Bücher mit dem Tag "widerstand"
359 Bücher
- Suzanne Collins
Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele
(17.956)Aktuelle Rezension von: Quilla3Endlich habe ich es geschafft, diese Reihe zu beginnen! Bislang kannte ich nur den ersten Film, habe den aber bestimmt zwei oder drei Mal gesehen, so dass mir das Meiste noch recht präsent war.
Ich habe es richtig genossen, die Hintergründe genauer zu erfahren und vor allem in Katniss' Gedanken - und Gefühlswelt abzutauchen. Während der Spiele stellt sie viele Überlegungen an, von denen man im Film nichts mitbekommt. Ich finde, dass die Autorin diese sehr gut und angemessen schildert, ohne dass es, wie so oft in Büchern, in repetitive innere Monologe abdriftet.
Generell finde ich Katniss als Protagonistin großartig. Sie ist nicht übertrieben badass, aber trotzdem sehr tough und gleichzeitig werden auch ihre Ängste, Ambivalenzen und Zweifel spürbar. Das hat sie für mich greifbar und authentisch gemacht.
Insgesamt hat mir der Schreibstil richtig gut gefallen und auch wenn ich langsam gestartet bin und das Buch immer gut weglegen konnte, so hat es mich am dritten Tag dann dermaßen gepackt, dass ich es noch bis in die Nacht hinein zu Ende gelesen habe.
Ich freue mich jetzt richtig darauf, direkt den nächsten Band zu starten und alle hintereinander weg lesen zu können! Große Empfehlung an alle, die Dystopien lieben!
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und der Orden des Phönix (Harry Potter 5)
(9.988)Aktuelle Rezension von: Vivien_tsVoldemort ist zurückgekehrt, doch nur wenige glauben Harry und währenddessen werden ihm noch so einige Sachen verheimlicht.
Dieses Buch hat sich schon sehr gezogen und einige Dinge sind sehr vorhersehbar. Ich finde es trotzdem sehr erstaunlich, wie J.K Rowling es schafft, diese Welt zu erschaffen, durch die man wirklich für kurze Zeit aus der Realität ausbrechen kann, auch wenn mir manche Kreaturen nach wie vor als sehr fragwürdig erscheinen.In der ersten Hälfte des Buches ist so gut wie nichts passiert und man hätte es locker um 500 Seiten kürzen können. Den dritten Stern hat dieses Buch auch nur von mir bekommen, weil ich die letzten 100 Seiten als sehr emotional empfunden habe.
Für die letzten Bücher dieser Reihe erwarte ich jetzt nochmal richtige Spannung. - SenLinYu
Alchemised
(484)Aktuelle Rezension von: Amber1309Als ich dieses Buch von einem Freund ausgeliehen habe, habe ich mir erstmal gedacht: O Gott, ist das lang. Aber es ging nach gewisser Zeit, auch wenn es ein paar Rechtschreibfehler gab und es dauernd neue, komplizierte Begriffe gab. Ich kann auf jeden Fall verstehen warum es ab 18 ist (Ich bin 14😁), weil es sehr brutale Szenen gab und die Verletzungen (die Hauptperson ist Heilerin) sehr genau beschrieben wurden. Auch hat es mich etwas verwirrt, dass das Buch normal angefangen hatte, dann kamen auf einmal 500 Seiten Vergangenheit und dann ging die Geschichte weiter. Aber insgesamt finde ich es ein gutes Buch, mit realistischen Charakteren und guter Story. Also wenn ihr belastbar seit, was Bücher angeht, und es etwas düsterer mögt, ist es genau das Richtige für euch
- Victoria Aveyard
Die rote Königin
(2.772)Aktuelle Rezension von: AleydaDas Werk „Die rote Königin“ von Victoria Aveyard hatte für mich insgesamt einen netten Unterhaltungswert. Die Story ist gut durchdacht, allerdings fehlte es den Figuren meiner Meinung nach etwas an Tiefgang. Auch der Plot-Twist war für mich teilweise vorhersehbar – nicht unbedingt in seiner genauen Ausführung, aber die Richtung ließ sich schon erahnen.
Was mir außerdem gefehlt hat, war der Funke zwischen den Protagonisten. Für mich wirkte das Ganze ein bisschen wie die Light-Version einer Carbonara – nicht schlecht, aber wenn man einmal das „Original“ hatte, fällt es schwer, sich damit zufriedenzugeben 😅
Positiv hervorheben möchte ich, dass die Geschichte ohne viel „Spice“ auskommt und der Schreibstil insgesamt angenehm und spannend ist.Insgesamt vergebe ich drei von fünf Sternen. ⭐️⭐️⭐️
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Harry Potter 7)
(9.861)Aktuelle Rezension von: LiJenDie Heiligtümer des Todes
Drei magische Gegenstände die am Ende über Sieg oder Niederlage entscheiden werden.
Ein Jahr auf der Flucht mit seinen Freunden. Spannungen und Freude.
Das lösen des Rätsels und Suchen der Gegenstände.
Wie werden Sie richtig angewendet.
Die entscheidende Schlacht.
Wer wird fallen und wer stehen.
Werden es alle überleben.
Spannung pur. Muss man gelesen haben
- Suzanne Collins
Die Tribute von Panem 2. Gefährliche Liebe
(9.061)Aktuelle Rezension von: Emmas_BookhouseDie Tribute von Panem 2 - Gefährliche Liebe
Hier geht es direkt weiter, wo Band 1 endete. Katniss muss ihre Liebe zu Peeta weiter spielen.
Es fing vielversprechend an, doch mittlerweile finde ich, es zieht sich unendlich. Ich habe noch 200 Seiten vor mir und hoffe, es passiert jetzt bald was.
Band 1 fand ich schon nicht so herausragend wie viele andere, aber Band 2 ist bis jetzt sehr langweilig.
So nun bin ich durch und so richtig spannend waren für mich die letzten Seiten, sowie haben wir hier einen miesen Cliffhanger.
Es ist schade, denn ich höre nur Gutes über die Bücher und trotzdem gefallen sie mir eher durchschnittlich.
Ich gebe hier 3,5 von 5 Sternen und vielleicht überzeugt mich ja Band 3.
- Suzanne Collins
Die Tribute von Panem 3. Flammender Zorn
(8.347)Aktuelle Rezension von: Quilla3Was für ein ergreifendes Finale dieser großartigen Reihe! Ich kann gar nicht so viel über dieses Buch schreiben, ohne zu spoilern.
Mir hat es weiterhin sehr gut gefallen, zwischendurch ging es mir ein bisschen zu sehr Schlag auf Schlag (manchmal dachte ich: 'Ernsthaft, das jetzt auch noch?!'), aber zum Ende hin wurde es wirklich sehr ergreifend und emotional, so dass bei mir auch Tränen geflossen sein sind.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich mir für manche Verluste und Schicksale etwas mehr Raum zur Verarbeitung und zum Trauern im Buch gewünscht hätte, da diese teilweise sehr schnell abgehandelt wurden. Da kam ich als Leserin emotional nicht so ganz mit.
Am Ende habe ich mich ein bisschen zerstört gefühlt und werde bestimmt einen emotionalen Kater haben. Aber das war es definitiv wert!
Ich finde auch die Botschaft der Reihe hochaktuell. Sie regt definitiv zum Nachdenken an und das liebe ich! Große Empfehlung!
- Veronica Roth
Die Bestimmung
(6.564)Aktuelle Rezension von: julia___4,5/5
Auch nach vielen Jahren finde ich das Buch immer noch so gut! (war jetzt das dritte Mal, dass ich das Buch gelesen habe)
Es hat auf seine Art viel Tiefgang und behandelt sehr interessante Themen. Die Story ist spannend aufgebaut und wendungsreich. Ich finde das System mit den Fraktionen sehr interessant und es ist cool umgesetzt. Vor allem der Anfang begeistert mit dem Feroxanteil 😊
Für alle die gerne dystopische Jugendbücher lese, ist die Reihe ein MUSS!!
- Ally Condie
Cassia & Ky - Die Auswahl
(4.539)Aktuelle Rezension von: KayuriCassia bekommt ihren Lebenspartner vermittelt. Als sie sich den Chip ansieht passiert etwas ungewöhnliches, ein zweites Gesicht taucht auf. Was ist da schief gelaufen in dieser eigentlich perfekt durchgeplanten Welt?
Das Buch zeichnet erstmal langsam ein Bild von dieser dystopischen Welt. Leider bleibt das Buch überlange Strecken auch langsam und manches fühlte sich gezogen an. Dennoch hatte ich Spaß an diesem Buch, vor allem das Ende schürt eine Erwartung auf Spannung.
- George R. R. Martin
Das Lied von Eis und Feuer 03
(1.623)Aktuelle Rezension von: buchgestapelWorum geht’s?
In Westeros ziehen dunkle Zeiten auf, als nach dem Tod von König Robert die Frage um seine Nachfolge geklärt werden soll. Vier Könige sind dabei drei zu viel – und so muss Robb Stark nicht nur alles dafür tun, um als König des Nordens zu bestehen, sondern auch seine Familie beschützen, die in den Händen der Lennisters alles andere als sicher ist.
Meine Meinung
So lange wie ich diese Reihe vor mir hergeschoben habe, mit umso mehr Begeisterung arbeite ich mich aktuell durch die Bände. Auch Band drei hat mich wieder gut unterhalten, wobei ich noch immer ein paar Probleme dabei habe, die zahlreichen Nebenfiguren und Schauplätze sauber auseinanderzuhalten.
Mit dem Schreibstil komme ich mittlerweile sehr gut zurecht und lese ihn tatsächlich auch gerne, was es leicht macht, recht schnell voranzukommen. Auch der Handlungsbogen konnte mich hier recht schnell packen, da die häufigen Perspektiv- und Ortswechsel eine hohe Dynamik mit sich bringen und praktisch keine unnötigen Längen zulassen.
Schwierig wurde es für mich daher tatsächlich nur bei den Allianzen, Intrigen und taktischen Schachzügen, da ich noch immer ein relativ großes Problem mit den Namen der zahlreichen Nebenfiguren habe und mich nicht so leicht mit der Orientierung tue. In Hinblick auf das Geschehen ist zwar bisher noch nicht weltbewegend viel passiert, Tempo und Ereignisse haben mich aber trotzdem auf keinen Fall gelangweilt und machen neugierig darauf, was mit Familie Stark und ihren Gegenspielern noch so alles passieren wird.
Fazit
Auch wenn ich mich bei den ganzen Namen ehrlicherweise noch immer ein bisschen orientierungslos fühle, hatte ich auch hier wieder viel Freude beim Lesen. Für das Setting und den Handlungsbogen lohnen sich die kleinen Unsicherheiten daher in meinen Augen auf jeden Fall, auch wenn man so wirklich aufpassen muss, um der Geschichte folgen zu können.
Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.
- Frank Herbert
Dune – Der Wüstenplanet
(599)Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessinDune – Der Wüstenplanet ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Der Einstieg fiel mir ziemlich schwer, weil man als Leser sofort mit einer Fülle an Informationen, Begriffen und politischen Zusammenhängen konfrontiert wird. Nach fast jedem Kapitel musste ich erst einmal eine Pause machen, um das Gelesene zu verarbeiten.
Erst nach etwa 200 Seiten hat mich die Geschichte dann vollständig in ihren Bann gezogen. Von diesem Moment an konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Das außergewöhnliche Worldbuilding, die politischen Intrigen und die vielen Ideen machen schnell deutlich, warum Dune bis heute als Science-Fiction-Klassiker gilt.
Besonders spannend fand ich Pauls Entwicklung, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und dadurch viel Tiefe erhält. Einige Nebenfiguren wirkten auf mich allerdings etwas sprunghaft und verhielten sich von einer Szene zur nächsten nicht immer ganz nachvollziehbar.
Trotz des anspruchsvollen Einstiegs bin ich sehr froh, diesem Buch eine Chance gegeben und bis zum Ende durchgehalten zu haben. Es ist ein Roman, der Geduld verlangt, diese aber mit einer einzigartigen und faszinierenden Geschichte belohnt.
- Rebecca F. Kuang
Babel
(481)Aktuelle Rezension von: SchattensprengerinOh Mann, das war anstrengend, episch, historisch interssant (Opiumkriege) mit Fantasyelementen und einer guten Charakterentwicklung.
Für mich ein Jaheshighlight!
Die vielen Fußnoten haben mich ein wenig genervt und aus dem Lesefluss geworfen. Ansonsten mochte ich es sehr, besonders das bibliophile Oxford.
- Sabaa Tahir
Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken
(1.341)Aktuelle Rezension von: Sunny92_"Elias & Laia" hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Es ist eine Geschichte über Mut, Freiheit, Loyalität und die Frage, wie viel Menschlichkeit selbst in einer grausamen Welt bewahrt werden kann.
Im Mittelpunkt stehen zwei junge Menschen, deren Leben unterschiedlicher kaum sein könnte. Laia lebt in einem von Angst und Unterdrückung geprägten Imperium. Nachdem ihre Familie alles verliert, muss sie über sich hinauswachsen und mehr Mut beweisen, als sie sich selbst jemals zugetraut hätte. Elias hingegen ist Teil genau dieses unterdrückenden Systems. Er wurde darauf vorbereitet, zu gehorchen, zu kämpfen und keine Schwäche zu zeigen. Doch schon bald wird deutlich, dass er nicht so leicht in die Rolle passt, die für ihn vorgesehen ist. Sein Wunsch nach Freiheit und sein innerer Konflikt machen ihn zu einer ebenso spannenden wie vielschichtigen Figur. Was Elias und Laia verbindet, ist der Wunsch, ihrem vorbestimmten Weg zu entkommen.
Die Welt, die Sabaa Tahir erschaffen hat, ist düster, faszinierend und oft erschreckend brutal. Die von der Antike inspirierte Gesellschaft mit ihren strengen Regeln, der Macht der Masken und der ständigen Bedrohung erzeugt eine Atmosphäre, die mich von Seite zu Seite tiefer in die Geschichte gezogen hat. Trotz der Härte der Welt verliert das Buch jedoch nie den Blick für die Menschen dahinter. Es gibt gefährliche Situationen, überraschende Wendungen und emotionale Momente, die mich mit den Figuren mitfiebern ließen. Besonders gefallen hat mir, dass die Liebesgeschichte zwar eine wichtige Rolle spielt, aber niemals die eigentliche Handlung verdrängt. Sie entwickelt sich langsam und glaubwürdig und fügt sich harmonisch in die Geschichte ein.
Die Geschichte ist stellenweise nichts für schwache Nerven. Sabaa Tahir zeigt eine harte und schonungslose Welt, in der Gewalt, Unterdrückung und Angst zum Alltag gehören. Manche Szenen sind gnadenlos und emotional fordernd. Sie verdeutlichen die Grausamkeit des Systems und zeigen, vor welche schwierigen Entscheidungen die Figuren gestellt werden. Gleichzeitig schafft es die Autorin, auch in dieser düsteren Welt Momente voller Menschlichkeit und Hoffnung zu bewahren. Der Schreibstil ist bildhaft und intensiv. Er schafft es, sowohl die ruhigen, emotionalen Momente als auch die actionreichen Szenen lebendig darzustellen.
Durch die wechselnden Perspektiven konnte ich Elias und Laia sehr nah begleiten und ihre Gedanken und Gefühle besser verstehen.
Für mich ist Elias & Laia eine Fantasygeschichte, die vor allem durch ihre starken Charaktere und ihre emotionale Tiefe überzeugt. Es ist ein Buch über Hoffnung in einer dunklen Zeit, über den Mut, für sich selbst einzustehen, und darüber, dass selbst kleine Entscheidungen große Veränderungen bewirken können. Wer Fantasy mit einer düsteren Atmosphäre, glaubwürdigen Figuren und einer Geschichte sucht, die auch nach dem Lesen noch im Kopf bleibt, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben.
Ich freue mich schon darauf, die Reise von Elias und Laia weiterzuverfolgen und herauszufinden, welche Herausforderungen noch vor ihnen liegen.
- Margaret Atwood
Der Report der Magd
(905)Aktuelle Rezension von: Barbara_LandwehrIch habe Der Bericht der Magd beendet – und das Buch lässt mich nicht los.
Schon beim Lesen musste ich immer wieder an 1984 denken: Überwachung, Kontrolle der Sprache, Manipulation der Vergangenheit und ein System, das den Menschen immer weniger Raum lässt, selbst zu bestimmen, wer er sein möchte.
Bei Atwood kommt für mich aber etwas besonders Beklemmendes hinzu: Gilead wirkt erschreckend real. Vieles von dem, was Frauen dort widerfährt, ist keine wilde dystopische Fantasie, sondern hat historische Vorbilder.
Besonders beschäftigt haben mich Serena Joy und der Commander. Serena unterstützt eine Ordnung, die Frauen Schutz, Sicherheit und einen festen Platz verspricht – und wird am Ende selbst zu ihrer Gefangenen. Der Commander dagegen profitiert vom System und nimmt sich gleichzeitig Freiheiten heraus, die er anderen verweigert.
Und genau hier liegt für mich ein zentraler Gedanke des Buches: Es ist ein Unterschied, ob mir jemand eine Freiheit großzügig erlaubt oder ob ich ein Recht darauf habe.
Selbst das Ende spendet nur bedingt Trost. Gilead ist irgendwann Geschichte. Aber sind damit auch die Vorstellungen und gesellschaftlichen Strukturen verschwunden, die Gilead überhaupt erst möglich gemacht haben?
Der Bericht der Magd hat mich deshalb nicht nur erschüttert, sondern zum Nachdenken gebracht – über Frauen und Männer, über Abhängigkeit und Schutz, über Sicherheit und Selbstbestimmung und vor allem darüber, wie selbstverständlich wir unsere Freiheit manchmal nehmen.
Die Antwort auf die Schwierigkeiten, die Freiheit mit sich bringt, kann niemals weniger Freiheit sein. Für mich kann sie nur in gelebter Gleichberechtigung und gelebter Demokratie liegen.
Ein Buch, das ich zu Ende gelesen habe, mit dem ich aber noch lange nicht fertig bin.
- Angie Thomas
The Hate U Give
(752)Aktuelle Rezension von: Isabelle_Kocher"The Hate U Give" behandelt das Themen wie Rassismus, Polizeigewalt und Black Lives Matter, jedoch erzählt aus der Perspektive eines 16-jährigen Mädchens. Dadurch wirkt die Geschichte nahbarer und berührt auf eine viel intensivere Weise. Statt den Fokus auf die harten Fakten der zu richten, wirkt dieser Roman fast philosophisch, wenn die Hauptfigur, Starr, sich fragt, was falsch und was richtig ist, was es wert ist, dafür zu kämpfen und wie sie die zwei Welten, in denen sie lebt, miteinander vereinen kann. Besonders gut hat mir an diesem Buch gefallen, dass es der objektiven Berichterstattung unserer Nachrichten nun ein persönliches Gesicht verleiht. Wir sehen nicht mehr einen Afro-Amerikaner, der erschossen wird - wir sehen ein Mädchen, dass sich an die vielen Momente der Freundschaft mit einem Jungen erinnert, dessen Leben nun viel zu früh endet, während sie ohne ihn weiterleben muss. Ein Buch, das bewegt und einem die Augen öffnet.
MEIN TIPP: Als englisches Audiobook kommt die besonderes Sprache des Buchs am besten zur Geltung! - Victoria Aveyard
Goldener Käfig (Die Farben des Blutes 3)
(714)Aktuelle Rezension von: HazalReadsBand 3 der Reihe (Goldener Käfig) von Victoria Aveyard hat mich emotional komplett zerstört – und zwar von der ersten bis zur letzten Seite.
Die gesamte Reihe fühlt sich ohnehin wie ein Strudel aus Verzweiflung, Hoffnung und ständigem Kampf an, aber dieser Band hebt das nochmal auf ein ganz anderes Level. Es gibt kaum Momente zum Durchatmen. Selbst wenn sich etwas zum Guten wendet, wird diese Hoffnung gefühlt sofort wieder zerstört. Dieses ständige Auf und Ab macht das Buch unglaublich intensiv – aber auch emotional extrem belastend.
Besonders stark fand ich die Darstellung der Gefangenschaft und des Ausgeliefertseins. Diese Passagen waren kaum zu ertragen, weil man nicht nur mitfiebert, sondern wirklich mitleidet. Es hat mich emotional sehr an die düsteren, schmerzhaften Momente aus Throne of Glass erinnert, wo Figuren an ihre absoluten Grenzen gebracht werden.
Was die Charaktere angeht, hatte ich sehr gemischte Gefühle. Mare Barrow macht in diesem Band eine enorme Entwicklung durch. Ihre Reifung ist deutlich spürbar – auch wenn sie durch Trauma, Schmerz und Verlust geprägt ist. Ihre Entwicklung wirkt nachvollziehbar und stark, auch wenn sie emotional sehr schwer zu lesen ist.
Ganz anders ging es mir mit Cal. Seine Entscheidungen haben mich oft frustriert und enttäuscht. Gerade im Vergleich zu Mares Entwicklung wirkt er unsicher, hin- und hergerissen und teilweise nicht konsequent genug. Diese Dynamik zwischen den beiden hat mich beim Lesen immer wieder beschäftigt.
Was dieser Band besonders gut schafft, ist dieses Gefühl von Hoffnungslosigkeit. Man wartet die ganze Zeit auf Erlösung – auf einen Moment, in dem sich alles zum Guten wendet. Aber dieser Moment kommt nicht. Und genau das macht die Geschichte so real und gleichzeitig so schmerzhaft.
Am Ende bleibt vor allem eines: das Gefühl, dass noch ein langer, harter Weg vor den Figuren liegt. Ein klares Happy End ist noch lange nicht in Sicht – und genau das macht mich gleichzeitig neugierig und traurig.
Dieser Band ist intensiv, düster und emotional extrem fordernd. Er hat mich zerrissen – und genau deshalb bleibt er so stark im Gedächtnis.
- Neal Shusterman
Scythe – Der Zorn der Gerechten
(703)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeEin Jahr nach ihrer Ernennung zur Junior-Patronin geht Citra als Scythe Anastasia einen ganz eigenen, ungewöhnlichen Weg. Sie gewährt den von ihr gewählten Personen eine Bedenkzeit, was ihr im tief gespaltenen Scythedom nicht nur Respekt, sondern auch gefährliche Feinde einbringt. Währenddessen zieht Rowan als Selbstjustizler durch die Lande, um korrupte Patronatsmitglieder eigenmächtig zur Rechenschaft zu ziehen. Die politischen Spannungen zwischen den Verfechtern der alten Werte und einer neuen, maßlosen Fraktion spitzen sich immer weiter zu. Gleichzeitig beobachtet das Thunderhead, die allwissende künstliche Intelligenz der Welt, das drohende Chaos mit großer Sorge. Da es per Gesetz nicht direkt in die Belange des Scythedoms eingreifen darf, muss es verdeckte Wege finden, um das Gleichgewicht der Welt zu bewahren.
Die Erzählweise überzeugt erneut durch ein hohes Tempo, vielschichtige Charaktere und mitreißende Perspektivwechsel. Die tiefere Einsicht in die Gedankenwelt der künstlichen Intelligenz verleiht der Handlung eine zusätzliche spannende Ebene und bringt wieder viele neue Informationen für den Leser. Auch wenn dieser Mittelteil dramaturgisch nicht ganz an die Perfektion des ersten Bandes heranreicht und zwischendurch ein paar kleine Längen aufweist, gipfelt das Geschehen in einem absolut spektakulären und schockierenden Finale. Vieles bleibt bis zuletzt unvorhersehbar und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
Mein Fazit: Eine absolut gelungene Fortsetzung, die die Welt sinnvoll erweitert und trotz kleinerer Abzüge im Vergleich zum genialen Auftakt auf genauso hohem Niveau weiter unterhält. Ich selbst bin mehr als bereit für das Finale und werde dem Autor auch im dritten Band garantiert treu bleiben.
- Kai Meyer
Die Seiten der Welt – Nachtland
(684)Aktuelle Rezension von: anilaDie Seiten der Welt – Nachtland von Kai Meyer hat mich komplett begeistert. Schon nach den ersten Kapiteln war ich wieder mitten in dieser magischen Welt aus Bibliotheken, Geschichten und literarischen Geheimnissen gefangen. Nachtland schafft es, Spannung, Fantasy und Emotionen so miteinander zu verbinden, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Besonders beeindruckt hat mich die Atmosphäre: düster, geheimnisvoll und gleichzeitig voller Wunder. Kai Meyer schreibt unglaublich bildhaft – jede Szene fühlt sich lebendig an, als würde man selbst durch die verborgenen Gänge und zwischen den Seiten uralter Bücher wandern. Die Ideen rund um die Macht der Bücher und Geschichten sind kreativ und faszinierend umgesetzt.
Auch die Figuren haben mir richtig gut gefallen. Sie wirken glaubwürdig, entwickeln sich weiter und machen die Geschichte emotional greifbar. Vor allem die Mischung aus Abenteuer, Magie und einer leicht melancholischen Stimmung hat das Buch für mich besonders gemacht.
Nachtland ist für mich ein perfekter Fantasyroman für alle, die Bücher lieben und gerne in außergewöhnliche Welten eintauchen. Spannend, atmosphärisch und voller Magie – definitiv ein Highlight!
- Aldous Huxley
Schöne neue Welt
(1.218)Aktuelle Rezension von: HenriLMatosBrave New World ist erschreckender als 1984, weil niemand zwingt. Die Menschen wählen ihre eigene Konditionierung, weil sie sich dabei gut fühlen. Huxley beschreibt eine Gesellschaft, in der Identität von Geburt an zugewiesen wird und niemand protestiert, weil der Protest selbst weggezüchtet wurde. Die Frage, die das Buch stellt und nie beantwortet: Was ist Freiheit wert, wenn man gelernt hat, sie nicht zu vermissen?
- Brandon Sanderson
Kinder des Nebels
(450)Aktuelle Rezension von: die_pingus_Mit Kinder des Nebels beginnt Brandon Sanderson seine Nebelgeborenen-Reihe und liefert eine Fantasygeschichte, die sich angenehm von klassischen Genre-Mustern abhebt. Die Welt ist düster, von einem scheinbar unbesiegbaren Herrscher geprägt und wird von einem ausgeklügelten Magiesystem zusammengehalten.
Im Mittelpunkt steht Vin, eine junge Frau, die in einer brutalen Gesellschaft aufgewachsen ist und gelernt hat, niemandem zu vertrauen. Ihr Leben verändert sich, als sie auf eine Gruppe von Rebellen trifft, die einen scheinbar unmöglichen Plan verfolgt: den Obersten Herrscher zu stürzen. Angeführt wird die Gruppe von Kelsier, einem charismatischen und außergewöhnlichen Nebelgeborenen.
Besonders stark ist das Magiesystem. Die Fähigkeiten der Nebelgeborenen beruhen auf Allomantie, bei der bestimmte Metalle eingenommen und anschließend genutzt werden können. Sanderson führt diese Regeln nachvollziehbar ein und nutzt sie konsequent. Die Magie wirkt dadurch nicht wie ein beliebiges Werkzeug, sondern wie ein festes System, dessen Möglichkeiten und Grenzen entscheidend für die Handlung sind.
Auch die Welt selbst ist interessant. Statt eines klassischen Königreichs mit einem gerechten Herrscher leben die Menschen unter einem autoritären Regime, in dem soziale Klassen, Unterdrückung und Angst zum Alltag gehören. Die düstere Atmosphäre wird durch die allgegenwärtigen Nebel noch verstärkt.
Die Charaktere sind unterschiedlich stark ausgearbeitet. Vin macht eine nachvollziehbare Entwicklung durch und ihre zunehmende Fähigkeit, anderen zu vertrauen, gehört zu den interessantesten Teilen des Romans. Kelsier ist dagegen deutlich stärker als charismatische Figur angelegt. Er wirkt manchmal fast zu souverän, funktioniert aber gerade dadurch als Mittelpunkt der Rebellion.
Die Handlung nimmt sich zunächst viel Zeit, um die Welt, das Magiesystem und die Figuren aufzubauen. Im Mittelteil gibt es deshalb einige ruhigere Passagen. Sobald der eigentliche Plan jedoch an Fahrt gewinnt, entwickelt sich der Roman zu einer spannenden Mischung aus Heist-Geschichte, politischer Intrige und klassischer Fantasy.
Besonders gelungen ist das Finale. Sanderson baut die Handlung konsequent auf und verbindet mehrere zuvor eingeführte Elemente miteinander. Dabei gelingt ihm etwas, das bei umfangreichen Fantasyromanen nicht selbstverständlich ist: Die Geschichte wirkt trotz ihrer Komplexität insgesamt geschlossen.
Kinder des Nebels ist für mich ein sehr gelungener Auftakt der Nebelgeborenen-Reihe. Das ungewöhnliche Magiesystem, die düstere Welt und die Mischung aus Rebellion, Intrige und Fantasy machen den Roman zu einem abwechslungsreichen Leseerlebnis. Einige Figuren könnten noch etwas mehr Tiefe vertragen und der Einstieg ist relativ ausführlich, aber spätestens im letzten Drittel entwickelt das Buch eine enorme Sogwirkung.
Ein starker Fantasyroman mit einer eigenständigen Welt und einem Magiesystem, das zu den interessantesten Elementen des Buches gehört.
Rezensiert von Herr U.
- Cecelia Ahern
Perfect – Willst du die perfekte Welt?
(858)Aktuelle Rezension von: BuchspinatZum Inhalt:
Celestine hat sich bei ihrem Großvater versteckt. Doch der oberste Richter Crevan gibt keine Ruhe. Er will Celestine unbedingt aufspüren, denn sie ist im Besitz von etwas, dass ihm sehr gefährlich werden und sogar das ganze Regime stürzen könnte. Das muss er unbedingt vereiteln.
Eigentlich will Celestine nur, dass alles so wird wie früher, doch das wird nicht geschehen. Dessen ist sie sich sehr bewusst. Was bleibt, außer zu kämpfen? Und sie ist nicht allein. Carrick taucht wieder auf und überredet sie, nicht mehr zu fliehen, sondern für die Freiheit zu kämpfen…
Meine Meinung:
Ich kann Euch nicht zu viel verraten. Das würde die Spannung zerstören. Band Zwei der Dilogie geht genauso spannend und temporeich weiter, wie Band Eins angefangen hat. Von daher kann ich den zweiten Band genauso empfehlen, wie den ersten Teil dieser großartigen Geschichte.
Celestine beginnt, über sich hinauszuwachsen. Immer mehr Menschen stehen plötzlich hinter ihr und dem Wunsch nach Freiheit. Auch nicht fehlerhafte Menschen. Sie findet Verbündete, muss aber auch lernen, dass manche Verbündete nur ihren eigenen Vorteil suchen und bereit sind, Celestine danach über die Klinge springen zu lassen. Das macht Vertrauen schwer. Doch ohne Vertrauen geht es nicht.
Celestine lernt schnell und steckt irgendwann mittendrin in einer Revolution, die sich sich Wochen zuvor niemals hätte vorstellen können. Als ihre Anführerin. Mit einer Courage, die mich stark beeindruckt hat.
Und sie ist nicht allein. In Carrick hat sie einen Mitstreiter gefunden, der ebenso mutig ist wie sie. Der ähnliche Werte hat. Der Menschen überzeugen kann, ihr Vorhaben zu unterstützen. Und der ihr etwas bedeutet. Und sie ihm. Trotz aller Schwierigkeiten bahnt sich zwischen den Beiden etwas an, dass größer ist als das, was Celestine einst mit Art (Richter Crevans Sohn) geteilt hat…
Manchmal hat man einfach keine andere Wahl. Dann muss man für das kämpfen, was einem wichtig ist. Für Freiheit. Für Demokratie. Für gleiche Rechte. Egal ob man „fehlerhaft“ ist oder nicht. Gemeinsam.
Das gilt für uns alle. Gerade in Zeiten, wo die Rechte von Minderheiten beschränkt werden sollen. Wo finanziell schwache Menschen ausgegrenzt werden sollen. Wo die Reichen und Mächtigen für eine immer größere Schere zwischen Arm und Reich sorgen. Wo jeden Tag von Rassismus und Gewalt zu lesen ist. Von Femiziden. Von Rechtsextremismus. Von Kriegen. Von Menschen, die ihr Hab und Gut verlieren und aus Angst vor Ermordung ihr Heimatland verlassen müssen.
Lasst uns füreinander einstehen. Für Demokratie. Für Freiheit. Für Rechtsstaatlichkeit.
Solidarisch. Mit einem offenen Herzen. Füreinander. Denn wir sind alle gleich. Wir sind Menschen.
Meine Rezension findet Ihr auch unter www.buchspinat.de
- Amy Ewing
Das Juwel - Die Weiße Rose
(980)Aktuelle Rezension von: ApplesreadingIm zweiten Band der Das Juwel-Reihe setzt Amy Ewing die Geschichte von Violet Lasting fort. Nachdem sie von der Herzogin vom See enttarnt wurde, flieht Violet mit ihren Gefährten Ash und Raven aus dem Palast. Doch die Flucht ist alles andere als einfach. Das Juwel zu verlassen ist gefährlich, und die Verfolger des Adels sind ihnen ständig auf den Fersen. Auf ihrer Reise stößt Violet auf eine geheime Rebellengruppe, die ihr neue Hoffnung und Antworten auf ihre Fragen bietet. Dabei entdeckt sie, dass ihre Gabe weit mächtiger ist, als sie dachte.
Wie schon im ersten Band bleibt der Schreibstil von Amy Ewing eine Herausforderung. Allerdings wird er im zweiten Band noch komplizierter. Beim ersten Band bereits wirkt der Stil schon kompliziert, aber in Die Weiße Rose noch schwerer und leider unnötig komplex.
Band 2 ist ein packender, aber sprachlich anstrengender zweiter Band. Die spannende Handlung und die Weiterentwicklung von Violet sind nach wie vor fesselnd, doch der immer komplexer werdende Schreibstil macht die Lektüre schwieriger als nötig. Wer den ersten Band mochte, wird auch diesen Band mögen, muss jedoch erneut Geduld mit dem Stil aufbringen. - Justin Cronin
Die Zwölf
(590)Aktuelle Rezension von: koechlMir hat bereits der "Der Übergang" unglaublich gut gefallen und Teil zwei der Passage-Trilogie steht dem in nichts nach. Ich finde sogar, dass es in diesem Teil rasanter voran ging. Es gab trotz der über 800 Seiten kaum Längen und ich hatte immer den Drang ständig weiterlesen zu wollen.
Sehr toll fand ich das Personen, die im ersten Teil nur kurz angerissen wurden in diesem Teil wichtige Rollen in der Haupthandlung hatten und so die ganze Geschichte noch epischer macht. Es ist wie ein großes Ganzen, das sich langsam immer weiter zusammenflechtet. Ich bin schon total gespannt welche Zusammenhänge sich dann noch im dritten Teil ergeben.
Und natürlich hab ich mich total gefreut wieder auf alte Bekannte zu treffen :)
Ich bin total froh, dass ich jetzt endlich Dank eines tollen Buddy-Reads zu diesem Buch gegriffen habe. Das gemeinsame Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht und macht das Buch nochmal mehr zu etwas ganz Besonderem für mich - Kathryn Stockett
Gute Geister
(708)Aktuelle Rezension von: HopeandliveWie befinden uns in Jackson, Mississippi im Jahr 1962 und werden mit hineingenommen in die Atmosphäre und die Stimmung, die dieses Land zu dieser Zeit geprägt hat. Da ist zum einen die junge Skeeter, eine schlacksige junge Frau, die sich nicht so ganz dem herrschenden Zeitgeist der damaligen Zeit unterordnen möchte, der besagt, dass junge Frauen doch nach dem College möglichst schnell heiraten und Kinder bekommen sollen. Skeeter träumt davon zu schreiben, sie möchte Autorin werden und nachdem sie unter Mühen ein Volontariat bei einer regionalen Zeitung ergattert hat und einen Buchvertrag mit einem Verlag in New York in Aussicht hat, beginnt sie heimlich eine Geschichte zu schreiben, die das Potential hat in der damaligen Zeit für ziemlich viel Unruhe zu sorgen.
Doch diese Geschichte kann Skeeter nicht alleine schreiben, es ist nämlich kein erfundener Roman, sondern eine teils bittere und traurige und auf der anderen Seite humorvolle Geschichte. Die wirklichen Autoren dieser Geschichte sind Aibileen und Minny und viele andere Frauen. Ihnen ist es nicht erlaubt ihre Geschichten zu veröffentlichen, denn das würde sie in wirkliche Lebensgefahr bringen, sie und ihre Familien, denn Aibileen und Minny sind farbige Frauen, die als Dienstmädchen für weiße Familien arbeiten, den Haushalt machen, jeden Tag kochen und putzen und ihre Kinder hüten. Jedes weiße Kind des gehobenen Mittelstandes ist zu dieser Zeit mit einer farbigen Nanny aufgewachsen. Die weißen Familien vertrauen den fleißigen farbigen Frauen ihre Kinder an, lassen sie von ihnen herzen und liebkosen, verbieten ihnen jedoch die gleiche Toilette wie sie selbst zu benutzen, das könnte ja gesundheitsschädlich sein. Das ist eine Episode von vielen, die einen mehr als den Kopf schütteln lässt während des Lesens.
Es entsteht zwischen diesen so unterschiedlichen Frauen erstmal eine Zweckgemeinschaft, Skeeter möchte eine wahre Geschichte über die Dienstmädchen schreiben, die in fast jedem Haus im Süden der USA arbeiten, sie sehnt sich nach ihrer alten Nanny Constantine, die einfach verschwunden ist und von deren Verbleib ihre Mutter nichts sagen möchte. Sie lernt das private Leben von Aibileen und Minny kennen und sie erkennt, dass es in ihrem Land zwei verschiedene Welten gibt, etwas mit dem sie aufgewachsen ist, dass sie jedoch mehr und mehr nicht mehr gutheißen kann. Aibileen hat ihr ganzes Leben die Kinder weißer Leute aufgezogen und denkt noch oft mit inneren Schmerzen und Traurigkeit an ihren Son Treelore und das Versprechen, dass sie ihm gegeben hat. Sie wird nicht müde den Kindern drei wichtige Sätze für ihr Leben mitzugeben, du bist lieb, du bist gescheit, du bist wichtig und vielleicht sagt sie es auch zu sich selbst. Minny hingegen gleicht einem rollenden Vulkan mit dem Herzen auf dem rechten Fleck und einer sehr großen Mundwerk, welches bei den weißen Damen, für die sie arbeitet nicht wirklich gut ankommt und so sieht sich Minny immer wieder herausgefordert eine neue Arbeitsstelle zu suchen. Auf dieser Suche begegnet sie Miss Celia, einer sehr jungen und blonden Lady, die irgendwie auch das Herz auf dem rechten Fleck hat, doch wird der Leser und die männlichen und weiblichen Protagonisten doch sehr von ihrem offenherzigen Anblick abgelenkt. Zwischen diesen beiden so verschiedenen Frauen, die nicht nur in der Hautfarbe begründet sind, entwickelt sich eine wirklich herzliche Beziehung, wie sie sich halt entwickelt, wenn ein Vulkan auf Naivität trifft und wenn eine Frau der anderen versucht das Kochen beizubringen. Somit nimmt die Geschichte ihren Lauf und das Buch wird veröffentlicht. Skeeter freut sich, Aibileen, Minny und die anderen Frauen sind in Angst, denn sie wissen, was auf sie zukommen könnte, doch Minny hat eine listige Rückversicherung in ihre Geschichte mit eingebaut und nun darf der Leser mehr als gespannt sein, wie es weitergeht....
Ich habe diese Geschichte geliebt zu lesen. Kathryn Stockett nimmt den Leser in verschiedenen Erzählperspektiven mit hinein in diese für farbige Menschen so gefährliche Zeit der Rassentrennung in der USA und wir erleben welche Revolution diese Geschichte verursacht hat. Mit teilweise lachendem, ich kann keine Schokolandentarte mehr anschauen ohne an Minny zu denken, und einem weinenden Auge, wenn diese vielen fürchterlichen Ungerechtigkeiten dieser Zeit erzählt werden. Auch für weiße Menschen, die nicht dem damaligen Narrativ entsprachen, war diese Zeit nicht einfach. Die persönliche Entwicklung der Protagonistinnen und auch die Flair dieser 60er Jahre sind einfach wunderbar beschrieben und ich bin auch von der Verfilmung sehr begeistert.
Absolut lesenswert!























