihr stellt sich mir nach wie vor die Frage, was ihr zugestoßen ist, dass sie Männer so sehr verabscheut? Sie kann nie auch nur irgendein nettes Wort an sie richten, nur kommandieren, aber das kann sie ja mit allen am besten. Ganz große Überraschung für mich: Aviendha. Ich war ihr gegenüber anfangs eher skeptisch, mittlerweile genieße ich ihre Kabbeleien mit Rand. 

    Die Handlung selbst bleibt spannend und nimmt sogar noch Fahrt auf. Raus aus der Wüste rein in den Krieg und das nicht nur im übertragenen Sinn. Nicht nur gibt es viele Kämpfe auf dem Schlachtfeld, auch politische Intrigen und Machtspiele nehmen ihren Lauf. Die Welt verändert sich, die wachsende Bedrohung durch die Forsaken und Ba'alzamon wird mit jeder Seite bewusster und ihre Handlungen zugleich undurchsichtiger. Aber auch die Menschen und Aes Sedai kochen ihr eigenes Süppchen, jeder ist auf seinen Vorteil bedacht und keiner bedenkt, was dies für die Welt bedeuten könnte. In diesen Moment wünschte ich mir manchmal die Personen herausnehmen zu können und ordentlich durchzuschütteln. Vor allem die Whitecloaks haben es mir angetan, die Intention sie zu hassen ist gewünscht, ja, aber sie machen es einem so unglaublich einfach und ich sehe in ihrer Ignoranz, ihrem Starrsinn und ihrem Fanatismus durchaus parallelen zu unserer Welt.

    Fazit

    Großartiger Schreibstil, großartige Handlung und eine noch großartigere Charakter- Entwicklung. Jordan steigert sich mit jedem Buch. Die Protagonisten wachsen einem ans Herz, man lacht, weint und kämpft mit ihnen - sie werden zur Familie und ihre Welt zu einem zuhause, das man nicht verlassen möchte. Eines der größten Abenteuer unserer Zeit!


  16. Cover des Buches The Great Hunt (ISBN: 9780356503837)
    Robert Jordan

    The Great Hunt

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Deengla

    Kurzmeinung

    Ein absolut gelungene Fortsetzung, die sehr spannend ist und bei mir bestes Kopfkino zum Laufen brauchte. Top!

    Inhalt

    Im Band 2 der Fantasy-Reihe "Wheel of Time" geht es um das sagenumwobene Horn of Valere. Rand und seine Freunde haben es gefunden, doch dann wurde es leider gestohlen. Es wäre fatal, wenn es in die falschen Hände gerät. Darum machen sie sich auf die Jagd, es zurückzuholen.

    Meine ausführlichere Meinung

    Wow, was für Lesevergnügen! Mir scheint es, als sei Jordan so richtig in seiner Welt angekommen. Ich bin es zumindest. Die bekannten Figuren gewinnen hier noch mehr an Profil und müssen sich einigen Widrigkeiten stellen. Es ist besonders schön zu sehen, wie sie sich entwickeln, wachsen, aber auch Fehler machen bzw. Zweifel haben. 

    Es treten natürlich auch neue Figuren auf, von denen man schon ahnen kann, dass sie wohl zumindest für einige Zeit in der Geschichte bleiben werden und bei denen man sich nicht immer hundertprozentig sicher sein kann, welche Rolle sie spielen bzw. spielen werden.

    Besonders schön finde ich, dass die Freundschaft zwischen den drei Jungs weiterhin eine wichtige Rolle spielt und sie quasi zur Ersatzfamilie füreinander werden. Doch auch die jungen Frauen werden erwachsen und sind hier glücklicherweise nicht auf die typischen Frauenrollen beschränkt, sondern starke Persönlichkeiten, die ebenfalls für das Gute kämpfen.

    Dadurch, dass die Perspektiven oft wechseln, verpasst man nichts und ich hatte nie das Gefühl, den Überblick zu verlieren, wer gerade wo ist bzw. in welchem Zusammenhang die mittlerweile doch zahlreichen Charaktere stehen. Dafür ein großes Lob!

    Fazit

    Ja, so muss eine Fortsetzung sein. Für mich ein tolles Buch, welches das Kopfkino nicht nur zum Laufen, sondern zum Glühen bringt und für vergnügliche, spannende Lesestunden gesorgt hat. Wie gut, dass ich nicht auf eine Fortsetzung warten musste, sondern gleich weiterlesen konnte.


  17. Cover des Buches Winter's Heart (ISBN: 081257558X)
    Robert Jordan

    Winter's Heart

     (10)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Towers of Midnight (ISBN: 9780356503943)
    Robert Jordan

    Towers of Midnight

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Saralonde
    Wie soll man ein 1219 Seiten starkes Buch zusammenfassen? Mit einem Wort: Stark! Mit dem zweiten Teil der Abschluss-Trilogie hat Brandon Sanderson mich noch mehr überzeugt als mit “The Gathering Storm”. Alle Charaktere treten auf und die Geschichte wird für alle richtig vorangetrieben. Besonders erfreut war ich, dass gleich am Anfang mal ein Kapitel aus der Sicht von Lan geschrieben ist. Der ja, wie wir aus Band 12 wissen, dem sicheren Tod entgegenreitet. Oder doch nicht? Ich bin gespannt, ob Robert Jordan sich für diese Figur doch noch eine Überraschung ausgedacht hatte. Besonders gut gefallen haben mir die aus Egwenes Sicht geschriebenen Kapitel, sie hat sich zu einer ungeheuer starken Persönlichkeit entwickelt. Aber der absolute Oberhammer ist das Kapitel “Near Avendesora”, in dem Aviendha in Rhuidean etwas über die Zukunft der Aiel erfährt – eine Zukunft, die mit ihr selbst eng zusammenhängt. Dieses Kapitel übertrifft sogar fast das Kapitel von damals, in dem Rand erfährt, woher die Aiel kommen! (War das in “Lord of Chaos” oder früher, weiß ich gar nicht mehr?) Dieses Kapitel hat mich wirklich restlos begeistert und Aviendha, einer Figur, die mir bisher eher gleichgültig war, eine tolle Tiefe verliehen. Was mich etwas genervt hat, waren die vielen Kapitel, in denen es um Perrin und seinen Wolftraum geht. Für mich war Perrin immer der blasseste der Taveren und auch seine Frau Faile ist nicht gerade eine Lieblingsfigur von mir. Da musste ich jedes mal die Augenbrauen hochziehen, “Oh nein, jetzt träumt er wieder…”. Elayne, die im letzten Buch praktisch nicht vorkam, spielt hier wieder eine große Rolle, aber ich muss sagen, dass mich ihre politischen Ränkespiele eher etwas gelangweilt haben. Sie ist außerdem als Königin stellenweise so knallhart, dass meine Sympathie für sie etwas gelitten hat, obwohl ich sie immer gern mochte. Der Ton des Buches ist unerwarteterweise wieder positiver und lustiger, obwohl es nun wirklich rasant Richtung Last Battle geht. Für den nötigen Humor sorgt vor allem wieder Mat, dem in diesem Buch wieder Einiges bevorsteht, der aber immer der gute alte Mat bleibt. Und eine Sache, auf die alle Wheel of Time-Fans schon unglaublich lange warten, wird in diesem Band aufgelöst, nämlich das Schicksal von Moiraine. Alles in allem ein sehr gelungener vorletzter Band, der das Warten auf Band 14 schwer erträglich macht. Bald ist es soweit! :-)
  19. Cover des Buches The Wheel of Time (ISBN: 9780765368614)
    Robert Jordan

    The Wheel of Time

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Das Rad der Zeit 9 (ISBN: 9783492707190)
    Robert Jordan

    Das Rad der Zeit 9

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Cyfedia

    Meinung:

    Und es war ein sehr sehr langer Winter. Wo soll ich nur anfangen? Der Prolog war absolute Weltklasse, mit der beste Prolog der ganzen Reihe - super interessant und hat eindeutig Lust auf mehr gemacht. Danach ging es dann aber auch leider steil bergab. In ähnlicher Manier wie sein Vorgänger, wurde viel geredet, noch mehr geredet und ja geredet. Es ist absolut nichts passiert und davon leider eine ganze Menge. Ich hätte mir nach dem Prolog so viel mehr Abenteuer mit Rand gewünscht, ihn auf seiner Quest begleiten wollen, aber nein, wir bekommen im Großen und Ganzen, ich glaube gerade einmal 6 Kapitel mit ihm und da ist dann entweder schon alles geklärt oder man wird direkt außen vor gelassen. 

    Die restlichen Sichten beschreiben hauptsächlich Elayne und Mat und auch bei denen passiert absolut nichts. Bei Elayne hatte ich mir viel mehr höfische und politische Intrigen gewünscht. Meist passiert aber alles im Hintergrund und das einzige was dann noch geschieht sind die Streitereien der Atan'Miere und den Aes Sedai, welche sich ins unendliche Wiederholen. Und auch bei Mat, obwohl er ein Buch lang ausgesetzt wurde, geht es sehr schleppend voran. Wir brauchen 3-4 Kapitel um endlich aus Ebou Dar zu entkommen und das einzige was wir mitverfolgen sind mögliche Planungen. Perrin kommt zum Glück nur ganz kurz zu Beginn, denn momentan bin ich kein Fan von ihm und Failie, besonders letztere nervt mich unheimlich mit ihrer Eiversucht. 

    Was Jordan uns dann leider auch noch zur Genüge liefert sind Sichtweisen der Seanchan - ebenfalls verwoben in Mats Kapitel. Und mal ganz offen und ehrlich: Niemand interessiert es aus ihrer Sicht zu lesen - überflüssige Storyline.

    Das Ende wiederum war wirklich toll, auch wenn es mich gestört hat, dass wir bei dem Weg dorthin außen vorgelassen wurden. Uns wurde nicht verraten, woher sie wussten an welchen Ort sie gehen mussten und wie sie es anstellen sollten. Das blieb alles der Fantasie überlassen, auch wenn man es sich ein wenig denken konnte. Aber manchmal muss das wichtige dem unwichtigem weichen, besonders in diesem Buch. Zurück zum Ende. Es war grandios, abenteuerlich, phänomenal und episch, genau das was man von dieser Serie gewohnt ist und auch erwartet. Aber warum bedarf es immer 500 Seiten voller nichts tun, nur um dann mit einem Knall zu enden? Bei den ersten 6 Büchern hat es doch auch geklappt. 


    Fazit:

    Trotz allem war Winters Heart ein kleiner Lichtblick in den vier "Slog-Büchern", es wurden einige lose Enden geknüpft und zumindest ein Geschichtsstrang überflügelte die anderen. Das Ende war wieder grandios spannend und machte Lust auf mehr.

    Mehr als 3 Sterne kann ich leider nicht vergeben. Da es aber immerhin besser war als "The Path of Daggers", sagen wir 3,2 Sterne.

  21. Cover des Buches Winter's Heart: Book 9 of the Wheel of Time by Jordan, Robert (2001) Mass Market Paperback (ISBN: B00IIAQZ5I)

    Winter's Heart: Book 9 of the Wheel of Time by Jordan, Robert (2001) Mass Market Paperback

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Cyfedia

    Meinung:

    Und es war ein sehr sehr langer Winter. Wo soll ich nur anfangen? Der Prolog war absolute Weltklasse, mit der beste Prolog der ganzen Reihe - super interessant und hat eindeutig Lust auf mehr gemacht. Danach ging es dann aber auch leider steil bergab. In ähnlicher Manier wie sein Vorgänger, wurde viel geredet, noch mehr geredet und ja geredet. Es ist absolut nichts passiert und davon leider eine ganze Menge. Ich hätte mir nach dem Prolog so viel mehr Abenteuer mit Rand gewünscht, ihn auf seiner Quest begleiten wollen, aber nein, wir bekommen im Großen und Ganzen, ich glaube gerade einmal 6 Kapitel mit ihm und da ist dann entweder schon alles geklärt oder man wird direkt außen vor gelassen. 

    Die restlichen Sichten beschreiben hauptsächlich Elayne und Mat und auch bei denen passiert absolut nichts. Bei Elayne hatte ich mir viel mehr höfische und politische Intrigen gewünscht. Meist passiert aber alles im Hintergrund und das einzige was dann noch geschieht sind die Streitereien der Atan'Miere und den Aes Sedai, welche sich ins unendliche Wiederholen. Und auch bei Mat, obwohl er ein Buch lang ausgesetzt wurde, geht es sehr schleppend voran. Wir brauchen 3-4 Kapitel um endlich aus Ebou Dar zu entkommen und das einzige was wir mitverfolgen sind mögliche Planungen. Perrin kommt zum Glück nur ganz kurz zu Beginn, denn momentan bin ich kein Fan von ihm und Failie, besonders letztere nervt mich unheimlich mit ihrer Eiversucht. 

    Was Jordan uns dann leider auch noch zur Genüge liefert sind Sichtweisen der Seanchan - ebenfalls verwoben in Mats Kapitel. Und mal ganz offen und ehrlich: Niemand interessiert es aus ihrer Sicht zu lesen - überflüssige Storyline.

    Das Ende wiederum war wirklich toll, auch wenn es mich gestört hat, dass wir bei dem Weg dorthin außen vorgelassen wurden. Uns wurde nicht verraten, woher sie wussten an welchen Ort sie gehen mussten und wie sie es anstellen sollten. Das blieb alles der Fantasie überlassen, auch wenn man es sich ein wenig denken konnte. Aber manchmal muss das wichtige dem unwichtigem weichen, besonders in diesem Buch. Zurück zum Ende. Es war grandios, abenteuerlich, phänomenal und episch, genau das was man von dieser Serie gewohnt ist und auch erwartet. Aber warum bedarf es immer 500 Seiten voller nichts tun, nur um dann mit einem Knall zu enden? Bei den ersten 6 Büchern hat es doch auch geklappt. 


    Fazit:

    Trotz allem war Winters Heart ein kleiner Lichtblick in den vier "Slog-Büchern", es wurden einige lose Enden geknüpft und zumindest ein Geschichtsstrang überflügelte die anderen. Das Ende war wieder grandios spannend und machte Lust auf mehr.

    Mehr als 3 Sterne kann ich leider nicht vergeben. Da es aber immerhin besser war als "The Path of Daggers", sagen wir 3,2 Sterne.


  22. Cover des Buches The Path of Daggers (ISBN: 0812550293)
    Robert Jordan

    The Path of Daggers

     (13)
    Noch keine Rezension vorhanden
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