Bücher mit dem Tag "würzburg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "würzburg" gekennzeichnet haben.

79 Bücher

  1. Cover des Buches Das Geheimnis der Hebamme (ISBN: 9783426634127)
    Sabine Ebert

    Das Geheimnis der Hebamme

     (726)
    Aktuelle Rezension von: Scilla

    Ich bekam das Buch geschenkt, kratzte mich ratlos am Kopf und fragte mich, womit ich das verdient habe. Ja, ich hatte irgendwann mal erwähnt, dass ich eine zeitlang gerne historische Romane las. Aber historischer Roman ist nicht gleich historischer Roman, und wer selbst liest, wird das verstehen. Also, ja…ich lese schrecklich gerne spannende, witzige, gut recherchierte historische Romane mit vielschichtigen Persönlichkeiten.
    Welche, über den zweiten punischen Krieg, die Römer zur Zeit der Republik (vor Caesar!) , aber darüber hinaus auch alles mit Klasse. Aber nicht so gerne eine Buch über eine junge Frau, die als Unverheiratete auf dem Titelbild eine Haube. trägt, obwohl die Hauben im Mittelalter erst sehr viele Jahre später getragen wurden und, ja--richtig--nur von Frauen, die verheiratet sind. Da kommt das her: –jemanden unter die Haube bringen.
    Dennoch las ich den Klappentext. Und ich hielt ihn für eine Satire. Als Satire wäre das Buch grandios. Eine, über Mittelalterklischees, heldenhafte Frauen und vor Hass wahnsinnige Burgherren.
    Aber ich musste lernen: Das ist ernst gemeint.
    Und wenn das ernst gemeint ist, wird es schwer, eine echte Satire zu schreiben. Aber das habe ich mir fest vorgenommen. Natürlich nicht konkret über dieses Buch, vielmehr über "den neuen historischen Roman im Allgemeinen". 

  2. Cover des Buches Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg (ISBN: 9783548284484)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Filzblume

    Die Henkersfamilie Kusil bricht von Schongau nach Bamberg auf, um  der Hochzeit von Jakobs Bruder Bartholomäus beizuwohnen. Kurz vor den Toren Bambergs gibt es merkwürdige Vorkommnisse. Es findet sich ein furchtbar entstellter Hirschkadaver im Wald und auch ein abgetrennter Arm, an dem Flussufer der Regnitz, der mit einem glatten Schnitt abgetrennt wurde. Abergläubisches Tuscheln zwischen den Reisenden die in die große Stadt wollen lassen Jakobs "Zinken" vermuten, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht. In Bamberg angekommen, erlebt Magdalena die Spannung zwischen ihrem Vater und dessen Bruder. In Bamberg verschwinden Personen - zuerst eine Dirne, und merkwürdigerweise viele Patrizier. Kusil wittert da einen Zusammenhang mit den Werwolfgeschichten. Simon besucht seinen Studienkollegen Samuel, der Leibarzt des Weihbischofs ist. Georg, Kusils Sohn, ist Henkersgeselle bei seinem Bruder, was dem Jakob nicht so richtig schmeckt.

    Eine Theatergruppe um Sir Malcom bereitet sich auf den großen Auftritt vor. Die ahnungslose Schwester Barbara verliebt sich in einem der Darsteller.Doch in Bamberg ist der Teufel los. Keine Zeit für Romanzen. Aberglaube, Dummheit, Angst, Gier und ein wütender Mob machen alles noch viel schwieriger. Einige Bamberger erinnern sich an die Hexenprozesse vor 40 Jahren, und tragen ein großes Geheimnis mit sich.
     Alle Kusils geraten wie immer in Schwierigkeiten.

    Wie immer sehr gut recherchiert, sehr spannend und liebgewordene Charaktere mit ihren allbekannten Fähigkeiten versuchen die Fälle zu lösen, und begeben sich alle in Gefahr. Dem Leser wird auch ein Einblick in die Hexenprozesse und in die "Arbeit" des Henkers gewährt. Wie immer hat Oliver Pötzsch seine Leserschaft von der ersten und letzten Minute fesseln können.

    Klare Leseempfehlung für alles Freunde des Krimis und historischen Romans.

    Am Ende begleitet uns der Autor durch Bamberg, ein kleiner Reiseführer und ein großes Schmankerl.

     

     

  3. Cover des Buches Die Seelen im Feuer (ISBN: 9783596171644)
    Sabine Weigand

    Die Seelen im Feuer

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Rosi25

    Wir befinden uns hier im 17Jh. in Bamberg. Es werden unschuldig Hexen verfolgt, gefoltert und verbrannt. Die Angst geht in der Stadt um. Johanna wurde auch festgenommen und bangt um ihr Leben.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und anschaulich. Die Geschichte beruht auf wahren Tatsachen und ist sehr gut recherchiert,  so werden immer wieder Augenzeugenberichte von damals abgedruckt. Diese waren auf Grund der Sprache von damals, nicht ganz so einfach zu lesen und mein Lesefluss wurde so ein bisschen ausgebremst. Ansonsten war es eine sehr erschreckende Geschichte, da man weiss, dass es diese Hexenverbrennungen wirklich gab.

  4. Cover des Buches Mainleid (ISBN: 9783954516568)
    Anja Mäderer

    Mainleid

     (24)
    Aktuelle Rezension von: PiaOConnell

    Als Fan der schönen Stadt habe ich mich sehr auf diesen Würzburg Krimi gefreut und wurde nicht enttäuscht. „Mainleid“ ist ein toller Titel und auch das Cover macht Lust auf mehr. 

    Dass der Kriminalfall im Studentenmilieu angesiedelt ist, hat angenehme Erinnerungen in mir geweckt und ich wünschte, ich hätte ein Glas Wein vom Stein beim Lesen gehabt. 

    Das sympathische Ermittler Duo, bestehend aus Nadja Gontscharowa und Peter Steiner, das auf eigenen Wunsch von Nürnberg nach Würzburg versetzt wurde, wird gut porträtiert. Auch in den Nebenfiguren finden sich interessante Charaktere. Besonders gefallen haben mir die spanischen Schwestern vom Stammtisch und der Rechtsmediziner Lars Nauke. Gut charakterisiert sind die beiden sehr unterschiedlichen WG-Genossinnen Sophie und Julia.

    Der Krimi ist spannend mit zahlreichen Verdächtigen und falschen Spuren und einer nicht vorhersehbaren Auflösung. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven. Die Handlung ist rätselhaft und packend. Der Krimi ist in einer lebendigen und humorvollen Sprache geschrieben, sogar der fränkische Dialekt wird ab und zu gekonnt eingesetzt. Bei ein paar Szenen konnte ich mir das Lachen nicht verkneifen.

    Ich freue mich auf eine Fortsetzung mit den sympathischen Ermittlern in dieser wunderschönen Stadt.

  5. Cover des Buches Mainschatten (ISBN: 9783954519774)
    Anja Mäderer

    Mainschatten

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Thea_Lehmann

    Ein gemütlicher Heimatkrimi, der niemandem den Schlaf raubt, aber dafür schöne Einblicke in die fränkische Seele und speziell Würzburg bietet. Mit viel Lust am Erzählen entführt uns die Autorin in die Gesellschaft einer Tanzschule und den Animositäten und Intrigen, die hinter den Kulissen stattfinden. Im Mittelpunkt steht Kommissarin Nadja Gontscharowa, die das K1 stellvertretend leitet. Sie und ihre Kollegen ermitteln im Fall eines toten Tanzlehrers, dessen Tod sich im Laufe der Ermittlungen als Mord herauskristallisiert. Die Kommissarin taucht als Tanzschülerin ein ins Milieu der Tänzer und Freunde der Tanzschule, um den Mörder zu entlarven. Dabei ist sie allerdings wenig erfolgreich. So liebevoll die einzelnen Szenen, vom Aussuchen eines Ballkleides bis zur Geburtstagsparty einer Tanzlehrerin geschildert werden, so wenig spannend wird die Ermittlungsarbeit beschrieben. Selbst als die Kommissarin im Zuge der verdeckten Ermittlung in Lebensgefahr kommt, als noch ein Mord passiert und als das Team zum Schluss auf der richtigen Fährte ist und dem Mörder eine Falle stellt, kommt keine echte Spannung auf. Den Fall lösen letzten Endes nicht Kommissarin Gontscharowa. und ihr Freund und Kollege Peter, sondern der beherzte Einsatz der psychisch angeschlagenen Mutter eines Verdächtigen. Interessant sind die Einblicke in die unterschiedlichen Mordmethoden, die angewendet werden. Gekonnt auch stellt Anja Mädler eine Reihe sehr unterschiedlicher Charaktere  vor, seien es Kollegen von Nadja Gontscharowa bei der Kripo, über den Staatsanwalt und  Gerichtsmediziner bis zum in seiner Freizeit tanzenden Pater. Das ist eine sehr bunte, weltoffene Mischung von Protagonisten, die viel Potential für weitere Fälle haben.

     Ich hoffe, es gibt bald mehr von dieser jungen Autorin.

     

  6. Cover des Buches Töchter der Sünde (ISBN: 9783426635247)
    Iny Lorentz

    Töchter der Sünde

     (129)
    Aktuelle Rezension von: KiraNear

    Name: Töchter der Sünde
    Autor: Iny Lorentz
    Genre: Historisch, Drama, Romantik
    Preis: € 16,97
    Seiten: 778
    Sprache: Deutsch
    Erscheinungsjahr: 2011
    ISBN: 978-3-426-66245-8
    Verlag: Knaur Verlag 


    Klappentext:

    Die ehemalige Wanderhure Marie lebt glücklich auf Burg Kibitzstein und könnte ihr Leben genießen.

    Ihre Kinder sind erwachsen, die Töchter bereits verheiratet, und nun soll auch ihr Sohn Falko unter die Haube. Doch Falko ist ein Heißsporn und von ungestümen Temperament, und als er sich bei einem Turnier erbitterte Feinde macht, beschließt der Fürstbeschof von Würzburg, ihn eine Zeitlang aus der Gegend zu entfernen. Er schickt ihn mit seiner Nichte Elisabeth nach Rom, wo das Mädchen Vorsteherin in einem vornehmen Nonnenkloster werden soll. 

    Zwar scheint Falko zunächst der Versuchung widerstehen zu können, die Schöne zu verführen, doch in Rom stürzt er sich in eine Affäre mit der Tochter seines Todfeindes. 

    Damit gefährdet er die Aufgabe, die dort auf ihn wartet - und die von außerordentlicher politscher Brisanz ist: Er soll den Besuch des deutschen Königs Friedrich III. und seine Kaiserkrönung vorbereiten, und die Widersacher lauern schon ... 


    Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

    Über das Buch denke ich gemischt, aber eher positiv als negativ. Klar ist es ungewohnt, ein Buch aus der Reihe zu lesen, in welcher es nicht primär um Marie selbst geht, aber daran habe ich mich beim Lesen dann doch schnell gewöhnt. Davor, zumindest hatte ich den Eindruck, hat man von ihrem Sohn Falko nicht allzuviel mitbekommen, dafür kann man ihn in diesem Band nun viel besser kennenlernen. Aber das war ja schon im Vorgängerband mit Trudi der Fall, wo es die meiste Zeit um sie ging. 

    Falko, ja er ist jung und höflich, aber auch etwas zu schnell mit der Hand am Schwertgriff oder in der Hose. Er genießt zwar das Leben, am liebsten zusammen mit seinen Freunden und einem Weib auf seinem Schoss, aber dafür ist er auch hitzköpfig und handelt lieber, bevor er darüber nachdenkt. Auch scheint er Entscheidungsschwierigkeiten zu haben und er lässt sich viel zu leicht ablenken, da er lieber zwei Frauen datet, als sich um seine Mission in Rom zu kümmern. Überhaupt kam dieser Teil im Buch sehr kurz vor und wurde auch, als es dann schließlich soweit war, ziemlich schnell und leicht verwirrend abgehandelt. In einem anderen Buch würde es ich stören, allerdings ist das Beziehungsdreieck durch die ganzen Umstände doch so interessant gewesen, dass es mich nicht gestört hat. Der Teil mit dem König war zwar dagegen die Rahmenhandlung oder ein Teil davon, aber der hat mich jetzt ehrlich gesagt weniger interessiert. Ich gebe es zu, ich habe mich dagegen eher gefragt, wie denken die beiden Frauen über Falko und mit welcher wird er am Ende glücklich werden können. Nun gut, mit dem Ausgang hatte ich nicht gerechnet, aber es hat meine Fragen, was aus den beiden Frauen am Ende sein wird, ziemlich gut beantwortet. Auch fand ich die romantische Entwicklung zwischen zwei anderen Charakteren sehr schön, auch wenn ich bei dem weiblichen Part das Geheimnis dahinter etwas "too much" fand. Aber das ist ja oft bei dieser Reihe so, dass bei dem einen oder anderen Charakter etwas übertrieben werden muss.

    Sehr interessant fand ich auch die Teile der Geschichte, die in Kibitzstein spielten, da man nicht zu 100% der Geschichte von Falko gefolgt ist, sondern das von seiner Mutter und seinen Geschwistern. Hier passiert eine kleine Geschichte, die zwar nur einen geringen bis kaum einen Einfluss auf den roten Faden von Falko hat, dennoch hatte ich auch hier viel Spaß. Überhaupt hatte ich viel Spaß beim Lesen des Buches. Es kommt sogar zu einer Handlung, bei der ich sage: Ja, das ist typisch Marie, das passt zu ihr. Gleichzeitig hatte ich auch Sorge um sie, da sie schon bereits alt ist und ich bin mir nicht sicher, ob es da noch viel dazu geben. Irgendwie traurig, der Gedanke. Auf der anderen Seite, ohne sie wäre es ja nicht wirklich die "Wanderhuren"-Reihe mehr. 


    Leseprobe:

    Kardinal Taddeo Foscarelli blieb stehen, hob den Kopf und lauschte. Hatte er nicht schon eben hastige Schritte hinter sich vernommen? Sein Herz schlug jedoch so hart und schnell, dass es in seinen Ohren widerhallte und alles andere übertönte. Weiter!, befahl er sich selbst, lief ein Stück die Ruinen entlang und schlüpfte hinter einen Vorsprung. Im nächsten Augenblick vernahm er Stimmen.

    "Dort vorne muss er sein!"

    Sie waren ihm auf der Spur! Foscarelli überlegte angestrengt, was er tun konnte. Leider schien der Mond so hell, dass man ihn sehen würde, sobald er aus dem Schatten der Mauer trat. Auch war ihm klar, dass er selbst dann in Gefahr schwebte, wenn es sich bei seinen Verfolgern nur um lumpige Räuber handelte. Allein das juwelenbesetzte Kreuz, das er unter dem Wams trug, war mehr wert, als ein Handwerker in drei Jahren ehrlicher Arbeit verdienen konnte. 

    "Nimm dich zusammen!" Hatte er das gesagt oder nur gedacht? Im Grunde war es gleichgültig, wer hinter ihm her war. Der Dolch eines Räubers war ebenso scharf wie der eines Meuchelmörders, beide brachten den Tod. 

    "Ich hätte besser aufpassen müssen!" Sich im schalen Schatten der Hauswände haltend, schlich er weiter bis zur Einmündung der nächsten Gasse. Da vernahm er vor sich hastige Schritte und bog nach links ein. 

    "Dort drüben ist er!", rief jemand.

    Foscarelli begann zu rennen. An Räuber glaubte er nicht mehr, denn so viele Banditen, wie in seiner Nähe lauern mussten, kümmerten sich gewöhnlich nicht um einen einzelnen Spaziergänger.


    Fazit:

    Das Buch ist nicht perfekt und ich kann mir vorstellen, wenn jemand vom Hauptcharakter, seinem Verhalten und/oder seinen Entscheidungen angewidert/genervt ist. Ich persönlich hatte, wie auch schon bei den vier Bänden davor, sehr viel Spaß beim Lesen und freue mich darauf, den nächsten Band der Reihe lesen zu können. Insgesamt bekommt der Band von mir 4 Rubine.

  7. Cover des Buches Zeit des Sturms (ISBN: 9783966981613)
    Mila Sommerfeld

    Zeit des Sturms

     (30)
    Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310

    Dieses Mal dreht sich der Roman hauptsächlich um Sophia Wagner. Wie ihre Schwester Katharina verliebt sie sich auch in einen Mann, der in diesen Zeiten Schwierigkeiten hat. Die NSDAP hat ihn im Visier, da ihr seine politische Gesinnung ein Dorn im Auge ist. Doch Sophia gewährt im Unterschlupf, obwohl sie weiß, dass das gefährlich ist, nicht nur für sie, sondern für die ganze Familie. Ihrem Geliebten gelingt die Flucht und Sophia ist überzeugt, dass sie ihn wiedersehen wird. Doch dann kommt alles anders. 

    Ich hatte bereits den ersten Teil dieser Reihe „Zeit des Glanzes“ gelesen, der mich nicht so wirklich überzeugt hatte. Dennoch wollte ich wissen, wie es weitergeht mit dem Kaufhaus Weiß in Würzburg. Dieser Band ist stärker als der Vorgänger.

    Der Handlungszeitraum beginnt im Jahr 1933 und endet kurz nach dem Krieg. Wir erleben als die Schrecken des Regimes und des Krieges mit, nur die Perspektive ändert sich, da dieses Mal Sophie im Focus steht.

    Einige der Figuren sind gut und authentisch dargestellt. Sophia entwickelt sich wirklich toll weiter. Bei manchen der Charaktere fehlt mir doch wieder die Tiefe, daher konnte ich mich nicht so gut in sie hineinversetzen.

    Es ist eine schwierige Zeit, die Nazis sind überall präsent und bestimmen das Leben der Menschen. Nicht nur die Juden werden verfolgt, sondern auch jene, die anders denken. Sophie ist das alles zuwider, aber sie muss vorsichtig sein, denn ihr Vater gehört der Partei an und deren Mitglieder gehen bei der Familie ein und aus. Da sie künstlerisch begabt ist, erstellt sie Karikaturen, die Flugblätter der Widerständler zieren. Katharina holt sie ins Kaufhaus und gibt ihr die Möglichkeit, eine Kollektion zu kreieren. 

    Eine interessante Geschichte. Nun bin ich gespannt auf die Perspektive von Maria. 

     

  8. Cover des Buches Die Dirne und der Bischof: Historischer Roman (Elisabeth-Reihe 1) (ISBN: 9783962153052)
    Ulrike Schweikert

    Die Dirne und der Bischof: Historischer Roman (Elisabeth-Reihe 1)

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Die Dirne und der Bischof: Historischer Roman (Elisabeth-Reihe 1) von Ulrike Schweikert

    Auf dem Cover sieht man eine hübsch gebaute Frau, die wohl gerade im Begriff ist, ihr Kleid aus zu ziehen. Ihr Gesicht wird nicht gezeigt. Schlichtes, schönes Cover.

    Das Buch ist recht flüssig geschrieben und ich kam sehr gut in die Geschichte hinein.

    In dem Buch geht es um Elisabeth, die halb tot auf der Strasse gefunden wurde und in Haus gebracht wird. Wo sie gesund gepflegt wird. Im Dirnenhaus muss sie jetzt arbeiten, da ihr nix anderes übrig bleibt. Sie hat nämlich ihr Gedächtnis verloren. Sie soll eines Tages in die Dienste des Landesherr, Bischof Johann von Brunn treten. Als sie dort ankommt kommen ihre Erinnerungen zurück.

    Wenn man so den Anfang liest, denkt man, ok, eine Frau, ohne Verschuldung ins Freudenhaus. Das gab es schon oft, aber die Geschichte ist anders. Ich mag Elisabeth. Sie ist mir sehr sympathisch. Elisabeth hat ihre eigene Geschichte. Es geht natürlich auch sehr spannend zu, als sie ihr Gedächnis wieder hat. Zwischendurch flaute es etwas ab, legt aber zum Ende nochmal etwas zu.

    Ich mag ja keine Bücher, wo viele Fragen unbeantwortet bleiben. In diesem Buch ist es auch der Fall. Hier finde ich es aber nicht so schlimm, da es das zweite Band schon gibt und ich dann gleich weiter lesen kann. Gut gelungenes Buch.

  9. Cover des Buches Die Lebküchnerin (ISBN: 9783492254472)
    Sybille Schrödter

    Die Lebküchnerin

     (60)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Dieses Buch ist mir durch Zufall begegnet - und es hat mir sehr gut gefallen.

    Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen. Ich bin schnell in das Buch hinein gekommen und habe nicht lange zum Lesen gebraucht. 


    Benedicta und Agnes sind gleich zwei sympathische Charaktere gewesen, mit denen ich mit gefiebert habe. Das Leben im Kloster war für beide nicht besonders schön uns so verstand ich den Wunsch zu fliehen.

    Was mir hier besonders gut gefallen hat war zuerst einmal die Beschreibung des einfachen Lebens. Die Atmosphäre der vergangenen Tage, aber auch das Leben in der Stadt sind gut gelungen. Aber auch die Liebe zum Backen wurde gut verkörpert, sodass ich natürlich direkt Lust auf Lebkuchen hatte.

    Das Buch ist durchgehend sehr spannend bis zur letzten Seite. Von daher gibt es sehr zufriedene 5 Sterne von mir!

  10. Cover des Buches Das Antlitz der Ehre: Historischer Roman (Elisabeth-Reihe 2) (ISBN: 9783962153069)
    Ulrike Schweikert

    Das Antlitz der Ehre: Historischer Roman (Elisabeth-Reihe 2)

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Tine13

    Würzburg Mitte 15. Jahrhundert - Elisabeth, die illegitime Tochter des schmählich aus seinem Amt entlassenen Bischofs Johann II. von Brunn, fühlt sich durch die Verbannung ihres Vaters auf seine Burg Zabelstein, aus ihrer Heimatstadt Würzburg vertrieben. Auch ihr Traum die Ehefrau des ihr versprochenen Ritters Albrecht von Wertheim zu werden löst sich in Luft auf, denn sein Vater hat plötzlich ganz andere Pläne für den Sohn, als dessen Bruder und Pfleger des Bistums Würzburg plötzlich einem Giftanschlag zum Opfer fällt!


    Im historischen Roman „Das Anlitz der Ehre“, von Autorin Ulrike Schweikert sehen wir alle Intrigen, Fehden und die Politik der Zeit durch die Augen einer jungen Frau, die sehr auf Ehre und Ritterlichkeit drängt! Allerdings ist Elisabeth durch die Machenschaften ihres korrupten machthungrigen und verschwenderisch lebenden Vaters allerlei Leid und Missgunst gewöhnt! Sie gibt nicht auf und glaubt immer an das Gute im Menschen, ist dabei fast schon ein wenig blauäugig;) Die Autorin überzeugt durch sehr authentische und detailreiche Beschreibungen der Ereignisse. Allerdings ziehen sich die Berichte etwas in die Länge und die Geschichte wird dadurch langatmig und schwerfällig. Man weiß am Ende gar nicht mehr wer gegen wenn intrigiert und mir fehlte dabei die nötige Spannung. 


    Mein Fazit: Für Geschichtsinteressierte sicherlich sehr interessant, authentisch und gut recherchiert, mir aber ein wenig zu ausschweifend. Die Hinweise auf Band 1 machen mich aber sehr neugierig, Elisabeth scheint hier schon einiges erlebt zu haben!

  11. Cover des Buches Post Mortem - Tränen aus Blut (ISBN: 9783596031429)
    Mark Roderick

    Post Mortem - Tränen aus Blut

     (286)
    Aktuelle Rezension von: angeltearz

    Das Buch lag schon extrem lange auf meiner Wunschliste, weil ich so viel Gutes von diesem Buch und auch im Zusammenhang mit dem Autor gelesen habe. Natürlich konnte ich es nicht abwarten, es zu lesen, als es dann endlich bei mir eingezogen ist. Das Buch konnte auf jeden Fall mit meiner hochgelegen Messlatte mithalten.

    Wie ich es schon von dem Autor kenne, begann das Buch recht ruhig. Der Autor erzählt gerne drum herum und baut die Geschichte gerne langsam auf, bis er sie mit einem großen Knall enden lässt. So war es auch hier. Die Spannung baute sich immer weiter auf. Immer kam ein Puzzle-Teil noch dazu und irgendwie wollte ich einfach wissen, wie es weiter geht. Ich hatte nämlich so gar keine Ahnung, in welche Richtung es gehen wird.


    Gerade bei Thriller ist es schwierig mich zu überzeugen. Dafür lese ich einfach zu viele. Viele gehen nach einem Schema und irgendwie kann ich immer erraten, wer denn der Mörder ist und warum er das macht. Hier hatte ich wirklich so gar keine Ahnung. Er hatte ich eine Idee und dann kam das nächste Puzzle-Teil und es passte einfach nicht in das Puzzle, das ich schon zusammengesetzt hatte. Genau das liebe ich an guten Thrillern.

    Es muss mich packen und darf mich nicht wieder loslassen. Wenn es dann mit einem großen Knall endet – perfekt.


    Sehr genial finde ich auch die Charaktere. Auch wenn wir dieses Klischee von einem Ermittlerpärchen haben, gibt es noch einen Dritten im Bunde, der noch ordentlich mit ermittelt. Und alle drei sind so unterschiedlich. Gerade den Gegenpart von Emilia kann ich nicht einschätzen. Er scheint ein Netter zu sein, aber irgendwie scheint er auch was zu verbergen. Ich bin gespannt, was Band 2 zu bieten hat in der Hinsicht.

    Schade finde ich, dass im Klappentext etwas gespoilert wird. Um den Beruf von Avram wird ein großes Geheimnis gemacht im Buch. Dabei steht es im Klappentext. Wenn man diesen allerdings erst liest, wenn man die Rezension schreibt, dann geht es. Ist allerdings schon etwas merkwürdig, weil man dann im Buch ja kein Geheimnis draus machen braucht.


    Somit gibt es also zwei Handlungsstränge. Einmal von Emilia und ihrem “Partner” und dann noch den von Avram. Mal kreuzen sich die Handlungsstränge und dann gehen sie wieder ihre eigenen Wege. Das ist schon sehr cool gemacht vom Autor. Sowas lese ich immer sehr gerne. Wenn man dann auch noch die unterschiedlichen Charaktere rauslesen und man gerne mitten im Kapitel pausieren kann, bin ich vollends zufrieden. Und das ist hier absolut gegeben. Die Sichtweisen wechseln mit den Kapiteln, die generell relativ kurz sind. Dennoch kann man gerne mitten im Kapitel pausieren. Ich war direkt immer wieder drin.


    Der Autor schreibt generell sehr gut. Man merkt einfach, dass Thriller ihm liegen und dass er dort Zuhause ist.

    Dieser Thriller ist absolut blutig und definitiv nichts fürs schwache Nerven. Dass man Thriller nicht lesen sollte, wenn man sich leicht trickern lässt, sollte ich wohl nicht erwähnen müssen. Hier geht es im Verstümmelungen und Folter von lebenden Menschen und auch einem Kind. Das hat mich auch nicht kalt gelassen und das will schon was heißen.


    Ich bin absolut begeistert von diesem Buch und freue mich jetzt schon wahnsinnig auf den 2. Band und die ganze Reihe. Ich möchte unbedingt mehr von Emilia lesen und hoffe, dass ich auch Avram wiederlese..

  12. Cover des Buches Das Juliusspital – Wie alles begann (ISBN: 9783426458785)
    Nadja Beinert

    Das Juliusspital – Wie alles begann

     (7)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Die Liebe ihres Ehemanns war für eine Frau die oberste Priorität, ihre Aufopferung für die Familie war ihr Lohn, Der Verlust ihrer Freiheit Befreiung!...“


    Mit diesen Aussichten ist Viviana 1849 aufgewachsen. Kurz vor Weihnachten macht sie mit ihrer Tante eine Kutschfahrt durch Würzburg. Am Zeller Tor verlässt sie die Kutsche, um in den dort angelegten grünen Park zu gehen. Dabei trifft sie auf den Steinbildhauer Paul Zwanziger. Er erzählt ihr vom Leben der Steine.

    Die Autorinnen haben eine spannende Einführung in die eigentliche Geschichte geschrieben. Die Begegnung mit Paul eröffnet Viviana eine neue Welt. Seine Sätze lassen sie nicht los. So erklärt er ihr, als er über die Steine spricht:


    „...Nur weil wir manche Dinge nicht sehen können, bedeutet das noch lange nicht, dass es sie nicht gibt...“


    Als Tochter eines Bankiers hatte sich Viviana an strenge Regeln zu halten. Während der Vater ihr doch das eine oder andere durchgehen ließ, achtete die Mutter streng auf die Konventionen. Hinzu kommt, dass ihre Verheiratung schon vorausschauend geplant ist.

    Heimlich trifft sie sich mit Paul. Der führt sie in die Welt der Kunst und lässt sie vieles mit anderen Augen sehen.


    „...Ein Bauwerk ist viel mehr als sein äußeres Erscheinungsbild und das Schmuckwerk in seinem Inneren...“


    Die kurze Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Jetzt bin ich gespannt auf die Fortsetzung.

  13. Cover des Buches Nichts als Gespenster (ISBN: 9783104033754)
    Judith Hermann

    Nichts als Gespenster

     (198)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Es ist verdammt schwierig in das Buch einzutauchen. Es gibt keine Zeilenumbrüche, alles in einem Block geschrieben, in einem heillosen Durcheinander, der dem Lesefluss schadet, fast schon eine Zumutung für den Leser ist, aber ich habe es gelesen, zwei, drei Seiten und irgendwie habe ich es geschafft, mit dem Stil klar zu kommen. Es war mehr Arbeit als Lesespaß, doch all es funktionierte, war ich drinnen und hatte meinen Spaß mit den Protagonisten und ihren Wünschen. Ich fand es in Ordnung, doch plötzlich war es zu Ende und es stellte sich heraus, dass ich einen Kurzgeschichtenband gekauft habe.

    In jede neue Geschichte musste ich mich hineinkämpfen und bei der dritten habe ich es aufgegeben, ich habe keine Lust mehr dazu gehabt. Lesen soll ein Genuss sein, Spaß machen, den Leser in ein anderes Leben ziehen und vor allem sollte Lesen keine Arbeit sein. Das hier aber fühlte sich wie eine.

    Wie sehr auch die Autorin gelobt wird, ich finde den Stil grauenhaft, schrecklich, stichwortartig und vor allem unschön. Die erste Geschichte habe ich noch irgendwie gemocht, die dritte Geschichte aber dann richtig gehasst und als es Zeit wurde, die nächste zu lesen, wollte ich mich nicht erneut durch den Text kämpfen.

    Es ist nicht lieblos geschrieben, das kann man der Autorin nicht vorwerfen, aber der Stil ist schrecklich, die Kurzgeschichten schlichtweg langweilig, kein Spannungsbogen und es sorgt nicht dafür, dass man das Buch genießen kann. Abgebrochen.

  14. Cover des Buches Die Wanderhure und die Nonne (ISBN: 9783426515525)
    Iny Lorentz

    Die Wanderhure und die Nonne

     (15)
    Aktuelle Rezension von: renatchen

    Leider passt das Buch so nicht in die Reihenfolge. Im 5. Teil war Michl bereits gestorben und die Kinder erwachsen und verheiratet. Im 7. Teil sind die Kinder wieder klein und Michl lebt noch. Ich habe die Reihe geliebt, aber wenn dann sollte sie chronologisch sein. Aus diesem Grund habe ich das Buch auch abgebrochen. Da lese ich lieber eine andere Serie die zeitlich zueinander passt.

  15. Cover des Buches Tödliche Vergebung: 2.Fall des erfolgreichen Ermittler-Duos Pfeiffer & Schätzlein (ISBN: B07GBH5CW4)
    Alex S. Judge

    Tödliche Vergebung: 2.Fall des erfolgreichen Ermittler-Duos Pfeiffer & Schätzlein

     (31)
    Aktuelle Rezension von: MonesBlogWelt

    Nachdem mir der Debütkrimi „Tödliche Abgründe“ von Alex S. Judge schon super gut gefallen hatte, war klar, das ich unbedingt „Tödliche Vergebung“ lesen muss.

    Auch hier in ihrem zweiten Krimi ermittelt wieder das sympathische Ermittlerteam Nina und Peter.

    Das Cover ist schlicht aber passend gewählt.

    Die Geschichte ist gut aufgebaut und absolut nicht durchschaubar. Die Auflösung des Falls am Ende war für mich überraschend.

    An Spannung mangelt es hier wieder keineswegs. Der Autorin gelingt es den Leser ans Buch zu fesseln und die Spannung von Anfang bis Ende aufrecht zu erhalten, so das man das Buch nicht zur Seite legen mag. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und bildgewandt.

    Ich hoffe, das es noch weitere Krimis mit dem Würzburger Ermittlerduo geben wird.

    Für „Tödliche Vergebung“ gibt’s jedenfalls eine volle Leseempfehlung von mir!

  16. Cover des Buches Der gläserne Dolch (ISBN: 9783837046304)
    Günter von Lonski

    Der gläserne Dolch

     (4)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Da ist nur noch die Stille, diese unglaubliche Stille. Kein Mensch, kein Vieh, selbst die Schwalben am Himmel ohne Schrei. [...] Ein kleiner versprengter Haufen hatte Blumenstein niedergemacht. Alles war tot. Alles und alle...“


    Mit diesen Worten beginnt ein spannender historischer Roman. Wir befinden uns im Dreißigjährigen Krieg. Nur einer hat das Gemetzel im Dorf überlebt: der Ziegenhirte Jost Bicker.

    Ziegen gibt es auch nicht mehr. Jost will weg. Also macht er sich auf den Weg ins Ungewisse.

    Der Autor lässt mich Josts Leben bis zu seinem Ende begleiten. Er führt mich durch durch fast ganz Europa, bis Jost wieder in seine Heimat zurückkehrt. Doch was ihn ein Leben lang nicht loslassen wird, sind die Ereignisse kurz nach seinem Aufbruch.

    Der Schriftstil des Buches hat mich begeistert. Er ist abwechslungsreich und passt sich gekonnt den Gegebenheiten an. Gleichzeitig gibt es viele Stellen, die kurz, prägnant, mit treffenden Worten ein besondere Situation schildern. Dazu gehört übrigens auch das Eingangszitat.

    Auf seinem Weg trifft Jost Stina. Als sich der Söldner Rik van Straten an ihr vergehen will, schlägt Jost ihn nieder. Bis zu seinem Tod zeigt sich ihm der Söldner in seinen Alpträumen.

    Außerdem begegnet Jost zwei Männern, die nach Mineralien suchen. Mit ihnen reisen er und die als Junge verkleidet Stina nach Venedig.

    Jost, der bisher nur sein Dorf kennt, lernt die Welt und ihre Gefahren kennen. Eine Alpenüberquerung ist kein Kinderspiel. Außerdem muss immer wieder mit Wegelagerern gerechnet werden. Der Autor malt ein spannendes Bild dieser Reise. Verletzungen und Krankheit sind an der Tagesordnung.


    „...Der kalte Arm des Todes trifft sein Herz, lässt sein Blut gefrieren, hält ihn einen Augenblick über der schwarzen Tiefe und Jost schwinden wieder die Sinne...“


    Das Zitat ist ein Beispiel dafür, wie gekonnt der Autor mit Worten spielen kann und wie geschickt er Metapher einsetzt.

    Über Innsbruck und Bozen wird endlich Venedig erreicht. Die Geschichte der Stadt wird thematisiert. Ich darf Jost bei einer Führung durch Venedig begleiten und einen Blick auf den historischen Karneval werfen.

    Seine Reisebegleiter bringen Jost auf der Glasmacherinsel Murano unter. Das bedeutet auch die Trennung von Stina. In den nächsten Jahren erlebt er dort ein Auf und Ab. Dann aber wechselt der Besitzer der Glashütte. Jost entscheidet sich, nach Paris zu gehen. Das Vorhaben ist lebensgefährlich. Auf den Verrat des Glasgeheimnisses und die Flucht von der Insel steht der Tod. Deshalb wird auch Paris nur eine kurze Episode. Es geht weiter gen Norden und zurück in die Heimat.

    Es sind viele kleine Episoden, die dem Buch etwas Besonders geben.


    „...Und es heißt wirklich Fußball?“ hakt Sabato nach. „Ein Turnier mit verschiedenen Mannschaften dauert oft bis zum Einbruch der Dunkelheit. […] Der Ball ist aus weißem Leder und mit Luft gefüllt. Ich denke mal, das Spiel wird sich nicht durchsetzen.“...“


    Das Buch ist wie ein farbige Gemälde der Zeitverhältnisse im und nach dem Dreißigjährigen Krieg. Den Zerstörungen in Mitteleuropa stehen der Reichtum Venedigs und der Beginn des Absolutismus in Frankreich gegenüber.

    Ergänzt wird die Geschichte durch einen Auszug aus Georgius Agricolas Buch über die Glasherstellung.

    Die Geschichte hat mir ausgezeichnet gefallen.


  17. Cover des Buches Die Tochter der Wanderhure (ISBN: 9783785743522)
    Iny Lorentz

    Die Tochter der Wanderhure

     (493)
    Aktuelle Rezension von: MadeleineS

    Das Buch hat leider nichts mehr mit der urspr. Reihe zu tun, die ehem. Protagonisten sind zu Randfiguren verkommen, schade!! 

    Dann muss man sich auch noch von einer geliebten Figur trennen, die einfach erstochen wurde. So schnell geht's.

    Ich finde den Charakter der Trudi etwas überzogen. So verhält sich einfach kein junges Mädchen in dieser Zeit. Ansonsten ist die Handlung von der Idee her interessant und fesselnd. 

    Leider ist es teilweise sehr langatmig, ich habe viel überblättert.

  18. Cover des Buches Gestern, stille Stadt (ISBN: 9783548244679)
    Katja Henkel

    Gestern, stille Stadt

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Die Kinderhexe (ISBN: 9783499257100)
    Roman Rausch

    Die Kinderhexe

     (37)
    Aktuelle Rezension von: werderaner
    Würzburg zur zeit des Dreißigjährigen Krieges. Die Stadt ist in Hexenwahn und die Scheiterhaufen lodern.
    Als die alte Hebamme Babette sterben muss schwört die zehnjährige Kathi Rache und verdächtigt mit einer Freundin angesehene Bürger beim Hexensabbat gesehen zu haben. Man glaubt ihnen und niemand ist mehr vor ihren Urteil sicher..
    Am ende sind sie aber auch nicht mehr sicher und werden beschuldigt.
    Das Buch zeigt eindrucksvoll wie schnell man in der zeit als Hexe beschuldigt und Verbrannt wurde , eine Anklage genügte und unter Folter gestand man alles. Das ganze ist gut geschrieben und lässt sich gut lesen ,allerdings wirkt Kathi am ende etwas zu erwachsen.
    Aufjedenfall Lesenswert für alle die das Thema interessiert.
  20. Cover des Buches Die Brücke über den Main (ISBN: 9783499272837)
    Roman Rausch

    Die Brücke über den Main

     (11)
    Aktuelle Rezension von: schreibwasueber

    Zugegeben, besonders fasziniert hat mich der Titel "Die Brücke über den Main" von Roman Rausch, erschienen bei Rowohlt, erst einmal nicht.
    Als ich angefangen habe zu lesen, hat mich die Mainbrücke bei Würzburg dann doch in ihren Bann gezogen. Roman Rausch beginnt seine "Brückengeschichte" in der keltischen Zeit und endet, wie so viele, in der Zeit des zweiten Weltkrieges. Schade eigentlich, dass immer alles beim zweiten Weltkrieg endet. Danach gab es noch das Thema der Wiedervereinigung 1989. Ist da nichts erzählenswertes passiert an der Würzburger Brücke? Vermutlich nicht.
    Sei es drum. Was hat mir besonders gut gefallen?

    Roman Rausch versteht es vortrefflich historische Fakten mit fiktiven Geschichten zu verbinden. Besonders gut sind die Einschübe nach jeder wichtigen Epoche der Würzburger Brücke, die einen Blick auf die damalige Weltlage geben und dem Leser sehr deutlich veranschaulichen, wie das Verhältnis von Klerus, Adel und Volk insbesondere im Mittelalter war. Roman Rausch beschreibt anschaulich, wie erste Versuche eine Brücke zu bauen scheitern und Jahre später doch von Erfolg gekrönt werden. Gleichzeitig spiegelt er auch wunderbar einen Zeitgeist wieder, der auch heute oft seine Relevanz hat. Zunächst wird jede Form der Neuerung als "Teufelswerk" verdammt, um dann nach Etablierung gefeiert zu werden.
    Insgesamt ist es Roman Rausch gelungen, mit der "Brücke über den Main" eine Brücke (nicht nur über den Main) zwischen Historie und Neuzeit zu schlagen, deren Ergebnisse gerade heute von unabdingbarer Relevanz sind


  21. Cover des Buches Die Räuberbande (ISBN: 9783902950727)
    Leonhard Frank

    Die Räuberbande

     (6)
    Aktuelle Rezension von: PaulTemple
    Mit herzerwärmender Sprache und stark autobiographisch geprägt, erzählt der Autor über die Erlebnisse einer Kinderclique in Würzburg des späten 19. Jahrhunderts. Anfangs noch ganz vernarrt in die Abenteuer von Winnetou etc, planen die Kinder ihre Emigration in den Wilden Westen, leisten Treueschwüre auf ihre Räuberbande und halten fest zusammen.  Doch im Laufe der Zeit, aus den Kindern werden Jugendliche und schließlich Erwachsene, verändert sich das soziale Gefüge und aus der homogenen Gruppe werden Individien, die sich letztlich in der einst verhassten Erwachsenenwelt behaupten müssen. 
    Ein wundervoller Schmöker voller interessanter Charaktere - Lesetipp!
  22. Cover des Buches Zum Teufel mit Barbie! (ISBN: 9783847635888)
    Sylvia M. Dölger

    Zum Teufel mit Barbie!

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Charlousie
    Der Inhalt: Sue hat manchmal das Gefühl, als würde sie nicht so recht in diese Welt passen. Sie weiß, seitdem sie klein ist, dass ihre Eltern sie adoptierten und obwohl sie vollkommen gut mit diesem Fakt umgehen kann, wollen ihre Eltern sie permanent dazu drängen ihre Wurzeln und leiblichen Eltern kennenzulernen. Aber Sue möchte nicht. Sie möchte lieber ihre Berufsschule zu Ende bringen und endlich Ruhe vor Anfeindungen wie „Thaischlampe“ in der Klasse haben, einen Menschen finden, mit dem sie ihre Geheimnisse und schöne Momente teilen kann und manchmal auch dem Obdachlosen Fritz helfen, der es so viel schlechter getroffen hat, als sie selbst. Doch dann macht sie mit einer Internetbekanntschaft eine grausige Erfahrung und plötzlich fehlt ihr in Deutschland die Luft zum Atmen; so dass abhaut! – Ausgerechnet nach Thailand. Wer hätte gedacht, dass sie auf diesem Trip auch Yvo begegnen würde? – Der ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen will! Das Internet: Freund oder Feind? Man könnte meinen, durch das Internet sind wir weltweit vernetzt und somit alle dichter zusammengerückt. Wir erfahren Inhalte aus fernen Kulturen, die uns ansonsten immer fremd geblieben wären und lernen uns viel besser kennen. Was uns einerseits so grandios verbindet, hindert uns gleichzeitig daran die wahren und richtigen sozialen Kontakte zu knüpfen. Denn wer braucht schon „richtige“ Freunde, wenn man tausende auf Facebook haben kann, die man nach Belieben „An“- und „Ausschaltet? Damit, unter anderem, setzt sich diese gute Geschichte auseinander. Gekonnt streut die Autorin Sylvia M. Dölger immer wieder Assoziationen in der Handlung zu ihrem Titel „Zum Teufel mit Barbie“ und weist in diesem Zuge auf die Verlockungen des World Wide Web hin. Der zweite Fokus liegt auf den Wurzeln eines jeden Menschen, welche die Protagonistin während dieser Geschichte in Thailand ausfindig zu machen versucht. Ohne zu viel verraten zu wollen: Die in Thailand spielenden Seiten waren sehr bildreich gestaltet und obgleich ich noch nie in diesem Land war, hatte ich nie Probleme mir Vorstellungen zu einzelnen Passagen in meinem Kopf vorzustellen. Diese Geschichte behandelt aktuelle Themen mit viel Drive und überzeugt durch eine grandiose Umsetzung „Zum Teufel mit Barbie“ dürfte eine Geschichte sein, die genau den Nerv der heutigen Jugendlichen trifft. Das soll nicht bedeuten, dass diese Geschichte ausschließlich diese Zielgruppe anvisiert. Sie eignet sich durchaus für weitere (ältere) Altersgruppen, jedoch sollte einem klar sein, dass Sylvia M. Dölger bewusst eine Sprache einsetzt, die auf Heranwachsende zugeschnitten ist und somit authentisch eine sehr glaubwürdige und realistische Story formt. Unterstrichen wird dies in zutreffenden Kapitelüberschriften wie : „Hey Süße“, „Willst noch nen Schluck?“ und „Fühl dich wie Zuhause!“. Wer hat nicht schon mal mit fremden gechattet, Tweets mit Followern geteilt, auf Facebook Freundschaften bestätigt oder per Skype kommuniziert, etc.? Sylvia M. Dölger springt nicht nur auf den aktuellen „Zug“ auf, sondern vermittelt diesen „Drive“ weiter, indem sie verschiedene Probleminhalte thematisiert und anhand einer überaus gelungenen Protagonistin darstellt. Dabei transportierte sie viele Gefühle, die bei mir von Wiedererkennen über Angst bis hin zu Glückseligkeit und Humor reichten. Figuren, die trotz individueller Probleme Identifikationspotenzial besitzen Obwohl ich nie eine ähnliche Erfahrung wie Sue gemacht habe und im Gegensatz zu dieser Figur nicht adoptiert bin, konnte ich mich dennoch sehr gut mit ihr identifizieren. Beispielsweise läuft sie immer mit Musik in den Ohren herum und genau das könnte ich auch sein. Das ist eines der vielen Details, die das Lesen von „Zum Teufel mit Barbie“ so spannend und rasend schön gestalteten. Im Gegensatz zu manch anderen Romanen übertreibt es die Autorin inhaltlich nicht und durch die verschiedenen Themen war mir anfangs nicht bewusst, worauf beispielsweise eine Internetbekanntschaft mit regelmäßigem SMS-Austausch hinauslaufen sollte. In diesem Aspekt nahm Sylvia M. Dölger kein Blatt vor den Mund und hat eine gute Balance gehalten, indem sie nicht zu detailliert wurde und der Fantasie Spielraum ließ, andererseits aber deutlich genug, um jegliche Missverständnisse auszuräumen und klar zu machen, welche Konsequenzen manche Leichtsinnigkeiten haben können. Ich erwähnte bereits, wie gut ich mich mit Sue identifizieren konnte, obwohl wir komplett unterschiedlich sind und das ist das extrem dankbare an dieser Geschichte. Während Sue individuell mit ihren Problemen zu kämpfen hat, sind es insgesamt genommen doch die Probleme, mit dem jede/r auf dem Weg zum Erwachsen sein zu kämpfen hat, weswegen diese Lektüre universell ist. Mein endgültiges Urteil: Mich hat diese längere Kurzgeschichte sehr berührt und beeindruckt. Manchmal braucht es nicht 30.000 Worte, da reichen die Hälfte und weniger, um ein intensives Leseerlebnis zu erzeugen. Ich kann dieses eBook nur ganz, ganz dringend weiterempfehlen und finde die Mischung aus aufmerksamer Kritik, dem jugendlichen Freigeist und einer neuen, (mir) fremden Kultur bravurös geglückt und hoffe sehr, dass diese Frau noch mehr schreiben wird und ihre brillierenden Gedanken mit uns teilt. Begeisterung pur!!
  23. Cover des Buches Eiswein (ISBN: 9783943121810)
    Carmen Mayer

    Eiswein

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Maddinliest

    Ein spannender und solider Kriminalroman aus der Würzburger Region.

    Im Wald wird die nackte Leiche einer jungen Frau gefunden. Die Würzburger Mordkommission nimmt sich den Fall an und die Ermittlungen beginnen. Schnell steht für Hauptkommissarin Zeller die Täterin fest, ihre Kollegen Walter Braunagel und Norbert Schwarz ermitteln aber weiter in unterschiedliche Richtungen. Immer mehr potentielle Täter mit entsprechenden Motiven tauchen auf und die Suche nach dem Mörder gestaltet sich doch deutlich schwieriger als zunächst gedacht.

    Carmen Meyer hat mit den Kommissaren Walter Braunagel und Norbert Schwarz ein homogenes und sympathisches Ermittler-Duo geschaffen. Mir machte es Spaß den Beiden bei ihren Ermittlungs-arbeiten über die Schulter zu schauen. Sehr schön werden die Recherchen begleitet und der Leser hat die Möglichkeit eigen Überlegungen bezüglich der Täterschaft anzustellen. Die Spannung wurde auch gut aufgebaut und aufrechtgehalten und die Ermittlungen führen dann nachvollziehbar zum Täter. Die Schreibweise von Carmen Meyer hat mir gut gefallen. Sie hat bei den Vernehmungen viel mit wörtlicher Rede gearbeitet, was den Recherchearbeiten aus meiner Sich zusätzliche Authentizität verlieh. Das Buch liest sich sehr flüssig und hat Lust auf die folgenden Fälle der beiden Kommissare gemacht.

    Aus meiner Sicht ein gelungener Start in eine Kriminalserie um zwei sympathische Ermittler, so dass ich Eiswein gerne weiterempfehle und mit 4 von 5 Sternen bewerte.

  24. Cover des Buches Bombennacht (ISBN: 9783429038854)
    Roman Rausch

    Bombennacht

     (26)
    Aktuelle Rezension von: buchjunkie
    Der 16. März 1945 war ein angenehm warmer Frühlingstag . Die Würzburger, die weitgehendst vom Krieg verschont geblieben sind, gehen ihren Alltagstätigkeiten nach und hoffen,,dass der Krieg bald vorbei sein wird.
    Tausende Flüchtlinge haben in der Stadt am Main Zuflucht gefunden und versuchen, ein neues Leben zu beginnen.

    Krankenschwester Fanny arbeitet in der Nervenheilanstalt , in der viele Kriegsverletzte untergebracht sind.
    In der Villa ihres Vorgesetzten Professor Werner wird ein Geburtstagsfest vorbereitet. Der Jude Paul soll eine berühmte NS-Sängerin am Klavier begleiten.
    Und Pfarrer Titus liest seine Morgenmesse.

    Währenddessen bereitet sich an der Küste Englands eine Bomberstaffel  auf einen ihrer zahlreichen Einsätze vor.
    Am Ende dieses Tages werden deren Flugzeuge den Himmel über Würzburg verdunkeln und einen tödlichen Feuersturm entfachen.

    230 Flugzeuge überflogen Würzburg und liessen zwischen 21.35Uhrund 21 42 Uhr ihren Bombenhagel nieder.  Die Stadt brennt. Ungefähr 5000 Menschen verloren ihr Leben und 90% der historischen Altstadt wurden zerstört.

    Roman Rausch verwebt geschickt die historischen Fakten mit dem Romangeschehen. 
    Ich lebe in der Nähe von Würzburg, 59 km entfernt, und meine Schwiegermutter hat erzählt, dass,sie damals den Feuerschein sehen konnten.
    Detailliert schildert der Autor das Zeitgeschehen und versteht sich darauf, die Protagonisten sehr authentisch darzustellen.

    Ein wichtiges Buch über eine der vielen Greueltaten des 2 Weltkriegs!
    Sehr empfehlenswert!


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