Bücher mit dem Tag "wild"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wild" gekennzeichnet haben.

215 Bücher

  1. Cover des Buches Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär (ISBN: 9783328107682)
    Walter Moers

    Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär

     (2.221)
    Aktuelle Rezension von: buch_klatsch

    Mit "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär“ hat Walter Moers eine phantastische Welt voller skurriler Abenteuer geschaffen. 


    Das Mitverfolgen der Erlebnisse von Käpt’n Blaubär bereitet nicht nur Freude, sondern ist ein Vergnügen, das vor allem durch die vielfältigen Figuren und Schauplätze überzeugt. Walter Moers kreative Sprache erweckt die Fantasiewelt auf lebendige Weise zum Leben, wobei die Erzählungen und Details teilweise an mancher Stelle  überladen sind. 


    Besonders beeindruckend sind jedoch die Illustrationen, die Walter Moers zu den Abenteuern geschaffen hat. Durch die visuelle Darstellung gelingt es, noch tiefer in die Geschichte einzutauchen und schafft ein facettenreiches Leseerlebnis. Die Illustrationen tragen maßgeblich dazu bei, dass Lesestunden in dieser fantastischen Welt zu einem wahrhaftigen Genuss werden.



    ━ 𝖥𝖠𝖹𝖨𝖳 ━

    Ein einzigartiges Leseerlebnis, das durch die gelungenen Abenteuer, die Vielfalt der Charaktere und die tollen Illustrationen eine besondere Magie entfalten.



    4 | 5 ⭐️


    _______________________


    Buchige Grüße 📚📖,

    Jeanette.

  2. Cover des Buches Eine wie Alaska (ISBN: 9783446246676)
    John Green

    Eine wie Alaska

     (2.533)
    Aktuelle Rezension von: littleprimrose

    Nicht das beste Buch von John Green, dennoch ein tolles Buch. „Eine wie Alaska“ ist schön, berührend und traurig. Der erste Teil zieht sich etwas, dafür ist der zweite Teil überraschend und intensiv. Wie immer bei John Green strahlt das Buch vor allem durch die tollen Charaktere. Ein rührendes Buch für Jugendliche, aber auch für erwachsene Leser absolut lesenswert.

  3. Cover des Buches Die Beschenkte (Die sieben Königreiche 1) (ISBN: 9783551584656)
    Kristin Cashore

    Die Beschenkte (Die sieben Königreiche 1)

     (2.760)
    Aktuelle Rezension von: mybookiverse

    In den sieben Königreichen sind einige mit Gaben beschenkt. Katsa hat eine Gabe, die sie in allen Königreichen bekannt und ebenso gefürchtet macht: die Gabe des Tötens. Als sie Bo begegnet, dem Prinzen eines Königreichs, ist ihr sofort bewusst, dass auch er beschenkt ist, doch sie weiß nicht mit welcher Gabe. Außerdem scheint Bo keine Furcht vor ihr zu haben. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg um einen König mit einer teuflischen Gabe zu besiegen.

    Meine Erwartungen an das, was im Buch passiert waren durch den Klappentext doch sehr anders als das, was tatsächlich die Handlung war. Zu Beginn war die Geschichte sehr zäh und langatmig und ich habe ein paar Anläufe gebraucht um in die Handlung hinein zu kommen und vor allem auch mit den Charakteren warm zu werden.

    Die Grundidee mit den Gaben fand ich sehr spannend und auch im Mittelteil des Buches, als es spannend wurde, fand ich die Umsetzung ok. Doch das Ende hat mir absolut nicht gefallen und ich fand es leider auch recht unpassend zu dem, was die Handlung zuvor aufgebaut hat.

    Leider sind auch die Charaktere eher schwächer und ich habe als Leserin große Schwierigkeiten damit gehabt, diese Distanz überhaupt abzubauen. Die meisten Charaktere bleiben über das gesamte Buch hinweg eher flach und leider lernt man diese zu wenig kennen. Einzig Katsas persönliche Weiterentwicklung half, mit ihrem Charakter warm zu werden.

    Ich bin mir noch nicht sicher ob ich die Reihe weiterverfolgen möchte und Band 2 eine Chance gebe, da dort andere Charaktere vorkommen sollen.

  4. Cover des Buches Das Lied der Dunkelheit (ISBN: 9783453524767)
    Peter V. Brett

    Das Lied der Dunkelheit

     (1.206)
    Aktuelle Rezension von: Drachenbuecherhort

    In der Welt von Peter V. Bretts „Das Lied der Dunkelheit“ ist die Nacht nicht einfach ein Mangel an Licht. Sie ist eine lebendige, atmende Gegenwart voller Schrecken und Gefahr. Wenn die Sonne untergeht, steigen Dämonen aus dem Inneren der Erde auf, um die Menschheit in Angst und Schrecken zu versetzen. Die einzige Verteidigung sind die Bannzeichen, mystische Symbole, die die Dämonen abwehren können. Doch wenn diese Zeichen versagen, was passiert dann?

    Der Einstieg fiel mir nicht leicht, aber mit jeder Seite, die ich umblätterte, wurde die Geschichte lebendiger, und die Figuren schienen direkt neben mir zu stehen. Ihre Kämpfe wurden zu meinen Kämpfen, ihre Siege zu Momenten der Freude und ihre Niederlagen zu Lektionen in Widerstandsfähigkeit. Bald war ich nicht mehr nur ein Leser, sondern ein stiller Begleiter auf einer Reise durch eine Welt voller Magie und Geheimnisse.

    Die Geschichte beginnt mit Arlen, einem Jungen, der durch den Verlust seiner Mutter an Dämonen gezeichnet ist. Mit dem festen Vorsatz, sich den Kreaturen zu stellen, die sein Leben zerstört haben, flieht er von zu Hause. Arlens Reise führt ihn über eine Ausbildung zum Bannzeichner schließlich zu einem Leben als Kurier, der von Stadt zu Stadt reist und Hoffnung in Form von Wissen über den Kampf gegen die Dämonen verbreitet.

    Parallel dazu begleiten wir Leesha, ein Mädchen, dessen vorbestimmtes Leben durch eine schicksalhafte Wendung auf den Kopf gestellt wird. Sie beginnt eine Ausbildung zur Kräutersammlerin und entdeckt dabei ihre eigene Stärke und Unabhängigkeit. Ihre Wege kreuzen sich mit denen von Rojer, einem Jungen, der seine Eltern an Dämonen verloren hat und dessen Fähigkeiten als Jongleur und Geigenspieler eine unerwartete Waffe gegen die nächtlichen Schrecken darstellen.

    Wir begleiten die drei Figuren Arlen, Leesha und Rojer durch ihre Jugend bis ins Erwachsenenalter. Sie finden sich in einem Kampf wieder, der mehr ist als ein Kampf ums Überleben. Es ist ein Kampf um die Seele ihrer Welt und um die Möglichkeit, die Dunkelheit zurückzudrängen und das Licht zurückzuerobern.

    Brett schafft es, eine Welt zu erschaffen, die faszinierend und beängstigend zugleich ist. Seine Charaktere sind tiefgründig und komplex, geprägt von ihren Erfahrungen und den Entscheidungen, die sie treffen müssen. Jede Wahl, die sie treffen, jede Begegnung, die sie haben, knüpft ein dichtes Netz von Konsequenzen, das sich durch die gesamte Erzählung zieht. Ihre Geschichten sind nicht nur ihre eigenen, sie spiegeln auch die Gesellschaft wider, in der sie leben, und der Leser ist eingeladen, über seine eigene Welt nachzudenken, während er durch die Seiten blättert. Brett nutzt die Fantasie nicht nur als Fluchtweg, sondern auch als Mittel, um tiefere Wahrheiten über Mut, Opfer und Menschlichkeit zu erforschen.

    Peter V. Brett, der Autor dieser fesselnden Reihe, hat eine reiche und detaillierte Welt geschaffen, die den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann zieht. Mit „Das Lied der Dunkelheit“ hat er den Grundstein für eine Saga gelegt, die nicht nur durch ihre Action, sondern auch durch tiefe menschliche Einsichten besticht. Es ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Fantasy-Literatur die Realität widerspiegeln und gleichzeitig eine Flucht aus ihr bieten kann. Für Fans der vertrauten Mischung aus High Fantasy und Dark Fantasy ist „Das Lied der Dunkelheit“ trotz des langatmigen Beginns sehr zu empfehlen.

  5. Cover des Buches Biss zum Abendrot (Bella und Edward 3) (ISBN: 9783551583765)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Abendrot (Bella und Edward 3)

     (7.095)
    Aktuelle Rezension von: JourneyGirl

    ..... ..... Teil drei musste ich dann auch noch lesen... ..... ..... Ebenfalls sehr spannend und wunderbar geschrieben. ..... ..... Die Liebesgeschichte im Vordergrund ist ein großer Pluspunkt der Reihe. ..... ..... Fesselt die Leser und Leserinnen absolut von der ersten bis zur letzten Seite. ..... .....

  6. Cover des Buches Hundert Jahre Einsamkeit (ISBN: 9783462050219)
    Gabriel García Márquez

    Hundert Jahre Einsamkeit

     (555)
    Aktuelle Rezension von: Duenenwind

    "Hundert Jahre Einsamkeit" von Gabriel García Márquez ist zweifellos ein Meisterwerk der Weltliteratur. Mit einer faszinierenden Erzählweise entführt einen der Autor in die Welt der Familie Buendía und schafft eine epische Saga, die über Generationen hinweg von Liebe, Leidenschaft, Macht und Einsamkeit erzählt.

    Das Buch verbindet Realität und Magie miteinander und versetzt einen in eine Welt voller surrealer Ereignisse, die sich zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft abspielen. Die poetische Sprache und die bildhafte Darstellung machen das Buch für mich zu einem Leseerlebnis und zu einem der Bücher, in die man immer mal wieder hineinschauen, -lesen kann.

    Gabriel García Márquez gelingt es, komplexe Themen wie das Verhältnis von Mensch und Natur, die Macht der Familie und die Vergänglichkeit des Lebens zu behandeln und gleichzeitig eine mitreißende Geschichte zu erzählen.

  7. Cover des Buches Die Tribute von Panem 1-3 (ISBN: 9783960522249)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 1-3

     (1.196)
    Aktuelle Rezension von: Irina_Ritz

    "Die Tribute von Panem" fesselt mich durch Suzanne Collins' beeindruckende Fähigkeit, eine düstere Zukunft mit tiefgreifenden sozialen Fragen zu verknüpfen. Die Protagonistin Katniss Everdeen durchläuft eine faszinierende Entwicklung. Die düstere Atmosphäre, schafft eine packende Erzählung von der man mit gerissen wird. Insgesamt halte ich die Trilogie für herausragend und würde sie jedem empfehlen.

  8. Cover des Buches The Bourbon Kid - Das Buch ohne Namen (ISBN: 9783751733151)
    Anonymus

    The Bourbon Kid - Das Buch ohne Namen

     (639)
    Aktuelle Rezension von: TWDFanST

    Inhalt

    In Santa Mondega bricht die Hölle los, als das "Buch ohne Namen" auftaucht  das jeden Leser tötet. Zudem ist ein seltsamer blauer Stein verschwunden - und alle suchen danach. Die Jagd wird blutig, extrem blutig. Denn eine Person, die nach Santa Mondega gekommen ist, ist der berüchtigte Bourbon Kid. Der Einzige, der die Katastrophe noch verhindern kann, ist Detectives Miles Jensen. Doch der ahnt nicht, worauf er sich eingelassen hat. Denn in Santa Mondega leben üblere Kreaturen als normale Gangster....


    Bewertung 

    Das "Buch ohne Namen" wirbt damit, dass Quentin Tarantino und Robert Rodriguez daran ihre Freude hätten. Vielleicht ist genau das der Grund, warum dieses Buch nicht mein Fall ist. Ähnlich wie die meisten Tarantino-Filme ist mir dieses Buch zu konfus und überladen. Schade, denn ich hätte mir bei der Thematik mehr versprochen.

  9. Cover des Buches Half Wild (ISBN: 9780141360140)
    Sally Green

    Half Wild

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Chrissi92

    Lange ist es her, dass ich den ersten Band (auf Deutsch) lesen durfte und lange habe ich auf Fortsetzungen gewartet! 

    Auch auf Englisch ließ sich die Story über Nathan sehr gut nachverfolgen und auch hier ist das besondere Band zwischen Nathan und Gabriel deutlicher und präsenter als das zwischen Nathan und seiner ... Freundin? Denn genau diese Frage stellt man sich in diesem Band immer mehr, ist sie seine Freundin oder eine Verräterin? Ich finde es geht spannend weiter, weniger fesselnd wie der erste Band, aber ich finde den Schreibstil sehr packend, sehr direkt und ohne Ausschweifungen, charakterstark und spannend!

  10. Cover des Buches Die Beschützerin der Erde (ISBN: 9783990383506)
    Sabine Niedermayr

    Die Beschützerin der Erde

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Kallisto92

    Das Buch, "Die Beschützerin der Erde", von der Autorin Sabine Niedermayr, handelt von Elise.

    Ihr Leben ändert sich von jetzt auf gleich schlagartig. Eines Abends wird sie Opfer eines Überfalls und nachdem sie aus der Bewusstlosigkeit erwacht fallen ihr Fähigkeiten auf. Was hat es mit den Fähigkeiten und dem geheimnisvollen Mann auf sich?

    Das Buch beginnt mit einem kurzen Ausschnitt aus einer Legende, danach ist es in Kapiteln unterteilt.

    Diese sind in der Erzählperspektive geschrieben.

    Mein Fazit:

    Die Story war für mich nicht vorhersehbar und baut sich nach und nach auf. Auf den wenigen Seiten passiert sehr viel und die Handlung ergibt umso mehr man in die Geschichte eintaucht Sinn. Leider ist das Ende anders als erhofft und noch weiter ausbaufähig.

  11. Cover des Buches Wie Blut so rot (ISBN: 9783551582874)
    Marissa Meyer

    Wie Blut so rot

     (1.048)
    Aktuelle Rezension von: _JustMee

    MÖGLICHE SPOILER, DA REIHENFORTSETZUNG!

    ☞ Luna Chroniken - Marissa Meyer ☜
    Band 2: Wie Blut so rot

    Genre: Science-Fiction/Märchenadaption
    Seitenanzahl: 418
    Sternebewertung: 4,9✰ / 5,0✰

    Diese Reihe rund um Luna ist etwas ganz zauberhaft Besonderes. Hier werden nicht nur die Geschichten vierer Märchen neu erzählt, sondern zudem noch gekonnt in eine große übergeordnete Story eingewoben. So erfahren wir in jedem Band nicht nur etwas über eine neue Märchenfigur, sondern auch über die übergeordnete Rahmenhandlung.

    Cinder schwebt in Lebensgefahr, denn Königin Levana trachtet ihr nach dem Leben und droht der Erde kurzerhand mit einem Krieg um dieses zu bekommen. Währenddessen werden wir Zeugen von Scarlets Schicksal. Scarlet Benoit, das Mädchen mit den feuerroten Haaren, hat sich aufgemacht, um ihre entführte Großmutter zu finden. Dabei stolpert sie dem geheimnisvollen Wolf über den Weg und gemeinsam machen sie sich daran, Scarlets Großmutter zu retten. Und doch birgt der mysteriöse Fremde ein düsteres Geheimnis.

    Bereits zu Beginn dieses Bandes gefiel mir, dass sich die Handlung nicht nur auf einen Ort beschränkt. Wir starten in das Geschehen aus einem völlig neuen Blickwinkel, welcher zusätzliche Spannung generiert. Die langsame, aber raffinierte Einführung neuer Figuren gefällt mir ausgesprochen gut. Ebenso die Ungleichheit der einzelnen Charaktere, die aber dennoch ihren ganz eigenen Charme mit sich bringen, deren Ecken und Kanten sowie deren Lebensgeschichten, welche die Autorin geschickt einfließen lässt, machen die Figuren sehr authentisch. Zu all diesem grandiosen Weltenaufbau enthält dieser Band außerdem für mich eine der schönsten Liebesgeschichten des Fantasybereichs. Kurz: Es dürfte für jeden etwas dabei sein.

    Mögt ihr es, wenn bekannte Geschichten neu erzählt werden? 

  12. Cover des Buches Warrior Cats - In die Wildnis (ISBN: 9783407823656)
    Erin Hunter

    Warrior Cats - In die Wildnis

     (1.164)
    Aktuelle Rezension von: RattusExlibricus

    Kategorie: Abenteuer | Jugendbuch 

    [Mehr als 4x gelesen - Mehrfach in meiner Jugend und nach längerer Zeit wieder als Erwachsene]

    Worum dreht sich die Handlung?: Der junge Hauskater Sammy macht sich aus Neugierde und Übermut auf, den Wald zu erkunden, nach dem er sich in seinen Träumen häufig sehnt. Dort begegnet er einer Gruppe jener Waldkatzen, vor denen die Hauskatzen sich fürchten und über die es unheimliche Geschichten gibt. Doch anstatt um sein Leben zu fürchten, erhält er von ihnen ein unglaubliches Angebot: Er soll mit ihnen kommen und sich ihrem Clan anschließen. Sammy überlegt nicht lange und zieht zum Clan, um sich dort mit anderen Jungkatzen als Schüler ausbilden zu lassen. Schnell merkt er, dass ein neuer Name, neue Bräuche, Hunger und gefährliche Auseinandersetzungen mit anderen Clans nicht seine größten Herausforderungen sind. Im DonnerClan scheint es ein Geheimnis zu geben, das einen seiner Mitschüler bedroht und in das auch er hineingezogen zu werden scheint. Und darüber hinaus hat der mächtige SchattenClan angefangen, eine Bedrohung für alle anderen Clans zu werden. Wie lässt er sich aufhalten? Und was hat die streunende SchattenClan-Katze damit zu tun, die Zuflucht beim DonnerClan gefunden hat...? Immer wieder wird der moralische Kompass des jungen Katers auf die Probe gestellt, denn im Wald kann jede falsche Entscheidung verheerend sein.

    Große Themen im Hintergrund: Moral, Mitgefühl, Zusammenhalt, Ehrlichkeit

    Persönliche Notiz: In meiner sehr frühen Jugend habe ich die Reihe (zumindest die erste Staffel) sehr gemocht (die späteren Staffeln dann eher weniger), obwohl mir damals bereits einzelne Dinge aufgefallen sind, die mich gestört haben. Daher war das erneute Lesen mit großem zeitlichen Abstand für mich sehr interessant. Gerade an den ersten Band hatte ich nicht viele Erinnerungen.

    Teilbewertung (Legende *= hat mich nicht überzeugt, **= ausbaufähig, ***=solide/gut zu lesen, ****= sehr gut/klare Empfehlung, *****= exzellent/schwer zu erreichen):

    Handlung ***

    Die Handlung ist solide, Abenteuer und Aktion stehen im Vordergrund, Reflexion oder Innenschau ist dagegen reduziert. Die Einfälle sind zwar nicht wahnsinnig originell, jedoch stimmig und man fühlt sich im Buch schnell zu Hause. Langweilig wird es, sobald man die erste Einführung hinter sich hat, auf jeden Fall nicht mehr. Am Anfang kann jedoch die Menge an neuen Informationen erfahrungsgemäß Leser*innen abschrecken. Einen nicht zu vernachlässigenden Teil der Schilderungen nehmen Alltagsszenen ein, die jedoch gut dazu genutzt werden, Charaktere zu entwickeln (im Rahmen des Angemessenen). Im Buch lernt man gemeinsam mit dem Hauptcharakter die neue Umgebung kennen und unternimmt erste Schritte in der Welt der Katzenclans, gleichzeitig wird ein großer und mehrere kleine Hauptkonflikte in sinnvollen Stufen entwickelt, sowie ein Konflikt aufgebaut, der sich noch über den ersten Band hinausziehen wird. Trotzdem lässt sich der erste Band auch gut als abgeschlossenes Buch lesen. Manchmal hapert es leider ein bisschen mit der Logik und/oder Größenverhältnissen, aber davon wird durch die rasante Handlung schnell wieder abgelenkt. Manchmal überschlagen sich die Ereinisse für meinen Geschmack etwas zu sehr, aber das ist sicher Geschmackssache. Es bleibt auf jeden Fall auch Raum für ruhigere Szenen. Es geht auch oft darum, sein eigenes Moral/Gerechtigkeitsgefühl zu konsultieren und Vorurteile zu hinterfragen, dies ist das eine hintergründigere Element, welches sich aber konsistent durch die Handlung zieht.

    Aufbau ***

    Das Buch gliedert sich in einen langen Einführungsteil, danach die Entwicklung von kleineren Konflikten und nach der Mitte dann der Hauptkonflikt, es gibt ein furioses Finale, das leider etwas schnell vorbei ist. Der Bände überspannende Konflikt baut sich im Hintergrund auf. Insgesamt gut gewichtet und ohne große Experimente. Ich empfand es nicht so, aber manchen Leuten dauerte die Einführungsphase zu lange.

    Charakterzeichnung ***

    Die Interaktion der Charaktere ist für das Buch sehr wichtig. Einige sind dabei sehr stark gezeichnet, andere bleiben trotz der hermetischen Umgebung blasser. Sehr vielschichtig sind die deutlich gezeichneten Charaktere oft nicht (Ausnahmen gibt es!), dabei jedoch konsitstent, stark und immer in Rolle. Es gibt viele verschiedene Charaktertypen, so dass jeder seine Lieblinge finden wird. Auch die „bösen“ Charaktere dürfen glänzen und ab und an kann einen ein Charakter doch einmal überraschen. Die Beziehung der Charaktere untereinander entwickelt sich oft verhältnismäßig zwischen den Zeilen, was bei der sonstigen Direktheit des Buches einen schönen Gegenpol bildet.

    Sprache und Stil ***

    Der Stil ist bildreich und lebendig und dabei recht einfach gehalten. Er ist durchaus nicht kunstvoll, schafft dabei aber gut Stimmung und kreiert eine eigene, spezielle Hintergrundatmosphäre. Im Gegensatz dazu ist die Sprache der Charaktere mitunter recht pathetisch, das passt aber gut ins Setting.

    .Zielgruppe(n)

    Ich gebe dieses Urteil selten ab, aber das Buch ist eindeutig auf eine junge Zielgruppe (frühe Jugendliche, für jüngere Kinder in der Regel zu viel Kampfbeschreibungen/ später in der Staffel auch Düsternis) ausgelegt. Es liest sich sehr leicht geschrieben und wenn größere Fragen angerissen werden, dann nur sehr zart und man ist gleich wieder im nächsten Abenteuer. 

    Der Stil soll bewusst die Spannung steigern und hält so auch ungeduldige oder unerfahrene Leser*innen gut bei der Stange. Wenn man keine große Literatur erwartet und sich darauf einlässt sowie die ein- oder anderen logischen Ungenauigkeiten und kleinere Inkonsistenzen erträgt, kann einen das Buch durchaus gut unterhalten. Vor allem die Charakterzeichnung ist gemessen am Stil des Buches ausnehmend lebendig und überraschend zwischenzeilig.

    Fazit ***

    Eher leichte, aber angenehme und stimmungsvolle Geschichte, die von ihren vielseitigen, wenn auch (meist) nicht sehr vielschichtigen Charakteren, deren Interaktionen und einer Menge Abenteuer und Spannung lebt, aber auch ruhige Szenen enthält. Schön entwickelte Welt und Bräuche. Leider manchmal kleinere Logiklücken. Einfache, aber bildhafte Sprache. Viele kleinere und größere Konflikte werden gut entwickelt und Spannungsmomente aufgebaut, manchmal durchaus mit düsterer Stimmung. Manchmal fast etwas überladen an Handlung, aber dank der leichten Sprache trotzdem flüssig.

  13. Cover des Buches Die Wand (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 3) (ISBN: 9783546100793)
    Marlen Haushofer

    Die Wand (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 3)

     (905)
    Aktuelle Rezension von: jtk_0701

    Ok, vornweg, ich hab erst den Film gesehen und jetzt dieses Buch gelesen. Damals wusste ich nicht, dass es ein Buch dazu gibt und nun nach so langer Zeit, habe ich auf mein löchriges Gedächtnis gehofft. Ganz so löchrig ist es nicht, dennoch war es eine tolle Leseerfahrung. 

    Ich war überrascht, wie wenig in einem Buch passieren kann und ich nichtsdestotrotz wissen will, wie es weiter geht. Eigentlich erleben wir nicht mehr als den Alltag harter Arbeit. Die Protagonistin kämpft täglich ums Überleben, nachdem sie eines Morgens in der Jagdhütte ihrer Cousine aufwacht und eine unsichtbare Wand die Icherzählerin vom Rest der Welt abschirmt. Sie,  alleine in der Jagdhütte, mit ihren Tieren und der Natur. Geschrieben wie ein Bericht erfahre ich, wie sie diese Zeit körperlich uns seelisch meistert. Das schönste dabei sind die Gedanken, die ihr kommen. Regte mich selbst zum Nachdenken an und schenkt viel Raum für Interpretationen. Ich konnte ambivalente Gefühle zum Muttersein herauslesen, Gesellschaftskritik, Fragen zur Identität und Umwelt. Ich habe mich gefragt, ob die Wand eine Depression darstellen soll? 


    „Es gab keine Gedanken, keine Erinnerungen, nur das große stille Schneelicht. Ich wußte, daß diese Vorstellung für einen einsamen Menschen gefährlich war, aber ich brachte nicht die Kraft auf, mich dagegen zu wehren.“ (S.148)


    Ich habe die Wand auch teilweise positiv gedeutet: endlich weg von dem gesellschaftlichen Druck, keine Luxusgüter, keine Gedanken zum Äußeren, keine Normen. Wie verhalte ich mich, wenn von außen keine Einflüsse auf mich einwirken?


    “Es ist ja keiner da, der mich darauf aufmerksam machen könnte. Niemand sagt mir, wie ich aussehe, und ich selber denke nie darüber nach.“ (S.151)


    „Aber ich verstehe, warum die anderen immer in der Übermacht waren. Lieben und für ein anderes Wesen sorgen ist ein sehr mühsames Geschäft und viel schwerer, als zu töten und zu zerstören. Ein Kind aufzuziehen dauert zwanzig Jahre, es zu töten zehn Sekunden.“ (S.161)


    Ganz viele Fragen, die ich mir während dem Lesen gestellt habe. Kein Buch zum nebenher Weglesen, sondern eins, bei dem ich innehalte, nachdenke, versuche die Gedanken der Protagonistin weiter zu denken und zu übertragen. Unglaublich, wenn ich darüber nachdenke, dass Marlen Haushofer dieses Buch 1963 geschrieben hat und ich heute noch all die Gedanken nachvollziehen kann. War eine besondere Leseerfahrung und kann ich allen weiterempfehlen, die gerne beim Lesen nachdenken. 

  14. Cover des Buches Faunblut (ISBN: 9783570308479)
    Nina Blazon

    Faunblut

     (1.584)
    Aktuelle Rezension von: Buechergeplauder

    Die Metropole in der Jade wohnt ist von Echos, geheimnisvolle Wesen, überlagert. Diese Wesen werden von allen gefürchtet und gejagt. Was es genau mit den Echos auf sich hat, weiß Jade nicht. Sie weiß nur, dass sie sich vor ihnen verstecken muss.


    Faun, ein Jäger, wurde beauftragt die Echos zu jagen. Währenddessen lernt er Jade kennen und prompt verliebt er sich in sie. Sie ist anders, er fühlt sich sofort zu ihr hingezogen. Auch Jade scheint nicht von Faun abgeneigt zu sein, doch irgendetwas stimmt mit ihm nicht. 


    Doch auch mit Jade scheint etwas nicht zu stimmen. Sie scheint kein gewöhnlicher Mensch zu sein und Faun weiß ganz genau, was für ein Wesen Jade ist. Doch genau dieses Wissen, macht ihre Beziehung komplizierter als sie schon von vornherein ist.


    Der erste Band der "Faunblutwelt" Reihe von Nina Blazon. 


    Vorab muss ich sagen, wie wunderschön das Cover ist. Ein richtiger Hingucker! Einer der Gründe, wieso ich das Buch auch gekauft habe.


    Ich hatte am Anfang Probleme in die Geschichte hineinzukommen. Ich konnte mir die Welt in der Jade lebt nicht wirklich bildlich vorstellen. Es haben mir mehr Details und Beschreibungen gefehlt. 


    Auch Jade war mir nicht von anhieb an sympathisch. Mir ging die Liebesgeschichte zwischen Jade und Faun viel zu schnell. Ich hatte immer das Gefühl die Hälfte überlesen zu haben.


    Bis zur ersten Hälfte der Geschichte war ich nicht wirklich überzeugt von dem Buch. Es konnte mich nicht richtig packen. Erst in der zweiten Hälfte und zum Ende hin wurde es noch einmal richtig spannend. 


    Ich bin gespannt wie mir der zweite Band "Ascheherz" gefallen wird und ob ich mich dann etwas besser in die Geschichte hineinfallen lassen kann.

  15. Cover des Buches Warrior Cats - Feuer und Eis (ISBN: 9783407823663)
    Erin Hunter

    Warrior Cats - Feuer und Eis

     (688)
    Aktuelle Rezension von: Nola_Kairos

    Feuerherz hat sich an den Clan gewöhnt, als das nächste Problem schon vor der Tür steht. Die SchattenClan-Katzen haben es auf den Windclan abgesehen. Werden die Schattenclan-Katzen ihre Drohung wahr machen? Wird der Flussclan sich auf die Seite des Schattenclans stellen? Und dann ist da noch Grauschweifs Geheimnis… 

    Auch der Band ist leicht und flüssig zu lesen. Sehr empfehlenswert, da das Leben der Clankatzen sehr gut dargestellt wird und Feuerherz Abenteuer durchs ganze Band spannend und durchdacht ist.

  16. Cover des Buches Twilight - Eclipse - Biss zum Abendrot, 1 Blu-ray (ISBN: 4010324037459)
    Stephenie Meyer

    Twilight - Eclipse - Biss zum Abendrot, 1 Blu-ray

     (809)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Irgendjemand scheint es auf Bella abgesehen zu haben, doch leider hat niemand einen Anhaltspunkt. Zeitgleich verschwinden viele Leute in Seattle, was Jasper auf den Plan ruft.

    Ich habe die ersten Bücher in einem durch gelesen, doch bei diesem Buch ist mir das Lesen deutlich schwerer gefallen. Schön ist sicherlich, dass man mehr über die anderen Familienmitglieder der Cullens erfährt. Doch speziell die indianischen Sagen fand ich sehr langweilig. Auch die ständig untervögelte Bella ging mir irgendwann nur noch auf die Nerven.

  17. Cover des Buches Der große Trip zu dir selbst (ISBN: 9783424631210)
    Cheryl Strayed

    Der große Trip zu dir selbst

     (304)
    Aktuelle Rezension von: Runnibal

    Den PCT zu wandern, ist für viele Amerikaner so, wie in Europa der Jakobsweg.

    Ziemlich naiv und unvorbereitet bricht die Autorin Cheryl Strayed auf und lernt mehr und mehr auf den langen Weg ihre Vergangenheit zu bewältigen, zumindest glaubt sie das.

    Eigentlich sollte sie nicht weit kommen, denn das Gepäck ist überwältigend und sportlich ist sie auch nicht. Doch ihre Kraft kommt auf dem Weg "The Trail provides".

    Es ist schon sehr nervig, dass sie immer wieder von der Mutter erzählt wird. Es ist wie eine Schallplatte, die einen Sprung hat. Insgesamt machen die Mutterszenen schon halbe Buch aus. Immer mit anderen Worten, die gleiche Leier. Die Erfahrungen auf dem PCD hingegen fand ich unterhaltsam. Die Fernwanderin hat viel Zeit über sich nachzudenken. Selbst als sie fühlt, wie zäh sie sein kann, wirkt sie labil und unverändert.


    Mich hat die offene und unverschönten Einwürfe aus ihren Leben verwundert. 

    Interessant finde ich wie die Natur auf Menschen wirkt. Egal von welcher Herkunft, Bildung und Vergangenheit, die Natur wird von allen Wanderern als erlebenswert empfunden. Im Alltag hingegen wird der Natur, was sie braucht und was ihr schadet, wenig Beachtung geschenkt.


    Der PCD war quasi zu ihrem Wohnzimmer der Autorin geworden. Alles was sie zum Leben brauchte, passte in ihren Rucksack. Der PCD lehrt, dass mehr nicht nur überflüssig ist, sondern auch eine unnötige Belastung.

    Der Leser kann viel über minimalistische Lebensweise internalisieren, ohne auf dem PCD wandern zu müssen. Der Trail beginnt an jeder Haustür.




  18. Cover des Buches Todesmarsch (ISBN: 9783641162221)
    Stephen King

    Todesmarsch

     (810)
    Aktuelle Rezension von: BiblioNights

    King schildert authentisch und hautnah wie sich der Todesmarsch anfühlt. Man bekommt als Leser verschiedene Schicksale mit, erlebt wie sie kämpfen und kämpfen- und schließlich doch sterben müssen. Der Autor erzählt die Geschichte bis zum bitteren Ende. Gewinner und Leser werden verstört zurückgelassen.

    Diese Dystopie übt eine düstere Faszination auf mich aus, und ich weiß nicht mal warum. Es zählt zu meinen Lieblingswerken des King. Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieses Buch so packt und vorallem nicht, dass es mich so berührt. Die Geschichte handelt von Freundschaft, Schmerz, purer Verzweiflung und Wahnsinn.

    Todesmarsch ist eine absolute Empfehlung für alle Dystopie fans, die eine gnadenlose und beängstigend Geschichte lesen möchten. 

  19. Cover des Buches Herr der Fliegen (ISBN: 9783104915715)
    William Golding

    Herr der Fliegen

     (873)
    Aktuelle Rezension von: bookstories

    "Herr der Fliegen", im Originaltitel "Lord of the Flies", ist ein Klassiker der Weltliteratur. Es war William Goldings erster Roman, nachdem er 1934 mit Gedichten an die Öffentlichkeit trat und erst zwanzig Jahre später Romane zu schreiben begann. Noch einmal dreissig Jahre später wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Golding hat neben ein paar Essays insgesamt neun Romane geschrieben, 1993 starb er im Alter von 82 Jahren. Seine poetische Ader findet auch hier in "Herr der Fliegen" ihren Durchschlag - mit Recht wird auf der Rückseite meiner ex libris Ausgabe von 1983 eine Kritik der Frankfurter Allgemeine Zeitung angeführt, dass Poesie und bittere Wahrheit selten so eins sind wie in diesem Buch. Dieser Roman kann nicht besprochen werden, ohne das Ende zu erwähnen, ohne zu spoilern, denn schon im Klappentext des Buches, wenn man ihn denn vorher lesen möchte, wird auf die Absicht des Autors und den Ausgang der Geschichte hingedeutet. 


    Ich hatte mit der Lektüre kurz vor unserem lange ersehnten Wellness-Weihnachtsurlaub begonnen und den Grossteil des Buches dann im Hotel bei tiefster Entspannung gelesen. Auf dem Nachtisch lagen während diesen Tagen noch drei weitere Romane, die ich mitgenommen hatte, da ich glaubte, zum Lesen endlich genügend Zeit zu finden. Meine Besprechungen wollte ich dann später zuhause schreiben, doch nach der Lektüre von "Herr der Fliegen" konnte und wollte ich kein anderes Buch mehr lesen. Die Geschichte hat mich am Ende sehr nachdenklich gestimmt, obwohl sie mich in der ersten Hälfte nicht wirklich begeistern konnte. 


    Warum nicht? Immer wieder fragte ich mich bis zur Mitte, was mich denn stört, was mich davon abhält, tief in den Schauplatz auf dieser einsamen Insel einzutauchen. Gewiss liegt es nicht an der Erzählkunst des Autors, seiner wundervollen poetischen, imposanten und bildkräftigen Sprache, wenn er Landstriche der Insel beschreibt, Naturstimmungen, Formulierungen benutzt, die ich so noch nie gelesen habe, die aber einprägende Bilder entstehen lassen und den Leser unmittelbar in die Wildnis, in dunklen Dickicht, an Palmenstrände in grünem Licht, prallgefüllte Fruchtbäume, tiefblaue Lagunen, rote Klippen und Felsformationen, warme Tümpel, weissen Sand und Gischt umschäumte Meeresbrandungen führt. Allein das ist schon die Lektüre wert. 


    Auch liegt es nicht am Erzähltempo, das mir nicht langsam genug sein kann, wenn es darum geht, Atmosphäre zu schaffen. Selbst für Dialoge und das Befinden seiner Protagonisten nimmt der Autor sich Zeit, obwohl viele Dialoge und Gedankengänge mitten im Satz abbrechen. Er interessiert sich für seine Figuren, arbeitet sie sorgsam heraus, schildert eindrücklich, wie Abgeschiedenheit, Isolation und Angst mehr und mehr an den Kindern nagt und ihnen Grenzen, Struktur und Ordnung der Erwachsenenwelt zu fehlen beginnen. Vielleicht ist genau das der Grund. Ich frage mich, ob es dem Autor tatsächlich gelungen ist, aus der Perspektive und Innenschau von Sechs- bis Zwölfjährigen zu schreiben. Dass Erwachsene in entsprechenden Situationen anders handeln oder denken oder sprechen würden, darüber besteht kein Zweifel. Aber es ist mir nicht gelungen, mich aufgrund von Goldings Schilderungen permanent in die Kinder hineinzuversetzen. Mag sein, dass dies an meinem eigenen Unvermögen liegt. Allerdings - wenn die Geschichte dem Ende zugeht, scheint der Leser immer mehr zu vergessen, dass hier Kinder die Hauptrolle spielen, und nicht wild gewordene Erwachsene. Doch dies scheint so gewollt zu sein und macht am Ende das Verstörte der Geschichte aus, und deren Botschaft. 


    "Herr der Fliegen" wurde ein paar Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Faber and Faber Verlag London veröffentlicht und erlangte, nachdem zuerst etliche Verlage den Roman abgelehnt hatten, vor allem in Grossbritannien und Amerika grosses Aufsehen. Das Buch erreichte Millionen von Lesern. Übertragen für den S. Fischer Verlag hat Hermann Stiehl, der auch spätere Romane Goldings ins Deutsche übersetzte. Als Vorwort ist dem Roman ein Zitat aus Goethes Faust vorangestellt, worin Mephistopheles spricht, und das auf das Teuflische hindeutet. Er sei der Geist, der stets verneint, und dass alles, was entstehe, zurecht zugrunde gehe, und gibt sich als das eigentliche Element zu erkennen, das der Mensch Zerstörung nennt, das Böse. Auch ist in dem Zitat vom Fliegengott die Rede. 


    Ich habe mich vor der Lektüre öfter gefragt, wer mit "Herr der Fliegen" eigentlich gemeint ist - und wie dieses Vorwort schon andeutet, kann von einem Gleichnis, einer symbolischen Umschreibung der finsteren Urkraft, des animalischen, zerstörerischen Urtriebs ausgegangen werden. Dies wird speziell im achten Kapitel deutlich (Golding benutzt Kapitelüberschriften), das den eigentlichen Titel "Der Herr der Fliegen" trägt. Ein aufgespiester Schweinekopf und die herumliegenden Gedärme des abgeschlachteten Schweins ziehen Fliegen an, die sich auf die grinsende Todesfratze setzen. Der Schweinekopf, eine Opfergabe für ein erdachtes Tier, das die Kinder auf der Insel bedrohen soll, beginnt mit Simon, einem der Jungen, stumm zu sprechen - ein Ausdruck von Angst, die sich in dem Jungen auf diese schwarzmagische okkulte Weise offenbart. 


    Wovon handelt die Geschichte? Eine Gruppe von Schuljungen zwischen sechs und zwölf Jahren strandet nach einem Flugzeugabsturz auf einer unbewohnten Insel und muss mit der nackten Natur und ihrer eigenen "Nacktheit" zurechtkommen. Dass Krieg herrscht in der übrigen Zivilisation und ihre Maschine abgeschossen wurde, darf der Leser annehmen. Die Erwachsenenwelt bleibt aussen vor und mit ihr auch alle Gesetze, Strukturen und Ordnungen der Grossen. Zwei Jungen lernen sich gleich zu Beginn kennen, Ralph und Piggy, die unterschiedlicher nicht sein können. Sie finden ein Muschelhorn, dessen Klang eine ganze Horde von Kindern aus dem Dickicht lockt. 


    Mit diesem Horn als Signal beschliesst Ralph, Versammlungen durchzuführen und einen Anführer zu bestimmen - der Beginn rivalisierender Verhaltensmuster und Egoansprüche, die sich durch das ganze Buch ziehen. Denn für Ralph, ein eher instinktiv handelnder Junge, der als Anführer gewählt wird, hat das Anhalten eines grossen Höhenfeuers und das Bauen von Hütten erste Priorität. Er strebt nach Sicherheit und will von der Insel weg. Sein Gegenspieler Jack findet nur Gefallen am Jagen von Schweinen, die sie auf der Insel entdeckt haben. Ihn kümmert die Rettung nicht, die Jagd macht ihm Spass, und nicht nur das Fleisch, das es zu essen gibt, treibt ihn an, auch die Lust am Töten. Was allen Kindern gemein ist, und die Kleinen leiden am meisten darunter, ist die Angst vor der Dunkelheit auf der Insel. Nachts werden sie von Alpträumen geplagt, und man beginnt sich einzureden, von einem unbekannten, auf der Insel hausenden Tier bedroht zu werden. 


    So verdrängen unterschiedliche Motivationen und vor allem die Machtansprüche seitens Jack ein geordnetes Zurechtkommen auf einer Insel, die alles bietet. Piggy, der kleine Dicke mit Brille ist in diesem Buch der schüchterne Vertreter der Vernunft und des logischen Denkens, doch er wird von niemandem angehört, nicht einmal dann, wenn er als Sprecher in einer Versammlung das Muschelhorn im Arm trägt. Nur seine Brille findet Nutzen - als Brennglas, um Feuer zu entfachen. Als Jack sich mit ein paar anderen von der Gruppe absetzt, beginnt der Kampf um Nahrungsbeschaffung, Feuerbesitz und Macht zu eskalieren. Am Ende ist es Ralph, der gejagt wird, und keine Schweine mehr. Eine beklemmende Vorstellung, wenn man bedenkt, dass es sich bei den Protagonisten nicht um gewalttätige Erwachsene handelt, sondern um zwölfjährige Kinder. Am Ende bringen sie es fertig, eine paradiesische Insel in Schutt und Asche zu legen. 


    Die Geschichte der Jungengruppe auf der einsamen Pazifikinsel soll ein Gleichnis sein für die Botschaft, dass die Gebrechen der Gesellschaft auf die Gebrechen der menschlichen Natur zurückzuführen sind. Der Einzelne in seinem Widerstand gegen die Barbarei entscheidet über das Ethos der Gemeinschaft, wie Golding es selbst formuliert hat. Dass der Mensch in seinem tiefsten Innern grundsätzlich zerstörerisch ist, bezweifle ich allerdings. Es gibt eine Sequenz im Buch, wo der Autor die Machtlust bereits beim Spielen eines Sechsjährigen aufflammen lässt. Dem Kleinen bereitet es Freude, kleine Tierchen, die mit der Flut an den Strand gespült werden, in mit Wasser gefüllten Rinnen und Fussstapfungen gefangen zu halten. Golding schreibt, seine Hingabe an dieses Spiel sei mehr als blosses Glücksgefühl, als der Kleine spürt, dass er über lebende Wesen gebieten kann. Mag sein, dass dies dem Menschen eigen ist. Was das menschliche Bewusstsein in jedem Fall von jenem des animalischen unterscheidet, ist die Fähigkeit, zu denken. Dies kann zur Meisterschaft führen, doch ebendiese Identifikation mit dem Denken stärkt das Ego, das den Menschen ins Leid und Verderben stürtzt.


    Review mit Zitaten und Bildern auf https://www.bookstories.ch/gelesenes1/herr-der-fliegen 

  20. Cover des Buches Geweihte des Todes (ISBN: 9783802583834)
    Lara Adrian

    Geweihte des Todes

     (514)
    Aktuelle Rezension von: halo123

    Also dieser Band gehört nicht zu meinen liebsten Bänden der MIdnight Breed Reihe ABER er ist auch nicht schlecht. Nur gefielen mir halt andere Protagonisten etwas besser. Darum auch drei Sterne. Ich fand Jenna besonders interessant, gerade das was im Laufe des Buches mit ihr geschieht doch ich hätte mir am Ende etwas mehr Klarheit gewünscht. Sonst war die Geschichte ganz ok. Die erotischeren Szenen liefen ab wie in den vorherigen Bänden und auch von der groben Handlung her ist die STruktur der Beziehung von Brock und Jenna ähnlich. 

  21. Cover des Buches Gesunde Wildkräuter aus meinem Garten (ISBN: 9783706626354)
    Gerda Holzmann

    Gesunde Wildkräuter aus meinem Garten

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86

    Gerda Holzmann kann gar nicht mehr ohne. Ohne Wildkräuter und ihre Wirkstoffe würde ihr etwas fehlen. Mit großer Leidenschaft nimmt sie sich Zeit, uns in ihrem Buch alles genau darüber zu erklären. Obwohl sie noch recht jung ist, hat sie ein riesiges Wissen und das imponiert unheimlich. Es wird auch schnell klar warum sie so auf diese Kräuter vertraut. 

    Sie gibt hier einige Pflanzen sehr genau in Porträts wieder und erläutert alles wichtige dazu. Ein sehr sinnvoller Sammelkalender macht jeden Monat neu Lust sich auf die Suche zu machen. Auch ihre Rezepte für Tees, Seifen etc. sind wirklich ansteckend. Man merkt als Leser schnell das Holzmann hier richtig Herzblut reinlegt. Die tollen Fotos (über 300 Stück an der Zahl) unterstreichen die Thematik sehr gut. 



    Ein wirklich tolles Buch zum Thema Wildkräuter

  22. Cover des Buches Wintermond (ISBN: 9783453533639)
    Tanja Heitmann

    Wintermond

     (245)
    Aktuelle Rezension von: zeilenranken

    Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Persbektiven erzählt, das fand ich absolut sinnvoll, da man so mehr über das Wolfsrudel erfahren konnte und wie jenes Zusammenleben funktioniert. David wirkt auf den ersten Blick wie ein mysteriöser Badboy, aber diese Fassade gibt sich. Meta war ein interessanter Charakter, zu Beginn war sie sehr darin bemüht sich anzupassen. Nach und nach legte sie jedoch eine tolle Entwicklung hin und wurde zu einer richtig taffen Heldin. Die Geschichte wird an manchen Stellen ein bisschen brutal, aber es hat in das Setting sehr gut rein gepasst.

  23. Cover des Buches Kikis wilde Welt - Drei Freunde und ein Goldfisch mit Brille (ISBN: 9783401600475)
    Katja Henkel

    Kikis wilde Welt - Drei Freunde und ein Goldfisch mit Brille

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Donauland

     „Kikis wilde Welt - Drei Freunde und ein Goldfisch mit Brille“ ist ein humorvolles, spannendes und weltrekordverdächtiges Kinderbuch mit witzigen Zeichnungen und verrückten Ideen! Kiki Spitz lebt mit ihrer Familie in dem berühmten Weltrekordhotel, dort wo das ganze Jahr Sommer ist! In dieses besondere Hotel kommen die kuriosesten Gäste, dort gibt es keine Langeweile! Ist das nicht genau das richtige Buch für einen regnerischen Nachmittag?

    Da möchte ich euch am liebsten gleich ihre Familie vorstellen, die stellt immer wieder neue Rekorde auf, sie haben die meisten Rekorde aufgestellt, deswegen bewohnen sie das Weltrekordhotel! Kiki ist ein Profi im Einradfahren, sie ist ständig damit unterwegs. Ihr Bruder Ben ist einfach großartig im Kirschkernweitspucken. Ihre Mutter Carmen stickt weltmeisterlich und ihr Vater ist einfach ein Profi auf Rollschuhen. Tante Nicoletta ist die stärkste Frau der Welt! Der Goldfisch Monsieur Rouge gehört ebenfalls zu Familie, er kommentiert alles, wird leider auch übersehen und ist einfach der Liebling meiner Jungs. Und Adele die kleinste Frau der Welt ist Dauergast im Hotel und reitet mit Begeisterung auf Lanzelot, einfach unglaublich sich das vorzustellen. Nick ist Kikis bester Freund und unterstützt sie bei ihren Weltrekorden.

    Doch worum geht es eigentlich in diesem Buch?
    Renatus Renner möchte der Familie Spitz das Weltrekordhotel abnehmen, denn seine Familie liegt bei den Rekorden an zweiter Stelle und so fordert er sie zu einem Wettkampf heraus. Kiki soll gegen Louis, den Neffen von Renatus Renner, antreten. Kann Louis Kiki im Einrad fahren besiegen? Die Familie Spitz bereitet Kiki auf den spannenden Wettkampf vor! Werden Kiki und ihre Familie dieses Duell gewinnen und können sie weiterhin im Weltrekordhotel wohnen?

    Die Autorin Katja Henkel hat uns mit ihrem wunderbaren, verrückten, lustigen und spannenden Kinderbuch begeistert, bereits auf den ersten Seiten fiel es uns schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Ihr Schreibstil ist so angenehm, kindgerecht und detailreich, dass wir uns die Szenen wunderbar vorstellen konnten. Die Familie Spitz hatten wir sofort in unser Herz geschlossen, denn diese Familie ist etwas Besonderes. Meine Jungs waren begeistert. Mein kleiner Sohn wollte am liebsten Familie Spitz in den Ferien besuchen, so lebendig wurden die Figuren beschrieben.
    Wir hatten beim Lesen viel Spaß, denn die Geschichte ist einfach witzig, fantastisch und einfach „spitze“. Über so manche Rekorde mussten wir wirklich schmunzeln und andere Ideen mussten wir einfach ausprobieren. Alle Mitglieder der Familie Spitz und ihr Freund Nick versuchen Kiki für den Wettbewerb vorzubereiten, sie trainieren gemeinsam und unterstützen Kiki so gut sie können. Am witzigsten fanden wir die roten Trainingsanzüge. Doch reicht die gemeinsame Vorbereitung aus, um gegen die fiesen Aktionen von Renatus Renner anzukommen?
    Uns gefielen die kurzen Kapitel, so konnten wir unterschiedlich viele Kapitel am Abend lesen, je nachdem wie viel Zeit wir hatten. Der Text ist nicht durchgehend in einer Schrift gestaltet, es sind manchmal nur ein Wort, dann wieder mehrere Wörter oder ein Satz in einer unterschiedlichen Schriftarten dargestellt, so bekommen diese hervorgehobenen Wörter eine besondere Bedeutung.
    Besonders gelungen finden wir die Illustrationen in Form von Karikaturen von Karsten Teich, die den Text immer wieder auflockerten und uns immer wieder begeisterten. Auch das Cover ist klasse, bunt, witzig und frech, es passt perfekt zu Kikis wilder Welt. In der Mitte aber sieht man Kiki mit dem Goldfisch Monsieur Rouge im Glas unterm Arm, ihrem Bruder Ben und ihrem besten Freund Nick mit seiner Kappe.
    Dieses zauberhafte, spannende und witzige Kinderbuch unterhält Groß und Klein weltrekordverdächtig gut!

  24. Cover des Buches Wächter der letzten Pforte (ISBN: 9783944544670)
    Henning Mützlitz

    Wächter der letzten Pforte

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Suka
    Worum geht es?

    Der knappe Licoas und die Tequa Moriana, gehören verfeindeten Völkern an und überleben als

    Einzige eine Tod bringende Schlacht. Er rettet sie vom Schlachtfeld und schleppt sich mit ihr von dem Feld, wo ihre Waffenbrüder gestorben sind.

    Um herauszufinden was bei der Schlacht tatsächlich die Heere ausgelöscht hat, verbünden sich die Beiden und finden sich in einer Welt voller Intrigen, Zauberer und eines Artefaktes wieder, welches die gesamte Weltordnung vernichten kann.

    Doch wird es den Beiden gelingen, das Ganze aufzuhalten?

    Nicht sehr ergiebig, aber ich muss sagen, wenn ich ausführlicher werden, würdet ihr Erstens unweigerlich gespoilert werden und Zweitens, würde ich einen neuen Roman über diesen Roman verfassen.

    Meine Meinung

    "High Fantasy für alle Freunde von Schwertkämpfen, magischen Duellen und Luftschiffen." Und genau das, kann ich so nur unterschreiben.

    Die Wächter der letzten Pforte ist kein Buch für Zwischendurch. Es verlangt deine vollkommene Aufmerksamkeit, um den Inhalt erfassen zu können. Das komplexe Setting, die Politik darin und die Figuren. Einfach alles benötigt deine volle Konzentration und wenn du diesem Buch diese gewährst, wird es dich begeistern. Man taucht ein diese Welt und begibt zusammen mit dem Valdorer Liocas und der Tequa Moriana in diese Welt voller Intrigen und Geheimnisse.

    Fällt der Einstieg auch etwas schwer, so lohnt es sich doch dran zu bleiben und komplett in diese geschaffene Welt einzutauchen. Der Roman glänzt durch spannende Handlungen, die immer wieder auch überraschen können.

    Teilweise sind die Informationen wirklich zahlreich und man hat wirklich Mühe, alles zu erfassen, aber das umfangreiche Glossar am Ende hilft unwahrscheinlich dabei, den Durchblick zu behalten.

    Die Hauptprotagonisten könnten unterschiedlich nicht sein und genau das machte es für mich so interessant, den Beiden auf ihrem Weg zu folgen. Vor allem Moriana entwickelt sich während der Reise positiv und ist nicht mehr ganz so der impulsive Typ.

    Alle Kampfszenen, Abstürze und so weiter konnte mich begeistern, denn sie wahnsinnig toll ausgearbeitet und verleiten einen zum Mitfiebern.

    Fazit

    Jeder der eine wirklich gute Story im High - Fanatsybereich sucht, ist hier richtig gut aufgehoben.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks