Bücher mit dem Tag "wörter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wörter" gekennzeichnet haben.

35 Bücher

  1. Cover des Buches Babel (ISBN: 9783847901846)
    Rebecca F. Kuang

    Babel

    (485)
    Aktuelle Rezension von: Lyn0371

    Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen, und kommt auf jeden Fall auf die Top 10 Liste. Ich wusste lange nicht, wo die Geschichte genau hingehen würde, und das Ende hat mich sehr mitgenommen. 

    Die Kolonialismus-Kritik ist sehr deutlich in dem Buch, und ich finde es genial, wie die Strukturen, die hier kritisiert werden, durch das Magie-System des Buchs hervorgehoben und verständlich gemacht werden. Die Geschichte der vier "Babbler" war sehr mitreißend und bewegend, und auch wenn ich als weiße Person die Erfahrungen der drei, die als Ausländer nach Babel gekommen sind, natürlich nie zu 100% werde verstehen können, gibt einem das Buch doch die Möglichkeit, die Perspektive einer nicht-weißen Person in einem sehr weiß-dominierten Umfeld einzunehmen. 

    Auf jeden Fall ein Buch, dass ich ohne groß Nachdenken weiterempfehlen würde.


  2. Cover des Buches BookLess 1. Wörter durchfluten die Zeit (ISBN: 9783841504869)
    Marah Woolf

    BookLess 1. Wörter durchfluten die Zeit

    (894)
    Aktuelle Rezension von: Rabea

    Die Idee hinter „BookLess“ hat mich direkt neugierig gemacht. Gerade das Geheimnis um die verschwundenen Bücher und die Verbindung zu Lucy, Nathan und seinem Großvater fand ich interessant. Auch der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen.

    Leider hat sich die Geschichte für mich über weite Strecken ziemlich gezogen. Nach dem spannenden Prolog passiert lange Zeit nicht wirklich genug, wodurch mir irgendwann der Schwung gefehlt hat. Erst im letzten Drittel wurde es spannender und ich wollte dann tatsächlich wissen, wie es weitergeht.

    Etwas schade fand ich außerdem, dass der Prolog praktisch schon einen Teil des Endes vorweggenommen hat. Dadurch wurde mir die Spannung auf die Auflösung etwas genommen. Auch bei einigen Zusammenhängen rund um die Bücher und die Figuren sind für mich noch Fragen offen geblieben.

    Insgesamt hatte ich mir nach dem Hype um die Reihe deutlich mehr erhofft. Die Grundidee gefällt mir aber weiterhin und das letzte Drittel hat mich immerhin neugierig genug gemacht, um dem zweiten Band noch eine Chance zu geben.

  3. Cover des Buches Vox (ISBN: 9783596704514)
    Christina Dalcher

    Vox

    (434)
    Aktuelle Rezension von: Lissianna

    Der flüssige, angenehm zu lesende Schreibstil zieht sofort in die Handlung. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive, ergänzt durch immer wiederkehrende Rückblenden. Diese Vergangenheitsrückblicke zeichnen anschaulich nach, wie sich die Lage schleichend verschlimmert hat. Auch wenn visuelle Trennelemente – wie etwa Sternchen oder größere Absätze – die Zeitsprünge noch etwas klarer strukturiert hätten, findet man sich schnell zurecht.

    Ich musste das Buch letztlich jedoch abbrechen, weil mir das Geschehen emotional einfach zu nah ging und schlichtweg zu real wurde. Wer extrem authentische Erzählungen schätzt, kommt hier voll auf seine Kosten. Für mich war es letztlich leider zu intensiv.

  4. Cover des Buches Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid (ISBN: 9783442493937)
    Fredrik Backman

    Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid

    (393)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Wie seine Bücher meist fängt auch dieser hier sehr merkwürdig an. Wir lernen direkt die etwas skurrile Oma und einige ihrer Ansichten kennen. Die pensionierte Ärztin raucht wie ein Schlot und beschwert sich gerne mal über die politische Korrektheit, die immer und überall präsent ist - und die ihr gehörig auf die Nerven geht.


    Leben retten und die Leute in den Wahnsinn treiben sind Omas Superkräfte.

    Zitat Seite 9


    Elsa, ihre Enkelin, wohnt zusammen mit ihrer Mutter und deren neuen Freund im selben Haus. Direkt vorne im Buch sieht man auch die Wohnsituation, mit allen Mietern - die auch der Reihe nach in ihrer Rolle vorgestellt werden. Neben einem ganz lieben Pärchen, gibt es (natürlich) auch jemandem, der ständig alles inspiziert und in Frage stellt, eine


    Für Elsa ist ihre Oma jedenfalls eine Superheldin, zumindest meistens. Elsa ist mit ihren knapp 8 Jahren aber auch so etwas wie eine Besserwisserin, deren Ratschläge oder Verbesserungen nicht oft auf positive Reaktionen stoßen und auch Ärger mit Gleichaltrigen heraufbeschwört.


    Die erste Situation auf der Polizeistation wirkt schon etwas merkwürdig, da Elsa und ihre Oma sich regelrecht anschreien. Aber schon kurz darauf erfährt man, wie es dazu kam und da geht einem direkt schon ein bisschen das Herz auf. Vor allem der Spruch ist sofort bei mir hängen geblieben, nämlich das "wenn man das Schlechte nicht wegkriegt, viel Gutes darüber kippen muss".

    Etwas verarbeiten ist immer gut, aber manchmal geht es nicht so leicht - aber mit ganz vielen positiven Momenten ist es vielleicht etwas einfacher zu ertragen.


    Während Oma als das perfekte Chaos impliziert, ist Elsas Mutter - also Omas Tochter - das genaue Gegenteilt: ordnungsliebend und beherrscht.


    Der Trauerfall wirft Elsa in einen Strudel an Gefühlen und der Autor lässt uns durch sie daran teilhaben, ohne dass er etwas versteckt. Alle Facetten, die in einem brodeln und die oft sehr unangenehm und auch gemein sind. Typisch für Kinder wird man vielleicht denken, während man weiß, dass man als Erwachsene genau die gleichen Gedanken hat, auch wenn man sie sich nicht eingestehen will. Dabei sind sie völlig natürlich und menschlich - genauso wie der Umstand, dass sie wieder vorbeigehen. In manchen Momenten ist man einfach so überflutet von Trauer, Einsamkeit oder Angst, dass man sich nicht mehr anders zu helfen weiß und Mechanismen in Kraft treten, die einem darüber hinweghelfen sollen.


    Ein interessantes Zitat hierzu auch, was oftmals nicht gutgeheißen wird:


    "Wenn man das Schlechte nicht wegkriegt, dann muss man viel Gutes drüberkippen."

    Zitat Seite 18


    Es wird ja immer aufgefordert, alles zu verarbeiten und durchzukaufen, aber ganz ehrlich, nicht alles muss man immer wieder aufrütteln und durchleben. Ich denke, es kann durchaus auch mal gut sein, etwas ruhen zu lassen, bis die Erinnerungen verblassen, weil zu viele neue schöne Erlebnisse dazu gekommen sind.


    Die Sichtweise von Elsa überaus berührend und authentisch und die Figuren und Themen sehr gut gewählt und sie verdeutlichen perfekt die Gesellschaft und wie jeder versucht, darin mit seinen eigenen Methoden damit klarzukommen. Die Kleine ist äußerst schlau, was weder bei den Erwachsenen noch bei anderen Kindern gut ankommt. Ihre einzige Freundin ist ihre Oma, die mit ihr durch dick und dünn geht und sehr eigene spezielle Weltanschauungen hat. Sie merkt sehr wohl, das Elsa oft leidet und entführt sie dann in Fantasiewelten, die ihr helfen sollen, mit der realen Welt zurecht zu kommen. Was ihr auch durchaus gelingt!


    Als Elsa jedoch nach und nach erfährt, wie ihre liebste Oma früher war, bricht dieses Bild zusammen. Elsa muss lernen, dass Menschen Fehler machen - daraus lernen und sich ändern können. Dass jeder anders ist und jeder dadurch seinen Platz hat, seine "Superheldenkräfte" nicht in jeder Situation funktionieren, aber eben für bestimmte Situationen gerade richtig sind.

    Tapfer versucht sie, alles zu meistern, auch ihre widerstreitenden Gefühle für das neue Geschwisterchen, denn die Eifersucht nagt sehr an ihr.

    Der Autor versteht es ausgesprochen gut, die Menschen aus der Sicht des Kindes zu definieren. Wie sie sind, warum sie so sind - und warum überhaupt so viele Entwicklungen und Veränderungen in Menschen stattfinden, die man als Außenstehender nicht verstehen kann. Erst, wenn man näher kommt, ihnen zuhört, und mitfühlen kann.


    Die Themen sind wie meist bei seinen Büchern nicht leicht ... Verlust, Tod, Trauer, Krieg, Einsamkeit, Eifersucht, Schmerz. Auch wenn es einige Momente gibt, die wirklich tief greifen und traurig machen, schafft er es mit seinem ihm sehr eigenen, speziellen Humor, das ganze nicht zu sehr auf diese Seite zu ziehen. Denn das Leben besteht immer aus Gegensätzen und auch wenn das Lachen nicht in jeden Moment passt, ist es in vielen selbst unpassenden Momenten das einzige, das darüber hinweghilft.

    Ich bin bei jedem Buch fasziniert, wie Fredrik Backman es schafft, diesen Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit hinzubekommen. Denn das Leben hält so viel Schattentage für uns bereit, dass man sich umso mehr auf die Sonnentage freuen muss, sie genießen sollte und mit jedem Gefühl von Achtsamkeit in seiner Erinnerung festhalten.


    Ein bisschen gestört haben mich die Märchen. Natürlich ist es eine tolle Idee von Oma, der kleinen Elsa die Welt in Märchen zu erklären, aber die vielen Königreiche und Personen hab ich einfach schlecht auseinanderhalten und mit den realen Charakteren in Verbindung setzen können, so dass diese Parts etwas an mir vorüber gegangen sind.


    Die Idee allerdings, wie die Oma für Elsa gesorgt hat, also was sie ihr für einen Auftrag mit der Schatzsuche gegeben hat, war schon etwas ganz besonderes und großartiges! Der Autor hat ein tolles Gespür für Menschen, Emotionen und vor allem für das Leid und wie unterschiedlich damit umgegangen wird, so dass diese Geschichte hier wieder tief beeindruckt hat.


    Ich hätte so viel zitieren können, da so viele kleine Weisheiten hier drin stecken, aber ein Zitat möchte ich gerne noch zum Abschluss anbringen:


    "Man will geliebt werden, mangels dessen bewundert, mangels dessen gefürchtet, mangels dessen gehasst und verachtet. Man will irgendein Gefühl in den Menschen wecken. Die Seele schreckt vor der Leere zurück und sucht um jeden Preis Kontakt."

    Zitat Seite 415


    In diesem Sinne: Natürlich kann und muss man nicht mit jedem Menschen Verständnis haben, aber man kann feinfühliger werden und zumindest versuchen, zu verstehen, dass jedes Verhalten, jedes Wort, einen Hintergrund hat, der meist tiefgründiger ist als es scheint und mit dem aktuellen Moment oft gar keinen Bezug hat. Laut sein ist ein Ruf nach Aufmerksamkeit, Wut sucht meist nach Verständnis, Aggression ist Hilflosigkeit und viele dieser Emotionen kann man auffangen, wenn man nur etwas genauer hinsieht.

  5. Cover des Buches Bird and Sword (ISBN: 9783736305489)
    Amy Harmon

    Bird and Sword

    (417)
    Aktuelle Rezension von: Elkes_Literaturwolke

    Inhaltsangabe:

    Lark von Corvyn ist fünf Jahre alt, als ihre Mutter Meshara von König Zoltev vor ihren Augen getötet wird. Um Lark zu schützen, nimmt sie ihr mit dem letzten Atemhauch die Stimme, denn auch Lark hat die Magie in sich.

    15 Jahre später: Da Lark nicht spricht, ist sie für alle unscheinbar. Sie kann jedoch die Stimmen der Welt wahrnehmen und in ihrem Kopf formen sich Wörter und Bilder. Von ihrem Vater wird sie kaum beachtet, obwohl sein Schicksal an ihrem geknüpft ist. Nur ein Troll kümmert sich um sie und begleitet sie auf ihren Wegen.

    Eines Tages taucht König Tiras, Zoltev’s Sohn, auf. An den Grenzen von Jeru herrscht Krieg gegen blutrünstige und scheinbar unbesiegbare Fabelwesen – sogenannte Volgar. Der König erinnert Lord Corvyn an seine Treue und nimmt als Pfand Lark mit. Während sie nach Jeru City reisen, greifen erneut Volgar an und Lark kann sie mit Macht ihrer Gedanken zur Aufgabe bewegen.

    König Tiras ist ganz angetan von der jungen unscheinbaren und stillen Frau. Er bemerkt, dass sie magische Kräfte besitzt. Aber Magie ist verboten und jeder, der sie in sich trägt, soll laut Gesetz getötet werden. So zögert Lark eine Weile, sich ihm zu offenbaren. Bis dahin hat sie jedoch bemerkt, dass er selbst dunkle Geheimnisse besitzt.

    Werden sie ein gemeinsames Schicksal teilen und den Krieg zu ihren Gunsten beenden können oder werden sie wie die anderen Magie-Begabten den Tod finden?

    Mein Fazit:

    Acht Jahre schlummerte dieses Buch auf meinem SuB. Und jetzt habe ich es endlich gelesen und frage mich, warum ich so lange wartete.

    Ich habe schon einige Romane von Amy Harmon gelesen, meist sind es außergewöhnliche Liebesgeschichten. Im Genre Fantasy bin ich nicht so viel unterwegs, dafür freue ich mich, dass mir gerade diese Geschichte so besonders gut gefallen hat.

    Lark ist eine junge starke Frau – mit reinem Herzen und mit einem aufrichtigen Charakter. Die Mutter hat ihr im Sterben die Worte im tiefen Innern verpflanzt. Sie sollte kein Wort mehr sagen, bis die rechte Zeit gekommen ist. Und so sehr Lark sich zwischendurch auch bemühte, es kam nicht ein Ton heraus. Der Vater, ein Unsympath und Wendehals, lehrte sie weder lesen noch schreiben. Das ändert sich grundlegend, als sie König Tiras begegnet.

    König Tiras ist der Sohn von König Zoltev, der zwischendurch das Zeitliche gesegnet hat. Zoltev war gefürchtet, doch Tiras will von seinem Volk geliebt und geachtet werden. Die Magischen wurden von ihm nicht gejagt und auch nicht getötet. Er findet das Gesetz unwürdig und schrecklich. Allerdings muss er sich um sein Reich sorgen. Denn nicht nur die Volgar können ein Dorf nach dem nächsten erobern. Auch die Lords der Provinzen lechzen nach dem Thron und spinnen Intrigen. Außerdem muss er sein eigenes Geheimnis hüten, woran Lark und ihre Mutter Meshara nicht so ganz unschuldig sind.

    Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und die Geschehnisse eindrucksvoll geschildert. Ich lebte mit Lark in Jeru und fühlte und sah mit ihr, was passierte. Sie erzählt die Geschehnisse aus ihrer Sicht, auch wie sie immer wieder versucht, ihre Stimme zu nutzen. Aber die rechte Zeit war noch nicht ganz gekommen. Sie kämpft um ihre Eigenständigkeit, aber auch um ihre Gefühle für Tiras, der sich oft widersprüchlich verhielt.

    Eine wunderbare Geschichte, die definitiv Lust auf den zweiten Teil macht. Der erste Teil bekommt fünf Sterne und eine klare Empfehlung!

  6. Cover des Buches Der Wortschatz (ISBN: 9783000609312)
    Elias Vorpahl

    Der Wortschatz

    (256)
    Aktuelle Rezension von: Buechervorhersage

    In "Der Wortschatz" begleiten wir ein Wort, das vergessen hat, wie es heißt und das sich auf die Suche nach seinem Sinn gemacht hat. Es ist auf sich allein gestellt und reist durch die fantastische Welt der Sprache.

    Ich habe zu diesem Buch gegriffen, da es so anders ist als das, was ich sonst lese und weil ich neugierig darauf war, was mich erwartet. Laut Klappentext geht es um die Suche nach dem eigenen Sinn, ich muss jedoch zugeben, dass ich vor allem nach dem Sinn der Geschichte gesucht habe. Die Geschichte war ganz unterhaltsam im Märchenstil geschrieben und ich fühlte mich etwas wie Alice im Wunderland, doch während des Lesens habe ich mich immer gefragt, wo die Geschichte hinführen wird und ob für mich alles am Ende einen Sinn ergibt. Für mich ist das Ergebnis leider, dass sich mir der Sinn des Buches nicht erschlossen hat. Vielleicht ist es nur für mich nicht die richtige Art von Roman gewesen, vielleicht geht es auch anderen Lesenden so. Ich kann als Fazit feststellen, dass ich die Grundidee und den Ideenreichtum der Geschichte gut fand, ich jedoch den Sinn der Geschichte und somit die Lehre für meinen eigenen Sinn in diesem Buch leider nicht gefunden habe. 

  7. Cover des Buches Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich (ISBN: 9783404179800)
    Mary E. Garner

    Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich

    (341)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Beilner

    schon seit einer Ewigkeit wollte ich das Buch bzw die Reihe lesen und seit einiger Zeit liegt die Trilogie bei mir am SuB - inzwischen sind sogar noch zwei zusätzliche Bücher erschienen …

    Dank dem Zufallsgenerator von @reado_official wurde mir „ᴅᴀꜱ ʙᴜᴄʜ ᴅᴇʀ ɢᴇʟöꜱᴄʜᴛᴇɴ ᴡöʀᴛᴇʀ - ᴅᴇʀ ᴇʀꜱᴛᴇ ꜰᴇᴅᴇʀꜱᴛʀɪᴄʜ“ von Mary E Garner für meine #12für2025 ausgesucht 

    was wäre wenn man wirklich in Bücher eintauchen könnte - wenn man mit den Figuren sprechen und interagieren könnte - an der Handlung teilhaben könnte … in welches Buch würdet ihr als erstes eintauchen?

    Für Hope Turner wird das alles zur Wirklichkeit und sie landet in ihrem Lieblingsbuch - Stolz und Vorurteil und soll darüber hinaus auch gleich mal diese Buchwelt retten denn nicht alle Romanfiguren sind damit zufrieden nur in der Buchwelt zu existieren …

    und so beginnt ein spannendes Abenteuer in einer fantastischen Welt 

    Ich lese ja eigentlich keine Klassiker aber das Buch hat mich dazu inspiriert mich näher mit Stolz und Vorurteil zu beschäftigen und vielleicht werde ich es sogar noch lesen 😇

  8. Cover des Buches Die Sammlerin der verlorenen Wörter (ISBN: 9783453428591)
    Pip Williams

    Die Sammlerin der verlorenen Wörter

    (125)
    Aktuelle Rezension von: bibliofuechschen

    Esme lebt in einer Welt voller Wörter. Ihr Vater ist an der Entstehung des ersten Oxford English Dictionary beteiligt. Schon als Kind kann sie so einige Worte im Büro ihres Vaters aufschnappen. Je älter sie wird, desto mehr bekommt sie mit, dass ihr Vater und seine Partner einige Wörter außer Acht lassen. Sind diese nicht auch wichtig? Bald wird ihr klar, dass es sich häufig um Wörter handelt, die mit Frauen zu tun haben. Wie könnte sie diese Ungleichheit unbeachtet lassen?

    Die Geschichte ist ruhig und wenig aufregend geschrieben. Ein wenig wir eine Biografie der Charaktere. Esmeralda ist eine sympathische junge Frau, die ihrer Zeit voraus ist.

    Wer nach einer entspannten Geschichte sucht, die aber nicht nur seicht dahinplätschert, sondern ein wichtiges Thema anspricht, sollte sich dieses Buch ansehen.

  9. Cover des Buches Die eine, große Geschichte (ISBN: 9783596296019)
    Patricia Koelle

    Die eine, große Geschichte

    (60)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Kalle Brennicke hatte bereits als Kind einen Traum. Er wollte Busfahrer eines großen gelben Doppeldeckerbusses in Berlin sein. Kalle lebt seinen Traum seit Jahrzehnten. Bis zu diesem Tag, als er beschließt, dass sein Traum fertig geträumt ist. Heute ist der Tag, an dem er Hals über Kopf alles stehen und liegen lässt, um auf eine Reise zu gehen und einen neuen Traum zu finden.
    Er fährt mit einem Bus, diesmal als Fahrgast, nach Warnemünde, und von dort mit dem Rad die Küste entlang bis hoch nach Dänemark und wieder zurück. Sein Ziel ist das Finden von Wörtern für die eine große Geschichte, die er so gern schreiben würde.

    Kalle lernt das Alleinsein zu lieben und findet doch in zahlreichen neuen Bekanntschaften und Begegnungen Helfer, Ankerpunkte, Freundschaften und am Ende eine Person, mit der er ein Gefühl seiner Jugend endlich wieder fühlen kann: "das Gefühl eines Junimorgens, an dem es nach Erdbeeren riecht und an dem die Amseln singen".

    Wie so viele Bücher der Autorin ist auch dieses eines zum Träumen, zum Wegdriften aus der Realität, zum Inspirieren lassen und Staunen, was das Leben alles zu bieten hat, wenn man sich nur traut.
    Die Figur Kalle Brennicke ist einem in Patricia Koelles Bücheruniversum auch bereits begegnet oder wird es noch tun, wenn man die Nordsee-Trilogie in sich aufsaugt. Leider, leider kann sich das menschliche Gehirn ach so wenig merken, dass musste ich hier auch wieder feststellen, als ich krampfhaft versucht habe mich nach vier Jahren an das schon Gelesene zu erinnern und Verbindungen zu knüpfen. Ich habe in der Trilogie gesucht und passagenweise nochmal nachgelesen, um wieder ein halbwegs ganzes Bild von Kalle und Rhea zu bekommen.

    "Die eine große Geschichte" ist ein nahezu perfektes Wohlfühlbuch für kalte Tage, an denen man mit Kalle durch ein Winterhalbjahr radelt um sich einlullen zu lassen, von dieser besonderen Atmosphäre.

  10. Cover des Buches Aufbruch (ISBN: 9783328105381)
    Ulla Hahn

    Aufbruch

    (80)
    Aktuelle Rezension von: Marla_Humi

    Der zweite Teil der Hilla-Palm-Saga beginnt mit dem hoffnungsvollen Start in der Oberstufe des Aufbaugymnasiums. In einer Buchhandlung lernt Hilla den gebildeten und reichen Doktoranden Godehard von Keuken kennen, der sie schon bald als seine „kleine Frau“ sieht. Aber Hilla wird sich immer schmerzlicher der gesellschaftlichen Kluft zwischen Arm und Reich bewusst: ihre Eltern, die sich abrackern, die beengten Wohnverhältnisse, sie hat weiterhin kein eigenes Zimmer, lernt im Schuppen - Keuken sieht in ihrem Zuhause nur „ein Loch. “ Dieser Ausspruch verletzt sie so sehr, dass sie die Beziehung beendet.

    Auf dem nächtlichen Rückweg vom Sommerfest der katholischen Jugend in Großenfeld wird Hilla von Fremden beim Trampen vergewaltigt. Sie hatte den Bus verpasst. Dieser dramatische Einschnitt in ihr bisheriges Leben verletzt sie körperlich und seelisch schwer: Sie kann über das demütigende und traumatisierende Ereignis mit niemandem reden, fühlt sich schuldig: „Hilla selberschuld“ – schämt sich: „Hilla: schmutzig, sündig, selberschuld“. Sie gerät in eine tiefe seelische und körperliche Krise, niemand kann ihr helfen.

     Der Rhein wird, wie schon seit den gemeinsamen Spaziergängen mit dem Großvater und jüngeren Bruder, zum Zufluchtsort. Nach mehreren Zusammenbrüchen erholt sie sich langsam.

    Der anschauliche Erzählstil ist mit erfrischenden lyrischen Passagen durchsetzt.

    Auch ohne Kenntnis des ersten Bandes „Das verborgene Wort“ gelingt der Überblick über Hillas bisherige Geschichte (Kindheit) mithilfe der eingeflochtenen Informationen.

  11. Cover des Buches Das Buch der gelöschten Wörter - Zwischen den Seiten (ISBN: 9783404180073)
    Mary E. Garner

    Das Buch der gelöschten Wörter - Zwischen den Seiten

    (210)
    Aktuelle Rezension von: KateRapp


    Ein Feuerwerk an Fantasie, Buchwissen, literarischen Anspielungen und bekannten Buchfiguren eröffnete sich wieder  mit dem Aufschlagen des zweiten Bandes dieser wunderbaren Fantasy-Reihe. Schnell war ich wieder drin, im Leben von Hope Turner, die im Auftrag des Bundes, einer Organisation von Büchermenschen und Buchfiguren, die hässlichen, im Internet freigesetzten Worte und Beschimpfungen aus dem riesigen BUCH löschte und sich gemeinsam mit anderen Wanderern in zahlreiche Bücher hineinbegab, um dort einen Bösewicht zu finden, der die zauberhafte Buchwelt bedrohte. 

    Dass hier nicht nur das tragische Ende von Anna Karenina besiegelt wird, sondern eine Liebesgeschichte um Anne auf Green Gables abspielt, Hope in Begleitung von Lancelot und Gwen aus der Artussage auf Anweisung der Grauen Eminenz Frau Holle ihre Nachforschungen anstellen, ist ebenso abwechslungsreich wie die Beschreibung der verschiedenen Buchwelten, in die die Reisen gehen. Von den winterlichen Lichtungen in Bambi auf die Apfelblüten-Allee auf Green Gables, ins Hochmoor von Wuthering Heights oder zum Zauberer von Oz, die Atmosphären sind plastisch, poetisch und eingängig beschrieben, sodass es sich anfühlt, als sei man bei diesen Buchreisen selbst mit dabei.

     

    Dass auch noch Hopes Mutter, ebenfalls eine geborene Turner, in die Buchwelt eintaucht und die Brüder Rufus und Kenan, die Hope beide auf ihre eigene Art und Weise anziehen, in Konflikt geraten, macht neben der Jagd auf den großen bösen Unbekannten das Buch zu einer wirklich spannenden Lektüre. Inclusive Cliffhanger.

     

    Ich habe diese Fantasievolle Geschichte wieder einmal verschlungen und kann allen, die diese Buchwelt-Serie noch nicht kennen, nur wärmstens empfehlen, sich dorthin entführen zu lassen.

     

    Lübbe 2020

  12. Cover des Buches Die Vögel (ISBN: 9783945370285)
    Tarjei Vesaas

    Die Vögel

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Mattis ist anders als die Menschen in seinem Umfeld. Das spürt er, das weiß er. Jeder Tag ist ein Kampf. Er sollte arbeiten, schließlich ist er ein erwachsener Mann. Er geht los, zu den Höfen, obwohl ihm davor graut. Denn die Menschen reagieren komisch auf ihn, denn er ist komisch, denkt Mattis. Und so vergeht der Sommer. Er findet eine Beschäftigung, er spricht mit Mädchen, er blüht auf und dann kommt eine Veränderung, die er so nicht erwartet hat und Mattis zieht seine Konsequenzen.

    Vesaas Roman "Die Vögel" erzählt die Geschichte von Mattis und seiner Schwester Hege. Sie leben im Wald, zwischen See und einem Dorf. Sie fristen ein ruhiges Dasein, dass aus der Perspektive von Mattis erzählt wird. Er träumt sich in den Tag, beobachtet seine Umgebung, die Menschen, die Natur, seine Schwester Hege. Er nimmt vieles anders wahr und lebt in seiner eigenen Welt.

    Und diese Perspektive macht das Buch so besonders. Denn wir kriegen ausschließlich die Welt durch Mattis gespiegelt. Die Menschen, die Dinge nicht wahrnehmen, die nicht wissen, wie sie mit ihm umgehen sollen. Immer schwankend, zwischen Ungeduld, Unverständnis und Mitleid. Mitleid, dass Mattis in seiner vollen Wucht ins Gesicht schlägt. Das ihn verunsichert, ihn in seiner Andersartigkeit bestärkt. Dazwischen gibt es aber auch die glücklichen, die hellen Momente. Wo sein Anderssein in den Hintergrund rückt. Wo er einfach er "Sein" kann, Mattis. Und diese Momente, dieses Changieren zwischen guten und schlechten Momenten, zwischen Geduld und Ungeduld, Menschlichkeit und Unverständnis machen das Buch so wunderbar.

    Kurzum: Ein ruhiges, aber wichtiges Buch. Das die Welt aus Sicht von jemanden schildert, der nicht ins Raster passt. Lesenswert!

  13. Cover des Buches Spiel der Zeit (ISBN: 9783328105350)
    Ulla Hahn

    Spiel der Zeit

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Dies ist der 3. Teil der Autobiografie-Reihe von Ulla Hahn, die ihr Alter Ego nach

    "Das verborgene Wort" und "Aufbruch"

    als Hilla Palm zu Wort kommen lässt.



    Dieses Buch wird sicherlich polarisieren, denn der Schreibstil ist doch sehr eigen. Ich gehöre hier zu denjenigen, die mit der Darstellungsweise leider garnichts anfangen können. Ulla Hahn besitzt als Lyrikerin einen großen Namen; die Prosa jedoch in diesem 3. Band ist meiner Meinung nach nicht ausgereift. Hier konnte ich kein einheitliches Bild erkennen, denn der Schreibstil wirkt auf mich nicht gefestigt. Aber, vielleicht soll das gerade die Zeit der späten 60er Jahre widerspiegeln?

    Musste mich wirklich durch die Seiten quälen.

    Sie schafft die Atmosphäre der damaligen Zeit mit ihrem bekannten Drang nach Veränderung und den dazugehörigen Einstellungen und Verhaltenweisen. Hier konnte sie ein passendes Bild davon schaffen, jedoch hat mir die Tiefe bei der Darstellung der Charaktere gefehlt. Aber, vielleicht war dies ebenfalls so gewollt, da sich die Menschen damals eben neu orientieren mussten?!

    Autobiografie, Realität und Fiktion sind sehr gekonnt ineinander verflochten.



    Mein Fazit: ein Buch, das sicherlich polarisieren wird - mich hat es nicht "abgeholt"
  14. Cover des Buches Die große Wörterfabrik (ISBN: 9783958541610)
    Agnès de Lestrade

    Die große Wörterfabrik

    (138)
    Aktuelle Rezension von: Elinja93

    Die große Wörterfabrik erzählt von einer Welt, in der Worte gekauft werden müssen und nur die Menschen sprechen können, die genug Geld dafür haben.
    Die Botschaft über den Wert von Sprache, Gefühlen und zwischenmenschlichen Beziehungen ist berührend und regt zum Nachdenken an. Besonders die wunderschönen Illustrationen tragen die Geschichte.
    Als Pädagogin finde ich die Idee spannend, um mit Kindern über Sprache, Gefühle und die Wirkung von Worten ins Gespräch zu kommen.
    Für mich blieb die Geschichte jedoch sehr ruhig und eher symbolisch erzählt. Wer eine spannende Handlung oder viel Handlungstiefe erwartet, könnte enttäuscht sein. Die Stärke des Buches liegt weniger in der Geschichte selbst als in den Gedanken, die sie anstößt.


  15. Cover des Buches Die Schlacht um Wörter und Blut (ISBN: 9783551583567)
    Traci Chee

    Die Schlacht um Wörter und Blut

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Booknaerrisch

    Der Rote Krieg, Serakeen, Tanin, die Wache... Die Gefahren, die Archer und Sefia bedrohen sind mannigfaltig und absolut tödlich. Und eigentlich wäre da ja auch noch die scheinbar unlösbare Aufgabe, Frey und Aljan zu befreien - oder die schlimmste Entscheidung von allen: sollen die beiden sich selbst retten und dabei alle anderen riskieren oder sollen sie den anderen helfen und dabei Archers Tod riskieren, wie prophezeit?

    Ein letztes Mal durften wir Sefia, Archer, Käpt´n Lee, die Blutritzer und viele altbekannte Gesichter bei ihrem Abenteuer in Kelanna begleiten. Und ein weiteres Mal bin ich absolut davon begeistert, wie man wunderschöne Dinge wie Hoffnung, Liebe, Magie und Zauber mit so viel Schrecklichem kombinieren kann. Gewalt, Hass, Intrigen und Rache führen zu Verlust und Tod - und dennoch bleibt für mich der „schöne Aspekt“ nachhaltig im Gefühl. Die zauberhafte Welt, die Traci Chee in ihrer Trilogie erschaffen hat, die von Emotionen und Wärme durchsetzt, die Kälte und das Böse aufwiegt, hat mich wieder fesseln und verzaubern können. Einfach faszinierend!

    Zusätzlich zu den menschlichen Problematiken, ist in diesem Finale das Buch ein weiterer fesselnder Gegner. Wird Sefia es schaffen, allen Gefahren zu trotzen, dem Buch zu widerstehen und so die Prophezeiung zu schlagen? Lassen sich Buch und somit das Schicksal eventuell überlisten und somit alles zum Guten wenden? Oder führt jeder Versuch dem Schicksal auszuweichen gar unweigerlich dazu, ihm mehr und mehr zu entsprechen? Eine interessante Überlegung, die zum Nachdenken anregt und bestimmt auch nachhallen wird.

    Etwas weniger hat mir der diesmalige Aufbau gefallen. Gefühlt bestand dieses Finale für mich aus knapp 600 Seiten Kampf - auf dem einen oder anderen Schiff, Schauplatz oder sonstigem Szenario - das führte mich zu einem Gefühl von Wiederholungen und der ein oder anderen Länge - das hätte ich kürzer oder abwechslungsreicher besser gefunden.

    Alles in allem war „die Schlacht um Wörter und Blut“ für mich ein passender und würdiger Abschluss, auf den ich mich sehr gefreut habe. Ok, ein bisschen weniger Verlust hätte mir besser gefallen, aber nun gut, so war das Ganze effektiv glaubwürdiger - auch, wenn es mich das ein oder andere Tränchen gekostet hat ;)

  16. Cover des Buches The truth about magic – Gedichte und Notizen (ISBN: 9783423230209)
    Atticus Poetry

    The truth about magic – Gedichte und Notizen

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Chianti_Classico

    "The truth about magic" ist ein Gedichtband von Atticus.
    Ich mochte schon "Love - Her - Wild" richtig gerne und folge Atticus schon lange auf Instagram, sodass ich mich sehr auf das Buch gefreut habe!

    Magie ist das übergeordnete Thema dieses Gedichtbandes und es gibt Gedichte und Notizen zu den folgenden Themen: Magic in Youth, Love, Adventure, Her, Darkness, Words und Stars.
    Mein liebstes Kapitel war Magic in Love, hier konnten mich die Gedichte total ansprechen und berühren, aber ich habe mich in vielen Gedichten wiedergefunden, und das ist es auch, was ich an Atticus Werken so mag! Sie können mich so sehr berühren, dass wenige Wörter mir die Tränen in die Augen treiben!
    Viele Gedichte haben mir aber auch ein wenig die Augen geöffnet, die Sicht auf manche Dinge etwas verändert.

    Es gibt wieder kurze Gedichte, aber welche, die etwas länger sind, insgesamt eine tolle Mischung!
    In diesem Band waren ab und an auch mal die englischen Originale mit abgedruckt, was ich sehr spannend fand! Ich habe meist zuerst die englische Version gelesen und versucht, diese selbst zu übersetzen. Da hat man gemerkt, wie schwer es eigentlich ist, Gedichte passend zu übersetzen! Denn es muss gut klingen und die Bedeutung darf nicht verloren gehen! Kilian Unger macht da meiner Meinung nach einen sehr guten Job!
    Mir hat es echt gut gefallen, dass auch ein paar der Gedichte in der ursprünglichen Sprache abgedruckt waren, und da bin ich auf den Geschmack gekommen, denn tatsächlich hätte ich es schön gefunden, wenn man bei allen Texten sowohl die deutsche als auch die englische Version vorliegen gehabt hätte. Da bin ich echt am überlegen, ob ich mir den Gedichtband auch noch auf Englisch hole!

    Neben den Gedichten gibt es wieder stimmungsvolle schwarz-weiß Fotografien, die die Texte wundervoll abgerundet haben!
    Die gesamte Aufmachung hat mir wieder richtig gut gefallen und es war ein wunderbares Erlebnis, das Buch zu lesen!

    Fazit:
    "The truth about magic" von Atticus hat mir richtig gut gefallen!
    Ich liebe seine Texte einfach, denn viele können mich total ansprechen und so sehr berühren, dass sie mich zum Weinen bringen!
    Die gesamte Aufmachung ist stimmig, denn die Gedichte werden oft von wunderbaren schwarz-weiß Fotografien begleitet, sodass das Lesen zu einem tollen Erlebnis geworden ist!
    Ich mochte es sehr, dass auch Originaltexte in dem Buch zu finden waren, die gezeigt haben, was für einen tollen Job der Übersetzer Kilian Unger macht!
    Ich vergebe sehr gute vier Kleeblätter!

  17. Cover des Buches 1000 erste Wörter (ISBN: 9783831039371)
    Elena Bruns

    1000 erste Wörter

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Highlander

    Bei Erwachsenenbüchern würde man von einem wahrlich umfassenden Werk sprechen. Das neue Kinderbuch "1000 erste Wörter" bietet für alle Sprach- und Sprechfans ein riesiges Repertoire an Wörtern. Dabei werden nicht nur Sachen benannt, sondern auch Aktionen, Formen, Zustände oder sonstige wenig greifbare Dinge. So dient das Buch einem ersten/frühen Wörterlernen ebenso wie einer sukzessiven Wortschatzerweiterung ab 4 Jahren. 

    Was mir besonders gut gefallen hat, ist, das viele Dinge nicht gezeichnet/illustriert sind, sondern "echt" abgebildet sind. So fällt es den Kindern sehr leicht, die Dinge zu erkennen und Assoziationen zu bereits Bekanntem zu finden. Thematisch deckt das Buch alles von "Mein Körper" über Märchenfiguren bis hin zu ersten Geografiekenntnissen alles ab!

    Für mich eines der besten Kinderbücher, was die frühkindliche Spracherziehung angeht, das in keinem Kindergarten fehlen sollte. Die Altersempfehlung liegt bei 3 Jahren, meine Tochter mit 2 findet es aber auch schon sehr großartig. Bei Kindern, die gerne sprechen, also sicher auch schon früher ein echter Gewinn! Manches ist dann vielleicht noch etwas kompliziert, aber dafür hält das Buch dann auch lange vor.

    Einziges "Manko": Man braucht echt Ausdauer, denn es ist wirklich endlos :-) 1000 Wörter sind echt viel und nein, ich habe sie nicht gezählt, aber 62 Seiten rappelvoll mit Wörtern reichen mir als Beweis.

  18. Cover des Buches Das Haus, das in den Wellen verschwand (ISBN: 9783956390678)
    Lucy Clarke

    Das Haus, das in den Wellen verschwand

    (24)
    Aktuelle Rezension von: TWDFanST

    Inhalt

    Langsam und Kitty waren das große Abenteuer: Sie lassen ihr altes Leben hinter sich und gehen auf Weltreise. Auf den Philippinen begegnete sie einer Gruppe Globetrotter, die nach Neuseeland segeln will. Die beiden werden Teil der Crew. Vor der wunderschönen Kulisse der Südsee entdecken sie leider auch die Schattenseiten des beengten Zusammenseins. Als dann auch noch ein Crewmitglied spurlos verschwindet, wird alles noch dramatischer...


    Bewertung 

    Die Grundidee von "Das Haus, das in den Wellen verschwand" ist spannend. Eine dramatische Geschichte vor traumhaft schöner Kulisse und ein Handlungsort, von dem man nicht entkommen kann. Die Umsetzung ist allerdings ein anderes Thema. Gerade in der Hörbuchform stört mich das Hin- und Herspringen in der Zeit doch sehr. Am meisten hatte ich jedoch meine Probleme mit den Charakteren. Irgendwie hat mein Herz für keinen von ihnen geschlagen. Da kann die Grundidee dann noch so spannend sein, mein Interesse wird dadurch eher gemindert, weshalb es nur zwei Sterne sind.

  19. Cover des Buches Erna und die drei Wahrheiten (ISBN: 9783570313206)
    Anke Stelling

    Erna und die drei Wahrheiten

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Genau diesen Satz bekommt Erna von ihrer Mutter regelmäßig vorgehalten und sie beginnt zu grübeln. Das ist eine ihrer bevorzugten Beschäftigungen: Denken, Nachdenken, Hinterfragen. Erna ist für ihre 11 Jahre sehr intelligent. Sie lebt in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt, in der alle Hausbewohner zusammenhalten und -arbeiten (sollen) und besucht eine Gemeinschaftsschule, in der sie Lerngruppensprecherin ist. Erna hat viel Fantasie und genießt ihre Tagträume im gleichen Maß, wie sie sich über Ungerechtigkeit ärgert.

    Mir persönlich hat die Beschreibung von Ernas Umfeld und ihrem Leben dort sehr gefallen, da ich es sehr ungewöhnlich finde. Gemeinschaftswohnprojekt hört sich großartig an. Aber das kann es (ebenso wie die Gemeinschaftsschule) nur sein, wenn alle Mitglieder das gleiche Ziel anstreben. Erna grübelt, setzt sich ein, fragt nach- und erhält eine Reihe widersprüchlicher Antworten.

    Ich fand den Stil der Ich-Erzählerin flüssig zu lesen, wenn auch stellenweise ihre Gedankensprünge ein wenig verwirrten. Erna ist mir sehr sympathisch, sie liest gern und ihr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn bringt sie leider nicht immer voran. Das tat mir wieder leid.

    Das Ende jedoch störte mich. Ich hatte eine Art Abschluss erwartet, eine gute Lösung, mit der Erna, ihre Familie, Mitschüler, Lehrer und Freunde auskommen können. Aber irgendwie wurde ich enttäuscht und das finde ich extrem schade. Wer das Buch mit weniger Erwartungen liest, wird sicher mehr Freude daran haben.

  20. Cover des Buches Wörter waschen (ISBN: 9783499621062)
    Wolf Schneider

    Wörter waschen

    (4)
    Aktuelle Rezension von: PrinzessinMurks
    Joa - ein Schneider eben. Man kann ihn lieben oder seine oberlehrerhafte Verstaubtheit hassen. Ich mag es mit ihm über Sprache nachzudenken - aber lieben...? Ne.
  21. Cover des Buches Der Strand bei Nacht (ISBN: 9783458194583)
    Elena Ferrante

    Der Strand bei Nacht

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat
    Der Strand bei Nacht ist eine Geschichte über die schlimme Erfahrung einer Puppe. Das Mädchen, dem die Puppe gehört, hat ein Kätzchen von seinem Vater geschenkt bekommen, und darüber die Puppe am Strand vergessen. Als dann die Nacht anbricht, macht die Puppe eine schlimme Erfahrung mit einem gruseligen Menschen.

    Die Geschichte ist schon ziemlich gruselig, und die Illustrationen von Mara Cerri bringen die Stimmung perfekt auf den Punkt.
    Es ist ein niedliches kleines Büchlein, das ich schon lange haben wollte und mir kürzlich gegönnt habe.
  22. Cover des Buches Versunkene Wortschätze (ISBN: 9783411711314)
  23. Cover des Buches Winter (ISBN: 9783841905734)
    Barbara Schaefer

    Winter

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Frühling, Sommer und Herbst ähneln einander. Nur der Winter steht für sich. Die Welt gerät in einen anderen Aggregatzustand: Wasser gefriert. Die Landschaft wird erst kahl, dann weiß. Was macht das mit den Menschen?

    Barbara Schaefer lebte vier Wintermonate in Grönland, an der rauen, isolierten Ostküste. Sie war überwältigt von der grimmigen Landschaft und den harten Lebensbedingungen. Sie wanderte über den gefrorenen Baikalsee, suchte den Schnee am Kilimandscharo, überquerte auf Schneeschuhen eine Hochebene in Schweden, reiste nach Norwegen, in die Arktis und in die Alpen und versuchte dabei zu ergründen, was das ist: Winter. Und warum der so viel Freude bringen kann. Sie hörte Winterlieder, las Winterbücher, sah Winterfilme. Sie hat draußen manchmal jämmerlich gefroren – und wollte dennoch in diesen Momenten nirgends anders hin. Denn anstatt am Strand zu liegen, trifft sie lieber Menschen im Winter. In den Bergen, am Meer, in der Stadt.

     

    》EIGENE MEINUNG:

    Schon die Aufmachung dieses Buches passt für mich perfekt ins Bild und ist etwas Besonderes. Es handelt sich um ein Hardcover, jedoch ohne Schutzumschlag. Der Leineneinband hat eine tolle Struktur und ist in einer blaugrauen – für mich sehr winterlichen – Farbe gefärbt. Der Titel steht groß im Mittelpunkt und ist wie „Eine Liebeserklärung“ und der Name der Autorin von weißen, verschieden großen Punkten – Schneeflocken – umgeben. Ein wenig schade fand ich es, dass die Schrift am Buchrücken sich leider mit fortschreitendem Gebrauch etwas abgelöst hat. Dafür liebe ich das Lesebändchen und beim ersten Aufschlagen erwartet einen auch eine Überraschung: So farblich zurückhaltend die Gestaltung von außen auch ist, die erste/letzte Seite sind in einem tollen Orangeton gehalten. Mit so etwas hatte ich gar nicht gerechnet und finde den Kontrast und die Wirkung auf mich als Leser ganz toll!

     

    Zu Beginn finden wir ein fein gestaltetes Inhaltsverzeichnis, dass uns die großen Kapitel „Winterliebe“, „Nordwärts“, „In die Stadt“, „In den Bergen“ und „Vom Eise befreit“ mit vielen Unterpunkten aufzeigt. Darauffolgend beginnt jedes dieser großen Kapitel mit einem winterlichen Aquarell. Eine umfangreiche Bibliografie ergänzt am Ende die Ausführungen und in beiden Umschlagseiten befinden sich toll gestaltete Karten. Diese waren für mich aber eher Zier als wirkliche Information. Etwas problematischer fand ich die sehr kleine Schrift, die mir das Lesen nicht unbedingt erleichtert hat.

     

    Da ich „Winter“ als Sachbuch eingruppiert habe steht unter „Inhalt“ mal wieder der Original-Klappentext. Für mich klang er in erster Linie nach einem Reisebericht – dann habe ich jedoch viel mehr bekommen! „Eine Liebeserklärung“ trifft es perfekt: In den fünf angesprochenen Kapiteln werden die verschiedensten Aspekte des Winters beleuchtet. Die eigenen Reisen der Autorin sind natürlich damit verflochten, bilden für mich aber nicht den Mittelpunkt, sondern eher einen roten Faden. Im Buch selbst geht es um viel mehr und so viel Verschiedenes: Was sind eigentlich Eis, Schnee, Eisblumen, etc. Wie entsteht dies alles? Welche Forschungen wurden dazu angestellt? Es geht um Eisklettern, Lawinen, verschiedene Reisen, historische Persönlichkeiten rund um das Thema, Maler, Autoren, Polarforscher, Kindheitserinnerungen, Schicksale. Natürlich dürfen auch die Polarlichter, Wintersport, Klimawandel, Wissenschaft und Tiere im Winter nicht fehlen. Über das „Natürlich“ im letzten Satz musste ich jetzt selbst etwas lachen, denn das war es für mich eigentlich zu Beginn überhaupt nicht. Dieses Buch hat mich in so vielen Aspekten überrascht und ich höre jetzt auch damit auf so viele dieser aufzuzählen. Wo ich am Anfang noch damit gehadert habe, dass ich keinen rechten roten Faden fand, war ich zum Schluss völlig begeistert von der lockeren Zusammenstellung von „Winterthemen“!!

     

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es war zu jeder Zeit unterhaltsam und flüssig zu lesen, auch wenn einem das ein oder andere Thema mal mehr, mal weniger lag. Ich habe so viel Wissenswertes erfahren, ohne je das Gefühl zu haben in einem Lehrbuch zu lesen. Barbara Schaefer schreibt mit einer solchen Begeisterung, dass es einfach ansteckend ist. Ich habe in einer anderen Rezension gelesen dieses Buch sei ein „Reiseverführer“ und kann nur zustimmen. Auch wenn ich, als Winterfan, für viele Orte und Unternehmungen daraus wohl doch nicht gemacht bin. ;)

     

     

    》FAZIT:

    Die Vielseitigkeit und Unvorhersehbarkeit dieses Buches hat mir wahnsinnig gut gefallen – es ist eine Mischung aus Reise- und Erlebnisbericht, Geschichte und Kultur, sowie Wissenschaft und noch so vielem mehr! Die Autorin hat mich in eine tolle Winterstimmung versetzt und zum Nachdenken angeregt! Außerdem habe ich viel dazu gelernt! Man merkt wie sehr sie den Winter liebt und im Laufe des Lesens auch wie sehr man selbst ihn mag! Auch als Geschenk kann ich mir „Winter“ sehr gut vorstellen.

  24. Cover des Buches Das Land, in dem die Wörter wohnen (ISBN: 9783702237431)
    Clemens Sedmak

    Das Land, in dem die Wörter wohnen

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar
    »Da waren noch mehrere dieser großen Häuser, das Land der Wörter wird sorgsam verwaltet. Da wird genau festgelegt, welches Wort welche Rechte und Pflichten hat, welches Wort mit welchem Wort eine Verbindung eingehen kann, das Wort ›schön‹ kann nicht mit dem Wort ›grässlich‹ zusammengehen, wie klingt den das, ›grässlich schön‹?!«

    Wenn die Wörter streiken, weil sie vom Menschen die Nase voll haben … ein modernes Märchen für Erwachsene und Jugendliche, ein philosophisches Werk: Es war einmal ein Tag, da fiel Papa das passende Wort nicht mehr ein – der ganzen Familie war das Wort entfallen, und es wurde immer schlimmer, immer mehr Wörter fehlten an diesem Tag. Am nächsten Tag waren alle Menschen in der Stadt sprachlos. Als der achtjährige Günther mit seinen Geschwistern die Buchhandlung betrat, fielen ihnen wieder alle Wörter ein. Der Laden füllte sich mit immer mehr Menschen, denn hier konnten sie endlich wieder sprechen – aber nur hier, an diesem Ort. Was war geschehen? Der Buchhändler lässt die Kinder in ein Wörterbuch steigen, hinab ins Reich der Wörter, sie sollen schauen, was dort vorgeht. Und hier erfahren die Geschwister, was passiert ist. Die Wörter ziehen sich zurück, weil die Menschen in ihrer Sprache verrohen, immer mehr schlimme Worte an Macht gewinnen, Lügen verbreitet werden, die Wörter wissentlich verfälscht benutzt werden, eine Verrohung der Sprache stattfindet.

    »Verbalia ist die Hauptstadt des Landes. … Wir kamen am Brummen des Murmelns vorbei, dessen Rauschen wie das Raunen einer Menschenmenge klang, wir legten unsere Hand auf die Mauer des Schweigens, an der sich die Wörter von Sprache, Klang und Gerede ausruhen konnten; kein Laut war an dieser Mauer zu hören. Wir hielten beim Denkmal des Vergessenen Wortes, das an all jene Wörter erinnerte, die im Lauf der Menschheitsgeschichte einfach vergessen worden waren …«

    Das Buch ist aus der Sicht des Jungen Günther geschrieben. Mit viel Empathie wird den Kindern erklärt, wie die Häuser der Wörter entstehen, Wortfamilien, es gibt ein Standesamt, wo Wörter heiraten, sich zu einem neuen Wort zusammenfinden. Wörter die viel benutzt werden sind stark, und die, die von den Menschen wenig ausgesprochen werden, werden schwach, landen im Altersheim, wo sie irgendwann sterben. »Okay« wohnt in einem prächtigen Schloss, »Danke« hingegen in einer bescheidenen Hütte. Auf dem Sportplatz bekämpfen sich die Wörter, versuchen, sich gegenseitig mundtot zu machen.

    »Es ist nicht immer einfach, ein Wort zu sein. Ein Wort ist den Menschen ausgeliefert, es wird gedruckt und geschrieben, gesprochen und gesungen, geflüstert und geschrien. … Und nicht immer wollen die Menschen etwas Gutes, wenn sie ein Wort verwenden.«

    Die drei Geschwister bitten Logos, den König der Worte, den Menschen die Wörter zurückzubringen. Doch so einfach wird das nicht zu machen sein. Sie müssen noch paar Abenteuer bestehen, zuvor den »Sumpf des Geschwätzes« durchqueren, sich von einem Fährmann über den »Fluss des Vergessens« über die Landesgrenze fahren lassen. Sie lernen die Insel Babel kennen, auf der sich die Menschen untereinander nicht verständigen können, weil jeder eine andere Sprache spricht. Im Königreich Malum treffen sie auf den König der Lügen, der sie hinters Licht führen will.

    Ein einfühlsamer philosophischer Text, der zum Nachdenken über den Gebrauch von Wörtern anregt. Fake News, Beschimpfungen, eine gute Wortwahl, die Verführung der Menschen durch feingestrickte Lügen, etwas zu glauben. Eingewebt mit mythologischem Hintergrund, Fährmann – Münze – Brunnen – Insel usw., ganz im Stil der alten Märchen hat Clemens Sedmak hier eine wundervolle Geschichte erfunden. Wer sich für Sprache interessiert, emotional verpackt, der liegt hier völlig richtig. Ein schönes Geschenk für Alt und Jung.

    Clemens Sedmak, geb. 1971, ist Theologe und Philosoph. Er ist Professor für Sozialethik an der University of Notre Dame (USA) und leitet das Zentrum für Ethik und Armutsforschung in Salzburg. Der Vater dreier Kinder ist Autor zahlreicher Bücher, die sich mit den Fragen nach dem Sinn des Lebens beschäftigen.

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