Bücher mit dem Tag "zahnschmerzen"
5 Bücher
- Isabella Archan
Auch Killer haben Karies
(29)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerGerade bei einem Treffen mit Hauptkommissar Zimmer passiert etwas Schockierendes: Dr. Leocardia Kardiff, Zahnärztin mit Spritzenangst, findet einen Toten direkt vor ihren Füßen. Dabei lief doch bisher alles ziemlich ruhig und geordnet! Wird Leo diesmal wirklich aus den Ermittlungen rausbleiben können? Natürlich nicht! Als bald ein weiterer Mord passiert, gerät sie mitten in die Ermittlungen und es gibt mehr Verdächtige, als ihr lieb ist.
Dr. Leocardia Kardiff ist Zahnärztin, neugierig und hat ein großes Herz. Sie lässt sich nicht einschüchtern und hat ein gutes Gespür dafür, wenn etwas nicht stimmt. Dadurch gerät sie immer wieder in gefährliche Situationen, auch wenn sie das eigentlich vermeiden will. Ihre Mischung aus Cleverness, Chaos und Humor macht sie lebendig und sympathisch. Ich mochte besonders, dass sie trotz der Gefahren nie die Nerven verliert. Sie ist witzig, aber auch einfühlsam, was sie sehr authentisch macht. Ihre Entscheidungen sind manchmal unüberlegt, doch genau das bringt Spannung und Humor in die Geschichte. Sie bleibt eine Figur, die man gerne begleitet und die neugierig auf mehr macht.
Jakob Zimmer ist ernst, professionell und oft genervt von Leocardias Einmischung. Trotzdem erkennt man schnell, dass er ein gutes Herz hat und nur das Richtige tun will. Er ist klug, überlegt und bringt Struktur in die chaotische Welt von Leocardia. Durch seine Perspektive bekommt man auch die ernste Seite der Fälle mit, was einen guten Ausgleich zum Humor bildet. Ich fand spannend, wie er und Leocardia sich gegenseitig herausfordern. Mal sind sie Team, mal streiten sie, und gerade diese Dynamik macht viel Spaß. Er wirkt zunächst distanziert, doch nach und nach zeigt er seine verletzliche Seite. Dadurch wirken beide Hauptfiguren sehr menschlich und glaubwürdig.
Der Schreibstil von Isabella Archan war für mich neu, da dies das erste Buch war, welches ich von der Autorin gelesen habe. Sie schreibt locker, humorvoll und trotzdem spannend. Man merkt sofort, dass sie sowohl Krimi als auch Comedy gut miteinander verbinden kann. Die Szenen sind leicht zu lesen, man wird schnell in die Handlung hineingezogen. Besonders die Dialoge zwischen Leocardia und dem Ermittler sind witzig und lebendig. Gleichzeitig schafft die Autorin es, Spannung aufzubauen, sodass man die ganze Zeit miträtselt. Kleine Details werden später wichtig, was die Geschichte clever und gut durchdacht wirken lässt. Man spürt die Mischung aus Gefahr, Humor und Ermittlungsarbeit auf jeder Seite.
,,Auch Killer haben Karies“ ist ein unterhaltsamer Krimi mit viel Humor, Spannung und zwei außergewöhnlichen Hauptfiguren. Die Mischung aus Leocardias Chaos und der Ernsthaftigkeit des Ermittlers sorgt für viel Abwechslung. Mir hat besonders gefallen, wie beide Hauptfiguren miteinander agieren und sich gegenseitig ergänzen. Ich habe oft gelacht, aber auch mitgefiebert, wenn es ernst wurde. Das Buch ist kurzweilig, man liest es schnell durch, ohne dass es langweilig wird. Für Fans von humorvollen Krimis ist es auf jeden Fall lesenswert.
- Hanna Künzel
Vom Jörg, der Zahnweh hatte
(10)Aktuelle Rezension von: KinderbuchkisteZähne putzen, Zahnschmerzen, Zahnarztfür Kinder ab 4 Jahren
Eine alte Geschichte wieder entdeckt!
Sicherlich kennen viele diese Geschichte schon aus ihrer Kindheit. Bereits in der 12. Auflage erscheint die Geschichte vom Leckerschlecker Jörg, der Süßigkeiten liebt und Zähne putzen verabscheut. Einst eines der Bilderbücher der ehemaligen DDR, das jeder kannte und heute zu den Kult- Geschichten gehörte ist es leider in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geraten. 1986 erschien es im KinderbuchVerlag Berlin damals mit Illustrationen von Christa Unzner-Fischer. Die Autorin Hanna Künzel, Erzieherin und spätere Lehrerin, weiß zu erzählen und so ist es kein Wunder, dass Kinder früher wie heute die Geschichte von Schleckerjörg sehr beeindruckt.Jörg liebt Süßigkeiten über alles. Normales Essen lehnt er ab. Wann immer er Geld geschenkt bekommt setzt er es gleich in Süßigkeiten um. Zähne putzt er nur wenn ihn seine Mutter daran erinnert bzw. dazu drängt. Das das auf die Dauer für die Zähne gar nicht gut geht wissen die Kinder und so wissen sie, dass es eine Frage der Zeit ist, das Jörg furchtbare Zahnschmerzen bekommt. Und so geschieht es. Eines Abends bekommt Jörg seltsamen Besuch. Ein kleines seltsames Männlein sucht ihn heim. Am anderen Morgen hat er furchtbares Zahnweh. Die Mutter erzählt ihm vom Zahnwehmännlein, das in der Nacht kommt , wenn Essensreste und Süßigkeiten an den Zähnen bleiben und sich tief in die Zähne hinein gräbt um an alles heran zu kommen. Ja, das Männlein kannte Jörg und nun blieb nur eines, er musste zum Zahnarzt. Viele Kinder haben Angst vor dem Zahnarzt wegen der ganzen Geräte. Jörg hat Glück. Dr. Heiler versteht es auf seine kleinen Patienten einzugehen und ihnen die Angst zu nehmen. Jörg ist so fasziniert von allem was ihm der Zahnarzt vorstellt, dass er fast die Zahnschmerzen vergisst. Und so sitzt Jörg dann auch recht entspannt auf dem Zahnarztstuhl. Doktor Heiler macht aber nicht nur den Zahn wieder sauber und gesund sondern verscheucht damit auch das Zahnwehmännlein und erklärt Jörg was zu tun ist damit das böse Männchen nicht mehr zu ihm kommt.Fortan isst er viel Gesundes, putzt sich freiwillig regelmäßig die Zähne und spart lieber sein Geld anstatt es für Süßigkeiten auszugeben.Die Geschichte überzeugt durch viele leicht verständliche, sachliche Erklärungen und Situationen, die die Kinder durch eigenes Erleben leicht nachvollziehen können. Gleichzeitig nimmt sie durch eindrucksvolle, recht simple praktische Erklärungen des Arztes den Kindern die Angst vor dem Praxiszimmer und der Arbeit des Zahnarztes.Die für den ein oder anderen vielleicht etwas alt anmutenden Illustrationen sprechen auch heute noch die Kinder sehr an, was zeigt, das sie keinesfalls altbacken sind.Unsere Lesekinder entdeckten die Geschichte viel auch über die Illustrationen, in die sie regelrecht eingetaucht sind.Das Buch endet mit einem Wort an die Eltern, in dem Doktor Heiler den Eltern die Wichtigkeit von Prophylaxe, Zahngesundheit, dem richtigen Zähneputzen und den regelmäßigen Zahnarztbesuch verdeutlicht sowie auf die Entstehung von Karies eingeht.Ein wunderbares, sehr eindrucksvolles Bilderbuch, dass Kindern anschaulich vermittelt, wie wichtig das Zähne putzen ist.
- Thorbjoern Egner
Karius & Baktus
(21)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerBekannter Stoff - Karius und Baktus zerstören die Zähne eines kleinen Jungen, der sich weigert, sein Gebiss zu pflegen. Dies war sowohl ein Kindergartenbuch als auch meine erste norwegische Lektüre. Pädagogisch sicher wertvoll, wenn lustige kleine Wesen die Notwendigkeit der Zahnpflege erklären. Wenn Mama das macht, ist es ja eher unglaubwürdig. Würde ich meinen Kindern sicher auch als Lektüre angedeihen lassen. Allerdings auf Deutsch ;) - Nina Weger
Der kleine Räuber Rapido 3. Der schlimme Zahn
(20)Aktuelle Rezension von: CorneliapoetschInhaltsangabe: „Ein bisschen Wickie. Ein bisschen Robin Hood. Und ganz viel Räuberhauptmanns-Sohn Rapido.
Was ist schlimmer als ein Wirbelsturm im Räuberwald? Oder eine Badewanne voll mit blumig duftendem Schaumbad? Richtig: ein Räuberhauptmann mit Zahnschmerzen! Damit steht die neue Räuberaufgabe fest: Der kleine Räuber, dem es gelingt, den schlimmen Zahn aus der Räuberklappe von Hauptmann Rigoros zu ziehen, bekommt die nächste Räuberwurst. Das ist gar nicht so einfach für Rapido, denn auch die anderen kleinen Räuber haben gute Ideen. Aber zum Glück kennen Rapido und sein Freund, der Waschbär Störenfried, den geheimnisvollen Kiefer-Knacker. Ob der ihnen helfen kann?“
Meine Meinung: Der schlimme Zahn ist bereits das dritte Abenteuer rund um den kleinen Räuber Rapido. Mann muss aber keinen der andere Teil zuvor gelesen haben, um diesen Teil zu verstehen. Ein fauler Zahn muss aus dem Mund des Räuberhauptmanns. Es gibt viele Ideen und dabei auch einige Fehlversuche. Wer den Zahn erfolgreich zieht, soll eine Räuberwurst zur Belohnung bekommen.
Zum Ende wird es etwas unheimlich. Die Freunde machen sich auf den Weg zum Kiefer-Knacker im dunklen Wald. Da liegt auch mein Kritikpunkt, dass den jungen Lesern zum Ende hin Angst vorm Zahnarzt gemacht wird.
Der Schreibstil ist kindgerecht, fesselnd und humorvoll. Die Charaktere sind sympathisch und authentisch gestaltet. Besonders gut gefallen mir die farbenfrohen, wunderschönen Illustrationen. Die Geschichte eignet sich wunderbar als Vorlesegeschichte. Besonders gut gefallen haben uns die witzigen Wortkombinationen. Zentrale Themen sind Freundschaft und Zusammenhalt. Das Buch eignet sich ab 5 Jahren zum Vorlesen. Für geübte Leser ist die Geschichte auch wunderbar zum Selberlesen.
Fazit: Die jungen Leser erwartet ein räuberstarkes Abenteuer. Witzige Wortspiele und die wunderbaren Illustrationen sind zwei Highlights des Buches. Von mir gibt es einen Stern Abzug, da das Buch teilweise Angst vorm Zahnarzt macht. Aber abgesehen davon gebe ich eine klare Leseempfehlung.
- Barbara van den Speulhof
Häuptling Dicke Backe
(1)Aktuelle Rezension von: KinderbuchkisteEine Zahngeschichte, mit WackelzahnHäuptling Dicke Backe und einem MedizinmannEine großartige Mutmachgeschichtefür alle, die Angst vor dem Zahnarzt habenfür Kinder ab 3 JahrenEin absolutes Highlight unter den Neuerscheinungen im Herbst 2018 ist dieses absolut grandiose, witzige und einfühlsame Bilderbuch aus der Feder der wundervollen Autorin Barbara van den Speulhof!!Seit wir dieses Buch haben vergeht kein Tag an dem nicht mindestens 3-4 Kinder nach ihm fragen und es vorgelesen bekommen möchten.Das Thema Zahnschmerzen aber vor allem Zahnarztbesuch ist für die meisten Kinder aber auch Erwachsenen ein rotes Tuch, dabei ist es im Grunde gar nicht nötig Angst zu haben. Ja, die Gerätschaften, die Geräusche und auch der Geruch ist vielleicht nicht so einladend aber wenn man regelmäßig zum Zahnarzt geht und sich gut die Zähne putzt wird der Zahnarzt in der Regel auch nicht viel finden, was bei einer Behandlung Schmerzen verursachen kann. Der Innere Schweinehund ist es wohl der uns da mit spielt.Gut das es so großartige Bilderbücher wie "Häuptling Dicke Backe gibt".Auf äußerst amüsante Weise erzählen Barbara van den Speulhof und Jan Birck von einem kleinen Jungen, der am liebsten Indianer spielt. Eines Tages jedoch hat er einen Wackelzahn. Egal was er auch versucht zu essen immer wackelt der Zahn mit und verursacht Schmerzen. Durch das Wackeln und beanspruchen entzündet sich leider das Zahnfleisch, er bekommt eine dicke Backe.Gut gemeinte Versuche der Eltern ihn zum Zahnarzt zu bringen scheitern, bis Opa Glitzernde Glatze sich dem Fall annimmt. Häuptling Dicke Backe erzählt ihm von seinem Pferd Donnerkeil, das furchtbares Zahnweh hat. Das kann ja unmöglich so weiter gehen. Gemeinsam bringen sie Donnerkeil zum Zahnarzt.Dort trifft er zunächst auf eine sehr verständnisvolle Frau am Empfang, sieht im Wartezimmer, das es noch einige andere gibt, die Zahnweh haben und trotzdem am liebsten schnell unverrichteter Dinge nach Hause gehen würden und erlebt dann wie der Medizinmann sich zunächst unglaublich einfühlsam um Donnerkeils Gebiss bemüht aber beim besten Willen keinen Grund für Donnerkeils Zahnschmerzen finden kann.Doch diese Aktion ermutigt unseren kleinen Bruno alias Häuptling Dicke Backe sich dem großen Medizinmann anzuvertrauen, der schnell dem Übeltäter findet. Er fühlt mit dem tapferen kleinen Häuptling, geht auf ihn und seine Ängste medizinmännisch von Blutsbruder zu Blutsbruder ein so dass Häuptling Dicke Backe gar keine Angst mehr hat und das Beste, Opa Glitzernde Glatze musste noch nicht einmal mit ins Behandlungszimmer kommen.
Die Geschichte an sich ist ja schon toll. Seinen besonderen Charme und Witz jedoch bekommt sie über die Bilder.Hat man beim Lesen der Geschichte bestimmte Bilder im Kopf wird man beim Betrachten der Illustrationen eines anderen belehrt was uns immer wieder und wieder schmunzeln lässt.Es ist einfach genial wie und mit welchen Details uns Jan Birck in die kindliche Phantasiewelt des kleinen Bruno mit nimmt, uns immer wieder überrascht.So heißt es zum Beispiel:"Wenn Bruno Durst hat, trinkt er frisches Quellwasser......"Vor unserem inneren Auge tauchen sofort Bilder auf. Ein Junge in der Prärie, vielleicht ein Wasserfall oder ein Bächlein, aus dem er trinkt.Tatsächlich sehen wir, wie er sich über den Wasserhahn beugt und trinkt.Oder:"Wenn er Hunger hat, fängt er Fische und brät sie über dem Feuer...."Unsere Phantasie lässt uns ein Lagerfeuer sehen, in dem ein Fisch an einem Stock brät.Tatsächlich sehen wir einen Umzugskarton, auf dem ein Feuer aufgemalt ist. Zwei Äste und ein Pfeil, die zu einem Grillspieß zusammengesteckt wurden an der eine Fischstäbchenpackung aufgespießt ist.Ob die liebevollen, witzigen Details mit ihrer verblüffenden Bildsprache oder die Namen aller Beteiligten, alles ist so herrlich, witzig, dass es einfach ein unglaublicher Lese- und Enterspaß ist. Mimik und Gestik spielen hierbei ebenfalls eine sehr gewichtige Rolle.Nicht nur die des Protagonisten, der so wunderbar, grimmig, überlegen, dreimal- neinmalklug und wichtig drein schauen kann. Auch die Erwachsenen allem voran der Zahnarzt werden hinreißend illustriert.Unsere Lesekinder kamen aus dem Entdeckermodus gar nicht mehr heraus. Sie erkannten recht schnell, dass ihre Bilder mit denen im Buch nicht übereinstimmten.Dabei ist uns sehr stark aufgefallen, dass die Kinder wesentlich schneller vor ihrem inneren Auge entstehen lassen als die Erwachsenen. Angesichts der Tatsache, das das kindliche Gehirn einfach schneller ist kein Wunder, doch darum wussten die meisten Erwachsenen nicht, was zuweilen zu witzigen Situationen während der Vorlesestunden führte.Besonders lustig war die Vorlesestunde bei einem unserer Zahnärzte. Die Kinder durften in Indianerverkleidung kommen und auch er war dementsprechend gekleidet.Kakteen waren im Behandlungszimmer extra aus anderen Bereichen geholt und stimmungsvoll drapiert. Indianermusik spielte im Hintergrund und er laß selber vor. Später durften die Kinder mutig alles ausprobieren. Vom Behandlungsstuhl bis zum Bohrer wurde alles neugierig begutachtet. Am Ende bekam jeder seinen ganz besonderen Kopfschmuck. Stattfedern mit drei Zahnbürsten in unterschiedlichen Farben.Toll wenn es Zahnärzte wie unseren gibt, die mit so viel Feingefühl und Spaß den Kleinen ( und auch Großen) die Angst vor dem Zahnarzt nehmen.
Und toll das es Barbara van den Speulhof und Jan Birck gibt, die uns immer wieder mit ihren wunderbare Büchern verzücken.




