Bücher mit dem Tag "wohlfühlbuch"
120 Bücher
- Mona Kasten
Begin Again
(3.465)Aktuelle Rezension von: Schmoekertante303Endlich frei sein. Das wünscht sich Allie als sie zum Studium nach Woodshill zieht, weit weg von ihrer Heimatstadt Denver. Hier will sie neu anfangen, ihre Vergangenheit vergessen und endlich glücklich werden. Daran kann sie auch ihr grummeliger Mitbewohner Kaden nicht hindern, der sie mit seiner herrischen Art und seinen blödsinnigen Regeln auf die Palme aber auch ihre Gefühle ganz schön durcheinander bringt.
Begin Again ist der erste Band der Again-Reihe von Mona Kasten. Sie schreibt fesselnd, gefühlvoll und sehr romantisch über Charaktere die nicht perfekt sind, aber eine glaubwürdige Entwicklung durchmachen. Sehr gut gefallen hat mir die langsame Entwicklung zwischen Allie und Kaden. Es gab ein paar spicy Szenen, die aber sehr gefühl- und geschmackvoll geschrieben sind und die Geschichte wunderbar abgerundet haben.
Allie ist eine beeindruckende junge Frau. Sie ist mutig und lässt sich von Kadens Sprüchen und seiner ruppigen Art nicht unterkriegen. Trotzdem ist sie voller Zweifel, ob sie das richtige tut und ihre Träume vor die Wünsche anderer stellen darf.
Kaden hingegen ist lange Zeit undurchschaubar. Er war mir stellenweise auch zu dominant und übergriffig. Aber seinen Freunden gegenüber ist er äußerst loyal und würde alles für sie tun. Je besser ich ihn und seine Dämonen kennenlernte, desto besser konnte ich seine Handlungen auch verstehen, wenn auch nicht immer gutheißen.
Auch wenn sich der Roman hauptsächlich um die Geschichte von Allie und Kaden dreht, tauchen auch einige liebenswerte Nebencharaktere auf, von denen man in den Folgebänden hoffentlich noch mehr lesen wird.
Fazit: Begin Again ist eine tolle, romantische Liebesgeschichte, die auch ernste Themen anpackt und ihrer Charaktere daran wachsen lässt. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände der Reihe.
- Mona Kasten
Trust Again
(2.363)Aktuelle Rezension von: Schmoekertante303Nach der schmerzhaften Trennung von ihrem Ex-Freund hat Dawn mit den Männern abgeschlossen und blockt jeden Flirtversuch rigoros ab. Zu groß war der Vertrauensbruch, der ihren Glauben an eine glückliche Beziehung zerstört hat. Erst als sie Spencer trifft, der hartnäckig immer wieder mit ihr flirtet, gerät ihre Standhaftigkeit ins Wanken. Aber die Dämonen ihrer Vergangenheit lassen sie nicht los. Erst als sie erfährt, dass auch Spencer ein gut gehütetes Geheimnis hat, beginnen ihrer Mauern zu bröckeln.
Trust Again ist der zweite Teil der Again Reihe von Mona Kasten. Mona Kasten schreibt spannend, intensiv und mitreißend. So flogen die Seiten nur so dahin und haben mir vom herzhaften Lachen bis zu fließenden Tränen alle möglichen Emotionen entlockt.
Nachdem im ersten Teil Allie und Kaden ihr Glück gefunden haben, sind nun deren Freunde Dawn und Spencer an der Reihe. Dieser Teil knüpft zeitlich an den ersten Teil an und auch die Charaktere aus dem ersten Band sind hier wieder sehr präsent. Trotzdem kann dieser Teil auch unabhängig vom ersten Teil gelesen werden.
Dawn mochte ich eigentlich sehr gern. Leider hat sie mich mit ihrem ewigen Hin und Her irgendwann wirklich genervt. Ja, sie ist enttäuscht und verletzt worden aber trotzdem verhält sie sich Spencer gegenüber oft unmöglich. So konnte ich gerade gegen Ende des Romans ihre Handlungen immer weniger nachvollziehen.
Spencer dagegen hat mir sehr gut gefallen. Er ist einfach ein unglaublich positiver, charmanter und liebenswerter Charakter, der aber auch sein Päckchen zu tragen hat. Im Gegensatz zu Dawn verzweifelt er aber nicht daran, sondern versucht das Beste aus seinem Leben zu machen und jeden Tag wieder als neue Chance zu sehen.
Das Ende an sich fand ich gut, allerdings hat mir das Date der zwe nicht wirklich gefallen. Das hätte ich mir anders gewünscht.
Fazit:
Trust Again ist ein emotionaler, spannender Liebesroman der das Thema Vertrauen und Mut thematisiert. Mir hat er trotz kleiner Schwächen beim Charakter der Hauptprotagonistin sehr gut gefallen.
- Lin Rina
Animant Crumbs Staubchronik
(1.195)Aktuelle Rezension von: KaciMein erstes Highlight im neuen Jahr! Animant Crumbs Staubchronik ist ein wunderschöner, ruhiger und unglaublich cozy Roman – perfekt für gemütliche Lesestunden mit Tee und Decke. Die Geschichte lebt von ihrer Atmosphäre, von Büchern, Bibliotheken und einer wunderbar eigensinnigen Protagonistin, die man einfach mögen muss.
Der Slow Burn ist sehr sanft und leise, aber nie langweilig. Auch wenn ich mich auf den ersten rund 100 Seiten öfter gefragt habe, was eigentlich der rote Faden der Geschichte ist, hat mich das Buch trotzdem getragen – durch Animants Gedankenwelt, ihren trockenen Humor und das liebevolle Setting.
Gegen Ende wird es dann deutlich dramatischer, fast schon überraschend intensiv. Hier ging mir das Finale allerdings etwas zu schnell, vor allem im Vergleich zu den vielen Entwicklungen der letzten Seiten. Trotzdem bleibt ein rundum schönes Leseerlebnis zurück.
Für mich ein echtes Wohlfühlbuch mit Charme, Herz und literarischer Seele. 4,5 Sterne ⭐⭐⭐⭐✨ – und ich freue mich sehr darauf, mit Animants Welt und Elisa Hemmiltons Kofferkrimi noch länger in dieser Welt zu bleiben.
- Mona Kasten
Feel Again
(1.930)Aktuelle Rezension von: Anna_Magdalena„Feel Again“ hat mich besonders berührt, weil Sawyer und Isaac als Paar einfach perfekt funktionieren. Ehrlich: Zuerst dachte ich, das Buch wird nichts für mich – normalerweise lese ich lieber über Bad Boys. Aber ich wurde vom Gegenteil überzeugt. Sie, die zynische Fotografin mit Schutzpanzer; er, der schüchterne, kluge Softie – zusammen wachsen sie genau dorthin, wo Vertrauen und Anziehung sich die Waage halten. Ihr Deal startet spielerisch, wird dann zu echter Nähe, ohne Grenzen zu übergehen. Mona Kasten zeichnet die beiden mit Humor, knisternden Dialogen und leiser Verletzlichkeit: ein glaubwürdiger Slow Burn mit verdienten Höhepunkten. Vertraute Gesichter geben Wärme, doch Sawyer & Isaac stehlen jede Szene. Geliebt!
- Mariana Leky
Was man von hier aus sehen kann
(971)Aktuelle Rezension von: Uli_Black„Was man von hier aus sehen kann“ ist eines dieser seltenen Bücher, die leise daherkommen und einen dann vollkommen einnehmen. Schon die Ausgangsidee ist wunderbar eigenwillig: Immer wenn Selma von einem Okapi träumt, stirbt kurz darauf jemand im Dorf. Kein Horror, kein Kitsch – sondern ein poetischer Vorbote, der das ganze Leben der Menschen in Bewegung setzt.
Mariana Leky erzählt mit einer Wärme und Sanftheit, die sofort berührt. Ihre Figuren sind schrullig, verletzlich, liebenswert und erstaunlich echt. Man hat das Gefühl, sie alle zu kennen: die Großmutter Selma mit ihrer ruhigen Weisheit, Luise mit ihrem wachen Blick auf die Welt, Martin mit seinem Schweigen, das mehr sagt als tausend Worte. Dieses Dorf lebt – nicht laut, sondern mit einem leisen, tiefen Puls.
Was das Buch so besonders macht, ist sein Ton. Leky schreibt mit Humor, aber nie oberflächlich; mit Melancholie, aber ohne Schwere. Sie schafft es, über große Themen zu sprechen – Tod, Liebe, Angst, Verpassen und Bleiben – und dabei eine Leichtigkeit zu bewahren, die tröstet. Das Okapi wird dabei zu einem Symbol für all das, was wir ahnen, aber nicht kontrollieren können.
Die Sprache ist klar, bildhaft und voller kleiner Wahrheiten, die einen unvermittelt treffen. Viele Sätze möchte man sich anstreichen, nicht weil sie klug wirken wollen, sondern weil sie etwas auf den Punkt bringen, das man selbst schon einmal gefühlt hat.
„Was man von hier aus sehen kann“ ist ein Roman über das Leben selbst: über das Warten, das Lieben, das Loslassen und darüber, wie wichtig es ist, im richtigen Moment stehen zu bleiben und hinzusehen. Ein warmes, kluges, zutiefst menschliches Buch – und eines, das man nach dem Zuklappen noch lange mit sich herumträgt.
- Kelly Moran
Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
(1.243)Aktuelle Rezension von: Ilona67Klappentext
Kleine Stadt, große Gefühle
Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …Eine Geschichte in der man bekommt was man erwartet. Gefühle, etwas Spice und ein netter kleiner Ort mit Protas die so ihre Probleme haben. Daher nette Lektüre für zwischendurch. Mehr aber auch nicht.
- Kerstin Gier
Wolkenschloss
(1.581)Aktuelle Rezension von: _lxrxnx_Wolkenschloss war für mich ein insgesamt sehr passendes Lesevergnügen für die Weihnachts- und Silvesterzeit. Kein Buch, das ich verschlungen habe, aber eines, das gut zur Stimmung dieser Tage gepasst hat. Ruhig, winterlich und eher zum Eintauchen als zum Mitfiebern.
Die Atmosphäre ist ganz klar die große Stärke des Romans. Das eingeschneite Luxushotel in den Schweizer Bergen, die Abgeschiedenheit, das Gefühl, dass draußen die Welt stillsteht, während drinnen Geschichten, Geheimnisse und kleine Spannungen entstehen. Das hat Kerstin Gier wirklich schön eingefangen. Beim Lesen hatte ich ständig Bilder im Kopf und genau das hat mich durch ruhigere Passagen getragen.
Auch die Figuren fand ich grundsätzlich gelungen beschrieben. Man bekommt schnell ein Gefühl dafür, wer wer ist und wie die Dynamiken untereinander funktionieren. Gleichzeitig greift die Autorin dabei oft recht deutlich in die Stereotypenkiste. Das macht es zwar leicht, sich zu orientieren, wirkt aber stellenweise auch etwas vorhersehbar. Fanny als Protagonistin mochte ich trotzdem gern. Sie ist eher beobachtend, zurückhaltend und angenehm unaufgeregt, was gut zur ruhigen Erzählweise passt.
Mein größter Kritikpunkt bleibt der Mittelteil des Buches. Der zog sich für mich deutlich und Spannung kam hier kaum auf. Viele Szenen fühlten sich ähnlich an, die Handlung trat auf der Stelle und ich hatte öfter das Gefühl, dass man hier hätte kürzen können, ohne der Geschichte zu schaden. Gerade da hat mir etwas mehr Tempo oder ein klarerer Fokus gefehlt.
Dafür passiert gegen Ende sehr viel auf einmal. Die letzten Seiten sind deutlich dichter erzählt und bringen mehrere Entwicklungen und Auflösungen mit sich. Das war zwar interessant, fühlte sich im Vergleich zum restlichen Buch aber fast ein wenig gehetzt an. Hier hätte ich mir insgesamt mehr Ausgewogenheit gewünscht, also weniger Länge in der Mitte und dafür mehr Raum für das Finale.
Unterm Strich ist Wolkenschloss für mich kein absolutes Highlight, aber ein stimmungsvolles, gemütliches Buch, das sich besonders gut für kalte Wintertage eignet. Wer große Spannung oder überraschende Wendungen sucht, wird hier eher nicht fündig. Wer aber Atmosphäre, ein winterliches Setting und eine ruhige Geschichte mag, dürfte gut unterhalten werden.
3,5/5
- Carsten Sebastian Henn
Der Buchspazierer
(631)Aktuelle Rezension von: mag_buecherCarl Kollhoff ist der Buchspazierer. Tag für Tag trägt er seine Bücher zu Fuß zu den Menschen, für die sie bestimmt sind. Seine Kundschaft ist längst mehr als nur Empfänger von Geschichten – sie sind ihm vertraut geworden wie alte Freunde. In Gedanken hat er ihnen sogar neue Namen gegeben, inspiriert von den Figuren aus seinen geliebten Büchern.
Doch als er eines Tages auf seinen gewohnten Wegen einem neunjährigen Mädchen begegnet, gerät seine ruhige Welt sanft ins Wanken. Diese unerwartete Begegnung verändert mehr, als Carl zunächst ahnt.
Ein leiser, warmherziger Roman voller Wohlfühlatmosphäre – eine zarte, berührende Hommage an Bücher, Geschichten und die Menschen, die sie miteinander verbinden.
- Carolin Wahl
Vielleicht jetzt (Vielleicht-Trilogie, Band 1)
(496)Aktuelle Rezension von: LeoLorisLifeDiese Achterbahnfahrt zwischen Gabriella & Anton, dieses Hin und Her, meine Nerven… Von Anfang bis Ende war das Buch einfach nur spannend. Ich hab so mitgefiebert. Nicht nur wegen Brie und Toni, sondern auch wegen Brie und ihrem Vater. Ich bin froh das es doch noch mit jedem ein Happy End gab. Ich liebe dieses Buch. 🥰
- Kelly Moran
Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss
(754)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Gabby und Flynn sind seit frühester Kindheit unzertrennlich und arbeiten zudem zusammen in der örtlichen Tierarztpraxis. Nach all den Jahren stellen die beide nun fest, dass aus den freundschaftlichen Gefühlen romantische geworden sind. Aus Angst ihre langjährige Freundschaft durch eine allzu überstürzte Beziehung aufs Spiel zu setzen beschließen sie es langsam angehen zu lassen. Zudem plagen Flynn Selbstzweifel, denn er ist gehörlos und fragt sich ob er für Gabby wirklich der richtige Partner ist oder ob er ihr Leben unnötig kompliziert macht…
„Wir haben die Chance verdient, zusammen zu sein, herauszufinden, wohin das führen kann. Du wirst mich nicht verlieren.“ (S. 158)
„Zwei Jahrzehnte Freundschaft, und du verstehst es immer noch, mich zu überraschen.“ (S. 272)
Meine Meinung:
Mit Gabby und Flynn hat man zwei richtig sympathische und nahbare Hauptpersonen, die einem schnell ans Herz wachsen. Das trägt dazu bei, dass man sehr schnell in die Geschichte hineinfindet. Es ist zudem sehr gut gelöst wie die Autorin Gespräche zwischen dem gehörlosen Flynn und seinen hörenden Mitmenschen niedergeschrieben hat. Gebärdete Redeanteile wurden einfach kursiv gedruckt. Dadurch ergeben sich flüssig zu lesende Gespräche. Überhaupt ist dieses Buch insgesamt sehr kurzweilig und angenehm zu lesen.
Den Umgang mit dem Thema Gehörlosigkeit finde ich sehr gelungen. Die Besonderheiten die sich für Flynn aufgrund seiner Gehörlosigkeit im Alltag ergeben und vor allem Flynns Gefühlslage werden sehr feinfühlig und eindrücklich beschrieben. Zwar kommt er im Alltag insgesamt sehr gut alleine zurecht, aber manche Schwierigkeiten gibt es für ihn leider trotzdem. So ist er beruflich wie privat in bestimmten Situationen auf die besondere Rücksichtnahme bzw. Hilfe anderer angewiesen. Es genügt nämlich z. B. nicht, dass er ein Lippenleser ist, wenn in einer Gesprächsrunde alle durcheinanderreden und die Leute ihn beim Reden nicht direkt anschauen. Außerdem erfährt man, dass Flynn zwar laut sprechen kann, dies für ihn aber sehr unangenehm ist. In der Vergangenheit hat er nämlich leider durch die Reaktionen mancher Mitmenschen feststellen müssen, dass diese seine Aussprache und Sprachmelodie merkwürdig finden und seine Stimme ist ihm daher sehr peinlich. Dementsprechend ist es ein großer Vertrauensbeweis, wenn Flynn sich einer Person gegenüber traut laut mit ihr zu sprechen.
Diese Geschichte beinhaltet viele schöne und romantische Momente. Zugleich gibt es aber auch einige traurige und herzzerreißende Stellen. Besonders rührend und eindrücklich ist für mich die Szene in der Gabby Flynn mittels Berührungen zu verdeutlichen versucht wie sie Geräusche wahrnimmt:
„Das Meer ist ein Dröhnen, wenn man ihm nahe ist, aber in der Ferne ist es eher ein leises Rauschen.“ Sie ließ ihre Finger sanft über seine Schultern hin- und hergleiten. „Dann ist da das knisternde Geräusch des Windes in den Blättern, ein Schwirren.“ Ihre Fingerspitzen huschten über seine Ohrmuscheln. (S. 170)
Der Handlungsschauplatz wird wirklich gut in Szene gesetzt: So werden die kalifornischen Wälder und die Bergwelt sehr lebendig und anschaulich beschrieben. Gabby und Flynn haben zudem einen unfreiwilligen Zusammenstoß mit einem Wildtier und das sorgt für eine ziemlich gefährliche Situation. Außerdem bringt das Berufsleben von Flynn und Gabby Abwechslung in die Geschichte. Sie kümmern sich um sehr unterschiedliche Tiere und machen zudem Hausbesuche bei ihren Patienten, sodass die Tierarztpraxis nicht der alleinige Handlungsort ist.
Warum habe ich dennoch bloß 3 Sterne vergeben?
Flynn und Gabby sind seit der Vorschule befreundet – also schon seit ca. 20 Jahren. Trotzdem stellen sie nun nach all den Jahren beide fast zum gleichen Zeitpunkt fest, dass sie sich in den jeweils anderen verliebt haben und sie sich eine Beziehung wünschen. Das geschieht ohne dass etwas herausragend Besonderes geschieht, das dieses relativ plötzliche beiderseitige Aufkommen romantischer Gefühle erklärt. Ich hätte es glaubwürdiger gefunden, wenn einer von beiden sich wegen seiner Liebe anders verhalten oder über seine Gefühle gesprochen hätte und dies dann dazu geführt hätte, dass daraufhin auch der andere beginnt seine Gefühle zu hinterfragen bzw. zu ändern.
Zudem kommt es meiner Meinung nach in der ersten Buchhälfte stellenweise zu kurz, dass Flynn Gabby natürlich nicht bloß liebt, weil sie so hilfreich ist und weil sie ihm den Alltag so sehr erleichtert. Es wird teilweise schon fast zu sehr betont wie wichtig Gabbys bedingungslose Hilfe und Unterstützung für Flynn ist. So könnte Flynn ohne Gabby z. B. seine Arbeit als Tierarzt nicht so problemlos und effizient bewältigen. Zudem hilft sie ihm auch in der Freizeit (u. a. indem sie ihm als Übersetzerin dabei hilft an Gesprächsrunden mit Freunden teilzunehmen). Man hat leider teilweise schon fast ein bisschen den Eindruck, dass es eine Form von Abhängigkeitsverhältnis ist und sich erst aus diesem heraus Liebe entwickelt. Es wäre deshalb besser gewesen, wenn noch mehr darauf eingegangen worden wäre welche Charaktereigenschaften und welche Aspekte ihrer Persönlichkeit Flynn liebt und schätzt. Zum Glück bessert sich das aber im weiteren Verlauf des Buches merklich.
Ein weiterer Punkt, der mich ein wenig stört, ist einer der Gründe weshalb Flynn zunächst vor einer Beziehung mit Gabby zurückschreckt: Er ist sehr besorgt, dass er im Falle eines Scheiterns der Beziehung seine Helferin Gabby am gemeinsamen Arbeitsplatz verliert, weil das für ihn beruflich einige Nachteile und Unannehmlichkeiten mit sich bringen würde. Diese Sorge ist zwar verständlich, aber er denkt dabei viel zu wenig an Gabby und deren Gefühle. Immerhin ist Gabby durch seine Zurückweisung zutiefst verletzt, aber seine Gedanken sind fast ausschließlich damit beschäftigt inwieweit ein mögliches Scheitern der Beziehung für ihn berufliche Nachteile haben könnte.
Mein Hauptkritikpunkt an dieser Geschichte – die mir ansonsten in weiten Teilen sehr gefällt – ist der Eindruck, dass sich (vor allem zum Ende hin) unnötig viel Drama entfaltet. Zum einen hat Gabbys Familie plötzlich die Sorge, dass Gabby ihren Beruf aus den falschen Gründen heraus ergriffen hat – nämlich bloß, weil sie Flynn als Arbeitskollegin helfend zur Seite stehen will. Ich finde es unverständlich, dass Gabbys Familie plötzlich auf diesen Gedanken kommt, denn immerhin arbeitet Gabby mittlerweile schon mehr als 10 Jahre (!) äußerst glücklich in der Tierarztpraxis und vorher hat die Familie diese Befürchtung nie ausgesprochen. Die Familie steht außerdem der Beziehung zwischen Gabby und Flynn ziemlich ablehnend und skeptisch gegenüber, obwohl sie ihn zuvor aber gemocht und akzeptiert haben. Allein aufgrund seiner Gehörlosigkeit finden sie, dass Flynn als Partner nicht gut genug für „ihre“ Gabby ist. Gabbys Gefühle und ihr Glück scheinen zweitrangig zu sein. Trotzdem arrangiert sich die Familie dann später aber doch noch relativ plötzlich mit der Situation.
Außerdem fordert Flynn im weiteren Verlauf eine „Beziehungspause“ ein, weil er Zweifel hat, dass eine Beziehung mit ihm für Gabby das Beste ist und weil ein bisschen Gegenwind vom Umfeld kommt. Seine Unsicherheiten sind nachzuvollziehen, aber dass er gleich so einen einschneidenden Schritt geht, kann ich nur bedingt nachvollziehen. Immerhin hätte ihm direkt klar sein müssen wie sehr Gabby mit diesem gut gemeinten Verhalten verletzt. Außerdem ist Gabby ja in all den Jahren ihrer Bekanntschaft die meiste Zeit alleinstehend gewesen und hat nie zu einem anderen Mann eine so tiefgehende Verbundenheit wie mit Flynn gehabt. Es sieht also nicht danach aus, dass sie bereit wäre eine Beziehung mit jemand anderem einzugehen. Dieses Drama empfand ich als überflüssig. Außerdem wurde das Ganze dann sowieso nach kurzer Zeit vergleichsweise problemlos wieder aufgelöst und es werden recht schnell Pläne für die gemeinsame Zukunft geschmiedet.
Fazit:
Es handelt sich um eine schöne Liebesgeschichte in die das Thema Gehörlosigkeit sehr einfühlsam und in unaufdringlicher und passender Weise eingeflochten wird. Die Geschichte überzeugt mit schönen und rührenden Momenten, bietet aber auch einige traurige Momente. Zugleich gibt es aber meiner Meinung nach auch an der einen oder anderen Stelle Verbesserungspotenzial. Dennoch habe ich die Geschichte insgesamt gerne gelesen.
Hier noch zwei besonders rührendes Zitate:
„Du hast genauso viel gegeben wie genommen, Flynn. Es gibt ebenso viele Momente, in denen du mich gerettet hast. Wir waren füreinander da, weil es das ist, was Freunde nun einmal tun. Freunde unterstützen sich. Wenn ein Stück von uns zerbricht, sammeln sie die Scherben auf. Und ich werde auch morgen noch da sein und am Tag danach und am Tag danach, um die Scherben aufzusammeln. Genauso wie du es für mich tust.“ (S. 130)
„Ich mag ja taub sein, aber dein großes Herz macht dich blind.“ (S. 309)
Und zum Schluss ein sehr lustiges Zitat:
Trotz all seines James-Bond-Gleichmuts wirkte er gerade geschüttelt und gerührt. (S. 96)
- John Ironmonger
Der Wal und das Ende der Welt
(503)Aktuelle Rezension von: AnschiMDie Geschichte ist sehr kurzweilig und unterhaltsam geschrieben. Es passt genau in unsere Zeit. Eine Erzählung die Mut macht aber auch überrascht und Menschlichkeit ins Zentrum stellt. Das kleine Dorf St. Piran beweist, das Zusammenhalt in Krisen-/Pandemiezeiten Leben retten kann.
Das Ende kommt etwas überraschend und erschließt sich mir nicht ganz. Das fand ich etwas schade aber im großen und ganzen ein tolles Buch
- Kerstin Gier
Die Mütter-Mafia
(1.359)Aktuelle Rezension von: ViiivianAchtung dies ist meine persönliche Meinung. Ich lese meine Bücher in meiner freien Zeit und liebe es, zu rezensieren. Ich habe Kerstin giers Bücher immer geliebt. Ihre Art, wie sie die Geschichte schreibt, und ihre Figuren brachten mich immer zum Lachen. Dementsprechend wollte ich wissen, wie dieses Buch ist. Ich habe auch viel Positives davon gehört.
„Mütter-Mafia“ ist Band 1 von 3 Bücher. Es geht um Costanze Wishnewski, die eigentlich verheiratet ist mit ihrem Anwalt Lorenz und zwei Kinder hat: Julius, der dauernd sich übergibt und Nelly. Doch wie aus heiterem Himmel beschließt sich ihr Mann, sich von ihr zu trennen. Constanze ist total überrascht und sprachlos. Sie kann nicht verstehen, warum er sich trennen will. Hat er ein Gehirntumor, das stellt sie ihm die Frage. Doch er verneint es.
Er geht zu sein Anwalt des Vertrauens. Constanze ist ziemlich überfordert mit der Situation und Nelly ist ebenfalls nicht begeistert, dass sie in das hässliche Haus einziehen. Sie gibt ihrer Mutter die Schuld dafür.
Constanze zieht widerwillig in das Haus seiner Eltern ein und fühlen sich nicht wohl. Doch es gibt gute Nachbarn, mit denen sie sich anfreundet und die ihnen dabei hilft, dass Constanze Geld verdient und das Haus renoviert.
Mimi hat jahrelang gearbeitet und sieht sehr jung und schlank aus. Ihre Schwiegermutter ist das Gruselmonster per se. Denn sie verurteilt Mimi, dass sie nicht in der Lage ist in der in die Welt zu setzen. Mimi ist, glücklich verheiratetet, die haben Geld ohne Ende, aber das mit dem Kinderkriegen klappt nicht. Mimi hilft Constanze bei der Renovierungsarbeiten im Haus und hat gute Ideen die Dinge bei Ebay rein zusetzen.
Dann gibt es da Trude, die anfangs sehr nervig war und mittlerweile fest zur Gruppe gehörte.
Zudem mag Constanze den Jaguarmann nicht und haut ihm mit Sprüchen um sich, dass man lachen musste.
Die Geschichte ist witzig und humorvoll geschrieben. Ich mochte die Art von Constanze sehr, die verrückten Nachbarn die sich über alles Beschweren und die „Glamour High Society mamis, die wirklich alles richtig machen wollen.“ irgendein Kind im Buch schreit die ganze Zeit „verfickte scheiße“ aber nicht so, das man es verstehen kann. Wobei die Eltern das schon verstehen. Ich hatte Spaß und Freude das Buch zu lesen und es war seit langem ein Buch, was mich gefesselt hat, weil es so gut unterhalten hat und flüssig geschrieben war. Ich habe das alte Buchcover und das sieht nett aus. Eher der Titel hat mich angezogen, nicht das Buchcover oder meine Intuition, die mich zu der Autorin geführt hat.
- Ayla Dade
Like Fire We Burn
(530)Aktuelle Rezension von: Bookish_DreamerDieses Buch hat mich komplett abgeholt. Ich habe jede Seite gefühlt – die Wärme, die Kälte, das Kribbeln und dieses ständige Mitfiebern, das einen nicht mehr loslässt. Ayla Dade schafft es einfach, Emotionen so greifbar zu machen, dass man sich fühlt, als wäre man selbst Teil der Geschichte.
Besonders die Charaktere haben es mir angetan: authentisch, tiefgründig und voller Gefühl. Ihre Entwicklung, ihre inneren Kämpfe und die Verbindung zwischen ihnen haben mich von Anfang bis Ende mitgerissen. Die Storyline war spannend, intensiv und emotional – ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Auch wenn mir der erste Band insgesamt noch ein kleines bisschen besser gefallen hat, steht Like Fire We Burn ihm in nichts nach. Der zweite Teil hat mich ebenfalls überzeugt, berührt und zum Mitfiebern gebracht. Es ist eine Geschichte, die unter die Haut geht und noch lange nachhallt.
Ein wunderschönes, emotionales Buch für alle, die Romance lieben und gerne mit ganzem Herzen lesen. ❤️🔥
- Beth O'Leary
Love to share – Liebe ist die halbe Miete
(733)Aktuelle Rezension von: thewonderlandofbooksDieses Buch lag viel zu lange auf meinem SuB. Die Idee fand ich cool, aber ich habe es trotzdem immer wieder vor mir hergeschoben. Jetzt bin ich so froh, dass ich es endlich gelesen habe!
Erzählt wird abwechselnd aus Leons und Tiffys Sicht und genau das hat die Geschichte für mich so besonders gemacht. Beide Figuren haben ihre eigenen Baustellen, ihre Emotionen sind so greifbar und ehrlich. Dieser Perspektivwechsel hat der Story enorm viel Tiefe gegeben.
Die Ausgangssituation ist super: Zwei Menschen teilen sich eine Wohnung sehen sich aber nie und kommunizieren nur über kleine Zettel. Tiffy ist frisch getrennt und kämpft noch mit dem Liebeskummer Leon ist anfangs noch in einer Beziehung das hat mich zuerst kurz zögern lassen. Ich dachte das fühlt sich vielleicht komisch an. Aber meine Zweifel waren komplett unbegründet. Es war richtig authentisch und hat mich emotional total abgeholt.
Besonders berührt hat mich Leons Job auf der Palliativstation. Die Nebenfiguren dort und Leons Bruder haben der Geschichte eine tolle Tiefe verliehen. Auch Tiffys Alltag und der Plot mit ihrem Ex habe ich so nicht erwartet das hat die Story nochmal spannender gemacht.
Am Anfang brauchte ich ein paar Seiten um richtig reinzukommen und es gab ein, zwei ruhigere Stellen die ich nicht unbedingt gebraucht hätte. Aber insgesamt bin ich nur so durch die Seiten geflogen.
Die kleinen Zettel die Gesten und das langsame Kennenlernen das war so schön erzählt und hat mich total gepackt. Die Story wird mit jeder Seite besser ernster und auch witziger. Die Nebenhandlungen vor allem rund um Leons Bruder haben mich echt berührt.
Fazit:
Eine wunderschöne Liebesgeschichte mit viel Herz und berührenden Momenten. Charmant tiefgründig witzig und emotional ich bin so froh dass ich das Buch eine Chance gegeben habe.
4,5/5 - Kira Mohn
Show me the Stars
(781)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Die Grundidee fand ich eigentlich echt cool – Leuchtturm, Meer, dieses ganze Setting hat richtig Potenzial. Leider konnte mich der Schreibstil überhaupt nicht abholen. Irgendwie bin ich beim Lesen nie so richtig reingekommen, obwohl die Story an sich interessant war.
Schade, weil ich glaube, dass da mehr drin gewesen wäre. Für mich ein netter Auftakt, aber kein Highlight.
- Marie Force
Alles, was du suchst
(503)Aktuelle Rezension von: LandiFür alle, die einfach nur eine schöne Liebesgeschichte lesen wollen: einfühlsam und voller Emotionen, fröhlich und witzig, leicht, aber nie langweilig oder oberflächlich. Wer Dramen, komplizierte Verstrikungen oder Nervenkitzel sucht, soll irgendwo anders lesen und mir nicht meine 5 Sterne schlechtreden :-)
- April Dawson
Up All Night
(419)Aktuelle Rezension von: BookLand66Die Geschichte zwischen Taylor und Daniel ist so süß ohne daß sie kitschig wirkt. Mit Humor und viel Gefühl geschrieben, so daß man auch beim Lesen das Prickeln zwischen den beiden spüren konnte.
An manchen Stellen wollte man Taylor am Liebsten zurufen: sag´ mal, bist du wirklich so blind, daß du nicht merkst, was mit Daniel oder mit dir selbst los ist?
Das war wieder ein Buch, bei dem ich am Ende gedacht habe: schade, schon wieder zu Ende. Auch wenn es nicht so ganz stimmt, weil die Geschichte über die 3 Freundinnen mit Addison weiter geht.
Fazit: Beim Lesen dieser Liebesgeschichte geht einem das Herz auf! - Libby Page
Das Jahr voller Bücher und Wunder
(115)Aktuelle Rezension von: ancla_books4life**** Mein Eindruck ****
Dieses Buch erschafft einen echten Wohlfühlort für alle Herzen, die Heilung suchen. Tilly vermisst ihren verstorbenen Ehemann schmerzlich. In ihrem Job gefangen, vergisst sie beinahe, wie sich Leben anfühlen kann – selbst dann, wenn es von Trauer überschattet ist. Erst als sie Alfie begegnet, der ihr ein Jahr lang jeden Monat ein Buch mit Briefen ihres verstorbenen Mannes überreicht, beginnt sich etwas in ihr zu bewegen – und ebenso in Alfie und den Menschen um sie herum.
Die Geschichte ist ein Fest des Miteinanders, der liebevollen Aufopferung und der großen Gefühle. Meine Augen blieben nicht trocken. Die tiefgehenden Gespräche zwischen Tilly und Alfie haben mich sehr berührt; beide Figuren wirkten authentisch und nahbar. Als Leserin bin ich gemeinsam mit ihnen in eine ganz besondere Freundschaft hineingewachsen und wurde Teil von etwas Bedeutungsvollem. Alfies Buchhandlung verströmt dabei eine außergewöhnlich warme Atmosphäre – und ihre Rettung hat mir, wie sollte es anders sein, beinahe das Herz gebrochen. Orte wie diese kann es nie genug geben, ebenso wenig wie Bücher von einer solchen emotionalen Wucht.
**** Empfehlung? ****
Ein zutiefst bewegender Roman für alle, die Geschichten über Verlust, Hoffnung und neue Anfänge lieben – besonders für Fans von P.S. Ich liebe dich.
- Gail Honeyman
Ich, Eleanor Oliphant
(391)Aktuelle Rezension von: Seelion_Gerit„Eleanor Oliphant“ ist kein Liebesroman im klassischen Sinne – was man anhand von Cover und Beschreibung zunächst vermuten könnte. Stattdessen erzählt das Buch die Geschichte einer ungewöhnlichen, introvertierten Frau, die sich langsam aus ihrer selbstgewählten Isolation löst. Obwohl meine Erwartungen daher in eine andere Richtung gingen, hat mich die einfühlsame und stellenweise humorvolle Figurenentwicklung dennoch positiv überrascht. Lesenswert – aber eben weniger romantisch, als der erste Eindruck vermuten lässt.
- Lilly Lucas
A Place to Belong
(341)Aktuelle Rezension von: LeseMaus1995Rezension zu
a Place to BelongAutorin: Lilly Lucas
Verlag: KNAUR
ET: 03. April 2023
Seitenanzahl: 336 SeitenKlappentext:
Als die Journalistin Maggy Gardner auf Cherry Hill eintrifft, wird sie von den McCarthy-Schwestern mit offenen Armen empfangen: Sie soll für mehr Publicity für das neue Baumhaus-Hotel sorgen. Flynn, der die gemütlichen Baumhäuser auf der Farm entworfen hat, soll ihr gleich alles zeigen. Obwohl Flynn Journalisten nicht ausstehen kann, beginnt es zwischen ihm und Maggy bald zu knistern. Ehe sie es sich versieht, fühlt sich Maggy auf Cherry Hill wie zu Hause. Wie soll sie Flynn und den McCarthy-Schwestern, die sie ins Herz geschlossen hat, jetzt noch die Wahrheit sagen: warum sie wirklich hergekommen ist …
Meine Meinung:
Als ich das Buch begonnen habe, wurde ich wirklich mit einem Vorschlaghammer getroffen – im positiven Sinne. Direkt zu Beginn erfahren wir, warum Maggy als Journalistin nach Cherry Hill kommt und was ihre eigentlichen Absichten sind. Diese Überraschung hat mich sofort gepackt und mitgenommen. Doch durch ein Missverständnis und eine unkluge Situation hält Maggy ihre wahren Pläne zunächst verborgen, und so bleibt sie auf Cherry Hill, während die Geschichte ihren Lauf nimmt.
Ich hatte zu Beginn große Angst, was passieren würde, wenn die Wahrheit ans Licht kommt. Da ich die Schwestern bereits aus den vorherigen Bänden kenne, konnte ich mir ungefähr vorstellen, wie sie reagieren würden. Das hat mich natürlich noch nervöser gemacht. Gleichzeitig war es einfach so gemütlich, wieder auf Cherry Hill zu sein, das Farmerleben zu erleben und die Entwicklung zwischen Maggy und Flynn zu verfolgen. Poppy, Flynn’s beste Freundin, bringt noch mehr Drama ins Spiel, und natürlich musste die Bombe platzen. Für einen Moment hatte ich Angst um mein Happy End – doch Lilly Lucas hat mich nicht enttäuscht. Es gibt ein wunderschönes Happy End, und im Epilog wird bereits eine tolle Geschichte für den vierten Band angeteasert.
Ich liebe diese Reihe einfach und freue mich schon riesig auf das Finale mit der Geschichte rund um Poppy!
- Mandy Baggot
Winterzauber in Paris
(160)Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertanteAva wurde grade von ihrem Freund verlassen und ihre Mutter nervt sie mit einem Modeljob. Da kommt es grade sehr gelegen, dass ihr Freundin Debs nach Paris reisen will. Eigentlich braucht sie keine Männer mehr, aber da taucht Julien auf.
Julien verarbeitet immer noch einen Schicksalsschlag und zieht sich zurück. Da begegnet er Ava und seinem Leben wird neue Energie eingehaucht.
Es lässt sich sehr gut lesen, da die Kapitel recht kurz sind. Es wird immer der Ort, an dem das Kapitel spielt, genannt, ich hätte mir noch eine zeitliche Angabe gewünscht. Es gefällt mir sehr gut, wie sich die Stränge entwickeln, wenn auch teilweise vorhersehbar.
Ein bisschen gibt es natürlich auch krach, aber ich bin sehr erstaunt, dass dieser Roman wenig darauf abzielt und eher harmonisch ist, aber auch nicht zu viel oder unrealistisch. Im Gegenteil. Es gibt sehr normale Erklärungen.
Fazit:
Ich kann von diesem Roman nur schwärmen. Er vereint alle Elemente, die ich liebe: Familie, Freundschaft, Liebe und Wünsche und Träume und das auf vielen Ebenen. Außerdem hat es einen Hauch von Gilmore Girls, was nicht verwunderlich ist, da Mandy Baggot selbst ein Gilmore Girls-Fans ist. - Kathinka Engel
Where the Roots Grow Stronger
(338)Aktuelle Rezension von: abouteverybookNeben dem unglaublich schönen Setting, konnte mich auch die Handlung für sich einnehmen. Zu Anfang gab es viel Drama um den Weggang von Fiona vor ein paar Jahren. Das hat natürlich auch bei mir ein paar Fragen aufgeworfen.
Fiona war mir gleich sympathisch. Zwar ist sie nicht mein Lieblingscharakter – dafür ist Connal einfach zu süß – aber ich konnte mich gut in ihre Gefühle hineinversetzen. Auch wenn sie vor Jahren vielleicht nicht einfach hätte weggehen sollen, hatte das seinen Grund. Zu Anfang konnte ich mir kaum ein Szenario vorstellen, welches diesen Aufbruch notwendig gemacht hätte. Letztendlich war es das meiner Ansicht auch nicht, aber da war die Panik sehr groß, was ich wiederum nachvollziehen kann. Nessa hat es ihr die meiste Zeit unnötig schwer gemacht. Natürlich kann ich ihre Wut und Enttäuschung verstehen, aber letztendlich hat sie ihre Sicht nie verändert, wobei mir da, bis zum Punkt der Enthüllung, dieses Einfühlungsvermögen gefehlt hat.
Connal war am Anfang doch sehr grummelig. Sobald er aber ein kleines bisschen aufgetaut ist, ist mir die Dynamik zwischen ihm und Fiona aufgefallen. Da wusste ich gleich: Es besteht noch Hoffnung! Letztendlich ist Connal einfach mein Lieblingscharakter. Er ist wirklich einfach nur süß und niedlich. Also definitiv: Harte Schale, weicher Kern.
Von Anfang an war mir bewusst in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, dennoch war da diese gewisse Spannung herausfinden zu wollen, weswegen Fiona damals gegangen ist.
Wie immer hat mir das Buch von Kathinka Engel richtig gut gefallen! Von mir gibt es 5/5 Sterne. Es ist eine wirklich schöne Geschichte und jetzt bald auch sehr passend für den Herbst. Ich freue mich schon auf die anderen Teile! - Morgane Moncomble
Never Too Close
(503)Aktuelle Rezension von: Vanessax1Ich wollte dieses Buch so gerne mögen und lieben...
Ich mag Violette und Loan und wie die beiden miteinander umgehen sehr. Ich liebe die Art und Weise wie die beiden miteinander kommunizieren und sich scheinbar ohne Worte verstehen. Die Vertrautheit zwischen den beiden ist nicht schön, berührend und einzigartig. Das war aber leider auch schon alles was ich an dem Buch wirklich mochte, denn abgesehen von der Beziehung zwischen den beiden gab es so einige Dinge, die ich einfach problematisch fand und denen ich leider nicht sonderlich viel positives abgewinnen kann.
Zum einen ist da der Freundeskreis, der gefühlt nur aus 🍑-löchern besteht, die einen sexistischen und vulgären Kommentar nach dem anderen abgeben. Und davon sind tatsächlich nicht nur die männlichen Freunde betroffen. Auch Zoe bringt manchmal Kommentare, die ich leider gar nicht lustig finde und die mich eher die Stirn runzeln lassen. Violette als Protagonistin ist da leider nicht von ausgeschlossen. Schwarzen Humor finde ich absolut in Ordnung, auch wenn er grenzwertig sein kann. Wenn das aber so weit geht Witze über Vergewaltigung und Pädophilie zu machen, finde ich das nur noch geschmacklos.
Und dann wäre da noch die Untreue. Obwohl hier in der Vergangenheit Dinge passiert sind, die das eigentlich zu einem No-Go machen sollten, treffen beide Protagonisten doch äußert fragwürdige Entscheidungen und sehen es dann nicht einmal ein, dass sie eventuell etwas falsch gemacht haben, können sich nicht vernünftig entschuldigen und gehen für meinen Geschmack viel zu lapidar mit ihren Fehltritten um. Die toxische Männlichkeit, die dann an gewissen Stellen noch auftritt setzt dem ganzen die Krone auf. Leider kann ich bei gewissen Szenen auch kein Mitleid mit der Protagonistin empfinden, wenn ihr ihr eigenes Verhalten dann das berechtigte Karma bereitet.
Alles in allem waren mir leider alle Charaktere äußerst unsympathisch, mit Ausnahme von Loan. Und den einzigen Nebencharakter, der noch irgendwie das Herz am rechten Fleck hatte, ereilt dann ein nicht so schönes Schicksal. 🙃
Never Too Close war leider nicht meins... schade.
- Rachel Joyce
Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie
(161)Aktuelle Rezension von: MetalfischchenZusammenfassung:
Der gutmütige, Bärengrosse Frank besitzt Ende Achtzigerjahre einen Plattenladen in einer heruntergekommenen Strasse. Ein kurzes Gespräch reicht ihm, um genau zu wissen, welches Lied seine Kundschaft gerade hören muss, um sich besser zu fühlen. Die Nachbarschaft setzt sich aus Exzentrikern zusammen, die sich gegenseitig helfen und sich tapfer gegen den Niedergang wehren.
Frank ist Dauer-Single. Ein Umstand, der sich mit dem Auftauchen der mysteriösen Deutschen Ilse zu ändern droht, auch wenn sich beide wegen vergangener Erlebnisse dagegen sträuben. Nebenbei kämpft Frank zunehmend einsam gegen die Übermacht der CD.
Meinung:
Weil ich nicht in der Stimmung war für etwas so Melancholisches wie Das Geheimnis der Queenie Hennessy oder Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte, habe ich lange mit weiteren Werken von Joyce gezögert. Mister Frank war aber wieder etwas näher an der unwahrscheinlichen Pilgerreise, in dem Sinn, dass neben der ruhigen Melancholie auch wieder mehr situativer Humor dabei war, mehr Hoffnung auf gute Zeiten, mehr Leichtherzigkeit. Wobei es schon einige Jahre her ist, dass ich Joyces ältere Bände gelesen habe, es kann also auch sein, dass mich die Erinnerung trügt.
Der Schauplatz ist trostlos und alle Figuren haben (wie im echten Leben) einen grösseren oder kleineren Knacks, auf Englisch "Baggage". Und trotzdem sind alle im Kern so gut, trotzdem gibt es so viel Schönes in dieser Geschichte. Da ist z.B. Maud, die streitbare Punklady mit gepflegtem Innengarten; Ex-Priester Anthony, der durchgebrannte Pärchen segnet und vergilbte Jesusfiguren verkauft. Oder die kulinarisch untalentierte Wirtin, die sich ungefragt zur Liebesbotschafterin mausert.
Auf jeden Fall war Mister Frank während der längsten Lesedauer eine Wohlfühllektüre – bis es dann kurz vor Ende, wie man es von Joyce kennt, doch noch so richtig traurig wird. In diesem Fall geht es jedoch auch wieder bergauf und man wird nicht niedergeschlagen zurückgelassen, im Gegenteil.
Neben schräg-sympathischen Figuren und dem langsamen Aufdecken und Aufarbeiten einer Tragödie, wie gewohnt von Joyce, spielt hier auch die Musik eine wichtige Rolle.
Wenn im Text ein Song erwähnt wurde, habe ich ihn zum Lesen gehört. Das hat natürlich geholfen, noch mehr Leben in die Geschichte zu bekommen. Etwas musikalische Allgemeinbildung und Inspiration, aus meinen gewohnten Genres auszubrechen, habe ich so nebenbei auch gesammelt.























