Bücher mit dem Tag "wilder westen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wilder westen" gekennzeichnet haben.

186 Bücher

  1. Cover des Buches Butcher's Crossing (ISBN: 9783423145183)
    John Williams

    Butcher's Crossing

    (125)
    Aktuelle Rezension von: Julia999

    Vor allem dieser Roman hat mir vor Augen geführt, wie irreführend Genrebezeichnungen manchmal sein können. Butcher's Crossing wird meist als Western eingeordnet, doch für mich war er weit mehr als das. Es ist ein Roman über die Illusionen, mit denen Menschen sich selbst begegnen, über Gier, Natur und die Frage, was von einem Menschen bleibt, wenn die eigenen Vorstellungen an der Wirklichkeit zerschellen. Der Westen bildet hier den Schauplatz, nicht das eigentliche Thema.

    Als Jugendliche sah ich einmal eine Dokumentation über die nahezu vollständige Ausrottung der Büffelherden in Nordamerika und über Skelettberge, die nach der systematischen Vernichtung zurückblieben. Auch die gezielte Schwächung der indigenen Bevölkerung wurde thematisiert. Diese Bilder haben mich nie ganz losgelassen. Vielleicht war genau das der Grund, weshalb ich zu diesem Buch gegriffen habe. Beim Lesen kehrten diese Erinnerungen immer wieder zurück und machten viele Szenen besonders eindringlich.

    John Williams erzählt die Geschichte in einer Sprache, die nie nach Aufmerksamkeit verlangt und dennoch eine enorme Kraft entwickelt. Die Landschaften, die langen Tage in der Wildnis und die körperliche Erschöpfung der Männer entfalten sich beinahe unmerklich, bis man selbst das Gefühl hat, Teil dieser Expedition zu sein. Die Landschaft beobachtet die Menschen beinahe teilnahmslos. Sie belohnt niemanden und bestraft niemanden. Sie ist einfach da und macht deutlich, wie unbedeutend menschliche Pläne sein können.

    Will Andrews beginnt seine Reise mit einer fast romantischen Vorstellung vom Westen und von sich selbst. Was er unterwegs erlebt, verändert ihn auf eine Weise, die nie erklärt oder dramatisiert werden muss. Auch die übrigen Figuren wirken nie wie bloße Stellvertreter einer Idee. Ihre Beweggründe bleiben oft unausgesprochen und erhalten genau dadurch eine besondere Glaubwürdigkeit.

    Williams verweigert jede Verklärung des amerikanischen Westens. Je weiter die Jagd voranschreitet, desto deutlicher verschiebt sich der Blick. Es geht irgendwann nicht mehr um Büffel, sondern um die Mechanismen menschlicher Gier. Um den Moment, in dem ein berechtigtes Ziel in Maßlosigkeit umschlägt und niemand mehr fragt, wann genug eigentlich genug gewesen wäre. Die eigentliche Tragik liegt nicht in der Gewalt selbst, sondern darin, wie selbstverständlich sie wird.

    Ich habe das Buch längst beendet und denke trotzdem noch immer an einzelne Bilder und Gespräche zurück. Butcher's Crossing ist für mich ein Roman, der weit über seine historische Handlung hinausreicht und Fragen aufwirft, die sich nicht mit der letzten Seite erledigen.

  2. Cover des Buches Der erste Sohn (ISBN: 9783442713097)
    Philipp Meyer

    Der erste Sohn

    (55)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Ein Roman, der die Geschichte von Texas aus verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen Zeiten erzählt. Das Konzept, drei Familienmitglieder aus verschiedenen Generation in Form von Erzählungen und/oder Tagebucheinträgen erzählen zu lassen, ist ungewöhnlich - passt aber zu der Geschichte. Auch wenn man als Leser einen Moment braucht, sich an diesen Stil zu gewöhnen.

    Der Roman umspannt einen Zeitrahmen von Mitte des 19. Jahrhundert bis - so lese ich es - Ende des 20. Jahrhunderts. Thematisiert wird die Veränderung. 

    Die Veränderung des Landes.
    Die Veränderung der Menschen.
    Die Veränderung der wirtschaftlichen Grundlagen.
    Die Veränderung im Zusammenleben von Weißen, Indianern und Menschen mit mexikanischen Wurzeln.

    Immer während Motiv ist das Verdienen von Geld - und was man dafür zu opfern bereit ist.

    Meinung:

    Meyer liefert keine Antworten auf die Frage, ob die Veränderungen der letzten 150 Jahre gut oder schlecht sind. Das muss jeder für sich selber entscheiden. Von daher ein gelungener Roman.

    Problematisch sind die verschiedenen Perspektiven. Nicht jeder Protagonist ist wirklich sympathisch. Nicht jede Lebensgeschichte wirklich spannend. Da liegt in meinen Augen der entscheidende Schwachpunkt des Werkes. Während die Geschichten von Eli und Jeannie jede ihre eigene Spannung und Ironie haben, verflacht die Geschichte von Peter immer mehr. Starker Beginn - schwaches Ende.

    In diesem Missverhältnis liegt auch meine Sternevergabe begründet.

    Fazit:

    Ich halte den Roman trotz aller Kritik für lesenswert. Es gibt gewisse Parallelen zu Micheners Texas - aber Der Erste Sohn hinterlässt ganz andere Fragen.

  3. Cover des Buches Der Ripper (ISBN: 9783453675810)
    Richard Laymon

    Der Ripper

    (144)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Ich hatte aufgrund des historischen Hintergrunds des Romans ein wenig Respekt vor „Der Ripper“, allerdings ging es Laymon-typisch hauptsächlich um Gewalt und Sex – was nun wirklich mit Jack the Ripper war, war eher zweitrangig. Eine Sache, die ich bei der Lektüre aber gelernt habe, ist, dass der berüchtigtste Mörder der Weltgeschichte gar keine sonderlich hohe Opferzahl zu verzeichnen hat, er tötete „nur“ fünf Frauen!

    Ich fand schnell in die Geschichte rein und fieberte bald mit, auch wenn entsprechend dem Setting im neunzehnten Jahrhundert einige Dinge, etwa Kleidung oder Ausrüstung, ungewohnt waren, insbesondere zu Beginn in London.

    Ab der Bootsreise nach Amerika mit der Gefangenen Trudy gefiel mir das Buch deutlich besser. Die Szenen an Bord der True D. Light waren, wie von Laymon gewohnt, zeitlos (und Jack the Ripper wurde zu einem beliebigen, wenn auch ungewohnt höflichen Irren degradiert).

    Trevor, ganz der Gentleman, machte es gewissermaßen zu seinem Lebenssinn, den Frauenmörder aus London in der „Neuen Welt“ aufzuspüren. Seine „geschwollene“ Redensart, auf die er mehrmals hingewiesen wurde, gemahnte mich an den Humor in den Büchern von Dean Koontz, Odd Thomas zum Beispiel ist ein ähnlicher Charakter.

    (SPOILER) Nachdem Trevor im Schnee auf das Haus eines ehemaligen Generals gestoßen war und dieser infolge des Todes seiner Frau Suizid begangen hatte, entwickelte sich eine Romanze zwischen ihm und Sarah, der Tochter des Generals. Auch wenn er erst fünfzehn und sie keine Ahnung wie alt genau war, fand ich die beiden süß zusammen.

    Trevor musste wegen des Altersunterschieds vorgeben, ihr Diener zu sein, geriet während einer Zugreise dann aber in einen Konflikt mit einem anderen Verehrer, welchem Sarah bereitwillig ihre Zeit schenkte – angeblich, weil Trevor sie vor ihm blamiert hatte –, und wurde bei einem nächtlichen Handgemenge aus dem Waggon gestoßen.

    Ab diesem Punkt wurde die Geschichte wieder schwächer. Die Desperados, anschließend der Scharlatan mit seinem Wundermittel, waren unnötige Stationen auf Trevors Reise, die ich sicher nicht vermisst hätte.

    Schlussendlich traf er die wilde Jesse, welche sein Pferd stehlen wollte und sich zum neuen Love Interest entwickelte. Ich fand sie ebenfalls sympathisch, doch kam sie nicht an Sarah heran.

    Die ganze Zeit hoffte ich auf ein Wiedersehen mit dieser, leider kam es indes nicht wie erwartet: Beim Finale (das mir zur Hälfte zusagte), in einer Höhle, wo sich Jack the Ripper versteckt hatte, trat lediglich ihre verstümmelte Leiche auf. Laymon schien inzwischen endgültig vergessen zu haben, dass er eigentlich über einen historischen Londoner Frauenmörder schrieb, denn der messerschwingende Verrückte hatte keinerlei Ähnlichkeit mehr mit dem höflichen, wiewohl manipulativen Mann vom Anfang.

    Anschließend gab es noch einige Seiten für Trevors und Jesses Beziehung. (SPOILER ENDE) Laymon schaffte es hier, eine richtige Liebe, eine Jugendliebe, zu schreiben, obgleich diese alle paar Seiten von einigen Worten über Brüste durchsetzt sein mochte.

    „Richard Laymons wohl außergewöhnlichstes Buch“, wie es auf der Rückseite steht, trifft tatsächlich zu. Am Ende hatte ich sogar kurz den Eindruck, es hätte jemand anderes geschrieben. Es war ungewohnt philosophisch und das Erste Mal von Trevor und Jesse wurde nur erwähnt, nicht über zehn Seiten ausgebreitet.

    Fazit: Die Story um Jack the Ripper ruhte von Seite 145 bis 445, dennoch – oder gerade deshalb – mochte ich „Der Ripper“ größtenteils. Das Beste war für mich die erste Hälfte bis zur Zugfahrt mit Sarah.

     


  4. Cover des Buches Winnetou 1 - Der rote Gentleman, Winnetou 2 - Der rote Gentleman, Winnetou 3 - Der rote Gentleman und Der Schatz im Silbersee (ISBN: 9783861509844)
    Karl May

    Winnetou 1 - Der rote Gentleman, Winnetou 2 - Der rote Gentleman, Winnetou 3 - Der rote Gentleman und Der Schatz im Silbersee

    (209)
    Aktuelle Rezension von: BuddyTV

    Im Buch „Winnetou“ beschreibt Karl May sich selbst als deutschen Auswanderer, der in den wilden Westen nach Amerika kommt. Anfangs als Hauslehrer tätig, ändert sich sein Leben schlagartig, als ihn ein finanziell lukratives Angebot in die Prärie lockt. Im Zuge dessen findet er in Sam Hawkens, Dick Stone und Will Parker Freunde, die ihm den Aufenthalt deutlich angenehmer machen. Es gibt aber auch Personen, die ihm weniger wohl gesonnen sind, sowohl im, als auch außerhalb des Lagers. So ist auch Winnetou vorerst auf der feindlich gesinnten Seite und erst durch einige Listen und glückliche Zufälle ändert sich das Verhältnis zu dem, was heute sicherlich den meisten bekannt ist. Mehr möchte ich aus Spoiler-Gründen zur Handlung nicht sagen 😄

    Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, weshalb ich eine Leseempfehlung aussprechen würde. Allerdings muss ich zugeben, dass die ersten 50-100 Seiten, sowohl vom Schreibstil, als auch von der Handlung gewöhnungsbedürftig sind. Hat man aber einmal reingefunden, so kann das Buch einen durchaus fesseln. Gerade als Karl May Neuling, sollte man aber etwas Geduld mitbringen, um auch die vermeintlich „langweiligen“ Stücke des Buches zu überwinden, denn das ist es auf jeden Fall Wert 📚

  5. Cover des Buches The Revenant – Der Rückkehrer (ISBN: 9783492305655)
    Michael Punke

    The Revenant – Der Rückkehrer

    (69)
    Aktuelle Rezension von: renee

    Ein interessantes und sehr spannendes Abenteuerbuch! Es entführt die Leser in eine vergangene Zeit, in eine vergangene Welt, in die nördlichen Prärien des frühen 19. Jahrhunderts. Auch dieses Buch transportiert keine Wildwestromantik, sondern zeigt eine eher grausame Realität. "The Revenant - Der Rückkehrer" ist eine abenteuerliche und auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte, die die Natur und die Gewalt der Menschen und die Grausamkeit und Gleichgültigkeit der Natur zeigt. Es geht um ein aggressives Geschehen und eine Reaktion darauf, den Wunsch nach Rache. Hugh Glass wird von seinen Reisegefährten beraubt und schwer verletzt in den Prärien zurückgelassen. Dennoch kann er sich retten und dürstet nach Rache. Vielleicht hat ihn auch gerade die Tat seiner Reisegefährten wieder ins Leben zurückgeholt. Wer weiß das schon?!?! Mir erschien es auf jeden Fall so. Dabei fand ich die Schreibe interessant und das Thema gut rübergebracht, etwas gestört hat mich nur, dass die indianischen Bewohner Amerikas hier nicht so gut wegkommen, aber hier spricht nur mein Wunsch und vielleicht auch meine Romantik. Denn beide Bevölkerungsgruppen werden authentisch und menschlich gezeichnet, wir leben ja auf keinem rosaroten Ponyhof. Die lebensfeindlichen Witterungsbedingungen werden perfekt geschildert und der Leser bekommt eine Ahnung davon, was es heißt damals und an diesem Ort gelebt und überlebt zu haben. Ebenso finde ich, dass dieses Buch ein Winterbuch ist, denn in dieser Jahreszeit wird der Geist des Buches noch etwas besser transportiert.

    Interessant finde ich auch, dass das Buch recht wenig Ähnlichkeit zu dem Film aufweist. Und das Buch durchaus realer rüberkommt und damit bekommt der Film, den ich auch sehr schätze, einige Minuspunkte ab. Denn die Figur des Hugh Glass kommt in dem Buch weniger reißerisch rüber, ist aber dafür deutlich lebensechter! Wenn das Drehbuch des Films sich mehr an dem Buch orientiert hätte, wäre der Film ebenso toll geworden. Schade!

  6. Cover des Buches The Alloy of Law (ISBN: B007NBH9V2)
    Brandon Sanderson

    The Alloy of Law

    (7)
    Noch keine Rezension vorhanden
  7. Cover des Buches The Hunger - Die letzte Reise (ISBN: 9783453319271)
    Alma Katsu

    The Hunger - Die letzte Reise

    (58)
    Aktuelle Rezension von: Esa

    Ich weiß nicht viel über die wahre Geschichte der Donner-Gruppe, daher werde ich nicht auf historische Fakten in diesem Buch eingehen.

    Alma Katsu lässt das tragische Schicksal der Donner-Gruppe neu aufleben. Sie stellt eine Reihe realer Personen, aber auch fiktive Charaktere vor. Zu Beginn des Buches ist die Gruppe bereits seit Monaten unterwegs. Doch Katsu streut bereits Hinweise, dass die Gruppe längst von tragischen Schicksalschlägen verfolgt wird. Es gibt zwielichtige Gestalten, Familienfehden, und ein Misstrauen, das immer stärker wird.

    Katsu beschränkt sich oft auf die wichtigsten Punkte, wodurch es leicht ist die Spannung zu halten. Es gibt keine lückenfüllenden Gespräche oder Ablenkungen. Alles bringt die Handlung voran.

    Die Geschichte wird aus dem Blickwinkel mehrerer Charaktere erzählt und springt zwischen der Gegenwart und länger zurückliegenden Geschehnissen hin und her.

    Generell gefiel mir Katsu's Erzählweise. Zum Ende hin kam es mir aber doch ein wenig Lückenhaft vor, da plötzlich nicht auf Dinge eingegangen wurde, die ich erwartet hatte zu erfahren.

     (Wo ist das Pferd hin verschwunden? Lebt dieser Charakter überhaupt noch? Er wurde lange Zeit nicht erwähnt. Hat die Gruppe jetzt eigentlich mal <DAS> angesprochen?? usw.) 

    Möglicherweise ist hier etwas in der Übersetzung verloren gegangen. Schwer zu sagen.

    Katsu spricht ungeschönt die Misshandlung und Vertreibung der indigenen Bevölkerung an, was ich positiv bewerte, auch wenn das (leider realistische) Verhalten der Gruppe mich sehr wütend gemacht hat.

    Das Mysterium um die lauernde Gefahr hat letztendlich einen völlig anderen Ursprung, als ich es erwartet hatte. Aber rückblickend ist es eine sehr klare Metapher für das Grauen und Leid, das der Kolonialismus über diesen Kontinent gebracht hat.

    Trigger-Warnung:

    Es werden Kindesmisshandlung und versuchte Vergewaltigung behandelt.

  8. Cover des Buches Jäger der Macht (ISBN: 9783453529427)
    Brandon Sanderson

    Jäger der Macht

    (105)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Jagusch

    Ich war echt nervös, weil Mistborn Era 1 doch schon eine Weile her ist und ich fest überzeugt war, dass ich alles über die Welt und die Fähigkeiten vergessen hatte. Aber Brandon Sanderson hat es wirklich super einfach gemacht wieder in die Welt reinzufinden und ich hab schnell wieder kapiert wie die Metalle funktionieren.

    Und die Charaktere. Wax und Wayne. Die beiden benehmen sich wie ein uraltes Ehepaar, ohne dabei nervig zu sein. Ich liebe sie beide einfach total. Aber Marasi hat absolut mein Herz gestohlen, ich mag sie und ihre Art total gerne, und auch wie gut sie sich in das Wax/Wayne Duo eingefügt hat.

    Die Story war wirklich interessant und auch spannend, das Buch hat einige Antworten geliefert aber wirklich noch viel offen gelassen, was wir dann in den Folgebänden erfahren können. Ich bin echt super gespannt und es ist einfach toll wieder zurück in der Welt zu sein.

  9. Cover des Buches Die Felsenburg (ISBN: 9783780215208)
    Karl May

    Die Felsenburg

    (28)
    Aktuelle Rezension von: Lerchie

     

    Old Shatterhand war in Guaymas angekommen und suchte sich zunächst einen Ort zum Schlafen. In einem Hotel, das diese Bezeichnung eigentlich nicht verdiente, das jedoch das einzige im Ort war, fand er ihn. Dort wohnte auch der Mormone Harry Melton, ein Heiliger der letzten Tage. Vom Wirt hatte Old Shatterhand erfahren, dass dieser auf ein Schiff wartete, das ihn nach Lobos bringen sollte. Auch wenn ihm der Mann nicht gefiel, so nahm er doch sein Angebot an, ihn mitzunehmen. Doch behielt er sich die Entscheidung, ob er auf der Hacienda del Arroyo als Buchhalter arbeiten wolle, für das Ende der Reise vor.

    Der Mormone war ihm von Anfang an nicht geheuer. Und als er erfuhr, dass der Mormone eine große Gruppe Deutscher zur Hacienda führen wolle wurde er noch misstrauischer. Mit seinem Kabinennachbarn kam er ins Gespräch. Dieser hatte diese Reise nur mitgemacht, um seiner untreuen Braut nahe zu sein. Auf Deck konnte Old Shatterhand beim Lauschen dann die Bestätigung finden, dass Melton mit den Deutschen nicht das vorhatte was er vorgab. 

    Auf dem Ritt von Lobos zur Hacienda setzte er sich dann unauffällig ab, um in Ures Anzeige zu erstatten, doch das nützte nichts, denn der Mann dort gedachte nicht, etwas zu unternehmen. Also musste er es selbst tun.

    Die Abenteuer, die Old Shatterhand allein und mit Freunden, erlebt, sind spannend geschrieben. Denn er hatte recht mit seiner Vermutung, dass seinen Landsleuten Unbill drohe. Ja es drohte ihnen noch viel mehr, und auch Old Shatterhand geriet durchaus in Lebensgefahr. Doch das hielt ihn nicht davon ab zu versuchen seine Landsleute zu retten.

    Wird ihm das gelingen? Vermutlich schon, aber wie?

    Das Buch lässt sich immer noch leicht und flüssig  lesen. Ich selbst habe es schon so oft gelesen, dass ich gar nicht mehr weiß, wie oft. Es fängt auch gleich spannend an. Den einen oder anderen mögen die genauen Beschreibungen Karl Mays stören. Er beschreibt die Menschen genauso genau, wie die Landschaften. Das mag sich manchmal etwas ziehen, ist aber oft im Nachhinein von Nutzen. Ich habe schon als Kind fast alle Karl-May-Romane verschlungen. Und ich lese sie auch jetzt noch ab und zu gerne. Der Schreibstil ist für die heutige Jugend vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Doch sollte man bedenken, dass dieses Buch schon vor mehr als hundert Jahren geschrieben wurde. Es hat mir, obwohl wie schon gesagt schon oft gelesen, wieder sehr, sehr gut gefallen.

  10. Cover des Buches Vom Suchen und Finden (ISBN: 9783791500409)
    Kenneth Oppel

    Vom Suchen und Finden

    (32)
    Aktuelle Rezension von: helenscreativeobsession
    Meine Meinung
    Cover und Titel: Das Cover sowie die Innengestaltung sind sehr aufwändig gemacht. Besonders die vielen Details, die es auf dem Cover zu entdecken sind, machen das Cover zu einem Blickfänger. Ich liebe auch die Zusammenstellung der Farben. Und nebenbei passt er übrigens auch perfekt zur Geschichte. Im Buch drinnen finden sich zwei Schrifttypen einer für Rachels Sicht und einer für die von Samuel. Auch der Titel ist sehr originell.

    Schreibstil: Der Schreibstil kommt ohne grossen Schnick-Schnack aus und ist erfrischend einfach gehalten. Die Gefühle kommen aber trotzdem sehr echt rüber.

    Inhalt: Als erstes: Die Geschichte spielt in der Vergangenheit, irgendetwas um 1912 herum (also auf jeden Fall nach dem Bürgerkrieg). Das allerdings ist mir erst nach den ersten 100 Seiten so richtig klar geworden. Ich bin zwar immer wieder über Dinge gestolpert wie Telegramme oder dass Frauen nicht zur Universität gehen können, gänzlich begriffen habe ich es allerdings erst, als sie eine Kutsche genommen haben. Ich bin schlichtweg gar nicht auf die Idee gekommen, dass die Geschichte in der Vergangenheit spielt, da das so nur am Schluss in der Danksagung erwähnt wird.

    Die Zeit, die sich der Autor ausgesucht hat, ist eine sehr ereignisreiche Zeit, wie gesagt, der Bürgerkrieg lag erst wenige Jahre zurück. Die «Weissen» drangen immer weiter in den Westen vor und versuchten den Indianer ihr Gebiet wegzunehmen und sie in immer kleinere Reservate zu treiben. Aber auch aus wissenschaftlicher Sicht war einiges los.

    Die Geschichte nimmt diesen geschichtlichen Hintergrund perfekt auf und verknüpft ihn auch mit Sams und Rachles Geschichte. Der Verlauf ist perfekt. Am aller aller besten ist es, dass es zwischen den beiden nie ein wirkliches Drama gibt. Natürlich, sie streiten und sind nicht immer gleicher Meinung, aber sie lieben sich, so einfach ist das. Erstaunlich ist, dass der Wettkampf ihrer Väter die beiden nicht auseinander treibt, sondert zusammenschweisst. Ich möchte keine einzige Seite dieser Geschichte missen müssen!

    Charaktere: Samuel Bolt, möchte um jeden Preis Paläontologe werden, wie sein Vater. Dieser hat es aber schwierig, da er keine Professur hat. Das reibt ihm vor allem Professor Cartland, Rachles Vater, gerne unter die Nase. Bolt, auch Rauf-Bolt genannt, kann aber ziemlich hitzköpfig sein, weshalb auch schonmal die Fäuste fliegen. Samuel schämt sich deswegen ein bisschen für seinen Vater und ist deshalb auch wütend auf ihn. Auch Samuel ist hitzköpfig, aber vor allem zielstrebig und impulsiv. Er will nicht etwas, er will alles.

    Rachel Cartland, Rachel ist eine sehr moderne junge Frau, die überhaupt nicht in ihre Zeit zu passen scheint. Auch sie will Wissenschaftlerin werden, weshalb sie ständig versucht ihren Vater zu überzeugen, sie zur Universität gehen zu lassen. An Rachel gefällt mir, ihre Unkompliziertheit. Sie nimmt die Dinge so wie sie sind. Das allerdings kann manchmal dazu führen, dass ihr der Mut allzu schnell schwindet. Rachel konnte mich von Anfang an auch mit ihrer Schläue und Selbstbestimmtheit beeindrucken.

    Samuel sowie Rachel machen im Verlauf der Geschichte grosse Veränderungen durch. Bevor sie sich kennenlernen hatten keiner von beiden eine Ahnung von Liebe, doch sie interpretieren diese fünf Buchstaben unter der brennenden Sonne der Badlands auf ihre ganz eigene wundervolle Weise.



    Fazit
    Ein wunderschönes Buch! Zwei junge Menschen, die viel unterschiedlicher nicht sein können, die aber von der Liebe und einem gut versteckten Dinosaurierskelett zusammengeführt werden.



    Bewertung
    ⭐⭐⭐⭐⭐
  11. Cover des Buches Troubleshooter: Das Aufgebot (ISBN: 9783959620314)
    Felix A. Münter

    Troubleshooter: Das Aufgebot

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Line1984
    "Das Aufgebot" ist der erste Teil der Troubleshooter Reihe. Das Cover sprach mich sofort an und auch der Klappentext machte mich mehr als neugierig. Ich freute mich riesig aufs lesen und war gespannt was mich hier erwarten würde.



    Der Schreibstil des Autoren ist locker und flüssig zugleich zudem ist sein Stil sehr einnehmend und fesselnd. Ich habe dieses Buch in Rekordzeit verschlungen, ich habe es inhaliert und ich bekam doch nicht genug. Diese neue Reihe macht ganz klar süchtig.



    Ich hatte ja keinerlei Ahnung was genau mich hier erwarten würde, deshalb ging ich relativ neutral an das Buch ran. Doch bereits nach wenigen Seiten war ich vollkommen geflasht! Was der Autor hier geschafft hat ist mehr als einmalig. Ich war sprachlos und absolut begeistert.



    Die Handlung ist unglaublich spannend und rasant, es wird gruselig und nervenaufreibend. Eine, wie ich finde, perfekte Mischung. Durch die geschickten Wendungen hatte ich zudem keine Ahnung wie das ganze ausgehen würde. Tja, und das Ende hat mich quasi umgehauen. Dieses Buch ist ein absolut genialer Reihenauftakt der mich mehr als begeistert hat!



    Ich freue mich nun natürlich riesig auf die anderen Bände der Reihe und kann es kaum erwarten auch diese zu lesen.
    Klare Empfehlung!


    Fazit:



    Mit "Das Aufgebot - Troubleshooter 1" ist dem Autoren ein Reihenauftakt der besonderen Art gelungen. Eine packende, spannende und nervenaufreibende Handlung fesselten mich bis zur letzten Seite.

    Natürlich bekommt dieses Meisterwerk von mir die volle Punktzahl.
  12. Cover des Buches Anton Serkalows Nighthunter 1: Die Nacht der Ghule (ISBN: B07PMLDJWG)
    Anton Serkalow

    Anton Serkalows Nighthunter 1: Die Nacht der Ghule

    (20)
    Aktuelle Rezension von: phantastische_fluchten

    Es handelt sich um eine Neuauflgae der Nighthunter Serie, die ich damals sehr gerne gelesen habe. Obwohl das Cover nahezu identisch ist, gefällt mir die dezentere Farbgebung von damals besser.


    Die "Aaron McKenzie Bande" plant, den Nachtzug  der zwischen Denver City - Colorado und Omaha - Kansas verkehrt, zu überfallen. Bevor sie ihren Plan ausführen können, funken ihnen der Vampir Louis Royaume und der Gestaltwandler Geistwolf dazwischen. Für den adeligen Vampir sind die Banditen eine leckere, unverhoffte Mahlzeit, die er auch dringend benötigt, da er sich noch von einigen schweren Verletzungen erholen muss. Frisches Blut fördert die Heilung.

    Zwar haben die beiden Nighthunter den Plan der Bande vereitelt, sie halten aber selber den Zug an, da einer der Fahrgäste etwas besitzt, was für den Vampir überlebenswichtig ist.

    Weder die Reisenden, noch die beiden Freunde ahnen, was noch in dem Zug befördert wird. 

    Kommentar:

    Ich möchte zu diesem Buch so vieles schreiben aber dann wäre die Rezension noch länger als meine üblichen Texte und die sind schon sehr ausführlich und lang.

    Der Autor katapultiert den Lesenden sprichwörtlich mit einem Tritt in die Handlung. Wir erfahren weder, woher sich die beiden Nighthunter kennen, noch etwas über ihre Herkunft. Auch auf  den Gegenstand, den Louis Royaume unbedingt in seinen Besitz bringen will, wird nicht näher eingegangen. 

    Beindruckend ist das Zusammenspiel der beiden Freunde, die sich blind aufeinander verlassen können.  Sie beschützen die Passagiere des Zuges, ohne an ihr eigenes Wohl zu denken. Die Frage, die Louis hier gestellt wird: „ Warum kämpfst Du auf Seiten der Menschen?“,  beantwortet Louis in dieser ersten Geschichte nicht.

    Auch in der zweiten Geschichte bleiben viele Fragen offen. Zwar erfährt der Leser etwas mehr über den Gegenstand, den Louis so verzweifelt zu finden trachten aber der Ursprung der Freundschaft zwischen den beiden Nachtwesen und ihre Verbundenheit bleibt im Dunkeln. 

    Anton Serkalow listet am Ende seines Buches auf, wer und was ihn alles zu dieser Geschichte inspiriert hat. Wenn man liest, dass die Mitglieder einer  Diebesbande die Namen Joe, William, Jack und Averell tragen, erkennt man sicherlich schon eine Inspirationsquelle.

    Ich lese selten Bücher in denen Vampire eine Hauptrolle spielen, da ich von den heutigen Glitzervampiren und Sexsymbolen eher abgenervt bin. Horrorbücher meide ich, so dass ich über Ghule und Zombies bisher kaum etwas gelesen habe und somit keine Vergleichsmöglichkeiten habe. Daher kann ich subjektiv nur sagen "dieses Buch ist saucool".

    Der Vampir Louis ist ein sehr ambivalenter Charakter. Sicher hat der Autor nicht zufällig diesen Namen für seinen Vampir gewählt, der ebenso aus Louisiana stammt, wie der Louis aus den Romanen von Anne Rice, der Zögling von Lestat de Liancourt. Auch Joshua York, der mit seinem Clan auf  dem Schaufelraddampfer Fiebertraum auf dem Mississippi unterwegs ist, könnte Pate für Louis Royaume gestanden haben. Und ein weiterer Vampir, der über ein zwiespältiges Wesen verfügt und versucht, gegen seine dunkle Seite zu handeln, ist Thomas, der Bruder von Harry Dresden. Alle vier Vampire haben gemeinsam, dass sie mit den Menschen interagieren und sie nicht nur als Nahrungsquelle betrachten. Der innere Zwiespalt zerreißt sie förmlich. Hier konzentriert sich der Vampir auf die Bösewichter als Mahlzeit und davon gibt es im Wilden Westen mehr als genug. 

    Außer dem Skinwalker kenne ich bisher nur einen weiteren Gestaltwandler bzw. eine Gestaltwandlerin und das ist Mercy Thompson aus der Feder von Patricia Briggs. In den Legenden der amerikanischen Ureinwohner spielen Gestaltwandler aber eine große Rolle und Tony Hillermann hat dieses Legenden in seinen Ethno Krimis oft verwendet. 

    Papa Legba und Loa sind zwei Begriffe, die dem Lesenden sicher auch schon begegnet sind. In den American Horror Stories, in Angel Heart und in der Krimiserie von John Connelly mit Ermittler Charlie Parker. 

    Somit hat Anton Serkalow hier das Rad sicher nicht unbedingt neu erfunden aber was er aus den bekannten Zutaten zusammengestellt hat und was er an neuen Ideen beigesteuert hat ist absolut fesselnd und spannend. Natürlich dürfen der schwarze Staubmantel und die silbernen Sporen nicht fehlen. Sehr klischeehaft aber eben auch sehr passend. Ich wäre enttäuscht gewesen, hätten diese kleinen Details gefehlt. (Immerhin hat auch Brandon Sanderson in seinem Roman Jäger der Nacht nicht darauf verzichtet. )

    Nicht nur die Hauptcharaktere überzeugen, auch die Nebencharaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Vor allem der alte, verkrüppelte und missgestaltete Sam in der zweiten Geschichte ist einer meiner Favoriten.  

    In Westernromanen treten oft Duos auf. Natürlich fallen mir zuerst Old Shatterhand und Winnetou ein aber auch Walter Longmire und Henry Standing Bear sowie der Lone Ranger John Reid mit seinem indigenen Begleiter Tonto. Ich selber bin noch mit den Comics von Tom Mix oder Silberpfeil und Falk aufgewachsen In den Nighthunter sehe ich eine Hommage an all diese genannten Bücher und Filme.

    Die Geschichten sind allerdings nichts für zarte Seelen. Es ist ein Horrorszenario in einem Westernambiente und darauf muss man sich einlassen. Es wird zerstückelt, gemetzelt, und gemordet, an Blut wird also nicht gespart. Louis muss sich oft zusammenreißen, dass ihn der Blutrausch nicht überfällt und er selber zu einem Schlächter wird. 

    Sprachlich gibt es nichts zu meckern. Die Fußnoten, die der Autor einfügt, erläutern Begriffe aus dem Westernmilieu, die den Lesenden vielleicht nicht so bekannt sind. Das ganze wird abgerundet mit einer Karte des Wilden Westens der Jahre 1880/81 und einem Personenregister. 

    Von den genannten Inspirationsquellen kenne ich viele, vor allem God's Army und Erbarmungslos zählen zu den Filmen, die ich schon häufiger gesehen habe und die mich immer wieder zu fesseln vermögen.
     Und das Cover ist einfach spektakulär gut und das Buch hält, was das Cover verspricht. Ein gelungener, spannender, teils humorvoller aber auch blutiger Roman über den Wilden Westen, wie er besser kaum sein könnte. 

    Warum dieses Buch nicht bei Festa erschienen ist, wo es sicher wunderbar zum Programm gepasst hätte, verstehe ich nicht. Immerhin haben sie dort Longmire und Horror im Programm und Nighthunter ist die ideale Mischung aus beiden. Ich kann mit dem Begriff "weird western" nichts anfangen, so nennt sich das Genre wohl. 

    Für mich bleiben allerdings viele Fragen offen, die ich eventuell doch lieber zu Beginn der Serie beantwortet bekommen hätte:

    Wie haben sich Louis und Skinny kennen gelernt?

    Was hält sie zusammen?

    Wer ist Catherine?

    Über welche Macht verfügt das Amulett?

    Wie ist Louis zu seinen schweren Verletzungen gekommen?

    Was geschah in Jericho?

    Man sieht also, es müssen noch einige Bände erscheinen, um diese Fragen zu klären. Eine absolute Leseempfehlung für alle Fans des Bourbon Kid!

  13. Cover des Buches Mythos Little Bighorn (ISBN: 9783746028507)
    Arne Köhler

    Mythos Little Bighorn

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Saphir610

    Die wohl bekannteste Schlacht zwischen amerikanischer Kavallerie und den Indianischen Ureinwohnern. Wobei es dort schon beginnt, es sind nicht die Indianer sondern überwiegend die Sioux genannten Indianer, die verschiedenen Gruppen der Lakota und Cheyenne.

    Arne Köhler hat sich viel Zeit genommen, ausgiebig recherchiert, war selber vor Ort und hat die Fakten in eine gut detaillierte Form gebracht.

    Wie kam es zu dieser Schlacht, die mit der Niederlage von Custer endet, wer waren die Beteiligten von beiden Seiten, wie lief die Schlacht Mitte des Jahres 1876 ab und wie ging es danach weiter?

    Schon so kann man sich vorstellen, wie umfangreich dies alles ist, was alles mit rein spielt damit es so ablief wie es war. Über die Beteiligten aus Seiten der Soldaten gibt es wohl etwas mehr Informationen. Mich selbst interessieren die Indianer eindeutig mehr, die Ungerechtigkeit die ihnen und ihrem Lebensstil wiederfahren ist. Schade, dass diese Schlacht für sie nicht geändert hat.

    Neben dem gut gegliederten Aufbau und guten Beschreibungen ergänzen Bilder von einigen Beteiligten und Karten das Buch. Die Karten sind dann eventuell als einziges zu erwähnen, da sie zu klein sind um mehr als einen groben Überblick zu geben.

    Der Hergang der Schlacht mit allem was davor und danach passierte, ist sehr gut lesbar geschrieben. Es handelt sich um Fakten, die vom Autoren so dargestellt werden, dass es nicht nur langweilige Fakten sind, sondern sich der Leser dabei eher wie in einem Roman fühlt. Dabei wird in die Personen nichts hinein interpretiert. Der Wahnwitz der Schlacht ist gut nachvollziehbar.

    Für einen an der Geschichte, an der Schlacht vom Little Bighorn interessierten ist dieses Buch genau richtig, um detaillierte Informationen in einem guten Schreibstil zu erfahren.

    Ich kann dem Autoren nur zustimmen, ein Reise vor Ort, um sich das alles vor Augen zu führen, wäre sicherlich die beste Lösung und nachhaltig wirkend. Für alle, die das nicht können bleibt dieses Buch eine tolle Quelle.

    Meine Meinung über die Aneignung des Landes ist etwas anderes, doch wie die Regierung und alle anderen Stellen die Indianer sehen und regelmäßig Verträge brechen, Menschen vertreiben und unterdrücken wird aufgrund der Beschreibung auch deutlich, einfach nur durch die Darstellung der Vorgänge.

    Toll.

  14. Cover des Buches Winnetou II (ISBN: 9783939295020)
    Karl May

    Winnetou II

    (150)
    Aktuelle Rezension von: Pegasus1989

    Auch dieser Teil hat mich stark beeindruckt. Es ist einfach schön, wie schnell die Indianer nicht nur Feinde besiegen, sondern auch Freunde fürs Leben finden. Hinzu kommt, dass die Spannung nicht nachlässt und der Handlungsstrang gut nachvollziehbar geschrieben wurde. Dieser Teil hat mich sogar noch etwas besser unterhalten, als der 1. Teil es mit seinen sinnlosen Kämpfen zu Anfang konnte.

  15. Cover des Buches Wo der Himmel die Prärie berührt: Roman (ISBN: B08QSK4NY5)
    Rebecca Maly

    Wo der Himmel die Prärie berührt: Roman

    (46)
    Aktuelle Rezension von: Jacky2708

    Inhalt:

    Montana, 1871: Solange sie denken kann, zieht die rebellische Mary mit ihrem Vater, dem gestrengen Wunderheiler Joshua Jerobe, in einem Planwagen durch die Prärie. Nichts wünscht sie sich sehnlicher als einen Ort, an dem sie sesshaft werden kann.
    Als ihr Vater nach einer schweren Verletzung beschließt, sich als Lehrer an einer Schule für indianische Waisenkinder in dem beschaulichen Dörfchen Ulyssus' Rest niederzulassen, verliebt sich die junge Frau gegen alle Widerstände in den Halbblut-Cree Timothy.
    Doch der ist mit einem gefährlichen Auftrag nach Ulyssus' Rest gekommen, und schon bald muss Mary für die Liebe alles aufs Spiel setzen.

    Fazit:

    Der Schreibstil ist flüssig und liest sich angenehm. Die Figuren Mary und Timothy sind authentisch ausgearbeitet. Anfangs lernt der Leser die beiden kennen. Mary, die mit ihrem Vater durch das Land reist und Salben, Tinkturen und ähnliches verkauft. Timothy ist ein Halbblut und somit in der Gesellschaft nicht anerkannt. Er lebt mit seinem Vater auf einem Walfangschiff bis dieser ums Leben kommt. Danach schlägt er sich an Land durch und zwei Kopfgeldjäger nehmen sich seiner an. Mary lässt sich hingegen mit ihrem Vater nieder, da dieser sich von einem Überfall nicht richtig erholt. Seinen Frust lässt er immer mehr an seiner Tochter aus. Im letzten Drittel etwa, treffen die Protagonisten aufeinander und verlieben sich. Die Liebesgeschichte ist leider sehr schwach ausgearbeitet und geht dadurch irgendwie verloren. Die Gefühle kommen bei mir nicht an. Das fand ich sehr schade, denn gerade darum sollte es laut Klappentext gehen. Trotzdem ist es ein unterhaltsamer Roman.

  16. Cover des Buches Old Surehand. Erster Band (ISBN: 9783780207142)
    Karl May

    Old Surehand. Erster Band

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Old Shatterhand ist sehr überrascht, dass Winnetou nicht am verabredeten Treffpunkt auftaucht. Stattdessen findet er eine Nachricht: die Komantschen wollen Bloody Fox in seinem geheimen Schlupfwinkel im Llano Estacado überfallen. Ausgerechnet ihr Blutsbruder Shiba Bigk ist zum Verräter an ihm geworden. Winnetou ist bereits unterwegs, um seine Apatschen zu mobilisieren. Old Shatterhand macht sich sofort auf den Weg, um ebenfalls zu helfen. Dabei trifft er auf Old Wabble, den König der Cowboys, und Old Surehand, der ein düsteres Geheimnis mit sich herumträgt. Während seine Freundschaft mit Old Surehand wächst, entfremdet sich Old Shatterhand immer mehr von Old Wabble, der ihm immer wieder in den Rücken fällt.

    Von Heiko Grauel brillant in Szene gesetzt fesselt dieses Hörbuch von der ersten bis zur letzten Minute. Das Abenteuer basiert auf den Ereignissen aus „Unter Geiern“, lässt sich aber auch ohne Vorkenntnisse genießen. Karl May entrollt hier ein neues großes Abenteuer mit meinen Lieblingshelden. Besonders interessant ist in dieser Dilogie die Figur des Old Wabble. Während May sonst gerne Charaktere strickt, die eindeutig gut oder eindeutig böse sind, wobei die guten durchaus ihre Schwierigkeiten und Kämpfe durchzustehen haben können, ist Old Wabble die wohl komplexeste und problematischste Figur des gesamten Karl May-Werkes. Zu Anfang sympathisch, etwas naiv, ein wenig albern und eingebildet wie der Hobble Frank, distanziert man sich genau wie Old Shatterhand fast unmerklich immer weiter von ihm. Merkwürdige, unsympathische Züge, wie ein unverhoffter Blick hinter eine strahlende Fassade, lassen den Hörer vor diesem Charakter immer wieder zurückzucken. Risse durchziehen das Bild des glamourösen Westernhelden. Die Eindeutigkeit des Karl May-Stils löst sich hier auf und man sieht sich einer Figur gegenüber, die man hinterfragt, vor der man sich ekelt, die man bemitleidet, witzig findet und dann wieder sympathisch. 

    Ein spannendes Abenteuer mit bekannten und neuen Helden. Heiko Grauel verleiht jedem Charakter eine unverwechselbare Stimme und macht diesen Karl May zu einem einzigartigen Hörerlebnis!

  17. Cover des Buches Kalifornische Sinfonie (ISBN: 9783732527786)
    Gwen Bristow

    Kalifornische Sinfonie

    (47)
    Aktuelle Rezension von: EleonoraCarpenter

    Dieses Werk von Gwen Bristow war das erste seiner Art, dass ich las. Ich bekam es als Geschenk von einer betagten Lehrerin und war sofort von dieser Art Roman verzaubert. Es folgtren noch andere Bücher dieser Art, doch dieses ist mein Favorit.

    Die Geschichte klingt sehr authentisch, ohne unnötig grob zu sein. Man spürt förmlich Garnets Abenteuerlust und leidet mit ihr, als sie nicht mehr weiß wie es weitergehen soll. 

    Ja, da schließe ich mich einer anderen Rzension an: Das Buch hat manchmal etwas Länge, doch die Spannung bleibt erhalten und ein wenig Erholung zwischen den Highlights ist ja auch nicht schlecht.  

    Die Charaktere sind super gewählt und ich mag sie alle. Florinda, Texas und John. Obwohl ich ihn, wenn er manchmal gar so steif rüberkommt, schütteln könnte. Aber so waren die Männer früher eben - nur keine Gefühle zeigen...

    Von mir eine klare Leseempfehlung, denn das Buch verführt einem zum Träumen!

  18. Cover des Buches Der Schatz im Silbersee (ISBN: 9783863521554)
    Karl May

    Der Schatz im Silbersee

    (14)
    Aktuelle Rezension von: ViktoriaScarlett

    Die Reise durch den wilden Westen führte mich auf bekannte und unbekannte Pfade. Abenteuer, brenzlige Situationen und viel Geschick sind Teile davon. Mehr erfahrt ihr spoilerfrei unten im Text.

    Meine Meinung zur Geschichte:
    Karl May hat mich mit seinem meisterhaften Schreibstil erneut auf ein bildgewaltiges Abenteuer mitgenommen. So viele Jahre gibt es seine Bücher schon, doch niemals kommt er aus der Mode. Sein Schreibstil ist flüssig und angenehm. Gekonnt erzählt er vom wilden Westen, den Bleichgesichtern, den Indianern und deren Abenteuer. Obwohl so viele Namen darin vorkommen, habe ich niemals einen Protagonisten verwechselt. Der Grund liegt darin, dass Karl May von jedem ein hervorragendes Bild „gezeichnet“ hat, dass ich nicht so schnell vergessen konnte. Außerdem lerne ich immer wieder etwas, da er Erklärungen zu Gegenständen u.a. einfließen lässt, ohne den Lese-/Hörfluss zu stören.

    In der Geschichte geschehen viele Abenteuer hintereinander, die dennoch perfekt miteinander verwoben sind und immer einen Teil vom vorherigen Abenteuer in sich tragen. Der rote Faden ist stehts vorhanden und gipfelt in höchst spannende Kapitel am Silbersee. Zuvor erleben wir eine Schiffsreise, Überfälle, Rettungsversuche, Indianderbegegnungen (Freund und Feind) und vieles mehr. Die Tramps um den roten Cornel sorgen stehts für Aufruhr. Dabei wird es oftmals höchst gefährlich und ein Kämpfe auf Leben und Tod brechen aus. Doch mit Schlauheit und ein wenig List, schaffen die Protagonisten sich einen Weg zu bahnen. Selbst wenn man zuerst nicht ahnt, wozu manch kleines Erlebnis wichtig ist, erkennt man es später doch. Bei all dem traf ich auf Old Firehand, Old Shatterhand, Winnetou, dem großen und dem kleinen Bären, Tante Droll, Hobble-Frank und auf viele mehr. 

    So wurden auf diese Weise viele kleine Abenteuer und bewegende Lebensgeschichten zu einem großen bildgewaltigen Abenteuer, dass ich so schnell nicht mehr vergessen werde. Schicksale, schreckliche Erlebnisse und erfreuliche Erinnerungen gehören dazu. Für Identität und Persönlichkeit wurde von Karl May gesorgt. 

    Ich fieberte mit, beobachtete das Geschehen und ritt gemeinsam mit Westmännern und Indianer durch das Land. Mehr als einmal war mir angst und bange um so manche Figur. Doch kam auch immer wieder Erleichterung und Freude hinzu. Karl May gehört zu Recht zu den besten Schriftstellern der Welt!

    Meine Meinung zum Sprecher:
    Dies hier ist mein erstes Hörbuch mit Sprecher Heiko Grauel. Sein Vorlesen ist famos! Denn er liest klar, locker und versetzt sich in die Figuren hinein. Sogar die Dialekte und Akzente las er perfekt. Gleichzeitig passt er seine Stimme an und bringt Emotionen in einer guten Dossierung ein. So war mir, als würde mir ein Westmann oder ein Indianer die Geschichte erzählen. Besser wie er kann man es wirklich nicht machen. Vielmehr bescherte er mir ein grandioses Hörerlebnis!

    Mein Fazit:
    In diesem Hörbuch reiht sich ein Abenteuer an das Nächste, bildet einen roten Faden und mündet in ein bildgewaltiges Finale am Silbersee. Karl May hat in meisterlicher Manier Lebensgeschichten, Erlebnisse, Sorgen, Nöte und brenzliche Situationen vereint. Es wurde oft lebensgefährlich und doch ging das meiste mit Schlauheit und ein wenig List positiv aus. Berühmte Westmänner und Indianer sorgten dafür, dass es niemals langweilig wurde. Durch Sprecher Heiko Grauel war es für mich als erlebte ich das Ganze an der Seite der Protagonisten. Er liest klar und flüssig, ebenso spricht er gekonnt Akzente und Dialekte. Ich kann hier ganz klar eine Hörempfehlung aussprechen und habe mein ersten Jahreshighlight 2020 bei den Hörbüchern gefunden.

    Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

    Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

  19. Cover des Buches Alles Mythos! 20 populäre Irrtümer über den Wilden Westen (ISBN: 9783806224078)
    Alexander Emmerich

    Alles Mythos! 20 populäre Irrtümer über den Wilden Westen

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Buchwurmchaos
    Aus der Reihe "Alles Mythos!" habe ich den Band des Autors Alexander Emmerich gelesen, der seine Promotion über Amerikanische Geschichte schrieb. Er lässt uns hier teilhaben an 20 populären Irrtümern über den Wilden Westen, Falschwissen oder ungenaues Wissen, das teils absichtlich durch Westernfilme und Romane verbreitet wurden und sich bis heute in unseren Köpfen halten.
    Ob es dabei um das Leben der Indianer geht, der Urbanisierung unwirtlicher Gegenden durch europäische Einwanderer, ob um bekannte Revolverhelden oder schlicht um das Leben und Wirken von Karl May, ich persönlich war manchmal fast erschlagen von der Informationsflut, die mir in jedem Kapitel entgegenkam.
    Hatte ich ursprünglich gedacht, ich würde hier kurz und knapp über Kleinigkeiten informiert, wurde mir schnell klar, dass ich ein fast 100 Jahre umfassendes Geschichtsbuch in den Händen halte, das nicht zeitlich chronologisch erzählt, sondern hinter einzelnen Stichpunkten genauer nachhakt und auf die Unsinnigkeiten bisheriger Meinungen aufmerksam macht. Dass es dabei natürlich in verschiedenen Kapiteln zur Wiederholung von Fakten kommt, ist nicht zu vermeiden und eher hilfreich.
    Ich hatte unzählige Aha-Effekte, bin neugierig geworden auf viele andere Bücher und Ausstellungen, auf Western Filme aller Art, mein Horizont der Bildung wurde erweitert, meine eingefahrene Meinung oft rehabilitiert und geändert, daher vergebe ich die volle Punktzahl und möchte das Buch jedem interessierten Leser empfehlen.
    Wer auch an der heutigen USA interessiert ist, viele kulturelle Entwicklungen, Gesetze und politischen Einstrellungen verstehen möchte, der kommt nicht umhin, sich mit der Eroberungsgeschichte zu befassen. Hier wird sie locker und mit Begeisterung erzählt, oft mit den dementsprechenden Verweisen, woher unser falsches Wissen stammt und warum dies über all die Jahre nie revidiert wurde.
    Trotz all der Lobhudelei über diese Ausgabe hoffe ich, dass der Verlag eine erweiterte Ausgabe veröffentlichen wird. Es wäre so hilfreich, geschichtliche Karten der USA mit Landesbegrenzungen, Trecktouren, Lebensräume verschiedenen Indianerstämme zur Hand zu haben. Freuen würde ich mich auch über Abbildungen der Vegetation, der Waffen, der vorgestellten Personen, viel gelesenes Wissen verliert sich doch sehr schnell, wenn man es nicht bildhaft unterstützt präsentiert bekommt.
    Zum Überlesen und Vergessen ist mir das zusammengetragene und liebevoll ausformulierte Wissen des Autors zu schade!

  20. Cover des Buches SKULL MOON (ISBN: 9783958351394)
    Tim Curran

    SKULL MOON

    (9)
    Aktuelle Rezension von: B.tina_chaosqueen
    Zum inhalt :"Der wilde Westen, eine Kleinstadt mit einem fürchterlichen Geheimnis, und ein uraltes Monster auf der Jagd nach Menschenfleisch. 

    Montana 1878: Das Böse terrorisiert das kleine Städtchen Wolf Creek. Eine hungrige Kreatur schleicht durch die Nacht und hinterlässt eine Spur angefressener Leichenteile. Niemand kennt es, niemand hat es gesehen und niemand kann es stoppen. Deshalb wird Deputy U.S. Marshal Joseph Longtree nach Wolf Creek geschickt. Er weiß, dass hinter den Morden Sinn und Methode stehen – doch um die Wahrheit herauszufinden, muss er sich der Korruption und Verderbtheit vor Ort stellen und tief in den örtlichen Aberglauben eintauchen, bis er sich schließlich mit einem Monster aus der indianischen Mythologie konfrontiert sieht"


    Der Genre-Mix zwischen Western, Mystery und Horror ist wieder voll & perfekt gelungen. 

    Da mir "Skin Medicine" schon sehr gut gefallen hat, habe ich auf "Skull Moon" schon mit Vorfreude gewartet.Der Horror kam wie erwartet dann furchterregend, grausam und detailgetreu mit viel Blut daher.

    Sehr starke Geschichte! Ließt sich sehr flüssig und geht ab bis zum Schluss!
  21. Cover des Buches Deadlands - Ghostwalkers (ISBN: 9783959620000)
    Jonathan Maberry

    Deadlands - Ghostwalkers

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Elohym78
    Nach dem alles zerstörenden Erdbeben 1868 ist so gut wie nichts mehr von Kalifornien übrig. Das Land liegt nicht nur in Schutt und Asche, sondern es wurde regelrecht entzwei gerissen. Tiefe Spalten ohne erkennbaren Grund, zerteilen das Land, aus dem merkwürdige Kreaturen empor kommen. Von alldem hat der Auftragskiller Grey Torrance zwar gehört, aber es mit eignen Augen zu sehen und am eigenen Leib zu erleben, sind völlig verschiedene Dinge. Durch einen Zufall verschlägt es ihn nach Paradise Falls. Es scheint, dass nur Grey zusammen mit seinem neuen Freund, dem Sioux Thomas Schaut-Weg, die Bevölkerung vor habgierigen Großgrundbesitzern, Geistern, Untoten und den schier unendlichen Möglichkeiten von Geisterstein retten können...
    Besonders gereizt hat mich an Jonathan Maberrys Buch die Mischung aus romantischer Wild West Cowboy Atmosphäre und Untoten. Horror trifft auf den Pistolenschuss-Romantik. Und ich muss gestehen, enttäuscht hat mich der Autor nicht!
    Auf der einen Seite ist der knallharte Auftragskiller Grey Torrance. Doch noch nur auf den ersten Blick wirkt er so hart, denn tief in seinem Inneren wird er von den Geistern seiner Vergangenheit gejagt. Umso mehr erschreckt es ihn, dass seine Geister plötzlich Gestalt anzunehmen scheinen und ihn als Untote verfolgen. Durch das zerstörende Erdbeben entließ das Land nicht nur Kreaturen der Hölle, sondern auch Geistersteine. Von den einen als Heilsbringer verehrt, die die Moderne voranbringen und eine technische Zukunft ohne Grenzen verspricht, werden sie von den anderen als Waffe verehrt. Gerade diesen Gegensatz von ich spannend und ließ mich gerne von Maberry in diese gegensätzliche Welt ziehen.
    Vor meinen Augen ließ der Autor ein zerstörtes Land entstehen, dass unter Hitze, Dürre und Armut leidet. Doch nicht nur dass, denn die Natur ist aus den Angeln gerissen und jagt mit zerstörerischen Unwettern über das gepeinigte Land. Ätzender Regen, schreiende Winde und Tiere, die nie an die Oberfläche gelangen hätten dürfen, um nur ein paar Dinge zu nennen. Dazu kommen die Schrecken, welche die Menschheit Dank gnadenloser Gier heraufbeschwor. Spannend geschrieben, keine Frage, aber auf mich wirkte alles zusammen genommen überladen. Egal an welcher Ecke ich mit den Helden der Geschichte auftauchte, ein nie geahntes Grauen war garantiert schon dort. Was anfangs spannend und fesselnd war, kippe leider zu nervig. Zumindest in meinen Augen. Ich wurde den Schrecken bald müde, denen sich meine Helden stellen mussten.
    Im Mittelpunkt der Geschehnisse ist der Auftragskiller Grey Torrance. Als gefragter Killer, gibt es kaum einen zweiten, der so präzise töten kann wie er: Ein Schuss, ein Treffer. Und dieses Können ist auch dringend erforderlich, als er in Paradise Falls eintrifft, denn die zerstörte Stadt benötigt dringend einen Revolverhelden. Schien Grey anfangs kalt und unnahbar, wurde er schnell zu meinem Helden mit dem weichen Kern. Es scheint fast, dass er unabsichtlich in die Rolle des Killers gedrängt wurde, durch persönliche Verluste und Schläge des Schicksals. Ich beobachtete ihn gerne und folgte den Wendungen, die er nahm.
    An Greys Seite, der Sioux Thomas Schaut-Weg. Auch er widerwillig in die Rolle des Helden gedrückt, wollte er eigentlich Forscher sein und damit der Welt helfen.
    Beide zusammen geben ein interessantes Paar ab, denen ich gerne folgte und ihre Abenteuer beobachtete.
    Mein Fazit
    Ein spannender Helden-Horror-Cowboy-Roman, der hier und da überfrachtet wirkte. Trotzdem lesenswert.
  22. Cover des Buches Wenn du für mich bist (ISBN: 9783963620058)
    Jody Hedlund

    Wenn du für mich bist

    (17)
    Aktuelle Rezension von: annislesewelt

     "Wenn du für mich bist" erzählt die Geschichte von Elise Naumann.

    Völlig mittellos und allein mit ihren Schwestern kämpft sie ums überleben. Doch das wird täglich schwieriger und Elise beschließt sich alleine in den Westen begeben um nach Arbeit zu suchen.


    Dort begegnet sie Thornton und findet ihn sympathisch.

    Thornton ist ein Städteplaner, sehr reich und mit seinem Bruder in einem Wettstreit der vom Vater initiiert wird.

    Diesen Wettstreit zu gewinnen ist alles was Thornton will, viel zu lange hat er im Schatten seines Zwillingsbruders gestanden.


    Elise ist eine liebenswerte Frau die warmherzig und tiefsinnig, aber auch schlagfertig beschrieben ist.


    Auch Thronton ist gut charakterisiert, ein starker, zielstrebiger Mann. Ein Mann der bereit ist sich zu reflektieren und zu verändern, ein Mann der über sich hinauswächst und der mir sehr gefallen hat.


    Die ganze Geschichte ist warm und bildhaft erzählt, man spürt die Not der armen Menschen und freut sich bei jeder Verbesserung mit.


    Ganz toll finde ich das Jody Hedlunds Roman auf wahren Begebenheiten basiert, das sie mit diesem Buch Schicksale beleuchtet die sonst vergessen wären.


    Eine wichtige Botschaft die sich in diesem Buch findet lautet:


    "... eine Stimme in ihm verlangte, dass er hier blieb und das Richtige tat, auch wenn er dafür einen hohen Preis bezahlen sollte." Zitat S. 56

    Genau darum sollte es in unserm Leben gehen. Lasst uns mit Gott das Richtige tun.


    Es ist ein toller Roman der kurzweilig, spannend und unterhaltsam die Geschichte zweier Menschen voller Fragen, Zweifel, Ängste und Unruhe im Jahre 1857 erzählt.

    Ein wundervoller Auftakt dieser Trilogie.

  23. Cover des Buches Verliebt in Texas (Wings of the West) (ISBN: 9781733142052)
    Kristy McCaffrey

    Verliebt in Texas (Wings of the West)

    (16)
    Aktuelle Rezension von: abschuetze

    „… McCaffreys Westernromane zeichnen sich durch ein realistisches Setting und die detailgetreue Darstellung historischer Ereignisse aus.“ ~ Romantic Times BOOKclub

    „Ich bin ein großer Fan von Western-Liebesromanen und dieses Buch ist wirklich außergewöhnlich. Ein schöner Auftakt zu einer tollen Serie.“ ~ The Romance Studio

    „Attraktive, verwegene Helden, starke Heldinnen und eine ausgezeichnete Story machen diesen Roman zum bleibenden Lesegenuss.“ ~ The Best Reviews

    Ich glaube mit diesen Worten ist alles gesagt. Obwohl ich kein Fan von Western-Liebesromanen bin, dieser hat mich total gefesselt. Ich kann ihn nur jedem Leser empfehlen.

  24. Cover des Buches Auf der See gefangen (ISBN: 9783780217806)

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