Bücher mit dem Tag "wirtschaftsthriller"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wirtschaftsthriller" gekennzeichnet haben.

48 Bücher

  1. Cover des Buches Elefant (ISBN: 9783257069709)
    Martin Suter

    Elefant

     (260)
    Aktuelle Rezension von: Marzipanfrau

    Was ich aus dem Buch gelernt habe: Man muss nicht alles haben, nur weil es technisch möglich ist. Jeder Mensch und jedes Tier hat seinen Wert. Die Charaktere werden gut beschrieben. Man kann sich auch in die "Bösen" gut hineinversetzen. Wer Elefanten mag und gerne actionreiche Texte liest, ohne Angst zu kriegen, ist gut bedient. Auch die weniger schönen Situationen werden mit Humor und Feingefühl beschrieben. Das mag ich an Martin Suters Texten.

  2. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.195)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Hier geht's zur vollständigen Buchbesprechung: https://buchklub.podbean.com/e/stieg-larsson-verblendung/

    Vorsicht, Spoiler!

  3. Cover des Buches Unter Haien (ISBN: 9783548284798)
    Nele Neuhaus

    Unter Haien

     (340)
    Aktuelle Rezension von: Anita_Naumann

    Eine Freundin von mir hat mal von der Autorin geschwärmt, deshalb habe ich zu dem Buch gegriffen. Vielleicht muss ich von der Autorin auch einfach nochmal was anderes lesen, denn dieses Werk, das wohl ihr Debüt war, hat mich nicht sonderlich überzeugt.
    Um was geht es?
    Alex Sontheim ist eine gefragte Investmentbankerin und lernt durch ihren Job den schwerreichen Sergio Vitali kennen mit dem sie eine Affäre beginnt. Die Warnungen ihn betreffend ignoriert sie gekonnt, bis sie selbst feststellen muss, dass er vielleicht doch in dunkle Machenschaften verstrickt ist.
    So weit, so gut.
    Warum hatte ich Probleme mit dem Buch?
    Fangen wir mal mit der Protagonistin an: sie war mir nicht wirklich sympathisch und ich konnte einfach kein Verständnis und noch viel weniger Mitgefühl für sie aufbringen. Sie wird als so hochintelligent und clever beschrieben und lässt sich mit einem verheirateten Mann ein, der ihr Vater sein könnte und dem Mafia-Verbindungen nachgesagt werden? Das zeugt natürlich von überragendem Intellekt.
    Übrigens liebt sie ihn auch nicht wirklich, sondern findet es nur toll, dass er sie (nachdem sie beruflich schon ziemlich oben angekommen ist) in der feinen Gesellschaft New Yorks einführt. Und wie gut, dass sie ihm nach über einem halben Jahr Beziehung, nie gesagt hat, dass sie italienisch spricht. Sonst hätte das wirklich Ärger gegeben, als sie zufällig ein Gespräch mit seinen Mafia-Kumpanen belauscht.
    Ansonsten war die Geschichte gar nicht mal so unspannend. Ich hatte nur einfach kein Mitleid mit ihr, als sie dann doch irgendwann feststellt, in welche Scheiße sie sich geritten hat. Deshalb gibt es von mir 3 ⭐.

  4. Cover des Buches Die dunkle Seite des Mondes (ISBN: 9783257233018)
    Martin Suter

    Die dunkle Seite des Mondes

     (674)
    Aktuelle Rezension von: janaobrist

    Das ist jetzt  das 2. Buch das ich von Martin Suter gelesen habe. Ich weiss nicht ob ich das, oder das letztere als besser bewerten könnte. Ich finde das Buch hat wie gesagt eine ganz eigene Energie. Damit meine ich, dass wenn man liest in eine Welt eintaucht die sehr mystisch, dunkel und auch ein wenig eigenartig wirkt. Ich hatte recht Probleme in das Buch reinzukommen. Wie beim letzten mal finde ich, dass sehr viele verschieden, gleichklingende Namen vorkommen und es schwierig ist da den Durchblick zu behalten. Allgemein halte ich seine Bücher für recht anspruchsvoll zum Lesen. Es wird irgendwie immer davon ausgegangen dass man sich in dem Thema, indem sich das Buch befindet, auskennt. Viele Begriffe waren für mich unklar und das machte das Lesen nicht unbedingt angenehm. Der Protagonist war mir sehr unsympathisch, das lag daran dass er einfach ein richtiger Psycho war. Die ganze Geschichte ist schon ein wenig ein Psychothriller. Das machte dafür den Schluss echt spannend. Auch das ganze mit den Drogenpilzen war extrem spannend und ich habe wirklich was gelernt. Es ist sehr gut beschrieben und man kann es sich richtig gut vorstellen. Ich finde es ein wichtiges Thema und es hat mich schon recht aufgeklärt, ich hatte solche Pilze als recht harmlos im Kopf (da kommt es ja auch wieder auf die Sorte draufan). Aber ich bin jetzt schon ein wenig abgeschreckt. Die Storyline mit Lucille fand ich auch sehr gut, wegen dem habe ich auch anfangs weitergelesen, weil um ehrlich zu sein war es manchmal schon ein bisschen ein Kampf. Der ganze Schreibstil ist schon sehr trocken und manchmal viel zu aussführlich für mein Geschmack.

  5. Cover des Buches Falsche Fährten (ISBN: 9783956690334)
    V. S. Gerling

    Falsche Fährten

     (51)
    Aktuelle Rezension von: birgitfaccioli

    In Deutschland werden pensionierte Ärzte ermordet und teilweise vorher noch gefoltert.Eines haben diese Ärzte allerdings gemeinsam.Sie haben alle zu DDR Zeiten in der Charité in Berlin gearbeitet.

    Nicolas Eichorn und Helen Wagner ,die nicht nur Partner beim BKA Berlin sind sondern auch privat,werden mir dem Fall beauftragt.

    Im Zuge der Ermittlungen kommen Sie einem grausamen Verbrechen auf die Spur an dem die großen Pharmafirmen beteiligt sind und damit auch Helens eigener Vater.

    Unerwartet bekommen Sie noch Hilfe von Jemandem der eigentlich Nicolas beruflich  schaden soll .

    Der Hintergrund einer wahren Geschichte bildet die Story ,was ich absolut klasse finde,allerdings wurde hier bei der Ausschmückung doch arg übertrieben.

    Nicolas ist ein recht eigenwilliger Ermittler der in den eigenen Reihen nicht nur Freunde hat.Ich mag den trockenen Humor der die Spannung einige male durchbricht.

    Oftmals wurde ein den vorherigen Fall von Nicolas und Helen berichtet ,den ich allerdings nicht gelesen hab.So fehlten mir leider einige Informationen.

    Auch die asiatische Mafia fand ich übertrieben , da ist wohl dem Autor die Fantasie mit ihm durch gegangen :)

  6. Cover des Buches Montecrypto (ISBN: 9783462001570)
    Tom Hillenbrand

    Montecrypto

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Schlaflosleser

    Tom Hillenbrands neustes Buch „Montecrypto“ hat mir sehr gut gefallen. Die Beschreibung auf dem Einband trifft es für mich sehr gut.. Politisch brisant und hochaktuell.

    Nach einem kurzen einführenden Kapitel in die Geschichte um Greg Hollister und sein Ableben nimmt der Autor einen mit auf eine sehr interessante Reise in die Welt der Kryptowährung. Tom Hillenbrand versteht es die Materie rund um die digitale Währung, sowie seine Geschichte umfangreich und ausgewogen zu beschreiben. Ich bin somit als No-Coiner gut aufgeklärt worden und hab nebenbei einen sehr spannenden Thriller genießen können. Durch die permanente Spannung und die vielen unvorhersehbaren Geschehnisse war dieses Buch ein wirklicher Lesegenuß. Die ausgewählten Settings und Protagonisten waren interessant und vielschichtig, was mir sehr gut gefallen hat. Der Humor des Hauptprotagonisten Ed Dante gefiel mir ausgesprochen gut und seine spitzen Kommentare hätte ich am liebsten mit Textmarker im Buch markiert. Toll, mal wieder einen frischen charismatischen Charakter in einem Buch zu finden, der Tee anscheinend genauso liebt wie ich, auch wenn ich keine Engländerin bin. Der Schreibstil des Autors hat mich absolut überzeugt und es bleibt bestimmt nicht das einzige Buch von ihm, das ich lesen werde. Absolute Leseempfehlung meinerseits.

  7. Cover des Buches Die Spur des Geldes (ISBN: 9783740804992)
    Peter Beck

    Die Spur des Geldes

     (50)
    Aktuelle Rezension von: trollchen

    Spur des Geldes

    Herausgeber ist  Emons Verlag; 1. Auflage (21. März 2019) und hat 432 Seiten. 

    Kurzinhalt: In einem Schacht beim Tegeler See wird ein grausam gefolterter Mitarbeiter der Berliner Wasserwerke gefunden. Schnell zeigt sich: Er war in dubiose Bankgeschäfte verwickelt. Tom Winter, wortkarger Sicherheitschef einer Schweizer Privatbank, folgt der Spur des Geldes und hört sich in den Wasserwerkenvon London, München und Zürich um. Der Fall führt ihn bis ins russische Krasnodar und ein gnadenloserWettlauf gegen die Zeit beginnt.

    Meine Meinung: Es war nicht schlecht zu lesen, nur leider manchmal etwas langatmig und ohne roten Faden. Irgendwie kam es mir vor, als wenn der Autor nicht wusste, was Tom Winter nun finden soll. Er konnte sich nicht entscheiden. Und manchmal fand ich es komisch, dass er manchmal total taff war und dann wieder wie ein Anfänger gehandelt hat. Irgendwie unglaubwürdig. Das Ende war irgendwie vorhersehbar und relativ fade, so wie eigentlich das ganze Buch, es passierte selten etwas neues und es wurde sehr langatmig geschrieben. Es hätte ein tolles Buch werden können, wenn es zwischendurch mal etwas Spannung gehabt hätte. Aber ich wollte doch wissen, wie es weitergeht, deswegen habe ich es zu Ende gelesen. Es war aber auf alle Fälle spannend, was alles passieren kann, wenn man ins Trinkwasser etwas mischt, was leider heutzutage doch nicht mehr so abwegig ist.

    Mein Fazit: Man kann es lesen, zwischendurch wäre etwas Spannung gut gewesen und leider manchmal etwas langatmig zu lesen. Ich vergebe 4 gute Sterne und kann es trotzdem weiter empfehlen. Die Idee vom Buch ist gut.

  8. Cover des Buches Extinction (ISBN: 9783328100096)
    Kazuaki Takano

    Extinction

     (232)
    Aktuelle Rezension von: admit

    Es fängt harmlos und beinahe langweilig in der Villa vom US-Präsidenten an, der unschwer als G.W.Bush erkennbar ist. Dann kommt der Antiheld, ein Söldner namens Yeager, ins Spiel, der unter Vorspiegelung falscher Fakten in den Kongo geschickt wird. Clever, wie er ist, erkennt er bald, dass mehr dahintersteckt als ein angeblicher Virus. Da sitzt er schon knietief im Blut und soll Kinder(-soldaten) töten. Er erkennt auch: Die Grausamkeiten waren nur auszurotten, indem man den Menschen ausrottete und alles Weitere der nächsten Evolutionsstufe überließ. (Seite 268) Auf Seite 536 ist es dann endlich soweit, worum es eigentlich ging: Die beiden Söldner hatten es geschafft. Sie waren mit einer neuen Spezies des Menschen aus Afrika entkommen. 

    Endlich, denn die unnötig detailreichen Gewaltbeschreibungen diverser Szenen, welche mit der eigentlichen Handlung gar nichts zu tun hatten, jedoch genug Horror für Gruselfans enthalten, widerten mich an.  Den Antihelden scheinbar auch, denn gefragt, ob er sich jetzt einsam fühlte, sagt er als letzten Satz in dem Buch: "Ach was, ich kauf mir einfach eine Katze."

  9. Cover des Buches Verratenes Land (ISBN: 9783959673365)
    Greg Iles

    Verratenes Land

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Reenchenz

    „Die meisten Leute verkaufen ihre Seele scheibchenweise. Was sie dafür kriegen, ist für immer verloren. Wenn du es hier richtig anstellst, verkaufst du deine Seele für eine Rekordsumme. Du kannst die Welt verändern – zumindest dein kleines Eckchen von der Welt.“

    Nach fast 30 Jahren kehrt der Journalist und Pulitzerpreisträger Marshall McEwans zurück in seine Heimatstadt Bienville, Mississippi. Sein Vater liegt im Sterben. Dann wird die Leiche des Archäologen Buck Ferris aus dem Fluss gezogen. Marshall ist überzeugt vom gewaltsamen Tod des Ziehvaters und seine Recherchen führen ihn zum „Bienville Pokerclub“, einen zwielichtigen Zusammenschluss zwölf reicher und mächtiger weißer Männer, die seit den Tagen des Bürgerkrieges die Geschicke der Stadt lenken. Denn die Ausgrabungen gefährden das Bauvorhaben der neuen chinesischen Papierfabrik, an deren Errichtung der Pokerclub das größte Interesse hat. Die Affäre mit seiner Highschoolliebe Jet, die nunmehr mit Marshalls Jugendfreund Paul verheiratet ist und deren Schwiegervater Max Matheson ein Mitglied des illustren Pokerclubs ist, macht die Nachforschungen noch brisanter.

    Greg Iles erzählt in „Verratenes Land“ über 830 Seiten eine fesselnde und aufwühlende Geschichte über Intrigen, Lügen, Korruption, Mord und Moral. Im ersten Drittel lernen wir Marshall kennen. Er ist die zentrale Figur dieser Geschichte, aus dessen Perspektive der Roman bis auf wenige Ausnahmen erzählt wird. Wie wichtig die vergangenen Ereignisse aus Marshalls Leben für das aktuelle Geschehen in Bienville sind, erschließt sich schnell. Erst ab dem zweiten Drittel des Buches nimmt die eigentliche Geschichte Fahrt auf. Dann aber richtig. An diversen Stellen hing ich mit vor Spannung beschleunigtem Puls an den Zeilen und habe begeistert mitgefiebert. Der Schreibstil ist flüssig und man fliegt förmlich durch die Seiten. Die Figuren sind verdammt gut gezeichnet und ich habe als Leserin sehr starke Sympathien und Antipathien entwickelt. 

    Am Ende des Buches werden die Hauptfiguren vor schwere Gewissensentscheidungen gestellt und man kommt nicht umhin, sich als Leser mit seinen eigenen Moralvorstellungen auseinander zu setzen. Dies ist für mich auch der Mehrwert dieses Thrillers, der nicht nur fantastische Unterhaltung garantiert, sondern auch zum Nachdenken anregt.

  10. Cover des Buches GIER - Wie weit würdest du gehen? (ISBN: 9783734105586)
    Marc Elsberg

    GIER - Wie weit würdest du gehen?

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Sir_Gerry_63

    Mit Gier von Marc Elsberg hatte ich mir doch ein wenig mehr erhofft. Es ist schon rasant geschrieben mit seinen über 80 kurzen Kapiteln, so dass ich es recht schnell gelesen hatte. Die Kapitel enden oft mit einem kleinen Cliffhanger. Es ist auch genug Action enthalten. Jan und Fitzroy  suchen Hinweise zu dem Attentat, bei dem Jan Zeuge war. Sie werden von Killern gejagt, die Polizei ist ihnen hinterher. Doch sie können immer im letzten Moment fliehen. Dann erhalten sie auch noch weitere unerwartete Hilfe und es kommt letztlich zur Auflösung. 

    Das eigentliche große Thema des Buchs um eine globalisierte Marktwirtschaft, bevorstehenden wirtschaftlichen Zusammenbrüchen weltweit schlimmer als in der Bankenkrise 2008, die Komplexität von Hochfinanz mit Politik und Wirtschaftsinteressen Einzelner kommt hier doch sehr oberflächig hervor. Keine Frage, der Autor hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Theorien wie Wahrscheinlichkeitsrechnung, Finanzmathematik, Spieltheorie, Nutzenfunktion, Entscheidungstheorie, Kelly-Kriterium, Erdogenprinzip u.v.m. werden hier angesprochen. Für mich als Laie unbekannte Begriffe. Jan und Fitzroy hatten Informationen entdecket, die das Mordopfer präsentieren wollte. Brisante Themen, die das ganze Wirtschaftssystem auf den Kopf stellen würde, Das sog. Prinzip der Kooperation. Um zu verdeutlichen, was dahinter steckt, hat Elsberg zu einem Kniff gegriffen. Er zeigt im Buch anhand von Skizzen was gemeint ist. Das lockert das Ganze auf und macht es einfacher, das Buch zu verstehen. Die Figuren jedoch, die das Ganze mit Leben erfüllen sollen, bleiben mir dabei aber viel zu oberflächig. Mit den Figuren konnte ich mich in keiner Weise identifizieren. Ich hatte leider immer das Gefühl, die Figuren seien aus verschiedenen einzelnen Komponenten zusammengesetzt, ohne dass sie passen. Sie erschienen mir zu unglaubwürdig. Jan, der Ahnungslose, Fitzroy, der Experte, die weiteren Personen, die zufällig das richtige studieren und mithelfen, eine Omi, die immer die richtigen Bedenken vorträgt und ein Insider, der mitmacht. Leider hat das das Lesevergnügen doch zu sehr gestört.

    Ich kann dem Buch daher leider nur 3,5 von 5 Sternen geben.

  11. Cover des Buches Final Control (ISBN: 9783426307090)
    Veit Etzold

    Final Control

     (100)
    Aktuelle Rezension von: matthew_cw

    Die EU zerbricht und Europa steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Tom erkennt Arakis Plan, die chinesische Überwachungstechnologie ebenfalls in Europa einzuführen und die EU durch Chaos noch mehr zu spalten. Gemeinsam versuchen Tom und eine NSA Agentin Arakis aufzuhalten, obwohl es schon fast zu spät ist.

    Final Control gefällt mir wirklich sehr gut. Der Lesefluss war sehr schön und man flog regelrecht über die Seiten, da die Kapitel nur wenige Seiten lang sind. Man liest viele Handlungsstränge parallel, welche viele Ortswechsel mit sich ziehen. Durch die Kapitelüberschriften wusste man jedoch genau, an welchem Ort man sich befindet.  Das Buch ist außerdem sehr informativ, spannend, aktuell und gut recherchiert, weshalb es viele Fachbegriffe beinhaltet. Teilweise benötigten diese viel Konzentration und Aufmerksamkeit. Darum empfehle ich das Buch nur für diejenigen, welche keine oder nur wenig Probleme haben, mehreren Handlungssträngen gleichzeitig zu folgen und eventuell bereits etwas Wissen im Bereich Finanzen, Wirtschaft und Informatik besitzen.

  12. Cover des Buches Angst (ISBN: 9783453437135)
    Robert Harris

    Angst

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Alexander Hoffmann ist ein brillanter Physiker, ein von ihm entwickelter Algorithmus erwirtschaftet mit dem von ihm gegründeten Hedgefond überdurchschnittliche Renditen.

    Hoffmann hat alles und noch mehr, doch dann bekommt er ein Buch - und innerhalb eines Tages ändert sich alles.

    Robert Harris hat einen packenden Thriller geschaffen, Schritt für Schritt steigert sich die Spannung - und was auch passiert, immer wieder weisen die Spuren auf Hoffmann - hat er in einem schizophrenen Wahn selbst das Unheil losgetreten oder hat sein "Kind", ein selbstlernender Algorithmus die Zügel übernommen und steuert nicht nur Hoffmanns Leben sondern Teile der Weltwirtschaft ins Chaos und das alles nur, um seinem Zweck zu genügen - möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften.

    Die Geschichte lässt einen "KI Laien" wie mich grübelnd zurück - wie weit ist die Technik heute bereits? Sind diese Szenarien denkbar und wann sind sie Realität und kann man das Ganze noch aufhalten?

    Fazit - ein wirklich gutes Buch, welches zum Nachdenken anregt.

  13. Cover des Buches Montecristo (ISBN: 9783257243666)
    Martin Suter

    Montecristo

     (156)
    Aktuelle Rezension von: readlikejana

    Ein Journalist befindet sich im Intercity von Zürich nach Basel, als dieser aufgrund eines Personenschadens notbremsen muss. Ein Bänker hat sich das Leben genommen, er ist aus dem Zug gesprungen, zumindest scheint es so. Dies hält der Journalist mit seiner Video Kamera fest. Die Fahrgäste sind genervt, es sei eine Zumutung, sich so umzubringen.

    Bei diesem Journalisten handelt es sich um Jonas Brand, Ende dreißig, mäßig ambitionierter Videojournalist für ein Lifestyle-Magazin, der eigentlich schon immer einen eigenen Kinofilm herausbringen wollte und gerade Marina, eine Eventmanagerin, kennengelernt hat.

    Wenig später findet Brand zwei 100 Frankenscheine mit der identischen Seriennummer. Erst will ihm keiner glauben, doch plötzlich wollen ihn alle loswerden.  Er wird überfallen, seine Wohnung auf den Kopf gestellt und schließlich ist nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Freunde in Gefahr. Er muss feststellen, dass beide Begebenheiten miteinander verknüpft sind und viel größer zu sein scheinen, als er zunächst geglaubt hat. 

    Dieser spannende Finanzthriller hat mich während des Lesens sehr begeistert. Ich habe das Buch fast nicht aus der Hand gelegt, so aufregend war es. 

    Trotz weniger umschreibender Worte hatte ich das Gefühl das Buch nicht gelesen, sondern als Film gesehen zu haben. Besonders gut gefallen haben mir die Passagen mit Marina und Jonas, wie aus zwei Unbekannten in kürzester Zeit zwei Vertraute wurden, die für mein Verständnis genau die richtige Geschwindigkeit und Nähe in ihre Beziehung gelassen haben. Genau diese Einschübe haben das Buch für mich so angenehm gemacht und ich habe sie als Gegensatz zu den schaurigen Entdeckungen empfunden, die Jonas über die Finanzwirtschaft macht, von denen ich hoffe, dass sie wirklich nur in diesem Buch existieren. 

    Die Personen sind sehr authentisch, fast schon alltäglich und dadurch besonders zugänglich und nah. Die Kälte der Bänker hat mich an Personen von Dürrenmatts „Besuch der alten Dame“ erinnert. Professionell, zielorientiert, gefühllos und bereit jeden nötigen Schritt zu gehen. 

    Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass das Thema wirklich was für mich ist. Ich interessiere mich weder für Banken noch für Finanzthemen. Aber hier wurde das Thema so wunderbar eingearbeitet, dass es sowohl für Wirtschaftsliebhaber, also auch für alle anderen ein sehr lesenswertes Buch ist. 

    Lediglich das Ende hat mir nicht so gut gefallen. Das kam für mich zu abrupt und war irgendwie nicht nachvollziehbar. Irgendwie passte die beklemmende Stimmung allerdings auch zu diesem Buch und ein anderes Ende wäre vielleicht auch langweilig gewesen. Aber lest selbst und lasst mir gerne eure Meinung dazu da.

    Insgesamt dennoch eine große Leseempfehlung! Montecristo war mein erstes Buch von Martin Suter und bleibt definitiv nicht das letzte. 

  14. Cover des Buches Weltengeher (ISBN: 9783964434029)
    David Candeago

    Weltengeher

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Kat-Yes

    Für mich ist „Weltengeher“ ein echtes Lese-Highlight, denn glücklicherweise hebt sich der Roman doch sehr vom aktuellen Buchangebot ab und lässt sich nicht in eine Genre-Schublade stecken. Das Buch hat von allem etwas. Soll heißen: Alle wichtigen Lebensthemen kommen vor: Freundschaft, Liebe, Macht, Angst, Weltliches, Spirituelles – all das und mehr. Ich persönlich habe bislang noch kein Buch gelesen, das so facettenreich ist. Und das liegt nicht daran, dass ich wenig lese. Ganz im Gegenteil!


    „Weltengeher“ ist ein Buch ganz nach meinem Geschmack: kurzweilig, geistreich, humorvoll und inspirierend. Auch sprachlich hat mir das Buch sehr gefallen. Candeagos Schreibstil hat meiner Meinung nach einen hohen Wiedererkennungswert.


    Was mich ebenfalls sehr anspricht, ist die Aufmachung des Buches. Sowohl die Covergestaltung als auch die Haptik sind mehr als gelungen.


    Fazit: Unbedingt lesen! Und natürlich 5 Sterne!

  15. Cover des Buches Riskante Manöver (ISBN: 9783442716388)
    Birand Bingül

    Riskante Manöver

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Wirkommu

     

    Ein Pharmakonzern gerät in die Schusslinie  von Medien und Pharmakritikern, nachdem mehrere Kinder nach Einnahme eines Medikaments erkranken, ein Kind stirbt, ein Informant tot aufgefunden wird und eine Mitarbeiterin spurlos verschwindet. Einer der Vorwürfe: Unsaubere klinische Studien und damit ein verunreinigtes Medikament oder zumindest eines mit erheblichen Nebenwirkungen. Ein PR-Profi muss her, der den Karren aus dem Dreck ziehen und den Ruf des Unternehmens retten kann. Der selbsternannte Master of Desaster übernimmt mit seiner Agentur den Fall, wobei er als Bedingung stellt: Nur die reine Wahrheit zählt für ihn. Wohlgemerkt meint mit Wahrheit nicht, dass der Konzern „unschuldig“ ist. Das ist er keineswegs, wie sich herausstellt. Mindestens die gesamte Vorstandsetage ist eingeweiht in die Machenschaften, die unschönen. Der PR-Profi meint, er muss alle „schmutzigen“ Details wissen, dann kann er das Unternehmen auch „raushauen.“

    Auch nach nochmaligem Lesen kommt man zu dem gleichen Schluss. Mag das Buch auch flüssig und spannend geschrieben sein: Man zweifelt wer eigentlich das größere Desaster ist: Der Konzern mit seinen Machenschaften, Politiker im Umfeld, alle mehr oder mindert gekauft, die Polizei mit ihren voreiligen Schlüssen und unprofessionellem Verhalten, die Medien oder Kritiker, die allesamt auch wenig sauber ticken oder der Master himself, der weder ethisch noch professionell handelt.

     


  16. Cover des Buches Im Schatten der Lombardis (ISBN: 9783404172665)
    Berit Paton Reid

    Im Schatten der Lombardis

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Tapsi0709

    Am Anfang dachte ich,  das ich das Buch abbrechen muss, da es mich erst nicht so gefesselt hat und teilweise recht kompliziert zu lesen war durch die ganzen Bankenfachwörter. Aber dann hat es mich doch gepackt und es war spannend, wie sich alles nach und nach aufgeklärt hat. Leider hat das ganze Fachwissen drum herum den Spaß am lesen etwas gemildert, da die Sprache des Bankwesen doch recht kompliziert ist und man als Laie nicht alles versteht. 

    Ob es nun ein Happy End zum Schluss gab, muss jeder für sich selbst entscheiden,  da es immer noch irgendwie kompliziert zu sein Schein mit den ganzen Besitzverhältnissen etc. ... Ich würde dieses Buch nicht unbedingt jedem empfehlen,  da es schon sehr speziell ist.

  17. Cover des Buches Das Letzte, was du siehst (ISBN: 9783894254827)
    Kristin Lukas

    Das Letzte, was du siehst

     (27)
    Aktuelle Rezension von: feierabendblogr

    Anfang des Jahres habe ich den dritten Teil der Serie gelesen. Damals habe ich festgestellt, dass es an einigen Stellen Bezüge auf die Vergangenheit gab. Für den Verlauf der Geschichte war es nicht relevant, aber ich wurde neugierig.

    Im ersten Teil lernt man Marie einmal kennen und schon sehr bald passiert in ihrem beruflichen Umfeld ein Mord, der sie nicht mehr loslässt. Gemeinsam mit dem ermittelnden Kommissar nimmt sie die Ermittlung auf und gerät in ein Netzwerk aus verschiedenen kriminellen Machenschaften.

    Auch in diesem Buch ist es auch schon so, dass es viele Bezüge auf Maler, Bildhauer und ihre Werke gibt. Es ist wieder ein sehr spannendes Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Jetzt fehlt mir noch der zweite Teil und dann hoffe ich , dass die Serie fortgesetzt wird.

  18. Cover des Buches Ausgebrannt (ISBN: 9783404178773)
    Andreas Eschbach

    Ausgebrannt

     (376)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Der Endzeit-Thriller „Ausgebrannt“ von Andreas Eschbach basiert auf dem Szenario, dass sich in Saudi-Arabien das größte Ölfeld der Welt dem Ende zuneigt, was eine globale Katastrophe nach sich zieht. Im Zentrum dieser Geschehnisse steht der Protagonist Markus, der sich in den USA nur Mark nennen lässt, Mark Westerman. Er ist ein kompetenter, ehrgeiziger und kreativer Workaholic sowie ein Networker mit klarem Ziel vor Augen: Die Karriereleiter steil nach oben erklimmen, ein eigenes Firmenimperium gründen und dauerhaft in den USA bleiben. Doch bevor ihm das gelingt, wirft ihn ein schwerer Autounfall zurück. Er erwacht in einem Krankenhaus in Deutschland, hat künstliches Koma hinter sich und muss wieder auf die Beine kommen. Davon wird in Kapiteln erzählt, die mit dem Titel „Gegenwart“ versehen sind. Gleichzeitig erfahren wir im Rahmen von Rückblicken mehr über Marks sozialen Aufstieg in den USA und über die schicksalhafte Begegnung mit dem kauzigen, charismatischen und versessenen Karl-Walter Block, der behauptet, eine Methode zu kennen, um überall auf der Welt Öl zu finden. Markus erkennt in Block seine Riesenchance, sucht Investoren, wird mit der Investmentgesellschaft „Peak Performance Pool“ schließlich fündig, und lebt fortan auf der Überholspur, bis Block plötzlich verschwindet und sich der bereits genannte Autounfall ereignet. Nun setzt Markus nach seiner Genesung alles daran, die Methode von seinem Partner Block auf eigene Faust weiterzuentwickeln und dessen Notizen ausfindig zu machen, die ihm dabei helfen sollen. Dafür reist er wieder zurück in die USA und sucht Kontakt zu Charles W. Taggard, einem CIA-Agenten, den er mit Block bei Bohrungen in Saudi-Arabien kennengelernt hat, und der ihn bei seinem Vorhaben unterstützen soll. Mit diesem Plot allein hätte sich bereits der Inhalt eines Buchs füllen lassen, denn der Spannungsbogen wird schon dadurch aufrechterhalten, dass der Leser wissen will, wie Blocks Methode funktioniert, ob Markus sie begreifen wird und was aus Block geworden ist, doch Eschbach legt noch nach. 

    Er entwirft ein Katastrophenszenario, das mich als Leser sehr über die Erdölabhängigkeit der globalen Wirtschaft hat nachdenken lassen. In Saudi-Arabien versiegt das größte Erdölfeld der Welt und die Weltwirtschaft versinkt im Chaos. Darum geht es dann im zweiten Teil des Buches. Und mittendrin in diesem Chaos befindet sich nicht nur Markus, sondern auch seine Schwester Dorothea mit ihrem Mann Werner. Es geht bei beiden Lebensgeschichten darum, wie sich die Protagonisten im neuen Durcheinander jeweils zurechtfinden. Dabei werden auch wirtschafts- und außenpolitische Exkurse mit eingebaut, die das Agieren von Politikern in einer solchen Katastrophenszenario zeigen. Letztlich handelt der zweite Teil des Buchs von der allgemeinen Frage, ob und wie sich die Menschheit mit den neuartigen Zuständen arrangieren kann und welche neuen Technologien Auftrieb erhalten. Am Beispiel von Markus, Dorothea und Werner wird dies gut aufgezeigt.

    Was mir besonders gut an diesem Roman gefallen hat, ist die Tatsache, dass Eschbach sich viel Raum nimmt, die Figuren einzuführen und ihre Charakteristik zu entwickeln. Alle Figuren sind facettenreich und stimmig ausgearbeitet, nicht nur die Hauptfiguren Markus Westermann und Karl-Walter Block sowie ihre Beziehung zueinander, sondern auch die vielen Nebenfiguren. Da ist die Schwester von Markus, Dorothea, die mit ihrem Mann Werner ein großzügiges Haus gekauft hat, das heizkostenintensiv ist, und die dabei ist, sich einen Laden aufzubauen, der regionale Produkte anbietet. Beide rücken vor allem im zweiten Teil stärker ins Zentrum der Handlung.   Da ist aber auch die vermögende und sexbesessene Amy-Lee Wang, mit der Markus zu Beginn des Romans zusammen ist, als er sein Jetset-Leben führt. Nicht zu vergessen, ihr kalt berechnender Vater, der Markus für seine Zwecke einspannen will. Und da ist noch der vorausschauende Charles W. Taggard, der CIA-Agent, der seine Tochter verloren hat, dem Markus erstmals in Saudi-Arabien begegnet und bei dem er im zweiten Teil des Buchs zeitweise unterkommt.

    Eine weitere Stärke des Romans ist es, dass beiläufig viele sehr gut recherchierte Informationen zur Ölindustrie miteinfließen. Mit Interesse habe ich beispielsweise gelesen, wie Erdöl überhaupt erst entstanden ist, wie der globale Ölhandel vonstattengeht, wie sich Erdölreserven berechnen lassen, wie die Ölkrise in den 70ern ablief oder wie Deutschland Ölreserven anlegt etc. Auch den Exkurs zu Benzinalternativen fand ich interessant. 

    Der einzige Kritikpunkt, den ich hier anführen möchte, über den ich aber bei den vielen Vorzügen des Buches hinwegsehen kann, ist der Folgende: Es dauert lange, bis man ins Buch hineinfindet. Anfangs ist man von den vielen Zeitsprüngen, Vorgeschichten der Figuren und Exkursen zu erdölrelevanten Themen überfordert. Ich bin erst ab S. 150, zu dem Zeitpunkt, als Markus Block begegnete, richtig ins Buch hineingekommen. Man braucht also einen längeren Atem, doch dann liest sich das Buch flüssig.

     

    Fazit: Ein intelligent konzipiertes Endzeit-Szenario, das mit Markus Westermann eine reizvolle und ausgefeilte Hauptfigur aufbietet, und ein Werk mit interessanten Ausführungen zur Ölindustrie.

  19. Cover des Buches Doppelte Spur (ISBN: 9783103900057)
    Ilija Trojanow

    Doppelte Spur

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Weil die entscheidenden Fäden der Macht hinter den Kulissen gezogen werden, ist jede Entlarvung zunächst eine „Vermutung“ (darin das Wörtchen „Mut“), bis sie – oft erst Jahrzehnte später – bewiesen wird.“ (Zitat Seite 229)

     

    Inhalt

    Dem erfahrenen Investigativ-Journalisten Ilija werden streng geheime Unterlagen angeboten. Erstaunlich ist nur, dass sie ihm zeitgleich von Informanten aus dem amerikanischen und auch aus dem russischen Geheimdienst angeboten werden. Auf Grund des Umfangs der Unterlagen schließt er sich mit Boris zusammen, einem amerikanischen Wirtschaftsjournalisten mit russischen Wurzeln, der die Unterlagen ebenfalls erhalten hat, allerdings nur den Teil des amerikanischen Geheimdienstes. Boris, Computerspezialist, kennt sich mit allen Formen der internationalen Finanzgeschäfte aus, inklusive aller dunklen Seiten, während Ilija im Bereich Politik und Machtstrukturen recherchiert. Sie finden unglaubliche Zusammenhänge, doch lassen sich diese auch beweisen, sodass eine Veröffentlichung möglich ist?

     

    Thema und Genre

    Dieser Roman ist eine Mischung aus Politthriller und Wirtschaftsthriller, in dem die internationale Macht der maßgeblichen Politiker, der Oligarchen und Wirtschaftsmagnate aufgedeckt wird. Es geht um eine Welt, in der Macht- und Geldgier über alles gestellt werden und in welcher die Menschen nur mehr manipulierbare Figuren auf dem internationalen Schachbrett jener sind, welche die Züge vorgeben. Weitere Themen sind investigativer Journalismus, Leaks und Geheimdienste.

     

    Charaktere

    Ilija und Boris ergänzen einander von den ersten Sätzen ihres ersten Treffens an. Beide sind hartnäckig und suchen nicht nur nach Spuren, sondern vor allem nach Beweisen. Unterstützt werden sie durch die engagierte Filmemacherin Emi, die umfassende Unterlagen zu einem anderen Thema gesammelt hat, das jedoch plötzlich weit in die ihnen vorliegenden Dokumente reicht.

     

    Handlung und Schreibstil

    Die Handlung führt von Hongkong zurück nach Wien, nach Moskau und New York und durch das dazwischenliegende, weltweite Netz. Ergänzt wird die aktuelle Geschichte einerseits durch persönliche Rückblenden, vor allem aber durch die Schilderung der Ereignisse, Gespräche und Vorfälle, die in den Unterlagen genau dokumentiert sind. Auch durch das Gespräch mit Boris und Emi erfährt der Ich-erzählende Ilija weitere Tatsachen, die er bisher nicht wissen konnte. Dadurch ergibt sich eine Kombination aus Fakten, fiktiven, aber glaubhaften Daten, interessanten Informationen einerseits, und einer sehr spannenden Geschichte andererseits, die mit jeder neuen Seite noch Fahrt aufnimmt und auch mit unvorhergesehenen Wendungen überrascht.

     

    Fazit

    Ein spannender Polit- und Wirtschaftsthriller, der auch sprachlich überzeugt. Die brisanten Fakten sind mit fiktiven Ergänzungen verknüpft, die jedoch eine beklemmende Realität aufweisen. In Verbindung mit den interessanten Themen und der Geschichte der intensiven Recherchetätigkeit ergibt dies einen packenden Pageturner.

  20. Cover des Buches Grünes Öl (ISBN: 9783453440043)
    Ben Riffko

    Grünes Öl

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Doreen_Klaus

    Nach jahrelanger Forschung gelingt dem Mikrobiologen Jacques und seinem Partner Al Ge ein bahnbrechender Durchbruch, der die kleine Firma vor der Insolvenz retten würde, die Gründer wären reich und ein grundlegendes Problem der Weltbevölkerung im Bezug auf die Brennstoffversorgung gelöst. Aber natürlich ist nicht jedem an dieser Lösung gelegen und so geraten die beiden Freunde bald ins Visier skrupelloser Investoren. Ein Katz und Maus Spiel beginnt.

    Das Buch ist unterteilt in einzelne Kapitel, welche wiederum unterteilt sind in verschiedene Handlungsstränge. Um hier ein wenig die Übersicht zu gehalten ist jeder Abschnitt mit einer Zeit- und Ortsangabe überschrieben. Der Autor springt in kurzen Abständen zwischen diesen Abschnitten hin und her und es ist manchmal gar nicht so einfach ihm zu folgen. Durch die verschiedenen Handlungsstränge kommen natürlich viele Figuren ins Spiel und auch hier muss man den Überblick behalten. Anfangs gibt es Handlungen, von denen nicht klar ist, welche Rolle sie im Gesamten spielen. Ganz am Ende wird dies dann zwar zusammengeführt, aber teilweise nur mit minimalen Berührungspunkten. Für mich hätte es das so nicht gebraucht für die Geschichte, kommt mir fast ein wenig wie Füllmaterial vor, trägt aber natürlich wieder zur Verwirrung des Lesers bei.

    Diese Verwirrung zieht sich für mich leider durchs ganze Buch, die Story ist verworren und bis weit über zwei Drittel wenig spannend. Dieses ganze, sehr an klassische Spionage Thriller angelegte, Verwirrspiel konnte mich nicht fesseln. Die Einblicke in die Arbeitsweise der Geheimdienste, wer wem einen Auftrag erteilt um etwas bestimmtes zu erreichen, diese Verbrüderung mit dem Bösen, um am Ende die Guten zu retten, diese Scheinheiligkeit im Bezug auf "Der Zweck heiligt die Mittel", wahrscheinlich gängige Praxis, konnte mich aber nicht erreichen.

    In vielen Details ist die Geschichte für mich eher ein Spionage, statt ein Umwelt Thriller, ich hatte da ganz andere Erwartungen. Die Story ist teilweise wirr und undurchsichtig, in Teilen auch nicht unbedingt schlüssig. Die Auflösung hat bei mir nur große Fragezeichen hinterlassen. Alles in Allem natürlich ein aktuell interessantes Thema, die Umsetzung aber nicht meins.

  21. Cover des Buches Toggle (ISBN: 9783869710419)
    Florian Felix Weyh

    Toggle

     (12)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Das ist wieder eines dieser Bücher, die mittlerweile immer mehr an Gewicht gewinnen. Wie würde das Stimmrecht aussehen, wenn man das Stimmgewicht eines jeden Menschen von verschiedenen Faktoren abhängig macht? Beim Lesen ist mir ab und zu ein Schauer über den Rücken gelaufen. Der Mensch soll immer stärker berechnet werden und Datenschutz wird immer komplizierter. Man bekommt Ideen, was wäre wenn und die sind nicht immer positiv, aber das Buch ist es definitiv, auch wenn ich nie richtig rein kam und lange gebraucht habe.
  22. Cover des Buches Mutation: Alte Freunde und profitable Kriege (Avatar Reihe 1) (ISBN: B07QFNHZT1)
    Ivan Ertlov

    Mutation: Alte Freunde und profitable Kriege (Avatar Reihe 1)

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Julia_Kathrin_Matos

    John Harris, britischer Exsoldat und Eigentümer eines Raumschiffs mit Spezialfähigkeiten, ist mir auf Anhieb sympathisch, weil er eine direkte, unverblümte, ehrliche Sprache verwendet, die flüssig lesbar ist und auf einen unperfekten, im Kern gutherzigen Menschen schließen lässt, was Identfikationspotenzial schafft. Dieser Ich-Erzähler spricht manchmal den Leser im Kumpelton direkt an. Ich fühle mich mitgenommen und angenehm mit erläuternden Einschüben zu Technik, Militär, Historie usw. bedacht, die spielerisch Wissen generieren und den Weltenbau mit liebevollen Details noch lebendiger machen. Es ist auf jeder Seite zu spüren, sich in einem komplexen Science-Fiction-Setting zu bewegen. Das Erscheinungsbild der Erde, anderer Gestirne und die Tierwelt werden gewürdigt. Entzückt bin ich über Nebensächlichkeiten wie z. B. dass Rammstein neben Brahms und Beethoven sowie Bücher des Autors als Klassiker gelten. Stimmungsaufhellend wirken auch die beiläufigen Verweise (oder Ellenbogen) auf bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Kultur oder Klischees bestimmte Bevölkerungsgruppen betreffend, z. B. gibt es eine Päpstin.
    Ivan Ertlov schafft es, urkomisch zu sein (grandios z. B. der Niedergang von Ikea), ohne deplatziert zu wirken, den roten Faden zu verlieren oder der Handlung den Ernst zu nehmen. Es gibt verbreitet Armut und streckenweise steht nicht nur das eigene Leben, sondern nicht weniger als der Untergang großer Teile der Menschheit auf dem Spiel, was präsent bleibt, zum Miträtseln animiert und Thrill verleiht.
    Es gibt rasante, bildhafte Kampfszenen mit (Geheim-)Waffen, die nie gewaltverherrlichend wirken.
    Die Nebenfiguren, darunter ein hochintelligentes Schwein, haben mir mit ihren Ecken und Kanten gefallen und ich konnte sie mir lebhaft vorstellen. Hintergründe und Motive der „Bösen“ werden am Ende so weit offenbart wie es bei noch realistischem Ablauf die eingeschränkte Erzählperspektive zulässt.
    Marketingtechnisch ist es sehr fair, dass die Geschichte abgeschlossen ist. Man kann hier also ohne Weiteres reinschnuppern, um den Autor kennenzulernen, muss nicht alle sechs Bände lesen.
    Die Rechtschreibung ist ausbaufähig. Verständnis und Lesefluss finde ich aber nicht beeinträchtigt.
    Wer es nüchtern oder rundum dystopisch mag oder eine enthaltene Liebesgeschichte sucht, sollte zu einem anderen Werk greifen. Ansonsten halte ich es für einen großen Adressatenkreis, auch für Neulinge im Genre Science Fiction, für bestens geeignet. Wer Romane von Thariot mag, wird auch diesen lieben.
    Danke für die köstlich unterhaltsame, kreative Mischung aus Indiana Jones, Firefly, Per Anhalter durch die Galaxis und Salvage Merc One, Verschwörungen und Ermittlungen mit Elementen eines Politthrillers, leicht skurrile Charaktere, knackige Dialoge, trockenen Humor und Herz.

  23. Cover des Buches Torso (ISBN: 9783426304945)
    Wolfram Fleischhauer

    Torso

     (80)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Bewertet mit 5 Sternen

      

    Ein menschlicher Torso mit Ziegenkopf wird in Berlin gefunden. Die Polizei beginnt zu ermitteln, da taucht das nächste groteske Ding auf, wieder bestehend aus Menschenteilen und einem Tier. Kommissar Zollanger ermittelt. Gleichzeitig versucht eine junge Frau ihn zu sprechen, weil sie nicht an den Selbstmord ihres Bruders glaubt. Was soll er ihr bloß sagen ?

    Sehr spannender Krimi, den ich verschlungen habe, auch wenn ich die finanziellen Geschäfte nicht ganz verstehe. Besonders hat mir gefallen, dass die Geschichte immer neue Wendungen hatte und viele Überraschungen bereit hielt, ohne verwirrend zu sein oder unlogisch. Immer wieder fragt man sich, wie kann das denn jetzt sein, oh nein ! Aber alles ergibt einen Sinn und mir hat dieser Krimi so sehr gefallen, dass ich mir ein weiteres Buch des Autors kaufen werden. Dieses ist ein wahrer Pageturner.

    Klare Leseempfehlung für alle, die es spannend mögen.

  24. Cover des Buches Der Zorn, der dich trifft (ISBN: 9783894255787)
    Kristin Lukas

    Der Zorn, der dich trifft

     (3)
    Aktuelle Rezension von: feierabendblogr

    Im zweiten Buch der Serie kommen wieder einige Charaktere aus dem ersten Buch vor und es ist von Vorteil, wenn man die Bücher in der chronologischen Reihenfolge liest, weil dann einige Punkte verständlicher sind.

    Die Dichte an Kunstwerken und Künstlern ist hier wesentlich geringer. Ein Designer spielt hier eine wichtige Rolle in den Ermittlungen.


    Der Ablauf ist sehr flott gestaltet und es gibt eigentlich keine Pausen. Sehr gut sind auch die Wechsel in der Handlung gestaltet, die dann wieder alles in eine andere Richtung bringen. Das Buch ist wieder sehr gelungen.

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