Bücher mit dem Tag "wut"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wut" gekennzeichnet haben.

605 Bücher

  1. Cover des Buches Das Kind in dir muss Heimat finden (ISBN: 9783424632828)
    Stefanie Stahl

    Das Kind in dir muss Heimat finden

    (277)
    Aktuelle Rezension von: julia-elysia

    Vor über einem Jahr habe ich das Buch "Jein! Bindungsängste erkennen und bewältigen" von Stephanie Stahl gelesen und fand es sehr, sehr gut und hilfreich. "Das Kind in dir muss Heimat finden" ist eines von ihren bekanntesten Büchern, weswegen ich es ebenfalls lesen wollte, allerdings konnte es mich überhaupt nicht überzeugen. Zwischenzeitlich lag es auch mehrere Monate unberührt herum, weil ich mich kaum dazu durchringen konnte, weiterzulesen, und jetzt, wo ich es weitergelesen habe, hatte ich ebenfalls starke Probleme, dranzubleiben.

    Ich denke, dass das Buch kaum denjenigen hilft, die sich bereits viel mit mentaler Gesundheit und ihren Traumata auseinandergesetzt haben. Daher konnten mich auch die vielen Übungen nicht wirklich abholen.

    Die Aufteilung zwischen dem Sonnen- und dem Schattenkind war mir auch irgendwie viel zu einfach gedacht. Meiner Meinung nach sind Menschen komplex und viele Eigenschaften und Erfahrungen verschwimmen ineinander und sind nicht klar zu trennen. In dem Buch wurde aber jegliches Verhalten entweder als Selbstschutz oder als Folge von irgendetwas bezeichnet, womit ich nicht ganz klar kam.

    Ich denke, dass das Buch durchaus hilfreich sein kann, aber insbesondere für diejenigen, die sich nicht allzu viel mit sich selbst und ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt haben. Daher gibt es 1,5 Sterne von mir.

  2. Cover des Buches After passion (ISBN: 9783453428911)
    Anna Todd

    After passion

    (4.902)
    Aktuelle Rezension von: Stefanie-B

    After Passion ist der erste Band der bekannten After-Reihe und erzählt die Geschichte von Tessa Young und Hardin Scott. Tessa beginnt ihr Studium als eher ruhige, strukturierte Studentin mit klaren Zukunftsplänen – bis sie Hardin begegnet. Er ist das komplette Gegenteil von ihr: rebellisch, verschlossen und emotional schwer greifbar. 

    Der Roman liest sich insgesamt sehr flüssig . Besonders schön fand ich, wie leicht man in die Geschichte hineinkommt und wie schnell man durch die Seiten fliegt. Die emotionalen Momente zwischen Tessa und Hardin sind oft sehr intensiv geschrieben, sodass man als Leser(in) stark in die Beziehung der beiden hineingezogen wird.  

    Dabei besteht ein großer Teil der Handlung aus dem ständigen Auf und Ab zwischen den beiden. Streit, Versöhnung, Missverständnisse und erneuter Streit wiederholen sich relativ häufig. Dadurch kann die Beziehung teilweise etwas unnötig dramatisch wirken.

    Andererseits macht gerade die  Dynamik zwischen den Protagonisten einen großen Teil des Reizes der Geschichte aus. Außerdem ergibt sich hieraus dann der Grundsetin für die Entwicklung der Charaktere, die ebenfalls prägend für das Buch ist und stark beschrieben wird. 

    After Passion ist ein interessanter, fesselnder New-Adult-Roman, der vor allem durch seine emotionale Intensität und die starke Anziehung zwischen den Hauptfiguren lebt. Wer Geschichten über komplizierte Beziehungen, große Gefühle und dramatische Wendungen - mit halbwegs viel Hin und Her - mag, kommt hier auf seine Kosten.


    Fazit:
    Ein sehr schöner Auftakt der Reihe mit viel Emotion und Spannung, der jedoch durch das häufige Hin und Her in der Beziehung etwas anstrengend werden kann… der aber andererseits gerade dadurch geprägt wird und mich damit stark fesseln konnte. Insgesamt ein unterhaltsames Buch, das Lust darauf macht, die Reihe weiterzulesen.

  3. Cover des Buches Save Me: Special Edition (ISBN: 9783736323001)
    Mona Kasten

    Save Me: Special Edition

    (3.563)
    Aktuelle Rezension von: escapewithtini

    Ich habe hier deutlich mehr erwartet und muss zugeben, dass ich die Serie viel besser fand als das Buch.

    Es ist nicht wirklich was passiert. Mir haben auch irgendwie nicht so die Charaktere gefallen.

    Die Anziehung habe ich hier auch nicht erlebt und gefühlt.

    Dennoch war es unterhaltsam und sehr leicht und schnell lesbar.

  4. Cover des Buches Emily Brontë, Sturmhöhe. Vollständige Ausgabe des englischen Klassikers. Schmuckausgabe mit Goldprägung (ISBN: 9783730612835)
    Emily Brontë

    Emily Brontë, Sturmhöhe. Vollständige Ausgabe des englischen Klassikers. Schmuckausgabe mit Goldprägung

    (2.070)
    Aktuelle Rezension von: mireille003

    Also ich kann es wirklich nicht nachvollziehen, wie dieses Buch ein Klassiker sein kann und so beliebt ist. Ich finde die Geschichte nicht spannend, geschweige denn die Charaktere,... Es ist einfach nur lang und langweilig. Es gibt Klassiker die wirklich gut sind. Dieser zählt meiner Meinung nicht dazu.

  5. Cover des Buches Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis (ISBN: 9783423718790)
    Sarah J. Maas

    Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

    (2.655)
    Aktuelle Rezension von: VerenaVarneva

    Noch besser als der erste Band! ⭐⭐⭐⭐⭐

    A Court of Mist and Fury hat für mich den ersten Band sogar noch übertroffen. Während A Court of Thorns and Roses die Welt aufbaut, entfaltet sich hier die Geschichte erst richtig. Die Charaktere gewinnen enorm an Tiefe, die Handlung wird komplexer und die emotionalen Momente treffen genau ins Herz.

    Besonders beeindruckt hat mich Feyres Entwicklung. Sie wächst an ihren Herausforderungen und findet immer mehr zu sich selbst. Die Beziehungen zwischen den Figuren sind vielschichtig und authentisch dargestellt, sodass man mit ihnen mitfiebert, leidet und hofft.

    LG :)

  6. Cover des Buches Harry Potter und der Orden des Phönix (Harry Potter 5) (ISBN: 9783551322852)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Orden des Phönix (Harry Potter 5)

    (9.981)
    Aktuelle Rezension von: leniisbooks

    4,5 ★


    Mit Harry Potter und der Orden des Phönix schlägt die Reihe deutlich ernstere und düsterere Töne an. Man spürt, dass die Figuren älter werden und zunehmend Verantwortung übernehmen müssen. Die unbeschwerteren Abenteuer der ersten Bände treten stärker in den Hintergrund, während Bedrohungen, politische Machtspiele und persönliche Verluste an Bedeutung gewinnen.


    Besonders Harrys Entwicklung steht dabei im Mittelpunkt. Seine Wut und Frustration wirken seinem Alter entsprechend nachvollziehbar. Zwar fehlt ihm oft noch die Weitsicht, um das gesamte Ausmaß der Ereignisse zu erfassen, gleichzeitig wird aber deutlich, wie sehr er im Vergleich zu den vorherigen Bänden gereift ist. Seine innere Zerrissenheit verleiht der Geschichte zusätzliche emotionale Tiefe.


    Ein großer Teil der Spannung entsteht durch Dolores Umbridge. Als Gegenspielerin ist sie besonders wirkungsvoll, weil ihre Methoden erschreckend realistisch wirken. Ihre bürokratische Art, Kontrolle auszuüben und Informationen zu beeinflussen, macht sie zu einer Figur, die auf eine ganz andere Weise bedrohlich ist als Voldemort.


    Sehr gelungen ist auch die Entwicklung von Dumbledores Armee. Es macht Spaß zu verfolgen, wie sich die Schülerinnen und Schüler nicht alles gefallen lassen, selbstständig denken und Verantwortung übernehmen. Gerade dieser Zusammenhalt vermittelt Hoffnung in einer Zeit, in der viele Erwachsene versagen oder wichtige Informationen zurückhalten.


    Beeindruckend ist zudem Nevilles Entwicklung. Er gewinnt deutlich an Selbstvertrauen und Stärke und zeigt, wie viel Potenzial in ihm steckt. Damit gehört er zu den Figuren, die in diesem Band besonders positiv hervorstechen.


    Interessant ist außerdem, wie viele Parallelen sich zur realen Welt ziehen lassen. Der Umgang mit Macht, die Kontrolle von Informationen und die Manipulation öffentlicher Wahrnehmung wirken erstaunlich aktuell und verleihen der Handlung zusätzliche Relevanz.


    Die Mischung aus vertrautem Schulalltag, dem Widerstand gegen Umbridge und der wachsenden Bedrohung durch Voldemort funktioniert hervorragend. Der Schulalltag sorgt für Beständigkeit und Vertrautheit, während die politischen Konflikte und die Gefahr für Spannung sorgen. Zwar hätten einige Passagen etwas kürzer ausfallen können, insgesamt trägt die ausführliche Erzählweise aber zur Entwicklung der Figuren und der Handlung bei.


    Das Ende hinterlässt schließlich einen besonders starken Eindruck. Der tragische Verlust einer wichtigen Figur sorgt für einen emotionalen Einschnitt, der nicht nur die Charaktere, sondern die gesamte Reihe nachhaltig prägt. Dadurch wirkt der Roman wie ein entscheidender Wendepunkt innerhalb der Geschichte.


    Fazit:

    Harry Potter und der Orden des Phönix ist ein deutlich düsterer und emotionalerer Band der Reihe, der mit starken Charakterentwicklungen, gesellschaftlich relevanten Themen und einer gelungenen Mischung aus Schulalltag und Widerstand überzeugt. Trotz kleiner Längen entfaltet die Geschichte eine große emotionale Wirkung und bereitet den Weg für die noch dunkleren Ereignisse der folgenden Bände.

  7. Cover des Buches Throne of Glass – Kriegerin im Schatten (ISBN: 9783423765312)
    Sarah J. Maas

    Throne of Glass – Kriegerin im Schatten

    (2.071)
    Aktuelle Rezension von: Tinkarios

    Holy Queens, Tandem Read bewältigt. 

    Nerven mit einem eisigen Orkan über die Reling geschickt.

    Kurzer Teaser: Das war ein wilder Seegang. Rückblickend keiner, den ich nochmal so segeln würde. Aber es gibt eine neue Route, dazu später mehr.

    Holt euch einen Drink, lehnt euch zurück und wenn ihr zuckersüß seid, lest sehr gerne bis zum Schluss. 


    Meine Buch-Recap: 


    Auf dem Kontinent Erilea gab es Perspektivwechsel sondergleichen mit einer rasanten Handlungsabfolge, die kaum Luft zum (durch-)atmen bot. 

    Die Plots hatten Feuer und brannten was das Zeug hielt. Für mich lit darunter vorrangig der Schreibstil, der „zu schnell, zu viel“ Brandbeschleuniger 🔥 in sich hatte.

    Vielleicht wollte SJM es auch aber genau so. Ich las jedoch manche Stelle nicht nur einmal, in der Hoffnung alles erfassen zu können und bloß keinen Funken Relevantes zu überlesen. Turns out: Funktionierte mäßig, denn die Verwirrung war bis zuletzt verwirrt und meine Geduld wiederholt auf Messers Schneide. 

    Irgendwie fügte sich logisch natürlich wie immer alles zusammen, aber die WTF-Momente hätte ich in ihrer Epik manchmal gerne ausführlicher genossen. Aber vielleicht leide ich auch einfach nur lieber länger und ausführlicher auf den Buchseiten. 

    Was mir geboten wurde, war eine Ode an die fantastischen, wunderbaren Ladies, eine WG-Zusammenführung der anderen Art auf einem „Segeltörn“, Ränke, Pläne und Intrigen auf allen Zeitebenen und endlich Drachen 🐉😝. 

    Die gefürchteten, letzten 100 Seiten waren der altbekannte Fiebertraum an Emotionen und Schockmomenten gepaart mit Hoffnung und Zerstörung auf der Repeattaste.

    Band 5 reihte sich damit in die Tog-Reihe ein, wie ein weiteres Puzzelstück kurz vor dem grande finale.


    Mein Seegang mit der Crew:

    Spoilerregen-Modus aktiviert. Wer diesen Spaß noch vor sich hat, skippt bitte dringend zum nächsten Abschnitt (natürlich, ich gliedere hier in Abschnitte 🤦‍♀️), sofern ihr euch fragt, ob der Tandem-Read für euch eine gute Idee ist. Ansonsten habt eine fantastische Zeit mit der Feuerherz-WG in Band 5. 


    Ich starte direkt mit einem Aufreger und freu mich richtig, hoffentlich Zwietracht zu sähen 😁😇. Spass beiseite, aber, sorry not sorry, ich shippe Aelin und Rowan nicht als „das“ Couple der Show. Sie sind witzig, sie sind ein bisschen (fae-)toxic, sie sind sooo seelengebunden, aber Leute, der Age-Gap ist anders tough. Ein Glück bin ich durch ACOTAR schon daran gewöhnt 😅. Aber Ihr könnt mir erzählen was ihr wollt, auch wenn Aelin als „reif“ für ihr Alter dargestellt wird(, dass die erst 19 Jahre alt sein soll, ist auch ein ewiger Unglaube, aber anderes Thema), muss Rowan doch das Gefühl haben, mit einem Embryo zu fusionieren. Das Konzept der Seelenverwandschaft rettet uns natürlich aus dieser desaströs fetalen Problematik, aber zumindest kurz wollte ich diesen Gedanken ausgeschrieben haben. 


    Natürlich mindert das nicht mein Herz für Aelin, die Göttin der bad ass bitch moves mit einer Gabe an Planungskompetenz und Vorausschauung, die wahrscheinlich nicht mal SJM erahnte, als sie uns damals mit meiner allerliebsten Celaena bekannt machte. Und ich war so amüsiert und erfreut, als wir unserem girl „Celi“ wieder begegnen durften 😍 

    Ahhhh, was für eine fantastische Vereinigung mit dem Rolfe. Richtige back to basic-Vibes und ich bin ehrlich, ich vermisse die Maus mit ihrer unübertrefflichen Überheblichkeit und Schärfe doch immer wieder 😅. 


    Die Storyline der Namenlosigkeit war ein Plot. Das Brannongedenkmal auf der Stirn und die Strandsession haben in mir allerdings eine Assoziation hervorgerufen, die ich in meinen Ungunsten Träumen nicht erschaffen wollte.

    Ich war überrascht von mir selbst, aber bei diesem unsichtbaren Stirntattoo gepaart mit ihrer Dunkelheit hatte ich kurz das Gefühl, Harry P. und Voldi sind am Start 🪄. 

    „Excause me“, aber Maeve? Name für immer unbrauchbar, aber die Perle aktivierte mit ihrem Auftritt meine ersten, sehr deepen Horrorfilmissues wieder. Als sie mit ihrem Vorhang schwarzer Haare auflief, kam Samara aus dem Brunnen quasi durch die Buchseiten in mein Gehirn.

    Das Ergebnis dieser Wahnwitzigkeit:

    In meiner Vorstellung greift jetzt Samara die weibliche Version von Harry P. an, um dann im mittelalterlich angehauchten Setting vom Mann mit der eisernen Maske und dem Sarkophag von Han Solo verschifft zu werden. Ganz großes Kino meinerseits 🙅‍♀️. 


    Bleiben wir bei besondere Events dieses Bandes: Es gab endlich einen Drachen, holy Peperoni. Der Ausblick vom Turm muss absolute high-end gewesen sein und ich glaube Aedion konnte ihn nicht so genießen wie ich 😘. Der Mann hat dann auch mein Herz berührt mit seinem Versprechen, ganz herzzerreißend. Wobei ich mich frage, wen lieben die beiden am Ende mehr. Sich gegenseitig oder beide dann doch eher Aelin? 😅

    Lysandra jedenfalls hat mir sehr viel Freude bereitet mit ihrer Superpower, ob als Aelin, als Wasserdrache, als Schneeleopard. Ich bin so froh, dass wir sie in der WG haben 🫶.


    Außerdem habe ich recherchiert und nichts konkretes gefunden, aber mein detektivisches Gespür ist sich sicher: SJM ist ein GOT-Fangirl. Ich meine, „der Wolf des Nordens“ 🐺 ist nur einer der unzähligen Parallelen. Zeitlich wären diese Einflüsse mehr als möglich, wobei Band 6 da noch mehr zu bieten hat.


    Mein Gefühl war von Beginn an auf der richtigen Fährte, aber der Plot um unsere Hexenkönigin war eine Wucht. Manon geht mir einfach anders nah und die Kapitel um die Dreizehn sind doch meine liebsten. Ich würde auch auch so gerne noch mehr über die Gang erfahren 🧙. 

    Die alte Blackbeak-Schachtel segnet hoffentlich im nächsten Band das Zeitliche. Sehr gerne eingefriert mit einem Heidenspaß von Mr. King „Six Five Blue Eyes“. Dieser bedient das Klischee „Stille Wasser sind tief“ in Bestform und ich freue mich doch für ihn, dass er seinen Weg aus seiner Dunkelheit findet. 

    Wobei ich noch nicht sicher bin, denn den Mann an Manons Seite gibt es ja schon und der ist der einfach für immer Nummer eins: Abraxos, der Blumenboy 🌸. Ich hoffe sehr, dass die Verbindungen und die Kommunikation zwischen den Wyvern untereinander und mit ihren Reiterinnen im letzten Teil den Raum bekommen, den sie verdienen. Petrah hat die Info ja nun schon seit einiger Zeit gedroppt und ich will mehr darüber wissen. SJM, bitte enttäusche mich nicht 🙏.  


    Und ganz vielleicht hab ich ein wenig mein Herz an Fenrys verloren. Neben den ACOTAR-Vibes, die er mir vermittelte, ist die Wolfsgestalt natürlich ein Banger (ich hoffe irgendwann schaffe ich es in naher Zukunft „Dire Bound“ und „Wolf King“ zu konsumieren 😅), aber sieht mäßig aus an Erfolg. 


    Und besonders werde ich wohl immer lieben, dass die Girls die Story tragen. Liebe geht raus an Elide (die ist mir hier ja völlig untergegangen, gehört aber definitiv erwähnt), Asterin und Co. Ich freu mich mit euch in den Abgrund gehen zu dürfen 💔🖤. 


    Mein Tandem Read - Eine gefühlte Lebensentscheidung:


    Die Entscheidung für den Tandem Read fiel mir nicht leicht. In meinem Kopf herrschte eine ausschweifende Diskussion und ich danke an dieser Stelle jede:r von euch, die sich die Mühe gemacht hat, um mich bei dieser Entscheidung zu unterstützen. Ganz viel Liebe für euch 🫶.


    Rückblickend finde ich, nimmt der TR beiden Büchern den letzen Glow. In mir löste die Umstellung von Schreibstil und Handlungsgeschwindigkeit immer ein wenig Stress aus, weil der sechste Band einen ganz anderen, ebenso speziellen Vibe besitzt. Dazu mehr in meiner Rezension dieses Bandes 😎 - der übrigens absolut zu Unrecht von vielen wie ein ungeliebtes Stiefkind behandelt wird. 


    Ich verstehe die Dramatik hinter „Oh heilige Mala, ich kann jetzt keine knapp 850 Seiten warten, bis ich weiß, wie es weiter geht.“ anteilig. Da ich diese Lesereise aber bisher sehr bewusst länger rausgezögert habe, um mehr von ihr zu zehren… 


    Ein vielleicht zu offensichtliches Argument gegen den Tandem Read bilden für mich die verschiedenen Handlungsorte und Erzählweisen. Da wir auch bisher buchgebunden immer auf einem Kontinent unterwegs waren - ich vermisse die Karte von Wendlyn im dritten Band immer noch schmerzlich, GaLiGrü an den dtv Verlag 🤗 - war das durch den TR ein Bruch. An sich fein, aber die unterschiedliche Handlungsgeschwindigkeiten, mit denen Sarah J. uns die Geschehnisse offenbart, gepaart mit dem dazu passenden Schreibstil forderten immer wieder eine Umgewöhnung. Das mochte ich nicht. 


    Hab ich trotzdem durchgezogen, obwohl mir eine weise Person (Grüße gehen raus an „sonny“ im Buddyread) eine Alternative offenbart hat? 

    Na sicher, ich wollte doch meine bunte Abhakliste nicht verschmähen.


    Aber wenn du noch vor der Entscheidung stehst, dich vielleicht in meinen Erfahrungen und Lesevibes erkennen könntest und nicht diesem - sorry Leute - albernen „Chaol-Hate-Club“ angehörst, möchte ich hier ein Kompromiss promoten, das ich bisher viel zu selten gesehen habe:


    Der „Tandem Read light“ 🥳🎉🍾:


    Ich hab die Empfehlung aus dem BR ein wenig konkretisiert. Entsprechend der Angabe bis ca. Seite 700 zu lesen, präsentiere ich sonny‘s Version:


    Du liest Band 5 bis Kapitel 60.

    Du liest Band 6 bis Kapitel 54. 

    Du liest Band 5 zu Ende.

    Du liest Band 6 zu Ende. 


    Im TR beginnen die letzten Blöcke mit Kapitel 68 (Band 5) und Kapitel 58 (Band 6). Auch das wäre aus meiner Sicht eine Option. 


    🔝So können beide Bücher in ihrer eigenen Magie strahlen und du verpasst den relevanten Plot für den großen, verbindenden Moment trotzdem nicht. 

    Weil auch, wenn die Handlungen zeitgleich stattfinden, hatte ich mir mehr Verbindungen und Verweise über die Bücher hinaus versprochen bei all der Werbung für diesen TR.

    Die gab es dann doch nur sehr reduziert an zwei bis drei Stellen.

    Zusätzlich muss man keine zwei riesigen Bücher mit sich herumschleppen oder die langen Wartezeiten auf den E-Readern abwarten.


    Abschließend:

    Wenn ihr es bis hierher geschafft habt, bin ich dankbar für eure Zeit und wünsche euch viel Spaß, egal wie es für euch mit ToG weitergeht.

    🫶


  8. Cover des Buches After love (ISBN: 9783453428935)
    Anna Todd

    After love

    (2.706)
    Aktuelle Rezension von: belli4charlotte

    „After Love“ ist für mich der bisher schwächste Teil der Reihe. Obwohl Anna Todd ihren gewohnt fesselnden Schreibstil beibehält und es durchaus Kapitel gab, die ich schnell verschlungen habe, wirkt dieser Band insgesamt deutlich langatmiger und mit unnötigem „Puffer-Material“ gefüllt. Die ständigen Wiederholungen – sowohl in den Streitereien als auch in den erotischen Szenen – lassen die Handlung oft auf der Stelle treten.

    Die Beziehung zwischen Tessa und Hardin zeigt hier ihre destruktivste Seite. Beide verhalten sich widersprüchlich, egoistisch und emotional unausgeglichen, was zwar zur Dynamik der Reihe gehört, aber in diesem Band besonders ermüdend wirkt. Tessas Entscheidung, nach Seattle zu gehen, fand ich grundsätzlich stark – umso unverständlicher war ihr anschließendes Hin-und-Her, das die dringend nötige Beziehungspause ad absurdum führt. Auch Hardins Verhalten bleibt problematisch: Er erwartet Kompromisse, die er selbst nicht bereit ist einzugehen.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist Tessas Vater, dessen Auftauchen zwar Potenzial gehabt hätte, aber durch den extremen Zufall und die oberflächliche Behandlung seiner Probleme eher konstruiert wirkt. Ähnlich verhält es sich mit dem großen Twist am Ende: überraschend, ja – aber nicht organisch eingebettet und ohne echten Einfluss auf die bisherige Handlung.

    Was mich am meisten gestört hat, ist die zunehmende Überzeichnung der Figuren. Tessa wirkt stellenweise fast überperfekt, während sich gefühlt jeder Charakter um sie dreht. Gleichzeitig bleibt Hardin in seinen Mustern gefangen, ohne dass die Geschichte diese Dynamik wirklich hinterfragt. Das Vierecks-Drama setzt dem Ganzen die Krone auf und wirkt unnötig aufgebläht.

    Trotz all dieser Kritikpunkte bleibt die Reihe fesselnd – Todd versteht es, Emotionen zu schüren und Cliffhanger zu setzen. Doch „After Love“ verliert sich zu sehr im Drama und zu wenig in echter Entwicklung. Für Fans der Reihe sicher lesbar, aber im direkten Vergleich zu den Vorgängern deutlich schwächer.

    Fazit: solide Fortsetzung mit starken Momenten, aber zu viel Wiederholung und zu wenig Substanz. 3 von 5 Sternen. 

  9. Cover des Buches Silber - Das dritte Buch der Träume (ISBN: 9783596522910)
    Kerstin Gier

    Silber - Das dritte Buch der Träume

    (3.080)
    Aktuelle Rezension von: Aditu_in_Wonderland

    In Band 3 geht die Handlung gleich spannend und nahtlos weiter. Die Gefahren rücken immer näher an Liv heran und werden persönlicher. Jemand scheint es mittlerweile tatsächlich auf sie höchstpersönlich abgesehen zu haben. Und irgendwie scheint es, dass der Feind ihnen immer einen Schritt voraus ist.
    Gerade jetzt braucht Liv die Hilfe und Nähe ihrer Freunde ganz dringend, um nicht den Mut, die Hoffnung und am Ende ihr Leben zu verlieren.

    Auch wenn am Ende die größte aller Fragen offen bleibt, was Kerstin Gier auch selbst im Buch thematisiert, ist es eine gelungene YA-Romantasy-Trilogie. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich die Reihe bereits gelesen habe, aber irgendwie entdecke ich immer wieder kleine Details, die mir bei den vorherigen Malen nicht aufgefallen sind, oder die ich wieder vergessen habe. 

    Es bleibt also auch beim xten Mal durchlesen immer wieder spannend und kurzweilig. 

    Und ich freue mich schon sehr auf das nächste Mal, wenn ich die Reihe in die Hand nehme!

    Und da ist es völlig egal, ob als eBook, Hardcover oder Hörbuch. 

  10. Cover des Buches Save You: Special Edition (ISBN: 9783736324008)
    Mona Kasten

    Save You: Special Edition

    (2.497)
    Aktuelle Rezension von: Isabelfra

    Leider hat mir der 2. Band nicht ganz so gut gefallen, wie der erste. Es war ein langes hin und her, auch wenn ich es grundlegend gut fand, dass Ruby James nicht sofort verziehen hat. Mir hat einfach etwas mehr Spannung gefehlt, stattdessen war es etwas langweilig. Im letzten Drittel wurde es weitaus besser und ich hatte auch wieder etwas mehr Spaß beim Lesen. 


    Ich fands schön, dass wir in Band zwei auch mehr Einblicke in Lydias, sowie in Embers Welt bekommen haben. Da wir auch aus deren POVs lesen. Es hat mir sehr gefallen, dass Lydia und Ruby sich angefreundet haben und die Freundesgruppe dadurch etwas gewachsen ist. Zudem finde ich, dass Lydia eine tolle Entwicklung durchmacht, da sie durch Ruby eine Person hat auf die sie sich verlassen kann und ihr Geheimnis wahrt. 


    Ember finde ich soweit etwas Naiv, da habe ich irgendwie mehr von ihr erwartet. Versteht mich nicht falsch: Ich kann den Impuls von ihr nachvollziehen, jedoch erschien sie mir immer als selbstbewussterer und stärkerer Charakter, als wie sie nun dargestellt wird. Ich möchte an dieser Stelle nicht Spoilern, daher werde ich nicht viel mehr dazu sagen. 


    James Entwicklung in diesem Band möchte ich aber auch nicht auslassen. Anfangs ist er, verständlicherweise, in seiner Trauer gefangen und hoffnungslos in jeder Hinsicht. Es war schön ihn da raus zu begleiten und seinen Plan Ruby zurückzugewinnen zu verfolgen. 


    Von der Handlung her, passiert gefühlt nicht wirklich viel in diesem Buch. Außer das es ein großes hin und her zwischen Ruby und James gibt. Ich hatte irgendwie gehofft, dass da noch etwas mehr Spannung mit reinkommt. 


    Allem in allem fand ich Save You von Mona Kasten einen süßen zweiten Band, der für mich jedoch zu wenig Handlung hatte. Da mir die Grundgeschichte jedoch bisher gefallen hatte und ich hoffe, dass es in Band 3 wieder besser wird gebe ich dem Buch 4 von 5 ⭐️.

  11. Cover des Buches Save Us: Special Edition (ISBN: 9783736325005)
    Mona Kasten

    Save Us: Special Edition

    (2.076)
    Aktuelle Rezension von: WieNo

    Natürlich musste auch der letzte Teil der Reihe gelesen werden - aber gelohnt hat es sich nicht so sehr. Ja, es ist schön, dass alle Erzählstränge zum Ende geführt werden und alle Andeutungen wieder aufgenommen werden. Nichtsdestotrotz war es für mich ein Beenden der Reihe, kein großes Fühlen, kein Hingeben in die Geschichte. Viel zu viel war vorherrsehbar und nicht überraschend. Ein schönes, entspanntes Ende. 

  12. Cover des Buches Berühre mich. Nicht.: Special Edition (ISBN: 9783736319936)
    Laura Kneidl

    Berühre mich. Nicht.: Special Edition

    (2.332)
    Aktuelle Rezension von: Kati_5972

    "Ich habe keine Angst. Die Angst ist nicht real." Das ist Sages Mantra, mit dem sie Tag für Tag versucht, ihrer dunklen Vergangenheit zu entkommen und sich ein neues Leben aufzubauen. Trotz oder gerade wegen ihrer Unsicherheiten und Ängste packt sie an ihrem 18. Geburtstag ihre Koffer und bringt mehrere tausende Meilen zwischen sich und ihrer Vergangenheit, um in Nevada neu anzufangen und um all den Schmerz der letzten Jahre vergessen zu können. Dort angekommen, ist sie erst einmal auf sich allein gestellt, sie kennt niemanden, braucht dringend einen Job, um nicht länger in ihrem klapprigen VW-Transporter übernachten zu müssen und die Studiengebühren fürs College zahlen zu können. Dann trifft sie auf Luca, der mit seinem verwegenen Lächeln und den Tattoos die Verkörperung all ihrer Ängste darstellt. Gezwungenermaßen muss sie während ihres Aushilfsjobs mit ihm zusammenarbeiten. Doch nach einiger Zeit merkt Sage, dass Luca nicht dem Bild ihres ersten Eindrucks entspricht und sich hinter seiner unnahbaren Art ein ganz anderer Mann verbirgt - jemand der ihr zerbrechliches Herz auf sanfte Weise schneller schlagen lässt ...

    Nach "The Darlington" habe ich mich nun auch an "Berühre mich. Nicht." gewagt und zähle mich nun offiziell zu einem Fan von Laura Kneidl! Dieses Buch hat mich einerseits zutiefst erschüttert und mich andererseits so sehr berührt und bewegt und mir viele Momente geschenkt, die mein Herz zum Flattern gebracht haben. Das Buch behandelt sehr ernste und schlimme Themen und deren psychische Auswirkungen, weshalb die Triggerwarnung unbedingt beachtet werden sollte. Aber Laura Kneidl hat es mit ihren Protagonisten, allen voran Sage, geschafft diese ernstzunehmenden Themen auf sehr realistischer Weise mit dem nötigen Feingefühl, dass es braucht, um darüber zu schreiben, darzustellen und sie in eine herzzereißende wie auch herzerwärmende Story zu packen, die unter die Haut geht. Zudem wurde alles sehr gefühlsbetont und auf herzergreifende Weise erzählt, dass es mir mehrmals im übertragenen Sinne das Herz gebrochen hat und am Ende wieder zusammengeflickt wurde.

    Die Geschichte wird aus Sages Sicht erzählt und als Leser*in erlebt man ihre Gefühle sehr stark mit, wenn sie plötzlich von einer Panikattacke überrollt wird, sie sich daraus kämpft und dennoch nach und nach Vertrauen fasst und jeden Tag wieder aufsteht und weitermacht, in dem Bemühen und dem Willen ein normales Leben als Studentin führen zu können. So ist Sage aus meiner Sicht eine mutige Protagonistin, die nicht aufgibt, mutig genug ist alleine über tausende Meilen hinweg ein neues Leben anzufangen, wo sie niemanden kennt und ihr Leben von nun an selber in die Hand zu nehmen. Wirklich erzählerisch ganz stark gestaltet!

    Nur das Ende ist ziemlich fies, was mich ziemlich frustriert ausrufen ließ: "Wie bitte!? Das kann doch so nicht enden!" So kann ich jedem nur dazu raten, sobald euch die Story gepackt und gefesselt habt, schafft euch den zweiten Teil umgehend an, sodass ihr nach dem ersten Band direkt weiterlesen könnt. Ich muss mich jetzt noch drei Tage gedulden ... wie nervenaufreibend!

    "Berühre mich. Nicht." bekommt von mir volle fünf Sterne für eine zugleich ernste und mitunter emotional aufwühlende, aber auch erzählerisch so warmherzige und einfühlsame Handlung, die mich sehr bewegt hat ❣️

  13. Cover des Buches Der Insasse (ISBN: 9783426519448)
    Sebastian Fitzek

    Der Insasse

    (1.729)
    Aktuelle Rezension von: Athene1989

    Ich habe als Jugendliche gerne Thriller gelesen, aber irgendwann das Interesse verloren. Nun gut 20 Jahre später, hat mich die Neugier wieder gepackt und ich war gespannt auf „Der Insasse“ von Sebastian Fitzek, da ich schon viel über das Buch gehört hatte. Daher habe ich dieses Buch als Wiedereinstieg genutzt.
     Max wird entführt und kurz darauf wird ein Kindermörder gefangen genommen. Dieser beichtet Morde, aber nicht an Max, was die Eltern, gerade Till, zum Verzweifeln bringt. Im Klapptext steht, dass Monate nach dem Verschwinden von Max ein Ermittler der Mord-Kommission dem verzweifelten Vater ein unglaubliches Angebot macht, was aber nicht stimmt. Till überredet seinen Schwager, ihn in die Psychatrie undercover einweisen zu lassen, in der auch Guido Tramnitz, der Kindermörder, einsitzt, um herauszufinden, was mit seinem Sohn passiert ist. Für mich ist das schon ein kleiner, aber feiner Unterschied. Aber das hat der Story keinen Abbruch getan. Sicherlich konnte mich das Buch nicht ganz so fesseln, wie das Leser von Thrillern eher passiert, aber das Ende fand ich sehr gut gelungen und recht komplex. Da war ich wirklich begeistert. Die Charaktere waren alle gut durchdacht und gelungen, sei es nun von dem verzweifelten Vater Till, dem Mörder Tramnitz oder auch Kasov, der sich um die Patienten gekümmert hat. Ich habe bei vielen teilweise zwischen Ablehnung und auch ein wenig Mitleid geschwankt, was gerade bei dem Mörder echt schwer ist, aber der Autor hat es geschafft. Ich fand es auch interessant zu lesen, wie das Leben in so einer Geschlossenen aussieht, gerade für Schwerverbrecher. Das Buch wurde aus verschiedenen Sichten geschrieben, damit der Leser die ganzen Einblicke rund um Max´ Verschwinden mitbekommt und auch miträtseln kann. Das fand ich auch sehr gelungen. Deswegen und weil das Ende hin fesselnd war, vergebe ich vier Sterne. 

  14. Cover des Buches Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken (ISBN: 9783846600733)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

    (1.339)
    Aktuelle Rezension von: JulieFlamingo

    2025 habe ich Heir von Sabaa Tahir gelesen und dabei gemerkt, dass es eine Vorgeschichte aus derselben Welt gibt. Seitdem hat diese Reihe darauf gewartet, endlich von mir gelesen zu werden.

    Der Einstieg in das Buch ist wirklich gelungen. Tahir schafft es, eine neue Welt spannend einzuführen, ohne dabei zu überfordern. Erzählt wird aus der Sicht von Laia und Elias, wobei die Kapitel überraschend, aber angenehm kurz sind. Dadurch wirkt der Erzählstil sehr dynamisch und die Geschichte bleibt durchgehend spannend.

    Die beiden Protagonisten haben sehr eigene, starke Charaktere, und ich mochte sie beide unglaublich gern. Sie stehen gesellschaftlich an völlig unterschiedlichen Punkten, verfolgen ihre eigenen Ziele und müssen Wege gehen, die alles andere als einfach sind. Durch die Protagonisten, aber auch durch die gut ausgearbeiteten Nebenfiguren, wirkt die Geschichte besonders lebendig.

    Ich hatte durchweg Spaß und kann es jedem Fantasy-Liebhaber empfehlen. 

  15. Cover des Buches ONE OF US IS LYING (ISBN: 9783570311653)
    Karen M. McManus

    ONE OF US IS LYING

    (1.236)
    Aktuelle Rezension von: JBreath

    Ein spannendes Grundkonzept mit wechselnden Perspektiven, das vor allem im ersten Teil gut funktioniert. Die verschiedenen Blickwinkel der vier Verdächtigen machen das Rätseln interessant und halten die Spannung über weite Strecken aufrecht.


    Die Figuren sind zwar teilweise etwas klischeehaft angelegt (Streberin, Sportler, Problemkind etc.), aber insgesamt solide umgesetzt. Gegen Ende lässt das Buch jedoch nach: Der Fokus verschiebt sich stärker auf eine Figur und ihr Liebesleben, was die eigentliche Spannung etwas abschwächt. Auch das Ende wirkt stellenweise unnötig konstruiert, besonders im Hinblick auf die Auflösung und den Epilog.


    Der Twist ist grundsätzlich interessant, passt aber nicht ganz zum Titel, der dadurch etwas irreführend wirkt. Insgesamt ein gutes, unterhaltsames Buch, das aber sein starkes Niveau nicht ganz bis zum Schluss halten kann.

  16. Cover des Buches Gelöscht (ISBN: 9783733500382)
    Teri Terry

    Gelöscht

    (1.516)
    Aktuelle Rezension von: femicolon_buchblog

    „Gelöscht“ habe ich vor ca. 10 Jahren bereits gelesen und wollte es jetzt noch einmal lesen, nach dem Motto „Was it good, or was I just 13?“ 😀

    Die Geschichte geht direkt spannend und mit einer beklemmenden Stimmung los. Die Enge des britischen Überwachungsstaates ist förmlich spürbar und mit dem flotten Schreibstil der Autorin ließ sich das Buch in kürzester Zeit lesen.

    Kyla war eine tolle Protagonistin, sympathisch und sehr mutig, aber gleichzeitig auch erst 16 Jahre alt. Genauso wie die meisten anderen Figuren ist sie ein Teenager, weshalb man von ihr nicht erwarten kann (und sollte) sich wie eine Mitte Zwanzigjährige zu verhalten. Die Liebesgeschichte war ganz süß und auch altersgemäß (Ist leider nicht selbstverständlich in manchen Büchern). Hier und da war es mir etwas zu viel Geschmachte, aber insgesamt hielt es sich in Grenzen.

    Die Idee des „Slating“ als Bestrafungs- und Präventionsmaßnahme fand ich sehr spannend und ist mir so bisher auch noch in keiner Geschichte begegnet. Jugendliche unter 16, die (angeblich) kriminell aufgefallen sind, werden einer Operation unterzogen, die ihr Gedächtnis löscht. Danach werden sie mit neuem Namen und ohne Erinnerung in eine neue Familie geschickt und so „reintegriert“.

    Das dystopische Worldbuilding fand ich sehr spannend, hätte mir jedoch noch mehr Details und Hintergründe gewünscht. Eben weil ich es so interessant fand. Zwar wurde klar, dass der Brexit als Ausgangspunkt für die Entwicklung des Überwachungstaates gedient hat, aber ich hätte mir noch mehr Einblicke in die Strukturen gewünscht.

    Was mir etwas sauer aufgestoßen ist, war die Erwähnung einer Autimus-Unit, die früher bestanden haben soll, „bevor die Krankheit geheilt wurde“. Diese Formulierung empfand ich als etwas schwierig, da es sich bei Autismus um komplexe neuronale Entwicklungsstörungen handelt und eben nicht um eine heilbare Krankheit. Mir ist klar, dass die Autorin „erfolgreiche“ Eingriffe am Gehirn im Zuge der Slating-Experimente meinte, aber das hätte man einfach anders formulieren bzw. erklären können, um Falschinformation zu vermeiden.

    Der Verlauf der Geschichte war sehr rasant. Stück für Stück entfaltet sich Kylas Vergangenheit wie ein Puzzle. Generell empfand ich den Plot als sehr dicht, ohne große Längen. Der Fokus liegt auf dem dystopischen Teil und weniger auf der Romantik, was mich bei neueren Dystopien häufig stört. Das Ende war ein spannender Cliffhanger und ich freue mich auf den zweiten Band.

  17. Cover des Buches The Hate U Give (ISBN: 9783570312995)
    Angie Thomas

    The Hate U Give

    (750)
    Aktuelle Rezension von: Isabelle_Kocher

    "The Hate U Give" behandelt das Themen wie Rassismus, Polizeigewalt und Black Lives Matter, jedoch erzählt aus der Perspektive eines 16-jährigen Mädchens. Dadurch wirkt die Geschichte nahbarer und berührt auf eine viel intensivere Weise. Statt den Fokus auf die harten Fakten der zu richten, wirkt dieser Roman fast philosophisch, wenn die Hauptfigur, Starr, sich fragt, was falsch und was richtig ist, was es wert ist, dafür zu kämpfen und wie sie die zwei Welten, in denen sie lebt, miteinander vereinen kann. Besonders gut hat mir an diesem Buch gefallen, dass es der objektiven Berichterstattung unserer Nachrichten nun ein persönliches Gesicht verleiht. Wir sehen nicht mehr einen Afro-Amerikaner, der erschossen wird - wir sehen ein Mädchen, dass sich an die vielen Momente der Freundschaft mit einem Jungen erinnert, dessen Leben nun viel zu früh endet, während sie ohne ihn weiterleben muss. Ein Buch, das bewegt und einem die Augen öffnet.
    MEIN TIPP: Als englisches Audiobook kommt die besonderes Sprache des Buchs am besten zur Geltung! 

  18. Cover des Buches Zurück ins Leben geliebt (ISBN: 9783423219976)
    Colleen Hoover

    Zurück ins Leben geliebt

    (1.475)
    Aktuelle Rezension von: annalog

    War ein paar mal kurz davor das Buch wegzulegen. Mich hat die Handlungsweise des Protagonisten Miles sehr wütend gemacht, weil ich es absolut nicht fair fand sein Trauma an an Tate auszulassen anstatt es zu bearbeiten. Dann hat er wiederum aber süße Sachen gemacht und man merkte, dass seine harte Schale Risse bekommt. Nun ja, ich musste wissen, was seine Hintergründe sind und habe das Buch beendet.


    Es gibt extrem viel Spice, der gut geschrieben ist.

  19. Cover des Buches Westwell - Heavy & Light (ISBN: 9783736317628)
    Lena Kiefer

    Westwell - Heavy & Light

    (820)
    Aktuelle Rezension von: Schnudl

    Romeo und Julia meets Gossip Girl oder auch New Adult trifft Crime. 


    Dies ist der Auftakt der Trilogie von Lena Kiefer und es geht um Helena Weston, die den Ruf ihrer verstorbenen Schwester wieder herstellen möchte und auf der Suche nach der Wahrheit zu dem Tod von Valerie und ihrem Freund Adam ist. Sie trifft ausgerechnet den Bruder des verstorbenen Adams, Jessiah Coldwell und verliebt sich in ihn. Doch beide dürfen nicht zusammen sein, denn die Familien sind verfeindet. 


    Ein toller Auftakt der Reihe ich mochte die beiden Charaktere sehr gerne. Dieser Romeo und Julia Vibe war für mich total spürbar und es war ein emotionales und intensives Leseerlebnis. Der Einblick in die High Society Welt fand ich sehr authentisch und glaubhaft. Es wird nicht nur der Glamour gezeigt sondern eben auch die Schattenseiten, und das man oft keinen freien Willen mehr besitzt, um den Ruf der Familie nicht zu schaden. Hat mir gut gefallen und gab mir hier Gossip Girl Vibes. 


    Der Schreibstil ist einfach aber auch mitreißend und man kommt gut und schnell voran. Es ist unvorhersehbar was ich sehr gut fand und auch teilweise richtig spannend. Auch wenn ich mir hier einen Ticken mehr gewünscht hätte. Aber gut wir befinden uns Nunmal erst im ersten Band und ich hoffe, dass da noch mehr kommt. 


    Wir haben auf der einen Seite viel Drama in dieser Geschichte und doch finde ich, dass man bei der Ermittlung etwas auf der Stelle tritt und nicht ganz so gut voran kommt. Die Liebesgeschichte steht hier einfach klar im Vordergrund. 


    Ich mochte es und bin gespannt wie es weiter geht. Cliffhanger kann die Autorin auf jeden Fall sehr gut.

  20. Cover des Buches Before us (ISBN: 9783453419698)
    Anna Todd

    Before us

    (943)
    Aktuelle Rezension von: Gina_1234

    „Before Us“ baut Hardin als Charakter weiter aus, lässt ihn in seiner Jugend, seinen familiären Schwierigkeiten und seinem Wunsch nach Zugehörigkeit spürbar werden. Die Perspektivwechsel und psychologischen Einblicke machen dieses Buch besonders interessant, da es sowohl bekannte Situationen neu beleuchtet als auch viele Fragen zur Beziehung mit Tessa beantwortet. Zugleich sorgt die direkte Sprache für Nähe zu den Figuren und erhöht die emotionale Intensität des Lesens – ein absolutes Muss für Fans der After-Reihe.

  21. Cover des Buches Ich bin die Nacht (ISBN: 9783404169238)
    Ethan Cross

    Ich bin die Nacht

    (1.240)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Wer gerne Thriller liest, kommt gefühlt nicht an die Bücher von Ethan Cross vorbei. "Ich bin die Nacht " war das erste Buch das ich jetzt gelesen habe und ist auch der Einstieg in die Reihe.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt sehr schnell durch. Wirklich gut geschriebener Pageturner. Jedoch waren mir die Charaktere irgendwie nicht greifbar und insgesamt gab es Stellen, die ich nicht abgekaufen konnte, weil es mir zuuu konstruiert war. 

    Dennoch interessiert es mich wie es weitergeht und vielleicht wird es in Band zwei besser.

  22. Cover des Buches Eleanor & Park (ISBN: 9783423626392)
    Rainbow Rowell

    Eleanor & Park

    (1.181)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Mit ein bisschen Verspätung ist endlich der Frühling auch meteorologisch bei uns angekommen, und das heißt auch immer: Zeit für Frühlingsgefühle! Deswegen hatte ich Lust auf eine luftig-leichte Liebesgeschichte. Vor einigen Jahren habe ich in meiner Lieblingsbuchhandlung einen Jugendroman gekauft, der genau das bietet, wonach ich gerade gesucht habe. „Eleanor & Park“ ist der Debütroman von Rainbow Rowell aus dem Jahr 2015, der schnell Erfolge verbuchen konnte. 2016 wurde das Buch für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, und auch der Gott der Jugendliteratur selbst, John Green, äußerte sich in so hohen Tönen über „Eleanor & Park“, dass diese prompt auf das Cover gedruckt wurden: „Dieser großartige Roman erinnert mich nicht nur daran, wie es ist, jung und verliebt in ein Mädchen zu sein, sondern auch daran, wie es ist, jung und verliebt in ein Buch zu sein.“ Eine Lobeshymne von John Green ist quasi ein Ritterschlag. Inzwischen wird Rainbow Rowell aber auch oft mit Green in einem Atemzug genannt, und ist häufig die empfohlene Alternative für jene, die die überschaubaren Werke von Green schon kennen und lieben. 

    Der 16-jährige Park Sheridan lebt im Jahr 1986 mit seinem US-amerikanischen Vater, seiner koreanischen Mutter und seinem jüngeren Bruder Josh in Omaha im US-amerikanischen Bundesstaat Nebraska. Er fährt mit dem Schulbus zur Schule, wo Jeder seinen festen Sitzplatz hat. Der Platz neben ihm war bisher frei, worüber er ganz froh war. Nun gibt es jedoch ein neues Mädchen in seinem Jahrgang, das gezwungenermaßen den freien Platz einnimmt. Dass das der Beginn einer Liebesgeschichte ist, kann sich Park beim besten Willen nicht vorstellen.
    Nachdem die gleichaltrige Eleanor Douglas nach einem Jahr Reißaus wieder in die prekären Verhältnisse ihres Elternhauses zurückkehrt, muss sie dadurch auch die Schule wechseln. Schon am ersten Schultag bekommt sie die Ablehnung ihrer Mitschüler deutlich zu spüren und landet notgedrungen neben einem kleinen, schmächtigen Jungen im Schulbus. Dass dieser Junge Park heißt und dass die Beiden mehr gemeinsam haben, als sie denkt, ahnt auch sie noch nicht. 

    „Er versuchte nicht mehr, sie zurückzuholen.“, ist der erste Satz des Prologs, welcher ein klassisches Beispiel für eine epische Vorausdeutung ist, also hier am Anfang des Romans steht, aber eine Vorwegnahme des Ausgangs der Geschichte ist. Mit insgesamt annähernd 450 Seiten und 58 Kapiteln sind letztere recht kurz gehalten. Park und Eleanor wechseln sich als personale Erzähler im Präteritum ab, manchmal auch innerhalb der Kapitel. Der Handlungszeitraum beginnt im August 1986 und spielt etwa bis zum Ende des Schuljahres 1987.

    Als Erstes lernt der Leser den männlichen Protagonisten Park Sheridan kennen. Er ist ein verhältnismäßig kleiner, schlanker Junge mit grünen Augen, den seine Mitschüler aufgrund seiner koreanischen Mutter als Asiaten bezeichnen. Gelegentlich hat er mit Rassismus zu tun, so wird seine Mutter von einem Schüler fälschlicherweise als Chinesin bezeichnet oder es wird ihm nachgesagt aus dem Dschungel zu kommen, weil die Szenerie in einem Film über den Vietnamkrieg im Dschungel spielte. Sogar Parks Bruder Josh ist inzwischen größer als er, weshalb er Schwierigkeiten hat, gegen ihn im Taekwondo anzukommen. Auch in der Schule gegen den Rüpel Steve hat Park es deshalb nicht leicht, weshalb er eher ein zurückhaltender und schüchterner Schüler ist, der gerne Musik hört oder mit seinem Freund Cal abhängt.

    Eleanor Douglas hat dagegen einen ganz anderen Hintergrund. Sie lebt seit Kurzem wieder bei ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und ihren vier jüngeren Geschwistern, beziehungsweise Halbgeschwistern, in einem sehr kleinen Haus, sodass sie sich ihr Zimmer mit all ihren Geschwistern teilen muss. Das Zimmer ist klein und so beengt, dass nicht einmal jeder ein Bett für sich alleine hat. Das einzige Badezimmer hat keine Tür, weshalb ein behelfsmäßiges Laken über den Türrahmen gespannt wurde. Eleanors Verhältnis zu ihrem Stiefvater ist sehr schlecht, da dieser aggressiv und gewalttätig ist. Eleanor hat dunkelbraune Augen, einen roten Lockenschopf und Sommersprossen. Sie ist ein durchschnittlich großes, aber pummeliges Mädchen, das aufgrund der finanziellen Not ihrer Familie kaum Kleidung besitzt. Mit zu großen Hemden, geflickten oder löchrigen Hosen oder einer Krawatte, mit der sie sich die Haare zusammen bindet, fällt sie unfreiwilligerweise auf wie ein bunter Hund. Als 16-Jährige ist sie gerade mitten in der Pubertät, hat aber zuhause keinerlei Rückzugsorte oder Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentfaltung. In der Schule ist sie den Schikanen ihrer Mitschülerinnen ausgeliefert. Kurzum, Eleanor ist eine bemitleidenswerte Figur. Dennoch fiel es mir zwischendurch schwer, mit ihr zu sympathisieren. Vermutlich aufgrund ihrer sozialen Herkunft igelt sie sich stark ein und wirkt gerade auf Unbekannte abweisend und widersprüchlich. Dies ist zwar der Tatsache verschuldet, dass sie auf sich alleine gestellt ist und kaum Rückhalt aus ihrem familiären Umfeld bekommt, es macht sie jedoch auch zu einem zwiespältigen Charakter.

    Insgesamt fand ich es großartig, dass Rowell versucht neben der ersten großen Liebe auch noch ernste Themen wie Armut, Alkoholismus, Rassismus, häusliche Gewalt und Mobbing unterzubringen. Allgemein gelingt dies auch sehr gut, allerdings gibt es gerade in puncto Armut einen Aspekt, den ich Rowell nicht abkaufen kann. Dass Eleanor mit erschreckender Mittellosigkeit groß wird, wird regelmäßig deutlich. Sie besitzt keine Jacke und das Essen, das ihre Mutter kocht, besteht häufig aus Resten wie Reis und Ei oder belegtem Toastbrot, während ihr Stiefvater ein Steak aufgetischt bekommt. Im zwölften Kapitel erzählt Eleanor aber, dass es in ihrem Haushalt „kein Telefon, keine Waschmaschine, keine Zahnbürste“ gäbe. Eleanor müsse sich deswegen die Zähne mit Salz schrubben. Aber ganz ehrlich, es kann einfach nicht sein, dass vom Haushaltsgeld eine siebenköpfige Familie plus ein Hund und eine Katze durchgefüttert werden können, wobei der Stiefvater sogar noch sein Steak erhält, während für Zahnbürsten, die schätzungsweise ein Dollar das Stück kosten, kein Geld übrig ist. Vielleicht wollte Rowell auf Teufel komm raus die Armut dieser Menschen darstellen, hat dabei aber den Realitätsbezug verloren. Oder wer auch immer in der Familie Douglas für die Ausgaben verantwortlich ist, kann nicht haushalten, und macht die Familie ärmer als sie ist.

    Rowell verwendet eine einfache Sprache, die sich an den Jugendslang anbiedert und nicht vor Umgangssprache wie „Wichser“, „Schlampe“ oder „Arschloch“ zurückschreckt. Gleichzeitig beweist sie aber auch, dass eine schlichte Sprache nicht gleich ein schlichter Stil bedeutet. Der Schreibstil ist zwischendurch humorvoll, aber vor allem die zarten Annäherungsversuche zwischen Eleanor und Park sind zauberhaft fein, kreativ und doch so unverkennbar, dass sich jeder Leser darin wiederfinden kann. Die aufkeimenden Emotionen zwischen den beiden Jugendlichen sind so wunderschön, ohne jemals kitschig oder klischeehaft zu werden. Auch das Tempo ist sehr gut gewählt, sodass sich das Buch angenehm lesen lässt. Dennoch blitzt gelegentlich durch, dass dies Rowells Debütroman ist, da es stilistisch noch nicht ganz ausgefeilt ist und ich leider einen fachlichen Fehler gefunden habe. In Kapitel 42 erzählt Eleanor: „seine Augen waren so grün, dass sie Kohlensäure in Sauerstoff hätten umwandeln können.“ Moment mal, Kohlensäure? Worauf Eleanor hier anspielt, ist höchstwahrscheinlich die Photosynthese, Stichwort „grün“. Dabei wird aber, wie man im Biologieunterricht lernt, Kohlenstoffdioxid (CO2) in Sauerstoff (O2) umgewandelt. Kohlensäure dagegen hat die Summenformel H2CO3 und spielt bei der Photosynthese überhaupt keine Rolle. Vielleicht ist dieser Fehler auch erst bei der Übersetzung entstanden. Jedenfalls ist es schade, dass jemand hier nicht einfach noch einmal nachgeschlagen hat.

    Etwas, das quasi die Quintessenz von „Eleanor & Park“ ist, sind die zahllosen subkulturellen Anspielungen an die 1970er und 80er-Jahre. Seien es Comics, Musik, Filme oder gar Literatur und Lyrik. Während der gemeinsamen Busfahrt haben Eleanor und Park fast täglich Zeit sich über gemeinsame Interessen auszutauschen. Viele der Referenzen waren mir bekannt, seien es Bands wie „Joy Division“, „The Beatles“, „U2“ oder Comics wie „Batman“, „Fantastic Four“ oder „Watchmen“. Andere Anspielungen waren mir dagegen gar nicht bekannt, weil ich erstens ein Kind der 1990er bin und zweitens die US-amerikanische Subkultur doch manchmal Unterschiede zu der Mitteleuropas aufweist. So musste ich erst einmal recherchieren, was es mit „XTC“, „Skinny Puppy“ oder „Echo & The Bunnymen“ auf sich hat. Einerseits finde ich es ganz cool, beim Lesen nebenbei noch dazuzulernen, andererseits waren die unbekannten Referenzen manchmal zu viel des Guten, weil ich das Buch immer wieder zur Seite legen musste, um zu recherchieren, damit ich den Hintergrund der Geschichte besser verstehe, auch wenn das den Lesefluss oft unterbrochen hat.

    Das Ende ist im Grunde genommen wie das gesamte Buch. Es folgt nicht dem klassischen Handlungsstrang und so wird auch der Abschluss nicht den Erwartungen jener Leser gerecht, die ein 08/15-Ende suchen. Doch gerade wegen seiner Bittersüße hat sich „Eleanor & Park“ einen Platz in meinem Herzen erschlichen. 

    „Eleanor & Park“ von Rainbow Rowell ist eine wirklich liebenswürdige Geschichte über die erste große Liebe zweier 16-Jähriger im Jahr 1986. Sie hebt sich in vielerlei Hinsicht von typischen Liebesromanen für Jugendliche ab und ist eine schöne Frühlingslektüre. Mir wird das Jugendbuch zwar in positiver Erinnerung bleiben, es ist aber nicht ganz makellos. Eleanor ist als Protagonistin manchmal schwierig, der Stil ist noch nicht perfekt und die vielen Referenzen sind für Jugendliche heutzutage wahrscheinlich nicht mehr verständlich. Auch, dass Eleanor anfangs keine Zahnbürste hat, oder der fachliche Fehler bezüglich der Photosynthese, sind relativ kleine Kritikpunkte, die in ihrer Summe aber ins Gewicht fallen. Deshalb kann ich „Eleanor & Park“ aus dem Jahr 2015 nicht mehr als drei von fünf Federn geben. Doch gerade für die Zielgruppe, Jugendliche zwischen 14-18 Jahren, ist dieser Liebesroman aus vielen Gründen empfehlenswert.

  23. Cover des Buches Verliere mich. Nicht.: Special Edition (ISBN: 9783736319943)
    Laura Kneidl

    Verliere mich. Nicht.: Special Edition

    (1.823)
    Aktuelle Rezension von: Kati_5972

    OMG! Buch eins der Reihe "Berühre mich. Nicht." hat mich emotional schon sehr mitgenommen und nun hat mir der zweite Band "Verliere mich. Nicht." den Rest gegeben. Ich muss gestehen, dass ich, als sich die Story dem Ende zuneigte, mich einige Zeit nicht getraut hatte, weiterzulesen, zu sehr hatte ich tatsächlich Angst davor, wie die Geschichte ausgehen wird. Vielleicht hatte ich auch etwas emotionalen Abstand gebraucht, um mich für das Ende der Story zu wappnen. Nun habe ich all meinen Mut auf mich genommen und mich unerschrocken dem Ende gestellt: Und bin mehr wie froh und erleichtert um den Ausgang der Geschichte, um hier nicht zu viel vorwegzunehmen.

    Wie ich bereits in meiner Rezension zu Band eins geschrieben habe, sollte unbedingt die Triggerwarnung bei dieser Buchreihe beachtet werden, da sehr schlimme und emotional belastende Themen nicht nur angeschnitten, sondern auch vertieft werden. So erlebt man als Leser*in unmittelbar aus der Sicht der Protagonistin Sage mit, was ihr alles schlimmes widerfahren ist und wie sie sich durch ihre Panikattacken kämpft. Und nur ihr Freund Luca scheint die innerlichen Mauern, die sie zum Selbstschutz und aus Angst errichtet hat, nach und nach einreißen zu können.

    Nach dem wirklich fiesen Ende von Band 1 knüpft der zweite Band unmittelbar an die Ereignisse des Vorgängers an und man steigt sehr schnell wieder in die Geschichte ein. Und Laura Kneidl schafft es auch hier erneut mit ganz viel Feingefühl die Geschichte um Sage und Luca weiterzuerzählen.

    Da ich Band eins ein kleines bisschen besser fand und sich am Ende von Band zwei die Geschehnisse für mich persönlich zu überschlagen angefühlt haben, gebe ich "Verliere mich. Nicht" 4,5 Sterne 🌟 

  24. Cover des Buches Mängelexemplar (ISBN: 9783596511891)
    Sarah Kuttner

    Mängelexemplar

    (1.227)
    Aktuelle Rezension von: buch_leselust

    Ich habe eigentlich etwas ganz anderes erwartet und hätte bei dem Cover eher einen Thriller vermutet. Allerdings war es so viel besser. 


    Hier wird sehr eindrücklich in die menschliche Psyche geblickt und alle möglichen "Fehler" betrachtet. Das Buch ist voll von treffenden Vergleichen und bietet einen manchmal zu realistischen Einblick in eine depressive Verstimmung.

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