Bücher mit dem Tag "wildnis"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wildnis" gekennzeichnet haben.

207 Bücher

  1. Cover des Buches Delirium - Amor Deliria Nervosa (ISBN: 9783833309922)
    Lauren Oliver

    Delirium - Amor Deliria Nervosa

    (2.173)
    Aktuelle Rezension von: Thess12345

    Inhalt:

    In Delirium begleiten wir die siebzehnjährige Lena kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Ein Datum, das in ihrer Welt alles verändert, denn dann soll sie gegen die Amor Deliria Nervosa geheilt werden. Liebe gilt in dieser Gesellschaft als gefährliche Krankheit, die Leid, Chaos und Tod verursacht und deshalb vollständig ausgelöscht werden muss.

    Schon früh im Leben werden Jugendliche getestet und erhalten eine Punktzahl, die ihren gesellschaftlichen Wert bestimmt. Diese entscheidet darüber, welchen Lebensstandard sie später haben und welcher Partner ihnen zugewiesen wird. Das System verspricht Sicherheit und Ordnung, lässt jedoch keinen Raum für Individualität oder echte Gefühle. Je näher der Tag ihrer Heilung rückt, desto mehr beginnt Lena, an allem zu zweifeln, was sie ihr Leben lang für richtig gehalten hat.

    Eigene Meinung:

    Die Grundidee des Romans hat mich von Anfang an begeistert. Eine Welt, in der Liebe als Krankheit angesehen wird, ist gleichermaßen erschreckend wie faszinierend. Besonders das Punktesystem fand ich beklemmend, da es zeigt, wie sehr Menschen nach Zahlen bewertet und in vorgegebene Lebensbahnen gedrängt werden können. Diese Vorstellung hat mich beim Lesen immer wieder nachdenklich gemacht.

    Der Einstieg in die Geschichte ist ruhig und sehr atmosphärisch. Lauren Oliver nimmt sich viel Zeit, um die Regeln dieser Welt und Lenas Gedanken greifbar zu machen. Das hat mir grundsätzlich gut gefallen, allerdings empfand ich den Mittelteil stellenweise als etwas langatmig. In diesen Passagen hatte ich das Gefühl, dass die Handlung kaum voranschreitet und meine Lesemotivation zeitweise nachgelassen hat.

    Lena war für mich eine glaubwürdige Protagonistin. Gerade weil sie anfangs nicht rebellisch ist, sondern das System akzeptiert und ihm vertraut, konnte ich ihre Ängste und inneren Konflikte gut nachvollziehen. Ihre Entwicklung vollzieht sich leise und schrittweise, was sie sehr menschlich wirken lässt.

    Zum Ende hin nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf. Die Spannung steigt, emotionale Momente treffen ins Herz und der Cliffhanger hat mich völlig überrascht. Das Finale hat vieles wettgemacht und mich mit einem starken Bedürfnis zurückgelassen, sofort weiterlesen zu wollen.

    Fazit:

    Delirium überzeugt mit einer außergewöhnlichen dystopischen Idee, einem eindrucksvollen World-Building und einer Protagonistin, deren Entwicklung glaubwürdig erzählt wird. Auch wenn das Buch im Mittelteil Längen hat, macht das intensive und emotionale Ende diesen Eindruck größtenteils wieder wett.

    Das Buch hat mich darüber nachdenken lassen, wie selbstverständlich wir Gefühle wie Liebe betrachten und wie grausam eine Welt wäre, in der sie kontrolliert oder verboten sind. Empfehlen würde ich Delirium vor allem Leserinnen und Lesern, die Dystopien mit emotionalem Schwerpunkt mögen und kein Problem mit ruhigeren Passagen haben.

  2. Cover des Buches Eleria (Band 1) - Die Verratenen (ISBN: 9783743214743)
    Ursula Poznanski

    Eleria (Band 1) - Die Verratenen

    (1.370)
    Aktuelle Rezension von: Jana06

    Ich bin direkt seit der ersten Seite in diesem Buch angekommen. Ich mag Geschichten auf fernen Zeiten und diese spielt in einer ungewissen Zukunft. Die Art, wie die Autorin die Charaktere und die Umgebung beschreibt, lässt einen schnell in die Szene einsteigen und ich konnte das Buch bald nicht mehr weglegen. Spannend bis zur letzten Seiten mit einem für mich eher überraschenden Ende.

    Einfach nur toll und wunderbar zum Abschalten und Gedanken schweifen lassen.

    Ich freue mich schon auf den zweiten Teil!! 🤗

  3. Cover des Buches Pandemonium (ISBN: 9783551313683)
    Lauren Oliver

    Pandemonium

    (1.220)
    Aktuelle Rezension von: Thess12345

    Inhalt:

    Nach ihrer Flucht beginnt für Lena ein völlig neues Leben. Die Freiheit, die sie sich immer gewünscht hat, fühlt sich zunächst rau und unerbittlich an. In der Wildnis muss sie lernen zu überleben, körperlich wie emotional. Dort begegnet sie den sogenannten Invaliden, einer Gruppe von Menschen, die außerhalb des Systems leben und Widerstand leisten.

    Gleichzeitig erlebt man Lena in einer zweiten Zeitebene wieder innerhalb der Stadt. Unter falscher Identität übernimmt sie riskante Aufgaben für den Widerstand. Zwischen Überwachung, Kontrolle und ständiger Gefahr darf sie sich keinen Fehler erlauben.

    In dieser Phase tritt Julian in ihr Leben, ein junger Mann, der fest an die Ideologie des Systems glaubt und aus einer einflussreichen Familie stammt. Doch Begegnungen können Weltbilder ins Wanken bringen, und nichts entwickelt sich so vorhersehbar, wie es scheint.

    Eigene Meinung:

    Für mich war dieser zweite Band deutlich spannender als der erste. Die wechselnden Zeitebenen haben der Geschichte eine besondere Dynamik verliehen.

    Besonders interessant fand ich Lenas Entwicklung. Sie ist nicht mehr das unsichere Mädchen aus Band eins. Die Erlebnisse haben sie geprägt und stärker gemacht. Gleichzeitig bleibt sie greifbar und menschlich. Sie ist keine Rebellin, die alles im Alleingang verändert, sondern ein Teil einer größeren Bewegung. Sehr spannend war es auch, mehr über das Leben außerhalb der Stadt zu erfahren. Die Wildnis wirkt hart und ungeschönt, was der Geschichte eine düstere Atmosphäre verleiht.

    Julian hat mir als neuer Charakter besonders gut gefallen. Er bringt eine ganz andere Perspektive in die Handlung. Seine innere Zerrissenheit und seine Entwicklung sorgen für emotionale Tiefe und viele überraschende Momente. Durch ihn bleibt die Geschichte nicht nur spannend, sondern auch emotional intensiv. Generell steckt der Band voller Wendungen und unerwarteter Entwicklungen, die mich immer wieder überrascht haben.

    Fazit:

    Pandemonium ist eine gelungene und sehr spannende Fortsetzung. Die Mischung aus Überlebenskampf, Widerstand und emotionaler Entwicklung macht diesen Band vielseitig und fesselnd.

    Ein intensiver zweiter Teil, der neugierig auf das Finale macht und für mich 4 von 5 Sternen verdient.

  4. Cover des Buches Die Wand (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 3) (ISBN: 9783546100793)
    Marlen Haushofer

    Die Wand (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 3)

    (966)
    Aktuelle Rezension von: Veezi

    Ich liebe Dystopien und fand auch dieses Werk richtig gut gelungen. Aber an einigen Stellen haben sich mir schon Fragen ergeben, auf die ich keine Antwort erhalten habe. Was genau ist denn nun eigentlich hinter der Wand passiert? Und warum ist sie nicht ausgebrochen? Und wieso wurde die Begegnung mit dem Mann wirklich ganz am Schluss mit 3 Sätzen behandelt?? Das hat sich leider echt unbefriedigend angefühlt :( 

  5. Cover des Buches Ugly – Pretty – Special 1: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht (ISBN: 9783551315878)
    Scott Westerfeld

    Ugly – Pretty – Special 1: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht

    (624)
    Aktuelle Rezension von: naddulein

    Kurz zum Inhalt: Tally Youngblood wächst Uglyville auf. Einer Stadt, in der nur hässliche Menschen bis zu ihrem 16. Lebensjahr leben. Doch an seinem 16. Geburtstag erfolgt eine massive Schönheits-OP, die das komplette Aussehen verändert, sodass sich jeder Mensch ähnelt und einen Ugly zu einem Pretty macht. Die Regierung argumentiert so, dass äußerliche Unterschiede früher zu großen Konflikten geführt haben. Nach der OP folgt der Umzug nach New Pretty Town wo Spaß, Party und Jung sein, an erster Stelle steht. Und wer will das nicht? Doch noch vor ihrem 16. Geburtstag lernt Tally Shay kennen, die nicht operiert werden will. Stattdessen will sie die bekannte Zivilisation hinter sich lassen und sich der unabhängigen Gemeinschaft in „Smoke“ anschließen und flüchtet. Die Behörden verhören Tally als ihre Freundin und erpressen sie: Entweder sie spürt die verbotene Organisation auf und verrät deren Standort oder Tally wird niemals hübsch werden. Sie entscheidet sich Shay zu suchen und alles nötige für die OP zu tun, doch in Smoke, entdeckt Tally Geheimnisse, die sie an allem zweifeln lässt, was sie über die Regierung zu wissen glaubte.

     Fazit: Absolut gutes Buch! Wow! Ich finde die Welt unfassbar beeindruckend. Es ist dystopisch, gleichzeitig traurig wahr und bringt mich so zum Nachdenken über Schönheit und deren Wert. Tally gefällt mir als Protagonistin wirklich gut. Sie ist tapfer, reflektiert, trägt das Herz am rechten Fleck und kämpft berechtigterweise mit ihrer Loyalität. Wem schuldet sie ihre Loyalität: dem Staat, Peris, Shay und den Smoke-Menschen? Sie macht Fehler keine Frage, aber sie macht sie aus nachvollziehbaren Gründen und ich wüsste selbst nicht, wie ich mich an ihrer Stelle verhalten hätte. Sie entwickelt sich, fängt an zu hinterfragen und riskiert letztendlich mehr als einmal ihr Leben für das was ihr wichtig ist. Der Schreibstil ist einfach und verständlich.

  6. Cover des Buches Warrior Cats - In die Wildnis (ISBN: 9783407823656)
    Erin Hunter

    Warrior Cats - In die Wildnis

    (1.189)
    Aktuelle Rezension von: buchfee11

    Ich habe „Warrior Cats – In die Wildnis“ gelesen und fand es richtig spannend! 🐱✨ Die Geschichte rund um Feuerherz und die wilden Katzenclans hat mich sofort in eine andere Welt gezogen.

    Besonders gut gefallen haben mir:
    🔥 die detailreiche Welt der Clans
    🐾 die unterschiedlichen Charaktere mit ihren eigenen Regeln und Konflikten
    💔 die Mischung aus Freundschaft, Loyalität und Verrat

    Die Geschichte macht Lust auf mehr!

    📚 Insgesamt: Eine klare Empfehlung für alle, die Tiere, Abenteuer und ein bisschen Drama lieben!

  7. Cover des Buches Walden (ISBN: 9783752886306)
    Henry David Thoreau

    Walden

    (142)
    Aktuelle Rezension von: JMKSonny


    Ich zog in den Wald, weil ich den Wunsch hatte, mit Überlegung zu leben, dem eigentlichen, wirklichen Leben näherzutreten, zu sehen, ob ich nicht lernen konnte, was es zu lehren hatte, damit ich nicht, wenn es zum Sterben ginge, einsehen müßte, daß ich nicht gelebt hatte.


    Worum geht es?

    Henry David Thoreau, ein bekannter von Ralph Waldo Emerson, zieht 1845 für 2 Jahre in eine selbst gebaute Hütte am Waldensee. Walden ist sein aufbereitetes Tagebuch dieser Zeit. Thoreau ist auf der Suche nach dem wahren, wirklichen Leben und laut ihm kann das Leben nur aus dem Standpunkt der freiwilligen Armut unparteiisch beurteilt werden. Dieses Buch ist ein Gedankenfeuerwerk. Einfache Naturbeschreibungen wechseln sich ab mit tiefgreifenden Einsichten und Metaphern über das menschliche Leben.

    Thoreau lebt auf einfachste Weise, jedoch bei weitem nicht einsam. Er geht regelmäßig ins unweit gelegene Dort oder Leute besuchen ihn in seiner Hütte. Es geht hier also nicht um einen Aussteiger und die Einsamkeit, sondern um die Einfachheit. Um Minimalismus. Es ist ein Experiment auf Zeit.

    Ich möchte um keinen Preis, daß irgend jemand meine Lebensweise befolge; denn abgesehen davon, daß ich, ehe er sie ordentlich gelernt hat, schon wieder eine andere für mich gefunden haben kann, wünsche ich auch, daß es soviel verschiedene Menschen als möglich in der Welt geben möge; ich möchte nur, daß jeder recht sorgfältig trachtete, seinen eigenen Weg zu finden und nicht statt dessen den seines Vaters, seiner Mutter oder seines Nachbarn.

    Es ist die Suche nach sich selbst. Und nach dem wahrhaftigen Leben, die ihn dort hintreibt. Er möchte die alten, ausgetretenen Pfade verlassen und stattdessen seinen eigenen Pfad eröffnen.

    Meine Eindrücke

    Das Buch ist leider an vielen Stellen zu zäh. Man muss sich hin und wieder durchquälen. Doch das ist es wert, denn man wird mit so einigen tiefgreifenden Gedanken belohnt, die die eigene Weltsicht verändern können.

    Thoreau ist ein sehr guter Beobachter und liefert beeindruckende Naturbeschreibungen und Metaphern. Mutmaßlich durch die selbst gewählte Einfachheit klart er sein Denken und beschenkt uns mit gewaltigen Gedanken, von solcher Reinheit als wären sie direkt aus dem Waldensee geschöpft worden. Das Buch liefert eine reichhaltige Sammlung an Zitaten.

    Manche Gedanken sind dabei vielleicht etwas zu radikal bzw. altmodisch. Manchmal könnte man ihm sicherlich Fortschrittsfeindlichkeit vorwerfen. Man sollte also die Gedanken nicht einfach übernehmen, sondern sie als wertvolle Grundlage ansehen, sein eigenes Denken daran zu schärfen und zu bereichern.

  8. Cover des Buches Der große Trip zu dir selbst (ISBN: 9783424631210)
    Cheryl Strayed

    Der große Trip zu dir selbst

    (310)
    Aktuelle Rezension von: Shannon

    Von mir aus dürfte es gerne mehr Literatur zu wandernden Frauen geben. Diese hier ist auf der Suche nach sich selbst. Hätte ich mehr Landschaftsbeschreibung und weniger Nabelschau gehabt, wäre ich zufriedener mit dem Buch, aber alles in allem liegt hier ein lesenswertes Werk mit einer sexuell sehr selbstbewussten Frau vor, die eine für mich nicht ganz nachvollziehbare Mischung aus Proll und Intellektueller ist.

  9. Cover des Buches In die Wildnis (ISBN: 9783492957779)
    Jon Krakauer

    In die Wildnis

    (409)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Im August 1992 wurde die Leiche von Chris McCandless AKA Alexander Supertramp, in einem Bus in der Wildnis von Alaska gefunden. Der Journalist Jon Krakauer rekonstruiert sein Leben und seinen Wunsch die Zivilisation hinter sich zu lassen und ein Leben in der Natur, ohne Zivilisation und Konsum zu leben. Krakauer recherchierte ab Chris' Abschluss an der Uni im Sommer 1990 und dem Beginn seines Ausstiegs aus seinem bisherigen Leben bis zu seinem Tod 1992. Er interviewt dafür unter anderem seine Familie und auch Menschen die ihm während seiner Reise begegnet sind.

    Obwohl man von Beginn Buches an eigentlich schon weiss wie es enden wird, rührt die Story einen zu Herzen. Ein wirklich wunderbares traurig-schönes Buch.

  10. Cover des Buches Requiem (ISBN: 9783551315236)
    Lauren Oliver

    Requiem

    (838)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    „Missa pro defunctis“ ist Latein und bedeutet in etwa „Totenmesse“. Das Synonym dafür ist „Requiem“, das sowohl die Heilige Messe, als auch das dazugehörige Musikstück bezeichnet. „Requiem“ ist aber auch der dritte und letzte Band der Amor-Trilogie von Lauren Oliver aus dem Jahr 2016. Mit dem Abschluss der dystopischen Jugendbuch-Trilogie entscheidet sich, ob die Bemühungen der Rebellengruppe, der die Protagonistin angehört, erfolgreich sind oder ob sie gegen den amerikanischen Staat letztendlich doch scheitert. 

    Kaum hat Lena sich einigermaßen mit Alex‘ vermeintlichen Tod abgefunden und Gefühle für Julian Fineman entwickelt, dem Sohn des kürzlich ermordeten Vorsitzenden der VDFA, der Vereinigung für ein deliriafreies Amerika, taucht Alex plötzlich wieder auf. Doch er will nichts mehr mit Lena zu tun haben, da sie ihn offensichtlich bereits ausgetauscht hat. Schlimmer noch, als zu der Gruppe Invalider ein neues Mädchen namens Coral stößt, scheint diese sich blendend mit Alex zu verstehen und Lena begreift nicht nur zum ersten Mal in ihrem Leben, was Eifersucht bedeutet, sondern auch, dass sie Alex mehr geliebt hat, als sie Julian jemals lieben wird. Zwischen all dem Gefühlschaos verfolgen die Invaliden, die von Raven angeführt werden, aber immer noch ein gemeinsames Ziel: Sie wollen sich der größten Rebellengruppe der Umgebung anschließen, um die zivilisierte Welt von ihrem krankhaften Regime zu befreien. 

    „Ich habe wieder angefangen, von Portland zu träumen.“, ist der erste Satz des ersten Kapitels. Wo im ersten Moment der Satz, verglichen mit den beiden vorherigen, recht nichtssagend wirkt, nachdem Alex förmlich wieder in die Geschichte hineingeplatzt ist, sagt er doch einiges über Lenas Gemütszustand aus, die aus der Ich-Perspektive im Präsens berichtet. Portland ist ihre Heimatstadt, in der sie Alex kennengelernt hat und keinen Ort verbindet sie mehr mit ihm als dieser. Wenn sie nicht mehr von Portland geträumt hat, hat sie gewissermaßen auch nicht mehr von Alex geträumt. Dass sie jetzt wieder damit angefangen hat, beweist nur, dass Alex sie jetzt wieder beschäftigt, sei es, weil er auch physisch wieder zurück ist, oder weil sie nun neue Hoffnung schöpft.

    Auf exakt 400 Seiten, die am Ende auch eine exklusive Kurzgeschichte über Alex mit einschließt, ist Lena jedoch zum ersten Mal in der Trilogie nicht die einzige Erzählerin. Ihre beste Freundin Hana erzählt abwechselnd mit Lena aus der Ich-Perspektive. Hana ist bereits geheilt und mit Fred Hargrove, dem Sohn des von den sogenannten Schmarotzern ermordeten Bürgermeisters, verlobt. Auch wenn sie zu den reichsten Menschen Portlands gehört, große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit genießt, sich selbst als hübsch betrachtet und ihr Zukünftiger der neue Bürgermeister von Portland werden soll, hat sie doch das Gefühl, anders als andere Menschen zu sein. Sie träumt sogar noch, was für Geheilte selten ist. Immer mehr beschleicht sie der Verdacht, dass bei ihrem Eingriff ein Fehler unterlaufen sein muss und ihre Gefühle nur leicht gedämpft wurden, anstatt vollkommen unterdrückt. Ich habe mich riesig gefreut, dass Hana in diesem Band einen Erzählstrang bekommt und somit fast so eine große Rolle spielt wie Lena.

    Während Lena stark aus dem Blickwinkel der Regierungsgegner und Rebellen berichtet, erfährt man durch Hana, was sich seit Lenas Abwesenheit aus Portland alles geändert hat und wie sie durch ihren Verlobten, der eine hohe politische Position bekleiden soll, zu einer Unterstützerin der Regierung wird. Damit stehen zwei ehemals beste Freundinnen an unterschiedlichen Fronten, sodass das Finale noch spannender wirkt. Außerdem mag ich Hana als Charakter unheimlich gerne, vielleicht sogar mehr als Lena, die wohl ewig eine kleine Drama-Queen bleiben wird, auch wenn es hier erträglicher ist als in „Pandemonium“.

    In Hanas Erzählstrang ist mir jedoch zum ersten Mal in meinem Bloggerleben ein Kontinuitätsfehler aufgefallen. Auf Seite 71 beschreibt Hana sie stecke ihre „Haare zu einem lockeren Dutt hoch“, um dann fünf Seiten später „das Basecap wieder über den Pferdeschwanz“ zu ziehen. Dazwischen gibt es keinerlei Andeutungen, dass sie ihre Frisur noch einmal verändert habe. Wie konnte aus dem Dutt also plötzlich ein Pferdeschwanz werden? Bisher dachte ich solche Fehler gäbe es nur in Filmen.

    Zu einem dystopischen Jugendbuch mit einer weiblichen Protagonistin gehört etwas, was ich schon fast vermisst hätte, wäre es dann nicht doch noch im letzten Band aufgetaucht: Die Dreiecksbeziehung. Von diesem klischeebelasteten Plot war ich anfangs recht enttäuscht, die Umsetzung konnte mich dann aber tatsächlich noch positiv überraschen. Die erste Figur wäre Lena, deren erste große Liebe Alex ist, sie ihn aber für tot hielt und deswegen auf die Annäherungsversuche von Julian einging. Nun merkt sie, dass sie mehr für Alex empfindet als für Julian. Alex gibt ihr aber einen klaren Korb. Diese Zurückweisung verletzt sie so sehr, dass sie Trost bei Julian sucht, was Alex wiederum noch abweisender macht und so steckt Lena tief in einem inneren Konflikt. Auch Alex‘ Sicht ist verständlich, der Lena am Ende von „Delirium“ gerettet hat, verhaftet und gefoltert wurde und laut eigener Aussage durch die Hoffnung Lena wiederzusehen nicht aufgegeben hat, um sie letztendlich in den Armen eines anderen Typen wiederzufinden. Lena hat aber auch Mitleid mit Julian, der sich in sie verliebt hat und die einzige Bezugsperson für ihn ist, da er als Überläufer bei den Invaliden einen schlechten Stand hat. Ich selbst hatte gehofft, dass am Ende Lena und Alex wieder ein Paar werden.

    Apropos Ende, der Schluss war leider so abrupt, wie schon in den vorherigen Bänden. Es war spannend, wenn auch verhältnismäßig unspektakulär, aber nach dem großen Finale kommt kein Ausklang. Viele Fragen bleiben offen. Was ist mit Lenas Tante und ihrer Familie geschehen? Wie sieht die Zukunft aus, sowohl politisch, als auch persönlich? Viele Dialoge oder Verhältnisse, bei denen noch Klärungsbedarf existiert, bleiben ungeschrieben. Der Leser kann nur vermuten, was mich sehr enttäuscht hat. Dabei sind offene Enden bis zu einem bestimmten Grad wirklich schön, aber die essenziellen Fragen sollten zumindest beantwortet sein, was hier leider nicht der Fall ist.

    Im Anschluss folgt noch die Kurzgeschichte von Alex, in der er unter anderem von seiner Kindheit und seiner Zeit in Gefangenschaft berichtet. Auch hier fehlt mir die Szene, in der er Lena nach dem Ende von „Delirium“ wiedersieht. Außerdem wird deutlich, dass Alex nicht der unschuldige Charakter ist, für den man ihn vielleicht gehalten hat. Die Kurzgeschichte ist ein netter Bonus, der aber die Gesamtwertung nicht beeinflusst hat.

    Insgesamt ist „Requiem“ der beste Band der Trilogie. Ich mochte die Handlungsstränge von Lena und Hana, die trotz ihrer Freundschaft ein Kontrastprogramm und somit Abwechslung bieten konnten. Gerade Hanas Geschichte konnte mich positiv überraschen und machte den letzten Band facettenreicher. Aber leider konnte mich das Ende wenig begeistern, weil es gefühlt in die letzten Seiten gequetscht wurde. „Requiem“ hört genau da auf, wo es noch einmal hätte aufregend werden können. Da das Ende einer Trilogie ausschlaggebend ist, fällt es hier noch mehr ins Gewicht. Deswegen gebe ich dem dritten Band der Amor-Trilogie drei von fünf Federn.

  11. Cover des Buches Stranded - Die Insel (ISBN: 9783404188789)
    Sarah Goodwin

    Stranded - Die Insel

    (217)
    Aktuelle Rezension von: cozyreadingdays

    Nachdem mir „Die Yacht“ bereits ganz gut gefallen hatte, war ich gespannt auf „Die Insel“ und dieses Buch konnte mich sogar noch mehr überzeugen.

    In der Geschichte begleiten wir eine Gruppe von Menschen, die auf einer einsamen Insel stranden und plötzlich ums Überleben kämpfen müssen. Doch schnell wird klar, dass nicht nur die Insel selbst zur Gefahr wird. Auch innerhalb der Gruppe entstehen Spannungen und Konflikte, die die Situation zusätzlich erschweren.

    Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Einerseits war die Geschichte durchgehend spannend und ich wollte immer wissen, wie es weitergeht. Andererseits fand ich besonders interessant zu beobachten, wie sich die Menschen unter diesen extremen Umständen verhalten.

    Gerade dieser Aspekt hat das Buch für mich ausgemacht. Es zeigt sehr eindrücklich, wie unterschiedlich Menschen reagieren, wenn sie an ihre Grenzen kommen, und wie schnell sich Dynamiken innerhalb einer Gruppe verändern können. Wem kann man vertrauen? Wer denkt zuerst an sich selbst? Und wie weit würde man gehen, um zu überleben?

    Für mich war „Die Insel“ ein spannender Survival-Thriller, der nicht nur durch die Handlung, sondern vor allem durch die zwischenmenschlichen Konflikte überzeugen konnte.

  12. Cover des Buches Wild like a River (ISBN: 9783499003998)
    Kira Mohn

    Wild like a River

    (667)
    Aktuelle Rezension von: Isika0510

    Es war eine süße, cozy Geschichte für zwischendurch. 

    Den Anfang habe ich sehr geliebt. Das Setting des Nationalparkes und mit Haven durch die Natur zu streifen, fand ich einfach toll.

    Auch dass sie den Schritt wagt, sich in die Stadt und das Unileben zu stürzen. 

    Allerdings hat es mich etwas aufgeregt, wie unsicher sie war.

    Aber an sich hat mit ihre Entwicklung gefallen. 

    Die Liebesgeschichte zwischen Haven und Jackson, hat sich für meinen Geschmack recht schnell entwickelt. Ich konnte es letztendlich aber greifen & fand es schön, wie sich alles entwickelt hat. 

    Auch dass Haven und ihr Vater zusammen gewachsen sind, hat mich sehr berührt ! 


    Alles in allem eine tolle Geschichte. 

  13. Cover des Buches Hüter der fünf Leben (ISBN: 9783551316042)
    Nica Stevens

    Hüter der fünf Leben

    (197)
    Aktuelle Rezension von: Buechervorhersage

    Zu Beginn des Buches habe ich noch nicht geahnt, wie spannend diese Geschichte sich entwickeln wird und was sich  hinter Liams Geheimnis verbirgt. Das Buch steckt voller Spannung, Tempo, Geheimnissen, Guten und Bösen, Fantasyelementen, Familienbanden, Freundschaft und der Liebe. Die Geschichte hat mich ein wenig an die Edelsteintrilogie und Twilight erinnert, auch wenn der Inhalt ein ganz Anderer ist. Es war mehr so ein Gefühl, dass man in eine Geschichte eintaucht, die ähnliches in mir auslöst. Die Idee hat mir sehr gut gefallen, meine Freude wurde nur durch die zwischenzeitliche Naivität von Vivien geschmälert, das ist ein Charkterzug, den ich in Büchern mittlerweile nicht mehr mag, gerade weil es immer die Frauen trifft. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich nicht mehr unbedingt zur Zielgruppe von Jugendbüchern gehöre. Eine schöne Romantasy Geschichte, die ich Fans des Genres empfehlen kann.

  14. Cover des Buches Autorität. Auslöschung. Akzeptanz. (ISBN: 9783956142703)
    Jeff VanderMeer

    Autorität. Auslöschung. Akzeptanz.

    (176)
    Aktuelle Rezension von: tines_bookworld

    „Silence creates its own violence.“

    “Auslöschung“ habe ich vor etlichen Jahren als Film gesehen, der mir sehr gut gefallen hat, und deshalb ist das Buch wohl auf meinem SuB gelandet. Nun, viel haben die beiden nicht gemeinsam, und das Buch hätte ich mir ehrlich gesagt auch sparen können bzw. hätte es gern abgebrochen, wenn es meinem Partner beim gemeinsamen Lesen nicht so gut gefallen hätte.

    Der Schreibstil ist sehr eigen. Die Satzkonstruktionen sind sehr verschachtelt und vom Aufbau „andersrum“ als gewohnt, so dass ich selten wusste, worauf die Betonung gelegt werden sollte bzw. welchen Inhalt der Satz überhaupt hat. Es gibt zu 98% Beschreibungen, die alle sehr distanziert aus der Beobachterinperspektive geschildert werden. Das zeigt sich auch darin, dass die vier Figuren keine Namen haben, sondern immer nur mit ihrem Job bezeichnet werden. Protagonistin ist die „Biologin“. Passend zu ihrem Beruf beschreibt sie vieles objektiv und ohne Emotionen, wodurch ich weder zu ihr noch zu den anderen Personen eine Beziehung aufbauen konnte. Sie waren mir alle durchweg unsympathisch. Das viele „Show statt Tell“ führt weiterhin zu vielen Längen (trotz der verhältnismäßig geringen Seitenanzahl) und lässt wenig Spannung aufkommen.

    Die Grundidee rund um Area X war schon sehr gut, aber für mich sind hier zu viele rote Fäden offen geblieben. Es ist zwar durchaus erst der erste Band einer Trilogie und der Autor kann wahrhaftig nicht alles zu Beginn erläutern, doch es war einfach nicht genug, um mich bei Laune zu halten. Die Auflösung war mir persönlich auch zu vage und nicht ganz glaubhaft - und das im Sci-Fi-Genre! Meinem Partner hat genau das gefallen, also vllt liegt es auch daran, dass Sci-Fi eh nicht so mein Favorit ist. Die letzten dreißig Seiten haben spannungsmäßig etwas zugenommen und waren auch sehr mystisch beschrieben, was immerhin Pluspunkte gibt.

    “Auslöschung“ konnte mich als Buch leider weniger überzeugen als der Film und bekommt deshalb auch nur 2/5 Sterne. Die Reihe werde ich demzufolge nicht weiterlesen.

  15. Cover des Buches Skogen Dynasty (Crumbling Hearts, Band 1) (ISBN: 9783743215719)
    Carolin Wahl

    Skogen Dynasty (Crumbling Hearts, Band 1)

    (470)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte22


    x Forced Proximity

    x poor x rich 

    x Grumpy x Sunshine


    Aleksander, der Erbe des bekannten Keksunternehmen muss nach einem skandalösen Video untertauchen. Deshalb findet er sich kurz darauf auf einer Trekkingtour in den norwegischen Bergen wieder. Geführt wird diese Tour von Norah, die so ziemlich das Gegenteil von Aleksander ist. Doch wie war das nochmal? Ziehen sich Gegensätze nicht an?


    Allgemein hat mir die Geschichte wirklich sehr gut gefallen. Das Setting war super schön und es hat sich fast so angefühlt als wäre ich gerade selbst in der atemberaubenden Natur Norwegens unterwegs. 🇧🇻🏔🌲 Die Liebesgeschichte zwischen Norah und Sander war wirklich sehr süß und auch die Nebencharaktere haben mir größtenteils sehr gut gefallen. 🤗


    Zu den Hauptcharakteren:

    Aleksander mochte ich einfach von Anfang an. Er ist wirklich eine 10/10. 🥰

    Norah fand ich zum Ende hin leider etwas nervig mit ihrem ewigen davonlaufen. Deshalb gibt es von mir leider auch einen Stern ⭐️ Abzug.


    Trotzdem bekommt das Buch eine große Leseempfehlung von mir, an alle die für ein paar Stunden mir Norah und Aleksander die wunderschöne Natur Norwegens erleben möchten. 🇧🇻🤎🌲

  16. Cover des Buches Abendflüge (ISBN: 9783423351997)
    Helen Macdonald

    Abendflüge

    (110)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Ich hatte mich schon lange gefragt, wie man ein Buch von über 400 Seiten über das Abrichten eines Habichts schreiben kann und dann wird dieses Buch auch noch ein großer Erfolg.

    Vor allem liegt es an der wunderschönen Sprache, die Helen Macdonald für ihr Buch wählt, das sich irgendwo zwischen Sachbuch, Autobiografie und Biografie bewegt. Für mich war es eine Symbiose aus drei Aspekten, zum einen die Verarbeitung eines Verlustes (die Autorin verlor ihren geliebten Vater), zum anderen die intensive Beschäftigung mit dem britischen Autor T.H. White, der 1936 selbst den Versuch unternahm, einen Habicht abzurichten, und schließlich Macdonalds Arbeit mit Mabel, ihrem Habicht. Sehr geschickt verwebt die Autorin das grandiose Scheitern von White, seine falschen und fatalen Entscheidungen bei der Abrichtung seines Falken mit ihren eigenen Bemühungen, Mabel an sich zu gewöhnen und endlich Freiflüge beginnen zu können.

    Macdonald vermittelt außerordentlich gut lesbar Sachwissen über Flora und Fauna, insbesondere natürlich über Greifvögel und Habichte. Dies gelingt ihr auf ganz emotionale Art und Weise und so sind wir hautnah dabei, wenn die Autorin mit unendlicher Geduld, frustriert von vielen Misserfolgen, immer wieder fast zärtlich mit ihrem Habicht arbeitet.

    Es gibt am Ende einen ordentlichen Anmerkungsapparat, der verdeutlicht, wie umfassend sich Helen Macdonald mit White und seinen Schriften auseinandergesetzt hat.

    Insgesamt eine faszinierende Lektüre, die ich auch in Teilen als Hörbuch "gelesen" haben, sehr emphatisch gesprochen von Cathleen Gawlich.

  17. Cover des Buches Ronja Räubertochter (ISBN: 9783751204460)
    Astrid Lindgren

    Ronja Räubertochter

    (1.173)
    Aktuelle Rezension von: Adele24

    Das Buch ist ein schönes Buch, was sich gut eignet für Kinder im alter von 9 Jahren. Es gibt manchmal ein paar gruselige Stellen. Deswegen würde ich es ab der 4 Klasse entfehlen.


    Es war spannend. Ich habe das Buch in der 4 Klasse gelesen, da wir ein Theaterstück gespielt haben. es hat spaß gemacht die Redewendung der Räuber laut vorzulesen. es ist ein schönes Buch mit nervenkitzelnden stellen:)

  18. Cover des Buches Old Country – Das Böse vergisst nicht (ISBN: 9783453322318)
    Matt Query

    Old Country – Das Böse vergisst nicht

    (56)
    Aktuelle Rezension von: Svenja_Kotzab

    Mein zweites Horror Buch. Das zweite Ma hab ich das Buch nur ausversehen ausgewählt. Thriller erwartete, Horror bekommen. Aber ich bin ja offen für alle Bücher und Themen und lass mich gern positiv überraschen!


    Sasha und Harry haben sich ihren Traum erfüllt! Ein eigenes Grundstück im nirgendwo. Die einzigen Menschen die in der Nähe wohnen sind die Nachbarn Dan und Lucy die den beiden mit ihrem neuen Land viel helfen. Doch die Nachbarn sprechen auch eine Warnung aus! Den die Idylle des Landes täuscht und aus dem Traum der beiden wird ganz schnell ein Albtraum!


    Dieses Buch hat mich mal wieder zwiespältig zurück gelassen. Die Geschichte war ganz anders als erwartet. Ich bin super schnell in die Story reingekommen. Jedoch hat mir lange die Spannung/ der Horror oder zumindest der Grusel Faktor gefehlt. Der Spannungsbogen baut sich wirklich sehr Lage auf, aber dann entlädt er sich am Ende dafür umso mehr! Das ist auch eine kleine Kritik. Leider war mir das Ende dann ein wenig zu schnell da. Viele Fragen sind offen geblieben. Trotzdem hat mir die Geschichte eigentlich sehr gut gefallen! Sie ist einfach anders! Und im Nachgang muss ich sagen, hat mich die Geschichte dann doch ziemlich mitgenommen und beschäftigt! Das hätte ich so zu Beginn nicht erwartet! Ich würde das Buch gerne mal empfehlen! Gerade für Menschen dies nicht ganz so blutrünstig mögen eine ganz gute Idee! 

  19. Cover des Buches Ein Leben mehr (ISBN: 9783518470640)
    Jocelyne Saucier

    Ein Leben mehr

    (190)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Drei alte Männer leben fernab der Zivilisation in den nordkanadischen Wäldern. Sie sind von ihrem früheren Leben in die Einsiedelei geflüchtet; sie brauchen nicht viel und sind zufrieden. Doch wenig bleibt so wie es immer war, denn eine Fotografin, die einen gewissen Ted oder Ed Boychuck sucht, der 1916 die „Grossen Brände“, das Matheson Fire, überlebt hat, kommt ins Camp. Als dann noch eine Frau in ihren Achtzigern dazustösst, ist das Leben der verschworenen Gemeinschaft plötzlich ganz anders…

    Erster Eindruck: Auf dem Cover des Schutzumschlages ein ausdrucksstarkes Gesicht – das gefällt mir (auch wenn ich grundsätzlich keine Schutzumschläge mag).

    Dies war mein zweites Buch der Autorin, nach „Niemals ohne sie“. Jenes erste Buch hat mir leider viel Mühe bereitet, daher habe ich auch lange gewartet, bis ich zum vorliegenden Buch gegriffen habe. Und wie war es nun für mich? Hm… leider erneut schwierig.

    Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt. Die drei alten Männer sind Ted, ein gebrochener Mann; Charlie, ein Naturbursche; Tom, ein Draufgänger. Jeder hat seinen Rückzugsort – sie sind zusammen allein. Als Leser:in fragt man sich gleich, was diese Männer wohl erlebt haben, bevor sie aus ihrem alten Leben ausgestiegen sind. Nach und nach lässt sich aus einzelnen Puzzlesteinen ein Bild erkennen, wenn auch ein löchriges. Ihr Bindeglied zur Zivilisation sind Bruno und Steve; letzterer leitet ein kleines Hotel in der Nähe. Was will die Fotografin mit den Informationen zu Boychuck machen? Und wer ist die zarte achtzigjährige Frau?

    Die in diesem Buch behandelten Stichworte sind Alter, Selbstbestimmung, Rückzug, Freiheit, aber für mich auch Rücksichtslosigkeit, wenn einer spurlos verschwindet und sein Umfeld unwissend zurücklässt. Was will mir die Autorin mit diesem Buch sagen? Dass es jedem Menschen vergönnt sein sollte, so zu leben und zu sterben wie er mag?
    Das Buch heisst im Original „Il pleuvait des oiseaux“ – einmal mehr wäre für mich die Übersetzung des Originaltitels passender gewesen als der nun vorliegende Titel.
    Der Schluss der Geschichte war für mich leider unglaubwürdig. Ich kann hier nicht auf Details eingehen, da ich ansonsten spoilern würde. Von mir gibt es leider wiederum nur 2 Sterne – offensichtlich gehöre ich wohl nicht ganz zur Zielgruppe der Autorin, schade.

  20. Cover des Buches Dschungelkind (ISBN: 9783426784747)
    Sabine Kuegler

    Dschungelkind

    (622)
    Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_book

    Vor Jahren ist mal „Jägerin und Gejagte“ bei mir eingezogen und erst hinterher habe ich erfahren, dass es der 3. Band  rund um Sabine Kuegler ist.
    Ich kenne den Film zum vorliegenden Buch nicht, weshalb ich keine Vorstellung vom Inhalt hatte.
    Meine Erwartungen hingegen waren hoch, da das Buch und der Film sehr gepusht worden sind.

    Anfangs war ich ziemlich angetan von den Erzählungen der Autorin.
    Doch schon schnell merkte ich, dass sie hin und her sprang; dass sie Sachen anfing und dann nicht zu Ende erzählte; dass sie an der Oberfläche bleibt, um nicht erzählen zu müssen, was wirklich im Kessel brodelt.

    Über den Stamm der Fayu lernt man relativ wenig kennen. Wenn ich jedoch an die Geschichten denke, die hier niedergeschrieben sind, bekomme ich wirklich Bauchschmerzen.
    Da kommt ein weißer Mann bzw. eine weiße Familie in den Dschungel West-Papuas. Schnell wird zwischen den Zeilen klar, was hier wirklich stattfinden soll: eine Missionierung.

    Als ich das erkannte, war meine Sicht auf das Buch eine ganz andere.
    Sabine Kuegler beschreibt sehr romantisierend ihre Kindheitserinnerungen. Da gibt es kein kritisches Wort in die Richtung des Vaters; an seiner Arbeit, an seiner Einmischung in das Leben der indigenen Völker. Alles wird als toll und gewinnbringend für die Fayu dargestellt.

    Da die Autorin nicht chronologisch erzählt, kommt es hin und wieder zu Wiederholungen.

    Für mich war es leider nicht das, was ich erwartet habe. Die Autorin bleibt zu sehr an der Oberfläche. Ihr fehlt der Weitblick, um wirklich alles überblicken zu können. Sie sieht nur das, was sie sehen möchte, setzt es in einen rosaroten Kontext und hofft, so eine vom Vater geschaffene heile Welt präsentieren zu können.

    Eine echte Auseinandersetzung mit sich selbst findet nicht statt. Vor allem als es dann zum Kulturschock kommt. Lesende erfahren nichts Tiefgründiges.

    Und immer wieder stelle ich mir die Frage: Wenn ihr Leben im Dschungel so viel toller und besser war, warum ist sie mit ihren eigenen Kindern nicht dorthin zurück gegangen?

    ©2025 adlatb

  21. Cover des Buches Ich wünschte, ich könnte dich hassen (ISBN: 9783551312457)
    Lucy Christopher

    Ich wünschte, ich könnte dich hassen

    (342)
    Aktuelle Rezension von: ems

    !!! Spoiler !!!

    Ich war ab Seite eins schon total in der Geschichte gefangen, auch wenn es meistens nicht angenehm war. Das Buch fängt sehr intensiv an & diese Intensivität hält an. Ich fand es zwischenzeitlich schwer zu lesen, so verstörend empfand ich die ertsen Tage nach der Entführung. Gem hat sich benommen wie ein eingesperrtes wildes Tier, was mich anfangs etwas verwirrt hat, aber letzendlich kann ich dieses Verhalten natürlich nachvollziehen. In den meisten fiktiven Geschichten die ich lese, wo jemand entführt wird, bleibt der-/diejenige recht ruhig für den Ausmaß der Situation. Was ja auch irgendwie total schwachsinnig ist.

    Gem fühlte ich mich von Anfang an total verbunden, obwohl ich ihre Gedanken & Gefühle nicht immer instinktiv nachvollziehen konnte. Ich weiß nicht wieso ich so empfinde. Ich glaube es liegt zum Teil an meiner Empathie für ihren Charakter. Sie hat eine wirklich tragische Vergangenheit & auch ihre Gegenwart sieht nicht gerade gut aus. Vor allem aber wie ihre Vergangenheit erzählt wurde, fand ich so gut gemacht! Zudem finde ich sie wirklich intelligent & trotz allem doch so relatable. Auch in den ruhigeren Momenten der Geschichte, empfand ich es nie als langweilig aus ihrer Sicht zu lesen. 

    Meine Meinung zu Ty ist so durchwachsen, aber ich glaube allgemein muss ich sagen, dass ich ihn als Charakter ins Herz geschlossen habe. Ich hätte echt nie gedacht, dass sich meine Meinung doch so krass ändern würde, denn anfangs konnte ich ihn echt nicht leiden. Offensichtlich. Er hat Gem entführt, ist offensichtlich nicht ganz klar im Kopf & war schon aufdringlich, wenn er seine Meinung darstellte. Dann noch die Wutausbrüche. Zusätzlich kamen noch die Beschreibungen aus Gems Perspektive. Sie empfand ihn als eklig, abstoßend, verrückt & wollte die meiste Zeit nur so viel Abstand wie möglich zwischen ihm gewinnen. Doch ab einem gewissen Punkt hat sich die Beziehung stark geändert & in gewisser Weise fühlte ich mich dem ausgeliefert. Ich wusste das diese Wendung kommen würde (steht ja im Klappentext) & war eigentlich darauf eingestellt ihn trotzdem für seine Taten zu hassen. Aber man entdeckte eine Seite an ihn, die nur zum Vorschein kam, weil Gem es zuließ. Mir fiel dann auf wie weich & vorsichtig er wurde wenn es um Gem ging. Dies rechtfertigt natürlich nicht seine Taten, aber es hatte doch eine unausweichliche Veränderung mit sich gezogen. 

    Die Beziehung die sich zwischen Ty & Gem entwickelte, war wirklich so einzigartig & intensiv, es hatte mich voll in ihren Bann gezogen. Ab dem Schlagenbiss war ich ein komplettes Wrack. Ty so zu sehen, war so herzzerreißend. Generell alles was darauf folgte (die Trennung von dem Kamel; die Szene im Flugzeug wo Ty sich entschlossen hatte mitzukommen was bedeutete, dass er sich den Konsequenzen seiner Taten stellen müsste; Gems Zeit nach der Entführung; DIE LETZTEN SEITEN; DEN BRIEF AN TY!!; etc.) hat mich zum Heulen gebracht.

    & am Ende steht man da & weiß nicht mehr was falsch & richtig ist, wer gut & böse ist. Ich liebe wohin die Geschichte sich entwickelt hat, auch wenn es natürlich tragisch ist. Ich erlebe es selten dass mich ein Ende so krass umhaut :) Deswegn muss ich dem Buch auch 4,5 Sterne geben. Ich habe einige Punkte, die mir persönlich nicht so gefallen haben, aber letzendlich sind es Kleinigkeiten im Vergleich was die Geschichte bietet. Ich wusste was passieren würde (sie verliebt sich in ihren Entführer), aber trotzdem hätte mich nichts auf diese emotionale Wendung vorbereiten können. Die Gefühle die Gem hatte, wurden beim Lesen so gut rübergebracht, dass ich immer mit ihr litt & sie angefeuert habe, als sie von Ty fliehen konnte, genauso litt ich aber auch mit ihr als sie sich entgültig von ihm verabschieden musste. 

    Wer hätte gedacht, dass das ertse Buch im Jahr 2024 so ein Hightlight wird :)

    Anscheinend kam vor ein paar Jahren ein zweiter Teil raus, aber eine deutsche Version gibt es (noch?) nicht. Ich hoffe wirklich, dass das Buch übersetzt wird! & natürlich auch dass er mit dem ersten Teil mithalten kann!!<3

  22. Cover des Buches Frühstück mit Elefanten (ISBN: 9783548377346)
    Gesa Neitzel

    Frühstück mit Elefanten

    (164)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich habe dieses Buch damals in einer Bibliothek entdeckt, als es mir persönlich nicht gut ging – und es war genau der Anker, den ich brauchte. Gesas mutiger Schritt von Berlin in den afrikanischen Busch hat mich tief berührt und inspiriert.

    Es ist kein typischer Ratgeber, aber Gesas ehrlicher und bildhafter Schreibstil gibt einem das Gefühl, selbst mit ihr im Zelt zu liegen und den Löwen zu lauschen. Sie zeigt uns, dass man seine Instinkte wiederfinden kann, wenn man nur laut genug auf sein Herz hört. Seit diesem Buch lese ich absolut alles von ihr (auch unter ihrem Pseudonym Gisele Stein!) und wurde nie enttäuscht.

    Mein Fazit: Ein lebensveränderndes Buch für alle, die das Gefühl haben, festzustecken und nach dem „echten Leben“ suchen. Danke, Gesa!

  23. Cover des Buches Seekers - Die Suche beginnt (ISBN: 9783407744685)
    Erin Hunter

    Seekers - Die Suche beginnt

    (109)
    Aktuelle Rezension von: LeseMama82

    Seekers – Die Suche beginnt ist ein toller neuer Serienstart der vier Autorinnen, die unter dem Pseudonym Erin Hunter schreiben und die viele von der tollen Jugendbuchreihe „Warrior Cats“ kennen werden.

    Das Buch spielt im hohen Norden Kanadas und beschreibt die Reise dreier Bären.

    Kallik ist ein Eisbärenjunges, das eigentlich mit Mutter und Bruder auf dem Eis unterwegs war, um endlich selber Jagen zu lernen. Doch in der Natur laufen Dinge häufig anders als geplant und bei einem Walangriff verliert sie ihre Mutter und wird von ihrem Bruder getrennt. Außerdem beginnt das Eis zu schmelzen und sie muss versuchen das Festland zu erreichen und ihren Bruder wiederzufinden. Sie begibt sich auf den gefährlichen Weg und ist doch eigentlich noch viel zu jung um alleine überleben zu können.

    Toklo ist ein Grizzlyjunge, der mit Mutter und Bruder auf dem Weg zu einem Fluss ist, in dem es so viele Lachse geben soll, dass alle Bären davon satt werden können. Doch der Weg dorthin ist beschwerlich, da sie durch Toklos kranken Bruder nur langsam vorankommen. Nie haben sie ausreichend zu Essen und seine Mutter kümmert sich nicht um Toklo und bringt ihm auch das Jagen und Fischen nicht richtig bei. Letztendlich ist er auf sich alleine gestellt.

    Lusa ist eine Schwarzbärin. Sie ist fünf Monate alt und im Zoo geboren worden. Doch ihr Vater und ihre Mutter erzählen ihr manchmal vom Leben in der Wildnis. Da sie es nicht  anders kennt, findet sie das Leben im Zoo in Ordnung, aber als eines Tages ihre Mutter weggebracht wird, fängt sie an einen Plan zu schmieden, um das Gehege verlassen und in die Wildnis aufbrechen zu können.


    Seekers ist eine tolle Geschichte, die von der ersten Seite an fesselt. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der drei Bärenkinder, die alle im Laufe des Buches ihre ganz eigene Reise beginnen und doch dasselbe Ziel verfolgen.

    Begebt euch mit ihnen in die Wildnis Nordamerikas auf eine phantastische Reise. Ich kann euch versprechen: sie wird sich lohnen!

  24. Cover des Buches Butcher's Crossing (ISBN: 9783423145183)
    John Williams

    Butcher's Crossing

    (123)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Butcher's Crossing ist ein Abenteuerroman über die Büffeljagd im Wilden Westen. Neben den durchaus ansprechenden Beschreibungen der wilden Natur wird auch die abstoßende Jagd auf die letzten Büffelherden und das unsägliche Gemetzel in allen Einzelheiten beschrieben. Letztendlich war die Reise nach Colorado und zurück das Interessanteste an dem Roman.

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