Bücher mit dem Tag "wissenschaftler"
109 Bücher
- Sebastian Fitzek
Das Geschenk
(983)Aktuelle Rezension von: SeleDas Geschenk ist mal wieder ein Fitzek, bei dem ich mir zwischendurch dachte: „Okay, ich weiß jetzt, worauf das hinausläuft.“ Spoiler: Wusste ich natürlich nicht.
Im Mittelpunkt steht Milan Berg, der ein ziemlich großes Geheimnis mit sich herumträgt: Er ist Analphabet und kann weder lesen noch schreiben. Trotzdem hat er gelernt, sich irgendwie durch die Welt zu mogeln und seine Schwäche zu verbergen. Ausgerechnet das wird ihm zum Verhängnis, als er an einer Ampel ein verängstigtes Mädchen in einem Auto sieht, das ihm einen Zettel entgegenhält. Milan kann ihn nicht lesen, aber er merkt sofort, dass etwas nicht stimmt.
Was danach beginnt, entwickelt sich zu einer richtig spannenden und teilweise beklemmenden Suche. Besonders interessant fand ich, dass Milan nicht nur versucht herauszufinden, was mit dem Mädchen passiert ist, sondern dabei auch immer tiefer in seine eigene Vergangenheit hineingezogen wird.
Auch die Beziehung zwischen Milan und Andra fand ich spannend. Andra ist für mich definitiv keine typische Nebenfigur. Sie ist taff, clever und merkt ziemlich schnell, dass Milan ihr etwas verschweigt. Und ganz ehrlich: Bei den beiden weiß man irgendwann auch nicht mehr, wer hier eigentlich wem die Wahrheit vorenthält.
Besonders gut gefallen hat mir außerdem die Verbindung zu Milans Jugendliebe Yvonne und dem Buch Das Geschenk, das für Milan und Yvonne schon als Kinder eine besondere Bedeutung hatte. Dadurch bekommt der Titel im Laufe der Geschichte noch einmal eine ganz andere Bedeutung.
Fitzek schafft es wieder einmal, mich ständig an meiner eigenen Theorie zweifeln zu lassen. Kaum dachte ich, ich hätte etwas durchschaut, kam die nächste Wendung um die Ecke. 😂🔪
Und dann ist da dieser Satz, der für mich das Buch ziemlich gut zusammenfasst: „Manchmal ist Unwissenheit das größte Geschenk auf Erden.“
Für mich ein spannender und ziemlich perfider Psychothriller mit einem ungewöhnlichen Protagonisten, vielen Geheimnissen und genau dieser typischen Fitzek-Art, einem beim Lesen langsam den Boden unter den Füßen wegzuziehen. 🎁❤️
- Sebastian Fitzek
Der Nachtwandler
(2.373)Aktuelle Rezension von: Booklover3245565456Der Nachtwandler war ein Buch, das mich vollkommen überzeugt hat. Die psychologische Sichtweise hinter Gewalt ist ein Thema, das mich sehr interessiert. Es geht in dem Buch um einen Mann, der schon als Kind massive Schlafstörungen hatte. Als er eines Tages seine Frau verprügelt und verängstigt bei einer scheinbaren Flucht vor ihm beobachtet vermutet er, im Schlaf gewalttätig geworden zu sein. Kann er sich selbst und seiner Erinnerung noch glauben, wenn er Beweise sieht, die zeigen was er getan hat?
- Christopher Paolini
INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
(238)Aktuelle Rezension von: StephanvaDer Anfang ist ziemlich spannend und fesselnd geschrieben. Ich bin gleich in die Handlung eingetaucht, fand die Konzepte interessant und konnte mich auch mit den Figuren schnell anfreunden. Doch irgendwann wirkte es auf mich zu langatmig. Gerade das zweite Drittel war aus meiner Sicht etwas schwach. Gerne hätte ich hier noch ein bisschen mehr Spannung gehabt und weniger abgedrehte Szenen. Das Ende hat dann wieder einiges wett gemacht. Ich finde auch die Idee der Schiffs-KI ganz gut. Das hat einen guten Drive in die Geschichte gebracht.
- T. C. Boyle
Die Terranauten
(351)Aktuelle Rezension von: wortknaeuelEine kleine Gruppe junger Wissenschaftler wetteifert Mitte der 90er Jahre um einen von acht begehrten Plätzen in einem ökologischen Experiment. Für zwei Jahre sollen sie unter einer riesigen Glaskuppel leben und sich völlig autark in den verschiedenen künstlich geschaffenen Biotopen – vom kleinen Regenwald bis zum Mini-Ozean – selbst versorgen. Nichts geht rein, nichts darf raus! Die Geschichte beginnt mit der Bekanntgabe der Auserwählten, vier Männer und vier Frauen, die sich jeweils auf einem Spezialgebiet gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt haben und nun in die "Ecosphere 2" einziehen dürfen. Zurück bleiben die Verlierer mit der Hoffnung, in zwei Jahren zum Nachfolger-Team aufrücken zu können. Draußen bleiben natürlich auch Freunde, Liebhaber und die Planer, Manager und Sponsoren des Experiments. In den zwei Jahren erleben wir aus Sicht von Dawn und Ramsay innerhalb, sowie Linda außerhalb der Kuppel, wie sich aus dem ökologischen Experiment ein Beziehungskuddelmuddel entwickelt.
T.C. Boyle kann gut erzählen, da ist dieser Roman keine Ausnahme. Er beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit, denn so ein Experiment hat es ungefähr zu jender Zeit tatsächlich gegeben. Allerdings habe ich mich von Klappentext und Buchcover täuschen lassen. Zu dem Zeitpunkt, als ich mir das Ebook kaufte, hatte ich noch nie etwas von Boyle gelesen und einen spannenden dystopischen (oder utopischen) SciFi-Romans erwartet. Stattdessen dreht sich alles um Neid, Eitelkeit und Eifersüchteleien zwischen den Wissenschaftlern, um Wer-mit-wem sowie am Rande auch um den Einfluss von Geld und Medien. Wenn man Boyle kennt, hätte man sich denken können, dass es vorwiegend um die sozialen, zwischenmenschlichen Aspekte in diesem Szenario gehen wird.
Die Handlung ist zwar durchaus unterhaltsam und auf satirische Weise komisch, aber insgesamt wenig spannend. Auch die Charaktere empfand ich als flach und uninteressant. Eher ein schwacher Boyle.
- Peter Hoeg
Smillas Gespür für Schnee
(698)Aktuelle Rezension von: Eva_JirsaEs ist ein Werk, das extrem gut Stimmungen einfängt. Sei es die Umgebung im kalten, oft finsteren Dänemark oder die kindlichen Erinnerungen der sich selbst hassenden Smilla. Man erfährt zwar, warum sie so schwierig ist, hegt auch eine gewisse Sympathie für sie, fühlt mit ihr, wenn es um Jesaja geht, aber oft übertreibt es Høeg mit den Details. In meinen Augen ist es zum Beispiel unnötig, eine mathematische Formeln zur Berechnung eines wachsenden Eiszapfens zu erklären!
Manche Szenenwechsel geschehen so schnell, dass man zweimal lesen muss, um zu verstehen, was vor sich geht, und einige Sätze sind zigfach verschachtelt sowie elendslang.
Wenn es nur das wäre, hätte ich dem Buch vier Sterne gegeben. Die hohe Qualität seiner schriftstellerischen Leistung ist nicht zu verachten, aber es war weniger als unbefriedigend, dass das Ende mit ALLEN Optionen offen bleibt!
Der Zeit ihre Mode und so der Buchstil. Ich muss nicht alles mögen.
- Jules Verne
Reise zum Mittelpunkt der Erde
(435)Aktuelle Rezension von: CherubiumSicher, Bücher müssen auch im Kontext Ihrer Zeit gelesen werden und sicherlich war es vor über 100 Jahren ein Blockbuster.
Aber es ändert sich nichts daran, dass es kein gutes Buch (mehr) ist.
Die Charakter oberflächlich, die Geschichte langweilig, die Sprache altbacken.
Nichts an dem Buch hat mir Spaß gemacht, außer es zu beenden.
- Benedict Wells
Fast genial
(472)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannNicht nur Roadtrip quer durch die USA bis nach Mexiko hinüber, sondern auch ein Trip durch das Seelenleben eines Heranwachsenden, der sich nichts sehnlicher wünscht, als seinen leiblichen Vater kennenzulernen – verbunden mit der Chance, dass sich hierdurch sein Leben grundsätzlich ändern könnte. Denn dieses scheint bereits in jungen Jahren (kaum 18 Jahre alt) eine desaströse Richtung eingenommen zu haben. Die Mutter krank, der Schulabschluss gefährdet, die Zukunft mehr als ungewiss. Ein Ereignis bietet die notwendige Sprengkraft, um dem eigenen Leben eine bessere Zukunft zu geben. Es trifft sich gut, dass er dabei auf seinen besten Freund, ein wenig schräg, dafür hoch begabt und mit wohlhabenden Eltern gesegnet, sowie eine erst kürzlich kennengelernte junge Frau, mit einer ebenfalls nicht einfachen Geschichte, diese waghalsige Reise unternehmen kann.
Das klingt erst einmal nach einem gewöhnlichen Roman, in denen ein paar Dinge passieren, die so oder so ausgehen können, bei dem aber schlussendlich ein gutes Ende vorprogrammiert ist. Beim Lesen dieses Romans wünscht man sich sogar gelegentlich, dass diese Geschichte gut ausgehen möge, denn zu sehr wachsen einen die Romanfiguren „ans Herz“. Im besten oder schönsten Fall fühlt man sich an eigene Entwicklungen und Ereignisse erinnert, schaut zurück auf eine Zeit, in der die Welt noch zig Möglichkeiten bereithielt, wenn man nur den Mut hatte (gehabt hätte), sich dieser Möglichkeiten zu bedienen. An Mut fehlt es den Dreien nicht. Aber da ihre (kurzen) Lebensgeschichten alle mit einem gewissen Handicap verbunden sind, oder gleich mit mehreren, wie bei der Hauptfigur des Romans.
Allerdings gibt es Episoden oder Räume, in denen die Unterschiede aufgehoben scheinen. Sei es in einer Psychiatrie, in der die Mutter von Francis mit einer schizoaffektiven bipolaren Störung liegt, einer Parallelwelt in der die Unterschiede, welcher Art auch immer verschwinden; die Krankheit bestimmt das Leben. Oder sei es an einem Spieltisch in Las Vegas an dem die Kugel rollt und ein Ziel ansteuert, unbeeinflusst von Macht oder Ohnmacht, Reichtum oder Armut der einzelnen Mitspieler. Zum Schluss dieses Buches entscheidet sich die Zukunft von Francis tatsächlich an einem Spieltisch – und wird hier geradezu grandios wiedergegeben. Das ist Spannung pur – aber auch Leiden pur …
Denn wann setzt man alles auf eine Karte? Genau, wenn man verliebt ist. Und diese Liebe zeigt sich hier in den unterschiedlichsten Facetten. Es ist ein Buch, das tief berührt …
- Friedrich Dürrenmatt
Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker
(3.876)Aktuelle Rezension von: traumweltenwandererDrei Physiker, die scheinbar dem Wahnsinn verfallen sind, sitzen zusammen in einer Anstalt und fristen ihr Dasein. Doch Möbius, einer der Physiker, hat ein Geheimnis: er spielt seinen Irrsinn lediglich vor, um die Welt vor einer seiner Entdeckungen zu retten. Dabei weiß er nicht, dass man ihm längst auf der Spur ist.
Meine Gedanken:
Das Werk hat mich überrascht, nicht nur weil es sich schnell lesen ließ und dabei zu jeder Zeit unterhaltsam war, sondern weil es mich vor allem zum Schluss nachdenklich zurück gelassen hat. Was als Komödie angefangen hat, schlägt schnell in Ernst um und lässt einen Grübeln.
Wann ist Wissen schädlich? Wann hat man einen Punkt erreicht, wo man nicht weiter nachforschen sollte? Die Denkanstöße, die Die Physiker auf den wenigen Seiten gegeben hat, sind beeindruckend tiefsinnig und geben Raum für Diskussionen. Auch die 21 Punkte zu den Physikern am Ende haben mir zu Denken gegeben. >>Jeder Versuch eines Einzelnen, für sich zu lösen, was alle angeht, muss scheitern.<<, dieser Satz im Besonderen hat mich noch lange begleitet und etwas in mir ausgelöst.
Paradox, vielleicht verwirrend, aber dadurch umso nachdrücklicher, vermittelt Dürrenmatt die Verantwortung, die mit Wissen einhergeht und die jeder Mensch für seine Mitmenschen hat. Ein kurzweiliger Roman, der mir gut gefallen hat und zurecht ein Klassiker der deutschen Literatur ist.
- Blake Crouch
Dark Matter: Der Zeitenläufer
(301)Aktuelle Rezension von: Spoky313Dark Matter startet mit einem sehr spannenden und starken Konzept, das direkt neugierig macht und einen schnell in die Handlung hineinzieht. Gerade am Anfang ist das Buch sehr fesselnd geschrieben und erzeugt einen hohen Sog, der zum Weiterlesen zwingt.
Im Verlauf merkt man jedoch, dass sich der Autor nicht konsequent für eine klare Richtung entscheidet. Das Buch bewegt sich zwischen harter Science-Fiction und Thriller, ohne diese beiden Elemente wirklich rund miteinander zu verbinden. Dieser Genre-Mix wirkt dadurch eher wie ein „Mischmasch“, der der Gesamtwirkung eher schadet als sie zu verstärken.
Insgesamt bleibt es zwar eine interessante Idee und ein grundsätzlich unterhaltsames Buch, aber es konnte sein Potenzial nicht vollständig ausschöpfen. Für mich war es damit ein solides, aber kein nachhaltig überzeugendes Leseerlebnis. Ich würde es wahrscheinlich nicht noch einmal lesen.
- Sandra Florean
The U-Files
(39)Aktuelle Rezension von: Ellaa_Meine Kurzeinschätzung: Die U-Files sind schon eine Weile auf meinem SuB gewesen, viel zu lange. Erworben habe ich das Buch auf der LBM19 mit einigen tollen Signaturen der Autoren. (Von welchen wird allerdings nicht verraten!) Die besondere Mischung aus bösen und guten Einhörnern hat mir sehr gut gefallen. ♡ Der Talawah Verlag hat wundervolle Bücher in seinem Sortiment, schaut unbedingt einmal vorbei, gerade die Anthologien haben es mir besonders angetan. :) ☆Achtung! Die Rezension enthält Spoiler zu den einzelnen Kurzgeschichten!☆
Cover: Das Cover des Buches hat mir sehr sehr gut gefallen. Eyecatcher des Covers ist eine riesige, schneebedeckte Felsenwand über der sich ein rosaner, lilaner Wolkenhimmel erstreckt. Der Boden scheint lichterloh in Flammen zu stehen, heiße Lavaadern erstrecken sich am Boden der Felsenwand. Genau in der Mitte leuchtet ein flammenlohdernder Halbkreis, unter dem sich ein schwarzes Einhorn befindet. Rabenschwarz mit dem anmutigen Horn nach links zeigend, steht es auf den Hinterläufen, die Vorderbeine angewinkelt in den Lüften. Marmorierte Hochglanzfliesen erstrecken sich auf dem Boden zu dem Leser gerichtet. Wahnsinn! Und diese Farben erst: knallig und wunderschön! Ein richtiger Blickfang im Bücherregal. Besonders toll fande ich auch die Illustrationen im Buch. Gerade die verschiedenen Einhörner haben mir besonders gut gefallen, obwohl ich auch dem ein oder anderen Sternenhimmel nicht ganz abgeneigt war. :)
Inhalt: In dieser Anthologie dürfen wir in 23 magische Kurzgeschichten eintauchen. Und diese sind komplett individuell- jeder Autor hat seiner Kurzgeschichte nämlich seinen persönlichen Stempel verpasst. Wodurch das Ganze sehr abwechslungsreich und unheimlich spannend war- keine Geschichte gleicht der anderen. :) Aber kommen wir nun zu den einzelnen Kurzgeschichten:
1.) Jörg Fuchs Alameda- Doktor Zorn und der edle Ed: Eine Geschichte ganz Alameda Like. ♡ Ich habe schon dutzende Kurzgeschichten des Autors Lesen dürfen und diese hier gehört definitiv zu meinen Top zwei. :) Hoffnung, Liebe, Abenteuer, aber auch Herzschmerz. Mit diesen Worten kann man diese wundervolle und zum nachdenken anregende Geschichte am besten beschreiben- ganz großes Einhornkino!
2.) Tina Alba- Lichtbringer: In dieser Geschichte ist das Einhorn ein Heiler, ein Retter.. auf ganz eigene Art und Weise.. Wir lernen das Leben von Menschen kennen, die in unserer Welt verpönt werden, die das Leben hart gezeichnet hat und die nicht leben, sondern überleben. Obdachlose. Die stummen Leidenden unserer Gesellschaft haben hier eine Stimme bekommen.. ♡ Grandios!
3.) Valerie Gaber- Der letzte Funke: Mein Weltbild war irgendwie nach dieser Geschichte zerstört.. eine grausame Vorstellung, dass diese wundervollen Wesen, "modernisiert" wurden.. Und somit alles liebevolle verloren haben *schmoll*. Technik und Einhörner gehören für mich nicht vereint! Aber ein chapeau an die Autorin für die Idee. :)
4.) Tanja Hammer- Goldrote Tränen: Was wunderschön, erhaben und poetisch begann mit saftigen Hügeln und der Schönheit der Natur, endet höchst tragisch und vollkommen düster.. Eine sehr wortgeballte und detaillreiche Geschichte, mit einem etwas offenen und traurigem Ende. Hat mir gut gefallen, obwohl ich natürlich ein festes Ende begrüßt hätte- so sitze ich da mit tausenden Fragen.. Ob Tighan das Einhorn finden wird?
5.) Anne Haubner- Der Herrscher des Waldes: Wie frustrierend es für die Waldwesen sein muss, die Zerstörung und Brutalität der Menschen mitansehen zu müssen. Was Rem für Silva tut ist herzzereißend schön. Es ist eine Geschichte voller Hoffnung. Auch wenn das Ende schon eine gewisse Traurigkeit enthält..
6.) Anna Holub- Einhörner und andere Nervtöter: Tatsächlich einer meiner Lieblingsgeschichten des Buches! Ich mochte den Humor- und irgendwie gab mir die Sache mit dem Wildhüter leichte Harry Potter Vibes. ♡ Soo viele spannende Tiere und so viele unterschiedliche Einhörner.. Ganz viel Liebe für diese Story!
7.) Laurence Horn- Einhörner gibt es nicht: Was für eine Geschichte voller Intrigen und Kriminalität.. und mittendrin ein Einhorn und ein Mörder.. Eine verrückte Köchin, ein genialer Trophäenjäger, ein Professor und ein Kriminalkommissar. Chaos vorprogrammiert..
8.) Agga Kastell- Sascha: Wer hätte das gedacht? Alles fing ganz normal an.. Nervtötende Frauen auf Arbeit, die überall ständig irgendetwas hinstellen und dekorieren.. Einhörner! Die gibt es gar nicht! Doch einmal falsch am Horn geruppelt.. Und zack.. läuft in deiner Wohnung ein Einhorn namens Sascha durch deine Bude und will dich vom Gegenteil überzeugen- und dir sogar einen Wunsch erfüllen..Eine nette Geschichte. :)
9.) Lillith Korn- Das schwarze Einhorn: Diese Geschichte war sehr märchenhaft. :) Schließlich geht es um Ritter und eine Prinzessin! Ich habe die Story sehr verschlungen und genossen. Die Hand der Prinzessin soll an den gehen, der dem König, das Horn des letzten totbringenden, schwarzen Einhorns bringt.. Doch plötzlich kommt Sixt ein Baumtroll in die Quere und alles ändert sich..
10.) Daniela Perndl- Der Fund im Dämmerforst: Und da ist sie- Meine Lieblingsgeschichte bis jetzt! Die fantastische Kombination aus Zoologie, Forschung und kleine Detektivarbeit hat mir unendlich gut gefallen. ♡ Dazu noch der herrlich zu lesende Schreibstil und der ideal eingebrachte Einhorntouch. :)
11.) Lyakon- Das Einhorn vom Dansenberg: Wow! Was für eine außerordentlich schöne Geschichte! Bei dieser Story hat für mich alles gepasst- der wundervolle Schreibstil, wie aus einer anderen Zeit und die wirklich zutiefst rührende Geschichte über ein Einhorn, welches das Leben eines Menschen veränderte und andersherum! Würde es Noten geben, bekäme diese Geschichte eine 1+ von mir. ♡
12.) Liane Mars- Einhornwut: Ich habe selten ein so sympathisches, wütendes Einhorn kennenlernen dürfen. Ein Einhorn in Menschengestalt, welches sich für das ihm zugewiesene Waldgebiet einsetzt.. sogar gegen sehr attraktive Bauleiter. ;) Super geschrieben, mit einer Prise Humor und Abenteuer.
13.) Linn Peltzer- Wenn du nur fest genug daran glaubst: Jeder der mich ein wenig verfolgt, weiß: Ich liebe Wale. Daher muss ich kaum erwähnen, dass ich diese Story gerade wegen des äußerst sympathischen Narwals absolut entzückend fande. Seine Diskussion mit der Möwe hat mich wirklich zum Schmunzeln gebracht. ♡
14.) Jasmin Aurel- Im Bann des Re'em: Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Abenteuerlust und huch- eine sprechende Katze? Ich war wirklich hin- und weg über dieses schwarze freche Kätzchen. :) Alles fing mit dem Wunsch an, ein Instrument aus Einhornhaar zu machen, welches zauberhafte, magische Klänge bringt.. und wurde zu einer Lehre. Absolut zauberhaft! ♡
15.) Matthias Ramtke- Verschwundene Kinder: Was für eine clever durchdachte Kurzgeschichte! Ein Mann namens Viper, soll das Rätsel um die verschwundenen Kinder lösen.. Doch die Geschichte ist verzwickter als zunächst gedacht- Einhörner, Hexen und das Waldvolk machen ihm das Leben schwer. Doch wer steckt wirklich hinter dessen verschwinden? Die Auflösung ist erschreckend, doch gleichzeitig so nachvollziehbar..
16.) Ida Reizenstein-Das Einhorn von Rawalpindi: Ich liebte den Aufbau der Geschichte. :) Wir dürfen den Forscher und Entdecker Justus von Seseli in den Urwald von Rawalpindi begleiten.. Eigentlich stehen Pflanzen auf seiner Agenda. So ist er schließlich überrascht als er einer indischen Legende begegnet: Dem Einhorn, dem Beschützer des Waldes. Eine super schöne Kurzgeschichte, die ich gerne verschlungen habe. :)
17.) Veronika Rothe- Die Wahl: Die Idee dieser Kurzgeschichte fande ich super! Die übernatürlichen Wesen haben sich den Menschen zu erkennen gegeben- und so passiert es vier Mal im Jahr, dass sich dieses Portal öffnet und sich ein übernatürliches Wesen an einen Menschen bindet. Die Diebin Anna ist nichts besonderes, das macht ihr auch ihre Familie deutlich klar.. bis ein Einhorn in ihr Leben tritt und dieses unwiderruflich verändert. Wunderschön! ♡
18.) Michael Schäfer- Die Insel des Doktor Maggiore: Erschaudernd, düster und hochgradig spannend, so kann man diese Geschichte über einen wahnsinnigen, moralisch fragwürdigen, wenn auch genialen Wissenschaftler zusammenfassen. Ich las die Geschichte über die junge Franziska, die verzweifelt auf der Suche nach ihrem Verlobten ist, sehr gerne. :)
19.) Adrian Schwarzenberger- Die Tränen des schwarzen Einhorns: Es war einmal vor langer, langer Zeit.. Hach! Diese Geschichten können einfach nur zauberhaft werden. So auch diese Geschichte. Es geht um Prinzessinen, Prinzen, Könige, böse Stiefmütter und Flüche.. ich bin durch und durch verzaubert. :)
20.) Nele Sickel- Billy O'Mally begegnet einer Bestie: Was für eine spektakuläre Kneipengeschichte! Da hat der alte Billy O'Mally ja anscheinend ein wahrhaftiges Abenteuer erlebt und ist dem Tod von der Schippe gesprungen.. Ein Glück hat die sichere Kneipe ihm Schutz geboten. ;)
21.) Silke Vogt- Fabelhaft (R)evolutionärer Einhorn- Streif(en)zug: Habt ihr euch schonmal Gedanken darüber gemacht, wie so eine Herde Einhörner aufgebaut ist? Und ob es unter ihnen eventuell auch gemobbte Einhörner geben könnte? Diese herzerwärmende Geschichte lüftet das Rätsel.. und erklärt auch, wie es in all den Jahren zu einer Evolution in der Einhornpopulation kommen konnte- sie sind näher, als gedacht..! ♡
22.) Jessie Weber- Hinter den Bildern, zwischen den Seiten: Ich weiß nicht warum, aber die Story erinnerte mich irgendwie an Lauras Stern. :) Die junge Luna ist begeisterter Bücherwurm, Kunstverliebt und so ganz anders als die anderen Mädchen in ihrer Klasse. Kaum verwunderlich also, dass sie die Einzige ist, die die Magie des Museums wahrnehmen und darin wortwörtlich eintauchen kann. Eine wunderschöne Geschichte! ♡
23.) Jenny Wood- Die Reiter von Draz Al D'yr: Eine herrliche Abschlussgeschichte. Ich bin selbst Tierpflegerin und kann sagen: Gewalt ist nie eine Lösung. Aber Zuneigung und Liebe schon, gegenseitiger Respekt und Einfühlsamkeit. Auch der Junge in dieser Geschichte hat das Prinzip verstanden.. und wird dafür belohnt. :)
Mein Fazit: Ich vergebe für diese wunderbare Anthologie volle 5 Sterne. Besonders die Abwechslungsreichheit hat mir bei dieser Anthologie gefallen! Ob liebe oder böse Einhörner, Hauptfiguren oder nur als Randfiguren- diese magischen Wesen haben hier eine Stimme bekommen. :) Da ich schon Filme wie: Das letzte Einhorn verschlungen habe, musste ich dieses Buch einfach haben! Und wurde tatsächlich in keinster Weise enttäuscht. Jeder Autor hat seine persönliche Note mit eingebracht und das Buch zu einem einzigartigen Leseerlebnis gezaubert. Aber Achtung! Obwohl das Buch um wahre Kindheitsträume handelt, ist es durch viele brutale Szenen, nicht für diese gemacht. :)
- Laini Taylor
Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte
(319)Aktuelle Rezension von: Jula007Strange the Dreamer hat mich so positiv überrascht, da ich es zu einem früheren Zeitpunkt schon mal angefangen, aber abgebrochen hatte.
Als ich es dann dieses Mal anfing, war ich sofort verzaubert von dem Worldbuilding. Ich wollte sofort mit Lazlo die sagenumwobene Stadt finden und konnte sehr mit ihm mitfühlen.
Aber nicht nur die Story hat mich überzeugt, auch die Schreibweise fand ich super poetisch und hat mich vollkommen gefesselt.
- Klaus-Peter Wolf
Ostfriesenfalle
(179)Aktuelle Rezension von: julestodoIch hatte einige Zeit mit dieser Serie pausiert und bin jetzt wieder eingestiegen. Das Buch ist so spannend, dass die nächsten Bücher schon parat liegen um gelesen zu werden.
Ann Kathrin und Frank haben so manche Nuss zu knacken, beruflich als auch privat. Frank muss einen richtigen Spagat hinlegen zwischen den verunglückten Töchtern und den daraus resultierenden Neuigkeiten, die er erst einmal verarbeiten muss und den beruflichen, die auch nicht ohne sind. Ganz im Gegenteil! Ein sehr verzwickter Fall liegt vor ihnen.
Ann Kathrin und Frank sind mir sehr sympathisch. Rupert dagegen..... nun ja, ich will keine bösen Worte hier verwenden! Mit dem kann ich mich so gar nicht anfreunden, der geht mir richtig gegen den Strich!
Eine spannende Lektüre wartet in diesem Buch auf den Leser, absolute Leseempfehlung!
- David Lagercrantz
Verschwörung
(284)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackDie Trilogie von Stieg Larsson um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist habe ich verschlungen. Lagercrantz ist nicht Larsson, aber das stand auch nicht zu erwarten. Dennoch konnte ich auch dieses Buch kaum aus der Hand legen. Es ist vielleicht weniger düster, weniger bedrohlich, weniger emotional, aber es besticht durch eine hervorragende Stilistik und eine klasse zusammengefügte Story. Und es ist dem Autor aus meiner Sicht gelungen, die wichtigen Charaktereigenschaften der Protagonisten von Larsson zu übernehmen und gekonnt fortzuführen.
Für mich war es auf jeden Fall ein spannendes Wiedersehen mit Salander und Blomkvist, die eine Affäre aufdecken, die sich von der russischen Mafia bis zur NSA in den USA erstreckt und die grandiose Rückkehr Millenniums an die investigativ-journalistische Spitze einläutet.
Wer keinen Larsson erwartet, wird hier sicher nicht enttäuscht. Ich zumindest freue mich darauf, den nächsten Band zu lesen. - Andreas Eschbach
Der Jesus-Deal
(187)Aktuelle Rezension von: itwt69Der 2.Teil ist ganz anders, als ich erwartet bzw. befürchtet hatte. Dreht es sich im ersten Teil fast ausschließlich um das Jesus-Video, so wird in der Fortsetzung sehr detailliert auf die Zeitreise eingegangen. Ein großartiger Thriller, der jedoch für meinen Geschmack viel zu viel Religiöses beinhaltet, deswegen "nur" 4 Sterne.
- Graeme Simsion
Der Rosie-Effekt
(463)Aktuelle Rezension von: Igelmanu66»Ich verbrachte fast zwei Wochen mit der Lektüre von „Dewhursts Lehrbuch zu Geburtshilfe und Gynäkologie (Achte Ausgabe)“ sowie dem Studium von Internet-Videos und entschied, dass alle Theorie durch praktische Erfahrungen ergänzt werden müsse. Es war, wie ein Buch über Karate zu lesen – hilfreich bis zu einem bestimmten Punkt, aber unzureichend als Vorbereitung auf einen Kampf.«
Don Tillman, Professor für Genetik und allgemein ein wissenschaftliches Genie, hat es im Vorgänger-Band zu seiner eigenen Überraschung geschafft, eine Frau fürs Leben zu finden. Das Rosie-Projekt hatte den Asperger-Autisten vor enorme Herausforderungen gestellt, die in diesem Band allerdings noch gesteigert werden, denn Rosie ist schwanger.
Don will wie immer alles richtig machen und geht die Sache höchst engagiert und wissenschaftlich an. Was bei Rosie, die sich viele Sorgen macht, gar nicht immer gut ankommt. Kann Don überhaupt ein guter Vater sein? Nicht nur Sozialarbeiterin Lydia hat daran gewaltige Zweifel und Don, der neben dem Baby-Projekt noch versucht, die Ehen seiner besten Freunde zu retten, kommt an seine Grenzen…
Nachdem ich das Rosie-Projekt gelesen hatte, war mir klar, dass ich das Leben dieser wunderbaren Menschen weiterverfolgen wollte. Don hat mit seiner ganzen Art sofort mein Herz erobert und ich bewunderte den Mut und die Aufrichtigkeit, mit der er sich seinen Schwierigkeiten stellt. Beim Lesen konnte ich einige Male herzhaft lachen, an anderen Stellen litt ich richtig mit. Gegen Ende wurde es so spannend, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen mochte. Es gibt zum Glück noch einen dritten Band und der wird bald bei mir einziehen.
Fazit: Ein wundervolles Buch, so berührend und lustig zugleich. Ich bin jetzt großer Don Tillman Fan!
- Douglas Preston
Relic: Museum der Angst
(338)Aktuelle Rezension von: SchlafmurmelNachdem ich „Ocean – Insel des Grauens“ von Douglas Preston und Lincoln Child gelesen hatte, wollte ich unbedingt wissen, was die beiden Autoren noch so zu bieten haben. Dabei bin ich auf „Relic – Museum der Angst“ gestoßen – und was soll ich sagen? Ich wurde definitiv nicht enttäuscht!
Dieser Thriller ist eine unglaubliche Mischung aus Wissenschaft, Fiktion, Spannung und Horror – einfach mega! Schon auf den ersten Seiten wurde ich mitten hinein ins New Yorker Museum of Natural History katapultiert, wo grauenhafte Morde geschehen und dunkle Intrigen ihren Lauf nehmen.
Dabei lernen wir die junge und mutige Wissenschaftlerin Margo Green kennen, den Journalisten Bill Smithback, der zwar manchmal etwas unbedarft wirkt, aber durchaus clever und einfallsreich ist, und natürlich den für mich besonderen Charakter: FBI-Agent Pendergast. Er hat mich mit seiner ganz eigenen Art sofort gepackt.
Die Geschichte war von Anfang an spannend und hat mich regelrecht mitgerissen. Die Mischung aus wissenschaftlichen Geheimnissen, grausamen Ereignissen und einer ordentlichen Portion Horror hat für ordentlich Gänsehaut gesorgt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Und dann habe ich gesehen, dass es noch weitere Teile gibt – die natürlich unbedingt bei mir einziehen müssen
Für mich ein richtig starker Auftakt und eine klare Leseempfehlung für alle, die Thriller mit Mystery- und Horrorelementen lieben
- Geoffrey Girard
Verdorbenes Blut
(98)Aktuelle Rezension von: iki_buchbegeistertDas Buch hat eine tolle Einleitung, die das Thema der Genetik einmal darstellt und dem Leser ins Gedächtnis bringt, wie das doch gleich nochmal mit den Erbsen und der Genetik war.
Danach folgt eine wirklich gut geschriebene Story, die einen an den Abgrund der menschlichen Überlegenheit führt. Und auch zum Teil an den Abgrund der Menschlichkeit selbst.
Bis zum letzten Drittel des Buches habe ich gedacht, wow eine tolle Storyline, tolle und ausgearbeitete Charaktere und Beziehungen. Und das für mich erschreckenste, theoretisch wäre Sowas möglich. Dann wurde es plötzlich sehr absurd und auch ein bisschen "too much" und in der Kombination mit dem Ende leider nicht befriedigend. Der Epilog war dann nochmal sehr passend und gut.
Der Schreibstil an sich war sehr angenehm. Es wurde aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben unter anderem in Form von Tagebucheinträgen und Rückblicken. Ansich sehr stimmig und passend.
- Jo Segura
Raiders of the Lost Heart
(85)Aktuelle Rezension von: BellitaWas für ein schöner Read! Ich mochte die Geschichte rund um Corrie und Ford wirklich unglaublich gerne und besonders das Archäologie-Setting hat mich direkt abholen können. Die Mischung aus Abenteuer, Romance und den ganzen Geheimnissen rund um die Ausgrabung hat einfach richtig viel Spaß gemacht. 🌿✨
Besonders gut gefallen hat mir die Dynamik zwischen den beiden. Die beiden kennen sich schon länger und ihre Rivalität sorgt für einige richtig unterhaltsame Momente. Ich liebe es einfach, wenn sich aus gegenseitigem Necken langsam mehr entwickelt und genau das hat hier für mich richtig gut funktioniert. 😂🫶🏼
Auch die Ausgrabungen und die Suche nach dem verschollenen Artefakt fand ich spannend. Dadurch hatte die Geschichte neben der Romance immer noch eine zusätzliche Handlung, die mich neugierig gehalten hat. Gerade die Abenteuer-Momente haben für eine schöne Abwechslung gesorgt. 👀🏺
Natürlich waren manche Entwicklungen etwas vorhersehbar und an einigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht. Das hat meinem Lesevergnügen aber eigentlich keinen großen Abbruch getan.
Insgesamt eine richtig unterhaltsame Romance mit einem außergewöhnlichen Setting, tollen Charakteren und ganz viel Abenteuer. Für mich definitiv ein Buch, bei dem man einfach abschalten und genießen kann.🩷✨📖
- Christina Lauren
The Soulmate Equation – Sie glaubt an die Macht der Zahlen, bis er ihr Ergebnis ist
(123)Aktuelle Rezension von: booklover98Die Idee dieses Buches hat mich sofort angesprochen: ein Dating-Konzept, das Anhand von übereinstimmenden Genen, entscheidet, wie gut jemand zusammen passt. Auch wenn ich mir nur schwer vorstellen kann, wie das wirklich funktionieren sollte, ist es super faszinierend darüber nachzudenken. Natürlich trifft es in diesem Fall genau so ein wie man es erwarten würde: die betreffenden Personen können sich nicht ausstehen und sind dann total überrascht, dass ausgerechnet sie so gut zusammen passen sollen. Die große Überraschung der Auflösung fand ich auch nicht so gut, auch wenn es zeigt, dass man sich bewusst wofür entscheiden kann. Die Geschichte an sich mochte ich ganz gern, jedoch hatte ich meine Probleme mit dem Schreibstil - bin grundsätzlich nicht der größte Fan von der Erzählform in der 3. Person.
- Andreas Gruber
JAKOB RUBINSTEIN
(19)Aktuelle Rezension von: sarah83sbookshelfMit seinen vorigen beiden Anthologien hat Andreas Gruber gezeigt, wie variabel er ein Thema in seinen Kurzgeschichten behandeln kann. Mit "Jakob Rubenstein" schlägt er einen anderen Weg ein.
Jakob Rubenstein, ein jüdischer Detektiv in Wien, hat noch nicht den Erfolg, der ihm seiner Meinung nach zusteht. Zu viele Detektive verderben ihm das Geschäft und dass er ein ranghohes Tier gegen sich hat, erschwert es ihm an lukrative Fälle zu kommen. Doch auch seine Methoden zeichnen ihn als Detektiv der alten Schule aus. Laptop, E-Mail und Co sind für ihn Hexenwerke und ohne seine Assistentin Lisa, die ihm alle Technik jenseits des Diktiergeräts vom Hals hält. wäre er hoffnungslos verloren.
Um zumindest die eine oder die andere missliche monetäre Lage auszugleichen, ist es sehr von Vorteil, dass seine Schwester quasi per Du mit dem Bürgermeister ist und er kleinere Fälle somit per Mundpropaganda erhält.Die sechs Kriminalgeschichten lassen sich alle unabhängig voneinander lesen, doch nur wenn man sie alle liest, ergibt sich die Hintergrundgeschichte, quasi "Das große Ganze". Verschiedene Charaktere tauchen neben Jakob immer wieder in den Geschichten auf und vermitteln dem Leser das Gefühl eine kleine, charmante Serie zu lesen und die Figuren über die Kurzgeschichten ein bißchen besser kennenzulernen. Dabei sind bei den Kriminalgeschichten die unterschiedlichsten Elemente dabei: Mord, Diebstahl und Betrug. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Dazu kommt in manchen Geschichten eine etwas übernatürliche Note, die sich harmonisch in das Setting und das Stadtbild von Wien einpasst.
Sicherlich ist diese Anthologie nicht so vielfältig wie die anderen beiden, wenn man das Buch allerdings in der Tradition der klassischen Heftromane oder im Stil der Sherlock Holmes Geschichten sieht, ist Andreas Gruber hier eine außergewöhnliche Sammlung gelungen.
5 von 5 Detekteien - Greg Iles
Leises Gift
(187)Aktuelle Rezension von: supersusiNachdem ihre Schwester an Krebs gestorben ist, beschleicht FBI Agentin Alice Morse der Verdacht, ihr Schwager könnte mit ihrem Tod etwas zu tun haben. Zumal nur wenige Wochen danach seine Geliebte bei ihm einzieht. Aber kann man Krebs absichtlich herbeiführen ? Sie fängt an zu suchen und stößt auf einen Scheidungsanwalt, dessen Klienten auffällig oft verwitwen, bevor es zu einer Scheidung kommt. Und das nächste Opfer scheint schon ausgewählt zu sein.
Spannend, flüssig geschrieben, sympathische Charaktere. Man fliegt geradezu durch die Seiten und es bleibt bis zum Schluß spannend. Auch die Tötungsmehode scheint plausibel erklärt worden zu sein. Ich habe eine Readers Digest Ausgabe gelesen. Die sind glaube ich etwas gekürzt, damit 3 Bücher in einen Band passen.
Es hat Spaß gemacht, diesen Krimi zu lesen.
- David Nicholls
Drei auf Reisen
(156)Aktuelle Rezension von: Stephanie_RuhConnie und Douglas haben sich nach über zwanzig Jahren auseinandergelebt. So sieht es jedenfalls Connie. Douglas fällt aus allen Wolken. Trotzdem wollen sie mit ihrem Sohn Albie im Sommer auf die "Grand Tour" gehen. Aber ist das wirlich eine gute Idee?
"Drei auf Reisen" hat ein knallig-orangefarbenes Cover, weshalb die drei blauen Silhouetten sowie die weiße Schrift besonders auffallen. Das Cover verrät nicht viel, nur der Fakt, dass sich alle drei Personen voneinander entfernt befinden, der Mann in der Mitte jedoch der weiblichen Person zugewandt ist, lässt tief blicken. Das Cover macht neugierig und "leitet an den Klappentext weiter". Der Name des Verlags, "Kein & Aber", gefällt mir sehr gut!
David Nicholls Schreibstil gefällt mir, das ist nicht mein erstes Buch von ihm. Interessant ist auch die Perspektive des Ehemannes, Douglas, und die Zeitsprünge. So ist man mal in der Gegenwart, der Grand Tour, dann wieder wird die Liebes- und Lebensgeschichte von Connie und Douglas erzählt. Es erfordert Konzentration, wenn man eben noch in der Vergangenwart war und quasi unvermittelt in die Gegenwart geholt wird. Das Buch hat ein paar Längen, macht aber auch nachdenklich und stellt die berühmte Frage, ob Gegensätze sich anziehen? In diesem Fall hielt die Anziehung leider nicht für den Rest des Lebens. - Esi Edugyan
Washington Black
(95)Aktuelle Rezension von: Elina_moroEs ist ein Abenteuerroman über wichtige Themen wie außergewöhnliche Freundschaften, Sklaverei und Kampf um die Freiheit. Apropos Freiheit. Was bedeutet sie? Was würde sie einem Sklaven bedeuten, wenn er nicht ganz genau weiß, was er machen würde, wäre er frei?
Die Autorin liefert uns eine Geschichte über das Schicksal eines schwarzen Sklavenjungen Wash. Die Story wird auch aus seiner Perspektive erzählt. Manche seine Formulierungen erscheinen grammatikalisch inkorrekt, was mich überhaupt nicht gestört hat. Dabei bekommt man das Gefühl, dass der Protagonist ungebildet ist. Seine Naivität und wie Wash sich während der Zeit persönlich entwickelt hat, hat mich sowohl überrascht, als auch schockiert. An manchen Stellen kam mir der Roman anhand zu vielen Beschreibungen zu lang vor. Nichtsdestotrotz würde ich das Buch diejenigen weiterempfehlen, die sich für diese Thematik interessieren.
- Arne Dahl
Neid
(40)Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseiteAuch im Hochsommer mit einer Hitzewelle in Europa kann sich das Ocop-Team keine Auszeit gönnen. Sie sind auf der Spur eines Menschenhändlerrings, der insbesondere mit dem Betteln in Fußgängerzonen Profit macht. Währenddessen will Paul Hjelm die EU-Politikerin Marianne Barriere unterstützen, die unter Druck gerät, nachdem sie einen kontroversen Gesetzentwurf eingebracht hat. Und auch der Mord an einem Wissenschaftler, der einen Durchbruch bei der Elektromobilität geschafft hat, hält das international agierende Team auf Trab…
Arne Dahls „Ocop“-Reihe ist auf vier Bände angelegt, „Neid“ ist der dritte Band – und so kennt der Leser natürlich schon die Charaktere und die grundlegenden Zusammenhänge. Der Einstieg fällt dementsprechend leicht, wenn man die vorigen Bände kennt. Wenn man die Strukturen aber noch nicht kennt, dürfte man leicht überfordert sein. Besonders die vielen schnellen Wechsel zwischen den verschiedenen Ermittlern sind dabei durchaus herausfordernd, da man sich immer erst einmal orientieren muss. Die einzelnen Stränge sind dabei auch durchaus auch schon anspruchsvoll und erzählen sehr interessante Szenerien, aber es ist eben die Kombination aller Teile, die so reizvoll ist. Gelungen ist auch wieder, dass man die Charaktere noch ein wenig besser kennenlernt und diese andere Seiten von sich zeigen können – natürlich nicht in dem Maße, wie das bei einem einzigen Ermittler der Fall ist. Aber es ist eben auch die Vielfalt, die diese Romanreihe ausmacht.
Wie man es von Arne Dahl und insbesondere den Ocop-Bänden bereits gewohnt ist, scheinen die verschiedenen Handlungsstränge zunächst unabhängig voneinander zu verlaufen. Es gibt nur wenige Überschneidungen, erst nach und nach dämmert dem Leser, wie alles zusammenhängen könnte. In vielen Punkten kann man dabei richtig lesen, entscheidende Details sind aber dennoch überraschend und wendungsreich ausgearbeitet. Ich mag den einsetzenden Aha-Effekt an einem gewissen Punkt, an dem sich alles zusammensetzt. Das ist spannend geschrieben und hätte aus meiner Sicht die eingebauten Action-Szenen nicht gebraucht, wirklich gestört haben mich diese aber dann doch nicht.
„Neid“ zeigt weitere finstere Seiten der menschlichen Seele, handelt von Habgier, Machtwillen und einer geringen Wertschätzung anderer Menschen. Verpackt ist das in einen dynamisch erzählten und spannenden Thriller, der auf den verschiedenen Ebenen gut funktioniert und noch weiter an Reiz gewinnt, wenn die Stränge zusammengeführt werden. Das ist elegant und flüssig geschehen, sodass ein lesenswerter und packender Thriller entstanden ist.























