Bücher mit dem Tag "xanthippe"
6 Bücher
- Lauren Weisberger
Der Teufel trägt Prada
(841)Aktuelle Rezension von: LibrariansguidetogalaxyAndrea Sachs, frisch gebackene Collegeabsolventin, ergattert einen Job beim berühmten Modemagazin Runway – allerdings nicht als Schreiberin, wie die angehende Journalistin gerne hätte, sondern als Assistentin der Herausgeberin. Und Miranda Priestly ist mehr als fordernd…
Ich sage etwas, das ich selten sage: Das Buch war nicht besser. Es ist gemein, denn Teufel trägt Prada ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme, aber das Buch kommt nicht an seine Adaption heran. Es gibt abseits der Geschichte um die beste Freundin Lily keinen wirklichen Handlungsbogen, Andy bleibt 450 Seiten lang gleich inkompetent und jammert nur rum, und die Nebencharaktere sind einfach das, Nebencharaktere. Nigel ist ein sehr überdrehter 35-jähriger, Emily schwankt unentwegt zwischen genervt von Miranda und sie vergötternd und Alex war mir (und das will was heißen) noch unsympathischer als im Film (noch mehr Gutmensch, der zudem null kommunizieren kann). Ja, es ist ja autobiografisch angehaucht, und die Dinge werden wohl so gewesen sein, aber wenn man schon eine fiktionale Geschichte daraus macht, kann man es etwas spannender gestalten. Oder zumindest nicht ganz so langatmig erzählen…
- Franziska Schutzbach
Die Rhetorik der Rechten
(1)Aktuelle Rezension von: downey_jr"Die Rhetorik der Rechten" von Franziska Schutzbach erschien bereits 2018 in der Reihe „Aus aktuellem Anlass“, ist aber jetzt 2025 immer noch bzw. leider wieder brandaktuell. Das Buch sollte meiner Meinung nach Pflichtlektüre für alle sein, ganz besonders vor der bevorstehenden Wahl!
Rechte Weltanschauungen haben Aufschwung, leider. Einer der vielen Gründe hierfür ist, dass rechtspopulistische Rhetorik versucht, extreme Positionen zu verschleiern und „gesellschaftsfähig“ zu machen. Zum Beispiel ist das Schüren von Ängsten und Kulturkonflikten zentrale Strategien der rechten Rhetorik. Es werden sogar demokratische Errungenschaften wie Antidiskriminierung, Gleichstellung oder gar Menschenrechte gezielt abgewertet und als angeblicher „Minderheitenterror“ verteufelt.
Franziska Schutzbach zeigt, wie Rechtspopulist*innen rhetorisch vorgehen, welche stilistischen und inhaltlichen Mittel sie anwenden. Dieser Einblick ist differenziert und vor allem gut verständlich, zu jedem der rhetorischen Mittel gibt Franziska Schutzbach schlüssige Beispiele.
Im Buch geht es am Ende auch um die Frage, was wir gegen rechtspopulistische Rhetorik tun können: Welche Gegenstrategien gibt es?
Ich kann gar nicht genug betonen, wie wichtig dieses Buch ist!
Bitte lest es alle und empfehlt es allen weiter, die sich Sorgen um die Demokratie machen!
Ganz dringende Leseempfehlung von mir!
- Gaetano Cappelli
Ferne Verwandte
(6)Aktuelle Rezension von: HoldenCappellis wunderbarer Roman über einen Schlawiner, der durchs Leben findet, Kiffer Säufer Frauenschwarm, und doch ist das einzige, was ihn wirklich umtreibt, die Sehnsucht nach den USA. Unter der tyrannischen Großmutter Nonnilde aufgewachsen, vom Tagedieb Pit in die Freuden des Müßiggangs und des Kiffens eingeweiht, sind ihm bald alle Frauen willig (eine Verfilmung bekäme nur eine "Ab 18"-Freigabe!), triebgesteurt taumelt er durchs leben und machte so alle Phasen neuerer italienischer Geschichte mit (als Beatnik, Hippie usw.). Herlich komisch, mir wie viel Selbstironie hier die Italiener durch das gelato gezogen werden, ein großartiges Buch! - Maria Regina Kaiser
Xanthippe, Schöne Braut des Sokrates
(2)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Ganz nach dem Motto „Back to childhood“ habe ich endlich wieder zurück zu den alten Griechen gefunden. Als Kind stand ich auf die Sagen von Odysseus und las erstaunt über die zahlreichen Fähigkeiten der griechischen Götter und deren Abenteuer.
Mit Maria Regina Kaiser bin ich nunmehr zu den alten Philosophen vorgedrungen. Doch hier geht es nicht um die Philosophen selbst, sondern um die Frauen in ihrem Leben.
Xanthippe lebt bescheiden mit ihrem Vater und ihrem Zwillingsbruder in Athen. Die Zeiten stehen auf Sturm. Der unmittelbare Krieg steht kurz bevor.
Während sich die Jungen tagtäglich auf den Krieg vorbereiten, opfern die Alten in den zahlreichen Tempeln.
Immer häufiger schlägt der schon etwas in die Jahre gekommene Sokrates bei Xanthippe auf und hält sie davon ab, ins Leid zu fallen.
Die Hochzeit zwischen den Beiden wird spruchreif. Der Krieg jedoch verläuft für die Athener völlig anders als erwartet und düstere Zeiten legen sich über Athen.
Xanthippe muss sich erneut mit dem Tod beschäftigen. Ihr Bruder gefallen, die beste Freundin im Kindbett gestorben. Ihr bleibt wie schon so oft nur noch Sokrates. Doch der hat noch Myrto im Gepäck, die Xanthippe zu einem anderen Menschen werden lässt.
Maria Regina Kaiser lässt uns die sagenumwobene Xanthippe aus einem ganz anderen Licht betrachten. Führsorglich gegenüber ihren Lieben und mit zahlreichen Verlusten kämpft diese sich durchs Leben. Sie steht also keineswegs für das altbekannt gezeichnete zänkische Weib, sondern für eine moderne junge Frau, die weder die Hoffnung noch ihren Mut aufgibt.
- Hergé
Tim und Struppi: Tim und Struppi Dialektausgabe: Tim un die Picaros
(20)Aktuelle Rezension von: HoldenTim und Haddock erfahren, daß ihre Freundin, die "Mailänder Nachtigall" Signora Castafiore, während einer Tournee in San Theodorus verhaftet wurde, weil man ihr vorwirft, Teil einer ausländischen Verschwörung zu sein, die den Diktator Tapioca zu stürzen beabsichtigt. Via TV und damit rund um die Welt beschuldigt besagter Diktator auch die Bewohner von Schloß Mühlenhof, Teil der Verschwörung zu sein, in hetzerisch-aufbrausender Weise (womit er bei Haddock natürlich gerade an den Richtigen gerät). Haddock und Bienlein reisen nach San Theodorus, um die Sache zu klären, während Tim dem versprochenen freien Geleit nicht traut und erst mal nicht mitfährt. Im zweiten Teil des Buches entwickelt sich die Geschichte zu einer tollen Satire auf selbsternannte Revoluzzer a la Castro und Guevara. Und hoffentlich wurde Haddock inwischen von seiner Alkoholunverträglichkeit geheilt! - Maria Regina Kaiser
Xanthippe
(30)Aktuelle Rezension von: ArsAstrologicaMan darf sich nicht vom Äußeren abschrecken lassen:
Diesem schlecht abgescannten, falsch skalierten und mit einem ausdruckslosen Cover versehen Reprint liegt ein mehrere Jahrzehnte altes Original zugrunde, was einst liebevoll farbig gestaltet war.
Geblieben ist der Inhalt, eine leichte, liebevolle und ganz ohne Männerhass geschriebenen fiktive Biografie der Geliebten und Partnerin von Sokrates, jenes großen griechischen Philosophen, dessen Werk nur über die Aufzeichnungen seines Schülers Platon bekannt wurde.
Maria Regina Kaiser flechtet in die Erzählung historische Hintergründe des alten Griechenlands ein, uneitel und leichtfüßig. Ein großartiges Werk!





