Bücher mit dem Tag "witwe"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "witwe" gekennzeichnet haben.

396 Bücher

  1. Cover des Buches Paper Princess (ISBN: 9783492060714)
    Erin Watt

    Paper Princess

     (2.165)
    Aktuelle Rezension von: Fispe21

    Zugebenermaßen war ich zuerst etwas Verhalten was dieses Buch angeht. Aber bereits ab dem 1/3 des Buches war ich einfach nur gepackt. Cinderella neu erfunden, aber mit so viel ernsthaften Hintergründen, dass es keinesfalls als leichtes Märchen durchgeht. Man kann gar nicht anders, als die kaltherzigen Royal-Brüder ins Herz zu schließen (besonders Easton) und wenn es dann vorbei ist wird man mit so einem heftigen Cliffhanger zurückgelassen, dass man gar nicht am 2. Band vorbei kommt. Absolute Leseempfehlung!!

  2. Cover des Buches Ein Bild von dir (ISBN: 9783499269721)
    Jojo Moyes

    Ein Bild von dir

     (818)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Spannende Geschichte auf zwei Zeitebenen!

    Ich lese unheimlich gern Geschichten auf zwei Zeitebenen und war deshalb sehr gespannt auf das Buch. Die Vorgeschichte dazu, als man die beiden Protagonistinnen bereits kennengelernt hat, hat mir die beiden ans Herz wachsen lassen.
    So hat mir der Teil von Sophie aus dem Ersten Weltkrieg sehr gut gefallen. Sophie ist so eine starke und beeindruckende Persönlichkeit und ihre Geschichte ging wirklich unter die Haut. Jojo Moyes hat die Zeit, Sophies Geschichte und Gefühle so eindringlich beschrieben, dass ich so gern noch mehr von ihr erfahren hätte.
    Der Teil von Liv aus der Gegenwart konnte mich leider nicht so begeistern. Auch hier konnte man so gut mit ihr mitfühlen und hat mit ihr mitgefiebert, ihre Gefühle dem Bild gegenüber wurden so verständlich und einfühlsam beschrieben. Allerdings zog sich ihr Handlungsstrang anfangs etwas in die Länge und dann ging es mit einem Mal sehr schnell und einige Ereignisse wurden in wenigen Sätzen abgehandelt.
    Das emotionale Ende hat mich dann allerdings wieder sehr überzeugt, passt für mich zur Geschichte und hat die Geschichte am Ende rund gemacht.

  3. Cover des Buches City of Bones (ISBN: 9783442486823)
    Cassandra Clare

    City of Bones

     (7.625)
    Aktuelle Rezension von: Painiapulu

    Nach meiner ersten Trilogie von Cassandra Clare - der Clockwork Reihe, von der ich völlig hin und weg war - stieg ich dann mit City of Bones in die ,,Moderne" der Schattenjägerwelt ein. Das war für mich erst einmal gewöhnungsbedürftig, da zwischen den zwei Geschichten doch nochmal gut 140 Jahre liegen und ich zuvor eine ganz andere Vorstellung von den Schattenjägern, deren Aussehen und ihrer Lebenswelt entwickelt hatte. 

    Vorab: Klasse ist, dass Cassandra Clare in ihren Büchern durch bekannte Namen oder Charaktere den Bogen zu vorherigen oder nachfolgenden Reihen spannt. So ist der Trennungsschmerz von den geliebten Protagonisten nach Beendigung einer Bücherreihe nicht ganz so schlimm!

    Nun aber zu City of Bones: Nach einer kurzen ,,Eingewöhungsphase" konnte ich schnell einen guten Bezug zu den Charakteren finden. Sowohl in ihrem Aussehen als auch ihren Wesenszügen werden sie detailliert und genau beschrieben. So habe ich sie allesamt schnell in mein Herz geschlossen und mich wie ein Teil davon gefühlt.

    Mehrere (unerwartete) Plot Twists und Cliffhanger hielten die Spannung im Buch an den richtigen Stellen aufrecht. Ich konnte mir viele ,,Oh's" und ,,Ah's" nicht verkneifen, habe gelacht und geweint. Fakt ist: Nach Ende des ersten Teils der Reihe ist mein Herz definitiv gebrochen💔und ich werde nun den nächsten Teil in die Hand nehmen - in der Hoffnung, dass die tausend Stücke meines Herzens wieder zusammen geflickt werden können!

  4. Cover des Buches Kein Tag ohne dich (ISBN: 9783596296200)
    Marie Force

    Kein Tag ohne dich

     (302)
    Aktuelle Rezension von: books_and_a_blue_sky

    Ich fand Band 1 der Green-Mountain-Reihe ja echt ein tolles Wohlfühlbuch, weshalb ich den Folgeband ziemlich schnell gekauft hatte.

    Das Cover ist ganz nett gestaltet, aber es ist jetzt nichts Besonders. Trotzdem passt es zur Geschichte.

    Der Schreibstil war wieder toll, denn ich habe das Buch verschlungen und kam richtig gut vorwärts. Das lag wohl daran, dass ich mich in Vermont und bei Hannah und Nolan gleich wohlgefühlt habe. Das hat man auch an der Geschichte gemerkt. Die meisten Ereignisse konnte man erahnen. Deshalb war es eher ein Wohlfühlbuch. Jedoch hat mich etwas gestört. Es gab richtig viele Sexszenen und ich hatte das Gefühl es hat sich auch bei Nolan und Hannah einiges um dieses Thema gedreht. Ich hätte lieber ein wenig mehr über Hannah und Caleb erfahren oder Nolans Geheimnis früher aufgelöst gehabt. Aber es ist okay so. Ich mochte das Buch ja trotzdem.

    Die Charaktere waren ganz toll gestaltet. Gerade Hannah war sehr greifbar und man konnte ihren inneren Kampf mit sich selbst und ihren Schuldgefühlen gegenüber dem verstorbenen Caleb sehr gut nachvollziehen. Ich mochte ihre ruhige Art, doch am Ende hat sie noch einmal eine andere Seite von ihr gezeigt. Sie wurde ziemlich keck und ein wenig frech, was mir richtig gut gefiel. Nolan ist ein sehr ruhiger Mann, der jedoch schon länger in Hannah verliebt ist. Er hatte nur dank seines Großvaters eine halbwegs schöne Kindheit, denn seine Eltern, tja, das müsst ihr selber rausfinden. Auf jeden Fall hat er nie über seine Familie geredet, weshalb es ihm jetzt schwerfällt, sich Hannah zu öffnen. Aus diesem Fakt heraus werden natürlich ein paar Probleme geschürt, die aber von der Autorin toll gelöst wurden.

    Ich habe mich unglaublich gefreut Will und Cameron sowie alle anderen Abbotts wieder zu sehen. Es gibt sogar ein paar Kapitel aus der Sicht von zwei bis drei ausgewählten Abbott-Familienmitglieder. Das war mein kleines persönliches Highlight.

    Fazit: Auch Band 2 der Green-Mountain-Serie überzeugt wieder mit Wohlfühlatmosphäre. Vor allem Hannah fand ich als Hauptprotagonistin wirklich toll. Leider gab es ein paar Schwächen, die dazu führen, dass ich nicht vollauf begeistert bin von diesem Wohlfühlbuch.

  5. Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783847900306)
    Sarah Perry

    Die Schlange von Essex

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Eleonora

    England, Ende des 19. Jahrhunderts. Cora Seaborne hat gerade ihren Mann verloren. Doch anstatt in Trauer zu versinken fasst sie neuen Lebensmut, denn nach Jahren der Unterdrückung sieht sie jetzt die Chance neu aufzublühen und endlich ihren eigenen Weg zu gehen. Zusammen mit ihrem etwas sonderbaren Sohn Francis und ihrer treuen Freundin Martha machen sie sich auf nach Aldwinter, denn es geht das Gerücht um, dass dort eine riesige Schlange ihr Unwesen treibt und Mensch und Dorf in Angst und Schrecken versetzt. Seltsame Dinge geschehen offenbar an diesem abgelegen Ort. Menschen verschwinden, kommen im Moor um und auch Weidetiere segnet ganz plötzlich das Zeitliche. Viele geben an, das große, schaurige Ungeheuer bereits gesehen zu haben und alle scheinen sich einig: Es ist eine Strafe Gottes für ihre Sünden. Der Dorfpfarrer William Ransome jedoch ist anderer Ansicht. Er glaubt nicht an das Monster und sieht die Vorkommnisse eher als Zufall an. Er versucht seine Gemeinde zu beruhigen, doch dies mag ihm nicht recht gelingen. Cora glaubt ebenfalls nicht an eine Strafe, hält aber die Existenz eines solchen Wesens für durchaus möglich und möchte es aufspüren. In ihrem Ehrgeiz wittert sie bereits einen großen Fund und sieht ihn mit ihrem Namen darunter schon als Sensation im Museum stehen. Sie freundet sich trotz ihrer unterschiedlichen Vorstellungen und Ansichten mit William Ransome an und wird ein steter und gern gesehener Gast in seinem Haus. Jedoch merken beide bald, dass dort mehr zwischen ihnen zu sein scheint als nur oberflächliche Zuneigung. Ein verheirateter Dorfpfarrer ist aber ein absolutes Tabu und sie droht mit ihren Gefühlen und Überzeugungen in Ungnade zu fallen, falls sie länger im Dorf bleiben sollte.📖


    Vorweg muss ich sagen, dass das Buch wirklich ein äußerst hübsches Cover besitzt, das mich, neben dem Interesse für eine Geschichte, die in England im 19. Jahrhundert spielt, auch dazu animiert hat, es zu lesen. Desweiteren wurde es erst kürzlich mit Claire Danes und Tom Hiddleston verfilmt, was mich auch neugierig gemacht hat.
    Die Geschichte an sich brauchte ein Weilchen um mich an sich zu binden. Überhaupt ist das Buch eher ein Sittenbild, ein Ausschnitt der damaligen Zeit. Wer ein spannendes Abenteuer rund um ein Seemonster erwartet ist hier falsch, denn sowas taucht erstmal gar nicht wirklich auf. Es geht eher darum, wie man damals mit einer vermeintlich bedrohenden Situation umgegangen ist und natürlich flüchtete man sich schnell in eigenes Verschulden, eine Strafe Gottes für die begangenen Sünden. Aber es gab natürlich auch bereits Freigeister, die diese Denkweise in Zweifel zogen, hier in Verkörperung von u.a. Cora Seaborne und überraschenderweise auch teilweise dem Dorfpfarrer William Ransome, die erst gar nicht an die Existenz eines solchen Monsters glaubten oder es für ein überlebendes Überbleibsel einer früheren Tierart ansahen. Auch ein Teil der Geschichte sind Coras freundschaftliche Verbindung zu einem karrierebewusstem Arzt, der sie unbedingt näher an sich binden wollte (,,Ihre Jugend hatte sie im Besitz eines Mannes verbracht, und nun, da sie kaum ein paar Monate in Freiheit gelebt hatte, wollte ihr schon wieder ein Mann seinen Stempel aufdrücken?") und der Kampf ihrer Freundin Martha für bessere Lebensbedingungen der unteren Gesellschaftsschichten.
    Der Schreibstil war gut und unkompliziert zu lesen. Aus der Sicht der 3. Person bekam man mitunter gleich mehrerere Beschreibungen und Gedanken verschiedener Charaktere hintereinander dargestellt. Von machen Rezensent/innen habe ich gelesen, dass sie die Geschichte mit Werken von Jane Austen verglichen. Dem kann ich nicht wirklich zustimmen. Vielleicht ein wenig im Bezug auf die Darstellung einer dörflichen Gemeinde zu einer früheren Zeit, ansonsten ist Jane Austen natürlich aber eine Liga für sich.
    Eine, meiner Meinung nach, doch ruhigere Geschichte als ich erwartet hatte, die aber durchaus lesenswert ist, wenn man Lust auf eine kleine Zeitreise hat und sich für das 19. Jahrhundert interessiert. Leider muss ich sagen, dass das Buch mich doch irgendwie ein klein wenig unbefriedigt zurückgelassen hat. Manche Erzählstränge hätte ich gerne abgeschlossener gesehen. Trotzdem hat es mich eine Zeit lang gut unterhalten. 3,5/4⭐️🙂


  6. Cover des Buches Das Brombeerzimmer (ISBN: 9783548613178)
    Anne Töpfer

    Das Brombeerzimmer

     (186)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    Nora ist seit einem Jahr Witwe. Ihr Mann Julian wurde ganz plötzlich aufgrund einer Herzmuskelentzündung aus ihrem gemeinsamen Leben gerissen. Dabei hatten sie noch so viel vor. Nun muss sie allein klar kommen, was ihr unsagbar schwer fällt. Einzig ihr Hund Watson und ihre beste Freundin Katharina helfen ihr ein wenig durch die schwere Zeit. Und Nora liebt es, Marmeladen selbst zuzubereiten. Früher hat sie dies für ihren Mann gemacht, nun stapeln sich die Gläser turmhoch in Julians altem Arbeitszimmer. Beim Aufräumen findet sie dort einen Brief von Julians Großtante Klara, mit der er anscheinend kurz vor seinem Tod überraschend Kontakt aufgenommen hat. Dabei ist ein altes Marmeladenrezept, mit dem er Nora eine Freude zum Hochzeitstag machen wollte. Um auf andere Gedanken zu kommen, reist Nora kurzentschlossen in die Vorpommersche Boddenlandschaft, um mehr über Klara zu erfahren und warum der Rest der Familie nicht über sie spricht. Dort stößt sie auf ein altes Familiengeheimnis.

     

    Anne Töpfer ist das Pseudonym der Autorin Andrea Russo, die ebenfalls auch als Anne Barns schreibt. Ich finde es erstaunlich, wie unterschiedlich ein Buch sein kann, wenn es zwar unter anderem Namen geschrieben wurde, aber von derselben Person.

    Die Bücher von Anne Barns haben mir bisher alle richtig gut gefallen, egal, ob es die Winter- oder die Sommerbücher waren. 

    "Das Marmeladenzimmer" fand ich zwar auch sehr schön, aber anfangs hatte ich ein paar Probleme, in die Geschichte rein zu kommen. Woran es lag, kann ich nicht mal genau sagen. Aber die zweite Hälfte hat mir dann besser gefallen, da man merkt, wie Nora sich langsam erholt und auflebt in der neuen Umgebung. Daran ist Klara natürlich nicht ganz unschuldig, denn die resolute alte Dame steht mit beiden Beinen fest im Leben und teilt Noras Leidenschaft: das Herstellen von Marmelade. 

    Alle Figuren sind gut ausgearbeitet und nicht oberflächlich. Wie immer spielt das Thema Freundschaft eine große Rolle, hier sind es Nora und ihre beste Freundin Katharina. Aber wenn ihr fragt, wer mein Lieblingscharakter ist, lautet die Antwort: Watson! 😊 Er erinnert mich in seinem Verhalten so sehr an unseren Hund, ich musste oft schmunzeln bei Szenen mit dem Labrador. 

     Insgesamt habe ich das Buch zwar gerne gelesen, aber die volle Punktzahl, wie bei den Geschichten von Anne Barns, kann ich leider nicht vergeben. Irgendetwas fehlte.  

  7. Cover des Buches Winterglück (ISBN: 9783734102493)
    Debbie Macomber

    Winterglück

     (160)
    Aktuelle Rezension von: Leuchtturmwaerterin

    Jo Marie Rose hat in ihrem Leben schon einiges durchmachen müssen. Sie hat ihren Mann im Afghanistan Einsatz verloren. Nun will sie neu anfangen, um endlich wieder etwas Lebensfreude zu erleben und zieht nach Cedar Cove. Dort eröffnet sie ein kleines Bed & Breakfast. Mit ihren Gästen zieht die Freude zurück in ihr Leben.

    Debbie Macomber hat mit diesem Buch und der anschließenden Reihe eine Wohlfühlatmosphäre geschaffen, die dem Leser das Gefühl gibt, dass am Ende doch alles gut werden wird.

    Man kann sich richtig in die Geschichte fallen lassen und alles um sich herum ausblenden. Genau das Richtige in einer Zeit, die gerade eher Angst und Sorgen mit sich bringt.

    Es sind eigentlich die Geschichten der beiden Gäste, die wir im Buch erfahren. Die Gastgeberin wird nur zu Beginn näher beleuchtet. Die Figuren sind authentisch und nicht überspitzt dargestellt. Das gibt der Geschichte einen weiteren Wohlfühlcharakter.

    Zu Beginn hatte ich tatsächlich Probleme mit dieser Art von "Feel-Good-Roman", da ich es einfach nicht gewohnt bin ein Buch zu lesen, ohne dass tatsächlich eine böse Überraschung lauert. Daran musste ich mich erst gewöhnen. Aber wenn man sich darauf einlässt, macht das Buch wirklich große Freude und man fühlt sich einfach wohl.

    Mir war es teilweise dann aber doch etwas zu "feel good", daher gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen. Das Leben besteht eben einfach nicht aus jeder Menge Happy End, aber um sich besser zu fühlen, ist es wirklich ein toller Schmöker.

  8. Cover des Buches Der Klang des Herzens (ISBN: 9783499267925)
    Jojo Moyes

    Der Klang des Herzens

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Der eigentliche Mittelpunkt in diesem Buch ist diesmal keine Person, sondern ein Haus. Ein altes, baufälliges, großes Haus auf dem englischen Land mitten im Nichts, direkt an einem See gelegen.
    Während sich die im danebenstehenden Kutscherhaus wohnenden McCarthys seit Jahren darum bemühen dieses Haus zu erben, muss die kürzlich verwitwete, etwas weltfremde Geigerin Isabel Delancey mit ihren zwei Kindern ihr schönes Haus in London verkaufen und in diese Bruchbude ziehen.

    Die immense Trauer, das Leben auf einer nicht enden wollenden Baustelle und Finanzsorgen plagen Isabel und beherrschen auch die ersten 50 % des Buches vollkommen. Vielleicht war diese Atmosphäre ein Grund, warum ich bis etwa zur Hälfte gebraucht habe, um mit der Geschichte warm zu werden. Wobei die durchweg starken, negativen Gefühle auch als Stärke des Buches ausgelegt werden können. Aber es fehlen einem als Leser eben kleine Lichtblicke, die man sich auch im wahren Leben in solchen Phasen wünscht.

    Der scheinbar nette Nachbar Matt ist der Supergau an Mensch: Betrüger, Intrigrant, Besessener.
    Lichtblicke waren einzig und allein der einsame Byron, der sowohl Isabel als auch ihrem Sohn Hoffnung schenkt und die beiden schwulen Dorfladenbesitzer als Nebenfiguren.

    Dies war mein bisher 5. Buch der Autorin. Es ist immer noch sehr viel besser, als ein Großteil vieler anderer Bücher, aber es war für mich nicht Jojo Moyes Bestleistung. Erst braucht es eine Weile, um in die Gänge zu kommen, am Ende wirkt es etwas holprig.

    Trotzdem freue ich mich schon auf das nächste Jojo Buch, das mir in die Hände kommt und vergebe 4 Sterne. 

  9. Cover des Buches Blutsommer (ISBN: 9783499257278)
    Rainer Löffler

    Blutsommer

     (414)
    Aktuelle Rezension von: hell666

    Der brillante Martin Abel wird nach Köln gerufen, um bei einem Fall zu helfen. Der Fallanalytiker bekommt Hannah Christ zur Seite gestellt, die von ihm lernen will. Mit seiner ruppigen und unkonventionellen Art macht Martin es den Leuten schwer ihn zu mögen. In Köln treibt der Metzger sein Unwesen, er verstümmelt seine Opfer und hinterlässt sie oft blutleer. Martin hat relativ schnell eine genauere Täterbeschreiung, doch durch einen Fehler eines Kollegen geht der Metzger ihnen durch die Lappen. Am Ende wird es für Martin und Hannah brenzlig, sie lernen den Metzger persönlich kennen. 

    ⚠️Vorsicht Spoiler! 

    Leider vorhersehbar, dass der Täter der Physiotherapeut war und auch, daß die Fleischbällchen aus Menschenfleisch sind. 

    Trotzdem gut geschrieben und lesenswert. 

  10. Cover des Buches Blick in die Angst (ISBN: 9783596193790)
    Chevy Stevens

    Blick in die Angst

     (242)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Für mich persönlich war „Blick in die Angst“ von Chevy Stevens eine ziemliche Enttäuschung. Der Roman driftet in zu viele verschiedene Richtungen ab und will von allem ein bisschen sein: Thriller, Drama und Familienroman. Selbstfindung, Mutter-Tochter-Konflikte, allgemein Konflikte in der Familie, Traumabewältigung, zwischendurch Detektivarbeit, Gedanken über das Leben nach dem Tod, noch eine Liebesgeschichte dazu und so weiter.

    Dabei beginnt der Roman sehr vielversprechend und wirft ein interessantes Grundthema auf. Eine Kommune, in der nicht alles so schön und friedlich abläuft, bietet ganz viel Stoff für ein spannendes Buch. Aber Stevens verheddert sich in den zahllosen Möglichkeiten. Und wo sich die Ereignisse bisweilen wirr und auch etwas langatmig lesen, da wird auf den letzten 100 Seiten plötzlich aufs Gas gedrückt. Das hätte sich wesentlich besser lösen lassen, indem so manches Geheimnis früher aufgedeckt worden wäre.

    Auch Stevens’ Schreibstil kann mich in diesem Roman nicht so überzeugen wie in ihren anderen Werken. Die Ich-Erzählerin Nadine bleibt blass und konnte mich emotional nicht mitnehmen. Ihre Gefühle und Gedanken wiederholen sich zu oft. Spannend dagegen sind die Rückblenden, als Nadine in der Kommune lebte. Hier hat der Roman seine stärksten Passagen.

  11. Cover des Buches Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen (ISBN: 9783499272769)
    Abbi Waxman

    Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Universum_der_Woerter

    In dieser Geschichte steckt ein wichtiges Thema: Trauerbewältigung und die Frage; ist es in Ordnung sich neu zu verlieben wenn der Ehepartner ein paar Jahre tot ist?

    Die Leser/innen lernen die Protagonistin Lillian kennen und ihr tragisches Schicksal. Lillian ist Witwe und hat zwei aufgeweckte kleine Mädchen. Die Autorin führt die Leser/innen vorsichtig auf den tragischen Verlust von Lillians Ehemann heran. Es gibt sehr viele komische und ironische Momente aber auch traurige und nachdenkliche. Dieses Buch ist keineswegs eins welches traurig macht oder ständig feuchte Augen hat. Sondern eher eins welches mit dem Thema humovoll ( soweit es eben geht) um geht.

    Auch wenn ich das Thema gut fand, muss ich leider sagen, dass die Geschichte mich nicht wirklich mitgerissen hat. Ich kann die Gedanken von Lillian nachvollziehen, dass sie Angst hat sich neu zu verlieben. Aber trotz allem konnte ich keine Verbindung zu keinem der Chraktere aufbauen. Ich fand sie weder sympathisch noch unsympahtisch. 

    Allerdings sehe ich diese Geschichte als eine Art Mut-Mach-Geschichte. Denn es wird von einer Frau erzählt die vor einigen Jahren auf tragischer Weise ihren Ehemann verloren hat und langsam anfängt sich neu zu verlieben.


  12. Cover des Buches P.S. Ich liebe Dich (ISBN: 9783596297153)
    Cecelia Ahern

    P.S. Ich liebe Dich

     (8.795)
    Aktuelle Rezension von: UlrikeBode

    Das Cover ist einfach toll gestaltet. Der Titel auf blauem Hintergrund erscheint mir wie der Blick in den Himmel.
    Die Protagonisten sind sehr detailliert, bildhaft und lebendig beschrieben.
    Von der ersten Seite an hat mich dieser berührende Roman gefesselt und wie Holly habe ich mit geweint und gelacht, mit gefeiert und getrauert.

    In einem wunderbaren und einfühlsamen Sprachstil, dem auch Humor nicht fehlt hat die Autorin hier eine berührende Idee perfekt in Worte gefasst und mich einfach gefesselt und mitgerissen.
    Die ganze Zeit habe ich darüber nachgedacht wie es mir ginge und ob ich einen Neuanfang wagen würde, hätte mir das Schicksal so übel mitgespielt.
    Es war aber auch wunderbar, wie dieses Buch von Freundschaft spricht, den Mutter und Tochter Konflikt gekonnt ins Bild rückt und uns alle in zauberhafter Art und Weise an diesem ersten Trauerjahr von Holly hat teilhaben lassen, ohne die Phasen des Trauerns dabei unerwähnt zu lassen, was dem Buch auch eine gewisse Tiefe verleiht.

    Ich kann hier nur eine absolute Leseempfehlung geben vor allem für Liebhaber großer Emotionen.
    Ich hatte wunderbare Lesestunden und habe eine Achterbahn der Gefühle erlebt.

  13. Cover des Buches Dolores (ISBN: 9783453435766)
    Stephen King

    Dolores

     (636)
    Aktuelle Rezension von: Buchperlenblog

    Inhalt

    Dolores Claiborne legt ein Geständnis ab. NIcht, wie sie die Frau, bei der sie über dreizig Jahre lang arbeitete, angeblich umgebracht hat, sondern vielmehr ein Geständnis über ihr gesamtes Leben – und den Tod ihres Scheusals von Mann Joe. 

    Rezension

    Geschichte eines Lebens

    Dieses Buch ist anders. Es besteht aus keinerlei Kapiteln, keinen Absätzen. Es ist ein knapp 400 Seiten starker Monolog über das Leben, welches Dolores Claiborne führte. Über die Dinge, die sie erlebte, über die Dinge, die sie tat. Und über die Gründe dafür. Sie sitzt im Büro des Sheriffs, ihre Aussage wird aufgenommen. Eigentlich soll sie wegen des Todes ihrer Arbeitgeberin verhört werden, doch sie beginnt ihre Geschchcte woanders. Sie beginnt damit, wie es dazu kam, dass sie ihren Mann umbrachte und nie dafür vor Gericht gestellt wurde.

    Was wir von Dolores erfahren ist selten besonders schön, ihr Leben eine ziemliche Ansammlung von Mühsal und heimischen Qualen. Joe St. George, der Mann, den sie damals heiratete, weil er so eine wunderschöne glatte Stirn hatte, entpuppt sich ziemlich schnell als wahres Scheusal. Er ist streitsüchtig, nicht unbedingt die hellste Kerze auf der Geburtstagstorte und schreckt auch nicht davor zurück, seine Frau zu schlagen und zu misshandeln, körperlich wie psychisch. Sie haben drei Kinder, von denen die Älteste, Selena, irgendwann das Interesse ihres Vaters auf sich zieht. Und die ganze Zeit wissen wir, dass Dolores ihren Mann umgebracht hat, doch wir wissen nicht, wie sie es angestellt hat, und damit dann auch noch davongekommen ist. Auch wenn es viele Gerüchte auf ihrer Heimatinsel Little Tall Island gegeben hat. 

    Dieser Erzählung gegenüber gibt sie wieder, wie es für sie war, unter der herrischen, unangepassten und mittlerweile toten Vera Donovan zu arbeiten. Die beiden Frauen schienen sich eigentlich nicht ausstehen zu können, und doch hielten sie es über drei Jahrzehnte miteinander aus, ertrugen sich und stützten sich in den nötigen Momenten. Besonders dann, als es mit Veras Gesundheit und Verstand rapide bergab ging. Denn beide Frauen hatten doch mehr Gemeinsamkeiten, als man anfangs vermutet hätte.

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht die totale Sonnenfinsternis über Maine im Jahr 1963, die auch schon Jessie aus Das Spiel zum Verhängnis wurde. In diesem schummrigen Halblicht sehen sich beide Protagonistinnen über hunderte von Meilen Entfernung, wissen um das Grauen der anderen, ohne sich zu kennen. Diese Verknüpfung beider Werke, die ansonsten kaum Gemeinsamkeiten aufweisen, fand ich ziemlich genial, spiegeln sie doch die durchdachte Gesamtheit aus Kings Universum einmal mehr wider.

    Fazit

    Wer denkt, dass Monologe anstrengend zu lesen sein könnten, der sollte sich einmal an Dolores versuchen. Die Art des Buches macht es zu etwas besonderem. King erzählt nicht nur die Geschichte einer gescheiterten Ehe, er lässt seine Protagonistin die Regie übernehmen und das auf ziemlich einnehmende Art und Weise.

  14. Cover des Buches Rosenzauber (ISBN: 9783442380466)
    Nora Roberts

    Rosenzauber

     (235)
    Aktuelle Rezension von: Debbi

    „Rosenzauber“ ist der Auftakt einer Trilogie um das BoonsBoro Inn und die drei Montgomery-Brüder.

    Inhalt des Buches:
     Im ersten Band dreht sich alles um Beckett Montgomery und seine Jugendliebe Clare. Beckett ist gerade dabei mit seinen Brüdern uns seiner Mutter das alte BoonsBoro Inn zu sanieren und für die Eröffnung herzurichten. Immer wieder läuft ihm dabei die Buchhandel-Besitzerin und seine alte Jugendliebe Clare über den Weg und Beckett fast allen Mut zusammen, um den ersten Schritt zu wagen. Nur leider ist er nicht der Einzige, der ein Auge auf Clare geworfen hat.   

    Meine Meinung zu dem Buch:
     Ich habe noch nicht viele Bücher von Nora Roberts gelesen und alle haben mir diese Trilogie empfohlen. Leider sind auch Liebesromane so gar nicht meins, aber nichtsdestotrotz, fand ich diesen Auftakt der Reihe wirklich sehr gelungen. Die Stimmung in dem kleinen Örtchen ist sehr schön und es erinnert ein wenig an die alten Gilmore Girls – Zeiten. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und auch die Beziehungen untereinander und gerade auch der freundschaftlichen Verbundenheit macht fast neidisch. Es ist ein schönes Buch für zwischendurch, welches zwar nicht durch seine Spannung, aber durch die schöne Ausarbeitung und Stimmung überzeugt.  

    Fazit:
     Für mich ein sehr schönes Buch, um dem Alltag zu entfliehen und sich in eine wunderschöne Kleinstadt zu begeben, in die man am liebsten selbst ziehen würde oder zumindest dem kleinen Buchladen einen Besuch abstatten möchte.    

     

     

  15. Cover des Buches Die stillen Gefährten (ISBN: 9783865528780)
    Laura Purcell

    Die stillen Gefährten

     (94)
    Aktuelle Rezension von: book_sorcery

    3,5 ⭐
    Eine atmosphärische - und schaurige - Geschichte. Die dichte Sprache und die großartige Performance der Hörbuchsprecherin Kati Winter haben mich direkt in ihren Bann gezogen. Besonders dem Anfang habe ich gerne gelauscht, denn das viktorianische England ist lebhaft vor meinen Augen entstanden - großartig, denn dieser Roman lebt vom Setting. Ab der zweiten Hälfte hat es mich jedoch etwas verloren. Ein paar der typischen Gothic Horror-Themen treffen nicht ganz meinen Geschmack; gewisse Strickmuster/Tropes kamen oft und breit gefächert vor, was mich gestört hat. Außerdem fand ich einige Einordnungen zu Antiziganismus und Ableismus nicht ganz so gut gelungen, obwohl sie schon irgendwo als Kommentar im Text standen.

  16. Cover des Buches Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht (ISBN: 9783453410534)
    Nicholas Sparks

    Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht

     (893)
    Aktuelle Rezension von: noelli

    Das Buch ist von Anfang an sehr vorhersehbar. Die Geschichte war leider überhaupt nicht meins. Auch wenn ich grundsätzlich nichts gegen kitschige Liebesromane habe, war mir dieses Buch  tatsächlich zu viel.

    Der super sympathische Alex, der der schüchternen Katie ihre halbe Lebensgeschichte ansieht. Nur beim beobachten von ein paar Gesten und dem wechseln von einiger belanglosen Sätzen. Und schon nach ein paar Seiten lässt sich das Ende voraus sagen. 

    Schade

  17. Cover des Buches Bridget Jones - Verrückt nach ihm (ISBN: 9783442482672)
    Helen Fielding

    Bridget Jones - Verrückt nach ihm

     (203)
    Aktuelle Rezension von: catly

    Meine Meinung
    Ich kenne bereits die vorherigen Bände der Serie, sowie die Filme. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an ein unterhaltsames, kurzweiliges Leseerlebnis. Ich wurde absolut nicht enttäuscht.

    Der Erzählstil ist in gewohnten mehr oder weniger kurzen Tagebucheinträgen verfasst, sowie der Schreibstil relativ einfach und schlicht, sodass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen hatte. Die Figur der Bridget Jones bleibt absolut authentisch und gewohnt chaotisch-tollpatschig, mit Wiedererkennungswert.
    Viele Szenen ließen mich laut auflachen oder schmunzeln; in mehreren erkannte ich mich selbst wieder. So lässt einen das Buch auch mitunter einen kritischen Blick auf die eigenen Handlungsweisen werfen.

    Fazit
    Für Bridget Jones Fans und Kenner der bisherigen Serie, eine absolute Pflichtlektüre.

  18. Cover des Buches Solange die Hoffnung uns gehört (ISBN: 9783746632896)
    Linda Winterberg

    Solange die Hoffnung uns gehört

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Franzelin

    Es gibt Bücher, die sind einfach perfekt - und in meinen Augen ist dies eines davon 💖


    Es mag nicht der spannendste Roman sein, aber die Szenen werden so schön detailreich und mit jeder Menge Gefühl beschrieben, dass man einfach nur mitfühlen kann. 


    Es geht um eine Jüdin und die sogenannten Kindertransporte nach England in der Vorkriegszeit. Ich hatte vorher noch nichts von derartigen Kindertransportationen gehört, fand es deshalb also umso mitreißender. Ein großes Thema also, das sehr gefühlvoll beschrieben wird. Eine Mutter, die ihr Kind weg geben muss, sich als Jüdin verstecken muss und jede Menge Träume, die verloren gehen... 


    Ich dachte zuerst, es handle sich um eine übliche Kriegsgeschichte - es steckt aber so viel mehr dahinter. Die einzelnen Szenen sind so gut beschrieben, man erlebt sie als Leser sehr realistisch mit. Oder als säße man gerade im Kino und schaut einen großen tragischen Film. Ergreifend, berührend und aufwühlend - das beschreibt den Roman wohl am besten. 


    Auch die Charaktere sind extrem realistisch und sympathisch. Sie wachsen schnell ans Herz und wollen nicht mehr losgelassen werden. Und am Ende erfährt man sogar noch, dass sie auf echten Personen basieren. 

  19. Cover des Buches Weit weg ist anders (ISBN: 9783458362562)
    Sarah Schmidt

    Weit weg ist anders

     (93)
    Aktuelle Rezension von: LimaKatze
    Klappentext:

    Kratzbürstige Berlinerin die eine, norddeutsche Kleinstädterin mit einer Vorliebe für Yoga und Handarbeiten die andere: Außer einer gegenseitigen tiefen Abneigung haben Edith Scholz und Christel Jacobi nichts miteinander am Hut. Dennoch lassen sich die beiden 70-Jährigen auf ein Abenteuer ein, das sie gemeinsam quer durch Deutschland führt.


    Zum Inhalt:

    Die beiden Rentnerinnen Edith Scholz und Christel Jacobi verbringen einen Reha-Aufenthalt auf Usedom. Frau Scholz ist eine waschechte Berlinerin, die für gewöhnlich kein Blatt vor den Mund nimmt und ihren Mitmenschen unverblümt zeigt, was sie von ihnen hält. Eigentlich ist Edith am liebsten allein, und daher möchte sie mit nichts und niemand mehr zu tun haben als unbedingt nötig. Christel Jacobi ist von ganz anderer Art, interessiert sich für Esoterik und Yoga, und ist ansich die Liebenswürdigkeit in Person. Allerdings ist sie auch recht unselbständig, arg empfindlich und des öfteren ziemlich anstrengend. Da Frau Jacobi eine eher kontaktfreudige Person ist, hängt sie sich sogleich an ihre Zimmernachbarin Frau Scholz, die davon zunehmend genervt ist.

    Frau Jacobi ist sehr krank. Deshalb möchte die besorgte Tochter, dass ihre Mutter zukünftig in einem Pflegeheim versorgt und betreut wird. Das entspricht aber nicht Christels Vorstellungen, die ganz verzweifelt einen Ausweg aus dieser Misere sucht und leider nicht den Mut aufbringt, ganz offen mit ihrer Tochter über dieses Thema zu sprechen. Recht bald kommt Christel auf die Idee, ihre Reha-Bekanntschaft Frau Scholz ins Vertrauen zu ziehen und möchte diese zu einem aberwitzigen Plan überreden. Frau Scholz hat nun die Wahl des für sie kleineren Übels: Entweder nimmt sie die Einladung von Frau Jacobi an, oder aber sie muss zu Hause den grässlichen Baulärm der momentanen Renovierungsarbeiten ertragen. Sie entscheidet sich für Christel Jacobi, nichtsahnend, auf was für ein Abenteuer sie sich da einlässt.

    Frau Scholz ist zwar eine ziemlich harte Nuss, aber sie hat kein Herz aus Stein. Während der gemeinsamen Reise durch Deutschland entsteht sogar eine zarte Freundschaft zwischen den beiden Frauen. Sie schütten sich gegenseitig ihr Herz aus und Frau Scholz wundert sich mitunter selbst über ihre eigene Zugänglichkeit. In solchen Momenten zieht sie allerdings öfters die Notbremse, man muss schließlich nichts übertreiben. Nichtsdestotrotz fühlt sie sich für Frau Jacobi verantwortlich, der es im Laufe der Zeit immer schlechter geht. ...


    Mein Fazit:

    Der vorliegende Roman („Weit weg ist anders“ von Sarah Schmidt) hat es mir zu Anfang nicht ganz leicht gemacht. In den ersten Kapiteln wurde ich mit den beiden Hauptprotagonistinnen einfach nicht richtig warm. Frau Scholz war mir mitunter zu derb und rücksichtslos, und Frau Jacobi war nicht nur für ihre Kurbekanntschaft, sondern auch für mich als Leserin stellenweise ziemlich anstrengend. Gleichzeitig trübten diverse Längen das Lesevergnügen. Zu meiner großen Freude gerieten die nachfolgenden Kapitel wesentlich schwungvoller. Und die beiden Damen, deren Vergangenheit nun etwas mehr aufgerollt wurde, lernte man ständig besser kennen und schließlich auch mögen. Es hat sich eben niemand selbst gemacht und der Mensch ist immer die Summe seines gelebten Lebens. Vor allem Frau Scholz hat mich oft überrascht und stellte sich als besonders facettenreich heraus.

    Die Geschichte im Buch hält einige Botschaften bereit: Auch der ältere Mensch hat noch Wünsche und Träume, und vor allem hat er ein Recht darauf, selbst über sein Leben zu entscheiden. Fürsorge von Kindern ist eine lobenswerte Angelegenheit, aber sie sollte nicht in Bevormundung ausarten. In diesem Zusammenhang wird gezeigt, wie wichtig es ist, dass miteinander gesprochen wird. Im Hintergrund des Romans wird außerdem vermittelt, dass Alleinsein nicht Einsamkeit bedeuten muss, der ständig Umsorgte aber durchaus einsam sein kann.

    Eine insgesamt unterhaltsame und mit viel Humor gespickte Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Und ob man will oder nicht, die beiden Hauptakteurinnen werden einem immer sympathischer, sogar die sperrige Frau Scholz. Sehr gerne vergebe ich hier vier Sterne und eine Leseempfehlung!
  20. Cover des Buches Die Nachricht (ISBN: 9783446271036)
    Doris Knecht

    Die Nachricht

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Leserstimme

    Ruth hat ihren Mann bei einem unglücklichen Unfall verloren. Die Trauerzeit scheint vorbei zu sein, ihre Kinder soweit selbständig, vielleicht noch etwas traumatisiert, und sie lebt ihr Leben als Autorin auf dem Land. Doch eines Tages fängt es an: das Eintrudeln von gemeinen Nachrichten im sozialen Netzwerk: ob sie eigentlich gewusst habe, dass ihr Mann eine Affäre hatte.... zuerst sitzt der Schock tief bei Ruth, aber so nach und nach erzählt die Ich- Erzählerin u Autorin, dass sie sich entfremdet hätten und sie zum Schreiben sogar eine Wohnung gemietet hätte, um ihre Ruhe zu haben. 

    Zuerst nimmt Ruth die 1. Nachricht nicht so ernst, doch als sie bemerkt, dass auch ihr Umfeld,  beste Freunde, Bekannte u ihre Kinder mit diesen Nachrichten zugemüllt werden und die Inhalte drastischer werden, beginnt sie nachzuforschen und ist sich sicher, dass nur die Affäre von Ludwig- Valerie Adler- die Übeltäterin sein kann. Auch als Leser ist man lange überzeugt, dass sie Ruth auf irgendeine Weise demütigen möchte. Eine zeitlang trifft sich Ruth immer mit Simon Brunner, wenn sie sich treffen,  ist die Zeit sehr intensiv und leidenschaftlich. Als Leser hat mich nur gestört, dass keiner der Beiden wohl etwas Festes wollte und Simon als perfekt, liebevoll, charmant und der große Zuhörer dargestellt wird, als Versteher.

     Ganz langsam merkt man, diese immer wiederkehrenden Mails, Whatsapps etc Ruth und ihr Umfeld auf eine ganz fiese Weise beeinträchtigen. Mit wem kann man eigentlich noch über was reden? Wolf und  Johanna gehören zu ihren besten Freunden und reden mit ihr darüber, wenn sie Bedarf hat. Aber irgenwie scheint sich eine Art Lähmung und Steifheit im Umgang mit anderen Freunden einzuschleichen. Wie ein Gewitter scheinen die Nachrichten über und in den Köpfen aller zu schweben und ihr Verhalten zueinander zu verändern. Das Vertrauen zueinander scheint erschüttert zu sein. Ein tief psychologischer Roman über die Welt des sozialen Netzwerks und ihre Tücken. 

  21. Cover des Buches Sehnsucht nach St. Kilda (ISBN: 9783426524220)
    Isabel Morland

    Sehnsucht nach St. Kilda

     (77)
    Aktuelle Rezension von: ilonas_buecherwelt

    Sehnsucht nach St. Kilda ist mein erster Roman dieser Reihe von Isabel Morland.
    Schon allein das Cover vermittelt Urlaubsstimmung. Die vorigen Bände kannte ich nicht, aber trotzdem habe ich sehr schnell in die Story hinein gefunden. Ailic und Rachel, aber auch Annie und Finley haben mich sehr berührt und auch beschäftigt. Die Autorin hat für mich alles sehr bildlich beschrieben, so das ich die Insel gut vor Augen hatte. Am Anfang des Buches befindet sich auch eine Karte von der Insel was ich sehr schön fand. Man blickt zurück in das Jahr 1929 / 1930 und erfährt viel über Annies Kindheit auf St.Kilda. Geschrieben ist dass Buch in zwei Perspektiven. Zum einen in der Zeit der Evakuierung und in der heutigen Zeit. Man begleitet Rachel auf ihrem steinigen Weg zurück zu sich selbst und man erfährt sehr viel über die Evakuierung von St. Kilda. Dass Buch hat mir sehr gefallen und es war für mich ein sehr bewegender Roman, der durch seine vielen Facetten bestochen hat. Alle Charaktere sind authentisch dargestellt und der Schreibstil war leicht und flüssig zu lesen. Ich empfehle diesen Roman sehr gerne weiter, der mir schöne Lesestunden beschert hat. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Klare Kaufempfehlung und Leseempfehlung

  22. Cover des Buches Die Bastardtochter (ISBN: 9783499268014)
    Petra Schier

    Die Bastardtochter

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Akantha
    „Die Bastardtochter“ von Petra Schier ist der dritte Band ihrer Kreuz-Triologie (Band eins: „Die Eifelgräfin“, Band zwei: „Die Gewürzhändlerin“). Die Autorin selbst gibt am Ende zwar an, man könne die Teile auch in umgekehrter Reihenfolge lesen, da würde ich jedoch nicht zustimmen. Im finalen Buch wurde auf sehr viele vergangene Ereignisse Bezug genommen, die wichtig für die Geschichte sind. Nicht zuletzt das Motiv des Antagonisten ist stark in der Vergangenheit verankert, aber erstmal zum Anfang:

    Protagonistin ist Enneleyn, die uneheliche Tochter des Grafen Johann von Manten. Er hat sie als Tochter anerkannt, sodass sie mit ihm und seiner Frau Elisabeth in seinem Haushalt in Koblenz lebt (Die Geschichte dieses Paares beinhaltet vor allem der erste Band der Reihe). Gesellschaftlich haftet Enneleyn jedoch immer noch ein Makel an und so ist sie mehr als bereit den charmanten Ritter Guntram von Eggern zu heiraten. Es dauert jedoch nicht lange, bis sich zeigt, dass ihr Ehemann, statt liebevoll und einfühlsam, brutal und hinterhältig ist. Enneleyn scheint nur eine Figur in seinem bösartigen Plan zu sein.

    Der andere Protagonist, neben Enneleyn, ist Anton Bongert, der Bruder der Gewürzhändlerin Luiza (ihre Erlebnisse sind vor allem dem zweiten Band der Trilogie zu entnehmen) und selbst ein Kaufmann. Die Geschichte wird im Wechsel aus seiner und Enneleyns Perspektive erzählt. Diese Methode soll eigentlich dazu dienen, dass der Leser sich in diese beiden Charaktere gut einfinden kann. Bei mir hat das leider nicht geklappt.
    Natürlich trägt allein Enneleyns Charakter, ihr Stolz und vor allem ihre Schicksalsergebenheit und Gottsfurcht die Geschichte. Doch ich war auf jeder Seite entsetzt, was sie über sich ergehen lässt, wie untätig sie ist und wie sie sich selbst immer tiefer in die Opferrolle fallenlässt. Entgegen entsprechender Komplimente, die sie erhält, war sie keine starke Frau, was ein krasser Gegensatz zu den ersten beiden Bänden der Reihe ist. Elisabeth und Luzia lassen sich darin nichts gefallen, treten für sich ein und sind wirklich stark. Enneleyn ist natürlich ob ihres Ehemannes nur zu bedauern, aber kein Charakter mit dem ich mich identifizieren oder ihn bewundern könnte.

    Der Leser bleibt die ganze Zeit dran, weil er vor allem Guntrams Plan aufdecken will. Hierzu hat Petra Schier auch in schöner Regelmäßigkeit Hinweise eingestreut, sodass man sich nicht durch das Buch durchquälen muss. Aufgrund von Enneleyns Passivität zieht sich die Erzählung allerdings sehr in die Länge. Erst am Ende, als sie aktiv wird, wird es nochmal spannend und auf einmal geht alles ganz schnell. Trotzdem wäre es angenehmer, wenn man auch bei dem persönlichen Erzählstrang von Anfang an neugierig und voll freudiger Erwartung die Seiten umschlägt.

    Als einen kleinen Missgriff empfinde ich außerdem die Sprache eines kleinen spanischen Jungen, der deutsch lernt. Vermutlich um die Authentizität zu erhöhen, gibt die Autorin seine deutschen Sätze exakt wieder, mit allen falschen Konjugationen, Aussprachen und auch wie er sich selbst korrigiert. Das ist bereits nach kurzer Zeit anstrengend und so nervig für den Leser, dass ich seine wörtliche Rede gerne überspringen wollte. Der Plan, dass es authentisch oder niedlich erscheinen könnte, ist an mir leider ins Gegenteil verkehrt.

    Erwähnenswert, aber ohne Einfluss auf meine Beurteilung, ist für die komplette Trilogie definitiv noch die mystische Komponente. Es gibt eine Reliquie, mit der Dinge geschehen und die Ereignisse auslöst, welche nicht rational erklärbar sind. Im besten Fall sollte dies etwaigen Leser gefallen, da es ein wichtiges Motiv der Geschichte ist. Mir sagt es nicht so sehr zu, aber die tollen Charaktere in den ersten beiden Bänden und die spannende Handlung konnte darüber hinwegtragen. In „Die Bastardtochter“ ist das leider nicht gelungen.

    Abgesehen von einer Stadtkarte zu Beginn des Buches, findet sich zum Schluss noch ein Personenregister mit Hinweis auf historische Persönlichkeiten. Außerdem ist auf der letzten Seite ein mittelalterliches Rezept von einem Gericht angegeben, das im Buch vorkommt, sowie eine neuzeitliche „Übersetzung“, die das Nachkochen erleichtert. Eine hervorragende und amüsante Idee! Zu der Mahlzeit kann ich leider noch kein Feedback geben, werde es aber definitiv ausprobieren.

    Insgesamt hat mir das Finale leider nicht so gut gefallen, wie die ersten beiden Bände. Enneleyn ist für meinen Geschmack keine interessante Protagonistin und durch ihren zurückhaltenden Charakter wurde die Geschichte stark gelähmt. Die Grundidee war allerdings spannend und ich habe mich gefreut, die Charaktere und ihren Humor wiederzutreffen. Daher komme ich zu 3 von 5 Sternen.
  23. Cover des Buches Die Dienstagsfrauen (ISBN: 9783462043754)
    Monika Peetz

    Die Dienstagsfrauen

     (424)
    Aktuelle Rezension von: sunplantsky

    „Die Dienstagsfrauen“ von Monika Peetz handelt von 5 Freundinnen mittleren Alters, die zusammen den Jakobsweg begehen wollen, um den letzten Weg des verstorbenen Ehemannes zu beenden. Dabei lüften sich Geheimnisse und die Standhaftigkeit ihrer Freundschaft in Frage gestellt.

    Die 5 Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein. Nach und nach lernt der Leser sie näher kennen und auch ihre Probleme, die sie während des Weges zu bewältigen lernen. Dadurch können viele Leserinnen sich mit ihnen identifizieren. Teils zieht sich die Handlung in die Länge. Dennoch kann das Buch mit einer sehr unerwarteten Wendung punkten. Ihre Freundschaft wird im Laufe der Geschichte auf eine sehr harte Probe gestellt, die allerdings wunderbar gelöst wird und zeigt, zu was Freundschaft zustande ist. Dennoch handelt es sich hier um einen Roman, den man nicht zwingend gelesen haben muss.

  24. Cover des Buches Hollys Weihnachtszauber (ISBN: 9783442480210)
    Trisha Ashley

    Hollys Weihnachtszauber

     (103)
    Aktuelle Rezension von: ourbooksoflife

    Die Autorin Trisha Ashley hat mit "Hollys Weihnachtszauber" einen wunderschönen Roman zu Weihnachten geschrieben. 

    Der Schreibstil ist wunderschön zu lesen und ich wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen.

    Egal ob Holly, Jude, Jess, Michael, Becca, Noel, Tilda, ... sie alle sind faszinierende Protagonisten, welche perfekt miteinander harmonieren und die Geschichte zu dem machen, was sie ist. 

    Holly und Jude gehören zusammen. Nur das ist etwas, was sie sich selber erstmal eingestehen müssen... 

    Die alte Familiengeschichte macht es ihnen noch dazu nicht wirklich einfach. 

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