Bücher mit dem Tag "württemberg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "württemberg" gekennzeichnet haben.

14 Bücher

  1. Cover des Buches Die Herrin der Burg (ISBN: 9783962150143)
    Ulrike Schweikert

    Die Herrin der Burg

    (116)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Leider etwas schwächer als ihre anderen Bücher. Der Einstieg ist etwas sehr schmalzig und errinert eher an einen billige Groschenroman. Dann geht es zäh weiter und so ab dem ersten DRittel besinnt sich Ulrike Schweikert auf ihre Stärken und entfaltet ein spannendes, historisches Panorama vor einer faszinierenden Stadt.

  2. Cover des Buches Die Herrin der Lettern (ISBN: 9783426307229)
    Sophia Langner

    Die Herrin der Lettern

    (30)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Die Leser werden von Sophia Langner in das 16. Jahrhundert geführt und tauchen tief in das Alltagsleben einer Handwerker-Familie ein.

    Schauplatz ist eine Drucker-Werkstatt in Tübingen sowie weitere Städte des Herzogtums Württemberg.

    Protagonistin ist Magdalena Morhart, eine außerordentlich starke Frau im 16. Jahrhundert.

    Im Alter von knapp fünfzig Jahren ist sie zwei Mal verwitwet. Ihr zweiter Mann hinterlässt ihr die Drucker-Werkstatt, die sie gemeinsam mit ihren fünf Kindern fortan selbst betreibt.

    Sie setzt sich in einem Erbstreit gegen ihren Stiefsohn durch und bleibt über viele Jahre erfolgreiche Leiterin der Buchdruckerei.  

    Diese Erfolgsgeschichte basiert auf historischen Tatsachen und die gründliche Recherche ist diesem Buch auch jederzeit anzumerken. Persönlichkeiten der Zeitgeschichte werden genau wie einschneidende Ereignisse (z.B. die Pest im Jahr 1555) geschickt eingearbeitet und behutsam um Handlungsträger der fiktiven Ereignisse ergänzt.

    So kann man am Schicksal der Protagonistin genau so teilnehmen wie am Leben ihrer Kinder und am Universitäts-Leben der Stadt Tübingen.

    Der Erzählstil ist sehr plastisch, das Buch passend in Abschnitte und Kapitel untergliedert und ergänzt durch ein einordnendes Nachwort sowie ein Glossar. Die über 500 Seiten Lektüre lassen sich leicht lesen und haben mich bis zum Ende beeindruckt.

    Fazit:

    Ein erstklassig recherchierter und lehrreicher historischer Roman aus der Feder einer jungen Wissenschaftlerin, die hier unter einem Pseudonym veröffentlicht hat.

    Volle Leseempfehlung für alle Freunde des Genres.

  3. Cover des Buches Frauen im Hause Württemberg (ISBN: 9783871813900)
  4. Cover des Buches Die russische Herzogin (ISBN: 9783869090993)
    Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin

    (3)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife
    Mhhh … also ganz so beeindruckt wie die ersten beiden Bände hat mich dieser letzte Teil der Zarentrilogie nicht aber ich musste einfach wissen, wie es weiter- und ausgeht mit dieser Familie. Also begab ich mich wieder auf die Spuren dieser beeindruckenden Familie, die mich diesmal direkt vor meine Haustür führten. Ich wohne im direkten Umkreis von Stuttgart und Ludwigsburg und die genannten Orte waren mir beim Hören doch sehr vertraut. Wie oft war ich schon im Schloss Ludwigsburg und auch die Villa Berg ist mir natürlich ein Begriff. Jeder in dieser Gegend kennt zudem z.B. auch das „Olgäle“, wie das Olgahospital zärtlich genannt wird und die Wilhelma, die nach König Wilhelm, dem Schwiegervater Olgas, benannt ist. Dieser Spurenwandel machte mir viel Vergnügen, lediglich die Geschichte an sich hätte ein wenig packender erzählt werden können. Sei’s drum, ich habe die Trilogie beendet und bereue nichts. Sie hat mich gut unterhalten und war für mir als Fan der Monarchie ein kleines Sahnestückchen. 
  5. Cover des Buches Die württembergischen Königinnen (ISBN: 9783874077149)
  6. Cover des Buches Die Farbe des Goldes (ISBN: 9783442488889)
    Deana Zinßmeister

    Die Farbe des Goldes

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Mine_B

    Der historische Roman „Die Farbe des Goldes“ aus der Feder von Deana Zinßmeister berichtet über einen bestimmt nicht seltenen Schicksalsschlag eines jungen Mädchens im frühen 17. Jahrhundert. Dieses Buch ist ein Einzelband und kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden, auch wenn man sich in dieser Zeitepoche nicht gut auskennt.

     

    Klappentext:

    Württemberg 1605. Elisabeth lebt mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf, harte Arbeit bestimmt ihr Leben. Als sie 17 Jahre alt ist, begegnet sie dem charismatischen Frédéric und lässt sich auf ihn ein. Doch Frédéric ist nicht, wer er vorgibt zu sein. Als Elisabeth unerwartet schwanger wird, will er nur noch eins: sie um jeden Preis loswerden. Und so findet Elisabeth sich plötzlich als Gefangene in einem Freudenhaus wieder. Erst als sie den Alchemisten Johannes Keilholz kennenlernt, scheint es Hoffnung zu geben. Denn durch ihn trifft sie jemanden, dem sie mehr wert ist als all das Gold der Welt …

     

    Dies war nicht mein erstes Buch von der Autorin Deana Zinßmeister. Bisher konnte sie mich immer mit ihrem leichten Schreibstil überzeugen. Daher habe ich auch zu diesem Werk gegriffen, obwohl der Klappentext zu „Die Farbe des Goldes“ in meinen Ohren etwas kitschig wirkt und nicht ganz nach meinem Geschmack wäre. Doch auch dieses hat meinen Geschmack getroffen.

    Besonders gefallen hat mir der bildhafte Schreibstil. Gepaart wird dieser mit tollen Landschaftsbeschreibungen, man kann sich die beschriebenen Orte und auch die Verhältnisse der damaligen Zeiten sehr gut vorstellen, ohne dass hierbei zu sehr ins Detail gegangen wird. Auch schafft es Zinßmeister gekonnt, einen unterhaltsamen flüssigen Stil in jedem Satz beizubehalten, eine dichte Atmosphäre wird geschaffen. All dies hat dazu geführt, dass die Seiten nur so dahinfliegen, man vergisst beim Lesen des Buches den Alltag und die Zeit und wird mitten in die Handlung hineingezogen, weil man einfach wissen will, wie die Story weitergeht. Es gibt die ein oder andere unerwartete Wendung, aber auch manches ist vorhersehbar. Dennoch bleibt der Spannungsbogen permanent oben, nie ist es langweilig, auch weil die Spannung auf vielseitige Art geschaffen wird. Auch durch die unterschiedlichen Perspektiven und den Wechsel dieser wird Spannung erzeugt. Eine Erzählperspektive ist aus der Sicht von Frederic, durch ihn bekommt man einen Einblick in das Leben der Adligen. Sie leben in Saus und Braus, geben Unsummen für ihr Vergnügen aus. Dann wird noch aus der Sicht von Elisabeth erzählt. Sie ist ein einfaches Bauernmädchen in einem kleinen Dorf. Durch ihre Augen erfährt man vieles über das schwere Leben der einfachen Bevölkerung, welche Lasten auf ihren Schultern liegen. Der Unterschied zwischen den Standesschichten ist immens und bedrückend. Welche die einen um ihr Überleben kämpfen und mit schwierigen Hürden leben, sind sich die anderen dessen nicht im Geringsten bewusst.

    In diesem historischen Roman gibt es eigentlich drei Protagonisten. Zum einen ist da Elisabeth. Ihre Entwicklung hat mir persönlich besonders gefallen. Zu Beginn ist sie ein einfaches naives Bauernmädchen. Sie ist die Tochter eines Karpfenfischers in einem kleinen namenslosen Dorf. Sie hat es nicht einfach, ihre Familie lebt unter ärmlichen Verhältnissen, muss ums Überleben kämpfen, da sie nicht mehr viele Nahrungsmittel vom Winter übrighaben. Auch sind die Beziehungen untereinander nicht sehr herzlich. Das Leben von Elisabeth ändert sich, als sie den Adligen Georg kennen lernt. Im Verlauf der Handlung wird sie zu einer kämpferischen Mutter, die mutig ist, aber ebenfalls auch sehr stur. Ihr Gegenüber steht Georg, er ist ein Adliger und der Zweitgeborene. Dieser ist überheblich und denkt, ihm gehört die Welt oder auch, dass er sich alles erlauben kann. Georg hat viele Liebeleien, welche ihm nichts bedeuten. Besonders schlimm ist, dass er denkt, er kann die Frauen zu seiner Verfügung nehmen, wie es ihm gerne beliebt, ohne dass die Frauen dies ebenfalls wollen. Und dann ist da noch Frederic. Er ist der Cousin von Georg, aber ein Bastard. Daher ist seine Stellung am Hofe nicht weiter bedeutend. Er musste sein Leben lang unter den Umständen kämpfen, dass er ein Bastard ist, oft wurde er dafür gegeißelt und musste mehrmals den Kopf hinhalten für die Untaten der anderen. Auch seine Entwicklung konnte mich überzeugen. Zuerst benimmt er sich noch recht überheblich, aber später merkt man, dass dieses Verhalten nur dazu diente, seinen Cousin bei der Stange zu halten und seinen Launen nicht vollkommen ausgesetzt zu sein. In ihm steckt mehr, als ich zunächst vermutet habe und im Verlauf der Handlung wird er immer sympathischer.

    Ein Kritikpunkt meinerseits ist, dass es mir teilweise zu seicht war. Ich hätte mir mehr historische Fakten aus dieser Zeit gewünscht, zum Beispiel aus dem Bereich der Politik. Nur wenig erfährt man über das alltägliche Leben, was die Menschen damals bewegt hat. Nur selten wird über den Tellerrand hinausgeschaut. Man bekommt zwar ein paar detaillierte Einblicke in die Alchemie und die damaligen Ansichten, was mir sehr gefallen hat, waren sie doch wirklich spannend, doch dennoch waren mir dies zu wenige Fakten. Hier hätte man mehr aus der bestimmt umfangreichen Hintergrundrecherche einfließen lassen können.

     

    Insgesamt hat Deana Zinßmeister mit dem historischen Roman „Die Farbe des Goldes“ ein unterhaltsames und kurzweiliges Buch geschaffen, welches einen in das frühe 17. Jahrhundert eintauchen lässt. Aufgrund kleinerer Kritikpunkte möchte ich 4 Sterne vergeben. 

  7. Cover des Buches Der dunkle Himmel (ISBN: 9783499005923)
    Astrid Fritz

    Der dunkle Himmel

    (41)
    Aktuelle Rezension von: bigpanda

    Der Roman spielt in dem fiktiven württembergischen Hohenstetten in den darauffolgenden Jahren nach dem Vulkanausbruch 1815 im heutigen Indonesien. Durch den Vulkanausbruch setzte sich viel Asche und Staub in der Atmosphäre ab, was die klimatischen Verhältnisse vor allem im Jahr 1816 verschlechterte. Kälte und viele Unwetter und ständiger Regen führten zu schlechten Ernten, Hungersnot, Seuchen und damit auch zu sozialen Konflikten. In dem kleinen Marktflecken Hohenstetten auf der Schwäbischen Alb verliebt sich Paulina Gutjahr, die Tochter des hiesigen Gasthausbesitzers und Schultes in den Lehrer Friedhelm Lindenthaler. Der Vater und Paulinas ganze Familie ist gegen diese Liebe.. Der Schultes Gutjahr hat seine Tochter dem Metzger versprochen und erhofft sich davon gute Geschäftsbeziehungen. Paulina und Friedhelm kämpfen für ihre Liebe in einer Zeit, in der die Not rund um immer schlimmer wird. Hierin liegt auch die Stärke des Romans, die Beschreibung, dieser immer gravierenderen Umstände und der Veränderung der Verhältnisse in der kleinen Ortschaft ist sehr sehr überzeugend formuliert. Trotzdem hat der Roman aber ein bisschen etwas beschauliches und das hat mich gestört. Klar, man ahnt schon zu Beginn, dass trotz aller Widrigkeiten es sicher ein gutes Ende finden wird. Aber diese Beschaulichkeit hängt auch ein bisschen etwas an der schwarz-weißen Darstellung der Charaktere: die kluge, selbstständige und von herzensgute Paulina, der ebenso tugendhafte und gute Friedhelm, der böse Vater… Ein bisschen mehr Facetten und Entwicklungen hätten den Personen gut getan. Schattierungen oder Entwicklungen finden aber eher in den Nebencharakteren statt, in dem Hilfslehrer Dürr oder in der Mutter und dann immer zum Guten. Schade, ansonsten fand ich es sehr gut. 

  8. Cover des Buches Historische Gast-Häuser und Hotels Baden-Württemberg von Gerhard D. Wulf (1. Oktober 2008) Broschiert (ISBN: B010IO9ZDK)
  9. Cover des Buches Die Gabe der Sattlerin (ISBN: 9783404180790)
    Ralf H. Dorweiler

    Die Gabe der Sattlerin

    (57)
    Aktuelle Rezension von: ugadenne

    Die Sattlertochter Charlotte flieht am Tag ihrer Hochzeit. Auf ihrer Flucht gerät sie in die Hände von Räubern. Sie wird gezwungen auf dem Gestüt Marbach als Sattlerin zu arbeiten und auszukundschaften, wann es eine größere Geldlieferung geben wird. Dort trifft sie auf den jungen Schiller, der gerade an seinem Theaterstück "Die Räuber" arbeitet.  Auf dem Gestüt soll sie innerhalb von kurzer Frost einen Prunksattel für Herzog Carl Eugen fertig stellen. Doch sowohl die Räuber als auch Schiller hindern sie immer wieder an der Arbeit. Zudem machen ihr zwei hartnäckige Verehrer das Leben schwer.

    Das Buch lässt sich durch den erzählenden Schreibstil sehr gut lesen und auch die Gefühlswelt der Charlotte ist gut herausgearbeitet. Es werden interessante  Einblicke in die Sattlerarbeit geboten, wodurch man sich die Arbeiten, die Charlotte ausführt, fast bildlich vorstellen kann. Aber dass nun ausgerechnet Schiller während seiner Arbeit an "Die Räuber" mit dem Räuberhauptmann Hannikel zusammentrifft, ist doch etwas weit hergeholt. Mir wäre die Geschichte mit einem unbekannten Dichter als Protagonisten lieber gewesen. So macht man sich ein Bild von Schiller, das ihm nicht unbedingt gerecht wird. 


     

  10. Cover des Buches Katharina Pawlowna (ISBN: 9783791718040)
  11. Cover des Buches Maria, Kaiserin von Russland (ISBN: 9783806230475)
    Marianna Butenschön

    Maria, Kaiserin von Russland

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Maria, Kaiserin von Russland, ist die Biografie, der als Dorothea Sophie geborenen Prinzessin aus dem Hause Württemberg.  Sie wird, wie viele andere deutsche Fürstentöchter vor ihr und nach ihr, in das Zarenreich verheiratet.

    Es ist nicht leicht, Maria gerecht zu werden. Sie steht anfangs im Schatten ihrer Schwiegermutter Katharina der Großen, die ja selbst eine deutsche Prinzessin war. Als nach deren Tod, Marias Ehemann Paul Zar wird, scheint sie ihre Stellung gefunden zu haben.
    Doch Paul ist unberechenbar und wird letztlich ermordet. Ob und wie viel sie über diesen Staatsstreich gewusst hat, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Doch ganz ohne Marias Wissen wird er wohl nicht abgegangen sein. Auch bei der Bestellung des Nachfolgers macht Maria keine glückliche Figur. Statt des erstgeborenen Konstantin wird Alexander Zar. der wird jahrelang gegen Napoleon Krieg führen.

    Meine Meinung:

    Wie wir es von Marianna Butenschön gewöhnt sind, erzählt sie anspruchsvoll und detailliert. Die komplexen historischen und politischen Verwicklungen sind anschaulich dargestellt. Sprachlich ein Genuss und mit einigen Abbildungen im Mittelteil eignet sich dieses Buch auch als Geschenk.   

    Fazit:

    Mit dieser Biografie erhält der Leser ein spannend erzähltes Werk zu einer interessanten Persönlichkeit und erhält zusätzlich viel über die russisch-europäische Geschichte. gerne gebe ich hier 5 Sterne.



  12. Cover des Buches Die russische Herzogin (Die Zarentöchter-Saga 3) (ISBN: 9783548065557)
    Petra Durst-Benning

    Die russische Herzogin (Die Zarentöchter-Saga 3)

    (73)
    Aktuelle Rezension von: Emili

     Eine gelungene Fortsetzung und Abschluss der Trilogie. Diese Geschichte knüpft an der Story von Olga, der Tochter des russischen Zaren Nikolai, an. Olga ist nun Königin von Württemberg, die zusammen mit ihrem Mann Karl im kleinen Königreich Württemberg lebt. Die Königin investiert viel Zeit ihres Lebens in die Hilfe für die Armen, für die Wohltätigkeit. Bedauerlicherweise, ist ihr das private Glück nicht gegönnt worden, doch zu der damaligen Zeiten und den Zwecksehen, gab es selten Nähe und Verständnis unter den Eheleuten. Eines Tages erreicht Olga die Bitte des Zaren, ihre Nichte, die russische Großfürstin Wera, bei sich aufzunehmen. Doch die junge Frau ist alles andere, als an das Hofleben und Gepflogenheiten angepasst. Ihr ausgeprägter, eigenwilliger Charakter sorgt für Unruhen und verändert das Leben am Hof... 

    Intensiv beschäftigt sich die Autorin mit dem Leben zwei außergewöhnlichen Frauen aus dem Hause Romanow. Bildreich und sehr lebendig beschreibt Petra Durst-Benning das Leben am Hof, die Charaktere. Die Liebe zum Detail macht diesen Ausflug in die Geschichte fesselnd und liefert neben her einigen Kenntnisse.  Doch dieser Roman ist wie die Vorgänge lediglich als Unterhaltungsliteratur gedacht. Sehr interessant und locker erzählt. 

  13. Cover des Buches Winzerküche Württemberg (ISBN: 9783941564183)
  14. Cover des Buches Brautfahrt ins Ungewisse (ISBN: 9783842511682)
    Gudrun Maria Krickl

    Brautfahrt ins Ungewisse

    (2)
    Aktuelle Rezension von: nirak03

    Brautfahrt ins Ungewisse erzählt die Lebensgeschichte von 6 Herzoginnen aus Württemberg.

    Es handelt sich hierbei um Barbara Gonzaga von Mantua, Sabina von Bayer, Sibylla von Anhalt, Anna Catharina von Slam-Kyrburg, Johanna Elisabetha von Baden-Durlach und Franziska von Hohenheim.

    Die erste Geschichte beginnt mit Barbara Gonzaga von Mantua Mitte des 15. Jahrhunderts und wird dann chronologisch fortgesetzt. Es endet mit Franziska von Hohenheim 1811.

    Die Autorin erzählt detailgetreu das Leben dieser Frauen und auch was sie alle miteinander verband. Alle diese Frauen wurden gegen ihren Willen in die Ehen gegeben. Sie mussten sich dem Fügen, was von ihren Väter bestimmt wurde, nur um später dann unter ihren Ehemännern zu stehen. Eindrucksvoll schildert Krickl aus dem Leben dieser Frauen, von ihren Träumen und Wünschen, ihren Ängsten und Sorgen, aber auch mal von ein wenig Glück und Liebe. Hier erfährt der Leser dann auch, welchen Freiraum sie hatten oder eben nicht. Für keine war es einfach ihren rechten Platz im Leben zu finden. Immer wieder lässt die Autorin Textzeilen aus der damaligen Zeit einfließen. Natürlich so geglättet, dass es lesbar wird, aber eben auch immer noch authentisch. Dadurch wirkt die jeweilige Geschichte noch ein bisschen echter und vermittelt dem Leser ein wenig von den Gefühlen der Protagonisten dieser Epochen.

    Entstanden ist hier ein sehr schönes Nachschlagewerk über 6 Herzoginnen Württembergs, nicht nur über die Frauen, sondern auch über ihre Familien. Die Politik der jeweiligen Zeit hat ebenso ihren Platz gefunden wie die Ehegatten. Hier werden Leben geschildert, die eben nicht so einfach waren nur, weil es sich um höher gestellte Menschen handelte. Hier sieht man schön, wie schwer es gerade die Frauen in vergangenen Tagen hatten. Auch die politischen Umstände hat die Autorin nachvollziehbar erzählt, so dass auch hier eine gelungene Übersicht entstanden ist.

    Die Gestaltung ist ebenfalls gelungen. Viele Bilder und Zeichnungen sorgen dafür, dass man sich die Zeit und die Menschen noch besser vorstellen kann. Es ist ein Querschnitt durch die Zeitgeschichte Württembergs, der über fast 4 Jahrhunderte geht. Es macht einfach nur Spaß in diesem Buch zu blättern. Brautfahrt ins Ungewisse erzählt nachvollziehbar aus dem Leben dieser Menschen und ihren Epochen. Am Ende gibt es eine schöne Aufstellung der Literatur und Quellenangaben sowie eine umfangreiche Familien- und Personenübersicht. Meiner Meinung nach ist Brautfahrt ins Ungewisse ein gelungenes Sachbuch, das sich fast wie ein Roman liest.  

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