Bücher mit dem Tag "wittenberg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wittenberg" gekennzeichnet haben.

29 Bücher

  1. Cover des Buches Katharina von Bora & Martin Luther (ISBN: 9783451068836)
    Maria Regina Kaiser

    Katharina von Bora & Martin Luther

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Da ich von der Autorin schon die Roman-Biographie  "Xanthippe - Schöne Braut des Sokrates" mit viel Freude gelesen habe,  war ich sehr neugierig auf dieses Buch mit der  Lebensgeschichte von Katharina von Bora (1499 - 1552).

    Die Erzählung beginnt mit einem   jungen Mädchen, das als Waise in die Obhut ihrer Tanten ins Kloster Mariathron übergeben wurde. Dort lernte sie lesen, schreiben und rechnen.  So gut es ging, verbrachte sie viel Zeit in der klostereigenen Landwirtschaft.   Aus Überzeugung wurde sie eine Braut Christi und ein späterer Aufstieg zur Priorin und Äbtissin zeichnete sich schon früh ab.   Durch einen Zufall bekamen sie und  Mitschwestern  Schriften des Ketzers Luther in die Hände.    Katharina fühlte sich sofort angesprochen davon und ihre Gelübde waren nur noch eine Last für sie.   An Ostern 1523  fliehen neuen  Nonnen aus dem Kloster Mariathron und finden Zuflucht in Wittenberg bei Martin Luther höchstpersönlich.  Katharina war dabei und über die Zeit entwickelte sich eine Beziehung zum Doktor Luther. 

    Frau Kaiser hat sehr glaubwürdig, den historisch - reformatorischen  Zeitgeist, die  Armut der einfachen Leute, den Bauernkrieg   und die Pest,  mit dem  Lebenslauf von Katharina von Bora verbunden. 

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich würde gerne weitere Biographien dieser Art lesen. 

  2. Cover des Buches Luther und der Pesttote (ISBN: 9783746631899)
    Birgit Jasmund

    Luther und der Pesttote

     (23)
    Aktuelle Rezension von: BettinaLausen

    In Wittenberg bricht 1517 die Pest aus. Almuths Verlobter Tamme soll auch unter den Opfern sein, so behauptet es sein Stiefvater. Doch Almuth glaubt nicht daran. Sie versucht der Wahrheit auf den Grund zu gehen und bekommt dabei Unterstützung von Martin Luther. Dieser Kriminalfall ist einem echten Fall der damaligen Zeit nachempfunden und es tauchen viele historische Persönlichkeiten auf.

     

    In einem anderen Handlungsstrang wird die Geschichte Tetzels und Martin Luthers geschildert. Die Autorin hat eine tolle Idee gehabt, wie die Thesen Luthers an die Schlosskirche zu Wittenberg gekommen sind und nutzt hier die Forschungslücke geschickt aus.

     

    Insgesamt ist es spannender, mitreißender und solide recherchierte Roman. Es gibt jedoch kleine Ungereimtheiten, was Luther angeht. In dem Roman betet Luther für Verstorbene, was ein katholischer Brauch ist. Seine Thesen sprechen eine andere Sprache, nämlich von persönlicher Buße. Zudem denkt Luther an einer Stelle, dass Seelen auf ewig im Fegefeuer lodern. Laut der damaligen Vorstellung war es jedoch nur ein zeitweiliger Läuterungsort.

     

    Zudem gibt es einige Perspektivbrüche. Perspektivwechsel innerhalb von Szenen ohne Absatz, oder der plötzliche Einsatz eines allwissenden Erzählers, der sonst nicht auftaucht.

     

    Trotz dieser kleinen Ungereimtheiten, ein spannender Roman, den ich gerne gelesen habe.

  3. Cover des Buches Die Ketzerbraut (ISBN: 9783426635230)
    Iny Lorentz

    Die Ketzerbraut

     (125)
    Aktuelle Rezension von: xAika

    Ich habe die Hauptcharaktere sehr geliebt . Veva und Ernst mochte ich sofort.  Am Ende mochte ich auch die Nebencharacktere wie Lina und Schwab.  Dieser Zusammenhalt war früher nicht selbstverständlich.  Ich kann das Buch sehr empfehlen.  Was mich nur gestört hat war , sehr viele sexuelle Gewalt.  Deshalb musste ich oft pausieren . 

  4. Cover des Buches Allerheiligen (ISBN: 9783548284866)
    Richard Dübell

    Allerheiligen

     (54)
    Aktuelle Rezension von: lanzelot

    Mir hat als Erstes das tolle düstere Cover gefallen. Ein Eyecatcher und im Buchladen hätte ich dadurch sofort zu diesem Buch gegriffen.
    Polizeihauptmann Peter Bernhard wird aus seinem ruhigen Job in Landshut herausgerissen, denn ein gefährlicher Geiselnehmer hat sich genau seine ruhige Heimatstadt für seine Taten und zum Untertauchen ausgesucht. Auch hat er private Probleme mit seinem nervigen Vater, der der Ahnenforschung verfallen ist, aber dazu hat Peter jetzt überhaupt keine Zeit.
    Hilfe findet er bei seiner Kollegin Flora Sander. Ich will hier auch nicht zuviel verraten, nur das es sehr spannend wird.
    Alles beginnt damit, das die Beiden ein gefesseltes fast nacktes Liebespaar vor einer Kirche finden. Auffallend ist das die beiden Geiseln unversehrt sind.
    Auch die Münchener Kripo ist an dem Fall interessiert, da auch dort eine ähnliche Geiselnahme passiert ist. Man vermutet, das es sich hier um den gleichen Täter handelt. Deshalb führt auch der Weg Harald Sanders von der Polizei München nach Landshut. Harald Sander ist der Ex- Mann von Flora Sander, was nicht unkompliziert ist, zumal auch Peter Bernhard sich in Flora verliebt hat.
    Es handelt sich hier um einen tollen Krimi der mich sehr positiv überrascht hat, da der Autor ja sonst nur historische Romane schreibt. Der Autor hat einen guten und fesselnden Schreibstil und mich hat sein Debüt-Krimi 100% überzeugt. Ich hoffe er wird in diesem Genre noch oft tätig sein.

  5. Cover des Buches Als Luther vom Kirschbaum fiel und in der Gegenwart landete (ISBN: 9783865067814)
    Albrecht Gralle

    Als Luther vom Kirschbaum fiel und in der Gegenwart landete

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Seelensplitter

    Meine Meinung zum Buch: 

    Als Luther vom Kirschbaum fiel und in der Gegenwart landete


    Aufmerksamkeit und Erwartung:

    Wie immer findet sich dieser Punkt auf meinem Blog.


    Inhalt in meinen Worten:

    An einem schönen Tag in Wittenberg 1536 möchte Luther Kirschen vom Baum, für seine Katharina pflücken. Doch da geschieht das unvorstellbare, auf einmal steckt er im Jahre 2017 und muss sich mit einem selbstbewegenden Zeitalter vorlieb nehmen. Dass er dann auch noch auf Juden, den Papst und auf einen Herrn Sonnhüter trifft,  macht sein Abenteuer nur noch lebendiger.

    Wenn du Lust auf eine Zeitreise mit Luther hast, solltest du zu diesem Buch greifen.


    Wie fand ich das gelesene?

    Wie schon im Punkt Aufmerksamkeit und Erwartung hatte ich keine große Erwartung an das Buch. Denn ich ahnte, dass das Buch toll sein wird. 

    Und genau das ist es auch - und es ist für mich einfach ein Highlight im Februar. 


    Schreibstil:

    Das Buch versucht Luther im alten lutherischen Deutsch darzustellen, deswegen muss man sich anfangs an die Sprache, in den gesprochenen Sätzen, gewöhnen. 

    Dabei sind die Sätze und Gedanken von Luther in diesem Buch total interessant. Gerade weil auch die nicht so schönen Sachen damals von ihm aufgezeigt werden. Sein Judenhass, die Wut auf den Papst und auch was er von Muslimischen Menschen gehalten hat. Und dass er vielleicht heute anders denken würde. Und das macht das ganze total glaubhaft und auch besonders.


    Spannung:

    Ist für mich von der ersten bis zur letzten Seite vorhanden - mein einziger Wermutstropfen: Das Buch hätte gerne noch 100 Seiten mehr haben können. So richtig trennen wollte ich mich nicht vom Buch.


    Charaktere:

    Sind für mich wirklich interessant gestaltet, sei es die Jüdin, der Papst, Luther und viele andere tolle kurze Protagonisten im Buch. 

    Auch die Ortschaften im Buch sind so gestaltet geschrieben, dass ich gerne selbst mal in die Lutherstadt reisen möchte und dort auf seine Spuren gehen möchte.


    Glaubensansätze:

    Luther hatte ja viele Gedanken und Sätze zu den diversen Punkten im Glauben. 

    Sei es, dass man sich die Gnade nicht verdienen kann sondern sie ist da, und dass Freiheit wichtig ist und man sich nicht von der Sünde knechten lassen sollte. Aber auch die anderen Punkte, die im Buch angesprochen werden, finde ich toll.

    Eine Grundfrage im Buch: 

    Wem gehört dein Herz? Dem Teufel oder Gott? Und was tust du, um mit Gott Zeit zu haben. 

    Ich fand das total schön zu lesen - bin begeistert, dass so ein Buch zu mir gefunden hat. Denn es rüttelte auch an meinem Glauben, an den Dingen, die ich so glaube und denke. Und es ist immer wieder schön auch Hintergründe zum glauben zu finden. 

    Denn heute ist das in den Evangelischen Kirchen wirklich spannend, was für eine Kirche ist es? Eher vom Ursprung Zwingli oder Luther. Das wusste ich bis zum Buch nicht. Also ein wirklich lehrreiches Buch.


    Fazit:

    Dieses Buch ist genial! Ich hätte mir jedoch noch mehr gewünscht und das Ende kam mir zu abrupt. Ich konnte mich gar nicht richtig vom Buch lösen. Und ich hoffe das der Autor noch mal so ein Buch schreibt, vielleicht zu Paulus oder Petrus? Einfach toll.


    Sterne:

    Ich gebe fünf!

  6. Cover des Buches Luther (ISBN: 9783746632995)
    Guido Dieckmann

    Luther

     (23)
    Aktuelle Rezension von: KunterbunteBücherwelt
    Martin Luther, ein kunger Mann, der mit sich und seinem Leben nicht im Einklang ist. Der sich der Kirche anschließt und Mönch wird, in der Hoffnung seinem Leben einen Sinn zu geben, was ihm nicht wirklich gelingt, da viele Dinge für ihn unverständlich sind. Er beginnt die Kirche zu hinterfragen und befasst sich mit den Schriften der Kirche, wobei ihm einige Ungereimtheiten auffallen. Daraufhin verfasst er seine berühmten Thesen und bringt Kirche und Papst, sowie den Kaiser gegen sich auf. Es wird versucht Luther mundtot zu machen.

    An sich müsste Martin Luther und seine Thesen jedem ein Begriff sein, da es zur Geschichte der Kirche gehört.
    Der Autor hat in diesem Buch das Leben und Tun von Luther im 16. Jahrhundert beschrieben und aus seiner Biografie einen wundervollen Historischen Roman entstehen lassen.
    Mich persönlich hat das Buch von Anfang an in seinen Bann gezogen. Es war leicht den Handlungen zu folgen und sich in die Protagonisten hineinzuversetzen. Die Beschreibungen der Orte waren sehr klar und man kann sie sich sehr gut vorstellen.
    Es war ein wundervolles Leseerlebnis.
  7. Cover des Buches Q (ISBN: 9783862414505)
    Luther Blissett

    Q

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Hypochrisy
    Ein Thriller zwischen Reformation und Inquisition!
    Es ist ein Roman erschienen, von einem Autor, der sich Luther Blissett nennt. Aber wer versteckt sich hinter dem Pseudonym? Wer hat diesen historischen Thriller geschrieben, in dem ein Mann ohne Namen einen Mann mit vielen Identitäten jagt? Als in Italien dieser gewaltige Roman über die Zeit der Reformation erschien, löste er einen Sturm der Begeisterung aus. Denn neben grandioser Unterhaltung gibt er dem Leser ein Rätsel auf: Wer ist Luther Blissett? Die Überraschung war groß, als die Wahrheit ans Licht kam: Vier junge Autoren aus Bologna waren die Urheber dieses mysteriösen Romans. Ihr Ziel: die traditionelle Autorenschaft zu sprengen. Raffiniert umspannt dieser historische Thriller vierzig Jahre im 16. Jahrhundert - vierzig Jahre, die die Welt veränderten. Deutschland ist im Umbruch: Luther und die Wiedertäufer, päpstliche Spione und aufständische Bauern kämpfen um Macht und Vorherrschaft. Vor diesem Hintergrund stehen sich zwei erbitterte Feinde gegenüber: Ein junger Theologiestudent, Anführer der Häretiker, und sein unsichtbarer Feind - Q, der Mann ohne Gesicht, der Statthalter des Papstes, der Verräter ohne Namen. Seine Mission: den Geist der Revolte auszulöschen. Doch die Rebellen kämpfen mit einer unschla gbaren Waffe: der Macht des Wortes.
  8. Cover des Buches Die geheime Braut (ISBN: 9783453356986)
    Brigitte Riebe

    Die geheime Braut

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Lerchie
    Susanne und Bini waren ursprünglich Nonnen gewesen…
    Sie waren aus Leipzig geflohen….
    In Wittenberg wurde Susanne erwischt, als sie einen Mann bestehlen wollte… Doch dieser Mann erbarmte sich ihrer…
    Und so geschah es, dass Susanne und ihre Freundin Bini bei Martin Luther und seiner Frau Katharina als Mägde zunächst probehalber eine neue Heimat fanden…
    Doch der Schrecken, der sie aus Leipzig vertrieben hatte, ereilte sie auch hier…
    Lucas Cranach war Hofmaler und wurde von einem unbekannten Kunstsammler beauftragt, ein bestimmtes Bild zu malen…. Doch an diesen Auftrag war eine Bedingung geknüpft…
    Und dann wurde die erste Frauenleiche gefunden… Und es sollte nicht bei einer bleiben…
    Und dann war da noch Jan, der Mann, den Susanne bestehlen wollte. Er war Maler in Cranachs Diensten…
    Warum waren Susanne und Bini keine Nonnen mehr? Weshalb waren sie aus Leipzig geflohen? Was oder wer hatte sie von dort vertrieben? Warum wollte Susanne stehlen? Und weshalb zeigte sie dieser Mann nicht an, sondern hatte Erbarmen? Wieso kamen sie dann zu Martin Luther? War der Mann mit diesem bekannt? Würden sie eine sogenannte Probezeit überstehen? Doch was war das für ein Schrecken, der Susanne auch hier ereilte? Welches Bild sollte Cranach malen? Und welche Bedingungen gab es dabei? Bedingungen, die eigentlich kaum bzw. nur schwer erfüllbar waren? Warum ließ sich Cranach beeinflussen, dieses Bild zu malen? Wer war diese Frauenleiche? Und wer wurde noch ermordet? Was hatte es noch mit Jan, dem Maler in Cranachs Diensten, auf sich? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

    Meine Meinung
    Wie immer bei Brigitte Riebes Büchern wurde meine Erwartung nicht enttäuscht. Es ließ sich sehr gut lesen. Ich hatte keine Fragen wegen etwaiger unklarer Worte, das heißt es ist unkompliziert geschrieben. In der Geschichte war ich schnell drinnen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Susanne, die in Leipzig Schreckliches erlebt hatte und nun feststellen musste, dass genau dieser Schrecken in Persona hier nach Wittenberg gezogen war. Die nun wieder Angst hatte, dass ihr das Gleiche hier auch widerfährt. In Jan, der ein Frauenheld war, weil diese ihm zuflogen, und der sich doch verliebt hatte. In Lucas Cranach, der zunächst zögerte, dann aber doch einwilligte, das Bild zu malen. Auch fing das Buch schon leicht spannend an und die steigerte sich stetig und der Spannungsbogen hielt sich auch bis zum Ende. Dieses Buch hat mit sehr gut unterhalten. Es war, wie gesagt, spannend, hat mich gefesselt und ich habe es in einem Rutsch gelesen. Daher bekommt es von mir eine Lese-/Kaufempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

  9. Cover des Buches Das Kloster der Ketzer (ISBN: 9783570304631)
    Rainer M. Schröder

    Das Kloster der Ketzer

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Elodin
    Naja, hab schon bessere Jugendbücher gelesen. Dieses hier war selten spannend und meistens vorhersehbar. Wirkliche Überraschungen gab es für mich keine. Der Schreibstil ist in Ordnung, sehr nüchtern wie ich finde. Sprachwitz oder irgendwelche Pointierungen - Fehlanzeige. Inhaltlich hat mir der direkte Bezug zu Martin Luther gefehlt. Die Verknüpfung von fiktiver Hauptfigur mit historischen Charakteren hab ich bei Rebecca Gable immer sehr gern gelesen. Von Martin Luther wir in diesem Buch nur geredet, einen Auftritt hat er aber nicht.
    Alles in allem ist das Buch ok, aber streckenweise habe ich gedacht, dass die komplette Story in einem "richtigen" historischen Roman bestenfalls einen Nebenstrang ausfüllen würde.
  10. Cover des Buches Der Mensch Martin Luther (ISBN: 9783596179305)
    Lyndal Roper

    Der Mensch Martin Luther

     (3)
    Aktuelle Rezension von: michael_lehmann-pape
    Die Persönlichkeit nachzeichnend

    Aufbrausend war er. Stur. Gesellig. Dominant in der Geselligkeit. Vielleicht auch feige, als er den Bauernaufständen seine Unterstützung versagte. Die Zunge oft schneller als das Denken, in späteren Jahren und Widerspruch kaum zulassend. Verschwenderisch, so dass Katharina von Bora, seine Frau und Mutter seiner Kinder, das Geld zusammenhalten musste.

    Genial war er in seinem grübelnden, getriebenen Nachdenken über Gott und den Menschen und seiner Fähigkeit, die Essenz seines Denkens verständlich auf den Punkt zu bringen.
    Nicht nur die Reformation hat er ausgelöst, sondern auch eine kulturelle Wende sondergleichen durch seine kongeniale Bibelübersetzung, mit der er (ungewollt) einer der Wegbereiter des Humanismus werden sollte.

    Mutig war er, der sich auf dem Reichstag und Bedrohung für sein Leben vor Kaiser und Kirche stellte mit seinem Satz: „Hier bin ich, Gott helfe mir, ich kann nicht anders“.

    Vom gelehrigen Schüler in Mansfeld zum Mönch und Professor, vom Gelehrten zum Aufrührer gegen „die Hure Babylon“, den Papst und die römische Kurie, Einer, der sich nicht trennen wollte von seinem Glauben und seiner Kirche, diese aber auch aus tiefer Erkenntnis heraus nicht so belassen konnte, wie sie war. Und damit eine neue Konfession auf den Weg brachte. Mit all den Folgen langer und harter Religionskriege im Nachgang seines Schaffens.

    „Mit seinem Verständnis von Buße traf Luther unausgesprochen das Herz der Papstkirche und ihr gesamtes ökonomisches und soziales Gefüge“. Und beim Geld hört jede Freundschaft auf, wie der Volksmund sagt und wie es bei Luther unnachgiebig zutraf.

    Aber auch einer, der bodenständig verwurzelt war, wie Roper als Teil der Prägung dieser Person herausarbeitet, der sich in einem geographisch kleinen, begrenzten Umfeld Zeit seines Lebens bewegt. Eisleben, Geburts- und Sterbeort, Mansfeld, Erfurt, Wittenberg, alles in einem 100 Km Umkreis und in gleicher sozialer Atmosphäre.

    Was aber hat es auf sich mit dem „inneren Wesen“? Warum hatte seine Frau ihn immer als „Herr Doctor“ und zudem in der dritten Person anzusprechen? Wieso beharrte Luther als doch theologisch „moderner“ Gelehrter auf dem Alten Testament als Quelle der Klärung der Beziehung der Geschlechter mit stark patriarchalischer Ausrichtung?

    Weil er eben nicht „modern“ im heutigen Sinne des Wortes war,

    Und daneben dennoch auch ein Sozialrevolutionär.

    „Luthers Botschaft erreichte Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und veränderte ihr Leben für immer“.

    Dürer in der Kunst, der die „Freiheit“ als Kern seines Verständnisses von Luther betrachtete, wie jene Bauern in den Bauernkriegen sich ebenfalls auf Luthers „Freiheit“ beriefen. Wie für manche Mönche das Wichtigste der „angriff auf das Mönchsleben“ war, mit Folgen für die Haltung dem eigenen Orden gegenüber.
    Oder Argula von Grumbach, die durch Luther intensiv inspiriert eine ganz eigenständige, öffentliche Wirksamkeit betrieb und gegen die damals übliche Stellung der Frau gegenüber alle Erwartungen durchbrach.

    Beispiele, die Roper anführt, um die Wirkung Luthers zu beleuchten und, im Kontrast hierzu, das damit einhergehende „falsche“ Verständnis Luthers zu beleuchten.

    Dennoch aber bleibt zu konstatieren, dass Luther eben nicht „modern“ in erster Linie dachte, sondern „Bibeltreu“ sich verstand. Nicht „Frei“ im absoluten Sinne sah er den Menschen, sondern immer nur „Frei mit Gott“. Immer war der Glaube, Gott selbst, Dreh. Und Angelpunkt, aber auch Rückbindung und Halt für den Menschen. Einer, der immer ein „gesundes Misstrauen in die Hure Vernunft“ in sich trug und daher schlecht als Gallionsfigur moderner, individueller Freiheit oder des Humanismus selbst taugt.

    Kompromisse oder feine Differenzierungen waren seine Sache nicht. Die Fähigkeit, den Kern einer Sache zu erfassen und einfach und verständlich formulieren zu können ging einher mit der festen Überzeugung, dass dies „objektive Wahrheit“ dann sei. So war der Mensch Luther ganz sicher kein einfacher, umgänglicher Zeitgenosse. Und dennoch mit einer Kraft und Charisma ausgestattet, dass die Welt veränderte. Ohne dass dies sein ausgesprochenes Ziel gewesen wäre.

    Eine empathische Biographie, in welcher die vielschichtige und doch eindeutige Person Luthers und seine Rezeption sorgfältig dargestellt werden. Und die auf die starken Unterschiede zwischen Person und „Sicht von außen“ verweist.
  11. Cover des Buches VENUS AD (ISBN: 9783962580247)
    Gabriele Borgmann

    VENUS AD

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Schneeflamme

    Venus AD ist für mich interessant geworden, weil die Handlung in meiner Heimat spielt und die Idee eines Albrecht Dürers welchen es in 21 Jahrhundert verschlägt ganz witzig klang.

    Das Buchcover finde ich ein wenig bieder. Immer wenn ich flüchtig drauf schaue, denke ich dort steht ein überdimensionaler Pilz. Für ein Buch, welches von der Kunst handelt für mich zu wenig.

    Die Buchidee ist witzig, aber konnte mich in der Umsetzung leider nicht überzeugen. Es geht um Kunst, um Politik und darum, dass sich die Zeiten kaum ändern. Die Zeitreise wird bewusst ausgeklammert. Der Fokus liegt mehr auf dem Geschehen im 21 Jahrhundert. Das Buch ist leider weniger witzig als erwartet.

    Es ist ein netter Zeitvertreib, der leider nicht im Gedächtnis bleibt.  

  12. Cover des Buches Die Magistra (ISBN: 9783746620954)
    Guido Dieckmann

    Die Magistra

     (14)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Philippa von Bora geht nach dem Tod ihres Vaters zu ihrer Tante und Onkel. Der Onkel ist Martin Luther. Ihr Bruder bzw. ihre Schwägerin haben sie um ihren Erbteil gebracht. So ist sie froh, bei Tante und Onkel mit offenen Armen aufgenommen zu werden.

    Ein turbulenter historischer Roman nimmt seinen Lauf. Die Charaktere sind größtenteils symphatisch, natürlich gibt es auch zwielichtige Gestalten und solche, die sich als bieder und zuverlässig darstellen und am Ende das genaue Gegenteil sind!

    Lesern, die einen guten historischen Roman zu lesen schätzen, sei dieses Buch empfohlen!

  13. Cover des Buches Allein aus Gnade (ISBN: 9783898125642)
    Lilli Klausen

    Allein aus Gnade

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Neuneuneugierig
    Nachdem ich mich an die Ausdrucksweise gewöhnt hatte, fand ich es richtig klasse. Allerdings hätte mich, hätte ich ihn denn gelesen, der Klappentext in eine komplett falsche Erwartungshaltung gebracht. 

    Die Spaltung der Kirche und damit auch des Glaubens, ist hier "spannend", eher unterschwellig, als Nebenhandlung, auf bearbeitet. Es lässt viel Raum zu Diskussionen und Spekulationen. 
    Auf mich wirke der Roman eher wie ein Frauenroman. Luther selber  spielt hier eine Nebenrolle, obwohl es seine revolutionäre Thesen sind, die alles in Bewegung setzten.    

    Das Ende musste wohl so kommen, schon allein aus Gründen der Stimmigkeit, doch.... das müsst ihr selber lesen.
  14. Cover des Buches Magdalena Himmelstürmerin (ISBN: 9783836959285)
    Rudolf Herfurtner

    Magdalena Himmelstürmerin

     (20)
    Aktuelle Rezension von: theophilia
    Inhalt:Jüterbog, 1517. Magdalenas kleine, überschaubare Welt gerät aus den Fugen, als der Vater und auch ihr zärtlich geliebter kleiner Bruder bei einem Bergwerksunglück ums Leben kommen: Statt für einen Arzt gibt die Mutter ihr Geld für Ablassbriefe aus. Als die Mutter die kleine Kate nicht mehr halten kann, wird Magdalena ins ferne Wittenberg zu ihrer Tante Elsbeth geschickt. In Wittenberg trifft sie nicht nur Veit wieder, einen Freund aus Kindertagen, sondern hört auch einen gewissen Doktor Luder predigen, bei dem Veit Theologie studiert. Die Tür zu einer neuen Welt öffnet sich Magdalena. Begierig nimmt sie Luthers Gedanken in sich auf. Sein Aufbruch ermutigt Magdalena, ihr Leben in die Hand zu nehmen - und dadurch bringt sie nicht nur sich selbst in große Gefahr.

    Meine Meinung:
    Ich finde die Romanheldin sehr bewunderswert, wie das Mädchen Magdalena ihr Leben meistert. Sie gibt nicht auf, obwohl sie sehr viele Gründe dazu hätte. Magdalena versucht zu lernen, was möglich ist für sie als Mädchen. In die Schule kann sie nicht gehen. Sie als Mädchen wird nicht würdig gehalten lesen und schreiben zu lernen. Trotzdem lernt sie es - aus eigenem Willen und mit Unterstützung ihrer Tante und Veit. Sie lernt in Veit nicht die Schuld für ihr Familiendrama zu sehen und eröffnet sich damit eine große und neue Zukunft. 
  15. Cover des Buches Philipp Melanchthon und Seine Zeit (ISBN: 9783525550069)
  16. Cover des Buches Reform und Ordnung aus dem Wort. Johannes Bugenhagen und die Reformation im Herzogtum Pommern (ISBN: 9783374004003)
  17. Cover des Buches Der Zweikampf. Die heilige Cäcilie. Sämtliche Anekdoten. Über das Marionettentheater u.a. Prosa (ISBN: 9783150080047)
  18. Cover des Buches 1517 (ISBN: 9783406700699)
    Heinz Schilling

    1517

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Koehler-trifft-Buch

    500 Jahre Reformationsgeschichte liegen hinter uns. Martin Luthers Thesenanschlag in der Schlosskirche zu Wittenberg veränderte die Welt auf einen Schlag und leitete die Neuzeit ein. Das zumindest war noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts die herrschende Meinung in der westlichen und vor allem der protestantisch geprägten Geschichtsschreibung, für die zum Beispiel Adolf von Harnack stand. Doch inzwischen ist das eurozentrische Geschichtsbild einer umfassenderen Sichtweise gewichen. Wie wir inzwischen wissen, haben auch andere Hochkulturen wesentliche „Impulse“ zur Neuzeit beigesteuert, wie Heinz Schilling in „1517 – Weltgeschichte eines Jahres“ anmerkt.

     

    Der emeritierte Professor für die Europäische Geschichte der frühen Neuzeit an der Humboldt-Universität zu Berlin führt den Leser auf eine Zeitreise in das frühe 16. Jahrhundert. Dabei gelingt es Schilling selbst in der Kürze der Darstellung – der eigentliche Inhalt umfasst gerade einmal 308 Seiten – detailreich die Welt von damals zu skizzieren. So wird der Leser beispielsweise genauso in die ausgeklügelten Thronfolgevorgänge am spanisch-habsburgischen Hof in Madrid um Karl V. eingeweiht (dem einen großen Gegenspieler Luthers), wie in die Vorgänge um den osmanischen Herrscher Sultan Selim I., der zu Beginn des Jahres 1517 die Macht der Mamluken brach und damit dem Osmanischen Reich die Vorherrschaft in der muslimischen Welt sicherte. Beide Großmächte, d.h. das Haus Habsburg und das Osmanische Reich, standen sich fortan im 16. Jahrhundert feindlich. Schilling öffnet dem Leser in seinem Buch also den Blick auf das Europa und die Welt am Vorabend der Reformation. Und das durchaus auch in die weiteren „äußeren“ Aspekte des menschlichen Lebens von damals wie den wirtschaftlichen, politischen und sozialen Veränderungen der Zeit.

     

    Ganz entscheidenden Einfluss auf die Welt zu Beginn der Neuzeit sieht der Autor zudem im Einfluss des neuen Weltwissens, zumindest auf die Eliten von damals. Amerika wurde entdeckt, Reisen an den chinesischen Hof wurden unternommen sowie Entdeckungsfahrten nach Afrika und Asien.

     

    Aber auch die „Innerlichkeit“ war von Bedeutung. Die Welt besann sich wieder auf das Wissen und die Kunst der Antike, d.h. die Renaissance aus Italien „schwabte“ immer stärker nach Nordeuropa: Universitäten wurden gegründet, neue Wissenschaften sollten bald entstehen und mit dem Buchdruck war auch eine wichtige Voraussetzung für die Verbreitung der Reformation auf den Weg gebracht.

     

    Doch trotz aller Fortschritte zeigt Schilling auch, dass sich Aberglauben und Misstrauen hartnäckig hielten. Beispielsweise gegenüber dem Judentum, auch wenn sich einzelne Gelehrte wie der württembergische Humanist Johannes Reuchlin für die Anerkennung der jüdischen Kultur einsetzten. Aber auch Hexenverfolgungen und Geisterschlachten spielten nach wie vor eine große Rolle. Was sich in Erzählungen wie der „Geisterschlacht von Bergamo“ und den Gemälden und Holzschnitten von Bosch und Dürer zeigte.

     

    Schließlich sollte vor allem der Medici-Papst und Renaissance-Fürst Leo X., der zwar auf der einen Seite die bildenden Künste durch den Neubau von St. Peter förderte, auf der anderen Seite mit seinem Ablasshandel aber Widerspruch von Humanisten wie Erasmus von Rotterdam und dem Erzbischof von Toledo, Francisco Jiménez de Cisneros (einer von mehreren spanischen Reformern), oder Rittern wie Ulrich von Hutten erntete. Heinz Schilling zeigt im letzten Abschnitt seines Buches schließlich, warum gerade der Wittenberger Mönch und Professor Luther sich mit seinen Thesen zum Reformator aufschwingen konnte: „Keiner der spanischen Bibelwissenschaftler war in ähnlicher Weise ein existentiell um Wahrheit Ringender wie der Wittenberger Mönch.“ So stieg er und nicht sie zum Gegenspieler von Ablass-Papst Leo X. und Karl V. auf. Und seine Lehre traf in der Bevölkerung auf offene Ohren, denn trotz aller Kritik an der Kirche waren die Menschen im frühen 16. Jahrhundert noch sehr gläubig. Die Furcht vor dem Fegefeuer, die vor allem bei einem plötzlichen Tod jedem Menschen drohte, war sehr wach und so versprach Luthers „gnädiger Gott“ auch Rettung ohne Läuterung im Fegefeuer und ohne Ablass.

     

    Heinz Schillings Buch über das Jahr 1517 – auch nach den Reformationsfeierlichkeiten 2017 – ist ein profundes und spannendes Werk, um sich die Zeit vor der Reformation, und die Einflüsse auf diese, besser vorstellen zu können. Spannend geschrieben und klar gegliedert, führt es den Leser und die Leserin in eine interessante und aus heutiger Sicht fast versunkene Welt. In eine Zeit, in der die Menschen noch mit Inbrunst gläubig waren und sich mit Leib und Seele vor dem Martyrium des Fegefeuers fürchteten.
  19. Cover des Buches Die Magistra (ISBN: 9783828973367)

    Die Magistra

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Die Mutter des Satans (ISBN: 9783426518649)
    Claudia Beinert

    Die Mutter des Satans

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Universum_der_Woerter
    Die Beinert Schwestern haben einen wunderbaren Roman über die Mutter Martin Luthers geschaffen.

    Der Roman wurde in der Ich-Form beschrieben, damit der Leser schneller einen Bezug zu den Protagonisten aufbauen kann. Bei mir jedenfalls hat es funktioniert und ich konnte mich sehr gut in Magarethe, die Mutter Martins, hineinversetzen. Die Autorinnen schaffen es, dass bei mir beim lesen Emotionen aufkommen. Die Charaktere sind gut beschrieben, so dass ich Mitgefühl für Magarethe empfinde und mich über ihren Ehemann ärgere. Manchmal gab es Momente an denen ich die Protagonistin schütteln möchte, da sie sich vieles gefallen ließ. Doch ich musste immer daran denken, dass es sich im 15. Jahrhundert abspielte und es eine andere Zeit war als es heute ist.
    Ich tauche sehr schnell in dieses Buch ein und befinde mich in eine Zeit in der Frauen nichts zu sagen haben und ihren Ehemännern zu gehorchen haben.

    Sehr interessant war auch zu lesen, wie die Menschen damals mit dem Aberglauben lebten. Doch ganz extrem fand ich den Glauben an Gott. Egal was man damals tat; man darf Gott nicht erzürnen. Die Autorinnen erschaffen eine Zeit, in der man durch Ablasskäufe von den Sünden frei gesprochen wird. Eine Zeit in der man Gott nicht erzürnen durfte. Ich war gefesselt zu lesen was die Menschen alles als Strafe Gottes ansahen.

    Martins Geschichte selber war eher Hintergründig da, wie der Titel es schon sagte es hauptsächlich um die Mutter ging. Doch der Roman beschreibt die intensive Bindung zwischen Mutter und Sohn. Die Sorge um ihren Sohn als er sich mit der Kirche anlegte.

    Ich finde, dass es ein gelungener Roman geworden ist und dass man das Leben Luthers aus der Sicht der Mutter erfahren durfte. Ein sehr interessanter und auflschlußreicher Roman in einer Zeit von Aberglaube und Ablassbriefen.
  21. Cover des Buches Rosen im Schnee (ISBN: 9783765541261)
    Ursula Koch

    Rosen im Schnee

     (8)
    Aktuelle Rezension von: theophilia
    Liebe Leser
    heute möchte ich Euch die Autorin Ursula Koch mit dem Buch „Rosen im Schnee“ vorstellen.

    Auf das Buch bin ich in der Onleihe e medien franken aus Ansbach gestoßen.

    Inhalt:
    Katharina von Bora musste einen weiten Weg gehen, ehe sie Martin Luthers Frau wurde. Und das katholische Europa spottete über den Reformator, als er 1525 eine entlaufene Nonne heiratete. Dass ein Mönch und eine Nonne sich in Liebe miteinander verbinden könnten, schien aller Welt so unmöglich wie Rosen, die im Schnee blühen.

    Meine Meinung:
    Der biographische Roman von Ursula Koch ist mit einem festen erdfarbenen Einband sehr hochwertig eingebunden. Zusätzlich ist das Buch als E book erschienen. E books ermöglichen ein entspanntes Lesen, da die Schriftgröße an den Leser angepasst werden kann.

    Auf dem Buchcover ist Katharina von Boras Portrait abgedruckt, wie es Lukas Cranach d. A. 1526 malte.

    Das Buch beginnt mit einem Inhaltsverzeichnis und einem Vorwort. Anhand der Überschriften ist das genaue Zeitgeschehen des Romas gut einzuordnen. Mit einem umfangreicher Kapitel über Daten und Fakten von Katharina Luther schließt das Buch.

    Im Hauptteil des Buches wird dem Leser sehr miterlebbar das Leben von Katharina Luther und ihrer Zeit hineingenommen. Er spürt das Gefühl der Nonne sich nicht am richtigen Platz zu fühlen und die Anfeindungen als entlaufene Nonne und die Abweisung ihres Geliebten Hieronymus Baumgartner. Mit der Heirat von Martin Luther erhält sie zwar einen Mann, aber beide haben auch trotzdem weiterhin mit gesellschaftlicher Anfeindung zu kämpfen. Diese Anfeindung bleibt sogar nach dem Tod von Martin Luther, als sein Testament nicht anerkannt wurde und ihr sogar die Kinder genommen werden sollen.

    In jedem Kapitel wird erst ein Lebensabschnitt von Katharina Luther aus deren Sicht vorgestellt.

    Die historischen Begebenheiten sind alle in Google nachprüfbar und belegbar.

    Das ich aus dem Buch lernen kann:
    Für Katharina war es durchs Klosterleben möglich geworden an Bildung zu kommen. Dass ihr Leben jemals diese Wendung nehmen würde, hätte sie sich auch nie gedacht. Ihr Leben endet tragisch. Gut, dass sie eine Tochter bei sich hat, die sie trösten und pflegen kann.

    Fazit
    Das Buch ist sehr lesenswert. Es nimmt den Leser in die Lebenswelt und Umgebung von Katharina Luther. Damals war es eine harte Zeit. Gut, dass ich heute lebe!

    Autor:
    Ursula Koch (* 12. April 1944 in Gunzenhausen) ist eine deutsche Schriftstellerin.[1]
    Sie studierte Germanistik und Geschichte und war u.a. drei Jahre als Entwicklungshelferin in Burkina Faso/Westafrika tätig. Nach ihrer Rückkehr blieb sie der Entwicklungshilfe eng verbunden. Gemeinsam mit ihrem Mann ist sie in der kirchlichen Entwicklungshilfe engagiert und unterstützt Projekte für in Not geratene Frauen. Ihre in mehrere Sprachen übersetzten Romane und Biografien mit historischer und biblischer Thematik handeln oftmals von Frauen, die in einer von Männern dominierten Welt ihren Weg suchen.
    .
    weitere Bücher von Ursula Koch
    • Nur ein Leuchten dann und wann. Annette von Droste-Hülshoff. Biographischer Roman (2001), ISBN 978-3765516856
    • Edith Stein - Eine kleine, einfache Wahrheit sagen. Biografischer Roman (2005), ISBN 978-3765518959
    • Rosen im Schnee. Katharina Luther, geborene von Bora - Eine Frau wagt ihr Leben (2008), ISBN 978-3765518607
    • Elisabeth von Thüringen - Die Kraft der Liebe (2008). ISBN 978-3765518591
    • Die Meisterin vom Rupertsberg: Hildegard von Bingen - eine Botin der Liebe. Historischer Roman (2009), ISBN 978-3765517129
    • Der Alltagsengel: Kleine Erzählungen. (2013), ISBN 978-3765542206
    • Verspottet, geachtet, geliebt - die Frauen der Reformatoren (2015), ISBN 978-3761562147

  22. Cover des Buches Hexenkinder (ISBN: 9789963724284)
    Sabine Bürger

    Hexenkinder

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Guaggi
     Das Cover ist mir persönlich für ein Kinderbuch etwas zu dunkel gehalten, doch ich finde sehr schön das man genau diese Szene im Buch wiederfindet.
    Das Buch ist in mehrere kurze Kapitel unterteilt und hat einen leicht verständlichen Schreibstil, eben perfekt für Kinder.
    Die Geschichte an sich ist recht interessant, dennoch tat ich mich mit den enormen Zeitsprüngen etwas schwer und damit meine ich nicht die Reisen in die Vergangenheit.
    Die Wechsel vom 21. Jahrhundert ins Mittelalter wurden klar abgegrenzt und ich war beeindruckt von den detaillierten Beschreibungen der damaligen Zeit.
    Beide geschilderten Abenteuer im Mittelalter waren sehr interessant und ich war verblüfft von dem Mut der Kinder. Sie wuchsen förmlich mit den Gefahren, die ihnen in der damaligen Zeit begegneten. Wunderbar fand ich ebenfalls, dass Samantha und ihre Freundinnen in der Vergangenheit auf Personen oder deren Nachfahren trafen, die sie bereits aus der Erzählung von Samanthas Mutter kannten.
    Für mich als Erwachsene fehlte es manchmal etwas an Spannung, allerdings fand ich die Geschichte für Kinder perfekt.
    Man konnte wunderbar mit den Protagonisten mitfiebern und auch an der richtigen Portion Humor fehlte es nicht.
    Besonders Florian Falco entlockte mir mit seinen Sprüchen und dem einmaligen Dialekt so manches Schmunzeln.
    Dennoch hatte die Geschichte für mich auch noch ein paar Schwachstellen, die für mich eindeutig an den teilweise doch sehr unübersichtlichen Zeitspannen lagen. So konnte ich leider nicht einschätzen, wie viel Zeit die Mädchen im Mittelalter verbrachten, und war dadurch von manchen Ereignissen verwirrt.


    Ein schöne Zeitreisegeschichte für Kinder, die mich leider nicht vollends begeistern konnte, aber seiner Zielgruppe auf jeden Fall gerecht wird.
  23. Cover des Buches Die Flügel der Freiheit (ISBN: 9783492312097)
    Tilman Röhrig

    Die Flügel der Freiheit

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Nadezhda

    Auch ich fand den Roman unterhaltsam zu lesen und hinsichtlich der historischen Figuren gut recherchiert, aber trotzdem ist bei mir kein Funke übergesprungen.


    Zum einen war mir die vom Autor erfundene, ins Reformationsgeschehen eingebettete Liebesgeschichte zwischen Barthel und Dorlein über weite Strecken zu banal. Irgendwie nach dem Motto: Man muss da noch eine herzzerreißende Romanze mit viel Geschmuse unterbringen, um die entsprechenden Bedürfnisse der Leserschaft zu befriedigen. Ja, ich sehe schon, dass Dorothea und Bartholomäus stellvertretend für viele Menschen stehen, denen die Lehren Luthers oder Müntzers kaum verständlich waren, die aber trotzdem zwischen deren Lagern ohne eigenes Zutun schier zerrieben wurden. Aber diesen als intelligent dargestellten Protas nehme ich nicht ab, dass sie gar nicht so recht begreifen, was dieser Luther eigentlich will.


    Allerdings macht der Autor es auch den LeserInnen nicht leicht, Luthers Anliegen zu durchschauen, und hierin liegt mein größter Kritikpunkt an dem Roman: Man bekommt Müntzer als Person und in seinen Lehren als einen unsympathischen, selbstdarstellerischen Möchtegern-Propheten präsentiert, dem es nur um Aufruhr geht. Ich kann nicht beurteilen, inwiefern das dem historischen Müntzer gerecht wird. Sein durchaus berechtigtes soziales Anliegen, nämlich die wirtschaftliche Not der unteren Stände, wird hier wie das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Luther wiederum scheint ihm argumentativ immer nur hinterherzuhecheln, sich an ihm und seinen Mitstreitern abzuarbeiten. Was aber Luthers eigene reformatorische Anliegen eigentlich ausmacht, was sie für den Glauben und das soziale Gefüge dieser Zeit bedeuteten, kommt in diesem Roman viel zu kurz. Und das, obwohl es sich auch angesichts des Titels "Flügel der Freiheit" geradezu aufdrängen würde, die Gedanken aus Luthers 1520 erschienener Schrift "Von der Freiheit eines Christenmenschen" hier ausführlicher ins Geschehen einzuflechten. Stattdessen erscheint Luther nur als ein überfressener, ständig herumfurzender, rülpsender Choleriker, stets mit dem einen Fuß auf dem Abort und mit dem anderen in der Tür irgendeines Freundes, den er um Geld anbettelt. Seine theologischen Anliegen gehen im Vergleich zu Müntzers Thesen komplett unter. Das finde ich bei einem Roman, der ja bewusst im Umfeld der Reformation angesiedelt ist, sehr schade.


    Anders als Tilman Röhrigs hervorragender Roman "In dreihundert Jahren vielleicht" weist dieser hier auch nicht einmal in Ansätzen über sich und seine Zeit hinaus. Während "In dreihundert Jahren vielleicht" zwar während des Dreißigjährigen Krieges spielt, aber in vielen seiner Aussagen absolut zeitlos ist, für die LeserInnen erkennbare gezielte Verweise auf andere historische Epochen enthält und somit von aktueller Brisanz ist, bewegt sich Röhrigs Reformationsroman gedanklich keinen Schritt über das Jahr 1525 hinaus, obwohl Luthers und Melanchthons reformatorische Gedanken die Kirchenlandschaft der folgenden 500 Jahre entscheidend mitbestimmt haben. Ich verstehe auch nicht so recht, warum Röhrig den Roman mit Luthers Hochzeit enden lässt. Und wenn sie nicht gestorben sind...? Den Einstieg auf der Wartburg habe ich als sinnvoll und gelungen empfunden, aber dass Katharina von Bora dem manchmal doch etwas drögen Reformator mit ihrem Wirken gewaltig auf die Sprünge geholfen hat, ihm sozusagen auch noch einmal Flügel verliehen hat, wird hier leider nicht mehr entfaltet.

  24. Cover des Buches Gold und Seide (ISBN: 9783453354722)
    Katrin Keil

    Gold und Seide

     (4)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-

    Wittenberg, im Jahr 1545: Die junge Carla Weber hat einen großen Traum: Sie möchte eine große Malerin werden wie ihr Vater, der in der Werkstatt des berühmten Lucas Cranach arbeitet. Doch als Mädchen ist ihr das Erlernen dieses Berufs nicht möglich. Während ihr Bruder Markus an der berühmten Leucorea studiert, beginnt sie schließlich eine Ausbildung zur Weberin. Doch ihre wahre Leidenschaft lässt sie nicht los und der Sohn Cranachs gibt ihr heimlich Unterricht. Als Thilmann, Carlas Vater einen großen Auftrag in Stettin ausführen soll, erlaubt dieser ihr, ihn zu begleiten. Doch plötzlich erkrankt Thilmann auf der Reise schwer und der Auftrag droht verloren zugehen. Doch Carla möchte die Chance nutzen, um endlich ihr Talent zu zeigen und reist als Junge verkleidet nach Stettin. Immer mit der Gefahr aufzufliegen beginnt sie dort ihre Arbeit als Karl Weber an einem großen Werk. Doch es kommen auch noch andere Probleme auf sie zu. Schafft sie es, ihre Träume zu verwirklichen?

    Ein spannender historischer Roman, der mir sehr gut gefallen hat. Mitten im 16. Jahrhundert versucht ein Mädchen, ihren Traum von der Malerei zu verwirklichen und gibt alles dafür. Spannung und Dramatik ist vorhanden. Lesenswert, ich vergebe dafür fünf Sterne!

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