Bücher mit dem Tag "wie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wie" gekennzeichnet haben.

85 Bücher

  1. Cover des Buches Todesurteil (ISBN: 9783442480258)
    Andreas Gruber

    Todesurteil

     (584)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Wie aus dem Nichts taucht eines Abends die seit einem Jahr verschwundene, zehnjährige Clara völlig verstört und nackt am Waldrand auf. Ihr Rücken ist vollständig mit Motiven aus Dantes "Inferno" tätowiert. Gleichzeitig unterrichtet Snejider an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs. Seine beste Schülerin, Sabine Nemez, entdeckt einen Zusammenhang zwischen den besprochenen "Cold- cases" und dem Fall des Mädchens. Auf eigene Faust beginnt sie mit ihren Recherchen, denn die einzige, die den Täter je gesehen hat, schweigt. 

    Erneut kann der Autor mit einem ungewöhnlichen und kreativen Plot überraschen. Dieser wird diesmal rasant aufgebaut und gewinnt schnell an Fahrt. Die Auflösung wirkt zwar etwas konstruiert und leicht drüber, dennoch konnte mich die Story gut unterhalten. Die Protagonisten entwickeln sich angemessen, die Beziehung zwischen den beiden Ermittlern wird nicht indiskret/ distanzlos gezeichnet. Ein schicksalhaftes Ereignis, welches die hierarchische Struktur aufbricht und die Beziehung auf Augenhöhe anhebt darf natürlich nicht fehlen.. Sabine als supertoughe Heldin und einzig weibliche Ermittlerin scheint mir, auch aufgrund ihres Alters, etwas übertrieben. Weitere Fälle werden von mir daher, wenn auch etwas zurückhaltend, gerne weiterverfolgt. 

  2. Cover des Buches Wie Monde so silbern (ISBN: 9783551315281)
    Marissa Meyer

    Wie Monde so silbern

     (1.644)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Cinder ist ein Cyborg. Das heißt das sie zur Hälfte mechanisch ist und zur anderen Hälfte menschlich. Abgesehen davon ist sie eine der besten Mechanikerinnen des Landes, obwohl sie sehr arm ist und unter der Hand ihrer Stiefmutter steht. Eines Tages steht Prinz Kai vor ihr und bittet sie darum, seinen Roboter zu reparieren, da auf diesem wichtige Informationen gespeichert sind. Nicht, dass Cinder mit der Reparatur beschäftigt ist, gibt es noch eine furchtbare Krankheit, die die Menschen zum Sterben bringt. Und Cinder scheint die einzige zu sein, die helfen könnte…

    Dieses Buch bzw. diese Reihe kennt mittlerweile jeder, ob man sie gelesen hat oder nicht. Diese Reihe ist überall im Internet oder auf Social Media Kanälen vertreten, was auch ein Grund dafür ist, dass jeder sie kennt. Auch die Cover sind echt hübsch, selbst dann, wenn sie recht schlich gehalten sind. Die Farben passen perfekt zu den jeweiligen Märchen, die darin vorhanden sind. Genauso wie die Muster auf dem Cover, die das Buch zieren. Einfach wunderschön!

    ,,Wie Monde so silbern‘‘ ist eine großartige Geschichte. Es gibt einige Parallelen zu dem Märchen Cinderella, was ja auch Sinn macht, da dieses Buch eine Märchenadaption ist. Hier wurde ein gesundes Maß gefunden, da es nicht zu viel und nicht zu wenig Märchen in dem Buch gibt. Die Autorin hat hier etwas Besonderes entworfen, was Eigenes und ganz Neues. Ich hatte so viel Spaß dabei diese Welt zu entdecken und die Charaktere in ihrem Leben zu begleiten.

    Alle Charaktere in diesem Buch sind einfach fabelhaft und sehr gut beschrieben. Cinder ist unsere Protagonistin in dem Buch, weshalb sie mir auch am besten gefallen hat. Sie war mir von Seite 1 an total sympathisch und hat mich mit ihrem Sarkasmus und trockenen Humor oft zum Schmunzeln gebracht. Auch ihre beste Freundin Iko hat mir mit ihren frechen und vorlauten Kommentaren sehr gut gefallen. Prinz Kai ist einer dieser Prinzen, die sich wünschen, keiner zu sein. Er möchte lieber normal sein, jedoch kann er seine Situation nicht ändern. Prinz Kai versucht dennoch alles für sein Volk zu tun, damit sie in Frieden leben können.

    Der Schreibstil von Marissa Meyer hat mir wahnsinnig gut gefallen. Sie schreibt angenehm, flüssig und vor allem fesselnd, weshalb man das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte. Die Geschichte ist größtenteils aus Cinders Sicht geschrieben, jedoch kommt auch Prinz Kai ab und zu zu Wort, was ich in Büchern besonders gut finde. So kann man sich in beide Charaktere sehr gut hineinversetzen und die Handlungsweisen besser verstehen. Das Buch liest sich sehr flüssig.

    Diese Märchenadaption war die erste, die ich überhaupt gelesen habe. Für mich ist das alles ganz neu und doch konnte ich mich in dieser Welt voll und ganz verlieren. In diesem Buch findet man verschiedene Genres wie Märchen, Dystopie oder Science Fiction wieder, weshalb dieses Buch viele Menschen ansprechen würde. Und natürlich darf auch die Liebe in diesem Buch nicht fehlen, weshalb es auch teilweise romantisch ist. Ich kann dieses Buch jeder Person ans Herz legen, da ich mir sicher bin, dass es vielen Menschen gefallen könnte. Vor allem durch die unterschiedlichen Genres könnte es für viele ansprechend sein. Gebt den Büchern eine Chance, ihr werdet es definitiv nicht bereuen!

  3. Cover des Buches Eine wie Alaska (ISBN: 9783446246676)
    John Green

    Eine wie Alaska

     (2.479)
    Aktuelle Rezension von: bookfascination

    Ich habe das Buch als ich 15 oder 16 Jahre alt war bereits gelesen und es hat mich zu der Zeit zum weinen gebracht. Aus diesem Grund wollte ich es unbedingt nochmal lesen. Allerdings hat mich die Gesichte diesmal nicht so mitgerissen. Es mag daran liegen, dass ich es zum zweiten Mal gelesen habe, aber ich hatte eigentlich absolut keine bewusste Erinnerung mehr. Die Geschichte ist gut gemacht und enthält tolle Botschaften fürs Leben. Ein tolles Buch für Jugendliche. Bücher des Autoren "John Green" sind immer lesenswert. Der Schreibstil ist einfach toll!

  4. Cover des Buches Wie ein einziger Tag (ISBN: 9783453408708)
    Nicholas Sparks

    Wie ein einziger Tag

     (2.407)
    Aktuelle Rezension von: annilittle

    Meinen ersten Sparks ("Mit dir an meiner Seite") habe ich vor fast sechs Jahren gelesen und regelrecht verschlungen. Dementsprechend habe ich mir gedacht, als  ich dieses Werk im öffentlichen Bücherschrank entdeckt habe: "Wieso nicht? Dein letztes gelesenes Buch liegt schon sehr lange zurücl und hat dir ja auch eigentlich ganz gut gefallen, obwohl dich die anderen Titel sonst nicht wirklich interessieren."

    Tja und irgendwie hat sich hier wieder bestätigt, warum ich einfach keine Romanleserin bin. Es catcht mich nicht und ist mir schlicht irgendwie zu langweilig.

    Dabei hätte der Inhalt mich eigentlich abholen können. Es ist eine Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen, die aus unterschiedlichen Welten stammen und das alles vor der Kulisse des Zweiten Weltkriegs. Im Erwachsenenalter treffen die beiden dann nach vielen Jahren wieder aufeinander. Im zweiten Teil des Buchs sind die beiden dann schon alt und haben den Großteil ihres Lebens hinter sich und trotzdem immer noch diese besondere Verbindung.

    Nicholas Sparks Schreibstil ist gut, das muss man definitv festhalten. Er ist total romantisch, aber trotzdem nicht übermäßig kitschig. Auch die Charaktere waren eigentlich sympathisch. Dennoch hat mich das Ganze irgendwie überhaupt nicht gecatcht und auch bis zum zweiten Teil nicht wirklich berührt. Ich kann nicht sagen, woran es liegt, manchmal ist das leider irgendwie so... Und hätte es den gerade angesprochenen zweiten Teil nicht gegeben, wäre meine Bewertung definitiv schlechter ausgefallen.

    Hier sind nämlich endlich viele Dinge passiert, die ich in der ersten Buchhälfte vermisst habe. Es hat mich total abgeholt und war unheimlich emotional, sodass ich meine Tränen gerade so zurückhalten konnte. Das war zwar schön, aber kam leider einfach zu spät.

    Fazit: Ein mäßiger Liebesroman mit schwachem Start und umso emotionalerem zweiten Teil, der mich trotzdem nicht abholen konnte und ich ihn dadurch auch nicht noch einmal lesen, aber vielleicht den Film anschauen würde.

    3/5

    Kleine Anmerkung: Da ich keine Reihen angefangen lassen kann, sondern sie immer auch fertig lesen möchte, habe ich Band 2 der Dilogie bereits auf dem SuB und werde diesen auch noch lesen!

  5. Cover des Buches Schatten (ISBN: 9783805250634)
    Ursula Poznanski

    Schatten

     (236)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Auch der letzte Band der Reihe ist wieder superspannend! Den Täter hätte ich niemals verdächtigt. Die Kommunikation des Täters fand ich auch superspannend. Das Ende war mit dann ein bisschen zu abrupt, aber alles in allem ein gutes Buch!

  6. Cover des Buches Rachesommer (ISBN: 9783442473823)
    Andreas Gruber

    Rachesommer

     (440)
    Aktuelle Rezension von: Taya

    Evelyn Meyers ist eine Rechtsanwältin und hilft ihrem Onkel in einem Fall, den sie auch recht gut mit Hilfe eines befreundeten Privatdetektives auflösen kann. Doch schnell wird klar, irgendwas passt hier nicht und irgendwie hat sie dieses Kribbeln, das ihr sagt, dass sie weiter dran bleiben sollte. Schnell findet sie Parallelen zu einem anderen Fall doch ihr Chef verweigert ihr jegliche Einsicht. 

    Als dann ihr Kollege und Mentor auf merkwürdige Weise ums Leben kommt, kann sie einfach nicht anders und klemmt sich weiter dahinter. Ihr Chef ist gar nicht begeistert und beurlaubt sie. Doch das hält sie nicht ab und so reist sie auch der Spur hinterher, die nach Deutschland führt. 


    Walter Pulaski hat in dieser Zeit mit merkwürdigen Morden an jungen Menschen zu tun. Selbstmorde oder wurden sie doch ermordet? Für Pulaski ist es klar, sie wurden ermordet. Doch schnell wird ihm und seiner Behörde der Fall weg genommen, doch Pulaski nimmt sich Urlaub und geht seiner Spur weiter nach. So kommt es auch, dass Pulaski und Meyers zusammen kommen und gemeinsam an dem Fall arbeiten. 

    Was hat es mit dem Schiff auf sich? Warum sind die jungen Menschen alle in psychiatrischer Behandlung?


    Spannend und mit tollen Charakteren - ich mag Pulaski irgendwie - ist dieses Buch für mich ein Pageturner. Spannend, interessant, zum mit rätseln. Andreas Gruber hat mit Rachesommer wieder einen fesselnden Thriller geschaffen. Von mir bekommt Rachesommer 4 Schmetterlinge. 

  7. Cover des Buches Red Rising (ISBN: 9783453534414)
    Pierce Brown

    Red Rising

     (417)
    Aktuelle Rezension von: _Le4_

    Red Rising hat mich gepackt und dann nicht mehr losgelassen. Auch wenn ich mich am Anfang ein wenig einfinden musste, konnte ich das Buch schon bald nicht mehr weglegen und habe es in einem Rutsch durchgelesen.

    In dem Buch geht es um Darrow, welcher in den Minen des Mars lebt. Dort lebt er ein anstrengendes Leben, um die Oberfläche des Marses lebensfähig zu machen. Es stellt sich jedoch heraus, dass dies ein Lüge ist, da der Mars längst geterraformed und besiedelt ist.

    Als ich den Klappentext des Buches gelesen habe, war ich zuerst etwas irritiert. Wir erfahren schon bevor das Buch aufgeschlagen ist, dass Darrows große Liebe stirbt und die Besiedlung des Mars schon erfolgt ist und die Niederen Roten, wie die Minenarbeiter genannt werden, nur ausgebeutet werden. Auch als ich im Buch an der Stelle angekommen war, war ich verwirrt, warum diese Plotpoints bereits aufgedeckt wurden und ob das nicht die Spannung nehmen wird. Mit dieser Annahme lag ich komplett falsch.

    Das Buch nimmt nach dem Tod von Eo und der Erkenntnis, das sie ausgebeutet werden, erst an Fahrt auf. 

    Es entspinnt sich eine wahnsinnig spannende Geschichte, die mich absolut emotional auseinandergenommen hat. Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert und hatte aber auch ständig im Hinterkopf "Ist es okay, für wen ich hier jubel?".

    Für wen man, meiner Meinung nach, aber auf jeden Fall jubeln kann, ist der Hauptcharakter Darrow. Er hat ein wahnsinnig interessantes Innenleben, da er während des Buches in moralischen Zwiespalt gerät, und macht eine super spannende Entwicklung durch.

    Ich bin sehr froh, dass mir das Buch empfohlen wurde, und kann es selber nur weiterempfehlen.


  8. Cover des Buches Blutzeuge (ISBN: 9783809026389)
    Tess Gerritsen

    Blutzeuge

     (213)
    Aktuelle Rezension von: blue-jen

    Sie haben das Böse gesehen, und er lässt sie mit ihrem Blut zahlen. Zunächst wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die Augäpfel wurden entfernt und auf ihre Handflächen gelegt. Die Todesursache ist unklar. Kurz darauf wird eine weitere Leiche gefunden….

    Wieder einmal ermitteln Rizzoli und Isles in einem sehr spannenden Fall. Der letzte Fall Schneeleopard hat mir nicht so zugesagt, diesmal jedoch war ich von Anfang an total begeistert und war gespannt, wer denn nun der Täter ist. Auch die privaten Verhältnisse der beiden Ermittlerinnen war wieder Thema. Das Ende ist für mich zwar etwas unbefriedigend…. 

  9. Cover des Buches Schöne Neue Welt (ISBN: 9783596905737)
    Aldous Huxley

    Schöne Neue Welt

     (1.133)
    Aktuelle Rezension von: benfi

    KURZBESCHREIBUNG:
    Gott zu spielen - also Menschen ohne die natürliche Fortpflanzung zu erschaffen; dass ist in einer nahen Zukunft gelungen! Dies bringt Vorteile mit sich: in den City-Brüter und Konditionierungscenter kann man die Personen so erschaffen, wie man sie gerade benötigt: vom einfachen Arbeiter - den Epsilons - bis hin zum Führungskopf; den sogenannten Alphas. All das wird stufenweise im Reifungsprozess des künstlich hergestellten Embryos beeinflusst. Somit entsteht bei niemandem Frust und alle führen ein glückliches und sorgenfreies, koordiniertes Leben. Etwaige Gefühlsschwankungen werden direkt mit einer Art Droge, welche den Namen Soma hat, eliminiert. Bernard Marx ist jedoch anders, er möchte ebene jene andere Emotionen spüren, die der leicht verkümmerter Alpha sonst eigentlich gar nicht zu erwarten hat. Ihn reizend Dinge wie Wut, Aufregung oder auch eine gewisse Enthaltsamkeit des freigebigen Sexualverkehrs, wie er eigentlich üblich ist, was ihm alles ganz neue Gefühle offenbart. Als er eines Tages mit seiner derzeitigen Begleitung Lenina Crowne ein Eingeborenenreservat besucht und dort John sowie seine Mutter Linda kennenlernt, ändert sich sein Leben sowie seine Einstellung rapide. Linda ist nämlich keine leibhaftige Eingeborene, sondern wurde vor Jahren während eines Besuchs des Reservats in einem plötzlichen Sturm verletzt und von den Eingeborenen gesundgepflegt, während ihre Begleiter sie für tot vermuteten. Bernard erhält die Erlaubnis, die beiden zurück mit in die Zivilisation zu nehmen, was ihm als Betreuer des 'Wilden' John einen gewissen Ruhm einbringt. Allerdings rechnet er nicht mit den Gefühlen und Empfindungen von eben jenem John, dem die sogenannte Zivilisation schnell überdrüssig wird. Das scheint alles bis dahin Gut gedachte in den Abgrund zu reißen...

    KOMMENTAR:
    Selbst wenn man ihn nicht gelesen hat - der Roman 'Schöne Neue Welt' sollte so ziemlich Jedermann ein Begriff sein. Die Dystopie von dem englischen Autor Aldous Huxley aus dem Jahre 1932 wird als so wichtig angesehen, dass sie sogar im Englisch-Unterricht an den hiesigen Schulen genutzt wird. Dies war auch vor vielen Jahren mein erster Kontakt mit dem Buch, dass meine damalige Freundin im Schulunterricht beackern musste. In der englischen Sprache wurde es mir jedoch nach einigen Seiten schlicht zu anstrengend, da Huxley mit Fachbegriffen der künstlichen Fortpflanzung nur um sich wirft, dass man entnervt aufgeben mochte. Dies ist auch in der neuen Übersetzung, welche Uta Strätling im Jahre 2013 vorgenommen hatte, nicht gerade anders. Sie hat glücklicherweise den Charakteren und lokalen Stätten ihren eigentlichen Namen wiedergegeben und einige Stellen angepasst - aber Huxleys  detailverliebtes Schreiben zu den elementarsten Änderungen in seiner Zukunfts-Vision schrecken schon den einen oder anderen Leser ab. Hat man sich jedoch durch diese gelesen, schildert der Roman dem Leser schon eine schauderhafte Dystopie, welche eben nur eine oberflächliche schöne, neue Welt offenbart. Anhand der Hauptfiguren Bernard und Lenina auf der Seite der zivilisierten Menschen und John auf der Seite der Eingeborenen, welche eigentlich schlicht den Status der Zivilisation des Jetzt (oder auf den Zeitraum der Veröffentlichung bezogen) legt Huxley die jeweiligen Vor- und Nachteile auf den Tisch. Die nun nicht gerade arg verzwickte Storyline ist alsbald leicht nachvollziehbar und regt den Buchfreund doch mehr und mehr zum Nachdenken an, was sich nach Beendigung des Romans sogar noch gesteigert hat. Egal, welche Schlüsse man nun zieht, was denn letztlich eine schöne, neue Welt sei, eines ist völlig klar: die oberen Machthaber sind jene, denen es am Besten geht und wirklich alle Freiheiten haben! 

    8,0 Sterne

  10. Cover des Buches Maschinen wie ich (ISBN: 9783257070682)
    Ian McEwan

    Maschinen wie ich

     (95)
    Aktuelle Rezension von: OldWhiteCis_Man

    Charlie ist Anfang 30 und der Sohn und Schwiegersohn, der die grauen Haare vermehrt und weiß werden lässt. Er ist ziellos, fast an allem desinteressiert und versenkt zu Beginn des Romans sein Geld in einen Androiden. Die Behauptung des Verlages, er sei ein liebenswerter Lebenskünstler trifft für mich mit beiden Worten nicht.

    Adam heißt der Androide, in den das Restvermögen versenkt wird. Er zeigt Individualität und erklärt zu Lieben. Das führt zu einer Konkurrenz zwischen Charlie und Adam um Miranda.

    Miranda wird im Verlagstext als clevere Studentin beschrieben, was nicht ganz falsch ist. Sie ist jedenfalls lebenstüchtiger Als Charlie und hat damit in der Beziehung glatt das sagen. Eine Liebesnacht mit Adam probiert sie auch aus. Frau nimmt halt mit, was so geboten wird.

    Weitere Personen kommen vor, von denen wegen seiner Bekanntheit hier nur Alan Turing genannt wird.

    IanMcEwan sagte in einem Interview, er habe keinen SF-Roman geschrieben. Dem kann man als SF-Freund nur mit einem "Gott sei Dank" zustimmen. Es ist eine etwas wirre Dystopie, deren Sinn für die Handlung kaum eine Rolle spielt.

    Was ist es dann? Eine Dreiecksgeschichte? Ja. aber ohne jeden Pfiff. Ein Krimi? Ein bisschen. Eine Liebesgeschichte? Naja. Auch da vermisse ich jeden Pfiff, wenn man von dem Krimielement absieht. Spannung? Vor allem auf den letzten 30 Seiten bei mir unter der Frage: Wann bin ich durch? Eine Auseinandersetzung mit KI, Bewusstsein, Existenz? Extrem dünn und der Name Alan Turing mit dem Turing-Test poliert die Geschichte nicht wirklich auf. Literatur? Ja, in dem Sinn, dass ein geschriebener im Kopf des Autors entstandener Text vorliegt, dem leider jede Tiefe fehlt.

    Es ist traurig. Nachdem ich das Buch zuklappte, dachte ich noch an ***. Dann fragte ich mich nach der Stimmigkeit der Geschichte und war ganz schnell bei **. Die in der Geschichte behandelten Themen waren dann so flach, dass ich bei * endete.

    Altpapier: Schade. Meine Ausgabe der Büchergilde  ist schon gebunden und würde sich in einem Bücherschrank gut machen, wenn darin Mangel an gebundenen Büchern herrscht. Die Paperbackausgabe kann sofort dahin.

    Offener Bücherschrank: Nur mit großen Gewissensbissen.

    Freunde und Verwandte: Nur mit intensivem Abraten, wenn jemand bei mir drüber stolpert und sagt: Das will ich mir gerade kaufen. Das Geld ist besser in Klopapier investiert.

    -------

    Nein! Ich bin kein freundlicher Rezensent, wenn ich völligen Mist lese. Da ist auch Ärger über mich bei. Die guten Besprechungen ließen mich in Hoffnung auf eine Wende zum Besseren weiterlesen. Und dann - Back to top.

  11. Cover des Buches Weit wie das Meer (ISBN: 9783453408692)
    Nicholas Sparks

    Weit wie das Meer

     (822)
    Aktuelle Rezension von: Julia_x3

    Die Geschichte beginnt mit einer Flaschenpost.

    Wir landen bei Theresa, die sich gerade wegen einer Sache am Strand aufhält und einen kurzen Moment später in ihren Erinnerungen. 

    Was passiert ist und was das ganze mit der Flaschenpost zutun hat, gilt es nun herauszufinden. 

    Dabei scheint Theresa nicht das beste leben zu haben, sie scheint eine tolle Mutter zu sein, die ihr Kind liebt. 

    Die gefundene Flaschenpost und weitere Briefe aus anderen Flaschenposts lassen Theresa nicht los. Nach kurzem zögern begibt sie sich auf eine Reise ins Unbekannte, ohne zu wissen, was am Ende ihr Ziel bei all dem ist. 


    In dem Buch kommen sehr viele Perspektivenwechsel vor. Was perse nicht schlecht ist. Nur sind diese Perspektivenwechsel von einer Zeile auf die andere und im Kapitel sehr häufig. Dabei sprechen wir von 3 Perspektiven - die Vergangenheit, Theresas Gefühlswelt und seine Gefühlswelt. Dieser häufige plötzliche Wechsel macht die Verfolgung manchmal schwierig. 


    Die Entwicklung der Story ist fast vorhersehbar aber schön geschrieben. Wir treffen auf zwei Menschen die beide was in ihrem Leben lernen müssen. Es ist schön die Entwicklung der beiden zu beobachten auch wenn das Ende des Buches sehr ernüchternd ist. Es hat mich zutiefst bewegt. 


  12. Cover des Buches Die alltägliche Physik des Unglücks (ISBN: 9783596170739)
    Marisha Pessl

    Die alltägliche Physik des Unglücks

     (607)
    Aktuelle Rezension von: noelli

    Was für ein Buch. 

    Wer es noch nicht gelesen hat, sollte dies unbedingt nachholen. 

    Ich brauchte anfangs ein wenig bis ich richtig in dieses Buch hinein kann. Doch des lohnt sich so sehr. 

    Das Buch ist spannend, lustig, traurig, regt zum nachdenken an und enthält nebenbei noch sehr interessante Zitate von vielen Klassikern.

    Das Buch ist nicht vergleichbar mit anderen Büchern die ich kenne. Eine willkommene erfrischende Abwechslung.

  13. Cover des Buches Auf zerbrochenem Glas (ISBN: 9781503901155)
    Alexander Hartung

    Auf zerbrochenem Glas

     (95)
    Aktuelle Rezension von: LisaH

    Ich bin Thriller Fan und habe schon einige Bücher des Autors gelesen. „Auf zerbrochenem Glas“ ist wie immer ein gelungenes Werk und ich freue mich auf die nächsten Teile der Serie. Dennoch gibt es kleine Abzüge wegen den Charakteren.

    Die Handlung nimmt von Anfang an Fahrt auf. Nik Pohl begibt sich von einer waghalsigen Situation in die nächste, sodass die Spannung durchgehend hoch blieb. Die Wendung am Ende hätte ich so nicht erwartet, hat mir jedoch sehr gut gefallen.

    Einige Fragezeichen bleiben mir bei den Charakteren. Nik wirkt etwas naiv auf mich, lässt sich direkt auf die Erpressung von Jon ein und lässt alles mit sich machen. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Reflexion von ihm gewünscht. Auch über Jon hätte ich gerne von Anfang an mehr erfahren. Er hätte ein interessanter Charakter werden können, spielt auch während des ganzen Buches eine Rolle, trotzdem fehlt die Tiefe.

    Trotz allem gefällt mir dieses Buch gut und es ist ein leichter Thriller für zwischendurch. 

  14. Cover des Buches Todesfrist (ISBN: 9783899644838)
    Andreas Gruber

    Todesfrist

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Christine2000

    Endlich mal ein deutschsprachiger Autor mit interessanten Ermittlerfiguren, der sich wirklich Mühe gibt, seine Nebencharaktere gut auszuarbeiten. Die beidenTherapeutinnen möcht ich zwar nicht geschenkt haben, aber das ist solide recherchiert. Die Qualen des Mörders und seine Taten wirken übertrieben, aber womöglich gibt es sowas tatsächlich. Und wenn nicht ist auch egal, es hat mich sehr gegruselt. Besonders gelungen ist natürlich der kiffende Maarten S. Sneyder. Ein Ekel zum Knutschen. Ich würde weitere Fälle des Teams Eichkätzchen verfolgen.

  15. Cover des Buches Starfall. So nah wie die Unendlichkeit (ISBN: 9783646603255)
    Jennifer Wolf

    Starfall. So nah wie die Unendlichkeit

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Sarah04

    Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Am Anfang war es für mich schwer reinzufinden doch das verblasste dann nach und nach. Und die Geschichte von Hass zur Liebe ist so unglaublich gut geschrieben wurden. Doch was am Ende passiert hat mich richtig mit fühlen lassen und ich hätte fast geheult, doch zum Glück geht die Geschichte ja doch gut aus sonst wäre ich traurig gewesen und hätte keine gute Bewertung gegeben :)

  16. Cover des Buches In einer Person (ISBN: 9783257242706)
    John Irving

    In einer Person

     (131)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Mal wieder ein Epos von Irving, gute 700 Seiten, und mal wieder schafft er es, eine ganz eigene umfassende Welt aufzubauen. Hier die Welt von des bisexuellen William „Billy“ Abbott, den wir aus seinen Jugendjahren bis ins Pensionsalter, aus den 60ern in Neuengland bis ins Heute. Ich hab lange gebraucht für den Roman, das hat diverse Gründe. Einer ist in der privaten Freizeit gelegen, weil einfach weniger Freiräume waren und andere Dinge wichtig waren, der andere ist, dass es Irving hier in meinen Augen weniger geschafft hat, mich in seine Welt zu ziehen als bei anderen Werken. Trotzdem ist es ein bemerkenswertes Buch: Geschrieben vor zehn Jahren trifft es aktuell voll in die Debatte um Gendern und sexuelle Identitäten. Wir nähern uns Billy und vielen anderen Menschen seines Umfeldes intensiv und bekommen erst so einen Einblick und ein Gefühl dafür, wie ein Leben für Menschen mit einer nicht heteronormativen Sexualität viele Jahre lang ausgesehen hat und immer noch aussieht. Das ist bemerkenswert, tiefgründig, nah und erhellend. Lange bin ich geschwankt, ob ich hier 3 oder 4 Sterne vergeben soll, literarisch gefühlt eher drei, aber der Nachhall des Buchs macht dann doch eine vier.

  17. Cover des Buches Liebesschmarrn und Erdbeerblues (ISBN: 9783442379552)
    Angelika Schwarzhuber

    Liebesschmarrn und Erdbeerblues

     (144)
    Aktuelle Rezension von: Annabeth_Book

    Inhalt:


    Für Lene steht eins fest, auf Bayerisch gibt es den Satz "Ich liebe dich!" nicht. Dank eines Zeitungsartikels dann auch noch von ihrer Freundin, kommt dabei noch eine riesige Welle ins Rollen und plötzlich steht von Lene nicht nur ein Mann.


    Erster Satz:


    "Wenn du jetzt gehst..."Mehr hörte ich nicht mehr. 


    Die Meinung von meiner Mama:


    Dieses Buch habe ich letztens gelesen, da es irgendwann einmal selbst gekauft worden ist und ich wurde wirklich nicht enttäuscht. 


    Das Cover passt in seinem blau-weiß, natürlich perfekt zu Bayern aber es lässt einen auch ein wenig rätseln um was es nun in dem Buch wirklich geht. Alles in einem finde ich das Cover nicht wirklich schlecht.


    Der Schreibstil der Autorin, war wirklich sehr flüssig und leicht zu lesen. Auch hat das Buch eine gewisse Portion Humor mit dabei, sodass es wirklich sehr witzig ist das Buch zu lesen.



    Lene, unsere Protagonistin, war mir wirklich sehr sympathisch vielleicht auch weil sie sich im Buch immer mal wieder zu Affen macht.  Man kann sich auch richtig gut in sie hineinversetzen und mitfühlen, sodass man es als Leser leicht hat ihre Handlungen nachvollziehen zu können.


    Das einzige was mich ein bisschen gestört hat war, dass es mir teilweise zu viele Männer gab es war zwar trotzdem amüsant aber für meinen Teil hätten es gerne weniger sein können.


    Alles in einem kann ich das Buch wirklich nur empfehlen, da es einfach das perfekte Urlaubsbuch ist egal wo man gerade ist und mit den Rezepten bekommt man auch nochmals richtig Lust was zu backen und/oder zu kochen.

  18. Cover des Buches Killer-Tschick (ISBN: 9783709972519)
    Gerhard Loibelsberger

    Killer-Tschick

     (40)
    Aktuelle Rezension von: dorli
    Wien. Penny Lanz und ihre Kollegen Helmuth Nowak und Carl Ribarski von der SOKO Donau müssen in gleich in zwei Mordfällen ermitteln:
    Anna Hawlicek ist nach dem Rauchen illegaler Zigaretten gestorben. Schnell steht fest, dass die Zigaretten mit Arsen und Rattengift versetzt waren.
    Ungefähr zur gleichen Zeit wird in den Wiener Praterauen ein junger Chinese gefunden, der vor seinem Tod mit glühenden Zigaretten gefoltert wurde…

    Obwohl ich die TV-Serie SOKO Donau - SOKO Wien und damit auch Penny Lanz und ihre Kollegen bisher nicht kannte, war ich sofort mittendrin im Geschehen und konnte mir ein gutes Bild von den Ermittlern machen. Die Handlung hat mich von Anfang an gefesselt, Spannung wird rasch aufgebaut und bleibt durchgehend hoch.

    Das Team um Penny Lanz gerät in einen Strudel aus illegalem Zigarettenhandel, Korruption, Geldwäsche und Mord – die Ermittler stochern in einem Wespennest und scheuchen Wiener Geschäftsleute und Wirtschaftsgrößen auf.

    Es ist Gerhard Loibelsberger sehr gut gelungen, seinem Krimi den Charakter eines Fernsehkrimis geben. Die Handlung ist rasant und actionreich und läuft wie ein Film vor den Augen des Lesers ab.

    Besonders gut gefallen hat mir, dass Gerhard Loibelsberger viele Dialoge in Mundart geschrieben hat. Das verleiht dem Krimi eine Extraportion Lokalkolorit und lässt das Geschehen echter wirken. Auch als gebürtige Norddeutsche hatte ich keine Verständnisprobleme, da österreichische Ausdrücke als Fußnote auf der jeweiligen Seite übersetzt bzw. erläutert wurden.

    „Killer-Tschick“ hat mir sehr gut gefallen. Die abwechslungsreiche Handlung bietet nicht nur für die Fans der TV-Serie spannende Unterhaltung.

  19. Cover des Buches 3096 Tage (ISBN: 9783548375076)
    Natascha Kampusch

    3096 Tage

     (744)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Es ist der 2. März 1998. Natascha Kampusch ist zehn Jahre alt. Das Mädchen ist ein bisschen pummelig und unsicher, in der Familie fehlt der Rückhalt. Und sie ist das perfekte Opfer für einen Mann namens Wolfgang Priklopil. Er greift sie auf, als sie gerade auf dem Weg zur Schule ist, entführt sie in seinem Lieferwagen und bringt sie in ein verstecktes, gut gesichertes Verlies in seinem Haus.

    Natascha Kampusch ahnt noch nicht, dass sie die nächsten acht Jahre, genauer gesagt 3096 Tage, in der Gewalt dieses Mannes sein wird. Sie ahnt noch nicht, dass er sie gefangen halten und quälen wird, dass er jede Minute ihres Lebens bestimmen wird. Und sie ahnt noch nicht, dass sie irgendwann aus eigener Kraft aus dieser Hölle fliehen wird …

    Martyrium sachlich geschildert

    Gleich als Erstes eine kleine Warnung: Das, was Kampusch über ihre jahrelange Gefangenschaft berichtet, ist wirklich harter Tobak. Nicht alles wird bis ins kleinste Detail ausgeschlachtet, aber wenn ihr empfindsam auf die Beschreibung von Gewalt reagiert – noch dazu, weil sich alles tatsächlich so ereignet hat – solltet ihr euch überlegen, ob ihr das Buch lesen wollt.

    Es ist wirklich ein Martyrium, durch das Kampusch erst als Kind, dann als Teenager und junge Frau gehen musste. In grober chronologischer Reihenfolge berichtet Kampusch über ihre Entführung, über ihre Empfindungen und die Demütigungen, die sie über sich ergehen lassen muss. Und zuletzt erzählt sie auch darüber, wie ihr die Flucht gelang und wie Polizei und Medien auf ihre Geschichte reagierten.

    Ich musste aber feststellen, dass mich das Gelesene überraschend kalt gelassen hat. Nicht falsch verstehen: Es war verdammt schwer zu verdauen und erschütternd, was Kampusch in diesem Verlies erleiden musste. Ich habe größten Respekt vor dieser Frau, die durch die Hölle ging und sich dabei niemals selbst verloren hat und die sich nicht hat brechen lassen. Auch ihre eigenen psychologischen Beobachtungen, warum sie wie in einer Situation reagiert hat, waren sehr interessant.

    Trotzdem habe ich nie richtig Zugang zu „3096 Tage“ gefunden. Der Stil ist sehr nüchtern und sachlich, vor allem zu Beginn, als Kampusch das Verhältnis zu ihrer Familie beschreibt. Hier und da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, an anderen Stellen weniger Wiederholungen. Zudem habe ich die häufigen Sprünge in der Geschichte als unglücklich empfunden. Und ihr Leben nach ihrer Rückkehr kam mir etwas zu kurz.

    Willensstark, mutig, respekteinflößend

    Bei aller Kritik: Ich ziehe den Hut vor Natascha Kampusch, vor ihrem unbändigen Willen und ihrem Mut. Ein solches Martyrium mit einem riesigen Publikum zu teilen, ist keine Selbstverständlichkeit. Und ich wünsche ihr für die Zukunft nur das Beste. Wer ihre Geschichte näher kennenlernen möchte, kommt um „3096 Tage“ nicht herum.

  20. Cover des Buches Geschenkt (ISBN: 9783442483006)
    Daniel Glattauer

    Geschenkt

     (216)
    Aktuelle Rezension von: Bibliokate

    Gerold arbeitet fürbeine Gratis Zeitung und lebt sein Leben so ganz anders als er sles sich eigentlich vorgestellt hatte. Als der 14 Jährige Manuel in sein Leben tritt der bei Gerodl Wohnen soll während seine Mutter im Ausland arbeitet weiß keiner von den beiden so recht was sie voneinander halten sollen, vor allem da Manuel nicht weiß das Gerald sein Vater ist.

    Nachdem Gerold einen Artikel über eine Überfüllte Obdachlosen Unterkunft veröffentlicht trifft eine Anonyme Geldspende ein. Daraufhin gelangen mehrere Institutionen über die Gerald berichtet an solche anonymen Geldspenden die alle in Verbindung mit Gerold Artikeln stehen. Das bewirkt nicht nur das Gerold von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird sondern auch das Manuel und er sich immer näher kommen.


    Daniel Glattauer hat mit "Geschenkt" meiner Meinung nach seinen bisher besten Roman geschrieben. Die Protagonisten wachsen einem sofort ans Herz in ihrer unvolkommenheit. Diese Geschichte kann einen einfach nicht kaltlassen. Ein grandioser Roman über Menschen am Rande der Gesellschaft und darüber wie kleine Taten oft sehr großes Bewirken können. 

            

  21. Cover des Buches Hawelka & Schierhuber laufen heiß (ISBN: 9783709978030)
    Günther Pfeifer

    Hawelka & Schierhuber laufen heiß

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Sikal
    Josef Hawelka und Sepp (damit man die beiden unterscheiden kann) Schierhuber wollen eigentlich ein langes Wochenende genießen. Doch da beordert sie ihr Chef, der Erzherzog, ins Waldviertel, um die dortigen Beamten zu unterstützen. Immerhin ist der Birnstingl wohl nicht ganz freiwillig in seine Kreissäge gefallen, bevor der Motor überhitzte und den Stadl in Brand setzte. Dass den beiden Kommissaren aus Wien eine Mauer des Schweigens im Dorf Vestenötting erwartet, erleichtert die Arbeit nun wirklich nicht. Dabei macht der Erzherzog Druck – und auch dessen Erzfeind Matzinger schaut, ob sich die Herren Kommissare nicht den einen oder anderen Fehler leisten. Doch obwohl sie erst auf der falschen Spur sind, entkommt ihnen der Täter nicht, wenngleich man es als Leser gar nicht so recht glauben mag, dass diese beiden schrulligen Ermittler zum Helden mutieren.

     

    Unterstützung erfahren sie (wie auch in den Nachfolgebänden) vom „Auskunftsbüro Berlakovic“, den Kolleginnen des Büros, die immer mit Rat und Tat und so mancher Neuigkeit aufhorchen lassen.

     

    Der Autor Günther Pfeifer hat mit diesem Krimiauftakt über diese schrägen Ermittler eine humorvolle Reihe mit viel Lokalkolorit, mehr oder weniger spritzigen Dialogen (nachdem Schierhuber in gewohnter Manier nicht allzu viel spricht) und manches Mal eher zufälligen Erfolgen geschrieben, die ich sehr gerne gelesen habe.

     

    Die Beschreibung der Charaktere finde ich sehr gelungen und die beiden Kommissare sind äußerst sympathisch. Dass die beiden für alles ein wenig länger brauchen, verzeiht man ihnen gerne. Die Einschübe im Dialekt, die Mentalität der Dorfbewohner, der „Stammtisch-Insider-Club“ vermittelt eine authentische Atmosphäre. Das wurde vom Autor sehr treffend ins Bild gesetzt.

     

    Für mich ist die Reihe um Hawelka und Schierhuber eine gelungene, der Auftakt führt natürlich erst mal sämtliche Charaktere ein und ist vielleicht nicht ganz so spritzig wie die Nachfolgebände. Doch mein Highlight ist bereits hier das Auskunftsbüro. Die Damen bringen Schwung in die Geschichte – herrlich.

     

    Von mir gibt es für diesen originellen Krimi auf jeden Fall 5 Sterne.

  22. Cover des Buches Ein Mann wie Mr. Darcy (ISBN: 9783442465033)
    Alexandra Potter

    Ein Mann wie Mr. Darcy

     (263)
    Aktuelle Rezension von: Woerterkatze

    Klappentext:
    Emily hat die Nase voll von Männern, die entweder inakzeptabel sind, Angst vor Beziehungen haben oder noch bei Mama wohnen. Dabei will sie doch nur einen netten, gut aussehenden Mann mit Charme und Manieren. Ist da denn so schwer zu finden? Im wahren Leben anscheinend schon. In der Phantasie jedoch hat Emily ihren Traummann längst gefunden: Mr. Darcy aus Jane Austens Roman „Stolz und Vorurteil“.

    Inhalt:
    Die New Yorkerin Emily ist ein hoffnungsloser Fall was Beziehungen angeht. Immer wieder trifft sie den falschen Mann, keiner ist wie ihr Traummann Mr. Darcy. Emily arbeitet in einer Buchhandlung und ihre Angestellte und Freundin Stella möchte sie über Weihnachten mit nach Mexiko nehmen. Aber da möchte Emily nicht mit und um dies nicht deutlich sagen zu müssen, sagt sie, dass sie schon eine Reise gebucht hat. Und da sie nun Nägel mit Köpfen machen muss, bucht sie eine Literaturreise nach England – genauer eine Jane Austen Literaturreise. Einmal in England angekommen, stellt sie fest, dass nur ältere Damen ihre Begleiterinnen sind und ein unmöglicher Londoner Journalist, der einen Artikel über Mr. Darcy den Romanhelden von Jane Austen schreiben soll und dafür die Damen befragen soll. Dieser Journalist ist Emily direkt unsympathisch und so nimmt die Geschichte a la Stolz und Vorurteil seinen Lauf.

    Meinung:
    Alexandra Potter hat einen sehr locker, flockigen Roman in Anlehnung an Stolz und Vorurteil geschrieben. Wer vorher nicht das Original gelesen hat, für den birgte dieses Buch viel neues. Den Kennern von Stolz und Vorurteil sind im Zweifelsfalle sehr schnell die Parallelen aufgefallen. Aber Alexandra Potter hat sich etwas einfallen gelassen, sie hat immer wieder Begegnungen von Emily mit der Romanfigur von Jane Austen, Mr. Darcy, eingebunden. Mir hat das Buch trotz der Kenntnis von Stolz und Vorurteil sehr gut gefallen. Man taucht einfach in eine andere Welt ein und vergisst die Zeit um sich herum.

  23. Cover des Buches Tödliches Rendezvous (ISBN: 9783442474264)
    Beate Maxian

    Tödliches Rendezvous

     (42)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Nachdem ich schon einige Romane der österreichischen Autorin Beate Maxian genießen durfte, habe ich mich jetzt endlich an ihre Krimireihe um die Reporterin Sarah Pauli gemacht. Sarah kommt zum Enthüllungsjournalismus, wie die sprichwörtliche Jungfrau zu dem Kinde. Naja, das stimmt nicht ganz, denn die arme Hilde Jahn musste dafür ihr Leben lassen. Die ehrgeizige, taffe Reporterin Hilde, deren Versessenheit auf eine sensationelle Geschichte ihr zum Verhängnis wurde. Nun hat die junge und noch recht unerfahrene Sarah ihr Erbe angetreten und begibt sich schnell selbst in Lebensgefahr, denn der große Unbekannte mordet weiter …

    Ich bin ja großer Fan von Lokalkrimireihen, in denen neben den Kriminalfällen auch die Einblicke ins Leben der Protagonisten nicht zu kurz kommen. So habe ich mich dann gleich auch hier ein wenig an Wien, seine Einwohner und ihre manchmal wohl typisch österreichischen Gepflogenheiten gewöhnt. Man trinkt keinen Becher Tee sondern ein Haferl und ein Kaffee verwandelt sich schnell in eine Melange oder einen Einspänner – herrlich. Auch die Atmosphäre in der Redaktion fühlt sich gleich so an, als gehöre man schon ewig dazu. Der Krimi las sich flüssig, wenn auch echte Spannung erst zum Schluss aufkommen wollte. Gegen Ende wusste ich dann zwar schon, wer der Täter war, doch die Idee um die Aufklärung hat mir gut gefallen. Nicht auszudenken, wenn er damit erfolgreich gewesen wäre. 

    Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und freue mich schon auf den nächsten Fall für Sarah, Gruber und Kollegen. Von mir gibt es – da noch ein wenig Luft nach oben ist – verdiente vier von fünf Sternen und eine Lesempfehlung für alle, die Krimis mit Lokalkolorit mögen.  

  24. Cover des Buches Der Henker von Wien (ISBN: 9783839217320)
    Gerhard Loibelsberger

    Der Henker von Wien

     (25)
    Aktuelle Rezension von: dorli
    Wien im Winter 1916. Der anhaltende Krieg hat enorme Auswirkungen auf das zivile Leben. Die miserable Versorgung mit Lebensmitteln lässt die Bevölkerung hungern und ist Antriebsfeder für Schleichhandel und Wuchergeschäfte. Das bekommt auch Oberinspector Joseph Nechyba zu spüren. Für den Genussmenschen und Nimmersatt sind die kargen Zeiten ein mächtiges Problem. Nicht sein einziges, wie sich bald zeigen soll – ein Schleichhändler, der sich „die Quelle“ nennt, zieht eine blutige Spur durch die Stadt und murkst jeden gnadenlos ab, der seinen Schwarzmarktgeschäften im Weg steht…

    In seinem historischen Kriminalroman „Der Henker von Wien“ nimmt Gerhard Loibelsberger den Leser mit auf eine Zeitreise mitten hinein in das dritte Kriegsjahr des Ersten Weltkriegs.

    Der Autor hat die historischen Ereignisse in Wien von Oktober 1916 bis Januar 1917 mit einem spannenden Kriminalfall verknüpft und ein sehr vielschichtiges und vor allen Dingen glaubwürdiges Bild der damaligen Zeit gezeichnet – einer schweren Zeit, in der Hunger, Entbehrungen, Verzweiflung an der Tagesordnung waren.
    Dass da so mancher alle moralischen Bedenken über Bord wirft, zeigt das Verhalten der 14-jährigen Marie. Das Mädchen lässt sich auf einen viel älteren Mann ein. Sie genießt den Luxus, den er ihr bietet, ist naiv genug, um zu glauben, dass er sie liebt und hat daher auch lange Zeit keine Gewissensbisse und Schuldgefühle, ihn bei seinen dubiosen Geschäften zu unterstützen. Man möchte über ihre Handlungsweise den Kopf schütteln und doch ist absolut nachvollziehbar, warum Marie sich verführen lässt.

    Gerhard Loibelsberger schickt mit Josef Nechyba einen sehr liebenswürdigen Ermittler ins Rennen. Nechyba weiß es sich gemütlich zu machen, während andere sich um die Erledigung der anstehenden Aufgaben kümmern. Eigentlich eine unsympathische Eigenart, sich auf Kosten anderer auszuruhen, aber bei dem Oberinspector wirkt das irgendwie charmant. Nechybas größte Sorge gilt meist der nächsten Mahlzeit, so dass die Auflösung des Kriminalfalls eher langsam vorangeht. Dramatisch wird es, als Nechyba selbst in die Fänge des Henkers gerät.

    Das damalige Wien wird durch detailreiche Beschreibungen ganz wunderbar in Szene gesetzt. Die Dialoge sind in Mundart geschrieben und verleihen der Geschichte damit eine Extraportion Lokalkolorit.
    Besonders gut hat mir gefallen, dass die Wiener Ausdrücke nicht nur in einem umfangreichen Glossar am Ende des Buches aufgelistet werden, sondern die Erläuterungen/Übersetzungen zum Teil auch als Fußnote auf der entsprechenden Seite zu finden sind.

    „Der Henker von Wien“ lässt sich angenehm zügig lesen und hat mir nicht nur spannende Lesestunde beschert, sondern mir auch sehr interessante Einblicke in den Schleichhandel während des Ersten Weltkriegs ermöglicht - Historie, spannend verpackt und durchweg kurzweilig erzählt.

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