Bücher mit dem Tag "wolfgang hohlbein"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wolfgang hohlbein" gekennzeichnet haben.

234 Bücher

  1. Cover des Buches Das Buch (ISBN: 9783570306420)
    Wolfgang Hohlbein

    Das Buch

     (427)
    Aktuelle Rezension von: simonfun

    Insgesamt eine gutes Buch, das alles beinhaltet. Kein Bock zu arbeiten, keine Lust das Erbe anzutreten, die Erkenntnis, das Phantastische, gut erfasste Antagonisten, der Schleichende Abgrund mancher Protagonisten und letztlich der Endkampf gegen das Böse. Ein schönes Gefühl, ein Buch mal eben nicht so einfach zur Seite legen zu können. Angangs hat mich die Seitenzahl etwas abgeschreckt, aber die Seiten war gut gefüllt und wenig langatmig.
    Wie auch immer: Hohlbein kann's halt!

  2. Cover des Buches Märchenmond (Märchenmond, Bd. 1) (ISBN: 9783764170912)
    Wolfgang und Heike Hohlbein

    Märchenmond (Märchenmond, Bd. 1)

     (812)
    Aktuelle Rezension von: Meerglas

    ✨️

    Kim ist ein 10jähriger Junge, der es liebt in Weltraumschmökern abzutauchen. Eines Tages geschieht etwas Schreckliches: seine kleine Schwester Rebekka ist nach einer Operation nicht mehr aus der Narkose aufgewacht. Noch am Krankenhausbett trifft Kim auf den Zauberer Themistokles, der Kim nach Märchenland ruft. Dort wird Rebekka von dem bösen Zauberer Boraas gefangen gehalten, und nur Kim kann sie retten.

    ✨️

    Ich habe das Buch als Kind geschenkt bekommen und auch damals zuletzt gelesen. Der Reread war für mich natürlich ganz anders als damals, wo man nur das Abenteuer gesehen hat. Zunächst zum Schreibstil. Ich fand den Erzählstil zum Teil etwas hölzern was dazu geführt hat, daß ich nicht richtig in einen Lesefluss gekommen bin. Für mich war der Aufenthalt in Märchenmond ähnlich wie ein Strategiespiel: erst passierte das, danach kam der "Schachzug" usw. 

    ✨️

    Ausgesöhnt wurde ich letztendlich, als Kim zum Herr der Regenbogen gelangt ist, kurz bevor die alles entscheidende Schlacht um die Rettung Märchenmonds und somit Kim und Rebekkas Schicksal stattfand. Hier hat das Autorenduo Heike und Wolfgang Hohlbein sehr viel philosophisches Gedankengut einfließen lassen. Kim ist auf einer Reise zum Regenbogenkönig und gelangt zuvor zum "Klamm der Seelen". Hat man diesen überwunden, beginnt das Nichts und die Unendlichkeit. Gezeichnet wird hiermeines Erachtens der Weg vom Kind zum Erwachsenenwerden. Konfrontiert mit der eigenen Endlichkeit und der Unendlichkeit des Alls verliert das Kind seine Unschuld und muss sich entscheiden, welche Art von Mensch es später sein möchte. Kim fühlt Alleinsein und Einsamkeit. Im Königreich des Regenbogenkönigs wird ihm Vergessen und Glückseligkeit geboten, aber ihm erscheint plötzlich das Anlitz seiner Schwester und er entscheidet sich für Bewusstsein, Identität und menschliche Bindung. 

    ✨️

    Das Buch verweist an einigen Stellen auf die Schönheit der Natur und versteckt Seitenhiebe auf den Massenkonsum und das immer höhere Streben nach mehr.

    Im Finale zerstört sich das Gute, indem es sich mit dem Bösen verbindet, da beides nur in Dualität existieren kann. 

    ✨️

    Mein Fazit: Trotz leichter stilistischer Kritikpunkte für mich ein schönes Fantasybuch, das eigentlich noch mehr ist als das. Auch nach fast 40 Jahren kann ich hier eine Leseempfehlung aussprechen. 

  3. Cover des Buches Thor (ISBN: 9783404206391)
    Wolfgang Hohlbein

    Thor

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    Nachdem dieses interessante Buch ein gutes Jahrzehnt in meinem Bücherschrank schlummerte hab ich mich nun endlich mal ran getraut.
    Der Schreibstil ist gut und sagte mir zu, die Story ist auch sehr gut gemacht und hat durchweg einen roten Faden, ich habe gespannt gelesen.

    teilweise hatte es aber für mich ab und an mal zu viele längen und war dann dementsprechend langweilig.
    Die langen Kapitel waren auch nicht ganz meins, so konnte ich leider nicht so oft und so schnell lesen wie ich es gewöhnt war.

    Nichts desto trotz ist es eine wirklich tolle und spannende Geschichte die ich für jeden Liebhaber der griechischen Mythologie empfehlen kann

  4. Cover des Buches Mörderhotel (ISBN: 9783785725481)
    Wolfgang Hohlbein

    Mörderhotel

     (91)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Klappentext:

    230 Menschen gehen auf sein Konto: Herman Webster Mudgett, den unglaublichsten Serienmörder aller Zeiten. In Chicago errichtet er eigens ein Hotel, um seine Taten zu begehen. Ein Hotel, in dem es Falltüren, verborgene Räume, Geheimgänge, einen Foltertisch, ein Säurebad und eine Gaskammer gibt. Seine Opfer erleichtert er um ihr Geld und verkauft ihre Leichen an Mediziner. Niemand weiß, was im Kopf dieses Menschen vor sich geht. Bis die Polizei ihm auf die Spur kommt und eine gnadenlose Jagd beginnt.

    Meinung:

    Der Anfang der Geschichte war sehr stark, aber zwischendurch hatte es leider auch einige Schwächen, weshalb das Buch teilweise sogar etwas langweilig war. Aber beginnen wir von vorne.

    Hermann Webster Mudgett war ein Serienmörder, der in der USA aufgrund seiner Morde erhängt wurde. Wolfgang Hohlbein hat diesen Serienmörder zum Hauptcharakter seines Buches gemacht und mit seiner Fantasie angereichert. Das heißt, nicht alles, was hier umschrieben wurde, ist tatsächlich damals so passiert. Irgendwie doch ein beruhigender Gedanke.

    Die Idee des Mörderhotels war für mich der Grund nach dem Buch zu greifen, denn es klang unheimlich interessant aber auch enorm gruselig. Leider wurde darüber sehr wenig erzählt und auch die einzelnen Räume wurden kaum näher beleuchtet. Aufgrund des Klappentextes hätte ich diesbezüglich viel mehr erwartet. Ich wollte mittels Falltür in die düsteren Gefilde hinabfallen, durch die grässlichen Räume wandern und sehen, welche Foltervorrichtungen sich Mudgett in seinem kranken Hirn ausgedacht hat. Leider wurde davon nur sehr wenig vermittelt. Stattdessen wird teils langatmig und zäh die Lebensgeschichte von Mudgett erzählt und kapitelweise immer wieder aufgegriffen und weitererzählt. Die Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart waren für mich manchmal etwas verwirrend und auch anstrengend, da man oft aus dem Lesefluss gerissen wird. Dadurch gab es auch Längen im Buch, die man meiner Meinung nach hätte kürzen können – insbesondere, wenn man auch die Wiederholungen bedenkt.

    Der Schreibstil ist sehr lebendig und bildhaft, weshalb das Buch wohl eher nichts für Zartbesaitete ist. Die Mordbeschreibungen im Buch sind brutal, blutig, schmerzhaft und sehr ausführlich & lebendig beschrieben. Ich möchte mir die Höllenqualen überhaupt nicht ausmalen, es hat mir völlig ausgereicht, dies zu lesen. Jedoch ist es gerade das lebendige und bildhafte, dass dem Leser das Gefühl gibt mittendrin im Geschehen zu sein.

    Über die Charaktere kann ich durchweg nur Positives berichten. Sie waren allesamt authentisch und wurden gut beschrieben, sodass man sich ein angemessenes Bild machen konnte. Besonders faszinierend war Mudgett – nicht, weil er ein spannender, angenehmer und sympathischer Zeitgenosse ist, sondern weil seine Psyche intensiv und gut durchleuchtet wurde. Diesem Menschen möchte ich nicht mal in meinem schlimmsten Albtraum begegnen. 

    Fazit/Empfehlung:

    Das Buch hat mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, jedoch hatte es einige Längen zu verzeichnen. Meiner Meinung nach hätte es dem Buch gutgetan, wenn einiges gekürzt worden wäre. 

    Die Charaktere und der Schreibstil des Autors haben mich hingegen sehr begeistert, auch wenn es manchmal sehr brutal und blutig war. 

  5. Cover des Buches Das Druidentor (ISBN: 9783492280785)
    Wolfgang Hohlbein

    Das Druidentor

     (411)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Es sollte der sicherste Eisenbahntunnel werden, der je durch einen Berg gebaut wurde. Doch bereits bei den Bauarbeiten geschehen unheimliche Dinge in der unterirdischen Trasse: Elektronische Geräte spielen verrückt; eine unnatürliche Stille prägt das Berginnere; Loren, über und über mit Raureif überzogen, machen sich selbstständig; und dann ist da noch die Zeit, die sich auf unerklärliche Weise verschiebt. Frank Warstein, leitender Ingenieur und Computerfachmann der Baustelle, ahnt, dass diese Dinge etwas mit dem unheimlichen Fremden zu tun haben, der sich selbst als Druide bezeichnet und in unregelmäßigen Abständen auf dem Gelände auftaucht und seine Arbeiter erschreckt. Nur drei Menschen, prophezeit der Fremde, können die Welt noch retten. Ein Wissender. Ein Sehender. Und ein Liebender.

    Von Beginn des Buches an wird der Leser in die Handlung hinein gesogen. Hohlbein hält sich nicht lange mit Einleitungen auf, der Spannungsbogen wird kontinuierlich hoch gehalten. Bereits sehr früh nutzt Hohlbein seinen Protagonisten um die eigentliche Problematik zu präzisieren: die Natur nach Maßstäben menschlicher Ästhetik umzugestalten, sei nicht nur eine moralisch verwerfliche sondern auch eine höchst riskante Sache, so Warstein. Wolfgang Hohlbein legt hier einen spannenden ScienceFiction/Fantasy Roman vor. Er stellt nicht nur die blinde Technologiegläubigkeit der Menschheit in ein kritisches Licht, er spricht auch unmittelbare Umweltthemen wie die Zerstörung und die Ausbeutung der Natur durch den Menschen an und stellt den technischen Fortschritt um jeden Preis in Frage. Der Schreibstil ist direkt und schnörkellos und zügig zu lesen. Die Seiten fliegen bei der Lektüre nur so dahin, man spürt dem Textaufbau an, dass hier jemand sein Handwerk versteht, man spürt dem Ganzen aber leider auch ein wenig die Routine an, die hier und da durch die Sätze hindurch schimmert: Die Dialoge erscheinen manchmal zu abgeschliffen, zu vorhersehbar. Hinzu kommen klischeebeladene Charaktere: Die mürrischen Polizisten, der sensationsgierige Reporter eines Boulevardblattes, der angeschlagene, alkoholgetränkte Held, der weise Druide mit dem schlohweißen Haar. Eine Geschichte mit vielen Rückblenden - die damaligen Ereignisse während des Tunnelbaus werden aus Warsteins Erinnerung konstruiert - verlangt Können vom Autor, um die Sache auf einem hohen spannenden Niveau zu halten. Hohlbein gelingt dieser Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart mühelos, mehr noch: Als Leser taucht man vollkommen ab und vergisst Raum und Zeit. Und dann sind da wieder Passagen, einfach zu vorhersehbar, zu stereotyp, die Längen erzeugen und ganze Abschnitte vor sich dahinplätschern lassen.

    Mein Fazit: Das Buch ist eigentlich ziemlich spannend, eigentlich! Das Weltuntergangsszenario ist hervorragend beschrieben. Aber was mich störte, war, dass manche Stellen im Buch einfach zu langatmig beschrieben werden. So zügig sich das Buch auch lesen lässt und so sehr einen Hohlbein in seinen Bann zu schlagen versteht, so schade ist es, dass durch Oberflächlichkeiten immer wieder zähe Abschnitte für den Leser entstehen. Trotzdem habe ich es bis zum Schluss lesen wollen. Ich glaube hier sollte sich jeder interessierte Leser, den das Thema inhaltlich anspricht, am Besten selbst eine Meinung bilden.

  6. Cover des Buches Dunkel: Roman (ISBN: B004ROTA88)
    Wolfgang Hohlbein

    Dunkel: Roman

     (444)
    Aktuelle Rezension von: larshermanns

    Bereits Mitte der 1990’er Jahre bin ich auf Wolfgang Hohlbein und seine Romane aufmerksam geworden. Mit »Dunkel« greift der deutsche Meister der Fantasy nun das Thema »Vampire« auf und verleiht ihm seine ganz eigene Vorstellung.

    ●●●●●●●●●● ALLGEMEINE INFORMATIONEN ●●●●●●●●●●

    Titel: Dunkel
    Autor: Wolfgang Hohlbein
    Verlag: Lübbe
    Format: Gebundene Ausgabe
    Land / Jahr: Deutschland / 1999
    Genre: Mystery/Horror
    Seiten: 448

    ●●●●●●●●●● DER KAUF ●●●●●●●●●●

    Ich hatte mir »Dunkel« am 26. Mai 2018 als gebundene Ausgabe zugelegt.

    ●●●●●●●●●● DIE AUFMACHUNG ●●●●●●●●●●

    Die gebundene Ausgabe ist schön gestaltet, vor allem der nahezu gänzlich schwarz gehaltene Schutzumschlag weiß zu begeistern.

    ●●●●●●●●●● DER AUTOR ●●●●●●●●●●

    Wolfgang Hohlbein wurde 1953 in Weimar geboren und begann Mitte der 1980’er Jahre, zusammen mit seiner Frau Heike, zunächst Kinderromane zu schreiben. Inzwischen hat er mehr als 200 Bücher veröffentlich, teilweise unter Pseudonym.

    ●●●●●●●●●● INHALTSANGABE ●●●●●●●●●●

    Jan Feller ist freiberuflicher Fotograf und lebt mit seiner Lebensgefährtin Katrin in einer Wohnung in Neuss. Eines abends begleitet er sie und ihre Freunde ins Kino, um sich einen Mel Brooks Vampirfilm anzusehen, als ihm schlecht wird. Auf der Toilette des Cinedom erleidet er später gar einen Herzanfall. Von diesem Moment an gerät sein Leben, wie er es kannte, völlig aus den Fugen. Er sieht plötzlich Schatten, wo keine sind. Er fühlt sich beobachtet und lernt schließlich die junge Herumtreiberin Vera kennen. Als er erfährt, dass binnen kürzester Zeit mehr als ein Dutzend Menschen an Herzversagen gestorben sind, was auch seinen engsten Angehörigenkreis nicht ausschließt, gerät er urplötzlich in den Fokus polizeilicher Ermittlungen und muss erkennen, dass doch nicht alle Horrorgeschichten reine Fiktion sind.

    ●●●●●●●●●● MEINE MEINUNG ZUM BUCH ●●●●●●●●●●

    Grundsätzlich finde ich alternative Interpretationen des althergebrachten Vampirstoffs spannend und interessant. Aus diesem Grund hatte ich mir auch »Dunkel« zugelegt, wo bereits der Umschlagtext darauf hinweist, dass man es mit Vampiren zu tun bekommen wird. Da Wolfgang Hohlbein zudem in anderen Büchern bewiesen hat, dass er sich auf das Phantastische, auf Mythen und auf Horror versteht, war ich natürlich neugierig auf »Dunkel« und Hohlbeins Interpretation von Bram Stokers Horrorklassiker.

    Was man dann jedoch zu lesen bekommt, ist schwerlich in Worte zu fassen. Man hätte aus dem Stoff und Wolfgang Hohlbeins eigener Interpretation sehr viel herausholen können, doch stattdessen dümpelt die Geschichte stellenweise nur so dahin. Der Grusel, der Horror, das Unbekannte, die einst Dracula berühmt gemacht haben, vermisse ich bei »Dunkel« nahezu gänzlich.

    Ja, man rätselt zunächst, was es mit den ganzen Begebenheiten auf sich haben wird. Aber wieso eigentlich? Von Anfang an war doch klar, dass die Geschichte mit Vampiren zu tun haben wird. Wieso also führt einen Wolfgang Hohlbein erst schleppend langsam auf genau diese Erkenntnis zu? Wieso schildert er stattdessen nicht eingehender den Horror, der damit verbunden sein könnte?

    Dass die Geschichte in Neuss spielt, ist nicht weiter tragisch.
    Viel schlimmer finde ich eher, dass Wolfgang Hohlbein in Sachen Spannung einfach nicht aus der Hüfte kommt. Stattdessen lässt er Jan immer wieder Schatten sehen und herumrätseln, was diese zu bedeuten haben mögen. Wozu? Der Leser weiß doch, dass es sich wohl um Vampire handeln wird.

    Erst zum Ende hin kommt Spannung auf, wenn es erneut in die Katakomben der Stadt geht und zum alles entscheidenden Kampf zwischen Gut und Böse, Böse und Böse, Mythos gegen Neuzeit.

    Wie viel besser hätte man alles aufziehen können. Wie viel besser hätte Wolfgang Hohlbein die Geschichte gestalten können, wenn er noch mehr auf die altbekannten Motive eingegangen wäre, um diese durch seine eigene Interpretation ad absurdum zu führen? So jedoch fragt man sich immer wieder, was das alles soll. Wie schwer von Begriff muss ein Mensch des ausgehenden 20. Jahrhunderts sein, dass er nicht begreift, dass es sich letztendlich um »Dracula« dreht?

    Alles in allem ist »Dunkel« sehr schnell durchgelesen und hinterlässt zum Schluss einen recht fahlen Geschmack, den auch die seichten Sexszenen im Buch nicht wirklich wettmachen können. Wie viel besser fand ich da Bram Stokers Original mit der inneren Zerrissenheit Jonathan Harkers, nachdem er durch die weiblichen Vampire geschwächt worden ist und zuletzt den Kampf mit seiner Verlobten Mina und Graf Dracula aufnehmen muss.

    Zudem ist es mir ein Rätsel, wieso bei solch einem renommierten Verlag wie Lübbe dermaßen viele Orthographie- und Grammatikfehler auftauchen können. Mir ist klar, dass auch Verlage nicht perfekt sind – selbst bei Heyne sind mir schon diverse Fehler aufgefallen. Doch bei »Dunkel« tauchen in der gebundenen Ausgabe beinah schon auf jeder Seite irgendwelche Fehler auf, die ein Verlagskorrektorat eigentlich hätte sehen müssen.

    ●●●●●●●●●● MEIN FAZIT ●●●●●●●●●●

    »Dunkel« – Nur für Vampir-Hardliner wirklich gut, für alle anderen bestenfalls Durchschnitt.

  7. Cover des Buches Gralszauber (ISBN: 9783570304648)
    Wolfgang Hohlbein

    Gralszauber

     (97)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost
    Eine bekannte Legende mit Magie gepaart. - Es hätte echt super werden können.

    Inhalt:
    Dulac lebt in einem Gasthaus. Der Wirt hat ihn als Baby aufgenommen, als er am Ufer eines Sees gefunden wurde. Er arbeitet auf Camelot als Küchenjunge und träumt den Traum, eines Tages selber ein großer Ritter zu sein.
    Eines Tage findet Dulac, ausgerechnet in einem See, eine silberne Rüstung. Als er sie anlegt, scheint er ein anderer Mensch zu sein. Er reitet auf einem Einhorn, was einstweilen sehr blutrünstig zu sein scheint.
    Doch Camelot stehen schwere Zeiten bevor. Artus gewährt einem Paar Unterschlupf, was ihm Angriffe einer feindlichen Armee einbringt.
    Dulac kämpft seinen eigenen Kampf. Von der Rüstung geht eine seltsame Macht aus, von der er sich nicht komplett einnehmen lassen will.

    Der erste Satz:
    „Das Ungeheuer war schnell“

    Der letzte Satz:
    „Er hatte sich entschieden.“

    Fazit:
    Nach langer Zeit habe ich mal wieder einen Hohlbein gelesen. Ich war ja ein wenig von seinen Büchern ab gekommen, weil er bei seinen Erklärungen immer so weit ausholt. - Diesem Stil ist auch in diesem Fall treu geblieben. Allerdings hat auch seine Frau mit am Text gewerkelt. Die kann auch super weit ausholen. Werke von ihr allein habe ich angelesen, jedoch nie fertig.
    Der Kern der Handlung dreht sich um die Artus-Sage. Die kenne ich in groben Zügen, nur so gut, um sie in der Handlung zu erkennen. Hohlbein hat die eigentliche Sage aber mit jeder Menge fantastischen Elementen ausgeschmückt. Die Rede ist in diesem Fall von einer silbernen Rüstung, die aus einem Küchenjungen den Ritter Lancelot werden lässt.
    Sieht man von den weit ausschweifenden Bögen der Handlung mal ab, birgt diese Story alles, was ein gutes Buch braucht. Spannung ist da, wenn man sich auf die Art des Schreibens einlässt. Dazu kommt noch Dramatik und Fantasie und ein Protagonist, der sich selber erst einmal finden muss. Der Stoff, aus dem gute Stories wachsen können.
    Stellenweise habe ich beim Lesen die Handlung vor meinem geistigen Auge ablaufen sehen. Aber eben leider nur teilweise. Wenn alles so gut beschrieben war, bin ich aus der Handlung raus geflogen, habe den Text nur überflogen und bin später wieder eingestiegen.
    Der Wiedereinstieg in die Handlung ist mir immer wieder gut gelungen. So viele handelnde Personen waren es nicht. So stellte das ein Problem dar.
    Das Buch ist Teil einer Trilogie, wovon ich aber nur diesen Band, den ersten, und den dritten bekommen habe. Somit war dieser Band kein großes Problem, was das Verständnis angeht. Bei Band 3 bleibt zu hoffen, dass ich die Handlung trotzdem verstehe.
    Abschließend muss ich noch erwähnen, dass man schon merkt, dass dieses Buch schon älteren Erscheinungsdatums ist. Die Fantasy von damals und heute unterscheiden sich schon enorm. Nicht unbedingt weniger spannend, aber nicht so groß und episch angelegt. Die Handlungen sind "kleiner" dafür aber fantasievoller und magischer.
    Mal sehen, was Band 3 so mit sich bringt.

    Man merkt, dass Wolfgang das nicht allein geschrieben hat. Das Buch ist mal so gar nicht zu empfehlen. Das Lesen hat mich gelangweilt. Die Handlung schien so gar nicht von der Stelle zu wollen und meine Zeit kam mir verschwendet vor. - Er kann es eindeutig besser, als wie er es hier abgeliefert hat.

    (Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)
  8. Cover des Buches Am Abgrund (ISBN: 9783802581267)
    Wolfgang Hohlbein

    Am Abgrund

     (376)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Der Protagonist ist von Anfang an interessant und weiß nicht einmal selber, was er genau ist. Er gerät unfreiwillig in ein Abenteuer.


    Inhalt: Andrej will in das Dorf seiner Kindheit zurück kehren. Er möchte seinen Sohn wiedersehen und die Trauer um seine Frau verarbeiten. Doch im Dorf angekommen sieht er nur noch eine menschenleere Siedlung und im großen Wehrturm findet er die Leichen all jener, die er eben noch vermisst hat.

    Einzig ein Junge, ein Familienmitglied, aber eben nicht sein Sohn, hat überlebt und kann ihm erzählen, was passiert ist.

    Frederic und Andrej machen sich an die Verfolgung der Entführer und der Dorfbewohner, welche sie mitgenommen haben. Dabei stoßen sie auf ihre Widersacher und Andrej seine Weichheit sorgt später dafür, dass unschuldige Gasthausbesucher in einem höllischen Flammenmeer umkommen müssen.

    In Constanta angekommen, scheinen Frederic und Andrej so ziemlich an ihrem Ziel zu sein. Doch sie haben sich mit ziemlich zwielichtigen Leuten eingelassen, die Andrej jetzt in die Pfanne hauen.

    Andrej gerät in Gefangenschaft und in den Strudel von Machenschaften mächtiger Leute. Und er lernt etwas wichtiges über sich und seine Familie.


    Fazit: Oh man, schon wieder eine Reihe. Ich kann aber auch machen, was ich will. Jedes, aber auch jedes Buch, was mich in irgendeiner Form anmacht, was ich gern lesen wollen würde, ist Teil einer Reihe. - So auch hier. Einziger Vorteil: In diesem Fall handelt es sich um den ersten Band eben dieser Reihe. Und eins ist mal klar, wenn mich der Band hier überzeugt, dann werde ich mir wohl auch die folgenden noch irgendwie holen müssen. Da führt wohl kein Weg daran vorbei *seufz - Kann nicht mal jemand das Erschaffen von immer und immer wieder neuen Reihen einfach verbieten…. das wäre doch mal was. - Alles klar, es werden wohl die die nächsten 9 Folgebände auch noch werden.

    Der Start in die Reihe war spannend und authentisch. Hohlbein hat hier kein langes Vorgeplänkel gemacht und ist gleich voll in die Handlung eingestiegen. Gleich zu Anfang bin ich auf den Protagonisten neugierig geworden. Dass er nicht ganz “normal” ist, war mir von Anfang an klar und dass er so auffällig wenig über sich selber wusste, hat die Handlung nur noch zusätzlich aufgepeppt.

    Alles an der Handlung war so beschrieben, dass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkam oder die Handlung gestoppt hätte. Ich hatte die ganze Zeit diesen Andrej vor meinem geistigen Auge, wie er mit seinen langen schwarzen Haaren den Schwarm aller Frauen verkörpert, gleichzeitig aber auch irgendwie naiv und unwissend durch die Welt tappt. - Ich bin wirklich klasse unterhalten worden und bereue die Lektüre in keiner Weise.


    Wie schon einmal gesagt, müssen hier unbedingt die Folgebände ran. Mich interessiert einfach, wie es mit diesem seltsamen jungen Mann weiter geht. Was er noch über sich lernt, wie sich sein Körper noch weiter verändert und was mit Frederic, sein kleiner Verwandter, noch wird.


    Ich kann dieses Buch wirklich ruhigen Gewissens empfehlen. Es ist zwar schon etwas älter, wenn man nach dem Erscheinungsdatum geht, aber der Leser wird gut unterhalten. Es hat Spannung, es hat Drama und es hat Mystik. Wolfgang Hohlbein hat hier ein Werk abgeliefert, was durchaus mit zu seinen besten gezählt werden kann.

    Aber Vorsicht, es handelt sich hier um den Auftakt zu einer Reihe. Ihr lauft Gefahr, da in eine wirklich spannende und umfangreiche Geschichte hinein zu geraten.

  9. Cover des Buches Der Gejagte (ISBN: 9783548263922)
    Wolfgang Hohlbein

    Der Gejagte

     (173)
    Aktuelle Rezension von: °bluemoon°
    Der siebte Teil der "Chronik der Unsterblichen" erzählt vom weiteren Leben von Andrej und Abu Dun. 


    Einige Jahre sind zwischenzeitlich vergangen und die beiden leben mittlerweile auf Malta. Andrej hat sich dem Johanniterorden angeschlossen, so untypisch das für ihn ist. Dies hat allerdings den Vorteil, dass andere Vampyre, bei denen er sich schon vor langem unbeliebt machte, ihn dort eigentlich auch nicht erwarten. Abu Dun hat eine Frau gefunden und lebt mit ihr und ihrem Sohn zusammen. 


    Es könnte alles gut für sie laufen,  doch ein einfaches Leben scheint ihnen nicht vergönnt. 
    Wieder einmal drohen die Türken und ihre große Übermacht. 


    Andrej,  der zu den Johannitern gehört, denen der Angriff gilt, hilft den Glaubenssoldaten und zieht damit unweigerlich auch seinen Gefährten mit in die Angelegenheit hinein.  


    Doch das ist nicht ihre einzige Sorge. Ein extrem mächtiger Vampir (?) ist auf sie aufmerksam geworden und möchte ihnen so viel Leid wie möglich zufügen und geht dafür auch über Leichen. Natürlich solche,  die den beiden Protagonisten nahe stehen....




    Schaffen es die beiden, ihre geliebten Menschen zu beschützen? Und was passiert mit den Türken, die Malta belagern? Und ist es überhaupt möglich,  ein solch mächtiges Wesen wie den fremden Vampyr zu vernichten?




    Die Geschichte war für mich nicht ganz so spannend wie der vorherige Band, aber an sich nicht schlecht.  Was ich allerdings immer etwas schade finde - die mächtigen Wesen sind für die Hauptpersonen Rätsel. Was sind sie, wie werden sie so, .... ?
    Nur sie bleiben das an sich auch immer, und damit auch für den Leser,  der dadurch auch immer irgendwie im Unklaren gelassen wird. Etwas mehr Aufklärungen wären schon schön. Hoffentlich gibt es spätestens am Ende der Reihe mehr Infos zu den Vampyren, ihrer Herkunft und ihren weiteren Geheimnissen.  
  10. Cover des Buches Wir sind die Nacht (ISBN: 9783453533653)
    Wolfgang Hohlbein

    Wir sind die Nacht

     (209)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Lena ist vorbestraft, ihre Mutter hat was mit ihrem Bewährungshelfer und sie hält sich mit kleinen Diebstählen über Wasser. Das Leben meint es nicht gut mit ihr. Durch Zufall trifft sie auf den Polizist Tom und ist fasziniert und er auch, aber das darf nicht sein. In einer Nacht, findet sie den Zugang zu einem seltsamen Club und wird dann eingelassen von Louise. Diese schöne Blondine, ist irgendwie anders findet Lena und wird noch in der Nacht heraus finden, dass sie ein Vampir ist. Dann geht alles ganz schnell und auch Lena wird verwandelt und plötzlich ändert sich ihr Leben. Sie ist schön, unsterblich, kann feiern, saufen, essen so viel sie will und Männer finden sie faszinierend. Aber es wird auch langweilig, weil es sich immer wiederholt und dann taucht Tom wieder in ihrem Leben auf und bringt alles, wirklich alles durcheinander und ins wanken. Wolfgang Hohlbein hat den Roman, nach einem Drehbuch von Dennis Gansel und Jan Berger, geschrieben. Es ist spannend und aufregend und weil mir der Film so sehr gefallen hat, habe ich auch das Buch gelesen.

  11. Cover des Buches Anubis (ISBN: 9783404270705)
    Wolfgang Hohlbein

    Anubis

     (232)
    Aktuelle Rezension von: honeyandgold

    Da es mein erstes Buch vom guten Wolfi ist, kann ich nicht viel zu seinem Schreibstil oder ob andere Bücher besser sind von ihm sagen. Daher meine ungeschminkte Meinung als Nicht-Wolfi-Fan.

    Um auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben, das was der Titel verspricht, wird jetzt nicht ganz gehalten und ich muss sagen ich verstehe viele Kritikpunkte die ich hier gelesen hab. Zwar hat das Buch etwas mit dem alten Ägypten zu tun, aber irgendwie auch nicht. Naja aber irgendwie ja schon, zumindest anstatzweise. Es ist fast so wie eine Dekopflanze, die super aussieht und man ständig gießt, nur um festzustellen das das Ding aus Plastik ist. Es ist ein nettes Buch aber wer sich Ägypten und Anubis erhofft, wurd schwer enttäuscht und ich werde das Gefühl nicht los das unser lieber Herr Hohlbein zu viel "Ruf des Cthulhu" gelesen hat. 

    Positiv muss man aber sagen, das er mit Morgens einen etwas anderen Helden geschaffen hat. Denn Morgens ist etwas zurückhaltend, verschroben und introvertiert. Ein kleiner Nerd, wenn ich mal so ehrlich sein darf und ich hab mich sofort in Ihm wieder gesehen. 

    Das war leider auch alles positive an der Story. Die Geschichte hat zwar sehr oft ihre Höhepunkte aber es zieht sich. Oft werden Gedanken von Morgens oder Gespräche einfach wiederholt. Zum Beispiel: Morgens frägt etwas, Graves fummelt an seinen super krass tollen Handschuhen herum, Morgens frägt ihn wieder. Graves ignoriert ihn wieder. Morgens frägt sich zum gefühlt 1.000mal warum Graves immer Handschuhe trägt und warum es unter seinen Handschuhen pulsiert. Ungelogen fast über die Hälfte beschäftigt sich Morgens mit Graves blöden lederbezogenen Griffeln. Ja, wir haben es verstanden Morgens, du hast einen Hand-Fetish. Können wir bitte weiter machen? 

    Ich würde jetzt nicht sagen es war ein schlechtes Buch, das ich am liebsten raus werfen würde aber es war jetzt auch kein Buch das ich nochmal lesen will. Es war in Ordnung. 

  12. Cover des Buches KatzenWinter (ISBN: 9783453530386)
    Wolfgang Hohlbein

    KatzenWinter

     (255)
    Aktuelle Rezension von: Jacynthe

    Inhalt


    Nach einem mysteriösen Unfall liegt Justins Großmutter im Krankenhaus und er kümmert sich um ihre Katzen. Doch etwas Böses nähert sich dem beschaulichen Städtchen und unversehens befindet sich Justin im größten Abenteuer seines Lebens, denn es liegt an ihm, die dunklen Mächte zurückzudrängen, die Zorn und Zwietracht unter den Stadtbewohnern sähen. Hilfe bekommt er von einem geheimnisvollen Mädchen und den Katzen seiner Großmutter. Doch wem kann er wirklich trauen?


    Meine Meinung


    Dieses Jahr ist für mich irgendwie zu einem Jahr der Rereads geraten, denn auch dieses Buch befindet sich schon lange in meinem Regal und ich hatte es insgesamt in guter Erinnerung. Zwar konnte ich mich im Detail nur noch an das seltsame Motorrad eines der Bösewichte erinnern, doch beim Lesen kamen dann viele andere Erinnerungen auch wieder hoch und zauberten mir ein Lächeln ins Gesicht.

    Ich kam sehr schnell in die Geschichte hinein und hatte das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Die Hohlbeins schreiben klar und angenehm alltagssprachlich, was gut zum jugendlichen Protagonisten passt. Gleich von Anfang an wird außerdem klargestellt, dass der Unfall der Großmutter nicht mit rechten Dingen zuging, was einen zum Weiterlesen animiert und Spannung aufbaut. Was ist wirklich geschehen? Und warum war es ausgerechnet die Großmutter, die gestürzt ist? Dies alles versucht Justin herauszufinden, wobei er Hilfe von den vielen Katzen seiner Großmutter bekommt.

    Das Buch ist wirklich sehr katzig, was ja schon der Titel verheißt. Es ist jedoch nicht mit Warrior Cats oder Ähnlichem zu vergleichen. Die Katzen verhalten sich zwar ungewöhnlich und helfen Justin, indem sie ihn auf bestimmte Dinge stoßen oder gegen Feinde kämpfen, doch sie tun dies stets auf ihre Art, sprechen also nicht und haben auch keine außergewöhnlichen magischen Kräfte. Das fand ich sehr angenehm - es bot einen Kontrast zu den übernatürlichen Kräften, gegen die Justin kämpfen muss, und ließ den Roman etwas bodenständiger und mehr im Genre des Urban Fantasy angesiedelt wirken.

    Auch die familiäre Situation von Justin trug zu dem Eindruck, dass die Geschichte gar nicht so weit entfernt spielen könnte, bei. Die kleinen und größeren Streitereien der Eltern wecken Erinnerungen an die eigene Kindheit und die Ängste, die sie hervorgerufen haben, und der Kampf gegen die bösen Mächte wird zu etwas Persönlichem, das Justin alleine meistern muss, um daran zu wachsen. Doch die Hohlbeins haben ihn nicht zu einem unfehlbaren kleinen Krieger verkommen lassen: Justin muss durchaus die ein oder andere Niederlage einstecken und sich Fehler und deren Folgen eingestehen. Wie im richtigen Leben ist nicht jede seiner Entscheidungen richtig, doch er versucht stets, das beste daraus zu machen.

    Moralische Unterstützung erhält er von der geheimnisvollen Reggie, einem taffen Mädchen, das plötzlich auftaucht, stets barfuß unterwegs ist und sich äußerst gut mit den Katzen versteht. Sie ist frech und nimmt kein Blatt vor den Mund, allerdings lässt die von ihr angekündigte Hilfe meiner Meinung nach etwas zu wünschen übrig. Auch Justin hat das Gefühl, dass sie nicht wirklich zur Lösung des Rätsels um seine Großmutter beiträgt. Dennoch mochte ich Reggie sehr gerne - sie bringt frischen Wind in die Story und einen weiteren Hauch von urbaner Magie. Denn in Justin keimt schnell der Verdacht auf, dass sie sich in eine Katze verwandeln kann, doch kann das wirklich sein? Und kann er ihr überhaupt trauen? Die Warnung seiner Großmutter, nicht jedem zu vertrauen, geht ihm nicht aus dem Kopf. Vielleicht ist es jedoch auch der freundliche Tierarzt, der ein falsches Spiel spielt?

    Es bleibt bis zum Ende spannend und undurchsichtig. Schnee, Eis und Dunkelheit machen den Roman zu der perfekten Lektüre für kalte Wintertage und wer Katzen mag, wird auf jeden Fall auf seine Kosten kommen. Ich vergebe 4 von 5 Wolken.
  13. Cover des Buches Sturm (ISBN: 9783955203955)
    Wolfgang Hohlbein

    Sturm

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein orkanartiger Sturm fegt über's Land … ein Blitz jagt in einen dunklen Wald … die Welt versinkt im Chaos …

    Immer verheerender wird seine Kraft. Inmitten des Orkans verschwindet ein Mädchen. Wein Vater, der Computerspezialist Dirk, folgt ihrer Spur nach Afrika. Doch jemand war schneller als er – jemand, der sich der uralten Kraft der Sturmdämonen bemächtigen will. Dirk muss begreifen, dass es nur eine winzige Chance gibt, einer entsetzlichen Katastrophe zu entkommen …

    „Absoluter Gänsehaut-Thrill!” TV Movie


  14. Cover des Buches Das Paulus-Evangelium (ISBN: 9783548266190)
    Wolfgang Hohlbein

    Das Paulus-Evangelium

     (95)
    Aktuelle Rezension von: SaintGermain

    Um ihren Freund Johannis von seinen Priester-Plänen abzubringen, hacken sich die beiden Mittzwanziger Guido und Marc in den Computer des Vatikans ein. Was anfangs bloß als blöder Scherz gedacht war, entwickelt sich schnell zum Albtraum.

    Flüssiger Schreibstil und spannende Story, wie man es von Wolfgang Hohlbein gewohnt ist.

    Das Buch wirkt gut recherchiert und lädt zum Recherchieren ein, wenn man wissen möchte was der Wahrheit entspricht und was der Fantasie des Autors entsprungen ist.

    Dazu einige spannenden Wendungen im Buch --> Holhlbein von seiner besten Seite.

    Ich verstehe die vielfachen Kritiken an diesem Buch nicht, auch wenn der Autor normalerweise andere Storys schreibt (v.a. im Fantasybereich). Ich finde, dass dies eines der besten Bücher von Hohlbein ist.

  15. Cover des Buches Der Ruf der Tiefen (ISBN: 9783492280273)
    Wolfgang Hohlbein

    Der Ruf der Tiefen

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Annabel
    Figuren: 
    Janice ist eine junge Frau der Oberschicht, gut betucht und das zeigt sich auch in ihren Ansprüchen und Verhaltensweisen, die sie manchmal wirklich putzig erscheinen lassen. Egal unter welchen Umständen, sie lässt nie außer Acht, wer sie ist. Da sie gut behütet vor allem Schlechten lebt, kann sie nicht wirklich damit umgehen, dass ihr Leben nun aus den Fugen gerät. Und genauso wenig akzeptiert sie ein Nein als eine Antwort, und das muss sie als Frau in dieser Welt leider oft hören. Zwar beschließt Janice kurzerhand, loszuziehen um ihren Verlobten zu suchen, doch ist sie trotzdem keine selbstständige Person. Hätte sie Steve oder die Hilfe anderer nicht, wäre sie in einigen Momenten verloren gewesen. Durch ihre schnippische, anspruchsvolle Art und ihren für mich zu flachen Charakter, ist sie nicht unbedingt eine sympathische Figur, aber passt (vielleicht gerade deshalb) gut in die Welt und das Abenteuer, welches Hohlbein für sie geschaffen hat.

    Steve mochte ich etwas mehr. Er ist ganz offensichtlich hinter Janice her, kommt ihr aber mit großem Respekt entgegen und zögert auch nicht, ihr dabei zu helfen, Joffrey, ihr Verlobter und sein bester Freund, wiederzufinden. 


    Schreibstil: 
    Wolfgang Hohlbein war einer der ersten Autoren, deren Bücher ich lieben gelernt habe. Umso enttäuschter bin ich von diesem. Keine Frage, er schafft eine bildreiche Geschichte und eine wunderbar düstere Atmosphäre, allerdings entwickelt sich die Story unheimlich langsam, scheint sich manchmal im Kreis zu drehen und wirkliche Spannung habe ich beim Lesen auch nie verspürt; Ein bisschen Neugier, aber nicht den Hunger auf mehr.


    Inhalt: 
    Während sonst niemand mehr auf eine Rückkehr hofft, will Janice ihren Verlobten nicht aufgeben, welcher vor knapp einem Jahr verschwunden ist. Tatsächlich stößt sie auf eine Spur, eine Karte, von der sie glaubt, dass sie ihr den Weg zu ihm zeigt. Fast zeitgleich beginnt allerdings etwas damit, sie zu verfolgen. Ein Wesen, mehr wabernde Masse als lebendiger Mensch oder wirkliches Tier, folgt ihr im Wasser und Janice begreift nach und nach, dass sie nicht mehr in Sicherheit ist, denn auch ein grauer Mann hat die Verfolgung aufgenommen. Sie reist los und bleibt wegen eines Sturms in einem kleinen Dorf hängen. Nach dem Unwetter, das die folgende Nacht tobt, ist alles anders geworden. Die Welt scheint zwielichtiger und auch Janice bemerkt das. Selbst Steve, bester Freund ihres Verlobten und ein treuer Begleiter, scheint etwas zu verbergen. Die Krone setzt dem Ganzen ein Geisterschiff auf, dass nur Janice in der Nacht gesehen zu haben scheint. Sie beginnt, nicht nur an dem Überleben ihres Geliebten, sondern auch an ihrer eigenen geistigen Gesundheit zu zweifeln.

    Das alles mag für jemanden, der dieses Buch nicht kennt, nach recht viel zu klingen, doch liefert die Story erst nach 200 Seiten wirklich Substanz. Janice und Steve landen nämlich nun in einer Hafenstadt, in der Janice angegriffen wird. Tatsächlich besteht der Großteil der Handlung von „Ruf der Tiefe“ daraus, dass Janice für verrückt gehalten wird, um Antworten und ihren Verstand kämpft, oder einfach von einer Frage zur anderen stolpert.
    Janice setzt immer wieder neue Prioritäten, wenngleich es immer dabei ihr Ziel ist, Joffrey näher zu kommen.
    Dem gesamten Buch wären weniger Geheimniskrämerei und mehr Details zugute gekommen. Selbst mit einem überraschen gefühlvollem Ende konnte Hohlbein das Leseerlebnis für mich rückblickend nicht besser machen.
  16. Cover des Buches Drachenfeuer (ISBN: 9783453180895)
    Wolfgang Hohlbein

    Drachenfeuer

     (278)
    Aktuelle Rezension von: Rosenthal

    Manche von Hohlbeins Büchern (Der Greif, Midgard, Drachenfeuer) sind so voller Ideen, Fantasie und voller Leben, dass man völlig darin eintauchen kann. Andere sind deutlich schwächer (Spiegelzeit, Der Wandernder Wald) Ich war auch nie so ein Fan von dem angeblichen Topbuch Märchenmond. Drachenfeuer würde ich nach den drei genannten Top Büchern und meinem Lieblingsbuch von Hohlbein: Hagen von Tronje, in das zweite Glied stellen zusammen mit Elfentanz und Das Siegel, vielleicht noch Unterland.

    . Drachenfeuer ist ein gutes Buch. 4,5 Sterne.


  17. Cover des Buches Horus: Roman (ISBN: B004ROT49I)
    Wolfgang Hohlbein

    Horus: Roman

     (124)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost
    ... trifft man in diesem Fall. Eine wirklich sehr interessante Mischung aus den Taten von Jack the Ripper und den Göttern aus dem alten Ägypten ergeben hier eine spannende und fantastische Story.

    Es ist im Jahre 1888, als eine wirklich sehr hoch gewachsene, dunkelhäutige Frau von Bord eines Schiffes geht. Sie hat vom Kapitän des Schiffes eine Pension empfohlen bekommen, in der sie sich einquartiert und neben dem Kapitän der einzige Gast ist.
    Die Frau nennt sich "Bast", ist aber eigentlich die Katzengöttin Bastet aus dem alten Ägypten. Sie sucht in London ihre Schwester Isis, um sie vor Horus zu warnen, welcher ebenfalls in London weilt.
    Bastet findet ihre Schwester. Allerdings in einem Viertel, in dem sie sie gar nicht vermutet hätte. Und durch ihr seltsames Erscheinungsbild, welches sie erst einmal nicht verändert mit ihren Kräften, ruft sie einiges Aufsehen hervor. So ist es fas logisch, dass sie der Morde bezichtigt wird, die in diesen Virteln seit einiger Zeit geschehen. Leichte Mädchen werden mit einem Schnitt durch die Kehle ums Leben gebracht und liegen gelassen. Der Mörder hat sogar die Frechheit und schreibt Briefe an die Presse, in denen er sich mit seinen Taten brüstet und sich selber denen Namen "Jack the Ripper" gibt.
    Bastet hat alle Hände voll zu tun, will sie ihre Mission zu einem erfolgreichen Ende bringen. Dabei wird sie aber durch tiefere Beziehungen zu den "sterblichen" Verwundbar, was ihre Feinde auch ausnutzen.
    Am Ende hat es dann ein Blutbad, eine Bastet ohne Kleider und einen Ripper, den man in der Form auch nicht erwartet hätte.

    Herr Hohlbein hat hier in seiner typischen Art geschrieben. Er hohlt weit aus, bei seinen Erklärungen, beschreibt alles haargenau und minutiös genau und schafft doch eine unterschwellige Spannung, die mich an das Buch förmlich gefesselt hat.
    Ich hatte mich fest gelesen und habe nicht aufgehört, bis ich das Buch endlich durch hatte. Eine wirklich spannende Geschichte.
  18. Cover des Buches Die Tochter der Himmelsscheibe (ISBN: 9783492982801)
  19. Cover des Buches Der Hexer von Salem (ISBN: 9783404143368)
    Wolfgang Hohlbein

    Der Hexer von Salem

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Onkel_Ebert

    Sprachlich ungelenk stolpert sich Hohlbein von Satz zu Satz und zeichnet dabei eine infantile Geschichte, welche angeblich Horror ist, aber nichtmal kleine Kinder schreckt. Mit der Eleganz einer Lawine poltert er durch verschiedene Schreckensszenarien die auf Grund des fehlenden sprachlichen Rüstzeug einfach nur albern wirken. Besonders peinlich ist das Auftreten von H.P. Lovecraft. Solche „Gastauftritte“ kennt man sonst nur von den Schreibergüssen kleiner Jungs. Und so kommt es, das Wolfgang Hohlbein wie ein Uwe Boll der Literatur wirkt und es zeugt von fehlender Ahnung beim Leser, wenn er Hohlbeins Schund etwas anderes als Verachtung oder aber zumindest Desinteresse entgegenbringt.


  20. Cover des Buches Infinity (ISBN: 9783492268790)
    Wolfgang Hohlbein

    Infinity

     (48)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    „Gerechtigkeit. Wir verlangen das, was schon unseren Vorfahren zugestanden hat und deren Vorfahren un den Generationen davor. Unseren Anteil an den Reichtümern des Himmelturms.“


    Seit Jahrtausenden beherrscht der schwarze Turm das Antlitz der Erde. Mit einem Bewusstsein versehen herrscht er durch die jeweilige Königin über das Sternenreichs. Jene, die in seiner schützenden Wand leben, führen ein gutes Leben. Dabei vergessen sie das Schicksal der riesigen Stadt, die sich an seinem Fuß gebildet hat. Der Clansführer Craiden will sich das nicht mehr gefallen lassen und wird zu einer ernst zunehmenden Gefahr für Prinzessin Arion und den Turm.



    Die Geschichte wird von Abschnitten um mehrere Charakteren innerhalb und außerhalb des Turms bestritten. Sowohl die beiden Herrscher Arion und Craiden kommen dabei zu Wort, als auch ihre Untergebenen. Ein Teil der Geschichte zeigt zudem die Ereignisse um die junge Frau Gea, von der nicht gleich klar wird, welche Rolle sie in der Geschichte spielen wird und in welchem Zusammenhang sie mit dem beginnenden Krieg steht.


    Die Zukunft, in der die Geschichte spielt, liegt sehr fern. Dadurch hat nicht nur die zerstörte Erde eine neues Erscheinungsbild, sondern auch ihre Bewohner. Selbst jene, die noch als Menschen bezeichnet werden, haben Eingriffe in ihre Körper ausgestanden, sodass sie Fähigkeiten besitzen, die aus heutiger Sicht übermenschlich sind. Neben ihnen sind es tierischer anmutende Rassen, die die Stadt, aber auch den Turm bewohnen.


    Die Errungenschaften im Bereich der Technik werden von den Stadtbewohnern als Techmagie bezeichnen, was ich insofern nachvollziehen konnte, dass sie sich sehr von der heutigen Technologie unterschieden und wirklich magisch anmuteten. Der Turm als Supercomputer hatte neben einer künstlichen Intelligenz und riesiges Wissen aus seinen Datenbanken wenig mit uns bekannten Computern gemein. Die Nanotechnologie und Mischwesen aus Biotechnik waren noch fantastischer.


    Im Laufe der Geschichte wird immer ersichtlicher, dass sowohl die Menschen im Turm, als auch die Clanmitglieder eigene Pläne schmieden und nicht immer alles so ist, wie es zu Anfang scheint. Gerade die scheinbaren Intrigen, aber auch die – teilweise – Auflösung zum Schluss haben mir gut gefallen.


    Fazit: Eine interessante Idee, die durch ihren science-fiction Charakter und die Mischung der Charaktere überzeugen konnte.

  21. Cover des Buches Irondead - Der zehnte Kreis (ISBN: 9783732563333)
    Wolfgang Hohlbein

    Irondead - Der zehnte Kreis

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Lenny

    Das Cover und der Titel sind großartig! Ich liebe den Schreibstil von Hohlbein sehr. Er schafft immer wieder Spannung aufkommen zu lassen und sie auch sehr lange hochzuhalten! Dieses Buch habe ich bis zum Ende gelesen, auch wenn ich gefühlt immer wieder die gleichen Dialoge gelesen habe. Ich hoffte auf einen sehr spannenden Ausgang......doch das wird dann eventuell im zweiteb Band erfolgen?! Bislang bin ich noch unschlüssig, Band 2 zu kaufen, da ich Angst davor habe wieder die gleichen Dialoge zu lesen....mal sehen. 

    Zu diesem Buch kann ich sagen, dass es auf jeden Fall spannend, etwas gruselig und furchteiflößend ist.

  22. Cover des Buches Die Chronik der Unsterblichen - Die Blutgräfin (ISBN: 9783732559060)
    Wolfgang Hohlbein

    Die Chronik der Unsterblichen - Die Blutgräfin

     (223)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Die beiden Protagonisten landen unfreiwillig in einer Szene, die sie tief in das Geheimnis eines alten Schlosses zieht und ihnen fast zum Verhängnis wird. – spannend!


    Inhalt: Andrej und Abu Dun finden im Wald Leichen, nachdem sie ihren Nasen gefolgt sind. Diese armen Menschen sind grausam zugerichtet und einfach liegen gelassen worden. - Und als wäre das noch nicht Unglück genug, kommen auch Bauern aus der Gegend genau an dieser Stelle vorbei und machen aus ihrem Verdacht keinen Hehl.

    Andrej und Abu Dun nächtigen bei den Bauern, nachdem geklärt wurde, wo die beiden eigentlich hin wollten. Aber Vertrauen auf beiden Seiten sieht anders aus. Nähere Erkundigungen machen klar, dass die Leute hier tatsächlich seit geraumer Zeit eine ganze Menge durchmachen. Mädchen verschwinden, Leichen liegen herum und niemand hat den Täter jemals gesehen. Man ist sich nur sicher, dass diese Todesfälle angefangen haben, als die seltsame Gräfin auf dem alten und verfallenen Schloss eingezogen ist.

    Andrej glaubt, in der Gräfin seine gesuchte Marie wiedergefunden zu haben. Glaub sich am Ziel seiner Träume und in den Armen seiner Liebsten. Doch immer wieder passieren seltsame und unerklärliche Dinge mit und um ihn. Ein Brand auf dem Schloss bringt dann nicht nur Andrej die Wahrheit, sonder auch einem der Bauern Gewissheit. Ihr Verdacht war gar nicht so weit hergeholt. Nur waren nicht Andrej und Abu Dun die Täter, sondern am Ende auch nur Opfer.


    Fazit: Ein blasses Cover, im Stil gleich,  aber doch beeindruckend. So auf seine ganz eigene Art. Denn schon allein der Titel hat mich an die Gräfin Bathory erinnert, über die zahlreiche Legenden und Geschichten im Umlauf sind. Diese Frau soll junge Mädchen aus der Gegend auf ihr Schloss gelockt haben, um sie dann töten zu lassen. Das alles nur, weil sie sich durch das Bad in jungem Blut einfach nur ewige Schönheit und Jugend erhofft hat. - Ich war in jedem Fall hochgradig gespannt, was Herr Hohlbein aus diesem Stoff gemacht hat.


    Die Zeit vom letzten zu diesem Band kann noch nicht so weit fortgeschritten sein. Irgendwie wirkt dieses Buch, als wäre es zeitlich so ziemlich im Anschluss zu verorten. Die beiden Protagonisten sind unterwegs, finden Leichen und Ärger. - Und schon kommt auch die Sage ins Spiel und macht Andeutungen, genau in die Richtung, wie ich mir das gedacht habe.

    Zunächst folgt die Handlung einem scheinbaren Muster. Andrej und Abu Dun kommen zu einem Tatort, sie werden verdächtigt, weil sie ja die Neuen sind und dann besinnt man sich ihrer Schwerter und verortet sie als Söldner.

    Es entspinnt sich ein interessanter Konflikt, in dem wirklich jeder jedem misstraut. Die Bauern untereinander sind sich nicht einig, Andrej und Abu Dun driften mal wieder auseinander, scheinen sich komplett zu entzweien und gehen doch irgendwie jeder seine eigenen Wege.

    Der Konflikt mit der Gräfin, welche im Schloss wohnen soll, ist zwar die ganze Zeit präsent, aber nicht immer greifbar. Kleinere Scharmützel fließen immermal wieder in die Handlung ein, aber das wirklich blutige Szenario kommt wirklich erst am Ende, als auch das Geheimnis aufgelöst wird und die bittere Wahrheit ans Licht kommt, mit der auch ich nicht gerechnet hatte.

    Irgendwann sieht es danach aus, als müsse Andrej einen ziemlichen Verlust hinnehmen. Dieser Teil der Handlung hat mich etwas ungläubig auf die Zeilen starren lassen. Sollte Herr Hohlbein hier wirklich so einen Riss in die Handlung einbauen? - Aber auch hier hat sich im Finale wieder alles aufgeklärt und begradigt. Einzig meine Kernfrage bleibt noch immer bestehen. Irgendetwas ist zwischen den Protagonisten. Etwas, dass sich immer wieder in die Freundschaft schleicht, aber nicht wirklich greifbar ist.


    Für den Fortgang der Reihe hat dieser Band nicht wirklich etwas gebracht. Andrej und Abu Dun sind nach wie vor auf dem Wissenstand, auf dem sie vorher waren, was sie und ihre Daseinsform angeht. Ihre Freundschaft wurde mal wieder auf eine harte Probe gestellt, aber aufgeklärt wurde auch dieser Umstand nicht.

    Es hatte erfrischend wenig Namen in der Handlung, sodass auch ich dem Ganzen sehr gut folgen konnte und die ganze Zeit darüber im Bilde war, wer jetzt was ist und wo dieser Name hingehört. Das war insofern wichtig, dass ich dem Ganzen am Ende dann auch einen Sinn abgewinnen konnte. 

    Die Handlung plätschert in ihrem ganz eigenen Tempo vor sich hin und endet in einem Finale, wie ich es auch nicht erwartet hatte. Ein neues Wesen in der Welt der Wesen, wieder dieses Unwissen über das eigene Dasein und wieder die Flucht von einem Ort, von dem sie eigentlich nicht flüchten wollen. – Andrej und Abu Dun haben es hier wirklich nicht leicht.

    Ich hatte bei dieser Lektüre wirklich ein großartiges Kopfkino. Ich habe mit den Charakteren gefroren, ich war ratlos, wenn es Andrej war und ich konnte dem ganzen Tun und Lassen auf dem Schloss wirklich bis zum Schluss keinerlei Bedeutung beimessen. - Bis am Ende so ziemlich alles aufgeklärt wurde.


    Dieses Buch verging wie im Flug, hatte keine typischen Längen und hat mich wieder komplett fesseln können. Die Story selber ist jetzt nicht wirklich voran gegangen, die Protagonisten konnten ihre drängende Frage wieder nicht klären, mussten aber abermals von einem Ort fliehen, den sie eigentlich von einem Fluch befreit haben.

    Für Hohlbein-Fans ist diese Buchreihe ein absolutes Muss. Ich empfehle aber die chronologische Reihenfolge. Sie ist kein Muss, erleichtert aber vieles.

  23. Cover des Buches Dreizehn (ISBN: 9783764171025)
    Wolfgang Hohlbein

    Dreizehn

     (431)
    Aktuelle Rezension von: Michael-P-Kraus

    Ich erinnere mich noch, dass ich im Teenager-Alter unbedingt unheimliche Geschichten lesen wollte. Bei einem Besuch in einer Buchhandlung wurde mir dann "DREIZEHN" empfohlen. Mein erster Kontakt mit dem Namen Hohlbein.
    Die Geschichte um die zwölfjährige Thirteen, die eigentlich Anna-Maria heißt, hat mich vom ersten Moment an begeistert. Kurz zur Story:

    Anna-Maria hat vor kurzem ihre Mutter verloren und reist nun von England nach Deutschland zu ihrem letzten noch lebenden Angehörigen, ihrem Großvater. Ihr ganzes Leben lang hat die Zahl 13 eine wichtige Rolle in ihrem Leben gespielt, was zu ihrem Spitznamen Thirteen geführt hat. Als sie bei ihrem Großvater, den sie bis zu diesem Zeitpunkt noch nie kennen gelernt hat, ankommt, merkt sie schnell, dass ein seltsames, düsteres Geheimnis auf dem alten Mann und seinem unheimlichen Haus liegt. Als sie eine verdeckte Tür in einem Schrank entdeckt, verändert sich ihr Leben dramatisch...

    Bereits der Anfang des Buches, noch im Flugzeug, schmeißt den Leser mitten ins Geschehen. Sofort ist man an Thirteens Seite und fiebert mit ihr mit. Eine wahnsinnig starke Leistung.
    Was mir außerdem noch wahnsinnig gut gefallen hat, war das Haus ihres Großvaters. Die Hohlbeins schaffen darin einen so starken Handlungsschauplatz, wie man es nicht für möglich hält. Auch der Großvater von Thirteen sowie seine beiden Haustiere (Phobos und Daimos sind ja mal wahnsinnig genial!) wissen mich zu begeistern. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet (Ich sage nur WUUUUSCH!) und fügen sich perfekt in die Geschichte ein.
    Das Ehepaar Hohlbein hat es geschafft, ein altes deutsches Märchen in eine ungemein starke, fantastische Geschichte einzubauen. Und wenn man als Leser dahinter steigt, gibt es einen AHA!-Effekt, dem gleich darauf ein WOW!-Effekt folgt.
    Abschließend kann ich sagen: Sehr oft wird das Ehepaar Hohlbein für das fantastische Werk "Märchenmond" gelobt. Ich aber muss sagen, dass "Dreizehn" für mich DAS Hohlbein-Werk schlechthin ist. Und der Ueberreuter-Verlag hat in der Erstausgabe ein wahnsinnig treffendes Cover gezeichnet. Genau so stelle ich mir das Haus mit der Nummer 13 vor. In meinen Augen ein perfektes Jugendfantasy-Buch.

  24. Cover des Buches Die Chronik der Unsterblichen - Der schwarze Tod (ISBN: 9783802590962)
    Wolfgang Hohlbein

    Die Chronik der Unsterblichen - Der schwarze Tod

     (51)
    Aktuelle Rezension von: JohnnyZombie

    Nachdem Andrej und Abu Dun erfahren haben, dass Andrejs Sohn Marius noch lebt, heften sie sich an seine Fersen und reisen nach Venedig. Doch dort stoßen sie auf einen zwielichtigen Doktor, der vorgibt, Marius nach bestem Wissen und Gewissen zu helfen, aber seine anderen "Patienten" nicht gerade vertrauenswürdig behandelt. Und nicht nur das, auch ihre langjährige Freundin Mehrune scheint sich stark verändert zu haben...

    Zuerst muss ich zugeben, dass ich diesen Band losgelöst von den anderen Büchern in der Reihe gelesen habe und deshalb die reiche Historie der Charaktere, auf die immer wieder angespielt wird, nicht kenne. Vielleicht liegt es also daran, dass mir das Verhalten von Andrej und Abu Dun zueinander komisch und unrealistisch vorkam - Es wirkte teilweise, als würden die beiden ständig zwischen Freunden und Feinden schwanken, was für mich auch mit der Auflösung am Ende nicht richtig geklärt ist.

    Sowieso kam mir Andrejs Verhalten teilweise sehr naiv und gutgläubig vor, was zugegebenermaßen auch an seiner jahrelangen Freundschaft mit Abu Dun liegen kann. Allerdings scheint es einfach nicht zu einem 300-jährigen Unsterblichen zu passen.

    Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass sich die Handlung extrem zieht und kein Ende in Sicht ist. Die Figuren mäandern durch Venedig, ohne Fort- oder Rückschritte zu machen und das Ende kommt auch dementsprechend plötzlich und ohne dass Andrej irgendetwas, sei es nun eine Tat oder Erkenntnis, selbst erreicht hätte.

    Das Ende selbst hat mir hingegen gut gefallen, weil es eine überraschende Wendung beinhaltet und für ordentlich Dramatik sorgt. Vor allem Andrejs Emotionen dort sind sehr gut nachvollziehbar und werden anschaulich beschrieben.

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