Bücher mit dem Tag "wien-krimi"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wien-krimi" gekennzeichnet haben.

138 Bücher

  1. Cover des Buches Die rote Frau (ISBN: 9783809026761)
    Alex Beer

    Die rote Frau

     (70)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    „Die Reichen und Mächtigen haben es sich schon immer richten können. Das war bereits in der Monarchie so und wird in der Republik auch nicht anders werden. Von wegen schöne neue Welt.“

    Inhalt

    Trotz der Tatsache das es Rayonsinspektor August Emmerich nun in die Abteilung „Leib und Leben“ geschafft hat und eigentlich mit Mordfällen betraut werden müsste, hält man ihn an der kurzen Leine, denn seine zielgerichtete, ungewöhnliche Vorgehensweise ist so manchem Kollegen ein Dorn im Auge. Aus diesem Grund sieht er sich eher mit Lappalien konfrontiert, die er abarbeiten muss, um seinen erkämpften Posten zu erhalten.

     Andererseits ermittelt die gesamte Abteilung an einem heiklen Mordfall, bei dem ein Gönner der Armen kaltblütig ermordet wurde. Als nun vorzeitig ein armer Obdachloser als Täter dingfest gemacht wurde, den Emmerich aus der Armenunterkunft persönlich kennt, gibt es für den Inspektor nur einen Weg: der Verurteilte ist unschuldig. Allerdings werden die Hebel, die zu dessen Freilassung notwendig wären, einfach nicht bedient. Ungeachtet der Etikette und des Dienstweges, macht sich Emmerich zusammen mit seinem Kollegen Winter auf die Suche nach dem wahren Mörder und sticht damit direkt in ein Nest aus Korruption und dunklen Machenschaften, bei dem die Reichen und Mächtigen der jungen Republik ihre Schäfchen schnell ins Trockene bringen möchten …

    Meinung

    Dies ist der zweite Band aus der Reihe um Inspektor August Emmerich, der es im Wien des Jahres 1920 abermals mit einem heimtückischen Verbrechen zu tun bekommt. Nachdem ich bereits nach der Lektüre des ersten Bandes absolut begeistert war, wollte ich nun unbedingt die Fortsetzung lesen und abermals freut sich mein Leserherz, ob der spannenden, unterhaltsamen Krimilektüre, die den Zeitgeist gekonnt einfängt und einen sympathischen, wenn auch äußerst sperrigen Hauptprotagonisten auf die Verbrecherwelt loslässt. Für mich ist klar, diese Reihe lese ich ambitioniert weiter, die Folgebände sind schon bestellt.

    Tatsächlich gibt es zwei wesentliche Punkte, die mich hier überzeugen: zum einen ist es die Einbettung der Handlung in ein von Hunger, Armut und Korruption geprägtes Großstadtleben, welches ein stimmiges, wenn auch trauriges Hintergrundszenario bietet. Angefangen bei den Kriegsversehrten, hin zu Glücksspiel und Prostitution, über die katastrophalen Wohn- und Lebensumstände der einfachen Bevölkerung bis hin zu den Sympathisanten der Monarchie, die den verlorenen Krieg als eine Schmach empfinden und schon jetzt zu den Wegbereitern der kommenden Jahrzehnte werden. Dieser historische Aspekt ist absolut gelungen und zieht sich wie der rote Faden durch die eigentliche Kriminalhandlung.

     Der zweite ausschlaggebende Punkt ist das Ermittlerduo Emmerich/Winter, die so gar nicht zu den anderen Aktenträgern passen und trotz ihrer vielen Unterschiede ein vortreffliches Team abgeben: während der junge Ferdinand, etwas naiv und sehr unbeleckt daherkommt, aber das Herz am rechten Fleck hat, agiert der ältere Emmerich absolut nach seinem Bauchgefühl und folgt seiner oftmals halsbrecherischen, dem Gesetz nur unzureichend verpflichteten Lebenseinstellung. Doch genau diese Zusammenarbeit scheint es zu brauchen, um die wirklich kniffligen Fälle zu lösen. Und so gelingt es den beiden, sich trotz aller Widerstände einen Namen zu machen, denn wer Erfolge vorweisen kann, rückt in der Hierarchie des Polizeiapparates nach oben.

    Fazit

    Auch Band 2 der Reihe ist mir wieder die volle Punktzahl wert und ich lese gleich weiter mit „Der dunkle Bote“. Vielleicht erfährt man nun noch etwas mehr vom aus dem Ruder gelaufenen Privatleben des Inspektors, der seine Geliebte an ihren zurückgekehrten Mann verloren hat und darunter ebenso leidet, wie unter der Tatsache, dass die Gerechtigkeit nicht siegen könnte. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die einen spannenden Mix aus Krimi, Gesellschaftsstudie und Unterhaltungsliteratur mögen.

  2. Cover des Buches Der Preis des Lebens (ISBN: 9783710900846)
    Bernhard Kreutner

    Der Preis des Lebens

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Simi159

    Dies ist der erste Fall von Michael Lenhart und Sabine Preis, die in Wien ermitteln. Er ist ein gradliniger Analytiker mit Liebe zu zu Aritoteles, sie eine starke Frau mit scharfem Verstand und einer militärischen Vergangenheit.

    Zum Fall:

    Egal ob Niere, Herz oder Lunge, die ein finanzkräftiger Patient benötigt, Dr. André Keller und Dr. Eva Vedette finden den passender Spender, extrahieren - diskret und transplantieren das gewünschte Organ.

    Illegaler Organraub auf höchstem Niveau, denn die Politik hält schützend die Hand darüber und liefert schon mal dazu gewünschte Informationen oder Waffen.

    Als auf dem Wiener-Zentralfriedhof eine Leiche zu viel in einem Sarg liegt und durch einen dummen Zufall gefunden wird, werden Lenhart und Preis mit dem Fall betraut.  

    Die zwei strafversetzten Polizisten, der neugeschaffenen Wiener-Sondereinheit für Altfälle, merken schnell, dass sie es hier mit einem großen, mächtigen Gegner zu tun haben.


    Fazit:

    Dies ist ein toller morbider Krimi mit einem  herrlich erfrischenden Ermittlerteam. Die zeigen, das man auch mal anders arbeiten kann. Mir haben die authentischen Charaktere und vor allem das Nutzen von BigData für den Organhandel sehr gut gefallen. Denn die Rollen im Team sind mal etwas anders verteilt, jeder der Beiden hat seinen männlichen und weiblichen Seiten und mit einem kleinen Spaziergang und dem passenden philosophischen Spruch bekommt noch jede Nuss geknackt.


    Kleine Abzüge gibt es, was die Spannung und überraschende Wendungen angeht, denn durch den umfassenden Blick, gute Seite - böse Seite, weiß man als Leser immer fast alles. Das erhöht hier zwar den Morbiden Charm, denn man bekommt mit, wie die Bösen wahrlich über Leichen gehen, doch Spannung kann sich so leider nur wenig aufbauen. 


    Alles in allem ein tolles neues Team, passabler Fall mit kleinen Abzügen in der B-Note…..


    4 STERNE.

  3. Cover des Buches Lockvogel (ISBN: 9783709981030)
    Theresa Prammer

    Lockvogel

     (80)
    Aktuelle Rezension von: borgi

    Wer viel liest denkt sicher, fast jede Charaktere schon mal als Protagonist kennengelernt zu haben. Und doch sind diese beiden liebenswerten Figuren so ganz anders. Es hat mich von Anfang an begeistert, die beiden kennenzulernen.

    Einen abgebrannten Privatdetektiv gibts oft: dieser Edgar Brehm ist mit seinen Problemen, seiner Moral und seiner Vorgehensweise aber irgendwie besonders. An ihn wendet sich die junge Schauspielschülerin Antonia. Sie wurde überraschend von ihrem Freund Felix verlassen und richtig schlimm daran ist, dass er sie bestohlen hat: ein nicht geringes Vermögen ihrer Großmutter, das dieser ihren Lebensabend in einem Seniorenheim sichern sollte. Beiden geht es im Moment wirklich nicht gut und dass Toni Herrn Brehm beim Ermitteln hilft, ist eher aus der Not heraus geboren. Es winkt eine lukrative Bezahlung für die Detektivarbeit um einen Todesfall und eine Erpressung und so entsteht dieses wenig professionelle Ermittlerpaar. Besonders Toni stolpert recht chaotisch immer mitten rein ins Geschehen, bringt die Aufklärung damit aber ständig voran.

    Die Geschichte war spannend, witzig und sehr unterhaltsam geschrieben. Auch wenn das wohl nicht zum Konzept dieses Buches gehört so würde ich mich doch freuen, eine weitere Geschichte mit Toni und Edgar zu lesen.

  4. Cover des Buches Schönbrunner Finale (ISBN: 9783839222102)
    Gerhard Loibelsberger

    Schönbrunner Finale

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Zauberfluch

    Ich möchte gar nicht so weit ins Detail gehen. Wer diesen Band gelesen hat, hat wahrscheinlich auch die anderen Teile gelesen.


    Das Ende des Krieges ist somit auch das Ende des Bücher um Nechyba. 

    Jedes Buch war spannend zu lesen und durch jedes Buch konnte ich mehr über Wien lernen. Nebenbei gute Kochideen der alten Küche und natürlich ein Mord, welcher aufgeklärt werden muss.

    Wer diese Kombination mag und gerne dazulernt, ist bei diesen Wien-Krimis gut aufgehoben.

    Das Ende der Buchreihe ist sehr realistisch. Was mich als Leserin sehr freut, mich jedoch genauso mit den Charakteren mitfühlen lässt.


    Ich kann nur sagen: "Daumen hoch!"

  5. Cover des Buches Tödliches Rendezvous (ISBN: 9783442474264)
    Beate Maxian

    Tödliches Rendezvous

     (39)
    Aktuelle Rezension von: full-bookshelves

    Meinung: Nachdem ich den zehnten Band der Reihe gelesen habe und begeistert war, wollte ich jetzt gerne die Reihe von vorne lesen. Gesagt, getan.  
    In dem Buch geht es um Sarah Pauli, sie arbeitet in der Redaktion des „Wiener Boten“. Am Anfang ist sie noch Mädchen für Alles dort, bald jedoch wird sie zur Enthüllungsjournalistin – zumindest für den Moment. Denn die vorherige Enthüllungsjournalistin Hilde Jahn ist verschwunden und wird bald tot aufgefunden. Der Mörder tötet anscheinend wahllos arbeitslose Frauen – doch wie passt dann Hilde Jahn dazu?
    Sarah Pauli gerät mitten rein in die Ermittlungen und versucht herauszufinden, wie der Mörder seine Opfer auswählt. Dabei merkt man deutlich, dass sie keine Polizistin ist, was sie absolut sympathisch gemacht hat. Denn oft liegt sie falsch, verzweifelt an der Situation und zweifelt an sich selbst. Für mich ist sie eine sehr authentische Protagonistin, die ich schnell ins Herz geschlossen habe. Auch die anderen Charaktere, vor allem die anderen Mitarbeiter in der Redaktion, Sarahs Bruder und Kommissar Stein, der in dem Fall ermittelt, sind größtenteils sympathisch und passen toll in die Geschichte.
    Das Buch ist eher ruhig aufgebaut, immer wieder gibt es kleinere Spannungsspitzen, doch es plätschert meistens so vor sich hin. Ich habe es nicht negativ empfunden und vor allem die Abschnitte, die man aus der Sicht des Täters liest, fand ich toll. Bis zum Ende hatte ich nur ein paar vage Vermutungen, wer der Mörder sein könnte, doch wirklich sicher war ich mir nie.
    Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden, ich bin flüssig durch das ganze Buch gekommen und habe es in einem Tag verschlungen. Immer wieder kommen wienerische Ausdrücke vor, was dem ganzen Buch noch mehr Wien-Feeling gibt.

    Fazit: Ein gelungener Auftakt einer Krimi-Reihe im schönen Wien. Es ist zwar kein actiongeladener Krimi sondern eher ruhig gehalten, doch genau das fand ich sehr angenehm! Ich war auf jeden Fall gepackt und wollte wissen, ob Sarah Pauli herausfindet, wieso ihre Kollegin sterben musste.

  6. Cover des Buches Tod an der Wien (ISBN: 9783740802219)
    Beate Maly

    Tod an der Wien

     (26)
    Aktuelle Rezension von: CorinaPf
    2Teil von 4Teilen

    Man sollte nach der Reihe  lesen. Die Geschichten sind zwar abgeschlossen, aber die Beziehungen zwischen den Charakteren werden in jedem Band gefesstigt.

    Inhalt:

    Wien 1922:
    Ernestine Kirsch pensionierte Lehrerin  und Anton Böck Apotheker sind gute Freunde.
    Die beiden gehen gemeinsam in eine Operette, dort treffen sie die Operettensängerin Herimine Egger. Doch nächsten Tag wird sie Tod aufgefunden. Ernestine glaubt nicht an einem Selbstmord und beginnt zu ermitteln. Anton wird unweigerlich mitgezogen. Beide finden immer mehr heraus und bald wissen sie dass es Mord war aber ohne  Beweise glaubt ihnen keiner.
    Ernestine und Anton ermitteln in Wien hinter Opernbühne und Wiener Kaffeehäusern und die beiden begeben sich immer mehr in Gefahr.

    Schreibstil:

    Der Schreibstil finde ich gut und ich werde auch die anderen Bücher lesen. Der Schreibstil erinnerte mich an  Agatha Christi. Ich kam recht schnell in die Geschichte hinein, jedoch kamen viele Charaktere vor, deshalb habe ich ab und zu den Überblick verloren. Es wurde aus der Sicht vom Ernestine Kirsch sowie von Anton Böck erzählt. Am Ende wurde es richtig spannend und mit den Ende an sich, habe ich nicht wriklich gerechnet. Ansonsten ist das Buch lustig und ich liebe es Geschichten von Wien zu lesen, da ich selbst in Wien wohne.

    Die Protagonisten:

    Ernestine liebt Abenteuer. Auch wenn sie schon älter ist, ist sie voller Lebensfreude und unternimmt viel. Sie will jedes Geheimniss lüften und begibt sich immer wieder in Schwierigkeiten. Ernestine belauscht  und beobachtet immer wieder andere Leute und so kommt sie meist an die Wahrheit ran, begibt sich aber selber oft in Gefahr und zieht auch Anton immer wieder mit rein.

    Anton ist ein ruhiger Mann, der eine leidenschaftlicher Koch ist. Er isst sehr gerne, und liebt am meisten Süßspeisen. Anton ist leicht verschossen in Ernestine und kann deshalb ihr keinen Gefallen abschlagen auch wenn er sich damit in Gefahr bringt.

    Das Cover:

    Das Cover finde ich schön, es hat mich aber im Buchladen nicht wirklich angesprochen. Es ist mit dem Grün und Türiks Ton sehr schön aufgemacht und auch die Haptik ist vom Buch  toll.

    Fazit:

    Das Buch hat mich im Buchladen nicht angesprochen, jedoch meinen Freund. Mein Freund wusste aber nicht dass es sich umd den zweiten Band einer Reihe handelt, trotzdem musste ich es so schnell wie möglich lesen. Es hat mir dann gut gefallen und ich werde auch die anderen Bücher von Beate Maly lesen. Es waren für mich zu viele Charaktere und es gab auch eine zwei längen in diesem Buch deshalb gebe dem Buch 4 Sterne. Die Charaktere und auch der Schreibstil sind lustig und ich freue mich auf die anderen Teile.



  7. Cover des Buches Der Falter (ISBN: 9783426216767)
    Michael Seitz

    Der Falter

     (21)
    Aktuelle Rezension von: unclethom
    Der Falter ist der zweite Band der zweite Band der Krimireihe um den Privatdetektiv Falco Brunner. Der Roman ist eine sehr gelungene Fortsetzung der Reihe und auch dieses Mal widmet er sich eines brisanten Themas-Häusliche Gewalt. Wie man es von Michael Seitz kennt, hat er auch zu diesem Thema glänzend recherchiert.
    In diesem Fall ist Falco noch persönlicher in den Fall involviert als üblich, hat er doch vermeintlich eine Frau überfahren. Doch was steckt da wirklich dahinter?
    Gleich auf den ersten Seiten hat er mich wieder abholen können. Nein, nicht nur abholen, sondern er hat es wieder geschafft mich zu fesseln. Nach jeder gelesenen Seite, bleibt der Leser dank der tollen Schreibweise, neugierig auf das folgende.
    Figuren und Schauplätze sind sehr schön plastisch beschrieben. Die Figuren erscheinen lebendig und echt. Besonders gut gefielen mir die Dialoge, die ich mir persönlich durchaus so im realen vorstellen könnte.
    Die Spannung zu Beginn eher sachte, doch je weiter man in der Story kam umso mehr stieg die Spannung an, so sehr das man irgendwann das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
    Einziges Manko für mich, durch sehr geschickt eingefügte Wendungen ist es fast unmöglich mitzuermitteln, denn fast jedes Mal hat er mir durch eine solche Wendungen meine Verdächtigen genommen. Das ist großartig, so muss ein moderner Krimi geschrieben werden.
    Ich habe den Autor mit einem historischen Roman kennen gelernt, doch ich denke, dass er mit seinen Kriminalromanen seine wahre Passion gefunden hat.
    Mich konnte Michael Seitz mit diesem Krimi aufs Beste Unterhalten und so freue ich mich für diese Story die volle Punktzahl zu vergeben.
    5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung!
  8. Cover des Buches Mord in Schönbrunn (ISBN: 9783442482962)
    Beate Maxian

    Mord in Schönbrunn

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Mord in Schönbrunn" ist der sechste Band der Sarah-Pauli-Reihe von Beate Maxian. Gemeinsam mit ihrer Freundin Ruth führt Valentina Macek eine Hochzeitsagentur und steht selbst kurz vor der Heirat mit einem Hotelier. Bei ihrer morgenlichen Joggingrunde entdeckt sie eine als Schneewittchen aufgebahrte Frauenleiche im Schlosspark von Schönbrunn. Bei der Leiche handelt es sich um eine vor fünf Jahren verschwundene junge Frau. Sie war die damalige Braut ihres zukünftigen Ehemannes. Zeitgleich recherchiert die Journalistin Sarah Pauli Hochzeitsbräuche für ihre Kolumne im Wiener Boten. Sehr schnell entdeckt sie Ungereimtheiten, denen sie auf die Spur geht. Was haben all die Beteiligten zu verbergen? Die Thematik von Grimm's Märchen verbunden mit dem neuen Kriminalfall der Sarah Pauli gefällt dabei gut. Beate Maxian kombiniert Paulis Faible für Aberglauben erneut gut mit der Mordstory. Nach und nach erfährt der Leser mehr über die Beteiligten und verschiedenste Spuren werden gelegt. So bekommt man das Gefühl, dass  so etliche der Freunde ein Motiv hätten. Dieser Krimi hatte für mich fast ein wenig von "Eine Leiche zum Dessert". Die Spannung ist dabei gut aufgebaut, man bleibt als Leser bei der Stange. Mittlerweile habe ich einige Bücher dieser Reihe gelesen und ich finde sie wird immer besser. Keinerlei Abnutzungserscheinungen, im Gegenteil. Für mich ist "Mord in Schönbrunn" ein weiterer Grund auch noch die ausstehenden Bände dieser Reihe zu lesen.

  9. Cover des Buches Tod in der Kaisergruft (ISBN: 9783442484720)
    Beate Maxian

    Tod in der Kaisergruft

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Tod in der Kaisergruft" ist der achte Band aus der Sarah-Pauli-Reihe von Beate Maxian. In der  Kaisergruft in Wien kommt es zu einer Geiselnahme mit tödlichem Ausgang. Am Ende stehen drei Tote, darunter eine prominente Modedesignerin und der Täter, der sich selbst richtet. Sarah Pauli ist Journalistin beim Wiener Boten und natürlich als eine der ersten mit am Schauplatz des Geschehens. Und natürlich ist erneut ihr Spürsinn geweckt, als sie über Opfer und Täter recherchiert. Denn das Motiv ist völlig unklar und so beginnt sie mehr über den Täter in dessen Familie zu ermitteln. Und je mehr sie herausfindet, umso mehr zweifelt sie an einer alleinigen Tat. Beate Maxian schickt ihre sympathische Journalistin Sarah Pauli mittlerweile zum achten Mal auf Ermittlerspuren. Wie immer hält sie dabei eine gute Balance des Berufs- und Privatlebens ihrer Protagonistin. Gerade deren Werdegang im "Wiener Boten", aber auch ihrer familiäre Entwicklung ist gewohnt angenehm zu verfolgen. Ihre kriminalistische Spürnase ist auch in diesem Band gut ausgeprägt, nur leider hatte ich diesmal sehr früh einen Täterverdacht, der sich letztendlich auch bewahrheitete. Hier wäre es schön gewesen wenn ich als Leser länger auf die falsche Fährte gelockt worden wäre. Denn dadurch empfand ich diesen Fall weniger spannend als andere aus der Reihe, ich war teilweise nur bestätigt in meinem frühen Verdacht. Nichtsdestotrotz vermittelt auch dieser Band guten Lokalkolorit von Wien und er lässt sich angenehm lesen. Dies ist dem kurzweiligen und flüssigen Schreibstil der Autorin geschuldet. Als Einzelband gesehen vielleicht nicht ganz das große Krimihighlight, aber in der Sarah-Pauli-Reihe gesehen ein stimmiger Baustein. Daher bin ich durchaus noch auf die weiteren Bände der Reihe, die ich noch nicht gelesen habe, gespannt.

  10. Cover des Buches Der Tod ist ein Wiener (ISBN: 9783709979013)
    Edith Kneifl

    Der Tod ist ein Wiener

     (24)
    Aktuelle Rezension von: abetterway
    Inhalt:
    " Die Drei vom Naschmarkt: Toughe Ladies mit Wiener Schmäh und Pfeffer ermitteln!
    Die Detektivin Magdalena und ihre Freundinnen Elvira und Sofia sind drei selbstbewusste Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dennoch bringt das wienerische Team mit Stützpunkt am Naschmarkt nichts so schnell aus der Ruhe. Schon gar keine Morde oder andere Katastrophen! Mit Köpfchen, Charme und einer guten Portion schwarzem Humor geht das Trio infernale auf Verbrecherjagd in Wien. Ein neuer Fall führt die Drei vom Naschmarkt in eine Jugendstilvilla am Rande des Wienerwalds. Im Auftrag der ehemaligen Kunsthändlerin Adele sollen sie die zur Adoption freigegebene Tochter ihrer bester Freundin Larissa ausfindig machen. Der möchte Adele ihre Kunstsammlung vermachen. Klingt nach Routinearbeit für erprobte Detektivinnen. Aber weit gefehlt!"

    Meinung:
    Für mich war das das erste Buch der Autorin welchen ich lesen durfte. Der Krimi hat mir sehr gut gefallen, da der Schreibstil sehr gut gefallen hat. Der Spannungsbogen ist sehr gut gehalten. Im Gegensatz zu andern Krimis ist dieser eher undurchsichtig und es ist wirklich die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
    Was mir noch sehr gut gefallen hat ist das der Humor trotz Krimis nicht zu kurz kommt.

    Fazit:
    Hat mir sehr gut gefallen. Ein gutes Buch für ein paar spannende Stunden.
  11. Cover des Buches Morphium, Mokka, Mördergeschichten (ISBN: 9783839225028)
    Gerhard Loibelsberger

    Morphium, Mokka, Mördergeschichten

     (28)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Immer, wenn ein neuer Krimi mit Kult-Ermittler und Inspector Joseph Maria Nechyba erscheint, jubilieren sowohl mein Herz ob der liebevoll gezeichneten Figuren, mein Magen ob der kulinarischen Köstlichkeiten als auch mein Hirn, weil es gar so gern durch das historische Wien um die Jahrhundertwende flaniert.

    Dieses Potpourri an Kurzgeschichten startet im Jahr 1873, als der kleine Peppi (Josef) Maria im Alter von 13 Jahren seinen ersten Kriminalfall außerhalb von Wien in der Gemeinde Mauer löst und seit diesem Zeitpunkt in Bezug auf den Job des Ermittlers Blut geleckt hat. Zudem geht es bunt gemischt mit fiktiven und echten Kriminalfällen des alten Wiens in Form von kurzen Geschichten weiter. Fast bis ins Jahr 1918, als Nechyba als Oberinspector kurz vor seiner Pensionierung und das alte K&K-Reich Österreich-Ungarn kurz vor dem Zusammenbruch steht.

    Wer die Reihe überhaupt nicht kennt, wird eine lineare und tiefe Figurenentwicklung in diesem Band bedauerlicherweise vermissen und muss darüber hinwegkommen, Fans der Serie werden aber überglücklich sein, spielen doch sehr viele Protagonisten aus den vorangegangenen Romanen in den unterschiedlichen Geschichten wieder eine wesentliche Rolle.

    Zudem bewegt sich Nechyba diesmal wirklich quer durch fast alle Bezirke Wiens, die sehr anschaulich beschrieben werden, und den LeserInnen eine derart wundervolle und ausführliche Beschreibung liefern, sodass leicht ein Vergleich der Vergangenheit zum modernen Wien gezogen werden kann, vor allem weil sich in der Kernstadt an der Donau speziell in den Innen- und Mittleren Bezirken (1-19) bis zum Gürtel* wirklich alles sehr, sehr langsam, quasi majestätisch, im Schneckentempo ändert.

    Die kulinarischen Gelüste der Leserschaft, deren Befriedigung eine große Stärke der gesamten Reihe darstellt, werden wieder sehr umfassend bedient. Der Inspector schlemmt sich als Gourmet und Gourmand quer durch die Stadt, und weil Nechyba ja auch allem auf den Grund geht, ermittelt er selbstredend die Zubereitungsarten der nicht überall bekannten historischen Gerichte. So habe ich nun beispielsweise tatsächlich die wichtigsten Informationen, um einen faschierten Karpfen und ein Wiener Backfleisch zuzubereiten.

    Gewürzt wird die liebevolle Beschreibung des Ambientes der historischen Stadt und der kulinarischen Köstlichkeiten mit sehr kleinen Kriminalfällen, die oft durch Inspektor Zufall oder durch die reine Intuition Nechybas in Windeseile gelöst werden. Und hier sind wir schon bei einer Schwäche dieses Bandes, kriminaltechnisch kommt einfach zu wenig Spannung auf.

    Als weitere gewohnt häufig verwendete Beilage serviert der Autor natürlich auch noch unzählige gewichtige historische Persönlichkeiten, die in einer kleinen Nebenrolle konsistent in die Handlung eingewoben werden. Diesmal möchte ich den jungen Doktor Sigmund Freud hervorheben, der irgendwann in der Pathologie Wien gearbeitet hat oder Gottfried Semper, der das Wiener Burgtheater entworfen hat und dann sehr intrigant aus der Stadt geekelt wurde.

    Stilistisch sollte ich auch noch erwähnen, dass sehr viele Wiener Dialektausdrücke verwendet werden, die aber alle hinreichend in Fußnoten erklärt werden. Zudem zeichnen sich die Dialoge durch teilweise witzigen, teilweise ein bisschen brachialen Wiener Schmäh (Humor) aus, was ebenfalls eine Einzigartigkeit der Reihe darstellt.

    „Antschi Tant‘, ich hol einen Schluck Wein zum Fisch dazu.“
    „Aber heut ist doch Freitag, Da sollt ma fasten.“
    „Es is‘ eh ein Messwein.“
    „Na in Gottes Namen …“

    Fazit: Neueinsteigern würde ich nicht unbedingt empfehlen, mit diesem Band zu beginnen, da davon ausgegangen wird, dass die Figuren bekannt sind. Fans der Reihe, so wie ich, werden aber durchaus ihre Freude an der Kurzgeschichtensammlung finden, vor allem deshalb, weil die Serie doch letztes Jahr mit dem ultimativen Band zum Zusammenbruch der Österreichisch-Ungarischen-Monarchie bereits zu Ende zu sein schien. Ergo: Dieser Relaunch als Potpourri von Geschichten kommt zwar qualitativ und kriminaltechnisch nicht an die Kernbände heran, ist aber gut genug, um Lesevergnügen zu bereiten, da er die gewohnten Stärken gekonnt ausspielt.

    *Der Gürtel ist eine Straße, die in einem Halbring durch die gesamte Stadt verläuft und mit dem tatsächlich sogenannten Inneren Ring die Begrenzung der Kernstadt Wien bildet. Die restlichen Außenbezirke südlich der Stadt und nördlich der Donau haben sich in den letzten Jahrzehnten massiv verändert.

  12. Cover des Buches Der dunkle Bote (ISBN: 9783734108976)
    Alex Beer

    Der dunkle Bote

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Es fing trotz der Leiche zu Beginn ein wenig langweilig an, aber dann wurde es von Seite zu Seite spannender. Wieder ist es der eigenwillige Kommissar August Emmerich, der diesen und weitere Morde zusammen mit seinem sympathischen jungen Assistenten Winter aufklären soll. Dabei geht er oft unkonventionelle Wege, lässt sich mit Schiebern ein und begibt sich ohne Bedenken in Gefahr, sogar Lebensgefahr. Auch seine privaten Probleme spielen eine Rolle und bilden einen Handlungsfaden, der den Leser in Atem hält.

    Das Ganze ist geschickt in die Zeitgeschichte Wiens in den Zwanzigern eingebettet, einer schrecklichen Zeit voller Hunger, Kälte, Krankheit, Not und Kriminalität, wobei dem Leser ganz nebenbei vor Augen geführt wird, wie gut es uns heute geht.

    'das heruntergekommene Wien der Arbeiterklasse, wo das Überleben viel Kraft kostete und der Kummer in jedem Winkel hockte.' (59)

    Zu allem Übel gesellt sich dazu die Ungleichstellung der Frau, zunehmende antisemitische Tendenzen und die explosive politische Lage, das Verhärten der Fronten zwischen Kaiseranhängern und Sozialdemokraten.

    Dieser Band hat mich genau so begeistert wie die beiden davor und ich werde bald den 4. Band lesen. Für Liebhaber anspruchsvoller Krimis kann ich unbedenklich eine Leseempfehlung aussprechen.

  13. Cover des Buches Der Stempelmörder (ISBN: 9783839228104)
    Torsten Schönberg

    Der Stempelmörder

     (20)
    Aktuelle Rezension von: SeemannA

    Nach langer Zeit habe ich mich wieder mal an einen Krimi getraut. Ein Auswahlkriterium war, dass es sich um einen Wien-Krimi handelt - mein Geburtsort und meine geliebte Heimatstadt. Und ich weiß genau, dass das Leben bei uns nicht einfach ist, Sterben offensichtlich schon 😉. Außerdem finde ich es absolut köstlich, dass der Ermittler Inspektor Paradeiser heißt!!! Und auf das, was sonst noch kam, war ich nicht vorbereitet.

     

    Piefke 5 ist das Arbeits- und Integrationsprogramm für deutsche Migranten (Wirtschaftsflüchtlinge), an dem Juri Sonnenburg teilnimmt. Sklaven- und Drecksarbeit stehen für die Teilnehmer des Programms an der Tagesordnung, um aus ihnen "gute Österreicher" zu machen. Er bewohnt mit seinem besten Freund Georg (einem Kärntner, der auch am Programm teilnimmt) ein Männerwohnheim in Wien. Und dort passiert ein Mord nach dem anderen.

     

    Chefinspektor Paradeiser und Inspektor Stippschitz ermitteln. Paradeiser ist ein typischer Wiener Ermittler : ungepflegt, grantig, schlägt gern zu, Mitte 50, dickbäuchig. Sein Beiwagerl ist Inspektor Stippschitz und der ist das genaue Gegenteil. Wirklich Mühe gibt sich keiner der beiden, um die Fälle aufzulösen, aber im Schikanieren der Piefke 5 Teilnehmer sind sie Weltmeister.

     

    Der Autor spricht den Leser manchmal direkt an, finde ich gut. Macht das ganze persönlicher, man fühlt sich in die Geschichte mit einbezogen (ob man will oder nicht 😂). Ein Spaziergang durch ganz Wien, schriftlich festgehalten, hat auch was für sich. Ich selbst wohne ja gleich beim "Arbeitslosenstrandbad", aber auch die restliche Umgebung ist mir natürlich geläufig und wirklich gut beschrieben. Viele Eigenheiten der Wiener werden - wenn auch extrem überspitzt - richtig gut dargestellt. Das muss man auch erst Mal können und 265 Seiten lang durchziehen, ohne Wenn und Aber. Und das ist dem Autor gelungen.

     

    Man muss die Kirche natürlich im Dorf lassen und sagen, um einen richtigen Krimi handelt es sich hier nicht. Es gibt keine perfekte Ermittlerarbeit, die am Ende zur Auflösung der Morde führt, ABER: ich hatte so einen Spaß!!!! Dieses Buch ist nicht ernst gemeint und wer keinen Spaß versteht, der sollte lieber die Finger davon lassen. Abgrundtief böser, dunkelschwarzer Humor, die skurrilsten Situationen, extrem grausliche Szenen (also so richtig grauslich) findet man in diesem Buch und man schüttelt entweder den Kopf oder ertappt sich dabei, wie man laut auflachen muss. Es ist so "deppert" und skurril, dass es schon wieder extrem lustig ist. Und wenn man sich nicht wegen jeder Aussage oder Handlung der Mitwirkenden auf den Schlips getreten fühlt und sich auf die Story einlässt, dann kann man das Buch auch genießen. Die vielen unterschiedlichen Figuren haben mich ab und zu aus der Bahn geworfen und manche Stellen waren schon sehr eklig 😜, aber das sind die einzigen Makel meiner Meinung nach.

     

    Fazit: Man muss nicht immer alles todernst nehmen. Dieses Buch ist anders, aber auf jeden Fall das Papier, auf dem es gedruckt ist, wert.

     

  14. Cover des Buches Der Tod fährt Riesenrad (ISBN: 9783852188782)
    Edith Kneifl

    Der Tod fährt Riesenrad

     (17)
    Aktuelle Rezension von: wampy

    Buchmeinung zu Edith Kneifl – Der Tod fährt Riesenrad

    „Der Tod fährt Riesenrad“ ist ein historischer Kriminalroman von Edith Kneifl, der 2012 bei Haymon erschienen ist. Dies ist der Auftakt der Serie um den Wiener Privatdetektiv Gustav von Karoly.

    Zum Autor:
    Edith Kneifl, geboren in Wels, lebt und arbeitet als Psychoanalytikerin und freie Schriftstellerin in Wien. Zahlreiche Literaturpreise und -stipendien, erhielt u.a. 1992 als erste Frau den Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Kriminalroman des Jahres. Übersetzungen in mehrere Sprachen. ROMY 2003 für die Verfilmung des Romans Ende der Vorstellung, Regie Wolfgang Murnberger. 20 Kriminalromane und ca. 50 Kurzgeschichten.

    Klappentext:
    MORD IM WIENER PRATER!
    WIEN UM 1900: Die fünfzehnjährige Leonie ist verschwunden. Alle Indizien deuten darauf hin, dass das Mädchen entführt wurde. Kurz darauf geschieht ein zweites Verbrechen: In einer Gondel des Riesenrades wird ein toter Zwerg entdeckt.
    Der Privatdetektiv Gustav von Karoly wird von der besorgten Mutter Leonies mit den Ermittlungen beauftragt. Unterstützung bekommt er von Artisten und Hellseherinnen, Jockeys und Praterstrizzis.
    Nur der reiche, tyrannische Großvater Leonies hält nichts von Karolys Bemühungen. Hat er gar etwas mit dem Fall zu tun?


    Meine Meinung:
    Der Krimiteil dieses Buches hat mich total enttäuscht. Spannung ist kaum zu spüren und meist merkt der Leser wenig von den Bemühungen des Privatdetektivs, den Fall lösen zu wollen. Stattdessen ist es eher ein Sittengemälde Wiens um 1900. In aller Ausführlichkeit erleben wir die Lebensweise und die Gedanken des Ich-Erzählers Gustav von Karoly. In seinem Tun treffen adliger Standesdünkel und abnehmende Bedeutung der adligen Herkunft aufeinander. Er ist gut vernetzt und der Kommissar ist ein alter Bekannter. Gustav von Karoly ist kein besonderer Sympathieträger, aber im Laufe der Geschichte wird es besser. Der Leser erfährt einige prägende Gedanken dieser Zeit und so wird sein Handeln verständlich. Als ihm der Zufall zu Hilfe kommt, greift er beherzt zu.

    Fazit:
    Der Kriminalfall enttäuschte, aber das Sittengemälde hat mir gefallen. Insgesamt gibt es drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten). Empfehlen kann ich das Buch denen, die an einer atmosphärischen Schilderung jener Zeit interessiert sind.

  15. Cover des Buches Mord im Hotel Sacher (ISBN: 9783442487820)
    Beate Maxian

    Mord im Hotel Sacher

     (15)
    Aktuelle Rezension von: UteChristine

    Ich fand Anna Sacher und ihr Hotel schon immer faszinierend. Deshalb habe ich  mir dann auch diesen Krimi ausgesucht, ohne zu wissen,  dass es schon  der 9. Fall für die Journalistin Sarah Paul ist. 

    Das stört aber gar nicht,  ich bin sehr gut in den Krimi reingekommen.  Der Schreibstil gefällt mir sehr gut  Die Atmosphäre aus dem Hotel kommt sehr gut rüber. 

    Es ist bis zum Schluss sehr spannend und der Wiener Dialekt passt sehr gut da rein. 

    Fazit: Ich würde mehrere Fälle noch mit Sarah lösen. 

  16. Cover des Buches Der Tote im Fiaker (ISBN: 9783442487837)
    Beate Maxian

    Der Tote im Fiaker

     (16)
    Aktuelle Rezension von: baerin

    In ihrem bereits 10. Fall dieser interessanten Reihe ermittelt die flotte, seit neuestem sogar Chefredakteurin des Wiener Boten, Sarah Pauli, wieder zusammen mit dem Chefinspektor Stein in Wien. Sarah ist Expertin für Aberglauben und mystische Angelegenheiten und schreibt auch eine beliebte Kolumne zu diesen Themen. Als in der Altstadt von Wien immer wieder aufgesprayte Taukreuze auftauchen, wird sie schon aufmerksam. Kurz darauf wird ein Wiener Geschäftsmann erschossen in einem Fiaker aufgefunden und Stein fragt Sarah um Rat im Falle eines Kryptogramms. Was steckt nur hinter den ganzen Zeichen?

    In diesem spannenden Wien-Krimi mit viel Lokalkolorit und Wiener Grant und Schmäh wird wieder in der Redaktion des Wiener Boten und auch daheim bei Sarah eifrig gerätselt. Auch ihre Freundin Gabi, die mit Sarahs Bruder verbandelt ist und zudem Chefsekretärin beim Boten und somit bei Sarahs Lebensgefährten David ist, ist wieder dabei. Schön, dass diese vier so eine harmonische Freundschaft haben und wieder gemeinsam mitraten, als weitere Todesfälle eintreten. Ich lese diese tolle Serie seit dem ersten Band und habe mich auch von diesem hier wieder gut unterhalten gefühlt.

  17. Cover des Buches Der zweite Reiter (ISBN: 9783734105999)
    Alex Beer

    Der zweite Reiter

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Dieser erste Band einer Krimireihe hat mir bestens gefallen und ich kann es kaum erwarten, mehr zu lesen. Auch wenn mich der Roman in einigem an die Reihe von Volker Kutscher (Gereon-Rath-Reihe, Babylon Berlin) erinnert, so fand ich ihn sogar noch besser, vielleicht auch, weil der Kommissar sympathischer, menschlicher ist.

    Wir tauchen tief ins Wien der Nachkriegszeit ein (November 1919) und finden auch hier wieder die krassen Gegensätze zwischen Arm und Reich vor. Der Autor zeichnet ein bitteres Bild der schrecklichen Zustände: Kälte, Hunger, Kriminalität, Kriegsnachwirkungen.

    "Der Krieg hat einen langen Arm. Noch lange, nachdem er vorbei ist, holt er sich seine Opfer." (vorangestelltes Zitat von Martin Kessel)

    Der 36-jährige Kommissar August Emmerich würde lieber in der Abteilung 'Mord' arbeiten. Statt dessen wird er von seinem unfähigen Vorgesetzten Inspektor Leopold zur Verfolgung von Warenschiebern (Schleichhändlerringe) eingesetzt und muss sich auch noch um den Neuling Winter als Assistenten kümmern. Der aber entpuppt sich im weiteren Verlauf als große Hilfe, so dass die beiden ein gutes Team bilden.

    Als ein Toter gefunden wird, glaubt Emmerich als einziger an einen Mord statt an Selbstmord und er ermittelt, obwohl er eigentlich nicht dazu befugt ist. Weitere Morde passieren, während sich für Emmerich die Situation zuspitzt: Probleme im Privatleben, seine verheimlichte Kriegsverletzung, ein Überfall und der Verlust seiner Waffe und Polizeimarke.

    Es wird zunehmend spannender, aber es sind vor allem die Milieuschilderungen, die mich als Leser in ihren Bann gezogen haben. Sehr geschickt webt die Autorin die prekären Lebensverhältnisse, unter denen viele Menschen nach dem Krieg leiden, in den Handlungsverlauf ein. Und wieder einmal mache ich mir als Leser Gedanken und ziehe Vergleiche mit unseren gegenwärtigen Problemen...

    Es geht auch um das Heroin- (Morphium-) Problem der damaligen Zeit, um den dünnen Grat, der Gut und Böse, Recht und Gerechtigkeit trennt und um nicht aufgearbeitete Gräueltaten aus dem Krieg und versuchte Vertuschungen.

    'Recht und Gerechtigkeit sind zwei Paar Schuhe.' (180)

    Am Ende wird der aktuelle Fall zwar aufgelöst, aber man merkt deutlich, dass die Geschichte fortgesetzt und Emmerich weiter ermitteln wird. Ein großartiger Krimi, der auch ein bisschen historischer und Gesellschaftsroman ist.

  18. Cover des Buches Todesreigen in der Hofreitschule (ISBN: 9783709979112)
    Edith Kneifl

    Todesreigen in der Hofreitschule

     (17)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna
    Der Titel des Romans führt ein wenig in die Irre, und diejenigen, die als Schauplatz des historischen Wien-Krimis die berühmte Hofreitschule mit ihren eleganten und akrobatischen Lipizzanern erwartet haben, mögen enttäuscht sein, denn erst ganz zum Schluss, zum großen Finale, finden sich die Protagonisten tatsächlich in der Hofreitschule ein, ohne jedoch die weißen Hengste bei ihren Kunststücken bewundern zu können...

    Enttäuscht werden auch die Leser, die einen spannenden und mitreißenden Krimi erwartet haben. Vielmehr schleicht die Handlung über weite Strecken dahin - obwohl alles mit einem Knalleffekt begann: einem Sprengstoffattentat auf eine Kutsche, bei dem die beiden Insassen und die Pferde getötet wurden und das alsbald Anarchisten in die Schuhe geschoben wird.
    Sofort auch ist der Held des Romans, der Privatdetektiv Gustav von Karoly, zur Stelle, der hier in seinem fünften Fall ermittelt und den einige Leser daher bereits kennen dürften. Und die sind klar im Vorteil, möchte ich hinzufügen, denn Gustav hat natürlich eine Vorgeschichte, die sich denjenigen, denen er hier zum ersten Mal begegnet, erst nach und nach erschließt.

    Man braucht Zeit, um sich mit Herrn von Karoly anzufreunden, lernt man ihn doch als Müßiggänger kennen, der seine Tage vorzugsweise in Kaffeehäusern und flanierend verbringt, auf neue Fälle wartet, über den Sprengstoffanschlag grübelt und ansonstem seinem unglückseligen Faible für hübsche junge Frauen frönt, das ihm in dieser Geschichte gleich zweimal beinahe zum Verhängnis wird.

    Da ist zum einen die leider verheiratete und nicht mit erwähnenswerten Geistesgaben gesegnete, aber bildschöne Ada, deren Mann der Affäre mit Gustav auf die Schliche gekommen ist und den Privatdetektiv ohne Arbeit wutentbrannt zur Rede stellt und kurz danach tot aufgefunden wird - ermordet! Und natürlich ist der Charmeur Gustav einer der Hauptverdächtigen...

    Während er gemeinsam mit seinem Freund, dem Polizisten Rudi, versucht - auf recht betuliche und nicht eben effektive Art, so scheint es dem Leser -, die Hintergründe des Attentats zu ergründen, verstrickt sich Karoly bereits in ein neues Techtelmechtel - mit Emma, einer unbekannten Schönen, die ihm Rätsel aufgibt und von der allmählich klar wird, dass sie in die inzwischen schon zwei Anschläge verwickelt ist. Dass die Dame eher unkonventionell mit der Wahrheit umgeht, ist ihm dabei durchaus bewusst, doch kann er sich ihren Reizen nicht entziehen - ein eindeutiger Schwachpunkt des adligen Genießers, der nebenbei weiterhin in die Pathologin Dorothea verliebt ist, die mit Gustav und dessen Tante eine Hausgemeinschaft teilt.

    Ja, über das Liebesleben des jungen Herrn von Karoly erfährt man allerlei - und zum Glück auch über das Wien des Jahres 1900!
    Da ist die Autorin sehr akribisch. Sie kennt ihr Wien, sie kennt seine Geschichte bis ins kleinste Detail, und sie weiß sie ihren Lesern auf angenehm-unaufdringliche Weise nicht nur nahezubringen, sondern es gelingt ihr auch, eine Atmosphäre zu schaffen, die sich überträgt und die das Gefühl vermittelt, dabeizusein.
    Egal, ob es um geschichtliche, politische, gesellschaftliche oder soziale Hintergründe geht - die Autorin kennt sich aus und setzt langsam ein Gesamtbild zusammen, das weit spannender und authentischer ist als der doch sehr verworrene Fall, der nicht zu fesseln vermag und dessen Auflösung mich mit mehr Fragen als Antworten zurückgelassen hat.

    Ist mir die Hauptperson Gustav von Karoly nähergekommen im Laufe der Lektüre? Ich hätte es mir gewünscht, und das eine oder andere Mal bekam ich durchaus den Hauch eines Gespürs für ihn - das sich im nächsten Moment aber wieder in Rauch auflöste.
    Er ist mir nicht fassbar, entzieht sich buchstäblich immer wieder aus Neue meinem Zugriff - und so bleibt am Ende des Romans, den ich nur zögernd als Krimi bezeichnen kann, eher eine gewisse Enttäuschung als Befriedigung zurück.
  19. Cover des Buches Leopoldstadt (ISBN: 9783740811365)
    Sabina Naber

    Leopoldstadt

     (6)
    Aktuelle Rezension von: tinstamp

    Ich liebe historische Romane, die in Wien spielen. Diesmal bin ich aber etwas später in unserer Hauptstadt und zwar in meinem Geburtstsjahr 1966. Es ist dies der zweite Fall von Chefinspektor Wilhelm Fodor - für mich allerdings das erste Buch von Sabina Naber.

    Bereits auf den ersten Seiten ist man mitten im Geschehen. Wien stöhnt unter der Hitze und Chefinspektor Wilhelm Fodor entspannt sich gerade bei einem Picknick, als er an seinem freien Tag zu einem Mordfall gerufen wird. Am Donaukanal wird die Leiche eines Schwarzafrikaners gefunden. An den Füßen hat er die Stiefel eines GI Soldaten, doch die US-Botschaft will den Toten nicht kennen. Das Ende der Besatzungszeit ist gerade mal elf Jahre her und Wilhelm Fodor und sein Team laufen bei ihren Ermittlungen gegen Wände. Was war das Motiv? Ein Mord wegen der Hautfarbe des Mannes? Obwohl der Krieg seit 20 Jahren beendet ist, gibt es noch jede Menge nationalsozialistisches Gedankengut. Oder gab es Streit zwischen ehemaligen Soldaten? Was wollte der unbekannte Tote im Hotel Valerie kurz vor seinem Tode? Fragen über Fragen....

    Mit herrlichen Dialogen im Wiener Dialekt begleiten wir Wilhelm Fodor und seine Assistenten Fischer und Lukaschek durch die Bundeshauptstadt. Dabei werden zu dieser Zeit noch Worte wie "Neger" in den Mund genommen. Sabina Naber hat im Nachwort darauf hingewiesen, dass sie die damals allgemein gebräuchlichen Wörter verwendet hat, obwohl sie heute starke negative Emotionen auslösen. Damals war das Wort mit dem N allerdings nicht abwertend gemeint...da gab es ganz andere Wörter dafür. Nur als Warnung für all diejeningen, die sich darüber aufregen und auch über die Antwort, die auch immer gebe: Bei einem historischen Roman sollte der Inhalt authentisch sein und zur damaligen Zeit passen. Das heißt nicht, dass ich rassistisch oder sonst etwas bin...nur so als Anmerkung!
    Weiter zum Inhalt des spannenden Krimis bei dem die Ermittler lange Zeit keine Spur finden können und wichtige Zeugen plötzlich verschwunden sind. Die Identität des Toten ist hingegen rasch geklärt und gibt einen kleinen Hinweis auf weitere Spuren, die Chefinspektor Fodor nachgehen kann. Doch bald hat er das Gefühl selbst observiert zu werden. Wem gehört der schwarze Mercedes, der immer wieder in seiner Nähe auftaucht?

    Sabina Naber hat die Atmosphäre von Wien und der Leopoldstadt in den 1960iger Jahren perfekt eingefangen. Die Stadt ist im Umschwung, die Menschen hoffen auf eine bessere Zeit. Historische und zeitgeschichtliche Themen wie die Südtirol-Frage oder den Krieg in Spanien sind ebenso präsent, wie die wieder aufkommenden Seilschaften der Nazis.
    Der Wiener Dialekt ist großes Stilmittel und vielleicht für Nicht-Österreicher manchmal schwierig zu verstehen. Bei uns in der Leserunde hatte jedoch niemand Schwierigkeiten. Die Autorin hat den Kontext in den folgenden Sätzen außerdem wiederholt. Lokalkolorit steht neben dem spannenden Fall an erster Stelle.

    Auch die Charaktere sind facettenreich und authentisch. Sie haben Ecken und Kanten. Wilhelm Fodor hat einige Geheimnisse, die seine Vergangenheit betreffen, hat aber sein Team im Griff. Fischer hat Nazi-Gedankengut in sich. Er wurde in der Kindheit von der Hitlerjugend geprägt. Auf der anderen Seite zeigt er viel Empathie gegenüber Schwächeren und sozial benachteiligten Menschen. Er ist ein Zerissener, meinte die Autorin und beschreibt ihn damit perfekt. Luschenko ist eher der gemütliche Typ, der meistens ans Essen denkt. Dabei hat er aber oftmals geniale Einfälle.

    Die Mordfälle werden logisch aufgeklärt, jedoch bleibt ein kleines Geheimnis offen. Die Autorin hat hervorragend recherchiert und die Leser ins Herz von Wien blicken lassen.

    Fazit:
    Eine spannende Zeitreise ins Wien der Sechziger Jahre mit viel Lokalkolorit und historischen Einschüben. Fesselnd erzählt und mit facettenreichen Ermittlern hat die Autorin einen packenden Krimi geschrieben! Ich freue mich schon auf einen Nachfolgeband =)

  20. Cover des Buches Die Tote im Kaffeehaus (ISBN: 9783442490165)
    Beate Maxian

    Die Tote im Kaffeehaus

     (6)
    Aktuelle Rezension von: sternenstaubhh

    Ich mag es sehr mit dem Buch in Städte zu reisen. Warum nicht auch mit meinem Kriminalroman? Da ich auch gerne mal "neue" Bücher für mich entdecke, habe ich neugierig dieses Buch gelesen. Enttäuscht wurde ich nicht. Die Buchreihe von der Autorin Beate Maxian kannte ich bisher noch nicht, kam aber trotz allem gut in die Handlung dieses Buches rein.

    Insgesamt ist das Buch sowohl ruhig, als auch spannend und höchst unterhaltsam. Auch die Charaktere in dem Buch fand ich sehr gelungen. Sie machten die Handlung so lebedig und authentisch. Gerade das gab dem Buch seinen speziellen Charme, der die Leser dieser Reihe so begeistert. Der Titel des Kriminalromans zeigt, dass man sich als Leser viel in Kaffeehäusern aufhält und Frau Maxian schafft es dies sehr treffend zu beschreiben. Man hatte beim Lesen das Gefühl in einem Wiener Kaffeehaus zu sitzen und dort seinen Kaffee zu genießen. Frau Maxian schafft es einen ganz bestimmten ruhigen Flair zu erschaffen und so hatte ich beim Lesen dieses Buches eine sehr angenehme Leseatmosphäre.


    Wer vor allem ruhigere Kriminalromane und Cozy-Crime bevorzugt, dem kann man die Buchreihe tatsächlich nur empfehlen. Auch Wien Liebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Die Athomsphäre und der Flair, die in dem Buch beschrieben sind, lassen ein Wiener Kaffeehaus im Kopfkino erscheinen.

  21. Cover des Buches Cheng (ISBN: 9783492248747)
    Heinrich Steinfest

    Cheng

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Bellami
     

    Markus Cheng ist Privatdetektiv in Wien. Er ist ein in Wien geborener Chinese, der nicht nur chinesich nicht kann, sondern auch ein Dilettant in beruflichen und privaten Sachen ist.

    Schon bei seinem letzten Fall brauchte er für die Entschlüsserung eines Hinweises auf einem am Zettel die Hilfe eines Sonderschülers, die laut Steinfest, das beste Allgemeinwissen haben.

    (Warum? - das muss man einfach selber lesen? )

    Die Zettelwirtschaft geht weiter, als dieser besagte Klient tot , ebenfalls mit einem Zettel im Einschussloch, aufgefunden wird. Cheng ist involviert ob er nun will oder nicht.

    Seine besondere Gabe hilft ihm. Er ist unter nicht wieder gut zu machenden Verlusten ein Überlebenskünstler ;-)

    ******

    Heinrich Steinfest`s "Cheng" ist eine Köstlichkeit, die phasenweise mit Thomas Bernhard genialer Schreibkunst zu vegleichen ist, nur das Steinfest noch direkter und damit verständlicher und unterhaltsamer schreibt. Nicht, dass man nicht ein bisschen um die Ecke denken muss.


    Nichts ist Steinfest heilig. Sein Schandmaul ;-) nimmt alle auf`s Korn. Als die Wiener ihr Fett abgekommen haben, begibt er sich in die Provinz und lästert über ehemalige Skiweltmeister oder teilt uns seine bizarren Gedanken über Flugzeugabstürze mit.

    Dieser rabenschwarze Humor, dazu dieser eher nebensächliche, aber doch interessante "Fall", dieser fett triefende Sarkasmus und alles wohl dosiert und in die passende Form gebracht, ist ein Leckerbissen.

    Fazit: Steinfest ist ein grandioser Wortkünstler, der mit dem sympathischen Loser Cheng niveauvolle Unterhaltung der besonderen Art bietet.

    Dazu hat mir das gottlose Mundwerk Heinrich Steinfest`s noch einen Heidenspaß bereitet.

    5 dicke fette tief dunkelrote Sterne !!!!



  22. Cover des Buches Donaumelodien - Praterblut (ISBN: 9783839226506)
    Bastian Zach

    Donaumelodien - Praterblut

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Sarahjane99

    Zwischen Wiener Wurstelprater und dem zwielichtigen Spielberg - Geisterfotograf Hieronymus Holstein auf Mörderjagt.


    Ich durfte bei einer Lesung zu diesem Buch vom Autor höchstpersönlich da bei sein und wurde an diesem Abend so gefesselt, dass ich dieses Buch sofort kaufen musste um zu wissen, wer ist der Mörder? Und wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil sogar. Ich konnte diese Buch nicht aus der Hand legen, weil es ab der ersten Seite wahnsinnig spannend ist zumal es am Anfang gleich mit dem ersten Mord beginnt, der schaurig und bildlich beschrieben worden ist. Beim Lesen sowie bei der Lesung merkt man sofort, dass Bastian Zach sehr viel zu dieser Thematik recherchiert hat und super umsetzen konnte. Normalerweise lese ich nicht so gerne österreichische Bücher aber dieses konnte mich ab Seite eins einnehmen und hat mich bis zur letzte Seite nicht mehr los gelassen. Was soll ich noch sagen? Lest es, ihr werdet es nicht bereuen. 

  23. Cover des Buches Wiener Herzblut (ISBN: 9783839212639)
    Ulrike Ladnar

    Wiener Herzblut

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Grandville

    Ich bin zufällig auf diesen Roman in einem Verlagsprospekt gestoßen. Da ich gerade die Nechyba-Bücher von Gerhard Loibelsberger gelesen hatte, habe ich hier gleich weitergelesen. Denn dieser Roman spielt ebenso in Wien und auch kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges.

    "Wiener Herzblut" ist der erste Roman von Ulrike Ladnar und für einen Erstling hat er mich sehr überrascht, da er so gut war. Zu Anfang hatte ich ein wenig Probleme in das Buch hereinzukommen, da es auf zwei Ebenen spielt. Mir persönlich hat die "Gegenwarts-Ebene" besser gefallen, als die Rückblicke von Sophia. Die Figuren sind sympathisch und gut gezeichnet. Sophie scheint mir aber ein klein wenig zu perfekt geraten zu sein. Ihr gelingt alles und hat sozusagen immer Glück. Der Fall ist gut konstruiert, obwohl es nicht wirklich überraschend ist, wer der Täter ist. Was allerdings von der Autorin wohl so gewollt ist. Man soll wissen, wer es war und wie es dazu gekommen ist. Aber es macht trotzdem sehr viel Spaß der Auflösung näher zu kommen. Das Buch lies sich sehr flüssig und gut runter lesen, ein schöner Schmöker. Man kann in das alte Wien eintauchen und ist bei den Ermittlungen dabei. Das Buch hat definitiv Lust auf den zweiten Roman  "Wiener Vorfrühling" gemacht. Ich bin neugierig wie es Sophie, ihrem Vater und Sachtl ergehen wird.

    Mir hat dieser Roman im alten Wien sehr gut gefallen. Es war ein toller, gut zu lesender Schmöker. Man konnte in die Stadt eintauchen, ein wenig vom Lebensgefühl mitnehmen und hat einen interessanten Krimi.
  24. Cover des Buches Tot bist du mir lieber (ISBN: 9783709972564)
    Edith Kneifl

    Tot bist du mir lieber

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Edith Kneifl stellt uns in ihrem neuen Krimi ein (Privat)Ermittlerteam mit drei höchst unterschiedliche Frauen vor. Doch eines haben sie gemeinsam: sie wollen sich nicht mehr von Männern unterkriegen lassen. Jede hat so ihre eigenen Erfahrungen gemacht. Gute, wie schlechte.

    Magdalena, ihres Zeichens angehende Privatdetektivin, nimmt den lukrativen Auftrag von Britta, einen Betrüger und Herzensbrecher, ausfindig zu machen an. Ein leichtes Spiel für unsere Damen? Mitnichten! Obwohl sie sich in allerlei Datingplattformen einloggen, scheint der Betrüger immer einen Schritt voraus.

    Als dann zwei frühere Opfer des Mannes tot aufgefunden werden, ist Schluss mit lustig.

    Werden sie den Mann vor der Polizei finden und unschädlich machen können?

    Edith Kneifl lässt ihre Damen in unmittelbarer Nähe zum Wiener Nachmarkt wohnen und recherchieren. Viel Lokalkolorit und die Beschreibung des bunten Markttreibens ergänzen die humorvolle Tätersuche.  Schön beschrieben ist das "Majolika-Haus", das eine Zierde des Wiener Jugendstil ist.

    Die Damen dürfen gerne neue Fälle übernehmen. 4 Sterne.

      

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