Bücher mit dem Tag "yakuza"
29 Bücher
- Min Jin Lee
Ein einfaches Leben
(88)Aktuelle Rezension von: Moonshine117... von Min Jin Lee ist ein emotionaler Familienroman, den ich sicher noch einmal lesen werde. Die Charaktere und die berührende Geschichte machen das Buch zu etwas Besonderem. Zudem bietet es spannende Einblicke in die koreanische Kultur. Der Familienepos ist tiefgründig, bewegend und eindrucksvoll.
Eine klare Leseempfehlung von mir!
- Nora Sakavic
The Foxhole Court: Volume 1 (All for the Game)
(56)Aktuelle Rezension von: Cexlxina
„𝐼𝓉’𝓈 𝓃𝑜𝓉 𝓉𝒽𝑒 𝓌𝑜𝓇𝓁𝒹 𝓉𝒽𝒶𝓉’𝓈 𝒸𝓇𝓊𝑒𝓁,“ 𝒩𝑒𝒾𝓁 𝓈𝒶𝒾𝒹. „𝐼𝓉’𝓈 𝓉𝒽𝑒 𝓅𝑒𝑜𝓅𝓁𝑒 𝒾𝓃 𝒾𝓉.“
Dieses Buch war und ist ein absolutes Highlight für mich. Es hat mich auf eine Weise berührt, wie es nur wenige Bücher schaffen, und ich denke immer noch so oft daran. Die Emotionen, die Tiefe der Geschichte und die Charaktere haben mich vollkommen eingenommen.
Ja, der Schreibstil ist vielleicht nicht perfekt, aber die Story selbst ist einfach makellos. Sie ist roh, intensiv und unfassbar mitreißend. Egal, was ich lese oder tue ich komme von dieser Geschichte einfach nicht mehr los. The Foxhole Court hat mich gebrochen, aber genau das macht es so besonders.
- Keigo Higashino
Unter der Mitternachtssonne
(65)Aktuelle Rezension von: Pascal_MaessKeigo Higashino hat mit Unter der Mitternachtssonne einen Roman geschaffen, der sich nicht wie ein klassischer Thriller liest, sondern wie ein tiefes, ruhig brennendes Noir-Epos – nur ohne die Nähe zu einer Hauptfigur, die dieses Genre sonst so prägt. Genau darin liegt aber auch die Stärke dieses Buches.
Schon die ersten Seiten haben mich überrascht: einfache Sätze, aber eine enorme Klarheit. Higashino schreibt so reduziert, dass die Atmosphäre fast von selbst entsteht. Ich konnte mir jede Szene bildlich vorstellen, ohne dass er viel beschreibt. Diese Einfachheit regt die Vorstellungskraft extrem an – und zieht einen sofort in die Welt hinein.
Die Kapitel wirken zunächst wie voneinander getrennte Episoden: neue Personen, neue Orte, neue Situationen. Doch jedes Kapitel baut einen eigenen Spannungsbogen auf, der sich am Ende perfekt in den großen übergeordneten Bogen einfügt. Dieses wellenförmige Erzählen ist große Kunst: immer ruhig, immer kontrolliert, aber mit einer unterschwelligen Spannung, die spürbar wächst.
Besonders beeindruckend ist, wie viele Hinweise Higashino ganz nebenbei legt: ein Nebensatz, ein Gegenstand, eine Beobachtung – scheinbar belanglos. Erst Hunderte Seiten später entfalten diese Kleinigkeiten plötzlich ihre ganze Wucht. Die Perfektion, mit der diese Details miteinander verwoben sind, hat mich immer wieder überrascht. Das Buch fühlt sich an wie ein Puzzle, bei dem jedes Teil erst später seine Bedeutung zeigt.
Gleichzeitig bleibt eine emotionale Distanz zu den beiden zentralen Figuren bestehen. Yukiho und Ryo beobachtet man fast immer durch die Augen anderer, nie wirklich direkt. Das verhindert Nähe – macht sie aber auch zu mysteriösen, schattenhaften Gestalten. Für mich war das kein Nachteil, aber es sorgt dafür, dass der Roman eher ein Noir-Roman als ein Noir-Thriller ist. Man begleitet die Figuren nicht, man begreift sie. Und genau das erzeugt diese unheimliche Faszination.
Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich die Zeitstruktur. Higashino arbeitet fast ausschließlich mit subtilen Andeutungen (wirtschaftliche Ereignisse, Sportergebnisse, gesellschaftliche Entwicklungen), statt mit klaren Jahresangaben. Das passt zum Stil, macht es aber manchmal etwas mühsam, die zeitlichen Sprünge nachzuvollziehen. Auch ein Gespräch im späteren Teil des Buches wirkt etwas zu erklärend – als würde der Autor sicherheitshalber noch einmal alles für den Leser ordnen wollen. Das hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht.
Aber das ändert nichts daran:
Der Schluss ist stark, düster, atmosphärisch—und lässt einen mit genau den moralischen Fragen zurück, die ein echtes Noir-Werk ausmachen sollte. Higashino zeigt menschliche Abgründe, gesellschaftliche Zwänge und gebrochene Lebensläufe ohne jede Effekthascherei. Ruhig, aber ungeheuer präzise.Fazit:
Ein kunstvoll konstruierter Roman, der weniger Schockmomente liefert, dafür aber tief geht – psychologisch, erzählerisch und atmosphärisch. Kein lauter Thriller, kein reißerischer Pageturner, sondern ein literarisches Noir-Werk, das lange nachhallt.Ein Buch, das spürt man, wurde mit außergewöhnlicher Sorgfalt gebaut.
- Wolfgang Eckstein
Die Codices
(11)Aktuelle Rezension von: BrunhildiMeine Meinung:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt einen DNA-Strang, der auch sehr gut zum Inhalt des Buches passt. In meinen Augen ist es rundum perfekt gelungen und ansprechend.
Der Schreibstil von Wolfgang Eckstein hat mir von der ersten Seite an sehr gut gefallen. Er war reif, aber dennoch verständlich und flüssig zu lesen. Ich war direkt in der Geschichte angekommen und es haben sich immer wieder Bilder in meinem Kopf gebildet.
In diesem Buch gibt es verschiedene Handlungsstränge, die nach einiger Zeit zusammenführen. Zu Beginn eines jeden Kapitels steht der Ort, an dem man sich gerade befindet. So hatte man zu jedem Zeitpunkt immer einen sehr guten Überblick.
Auf die einzelnen Charaktere möchte ich nicht detailliert eingehen, da es wirklich recht viele sind. Es gibt ein paar Hauptcharaktere, aber auch etliche Nebencharaktere. Mir haben sie alle mit ihrer perfekten Ausarbeitung und Einzigartigkeit gefallen. In meinen Augen haben alle Charaktere authentisch und nachvollziehbar gehandelt. Sie sind meiner Meinung nach rundum perfekt gelungen und einige werde ich sicherlich auch ein wenig vermissen.
Zum Inhalt direkt möchte ich gar nichts weiter schreiben, denn da sollte euch der Klappentext auf jeden Fall genügen. Von dem Rest müsst ihr euch selbst überraschen lassen ;-)
Die Handlung fand ich sehr interessant. Auch wenn ich einige Stellen als ein wenig langatmig empfunden habe, gibt es hingegen auch viele spannende und actionreiche Szenen, die mich immer wieder zum Weiterlesen gezwungen haben. Wolfgang Eckstein hat aber auch noch mit anderen Emotionen gespielt. So konnte ich das Buch nicht nur wegen des hohen Spannungsfaktors nicht aus der Hand legen, sondern es lies mich auch schmunzeln. Teilweise hat es mich nachdenklich gestimmt und auch mit einer kleinen eingearbeiteten Lovestory hat Wolfgang Eckstein mich überrascht. Er hat wirklich alle Emotionen eingearbeitet, die sich das Leserherz wünscht. Ich bin von diesem Buch wirklich positiv überrascht und hoffe auf weitere Werke des Autors.
Fazit:
Wolfgang Eckstein hat mich mit "Die Codices" positiv überrascht. Die Charaktere sind ihm in meinen Augen perfekt gelungen und die Handlung deckt alle Emotionen ab, die man sich in einem Buch wünschen kann. Auch wenn ich es zwischendurch als ein wenig langatmig empfunden habe, überwiegen ganz klar die spannenden und interessanten Szenen.
4/5 Punkte
(Sehr gut!)
- Scarlet Beriko
Jealousy 02
(7)Aktuelle Rezension von: Fraeulein_mellyDie Charaktere sind sauber und detailreich gezeichnet und äußerlich sehr verschieden, was mir immer sehr gut gefällt. Außerdem gibt es auch vermehrt Hintergründe, die ebenfalls gewissenhaft gezeichnet wurden. Der Zeichenstil ist recht erwachsen.
Auch der Erzählstil war genau meins, sowohl das Tempo sowie die Geschehnisse waren nachvollziehbar, dynamisch und spannend.
Absolutes Highlight für mich ist Asami, Akitoras Frau. Holy moly, die hat dickere Eier als jeder Typ. Und Rogi, so cool er als Erwachsener ist, so anstrengend war er mit 21. Trotzdem bewundere ich auch seinen Einsatz und seine Beharrlichkeit. Ehrlich, ich liebe diesen Charakter. Aber manchmal will ich ihn eben auch schütteln oder anzünden.
Ansonsten bleibt es aufregend und ich gestehe in bin schon richtig von der Atmosphäre, den Charakteren und der Story vereinnahmt.
- Marcus S. Theis
Echo der Kirschblüten
(37)Aktuelle Rezension von: tinstampDer 19jährige Amanaki träumt davon sein Zuhause in Tahiti zu verlassen, Er möchte mit seinem Katamaran die Welt entdecken und sich seinen Traum erfüllen.
Der Roman beginnt mit seinem Aufbrauch. Es ist mitten in der Nacht und Amanaki verlässt sein Zuhause ohne seinen Eltern und seiner Schwester Bescheid zu sagen. Nach dem Verlassen des Hafens entdeckt er einen kleinen blauen Saphirlori auf seinem Katamaran. Der Vogel ist verletzt und kann nicht mehr fliegen. Amanaki nennt ihn Ari. Er wird zu seinem wichtigsten Begleiter auf seiner Reise über den Ozean. Sein Weg führt ihn von Tahiti zu den Cook-Inseln und nach Neuseeland, wo er längere Zeit bleibt. Während das Segel seines Katamaran repariert wird, lernt er Ruby kennen. Sie ist fast zehn Jahre älter als Amanaki und eigentlich eine sehr fröhliche und offene junge Frau. Doch ein schwerer Schicksalschlag hat sie komplett aus der Bahn geworfen. Sie nimmt Amanakis Vorschlag an gemeinsam weiter zu reisen und ihm ihre Heimat zu zeigen. Ihr großer Traum ist die Kirschblüte in Japan zu sehen. Doch zuerst begeben sich die beiden auf einen Roadtrip durch die Nordinsel Neuseelands bevor es übers Meer nach Japan geht...
Die Geschichte wird im Präsens und aus drei Sichtweisen aus der Ich-Persepktive erzählt und zwar aus der von Amanaki, Ruby und Isamu. Letzterer ist ein Yakuza, ein Mitglied einer japanischen kriminellen Organisation ähnlich der Madfia, die Schutzgelder erpressen. Er soll wohl das Gegenteil von Amanaki darstellen, der ein gutgläubiger Mensch ist und bei jeder Person, die er trifft eine bleibende Erinnerung hinterlässt. Für mich war allerdings der Strang um Isamu unnötig und die Szene, als die beiden schlussendlich aufeinandertreffen, viel zu kurz und nichtsagend. Viel bewegender fand ich Amanakis Reaktion auf eine Aktion, die Isamu einem anderen Menschen zugefügt hatte.
Der junge Mann ist ein fröhlicher und offener Mensch. Er macht sich Gedanken über den Sinn des Lebens und philosophiert auch die ganzen 239 darüber. Das ist oftmals sehr einnehmend und die tiefsinnigen Aussagen machen das Lesen zu einem wunderbaren Erlebnis. Trotzdem konnte ich dem erst neunzehnjährigen Burschen seine Weisheit und philosophische Ader, die an Lebensweisheit erinnert, nicht abnehmen. Für mich hatten seine Gedanken und Handlungen etwas Weises, das man in seinem Alter nicht oder nur sehr begrenzt haben kann. Man erhält diese Art von Weisheit erst mit dem Alter und seinen eigenen Erfahrungen, die man gemacht hat. Deswegen konnte mich der Roman auch nicht wirklich überzeugen.
Generell kam der titelgebende Teil, nämlich die Kirschblüte in Japan, viel zu kurz. Ebenso wie Amanakis Familie, die im letzten Viertel des Romans sein Tagebuch erhalten und sich erst seine Schwester, als es ihr zwei Jahre später zufällig in die Hände fällt, auf die Suche nach Amanaki macht.
Gefallen hat mir die Freundschaft zwischen Ruby und Amanki und wie Ruby schließlich Frieden findet. Auch die Rolle des kleinen blauen Saphirlori ist ganz wunderbar in der Geschichte eingefangen. Ari erobert sicher jedes Leserherz.
Die blauen Federn des Vogels sind auch am Cover zu bewundern. Am Beginn des Romans befindet sich eine Karte des Gebietes von der Südsee bis nach Japan, für alle Leser, die genau wissen möchten, wie die Route von Amanaki ausgesehen hat.
Fazit:
Der Roman lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite lässt er sich gut lesen und hat einige wunderbare Sequenzen. Auf der anderen Seite waren es mir oftmals zu unglaubwürdige Szenen oder Verhaltensweisen des Protagonisten. Den Strang um Isamu fand ich ebenfalls zu ausschweifend. - Naoshi Komi
Nisekoi 01
(12)Aktuelle Rezension von: CadnessIch habe zum Anfang des neuen Jahres hin, den ersten Band von "Nisekoi - Liebe, Lügen & Yakuza" gelesen und bin wirklich begeistert.
Der Zeichenstil gefällt mir richtig gut, der Humor ist klasse und die Protagonisten sind einfach herrlich erfrischend. Mit ihren unterschiedlichen Auffassungen und ihren Debatten bringen sie einen immer wieder zum schmunzeln. Ab und zu musste ich sogar an den Anime Ranma 1/2 denken, aber auch nur, weil Raku gerne einmal von Chitoge verprügelt wird. Darüber hinaus weist die Handlung aber auch ein tolles Maß an Tiefe auf und hält immer neue Überraschungen bereit.
Fazit: Ein toller Auftakt voller Humor, Charme und Emotionen, den ich innerhalb kürzester Zeit durchgelesen habe und bei dem ich mich jetzt schon auf die Folgebände freue.
- Kou Yoneda
Twittering Birds Never Fly 2
(6)Aktuelle Rezension von: Fraeulein_mellyAufmachung
Der Zeichenstil hat etwas skizzenhaftes, wodurch die Charaktere und deren Kleidung recht einfach gehalten sind. Dadurch wirkt es etwas rougher, was hervorragend zur Geschichte passt.
Der Erzählstil gefällt mir sehr gut. Die Rückblenden Blickwinkel helfen die Charaktere besser zu verstehen. Mein Einziges Problem sind die Sprechblasen, die man manchmal schwer zuordnen kann.
Protagonist
Yashiro ist hochrangiger Yakuza und sehr promiskuitiv. Er geht offen mit seinen Vorlieben um und lebt aus, wonach ihm ist.
Fazit
Puuuuh. Band 2 war ganz schön heftig und rennt, vor allem mit Yashiros Vergangenheit, in tiefe menschliche Abgründe. Die Sprache ist sehr derb und gerade heraus. Selbes gilt für den Inhalt. Die Grundstimmung empfinde ich sogar als noch düsterer als im ersten Band.
Unsere beiden Charaktere Yashiro und Doumeki sind beide auf unterschiedlichem Wege mit sexual harassment in Kontakt gekommen und es ist spannend wie unterschiedlich selbstzerstörerisch sie damit umgehen.
Twittering Birds gehört zu den Manga, bei denen es mir schwer fällt Gedanken und Emotionen zu sortieren. Insgesamt sind Story und Charaktere grandios und vielschichtig, auch wenn noch nicht alles durchschaubar ist (zumindest für mich)
Ich denke, wer mit düsteren und derben BL Geschichten klar kommt, sollte nicht an Twittering Birds vorbeigehen und sich ein eigenes Bild machen.
- Henrik Siebold
Inspektor Takeda und das doppelte Spiel
(41)Aktuelle Rezension von: Nackt_und_GluecklichDer Beginn ist flott, doch dann dreht der Autor völlig auf und er dreht völlig ab. Ich will einen Hamburgkrimi lesen und nicht ao einen billigen Actionschrott, der überall spielen könnte. Takeda zeigt sich von einer neuen Seite, denn er ist unsterblich. So wie Bruce Willis, Schwarzenegger, Chuck Norris, Jackie Chan, etc. Unerträglich. Und die Liebesgeschichte zwischen Claudia und Takeda ist unerträglich süß und schmalzig, so rein wie frisch gefallener Schnee. Takeda verkehrt in Japan mit dem obersten aller Yakuzaas und hundertjährigen Nazijapanern.
Obwohl der Autor Humor hat, gute Vergleiche bringt, manch tollen Dialog schreibt, ist das, was er schreibt so klischeehaft wie schmalzig. Das ist Nicolas Sparks auf Japanisch. Nicht länger zu empfehlen.
- Kazuo Koike
Crying Freeman, Weg der Freiheit Bd 2
(1)Aktuelle Rezension von: TaehtiCrying Freeman - Weg der Freiheit 2
ist ein Manga aus dem Haus Schreiber und Leser, der sich der japanischen Geschichte um "Crying Freeman" angenommen hat.
Das Buch ist "nur für Erwachsene", d.h. frei ab 18 Jahre - wegen den Zeichnungen! Der Manga kommt klassisch schwarz-weiß daher, in der Manier von "hinten nach vorne" zu lesen. Natürlich basiert das Gros der Geschichte auf den Zeichnungen und weniger den Texten.
Es empfiehlt sich, die Bände nacheinander zu lesen, da die Geschichte sonst nicht schlüssig wird. Dieses Buch ist das vorletzte der ganzen Serie - in sich abgeschlossen ist Weg der Freiheit 1 - 3.
Grundlage der Geschichte ist ein junger Mann, der von der chinesischen Drogenmafia entführt wird. Von der Mafia wird er ausgebildet unter Gehirnwäsche und wird zum Mörder - Auftragsmörder. Doch nach jeder Tat weint er. Deshalb eben "Crying Freeman".
In diesem Band:
Der Yakuza Tsunaike sieht seine russische Geschäftsbeziehung durch Crying Freeman bedroht. Doch Tsunaike besitzt ungewöhnliche Waffen: die nachtsichtige Eskimo Kyutche und den ukrainischen Sanbo-Meister Romanoff. Ohne Waffen muss Freeman gegen den gewaltigen Romanoff antreten, der zwanzig Minuten lang nackt im Eismeer überleben kann...
Die Serie habe ich gelesen, nachdem ich den Film gesehen hatte und als Alternative zu normalen Büchern ist das allemal. Allerdings muss man eben Mangas und die Art sie zu lesen einfach auch mögen! - Kou Yoneda
Twittering Birds never fly 1
(8)Aktuelle Rezension von: PirateHeartBoysSchon "No touching at all", den ich vor einigen Jahren von Kou Yoneda gelesen habe, war irgendwie anders als andere Boys Love Manga. Und auch "Twittering Birds never Fly" ist alles andere als ein Klischee-behaftetes Werk in diesem Genre.
Der Manga beginnt mit einer Kurzgeschichte, in der Kageyama, ein stümperhafter Arzt und Handlanger des Yakuza Yashiro, auf den Schläger Kuga trifft. Zwischen den beiden Männern entsteht aufgrund von Kageyamas Brandnarben-Fetisch eine kuriose Beziehung, die zunächst belanglos und uninteressant scheint. Doch letztlich dient dies als Überleitung zur eigentlichen Hauptstory, in der Mann nun Kageyamas Chef und engen Freund Yashiro kennenlernt - und das auf eine bedauernswerte Weise.
Denn nachdem Yashiro selbst seine Gefühle für Kageyama zurückgestellt hat, um den Weg für Kuga frei zu machen, bleibt ihm nicht mehr als neben seinen geschäftlichen Tätigkeiten als hochrangiger Yakuza sich seinen körperlichen Gelüsten hinzugeben - das bekommt auch sein neuer Bodyguard Doumeki zu spüren. Allerdings reagiert dieser körperlich auf die unverblümten sexuellen Handlungen seines Chefs ganz anders, als dieser es von Männer sonst gewöhnt ist - denn Doumeki ist impotent.
Doch obwohl sein neustes Spielzeug nicht seine Gelüst vollumfänglich stillen kann, wird Yashiro zunehmend neugieriger, was es mit dem geheimnisvollen Mann, der gerade erst aus der Haft entlassen wurde, eigentlich auf sich hat und wie er zu dem Mann geworden ist, der nun vor ihm steht.Fängt der Manga sehr schwerfällig an und erscheint zunächst nur wie eine langweilig Darstellung von Yashiros Sexleben, wird es spätestens interessant, als plötzlich Doumekis Vergangenheit auf den Tisch kommt und Yashiro so einen Narren an ihm frisst.
"Twittering Birds never Fly" ist definitiv alles andere als leichte Kost und das liegt nicht nur an der expliziten, sehr vulgären Sprache (ich bezweifle, dass wirklich alle Yakuza so sprechen), sondern auch an ernsten Themen wie Vergewaltigung, Impotenz und Depressionen. Denn auch wenn Yashiro zunächst als kalter, notgeiler Bock, der kein Interesse an Gefühlen und anderen Menschen hat, auftritt, so wird schon kurz zu Beginn des Manga, ganz besonders aber am Ende der Zusatzstory, die aus seiner und Kageyamas Schulzeit berichtet, klar, dass er nur versucht sein Innerstes zu verbergen.
Inhaltlich darf man also auf den 2. Band gespannt sein, wobei davon auszugehen ist, dass auch dieser nicht in die glitzernde, rosane Welt abtauchen wird, in der sich viele andere Manga des BL Genres gerne tummeln. Stattdessen wird es sicherlich ähnlich düster und schroff weitergehen und es bleibt abzuwarten, wohin diese Reihe emotional führen wird, wobei ich bei aller Grausamkeit, die Kou Yoneda zu vermitteln mag, auch hier von einem Happy End ausgehe.
Einen Stern Abzug gebe ich allerdings. Zum Einen für den schon angesprochenen Einstieg, der mir zu schwerfällig war, zum Anderen für Yonedas Zeichenstil, der mit seiner harten, undetailierten Strichführung noch nie so ganz meins war. Irgendwie fühle ich mich durch die Optik und Setzung von massiven Textblasen immer mehr an einen westlichen Comic als an einen Manga erinnert.
Ein Pluspunkt ist aber auf jeden Fall die maskuline und erwachsene Darstellung der Charaktere. Und aufgrund der spannenden Story, kann man über die optischen Mankos leicht hinwegsehen.
Story: ★★★★★
Spannung: ★★★★★
Charaktere: ★★★★☆
Optik: ★★★☆☆
- James Buckler
Endstation Tokio
(13)Aktuelle Rezension von: colour_hunter_books🇩🇪Rezension
Endstation Tokio von James Buckler
Inhalt:
Der junge Anwalt Alex Maloy versucht in Tokio ein neues Leben zu beginnen. Weit weg von seiner Vergangenheit in London. Hier bekommt er eine Stelle als Lehrer und lernt die schöne Naoko kennen. Beide tragen Geheimnisse mit sich. Eine Beziehung, die zu Beginn ein unheilvolles Ende verspricht.
Meinung:
Endstation Tokio ist mir durch sein schönes Cover und den Bezug zu Japan direkt ins Auge gesprungen. Auch wenn mir in der ersten Hälfte des Buches der Einstieg schwer fiel, so wurde ich bei der zweiten Hälfte mitgerissen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig.Die Story gewinnt bei der zweiten Hälfte an Fahrt und überzeugt durch sein Ende. Der Protagonist ist ein junger Mann und herzensguter Mensch, der eine belastende Vergangenheit mit sich trägt, die zum Teil aus dummen Entscheidungen entspringt. Auch in Tokio ist es nicht anders. Immer wieder tappt er in Schwierigkeiten, an denen seine Geliebte nicht ganz unschuldig ist. Ich empfand den Charakter Naoko als unsympathisch und egoistisch. Sie denkt nur an sich und versucht, komme was wolle ihr Gesicht zu wahren.
Daneben werden die Japaner, durch ihre Haltung dem Protagonisten gegenüber als sehr fremdenfeindlich beschrieben. Zum ersten Mal war ich bei einem Buch hin und hergerissen, da ich es weder gut noch sonderlich schlecht fand.
- Aikaterini Maria Schlösser
Code Blacklight
(44)Aktuelle Rezension von: labelloprincessDas Cover ist auf jeden Fall ein Blickfang. Ich musste im ersten Moment aber eher an einen Sci-Fi-Roman denken als an einen Thriller. Obwohl das Cover sehr gut zum Inhalt des Buches und zum Titel passt.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr gut lesen. Man kann der Handlung problemlos folgen.
Unsere Hauptprotagonistin Lynn ist Stewardess und gelangt in die Hände der Mafia. Sie muss als Bote für die Organisation arbeiten, sonst könnte ihren Eltern etwas zustoßen. Lynn werden Tattoos gestochen um Botschaften der Yakuza rund um die Welt zu transportieren. Zuerst scheint die Situation aussichtslos, da klar ist, wenn die Haut „verbraucht“ ist, sind die Boten sinnlos und müssen schnellstmöglich entsorgt werden. Aber Lynn lässt sich nicht unterkriegen und versucht alles um der Mafia zu entkommen.
Zu Beginn war Lynn eher eine ruhige, unscheinbare Frau. Im Laufe der Geschichte wurde sie, auch gezwungenermaßen, eine richtig toughe Kämpferin. Auch ich Arbeitskollege Norik und der geheimnisvolle Flugsicherheitsbegleiter Joran spielen im Buch eine große Rolle.
Das Buch war durchwegs spannend und man fieberte mit den Protagonisten richtig mit. Das Ende fand ich gut gelungen. Ich vergebe für den Thriller 4 von 5 Sterne.
- Scarlet Beriko
Jealousy 01
(7)Aktuelle Rezension von: Fraeulein_mellyAufmachung
Die Charaktere sind sauber und detailreich gezeichnet und äußerlich sehr verschieden, was mir unglaublich gut gefällt. Außerdem gibt es auch vermehrt Hintergründe, die ebenfalls gewissenhaft gezeichnet wurden. Scarlet Berikos Stil wirkt sehr erwachsen und ist in meinen Augen unverwechselbar.
Der Erzählstil war genau meins, sowohl das Tempo sowie die Geschehnisse waren nachvollziehbar.
Fazit
Woar. Echt. Es ist unglaublich viel in diesem einen Band passiert. Und ich bin richtig baff. Zudem ist diese Yakuza story einfach mega spannend. Rogi ist als Hauptcharakter spannend, wenn auch oft ganz schön überdreht (und damit ab und zu anstrengend), sowie selbstzerstörerisch. Außerdem versucht er andauernd Grenzen zu überschreiten. Da er zudem äußerst promiskuitiv ist, mangelt es an Bettsport hierin nicht. Dennoch verpasst es Beriko auch diesmal nicht ernste Themen, wie Einsamkeit oder Familienzugehörigkeiten in ihre Story zu verweben.
Insgesamt würde ich sagen, ist die Story schon sehr derb, zudem beeindruckt mich bereits jetzt die Tiefe der Charaktere. Und tatsächlich bin ich so begeistert, dass ich mir schon wieder an Worten mangelt, denn sie wären alle nicht genug.
- Thomas Lang
Bulle & Bär, Band 2: Der Weg des Schwerts (Thriller) (Die 'Bulle & Bär' Reihe)
(8)Aktuelle Rezension von: frenzelchen90Meine Meinung: Der 2. Band der Reihe "Bulle & Bär" ist als "Wirtschafts-Thriller" gekennzeichnet. Letzteres kommt leider nur in geringen Teilen durch. Eher die Geschichte Japans und die der japanischen Schwerter stehen im Vordergrund. Durch die vielen, durchaus auch sehr interessanten Ausführungen, rückt die eigentliche Handlung gänzlich in den Hintergrund. Stellenweise war es dann doch zu langatmig und irrelevant für den eigentlichen Fall. Durch die vielen japanischen Namen und ständig wechselnden Orte verliert man schnell den Überblick im Geschehen. Ohne das ganze Drumherum wäre das Buch deutlich kürzer wie auch spannender ausgefallen.
Mein Fazit: Für mich kein richtiger Thriller, aber durchaus interessant für Fans japanischer Geschichte.
- Yanagi Takakuchi
Harahara Sensei - Die tickende Zeitbombe 01
(23)Aktuelle Rezension von: FimoruIn der Welt des Mangas „Harahara Sensei - Die tickende Zeitbombe“ wird die unscheinbare Chemielehrerin Azusa in ein Abenteuer katapultiert, das sie sich nie hätte vorstellen können. Unzufrieden mit ihrem monotonen Job, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt, als ihre Schwester Ruka plötzlich verschwindet. Getrieben von der Sorge um ihre Schwester, folgt Azusa ihren Spuren bis nach Tokyo und gerät dabei in die Fänge eines Yakuza-Clans, der ebenfalls hinter Ruka her ist.
Die düstere und brutale Atmosphäre, die durch den eindrucksvollen Zeichenstil verstärkt wird, zieht den Leser sofort in seinen Bann. Azusa muss sich nicht nur mit der gefährlichen Welt der Yakuza auseinandersetzen, sondern auch über ihre moralischen Grenzen hinausgehen. Ihre chemischen Kenntnisse werden zu einem entscheidenden Werkzeug in dieser rauen Umgebung, was sie zu einer vielschichtigen und überraschenden Protagonistin macht.
Der Manga bietet eine spannende Mischung aus Action und emotionaler Tiefe. Azusas Entwicklung von einer schüchternen Lehrerin zu einer willensstarken Kämpferin ist packend und nachvollziehbar. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und bringen eine Vielzahl an Emotionen und Konflikten mit sich, die den Leser fesseln. Besonders die Dynamik zwischen Azusa und Yoroizuka, dem Yakuza-Mitglied, sorgt für interessante Wendungen in der Handlung.
Die Geschichte ist gespickt mit unerwarteten Twists und spielt geschickt mit den Erwartungen des Lesers. Trotz der Brutalität, die das Thema mit sich bringt, bleibt die Darstellung im Rahmen des Erträglichen und ist gut durchdacht. Die Leseempfehlung ab 16 Jahren erscheint daher gerechtfertigt.
Kurz zusammengefasst überzeugt„Harahara Sensei“ nicht nur durch seine spannende Handlung und tiefgründigen Charaktere, sondern auch durch die kunstvolle Darstellung der Chemie als zentrales Element der Geschichte. Der erste Band hat mich begeistert zurückgelassen, so dass die weiteren Bände aich eingezogen sind.
Eine klare Empfehlung für alle Actionliebhaber, Chemieinteressierte und Fans von Yakuza-Geschichten!
- Yuto Suzuki
Sakamoto Days 1
(9)Aktuelle Rezension von: Wauwuschel-- SPOILER für den gesamten Anime & Teile des Mangsa --
Sakamoto war früher ein Auftragskiller, doch als er die Liebe seines Lebens gefunden hat, gibt er seinen Job auf und arbeitet im Familienladen. Doch die Vergangenheit lässt sich nicht so leicht abschütteln und es kommen Attentäter, um ihn zu beseitigen, dabei will er einfach nur friedlich leben.
Dieser Anime ist gut für zwischendurch geeignet. Man kann die zwei bis jetzt erschienenen Staffeln durchschauen oder bei der Hälfte eine Pause einlegen und zu einem anderen Zeitpunkt weitermachen. Die Animation ist ziemlich solide, wobei mir der Manga schon fast besser gefällt. Hier werden Action, Fähigkeiten aus der Fantasy-Abteilung und Comedy vermischt und besonders für Anfänger in die Manga- bzw. Anime-Welt ist “Sakamoto Days” gut geeignet. Schließlich reihen sich hier Abenteuer an Abenteuer mit spannenden Kämpfen, während sich im Hintergrund der rote Faden mit dem Mastermind, der hinter Sakamoto her ist, abspielt.
Im Mittelpunkt steht Taro Sakamoto, einst der gefürchtetste Auftragskiller der Unterwelt, während er heute alles für die Sicherheit seiner Familie macht und den Job an den Nagel gehängt hat. Zudem ist er äußerst übergewichtig und dieser Kontrast bildet die Grundlage für viele der besten Momente der Serie. Diese Grundidee ist nicht neu, funktioniert aber erstaunlich gut, selbst wenn es zwischendurch ein paar Längen gibt und die Spannung, die schnell aufgebaut wird, auch schnell wieder vergeht. Es macht Spaß, Sakamoto zuzuschauen und der Humor trifft in den meisten Fällen auch den Punkt.
Außerdem merkt man schnell, dass auf die Personen genauso viel Wert gelegt wird, wie auf die Kämpfe und Missionen an sich. So werden uns nacheinander alte und neue Kameraden sowie Feinde Sakamotos vorgestellt, sodass diese beinahe gleich wichtig sind. Darunter fallen beispielsweise seine süße Familie, die ignorant ihr Leben lebt, Charaktere wie Shin, der Gedanken lesen kann, oder Attentäter mit anderen absurden Fähigkeiten. Zwar erfüllen die Personen ihre Rolle im Plot, wachsen aber selten über klare Archetypen hinaus.
Stilistisch überzeugt der Anime durch seine Actionsequenzen, denn die Kämpfe sind kreativ choreografiert und Sakamoto kämpft nicht mit normalen Waffen, sondern mit Alltagsgegenständen. Auch die Antihelden bzw. die Gegner von Sakamoto und seiner Truppe haben besondere Fähigkeiten, wodurch die Fights erfrischend sind und sich von anderen Animes im gleichen Genre, von denen es unzählige gibt, abheben. Trotzdem wird es nie zu brutal, weshalb es auch für Kinder ausgelegt ist. Interessant war es immer, wenn die früheren Arbeitskollegen vom Protagonisten auftauchen, weil die Verstrickungen dann immer größer werden und viel Unvorhersehbares geschehen kann. Erzählerisch bleibt der Anime solide, mehr aber auch nicht. Die Episoden folgen häufig einem ähnlichen Muster: neue Bedrohung, kurze Eskalation, humorvolle Auflösung. Das ist unterhaltsam, kann auf Dauer jedoch etwas repetitiv wirken. Manchen gefällt das, andere wiederum werden schnell etwas Alternatives zur Hand nehmen.
Insgesamt ist der Anime ein gutes Werk, das mit den Kämpfen und dem Humor überzeugt, bleibt aber im Mittelmaß!
- Stephen Hunter
Der 47. Samurai
(6)Aktuelle Rezension von: glencoe1692Nach einer gefühlten Ewigkeit (knapp ein Jahr) kam endlich wieder eine Übersetzung aus der Swagger-Reihe auf den deutschen Markt. Der deutschsprachige Leser wird ja nur sehr spärlich mit Übersetzungen von Stephen Hunter bedacht.
Logisch, dass ich mich als Fan der Bob-Lee-Swagger-Reihe sofort darauf gestürzt habe.
Gleich vorab, ich war nicht enttäuscht, habe aber nicht das vorgefunden, was ich aus von den Vorgängern kannte und daher hier auch erwartet hatte.
Swagger wird von der Vergangenheit seines Vaters eingeholt. Er meint, ein Vermächtnis erfüllen zu müssen, indem er ein vom Vater als "Kriegssouvenir" von Iwojima mitgebrachtes Samuraischwert aufspüren und dem Sohn des ursprünglichen Besitzers zurück geben muß. Nicht wissend, dass es sich nicht nur um ein profanes Stück Kriegsbeute handelt. Das wird ihm erst viel später bewußt, als die Familie des neuen Besitzers kurz nach Überbabe (fast) völlig ausgelöscht wird. Alle Zeichen deuten auf die Yakuza, nur die japanischen Behörden wollen das nicht wissen.
Swagger wurde nach einem Rückfall in seine Vergangenheit als Säufer des Landes verwiesen, was ihn aber nicht hinderte, sich intensiv auf seine Rückkehr ins Land der aufgehenden Sonne vorzubereiten.
Wie? Ganz einfach, er schottet sich von Familie und Umwelt ab, ernährt sich nur noch von japanischem Fastfood, schaut sich sämtliche verfügbaren Samuraifilme an und liest alles, was zum Thema Samurai und Yakuza im Amiland aufzutreiben ist.
Mit falschen Papieren reist die "persona non grata" Swagger wieder nach Japan, nimmt Verbindung mit einem Experten auf und läßt sich innerhalb von 3 Tagen (!) zu einem nahezu perfekten Schwertkämpfer ausbilden, der dann den Kampf mit den japanischen Größen dieser Kunst aufnehmen und in der Yakuza mal richtig aufräumen wird. Danke Mr. Hunter, haarsträubender geht's kaum noch.
Etliche Kapitel sind nun für den unbedarften Leser, der über japanische Traditionen nicht viel mehr weiß, als er in 8 Bänden "Tokio Killer" von Barry Eisler erfahren hatte, völlig überladen mit Begriffen aus der Welt der Schwertschmiedemeister, aus Traditionen der Samurai und japanischer Geschichte des Mittelalters.
Entsteht hier zunächst noch der Eindruck, Hunter hätte mit unendlicher Akribi recherchiert, dann wird mit dieser Annahme aber spätestens in seiner Danksagung aufgeräumt. Laut derer hat er es nicht viel anders gemacht als Swagger in seinem Buch: er hat sich alle verfügbaren Filme angesehen, sich eine Stunde medizinisch über die Auswirkungen von Schwertstreichen auf den menschlichen Körper beraten lassen und 14 Tage in Japan aufgehalten, um einige Örtlichkeiten kennen zu lernen.
Für den Leser, der nichts davon besser kennt, war das Ergebnis soweit okay, wenn manchmal auch haarsträubend.
Aber da man ja keine tiefgreifenden Kenntnisse hat, war das okay. Die Mythen Yakuza und Samurai haben neue Nahrung erhalten, die schon lange vermuteten japanischen Parallelwelten wurden bestätigt. Was davon tatsächlich stimmt, bleibt weiter im Verborgenen.
Der Schreibstil ist so, wie man ihn von Hunter kennt. Auch an den Übersetzungen gibt es nichts zu deuteln.
Kleinere Abweichungen in Geschichte und Örtlichkeiten von Schilderungen in früheren Romanen fallen nur deshalb auf, weil Hunter sie in seiner Danksagung selbst einräumt. Für den Leser sind die Abstände zwischen den Büchern zu groß, als dass er sich diese Feinheiten gemerkt hätte.
Fazit: Wer hier einen typischen "Gunny Swagger" erwartet, wird ggf. enttäuscht. Wer sich bereits intensiv mit Ehre und Tradition der Samurai befaßt hat, wohl ebenfalls.
Ansonsten ist es ein typischer "Hunter", lesenwert, aber kein Highlight. An die ersten 3 in Deutsch verlegten Bände kommt er nicht heran. - Kousuke Oono
Yakuza goes Hausmann 1
(21)Aktuelle Rezension von: Eve_WaeYakuza goes Hausmann war mein erster Manga und ich hätte mir wirklich keinen besseren Einstieg wünschen können. Schon nach den ersten Seiten war ich überrascht, wie unterhaltsam, charmant und gleichzeitig liebevoll diese Geschichte erzählt wird.
Im Mittelpunkt steht Tatsu, ein ehemaliger Yakuza, der früher als Immortal Tatsu gefürchtet war. Doch anstatt weiter in der Unterwelt zu leben, hat er beschlossen, Hausmann zu werden. Nun widmet er sich mit derselben Entschlossenheit dem Putzen, Kochen und Einkaufen, mit der er früher seine Geschäfte geführt hat. Allein dieser Gegensatz sorgt für unglaublich viel Humor, aber auch für eine unerwartete Herzlichkeit.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Mischung aus Witz und Wärme. Tatsu nimmt seine neue Rolle so ernst, dass man gar nicht anders kann, als ihn ins Herz zu schließen. Seine Begegnungen mit Nachbarn, alten Bekannten oder anderen Yakuza Mitgliedern sind urkomisch, aber nie platt. Hinter den vielen lustigen Momenten steckt auch eine schöne Botschaft. Man darf sich verändern, man darf neu anfangen und man erkennt, dass Stärke nicht immer Härte bedeutet. Selbst der gefürchtetste Mann der Unterwelt kann ein gutes Herz haben.
Der Zeichenstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Die übertriebenen Gesichtsausdrücke, die dramatischen Posen und die vielen kleinen Details machen jede Seite lebendig und sorgen dafür, dass man fast automatisch mitliest, lächelt und staunt, wie viel Ausdruck in Schwarzweiß stecken kann.
Für mich als jemanden, der vorher noch keinen Manga gelesen hat, war es eine richtig tolle Erfahrung. Die Mischung aus Humor, Herz und einer ungewöhnlichen Idee hat mich sofort begeistert. Yakuza goes Hausmann ist leicht zu lesen, macht gute Laune und zeigt, dass selbst im Alltäglichen große Geschichten stecken können.
Ich freue mich schon darauf, den nächsten Band zu lesen und mehr über Tatsu und sein Leben als Hausmann zu erfahren.
- Asuka Konishi
Yakuza Fiancé – Verliebt, verlobt, verpiss dich 1
(17)Aktuelle Rezension von: sandraanabelIch bin eigentlich kein Fan von Mafiaromance und hätte auch nicht gedacht, dass mir der Titel gefällt.Die Optik, vor allem auch die Illustration, die der ersten Auflage beiliegt, hat mich jedoch überzeugt reinzulesen. Und was soll ich sagen. Ich habe es geliebt :D
Der Zeichenstil ist eine 10 von 10 und die Charaktere sind wirklich bombastisch. Kirishima ist geheimnisvoll, dark, exzentrisch und zwar auf eine extrem interessante Art und Weise. Yoshino dagegen wirkt unschuldig, zart, liebevoll. Bis sie sich beweisen muss und zwar auf eine krasse Art und Weise! Die Dynamik zwischen den beiden ist wahnsinnig gut und ich liebe die Story jetzt schon total!
Für mich ein absoluter Überraschungshit und definitiv eine mega Empfehlung!
- Scarlet Beriko
Show me your Gun
(16)Aktuelle Rezension von: Fraeulein_mellyAufmachung
Die Charaktere sind sauber und detailreich gezeichnet und äußerlich sehr verschieden, was mir immer sehr gut gefällt. Außerdem gibt es auch vermehrt Hintergründe, die ebenfalls gewissenhaft gezeichnet wurden.
Der Erzählstil hat mir war genau meins, sowohl das Tempo sowie die Geschehnisse waren nachvollziehbar.
Charaktere
Tatsuyuki ist die Nummer vier seiner Yakuza Gang, doch das gefällt ihm überhaupt nicht. Er versucht sich davor zu drücken und herauszuhalten, wo es nur geht.
Koga ist Kindergärtner und sehr hartnäckig. Er wirkt immer wie die Ruhe selbst und lässt sich nur schwer aus der Bahn bringen.
Fazit
Das Cover wirkt als würde eine reine Bettgeschichte auf einen warten. Umso freudiger stimmte es mich, dass um den doch recht harten, expliziten Content eine coole Yakuza Story gewoben wurden. Mit Charakteren, die einen doch oft zum Schmunzeln bringen.
Alles in allem gab es zwar eines an Bettsport aber man hatte nicht das Gefühl, dass dieser im Fokus dieses One Shots stand.
Das ergibt eine tolle Mischung aus Humor, düsterer Story und spannendes Charakteren.























