Bücher mit dem Tag "wunder"
178 Bücher
- Kelly Oram
Cinder & Ella
(1.694)Aktuelle Rezension von: Tina-IsabelleMeine Meinung
Das ganze Buch liest sich wie ein Disney Film. Nur ohne Gesangseinlage. Alles bleibt an der Oberfläche und geht nur minimal in die Tiefe.
Man fühlt mit Ella mit und trotz, dass es zwei POVs gibt, also Ella und Cinder, bleibt dieser etwas blass. Wie der typische Prinz eines Disneyfilms.
Die Geschichte war zu Ende und ich dachte nur: Jep. Wie im Film.
Versteht mich nicht falsch: ich mag Disney Filme, sie sind leicht und süß und niedlich mit einer Botschaft und vor allem ist es: Kindheit.
Darum kann ich auch dieser Geschichte etwas abgewinnen. Vor 20 Jahren hätte ich diese Geschichte geliebt. Ich hätte mitgefiebert, mich emotional an die Charaktere gebunden und mit ihnen gelitten.
Doch stand heute? Tja.
Mir ist das leider zu zuckrig und zu flach. Die Geschichte beinhaltet eine Fülle an Themen, wie: Unfall, Tod eines geliebten Menschen, lange Reha, Suizidversuch, den Körper nach schweren Verbrennungen wieder annehmen und noch so viel mehr. Aber diese werden nur am Rande erwähnt oder es wird überspielt.
Das ist mir zu wenig.
Ich denke, es ist eine nette Geschichte über die erste Liebe, aber viel zu oberflächlich.
Und ja, ich weiß, dass es einen zweiten Band gibt, aber den werde ich nicht mehr lesen.
Fazit
Nett - Nicholas Sparks
Wie ein einziger Tag
(2.466)Aktuelle Rezension von: Jenny_SieberWahre Liebe begegnet sich, wo sie will: unabhängig von Status, Ansehen und Prestige. Dieser Roman zeigt, dass es nur einen Weg gibt: den des Herzens. Manchmal müssen wir dafür Umwege gehen und gleichzeitig zeigt der Roman, es ist nie zu spät. Manchmal muss man zurückgehen um das wahre Glück zu empfangen.
- R.J. Palacio
Wunder
(1.138)Aktuelle Rezension von: Lucie"Wunder" ist ein wirklich süßes und authentisches Buch, über einen Jungen, der mit einem entstellten Gesicht zur Welt gekommen ist und nun versucht, auf der middle schooI klarzukommen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und ist dabei so authentisch und ungeschönt, dass es einem regelmäßig die tränen in die Augen treibt!
Ich bin echt kein Mensch, der sich schnell von Büchern oder Filmen zu Tränen rühren lässt, aber dieses Buch ist einfach so bewegend und fühlt sich so real an, dass man das Gefühl hat, selbst Teil der Geschichte zu sein!
Wie man also vielleicht schon raushört kann ich dieses Buch wirklich wärmstens empfehlen!
- Dani Atkins
Die Achse meiner Welt
(969)Aktuelle Rezension von: SandraLiefMich hat schon lange kein Buch mehr so berührt. Ich hab das hübsche Cover gesehen, fand den Klappentext interessant und dann hab ich angefangen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören. Es ist so spannend und bis zu den letzten 6 Seiten wusste ich nicht, wie es ausgehen wird. Ich hatte eine Ahnung und es gab ein paar Hinweise aber dass es dann doch so schonungslos kommt...
Rachel und ihre Freunde sind jung, attraktiv, lebensfroh und gerade mit der Schule fertig, als es zu einem folgeschweren Unfall kommt. Bei einem Abschiedstreffen in einem Restaurant, rast ein Auto in das Gebäude. Schlagartig ändert sich Rachels Welt und nichts ist mehr so wie es war. Sie verliert ihren besten Freund, ist vom Unfall gezeichnet, studiert nicht das was sie vor hatte, der geliebte Vater erkrankt schwer und sie trennt sich von ihrem Freund.
5 Jahre später geschieht Rachel erneut ein Unfall. Nun steht ihre Welt erneut auf dem Kopf. Allerdings ist diesmal alles zu schön um wahr zu sein. Sie lebt ein Leben, wie sie es sich immer gewünscht hätte, oder vielleicht doch nicht?
Der Roman ist packend, tieftraurig und romantisch. Es geht um tiefe Freundschaft, Urvertrauen, beruflichen Erfolg, Hoffnung, und die große Liebe.
Ich hab schon geahnt in welcher Situation sich Rachel befindet aber mit dem Ende habe ich wirklich nicht gerechnet. Es ist alles ganz wunderbar erzählt und sehr berührend. Dennoch, das Ende hätte ich mir anders gewünscht. Ich werde die Geschichte sicher so schnell nicht vergessen, sie ging mir mitten ins Herz.
Ich empfehle dieses Buch allen, die gern besondere Bücher mit viel Gefühl und einem unvorhersehbaren Ende lesen.
- John Ironmonger
Der Wal und das Ende der Welt
(507)Aktuelle Rezension von: Noemi_SievertIch finde es erstaunlich, dass dieses Buch bereits vor der Corona-Pandemie veröffentlicht wurde. Viele der Themen wirken heute fast prophetisch.
Joe erinnert mich an Jona: Er versucht, die Menschen vor der drohenden Gefahr zu warnen. Gleichzeitig ist er – wie Jona – überzeugt, dass die Menschen sich selbst in Krisenzeiten nicht verändern werden. Doch genau wie Jona wird auch Joe am Ende eines Besseren belehrt.
Gerade diese Entwicklung macht das Ende der Geschichte so berührend und hoffnungsvoll. Sie zeigt, dass selbst in den dunkelsten Zeiten Menschlichkeit, Mitgefühl und Veränderung möglich sind.
- Jessica Townsend
Nevermoor 1. Fluch und Wunder
(190)Aktuelle Rezension von: GeschichtenfinderWenn Morrigan Crow eines mit Sicherheit weiß, dann, dass sie an ihrem 12. Geburtstag sterben soll und dass jedes Unglück, das in ihrer Stadt passiert, ihre Schuld ist. Als verfluchtes Kind hatte sie nie die Chance eine normale, glückliche Kindheit zu erleben. Doch als an ihrem Todestag der mysteriöse und verrückte Captain Jupiter North in ihr Leben spaziert und sie in die wundervoll magische, wenn auch etwas irre Stadt Nevermoor bringt und sie so vor dem Tod bewahrt, ändert sich alles. Zum ersten Mal in ihrem Leben ist Morrigan frei von ihrem Fluch, hat eine Familie, ein Zuhause und findet Freunde. Doch um in dieser Stadt bleiben zu dürfen, muss sie der "Wundersamen Gesellschaft" beitreten. Einer Gesellschaft, die die magischen und sonderbaren Talente der Stadt fördert und beschützt. Und die Aufnahmeprüfungen sind hart.
Und Morrigan besitzt kein magisches Talent...
Jessica Townsends Debütroman beschaffte ihr sofort den internationalen Durchbruch. Die Reihe wurde in mehrere Sprachen übersetzt und steht den Harry Potter-Romane in nichts nach. Eine Verfilmung ist für 2026 geplant, zusammen mit Michael Gracey, dem Regisseur von "The Greatest Showman".
"Nevermoor" ist eine unglaublich warmherzige, schräge und spannende Fantasy-Reihe, mit Elementen aus Mystery, Urban-Fantasy, Coming-of-Age und reiner Comedy. Die Figuren sind herrlich schräg und gleichzeitig sehr vertraut. In Nevermoor wimmelt es nur so von Vampirzwergen, Riesenkatzen, Reitdrachen und Exzentrikern. Definitiv ein Roman, der mehrmals gelesen wird und sei es nur aus Freude an der schier unermesslichen Fantasie seiner Autorin.
- Stephen King
The Green Mile
(942)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Zentrum der Geschichte steht der leitende Gefängniswärter in einem Todestrakt mit grünem Linoleumboden, woher auch der Name „The Green Mile“ herrührt, namens Paul Edgecomb, der von mysteriösen Geschehnissen während seiner Tätigkeit erzählt als der schwarze Riese John Coffey in seinen Trakt verlegt wird, der wegen brutalen Mordes an zwei Mädchen zum Tode verurteilt wird. Die sehr atmosphärische Handlung ist in Rückblenden Pauls als alter Mann aufgebaut und überzeugt durch seine psychologische Tiefe und die gelungene Figurenentwicklung.
Bei den Protagonisten steht der lebendig und sympathisch dargestellte Paul im Mittelpunkt der Handlung, dessen Innenleben durch die erzählerischen Rückblenden im Mittelpunkt steht. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. John Coffey, bereichern die Handlung maßgeblich und treiben diese voran.
Wer stillen Mystery-Horror mit viel Atmosphäre, starken Charakteren und psychologischer Tiefe mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist detail- und facettenreich, was maßgeblich zur Atmosphäre des Buches beiträgt.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Matthew Quick
Die Sache mit dem Glück
(126)Aktuelle Rezension von: misery3103„Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.“
Nach dem Tod seiner Mutter bleibt der 39jährige Bartholomew allein zurück. Er hat keine Freunde und keine Arbeit. Da seine Mutter ihn in ihren letzten wachen Momenten Richard nannte und er in ihrer Schublade einen Aufruf Richard Geres zum Boykott der olympischen Spiele in China findet, beschließt er, dem Schauspieler zu schreiben. In den Briefen erzählt er aus seinem Leben und findet so Zufriedenheit. Doch kann er das Leben ganz allein meistern?
Die Geschichte wird allein durch Bartholomews Briefe an Richard Gere erzählt. Ihm erzählt er seinen Alltag, aber auch seine Gedanken, die er sich über die Welt macht. Der Leser erfährt so, dass der Pfarrer der Gemeinde sich von der Kirche lossagt und bei Bartholomew einzieht, dass er eine Trauerbegleiterin hat, die mehr Probleme als ihr Kunde hat, in einer Gruppentherapie Max kennenlernt, der um seine verstorbene Katze trauert und an Aliens glaubt, und dass er verliebt in die Jungthekarin seiner Bibliothek ist. Doch natürlich ist er viel zu schüchtern, um sie anzusprechen. Doch das Leben hält viele Überraschungen für ihn bereit.
Herrje, ich mochte dieses Buch. Ich mochte Bartholomew, der sich so viele Sorgen um sein Leben und die Welt macht. Ich mochte den Pfarrer, der sich trinkend und betend bei ihm einnistet. Ich mochte Max, der fluchend durch die Welt geht und um seine tote Katze weinen kann. Und ich mochte Elisabeth, die Junthekarin, weil sie Licht in Bartholomews Welt bringt.
Das Buch ist voller skurriler, aber sehr liebenswerter Charaktere und hält auch so manche Weisheit bereit. Ich möchte diese hier erwähnen, weil ich sie mir direkt rausgeschrieben habe: „Schönheit steckt in uns allen, Bartholomew. Sie versteckt sich bloß manchmal.“
- Laini Taylor
Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte
(319)Aktuelle Rezension von: Jula007Strange the Dreamer hat mich so positiv überrascht, da ich es zu einem früheren Zeitpunkt schon mal angefangen, aber abgebrochen hatte.
Als ich es dann dieses Mal anfing, war ich sofort verzaubert von dem Worldbuilding. Ich wollte sofort mit Lazlo die sagenumwobene Stadt finden und konnte sehr mit ihm mitfühlen.
Aber nicht nur die Story hat mich überzeugt, auch die Schreibweise fand ich super poetisch und hat mich vollkommen gefesselt.
- Regina Meißner
Der Fluch der sechs Prinzessinnen - Schwanenfeuer
(219)Aktuelle Rezension von: LesenMachtSpassEstelle verwandelt sich tagsüber in einen Schwan verwandelt und lebt nachts als Mensch. Der Fluch ihrer Stiefmutter lastet schwer auf ihr. Ein geheimnisvolles Pergament mit rätselhaften Worten könnte ihr Weg zur Befreiung sein.
Die Einsamkeit und das Schweigen über ihr Schicksal belasten sie, bis sie auf den jungen Jäger Ayden trifft, der ihr zum ersten Mal wieder Hoffnung gibt.
Estelle ist eine ruhige, sanfte Figur, die im Verlauf an Stärke gewinnt. Ihre Zweifel und ihre Entschlossenheit sind glaubwürdig beschrieben, und auch Ayden bringt Tiefe in die Geschichte. Die beiden entwickeln eine zarte Verbindung, die nie kitschig wirkt, sondern ehrlich und behutsam wächst.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und voller märchenhafter Bilder. Besonders gelungen fand ich die Atmosphäre geheimnisvoll, leicht melancholisch und trotzdem voller Hoffnung. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Dynamik in der Handlung gewünscht, da einige Szenen etwas still wirken.
Das Ende ist schön rund und macht neugierig auf die weiteren Schicksale der Schwestern.
- Eckart von Hirschhausen
Wunder wirken Wunder
(70)Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooks„Wunder wirken Wunder“ von Eckart von Hirschhausen ist ein wirklich unterhaltsames und erfrischendes Buch. Es ist leicht und verständlich geschrieben, sodass man es im Handumdrehen liest. Besonders beeindruckend ist der Humor, den Hirschhausen in das Thema bringt. Es macht richtig Spaß, das Buch zu lesen, während man gleichzeitig interessante Gedanken und Perspektiven über die Welt und das Leben vermittelt bekommt. Der Autor bringt einem auf humorvolle Weise bei, wie wichtig es ist, im Alltag auch mal innezuhalten und die kleinen „Wunder“ um uns herum zu erkennen. Eine tolle Lektüre für alle, die mit einem Lächeln im Gesicht mehr über sich selbst und die Welt lernen möchten!
- Bernd Perplies
Flammen über Arcadion
(194)Aktuelle Rezension von: eastCarya ist ein Musterbeispiel für ein anständiges Mädchen in Arcadion. Sie geht zur Schule, in die Kirche und in die Organisation der jungen Templer, ganz so, wie die Obrigkeit es möchte. Doch dann wird der Partner ihrer besten Freundin von der Inquisition verhaftet, Carya hilft ihrer Freundin, in die Gerichtsverhandlung zu kommen und wird Zeugin der Grausamkeit und Verlogenheit derer, die schon immer ihr Leben bestimmen und bevor sie sich versieht, ist sie die Galionsfigur der Rebellion und gemeinsam mit einem desertierten Soldaten auf der Flucht…
Die Inhaltsangabe liest sich wie die eines historischen Romans, doch die Geschichte von Carya und Jonan lässt sich in keine einzelne Genreschublade stopfen. Viel eher ist sie eine actionreiche Mischung aus Dystopie, Fantasy und Science-Fiction. Wir erleben eine Welt nach ihrem Untergang, Menschen, die den Zenit ihrer Entwicklung überschritten haben. Die Technologie der Vorfahren ist noch vorhanden, wird aber weniger, an mancher Stelle hält das Mittelalter Einzug, an anderer Stelle fliegt ein Hubschrauber.
Das ist ein Mix, darauf muss man sich einlassen. Am Anfang erschlägt die Geschichte ein wenig. Carya braucht ihre Zeit, um zu bemerken, in was für einer Hirnwäsche-Diktatur sie lebt und muss ihr Kitschmädchen-Verhalten in den Griff bekommen, es braucht Zeit, bis die richtige Spannung aufkommt. Aber dann gibt es kaum eine ruhige Minute für die Protagonisten. Die sind zwar alle recht jung, aber Flammen über Arcadion ist bei weitem kein Jugendbuch. Es ist zu alt, als dass es Triggerwarnungen oder ähnliches enthalten könnte, aber nichtsdestotrotz wird es fesselnd, aber brutal, manchmal blutig und beklemmend. Eben ein richtiges, düsteres Abenteuer, das Neugier auf die restlichen Bände weckt.
- R.J. Palacio
Wonder
(102)Aktuelle Rezension von: Lilly5683Born with a terrible facial abnormality, this shy, bright ten-year-old Auggie Pullman has been home-schooled by his parents for his whole life, in an attempt to protect him from the cruelty of the outside world. Now, for the first time, Auggie is being sent to a real school. But can he convince his new classmates that he's just like them?
Ich habe die Geschichte von Anfang an sehr gerne gemocht. Man findet sich sehr schnell in die Geschichte ein und die Charaktere sind sehr detailliert und facettenreich beschrieben, auch bei einigen wird man immer wieder überrascht. - Clemency Burton-Hill
Ein Jahr voller Wunder
(42)Aktuelle Rezension von: evaflDieses Buch ist ein musikalischer Kalender für jeden Tag, zusammengestellt von der renommierten Musikerin und beliebten Moderatorin Clemency Burton-Hill. Aufgrund persönlicher Lieblingsstücke und Ideen hat sie jedem Tag einen klassischen Musiktitel zugeordnet, die zugehörige Playlist findet man bei Apple Music.
Dieses Buch kommt mit einem soooo ansprechenden Cover daher, das muss ich direkt mal vorwegsagen – aber ich denke, dass es da nicht nur mir so geht. Auf alle Fälle passt es definitiv zum Buch.
Musik ist für mich etwas, was mich schon lange begleitet – und da dann auch die verschiedensten Varianten. Von A cappella über Rock-Pop bis hin zu klassischer Musik. Für mich ist Musik unheimlich wichtig. Entsprechend gespannt war ich auf dieses Buch.
Für jeden Tag des Jahres findet man eine Seite im Buch, überschrieben mit dem jeweiligen Datum, Namen des Künstlers, Geburts- und ggf. Sterbejahr und dem musikalischen Werk, um das es dabei geht. Dank dem praktischen Lesebändchen braucht man für dieses Buch nicht unbedingt ein weiteres Lesezeichen. In den Texten erfährt man etwas über den jeweiligen Künstler und das entsprechende Stück. Es ist soweit gut verständlich geschrieben, man muss sich aber definitiv auf den Inhalt einlassen, sollte es nicht so nebenher lesen, sondern sich die Zeit dafür wirklich nehmen.
Passend zum Buch gibt es die Musik bei Apple Music. Das mag grundsätzlich praktisch sein, ich hätte mir hier aber eine andere Variante gewünscht. Zum einen ist dies ja kostenpflichtig, zum anderen finde ich manchmal Einblicke in die Stücke auch ausreichend – so dass ggf. auch eine CD, ein Download für mich praktischer gewesen wären. Ggf. wären ja auch QR-Codes auf jeder Seite mit Link zum Stück etwas, aber das nur als Idee. (Ich gebe gerne Geld für Musik aus, beim Buch hätte ich mir dies dann aber inklusiv gewünscht.)
Generell hat mir dieses Buch echt gut gefallen, auch die Idee dahinter finde ich echt gut. Manchmal hätte ich mir für mich etwas mehr Leichtigkeit bei den Texten gewünscht, aber das ist nur so mein Gefühl dazu. Auch eine andere Abspielmöglichkeit bzw. sogar nur Ausschnitte aus den Stücken hätte mir noch etwas besser gefallen. Dennoch ist es für mich ein Buch, in welches man immer wieder hineinschauen bzw. -lesen kann und die Stücke anhören kann. Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung (für Musikliebhaber).
- Nicholas Sparks
Zeit im Wind
(1.094)Aktuelle Rezension von: dasEllie(Eventuell Spoiler!)
Nicholas Sparks ist dafür bekannt, seinen Charakteren eine schwere Vergangenheit aufzubürden oder sie vom glücklichen, trauten Zusammensein in eine schwere Zukunft, mit großen Prüfungen zu führen.
Leider konnte mich das Buch um die Geschichte von Landon und Jamie nicht so sehr fesseln, wie die Verfilmung. Und das will schon etwas heißen.
Plot: Landon gehört zu den Reichen Bürgern von Beaufort, North Carolina. Die Noten ganz passabel, der Beliebtheitsgrad in der kleinen, einzigen High-School der Stadt vergleichsweise hoch. Wie vermutlich jeder 1958, besucht er brav jeden Sonntag den Gottesdienst in der Baptistenkirche, in der Hegbert Sullivan der Pfarrer ist.
Über diesen machen Landon und seine Freunde sich schon seit Kindertagen lustig. Weil er alt ist und wegen seinen ausschweifenden Reden über Unzucht treibende.
Dem gegenüber steht Hegberts Tochter Jamie. Die unbeliebte Jahrgangsbeste, die ständig mit ihrer Bibel herumrennt und komische Klamotten trägt. Sie ist ein sehr zuvorkommender, hilfsbereiter und nicht nachtragender Mensch. Warum sie in der Schule keine Freunde hat, muss auch Landon feststellen, weiß eigentlich keiner.
Der Film ist zwar, im Nachgang betrachtet, nur eine lose Anlehnung an den Roman, allerdings vermittelt er den Inhalt besser, finde ich.
Landons Gedanken und Gefühle, Jamies bezauberndes Wesen und die Art wie Landon mit seinem Lebensumschwung umgeht, wird in den circa anderthalb Stunden besser verdeutlicht als in dem 223-seitigen Roman.
Für mich wirken die Ereignisse etwas zu erzwungen, ohne wirklichen Tiefgang, vorhersehbar und flach. Das Ende hätte es nicht gebraucht, um Landons Charakterentwicklung zu verdeutlichen.
Charaktere: Mit den Charakteren bin ich leider nicht wirklich warm geworden. Ich fand Landons Werteumschwung zu schnell heruntererzählt und mir fehlte es um ehrlich zu sein auch ein wenig nach Nachvollziehbarkeit.
Jamie war durchgehend zu lieb und für mein Empfinden auch ein wenig zu Gottfixiert. In meinem Kopf war sie über alles Seiten hinweg entweder high oder auf Medikamenten, die einem alles egal werden lassen.
Hegbert Sullivan, obwohl er mehr ein Nebencharakter war, hat mir gut gefallen. Mit ihm hatte ich am Ende auch am meisten Mitleid. Man könnte fast meinen, er wäre wirklich permanent vom Pech verfolgt.
Setting: Der Roman spielt 1958 in einer Kleinstadt in North Carolina, die irgendwo zwischen Meer und einem großen Fluss liegt. Mal bekam ich beim Lesen den Eindruck, dass sie so klein ist, dass jeder jeden kennt. Mal erschien sie mir doch wieder so groß, dass das eben nicht der Fall war.
Einen Bezug zu den späten Fünfzigern bekommt man leider auch nicht. Außer, dass sich die Freizeitgestaltung der jugendlichen etwas eintönig gestaltet. Die Jahresangabe hätte man aber auch getrost weglassen können. Sie hat der Geschichte nichts Außergewöhnliches verliehen.
Ansonsten ist der Autor, meiner Meinung nach, sehr sparsam damit umgegangen, der Welt Leben einzuhauchen.
Schreibstil: Aufgrund des Alters der Hauptcharaktere und der Thematik der ersten Liebe, würde ich den Roman eher dem Jugendbuchgenre zuordnen. Dafür war der Schreibstil gut. Keine komplizierten Wörter oder Schachtelsätze.
Für alles andere war er mir persönlich leider etwas zu detailarm und holprig. Die Sprünge, die man teilweise zwischen den Absätzen gemacht hat, haben für mich an der ein oder anderen Stelle den Lesefluss etwas zerstört.
Spaßfaktor: Das Buch habe ich in vier Tagen gelesen. Aber eher, um es schnell fertigzukriegen, nicht weil ich wirklich Spaß daran hatte.
Fazit: Den Film habe ich bereits ein paar Mal gesehen und werde ihn mir definitiv auch noch ein paarmal ansehen. Das Buch werde ich wohl kein zweites Mal in die Hand nehmen. Es war was Nettes für zwischendurch, aber nicht mehr oder weniger.
Wertung: ❁❁❁ von ❁❁❁❁❁
Start: 1. März 2024 | Ende: 4.März 2024
- Petra Schier
Kleiner Streuner - große Liebe
(81)Aktuelle Rezension von: Ellaa_Meine Kurzeinschätzung: Schon vor ein paar Jahren, habe ich ein Werk von Petra Schier gelesen und war absolut entzückt- die herrliche Weihnachtsatmosphäre und auch die witzig integrierten Pläne des Weihnachtsmanns, mit einer guten Prise Liebeszauber haben mir sehr gefallen!♡ Wer tierisch schöne und originelle Weihnachtsgeschichten sucht, sollte sich die Werke von Petra Schier unbedingt ansehen- eine ganz klare Empfehlung! *Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler! Es handelt sich um den zweiten Band einer Reihe. Die Bücher können getrennt voneinander gelesen werden.*
Cover: Das Cover des Buches ist unheimlich niedlich und hat mir als absoluter Hundefreund sehr gut gefallen. Das ganze Cover ist sehr winterlich und weihnachtlich angehaucht, was natürlich perfekt zum Inhalt des Buches passt, weil die Geschichte in der Vorweihnachtszeit und Weihnachtszeit spielt. Das gesamte Cover wirkt unheimlich freundlich, gerade durch die weißen und blauen Farbtöne, mit denen das Cover gestaltet wurde. Ein schneebedecktes Häuschen, umringt von ganz vielen Tannen, verströmt dazu eine klassische Wohlfühlatmosphäre. Kommen wir aber zum zuckersüßen Eyecatcher: Ganz vorne schaut ein kleiner Welpe, aus einem schönverpackten Geschenkkarton. Das Papier ist rot mit zartrosa Pünktchen und lila Füllpapier. Der Welpe hier auch "Socke" genannt, ist dunkelbraun mit weißem Schnäuzchen und weißen Pfötchen, einfach super süß! ♡
Schreibstil: Der Schreibstil von Petra Schier hat mir wie zuvor sehr gut gefallen. :) Sie hat irgendwie eine ganz besondere Art und Weise zu schreiben- voller Wärme, aber auch mit ernsten Themen bestückt, schaffte sie es geschickt, eine herrliche Weihnachtsstory zu schreiben, die nicht nur locker und leicht zu lesen ist, sondern eine wahrliche Wohlfühlatmosphäre schafft. Ich muss jedoch zugeben, dass mir das Ende zum Schluss, ein wenig zuviel Zuckerguss war. Deswegen und wegen der ganz leicht anstrengenden Protagonsitin gibt es für diesen Band einen kleinen Punkteabzug. :) Ihre Geschichten sind nichts desto trotz, perfekt für Zwischendurch und ich freue mich schon auf eine neue tierische Weihnachtsstory aus ihrer Feder. :)
Idee: Die Idee hat mir wirklich gut gefallen. Habt ihr schon einmal einen Weihnachtsbrief oder eine Email an den Weihnachtsmann persönlich geschrieben? Nein? Wenn ihr das irgendwann einmal vorhabt, solltet ihr euch deutlich überlegen, was ihr euch wünscht. :) Damit startet nämlich Evas Geschichte , die an einem feuchtfröhlichen Frauenabend, sich doch tatsächlich ihren Mr. Right an Weihnachten wünscht. Und der Weihnachtsmann persönlich entscheidet, ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Lustigerweise, gehört Socke, ein ausgesetzter Mischlingswelpe, zu diesem Plan, was Socke nicht nur ein hübsches zu Hause beschert, sondern Eva auch den treuesten und süßesten Begleiter aller Zeiten. ♡ Und tatsächlich entpuppt sich Andre, ihre Exaffäre zu genau diesem.. Vom Casanova hin zum Gentleman. Es gab tatsächlich keinen Augenblick, an dem ich an ihm gezweifelt habe. Evas Reaktionen brachten mich jedoch irgendwann wirklich zur weißglut. Ja sie wurde verletzt, aber ihn manchmal so zu behandeln, rechtfertigte das nicht ganz für mich. Das sie sich dann aufeinmal um 180 Grad wandelte, ging mir auch etwas zu schnell und war leicht unrealistisch. Das Ende war demnach ziemlich abrupt für meinen Geschmack und über und über mit Zuckerguss benetzt gewesen. Versteht mich nicht falsch, ich liebe ein gutes, altes Happy End. Nur authentisch, ohne den ganzen unnötigen Zuckerguss und einem angemessenen Ausgang. Trotzdem hat mich das glücklicke Happy End von Socke, Eva und auch Andre zufrieden zurückgelassen. :)
Charaktere: Die Charaktere haben mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen. Besondere Highlights waren z.B. die unschuldigen Gedanken von dem kleinen Mischling "Socke" und auch den Gedankenaustausch der Elfen und des Weihnachtsmanns fande ich extrem originell und ließen mich schmunzeln. Tolle, humorvolle Szenen. :) Eva ist keine klassische, perfekte Protagonistin- sie hat ihre Fehler und Unsicherheiten und ist einfach "normal". Sonst würde ich solche, auf ihre eigene Art, starken Protagonistinnen, absolut feiern, aber leider war mir Eva stellenweise wirklich zur stur. Dieser endlose Eiertanz mit Andre war wirklich zum verrückt werden. Der arme Andre. Er war mir wirklich am liebsten von allen.. Lieb und bodenständig und ein wahrer Gentleman. Für was ich Eva allerdings bewunderte, war ihr Durchsetzungsvermögen ihren sehr anstrengenden Eltern gegenüber. Komplett sympathisch waren mir die Oberdachlosen Walter & Anneliese, die mich mit ihrem Humor, ihrer offenen Art und Herzlichkeit, sofort für sich gewinnen konnten. ♡
Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 4,3 Sternchen. ♡ Das Buch war wirklich herzallerliebst! Eine sehr süße, originelle Liebesgeschichte mit einer großen Portion Weihnachtszauber. Obwohl Weihnachten vorbei ist, war das Buch dennoch perfekt- gerade die schneebedeckte Landschaft vor dem Fenster, ließ mich tief in die Szenen im Buch eintauchen und waren daher sehr zutreffend. Bis auf die leichte Unsympathie, die ich für die Potagonistin verspührte, war das Buch super für Zwischendurch. Ich habe mich tatsächlich sehr gefreut, als mir das Buch bei der Challenge: "Ich entscheide was du liest" ausgesucht wurde, es war schon seit ein paar Jahren auf meinem SuB. ♡
- Jodi Picoult
Das Herz ihrer Tochter
(393)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderJune Nealon hat nach dem Tod ihres Mannes erst langsam mit ihrer kleinen Tochter wieder ins Leben zurück gefunden. Der nette Polizist Kurt hilft ihr dabei und was für June unmöglich schien, wird wahr. Die Beiden heiraten und bekommen eine Tochter, Claire. Es scheint alles perfekt zu sein bist Shay Bourne bei ihnen vor der Haustür steht. Er bietet seine Hilfe bei Reperaturen an und was als nette Geste beginnt, endet in einer Tragödie. Er tötet Kurt und Junes Tochter Elizabeth. June scheint den Boden unter den Füßen zu verlieren, auch als Shay von einer Jury zum Tode verurteilt wird, kann sie nur schwer an Gerechtigkeit glauben. Elf Jahre nach der Tat macht sich June erneut große Sorgen, denn die kleine Claire hat einen Herzfehler und braucht dringend Hilfe. Shay Bourne erfährt davon und bietet sein Herz zur Spende an. Mit seinem Seelsorger dem Geistlichen Michael versucht er sein Vorhaben umzusetzen. Kann June das Herz des Mannes annehmen, der ihren Mann und ihre Tochter ermordet hat? Jodi Picoult schreibt gewohnt spannend, berührend und einfühlsam. Auch ihr Weschsel zwischen den Protagonisten ist sehr gelungen und so kommt jeder zu Wort und die Geschichte wird von mehreren Seiten erzählt. Was mich bei diesem Buch etwas gestört hat war die Tatsache, dass Shay Bourne durch seinen Glauben und durch Gott zu einem guten Mensch werden will und deshalb sein Herz anbietet. Dieser Teil ist manchmal etwas an den Haaren herbei gezogen, aber dies ist der einzige Makel an diesem Buch von Jodi Picoult.
- Leigh Bardugo
Der Vertraute
(239)Aktuelle Rezension von: Roxy31📖 Rezension zu
Der Vertraute von Leigh Bardugo
ISBN: 978 3423284394
Der Vertraute ist für mich ein Buch, das seine Geschichte nicht laut erzählt, sondern mit einer ruhigen Intensität, die sich von Kapitel zu Kapitel steigert. Leigh Bardugo erschafft eine Welt, die von Magie, Aberglauben und gesellschaftlichen Zwängen geprägt ist. Gleichzeitig erzählt sie eine Geschichte über Mut, Identität und den Wunsch, das eigene Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
Schon nach wenigen Seiten war ich von der Atmosphäre gefangen. Die Handlung entwickelt sich langsam, aber genau dadurch bekommen die Figuren und ihre Entscheidungen das nötige Gewicht.
📚 Worum geht es?
Im Mittelpunkt steht Luzia Cotado, eine junge Dienstmagd im Madrid des Goldenen Zeitalters Spaniens. Ihr Leben ist geprägt von harter Arbeit und dem Versuch, möglichst unsichtbar zu bleiben. Doch Luzia besitzt eine besondere Gabe, die sie bisher verborgen gehalten hat.
Als ihr Talent entdeckt wird, gerät sie ungewollt in die Kreise der Mächtigen. Plötzlich ist sie Teil eines gefährlichen Spiels, in dem Magie, Religion, Politik und persönliche Interessen eng miteinander verwoben sind. Jeder scheint eigene Ziele zu verfolgen und Luzia muss lernen, wem sie vertrauen kann und wem besser nicht.
Je tiefer sie in diese Welt eintaucht, desto deutlicher wird, dass ihre größte Herausforderung nicht allein ihre Magie ist, sondern die Entscheidungen, die sie treffen muss.
✍️ Schreibstil und Atmosphäre
Leigh Bardugo schreibt sehr bildhaft und mit viel Liebe zum Detail. Die historische Kulisse wirkt lebendig und glaubwürdig. Ich konnte mir die Straßen Madrids, die prächtigen Häuser und die düsteren Gassen problemlos vorstellen.
Besonders gefallen hat mir, wie geschickt historische Elemente mit Magie verbunden werden. Nichts wirkt aufgesetzt. Stattdessen fügt sich alles zu einer Welt zusammen, die authentisch und gleichzeitig geheimnisvoll erscheint.
Der Schreibstil ist ruhig und elegant. Die Geschichte nimmt sich Zeit für ihre Figuren und ihre Entwicklung, was mir persönlich sehr gefallen hat.
👥 Figuren und Entwicklung
Luzia ist eine Protagonistin, die mich schnell überzeugt hat. Sie ist weder unfehlbar noch übermäßig mutig. Vielmehr wächst sie Schritt für Schritt an den Herausforderungen, denen sie sich stellen muss. Gerade diese Entwicklung macht sie für mich glaubwürdig.
Auch die Nebenfiguren sind hervorragend ausgearbeitet. Jeder verfolgt eigene Ziele und bringt eine andere Sichtweise in die Handlung ein. Dadurch entstehen spannende Dynamiken und immer wieder neue Fragen darüber, wem man tatsächlich vertrauen kann.
Besonders gelungen fand ich, dass keine Figur ausschließlich gut oder böse wirkt. Viele bewegen sich in moralischen Grauzonen und genau das macht die Geschichte so interessant.
✨ Themen und Wirkung
Der Vertraute erzählt nicht nur eine Fantasygeschichte. Es geht auch um Macht, Freiheit, Vorurteile, Glaube und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen.
Mich hat besonders beeindruckt, wie feinfühlig Leigh Bardugo zeigt, welchen Preis Menschen zahlen müssen, wenn sie anders sind oder ihre Fähigkeiten verstecken müssen.
Die Magie steht zwar im Mittelpunkt, doch genauso wichtig sind die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Frage, wie viel Freiheit ein Mensch wirklich besitzt.
📌 Stärken
Eine atmosphärische historische Kulisse
Eine sympathische und glaubwürdige Hauptfigur
Ein bildhafter und eleganter Schreibstil
Spannende Verbindung von Geschichte und Magie
Vielschichtige Figuren mit nachvollziehbaren Motiven
⚠️ Kleine Schwächen
Die Handlung entwickelt sich eher langsam
Wer actionreiche Fantasy erwartet, könnte etwas Geduld brauchen
Manche Passagen sind sehr detailreich erzählt
🧠 Mein Gesamteindruck
Der Vertraute ist für mich eine Geschichte, die sich Zeit nimmt und genau dadurch ihre Wirkung entfaltet. Ich mochte die ruhige Erzählweise, die historische Atmosphäre und die glaubwürdige Entwicklung der Figuren.
Es ist kein Buch, das auf spektakuläre Wendungen setzt, sondern eines, das seine Spannung langsam aufbaut und dabei immer tiefer in seine Welt eintaucht. Gerade diese Mischung aus Magie, Geschichte und starken Charakteren hat mich vollkommen überzeugt.
⭐ Fazit und Bewertung
5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐
Der Vertraute von Leigh Bardugo ist ein atmosphärischer Fantasyroman mit historischer Kulisse, starken Figuren und einer Magie, die sich ganz selbstverständlich in die Geschichte einfügt. Wer ruhige Fantasy mit Tiefgang, glaubwürdigen Charakteren und einer besonderen Stimmung liebt, wird an diesem Buch viel Freude haben. Für mich war es ein intensives Leseerlebnis, das noch lange nach der letzten Seite nachgewirkt hat.
- Laura Schroff
Immer montags beste Freunde
(122)Aktuelle Rezension von: Leseratte_09In „immer wieder montags beste Freunde“ berichtet Laura Schroff von ihrer außergewöhnlichen Freundschaft mit Maurice, einem Jungen aus ärmlichen Verhältnissen.
Die zufällige Begegnung der erwachsenen, erfolgreichen Laura mit dem Straßenkind Maurice führt zu einem Aufeinandertreffen sehr unterschiedlicher Welten und durch ihr Engagement gibt Laura Maurice die Chance auf ein Leben, welches er wohl ohne diese Begegnung nicht hätte erreichen können.
Im Grunde ist es eine wunderbare Geschichte, die dazu aufruft, immer mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und hinter die Fassaden von Menschen zu blicken. Nur, weil Maurice aus ärmlichen Verhältnissen kommt, sollte dies nicht zu Rückschlüssen auf seine emotionale und auch geistige Intelligenz führen. Gerade die Person des kleinen Jungen im Buch hat mich beeindruckt. Laura Schroff dagegen weniger. Sie bricht in das Leben des Jungen ein, scheint zunächst Verantwortung zu übernehmen und lässt ihn dann doch, als sie ihren Mann Michael kennenlernt, im Stich. Auch finde ich es wenig erwachsen, wie sie sich Michael unterordnet und nicht bereit ist, für ihre Verantwortung für Maurice einzutreten. Vielmehr ist das Buch eine für mich viel zu intensive Selbstdarstellung der Person Laura und ihres „Gutmenschseins“.
Es ist kein Buch, welches ich empfehlen kann, auch wenn es die Aufforderung enthält, den Blick für andere Menschen nicht zu verlieren. Und nur wegen dieses Denkanstoßes gibt es gut gemeinte 2 Sterne
- Jodi Picoult
Die Wahrheit der letzten Stunde
(138)Aktuelle Rezension von: lesehorizontIch habe zuvor schon einige Bücher von Jodi Picoult gelesen. Allesamt Geschichten zu brisanten Themen, die hervorragend recherchiert wurden und deren besonderer Reiz für mich immer in der Multiperspektivität liegt. Diese Stärke hat Picoult in "Die Wahrheit der letzten Stunde" meines Erachtens nicht voll ausgeschöpft. Dennoch konnte mich das Buch sehr gut unterhalten.
Doch worum geht es?
Mariah und Collin sind verheiratet und haben eine gemeinsame siebenjährige Tochter: Faith. Nach einem Besuch von Mariah und Faith bei der Großmutter, stellt sich heraus, dass Faith vergessen hat, Ihre Balletsachen gleich mitzunehmen. Anders als gewohnt, fahren sie also zunächst nach Hause vor dem Balletunterricht, um die Sachen zu holen. Doch dort erleben sie eine böse Überraschung. Collin ist verfrüht zu Hause. Doch leider nicht alleine: Mutter und Tochter erwischen ihn "in flagranti" mit Jessica, die aus der Dusche, lediglich mit einem um die Hüfte geschwungenem Handtuch, ins Schlafzimmer dazustößt, wo Mutter und Tochter bereits Collin in gleicher Montur begrüßt haben. Dies ist das Ende der Ehe von Mariah und Collin, es folgt das Scheidungsverfahren.
Dieses steht jedoch nicht im Mittelpunkt der Geschichte. Zunächst geht es um die unmittelbaren Folgen des Vorfalls für Faith. Nach einem vorübergehenden Schweigen, spricht diese zunächst mit einer imaginären Freundin, die sich später als Gott herausstellt. Das Mädchen, überhaupt nicht religiös sozialisiert, begegnet nicht nur Gott als Frau, zitert Bibelverse, sondern sie entwickelt u.a. zunehmend auch heilende Fähigkeiten. All dies spricht sich schnell herum; schnell ist die Familie einem Medienrummel sondergleichen ausgesetzt. Mariah, die vor Faiths Geburt bereits betrogen wurde, daran zerbrach und von ihrem Mann in eine psychiatrische ANstalt eingewiesen wurde, zeigt dieses Mal jedoch Stärke und ist bestrebt, für ihre Tochter stark zu sein und alles "richtig" zu machen. Ob ihr dies gelingt und was es mit den religiösen Erscheinungen und Bezügen auf sich hat erfahren wir im Verlauf der Geschichte, die am Ende in den Gerichtsprozess um das Sorgerecht für Faith mündet.
Die Geschichte hat mich wieder gepackt, so dass ich immer wissen wollte, wie es weiter geht und durch die 685 Seiten geflogen bin. Ich habe mitgefiebert insbesondere mit Mariah und Faith. Mit ihnen als "Verratenen" konnte ich mich besser identifizieren als mit Collin, der, wie es scheint, aber auch für Faith das Beste will. Die Caraktere wurden meines Erachtens gut herausgearbeitet; die Thematik - wie man es von Picoult kennt - gut recherchiert. Dieses Mal haben mir die Perspektivenvielfalt und der Wechsel zwischen den verschiedenen Betrachtungsweisen nicht ganz so gut gefallen, wie sonst. Und das Ende lies mich etwas enttäuscht zurück. Dennoch finde ich das Buch insgesamt sehr lesenswert und kann es jedem empfehlen, der gerne Familiengeschichten liest mit kritischem Impetus.
- Matt Haig
Ein Junge namens Weihnacht
(160)Aktuelle Rezension von: mabuerele„...Tatsache ist, Nikolas hatte ein hartes Leben. Aber er machte das Beste daraus…“
Nikolas ist der Sohn eines Holzfällers in Finnland. Seine Mutter ist vor ein paar Jahren tödlich verunglückt. Das Geld ist meist knapp.
Der Autor hat eine märchenhafte Geschichte geschrieben. Er erzählt, wie aus Nikolas der Weihnachtsmann wurde. Das Buch ist meiner Meinung nach aber nicht als Kinderbuch geeignet. Dafür sind einige Stellen zu brutal.
Eines Tages macht sich der Vater mit anderen Männern auf den Weg in den Norden. Sie wollen beweisen, dass es das Wichteldorf wirklich gibt. Auf Nikolas soll seine Tante Carlotta aufpassen.
„...Du kannst nicht hier drinnen wohnen, wenn ich da bin, sonst siehst du mich womöglich noch in Unterhose! Außerdem hab ich´s im Rücken.Ich brauche zwei Matratzen…“
Kurzerhand schickt sie ihren Neffen zum Schlafen vor die Tür. Zusammen mit der Maus Miika, die von einem Stück Käse träumt, begibt sich Nikolas auf die Suche nach seinem Vater. Unterwegs treffen sie auf Blitz, ein Rentier. Der Weg nach Norden ist lang und beschwerlich. Und er wird Nikolas´ Leben für immer ändern.
Das Buch vermittelt einige Werte. Es geht darum, ob Güte und Freundlichkeit gegen Abgrenzung und Verachtung helfen können. Gleichzeitig wird gezeigt, dass der Mensch oft sowohl positive als auch negative Seiten hat. Natürlich gehört eine Prise Magie in die Geschcihte.
Gut gefallen mir die gegen Ende des Buches eingebundenen Seiten aus einer Wichtelzeitung. Sie spiegeln wichtige Ereignisse.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.
- Maggie Stiefvater
Wie Eulen in der Nacht
(146)Aktuelle Rezension von: Ellaa_Meine Kurzeinschätzung: Dieses Buch ist voller einzigartiger Philosophie und Wunder. Das Buch wurde mir in der Challenge: "Ich entscheide was du liest" herausgesucht und ich hatte mich schon sehr darauf gefreut, weil mir die "The Raven Boys" Bücher sehr von ihr gefallen haben. Allerdings habe ich bei diesem Werk die gewohnte Leichtigkeit ein wenig vermisst und so konnte mich das Buch leider nicht ganz abholen. Sehr schade, aber durch die Idee hinter dem Buch definitiv lesenswert. *Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler.*
Cover: Das Cover ist wirklich unheimlich schön und hat mich sofort angezogen. ♡ Auf dem Cover selbst, kann man wunderschöne Rosenranken bestaunen, die sich mit ihren Dornen vom Himmel abheben. Der Mond, nicht in einem hellen Licht, sondern tiefrot getaucht, ist der wahre Eyecatcher des Buches und zieht alle Blicke auf sich. Man sieht außerdem eine weiße Schleiereule und der Buchtitel, der ebenfalls mit einer verschnörkelten weißen Schrift hervorsticht. Der Hintergrund besteht aus einem dunklen Türkiston und gibt dem ganzen Cover eine besondere Note, die ich unendlich mochte. Besonders der rote Buchschnitt und auch die kleinen Ranken, die jedes neue Kapitel verzieren, haben das Ganze gestalterisch perfekt abgerundet.
Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr außergewöhnlich. Poetisch, philosophisch in kleinen Rätseln schreibend und doch irgendwie geradeaus. Das ist der Schreibstil von Maggie Stiefvater- ich würde tatsächlich behaupten, dass ihr Schreibstil zu den anspruchsvolleren gehört. :) Es war zumindest für mich, ein Buch, welches mir nicht so leicht von der Hand ging. Ich liebe zwar den philosophischen Hauch, den Metaphernreichtum und die bildgewaltige, magische Sprache, jedoch konnte mich dies, dieses Mal nicht ganz überzeugen und abholen. Mehr dazu aber unten bei den Charakterbeschreibungen. Ich freue mich dennoch sehr auf weitere Werke der Autorin und hoffe, diese können mich in Zukunft wieder etwas mehr abholen.
Idee: Puhh also der Start ins Buch war für mich irgendwie dieses Mal schwierig. Obwohl ich an ihren Stil gewohnt war, gab es mir anfangs zuviele oberflächliche Charaktervorstellungen und scheinbar belangloses Geschnatter rund um den in Fokus gesetzten Radiosender. Erst viel später erfährt man das ganze Ausmaß. Jedoch lernt man so einiges- die Wüste mag Schmeicheleien und liebt die Zuneigung. Und Eulen zeigen Wunder an..Absolut poetisch, träumerisch und bildgewaltig zeigt die Geschichte die Facetten von Wundern und deren Herausforderungen. Ich habe die einzelnen Schicksalsschläge wirklich gerne gelesen. Denn jeder einzelne Pilger der ein Wunder erleben will und seine Dunkelheit besiegen, reist in die Wüste Colorados zur Familie Soria. Die Pilger müssen ihr Wunder lösen, ihre Dunkelheit besiegen und dann ein weiteres, zweites Wunder bewältigen. Erst dann und nur dann sind sie frei. Und es gibt so einige Menschen in der Wüste die gestrandet sind und bei der Familie Soria leben. Zum Beispiel gibt es einen Priester mit Koyotenkopf, eine dauerweinende, in Bächen stehende Frau und von Schlangen umwundende Zwillinge.. Das Ende war doch ein wenig plötzlich. Obwohl so viele Pilger ihr zweites Wunder nicht annehmen und "knacken" konnten, gab es jede Menge Menschen, denen es dann plötzlich und ohne Vorwarnung gelang. Ein sehr abruptes Ende für meinen Geschmack, aber für einige Hauptfiguren natürlich eine positive Wendung.
Charaktere: Die Charaktere haben mir gut gefallen, auch wenn ich leider keine richtige Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Am Anfang gab es mir viel zu viele merkwürdige Beschreibungen, Sehnsüchte ohne den Charakter dahinter richtig greifen zu können. Am spannendsten fande ich die unterschiedlichen Pilger, dessen Wunder den innerlichen Kampf mit ihrer Dunkelheit darstellen, was poetisch, magisch und dramatisch zugleich war. Aber auch die Familie Soria ist herrlich eigen und charakterstark. Ich fande es wirklich interessant, dass sie eine strikte Kontaktsperre zu den Pilgern einhalten mussten und im Allgemeinen ihre ganz spezifischen Probleme lösen müssen, wie z.B. ein Ehemann, der sich lieber um seine schwarzen Rosen, als um seine Ehefrau kümmert.. Zum Ende hin sind mir die wunderlichen Pilger doch am Meisten im Gedächtnis geblieben. Ihre Andersartigkeit durch die eigene Dunkelheit ist erstaunlich und faszinierend.
Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 3 Sternchen. Nachdem mich ihre anderen Werke so verzaubert haben, hatte ich zugegebenermaßen hohe Ansprüche. Leider wurden diese, dem Buch nicht besonders gerecht. Ich weiß nicht, ob es an der Kürze des Buches lag oder an die für mich sehr angekratzten Charaktere, jedoch schleppte ich mich förmlich durch die letzten Seiten des Buches. Sehr schade! Ich habe mir die Thematik der Wunder irgendwie zentraler vorgestellt. Dennoch kann ich das Buch jedem Empfehlen, der auf der Suche nach Poetrie und einem außergewöhnlichem Schreibstil ist.
- Jessica Townsend
Nevermoor 2. Das Geheimnis des Wunderschmieds
(79)Aktuelle Rezension von: Nicole_JaguschIch liebe die Welt und die Charaktere einfach soooo sehr.
Hier in dem Band haben wir mehr von der Schule gesehen und dem Unterricht. Da liegt allerdings auch schon das große Problem. Denn während andere in ihren Fähigkeiten unterrichtet werden, sieht es für Morrigan ganz anders aus. Es ist schon interessant zu sehen, wie ihr niemand wirklich mit ihren Fähigkeiten hilft, aber sie immer zur Verantwortung gezogen wird, wenn ihre Fähigkeiten mal mit ihr durchgehen. Kein Wunder, dass sie sich auch jetzt noch oft "verflucht" fühlt.
Die Gruppe Dynamik gefällt mir immer besser, weil wir auch viel mehr davon gesehen haben, es ist echt schön zu sehen, dass sie doch inzwischen alle füreinander einstehen. Auch wenn Morrigan nicht die einzige mit Geheimnissen ist.
Ich bin so auf das nächste Abenteuer gespannt. - Manuela Inusa
Auch donnerstags geschehen Wunder
(61)Aktuelle Rezension von: MamaSandraInhalt:
Marianne ist Single und arbeitet in einem Café als Kellnerin. Noch immer hadert sie mit der Trennung von Martin, den sie mit einer anderen unter der Dusche erwischt hat. Ihre beste Freundin Tasha überredet sie zu einer Wahrsagerin auf dem Hamburger Dom zu gehen. Diese Frau prophezeit Marianne den Traummann in Schottland zu finden. Ob das stimmt?
Meine Einschätzung:
Der Einstieg in das Buch war noch ganz amüsant, doch ab Kapitel 7 war ich irritiert und wollte das Buch schon weglegen. Nachdem ich aber Rezensionen gelesen habe, erklärte sich mir einiges. Ich hatte das Gefühl die gleichen Textstellen schon einmal gelesen zu haben und dachte an Druckfehler, doch das passiert ja nicht bei 2-3 Kapiteln. Und auch merkwürdige Zeitsprünge irritierten mich. Dann aber erfuhr ich, dass ab dem 2. Besuch bei der Wahrsagerin das Buch in 2 Wegen weitererzählt wird. Man erkennt es nur daran, dass die Kapitelüberschriften auf Englisch bzw. Deutsch geschrieben sind. Man hätte das ganz leicht anders gestalten können, aber die Trennung kam ohne wirklich Vorwarnung und Erkennung. Ich war laut Rezensionen zum Glück nicht die Einzige, die das merkwürdig fand. Das ist der Autorin überhaupt nicht gut gelungen.
Einmal entscheidet sich Marianne sofort nach Edinburgh zu fliegen und einmal dagegen. In beiden Handlungssträngen erlebt sie eine Menge und man kann als Leser nachvollziehen, welche Entscheidung zu welchem Ergebnis führt.
Hierzu muss ich allerdings sagen, dass ich den Part in Schottland absolut übertrieben fand. Dass man sich nach 1 Tag gleich ständig „Schatz“ und „Liebling“ nennt, war mir zu viel des Tempos. Und insgesamt hat mir die Story leider auch gar nicht gefallen. Man hätte viel daraus machen können, aber bei Mariannes Weg nach Schottland wurde die Prophezeiung im Eiltempo durcherzählt. Da kam keine Bindung auf, keine Gefühle, gar nichts. Im Gegenzug wäre der Handlungsstrang in Hamburg noch realistischer gewesen.
Ich hatte schon schöne Buchreihen von Manuela Inusa gelesen, die waren deutlich besser. Zu diesem Buch habe ich noch ein zweites von einer Kollegin geschenkt bekommen, doch ich habe nicht wirklich Lust es zu lesen. Diese Story war so flach und hat mich leider überhaupt nicht mitnehmen können. Die aktuelle Buchreihe ist mir zu düster (ohne jegliche Triggerwarnungen). So ganz werde ich mit der Autorin nicht mehr warm.























