Bücher mit dem Tag "wisconsin"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wisconsin" gekennzeichnet haben.

23 Bücher

  1. Cover des Buches Wie die Luft zum Atmen (ISBN: 9783736324596)
    Brittainy C. Cherry

    Wie die Luft zum Atmen

    (1.116)
    Aktuelle Rezension von: meine.lesemomente

    Schreibstil wahnsinnig mitreißend und gefühlvoll. Wechselnde Ich-Perspektiven. Ich musste so oft weinen.


    Nur ein Moment und dein Leben änders sich schlagartig und auf schmerzhafte Weise. Wie viel Verlust kann ein Mensch verkraften? Wie viel Zeit muss er trauern, eh er wieder lieben darf? 


    Liz und Tristan teilen ein ähnliches Schicksal und trauern um ihr verloren Liebsten. Sie verstehen sie dadurch auf einer Ebene, due andere Leute nicht nachvollziehen können und fühlen sich zu einander hingezogen.


    Eine herzzerreißende Geschichte, die mir wirklich nah ging.


  2. Cover des Buches Wie das Feuer zwischen uns (ISBN: 9783736324602)
    Brittainy C. Cherry

    Wie das Feuer zwischen uns

    (658)
    Aktuelle Rezension von: JaneSchreibt

    Inhalt (spoilerfrei)

    Alyssa und Logan waren als Teenager die besten Freunde – auch wenn alle um sie herum vom Gegenteil überzeugt waren. Doch ihre Verbindung hielt genau bis zu dem Moment, als Logan die Stadt und sie ihn am dringendsten gebraucht hätte. Jahre später taucht er plötzlich wieder in True Falls auf – und mit ihm die Erinnerungen an eine Liebe, die nie ganz erloschen ist. Alyssa hat sich längst ein eigenes Leben aufgebaut, doch als ihre Wege erneut aufeinandertreffen, flammt das alte Feuer wieder auf – und bringt alles ins Wanken, was sie sich mühsam erarbeitet hat.


    Analyse: Themen & Tropes

    Brittainy Cherry verwebt hier klassische Romance-Elemente mit schweren, realistischen Themen.
    Second Chance, Opposites Attract, ein deutlicher Grumpy/Sunshine-Kontrast, Trauma-Bewältigung und die Frage, ob Liebe einer kaputten Vergangenheit standhalten kann, bilden das Grundgerüst.

    Die Geschichte nutzt zwei Zeitebenen – Vergangenheit und Gegenwart –, ergänzt durch eine wechselnde Ich-Perspektive. Was  emotionale Nähe erzeugt und  die Tragweite der Entscheidungen greifbar macht.

    Typisch sind außerdem die melancholische Grundstimmung, die intensive Innenwelt ihrer Figuren und der Fokus auf Heilung – sowohl emotional als auch familiär. Die Neuauflage bringt zudem eine überarbeitete, moderne Optik, doch erzählerisch bleibt das Werk an seinem ursprünglichen Kern.


    Subjektive Bewertung

    Der Anfang hat mich schon abgeholt: roh, intensiv, emotional glaubwürdig. Brittainy Cherry baut eine Nähe zwischen Alyssa und Logan auf, die wirklich unter die Haut geht. Und bis weit in die erste Hälfte hinein trägt die Dynamik zwischen ihnen den Roman mühelos.

    Im letzten Drittel verliert die Geschichte dann allerdings an Kraft. Der rote Faden ist noch da, wirkt aber zunehmend dünn. Statt einer organischen Entwicklung reiht sich ein Ereignis ans nächste, als würde eine Outline pflichtbewusst abgearbeitet, deren Verknüpfung allerdings nicht. Die Emotionalität, die zuvor so fein dosiert war, verliert sich meiner Meinung nach.

    Da Cherry schon oft bewiesen hat, wie stark sie erzählen kann, hätte ich mir für diese Neuauflage eine inhaltliche Überarbeitung gewünscht. Das Potenzial ist riesig – mit ein wenig Feinschliff hätte das Buch sein eigenes Niveau aus dem ersten Teil bis zum Schluss halten können.

    ⭐️⭐️⭐️ (3 von 5 Sternen)

  3. Cover des Buches Deine Worte in meiner Seele (ISBN: 9783736310520)
    Brittainy C. Cherry

    Deine Worte in meiner Seele

    (586)
    Aktuelle Rezension von: Tanja1304

    Brittainy C. Cherry hat einfach ein Gespür dafür, Geschichten zu schreiben, die mitten ins Herz treffen – voller Schmerz, Sehnsucht, aber auch voller Hoffnung und Liebe.

    Die Figuren sind unglaublich lebendig und echt. Sie tragen ihre Narben sichtbar mit sich, und genau das macht sie so greifbar. Ich habe jede Emotion mitgefühlt – ihre Einsamkeit, ihre Zweifel, aber auch die kleinen Funken Glück, die sich wie Lichtblicke durch die Dunkelheit ziehen. Besonders die leisen Momente, in denen Worte zu einer Art Rettungsanker werden, haben mich sehr berührt.

    Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist, wie ehrlich und roh die Geschichte wirkt. Es geht nicht um perfekte Menschen oder eine makellose Liebesgeschichte, sondern um zwei Seelen, die sich trotz aller Brüche finden.

  4. Cover des Buches Wie die Stille unter Wasser (ISBN: 9783736324619)
    Brittainy C. Cherry

    Wie die Stille unter Wasser

    (656)
    Aktuelle Rezension von: Booksandmore18

    Brittainy C. Cherry schafft es immer und immer wieder, mich mit ihren Geschichten zu berühren, sodass auch Wie die Stille unter Wasser zu einem Jahreshighlight für mich geworden ist. Es eine unglaublich zerstörerische Geschichte, die einen packt und nicht mehr loslassen möchte.


    Das Setting dieser Geschichte ist ziemlich eingeschränkt und konnte dennoch durch die vielen Details eine unglaublich schöne Atmosphäre erschaffen. Das Haus, in dem Maggie aufgewachsen ist, wird langsam zu ihrem Gefängnis, aus dem sie nicht mehr entkommen kann. Was zu Beginn der Geschichte noch ein harmonischer Haushalt war, wird immer mehr zu einem schwierigen Umfeld, welches alle Beteiligten stark belastet. Die gesamte Familienkonstellation hat diese Geschichte sehr geprägt. Man konnte ganz unterschiedliche Dynamiken innerhalb dieser Familie beobachten und erlebte Konflikte und Beziehungsebenen, die wahnsinnig spannend waren. Zudem kamen noch die verschiedenen Themen, die dieses Buch aufgegriffen hat. Dies war einerseits natürlich Maggie mit ihren Angststörungen, die einen sehr traurigen Auslöser hatten und den man hautnah miterleben konnte. Doch auch ihre Beziehung zu Brooks war sehr ereignisreich und voller Emotionen. Durch die lange erzählte Zeit der Geschichte - von Maggies frühester Kindheit bis ins Erwachsenenalter - wuchs man mit den Protagonisten in deren Liebesgeschichte hinein. Man verstand den freundschaftlichen Bund der beiden und die tieferen Gefühle, die sich entwickelt haben. Dazu kam aber auch ihre Beziehung zu ihren Eltern, ihren Geschwistern und ihrer Nachbarin, die diese Geschichte bereichert haben. Es war eine wunderschöne Mischung, die mit die Autorin mit ihrem fantastischen Schreibstil wieder sehr nahe gebracht hat. Ich war oft an einem Punkt, dass mir Tränen in die Augen geschossen sind und mich das Buch tief berührt hat. Dies schafft die Autorin mit ihrer wunderschönen Wortwahl und der intensiven Verbindung, die sie zwischen den Protagonisten und den Leser:innen erschaffen kann. Aus diesem Grund liebe ich ihre Bücher so sehr.


    Die Protagonisten waren fantastisch und mich konnten nicht nur die beiden Hauptcharaktere, sondern auch sämtliche Nebencharaktere total begeistern. Maggie ist eine starke Protagonistin, die trotz ihres Traumas kämpft und nicht aufgibt. So viele Zeichen stehen ihr entgegen und dennoch hat sie nicht aufgegeben. Halt hat ihr dabei Brooks gegeben, der ebenfalls nicht aufgab und alles für seine grosse Liebe getan hat. Maggie hat mit ihrer Liebe zu Büchern nochmal einen ganz anderen Zugang zu mir gefunden. Umso schöner war auch, als sie ihrer Schwester dies näherbringen konnte und man eine Veränderung bei ihr daraufhin entdecken konnte. Die geschwisterlichen Beziehungen in diesem Haus waren eine spannende Mischung. Während die Bindung zu ihrem Bruder eng und liebevoll war, bot die Beziehung zu Maggies Schwester sehr viel mehr Konfliktpotenzial. Und trotzdem war es sehr schön und besonders authentisch zu sehen, wie sich alles entwickelt hat. Auch die Eltern von Maggie waren spannende Elemente dieser Geschichte. Ihre Liebe war intensiv, wunderschön und hat sich dennoch verloren. Es spiegelte das echte Leben wieder, was die Entwicklungen noch viel trauriger gemacht hat. Besonders ihr Ende hat mich zum Schluss auch zum Weinen gebracht. Neben den Familienmitgliedern gab es noch andere wundervolle Protagonisten wie die Bandmitglieder von Crooks oder die Nachbarin, die mit ihrer harschen und doch liebevollen Art so viele schöne Momente erzeugen konnte. Ich habe die Kombination der Protagonisten wirklich sehr geliebt und mit allen so sehr mitfühlen können, was einfach wundervoll war.


    Wie bei den Büchern der Autorin so üblich habe ich auch dieses Buch an nur einem einzigen Tag durchlesen können. Es wollte mich schon von Anfang an einfach nicht mehr loslassen und hat mich in einen unglaublichen Sog gezogen. Dies war einerseits aufgrund der ganzen Themen und Dramen im Buch, andererseits aber auch durch die Entwicklungen über die Zeit hinweg, die wahnsinnig spannend waren. Dabei war die emotionale Komponente die wichtigste. Das Buch war unglaublich zerstörerisch und emotional, was zudem die Spannung erhöht hat. Es konnte mich zu Tränen rühren und hat mich fertig gemacht. Dies ist die Kraft der Autorin und ihr Talent zum Schreiben, was immer wieder aufs Neue fantastisch ist. Ebenfalls gab es einige unerwartete Wendungen, die ich so nicht habe kommen sehen.


    Insgesamt war dieses Buch wieder eine zerstörerische Wucht. Ich habe alles an dem Buch geliebt und konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Aus diesem Grund wird es auch zu einem Jahreshighlight, welches verdiente 5 Sterne von mir erhält.

  5. Cover des Buches Die Herzen der Männer (ISBN: 9783453423015)
    Nickolas Butler

    Die Herzen der Männer

    (156)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Nelson wird diesen Sommer wieder mit seinem Vater zwei Wochen im Pfadfindercamp verbringen. Während der Junge die Hoffnung auf Freundschaft und Abzeichen noch nicht aufgegeben hat, sieht sein Vater darin einen Ausweg, um vor seiner Frau zu fliehen und sich gänzlich dem Alkohol hinzugeben.

     

    Einzig vom Campleiter Wilbur wird Nelson unterstützt. Er nimmt ihn auch zu sich auf, als der Vater die Familie verlässt. Aus dem traurigen und einsamen Jungen wird ein Kriegsheld. Doch mit Freundschaften hat er es nach wie vor schwer.

     

    Jonathan hingegen hatte schon als Kind ein Auge auf Nelson geworfen. Nicht das er Freunde brauchte. Er brauchte schlichtweg ein Opfer. Jahr um Jahr im Camp täuschte Jonathan Herzlichkeit und Freundschaft bei Nelson vor und auch nach dessen Rückkehr aus dem Vietnamkrieg blieben die beiden in Kontakt.

     

    Nelson wird für Trevor, dem Sohn von Jonathan ein Ersatzvater. Während Jonathan seine zahlreichen Liebschaften bedienen muss, rebelliert Trevor. Mit Nelson als Vorbild zieht er ebenfalls in den Krieg.

     

    Jahre später fährt Thomas mit seiner Mutter Rachel ins Camp, das mittlerweile von Nelson geleitet wird. Rachel kann mit dem frühen Tod von Trevor nicht abschließen und braucht Nelson um ihr Leben mit Thomas zu bewältigen.

     

    Doch die Zeiten sind für jede Generation für sich hart und umkämpft. Freundschaften zu pflegen und nicht die Schwächen und Geheimnisse anderer auszunutzen, lernen die Kinder nicht mehr. Ausgerechnet das Camp, dessen Ziel es war, dies aufzuzeigen, zerbricht nach und nach an deren Besuchern.

     

    Nickolas Butler hinterlässt damit einen faden Beigeschmack. Nelson, Jonathan und Trevor sind ein Sinnbild von amerikanischen weißen Männern. Wettkampf und Auszeichnungen prägen deren Laufbahn und für die wahre Liebe sowie Beziehungen untereinander bleibt da kaum Spielraum. Mit dem Camp kratzen Wilbur wie auch Nelson zumindest an der Oberfläche. Aber die Zeiten ändern sich und die Kinder sind kaum mehr zu begeistern und die Väter sehen darin nur noch eine Flucht.

     

    Butler macht es einem nicht leicht, die Protagonisten zu mögen. Nach jeder vermeintlich guten Tat kommt ein Tiefschlag und man ist wirklich bemüht, Jonathan und sogar Nelson dies immer wieder zu verzeihen.

     

    Nach Shotgun Lovesongs lässt Butler uns erneut tief in die menschliche Seele blicken.

  6. Cover des Buches Die schlafenden Geister des Lake Superior (ISBN: 9783423218771)
    Ben Aaronovitch

    Die schlafenden Geister des Lake Superior

    (59)
    Aktuelle Rezension von: CCC

    In “Die schlafenden Geister des Lake Superior” schickt uns Ben Aaronovitch auf einen frostigen Trip ins verschneite Wisconsin. Unsere Heldin, FBI-Agentin Kimberley Reynolds, ist nicht nur irgendeine Ermittlerin, sondern die Spezialistin für alles Magische und Übernatürliche. Als ihr Ex-Kollege Henderson einen mysteriösen Hilferuf absetzt, packt sie sofort ihre Sachen und düst nach Eloise. Dort angekommen, findet sie nicht nur eine Stadt, die von einem unerklärlichen Eistornado verwüstet wurde, sondern auch einen verschwundenen Henderson. Und als ob das nicht genug wäre, deuten alle Spuren darauf hin, dass hier etwas Übernatürliches am Werk ist.  


    Aaronovitch mixt hier gekonnt Krimi mit Fantasy und einer Prise Horror. Die eisige Atmosphäre und die unerklärlichen Phänomene sorgen für ordentlich Gänsehaut. Kimberley ist eine toughe Protagonistin, die sich nicht so leicht einschüchtern lässt und mit Witz und Verstand den mysteriösen Ereignissen auf den Grund geht. Die Story ist spannend erzählt und hält einige überraschende Wendungen parat, die einen bis zur letzten Seite fesseln.


    Besonders cool fand ich, wie Aaronovitch die amerikanische Magiewelt ausbaut und dabei auch Verbindungen zu seiner bekannten “Flüsse von London”-Reihe herstellt. Man muss die anderen Bücher nicht gelesen haben, um dieses hier zu genießen, aber für Fans gibt es nette Anspielungen und ein kleines Wiedersehen mit bekannten Charakteren.


    Alles in allem ist “Die schlafenden Geister des Lake Superior” ein kurzweiliger und spannender Ausflug in die Welt des Übernatürlichen. Wer auf mysteriöse Fälle mit einer ordentlichen Portion Magie steht, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

  7. Cover des Buches Die Kunst des Feldspiels (ISBN: 9783832162528)
    Chad Harbach

    Die Kunst des Feldspiels

    (89)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Henry Skrimshander ist ein unscheinbarer dürrer Junge aus einem Kaff in South Dakota - mit einem riesen Talent. Als Baseballspieler wirft und fängt er Bälle wie kein Zweiter. Eine besondere Fähigkeit, derer er ich selbst gar nicht so bewusst ist. Bis Mike Schwartz, Collegestudent des Westish College, ihn nach einem gemeinsamen Spiel entdeckt und ihn Dank seines sportlichen Einflusses am gleichen College und damit in seiner Mannschaft unterbringt.

    Henrys Zimmergenosse wird Owen - speziell, sehr schlau, ebenfalls ein Teamkamerad der College-Mannschaft und mit einer besonderen Beziehung zu Collegepräsident Guert Affenlight.

    Dieser wiederum ist sehr beliebt auf dem Campus hat aber eine äußerst schlechte Beziehung zu seiner Tochter Pella. Diese ist mit 19 durchgebrannt und taucht nun, 4 Jahre später, wieder in ihres Vaters Leben auf.

    Diese fünf Personen sind die Hauptprotagonisten dieser sehr bodenständigen, gut lesbaren, auf Grund des Settings und des Baseballs typisch amerikanischen Geschichte. Eine Geschichte, die sich beim Lesen so anfühlte als könnte das Geschehene der Realität entspringen (das reelle Ex-Sportler und Schriftsteller neben viel Fiktivem in die Handlung eingestrickt wurden, verstärkt den Effekt sicherlich). 

    Wir folgen den Personen über einen Zeitraum von 4 Jahren, aber mir wurden die zeitlichen Sprünge meistens erst bewusst, als das Collegejahr einzelner erwähnt wurde. Es ist eine Verknüpfung von Höhen und Tiefen fünf schwieriger Charaktere. Jeder davon trägt im Grunde einen Kampf mit sich selbst und seinem Schicksal aus. Druck, Depression, Sexualität, Unsicherheit, Zukunftsängste. . . Alle fünf sind im Laufe der Handlung auf irgendeiner Ebene emotional miteinander verbandelt.

    Trotz der vielen Schwierigkeiten mit denen der Leser konfrontiert wird, fühlte ich mich in der Geschichte wohl.

    Dennoch hatte ich ein, zwei Sachen die letztlich einen Stern Abzug gekostet haben. Als jemand der überhaupt nichts von Baseball versteht, waren die Kapitel auf dem Spielfeld mit all den spielspezifischen Fachbegriffen Großteils recht unspannend. Und da man eh nicht weiß worum es geht, ließt man da schnell drüber weg, ohne sich viel herausziehen zu können.

    Zum Zweiten fand ich das Ende ein wenig zu theatralisch. Ich finde nicht, dass die Handlung das noch gebraucht hat, um einen runden Abschluss zu finden.

    Keine Ahnung warum, aber das eigentlich schlicht gehaltene Cover hat mich damals beim Kauf einfach angezogen und ich habe es auch nicht bereut die Zeit für die etwas mehr als 600 Seiten investiert zu haben. 

    Wer realistisch und leise erzählte Geschichten mag und auch eine Sympathie für ein amerikanisches Setting hat wird hiermit gute Lesestunden verbringen.

    4 Sterne.




  8. Cover des Buches Und am Ende der Winter (ISBN: 9783749499557)
    Lily Pulcino

    Und am Ende der Winter

    (5)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    Richard West hat ein neues Leben angefangen. Nach einer gescheiterten Ehe hat er sich aus seinem Beruf zurückgezogen und verbringt die Zeit im Garten oder in der Hängematte. Als ihn ein Freund und ehemaliger Kollege um Hilfe bittet, kann er nicht nein sagen. Denn der Patient stirbt.

    Wow! Bei diesem Roman weiß ich nicht, wie ich beginnen soll, weil er derart großartig und facettenreich ist. Allein ein Genre zu bestimmen fällt schwer. Einerseits ist es ein Roman über die Liebe, aber kein Liebesroman. Zwar spielen Emotionen und Gefühle eine wichtige Rolle, doch nicht im herkömmlichen Sinn. 

    „Und am Ende der Winter“ ist unter anderem unter dem Label Gay Romance zu finden. Obwohl Homosexualität einen Part einnimmt, wird diese nicht auf die Art ausgelebt, wie es manche Leser aus anderen Romanen des Genres gewöhnt sind. Es geht um den Sinn des Lebens, um Akzeptanz, Selbst- sowie Nächstenliebe und Freundschaft ist ebenso essentiell.

    Richard West war Psychologe bis er den Beruf an den Nagel gehängt hat. Eine gescheiterte Ehe ist seiner Meinung nach genug, und er genießt die Ruhe nach dem Sturm. Doch dann bittet sein Freund und ehemaliger Kollege Joey um Hilfe bei einem schwierigen Fall. Der Patient Jonathan O’Donnell hat beschlossen zu sterben. Der Berufssoldat isst nicht mehr. Damit steht das gesamte Kollegium vor einem kniffeligen und lebensbedrohlichen Fall. Richard kann sich dem nicht entziehen und nimmt den Patienten an.

    Aus dieser Ausgangslage resultiert eine vielschichtige, tiefgreifende Geschichte, die mich gefangen hat. Obwohl es meistens nur um die Gespräche beziehungsweise Nicht-Gespräche zwischen Richard und Jonathan geht, schwingt in jeder Situation, jedem knappen Dialog und jeder Geste Authentizität und fesselnde Intensität mit.

    Dabei gibt es keine großen Dramen, nur kleinere Handlungsspitzen, die aus der sanften Annäherung einen exzellent geschliffenen Roman machen. 

    Außerdem spielt Lily Pulcino phänomenal mit den Umständen. Jonathan verweigert die Nahrungsaufnahme, weil er im Leben keinen Sinn mehr sieht. Hingegen stopft sich Richard mit Junkfood voll, weil ihm der Sinn seines Lebens entgangen ist.

    Kleinere Nebenschauplätze sind glaubwürdig und authentisch eingebettet. Im Gesamtbild ergibt sich ein vortrefflich runder Roman, der dank seiner bedachten Art wahnsinnig packend zu lesen ist. 

    Die Erzählung ist recht ruhig geschrieben. Die Handlung verläuft unaufgeregt, und trotzdem fing mein Herz zu klopfen an, und die unterschwellige Spannung war kaum auszuhalten. Ich habe die Geschichte von Jonathan und Richard förmlich eingesogen und mich in den nüchtern-ergreifenden Stil der Autorin verliebt.

    Ich bin mir völlig sicher, dass es nicht mein letztes Buch von Lily Pulcino gewesen ist, und freue mich auf viele weitere Werke dieser Art.

    Wer sich auf die ergreifende Geschichte über einen zurückgezogenen Psychologen, einen sterbenden Patienten und einen Fernseher einlassen will, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen, das ich nur empfehlen kann.

  9. Cover des Buches Paladin Project (1). Renn um dein Leben (ISBN: 9783401507941)
    Mark Frost

    Paladin Project (1). Renn um dein Leben

    (42)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    Will Melendez West ist ein unscheinbarer Teenager. Er schreibt durchschnittliche Noten und sticht wegen seines zurückhaltenden Auftretens und kaum vorhandenen Freundeskreises nicht aus der Masse der Jugendlichen heraus. Er lebt ein Leben strikt nach den Regeln seines Vaters, der einen Job ausübt, der die Familie alle paar Jahre umsiedeln lässt. Vielleicht ist es ein Regierungsjob, der es notwendig macht, dass ihn sein Vater stets dringend darauf aufmerksam macht, nur nicht aufzufallen? Bei einem landesweiten Eignungstest allerdings ist Will West unachtsam und erregt das Aufsehen der Greenwood Foundation... und auch anderer sehr merkwürdiger Gestalten... Als es plötzlich Anschläge auf seine Eltern gibt, muss Will die Flucht ergreifen und begibt sich zur von der Greenwood Foundation betriebenen elitären Privatschule - dem "Center für integriertes Lernen" - in Wisconsin. Dort kristallisiert sich langsam heraus, dass die Foundation Jugendliche mit speziellen Eigenschaften "sammelt", um sich gegen einen epochalen Kampf gegen das "Niegewesen" zu wappnen... Wesen, die vor Urzeiten aus unserer Welt vertrieben wurden und nun eine Rückkehr unter Einsatz aller dunklen Mächte anstreben...

    Mark Frost begann mit 10 Jahren zu schreiben - ab 15 schrieb er professionell. Die Aufmerksamkeit David Lynch's erweckte der Autor durch seine herausragenden TV-Serien-Scripts zu "Six Million Dollar Man" oder "Hill Street Blues" ("Polizeirevier Hill Street")... gemeinsam schufen sie die legendäre Mystery-TV-Serie "Twin Peaks" samt Kinofilmableger... 1993 begann er mit "Die Liste der Sieben" seine Romankarriere und lieferte zwei Jahre später die ebenfalls fulminante Fortsetzung "Die sechs Messiahs" nach. Diese beiden Romane führten mich nun zum Start dieser Jugendbuch-Trilogie, mit welcher der 1953 geborene Autor wieder sein großartiges Talent für temporeiche Handlung, raffiniertem Mix verschiedenster Genres und der Einflechtung interessanter geschichtlicher Aspekte präsentiert.

    Dieser erste Roman ist streckenweise ein Page-Turner was die aktionsgeladenen Situationen von Will West mit seinen im Center gewonnenen Freunden und Mithelfern betrifft, lässt sich aber angenehm Zeit mit der Enthüllung der Geschichte rund um die Verteidiger dieser Welt, die als "Hierarchie" firmieren, und dem schaurig Bösen aus einer Parallelwelt - dem "Niegewesen". Die Protagonisten sind fein ausgearbeitet und bieten Charme und Witz... das Grauen lässt durch die Beschreibungen auch keine Wünsche offen. Man fühlt sich oftmals an die TV-Serie "Stranger Things" erinnert... Da dieser Roman drei Jahre VOR der TV-Serie veröffentlicht wurde, kann durchaus angenommen werden, dass die Schöpfer der Serie auch bei dieser Jugendbuch-Reihe Ideen aufgenommen haben...

    Man freut sich aufgrund eines gelungenen Cliffhanger's auf die Fortsetzung "Im Auge des Feindes"...

  10. Cover des Buches Blankets (ISBN: 9783551713773)
    Craig Thompson

    Blankets

    (65)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Soweit ich mich erinnern kann, waren dies die einzigen WACHEN MOMENTE meiner Kindheit, in denen ich das Gefühl hatte, das Leben sei heilig und lebenswert.‘ (Seite 44)

    Craig und sein jüngerer Bruder Phil teilen sich in ihrer Kindheit das Bett (und die Decke), streiten viel. Craig findet, er ist ein ‚lausiger großer Bruder‘, er macht Phil Angst, ärgert und provoziert ihn.

    Craig erlebt in der Schule selbst Gängeleien, Ausgrenzung und Entwürdigung, ist ein Einzelgänger, flieht immer wieder in seine Fantasie, zeichnet.

    Eines Tages lernt Craig Raina kennen, verbringt schließlich ein paar Tage bei ihr, verliebt sich in dieses besondere Mädchen.

    Dieses Buch stand schon einige Jahre ungelesen in meinem Regal, und nun war plötzlich seine Zeit gekommen, und ich habe ‚Blankets‘ endlich gelesen.

    Die Graphic Novel wurde großartig gezeichnet, ist ausdrucksstark, erzählt eindringlich von Craig, seinem Außenseitertum, seiner Liebe zu Raina.

    Immer wieder wird der Roman von Schilderungen aus Craigs Kindheit unterbrochen, und wir erfahren mehr über die Rivalität zwischen den beiden Brüdern (aber auch über deren Zusammenhalt).

    Was mir vor der Lektüre nicht klar war, war der recht starke Fokus auf Religion. Dies war nicht wirklich mein Ding, und die vielen Seiten mit Bibelzitaten habe ich sehr mutig überblättert, da ich nicht das Gefühl hatte, das ist sonderlich wichtig für die eigentliche Geschichte.

    Alles in allem ist ‚Blankets‘ aber eine anrührende, schöne, bewegende Geschichte, die grafisch perfekt umgesetzt wurde.

  11. Cover des Buches Irre Seelen (ISBN: 9783865521644)
    Graham Masterton

    Irre Seelen

    (70)
    Aktuelle Rezension von: MissRose1989

    Das Cover schaut sehr spannend aus, ich mag die Schlichtheit des Covers und man kann nicht gleich auf die Handlung des Buches schliessen. Trotzdem ist es ein Cover, dass auffällt. 

    Das Buch beginnt sehr spannend, man erlebt, wie Jack Reed seine Träume auf das Gelände projeziert und wie er auch meint, dass die Sanierung gut gehen kann, auch die Geschichte rund um die Drudien, die eine alte Kunst ist, zeigt, dass sich der Autor viel überlegt hat, was er in die Geschichte liegen kann.

    Zunächst ist natürlich der Schauplatz mit einer Irrenanstalt sehr gut gewählt, aber die Idee mit den 135 Patienten, die auf einmal verschwinden. Die Patienten,  in den Wänden leben, klingt zunächst komisch, wenn man aber die Magie der Drudien dazu setzt, die Graham Masterton definitiv sehr gut recheriert hat, erscheint das nicht mehr unmöglich und dann wird der Sohn von Jack von diesen sehr gewalttätigen Menschen oder Geistern entführt und die Geschichte nimmt eine Fahrt auf, die einen als Leser total bekommt.

    So baut sich ein wirklich sogartiger Spannungsbogen auf, der dann leider am Ende hin aber so schnell absackt, was irgendwie schade ist, weil da war definiert Luft nach oben. 

    Graham Masterton hat einen sehr interessanten Schreibstil, er schafft es, mit der Angst der Leser sehr gut zu spielen, zu Beginn des Buches ist es schon sehr gruselig, da läuft es einem wirklich kalt den Rücken runter, die Spannung wird auch lange oben gehalten, auch die Verbindung des Plots mit alten Mythen hat etwas, was das Buch absolut überraschend und nicht vorhersehbar macht. Die Charaktere sind sehr vielschichtige angelegt, aber handelt teilweise so unüberlegt und naiv, das einfach im Gesamtbild schon nervt, weil das macht den gut überlegten Plot schon etwas kaputt. 


    Fazit: 

    Irre Seelen ist ein sehr spannendes Buch, der Schreibstil und auch die Erzählstruktur von Graham Masterton sind sehr soglastig, der Autor versteht es, mit der Angst der Leser zu spielen. Leider sind die handelnden Personen manchmal unauthentisch und so geht der Horror manchmal etwas nach unten, auch sackt die Spannung zum Ende hin sehr schnell ab und das gibt leichte Abzüge in der B-Note, aber ein sehr solides Horrorbuch, was sicher nicht für jeden etwas ist, aber für Horrorfans und auch Festa-Fans ist das Buch ein absoluter Leckerbissen. 

  12. Cover des Buches Nachtschrei (ISBN: 9783442374717)
    Jeffery Deaver

    Nachtschrei

    (128)
    Aktuelle Rezension von: Jethro

    Inhalt:
     In einer Polizeistation in Wisconsin geht ein unverständlicher Notruf aus einem einsam gelegenen Ferienhaus ein. Obwohl Brynn McKenzie dienstfrei hat, geht sie der Angelegenheit nach und gelangt als Erste an den Schauplatz eines grausamen Doppelmordes. Beinahe zu spät bemerkt die Polizistin, dass sich außer einer verängstigten Zeugin auch die Täter noch auf dem Grundstück befinden. Und damit beginnt für die beiden ungleichen Frauen eine atemlose Hetzjagd durch die Nacht – ein Albtraum, den sie nur gemeinsam überleben können …

    Jeffery Deaver hetzt die beiden Frauen erbarmungslos durch die nächtlichen Wälder Wisconsins. Die bedrohlichen Naturbeschreibungen und die ständige Flucht vor den Mördern ist spannend und weist immer neue Wendungen auf. Dabei gelingt es Deaver auch, die Beziehungen der Charaktere immer weiter zu entwickeln, so dass ein psychologisches Katz- und Mausspiel entsteht.
    Wer die Thriller von Deaver kennt, weiss aber, dass er sich nicht damit begnügt, sondern auf der Suche nach dem Motiv für den Doppelmord viele Spuren legt und mehr als einmal einen Twist in die Handlung einbaut, die oftmals überraschend einschlagen. So führen die Spuren zu den Gewerkschaften, zu Meth-Laboren und sogar bis in Brynns Privatleben.
          Deavers detaillierte Beschreibungen, seine zahlreichen Wendungen und gelungenen Charakterisierungen machen das Buch zu einem unterhaltsamen Vergnügen in üblicher Deaver-Art.

  13. Cover des Buches Wolfskuss (ISBN: B005LVL26Y)
    Lori Handeland

    Wolfskuss

    (356)
    Aktuelle Rezension von: MelLila

    Richtig gutes Buch! Spannend, witzig und unvorhersehbare Wendungen, jedenfalls für mich. Mit einer total niedlichen Love Story dabei. Der Klappentext hält, was er verspricht.
    Ich schau mich mal nach weiteren Büchern dieser Autorin um. Entspricht im Prinzip halt genau dem Klappentext, aber das ist was Gutes.

  14. Cover des Buches Geschichte eines Kindes (ISBN: 9783518473641)
    Anna Kim

    Geschichte eines Kindes

    (28)
    Aktuelle Rezension von: Read-and-Create

    Dieses Buch beruht auf einer wahren Lebensgeschichte, die sehr deutlich die Folgen von Rassismus aufzeigt und wie es ist, als 'fremd' wahrgenommen zu werden. Die "Rasse" bzw. die Herkunft/Abstammung ist das komplette Buch über ein sehr großes Thema.

    Der Roman spielt zum einen 1953 in den USA und in der Gegenwart in den USA/Österreich. Die Behördensprache 1953 ist extrem rassistisch und der Sozialdienst/Krankenschwestern beginnen mit der Segregation bereits bei Neugeborenen! Die verschiedensten Körpermerkmale werden mehrmalig untersucht und bewertet. Säuglinge werden zudem mehreren Intelligentestes unterzogen - mit eine Vorhersage ihres Bildungsweges,…

    Mich hat die Geschichte sehr berührt, aber Schreibstil hat mich leider nicht richtig gefesselt. Die Zeitschiene ab er Geburt von Daniel bis zur Adoption ist als Aktennotizen des Sozialamtes dargestellt. Das ist recht trocken. Zwischendurch gibt es gute Textpassagen der, im Buch recherchierenden, Protagonistin Franziska mit österreichischen und koreanischen Wurzeln, die ebenfalls überall 'fremd' ist.

    @Suhrkampverlag vielen Dank, für dieses Rezensionsexemplar! (Meine Meinung hat diese Tatsache nicht beeinflusst.)

  15. Cover des Buches BLUT - Der Vampirkiller von Wisconsin (ISBN: 9783958353220)
    Robert W. Walker

    BLUT - Der Vampirkiller von Wisconsin

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Anni84

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es war sehr spannend und man wollte es garnicht erst wieder aus der Hand legen. Das Ende hätte ich nicht ganz so erwartet aber so sind Bücher immernoch für eine Überrasching gut. :-) 

    Ich würde das Buch auf jedenfall Weiterempfehlen. 

    Achtung: Es ist kein Fantasy sondern ein Thriller :-D

  16. Cover des Buches Mörderisch verspielt (ISBN: 9783968170039)
    Kristin McFarland

    Mörderisch verspielt

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Eindruck vom Geschehen vermittelt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Ich ergänze lediglich noch meine persönliche Meinung:

    Wie ich bereits in der Überschrift sagte, spielt dieses Buch in einem - für mich jedenfalls - recht unbekannten Universum: Nämlich der Gamer-Szene. Das hat mich stark "fremdeln" lassen, sowohl was die Figuren, das Umfeld als auch die diversen eingestreuten Anspielungen auf Personen oder Ereignisse bzw. angeht. Diese Tatsache hat den Lesespass für mich persönlich stark eingeschränkt, weil mir da einfach das Hintergrundwissen und damit das Verständnis gefehlt hat.

    Der Plot als solcher - ein Mord mit Folgen - ist eigentlich ein ganz klassischer Plot und auch die Lösung ist nichts besonderes; es geht wie immer um eines der klassischen Motive: Rache, Liebe oder Geld. Welches davon (oder doch noch ein anderes?) verrate ich natürlich nicht.

    Der Spannungsbogen ist nicht sonderlich ausgeprägt, erst gegen Ende hin kommt es zu einem guten Anstieg der Spannung. Auch hält die Autorin gegen Schluss noch eine Überraschung bereit.

    Die Charaktere sind zwar gut gezeichnet, ich konnte aber mit keiner der Figuren "warm" werden. Die Schreibweise ist leicht (manchmal durchaus zum Schmunzeln)  die Dialoge sind zumeist ok - gelegentlich mit einem Hauch von Humor. Leider konnte ich auch hier nicht immer dem Sinn folgen.

    Zuletzt komme ich nicht umhin anzumerken, dass das Buch doch mit ziemlich vielen Fehlern behaftet war. Das hat dem Lesespass auch nicht gerade gut getan. Ich denke, da hat das Lektorat keine gute Arbeit abgeliefert und es sollte dringend nachbessern..

  17. Cover des Buches Ein wenig Glaube (ISBN: 9783608964349)
    Nickolas Butler

    Ein wenig Glaube

    (114)
    Aktuelle Rezension von: Miamou

    Lyle Hovde und seine Frau Peg haben ihren eignen Sohn verloren, als dieser noch ein Baby war. Lyle hat damit auch den Glauben an Gott verloren. Jahre später erfährt das Ehepaar von einer jungen Mutter, die ihre Tochter zur Adoption freigibt und sie nehmen sich um das Mädchen an. Zu Beginn des Buches lesen wir von einem Lyle, der bereits Opa von einem kleinen Isaac ist, den er vergöttert. Seine Tochter Shiloh hat sich indes jedoch einer kirchlichen Gemeinschaft angeschlossen und wird von dem charismatischen Prediger Steven umgarnt, der Isaac als Wunderheiler stilisiert. 

    Nickolas Butler hat ein sehr komplexes Geflecht an Themen in seinen Roman gepackt, über allem steht der Glaube, aber es geht auch um Familie, Freundschaft, Krankheit, Wut, Schuld und Liebe. Als Leser/in bleibt man in Lyles Welt, den er ist die Figur, die durch die Handlung und die Geschichte führt und der auch viel von seinem Innenleben preisgibt. Die anderen Figuren bleiben daher eher blass beschrieben und sind mehr oder weniger Beiwerk, was ich persönlich sehr schade gefunden habe, eben deswegen weil einige der genannten Themen viel mehr mit den anderen Figuren zu tun hatte, als mit Lyle selbst. Somit hat das Buch einiges an Sprengkraft verloren, die aber eigentlich dagewesen wäre. 

    Zudem verheddert sich der Roman im letzten Drittel sehr stark in Nebenhandlungen, die völlig irrelevant für die Geschichte waren. Außerdem werden Fragen aufgeworfen, die nie beantwortet werden und auch das Ende fand ich zu offen. Für mich muss ein Ende nicht unbedingt alles abschließen, es ist schon in Ordnung, wenn man als Leser/in eigene Gedankenspiele haben darf, aber zuviele lose Enden sind dann nicht wirklich so meines. Genauso ging es mir aber mit diesem Roman. 

    Sehr angenehm empfinde ich Butlers Schreibstil, der mir auch schon bei "Die Herzen der Männer" aufgefallen ist. Er hat dahingehend eine Gabe, dass er Landschaften und auch Hauptcharaktere sehr nahe an die Leserschaft herantragen kann.

    Grundsätzlich würde ich nicht sagen, dass man "Ein wenig Glaube" ganz unbedingt lesen muss, ich würde eher sagen, dass man zumindest einen Blick darauf werfen kann. Die Erwartungshaltung sollte aber nicht abgehoben groß sein. 


  18. Cover des Buches Skin River (ISBN: 9783426504567)
    Steven Sidor

    Skin River

    (17)
    Aktuelle Rezension von: AnjaKoenig
    hab es gelesen, aber es war nicht gut. kann ich nicht weiterempfehlen. wenn es dicker gewesen wäre hätte ich bestimmt abgebrochen.
  19. Cover des Buches Happy Spirits (ISBN: 9783453426115)
    Amy E. Reichert

    Happy Spirits

    (17)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    Sabrina Monroe kann die Geister von Verstorbenen sehen, die noch etwas erledigen müssen, bevor sie weiterwandern. Dies führt allerdings dazu das Sabrina zu einer ziemlichen Außenseiterin geworden ist, die sich niemandem anvertrauen kann, aus Angst, dass man sie für verrückt hält. Doch dann trifft sie auf Ray, der ihr immer wieder über den Weg läuft und ihr auch nicht mehr aus dem Kopf geht. 

    Eine tolle Liebesgeschichte, die einfach schön zu lesen ist und bei der einem das Herz aufgeht. Sabrina ist eine tolle Protagonistin, deren Leben immer wieder Stolpersteine in den Weg gelegt werden. Ray schafft es ihr immer wieder Hoffnung zu geben und sich wieder selbst zu schätzen. Eine unglaublich schöne Geschichte.

  20. Cover des Buches Straße der Angst (ISBN: B005G3CFN6)
    Jacobs

    Straße der Angst

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Ich habe früher in der "Straße der Angst 15" gewohnt!...Scherz beiseite, eines der langweiligsten Krimis, die man sich vorstellen kann. Eine Frau flüchtet mit ihrer Tochter vor dem (angeblich) mißbrauchenden Vater, der vor Gericht recht bekommen hat, weil er Anwalt ist und die Behörden und Gerichte deshalb auf seiner Seite standen. Alles komplett bieder geschrieben mit Dialogen aus dem Satzbaukasten, über "strahlendblaue Pilotenaugen" und Frisurverbesserungen oder -verschlechterungen. Der Exmann/ Anwalt/ Rechtswissenschaftler wird so eindimensional- böse dargestellt, wie alle Figuren nur holzschnitzartig charakterisiert werden. Langweilig ohne Ende, dann sogar lieber "Lindenstraße".

  21. Cover des Buches Wisconsin: Beer, Cheese, & Football (Think You Know Your States? Book 2) (ISBN: B01N1ZP6GA)
  22. Cover des Buches Unsere wunderbar kurze Zukunft (ISBN: 9783596298334)
    Jarett Kobek

    Unsere wunderbar kurze Zukunft

    (2)
    Aktuelle Rezension von: M.Lehmann-Pape
    Herzerfrischend

    Keine ständig gesenkten Köpfe, die auf kleine Bildschirme starren. Keine edlen Lofts, die auf Patina getrimmt wurden. Keine Textnachrichten, keine Fake-News, all das moderne digitale Brimbamborium ist zum Zeitpunkt der Gegenwart des Romans noch gar nicht erfunden oder steckt weitgehend noch in den Kinderschuhen.

    Ende der 80er Jahre. New York. Die freie Welt, das freie Atmen, wo es noch Wohnungen zu besetzten und mit wenig Geld in irgendwelchen Löchern ganz gut gehaust werden kann und den beiden Hauptfiguren vor allem eins wichtig ist: Leben.

    Aus dem Vollen heraus. Was bei Kobek nicht heißt, Karriere, Geld und edle Speisen (samt teurer Drogen), sondern für Baby und Adeline liegen die Genüsse der Welt im echten, direkten und zwischenmenschlichen Erleben.

    Was Alkohol, Sex, Happenings und, vor allem, Partys an allen Orten eindrucksvoll und hochwillkommen einschließt.

    Was gerade das „Landei“ Baby mit allen Sinnen, nach einer gewissen Anlaufphase, in den Rausch des Genusses bringt.

    Vom Land, schwul. (was in seiner Jugend bereits einmal für höchste Aufregung sorgte) und nun im Schmelztiegel des Big Apple, in dem jeder macht, was er möchte, aber jeder auch, weitgehend, allein zu Recht zu kommen hat.

    Gut, dass Adeline, finanziell eher auf Rosen gebettet, sich Baby eng anschließt und beide als kongeniales Duo dem Leser einen Streifzug durch jene feierwütigen 10 Jahre ermöglicht (beginnend im September 1986), von denen der Roman handelt.

    Leger, locker, lässig geschrieben, ohne dabei Tiefe vermissen zu lassen und mit der Kunst versehen, die Figuren sich nachvollziehbar und emotional dicht zu entwickeln zieht es den Leser förmlich hinein in die schweißtreibende Atmosphäre der Nächte, die kurzen, knackigen Dialoge und die immer wieder unentrinnbare Frage nach dem Sinn von allem und wer man eigentlich wirklich ist.

    Das, was man besitzt schon mal nicht, wie die ersten Szenen direkt aufweisen werden, in denen jene Reisetasche mit allem intus, was Baby besitzt und mit in die Stadt bringt, umgehend verschwindet.

    Doch was solls, das sind ja nur Dinge. Und ist nicht Freundschaft das eigentliche, was zählt? Denn, am Ende des Romans, wie viele Affären, Liebeleien, Sex und Party auch vor den Augen des Lesers vorbeigezogen sein mögen, was den Roman (und damit das Leben an sich) trägt, das ist diese kongeniale, einander ergänzende, aneinander lernende Freundschaft von Adeline und Baby.

    „Ich lief am helllichten Tag die 42nd Street entlang. Und wurde nicht überfallen“. Was schon mal ein guter Beginn für Baby ist. Für diesen Mann mit dem fast naiven, aber direkten und klaren Blick auf die Welt.

    „Ich hatte Angst, er würde sie ein wenig lächerlich finden….Natürlich tat er das nicht. Das bewunderte ich an Baby. Er war nie grausam“.

    Und das legt sich auch dem Leser nahe ans Gemüt. Dass da eine ganze Welt zu entdecken ist, wenn man nur mit offenen Augen und einer gewissen, inneren Neugier und Freundlichkeit darauf zugeht. Dass das Leben sich nicht in digitalen Boxen oder per Textnachrichten leben lässt, sondern nur hautnah am Geschehen.

    Wobei es am Ende gar nicht um die Frage geht, ob es damals „besser“ war als heute, sondern der Roman den Leser auffordert, diese Lust am Erleben in sich wieder und neu zu entdecken und ihr Raum zu geben. Da draußen.

    Wofür auch all jene Figuren im Buch stehen, von deren Scheitern genau an diesem „echten“ Leben Kobek fast lapidar und wie nebenbei immer wieder im Verlauf der Ereignisse mit erzählt.

    Eine klare Leseempfehlung.
  23. Cover des Buches Bad Axe County (ISBN: 9783948392949)
    John Galligan

    Bad Axe County

    (6)
    Aktuelle Rezension von: sunny-girl

    Das Buch spielt in einer trostlosen , abgehängten Region in Wisconsin. Alkohol und Baseball, sowie die berüchtigten Männerpartys sind die einzigen Freizeitbeschäftigungen. Interimssheriff Heidi Kick will mit dem Klüngel um den alten Sheriff aufräumen. Besonders ist ihr die Prostitution von Jugendlichen ein Dorn im Auge.
    Das Buch ist spannend geschrieben. Die Trost- und Perspektivlosigkeit der Protagonisten sticht ins Auge. Nur lässt sich das Buch schwer lesen. Es gibt innerhalb der Kapitel Perspektivwechsel, die nicht mal mit einen Absatz gekennzeichnet sind. Möglicherweise liegt es aber auch an der schlechten Formatierung des e-books. Dadurch muss man aufpassen den Faden nicht zu verlieren. Auch größere Lesepausen sind kontraproduktiv. Die Sprache ist derb. Gewaltszenen und Vergewaltigungen werden detailliert beschrieben. Diese Beschreibungen erfolgen aber im Kontext der Handlung und sind kein Selbstzweck.
    Nach holprigen Beginn konnte mich das Buch immer mehr fesseln, so dass ich 4 Sterne vergebe.

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