Bücher mit dem Tag "world trade center"
20 Bücher
- Jonathan Safran Foer
Extrem laut und unglaublich nah
(1.250)Aktuelle Rezension von: Johann_BaierNach 100 Seiten abgebrochen: die Hauptfigur ist ein 9-jähriger Junge, der altklug wie ein Erwachsener daherredet, der mehr weiß, als die meisten Erwachsenen, der aber gleichzeitig sich auf eine Suche begibt, die so unsinnig ist, dass kein 9-Jähriger das tun würde. Die ein 9-Jähriger in der Riesenstadt New York auch nicht durchführen könnte. Der Protagonist ist eine unrealistische Kunstfigur (ähnlich wie Günther-Grass-Oskar mit der Blechtrommel, der aus Protest aufhört zu wachsen). Mit einer unrealistischen Kunstfigur kann man nicht mitfühlen, sie ist kalt wie eine Science-Fiction-Comic-Figur. Sie erschien mir mehr wie ein abstraktes Fabelwesen, das mir irgendwelche Lebensweisheiten mitteilen soll, ich habe nur nicht verstanden welche.
Bei den unrealistischen (und schwer zu lesenden) Dialogen fragte ich mich: warum sind sie da, warum soll ich sie lesen? Dialoge werden in Romanen eingesetzt, um die Handlung voranzubringen, um die Personen zu charakterisieren, um eine Atmosphäre wiederzugeben, um Konflikte zwischen den Figuren aufzuzeigen – und sie hören auf, wenn diese Ziele erreicht sind. Die Dialoge in dem Roman von Foer dienen keinem dieser Ziele. Sie hören aber trotzdem nicht auf.
Das Buch war angekündigt als Geschichte eines Jungen, der seinen Vater beim 9/11-Anschlag verloren hat. Einen solchen Jungen lernt man aber nicht kennen. Man lernt aber nur eine unrealistische geschwätzige Kunstfigur kennen.
- Kristin Harmel
Über uns der Himmel
(15)Aktuelle Rezension von: AglayaKate ist überglücklich und bis über beide Ohren in ihren Ehemann verliebt. Doch der 11. September 2001 stellt ihr Leben auf den Kopf, als ihr Mann, der in den Twin Towers arbeitet, beim Terroranschlag ums Leben kommt. Viele Jahre später ist Kate zwar wieder in einer neuen Beziehung, aber irgendwie immer noch nicht über den Verlust ihres ersten Mannes hinweg. Als ihr neuer Partner ihr einen Heiratsantrag macht, beginnt Kate, nachts besonders lebhaft zu träumen von einem Leben, wie es hätte sein können…
Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Kate in der Gegenwart erzählt. Auch über zehn Jahre nach dem Tod ihres ersten Mannes bestimmt dieser ihr ganzes Leben, sie kann sich nicht von ihm lösen. Einerseits tat sie mir deswegen leid, andererseits wollte ich sie öfters schütteln und sie daran erinnern, dass sie es sich selbst und auch ihrem Umfeld schuldet, endlich nach vorne zu schauen.
Die Handlung teilt sich in zwei Stränge auf, einerseits Kates Alltag in der wirklichen Welt, andererseits ihre Träume in der, nennen wir es mal Paralleldimension. Beide Stränge sind ziemlich zuckersüss und einigermassen kitschig gestaltet, auch wenn es hier und da auch etwas traurigere Momente gibt. Die Handlung ist recht vorhersehbar und birgt kaum Überraschungen. Langweilig wurde es mir beim Hören dennoch nicht, nur mit grosser Spannung darf hier nicht gerechnet werden. Wer aber eine zu 100 % realistische Erzählung zum Thema Trauer sucht, sollte sich lieber anderweitig umsehen.
Das Hörbuch wird Rike Schmid von gelesen, deren Darbietung gut zum Inhalt des Hörbuchs gepasst hat.
Mein Fazit
Zuckersüsse Geschichte über den Weg aus der Trauer. - Garrett M. Graff
Und auf einmal diese Stille
(131)Aktuelle Rezension von: Universum_der_WoerterEin Buch, das sprachlos macht.
Keine detaillierte Analyse der Ereignisse. Kein Fokus auf das „Wie“ oder „Warum“.
Stattdessen: Stimmen. Echte Menschen. Überlebende, Angehörige, Retter, Polizisten, Zeugen.
Sie erzählen. Direkt. Ungefiltert. Und genau das trifft mitten ins Herz.
Das Buch wirkt wie ein Logbuch – chronologisch aufgebaut, mit kurzen Einschüben des Autors, die helfen, das Gesagte zeitlich und historisch einzuordnen.
💔 Besonders schwer zu ertragen: Aussagen von Opfern, die letzte Nachrichten auf den Anrufbeantworter sprachen – und nie wieder zurückkamen.
Was bleibt, ist tiefe Trauer. Und unfassbare Tragik.
Aber auch: ein unglaublich wichtiges, eindringliches Zeitdokument.
Ein kollektives Erinnern.
🇺🇸 Die große Rolle, die Patriotismus für viele Amerikaner spielt, wird dabei ebenso deutlich wie der Schmerz, der über Generationen nachwirkt.
📖 Keine leichte Lektüre – aber eine, die man gelesen haben sollte.
- Don DeLillo
Falling Man
(57)Aktuelle Rezension von: RosenMidnightIch musste abbrechen. Das Buch ist zähflüssig und langatmig. Der Grundgedanke und die Idee sind gut, auch emotional nimmt es einen mit. Dennoch trifft es dahingehend vielleicht ein bisschen zu sehr ins Schwarze, während eigentliches Geschehen als Teil der Handlung auf der Strecke bleibt.
- Kristin Harmel
Über uns der Himmel
(290)Aktuelle Rezension von: PhiniWas für ein wundervolles Buch! Ich habe schon bei den ersten Kapiteln geweint - das ist mir noch nie passiert. Das spricht für den Schreibstil und die Story. Und auch am Ende hat es mich wieder erwischt.
Das Buch macht Hoffnung, dass es tatsächlich irgendetwas "höheres" gibt, das wir nicht erklären können. Am Ende ergibt alles einen Sinn.
Besonders begeistert mich, dass dieses Buch ganz ohne Spice auskommt und mich trotzdem so begeistert hat. Ich hatte ehrlich schon Sorgen, dass ich sowas nicht mehr für andere Bücher empfinden kann.
Dieses Buch hat mich wirklich auf ganzer Linie überzeugt. Und ich würde es jederzeit weiterempfehlen. - Friedrich von Borries
1WTC
(7)Aktuelle Rezension von: CorileinchenEs geht um Mikael Mikael und sein Stipendium, seine Hackerfreundin Syana und ihr Spiel, die Galeristin Jennifer und ihr gemeinsames Projekt und um Tom mit seinen Job. Auf verschiedenen Erzählebenen trägt jeder der vier Protagonisten seinen Teil zur Ge-schichte bei. Mikael versucht sein Projekt „die Freiheit der Angst“ voranzutreiben. Syana spielt ihre Spielchen mit Mikael, auf die ein oder andere Weise. Auch sie treibt ihr Projekt mit aller Kraft voran. Jennifer geht auf Mikael ein und lässt sich für sein Projekt engagieren. Sie spielt die Hauptrolle in seinem Film. „Show you’re not afraid. Go shopping.“ Dieses berühmte Zitat gibt sie vor den Überwachungskameras von New York zum besten. Tom konzentriert sich ganz auf seinen Job als Architekt im 1 WTC, dem Nachfolger des World Trade Centers. Und auf seinen Auftrag von seinem ehemaligen Vorgesetzten. Er soll das ultimative Verhörzentrum für Terroristen aus dem Nahen Osten entwerfen. Als Syana dann beschließt, ihr Spiel zu erweitern und neben dem nichtsahnenden Mikael auch seine neue Freundin Jennifer mit einbezieht, kommt die Sache ins Rollen. In der Zwischenzeit wird das von Tom perfektionierte Verhörzentrum in den Keller des 1 WTC verlegt. Im Gegensatz zu Mikael bemerkt Jennifer den Einfluss das Syanas Spiel auf ihr Leben hat und sie beginnt zu rebellieren. Jedoch läuft bei den letzten Aufnahmen für Mikaels Film im 1 WTC etwas schief und das kostet Tom und Jennifer das Leben. Das Syana ihre Finger im Spiel hatte und eigentlich für den Tod der beiden verantwortlich ist, erfährt Mikael erst, als er ihren Abschiedsbrief liest. In ihm erklärt sie ihm alles und warnt ihn auch, vor der gefährlichen Lage, in die sie ihn gebracht hat. Zurück in Deutschland nimmt er einen neuen Namen an und taucht unter. Unkonventionell, spannend und sehr kritisch wurde der Roman betitelt. Die Frage ob sich das wirklich so zu trug wurde dem Autor mehr als nur einmal gestellt. Er meint zum Schutz der Personen Namen und Beschreibungen verändert zu habe und hüllt sich in Schweigen, wenn man weiter fragt. Das Buch soll die Menschen inspirieren, sie anregen etwas zu unternehmen. Den Grat zwischen Unterhaltung und Anregung zum Nachdenken meistert von Borries souverän. Den ersten Satz in seinem Buch beschreibt der Autor selbst als „Als Kritik an unserer Weltauffassung“. "Fiktion ist beste Tarnung der Realität." - Colum McCann
Die große Welt
(106)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderCorrigan lebt in einem kleinen Bus auf der Straße und widmet sein Leben den Armen, Bedürftigen, den Huren und den Mittellosen. An dem Tag wo die Geschichte beginnt kümmert er sich um die schöne mit dreißigerin Hure und ihre junge Tochter und möchte ihnen vor Gericht bei stehen. Es gibt aber noch viele andere Menschen die sein Leben kreuzen und die an diesem Tag eine Wendung oder ein besonderes Ereignis erwarten. Mitten im Leben halten alle plötzlich Inne, denn hoch über ihren Köpfen balanciert ein Seiltänzer über ein Drahtseil zwischen den Hochhäusern hin und her und versprüht eine ganz eigene und unwiederstehliche Magie. Colum McCann entführt uns ins alte New York und lässt Geschichten, Personen und Schicksale lebendig werden. Der Auftakt des Buches ist einfach nur großartig, aber dann gibt es immer wieder Durchhänger. Er verliert sich manchmal in seinen Erzählungen und für den Leser schwindet immer mal wieder das Interesse an den Figuren. Wenn er aber wieder beginnt genauer zu erzählen und einen Gang raus nimmt, dann ist das ganz große Erzählkunst.
- Anja Reich
Wo warst Du?
(31)Aktuelle Rezension von: buchjunkie„Es gibt die Geschichte eines Mannes, der beschreibt, wie er sich irgendwo auf der Welt ein Bad einließ, als das World Trade Center zusammenfiel......
Man kann nicht sagen, ob der Mann in seinem Badezimmer den Tag intensiver erlebte als wir. Man kann nur sagen, dass wir am 11. September 2001 in New York waren.
Wir lebten damals in der Stadt. Eine Frau, ein Mann, ihre zwei kleinen Kinder.
Eine deutsche Familie in Amerika. Es war zunächst ein Tag wie jeder andere..... Dann schlugen die Flugzeuge ins World Trade Center, und unser Leben verlor seinen Rhythmus.“
Alexander Osang war damals Spiegel-Korrespondent und erzählt von seiner Odyssee durch das geschockte New York, auf der Suche nach „seiner“ Geschichte.
Seine Frau Anja Reich sieht die schwarzen Wolken aus Manhattan auf ihr Haus in Brooklyn zukommen.
Sie erlebt diesen Tag ganz anders- zusammen mit ihren Kindern und ihren Nachbarn. Und ohne Nachricht von ihrem Mann.
In diesem Buch erzählt jeder seine Geschichte über den längsten Tag in New York.
Dieses Buch wurde von zwei Reportern geschrieben, das merkt man und es lässt sich sehr gut lesen. Die einzelnen Erzählstränge unterscheiden sich durch die Schrift.
Unaufgeregt erzählt jeder von seinen Erlebnissen an diesem Tag, sehr ehrlich und offen.
Spannung braucht dieses Buch nicht, jeder kennt die Geschehnisse des 11.September.
Ich fand diese verschiedenen Sichtweisen des Ehepaares sehr interessant.
Auch scheinbare Banalitäten gehören dazu. Aber so ist das „echte“ Leben eben!
Mir hat dieses Buch gut gefallen, mich bewegt und auch daran erinnert, was ich an diesem denkwürdigen Tag gemacht habe.
Wer sich für die Geschichte dieses schrecklichen Tages aus anderer Sicht interessiert, dem sei dieses Buch empfohlen!
- Christian Zaschke
Hell's Kitchen
(4)Aktuelle Rezension von: HoldenDie SZ-Kolumne von Chris Zaschke aus Hell`s Kitchen und dem Big apple, sehr schöne Alltagsbetrachtungen und Beschreibungen des menschlichen Scheiterns (Balkonrenovierung, Gewichtsabnahme), der zweite Teil vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie geschrieben. Erstaunlich wenige Beiträge über den damaligen Präsidenten Donald T., erst am Ende scheint die Spaltung des Landes durch, als sich Zaschke und sein bisheriger Freund Jack nichts mehr zu sagen haben, weil beide in verschiedenen Welten (in den USA) wohnen. Bei dem Chaos, das in den USA beim Thema Renovierungen und entsprechenden Zusagen und bei der Parkplatzbewirtschaftung zu herrschen scheint, wundert man sich, daß dort überhaupt noch was zu laufen scheint. Als nächsten Wohnort für den aufgeschlossenen Autor nach dem 17. Stock im ehemaligen Schwesternwohnheim empfehle ich New New York ("Futurama").
- Eric Walters
We all fall down
(37)Aktuelle Rezension von: KleinbrinaIch muss sagen, dass ich bei diesem Buch fast an meine Grenzen gestoßen bin. Die Geschichte ist aufwühlend, emotional und spannungsgeladen und wenn ich daran denke, dass all dieses Drama tatsächlich vor 10 Jahren geschehen ist, bin ich immer noch sprachlos.
Allerdings hat mich stellenweise die Sicht des Autors fassunsglos und wütend gemacht. Obwohl Eric Walters Kanadier ist, nimmt er hier die USA in Schutz und spricht dieses Land quasi heilig, was ich nicht so ganz verstehen kann.
Da ich aber hier nun keine politische Debatte führen möchte, möchte ich lieber drei Zitate niederschreiben, damit man evtl. versteht, wieso ich über dieses Buch zum Teil sehr wütend war:„Aber selbst Hurrikans und Tornados und Erdbeben sind anders für uns hier in den Staaten als an manch anderen Orten. […] Ich meine nicht, dass wir keine Naturkatastrophen haben“, sagt James. „Was ich meine, ist, dass sie bei uns zwar vorkommen, aber wir sind nicht in der gleichen Weise betroffen. Ich sehe mir die Nachrichten an und höre von Erdbeben in Ländern wie China und sie haben zwanzigtausend Tote, und wenn wir eins in Kalifornien haben, sterben nur zwanzig Menschen, vielleicht sogar noch weniger. […] Die gleiche Erdbebenstärke hat in verschiedenen Gegenden unterschiedliche Auswirkungen. Bei Hurrikans ist es genauso. […] Wir leben zwar immer noch mit diesen potenziellen Gefahren, aber wir haben einen Grad der Absicherung erreicht, der uns ein Gefühl von Schutz gibt, fast als wären wir immun.
[Seite 14/15]„Wenn New York der Mittelpunkt des Universums ist – und wer würde das ernsthaft bestreiten? -, dann sind diese beiden Türme der Mittelpunkt des Mittelpunkts.“
[Seite 41]„Wer, glaubst du, hat das getan … die Flugzeuge abstürzen lassen?“ – „Oh… oh. Ich würde auf muslimische Extremisten tippen.“
[Seite 175]Ich weiß nicht, ob genau rüberkommt, was ich eigentlich sagen möchte, aber dieses typische „Wir sind Amerika, wir sind die Welt“ (mal überspitzt gesagt), ist in diesem Buch mehr als offensichtlich und fragwürdig. Vor allem das letzte Zitat hat mich geärgert, weil sofort davon ausgegangen wurde, dass muslimische Extremisten dahinter stecken. Hier wäre es deutlich besser gewesen, wenn der Autor ein wenig neutraler an die Geschichte herangegangen wäre. Ich bin selbst ein Fan der Stadt New York, aber diese Hervorhebung war mir doch ein wenig zu viel des Guten.
Allerdings ist die Geschichte an sich durchaus interessant.
Der Flugzeugeinsturz und die Flucht aus dem World Trade Center ist hier das Hauptaugenmerk, aber es versteckt sich in dieser Geschichte auch eine zerstörte Vater-Sohn-Beziehung, die hier verarbeitet wird.Will und sein Vater haben sich lange nur das Nötigste zu sagen. Sein Vater ist ein Workalholic, der kaum Zeit für seine Familie findet und nie die Sportevents seines Sohnes besucht. Will fühlt sich immer mehr wie der Mann im Haus, und ihm fehlt sein Vater, der dies anscheinend nicht zu merken scheint.
Auf ihrer Flucht aus dem World Trade Center müssen sie sich gegenseitig vertrauen und wie ein Team zusammenarbeiten, was Will zunächst etwas schwer fällt. Nach jeder Etage schöpfen sie mehr Vertrauen zueinander und reden über ihr Familienleben, was beiden merkbar gut tut.
Das Ende war mir ein bißchen zu glatt. Zwar ist der Ablauf der Flucht und der Einsturz des Centers, in Verbindung mit den Uhrzeiten, sehr dramatisch und intensiv, jedoch kam das Ende ein wenig zu plötzlich.Insgesamt konnte mich „We all fall down“ nicht ganz von sich überzeugen. Die Geschichte war mir zu patriotisch, allerdings haben die beiden Protagonisten einiges gerettet. Wer jedoch mehr über das World Trade Center und New York erfahren möchte, wird an diesem Buch seine Freude haben.
- Wylie Overstreet
Adam ist jetzt mit Eva befreundet
(43)Aktuelle Rezension von: HoldenEine interessante Idee: Was wäre passiert, wenn Mark Z. (bzw. die Winklevoss-Zwillinge) Facebook viel früher erfunden hätten, was hätte man damals nicht alles schon im Vorraus wissen können? Schön ironisch-humorvolle Gedankenspielereien, bei dem einem auch manchmal das lachen im Halse stecken bleibt, zB wenn Hitler Nationalismus bereits 1920 für eine "gute Idee" hält. Sehr amüsant so für zwischendurch, durchaus weiterzuempfehlen. - Frédéric Beigbeder
Windows on the world
(50)Aktuelle Rezension von: HoldenDas Buch war das erste von einem bedeutenderen Autor, das nach 9/11 erschienen ist und die Terroranschläge thematisiert (2003 genaugenommen): Ein Immobilienmakler nimmt seine beiden Söhne mit in das Restaurant unter dem Dach des Nordtrums des World Trade Centers, als kurz danach die Hölle ausbricht und Rettung unmöglich ist. Beigbeder erspart keine grausigen Details, er selbst sagt, man kann sich nur vorstellen, was wirklich an diesem Morgen in dem Hochhaus passierte. - Mia Löw
Das Haus der geheimen Träume
(15)Aktuelle Rezension von: Jule_OwlJulias Schwester stirbt beim 9/11. Als sie Jahre später deren Ehemann in New York besucht, merkt sie, dass weder Jennifers Eheleben noch ihre Vergangenheit ganz so einfach sind.
Ich liebe diese Reihe von Mia Löw, nur war ich von dem Ende sehr enttäuscht. Im Mittelteil hat es sich ganz schön gezogen, weil sehr ausführlich beschrieben wurde, wie sie die Zeit bei ihrem Schwager verbringt, die nicht wirklich inhaltsreich und spannend ist. Und auf den letzten 50 Seiten spielt sich dann sehr viel ab, was meiner Meinung nach ausführlicher gegangen wäre. Außerdem stellt sich heraus, dass eigentlich 75 % der Geschichte nur geträumt war und eh gar nicht passiert ist.
Viele von Julias Entscheidungen konnte ich auch nicht so richtig nachvollziehen. Vor allem, wenn sie sich wieder einmal für ihren Schwager anstatt für den fürsorglichen Bruder ihrer besten Freundin entscheidet. Das hat auch sehr viel Handlung "gefressen".
Die Idee und der Abschnitt, wo Jennifers neues Leben undercover beschrieben wird, finde ich gut, aber man ist doch sehr niedergeschlagen, wenn man realisiert, dass alles eigentlich nichts davon wirklich passiert ist. Ich habe das Buch danach nochmal gelesen und es war absolut nicht das gleiche Gefühl wie beim ersten Mal. Finde ich leider sehr schade, ist aber im Großen und Ganzen ein gelungenes Werk.
- Ernest Nyborg
Lena Halberg - New York '01
(25)Aktuelle Rezension von: AngelaKNach „Paris '97“ ist „New York '01“ der zweite Band der Lena-Halberg-Triologie. Es folgt noch im Rahmen der Triologie „London '05“. Das vierte Buch um Lena Halberg ist „Der Cellist“, das ich zuerst gelesen hatte.
11.09.2001, die Zwillingstürme des World Trade Centers stürzen nach einem Terroranschlag brennend zusammen. Ein Nebengebäude wird noch rechtzeitig evakuiert. Was hat das mit den Recherchen von Lena Halberg zu tun? Sie ist einem amerikanischen Rüstungsproduzent auf den Fersen, der bekannt ist für seine skrupellosen Geschäfte und nun den Wohltäter für afrikanische Kindersoldaten gibt. Lena nimmt ihm das nicht ab und wittert unlautere Geschäfte hinter seiner Wohltätigkeit. Entgegen allen Warnungen dringt sie immer weiter in die Geschichte ein. Je näher sie der Lösung kommt, desto größer wird die Gefahr für ihr Leben.
Wieder hat Ernest Nyborg reale Geschehnisse gekonnt in seine Fiktion eingebaut. Mit sehr viel Spannung erzählt er eine Geschichte um den machtgewohnten Rüstungsproduzenten Bronsteen.
Die Handlung hat mir wie im ersten Teil der Triologie sehr gut gefallen. Lena ist eine toughe Journalistin, die sich nicht so leicht abschrecken läßt. Wenn sie erst mal an einer Geschichte dran ist, gibt sie nicht so schnell auf. Jetzt freue ich mich schon auf „London '05“, den letzten Band der Triologie.
- Genelle Guzman-McMillan
Engel gibt's wirklich
(11)Aktuelle Rezension von: Liebes_BuchStatt zu schlafen habe ich letzte Nacht "Engel gibt´s wirklich" von Genelle Guzman-McMillan gelesen. Eigentlich wollte ich nur mal einen kurzen Blick hineinwerfen, aber dann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Genelle Guzman war das letzte Opfer vom World Trade Center, das lebend geborgen wurde. In dem Buch schildert sie den 11. September, der als ganz normaler Arbeitstag begann. Im Büro glaubte sie anfangs, es hätte ein Erdbeben gegeben. Mich hat es sehr berührt, wie sie die Ahnungslosigkeit der Menschen dort schildert, weil sie überhaupt nicht wussten, was passiert war und dass sie in Todesgefahr waren. Es herrschte grosse Ratlosigkeit. Auch die Polizei war überrumpelt und riet den Menschen, im Gebäude zu bleiben. Er wurde auch kein Alarm ausgelöst. Erst spät entschlissen sich Genelle und ihre Kollegen, über das Treppenhaus den Abstieg zu versuchen. Als sie fast unten sind, stürzt der Wolkenkratzer über ihnen zusammen. Es ist unfassbar, dass sie das überlebt hat. Einen Tag lang liegt sie eingeklemmt unter Beton im Dunkeln. Ich musste weinen als sie die Situation beschreibt. Es gibt nichts mehr, was sie tun kann, um sich selber zu retten. In ihrer Not fängt sie an zu beten. Sie liegt dort lebendig begraben und denkt an ihr Leben, an alles, was sie sich noch gewünscht hat, an ihre Familie, an das, was sie falsch gemacht hat, an den Tod. Plötzlich wird sie von einem Retter, Paul, gefunden. Er hält ihre Hand und spricht ihr Mut zu. Bis zum heutigen Tag konnte dieser Paul nicht ausfindig gemacht werden und Guzmann lässt es so im Raum stehen, ob er vielleicht ein Engel war. Das Buch wird noch dramatischer dadurch, dass man die Katastrophe auch aus der Sicht ihres Freundes erlebt, der nach ihr sucht. Wir erfahren auch viel über die Helfer und Retter, die sie befreit haben. Es gibt Aufzeichnungen von Anrufen bei der Polizei, Gesprächsprotokolle von Menschen, die nicht gerettet wurden. Das ist ein hochdramatisches Buch, zum Glück weiss man ja, dass Genelle überlebt. Es hat ich sehr glücklich gemacht, dass Hillary Clinton sie eingebürgert hat- Guzman hielt sich illegal in den USA auf. Auch ihr Arbeitgeber hielt zu ihr und das Krankenhaus behandelte sie, obwohl sie rechtlich keine Ansprüche hatte. Das hat mich sehr berührt, weil in Deutschland erst kürzlich ein Asylanten-Kind sterben musste, da das Krankenhaus die Behandlung verweigerte. Dieses Buch handelt vom Leben und vom Tod und von der Hilfsbereitschaft unter Menschen, vom Hoffen und von Wundern. Ich bewundere zahlreiche Menschen, die hier beschrieben werden, die grosszügig geholfen haben, ohne viel zu fragen. Manchmal konnte ich nicht weiterlesen, weil ich geweint habe. Es ist eine wunderschöne Geschichte. Einem Menschen wurde das Leben gerettet. Was kann es schöneres geben? Superman 3. Superband
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenBruce Wayne ist Erbe der Schloßruine Inishtree in Schottland, wo anscheinend ein böser Fluch über der Bevölkerung liegt. Ein alter Bewohner des dazugehörigen Dorfes sucht Wayne im Wayne-Gebäude auf und bittet diesen um Hilfe. Dachschindeln fliegen im Sturm in die falsche Richtung (gegen den Wind) davon, die Dorfgründerstatue wurde geköpft und der Gründer erdolcht, und die Kinder scheinen unter einem Bannzu stehen und werden mit irrem Blick zu Kannibalen (erinnerte mich an "Das wei0e Band" und "Kinder des Zorns" von King), wirklich very spooky. Sie wirken wie verhext, wie kann Batman (mit leichter Unterstützung durch Superman) das Dorf erlösen? Und in der zweiten Geschichte spielen die Legionäre der Legion der Superhelden mit, also Triogirl, Sonneboy, Kosmosgirl, Dicker Junge und wie lustig sie alle heißen.
- Stefan Aust
11. September
(17)Aktuelle Rezension von: Liebes_BuchDas Buch behandelt den Terrorangriff an sich, das Schicksal zahlreicher Opfer und die Islamisten.
Ich habe viel geweint als ich das Buch las.
- Dark Jason - Ed Naha
Ghostbusters 2
(3)Aktuelle Rezension von: HoldenDas Buch zum zweiten Streich der Ghostbusters: 4 Jahre liegt der erste Fall zurück, und alle vier schlagen sich mehr schlecht als recht durchs Leben: Peter Venkman zB ist Moderator einer TV-Sendung zum Thema Übersinnliches, und eine Buchautorin in seiner Sendung prophezeite den Weltuntergang für den 14. Februar 2016- nun, man kann ja wohl heute sagen, daß sie damit falsch lag! An einer anderen Stelle sollen die Geisterjäger einen Geist im World Trade Center ausschalten, heute liest man den Abschnitt gleich ganz anders. Aber ein abgehobener Börsenheini kriegt an der Stelle auch sein Fett weg. Ansonsten hat sich einfach jemand vor den Fernseher gesetzt und die Handlung angeschrieben, mit Literatur hat das nichts zu tun. - 8
- 12
- 24



















