Bücher mit dem Tag "ystad"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ystad" gekennzeichnet haben.

6 Bücher

  1. Cover des Buches Mörder ohne Gesicht (ISBN: 9783423216470)
    Henning Mankell

    Mörder ohne Gesicht

    (1.010)
    Aktuelle Rezension von: Alina35

    „Mörder ohne Gesicht“ hat mich von der ersten Seite an gepackt. Der Fall ist spannend aufgebaut, atmosphärisch dicht und entwickelt eine stetige, fast unheimliche Sogwirkung. Die Ermittlungen wirken realistisch, die Figuren sind glaubwürdig gezeichnet und die Wendungen sitzen genau an den richtigen Stellen. Besonders beeindruckt hat mich, wie konsequent und präzise die Spannung gehalten wird – kein Durchhänger, kein unnötiger Ballast. Für mich ein fesselnder Krimi auf hohem Niveau, der zeigt, warum dieses Buch als Klassiker gilt.

  2. Cover des Buches Hunde von Riga (ISBN: 9783552056077)
    Henning Mankell

    Hunde von Riga

    (689)
    Aktuelle Rezension von: Pascal_Maess

    Spoilerwarnung: Diese Rezension enthält inhaltliche Details zum Verlauf und Ende des Romans.

    Nach Mörder ohne Gesicht war ich gespannt, wie es mit Kurt Wallander weitergeht – und fand mich schnell in einer Art Hass-Liebe wieder, die wahrscheinlich sinnbildlich für mein Verhältnis zu Henning Mankell steht.

    Sein Schreibstil ist ruhig, fast schon einschläfernd. Normalerweise würde ich das als Kritikpunkt sehen, aber bei Mankell funktioniert es, weil diese Schwere so perfekt zu Wallanders Charakter passt. Wallander ist kein Held, er ist ein müder, zerrissener Mann, gefangen zwischen Routine, Einsamkeit und Selbstzweifeln. Wenn er spricht, hört man fast schon seine Müdigkeit atmen – und genau das macht ihn real.

    Was Mankell unglaublich gut kann, ist Stimmung. Der Kontrast zwischen Schweden und Lettland zieht sich wie ein emotionaler Temperaturunterschied durchs ganze Buch. In Schweden spürt man noch Wärme, Nähe, kurz sogar Geborgenheit (besonders in den Szenen mit seiner Tochter). In Riga dagegen friert man mit – alles ist kalt, grau, gehetzt und trostlos. Diese Atmosphäre hat mich komplett abgeholt.

    Der Plot dagegen: schwierig. Anfangs stark, mit einem mysteriösen Rettungsboot und zwei Toten, entwickelt sich die Geschichte zu einer Art Agenten-Thriller. Das funktioniert phasenweise gut – etwa in der Halle, als Wallander gefangen ist, oder später im Polizeirevier, wo man fast seinen Angstschweiß riecht. Aber Mankell verliert irgendwann die Kontrolle über seine eigene Geschichte. Figuren tauchen auf und verschwinden wieder, Handlungsstränge werden angerissen und fallen dann ins Leere. Beispielhaft: der Mann in der Jagdhütte – eingeführt, gefangen genommen, nie wieder erwähnt.

    Auch die Romanze zwischen Wallander und Baiba wirkt leider gezwungen. Sie treffen sich, sehen sich zweimal – und plötzlich herrscht große Liebe. Das wirkt konstruiert, fast wie ein erzählerischer Fremdkörper, den Mankell unbedingt einbauen wollte.

    Das Ende schließlich wirkt gehetzt. Oberst Putnis taucht auf und erklärt alles in wenigen Seiten – Dinge, die man theoretisch 100 Seiten früher hätte auflösen können. Wallander bleibt letztlich mehr Beobachter als Ermittler. Die anfängliche Bootsszene, so stark sie war, hängt inhaltlich fast lose in der Luft. Auch der Titel „Die Hunde von Riga“ wird erst spät und dann recht unmotiviert aufgegriffen – schade, denn das Potenzial war riesig.

    Ein paar Szenen stechen dennoch hervor: Das Kapitel im Kaufhaus, die Verfolgung auf dem Dach, und diese Momente, in denen Wallander für einen Augenblick wieder klar denkt, analytisch wird, Pläne schmiedet. Da spürt man den alten, nüchternen Ermittler wieder – den Mankell eigentlich so gut schreiben kann.

    Unterm Strich ist Die Hunde von Riga für mich ein solider, aber schwächerer Wallander. Atmosphärisch stark, psychologisch interessant, erzählerisch aber zu sprunghaft und unkonzentriert.

    Fazit: Ein Roman voller Kälte, Melancholie und politischer Schatten – der zwar Tiefe hat, aber sein eigenes Rätsel am Ende nicht ganz zu Ende denkt.

  3. Cover des Buches Mord im Herbst (ISBN: 9783423253772)
    Henning Mankell

    Mord im Herbst

    (140)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Kurt Wallander mal in der Kurzform, dabei nicht minder spannend: Wallander überlegt, seinem Kollegen Martinsson ein Haus abzukaufen, ein Haus auf dem Land, das dieser für den Cousin seiner Frau verkaufen möchte. Als Wallander sich das Haus ansieht, stellt ihm eine Hand ein Bein, genauer gesagt ragt eine skelettierte Hand aus der Erde. Schluß mit Haus Hund Frau, erst muß ermittelt werden. Wie immer spannend, die bleibenden Konflikte mit seiner Tochter, dem verstorbenen Vater und seinem Job treten auch hier auf, und am Ende möchte man den Walli eigentlich nur mal in den Arm nehmen (aber nur kurz).

  4. Cover des Buches Wallanders erster Fall und andere Erzählungen (ISBN: 9783552056121)
    Henning Mankell

    Wallanders erster Fall und andere Erzählungen

    (426)
    Aktuelle Rezension von: teilzeitbaeuerin

    Das Buch beinhaltet mehrere kürzere Krimis, die einen jungen Wallander zeigen. Besonders der erste Krimi zeigt Kurt, wie er zur Kriminalpolizei kommt. Er klärt dabei den Mord an seinem Nachbarn auf und erkennt, dass er für einen Kriminalbeamten noch viel lernen muss. 

    Die Geschichten sind kürzer - sehr zu meinem Wohlbefinden - und in sich abgeschlossen. Einzig Wallander und sein Umfeld ziehen sich durch die Geschichten. Hat mir sehr gut gefallen !

  5. Cover des Buches Die Pyramide (ISBN: 9783423252164)
    Henning Mankell

    Die Pyramide

    (55)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Es gibt viel zu tun für Kommissar Wallander und seine Kollegen. Ein nicht registriertes Sportflugzeug stürzt in der Nähe von Ystad ab, beide Insassen verbrennen bis zur Unkenntlichkeit. Kurze Zeit später explodiert ein Handarbeitsgeschäft, die beiden Inhaberinnen, zwei betagte Damen, verbrennen ebenfalls, wurden aber vorher bereits durch Kopfschüsse getötet. Hängen die beiden Fälle zusammen? Wer tötet zwei nette alte Fräuleins und warum?

    Nicht nur diese Fragen belasten Wallander, er hat auch privat seine Probleme. Die Scheidung von seiner Frau Mona macht ihm immer noch zu schaffen und gerne würde er auch seine Tochter Linda öfter sehen. Zu allem Überfluss muss er während der Ermittlungen nach Ägypten fliegen und seinen 80jährigen Vater aus dem Gefängnis holen. Dieser war bei dem Versuch eine Pyramide zu besteigen verhaftet worden. Noch ahnt Wallander nicht, dass ihm der Anblick der Pyramiden zur Lösung des Falles führen wird …

    „Die Pyramide“ ist wieder ein typischer Mankell-Krimi, der aber im Vergleich mit seinen anderen Romanen wohltuend kurz ausfällt. Bereits nach den ersten Sätzen ist man von der Geschichte gefesselt, die sich angenehm in einem Zug durchlesen lässt. Unverkennbar ist auch wieder sein Schreibstil, solide und sachlich bringt er die Dinge auf den Punkt, geht aber trotzdem intensiv auf Wallanders Sorgen und seine Gemütslage ein. Hie und da blitzt sogar etwas Humor durch, mit dem Mankell ansonsten sparsam umgeht. Wie auch in den anderen Romanen des Autors wird hier ebenfalls, wenn auch nur am Rande, ein Problem unserer Zeit angesprochen.

    Fazit: Beste Unterhaltung für alle Leser, die Mankells Schreibstil und seine Art zu erzählen mögen.
  6. Cover des Buches Schweig still (ISBN: 9783958190894)
    Mikaela Sandberg

    Schweig still

    (6)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Die 14-jährige Nelli Larsson taucht auf der Polizeiwache in Ystad auf und meldet ihre Mutter als vermisst. Kommissarin Hannah Lundqvist und ihr Kollege Nyberg nehmen die Ermittlungen auf. Alles scheint mit einem geheimnisvollen Stalker zusammenzuhängen, der die Frau schon seit längerer Zeit verfolgt. Gelingt es ihnen, Nellis Mutter zu finden?

    Hm, eigentlich mag ich diese Schweden-Krimis und verfolge gerne die Ermittlungen in den verzwickten Fällen. Hier war das leider anders.

    In diesem Buch benehmen sich wirklich alle Personen merkwürdig. Klar, manchmal machen Autoren das, um verschiedene Spuren zu legen und Verdächtige zu erzeugen, aber in diesem Roman benehmen sich wirklich alle seltsam. Egal ob es sich um Nelli handelt, ihre Freundin Anka, jeden Nachbarn, der etwas beobachtet, die Kommissare, die Spurenermittler – jeder! Das fand ich wirklich ermüdend. Ganz schlimm fand ich die Kapitel aus Nellis Sicht, denn hier wollte die Autorin mit einer typisch (?) jugendlichen Sprache deutlich machen, dass nun Nelli denkt und spricht. Das fand ich höchst albern!

    Und dann die Story. Hier wirkte alles so konstruiert, dass ich wirklich verärgert war. Zum Glück umfasst die Geschichte nur knapp 200 Seiten, so dass das Machwerk wenigstens schnell vorbei war.

    Mich hat das Buch leider überhaupt nicht überzeugt und auch kein bisschen unterhalten. Keine Empfehlung von mir!

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