Bücher mit dem Tag "winzer"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "winzer" gekennzeichnet haben.

54 Bücher

  1. Cover des Buches Ein wunderbares Jahr (ISBN: 9783734101564)
    Laura Dave

    Ein wunderbares Jahr

     (155)
    Aktuelle Rezension von: nicekingandqueen

    Ich habe "Ein wunderbares Jahr" von  Laura Dave direkt in der Zeit der Veröffentlichung gelesen, wenn ich mich recht erinnere, 2016 um den Dreh müsste es gewesen sein.

    Damals war ich ganz begeistert und das Buch gehörte zu meinen All-time Favoriten. 

    Als ich letztens mal wieder zufällig Rezensionen mir durchlas und einige davon auch kritisch waren, dachte ich mir: "Hm, so schlecht habe ich das Buch absolut nicht in Erinnerung." Also war es Zeit für mich in der Coronakrise mir nochmal das Buch in die Hand zu nehmen. Diesmal habe ich es auf Englisch gelesen.
    Während ich mich noch sehr genau an die Rahmenhandlung erinnern konnte, merkte ich während den ersten Seiten schon, dass ich seit dem ersten Mal lesen als Mensch gewachsen war. Ich konnte die Kritiken nun nachvollziehen und wusste direkt, dass ich mir beim zweiten Lesen keinen Gefallen mache, da ich mir nun einen Favoriten in meinem Bücherregal zerstört habe.

    Inhaltlich geht es um Georgia, die bei ihrer letzten Anprobe ihres Brautkleids plötzlich ihren Verlobten mit einem Mädchen und einer unbekannten Frau die Straße entlanglaufen sieht. Als sich herausstellt, dass er der Vater ist, sucht sie Zuflucht bei ihren Eltern und Brüdern, deren Leben sich aber natürlich aktuell ebenfalls als katastrophal erweist...

    Nun, mein Problem mit dem Buch: Es ist seicht, aber das ist ja jeder Frauenroman/Liebesroman. Was mir hier definitiv aber fehlt ist: Romantik. Es gab kein einziges Date, bei dem ich mir dachte: Das würde ich auch mal gern erleben. Daher kam bei mir auch kaum Gefühl, keine Emotionen hoch. Schade. 

    Hinzu kommt, dass der Titel nicht passt. Die Handlung erfolgt innerhalb von zwei Wochen grob geschätzt. Kein Jahr. Keine Ahnung, wer da den deutschen Titel ausgesucht und den Inhalt nicht gelesen hat... Genauso ist mir auch nicht ersichtlich, warum das Cover mit Pfirsiche zeigt, wenn es denn um Weinberge geht... Das Wort Pfirsich habe ich kein einziges Mal gelesen.

    Fazit: Man sollte niemals einen Favoriten ein zweites Mal lesen. Ich hasse mich aktuell dafür.

  2. Cover des Buches Nur einen Horizont entfernt (ISBN: 9783596521401)
    Lori Nelson Spielman

    Nur einen Horizont entfernt

     (803)
    Aktuelle Rezension von: Musikpferd

    Hannah Farr ist Mitte 30 und Moderatorin von WNO.

    Ihr Leben ist gut in New Orlands und ihr Freund ist der Bürgermeister. 

    Doch dann kommt Fiona Knowles in ihr Leben mit ihren Versöhnungssteinen. Das Prinzip mit den Versöhnungssteinen geht so:

    Man schickt einen Brief mit 2 Steinen und etwas geschriebenem zu jemandem, den man um Vergebung bitten möchte. Wenn derjenige die Entschuldigung annimmt, schickt er einen Stein zurück. Den anderen schickt man an eine Person, der man selbst verzeihen möchte.

    Hannah Farr erhält auch von Fiona Knowles einen solchen Stein. Sie ärgerte und schickanierte Hannah früher in der Schule. Ganze zwei Jahre lässt Hannah sich Zeit und hat den Stein noch nicht zurück geschickt. Denn Fiona hat ihre Familie und ihr Leben zerstört.

    Das war so:

    Hannah wollte nicht mehr zur Schule gehen und meldete sich ständig krank. Bis sie ein Gespräch mit dem Schulleiter und ihrer Mutter erhielt. Hannah hatte viel zu viel Angst, Fiona zu verraten, weil sie ihr das Leben noch schwerer gemacht hätte. Durch dieses Gespräch lernte Hannahs Mutter Bob kennen. Wenig später waren sie zsm. Hannah beschuldigte Bob immer und zog mit ihrem Vater fort. Über zwanzig Jahre hatte sie keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter.

    Nun soll sie ihrer Mutter verzeihen? Dorothy - eine gute alte Freundin und Mutter ihres Exfreundes - möchte das so. Sie hält es für richtig ihr zu verzeihen. 

    Doch das krämpelt alles um. Sie fährt nach Michigan und lernt dort RJ kennen. Doch zu ihrer Mutter traut sie sich nicht. 

    Es wird immer komplizierter. Claudia hat es auf Hannahs Job abgesehen, ihrem Freund Michael ist nur seine Karriere wichtig und am Ende entpuppt sich RJ auch noch als Sohn von Bob.

    Es wird sehr verzwickt...


    Der Schreibstil ist toll und man kann sich gut in die Geschichte einfinden. Es ist übersichtlich und man versteht alles.

  3. Cover des Buches Landliebe (ISBN: 9783453421950)
    Jana Lukas

    Landliebe

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Buchbahnhof

    Die Figuren sind relativ farblos gezeichnet. Keine hat wirkliche Höhen oder Tiefen zu bieten. Tom ist der knurrige Winzer, der Ellie eigentlich gar nicht auf seinem Hof haben will. Obwohl er sie dies immer wieder spüren lässt, entwickelt sie trotzdem Gefühle für ihn. Tom benimmt sich die gesamte Zeit über unmöglich und eher wie ein verstockter Schuljunge, als wie ein erwachsener Mann. Ellie hat mir da schon ein bisschen besser gefallen. Sie hat zumindest ein wenig Biss. Sie ist bereit, zu kämpfen und nicht aufzugeben.

    Die Lovestory war für mich allerdings leider nur schwer nachvollziehbar, denn mir hat sich nicht so richtig erschlossen, warum sich die beiden Protagonisten ineinander verlieben. Nichts desto trotz kann man die sich anbahnende Liebesgeschichte genießen, wenn man einfach hin nimmt, dass die beiden Gefühle füreinander haben, ohne zu hinterfragen, warum dies so ist. Ich kann nicht sagen, dass die Interaktionen der beiden Figuren miteinander mich nicht gut unterhalten hätten.


    Der Schreibstil von Jana Lukas hat mir hingegen gut gefallen. Er ist unterhaltsam und witzig. Er zieht den Leser durch die Geschichte. Ich glaube, wenn sie nicht so einen mitreißenden Schreibstil an den Tag legen würde, dann hätte ich das Buch abgebrochen.

    Die Geschichte plätschert nämlich relativ ereignisarm so vor sich hin, aber lässt sich gut lesen. Ein Roman zum wohlfühlen, bei dem man nicht groß nachdenken muss. Würze bringt das Filmteam mit ihrem Vorturner Holzmaier in die Geschichte. Wenn so wirklich Serien bzw. Reality-TV gedreht werden, dann Gute Nacht. Der Kerl ist unmöglich, aber sehr lustig.

    Nicht nachvollziehen konnte ich, warum keiner der beiden Protagonnisten beim anderen hinterfragt, was eigentlich echt und was gestellt ist. Beide müssen Änderungen an ihrem Outfit bzw. ihrer Person über sich ergehen lassen. Jeder normale Mensch würde beim anderen nachfragen, was überhaupt echt ist, und was vom Drehbuch vorgegeben. Die beiden Protagonisten nehmen aber alles einfach so hin und genau das macht einen Teil dessen aus, warum sie einander nicht leiden können. Dieses Mißverständnis hätte sehr schnell geklärt werden können.

    Von mir gibt es 3 Sterne für einen lustigen Liebesroman, der sich gut lesen lässt, aber keine großen Überraschungen bereit hält. Man sollte von der Lektüre nicht zu viel erwarten. Nett für einen Abend auf dem Sofa.

  4. Cover des Buches Tante Poldi und die Früchte des Herrn (ISBN: 9783431039481)
    Mario Giordano

    Tante Poldi und die Früchte des Herrn

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Andrea-Karminrot


    ...ist ein Unikum. Ü 60, mit ihrer Perücke und ihrer auffälligen Vespa, ist sie in ihrem Heimatort Catania gut bekannt. Sie lässt nichts nbrennen. Sei es, dass da noch ein Flascherl Wein offen herumsteht oder ein schicker Kerl, mit besonders kräftigen Unterarmen, ihren Weg kreuzt. Erst vor kurzem hat sie, zusammen mit ihrem Liebhaber dem Commissario Montana, einen Mord aufgeklärt. Tante Poldi ist Mordsüchtig! Als dann der Hund der Freundin „ermordet“ wird, macht sich Poldi an die Ermittlungen. Dabei trifft sie auf den Winzer Avola. Der Mann ist so attraktiv, dass sie sich am Morgen in seinem Bett wiederfindet, zusammen mit einem ordentlichen Kater. Am Ende steckt Poldi mitten in einem echten Mordfall, der an der Wahrsagerin Guiliana. Die lag nämlich tod zwischen den Rebstöcken des schönen Winzers mit dem Poldi die Nacht verbracht hatte.

    Der Neffe...

    ...erzählt die Geschichte mit viel Wortwitz. Er berichtet, wie sich Poldi auf die Suche nach dem Mörder macht und wie sie sich aus den Verdächtigungen des Commissarios herauswindet, (immerhin ist der etwas eifersüchtig). Dabei weiß sie nicht einmal mehr, was in der Nacht tatsächlich geschah. Tante Poldi erzählt ihrem Neffen gerne, mit viel Stolz und einigen Flunkereien (er muss halt auch nicht alles wissen), wie sie die Verbrecher zur Strecke bringt. Auf diese Art begleiten wir die Tante bei ihren Ermittlungen. Manches mal, musste ich schon sehr schmunzeln. Poldi ist schon sehr witzig.

    Der Autor

    Mario Giordano, schreibt Romane, Dreh- und Jugendbücher. Tante Poldi gehört zu einer Serie und es sind einige Bücher in dieser Reihe entstanden. Vielleicht habe ich auch schon den einen oder anderen Tatort von ihm gesehen.

    Aus einem Interview (Donaukurier)

    Mario Giordano: „Man sucht als Autor natürlich genau nach solchen Figuren mit Ecken und Kanten. Nichts ist langweiliger als allzu stromlinienförmige Protagonisten. Im Falle der Poldi war es so: Ich hatte so eine Tante. Die hieß Poldi und wanderte mit 60 Jahren nach Sizilien aus, um sich - wie wir alle dachten - totzusaufen. Das hat sie auch geschafft. Sie war eine glamouröse, beeindruckende Persönlichkeit. Wir haben sie alle geliebt. Eigentlich hatte ich gar nicht so viel Kontakt zu ihr, aber als ich dann über diesen Stoff nachdachte - ich wollte immer über Sizilien schreiben, wusste aber nicht, wie ich anfangen sollte -, fiel mir die Poldi ein. Mit ihr könnte so ein heiterer Krimi funktionieren, dachte ich. Natürlich habe ich die Poldi nach meiner Fantasie gestaltet. Aber die Perücke gab es tatsächlich.“


  5. Cover des Buches Château Mort (ISBN: 9783455000764)
    Alexander Oetker

    Château Mort

     (60)
    Aktuelle Rezension von: evafl

    Eine Hitzewelle macht den Sommer im Aquitaine unerträglich. Doch dieser Hitze trotzen viele und machen beim spektakulären Marathon du Médoc mit, verkleidet laufen sie durch die wunderbaren Gärten der schönsten Châteaus. Als dann plötzlich ein Läufer stirbt, gerät der Winzer Richard unter Verdacht. Doch ist Richard, der ein guter Freund von Kommissar Luc Verlain ist, wirklich der Täter? Was steckte hinter den Plänen von Richard und dem Toten? Auch gegenüber seiner Partnerin Anouk muss Luc seinen Freund Richard verteidigen…

    Schon etwas länger hatte ich nun keinen Krimi mehr gelesen, insofern habe ich mich sehr über diesen Fall von Luc Verlain gefreut. Bereits „Retour“, der vorherige Krimi, in dem Luc Verlain auch ermittelt, hat mir unheimlich gut gefallen. Insofern wusste ich schon ein wenig, was mich hier wie erwartet.

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, es ist ein angenehmer, sehr lesenswerter Stil. Alles ist gut verständlich erläutert, dennoch ist es keine ganz einfache Sprache, die Fremdwörter oder Fachbegriffe sind soweit gut verständlich. Was man merkt, dass es Alexander Oetker wohl auch wirklich Spaß macht, sind die wirklich bildlichen Beschreibungen der Landschaft – und des Weins. Insofern: ebenfalls ein echter Genuss für den Leser. Gelegentlich kommen auch französische Sprachfetzen vor, die man sich teilweise erklären kann, selbst wenn man die Sprache nicht absolut beherrscht – oder halt einen Übersetzer (persönlich wie online) bemüht. Manchmal war es ein bisschen viel, aber es hielt sich in Grenzen.

    Die Geschichte ist wirklich gut durchdacht und ich muss sagen, dass sie richtig spannend ist. Es ist auch schön, dass es durchaus immer wieder mal um das Privatleben des Ermittlers geht, so dass hier auch Abwechslung geboten ist. Auch bekommt man ein wenig das französische Lebensgefühl beim Lesen mit, zumindest wenn man sich so den Tagesablauf des Kommissars ansieht.

    Sehr schön gemacht ist wieder die Umschlaggestaltung auch im Inneren des Buches, die Klappbroschur. Hier findet man vorn und hinten im Buch gezeichnete Karten von Stefanie Bokeloh, auf denen sie die entsprechenden Gegenden wunderbar künstlerisch darstellt.

    Mir hat dieser spannende und unterhaltsame Krimi richtig gut gefallen. Die Seiten flogen nur so dahin beim Lesen, die Geschichte habe ich als nicht zu übertrieben, sondern durchaus glaubhaft empfunden. Schön ist es auch gewesen zu sehen, dass nicht alles vorhersehbar war. Von mir gibt es für diese unterhaltsame, spannende wie zeitweise auch lustige Lektüre 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

  6. Cover des Buches Eine Liebe in der Bourgogne (ISBN: 9783746631653)
    Heike Franke

    Eine Liebe in der Bourgogne

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Janines_world

    Dank dem wunderbaren Schreibstil von Heike Franke konnte ich in ein neues Abenteuer springen und dabei meine Umgebung wieder einmal völlig vergessen. Ich pendelte zwischen Berlin und der Stadt Beaune, die die Hauptschauplätze in der Geschichte darstellen. Neben der Liebesgeschichte zwischen Luc und Johanna spielen auch Weine eine zentrale Rolle – wie soll das auch anders sein, bei einem Winzer? Zuerst war ich skeptisch, ob mich das Thema überhaupt anspricht, da ich selbst kaum Wein trinke und mich dafür auch nicht wirklich interessiere. Aber die Autorin schaffte es Informationen z.B. über verschiedene Rebsorten, den Anbaubedingungen und den Prozess der Verkostung spannend in die Geschichte mit einzuflechten, sodass ich sogar selbst Lust hatte einen der leichten Weine zu probieren. Die Figuren Johanna, Lucie und auch Coco sind mir schnell ans Herz gewachsen. Luc fand ich manchmal etwas zu distanziert und ich hätte mir gewünscht, dass er etwas mutiger wäre, seine Entscheidungen zu treffen. Zudem hätte ich mir an manchen Stellen eine etwas weitere Ausführung der Handlung gewünscht. Dennoch erhält das Buch von mir eine klare Leseempfehlung!


    4/5 Sterne


  7. Cover des Buches Der Garten der Düfte (ISBN: 9783426521533)
    Kirsty Manning

    Der Garten der Düfte

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Klusi

    Die Handlung des Romans spielt auf zwei Zeitebenen. Da ist in der Gegenwart die Australierin und Meeresbiologin Pip, die gerade dabei ist, ihre Doktorarbeit fertig zu stellen. Außerdem hat ihr Freund Jack ihr einen Antrag gemacht. Unter den ersten Verlobungsgeschenken, die in Tasmanien eintreffen, sind einige uralte Kupfertöpfe von Pips Eltern aus Frankreich. In einem dieser Töpfe findet Pip eine alte Papierrolle mit Rezepten in französischer Sprache, die von einer gewissen Artemisia stammen. In der folgenden Zeit kommt es zwischen ihr und ihrem Verlobten immer wieder zu Unstimmigkeiten. Pip fühlt sich unverstanden und setzt sich selbst unter Druck, und letztendlich wird ihr anscheinend alles zu viel. Um sich über ihre Gefühle und ihre Zukunft klar zu werden, reist Pip zu verschieden europäischen Orten und begibt sich auf Artemisias Spuren. Diese führen zu einem französischen Chateau, wo Artemisia im 15 Jahrhundert als Köchin lebt und arbeitet. Das Chateau steht einerseits unter weltlicher Herrschaft, ist aber zugleich auch ein Kloster. Abt Roald mischt sich häufig in Dinge ein, die ihn eigentlich nichts angehen, vor allem nutzt er die Abwesenheit des Chevalier de Boschaud, um seine eigenen Interessen durchzusetzen. Auch wenn der Gutsherr einiges tut, um sein Gesinde und vor allem Artemisia zu schützen, so ist er eben nicht immer zur Stelle, wenn der Abt seine großen und kleinen Grausamkeiten an der Dienerschaft auslässt.


    Ehrlich gesagt hatte ich mir mehr von diesem Roman versprochen, der durch ein wunderschönes Cover besticht. Der Handlungsstrang im Mittelalter und vor allem Artemisias Schicksal hat mich zwar berührt, aber es war ein langwieriger Weg, der mich durch die Geschichte führte. Weder Pip noch ihre Schwester Megs in den Abschnitten zur Gegenwart konnten mich wirklich überzeugen. Pip wirkte lange Zeit auf mich so, als wäre sie ziemlich unentschlossen, was ihr Leben angeht. Ihre Handlungen und Entscheidungen waren für mich zum Teil nicht immer nachvollziehbar. Megs steckt irgendwo im Spagat zwischen Karrierefrau und Helikopter-Mutter fest und steuert geradewegs auf eine Krise zu. Eigentlich hat Pip alle Hände voll zu tun, um mit ihrem eigenen Leben und den Problemen ihrer Familie klar zu kommen, so dass Artemisias Geschichte dadurch zeitweilig in den Hintergrund gedrängt wird.


    Der Schreibstil der Autorin ist einerseits schön, aber sehr ausschweifend, und sie verzettelt sich, auf Kosten des Handlungsfortschritts, in viel zu vielen unwichtigen Details, was das Ganze zum Teil recht langatmig macht. Eine Zeitlang konnte ich es noch genießen, in Düften und feinen Zutaten zu besonderen Gerichten zu schwelgen, aber schnell war mir das dann doch zu üppig und zu geballt, und ich ertappte mich immer häufiger dabei, beim Lesen abzuschweifen und nicht recht bei der Sache zu sein. Offensichtlich fehlte mir der rote Faden und auch eine schlüssige Verknüpfung zwischen den beiden Handlungssträngen. Pips und Artemisias Geschichte laufen weitgehend parallel, aber letztendlich sind die überlieferten Rezepte und die Liebe zum Kochen und zu feinen Aromen die einzige Verbindung, die sich zwischen den beiden Frauen herausstellt. Ihre Lebenswege sind völlig unterschiedlich und haben kaum Bezug zueinander.

    Insgesamt sehe ich dieses Buch als ganz nett für zwischendurch, aber es ist leider weder besonders unterhaltsam noch hat es Tiefgang oder Erinnerungswert.

  8. Cover des Buches Lilienblut (ISBN: 9783570307625)
    Elisabeth Herrmann

    Lilienblut

     (180)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Sabrina und Amelie, zwei unterschiedliche Freundinnen und doch sind die beiden unzertrennlich. Bis Amelie eines Abends ihre Freundin belügt und am nächsten Tag tot aufgefunden wird …

    Schreibstil:
    Elisabeth Herrmann schreibt ausführlich und sehr detailverliebt über den Weinanbau am Rhein, über die Freundschaft der Mädchen ihre Probleme und über rätselhafte Mordfälle und die damit verbundenen Ermittlungen. Teilweise waren die Details sehr heftig, sodass sich hier die Frage stellt, ob es sich noch um ein Jugendbuch handelt. Die Ausdrucksweise war dagegen sehr erwachsen und gehoben.

    Charaktere:
    Die jungen Charaktere im Buch erschienen alle sehr reif, außer die, die wirklich erwachsen wirken mussten, schienen eher unorganisiert und kindlich. Dennoch wuchsen die Figuren mit ihren Aufgaben und es machte Freude sie zu begleiten.

    Cover:
    Das Cover passt sehr gut zur Geschichte und zum Titel.

    Fazit:
    Ein spannender Thriller, welcher auch für Erwachsene sehr gut lesbar ist. Einzig zum Ende wiederholte sich die Autorin sehr oft in der Handlung. So passierte etwas und die Protagonistin erzählte alles nochmals einer anderen Person – der Leser wird also doppelt informiert, was zu einer gewissen Langeweile führt. Ansonsten ein schöner bis heftiger Zeitvertreib mit einem guten Spannungsbogen. Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

  9. Cover des Buches Die Donauprinzessin (ISBN: 9783548286419)
    Beate Maly

    Die Donauprinzessin

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Teddygirl
    Netter historischer Wien-Krimi mit sympathischen Protagonisten. Der Roman ist leicht und flüssig zu lesen, einige Entwicklungen sind allerdings durchaus vorhersehbar und manchmal driftet die Erzählung ein wenig in Klischees ab. Daher verdiente 3,5 Sterne.
  10. Cover des Buches Der Verrat (ISBN: 9783328105428)
    Ellen Sandberg

    Der Verrat

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Lisa2311

    Nane wird nach 20 Jahren Haft entlassen und stellt damit das Leben ihrer Schwester Pia auf den Kopf. Es geht um Rache, oder Vergebung.

    Die Geschichte ist in Gegenwart und Vergangenheit (20 Jahre vorher) aufgeteilt. Das macht das ganze sehr interessant und leicht lesbar.

    Über die Vergangenheit erfährt man, warum Nane im Gefängnis gelandet ist. Dabei werden einige Familiendramen der drei Schwestern bekannt, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

    Es gibt aber auch noch einige andere Charaktere. Daher hat man von liebenswert bis nervig alles dabei.
    Die Anzahl der Namen ist anfangs jedoch etwas verwirrend. Z.B.: die Tochter und die Enkelin einer Person sind ca. gleichalt.
    In der Gegenwart geht es um die Entlassung von Nane und die Angst, die Wahrheit über damals könnte ans Licht kommen.
    Insgesamt herrscht eine düstere Atmosphäre, denn immer wieder gibt es Anspielungen, dass es noch mehr Geheimnisse und Dramen gibt.
    Das Buch hat fast 500 Seiten. Es hätten auch 100 weniger sein können. Auch das Setting eines Weinguts hat mich eher an eine 18 Uhr ARD Sendung erinnert 😂 Dennoch hat mir dieser "Spannungsroman" sehr gut gefallen. Das Ende fand ich nochmal sehr spannend und die Enthüllungen echt grausam.

  11. Cover des Buches Im Sturm des Lebens (ISBN: 9783453359055)
    Nora Roberts

    Im Sturm des Lebens

     (82)
    Aktuelle Rezension von: krachfahl

    Die Geschichte beginnt mit den Tod eines alten Winzers, der für die Familie Giambelli arbeitet. Es ist eine Geschichte die von drei Generationen von Frauen handelt aus der Familie Giambelli: Tereza, Pilar und Sophia. Anfangs dachte ich die Geschichte würde in Italien spielen, wo die Wurzeln der Winzerfamilie Giambelli liegen, doch natürlich spielt es in der USA in der Weinregion nahe San Francisco.

     

    Das verwirrende und anstrengend an der Geschichte war für mich, dass es in meinen Augen nicht wirklich eine Hauptfigur gab. Zwar steht Sophia, die Tochter von Pilar und Enkeltochter von Tereza im Focus, doch eben auch viele andere. Tereza heiratet aus praktischen Gründen Eliay McMillian, dem das Nachbarweingut gehört. Doch am Ende entsteht daraus Liebe. Ihre Tochter Pilar stammt aus der ersten Ehe mit einem Italiener, der früh stirbt. Diese Geschichte wird nur ab und an in Nebensätzen erzählt. Pilar heirate mit achtzehn Antonio, der sie fortan ständig betrügt, dennoch aber eine Rolle im Vertrieb der Weine von Giambelli und McMillan spielt. Erst nach dreißig Jahren lässt er sich von seiner neuen Geliebten René zwingen, sich scheiden zu lassen.


    Derweil entscheiden sich Tereza und Eliay die zwei bisher separat geführten Weingüter Giambelli und McMillian zu einem Unternehmen zusammenzuführen. Sophia und der Enkelsohn von Eliay, Tyler McMillian sollen innerhalb eines Jahres beweisen, dass beide in der Lage sind das gesamte Spektrum dieses Unternehmens abzudecken. Sophia, bisher nur für das Marketing zuständig, soll dreckig Hände bei der Herstellung des Weines erhalten. Tyler, der sich nur in seinen Weinbergen vergräbt, soll lernen wie das Marketing der Weine funktioniert. Überwacht wird das Ganze von einem externen Geschäftsführer COO (Chief Operating Office) David Clutter, der am Ende die Leistungen der beiden bewerten soll, während sie sich monatlich auch gegenseitig bewerten müssen.


    Es gibt jetzt zwei Lovestorys, die parallel laufen. Die zwischen Pilar und David und die zwischen Sophia und Tyler. Beiden haben richtig süße Sweetspots, was ich total liebe.


    Am schönsten finde ich die Szene, als sich die Firma in einer totalen Krise befindet. Sophia hat zum ersten Mal Sex mit Ty und Pilar, stiehlt sich heimlich von David fort. Mutter und Tochter stolpern übereinander, während sie heimlich in die Villa schleichen, wo die drei Frauen mit Eliay unter einem Dach wohnen. In der Küche tauschen sie sich über ihre Affären aus, als Tereza reinkommt. Während Sophia mit ihrem Sexleben locker umgeht, ist Pilar total verschämt, doch beide sind sprachlos, als Tereza meint, guter Sex entspannt und macht immer so hungrig.


    In der Geschichte, kann man viel über die Herstellung von Wein erfahren, geschichtliche Hintergründe und wie die Trauben vor dem Frost geschützt werden. Was macht einen guten Wein aus? Die Frage wird immer wieder gestellt und beantwortet. Das hat mir unglaublich gut gefallen.

    Warum nur drei Sterne? Obwohl Sophia meine absolute Lieblingsheldin sein müsste, mit ihrer selbstbewussten Art, ihrem Temperament, die Art wie sie ihre Leben und auch das Sexleben in die Hand nimmt, bin ich nicht wirklich mit ihr klargekommen. Als wäre sie, so wie beschrieben ein Wirbelwind, der sich nicht fassen lässt. Tyler ein Urtyp von Mann, blieb mir genauso fremd, obwohl auch er in seiner Meidung von Feiern und offiziellen Veranstaltungen, dem Rückzug zu der Arbeit, das tiefe verwurzelt sein in der Natur, absolut mein Fall sein müsste.


    David Cutter, der Vater von zwei Teenagern, ist in meinen Augen ein Traum von einem Vater und hat ein tolles Verhältnis zu seinen Kindern. Pilar, die still an ihrer Ehe festhält, weil ein Versprechen, was sie gab für sie eine Bedeutung hat und gleichzeitig mit Stolz und Eleganz die Affären ihres Ex handelt, rang mir immer wieder Bewunderung ab. Vor allem, weil sie sich nie auf ein schmutziges Niveau herabließ. Okay, das erklärt die drei Sterne immer noch nicht. Es sind zu viele Charaktere, so dass ich mich nicht auf einen konzentrieren kann. Es sind so viele Feinde, so dass auch dort ein verwirrender Knoten entsteht.


    Ich mag die Geschichte dennoch und höre sie gerade zum dritten Mal, aber sie ist einfach in meinen Augen nicht so gut, wie andere Bücher von Nora Roberts.

  12. Cover des Buches Tante Poldi und die Früchte des Herrn (ISBN: 9783838711713)
    Mario Giordano

    Tante Poldi und die Früchte des Herrn

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Kein Wasser und ein toter Hund - das lässt sich die Poldi nicht gefallen. Dieses Mal führen ihre Ermittlungen sie in die Weinberg, wo sie nicht nur erste Anhaltspunkte sondern auch den feschen Winzer Avola findet. Die Lage spitzt sich zu als ausgerechnet zwischen seinen Reben eine Leiche gefunden wird. Commissario Montana tritt auf den Plan und ist wenig begeistert, als er erfährt, dass Poldi wieder einmal in den Fall verwickelt ist...

    Meine Meinung: Poldi mit ihrem bayrischen Art und ihrem Dickschädel sorgt vom ersten Augenblick an für witzige Momente und komische Verwicklungen. Mit ihrer eigenwilligen Art zu ermitteln bringt sie sich oftmals in Schwierigkeiten, schafft unterhaltsame Momente oder löst einfach mal Kopfschütteln aus. Dieses (Hör-) Buch hat seinen eigenen Humor und hat mich daher bestens unterhalten. Trotzdem wirkt vieles auf mich konstruiert und Poldis Begegnungen mit dem Tod haben mich manchmal ein wenig irritiert.

    Sizilien als Schauplatz war auch dieses Mal wieder atemberaubend und viele liebgewonnene Personen aus dem ersten Band bekommen auch hier wieder einen fixen Platz, was mir sehr gut gefallen hat. 

    Mein Fazit: Ein durchaus lustiger Krimi, dem leider das gewisse Etwas fehlt.

  13. Cover des Buches Ein Weinberg zum Verlieben (ISBN: 9783492309691)
    Kayte Nunn

    Ein Weinberg zum Verlieben

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Ludwig

    Inhalt

    Das Schicksal meint es nicht gut mit Rose Bennett. Ihre Karriere als Spitzenköchin endete abrupt, nun wendet sie Burger im Sekundentakt. Als sie dann auch noch von ihrem Freund sitzen gelassen wird, reicht es ihr. Kurz entschlossen bucht sie einen Flug. Ihr nächster Halt: eine australische Weinfarm im ländlichen Shingle Valley. Ihr nächster Job: die Verköstigung der dreiköpfigen Winzersfamilie. Und mit einem Mal scheint sich der Wind in ihrem Leben zu drehen. Denn Rose kocht sich nicht nur in die Herzen der Kinder, auch der junge Winzer ist für ihre Rezepte und Reize durchaus empfänglich

    Das Buch habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Es hat mir gut gefallen. Man bekommt Sehnsucht nach Urlaub Meer und liebe. Genau richtig für den Sommer. 

  14. Cover des Buches In Vino Veritas (ISBN: 9783453435704)
    Carsten Sebastian Henn

    In Vino Veritas

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Lesewuermchen

    Der Klappentext sprach mich an. Es soll sich hierbei, wie hinten im Buch angegeben, um den ersten Fall für Julius Eichendorff handeln. Leider konnten mich weder der Schreibstil noch die Personen mitreißen. Mir kam es eher vor, als würde ich ein Buch, mitten aus einer Reihe herausgerissen, lesen. Es tauchen viele Namen auf, doch keine der Personen wird näher beschrieben. Da fehlen mir auf jeden Fall ein paar Rahmenangaben, zumindest wie Alter und Aussehen. So blieben für mich die Personen platt und konturenlos und ich habe das Buch sehr schnell zur Seite gelegt.


  15. Cover des Buches Die Tochter des Winzers (ISBN: 9781611097337)
    Kristen Harnisch

    Die Tochter des Winzers

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    1895: Sara und Lydia wachsen unbeschwert auf ihrem Weingut in Frankreich auf. Sara interessiert sich sehr für den Weinanbau und wird von ihrem Vater dabei unterstützt. Als Saras und Lydias Vater stirbt, ändert sich das Leben der beiden jungen Mädchen. Lydia heiratet Bastien, den Sohn eines Weinhändlers; das Weingut selbst wird verkauft. Doch Bastien ist ein gewalttätiger, grober Mann, unter dem Lydia sehr zu leiden hat. Sara möchte ihrer Schwester helfen und wird bei dem Versuch, mit ihr zu fliehen, beinahe von Bastien vergewaltigt. Sie kann sich wehren, doch Bastien wird dabei tödlich verletzt. Nun müssen die beiden jungen Frauen auf jeden Fall fliehen, denn sie werden des Mordes beschuldigt…

    Mein Leseeindruck:

    Es hat mir großen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Spannung, Drama und Romantik vor einem historischen Hintergrund, das ist für mich eigentlich die perfekte Mischung! Ich habe Sara und ihre Schwester Lydia sehr gerne begleitet und habe mit ihnen mitfühlen können.

    Der Schreibstil ist sehr angenehm. Das Buch hat sich leicht und flüssig lesen lassen, zudem war es auf keiner Seite langweilig.

    Es gibt noch einen zweiten Band, auf den ich mich sehr freue, aber man kann diesen ersten Teil auch als abgeschlossene Geschichte lesen.

    Von mir gibt es für dieses Buch auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!

  16. Cover des Buches Donaukiesel (ISBN: 9783753404172)
    Sonja Hauer

    Donaukiesel

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ramgardia

    Als sich ihr Mann und Geschäftspartner vom Bea trennen will, fährt sie in ein sehr gutes Hotel in der Wachau. Dort in Dürnstein (ein wichtiger Ort für Flusskreuzfahrten auf der Donau) lernt sie Michael kennen. Er ist ein bekannter Thrillerautor, der mit einer Schreibblockade zu kämpfen hat. Zunächst dachte ich der Begriff „Krimi“ wäre ein Druckfehler und es handele sich um einen Liebesroman. 

    Doch dann wird Beas neue Bekannte nach einem feuchtfröhlichen Abend tot in der Donau aufgefunden. Mit Beas Rückkehr nach Wien kommt die Geschichte dann so richtig in Schwung. Mit immer wieder neuen Wendungen wird man auf immer andere Fährten gelockt. Zunächst wirkten fast alle nett und freundlich, selbst der Kommissar ging auf Beas Theorien zum Tathergang ein, doch dann gab es einige Verdächtige. Bea erfährt einiges aus ihrer Vergangenheit und versucht entschlossen neu anzufangen.

    Ein leicht zu lesender Krimi, der außer Spannung auch mit Humor und Liebe punkten kann. Zudem sind die Protagonisten sehr realistisch beschrieben.

  17. Cover des Buches Die Italienerin, die das ganze Dorf in ihr Bett einlud (ISBN: 9783492311106)
    Gaby Hauptmann

    Die Italienerin, die das ganze Dorf in ihr Bett einlud

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Marcsbuecherecke

    Gaby Hauptmann gehört schon seit vielen Jahren für mich zur Elite der Frauenliteratur, sind ihre Bücher doch immer gespickt mit einer großen Brise Situationskomik ohne zusehr in irgendwelche Klischees zu rutschen. 

    Ich würde lügen, wenn ich sage, dass die Bücher von Gaby Hauptmann nicht durchaus auch ein wenig vorhersehbar seien, aber hier finde ich: auf die Verpackung kommt es an. 

    Ihr Schreibstil ist locker aber nicht plump; ihre Charaktere sind zwar nicht das, was ich besonders vielschichtig nenne, aber sie sind irgendwie doch Eines - nämlich einfach herrlich menschlich. Mit Fehlern und Macken, die teilweise zwar sehr typisiert sind, aber mal Hand aufs Herz: Genau das macht einen Roman dieses Genres doch aus, oder?

     

    Besonders gelungen finde, wie es Frau Hauptmann gekonnt gelungen ist, das "Lästern" über Gabriellas Angeohnheit, jeden in ihr Bett einzuladen einzufangen.  

     

    Die Geschichte ist auf den ersten Blick sehr seicht und dümpelt die ersten Kapitel auch sehr vor sich hin, weist gegen Ende aber einen Tiefgang auf, für den ich Gaby Hauptmann so mag. 

    Auch hier findet man sich plötztlich umringt von Aussagen, von denen man nicht weiß, welche man jetzt explizit glauben soll.

    Wer meint es gut mit Gabriella? Diese Frage schoss mir ebenfalls regelmäßig durch den Kopf.

     

    Fazit:

     

    Bestimmt nicht der beste Roman, den es gibt. Dennoch perfekt geeignet, um einige schöne Stunde auf der Couch, der Terrasse oder im Bett zu verbringen. 

  18. Cover des Buches Die Champagnerkönigin (ISBN: 9783548062310)
    Petra Durst-Benning

    Die Champagnerkönigin

     (141)
    Aktuelle Rezension von: littlecalimero

    In diesem Buch geht es um die junge Isabelle, die gegen den Willen ihrer Eltern mit dem attraktiven Radprofi Leon Feininger durchbrennt. Doch nicht alles ist so, wie sie sich das vorgestellt hat, denn bislang ist sie doch ein ziemlich verwöhntes Mädchen gewesen, dass sich nicht die Hände schmutzig machen oder mal selbst mit anpacken musste. Durch das geerbte Weingut ist sie nun gefordert und zwar mehr, als man meint, denn so einfach, wie man sich das vielleicht vorstellt ist es nicht. Ein Tiefschlag nach dem anderen folgt, Zweifel tauchen auf, auch der Anfang und die Kontaktaufnahme zu den Einwohnern gestaltet sich schwierig. Hier erlebt man Zurückhaltung, Neid, Argwohn - aber natürlich auch liebenswerte Menschen, die ihr helfen, sich einzuleben und ihre Träume zu verfolgen, wie zum Beispiel den Angestellten Claude oder seine Lebensgefährtin Micheline.

    Anfangs hab ich gedacht, wow 511 Seiten, und ja vielleicht hätte man manche Szenen etwas abkürzen können, aber im Großen und Ganzen fand ich es erstaunlich, was man über das Thema Champagner alles lernen kann, was wirklich interessant und verständlich, aber auch ausreichend erklärt ist und durch einige Bilder noch hervorgehoben wird.

    Mit Isabelle bin ich lange nicht warm geworden, weil ich sie anfangs wirklich unerträglich arrogant, fordernd und unzufrieden fand. Zum Glück verändert sich das Stück für Stück, aber immer wieder scheint ihre besserwisserische Art, ihr schnelles urteilen über andere und ihr Verhalten auch ihren besten Freundinnen gegenüber durch, was für mich oft wirklich unverständlich war und mich auch ab und zu doch ziemlich aufgeregt hat, selbst wenn sie einiges durchmachen muss.

    Daniel ist für mich ein talentierter Kellermeister, der sich darauf aber nichts einbildet und mit seiner Sanftheit und seiner ruhigen Ausstrahlung sorgt er für gewissen Ausgleich. Seine Ideen sind berührend und selbstlos.
    Am Schluss war ich ehrlich gesagt etwas geschockt, denn das hätte ich einfach nicht erwartet und hat Isabelle in meinen Augen wieder etwas herabgestuft, dafür hab ich nicht wirklich Verständnis gehabt und ich bin gespannt, ob man darüber in den folgenden Bänden noch was lesen kann.

    Alles in allem lässt mich die Geschichte ein wenig mit gemischten Gefühlen zurück - einerseits finde ich die Idee und den Aufbau der Geschichte interessant, die Charaktere sind auch gut umschrieben, da es eine gute Mischung aus intriganten, eifersüchtigen Personen gibt, andere mit Berechnung, einigen mit trauriger Vergangenheit und dann wieder welche, die offen für Neues und Andere sind, die positiv sind und trotz des eigenen Leids so selbstlos sind. Genau das hat die Geschichte gut rausgestellt: Sei für andere da, nimm Dich selbst zurück, tue selbst was und auch für andere, freu Dich über das, was Du geschafft hast, lass Dich nicht von Niederlagen runterreißen, sondern entwickle Plan B und bleib positiv, und dass Freundschaft und Vertrauen in Notlagen so wichtig sind, dazu muss man aber selbst ein guter Freund sein.
    Allerdings ist es mir einfach schwer gefallen, mit Isabelle warm zu werden, mit ihrer Art, ihrem Verhalten, ihrer teilweise impulsiven Art, ohne nachzudenken, um dann wieder zurückzurudern und sie hat immer wieder die Freundschaft anderer verkannt und nicht wirklich geschätzt und leider war für mich das Ende etwas zu abrupt, da hätte ich nach so vielen Seiten gerne doch etwas mehr Ausklang gefunden und leider hat man mit dem was kam, irgendwie gerechnet, daher etwas vorhersehbar. Einige Male hatte ich auch von den Ansichten und den Gesprächen das Gefühl, dass es gar nicht so richtig in die Zeit gepasst hat und eine gewisse Leichtigkeit und ein paar mehr lustige Momente haben mir dann doch gefehlt.
    Etwas schade, denn die bisherigen Bücher und die Autorin selber mag ich wirklich sehr gerne!

  19. Cover des Buches Ein Sommer, der nach Liebe schmeckt (ISBN: 9783492313704)
    Susanne Rößner

    Ein Sommer, der nach Liebe schmeckt

     (7)
    Aktuelle Rezension von: SanniR

    Ⓢⓞⓜⓜⓔⓡ-Ⓛⓔⓚⓣüⓡⓔ
    Das Schönste war jedoch fast das Cover...
    🍇🍷⬇️

    Die Münchnerin Anna stellt fest, dass ihr Partner Lars bereits ihre komplette Zukunft geplant hat, ohne sie wirklich darüber in Kenntnis zu setzen. Als er dann auch noch vor allen Freunden verkündet, dass er sie heiraten würde, wird Anna alles zuviel. Sie verlangt eine Beziehungspause und reist überstürzt nach Italien. Dort trifft sie auf die liebevolle Winzer-Familie Endrici, due sie sofort herzlich aufnehmen und ihr sogar eine Arbeit anbieten. Anna fühlt sich wie im Traum und als sie dann noch den gut aussehenden Kellermeister Marco trifft, geraten ihre Gefühle komplett ins Taumeln. Doch das Chaos wird erst perfekt, als Lars plötzlich in Italien auftaucht und versucht, Anna zurück zu gewinnen.
    🍷🍇
    So ganz packen konnte mich die Geschichte nicht. Tatsächlich waren die ersten beiden Drittel ziemlich seichtes Geplänkel und ich hatte das Gefühl, dass kaum etwas nennenswertes passierte. Beziehungsweise kam nach jedem Schritt nach vorne, zwei zurück....
    Anna weiß nicht so richtig was sie will. Marco benimmt sich erst wie der größte Arsch und kurz darauf ist er plötzlich ihr "bester Freund". Für mein Empfinden gab es zwischen den beiden leider nicht wirklich Chemie. 🙁
    Erst das letzte Drittel des Buches hat die Story richtig voran getrieben und es ist eine Menge passiert. Der Schluss kam dann so plötzlich, dass ich mich fragte "Äh, wie, das wars jetzt?"
    🍇🍷
    Einzig die schöne Landschaftsbeschreibung von Italien hat mir durchweg gefallen, ansonsten war es für mich eher ein unterdurchschnittlicher (Liebes-)Roman.

  20. Cover des Buches Bitterer Chianti (ISBN: 9783423215374)
    Paul Grote

    Bitterer Chianti

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Marcel0901

    Ich habe schon einige Bücher von Paul Grote gelesen und schätze sie sehr, insbesondere aufgrund der Hintergründe des Weinwissens. 

    Dieses Buch enthält nicht so viel Weinwissen wie die anderen. Dfür ist es auch nicht teilweise langatmig. Es ist spannend von Beginn bis zum Ende. 


    Die Handlung spielt rund um Florenz im Bereich des Chianti Classico. Ein Winzer und dessen Sohn werden kurz vor der Lese getötet. Andere Winzer bekommen Angebote für Ihre Höfe und Weinberge. Wer nicht verkauft, erhält Probleme. Manche werden von italienischen Behörden dicht gemacht. Das typische Vorurteil der italienischen Vetternwirtschaft wird in diesem Buch stark unterstrichen. 

    Nur ein Fotograf, der Bilder für einen Weinführer machen soll, sieht und versteht die Zusammenhänge zwischen den Angeboten und den Problemen. Doch das gefährdet sein leben. 

    Zu guter letzt verliebt er sich noch in eine verheiratete Frau. Doch was passiert.. lest es selbst.




  21. Cover des Buches Tödlich im Abgang (ISBN: 9783499273506)
    Michael Böckler

    Tödlich im Abgang

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Die schönste und die traurigste aller Nächte (ISBN: 9783499000492)
    Maurício Gomyde

    Die schönste und die traurigste aller Nächte

     (65)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Zum Konzept: Der Protagonist erlebt Zeitsprünge, je nach Gefühlslage. Er springt zurück, wenn er Glück fühlt und vor, wenn er Traurigkeit empfindet. Die magische Grenze ist hier ein Puls von 180. Als er seine totgeglaubte Jugendliebe auf einem Klassentreffen wiedersieht, geraten seine Zeitsprünge immer mehr aus den Fugen.

    Fazit: Der Schreibstil ist gut und auch die Zitate zum Thema Glück, welche immer wieder eingebaut wurden, waren nett. Jedoch konnte mich die Geschichte einfach nicht überzeugen. Immer wieder verpassen sich die Hauptfiguren auf so unangenehme Weise. Ich hatte das Gefühl, die ganze Storyline war teilweise ein einziges großes Missverständnis. Das hat einfach keine Lust zum Weiterlesen gemacht. Natürlich habe ich es trotzdem beendet, sonst würde ich mich kaum trauen, eine Rezension dazu zu verfassen.

    Empfehlung: Leider keine. 

  23. Cover des Buches Der Katalane (ISBN: 9783641132743)
    Noah Gordon

    Der Katalane

     (192)
    Aktuelle Rezension von: Marjuvin
    Klappentext:
    Mit der Kraft des spanischen Weins Nachdem er Zeuge eines kaltblütigen Mordes wurde, versteckt sich Josep vier lange Jahre in Frankreich. Nun, zurück in seinem Heimatdorf in Katalonien, will er sich seinen Lebenstraum erfüllen: vollmundigen Wein auf dem Gut seiner Väter zu keltern. Doch die Reben sind vertrocknet, die Geldforderungen seines Bruders für den Erbhof horrend. Zusammen mit seiner Geliebten Maria nimmt Josep den Kampf ums Überleben auf, bis ihn die Vergangenheit einholt. Abenteuerlicher Spannungsroman und historisches Liebesdrama – wie es nur Noah Gordon gelingt!

    Rezension:
    Es hat mich überrascht zu diesem Buch relativ wenig Sterne vergeben zu sehen - ich kann es mir eigentlich nur so vorstellen, dass viele ein Buch analog zum berühmten "Medicus" erwartet hatten und dadurch durch die abweichende Thematik enttäuscht wurden. Denn der Katalane ist ein echter Gordon, wie man ihn kennt... ich liebe den Schreibstil, der einen in die jeweilige Epoche versinken lässt und ich bete Gordon dafür an, wie er Liebesgeschichten verpackt: auf unspektakuläre, leise Art und ohne bombastische Gefühlsausbrüche. Es ist für mich die beste Art Liebe in Belletristik zu packen. Aber das - das ist mir durchaus bewusst - ist stark Geschmackssache! Ich mochte Josep von Beginn an und empfand den Protagonisten als authentisch. Alles richtig gemacht - volle Leseempfehlung!
  24. Cover des Buches Polt muß weinen (ISBN: 9783852189314)
    Alfred Komarek

    Polt muß weinen

     (35)
    Aktuelle Rezension von: wampy
    „Polt muss weinen“ ist ein Roman von Alfred Komarek, der 2000 im Diogenes Verlag als Taschenbuch erschienen ist. Auf gerade einmal184 Seiten hat es der Gendamerieinspektor Simon Polt im Weinviertel an der Grenze Österreichs zu Tschechien mit einem unklaren Todesfall zu tun. Albert Hahn, ein allseits unbeliebter Zeitgenosse, ist in seinem Weinkeller durch Gärgas umgekommen. Fast widerstrebend nimmt der Dorfpolizist die Ermittlungen in dem Dorf auf, in dem er eigentlich jeden kennt und mit vielen mehr als nur bekannt ist.
    Dieser Roman lebt von der Atmosphäre und nicht von der Spannung. Simon Polt, der Dorfgendarm, ist ein Teil der Gemeinde und so geht er auch diese Untersuchung an. Er spricht mit den Leuten und trinkt einen Wein mit ihnen. Ruhig, aber auch beharrlich sammelt er Informationen und zieht dann seine Schlüsse daraus. Über dem Dorf und seinen Bewohnern liegt eine traurige, leicht melancholische Grundstimmung. Wer kann, der verläßt das Dorf Richtung Großstadt. Es ist eine wunderbare Milieustudie, die uns der Autor an alltäglichen Szenen in eindrucksvoller Intensität nahe bringt.
    Wer einen bluttriefenden Thriller mag, wird mit diesem Buch nicht bedient, wer aber einen ruhigen atmosphärisch dichten Roman mag, der kommt voll auf seine Kosten. Mich hat das Buch völlig gefangen genommen und ich werde mir weitere Episoden um diesen sympathischen Gendarmen zulegen. Es gibt 90/100 Punkte oder fünf von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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