Bücher mit dem Tag "witch hunter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "witch hunter" gekennzeichnet haben.

7 Bücher

  1. Cover des Buches Auf immer gejagt (ISBN: 9783551583536)
    Erin Summerill

    Auf immer gejagt

     (240)
    Aktuelle Rezension von: julika1705

    Schon zu Beginn des Buches fasziniert dieses durch einen besonders bildhaften, atmosphärischen und intensiven Schreibstil!

    Die Protagonistin wirkt zunächst etwas spröde - und mit ihr der Einstieg, da es eine Ich-Erzählung ist. - Dies begründet sich allerdings in der zurückliegenden Zeit, voller Entbehrungen...

    Und es ist wunderschön, während des Lesens mitzuerleben, wie auch sie sich zusammen mit der fortlaufenden, immer atemberaubender werdenden Geschichte, immer mehr entfaltet!! 

    Es kommt, trotz einer an sich ruhig wirkenden Erzählung, zu stetig steigender Spannung, zunehmender Tiefe - und letztendlich Information zu einer alles umspannenden, zugrunde liegenden Magiewelt.

    Cohen als Charakter mochte ich sofort ganz besonders - und die Liebe zwischen den beiden geht wirklich ans Herz, berührt tief. - Die Charakterbeschreibungen insgesamt, auch der Nebencharaktere, sind großartig - und berühren, sind bildhaft und glaubwürdig. 

    Daher 5 Sterne! - Und Band 2!

  2. Cover des Buches Bin hexen (ISBN: 9783959918145)
    Liane Mars

    Bin hexen

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Kipfal87

    Stil:

    Aus Prims Sicht im Präteritum wird man in die magische Welt eingeführt. Die Geschichte ist sehr flott, humorvoll und leicht geschrieben, gefüllt mit vielen liebevollen Details. Ich konnte am Schreibstil nichts aussetzen und er passt hervorragend zu der Lockerheit der ganzen Geschichte. Zeitsprünge gibt es keine großen, während es im Setting in dem kleinen Ort doch einige Schauplätze gibt, die für Abwechslung sorgen. Ich fand den gut gesetzten Sarkasmus sehr passend und musste mehrmals lachen und grinsen. Mehr gibt es zum Stil nicht zu sagen, weil es einfach rund war. Keine Wiederholungen, nichts in die Länge gezogen und ich mochte den Umfang für diese Art von Geschichten. 


    Meine Meinung:

    Es hat mir so großen Spaß gemacht diese Zeilen zu lesen. Mich kann man nicht mit großen, dramatischen Gefühlen begeistern. Ich lese ungern von emotionalen Abgründen, die auf zig Seiten ausgeschmückt sind. Mich bekommt man immer mit Humor und Kreativität. Das ist natürlich Geschmackssache und hier wurde er getroffen. Es ist eine so locker leichte Geschichte, die ich kaum weglegen wollte, weil sie einem zum Wohlfühlen verleitet. Das bedeutet nicht, dass es keine Gefühle darin gibt, ganz im Gegenteil, doch es wird  nicht zu sehr darauf fokussiert, sodass andere Dinge noch Platz haben. Ich habe die zauberhaften Details geliebt und gefeiert. Prims und Liams Sarkasmus brachten mich zum Grinsen und die magischen Missgeschicke zum laut Lachen. (Besonders die Familienzusammenkünfte, die für laute Lacher im Bus gesorgt haben)

    Die Spannung und das Drama sind dabei, aber ich fand es nicht erdrückend. Die Kreativität in diesen 300 Seiten beeindruckte mich und ein bisschen neidisch bin ich auch geworden ;-).

    Die Anziehung zwischen den Protagonisten mag sehr rasch ansteigen, aber das wird ja immerhin mit den magischen Hintergründen erklärt und damit habe ich mich gut abfinden können. Es mag voller Klischees gespickt sein , die hier hervorragend in Szene gesetzt werden. Ich hatte kurzes Bauchkribbeln, hab mitgeschwärmt und auch ein bisschen gelitten, selbst wenn die negative Wendung natürlich vorprogrammiert war. Doch darum geht es ja nicht, sondern diese Dinge ins rechte Licht zu rücken, damit der Leser Spaß dran hat. 

    Für mich die perfekte Geschichte, um kurz abzuschalten und vor sich hinzuschmunzeln. Ich werde definitiv den zweiten Teil lesen, vielleicht erst wenn ich weiß, dass es fix einen dritten geben soll ;-) 

    Das Buch empfehle ich allen, die keine dramatischen Magier-Kämpfe erwarten, sondern humorvolle Kleinigkeiten, die ein Buch besonders machen. Einen sexy Hexenjäger, eine sarkastische Protagonistin und eine große Portion Freundschaft.  

  3. Cover des Buches Witch Hunter (ISBN: 9783423717557)
    Virginia Boecker

    Witch Hunter

     (908)
    Aktuelle Rezension von: HeartofHope

    Dieses Buch stand bereits so lange auf meiner Wunschliste, als es dann endlich bei mir einziehen durfte, war ich doch neugierig, da ich es bisher kaum in der Community gesehen habe

    .

    Das Cover fällt durch seine helle Farbe mit dem groß gestalteten, schwarzen Titel recht gut auf, dennoch trifft es meinen Geschmack leider nicht.


    Die Geschichte spielt in einem Land, in welchem jegliche Art von Magie verboten ist, Hexen und Magier verfolgt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Dies fand ich wirklich interessant.


    Die Charaktere haben mir an sich sehr gut gefallen, dennoch muss ich gestehen, dass ich mir generell mehr Einblicke in die Charakter der Protagonisten gewünscht hätte.

    Elizabeth war ein wirklich selbstsicherer, mutiger und starker Charakter, sie war im Großen und Ganzen ein toller Hauptprotagonistin. Dennoch fand ich auch sie stellenweise einfach zu „lasch". Der Wandlungsprozess ihrer Loyalitäten, ihrer Einstellungen fand praktisch gar nicht statt, von der einen auf die andere Seite änderte sie einfach ihre Meinung.


    Die Handlung begann wirklich großartig, doch leider kam die schnelle Ernüchterung. Ich kam zu Beginn sehr schnell in die Geschichte hinein, war wirklich begeistert von dem Einstieg. Jedoch ließ dies sehr schnell nach. Die Handlung verlor schnell jegliche Spannung und selbst wenn sich der Spannungsbogen nochmals aufbauen wollte, sackte er so schnell wieder ab, dass meine Enttäuschung nur noch größer wurde. Auch vermisste ich ganz stark das Hexen, die Magie. Für eine Geschichte über die Hexen war davon für meinen Geschmack viel zu wenig in der Geschichte. Selbst das Finale konnte mich nicht mehr überzeugen. Für mich plätscherte die Geschichte einfach viel zu sehr vor sich hin. Auch die Liebesgeschichte zwischen Elizabeth und John verlief mir viel zu sehr im Hintergrund.


    Den Schreibstil der Autorin fand ich trotz allem wirklich angenehm, das Wortbuilding hat mir doch gefallen. Ich kam gut und flüssig durch die Geschichte.

    Mein Fazit:

    So gut die Geschichte begonnen hatte, so schwächer wurde sie leider.  Zu Beginn dachte ich wirklich, dass ich hier endlich ein wirklich tolles Hexenbuch gefunden habe. Doch schnell merkte ich, dass mir bei den Charakteren doch etwas Tiefe fehlt, dass sie mir einfach alle etwas zu „lasch“ waren. Hier hätte ich mir definitiv mehr Einblicke in die Charaktere gewünscht, da ich sie alle sehr liebenswürdig empfunden hatte. 

    Elizabeth war zwar ein selbstbewusster, starker und mutiger Charakter, welcher mir als Hauptprotagonistin sehr gefallen hat. Doch ging mir leider die Veränderung ihrer Einstellung, ihrer Loyalität zu schnell, diese konnte ich nicht zu 100% nachvollziehen. 

    Die Handlung war leider nicht gut. Der Spannungsbogen konnte sich nie so wirklich aufbauen, selbst wenn ich dachte, dass jetzt endlich einmal Fahrt in die Handlung aufgenommen wurde, so flachte alles so schnell wieder ab. Was mir auch wirklich sehr gefehlt hat, war schlicht und ergreifend die Magie. Diese kam so gut wie gar nicht vor, da hätte ich mir von einer Geschichte über Hexen doch wirklich mehr gewünscht. Auch die Liebesgeschichte zwischen Elizabeth und John spielte sich lediglich nebenbei ab.

    Kurz gesagt, leider mal wieder ein Reinfall. Dieses Buch konnte mich leider rein gar nicht begeistern. Hier hätte meiner Meinung nach noch viel mehr Potential gesteckt. 


  4. Cover des Buches Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit (ISBN: 9783423718004)
    Virginia Boecker

    Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit

     (315)
    Aktuelle Rezension von: fierybooks

    Inhalt: Elizabeth Grey, die ehemals beste Hexenjägerin des Landes Anglia, hat ihr wertvolles Stigma an ihren Geliebten John abgegeben, um sein Leben zu retten. Nun hat sie ihre größte Stärke verloren und muss sich ohne die heilenden Kräfte des Stigma ihrem schlimmsten Feind stellen – dem Hexenmeister Blackwell, der nun König von Anglia ist, und plant, Elizabeth und all ihre Verbündeten zu vernichten, um seine Herrschaft zu festigen. Doch hat sie ohne das Stigma überhaupt eine Chance?

    Diese Rezension enthält Spoiler für Band 1 und 2.

    Nachdem bereits Band 1 für mich nur mäßig war, hatte ich nur minimale Hoffnungen, dass Band 2 besser würde. Ja, was soll ich sagen … ich wurde nicht überrascht, zumindest nicht positiv. Dieses Buch macht dort weiter, wo der Vorgänger aufgehört hat.
    Es ist nicht sterbenslangweilig, das nicht, man kann es ganz gut lesen, wenn man über die vielen Macken hinwegsieht und sich über die offensichtlichen Probleme nicht aufregt. Leider überwiegen die Probleme jedoch und fern von ihnen bietet die Geschichte auch einfach nicht allzu viel Spannung und Überraschungen.
    Eines der größten Probleme ist, dass „show, don’t tell!“ für dieses Buch ein Fremdwort ist. Emotionen kommen überhaupt nicht rüber, ich habe beim Lesen nichts gefühlt (außer Ärgernis). Protagonistin Elizabeth ist nach wie vor leider eine unfassbar langweilige, nichtssagende und flache Figur, so leid es mir tut. Alles ist aus ihrer Sicht, aber sie schafft es nicht, Emotionen auszulösen. Denn statt zu fühlen, wie es ihr geht, statt wahrzunehmen, wie es ihr geht, kriegen wir immer nur gesagt, wie es ihr geht. Man merkt nie, dass sie Angst hat, dass sie wütend ist, verzweifelt, erleichtert, was auch immer. Es wird uns immer nur von ihr gesagt, von wegen „Ich habe Angst“, „Ich bin wütend“, „Erleichterung durchströmt mich“ (keine 1 zu 1 Beispiele, aber so in der Art läuft es das ganze Buch über ab). Man kann meist nur erahnen, was in ihr vorgeht. Der Schreibstil ist generell recht knapp und hält sich nicht lange auf, in Elizabeth hineinzuschauen, Dialoge haben oft den Vorrang (was grundsätzlich nicht schlimm ist, auch über Dialoge kann viel Charakterisierung stattfinden!). In diesem Buch bleibt leider jedoch (fast) jeder flach und oberflächlich.
    Ich habe bereits im ersten Band nur mittelmäßig verstanden, warum Elizabeth so eine begnadete Hexenjägerin sein soll. Sie hat nichts Besonderes an sich und dass sie mit gerade einmal 16 so badass sein soll … kann natürlich passieren, muss aber gut gemacht sein. Irritierend ist, dass sie nun, da sie ihr Stigma nicht mehr hat, plötzlich super viel trainieren muss. Musste sie das vorher etwa nicht? Im ersten Band hieß es, dass Stigma heilt alle Wunden, nun ist das Stigma plötzlich die ultimative Waffe – dazu später mehr. Ich weiß, dass Elizabeth zwischen Band 1 und 2 verletzt ist und eine gewisse Zeit vergeht, aber dass sie ausgerechnet mit u. A. Fifer (!?) trainiert, war schon seltsam.
    Überhaupt, und es tut mir wirklich leid, das sagen zu müssen, ist mir selten eine sinnlosere Protagonistin untergekommen. Ich habe es im ersten Band sehr begrüßt, dass Elizabeth nicht plötzlich eine Hexe ist – das wäre zu erwarten. Hexenjägerin findet plötzlich heraus, dass sie selbst eine Hexe ist. Puh. Nun in Band 2 habe ich mich öfters dabei erwischt, wie ich mir dachte, dass das womöglich spannender gewesen wäre. Denn Elizabeth hat nun, ohne Stigma, nichts mehr, dass sie besonders hervorhebt. Sie ist austauschbar, öde.
    Wenn die Hexen so mächtig und gefürchtet sind, dass man sie seit Jahren gejagt hat, wieso spielen diese plötzlich kaum noch eine Rolle? Wieso hoffen alle, dass ein unbesonderes Mädchen sie rettet? Elizabeth trägt nämlich so lächerlich wenig zu allem bei, dass ich nicht verstehe, warum sie zwanghaft im Mittelpunkt sein soll. Mir ist bewusst, dass kaum jemand weiß, dass nun John ihr Stigma besitzt, aber ich habe mich ja bereits vorher gefragt, warum sie so besonders sein soll. Für mich hat sie ferner einfach keine Persönlichkeit – vielleicht liegt es auch daran, dass emotional nichts rüberkommt, aber ich werde sie wohl schnell vergessen. Für mich einfach keine Protagonistin, die im Gedächtnis bleibt.

    Auch andere Figuren verhalten sich merkwürdig. Dass John durch das Stigma plötzlich ein anderer ist, kriegen wir auch immer nur gesagt. Ich konnte diese Entwicklung nicht nachempfinden, weil man sie nicht gesehen hat. Er ist halt plötzlich der kampfwütige, stets Stress suchende Arsch. Diese Entwicklung des Stigmas hat mich auch verwirrt, plötzlich ist es mehr als ein Allheilmittel bei Verletzungen. Erklärt wurde Johns Wandel damit, dass das Stigma, welches aus Blackwells böser Magie besteht, im Kontrast steht zu Johns friedlicher Heiler-Magie. Verstehe ich, aber wenn nur eins von beidem existieren kann (Nicholas erzählte nämlich, dass Magie nicht addiert werden kann, es gibt entweder das eine oder das andere), wieso können dann beiden Seiten in John um die Vorherrschaft ringen? Denn erst hat das Stigma die Oberhand, später plötzlich ist das wieder vorbei und John wird wieder friedfertiger, was ja mit seinem Wesen als Heiler in Verbindung gebracht wurde, obwohl er das Stigma noch hat. Komisch, mir haben mal wieder Erklärungen gefehlt.
    Na ja, zurück zu Johns Wandel. Der ergab für mich wenig Sinn bzw. hatte in der Geschichte irgendwie keine andere Funktion, als Drama hervorzurufen. Oh nein, John ist so kampfwütig, alle werden merken, dass er das Stigma hat, dann wird Blackwell das wissen und ihn töten! Oh nein, John ist so gemein zu mir, dabei liebt er mich doch! Oh nein, oh nein, oh nein! So in etwa läuft das in Elizabeths Kopf ab.
    Für uns ist John halt plötzlich ein Arsch. Am Ende dient das Ganze neben dem Drama auch nur dazu, ihn aus dem Weg zu haben, damit Elizabeth losziehen kann, um erfolgreich darin zu scheitern, Blackwell zu erledigen (oh Wunder, dass sie das nicht schafft, sie hat ja keine besonderen Kräfte …). Nun, und wie schafft sie es, John zurückzuhalten? Indem sie ihn verhaften lässt. Auch diese Sache war für mich von vorne bis hinten unlogisch. Klar, John hat verbotene Kräuter – verboten, als folgt eine Strafe. Dass man den besten Heiler weit und breit allerdings wegen ein paar Kräutern, die er wohl kaum nutzt, um den Dorfbewohnern zu schaden (ich weiß gar nicht mehr, ob gesagt wurde, warum er die hatte), wegsperrt, während man eigentlich jeden Mann und (!) einen fähigen Heiler gebrauchen kann, ist mir ein Rätsel.
    Das Beste an der Sache ist aber, dass das Ganze nur so lange von Bedeutung ist, wie es eben vonnöten ist, dass John aus dem Weg ist und Elizabeth nicht dazwischen fuscht. Er ist dann einige Zeit weg – die gefüllt ist von jede Menge Drama, weil die zwei Liebenden entzweit sind und John zuvor meinte, er wolle sie nie wieder sehen, denn sie habe ihn ja verraten –, nur um später einfach wieder draußen zu sein. Warum? Vielleicht weil man eingesehen hat, dass man jeden Mann braucht. Aber auch als alles vorbei ist, wird sein ausstehender Gefängnisaufenthalt nie wieder erwähnt. War dann wohl doch nicht so schlimm mit den Kräutern.
    Letztlich diente das Ganze dann auch noch dazu, Raum für eine große Versöhnung zwischen Elizabeth und John zu haben. Na ja, so in etwa. Man erfährt wieder nicht, was los ist. Plötzlich ist John wieder der Alte, das kriegt man zumindest gesagt. Ich weiß wirklich nicht, wie da die Entwicklung war. Er ist wieder er selbst, verzeiht Elizabeth, sie verzeiht ihm, alles binnen zwei Seiten, und die Welt ist wieder heil. Wow. So viel Drama für genau nichts, richtig? Ach nee, warte. Es war notwendig, um den Weg zu ebnen für das erste große Näherkommen der beiden. Ja, ich mag es auch, wenn es zu einer Art Versöhnungssex kommt und vorher alles in Schutt und Asche lag, aber das muss dann gut gemacht sein und darf nicht so schlecht konstruiert sein, wie es hier nun mal der Fall war. Schade.

    Dann gibt es noch Nicholas, von dem wir immer nur hören, dass er (neben Blackwell) der gefährlichste und mächtigste Zauberer des Landes sein soll. Im ersten Band hatte er eine Ausrede, das nicht zu zeigen, er war ja verflucht – dennoch hat man im ersten Band mehr davon gesehen. Hier habe ich nicht verstanden, warum er noch mal genau stark sein soll. Bis auf die Sache am Ende könnte er als gewöhnlicher Mensch durchgehen. Ach, man. Sag mir nicht nur, dass er stark ist, zeig es mir bitte auch.
    Von Fifer kommt in diesem Band auch nicht mehr viel, dabei war sie in Band 1 noch eine der Figuren mit mehr Persönlichkeit. Georg kommt kaum vor und kriegt bloß ein paar Sätze. Mein Liebling ist tatsächlich noch Skyler. Bei ihm liegt das meiste Potenzial, die meiste Persönlichkeit. Auch hier ist Luft nach oben, aber wenn jemand interessant war, dann er. Leider hat auch hier die Autorin Dinge, die einst für Spannung sorgen sollten, anscheinend im Laufe der Geschichte vergessen.
    In Band 1 erfährt man, dass Skyler von Blackwell den Auftrag bekommt, das Schwert Azoth zu besorgen. Mehr darüber erfährt man auch in der Kurzgeschichte zu Skyler, die interessanter ist als die ganze Dilogie zusammen. Es dauert eine ganze Weile, bis Blackwell das Schwert dann bekommt, allerdings hat Skyler nichts damit zu tun. Ich fand es schade, dass diese Sache nicht mehr angesprochen wird – zu Blackwell würde es passen, es nun ebenfalls auf Skyler abgesehen zu haben, da dieser ja nicht das tat, was er wollte. Wir erfahren aber bloß, dass Skyler ein bisschen Schiss vor ihm hat, das war’s. In der Kurzgeschichte erfährt man übrigens auch, dass Skyler Caleb bereits früher einmal begegnet ist – warum wird das in Band 2 nie erwähnt? Caleb kommt doch immerhin sogar wieder vor (was im Übrigen auch keine Überraschung war).

    Dann noch wenige Worte zu Blackwell. Der Antagonist dieser Geschichte ist einfach nur der Böse. Er ist böse, weil er es sein soll, und nicht mal darin kann er meiner Meinung nach glänzen. Später wird ihm dann noch ein entstelltes, gruseliges Aussehen verpasst, damit es stimmig ist. Der Böse ist verbittert, hässlich und machtgierig. Mehr hat Blackwell auch nicht. Er will Macht und ist gierig. Man erfährt fast nichts über ihn. Blackwell wäre für mich ein Beispiel für einen „No-Go-Antagonisten“. So sollte man es lieber nicht machen. Ich habe nichts gegen Böse, die machthungrig sind. Aber wenn das alles ist, ist es halt schnell langweilig.
    Was bei Blackwell ebenfalls komisch war: Mal hieß es, er hat keine Magie mehr, weil er sie beim Stigma abgab, dann hat er wieder ordentlich Magie … es war verwirrend.

    Und was sollte denn bitte die Sache mit dieser Keagan? Sinn, wo bist du? Mit ihr wird ein neuer Charakter eingeführt, der von der Persönlichkeit her zwar gegebenenfalls, unter Umständen, Potenzial hat, der zugleich aber für die Geschichte wieder mal sinnlos ist und nicht viel beiträgt. Klar, sie befreit Malcom, aber auch der trägt nicht viel bei – seine paar Leutchen da haben den Krieg jetzt nicht gerissen und zu ihm selbst komme ich gleich noch ausführlich. Gut war auch, wie Keagan erst meinte, dass Malcom nicht wieder auf den Thron kommen würde – ähm, sorry, so scheiße er auch sein mag, er ist nun mal der rechtmäßige König –, und etwas später sagt sie dann: Er muss wieder König werden, gibt ja keinen anderen, der den Thron halten kann und einen Anspruch darauf hat. Ach, was du nicht sagst!
    Es war generell komisch, als plötzlich dieser Orden der Rose (I see what you did there, Ms. Boecker …) eingeführt wurde, der vorher auch nie erwähnt wurde. Hat für mich nicht wirklich viel zur Geschichte beigetragen und Keagan hatte eben einfach keine Rolle, außer ständig der Flammenwerfer zu sein. Ich habe die ganze Zeit vergeblich auf ihre Bedeutung gewartet.

    Nun zum größten Kritikpunkt, der dafür sorgt, dass diese Dilogie einfach höchst fragwürdig ist. Ich hatte im ersten Band gehofft, alles sei ein großes Irrtum, aber nein.
    Malcom, der König, hat Elizabeth über einen geschätzten Zeitraum von mindestens einem Jahr regelmäßig vergewaltigt. Wird das als schlimm adressiert? Na ja, geht so. Während ich in Band 1 das Gefühl bekam, Elizabeth habe das alles null ausgemacht, gibt es in Band 2 immerhin eine kurze Stelle mit John, wo man merkt, dass sie durchaus auch traumatisiert ist vom Geschehenen – ist ja logisch!
    Aber was ist die Lösung des Ganzen? Nun, Malcom, der arme, wusste nicht, dass er sie vergewaltigt hat. Also war es technisch gesehen keine Vergewaltigung, richtig? Sie wollte es zwar nicht, hat es gezwungenermaßen getan, weil sie sich nicht getraut hat, Nein zum König zu sein, aber er … er dachte, sie wäre nur schüchtern, aber es würde ihr gefallen. Was zur Hölle? Wie verblendet, blind, dumm und egoistisch muss man sein, um nicht zu merken, wenn es hier wieder und wieder und wieder nicht gefällt?! Das hat mich beim Lesen so sehr aufgeregt, wie dieses wichtige Thema behandelt wurde. Ja, Malcom sagt tatsächlich selbst, er wäre nicht davon ausgegangen, dass sie es nicht wollen könnte, denn es hat noch nie jemand bei irgendetwas Nein zu ihm gesagt. Somit schließt sich der Kreis und es entsteht fast der Eindruck, Elizabeth sei selbst schuld, denn sie hat ja nicht Nein gesagt … holy … Nur weil man nicht ausdrücklich NEIN sagt, sagt man damit nicht direkt JA!
    Meine Güte. Ich habe beim Lesen durchaus verstanden, dass Malcom nicht der brutale, bösartige Typ ist, den man sich vielleicht zuerst vorgestellt hat. Aber er hat trotzdem hochgradig falsch gehandelt, er war trotzdem nur auf seine Lust und Interessen bedacht, er hat sie dennoch gegen ihren Willen gezwungen, mit ihm zu schlafen. Du kannst nicht so blind sein für dein Gegenüber und das dann damit entschuldigen, dass halt noch nie jemand Nein zu dir gesagt hat. Ja, meine Güte, warum wohl? Du bist der König. Und trotzdem hättest du aufmerksamer sein können. Die Unwissenheit ändert nichts an der Tat. Er hat sie monatelang missbraucht, was man Elizabeth halt auch kaum anmerkt. Sie ist ihm erst wieder viel zu neutral gegenüber eingestellt und relativ schnell empfindet sie sogar Sympathie, als wenn nichts gewesen wäre.
    Überhaupt wird Malcom in eine Position gerückt, in der wir Leser Mitleid mit ihm haben sollen, in der wir ihn mögen sollen … der arme Kerl, entthront und in den Kerker geworfen worden vom eigenen Onkel.
    Die ganze Behandlung dieses Themas ist ein Armutszeugnis. Das, was hier vermittelt wird, ist höchst verantwortungslos. Es ist ein Jugendbuch ab 14 und man bekommt sowohl den Eindruck, dass Elizabeth das Ganze nicht viel ausgemacht hat (show, don’t tell …), als auch den, dass sie teils selbst schuld sei. Über allem steht die Tatsache, dass Malcom sich nie wirklich einer Schuld bewusst ist. Für ihn ist es eigentlich kein Missbrauch gewesen, denn er hat sich bloß geirrt und es gut gemeint … Elizabeth verzeiht ihm auch ganz schnell, als wäre nie was gewesen. Es ist und bleibt aber Vergewaltigung, ob Malcom das in dem Moment bewusst war oder nicht.

    Wie das ganze Buch über konnte mich auch das Ende spannungsmäßig einfach nicht packen. Ich habe es einfach nur runtergelesen und wollte es beenden. Das Finale ist nicht todlangweilig, aber auch nicht überragend spannend. Die Tode (oder eher der Tod) haben es leider nicht geschafft, etwas auszulösen – wundert aber nicht, denn auch bei Elizabeth wird nichts ausgelöst Wir kriegen allerhöchstens gesagt, was sie dazu fühlt. Generell wurde auch am Ende wieder deutlich, was ich vorhin bereits schrieb: Elizabeth hat nichts Besonderes an sich. Sie trägt zum Ende kaum etwas bei. Man kann sie eigentlich rausstreichen. Die eine Sache, die sie am Ende macht, hätte früher oder später irgendjemand anderes geschafft. Es ist wichtig, dass man seine Protagonisten nicht zu sehr overpowered, da es sonst schnell langweilig wird. Bei Elizabeth ist eher das Gegenteil der Fall. Wie gesagt, ich werde sie nicht in Erinnerung behalten.
    Wie das ganze Problem am Ende aufgelöst wird, ist auch sehr unspektakulär gewesen. „Ja, ups, Blackwell hat sich halt geirrt.“ Wow.

    Ganz zu Schluss ist dann plötzlich alles perfekt. Es werden diverse Länder erwähnt, wie vorher auch schon, bei denen man, da es dem Buch an einer Karte mangelt, sich fragt, wo genau diese eigentlichen liegen, wie deren Beziehung zu Anglia ist usw. Das World Building lässt leider zu wünschen übrig. Wir haben es hier irgendwie mit unserer Welt im 16. Jahrhundert zu tun, aber bis auf ein paar Hinweise merkt man dies nicht. Man könnte sagen: Zu wenig Kontext für historische Fantasy, zu viel Bezug zu unserer Welt für eine eigenständige Fantasywelt.

    Fazit: Alles in allem bin ich froh, die Dilogie beendet zu haben. Band 1 war ein Reread, damals gefiel es mir besser, ich weiß auch nicht, warum. Witch Hunter strotzt leider vor flachen Figuren, einer langweiligen Protagonistin, unnötigem Drama, fehlenden Erklärungen, Widersrpüchen und, was das Malcom-Thema angeht, vor Verantwortunslosigkeit. Ich kann die Reihe daher nicht guten Gewissens weiterempfehlen, da es einfach bessere Bücher gibt, mit denen man seine Zeit verbringen kann. 2/5 Sterne.

  5. Cover des Buches The Witch Hunter (ISBN: 9781408335222)
    Virginia Boecker

    The Witch Hunter

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Booksarejolie

    Hach, wie lange ich dieses Buch lesen wollte! Es stand jetzt bestimmt zwei Jahre auf meiner Leseliste und ich habe es nun endlich beendet. Wirklich schade, dass es mich die ganze Zeit nicht packen konnte. 

    Geschichten rund um Hexen finde ich immer super interessant, vor allem in diesem Fall, wo eine junge Hexenjägerin der Magie bezichtigt wird. Ist sie eine Hexe oder nicht? Was wird sie tun, um das Ganze richtigzustellen? Oder stellt sie sich auf die Seite der Hexen? Und wer ist der Hexenmeister,  der ihr helfen will?

    So viele spannende Fragen, die ich mir zu Beginn gestellt habe, aber keine Antwort konnte mich so wirklich zufrieden stellen. Und ich erkläre euch mal, warum.

    Den ganzen Hauptkonflikt rund um Elisabeth finde ich tatsächlich eher uninteressant, da ich sie als Charakter nicht spannend genug finde und ehrlichgesagt nicht mitgefiebert habe. Sie ist für mich so ein typischer YA Charakter ohne wirkliche Persönlichkeit. Mich frustriert außerdem, dass sie schon vor dem Vorfall Kontakt mit Magie hatte, das Ganze aber einfach hingenommen hat. Sie hinterfragt mir zu wenig und hat keine wirkliche eigene Meinung. Ihr Lieblingssatz ist "Yes, no, I don`t know." und das sagt für mich schon alles über sie. 

    An sich fehlte mir bei allen Charakteren der Tiefgang. Ich habe sie auch überhaupt nicht mit dem Loveinterest geshippt, sondern mit einem ganz anderen Charakter. Die beiden hatte einfach keine Chemie, meiner Meinung nach, weswegen die Romanze für mich überflüssig war. 

    Ich muss aber eine gute Sache loswerden und das ist der Plotaufbau. Der hat mir tatsächlich ganz gut gefallen, denn er hat sich sinnvoll und logisch entwickelt und folgt einer klaren Linie. Auch der Schreibstil war flüssig und gut verständlich. Nichts überragendes, aber passend für die Geschichte und die Altersgruppe. 

    Eine Sache fand ich allerdings super schade, und zwar ging das Setting total unter. Ich glaube, die Geschichte soll im England (?) des 16. Jh. spielen, aber ich bin mir nicht so sicher, denn es wird nicht immer klar. Die Welt ist einfach nicht greifbar genug, genauso wie die ganze Organisation der Hexenjäger. So wirklich eintauchen konnte ich dadurch leider nicht. 

    Zusammengefasst war die Geschichte ganz okay. Ich habe gerade zwar ganz schön gemeckert (sorry an der Stelle), aber ich konnte es flüssig lesen und hatte es ziemlich schnell beendet. Was leichtes für zwischendurch, aber wer eine ausgeklügelte Welt und komplexe Charaktere erwartet, ist hier leider an der falschen Adresse. 

  6. Cover des Buches Night of the Daemon (ISBN: 1844163679)
    Aaron Rosenberg

    Night of the Daemon

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  7. Cover des Buches Day of the Daemon (ISBN: 1844163660)
    Aaron Rosenberg

    Day of the Daemon

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

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