Bücher mit dem Tag "wohlstand"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wohlstand" gekennzeichnet haben.

35 Bücher

  1. Cover des Buches Der Zauberberg (ISBN: 9783596712748)
    Thomas Mann

    Der Zauberberg

    (571)
    Aktuelle Rezension von: Seitenwind

    Zu den geistig-vertieften ausführlichen Gesprächsrunden kann ich nicht viel sagen. Die sind mir zu verkopft, wenn auch wirklich gut verfasst.

    Den Alltag in der Klinik sowie die Ausflüge und Beweggründe von Hans Castorp fand ich aber hervorragend beschrieben. Besonders der Skiausflug bleibt mir aufgrund der Schilderung bestens in Erinnerung. Aber auch der sachliche Monolog über den menschlichen Körper kommt mir wieder in den Sinn.

    Leicht hat man es aber insgesamt als Leser nicht und ich würde empfehlen, manche Passagen aufgrund der sehr verkomplizierten, redundanten Cicero-gleichen Nebensatz-Verschachtelungen, die es, wenn man einmal - so empfinde ich es, darüber nachdenkt, garnicht unbedingt - mit Verlaub- braucht, zu überfliegen.

  2. Cover des Buches Scythe – Die Hüter des Todes (ISBN: 9783733503642)
    Neal Shusterman

    Scythe – Die Hüter des Todes

    (1.225)
    Aktuelle Rezension von: 369

              Die Menschheit hat den Tod besiegt. Die Welt würde von einem Computersystem - den Thunderhead- regiert. Armut und Krankheit sind verschwunden. Doch wie verhindert man eine Überbevölkerung der Erde?

    In der Welt von Neal Schuster an Sorgen dafür die sogenannte Scythe. Menschen, die ausgebildet werden, um andere Menschen zu töten. Die beiden Protagonisten Citra und Rowan werden als Lehrlinge ausgebildet um Scythes zu werden. 

    Das Cover ist nicht wirklich ein Blickfang, trotzdem finde ich vorallem die metallische Hardcover Auflage sehr gelungen. 

    Für mich war Scythe meine erste Dystopie und ich habe es geliebt. Neal Schusterman schreibt einfach unfassbar bewegend und ich habe zwischendurch vergessen, dass ich gerade lese. Die Welt und deren Ordnung war logisch aufgebaut ohne Fragen offen zu lassen. Die Plottwists habe ich nie kommen sehen, die Figuren erzählen ihre eigene Geschichte ohne klischeehaft oder flach zu wirken. Ein besonderes Highlight waren für mich die Tagebucheinträge zwischen den Kapiteln, durch diese habe ich die Charaktäre noch besser verstanden. 

    Scythe und die anderen Bücher des Autors kann ich wirklich jedem Empfehlen, der Lust auf ein packendes Gedankenexperiment hat. 


            

  3. Cover des Buches Die Erbin (ISBN: 9783736308091)
    Simona Ahrnstedt

    Die Erbin

    (436)
    Aktuelle Rezension von: Darcys_Lesestuebchen

    Es war wie in einer Seifenoper.

    //S.412//

    Klappentext:

    Glamour, Intrigen und große Gefühle ...
    Sie ist die Erbin einer großen schwedischen Familiendynastie. Er ein Emporkömmling aus der Arbeiterschicht.
    Sie kämpft um die Anerkennung ihres Vaters. Er hat nur ein einziges Ziel: ihre Familie zu zerstören.
    Sein Plan ist, sie auf seine Seite zu ziehen. Aber ihre Loyalität ist unantastbar.
    Doch eine einzige Nacht lang sind sie keine Rivalen.
    Eine einzige Nacht lang sind sie eine Frau und ein Mann, die vergessen, dass ihre Liebe eigentlich unmöglich ist.
    Und in dieser einen Nacht wird sich ihr Leben für immer verändern.  

    Meine Meinung:

    Dieses Buch lag lange, sehr lange auf meinem SuB und erst durch eine Challenge auf LB landete es auf meiner Want-to-Read Liste. Aber ehrlich gesagt bin ich ganz froh, dass ich jetzt ein wenig "geschubst" wurde, weil dieses Buch für mich definitiv eine der Überraschungen dieses Jahres ist. Es ist soapig, überdramatisch, die Charaktere sind weniger als nett zueinander und ich wusste nie, was noch auf mich zukommt, aber es hat auch so einen Sog entwickelt, mit dem ich nicht gerechnet hätte und ich bin quasi durch die Seiten geflogen.

    Cover:

    Eine Frau in schöner Abendkleidung bewegt sich quasi alleine in der Metropole und irgendwie passt es wirklich sehr gut zu dem Cover, zumal ich mir die Frau auch gut als Natalia vorstellen konnte, da deren Beschreibung des Körpers hier beachtet wurde. Die Farbgebung gefällt mir auch sehr gut und insgesamt wirkt es harmonisch.

    Inhalt:

    Anfangs dachte ich noch..."Puh, wie soll ich denn noch weitere 550 Seiten überstehen, das ist so langweilig !". Ich hatte echt meine Schwierigkeiten, mich schnell in die Geschichte einzufinden. Unzählige Infos zu der Börse, dem Finanzmarkt, den schwedischen Firmen, Dynastien und Natalias Familie, während man über David quasi nichts erfährt. Es war schon einiges, was mein Hirn da zu verarbeiten hatte und ich bin einfach kein Fan von so einer Faktenflut, vor allem, wenn es um unzählige Verwandtschaftsverhältnisse und dergleichen geht. Zudem wirkte der Stil zu kühl und nüchtern. Ich mag es ja schon, wenn es nicht gleich hoch her geht und man mit Emotionen überschüttet wird, aber mir war es etwas zu "frostig", was vor allem an der Kühle von Natalia lag.

    Aber das Durchhalten hat sich gelohnt, denn nach ungefähr hundert Seiten fand ich mich immer besser in der Geschichte zurecht und auch zu den beiden Hauptfiguren Natalia und David fand ich so langsam einen guten Zugang. Zwar wirkte vor allem sie immer noch sehr kühl auf mich, aber man erfuhr nach und nach, wieso sie sich so gab und so, wie sich ihre Familie ihr gegenüber verhielt, wunderte mich dann gar nichts mehr.

    Das Buch entwickelte nach und nach so einen heftigen Sog, den ich nie so erwartet hätte. Auch wenn ich eigentlich längst hätte schlafen müssen, klebten meine Augen dennoch an den Seiten fest und konnten sich nicht lösen. Vor allem bei den kleinen miesen Cliffhangern zwischendurch fiel es mir wirklich sehr schwer, nicht weiterzulesen. Es ist soapig, überdramatisiert und reden hätte wirklich geholfen, aber es las sich auch so unglaublich spannend. Man fieberte mit den beiden mit, rätselte, und wurde vor Spannung ungeduldig, weil man einfach wissen wollte, was denn nun Davids Geheimnis war. Wer war diese mysteriöse Caro und welchen Dreck hatte Natalias Vater am Stecken ? Gut, was das Geheimnis anging, wurde es relativ früh ersichtlich, was vorgefallen war, aber dennoch schockierten mich die Infos und einen Teil davon hätte ich wirklich nicht erwartet. Zum Ende hin wurde es mir trotz der großen Spannung etwas zu viel Drama und es war leicht drüber, aber dennoch finde ich es schon klasse, dass es mich auch nach über 500 Seiten so fesselte und interessierte.

    Die kleinen Nebengeschichten rund um Peter, Asa, Michael und Alexander passten gut in die Hauptgeschichte rein und rundeten sich irgendwie ab, ohne ihr die Show zu stehlen. Auch diese Storyzweige lasen sich sehr spannend und vor allem bei Michael und Asa fieberte ich mit, die beiden waren meine heimlichen Favoriten und ihr Kräftemessen einfach zu komisch und auch sinnlich.

    Wer aber mit einer lockeren Liebesgeschichte mit etwas Spannung rechnet, sollte dies definitiv nicht lesen. Unten werde ich meine persönliche Triggerwarnung angeben, weil ich finde, dass diese Geschichte durchaus eine vertragen könnte. Denn das, was vor allem Natalias Familie da vom Stapel lässt, ließ mir nicht nur einmal die Kinnlade runterfallen. Diese Familie ist einfach nur heftig und auch das, worum es bei Davids Geheimnis ging, machte mich sprachlos und traurig. 

    Die Liebesgeschichte zwischen Natalia und David war roh, sinnlich, begann nicht mit ehrlichen Absichten und war definitiv verdammt heiß. Die Erotikszenen wurden gut und nicht zu viel platziert und wirkten sehr sinnlich. Das war auf alle Fälle heiß ! Sie passten gut in die Geschichte rein und standen nicht im Vordergrund, was mir sehr gut gefiel. Die Chemie zwischen ihnen passte trotz der ganzen Hindernisse und Lügen sehr gut und ich habe mit ihnen so sehr mit gefiebert. Zwar ging es mir dann zum Ende hin etwas zu schnell mit ihnen, aber dennoch liebte ich die greifbaren Emotionen und die Liebe zwischen ihnen.

    Ich könnte wieder einen Roman schreiben und will es zum Thema Inhalt kurz machen....Es ist soapig und über dramatisch pur, aber es passte auch perfekt hier rein. Das Thema Vendetta und die Finanzwelt harmonierten klasse und die ganzen Dramen fesselten. Die Liebesgeschichte ging mir sehr unter die Haut und ich fieberte mit zum Schluss mit.

    Charaktere:

    Puh, auch nicht einfach, sich da kurz zu halten, denn es sind keine eindimensionalen Figuren und bei jedem der Charaktere fand ich Wandlung statt, die ich zum Teil schockierend, klasse oder interessant fand. Vor allem Natalia und Asa veränderten sich sehr zum Positiven.

    Natalia oder auch Nat genannt hatte es nie leicht in ihrer Familie. Die Gründe wieso erfahren sie und der Leser erst zum Schluss und das riss nicht nur ihr den Boden unter den Füßen weg. Anfangs mochte ich sie nicht wirklich, weil sie einfach zu über korrekt, anstrengend und sehr kalt wirkte. Aber wenn man sie näher kennenlernt und ihren Wandel im Laufe der Geschichte mitverfolgt, kann man vieles besser verstehen und ich fand es auch sehr interessant, wie sie mit Hilfe von David und Asa immer mehr zu ihrem wirklichen Ich bekennt und wesentlich lockerer und selbst bestimmter wurde. Ich fand ihren Weg toll und war überrascht, was für eine sinnliche Frau in ihr steckte. Aber wie heißt es doch so schön...stille Wasser sind tief. Vor allem zum Schluss zeigte sie, was wirklich in ihr steckt und auch, wenn ich manche ihrer Aktionen nicht guthieß, weil sie sich da zu sehr von ihrem Ego und ihren gekränkten Gefühlen leiten ließ, dennoch konnte ich sie durchaus verstehen. Auf jeden Fall gefiel es mir, wie sehr sie sich entwickelte.

    David war mir die meiste Zeit eher ein Mysterium. Er wirkte anfangs ein wenig klischeehaft, aber das verflüchtigte sich doch bald, nachdem man immer mehr über ihn erfuhr. Zwar hätte er auch ein wenig mehr Raum verdient, aber vielleicht wäre es dann nicht so lange so mysteriös geblieben. Dennoch mochte ich ihn schon anfangs recht gerne. Er mochte wie ein Hai wirken, aber privat lagen ihm seine Freunde sehr am Herzen. Seine Wege waren nicht korrekt und vor allem zum Schluss wirkte er geradezu besessen von seiner Rache, aber ich fand es interessant, wie er es nach und nach selber einsah. Es kam nicht zu plötzlich und man konnte diesen Wandel Stück für Stück super beobachten. Äußerlich ist er ein sehr zurückhaltender Mann, aber innerlich auch leidenschaftlich und fokussiert. Wenn er mal die Kontrolle verlor, überraschte dies nicht nur seinen Gegenüber. Mir gefiel es auch, dass es so vielschichtig wirkte und immer für eine Überraschung gut war...

    Die Nebencharaktere wurden auch sehr gut gezeichnet und wirkten interessant. Asa und Michel mochte ich hier am meisten und ihr hin und her amüsierte, da sie auch sehr unterschiedliche Charaktere hatten. Während Asa ihren Schmerz verschloss und sich nur ablenken wollte, war Michel sehr ruhig und konzentriert. Beiden passten so gut zueinander und ihre Auseinandersetzungen waren spannend. 

    Natalias Familie war echt heftig. Ihre Ansichten waren nicht nur antiquiert und versnobt, sondern auch echt daneben. Die Frau hat nur hübsch auszusehen und den Mund zu halten, während der Mann alles durfte und sich daneben benehmen konnte, wie er wollte. Diese Ansichten vertrat vor allem ihr Vater Gustav, den ich widerlich fand und bei dem mir nicht nur einmal ein eiskalter Schauer über den Rücken lief. So ein unangenehmer Zeitgenosse und da war er leider nicht alleine. Auch seine Frau hatte Ansichten, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte.

    Schreibstil:

    Zunächst hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Stil. Er las sich sehr kühl und schwierig, irgendwie zäh, aber wenn man damit warm geworden ist, kann man quasi durch die Seiten fliegen. Denn dann gefiel er mir richtig gut. Ja, es war sehr soapig und überdramatisiert, aber die Erotik war sinnlich und es las sich so spannend. Und ich finde auch, dass der Stil einfach etwas hat, was mir richtig gut gefiel. 

    Fazit:

    Anfangs ist es etwas schwierig und bei den möglichen Triggerpunkten wurde mir schon etwas übel, bzw, schlug es mir aufs Gemüt, aber es ist eine sehr spannende Geschichte deren Fokus auf den Kampf von Natalias Selbstbestimmheit und Davids Frieden gelegt wird. Die beiden haben eine tolle Chemie und ich liebte ihre Liebesgeschichte. Nur zwischendurch war mal etwas die Luft weg und ein paar Seiten weniger hätten der Geschichte gut getan. Dennoch ist es für mich eine positive Überraschung und ich bin auf mehr gespannt. Von mir gibt es: von 

    4 von 5 Sterne


    !!!MÖGLICHE SPOILER!!!!

    !!Triggerwarnung !!

    - Rassismus

    - Vergewaltigung

    - Frauenfeindlichkeit

    - Klassensystem

    - Gewalt



  4. Cover des Buches Rente oder Wohlstand (ISBN: 9783959722063)
    Bodo Schäfer

    Rente oder Wohlstand

    (8)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Der Titel des Buches hat mich gereizt und da ich mich mit dem Thema Finanzen beschäftigen wollten, war es genau richtig. Zuerst wird einem genau erklärt wie es mit der Rente funktioniert bzw. warum eben nicht. Klar, verständlich und so beschrieben das ich es auch verstehen kann anhand von Beispielen, die man auch versteht. Man wird an aufgefordert sich Fragen zu stellen und diese auch ehrlich zu beantworten. Außerdem kann man sich ausrechnen, wie viel Rücklagen sollte ich haben um eine Krise zu überstehen und wie viel Geld muss oder sollte ich anlegen um von den Zinsen, meine Rente aufstocken zu können um damit zu Leben. Natürlich habe ich mir das auch ausgerechnet und bin erstaunt, dass die Zahl nicht mal so hoch ist. Jetzt heißt es herausfinden, was man schon für seine Rente gemacht hat und was noch erledigt werden sollte. :) Ein sehr anregendes Buch, das einen auf den Weg bringt. Ein Wegweiser in die richtige Richtung.

  5. Cover des Buches Metaltown (ISBN: 9780765336620)
    Kristen Simmons

    Metaltown

    (2)
    Aktuelle Rezension von: *Jessy*
    "Metaltown
    where factories rule,
    Food is scarce,
    and hope is in short supply."


    Inhalt

    Die post-apokalyptische Welt in der Colin, Ty und Lena leben, ist von einem starken Wohlstandsgefälle, Krieg, Gewalt, Hunger und einer seuchenartigen Krankheit gekennzeichnet.
    Metaltown ist ein Distrikt der Nördlichen Föderation, in dem die Menschen hungrig und verarmt jeden Tag auf neue auf der Straße um ihr Leben kämpfen. Die Fabrikarbeit, die auch Colin und Ty leisten, läuft unter menschenunwürdigen Bedingungen ab. Denn: Ein Menschenleben der Arbeiterklasse ist nichts wert. Zu leicht, kann es durch ein anderes ersetzt werden. Auch außerhalb der Fabrik findet jeden Tag ein Machtkampf statt, denn Geld und dubiose Bekanntschaften führen zu Machteinfluss und Intrigen.
    Ty kennt nur dieses harte Schicksal. Sie war es, die Colin unter ihren Schutz genommen und ihm die Regeln der Straße beigebracht hat. Colin träumt von Veränderungen und einer besseren Zukunft während Lena als Tochter des reichsten Mannes und Fabrikbesitzers ahnungslos über diese schrecklichen Umstände im River District heranwächst. Schon bald stellt sich heraus, dass Lenas heile Welt auch nur eine Fassade ist. Wissbegierig, stolz und mit einem starken Sinn für Gerechtigkeit ausgestattet, beharrt sie darauf selbst auf die politischen Umstände Einfluss nehmen zu dürfen, um sich gegenüber ihrem Vater zu beweisen. Tys Welt gerät aus den Fugen als Lena nicht nur die Fabrik ihres Vaters in Augenschein nimmt, sondern auch verunsichert und wehrlos auf den Straßen von Metaltown auf Colin trifft, der ihr einen Einblicken in die wahre Welt der Slums und in die Konsequenzen der gnadenlosen Arbeitsführung ihrer Familie offenbart. Er scheint mehr in Lena zu sehen, als Ty, die in der Erbin nur einen reichen, machtvollen Gegner erkennen kann.


    Kritik

    Kirsten Simmons hat mit ihrem neuen Buch „Metaltown“ eine Parallelwelt geschaffen, die einerseits actionbepackten populären Dystopien wie Divergent gleicht, doch mit einem weitaus „heimlicheren“ Schauplatz und dem Charme seiner drei unterschiedlichen Protagonisten besticht. In der Geschichte lassen sich zahlreiche Anlehnungen und Ähnlichkeiten zu Charles Dickens „Oliver Twist“ und Victor Hugos „Les Miserables“ finden, was Liebhabern dieser klassischen Erzählungen sehr gefallen wird. Doch auch wer actionreichen Handlungsstränge, wechselnde Erzählperspektiven und ein bisschen Romantik nicht verschmäht, kommt hier auf seine Kosten.

    Jedes Kapitel wird aus der Sicht von Colin, Ty oder Lena erzählt, wobei sich diese drei Erzählstimmen in regelmäßiger Reihenfolge abwechseln, ohne, dass der Handlungsstrom dabei groß unterbrochen wird. Auf diese Weise wird die Kluft der unterschiedlichen Stände verdeutlicht und auch die persönlichen Ansichten und Erfahrungen, die jeder einzelne auf unterschiedliche Weise mit den gegebenen Umständen machen und lernen muss.
    Die Charaktere und ihre Schicksale machen auf jeden Fall das Herzstück der Erzählung aus. Man kommt nicht umhin mit ihnen zu leiden, zu bangen und bis zum Schluss zu hoffen, sich zu freuen oder sie vielleicht auch einmal innerlich zu kritisieren.

    Metaltown ist ein fesselndes, spannendes Lesererlebnis, das zum Eingang hin ein paar wenige Kapitel braucht, um richtig in Schwung zu kommen, nachdem im ersten Kapitel direkt Mitten in das Geschehen eingetaucht wird. Es ist aber nicht nur ein unterhaltender Roman, denn es geht neben der eigenen Selbstfindung und inneren Stärke auch um gesellschaftskritische und politische Fragen, um Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Korruption, Intrigen, Macht, Gewalt und all ihre positive Gegenpole wie Vertrauen, Freundschaft, Toleranz, Hingabe, Loyalität oder Hoffnung. Die Autorin hat dabei eine Menge eigener Erfahrung als den Bereichen Sozialarbeit und Psychologischer Beratung einbringen können.

    Das Buch bietet sich somit durchaus auch als Lektüre für den Schulunterricht an. Möglicherweise eist es sogar darauf ausgelegt, denn im Anhang finden sich ein „Reading and Activity Guide“ mit detaillierten Fragestellungen, um die Gesellschaftsstrukturen, die Charaktere und den Handlungsablauf im Gesamtzusammenhang besser beantworten und deuten zu können.
    Wegen der längeren Einlaufphase, die ich gebraucht habe, der abrupten Konfliktlösung am Schluss und den eindeutigen Ähnlichkeiten v.a. zu Les Miserable gebe ich kleine Abzüge und gebe Metaltown insgesamt 4 von 5 möglichen Sternen. Mein eigenes persönliches Leseerlebnis war aber durchaus 4,5 Sterne; für den letzten Rest hat noch das kleine Etwas gefehlt, das diese Geschichte einzigartig macht und mich sie nie vergessen lassen wird.



    Design

    Das Cover von Metaltown setzt sich aus einer Mischung von Fabrikstätte, Steampunksymbolen und schmückenden Verzierungen zusammen. Einerseits finden sehr robuste, harte Elemente wie eine lodernde Fabrikschlote und ein Metallbeschlagener Titel ihren Platz, andererseits verlaufen im Hintergrund Ornamente wie Blumenranken, die in Zahnrädern enden und damit die Steampunk Symbolik verstärken. Das ganze ist in düsteren, „schmutzigen“ Farben gehalten wie braun, grau, weiß und orange als Höllenfeuer in Mitten des Fabrikgebäudes. Der Umschlag führt einem schon die Hitze der Fabrikarbeit vor und lässt einen den verruchten Himmel, die verschmutzte Luft, die dreckigen Straßen und die rußigen Gesichter der Menschen vor dem inneren Auge erblicken.
    Auf der Rückseite werden die Zahnrad-Symbolik und das grelle Orange des Feuers noch einmal auf einfarbigem Hintergrund aufgenommen. Das Orange wirkt fast als leuchtende Signalfarbe einer Rebellion oder Protestaktion, was inhaltlich auf jeden Fall passend ist.
  6. Cover des Buches Mörderisches Schweigen (ISBN: 9783958192027)
    Nadja Roth

    Mörderisches Schweigen

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_andherbooks

    Habe lange kein Buch mehr so gesuchtet. Es war so spannend, dass man einfach nicht aufhören konnte. Der Schreibstil war super gut zu lesen und man flog durch die Seiten. Was den Protagonisten passiert, ist einfach der Horror schlechthin. Die ganzen Intrigen und Ereignisse waren so durchdacht, dass man einfach immer wieder rätselte was Sache ist. Auch wenn ich immer einen Verdacht hatte, kam die Spannung und Neugier nie zu kurz. Klare Leseempfehlung von mir!

  7. Cover des Buches Fata Morgana (ISBN: 9783455650556)
    Agatha Christie

    Fata Morgana

    (169)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Miß Marple wird von ihrer alten Freundin Mrs. Van Rydock aufgefordert, nach ihrer alten Pensionatsfreundin Caroline Louise zu sehen, irgendwas in ihrem Haus laufe falsch. Diese betreibt mit ihrem zweiten Ehemann eine Erziehungsanstalt für straffällig gewordene Jugendliche und ist sehr vermögend. Jane Marple, St.-Mary-Mead-gestählt und kein menschlicher Abgrund fremd, tut ihrer Freundin den Gefallen und reist nach Stonygates, um ihre alte Freundin zu besuchen, natürlich kommt es bald zum ersten Toten. Wer trachtet der alten Dame nach dem Leben? Die Auflösung konnte man so ein bißchen erahnen, wenn man ein bißchen Krimierfahrung hat, trotzdem spannend und fesselnd.

  8. Cover des Buches Ich weiß nicht, was ich wollen soll (ISBN: 9783596191925)
    Bas Kast

    Ich weiß nicht, was ich wollen soll

    (17)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    „Wer die Wahl hat, hat die Qual“ – dieses Sprichwort kennen sicher die meisten. Mir geht es zuweilen so, dass die Auswahl mich überfordert. Bas Kast, der Psychologie und Biologie studiert hat, begibt sich auf die Suche nach Antworten und zieht dabei wissenschaftliche Studien zu Rate.

    Erster Eindruck: Das Cover ist durch den langen (und witzigen) Buchtitel, gefolgt von einem noch längeren Untertitel und der Grafik, die einem U-Bahn-Netzplan ähnelt, sehr auffällig – gefällt mir gut. Im Buch hat es viele Statistiken, Grafiken und Fotos.

    Als ich den Buchtitel das erste Mal gelesen habe, dachte ich, dass der Autor offenbar meine Gedanken lesen kann! Mir geht es öfters so, dass ich mich in meinem Privatleben schwer tue, mich zu entscheiden. Im geschäftlichen Umfeld habe ich da jedoch überhaupt keine Probleme. Ich war gespannt, ob ich mich nach der Lektüre des Buches besser entscheiden könnte.

    Das Buch teilt sich in die folgenden Teile:
    - 1. „Das Freiheitsparadox“
    - 2. „Das Wohlstandsparadox“
    - 3. „Wir rastlosen Stadtneurotiker“
    - Epilog: „Wo das Glück zu finden ist“

    Es hat etliche sehr interessante Studien oder sonstige Aussagen – hier ein paar meiner Highlights:

    Aus Teil 1
    - „Das Regenbogenphänomen“: Man könnte annehmen, je mehr Auswahl man hat, desto zufriedener wird man. Das stimmt jedoch nicht. Wer gar keine Auswahl hat, muss sich damit zufriedengeben, was er kriegt. Wer eine kleine Auswahl hat, ist schon zufriedener, da er selbst entscheiden kann. Doch wenn die Auswahl zu gross wird, nimmt die Zufriedenheit wieder ab (somit gibt es eben eine Regenbogenkurve).
    - Wenn man sich für etwas entscheidet, entscheidet man sich gleichzeitig gegen etwas anderes.
    - „Perfektionismus, der erfolgreich und unglücklich macht.“

    Aus Teil 2
    Hier werden die Amischen beschrieben, die sich seit Jahrhunderten hartnäckig gegen die Modernisierung wehren. Da mich die Amischen sehr faszinieren und ich auch schon einiges über sie gelesen habe, war dieser Vergleich der Gesellschaft von Individuen, die die Maximierung von Wirtschaftswachstum anstrebt, mit derjenigen der Amischen, die die Gemeinschaft pflegt und Profitgier ablehnt, sehr interessant.

    Aus Teil 3
    „Der moderne Mensch: Frei, wohlhabend – und gestresst.“ Diese Aussage ist schon bezeichnend: eigentlich geht es uns materiell gut, aber wir tendieren zur Unzufriedenheit.

    Epilog
    Am besten gefallen hat mir hier „Schluss mit dem ewigen Ich-könnte-doch – lieber ausprobieren“. Mir geht es oft so, dass ich das Für und Wider abwäge, aber mich dann nicht entscheide. Dann gärt weiterhin die Idee vor sich hin. Ich würde eben besser zur Tat schreiten und etwas ausprobieren. Vielleicht ist die Idee nichts für mich, aber dann ist die innere Unruhe „eigentlich sollte ich“ weg.

    Wäre dieses Buch ein Roman, wären die 288 Seiten im Nu ausgelesen. Ein Sachbuch liest sich jedoch nicht so schnell und ich habe mir auch bewusst Zeit dafür genommen. Die wissenschaftlichen Studien sind für Laien sehr gut erklärt, so dass die Lektüre auch eine gute Unterhaltung war. Das Buch war nicht ein Ratgeber, wie ich ursprünglich erwartet hatte, sondern wirklich ein Sachbuch, das viele wissenschaftliche Studien erläutert und dadurch aufzeigt, wieso so viele Menschen das gleiche Problem haben. Insofern ist das ja ein tröstlicher Gedanke, dass es anderen auch so geht. Von mir gibt es 4 Sterne.
  9. Cover des Buches Gascoyne (ISBN: 9783944153506)
    Stanley Crawford

    Gascoyne

    (1)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Surreal, expressionistisch und schräg! Dieser rote Sticker auf der Rückseite des Buches verspricht so einiges!

    Gascoyne gerät aus reiner Neugierde und natürlich auch wirtschaftlichem Interesse mitten hinein in einen Mord. Auf dem riesigen Anwesen seines Geschäftspartners und Konkurrenten Roughah wird eine ganz große Show abgezogen. Gascoyne schleicht sich in das Innere des Haupthauses und trifft dort auf einen Unbekannten in einem Faultierkostüm, eine hocherfreute Witwe, die trauernde Geliebte und den Chauffeur Dimitri. Die großartige Vorstellung wird allerdings davon getoppt, dass der zuständige Sherriff O`Mallollolly den Mord als simplen Selbstmord gleich für erledigt erklärt.

    Während Gascoyne von seinem Handy aus weiter seine mehr oder weniger offiziellen Geschäfte vorwärts treibt und diverse Ermittlungen in Bezug auf den Toten an seine rechte Hand Chester delegiert, wird er von ständig wechselnden Porschefahrern verfolgt.

    Scheinbar ist ihm ein Stich ins Wespennest gelungen und er kann es kaum erwarten, dass seine Geschäfte davon profitieren. Ständig auf Achse regiert er mit harter Hand sein eigenes Imperium.

    Durch seine Überheblichkeit, sein übertriebenes Selbstvertrauen und seine ganz besondere Einstellung zu Problemlösungen begreift er erst viel zu spät, dass es tatsächlich jemand gewagt hat, den Spieß umzudrehen.

    Stanley Crawford hat mit Gascoyne einem Autonarren eine eigene kleine Welt geschaffen. Dieses kleine von Wohlstand, Macht und Gier geprägte Stückchen Land findet überall auf dieser Welt ein Zuhause. Er beleuchtet den „American Dream“ mit rotzigem Sarkasmus, einem guten Schuss Ironie und einer Arroganz, die seinesgleichen sucht.

    Dem Leser wird nach und nach klar, wie diese kleine selbstgestrickte Welt funktioniert. Mit Gascoyne begibt man sich auf einen üblen Roadtrip in schönen alten Klassikern nur um festzustellen, dass diese ganze Fiktion leider schon zu unserer Realität geworden ist.

    Wer also auf Roadmovies, skurrile Typen, amerikanische Autos und eine fiese Story steht, der ist bei Stanley Crawford genau richtig!

  10. Cover des Buches Unsere Welt neu denken (ISBN: 9783748401957)
    Maja Göpel

    Unsere Welt neu denken

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Maja Göpel rennt bei mir Türen ein, die seit 30 Jahren sperrangelweit offen stehen. Ich habe schon damals gesagt, dass es kein unendliches Wirtschaftswachstum geben kann, dass man in Kreisläufen denken muss und nicht einen Teil der "Wertschöpfung" einfach ausklammern darf.

    Wer das noch nicht versteht oder einsieht, sollte dieses Buch lesen bzw. das Hörbuch hören!

    Maja Göpel zeigt, welche Maßnahmen welche (unerwarteten) Effekte bewirken und warum soziale Gerechtigkeit mit echtem Wohlstand nicht im Widerspruch steht, sondern dass sie Hand in Hand gehen (müssen).

  11. Cover des Buches Kap der Angst oder Ein Köder für die Bestie (ISBN: 9787100100250)
    John D. MacDonald

    Kap der Angst oder Ein Köder für die Bestie

    (2)
    Aktuelle Rezension von: AntonWdN

    Max Cady, nach 13 Jahren aus dem Knast entlassen, taucht bei seinem damaligen Hauptbelastungszeugen, Rechtsanwalt Sam Bowden auf und fängt an, ihm Angst zu machen. Es dauert, bis Bowden klar wird, dass Cady ein kompletter Psychopath ist, der nicht nur droht, sondern vorhat, ihn und seine gesamte Familie auszulöschen. 

    Ein Mann des Gesetzes, ein integrer Anwalt, muss erkennen, dass er und seine Familie von einem monströsen Gegner bedroht werden, dem mit polizeilichen Methoden nicht beizukommen ist. Zusammen mit seiner Frau stellt er eine Falle auf, in die Cady hineintappen soll. 

    Eine sehr spannende Geschichte, bereits zweimal verfilmt (ich mag besonders den Film von 1962 mit R. Mitchum und G. Peck). Das Ende des Romans ist anders, als man es aus den Filmen kennt, aber trotzdem gut. 

  12. Cover des Buches Wenn der Hoffnung Flügel wachsen (ISBN: 9783957347947)
    Janette Oke

    Wenn der Hoffnung Flügel wachsen

    (14)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Denn eine Szene des Leides wird zu einer Szene der Freude, wenn das Leiden vorüber ist. Und die leise Erinnerung an geteiltes Leid ist kostbarer als das Glück der Gegenwart...“

    Beth Thatcher hat ein Jahr lang als Lehrerin im Westen Kanadas gearbeitet. Jetzt ist sie zu ihrer Familie zurückgekehrt. Ihre Mutter empfängt sie mit einer Überraschung. In wenigen Tagen ist eine sechswöchige Kreuzfahrt geplant. Beth ist davon nicht begeistert, denn sie hat sich nach Ruhe im Kreise der Familie gesehnt. Außerdem weiß sie noch nicht, wie es nach den Ferien für sie weitergeht. Sie hofft auf ein Schreiben der Schulbehörde, das ihr eine Anstellung im Westen zusagt. Dort wartet auch ihr Freund Jarrik auf sie.

    Nach gutem Zureden von Seiten des Vaters und einem Telefongespräch mit Jarrik beschließt Beth, die Mutter und die Schwestern auf der Kreuzfahrt zu begleiten. Der Vater ist dienstlich verhindert und kann nicht dabei sein. Er hat ihnen aber Emilie Laurent, einen erfahrenen älteren Herrn, als männlichen Begleiter zur Seite gestellt. Außerdem nehmen Edith Montclair und ihre Tochter Victoria an der Reise teil.

    Die Geschichte spielt circa 1930. Es ist die Fortsetzung von „Aufbruch ins Ungewisse“. Obwohl ich den ersten Teil nicht kenne, hatte ich keinerlei Probleme, mich in dem Geschehen zurecht zu finden.

    Die Autorin hat einen abwechslungsreichen und tiefgründigen Roman geschrieben.

    Das enge Zusammenleben auf dem Kreuzfahrtschiff gestaltet sich schwierig. Julie, Beths jüngere Schwester, lernt zwei etwa gleichaltrigen Mädchen kennen und schließt sich ihnen häufig an. Sie reisen ohne Begleitung auf dem unteren Deck und fordern Julie auf, sich nicht zu sehr an die Familie zu binden. Auch Nick, ein junger Mann, schließt sich ihnen an. Julies überschäumende Lebensfreude und ihre Unbekümmertheit lässt sie schnell Freundschaften schließen.

    Beth dagegen denkt über ihr schwieriges Verhältnis zu Mutter nach. Gleichzeitig freut sie sich über jeden Brief, den sie von Jarrik erhält. Sie betet intensiv darum, in ihrem Leben die richtigen Entscheidungen zu fällen und den Weg zu gehen, den Gott für sie gelegt hat. Trotzdem genießt sie die Stationen der Reise. Sie versucht, auf Victoria zuzugehen, denn das junge Mädchen ist auffallend zurückhaltend.

    Edith Montclair will sich von Emile nicht bevormunden lassen und muss doch häufig feststellen, dass seine Ratschläge besser sind als ihre Alleingänge.

    Der Schriftstil ist den Zeitverhältnissen angepasst. Deutlich wird, welch strenge Etikette für junge Frauen aus gutem Haus gilt. Allerdings führt deren behütetes Aufwachsen auch zu Gefahren. Julie muss das bitter erleben. Ihr fehlt das Gespür für Gefahren. Gut gefallen hat mir, dass Beths Gedanken kursiv wiedergegeben werden. Dadurch erhalte ich als Leser einen tiefen Einblick in ihre Seele. Die einzelnen Stationen der Reise werden ausführlich beschrieben. Dabei verstehen die Autoren das Spiel mit treffenden Metaphern.

    Die Spannung ist hoch, denn der Leser ahnt schnell, dass es nicht bei einer beschaulichen Kreuzfahrt bleibt. Obiges Zitat zeigt, dass Glaubensfragen einen großen Raum im Buch einnehmen. Dabei geht es vor allem um die persönliche innere Auseinandersetzung mit dem Thema. Nach und nach lernt Beth ihre Mutter von einer anderen Seite kennen. Sie begreift, dass tiefgreifende Ereignisse der Vergangenheit ihre Spuren bei ihr hinterlassen haben und dass sie auf einem festem Glaubensfundament steht.

    Eine Personenliste zu Beginn ergänzt das Buch.

    Das Cover mit der jungen Frau am Fluss passt zur Thematik.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die Themen Glauben und Vertrauen, aber auch Vergeben wurden in einer fesselnden Handlung und in einer interessanten Familiengeschichte umgesetzt.

  13. Cover des Buches Der Duft des Sussita (ISBN: 9783446240292)
    Robert Scheer

    Der Duft des Sussita

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962
    Der Autor: Robert Scheer wurde 1973 in
    Rumänien geboren und lebte mit seiner
    Familie ab 1985 in Israel. Er versuchte sich
    als Rockmusiker in London, auch als
    Dolmetscher und als Musikproduzent. Heute
    lebt er seit 1999 in Tübingen und ist nach
    einem Philosophiestudium als Buchhändler
    und auch Schriftsteller tätig. Aber auch
    sonst ist er sehr vielseitig begabt.

    Dieses Buch ist 2012 im Hansa-Verlag
    erschienen.

    In 12 wunderbaren Kurzgeschichten
    berichtet Robert Scheer u. A. über den
    Duft des Sussita. Es handelt sich
    nicht um eine Modemarke oder
    Parfum, nein es ist ein Auto. Über eine
    glückliche Familie, die ihren ersten
    Ausflug mit diesem neuen Auto macht
    und nach dem Essen das Auto nicht
    mehr finden kann. Oder wie ein
    Opernbesuch zum ersten Richard
    Wagner Konzert in Israel bei den
    Israelis ankommt. Ganz besonders
    gefallen hat mir die Geschichte mit
    Lothar Matthäus, der sich in Israel
    als Trainer versucht hat und leider
    den Spieler mit dem falschen Namen
    arrangieren wollte oder die Privatisierung
    der Essenlieferungen an der Front für
    die Soldaten.

    Der Leser bekommt einen hervorragenden
    Einblick in die Lebensweise und auch
    Denkweise der in Israel lebenden Menschen,
    mit all ihren Macken und Eigenarten.
    Sehr amüsant fand ich es.

    Auch hat Robert Scheer so seinen ganz
    eigenen Stil etwas zu erzählen. Durch
    häufige Wiederholungen der Wörter und
    Sätze prägt sich der Text richtig ein.
    Lässt es noch mal Revue passieren, denkt
    darüber nach und ich musste dann auch
    immer mal wieder Dinge nachschlagen
    oder auch Passagen aus der Bibel
    heraussuchen. Habe einiges neues gelernt,
    über die ausgestorbene Gattung der
    Amalekiter und über die geheimnisvollen
    Drusen, die nur noch in einigen wenigen
    Ländern leben.

    Von solchen Geschichten darf es ruhig
    noch mehr geben. 
  14. Cover des Buches Das Wohlstandsprinzip (ISBN: 9783943582390)
    Sigrun Römer

    Das Wohlstandsprinzip

    (13)
    Aktuelle Rezension von: mariaobermaier

    Ich hab schon so viel über Geld und Erfolg gelesen, aber Das Wohlstandsprinzip von Sigrun Römer war echt was anderes. Sie erklärt Sachen total verständlich, ohne dass man das Gefühl hat, man braucht nen Wirtschaftsstudium, um mitzukommen. Fühlte sich an, als ob sie direkt zu mir spricht und echt versteht, wo die Hürden im Alltag sind.

    Das Buch hat nicht nur geholfen, meine Finanzen besser zu verstehen, sondern es ging auch viel um innere Einstellung und wie man im Kopf klarer wird. Die Übungen sind mega hilfreich, nix kompliziertes, man kann direkt loslegen. Und ich find’s auch cool, dass sie nicht nur auf „Geld um jeden Preis“ abzielt, sondern auch darauf, dass man sich als Mensch weiterentwickelt.

  15. Cover des Buches Augustus (ISBN: 9783406814877)
    Werner Dahlheim

    Augustus

    (7)
    Aktuelle Rezension von: M.Lehmann-Pape
    Machtbewusst und Frieden schaffend Wohl kaum eine andere Figur der Weltgeschichte hat in seiner Person einen solchen, zumindest nach außen, massiven Wandel erlebt wie Gaius Julius Octavian, Adoptivsohn von Julius Caesar, Mitverschwörer gegen ihn und später der „Augustus“, Kaiser von Rom, unter dessen Ägide eine der längsten und fruchtbarsten Friedenszeiten des römischen Reiches fiel (und die größte Ausdehnung des römischen Reiches zudem). Einer, der vor seiner Thronbesteigung aufs äußerste machtbewusst ohne Rücksicht auf Verluste erst den eigenen Adoptivvater mit verriet, danach Marcus Antonius mit seiner Kleopatra in die Knie zwang und der nach seiner Thronbesteigung letztendlich die Herzen der Römer und der zivilisierten Welt in den Bann schlug. In jungen Jahren gehasst und gefürchtet, nach seinem Tod ehrlich und in der Tiefe betrauert. Eine Veränderung der Persönlichkeit, die auch in der gut lesbar geschriebenen und sorgfältigen Biographie des Althistorikers Werner Dahlheim natürlich ihren Platz findet. In zeitlicher Abfolge beginnt Dahlheim seine Betrachtungen aber zunächst mit der politischen und öffentlichen Situation am Ende des Wirkens Caesars, eine Zeit der Republik, die Augustus wenig geprägt hat. Führt dann über den Verrat, den Bürgerkrieg der Erben und den darin enthaltenen Hochverrat des späteren Augustus hinein in die, noch heute schillernd nachhallende, Zeit der Verwicklungen um Marcus Antonius, Kleopatra und Octatvian hinein. Erst nach dieser ausführlichen und in nicht ausufernden Kapiteln kundig beschriebenen Grundlagen der Machtergreifung Octavians und seiner persönlichen Entwicklungen bis zu diesem Zeitpunkt hin, setzt Dahlheim in einem zweiten Hauptteil nun mit umfassenden Blick die äußere und innere Entwicklung der Herrschaft des Augustus in das Zentrum seiner Betrachtungen. Eine Zeit, in der eine immense Ausdehnung des Reiches stattfand, eine Zeit, in der Jesus Christus geboren und hingerichtet wurde und, im Nachgang dieses Ereignisses, neue Kräfte in Form der jungen Christenheit ihre Wirkung auch in Rom selbst begannen. Eine Zeit vor allem aber des inneren Friedens und des äußeren Wohlstandes, übrigens nicht nur für Rom selbst, sondern durch die Eingliederung vieler Regionen in das römische Reich und die damit einhergehende innere Ordnung dieser Regionen auch eine Zeit des relativen Wohlstandes für viele Völker, wie Dahlheim überzeugend darlegt. Teils überraschende und andere Blickwinkel setzt Dahlheim im Laufe seiner Betrachtungen in den Raum, Blickwinkel, die einerseits die vermeintliche innere Wandlung des Augustus kritisch betrachten und mancher Nachfrage aussetzen, Blickwinkel aber auch, die eine ganze Reihe von Vorurteilen gegen vermeintlich grausam herrschende und ausschließlich unterjochende Römer ebenso differenziert aufzulösen verstehen. Die fast theologische Ebene der Herrschaft des Augustus nimmt Werner Dahlheim in den abschließenden Kapiteln seines Buches ebenfalls auf und führt diese einer Bewertung zu. Das Selbstverständnis des Augustus, seine Herrschaft als Heilsgeschichte für Rom und die Welt zu deuten und die Rezeption dieses Verständnisses in der christlichen Geschichtsdeutung. In dieser nämlich erhält auch der Kaiser, unter dessen Ägide die Heilsgeschichte Gottes ihren Anfang nahm, eine positive Würdigung und nimmt Anteil am Licht Gottes in jener Zeit. Werner Dahlheim schreibt kundig, nimmt durchaus Wertungen vor, verbleibt somit nicht im rein beschreibenden Duktus. Vermittels seiner lebendigen und bildhaften Sprache liest sich die Biographie stellenweise wie ein Roman und führt zu einem anregenden und fundierten Lesegenuss. Die teilweise eingestreuten und bis dato eher unbekannten Illustrationen ergänzen den Text in bester Art und Weise. Alles in allem eine hervorragend geschriebene, umfassende und tief greifende Biographie über diese „Wendegestalt“ der Geschichte.
  16. Cover des Buches Das Leben, natürlich (ISBN: 9783442748402)
    Elizabeth Strout

    Das Leben, natürlich

    (50)
    Aktuelle Rezension von: VanessaM79

    Das Buch hatte ich gekauft, weil mir der Titel und der Klappentext gefallen haben „Eine aufwühlende Familiengeschichte, vollkommen unsentimental und dabei tief berührend – eine echte Strout eben.“ 

    Und besser kann man es nicht beschreiben. Ohne viel Kitsch und Dramatik erzählt Strout die Geschichte der Familie Burgess. Zach, der 19-jährige Sohn von Susan wirft einen tiefgekühlten Schweinekopf in eine Moschee. In der Kleinstadt Maine, in die plötzlich viele Somali geflüchtet sind, sorgt dies zuerst für Unruhe und dann aufgrund von medialer Aufmerksamkeit, karrieresüchtigen Politikern für einen unverhältnismäßig großen Ruf nach Strafe. Die Brüder von Susan Jim und Bob machen sich auf den Weg, um Zach und seiner Mutter beizustehen.

    Tatsächlich musste ich schmunzeln, über eine andere Rezension, in der es hieß, die Leserin konnte sich in die Geschichte nicht einfinden, mit den Personen nichts anfangen und hatte das Buch dann deshalb nach 50 Seiten weggelegt. Mir hat am Anfang ebenfalls der Zugang gefehlt, ich fand Susan furchtbar nervig, der zwischenmenschliche Umgang hat mich gestört. Allerdings hat die Autorin ihren absolut eigenen Stil zu schreiben und der hat mich veranlasst weiterzulesen.

    Und was für ein Buch, was für eine Geschichte! Aktueller denn je, versteht Strout die Missverständnisse der Gesellschaft, der verschiedenen Kulturen nahe zu bringen. Die Charaktere werden im Lauf der Geschichte immer greifbarer, immer authentischer. Und wie immer sind es die Medien, die Themen unnötig aufbauschen und in völlig falschem Licht darstellen und Politiker, die sich wichtigmachen. Kleinkariertes Vorstadtdenken ist dabei der optimale Angriffspunkt. Die Menschen an sich mit ihren Gedanken, Eindrücken und Gefühlen, sind dabei völlig egal. Und das ist das Schöne an der Geschichte. Strout hebt die Gedanken der einzelnen Protagonisten hervor, die unterschiedlichen Persönlichkeiten, die Missverständnisse zwischen den Einzelnen. Hinzukommt eine Familiengeschichte, die sich wie ein Puzzle immer mehr zusammenfügt. Die Beziehung zwischen den Geschwistern wird dabei feinfühlig dem Leser nahegebracht. Vergangenheit, Gegenwart – einfach das Leben. Am Ende ergibt sich einfach eine wunderbare Geschichte. „Das Leben natürlich“. 

    „Er kannte die Stille, die unvermittelt herrschte, das wilde Gleißen der Panik, und er wusste auch, dass jeder Verlust ein seltsames, kaum eingestandenes Gefühl der Befreiung mit sich brachte“

    „Sie kennen nicht mal O.J. Simpson. Die meisten jedenfalls. Die haben damals noch in die Windeln geschissen. Sie wissen nichts, und es ist ihnen egal. Enorm priviligiert, diese Kids hier,..“ 

    Ich wünschte, es würde mehr von diesen Büchern geben. 

  17. Cover des Buches Murder in the First (ISBN: 0312955324)
    Dan Gordon

    Murder in the First

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Eine wahre Begebenheit, die traurige Geschichte von William Moore, einen Kleinkriminellen, der aufgrund eines Fluchtversuchs von der Gefängnisinsel Alcatraz ins pechschwarze "Loch" gesteckt wird, drei Jahre in völliger Dunkelheit gehalten wird, und als er aus der Isolationsfolterhaft entlassen wird, den vermeintlichen Verräter Avery Clark brutal vor aller Augen tötet. Sein Verteidiger Henry "Hank" Davidson schreibt Rechtsgeschichte, indem er das menschenunwürdige System Alcatraz anprangert, das Moores psychisches Leiden verursacht hat. Davidson gibt nicht auf, obwohl ihm beruflich und privat alle möglichen Steine in den Weg gelegt werden. Unglaublich, daß es laut Anhang bis 1963 gedauert hat (ca. 20 Jahre nach dem aufsehenerregenden Mordprozeß gegen Moore), bis man das Foltergefängnis endlich geschlossen hat. Direktoren und Wärter hat man wahrscheinlich nicht zur Rechenschaft gezogen, so ist das ja häufig.. "In the first" entspricht vielleicht dem Dolus directus 1. Grades, den man als Strafrechtsstudent kennengelernt hat. Erinnert an "Papillon" und "Die Verurteilten".

  18. Cover des Buches Komm doch näher (ISBN: 9783833310867)
    Lucie Whitehouse

    Komm doch näher

    (4)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    ….dass einige Rezensenten andere Bücher lesen als ich… 😊 hier z. B. sagt The Observer „ein erstklassiger Psychothriller! Wohl-schauriges Nägelkauen garantiert! …..hmm, und was bekomme ich jetzt, wenn das bei mir mitnichten so war? 😊

    Sagen wir mal so: ab Seite 378 bis zum Schluss (also knappe hundert Seiten....)  fand ich die Handlung dann auch endlich mal spannend und habe auf die Auflösung hin gefiebert. Aber die vorherigen 377 Seiten stellten eine Herausforderung dar…..

    Der Prolog ist noch recht geheimnisvoll. Dann bekommt Protagonistin Rowan die Nachricht vom Tod ihrer ehemals besten Freundin Marianne – sie hat sich wohl vom Dach gestürzt. Für die Polizei ist das ein Unfall, Rowan dagegen, die die ausgeprägte Höhenangst Ihrer Freundin kannte, zweifelt daran.

    Bei der Beerdigung trifft Rowan ehemalige Bekannte und Freunde wieder. Unklar bleibt lange Zeit, wieso die zwei Frauen zehn Jahre keinen Kontakt hatten und unklar bleibt auch die Karte „ich muss mit Dir reden“ von Marianne, die Rowan fünf Tage nach der Beerdigung in der Post findet.

    Weiter geht es mit Rückblicken in diese ehemalige Freundschaft und langsam erfährt der Leser auch, was für eine Bedeutung die Familie von Marianne für Rowan hatte. Aber es dauert halt endlos und die vielen Spaziergänge durch die Straßen Oxfords waren nicht so relevant für mich. Auch die sehr vielen sehr genauen Beschreibungen von Zimmern/Häusern/Künstlern und ihren Eigenarten langweilten mich eher. Wie gesagt, schockierend und endlich mal greifbarer wurde es dann zum Ende hin.

    Ich muss zugeben, dass ich nun damit nicht gerechnet hatte. Obwohl es in sich irgendwie auch logisch erscheint, wenn man das mal alles durchblickt….

    Trotzdem – mir ist das zu wenig, erst auf den quasi letzten Seiten etwas an Spannung zu erleben. Deshalb gibt es von mir auch nur drei Sterne.

     

     

  19. Cover des Buches Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten? (ISBN: B0BPJXB4B1)
    Sara Weber

    Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?

    (14)
    Aktuelle Rezension von: littlesparrow

    Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten ist ein lebendig und bildhaft geschriebenes Sachbuch. Darin steht nichts, was ich nicht selbst in den letzten Monaten erlebt habe. Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten ist eine schöne Zusammenfassung der erlebten Arbeitswelt - aus ArbeitnehmerInnen-Sicht.



    Wenn ich jemanden das Buch oder Hörbuch empfehlen würde, dann wären es auf jeden Fall die Arbeitgeber, die Wirtschaftsbosse dieser Zeit, den politisch Tätigen - die Gewerkschaftler wissen es ohnehin und die Arbeiter und Arbeitnehmerinnen spüren die Auswirkungen am eigenen Leib und Geldbeutel. 


    The Great Resignation - das große Kündigen ist das Hauptthema in diesem mit der Arbeitswelt befassten Sachbuch. Und gerade deshalb würde ich jedem Vorgesetzten, jedem Arbeitgeber empfehlen: Bitte rechnen Sie sich einmal selbst aus, wie gut Sie mit dem geringst bezahlten Vollzeitlohn heutzutage über die Runden kommen würden. Und zwar auch dann, wenn Sie alleine leben oder ein Kind zu verpflegen haben, in einem Wohnumfeld leben, dass manchmal ein wenig zweifelhaft, laut oder unsauber ist, Sie für den Weg zur Arbeit Aufwendungen haben, sich und Ihr Kind vielleicht zumindest haftpflichtversichern möchten, gesundes und nahrhaftes und abwechslungsreiches Essen haben möchten, und dann vielleicht noch ein Hobby unterhalten und einmal im Jahr eine Woche in den Urlaub reisen möchten. Können Sie sich das alles leisten? - Die meisten würden wahrscheinlich den Kopf schütteln und sich fragen: wofür gehe ich eigentlich arbeiten? Entweder "Muckibude" oder Urlaub oder versichert sein? Und im Januar kann ich den Zeitraum vom 1. zum 2. Januar finanziell nicht überstehen. - Das sagt das Buch Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten zwar nicht im Klartext - aber genau das wäre der Ansatz, um den sich unser Land erst einmal kümmern muss. Nämlich, dass der Geringverdiener sich ein normales Leben leisten kann. Wir sind schließlich ein reiches Land. 


    Genau das wünsche ich mir von meiner Umwelt. 


    Wie das Arbeitsleben in Angestelltenkreisen abläuft und wie man sich das in Arbeiterkreisen vorstellt - genau davon handelt Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten. Daneben wird das Gefühl der Machtlosigkeit und der inneren Kündigung thematisiert. Alles wichtige Aspekte, die unbedingt beachtet werden müssen. 


    Sara Weber hat das Buch selbst eingelesen. Ihre Stimme ist klar verständlich und ich finde es toll, dass sie ihrem Werk ihre eigene Stimme gegeben hat. Sara Weber kann beim Aufklären der Sachverhalte während des Schreibens, des Lesens, nicht aus ihrer Haut und wird auch mal emotional. Die Emotionalität hat mir gutgetan. Allerdings fand ich den Aufhänger minimal zu persönlich. Denn auch ich möchte mal gefragt werden: "Wie nah gehen dir als Frau die Nachrichten über die Greueltaten gerade?" Das ist keine Frage, die ich hautfarben- oder herkunftsabhängig prüfen würde, sondern menschlich. Liebe Sara, wenn du das hier liest: auch mir gehen diese Schicksale nahe. Ganz hautfarben- und herkunftsunabhängig. 




    Fazit

    Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten ist für alle, die den derzeitigen Arbeitsmarkt als Arbeitnehmerin oder Arbeiter erleben eine gute Zusammenfassung und für Arbeitgeber eine Pflichtlektüre. Die Politik ist zum Teil schon auf einem guten Weg - doch mitziehen oder besser vorlegen muss die Wirtschaft. 

  20. Cover des Buches College Princess (ISBN: 9783748150251)
    Miranda J. Fox

    College Princess

    (88)
    Aktuelle Rezension von: AmaraSummer

    „College Princess“ erzählt die Geschichte von Zoe Davis und Dorian Wilde. Sie ist die Neue am renommierten Dawson Elite College. Er ist einer der beliebtesten Studenten am Dawson Elite College und der Neffe des Direktors. Das Buch wurde von der deutschen Autorin Miranda J. Fox geschrieben und ist 2018 als eBook und Taschenbuch im Self-publishing erschienen.

    Sowohl mit Zoe als auch mit Dorian hatte ich anfänglich meine Schwierigkeiten. Erst im Laufe der Geschichte wurden sie mir sympathisch und zumindest bei Zoe ist es mir irgendwann zum Ende hin gelungen mich in sie hineinzuversetzen. Weder Zoes noch Dorians Verhalten konnte ich vollständig nachvollziehen und auch ihre Entscheidungen haben nur teilweise Sinn ergeben. Theoretisch wiesen die beiden Ecken und Kanten auf. Praktisch waren sie aber nicht so ganz überzeugend. Letzten Endes konnten mich Zoe und Dorian zwar unterhalten und irgendwie waren sie auch interessant, authentisch waren sie aber nicht wirklich.

    Ich bin ganz ehrlich. Die Grundidee der Geschichte ist jetzt nichts Neues. Ich gebe aber zu das ich solche Geschichten gerne lese, wenn die Grundidee gut umgesetzt wurde. Leider trifft das auf „College Princess“ nicht zu 100% zu. Ja, die Geschichte hat ihre spannenden und unterhaltsamen Momente und es gab sogar Szenen, die mich zum Lachen gebracht haben. Auch an Drama hat es der Geschichte nicht gefehlt. Was mich gestört hat waren die Klischees mit denen die Autorin leider sehr großzügig umgegangen ist.

    Der Schreibstil von Miranda J. Fox ließ sich flüssig lesen. Die Wortwahl hat zum Genre gepasst. Die Geschichte wird aus der Sicht von Zoe und Dorian erzählt. Das Buch wurde in der ersten Person geschrieben.


    Fazit

    Ein Ausflug in die Welt der Reichen und Schönen, der nicht immer ganz realistisch und mir stellenweise zu klischeehaft war.

  21. Cover des Buches Gut gelaunt zum Wohlstand (ISBN: 9783756225361)
    Augustus Quandt

    Gut gelaunt zum Wohlstand

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Sabine_Jakobus

    Ein tolles Buch! Verständlich und auf den Punkt beschreibt Augustus Quandt die Welt des Wohlstands. Und zwar nicht nur Chaka-Glaubenssätze, wie man sie oft von vermeintlichen „Experten“ liest, sondern die ganz konkrete Umsetzung zum Aufbau von Vermögen.

    Besonders genial finde ich die Strategien zur Geldanlage. Die Ideen sind einfach umzusetzen und gut beschrieben. Und man kann selbst entscheiden, welche Chancen und Risiken man bei seiner Geldanlage eingehen möchte.

    Von daher aus meiner Sicht ein echter Kauf!

  22. Cover des Buches Wir sehen uns im Sommer (ISBN: 9783956393419)
    Åsa Hellberg

    Wir sehen uns im Sommer

    (8)
    Aktuelle Rezension von: vormi

    Die Sommerfreundinnen auf Weltreise

    Susanne, Maggan und Rebecka vermissen ihre Freundin Sonja schmerzlich, obwohl sie schon vor mehr als sieben Jahren gestorben ist. Doch Sonja hat ihnen etwas hinterlassen, das ihnen bei der Suche nach dem Glück auf die Sprünge helfen soll: In zehn Briefen erzählt sie von ihrer eigenen tragischen Liebesgeschichte, die sie vor ihren Freundinnen geheim gehalten hat. Außerdem bekommen die Drei von einem Anwalt die Aufgabe, Sonjas Asche an Orten zu verstreuen, die ihr etwas bedeutet haben. Die Reise führt sie einmal um die ganze Welt. Die gemeinsame Zeit bringt sie einander wieder näher, und die drei Freundinnen beginnen, nicht nur Sonja, sondern auch ihr eigenes Leben mit anderen Augen zu sehen.

    Inhaltsangabe auf amazon


    Ich bin bei diesem Buch hin- und hergerissen. Denn eigentlich hat es mir sehr gut gefallen und ich kann gar nicht genau erklären, warum ich "nur" 4 Sterne gebe. Aber irgendeine Kleinigkeit hat mich gestört. Aber ich bekomme den Finger nicht draufgelegt, was es ist. Vielleicht vermisse ich auch nur das gewisse Etwas...


    Oder es stört mich, dass hier in diesem Buch wirjlich keiner Geldprobleme hat. Obwohl das ausreichend erklärt wird. Vielleicht ist es aber nur schwer nachzuvollziehen, dass hier jeder machen kann, was er möchte - durch die Weltgeschichte fliegen, spenden ohne Ende oder auch noch Wohnungen kaufeb, wo es einem gefällt. Nicht irgendetwas mieten, nein hier werden Wohnungen gekauft. Keine Ahnung, bin ich echt so missgünstig...? Ein wenig erschreckt mich das...neidisch auf Buchprotagonisten...kopfschüttel...so weit ist es mit mir schon gekommen...aber eine andere Erklärung fällt mir nicht ein

  23. Cover des Buches Die Regeln des Reichtums (ISBN: B078WFVT9V)
    Richard Templar

    Die Regeln des Reichtums

    (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Age of Anger: A History of the Present (ISBN: 9780141984087)

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