Bücher mit dem Tag "wirtschaftskrise"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wirtschaftskrise" gekennzeichnet haben.

142 Bücher

  1. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783499271571)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

     (945)
    Aktuelle Rezension von: Elina_moro

    Die Geschichte wird aus der Perspektive eines 8-jährigen Mädchens erzählt, das nur das Gute und das Böse sieht und im Laufe der Zeit lernt, dass es auch die grauen Töne gibt. Ihre Sicht der Dinge hat mir unglaublich gut gefallen. Generell finde ich jeden Charakter hier interessant und einzigartig. Mein Lieblingscharakter, der Vater des Mädchens Atticus Finch ist eine Verkörperung der Ehre und Prinzipien. Die Geschichte behandelt die ernsten Themen wie soziale Diskriminierung und Ungerechtigkeit.
    Es ist ja auch ein Roman über Ungerechtigkeit, das Schicksal, richtige Werte und Hilfsbereitschaft. Das Buch hat mich erinnert, dass es so viele Vorurteile gibt, so viel Ungerechtes geschieht und dass das Leben nie so läuft, wie man es will. Es hat mich erinnert, wie schwer der Kampf für die Wahrheit ist! Und dass man nie aufgeben soll.

    Ich denke, dass dieses Buch einfach ein Muss ist und man kann es in jedem Alter lesen

  2. Cover des Buches Die Geschichte der Baltimores (ISBN: 9783492310796)
    Joël Dicker

    Die Geschichte der Baltimores

     (323)
    Aktuelle Rezension von: schaetzelein83

    Marcus Goldman will ein Buch über seine Familie und Verwandten schreiben: über den offensichtlichen Unterschied zwischen den Familien, den Aufstieg der Goldman-Gang und den tiefen Fall vieler Familienmitglieder. Auch wenn er damals seine große Liebe Alexandra gehen lassen musste, das Leben ging irgendwie weiter und 8 Jahre danach will es ein seltsamer Zufall, dass sie sich wieder begegnen und die wahren Gründe über den Aufstieg und Fall der Baltimores erfahren.

    Das Cover enthält meine Lieblingsfarbe, daher gefällt es mir sehr gut, auch wenn es sonst recht schlicht gehalten ist. Aber um ehrlich zu sein lebt dieses Buch auch vom Inhalt, da braucht es kein herausragendes Cover, um aufzufallen oder im Gedächtnis zu bleiben.

    Der Klappentext umreißt die groben Eckpunkte der Geschichte, aber vermag die Tiefe und weiterreichenden Einflüsse mancher Entscheidungen nicht mal ansatzweise darzustellen. Es passiert so wahnsinnig viel auf jeder Seite, ohne jemals überladen oder langweilig zu sein, nein, es ist jede einzelne Seite des Lesens wert.

    Der Schreibstil ist einfach gehalten, so dass der Lesefluss das ganze Buch über nicht unterbrochen wird - und trotz ein paar unglücklich gewählten Ausdrücken geht mein Dank natürlich auch an die Übersetzerinnen Brigitte Große und Andrea Alvermann.

    Die Hauptprotagonisten sind allesamt liebenswert und sympathisch und es macht wirklich Spaß ihre Lebensgeschichte zu verfolgen und miterleben zu dürfen.

    Joel Dicker hat mit diesem Buch wirklich etwas ganz Besonderes geschaffen und mich definitiv als Leserin weiterer Bücher gewonnen. 

    Mein Fazit kann daher nicht anders lauten als: Ganz großes Kino!

  3. Cover des Buches To Kill A Mockingbird (ISBN: 9781784752637)
    Harper Lee

    To Kill A Mockingbird

     (451)
    Aktuelle Rezension von: chillbibliophie

    INHALT:

    At the age of eight, Scout Finch is an entrenched free-thinker. She can accept her father's warning that it is a sin to kill a mockingbird, because mockingbirds harm no one and give great pleasure. But Scouts world isn‘t as happy as it seems. 

    REZENSION:

    Ich bin relativ schwer in das Buch hineingekommen. Das könnte aber an der englischen Version liegen. 

    Die Geschichte wird aus der kindlichen Sicht von Scout, was also auch etwas anders ist. 

    Leider war für mich einfach nicht wirklich viel los. Erst am Seite 200/310 ging es mal. Da wurde auch endlich das Hauptthema aufgegriffen. 

  4. Cover des Buches Die Farben des Feuers (ISBN: 9783608963380)
    Pierre Lemaitre

    Die Farben des Feuers

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Tausendléxi

    1927, der berühmte französische Bankier Marcel Péricourt soll zu Grabe getragen werden. Ein großes Staatsbegräbnis wurde anberaumt. Alles was Rang und Namen hat, ist zu Ehren des mächtigen Bankiers erschienen. Madeleine, seine Tochter, steht unvermittelt an der Spitze des Imperiums. Madeleine ist geschieden, ihr Ex-Mann verbüßt noch eine Haftstrafe, und Mutter des siebenjährigen Paul. Paul verunfallt am Tag des Begräbnisses seines geliebten Großvaters schwer. 

    Mit dem Tode von Marcel Péricourt verändern sich viele Leben. Madelaine sollte zwar die Geschäfte ihres Vaters weiterführen, doch ist sie nach dem Unfall ihres Sohnes ganz auf seine Gesundung bedacht und überlässt die Führung dem langjährigen Buchhalter Gustav Joubert. Der Privatlehrer von Paul, André Delcourt, beziehungsweise Liebhaber von Madelaine, wird nur noch geduldet. Doch er hat schon längst andere Pläne. Charles, der Bruder von Marcel, befindet sich in einer heiklen Lage, denn sein Bruder half ihm immer wieder großzügig mit Geld aus. Nun muss er sich anders behelfen. Er hat auch schon ein besonderes Vorhaben im Auge. 

    Um Paul macht sich Madelaine sehr große Sorgen, denn der Junge wirkt hochgradig depressiv. Erst als die junge, polnische Krankenschwester Vladi, sich seiner annimmt, scheint es mit Paul aufwärtszugehen. Vladi führt ihn ein in die Welt der Oper und Paul entdeckt seine hingebungsvolle Begeisterung für die Opern-Diva Solange Gallinato. Und gerade in dem Moment, an dem Madelaine wieder Hoffnung schöpfen könnte, wird sie Opfer eines gemeinen Komplotts. Sie verliert Hab und Gut. Die Vorboten des Zweiten Weltkrieges warten auf und Madelaine beginnt ihren ganz persönlichen Rachefeldzug.

    Mit einem rasanten Tempo überschlagen sich die Ereignisse in diesem Roman. Es ist faszinierend was sich Pierre Lemaitre so alles einfallen lässt, wie er die Fäden geheimnisvoll und ausgeklügelt zusammen fügt. Das ist Unterhaltung vom feinsten. Gehaltvoll wartet der Roman mit bitterbösen Intrigen und mannigfaltiger Spannung auf.Sehr große Leseempfehlung!

  5. Cover des Buches Goldstein (ISBN: 9783462043235)
    Volker Kutscher

    Goldstein

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Dies ist der dritte Band um den Berliner Kommissar Gereon Rath, erschienen erstmals 2010, verfilmt unter dem Titel Babylon Berlin in 2020, was die die Serie berühmt machte. Die wesentliche Handlung beschränkt sich auf einen Zeitraum vom 27.06.1931 und dem 18.07.1931. Ein Tag im September wird dann am Ende noch angefügt. Zwischen den Ereignissen des zweiten und dieses dritten Bandes liegen also eineinhalb Jahre.

    Auch dieser Band ist in sich abgeschlossen, es wird aber immer wieder Bezug genommen auf Ereignisse aus den beiden Vorgängerbänden und die handelnden Personen entwickeln sich weiter. Es ist daher sinnvoll, die Bände in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Wie bereits in den Vorgängerbänden sind die historischen Details genau wiedergegeben, diesmal aber nicht so zahlreich. Es werden im Grunde nur die Unruhen und Auseinandersetzungen zwischen den Nazis und den Kommunisten sowie die gegenseitige Bekämpfung der Ringvereine erwähnt.

    Die erzählte Geschichte ist kompliziert mit sehr vielen handelnden Personen und auch die Zahl der Morde ist hoch. Doch es gelingt Kutscher alle gesponnenen Fäden am Ende auch logisch aufzuklären und zu einem Ende zu führen. Das Aufkommen der Nationalsozialisten ist in diesem Band deutlich zu spüren, die sogenannten Kurfürstendamm-Krawalle am 12.09.1931 sind historisch belegt und deuten bereits an, wie es weitergehen wird. Wie es Kutscher immer wieder schafft, historisch belegte Ereignisse elegant in seine Geschichten einzubinden ohne dass das bemüht wirkt, ist große Schriftstellerkunst.

    Mit gefällt auch gut, dass der Autor die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so dass man als Leser unterschiedliche Blicke auf die Handlung und die Gefühlswelt werfen kann, was insbesondere bei den Streitereien zwischen Charlotte und Gereon ganz erhellend ist.

     So manchen Schlenker im Fortgang der Geschichte hätte sich Kutscher allerdings sparen können, diese wirken deplatziert und wie Füllmaterial. Ich denke dabei z:B. an die Episode, als eine Hauswirtin ihren unschuldigen Mieter Fleming verdächtigt oder auch die Geschichte um den ermordeten Heinrich Beckmann.

    Insgesamt aber gut gelungen. Vier Sterne von mir.

  6. Cover des Buches Brombeerwinter (ISBN: 9783453357921)
    Sarah Jio

    Brombeerwinter

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Lesekerstin

    Ein Buch das mich von der ersten Seite mitgenommen hat! Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Wer ein gutes Buch sucht was ihn mitnimmt und das eine gute Geschichte hat findet hier meiner Meinung, genau das richtige!

  7. Cover des Buches Schattenstill (ISBN: 9783596188826)
    Tana French

    Schattenstill

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Elizzy
    Ich habe wieder ein Hörbuch zu Ende gehört...
    Worum geht es?
    Im vierten Band begleiten wir Detective Kennedy auch bekannt als “Rocky” bei seinem Fall. Es beginnt bereits sehr brutal, denn der Tatort ist diesmal sehr blutig und wir sind Zeugen eines Familiendramas. Rocky macht sich sogleich an die Lösung des Falls und stösst dabei auf seine Vergangenheit. Doch nicht nur diese verhindert seine Ermittlungen auch jemand, von dem er es nicht gedacht hätte, steht ihm plötzlich im Weg.

    Die Rezension dazu findet ihr auf meinem Blog:
    https://readbooksandfallinlove.com/2019/04/18/schattenstill-von-tana-french-hoerbuch-rezension/
  8. Cover des Buches Der Koch (ISBN: 9783257239997)
    Martin Suter

    Der Koch

     (472)
    Aktuelle Rezension von: Madl10

    "Der Koch" war mein erstes Buch von Martin Suter und hat mich sehr begeistert.

    Maravan ist ein absolut liebenswerter Charakter, durch den ich viele interessante Einblick in seine Heimat und seine Kultur bekommen habe. Aber auch Themen wie Einwanderung, Krieg, die Wirtschaftskrise, Waffenschieberei, Moral und natürlich die Liebe spielen große Rollen.

    Martin Suter schafft es gekonnt die unterschiedlichsten Themen, Charaktere und deren Leben miteinander zu verweben. Und das auf eine sehr tiefgründig, aber auch humorvolle Art.

    Aber das Hauptthema ist und bleibt in diesem Roman das Essen. Der Autor beschreibt mit einer wahnsinnigen Leidenschaft sehr ausführlich die Zubereitung der Speisen. Und das so detailliert, dass ich öfters hungrig an den Seiten hing. Am Ende des Buches findet man auch noch die Rezepte zum Nachkochen. Nur leider hatte ich keinen Spitzenkoch an meiner Seite, der mir diese Gerichte genauso verführerisch zubereitet wie Maravan. 

    "Der Koch" ist eine Geschichte, die mich durch seine außergewöhnliche, vielfältige und mitreißende Art auf ganzer Linie überzeugen und unterhalten konnte.

    Daher gebe ich sehr gerne eine Leseempfehlung.

  9. Cover des Buches Der große Gatsby (ISBN: 9783311220008)
    F. Scott Fitzgerald

    Der große Gatsby

     (1.052)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Alle kennen die großen Partys des großen Gatsbys. Die Leute kommen von überall her und nehmen sogar uneingeladen an den berühmten Feiern teil, aber keiner kennt den Gastgeber Gataby wirklich. Deswegen ranken sich viele Gerüchte um ihn. Als Nick sein neuer Nachbar wird, lernt er ihn auf eine ganz andere Weise kennen und merkt, dass hinter dem bekannten Mann ein ganz anderer steckt.


    Dieses Buch ist einfach großartig. Allein wie es schon anfängt und man in diese lebendige und doch nachdenkliche Stimmung hineingezogen wird. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie Nick, der Protagonist, die Geschichte erzählt. Dabei lernt man die Personen immer besser kennen und sieht die Schichten ihrer Persönlichkeit tiefer werden und die komplexen Beziehungen untereinander bringen einen zum Nachdenken. Die Geschichte wirkt ziemlich einfach und simpel und doch schwingen so viele Themen des Lebens mit, die der Autor tragisch und auch zynisch beschreibt.

    Ich für meinen Teil liebe dieses Buch und da es so schnell durchgelesen ist, kann man es immer wieder lesen und stößt dabei immer auf neue Details. Außerdem hat es einen einfachen und schönen Schreibstil, sodass man perfekt für ein paar Stunden in der Geschichte abtauchen kann.

  10. Cover des Buches Das Jahrhundertversprechen (ISBN: 9783548289663)
    Richard Dübell

    Das Jahrhundertversprechen

     (81)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    "Das Jahrhundertversprechen" ist der Abschluss der Jahrhundert-Trilogie von Richard Dübell. 

     

    Wir befinden uns im Berlin der anfänglichen 20er Jahre. Die Familie Briest ist wieder mit von der Partie. Hermine und Otto stehen kurz vor dem Bankrott. Luisa ist das alles egal, sie möchte ihren Traum vom Film verwirklichen, Filmstar werden. Sie liebt Max Brandow, einst Gassenjunge und nun mit einer großen Zukunftsvoraussage als Rennfahrergenie. Doch hat die Liebe eine Chance ???

     

    Diese Zeit kurz nach dem ersten Weltkrieg ist eine ganz besondere - noch geprägt von den Schrecken des Krieges leben die Charaktere in der Weimarer Republik. Der historische Kontext ist sehr gut in die fiktive Handlung eingebunden. 

     

    Leseprobe:
     =========

     

    Max hatte zwei Wochen gebraucht, um Viktor so weit zu bringen, dass er den Opiumgebrauch und den Alkoholkonsum etwas zurückfuhr. Er war jetzt in der Lage, auch längeren Erklärungen zu lauschen, ohne dabei abzudriften, und was noch besser war: Er konnte das, was er gehört hatte, auch behalten und sich seine eigenen Gedanken darüber machen. 

     

    Der Stil des Autors gefällt mir immer wieder sehr gut, er ist auch hier beim fulminanten Abschluss der Trilogie wieder ein extrem passender für das Genre, für die Zeit, in der die Handlung angesiedelt ist und für die Thematik, die im dritten Roman der Reihe weitergeführt und zum Höhepunkt gebracht wird. Spannend von Beginn bis Ende hat mich die Geschichte fasziniert, ich hatte schon sehnsüchtig darauf gewartet, dass ich das Buch lesen kann, um zu wissen, wie es mit den Charakteren und ihrer Geschichte weitergeht, alles ist schlüssig und glaubwürdig und lebendig an die Leserin/den Leser gebracht.

     

    Wunderbar, schade, dass man die Familie nicht noch weiter begleiten kann.

  11. Cover des Buches Rückkehr in die Tuchvilla (ISBN: 9783734107726)
    Anne Jacobs

    Rückkehr in die Tuchvilla

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Nicola89

    Inhalt:

    Augsburg 1930. Marie und Paul Melzer sind glücklich, und ihre Liebe ist stärker denn je – gekrönt von ihrem dritten Kind, dem mittlerweile vierjährigen Kurti. Doch aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise und den schweren Zeiten muss Paul um das Überleben seiner Tuchfabrik kämpfen. Als er an einer Herzmuskelentzündung erkrankt, springt Marie ein, um das Unternehmen vor dem Ruin zu retten, denn es steht nichts anderes als das Schicksal der ganzen Familie auf dem Spiel. Wichtige Entscheidungen sind zu treffen, denn auf den Schultern der Familie Melzer lasten hohe Kreditschulden. Nur, wenn jetzt alle zusammenhalten, ist ihre geliebte Tuchvilla noch zu retten. Doch auf eines können sich alle verlassen: Wenn die Not am größten ist, ist die Hilfe am nächsten. 


    Fazit:

    Mit diesem vierten Band der Tuchvilla-Saga hatte ich gar nicht gerechnet, umso mehr habe ich mich darüber gefreut und wurde nicht enttäuscht :)

    Die Protagonisten waren mir direkt wieder vertraut und ich konnte mühelos wieder in die Geschichte einsteigen, obwohl seit dem dritten Teil schon einige Zeit vergangen ist.

    Nun freue ich mich sehr auf den fünften Teil.

  12. Cover des Buches GIER - Wie weit würdest du gehen? (ISBN: 9783734105586)
    Marc Elsberg

    GIER - Wie weit würdest du gehen?

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Sir_Gerry_63

    Mit Gier von Marc Elsberg hatte ich mir doch ein wenig mehr erhofft. Es ist schon rasant geschrieben mit seinen über 80 kurzen Kapiteln, so dass ich es recht schnell gelesen hatte. Die Kapitel enden oft mit einem kleinen Cliffhanger. Es ist auch genug Action enthalten. Jan und Fitzroy  suchen Hinweise zu dem Attentat, bei dem Jan Zeuge war. Sie werden von Killern gejagt, die Polizei ist ihnen hinterher. Doch sie können immer im letzten Moment fliehen. Dann erhalten sie auch noch weitere unerwartete Hilfe und es kommt letztlich zur Auflösung. 

    Das eigentliche große Thema des Buchs um eine globalisierte Marktwirtschaft, bevorstehenden wirtschaftlichen Zusammenbrüchen weltweit schlimmer als in der Bankenkrise 2008, die Komplexität von Hochfinanz mit Politik und Wirtschaftsinteressen Einzelner kommt hier doch sehr oberflächig hervor. Keine Frage, der Autor hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Theorien wie Wahrscheinlichkeitsrechnung, Finanzmathematik, Spieltheorie, Nutzenfunktion, Entscheidungstheorie, Kelly-Kriterium, Erdogenprinzip u.v.m. werden hier angesprochen. Für mich als Laie unbekannte Begriffe. Jan und Fitzroy hatten Informationen entdecket, die das Mordopfer präsentieren wollte. Brisante Themen, die das ganze Wirtschaftssystem auf den Kopf stellen würde, Das sog. Prinzip der Kooperation. Um zu verdeutlichen, was dahinter steckt, hat Elsberg zu einem Kniff gegriffen. Er zeigt im Buch anhand von Skizzen was gemeint ist. Das lockert das Ganze auf und macht es einfacher, das Buch zu verstehen. Die Figuren jedoch, die das Ganze mit Leben erfüllen sollen, bleiben mir dabei aber viel zu oberflächig. Mit den Figuren konnte ich mich in keiner Weise identifizieren. Ich hatte leider immer das Gefühl, die Figuren seien aus verschiedenen einzelnen Komponenten zusammengesetzt, ohne dass sie passen. Sie erschienen mir zu unglaubwürdig. Jan, der Ahnungslose, Fitzroy, der Experte, die weiteren Personen, die zufällig das richtige studieren und mithelfen, eine Omi, die immer die richtigen Bedenken vorträgt und ein Insider, der mitmacht. Leider hat das das Lesevergnügen doch zu sehr gestört.

    Ich kann dem Buch daher leider nur 3,5 von 5 Sternen geben.

  13. Cover des Buches Feuernacht (ISBN: 9783596188703)
    Yrsa Sigurdardottir

    Feuernacht

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik
    In einem Heim sterben fünf Menschen bei einem Brand. Der einzige Überlebende, ein junger Mann mit Down-Syndrom, wied dafür verantwortlich gemacht. Jedoch bekommt Dora Hinweise, dass die Ermittlungen nicht ganz korrekt abgelaufen sind und forscht selbst nach.

    Man kann das Buch sowohl mit als auch ohne Vorkenntnisse lesen und kommt schnell in die Geschichte rein.

    Der Fall ist richtig spannend und gleich im ersten Kapitel kommt richtige Gänsehautstimmung auf. Ich finde es sehr interessant wie eine gruselige Stimmung geschaffen wird, die den Kriminalfall noch außergewöhnlicher macht. Aber auch der Fall an sich wird von Seite zu Seite interessanter und man kann als Leser perfekt mitgrübeln.

    Außerdem werden auch in diesem Teil der Krimireihe wichtige Themen angesprochen und Kritik an der Gesellschaft geübt. Ich fand es sehr informativ mehr über Menschen mit Behinderung zu lesen und ihre Situation in Heimen und wie sie ihr Leben in der heutigen Gesellschaft leben.

    Das Ganze wird hier und da von privaten Dingen der Protagonistin aufgelockert, die manchmal sogar lustig sind und die Charaktere sehr sympathisch macht.

    Zusammengefasst ist dies ein sehr spannender und atmosphärischer Krimi, der nicht langweilig wird. Die Ansprache von bestimmten Themen und die Einbindung in den Kriminalfall sind wirklich gut gelungen und machen die Krimis der Autorin sehr wertvoll und lesenswert.
  14. Cover des Buches Weil ich euch liebte (ISBN: 9783426510520)
    Linwood Barclay

    Weil ich euch liebte

     (278)
    Aktuelle Rezension von: Kerry

    Bauunternehmer Glen Garber führt ein glückliches Leben, zusammen mit seiner Frau Sheila und der gemeinsamen 8-jährigen Tochter Kelly. Sicherlich, die Auftragslage seines Unternehmens ist alles andere als entspannt zu bezeichnen, doch bisher gelang es ihm immer, für seine Familie zu sorgen. Um die Familie zu unterstützen, besucht Sheila einen Abendkurs in Buchhaltung, um so zumindest das finanzielle von Glens Firma im Auge zu behalten. Glen freut sich, dass seine Frau sich so engagiert und immerhin stehen ihr mit Buchhaltungskenntnissen auch anderweitig Tätigkeiten offen.


    Doch ein Abend verändert alles. Wie jede Woche ist Sheila bei ihrem Buchhaltungskurs, doch im Gegensatz zu den bisherigen Kursabenden, kommt Sheila an diesem Abend nicht nach Hause. Er macht sich Sorgen und beschließt, seiner Frau entgegenzufahren, immerhin weiß er, welche Strecke sie gewöhnlich nimmt und diese Fahrt wird alles verändern. Er kommt an einem Unfall vorbei, die Straße ist gesperrt. Glen ahnt jedoch, dass seine Frau involviert sein muss und verschafft sich Zutritt und tatsächlich: Sheila ist tot. Laut Aussagen der Polizisten hat sie unter Alkoholeinfluss einen Unfall verursacht, bei dem auch zwei Passagiere des anderen Unfallwagens starben.


    Für Glen bricht eine Welt zusammen. Nicht nur, dass er von jetzt auf gleich allein mit seiner Tochter dasteht, auch die Tatsache, dass Sheila, ausgerechnet seine Sheila betrunken Auto gefahren sein soll, kann er nicht glauben. Tatsächlich hat er starke Zweifel an den Ermittlungsergebnissen, doch er hat keinerlei Beweise, die die Unschuld seiner Frau bestätigen. Als auch noch eine Freundin Sheilas auf Glen zukommt und sich erkundigt, ob er eine größere Geldsumme bei ihr bzw. in ihren Sachen gefunden hat, die sie ihr zur Aufbewahrung gegeben hat, hegen sich immer mehr Zweifel in Glen, ob er wirklich weiß, wer seine Frau gewesen ist. Doch so recht mag er nicht an ihre Schuld glauben, denn wenn sich all die Dinge, die nach Sheilas Tod ans Licht gekommen sind, wahr sind, wie konnte er all das all die Jahre übersehen? Als jedoch auch Sheilas Freundin unter mysteriösen Umständen stirbt, ahnt Glen, dass mehr hinter dem Tod seiner Frau steckt, als es den Anschein erweckt ...



    Was ist die Wahrheit? Der Plot wurde überraschend und abwechslungsreich. Wenn ich ganz ehrlich bin, hegte auch ich zwischendrin so meine Zweifel an der Figur der Sheila bzw. meine Zweifel darüber, wer diese Frau wirklich war - liebende Mutter und treue Freundin oder eine eiskalte Egoistin? Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Zur Figur der Sheila vermag ich nicht allzu viel zu sagen, denn ich habe sie einfach nicht gut genug kennengelernt, um zu entscheiden, ob ich sie gemocht hätte oder nicht. Hingegen hat mich die Figur des Glen geradezu verzückt, denn dieser glaubt unabänderlich an seine Frau, auch über ihren Tod hinaus und auch gegen alle vorliegenden Beweise. Eine solch innige Liebe ist so selten und kostbar! Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, auch wenn es zwischendrin doch zu einigen kleineren Längen kam, die jedoch relativ schnell überwunden waren.
  15. Cover des Buches Die vier Winde (ISBN: 9783352009433)
    Kristin Hannah

    Die vier Winde

     (106)
    Aktuelle Rezension von: brauchnix

    1934 in Texas. Ich hatte keine genauen Vorstellungen vom Leben im ländlichen USA zu dieser Zeit. Jetzt weiß ich, es war vor allem für Frauen ein unendliches hartes Leben voller Demütigungen, Herabsetzung, schwerer Arbeit, unerfüller Sehnsüchte. Elsa Wolcott ist die Heldin dieser Geschichte und in meinen Augen wächst sie im Laufe ihres Lebens über sich selbst hinaus, wird von der unterdrückten schüchternen Bauerntochter zu einer mutigen, starken Frau, die für ihre Kinder und sich selbst ein eigenes Leben aufbaut, die keine Eltern und keinen Ehemann braucht, um zu überleben. Eine Stärke, die beeindruckt, vor allem, weil sie so schwer erkämpft ist.

    Kein fröhliches Buch, kein leichtes Leben. Ein Frauenschicksal in den USA. Der Leser muss sich durchkämpfen und wird dafür mit einer intensiven Geschichte belohnt. Ich bin ein Fan von Kristin Hannah und schätze ihre Art zu erzählen und ihre Heldinnen in Szene zu setzen. 4,5 Sterne.

  16. Cover des Buches Sunset Park (ISBN: 9783499255168)
    Paul Auster

    Sunset Park

     (76)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Wir lernen Miles als Erwachsenen kennen. Miles Heller, der Chronist der aufgegebenen Dinge, ist Teil eines Entrümpelungstrupps einer Immobiliengesellschaft. Immer, wenn er eine von den Bewohnern verlassene Wohnung betritt, schlägt ihm mit voller Wucht ein Schicksal entgegen. Jedes verlassene Haus war einmal ein Heim und ist nun nur noch Heimstatt einer abschreckenden Szenerie. Widerliche Gerüche, wütende Schmierereien, Schmutz, Leere und Dinge. Dinge, die weder über Schulden noch Traurigkeit hinweghelfen konnten und zurückgelassen wurden. Bücher, Schuhe, Spielzeug, Großes, Alltägliches, Lebloses. Miles weiß nicht, was ihn antreibt dies zu dokumentieren, denn diese unzähligen Fotos sprechen nie von Hoffnungen, immer nur von Tristesse. Und dabei könnte Miles doch etwas von der Schönheit dieser Welt gebrauchen. Selbst hat er sich mittlerweile auf das Notwendigste beschränkt, er raucht und trinkt nicht mehr, besitzt lediglich noch ein Auto und ein Handy, weil sie seinen Lebensunterhalt sichern.

    Als er im Park das Mädchen Pilar kennenlernt, scheint eine kleine Sonne aufzugehen. Nicht nur, weil sie denselben Büchergeschmack zu haben scheinen, da ist noch so viel mehr, auch wenn sie einige Jahre Altersunterschied voneinander trennen. Aber dieser Altersunterschied macht ihre Liebe angreifbar und so ergreift Miles in einer misslichen Lage das Angebot seines alten Bekannten Nathan, der für seine kleine Hausbesetzertruppe noch Zuwachs sucht und verlässt Pilar vorerst. In Sunset Park angekommen, ist es nicht die bescheidene Unterkunft, die Miles beschäftigt, sondern die Nähe zu seiner Familie, die ihn verloren glaubt. Miles, der verlorene Sohn, der in Ungnade gefallene, Miles der Sünder. Die Vergangenheit muss bewältigt werden, Ungesagtes ausgesprochen, auch wenn Wunden aufreißen und nie wieder zu heilen drohen.

    Paul Auster versammelt mit den weiteren Protagonisten Ellen Brice und Alice Bergstrom noch weitere Unikate, die mehr oder weniger auf der Suche sind. Alle, Nathan, aber auch Miles‘ Vater Morris treiben in diesem großen dunklen Ozean Leben und klammern sich an jedes Stück Treibholz, das ihren Weg kreuzt. Diese leise Traurigkeit im Roman hat mich unterstrichen, war Begleiter im Jetzt und Hier und „dann nicht mehr hier…, das Jetzt, das für immer verschwunden ist.“

    Auster!

  17. Cover des Buches Palais Heiligendamm - Stürmische Zeiten (ISBN: 9783785727171)
    Michaela Grünig

    Palais Heiligendamm - Stürmische Zeiten

     (49)
    Aktuelle Rezension von: madamecurie

    Buchcover: Palais Heiligendamm, 1922: Während der Währungskrise kämpft Elisabeth erneut um das Überleben des frisch renovierten Palais. Erst als ein berühmter Regisseur in der schönen Kulisse des Hotels einen Film dreht, gibt es neue Hoffnung. Während der berufliche Erfolg zum Greifen nah ist, steht Elisabeths Liebe zu Julius unter keinem guten Stern. Auch ihr Bruder Paul muss Abschied von seinen Träumen nehmen. Er ist zutiefst unglücklich. Als er in den Dunstkreis der NSDAP gerät, trifft er eine Entscheidung, die die ganze Familie in Gefahr bringt .


    Auch der 2.Band von Michaela  Grünig Palais Heiligendamm war wieder sehr gut geschrieben vor allem sehr spannend ,ich freue mich schon auf den 3 .Band und bin gespannt wie es weiter geht ,und wie es endet. Zum Glück dauert es nur noch bis Januar. 


  18. Cover des Buches Früchte des Zorns (ISBN: 9783552051911)
    John Steinbeck

    Früchte des Zorns

     (152)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    The American Dream wird nur für die Reichen wahr. Das ist heute so, aber ich dachte, früher wäre es anders gewesen. Das Buch hier hat mir die Augen für die wahre Geschichte geöffnet. Menschen waren schon immer gierige Arschlöcher, die für Profit die Würde anderer verkauften.

    Früchte des Zorns ist eine deprimierende Geschichte, in der eine Familie von Schicksalsschlägen förmlich zugedeckt und jede kleine Hoffnung zunichte gemacht wird. Man merkt schnell, dass die Menschen darin keinen Wert haben und wie Hunde behandelt werden, obwohl sie nichts anderes machen wollen, als zu arbeiten, Geld zu verdienen, zu leben.

    Der Autor kümmert sich um jede einzelne Figur, gibt ihr ein Gesicht, ihnen ein Leben, eine Seele, eine Geschichte, was dafür sorgt, dass man die Figuren schnell zu lieben lernt. Man sieht sie vor sich, man kennt sie alle und vor allem bedauert man jeden einzelnen.

    Doch das Buch ist lang, zäh, an manchen Stellen langweilig, manche Stellen sinnlos, manchmal habe ich begonnen, Passagen zu überspringen, weil ich mich nicht wieder mit irgendeinem langweiligen Detail beschäftigen wollte, doch der Spannungsbogen war da und ich habe gierig nach einem Happy-End gehofft.

    Das Ende ist weit offen. Es sind viele lose Enden, um die sich der Autor nicht kümmert, sondern trennt sie brutal von der Hauptgeschichte und sogar am Ende bricht der Autor förmlich das Buch ab, als hätte er es selbst satt zu schreiben gehabt. Ich hätte mir einen richtigen Schluss gewünscht, zumindest einen, der in eine gewisse Richtung für die Familie zeigt, stattdessen sagt das Ende nichts aus. Es endet enttäuschend.

  19. Cover des Buches Echo Mountain (ISBN: 9783446269590)
    Lauren Wolk

    Echo Mountain

     (55)
    Aktuelle Rezension von: KinderLeseWunder

    Ellie und ihre Familie sind nach der Großen Depression 1929 aus der Stadt in die Berge gezogen. Sie haben sich dort ein Haus gebaut und versuchen über die Runden zu kommen. Ihr Leben ist eine Rückbesinnung auf die Natur und das einfache Leben. Ellie und ihrem Vater fällt das "wilde Leben" wesentlich einfacher als ihrer Mutter und ihrer großen Schwester. Der kleiner Bruder läuft mit. Eines Tages geschieht ein Unglück. Ihr Vater wird von einem Baum getroffen und fällt ins Koma. Jetzt muss Ellie viele seiner Aufgaben übernehmen. Das Buch beginnt mit einem Wendepunkt in ihrem Leben und dem Lieblingssatz der Autorin: "Der Erste, dem ich das Leben gerettet habe, war ein Hund." Dieser bewegende Satz lässt erahnen, welche Kraft in Ellie steckt.

    Ellie ist eine starkes junges Mädchen, weil sie durch die Natur, in der sie lebt wächst. Sie ist aber auch, wie sie sich selbst nennt, "ein Echomädchen". Was für ein schönes Wort für eine Hochsensible. Sie fühlt die Gefühle des Gegenübers, ob Mensch oder Tier. Und erst als sie auch anfängt sich selbst zu fühlen, findet sie ihren Weg und ihre wahre Stärke.

    Die Geschichte, übrigens für Leser ab 11 Jahren, ist spannend und poetisch zugleich. Beschreibungen wie "pulsierenden Sternen über mir" und "dem Aprilgefühl auf meiner Haut" lassen den Leser in die Bergwelt von Ellie und ihrer Familie eintauchen.

    Eben durch Ellies sensible Art und die Naturverbundenheit wird es immer wieder mystisch und märchenhaft. Ellie finde kleine Schnitzereien in ihrer Umgebung, wie kleine Geschenke, auf dem Berg soll eine Hexe leben und es taucht ein seltsamer Hund auf. Am Ende ist es die Magie des Lebens, die der Leser in diesem Buch entdeckt.

  20. Cover des Buches Winter der Welt (ISBN: 9783785746875)
    Ken Follett

    Winter der Welt

     (67)
    Aktuelle Rezension von: EmmaZecka

    Kommen wir zuerst zum Inhalt: Wir lernen hier die zweite Generation der Familien kennen, die uns schon im ersten Band begegnen. 

    Wir lernen Lews Tochter Daisy kennen, die im Gegensatz zu ihrem Vater zwar ohne finanzielle Sorgen aufwächst, aber aufgrund ihres Vaters nie die gesellschaftliche Anerkennung bekommt, die sie sich wünscht. Als sie wieder einmal eine Niederlage der amerikanischen Gesellschaft einstecken muss, fasst sie kurzerhand einen Entschluss, der ihr Leben grundlegend verändern wird. 


    Daisy hat einen Halbbruder nämlich Greg. Er ist einer der Gründe, weswegen sie und ihre Mutter von der elitären Gesellschaft nie wirklich akzeptiert wurden. Greg scheint ganz nach seinem Vater zu kommen. Ihm sind Macht und Einfluss ebenfalls sehr wichtig. Doch wie wird er an mächtige Positionen kommen? 

    Auch Lews Bruder Grigori hat in Russland inzwischen eine Familie gegründet. Sein Sohn Walodja möchte ebenfalls eine politische Laufbahn starten und muss sich hier immer wieder behaupten. 


    In Deutschland haben Walther und Maud Ulrich inzwischen eine Familie gegründet. Beiden ist es wichtig, ihre Kinder schon früh mit Politik vertraut zu machen und dafür zu sorgen, dass sie Inhalte in Frage stellen und nicht das glauben, was die Medien berichten. Während Carla dem Nationalsozialismus also kritisch gegenübersteht, schließt sich ihr Bruder der neuen aufstrebenden Partei an. Wird Familie Ulrich daran zerbrechen? 


    Mein Lieblingscharakter war eindeutig LIoyd Williams, Ethels Sohn, der dank seiner Mutter, ebenfalls früh mit Politik in Berührung kommt und sich hier auf verschiedenen Ebenen für Gerechtigkeit einsetzt, immer mit dem Ziel die Situation einer bestimmten Randgruppe zu verbessern. Ihr könnt euch wahrscheinlich denken, dass er sich mit seinem Handeln nicht immer Freunde macht. 


    Während ich beim ersten Mal lesen etwas Mühe hatte, mich in der neuen Generation zurechtzufinden, ging es mir beim Hören des Hörbuchs gar nicht so. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich den zweiten Band zeitnah nach Beenden des ersten Bandes gehört habe und mich deswegen nicht neu in den unterschiedlichen Familienverhältnissen orientieren musste. Etwas schade fand ich aber, dass die Protagonist*innen aus dem ersten Band hier nur noch als Nebencharaktere auftreten. Gerade Ethel und Maud, die ich als Protagonistinnen sehr ans Herz geschlossen habe, vermisste ich in diesem Band etwas. 


    Allerdings bekam ich hier und da auch Probleme mit einigen Charakteren, die vermutlich mit den Kürzungen des Hörbuches zusammenhingen. Gerade die Männer fand ich aufgrund ihrer Charakterzüge und damit verbundenen Handlungen sehr austauschbar. Sie erinnerten an ihre Vorgänger aus dem ersten Band und es gab aus meiner Sicht kaum eine Wendung, die mich überraschte. Es wirkte so, als ob hier noch einmal dieselben Konflikte wie im vorherigen Band auftraten, nur, dass es eben ein anderes Setting gab. 


    Was mir inhaltlich aber gefiel war, dass es einen stärkeren historischen Bezug gab, wobei es gefühlt auch unmöglich gewesen wäre, den Nationalsozialismus aus diesem Band herauszukürzen und auf politische Zusammenhänge zu verzichten. 


    Der Vorteil der Hörbuchgestaltung bestand diesmal eindeutig darin, dass ich mich an das Buch kaum noch erinnern konnte und es mir deswegen nicht möglich war, das Hörbuch mit der Buchvorlage zu vergleichen. Die Charaktere schienen mir nach wie vor zwar oberflächlich, allerdings musste das nicht zwingend etwas mit einer Kürzung zu tun haben. 

    Das gekürzte Hörbuch wurde wieder von Johannes Steck gelesen, der mir als Sprecher ziemlich gut gefallen hat. Besonders interessant fand ich, dass es ihm gelang, die Generation, die er im vorherigen Band als jung interpretierte, hier eine Spur älter werden zu lassen. 


    Ken Folletts Schreibstil ermöglichte mir einen schnellen Einstieg in die Geschichte. Was mich hier aber störte war, dass er mehr Szenen beschrieb, in  denen es um körperliche oder psychische Gewalt ging. Einerseits kann ich nachvollziehen, dass diese Szenen nicht fehlen durften, da sie vor allem die Brutalität des Zweiten Weltkriegs hervorhoben. Dennoch war es an einigen Stellen sehr brutal und ich konnte mir Szenen bildhaft vorstellen, die ich mir eigentlich gar nicht vorstellen wollte. Was mich überraschte war, dass mich viele Charaktere nicht erreichen konnten und vergleichsweise oberflächlich dargestellt wurden. 


    Gesamteindruck

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mir der zweite Band beim ersten Mal lesen nicht so gut gefallen hat. Wenn ich die beiden Hörbücher hingegen miteinander vergleiche, hat mir der zweite Band als gekürztes Hörbuch tatsächlich etwas besser gefallen und das, obwohl ich die Charaktere oberflächlicher fand. 


    Während ich den ersten Band als gekürztes Hörbuch nur dann empfehlen kann, wenn man eine möglichst schnelle Zusammenfassung braucht, finde ich, dass man den zweiten Band durchaus gekürzt hören kann und einem hier gefühlt keien wichtigen Informationen verloren gehen. 



  21. Cover des Buches Frühling der Barbaren (ISBN: 9783442748235)
    Jonas Lüscher

    Frühling der Barbaren

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Daniela8
    Ich mag ja Novellen, auch wenn jeder sie heutzutage tot redet. 
    Diese hier ist ganz exquisit. 
    Und der Autor schafft es mit seiner wundervollen Sprache, fein beobachteten Einsichten in die Figuren und dem regelmäßigen Perspektivwechsel innerhalb der Erzählung, mich für eine Geschichte zu begeistern, deren Themen (Tunesien, Staatsbankrott in England, zwei unterschiedliche Familien, die auf einer Hochzeit aufeinandertreffen) mich eigentlich überhaupt nicht ansprechen. 
    Ich kaufte das Buch nach längerem Abwägen dann doch, da die Leseprobe Lust auf mehr machte und ich blieb dran, ja ich muß sogar sagen, ich konnte mich gar nicht lösen von der immer absurder werdenden Geschichte. 
  22. Cover des Buches Wasser für die Elefanten (ISBN: 9783832164027)
    Sara Gruen

    Wasser für die Elefanten

     (923)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch

    Ich gehöre endlich auch zu den glücklichen Menschen, die dieses Zirkusbuch gelesen haben!

  23. Cover des Buches Der schwarze Obelisk (ISBN: 9783462051476)
    E.M. Remarque

    Der schwarze Obelisk

     (16)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    Beim Lesen des Buches werden die Fakten, welche man aus dem Geschichtsunterricht kennt, lebendig. Remarque beschreibt die Lebensumstände, Ängste und Nöte der Menschen in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg sehr anschaulich. Für die Menschen gilt es die Erfahrungen aus dem ersten Weltkrieg zu verarbeiten, was insbesondere auch für den Hauptprotagonisten Ludwig Bodmer zutrifft, da er sehr jung als Soldat zum Kriegsdienst eingezogen wurde. 

    Geprägt ist das Leben der Menschen zur damaligen Zeit in Deutschland außerdem durch die Hyperinflation, wodurch viele Moralvorstellungen plötzlich nicht mehr Bestand haben. Um die Situation der Menschen zu verdeutlichen, werden viele Einzelschicksale aufgezeigt. Für Ludwig heißt es, nach den Erfahrungen des Krieges im zivilen Leben zurecht zukommen und sich in der Gesellschaft zurecht zu finden, denn auch die zwischenmenschlichen Beziehungen werden immer stärker durch das Materielle bestimmt. 

    Philosophisch wird es immer bei den Besuchen Ludwigs in der Irrenanstalt, wo er auf Isabell trifft. Hier herrscht eine ganz andere Stimmung als in der Stadt, der fortwährende Blick auf den Wechselkurs zum Dollar spielt hier weniger eine Rolle. Ein freundlicher Ort ist es trotzdem nicht.

    Remarque zeichnet in seinem Buch ein umfassendes und kritisches Bild von der damaligen Gesellschaft, indem er Vertreter verschiedenster Strömungen zu Wort kommen lässt, Geistliche, Wissenschaftler, Nationalisten, Profiteure, Spekulanten, Kriegsversehrte etc. Interessant ist für mich auch die Tatsache, dass es autobiografische Bezüge gibt. In der Mitte des Buches gab es einige Wiederholungen, die ich nicht unbedingt gebraucht hätte.


  24. Cover des Buches Der Store (ISBN: 9783453424678)
    Rob Hart

    Der Store

     (178)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    Stelle dir vor, du lebst in einer Welt, die jeden Tag ein Stück unbewohnbarer wird. Es gibt kein sauberes Wasser, die Sonne verbrennt dich innerhalb kurzer Zeit, es gibt keine freie Arbeit mehr. Keine Läden in denen du einkaufen kannst, du kein Geld hast um eine Wohnung zu haben.

    Es bleibt dir nur noch eine Möglichkeit. Bewerbe dich bei „Cloud“. Dem Onlineshop, welcher unserem modernen Amazon gleichkommt. Du bekommst eine Arbeit, eine Wohneinheit, Gehalt, Essen und Trinken in guter Qualität und egal wo du bist, es ist nicht zu warm und du musst dafür nur ein Teil des Unternehmens werden.

    Hört sich doch erstmal gar nicht so schlecht an. Von daher ist die Anfrage groß. Doch Zinnia und Paxton habe ihre ganz eigenen Gründe warum sie für diesen Riesen arbeiten wollen.  Zinnia wird zum Läufer und muss den ganzen Tag Ware aus den Regalen beschaffen und aufs Fließband legen. Wortwörtlich eine Fließbandarbeit. Paxton wiederum wird durch seine Vorerfahrung zum Team der Security gesetzt. Beide sind mit der Entscheidung nicht einverstanden, können es aber so erstmal nicht ändern.

    So erleben wir aus deren beiden Sichtweisen ihre Beweggründe für die Arbeit in diesen riesigen Produktionsstätten, welche sich abgekapselt haben von der restlichen Politik der USA und wie eigene Länder funktionieren. Das Ziel vor Auge und zugleich müssen sie schauen ihre Quoten hoch zu halten. Es braucht ein bisschen, dann gehen beide nicht mehr getrennte Wege, sondern werden Freunde. Aber keiner von beiden ist wirklich ehrlich was seine Vergangenheit und seine Gründe für die Anwesenheit vor Ort ist.

    Der dritte Erzähler ist Gibson Wells, der Gründer von „Cloud“. Er erklärt die Entstehungsgeschichte und bereitet den Leser in seinem Bericht (Blog) darauf vor, wer seine Position übernehmen wird. Denn schon im ersten Kapitel erklärt er, dass er sterben wird und möchte somit sein Vermächtnis nochmals erklären und weitergeben.

    Der Wechsel zwischen den drei Personen ist sehr gut gelungen und zeigt die verschiedenen Seiten der Medaille. Die Rettung der Erde auf der einen Seite, sichere Zukünfte für die Mitarbeiter, Wiederaufbau, aber auch Ausnutzung, Missbrauch von Macht und was ohne eine übergeordnete Politik alles in einer Monopolen Welt schief gehen kann.

    Das Buch ist eine tolle Dystrophie. Es vermengt eine Idee die zu was Großem wird, alles schluckt, in Zusammenhang mit einer runtergewirtschafteten Erde und dem Überlebensinstinkt des Menschen.

    Der Schreibstil ist super gewählt und das Buch angenehm zu lesen gewesen. Ich hatte zuerst Sorge es könnte etwas zu trocken sein, dem war aber überhaupt nicht der Fall. Es hat mir so gut gefallen, dass es für mich sogar ein Jahreshighlight ist.  

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