Bücher mit dem Tag "wirtschaft"
271 Bücher
- Yuval Noah Harari
SAPIENS - Eine kurze Geschichte der Menschheit
(405)Aktuelle Rezension von: Franz_J__Bingenheimer- Ein faszinierendes Buch, das die Geschichte der Menschheit völlig neu beleuchtet. Harari erklärt komplexe Themen so klar, dass man ständig ins Nachdenken kommt. Für alle, die verstehen wollen, wie wir wurden, was wir sind – absolut empfehlenswert! „Wer über sich und die Welt nachdenken will, sollte dieses Buch lesen.“
- Stieg Larsson
Verblendung
(6.238)Aktuelle Rezension von: ChrisGrimmLarsson schreibt, als würde er für eine Wirtschaftsprüfung bezahlt. Die ersten hundert Seiten sind ein Firmenorganigramm mit Handlungsanschluss. Blomkvist ist als Figur etwa so aufregend wie eine korrekt ausgefüllte Steuererklärung. Und das Harriet-Vanger-Rätsel entfaltet sich mit der Dringlichkeit einer Behördenakte. Dann kommt Salander. Sie hackt sich nicht nur in Computer, sie hackt sich in den Roman selbst und reißt ihn aus den Händen seines Autors. Was Larsson wahrscheinlich nicht geplant hat: Man liest Band 2 und 3 nicht wegen der Millennium-Verschwörung. Man liest sie, weil man wissen will, wie es Lisbeth geht. Das passiert selten, dass eine Figur so viel größer wird als ihr Buch. Hier ist es passiert.
- Sebastian Fitzek
Noah
(2.126)Aktuelle Rezension von: Jaqueline_Ivanovi_Noah war für mich eher durchschnittlich. Die auf realen Fakten basierende Thematik ist interessant und regt zum Nachdenken an. trotzdem hätte ich das Buch vermutlich nicht gelesen. wenn mir das Thema vorher bewusst gewesen wäre Der Schreibstil ist gut und flüssig, aber wirklich interessiert hat es mich leider nicht... Ich habe hauptsächlich weitergelesen, um das Ende zu erfahren.
- Erin Watt
Paper Princess
(2.280)Aktuelle Rezension von: JulieFlamingoAuf Empfehlung habe ich mich in dieses Buch gestützt. Den einzigen Fehler den ich dabei machte? Ich ging davon aus, das die Folgebände andere Protas haben und habe mir nicht gleich alle gekauft. Wie so eine Anfängerin.
Ich wollte in eine Geschichte eintauchen, die etwas leichter ist, Gefühle transportiert und mich mitreißt. All das habe ich hier auch bekommen! Die Geschichte fließt einfach so dahin - ohne Längen. Jede einzelne Seite hat mich gut unterhalten und hat mich das Buch in kürzester Zeit lesen lassen. Die Protagonistin Ella ist schlagfertig und nicht auf den Mund gefallen, sowas liebe ich sehr. Doch da sind plötzlich auch noch einige Männer in ihrem Leben. Die Autorinnen haben es geschickt gemacht, dass zwar alle Herren der Schöpfung ihre Auftritte haben, aber sich die Story am Ende nur um die wichtigsten dreht. Alle Nebenprotagonisten sind dabei gut beschrieben und nicht flach.
Solange man hier keine absolut tiefgreifende Story erwartet, kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen.
- Dave Eggers
Der Circle
(834)Aktuelle Rezension von: HenriLMatosThe Circle ist die präziseste literarische Auseinandersetzung mit dem Silicon-Valley-Utopismus, der Überzeugung, dass vollständige Transparenz die Welt verbessert. Mae Holland gibt ihre Privatsphäre nicht unter Zwang auf; sie tut es aus Überzeugung, weil das System sie gelehrt hat, dass Sichtbarkeit eine Tugend ist. Was Eggers zeigt: Die erschreckendste Dystopie ist die, die sich als Fortschritt verkleidet. Erschreckend aktuell.
- Walter Isaacson
Steve Jobs
(238)Aktuelle Rezension von: OguzhanDas war meine erste Biographie das ich über einen gelesen habe, und ich habe mit Walter Isaacson sofort einen Meister gefunden der gnadenlos ehrlich über alle Bereich von Steve Jobs schriebt. Man taucht in das Leben von Steve Jobs ein, höhen und Tiefen. Es war eine wundervolle Reise es zu lesen das mich teilweise emotional tief mitgenommen hat.
- Daniel Kahneman
Thinking, Fast and Slow
(26)Aktuelle Rezension von: Eva_ReichmannIch gestehe offen, dass ich aufgegeben und nur noch durchgeblättert habe. Die Erkenntnisse lassen sich eigentlich in wenigen Seiten auf den Punkt gebracht zusammenfassen - und ja: diese Erkenntnisse sind sicherlich super wichtig.
Aber es sind mir zu viele Details (Details, die unwichtig sind, um nachzuvollziehen, was der Autor sagen möchte), zu viele Beispiele, zu viele Anekdoten in dem Text ... (extrem kleingedruckte 400 Seiten Inhalt ... dazu noch ca. 70 Seiten Anhang).
Vielleicht bin ich damit bei "thinking fast" - ich habs wirklich mit "reading slow" versucht ... hat nicht geklappt. Nicht mein Buch.
- Daniel Suarez
DAEMON
(310)Aktuelle Rezension von: StephanvaDieses Buch weiß wirklich zu überzeugen. Auch wenn es inhaltlich schon etwas in die Jahre gekommen ist, ist die Idee dahinter sehr spannend. In der Fortsetzung "Darknet" wird die packende Geschichte zu Ende erzählt.
Daniel Suarez zeichnet eindrücklich ein Bild von einer sich verändernden Gesellschaft, wenn der Einsatz von virtueller Realität die "reale" Welt unterläuft. Geschickt erzählt er, wie verschiedene technische Innovationen ganze Gruppen verändern können. Dabei zeigen die verschiedenen Charaktere sowohl die hellen als auch dunklen Seiten der Menschen, die eine solche Veränderung mit sich bringt.
Deamon und Darknet sind eine absolute Leseempfehlung!
- Timothy Ferriss
Die 4-Stunden-Woche
(81)Aktuelle Rezension von: Greg2001Zum Start: Keiner wird kommen und dich aus deinem tristen Leben ziehen. Man muss es selbst tun und ja nicht auf die anderen überglücklichen (Ironie aus) Menschen hören. Schaut euch doch mal um! All die schlechten Beispiele von Menschen, die am liebsten weinen würden, so festgefahren ist ihr Leben. Ferris liefert eine völlig andere Sichtweise und wenn man beginnt so zu denken und so zu handeln, gibt es keine Grenzen. Jetzt werden sich gleich ein paar Leser entlarven und sagen: Wieder so ein Möchtegern Lebensphilosoph. Da schmunzle ich nur, stecke meine Zehen zurück in den warmen Sand und sehe hinaus aufs Meer 😊 Danke Tim Ferris, dass du mir die Augen geöffnet hast! Und den Entlarvten: Viel Spaß weiterhin so zu tun, als wäre alles in Ordnung…
- Maria Nikolai
Die Schokoladenvilla
(256)Aktuelle Rezension von: InaRomStuttgart, Anfang des 20. Jahrhunderts:
Judith Rothmann ist die Tochter eines angesehenen Schokoladefabrikanten und führt mit ihren jüngeren Zwillingsbrüdern ein privilegiertes Leben. Da sie sich sehr für die Herstellung von neuen Schokoladekreationen interessiert, ist es ihr größter Wunsch einmal die Firma ihres Vaters zu übernehmen. Wilhelm Rothmann hat aber andere Pläne für seine Tochter und arrangiert gegen ihren Willen die Hochzeit mit einem reichen Bankierssohn. Judith wehrt sich mit aller Kraft gegen diese Verbindung mit einem Mann, den sie niemals lieben könnte. Von ihrer geliebten Mutter Hélène kann sie auch keine Hilfe erwarten, da sich diese in ein Sanatorium am Gardasee abgesetzt hat. Doch dann tritt Victor Rheinberger in ihr Leben …
Nachdem ich den Zweiteiler „Little Germany“ von der Autorin Maria Nikolai gelesen hatte, wollte ich unbedingt dieses Buch lesen und wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil, ich flog nur so durch die Seiten und genoss wieder diesen flüssigen, wunderbaren Schreibstil. Die einzelnen Kapitel von insgesamt einundsechzig, haben eine angenehme Länge und ermöglichen somit ein gemütliches Lesen. Ich finde die Dialoge der verschiedenen Charaktere sehr gelungen. Besonders bei dem verbalen Schlagabtausch zwischen Victor und Judith`s Vater musste ich sehr schmunzeln. „Ich stelle Sie auf der Stelle wieder ein, Rheinberger! Sie würden meine Lieferanten in Grund und Boden verhandeln.“ (Zitat: Seite 611).
Die Protagonistin Judith ist mir sehr sympathisch, denn sie verkörpert eine junge, willensstarke Frau, die trotz eigener Schwierigkeiten nie auf das Wohl ihrer jüngeren Brüder vergisst. Alle Charaktere wurden sehr gut vorstellbar gezeichnet. Die Autorin hat wieder toll recherchiert und somit habe ich einiges über das Stuttgart der Jahrhundertwende erfahren. Dass die sogenannte „Zacke“ noch heute fährt, fand ich sehr interessant. Am Ende der Geschichte findet man ein Personenverzeichnis, ein Glossar und Hinweise auf den geschichtlichen Hintergrund. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und konnte es kaum zur Seite legen. Ich empfehle dieses Buch unbedingt allen Lesern die gerne Familiengeschichten mit historischem Hintergrund bevorzugen.
- Anne Jacobs
Das Erbe der Tuchvilla
(190)Aktuelle Rezension von: MarinaHIch war sehr gespannt auf den dritten Band der “Tuchvilla Reihe”, da auch die anderen beiden Bände mir sehr gefallen haben. Bei diesem Buch war es nicht anders, es hatte mich von der ersten Seite an gepackt, ich habe sehr genossen es zu lesen.
Das Cover ist schön gestaltet, es hat eine passende Farbpalette und man erkennt, dass alle Bücher aus der Reihe zusammengehören. Auch der Titel des Buches macht auf den Inhalt bezogen Sinn, was mit wichtig ist, wenn ich einen Roman lese.Ich habe es sofort genossen, wieder in das Leben der Melzers einzutauchen. Die ganzen Charaktere kommen mir selber schon vor wie eine große Familie, ich konnte mich nur schwer von dem Buch lösen.
Unsere Protagonistin Marie war mir auch in diesem Band wieder sehr sympathisch, meiner Meinung nach ist sie hier sogar nochmal über sich selbst hinausgewachsen und hate ihren Charakter gestärkt. Auch Kitty und Lisa haben sich entwickelt und obwohl ich die beiden im ersten Band nicht ausstehen konnte, so sind sie mir, insbesondere Kitty, sehr ans Herz gewachsen. Von den männlichen Charakteren wurde ich leider enttäuscht, was in Romanen die ich lese, leider sehr oft der Fall ist. Ganz gleich was man für Eindrücke und Erwartungen an sie hat, irgendwann machen sie dies alles selbst wieder zunichte.
Selbstverständlich gab es jedoch auch Figuren, die mir überhaupt nicht gefallen haben, doch ich nenne sie hier nicht, um den anderen Lesern den Spaß nicht zu rauben.
Der Schreibstil war wieder sehr ansprechend, er war sehr flüssig und ich bin problemlos durch das Buch gekommen, nach einer Woche hatte ich es schon durch. Man konnte sich meiner Meinung nach, auch sehr in die Charaktere und ihre Gefühle reinversetzten und Empathie für sie aufbringen. Außerdem hat mir gefallen, dass Leo und Dodo auch ein wenig Raum im Buch bekommen haben.
Die Autorin kann die historische Zeit in ihren Roman sehr genau und gut beschreiben, was mir sehr gefällt.Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht und freue mich auf den nächsten Band.
- Helmut Schmidt
Außer Dienst
(69)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerHelmut Schmidt bestach durch seine herausragende Rhetorik, die auch in diesem Buch überlegt und besonnen aufscheint. Es wäre interessant zu wissen, wie er zu den heutigen Ereignissen steht, denn vieles von dem er schreibt ist immer noch aktuell. Sicherlich hat auch er nicht alles richtig gemacht und es waren auch Fehler wiedergutzumachen, doch Schmidt geht mit sich ehrlich ins Gericht. Seine Anforderung an den heutigen Politiker würde einigen Staatsdienern gut zu Gesicht stehen, die gerne Wasser predigen aber noch lieber den Wein trinken, den ihnen Lobbyisten und Großunternehmer einschenken. Auch der ehemalige Bundeskanzler war letztendlich nur ein Mensch, aber einer, der das Wohl seines Landes nie aus den Augen gelassen hat. Es wäre zu wünschen, dass sich mancher davon ein Scheibchen abschneidet oder wenigstens dieses Buch liest. Was Machiavelli für absolute Herrscher war, sollte Schmidt für Demokraten sein.
- Marc Elsberg
GIER - Wie weit würdest du gehen?
(210)Aktuelle Rezension von: mattderDas Geld und die sucht danach treib den Menschen um. Wenn man wenig hat versucht man mehr zu haben. Aber auch Getriebe was an man anpflanzt und wen man mehr rauskriegen nicht teil sondern den gewimmten zu mehren oder für sich zu behaltet. Ist ok das Buch liest sich recht zügig durch. Ninja Buch halt.
- Yuval Noah Harari
Eine kurze Geschichte der Menschheit
(27)Aktuelle Rezension von: Ro_KeKlappentext (Lovelybooks):
Eine kurzweilige Reise durch 2 Millionen Jahre.
Vor 100.000 Jahren war der Homo sapiens noch ein unbedeutendes Tier, das unauffällig in einem abgelegenen Winkel des afrikanischen Kontinents lebte. Unsere Vorfahren teilten sich den Planeten mit mindestens fünf weiteren menschlichen Spezies und die Rolle, die sie im Ökosystem spielten, war nicht größer als die von Gorillas, Libellen oder Quallen. Vor 70.000 Jahren dann vollzog sich ein mysteriöser und rascher Wandel mit dem Homo sapiens, und es war vor allem die Beschaffenheit seines Gehirns, die ihn zum Herrn des Planeten und zum Schrecken des Ökosystems werden ließ.
Meine Meinung:
„Die Geschichte hat sich noch nicht für ein Ziel entschieden - welchen Weg sie einschlagen wird, könnte noch immer von einer Vielzahl von Zufällen abhängen.“
Zunächst einmal gehört diesem Werk mein absoluter Respekt gezollt, denn es ist eine geistige Höchstleistung, einen so weit umfassenden Einblick in die Geschichte der Menschheit zu verfassen und vor allem, zu sämtlichen „Stationen“ eine Meinung zu besitzen, die so viel zu erzählen hat.
Seine Meinung bzw. Behauptungen präsentiert Yuval Noah Harari meist auf sehr provokante Weise. Ein Ton, der mir zwar durchaus gefällt, jedoch oftmals stützende Quellen vermissen lässt, wenn er z. B. im saloppen Ton, wissenschaftliche Erkenntnisse von Psychologen und Soziologen nicht nur in Frage stellt, sondern denen mangelnde Kompetenz vorwirft.
So zieht es sich ein wenig wie ein roter Faden, dass mir seine Meinung als „Weisheit letzter Schluss“ verkauft wird und durch seine vielen Gedankenexperimente fühlte ich mich an mancher Stelle in diesen sogar ein Stück weit manipuliert.
Als Unterhaltungslektüre mit lehrreichem Mehrwert funktioniert dieses Werk aber hervorragend, da der Autor es meisterhaft versteht, den Leser zu entertainen und die Gedanken anzuregen. Nur sollte man nicht alles für bare Münze nehmen.
Sprecher Jürgen Holdorf hat den „Uni-Vorlesungssaal-Charakter“ sehr gut transportiert und machte es für mich zu einem kurzweiligen Hörvergnügen.
Fazit:
Der Weg des Menschen vom Homo Sapiens zum Selfmade-Gott wird anhand provokanter Thesen sehr unterhaltsam und lehrreich dargestellt. - Thomas Wieczorek
Die verblödete Republik
(87)Aktuelle Rezension von: TheSilencerIch dachte mir, ich gebe dem Miesmacher- und Pessimisten-Buch nach der Generation Doof noch eine Chance. Doof war schließlich unterirdisch.
Wieczorek nimm in bester Tradition dieser zur Zeit hippen Bücher den Rundumschlag vor und trifft des öfteren ins Schwarze. Das macht er geschickt und gut formuliert.
Bloß leider nimmt die Interessenkurve - mal analog zur Spannungskurve eines Romanes zu sehen - stetig ab.
Daß wir verblöden, steht wohl außer Frage. Alleine mit der Fernbedienung einen Abend lang durch die TV-Landschaft zappen und man bekommt das kalte Grausen.
Darüber Bücher zu schreiben, ist legitim, denke ich.
Aber als Leser beginnt man genau damit die Therapie.
Was nützt es, wenn ich Geifer-sabbernd diese Werke lese, anstatt meine Zeit in richtige Bildung zu investieren? Wenn das das Ziel des Buches war, habe ich es erreicht. Denn es war mein letztes dieser Mein-Land-ist-schlecht-Bücher.
(Welchen Eindruck möchte Wieczorek eigentlich mit der allgegenwärtigen "Bild"-Schelte hinterlassen, war er doch mal selbst Chefreporter dieser Zeitung ... ?) - Christina Lauren
Beautiful Bastard
(574)Aktuelle Rezension von: booksandfunkosIch möchte zu diesem fantastischen Buch gar nicht allzu viel sagen, nur:
es ist einfach großartig.
Ihr mögt heiße Bürostorys?
Kauft euch dieses Buch.
Ihr steht auf gute, unterhaltsame, schmutzige und gleichzeitig feurige Dialoge?
Kauft euch dieses Buch.
Ihr sucht ein Buch, in dem es in wirklich jedem gottverdammten Kapitel zur Sache geht?
Kauft euch dieses Buch.
Wenn ich nicht weiß, ob ich ein Buch kaufen soll oder nicht, dann schlage ich irgendeine Seite auf und lese irgendeine Zeile. Wenn sie gut ist, wird das Buch gekauft, wenn nicht dann nicht. Bei diesem Buch war es absolut egal wo ich mit dieser Taktik gelandet bin, alles war großartig.
Der Schreibstil ist super flüssig, zugegeben kein Buch mit allzu viel Tiefgang, aber ich versichere euch, es hat andere Qualitäten.. 😌 #smutbooks
- David Graeber
Bullshit Jobs
(40)Aktuelle Rezension von: _Eli_Besonders beeindruckend ist, wie Graeber die psychologischen Auswirkungen sinnentleerter Arbeit aufzeigt - die innere Zerrissenheit zwischen gutem Gehalt und dem Gefühl, nichts Wertvolles beizutragen. Seine Analyse der verschiedenen Kategorien von 'Bullshit Jobs' ist dabei ebenso erhellend wie unterhaltsam.
Das Buch geht aber weit über Kritik hinaus. Es stellt fundamentale Fragen nach dem Wert von Arbeit in unserer Gesellschaft und zeigt auf, wie absurd es ist, dass gerade sozial wichtige Jobs oft am schlechtesten bezahlt werden. Graebers Verbindung von persönlichen Geschichten mit scharfer gesellschaftlicher Analyse macht das Buch zu einer packenden Lektüre.
- Matthias Jösch
PHOENIX - Unsere Rache wird euch treffen
(46)Aktuelle Rezension von: Uwes-LeseloungeDie Geschichte wird einmal aus der Sicht von einem jungen Mann names S. erzählt. Hier erleben wir die Gräueltaten der SS im 2. Weltkrieg hautnah mit, die sehr brutal, ausführlich und schonungslos erzählt werden. Dies war und ist starker Tobak! Parallel zu dieser Geschichte befinden wir uns in der Gegenwart und lernen Adrian von Zollern kennen. Er besitzt eine Dozentenstelle an der Humboldt-Universität in Berlin, die er aber gekündigt hat, um seine neue Stelle beim BND anzufangen.
Durch den Erwerb einer Holzkiste bekommen es Adrian, sein bester Freund Sebastian und dessen Schwester Violetta mit einer Organisation zu tun, die es sich zur Aufgabe gemacht hat das 3. Reich wie ein Phoenix aus der Asche auferstehen zu lassen, um eine neue Weltordnung zu schaffen. Aber was hat dies alles mit der Holzkiste und den Schallplatten zu tun? Währenddessen geht die junge und schöne Israelin Shari verschiedenen Hinweisen bezüglich einer Verschwörung nach und dabei stößt sie auf Adrian und seine Freunde. Es beginnt eine gnadenlose Jagd quer durch Deutschland, Österreich, England, Argentinien, Israel und Syrien nach Hinweisen aus der Vergangenheit. Wird es unseren Protagonisten gelingen, den Plan der Organisation zu vereiteln oder fällt Deutschland und Europa in die Zeit des 2. Weltkrieges zurück?
Mit dieser Geschichte arbeitet der Autor Matthias Jösch unsere Vergangenheit rund um den 2. Weltkrieg und der Herrschaft von Hitler auf. Dies tut er in einer schonungslosen und mitunter sehr brutalen Weise. Eigentlich bin ich schon recht hart im Nehmen, was so etwas angeht, aber gerade das Thema Judenverfolgung und hier speziell Ausschwitz, haben mir teilweise den Atem geraubt bzw. mehrmals schlucken lassen. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie ein so großer Hass auf andere Menschen, Religionen oder Ansichten entstehen und man einem einzelnen Mann folgen kann...
Hier wird dem Leser nochmals ein Spiegel vor das Gesicht gehalten. Und ich möchte hoffen, dass ein solches Szenario wie im Buch beschrieben, niemals eintrifft. Die Protagonisten wurden allesamt gut ausgearbeitet, ohne jedoch einen besonders hervorheben zu wollen. Die Geschichte an sich, ist von Anfang bis Ende gut durchdacht und weißt eine sehr hohe Spannung auf, die sich zum Ende hin nochmals stark erhöht. So sollte ein Thriller sein. Gerade auf Grund der schweren Thematik des Buches, aber auch der noch relativ jungen Vergangenheit von Eurokrise und ähnlichem, ist das Buch nicht mal eben so weg zu lesen. Ich werde jetzt erst mal ein, zwei Tage Pause einlegen, da mich dieses Buch gedanklich doch noch recht beschäftigt.
Ich kann das Buch nur empfehlen!
- Naomi Alderman
The Power
(45)Aktuelle Rezension von: supersusiÜberall auf der Welt können Frauen plötzlich einen Stromschlag abgeben. Bei einigen ist er so stark, dass er töten könnte, bei anderen nur wie ein Kitzeln, was den Sex etwas prickelnder macht für die Männer. Die meisten lösen bei Berührung aber vor allem Schmerzen aus. Werden damit die Machtverhältnisse der Geschlechter umgekehrt ?
Was für ein Thema und was hätte man draus machen können ! Das Buch ist gut geschrieben, flüssig, mit unterschiedlichen Charakteren und einem Twist am Schluß, der einen umhaut, auch wenn es der Anfang impliziert. Das Buch schildert die Anfänge und wie Frauen bei anderen Frauen diese Fähigkeit wecken und nach und nach begegnen wir den Hauptfiguren, deren Handlungsstränge sich immer wieder kreuzen. Kriminelle Mafiosi, die ihre Geschäfte ausweiten, in einem Land kommt eine Frau an die Macht, ein Journalist berichtet, welche Auswirkungen die Gabe der Frauen überall auf der Welt hat, eine Politikerin versucht mit der neuen Situation umzugehen und eine Frau gründet eine neue Religion. Das Buch ist spannend und man kann es kaum aus der Hand legen. Vor allem der Schluß ist gewaltig. Dennoch habe ich das Gefühl, dass etwas fehlt, dass man mehr auf die Auswirkungen hätte eingehen könnte, Aber wahrscheinlich hätte das den Rahmen des Buches gesprengt. Es wird ja auf unterschiedliche Aspekte eingegangen. Und eine komplette Soziomilieustudie wäre wohl zuviel erwartet. Einige Szenen sind sehr grausam. Interessant finde ich folgenden Gedanken : Männer sind Bewahrer des eigenen Hauses und daher friedlich, während Frauen aggressiv sind, weil sie ihre Kinder schützen müssen. Allem in allem ein Buch, was Eindruck hinterlässt.
- Robert Harris
Angst
(126)Aktuelle Rezension von: JosseleDas Original dieses Romans erschien 2011 unter dem Titel „The Fear Index“. Alexander Hoffmann ist einer der Eigentümer von Hoffmann Investment Technologies, eines mittels Künstlicher Intelligenz verwalteten Hedgefonds, der an den Börsen überaus ertragreiche Geschäfte macht. Doch gerade zu der Zeit als die Firma einigen wichtigen Investoren den weiterentwickelten Algorithmus VIXAL-4 präsentiert, geschehen einige beunruhigende Ereignisse. Nicht nur überrascht Hoffmann einen Einbrecher in seinem Haus, sondern es werden auch seltsame Banküberweisungen von einem von Hoffmanns Konten getätigt.
Wer wie ich kein Börsenfachmann ist, wird sich wohl oder übel ein wenig kundig machen müssen, um die Zusammenhänge zu verstehen, denn der Autor setzt voraus, dass der Leser der Börsenfachsprache mächtig ist. Das tut meinem Lesevergnügen zwar keinen Abbruch, aber ein kleines Glossar wäre dennoch gut und sinnvoll gewesen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Fachsprache den ein oder anderen gewaltig nervt.
Einen Satz, den der Autor Dr. Walton vom CERN in den Mund legt, fand ich ausgesprochen witzig: „Am Anfang steht der Versuch, die Ursprünge des Universums zu ergründen, und am Ende hat man eBay.“ (Heyne Tb, 4. Aufl. 05/2023, S. 283) Als sehr nachvollziehbar empfand ich die Idee von Harris, statt von „Künstlicher Intelligenz“ von „Autonom lernenden Maschinen“ zu sprechen. Das trifft den Sachverhalt aus meiner Sicht genauer.
Der Roman ist für alle, die sich für das Thema interessieren, sehr spannend erzählt. Immer wieder scheint die Ohnmacht des Menschen gegenüber der Maschine durch, eine Hilflosigkeit, die wahrscheinlich jeder Nutzer schon einmal vor seinem Rechner verspürt hat, wenn auch wahrscheinlich aus anderen Gründen.
Geschickt steigert Harris den Grad der Hilflosigkeit selbst des genialen Programmierers gegenüber den Machenschaften des von ihm geschaffenen Systems. Immer wenn der Leser denkt, jetzt ist der menschliche Bösewicht entlarvt, entpuppt sich der als ahnungsloses Opfer einer unbekannten Instanz.
Bemerkenswert finde ich auch, dass der Roman bereits fast 15 Jahre alt ist, also zu einem Zeitpunkt verfasst wurde, als die Künstliche Intelligenz noch nicht so in aller Munde war wie jetzt.
Fazit. Ein gelungener Roman zu einem hochaktuellen und hochbrisanten Thema, vor allem für Leute geeignet, die die Funktionsweise einer Börse verstehen. Vier Sterne.
- Tim Jackson
Wohlstand ohne Wachstum
(11)Aktuelle Rezension von: EnergieTim Jackson stellt die richtigen Fragen - und findet Antworten darauf, die nachdenklich stimmen. Was macht Wohlstand eigentlich aus? In den hochentwickelten Industrieländern - zum Beispiel bei uns in Mitteleuropa - bringt das Wirtschaftswachstum schon lange keine messbaren Vorteile mehr, wie Jackson zeigt. Wohlstand ohne Wachstum heißt aus seiner Sicht weniger materieller Reichtum und Verschwendung bei uns, dafür ein ähnliches Niveau weltweit, um den Wachstumszwang zu knacken und für alle ein gedeihliches Auskommen zu sichern. Er plädiert dafür, einen ökologische Makroökonomie zu entwicklen, die innerhalb strikter ökologischer Grenzen funktioniert und in der "das gemessen wird, worauf es ankommt", statt dem BIP: also Wohlergehen, Gesundheit und Verwirklichungschancen der Menschen. Das Ziel ist eine "starke, gesunde und gerechte Gesellschaft, die innerhalb ökologischer Grenzen lebt." Nur so kann bleibender Wohlstand geschaffen werden, alles andere führt zum ökologischen Kollaps oder zur Rebellion, ist Jackson überzeugt. Derzeit steuern wir gerade darauf zu, darum sind Jackson´s Überlegungen so wichtig, finde ich. Der einzige Nachteil des Buches ist aus meiner Sicht, dass man stellenweise ohne Fremdwörterlexikon aufgeschmissen ist, wenn er von "frugalem Lebensstil" und ähnlichem spricht. Da ist der Wissenschafter mit ihm durchgegangen.
- Heinz Strunk
Der goldene Handschuh
(308)Aktuelle Rezension von: AtschiBIch habe vor längerer Zeit den Film gesehen und er geht mir nicht aus dem Kopf. Eher angewidert von der Perversion des Frauenmörders in Hamburg, wollte ich nun doch das Buch lesen. Heinz Strunk beschreibt in bisweilen sehr derber Sprache das Leben und die Gedanken des Frauenmörders Fritz Honkas sowie das seines sozialen Umfeldes und gibt Einblicke das Leben der Familie von Dohren. Das perverse Innenleben des Protagonisten wird teilweise in äußerst vulgärer Sprache dargestellt. Das ich im Film schon abartig und ist im Buch nicht anders. Ich hatte bisweilen Probleme zwischen den verschiedenen Handlungslinien unterscheiden obwohl ich den Film kenne. Der Autor nimmt den Leser mit nach St. Pauli der 70er Jahre, in die Kneipe ‚Zum goldenen Handschuh‘, wo sich Alkoholiker, Zuhälter und Prostituierte treffen. Es ist eine beeindruckende und verstörende Darstellung eines Milieus der völligen Verwahrlosung, in dem keinerlei Hemmungen und Anstand mehr existieren. Honkas Wohnung, wo es vergammelt riecht und unsagbar dreckig ist, in eine Welt, die einem buchstäblich den Atem nimmt und einen mit Schrecken erfüllt. Die gesamte Atmosphäre im Buch erdrückend, düster, verstörend und bisweilen einfach nicht auszuhalten.
- Stéphane Hessel
Empört Euch!
(189)Aktuelle Rezension von: Kerstin-ScheuerÜber dieses Buch, das monatelange auf der Bestsellerliste stand, wurde bereits viel gesprochen und geschrieben. Für einige ist es wohl sogar zu einer Art "Bibel" geworden. Es geht zurück auf eine Rede Hessels, die viel Beachtung fand.
Klar, dass ich dieses Werk auch einmal lesen wollte, um herauszufinden, was so besonders daran ist.Leider kann ich die allgemeine Euphorie nicht so ganz teilen.
Bei dem dünnen Heftchen - ich würde es eher eine "Schrift" als ein "Buch" nennen - handelt es sich um den Aufruf eines 94jährigen an die jüngeren Generationen, sich endlich wieder mehr zu engagieren. Mich erinnerte dies etwas an das ewige "Früher war alles besser" und die ständigen "die Jugend von heute"-Klagen, die mich immer ärgern, weil sie schlicht und ergreifend falsch sind.
Die Dinge, für wir uns engagieren sollen, liefert Hessel gleich mit. Neues hat er dabei nicht zu bieten: für Umwelt und soziale Gerechtigkeit, gegen die Macht der Banken und des Geldes, in Israel und den arabischen Ländern. Nunja.Was mich allerdings wirklich stark beeindruckte, war der Lebensweg von Hessel, von dem man das ein oder andere innerhalb der Schrift; wesentlich mehr jedoch in einem Nachwort erfährt. Hessel wurde in Deutschland geboren und flieht mit seinen Eltern während des Zweiten Weltkriegs nach Frankreich aus, nachdem es der jüdischen Familie gelang aus dem KZ "Buchenwald" zu entkommen. (Schon allein DAS finde ich zu tiefst beeindruckend; es geht aber noch weiter) Als Jugendlicher und junger Mann engeagiert er sich in der Resistance gegen Nazideutschland und schreibt schließlich nach Ende des Zweiten Weltkriegs an der Menschenrechtscharta mit. Später ist er als Botschafter für Frankreich an den unterschiedlichsten Orten weltweit im Einsatz. Wow!
Mit diesem Hintergrund, finde ich, bekommt die Schrift doch gleich eine ganz andere Perspekitve. Wer sich stets so sehr für die eigenen Ideale und eine bessere Welt einsetzte, hat meiner Meinung nach alles Recht, sich über die heutigen Verhältnisse und die scheinbare Letargie der Jugend zu beschweren. Denn - sind wir mal ehrlich - so stark engagiert sind die wenigstens von uns. Natürlich sind die offensichtlichen Bedrohungen auch - gottseidank - geringer. Gründe, um sich zu engagieren - gibt es aber noch immer genug. Schön, dass uns so ein außergewöhnlicher Mensch hieran erinnerte.Unmittelbar nach der Lektüre dieses Werkes habe ich die Autobiografie von Stephane Hessel "Mein Tanz mit dem Jahrhundert" auf meine Wunschliste gesetzt. Ich bin wirklich schwer beeindruckt.
- Maja Göpel
Wir können auch anders
(8)Aktuelle Rezension von: nessaboMaja Göpel ist eine wichtige Stimme der Wissenschaftskommunikation und sicherlich immer auch eine gute Adresse für Input zu systemischen Transformationsprozessen. "Wir können auch anders" empfand ich als stilistisch gut lesbar sowie sinnvoll strukturiert. Naturgemäß ist der Inhalt aber durchaus fordernd und ich habe phasenweise Schwierigkeiten gehabt, Implikationen für mein Leben aus dem Text zu ziehen.
Vielleicht ist es aber auch gar nicht das, was er leisten will. Ihr Vorgänger hat mir als private Aktivistin insofern besser gefallen, als dass ich ihm konkrete Handlungsweise sowie Wissen für den Alltag entziehen konnte. Dieses Buch hat wohl eher den Anspruch, die Komplexität des Systems und damit auch die Komplexität des Veränderungsprozesses zu verdeutlichen. Das ist der Autorin sehr gut gelungen und dank der Einflechtung vieler Beispiele folgte den trockenen Passagen auch immer wieder die Praxis.
Ich vergebe keine super hohe Bewertung, weil ich einfach etwas überladen aus dem Buch gehe, wobei ich nicht sagen möchte, dass es hoffnungslos im Ton ist. Göpel gibt zweifelsfrei ihr Bestes, um ihre Leser*innen zu motivieren und nicht als "zu unbedeutsam" fühlen zu lassen. Wer das System verstehen und daraus Lösungsstrategien ziehen möchte, hat hier eine wirklich fundierte und vielfältige Quelle zur Hand. Wer konkrete, praktischere Aktivierung sucht, sollte vielleicht eher zu "Unsere Welt neu denken" greifen. Ich hatte beim Lesen immer mal wieder das Gefühl, die Grundlagen schon zu kennen und war dann von der Vertiefung überfordert. Manche Beispiele und Impulse empfand ich als wertvoll, auch wenn mir sicherlich nur wenige Details im Gedächtnis bleiben werden. Es ist eher ein Werk zum vertiefenden Lesen und Nachschlagen.
3,5 ⭐️























