Bücher mit dem Tag "zar"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zar" gekennzeichnet haben.

114 Bücher

  1. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.206)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Ken Follett schafft es selbst auf über 1.000 Seiten keine Langeweile aufkommen zu lassen. Sturz der Titanen ist sehr gut geschrieben. Und das Team von Ken Follett hat mal wieder, wie brereits in seinen anderen geschichtsträchtigen Büchern, gut recherchiert. Das wichtigste für mich überhaupt an diesem Buch sind die Lehren, die es uns aufzeigt. Ich fand es schockierend wie Menschen es schaffen, solch fürchterliche Kriege auszulösen, in denen Millionen von unschuldigen Menschen getötet und masakriert werden. Das Buch von Ken Follett sollte gleichzeitig eine Warnung an alle Menschen sein und sich für den Frieden, wo auch immer, einzusetzen und das Böse gleich im Ansatz ersticken. Frieden fängt bei jedem selber an. Sturz der Titanen ist ein Klasse Buch.

  2. Cover des Buches Throne of Glass - Kriegerin im Schatten (ISBN: 9783423716529)
    Sarah J. Maas

    Throne of Glass - Kriegerin im Schatten

     (1.375)
    Aktuelle Rezension von: buchstabenwald

    Aaaaaaaaaaaah was ist das für eine Teufelsreihe?? Ich würd die Bücher am liebsten essen vor lauter Wahnsinn!!!

    Also der zweite Teil haut mich noch mehr um als der erste. Der erste war wirklich ein toller Einstieg in die Geschichte, jetzt beim 2. gehts mal richtig zur Sache und man erfährt worum es wirklich geht. Aber darüber verrate ich natürlich jetzt nicht mehr!

    Celaena ist jetzt Champion des Königs - hat aber ihre eigenen Ziele nicht aus den Augen verloren und bewahrt sich ihre Menschlichkeit. Die Dreieckssituation mit Chaol und Dorian spitzt sich zu. Die Rebellen haben einen Plan. Celaena durchblickt die Machenschaften des Königs. Und und und.. aaaah ich darf nicht spoilern, aber es ist so unglaublich gut!

    Ganz nachvollziehen kann ich ihre Handlungen manchmal allerdings nicht. 

    - ACHTUNG SPOILER-

    Chaol und sie sind unsterblich verliebt, ein Missverständnis passiert, sie ist verständlicherweise unendlich enttäuscht, zieht sich komplett zurück und redet GAR NICHT mit ihm darüber? Why???

    Und sie bringt sämtliche Rebellen und alle um, hat immer ein Näschen für windige Geschichten und lässt sich dann so leicht von Archer hinters Licht führen? Da hätt ich ihr mehr Fingerspitzengefühl zugetraut… 

    JA, ToG ist absolut empfehlenswert. Die Geschichte ist wirklich durchdacht, gut aufgebaut, nervenaufreibend und wahnsinnig spannend. Ich liebe die Charaktere alle, auch die „bösen“, es passt einfach alles so gut zusammen. Ich freu mich schon mega auf den nächsten Band und hoffe, dass sich das Niveau der Bücher bis zum 7. Band durchzieht!

  3. Cover des Buches Das Gold der Krähen (ISBN: 9783426654491)
    Leigh Bardugo

    Das Gold der Krähen

     (525)
    Aktuelle Rezension von: AnimFlaym

    Ich finde den zweiten Teil einer Reihe meistens schwächer, aber dieses Buch ist wirklich mehr als gelungen und vielleicht übertrifft dieses Buch das erste sogar. 

    Leigh Bardugo hat einen einzigartigen Schreibstil und es ist unglaublich was sie da zu Papier bringen kann.

  4. Cover des Buches Reckless - Das goldene Garn (ISBN: 9783791504964)
    Cornelia Funke

    Reckless - Das goldene Garn

     (380)
    Aktuelle Rezension von: Maikes_Privatbibliothek

    Achtung, enthält Spoiler zu den ersten beiden Bänden!

    Jacob hat sich immer gefragt, wer die Spiegel erschaffen hat, die einen zwischen unserer und der Märchenwelt wechseln lassen. Seit er es weiß, wünscht er sich, er hätte es niemals erfahren.


    Um Fuchs aus den Fängen des Blaubarts retten zu können, musste Jacob einen Handel abschließen. Sein Handelspartner ist ein sehr altes, sehr mächtiges und sehr gefährliches Geschöpf - ein Erlelf. Dass ein Handel um ein Leben immer auch ein Leben fordert, ist uns aus den letzten beiden Büchern bekannt. Doch dieses Mal geht es um ein Leben, welches noch gar nicht existiert. 

    Jacob und Fuchs waren jahrelang füreinander da - als Freunde, wie sie sich immer wieder einreden. Doch das zarte Band der Liebe, welches im letzten Buch erstmals richtig zu zutage trat, wird auf die härteste aller Proben gestellt. Mit aller Macht versuchen sie ihrer gegenseitigen Anziehungskraft zu entkommen, um schlimmeres zu verhindern. Wird ihnen das gelingen?


    Auch die dunkle Fee flieht vor ihrer Liebe. Der Verrat des Goylkönigs Kami'en hat sie zutiefst erschüttert. Soll er doch ohne sie glücklich werden mit seiner Braut und dem Kind, das nur dank ihr leben konnte. So würde sie gerne denken, aber sie kann nicht. Und so sucht sie verzweifelt nach etwas, was das goldene Garn der Liebe zerstören kann.


    Währenddessen sucht Will nach der dunklen Fee, denn etwas schreckliches ist in seiner Welt geschehen. Etwas, von dem er glaubt, dass nur sie es rückgängig machen kann. Als seinem Bruder zu Ohren kommt, dass Will wieder einen Fuß in die Welt hinter dem Spiegel gesetzt hat und in wessen Begleitung er sich befindet, setzt er alles daran, ihn vor schlimmerem zu bewahren.


    Es ist ein Rennen gegen die Zeit. Wer wird letzten Endes das erreichen, wonach er strebt? Und wie hoch wird der Preis diesmal ausfallen? Und dann steht Jacob plötzlich seinem Vater gegenüber.

    Das war ein wilder Ritt


    Dieses Buch hat mich gefangen genommen und in Atem gehalten und das obwohl einige Dinge recht vorhersehbar waren. Ich konnte es kaum weg legen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Zuletzt werden wir mit einem miesen fiesen Cliffhanger stehen gelassen und ich muss sagen, dass ich deshalb unendlich froh bin, das Buch erst jetzt gelesen zu haben und nicht zu dem Zeitpunkt seines Erscheinens. Die armen Fans der Reihe mussten 5 Jahre auf den vierten Band warten, den ich jetzt direkt im Anschluss beginnen kann. Ich beneide euch nicht!


    Im Gepäck habe ich noch eine meiner absoluten Lieblingsstellen. Jacob bekommt auf seiner Reise die Schatzkammern des Zaren gezeigt. Darin befindet sich etwas ganz besonderes:


    Jacob hatte eine ähnlich eindrucksvolle Sammlung bislang nur in Pendragons Universitätsbibliothek und in einem ligurischen Kloster gesehen. Eins der Bücher hatte einen Einband aus Silber. (...) Molotov erklärte, dass das Buch, wenn man so leichtsinnig war, es aufzuschlagen, die Gabe verlieh, Dinge und Figuren aus jedem Buch der Welt herauszulesen.

    (Reckless - Das goldene Garn, Hardcover Ausgabe 2015, Dressler Verlag, S. 298)



    Ich liebe diese kleine Brücke zur Tintenherz Reihe! Wie das Buch wohl dorthin gelangt ist? Und werde ich in Tintenherz auch einen jener mit silbernen Blumen verzierten Spiegel entdecken? Ich muss die Reihe dringend nochmal lesen!





  5. Cover des Buches King of Scars (ISBN: 9783426227008)
    Leigh Bardugo

    King of Scars

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Tigerluna

    Emotional. Erschreckend. Überwältigend.
    Wiedereinmal ein atemberaubendes Setting. Ich liebe das GrishaVerse einfach.
    Für wahnsinnige Überraschungen ist mit “King of Scars, Thron aus Gold und Asche“ von Leigh Bardugo jeden Fall wieder gesorgt!

    Nikolai Lantslov hat den Krieg gegen den Dunklen überlebt. Aber er steht einem noch größeren Kampf bevor. Als Zar muss er sein Land vor Bedrohungen beschützen. Vielleicht auch vor sich selbst, denn die dunkle Magie in ihm ist nicht mehr zu stoppen.

    Leigh Bardugo ist eine wahrhaft unglaublich geniale Autorin!
    Ihr Schreibstil ist phänomenal und versetzt mich direkt in mein heiß geliebtes GrishaVerse.

    Die Story rund um Nikolai ist ein echtes Highlight. Er war schon in der GrishaVerse-Trilogie einer meiner heimlichen Favoriten. Aber auch andere Charaktere kommen hier zum Zug. Man kann sie einfach nur ins Herz schließen und mit ihnen mitfiebern.

    Ich bin absolut begeistert und sehne der Fortsetzung schon sehr entgegen.
    Der Cliffhanger hat es nämlich ganz schön in sich.

  6. Cover des Buches Grischa - Goldene Flammen (ISBN: 9783551582850)
    Leigh Bardugo

    Grischa - Goldene Flammen

     (981)
    Aktuelle Rezension von: Bedoesque

    Wo soll ich nur anfangen?


    Charaktere.

    Kein einziger Charakter liest sich sauber ausgearbeitet. Sie sind flach, es gibt eigentlich keine Entwicklung bei irgendwem, die nennenswert wäre. Und selbst wenn sich eine potentielle Veränderung andeutet, wird sie in unter zwei Kapiteln wieder über den Haufen geworfen. Die Protagonistin ist anstrengend. So unfassbar anstrengend. Erst will sie nicht oberflächlich sein, dann ist sie es nur noch. Sie kann sich zu keinem Zeitpunkt wirklich entscheiden, was sie überhaupt will. Will sie dazugehören oder hervorstechen? Mag sie die anderen Grisha oder mag sie sie nicht? Und egal wann sie diese Entscheidungen trifft, es gibt selten einen Grund für ihre Entscheidung bzw. die Meinungsänderung. Es macht mich so wütend. Sie soll angeblich ca. 18 sein, liest sich aber wie das 15 Jährige Mädchen, das sich selbst nicht hübsch findet und deshalb eine Geschichte erfindet, in der sie die Heldin ist, plötzlich doch so hübsch sein soll und jeder Typ auf sie steht. Nicht zu vergessen, dass sie eine so große Macht besitzen soll. Aber gleichzeitig macht sie immer wieder die gleichen dummen Fehler. Sie lernt einfach nicht dazu. Ugh. Es ist unglaublich frustrierend. 

    Auch Mal ist nur ein 0815 Typ. Nichts aber auch wirklich nichts definiert die beiden wirklich. Es gibt keine besonderen Charakteristika. Und über den Dunklen will und kann ich nicht reden, weil ich sonst einen Spoiler nach dem anderen liefern würde.


    Handlung.

    Neben den so schlecht ausgearbeiteten Figuren steht die Handlung dem Ganzen in nichts nach. Es fühlt sich nicht durchdacht an. Nichts hat wirklich Tiefe und eigentlich passiert alles zufällig oder weil andere Charaktere die Protagonistin darauf stumpen. Es ist einfach ermüdend.


    World-Building.

    Ich hatte gehofft, dass das wenigstens etwas rausreißt, aber leider ist das nicht der Fall. Die Regierungsstrukturen werden grob angerissen, die Hierarchie innerhalb der Grisha grob dargestellt und ansonsten fühlt sich neben der Schattenflur alles an, als ob wir uns im 18. oder 19. Jahrhundert befinden. Die Feste, die vier oder so die in der Zeit stattfinden, werden zwar angerissen, aber ihnen keine große Bedeutung gegeben. Warum heißt die Butterwoche Butterwoche? Warum ausgerechnet Butter? Und warum erwähne ich sie dann überhaupt als Autor?! 


    Um auf den Punkt zu kommen. Ich glaube, einiges hängt hier auch an der Übersetzung. Ich kann und will mir nicht eingestehen, dass jemand, der den ersten Band auf englisch gelesen hat, den zweiten gekauft hat, wenn es so auch im Englischen klingt. Einfach nein. Ansonsten liest sich das wie die Fanfiction einer 15 Jährigen, die gerade den ersten oder zweiten Entwurf des Buches fertig geschrieben hat. Es hätte einfach so viel besser werden können. Und sowas ärgert mich immer zutiefst. Ich glaube, allein die Erzählstruktur aus der Ich-Perspektive hat es dem ganzen so schwer gemacht. Ich bin einfach mit fast 30 zu alt, diesen anstrengenden und unglaublich naiven Gedanken einer 15/18 Jährigen zu folgen, die null Substanz hat. Außer dass sie auf alles steht, was ihr Aufmerksamkeit schenkt. So ein Egozentrismus ist mir zu wider. Jede andere Erzählweise wäre besser gewesen. 


    Ich würde die Reihe eigentlich hier abbrechen, aber da mir von so vielen gesagt wurde, dass der dritte Band so viel besser sein soll... Und ich die beiden Bände hier liegen habe... Auf zum zweiten Band, der angeblich noch schlechter sein soll. Mir graut es. 

  7. Cover des Buches Wölfe (ISBN: 9783832161934)
    Hilary Mantel

    Wölfe

     (145)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Das Königreich England im Jahr 1520 hat immernoch keinen männlichen Erben. Sollte der König sterben würde dem Land ein Bürgerkrieg bevorstehen. Henry VIII. möchte Anne Boleyn heiraten und seine bestehende Ehe annulieren lassen. In dieser Zeit wird aus Thomas Cromwell ein wohlhabender Mann. Cromwell arbeitet sich von ganz unten nach oben und gehört irgendwann sogar zum engsten Beraterkreis des Königs. 

    Hilary Mantel hat hier einen wirklich tollen historischen Roman geschrieben. Ganz anders als andere verliert sie sich nicht in Beschreibungen der Zustände, Kleidung, Orte etc. sondern beschränkt sich eher auf die Vielschichtigkeit der Charaktere, Machenschaften, Intrigen und politischen Wendungen. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, da manchmal zunächst nicht erkennbar ist wer spricht und auch Szenenwechsel nicht deutlich gemacht werden. Nach einiger Zeit bin ich aber gut damit klar gekommen. Cromwell ist für mich eine faszinierende historische Persönlichkeit und ich habe seinen Weg durch dieses Buch besser nachvollziehen können. Sehr gelungen finde ich, dass die Autorin diesen mitunter sicherlich zweifelhaften Menschen nicht bewertet. Jeder Leser darf sich hier sein eigenes Bild schaffen.

    Fazit: Ein Buch für das man sich Zeit nehmen muss und sollte. Nichts um es "mal eben nebenbei" zu lesen. Ein historischer Roman mit literarischem Anspruch. Ein anspruchsvolles und spannendes Zeitportrait. Wirklich empfehlenswert aber bestimmt nichts für Jedermann.


  8. Cover des Buches Grischa - Eisige Wellen (ISBN: 9783551582966)
    Leigh Bardugo

    Grischa - Eisige Wellen

     (574)
    Aktuelle Rezension von: julia___

    Genau das ist mein Ding. Genau für solche Fantasywelten brenne ich. Magie, Wesen, Unterdrückung, Macht, Gier, Trauer, Hoffnung, Leid, Liebe, Hass, Wut, Verzweiflung, Glück, Angst, Tod, Krieg.
    Leigh hat hier eine tolle Welt erschaffen in die man gerne abtauchen und alles hautnah miterlebt. Die Geschichte ist absolut gelungen und reißt einen mit.

    Im Gegensatz zu Band 1 - Goldene Flammen ist Band 2 - Eisige Wellen nicht vorhersehbar und um einiges intensiver und ja.. besser. Ich war wie besessen und wollte es kaum weglegen. Ich konnte nicht, musste es aber. Ich wollte es auch genießen.

    Es beginnt ruhig, man denk man ist angekommen, man fühlt sich sicher und dann geht es los. Man ist geschockt, gespannt und die Nerven liegen blank. Dann kommen wieder Verschnaufpausen, die einen Kraft und Hoffnung tanken lassen. Und dann.. bleibt es eine Weile so bis das Buch einen unerwartet die Faust in den Magen schlägt. Man ist völlig überrumpelt, überrascht und gespannt. Es reißt einen mit. Es lässt einen mitfiebern, nachdenken und manchmal sind bei mir die Emotionen übergekocht. 

    Alina ist eine nicht einfach Protagonistin, ich mag sie manchmal nicht und manchmal so sehr. Und genau das überzeugt mich von ihr. Sie ist genauso wie sie sein soll, muss. Sie ist ein wahres Wechselbad der Gefühle. Und ich leide, weine, hoffe, zerbreche und lache mit ihr.
    Ich weiß nicht aber mit Mal werde ich einfach nie so wirklich warm. Leider, er ist zwar ein herzensguter Mensch aber irgendwie zu versteift auf Alina.
    Und dann gab es da noch einen Charakter der sich bei der ersten Begegnung direkt in mein Herz geschlichen hat. Oh man wie ich diesen Kerl liebe und feiere ♡

    Ich bin unendlich gespannt wie Teil 3 starten wird, was wird passieren. Ich habe eine starke Vermutung, und ich weiß nicht ob ich hoffen soll das es so passiert oder nicht. Aufjedenfall hat es etwas mit dem Tod zu tun. Ich werde sehen.

  9. Cover des Buches Der Winterpalast (ISBN: 9783458359708)
    Eva Stachniak

    Der Winterpalast

     (269)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Der Winterpalast ist eine große Geschichte rund um die russische Zarenfamilie. Die Geschichte wird aus der Sicht der Buchbindertochter Warwara (Barbara) erzählt und zeigt die private Seite des Palastes. Die Regentin ist mürrisch, launisch, klug und nachtragend, sie ist machtbesessen und hat nur wenig für ihre Schwiegertochter Sophie von Anhalt-Zerbst (später Großfürstin Katharina) übrig.

    Der Großfürst Peter, ist ein kleiner schmächtiger Mann, der es nicht schafft, sich Respekt und Achtung zu verschaffen. Er spielt lieber mit den Zinnsoldaten Krieg als im wirklichen Leben anzukommen. Seine Ehefrau Großfürstin Katharina ist der klügere Part. Sie lernt schnell und viel und muss so manche Schmach und böse Worte aushalten. Sie wird erniedrigt und abgeschoben und doch wird ihre Zeit kommen. Warwara ist im Palast stets an der Seite der Zarin und der Großfürstin. Sie ist Spionin, Seelsorgerin und Strategieberaterin. Ihren Augen und Ohren entgeht nichts und trotzdem muss auch sie sich in Acht nehmen – vor den bösen Zungen und den falschen Freunden.

    Es ist eine sehr umfassende Geschichte, die bis ins kleinste Detail das Leben im Palast beschreibt. Der Schreibstil ist gut und dadurch hält man auch die 761 Seiten durch. Man lernt ein wenig die russische Geschichte kennen und erhält dadurch einen kleinen Einblick in die russische Seele.

  10. Cover des Buches Leopardenblut (ISBN: 9783802581526)
    Nalini Singh

    Leopardenblut

     (1.102)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Sasha ist eine Mediale und als solche hat sie keine Gefühle.... Eigentlich. Doch Sasha fühlt jede Menge und als sie auf den Gestaltwandler Lucas trifft bröckelt ihre Fassade und bringt sie in tödliche Gefahr.
    Der Auftakt der Reihe hat mir richtig gut gefallen.
    Ich konnte mich sehr gut in Sasha hineinversetzen und ich empfand sie als sehr echt.
    Die Handlung war so spannend, aber auch sexy und witzig, aber vor allem hat sie mich neugierig auf die weiteren Teile der Reihe gemacht.
    Mehr gibt es nicht zu sagen, denn eine gute Geschichte ist eine gute Geschichte.

  11. Cover des Buches Krieg und Frieden (ISBN: 9783446235755)
    Leo Tolstoi

    Krieg und Frieden

     (466)
    Aktuelle Rezension von: Favole

    Ich fühle mich gerade wie nach einem Marathon. Naja, wenn ich jemals einen gelaufen wäre.... Aber 2122 Seiten sind für ein Buch schon nicht ohne. Ok, für eine Tetralogie jetzt sicher ordentlich, aber auch nicht so viel. Jedoch obwohl meine Ausgabe eben 4 Bücher waren, hat es sich wie eins angefühlt, da die Teile untereinander so gar nicht abgeschlossen waren. 

    Im Nachhinein würde ich wohl auf eine gekürzte Ausgabe zurückgreifen. So ganz genau, lässt sich das hier sowieso nicht sagen, bei der Menge an unterschiedlichen Ausgaben. In meiner gab es z.B. keine Fußnoten oder Anmerkungen und die französischen Passagen waren zum Teil direkt übersetzt zum Teil französisch geblieben. Mit meinem bisschen Schulfranzösisch hat es gerade gereicht. Aber wirklich gestört hätte mich das wohl dennoch nur am Anfang, da es nach und nach weniger wird. 

    Das Buch umfasst für mich drei Bereiche. Einerseits die gesellschaftlichen Aspekte. Ich habe irgendwo gelesen, dass wohl im Ursprung der Titel auch mit Krieg und Gesellschaft hätte übersetzt werden können und nach der Lektüre muss ich sagen, dass der Titel besser gewesen wäre, denn um Frieden geht es nur sehr bedingt, um die Gesellschaft, Standesunterschiede, Erwartungen und Entwicklungen schon sehr. Dieser Teil war für mich am spannendsten zu lesen, da es um wirkliche Personen und eben Geschichten geht. Anfangs war ich allerdings auch leicht überfordert, da gerade zu Beginn so wahnsinnig viele Figuren eingeführt werden. Es werden auch immer mehr, aber in den ersten paar hundert Seiten musste ich mir mit einer selbst geschrieben Liste behelfen, sonst hätte ich nicht durchgesehen. Nach und nach kristallisieren sich dann bedingt Hauptpersonen heraus. Allen ist jedoch gemein, dass sie den höheren Gesellschaftsschichten angehören. 

    Der zweite Bereich umfasst die Kriegsbeschreibungen und untergliedert sich wiederum in allgemeinen Truppenbeschreibungen inkl. Positionen der Armeen sowie ganz direkte Beschreibungen einzelner Personen, meist aus dem ersten Bereich der Gesellschaft. Nur indirekt erfährt der Leser hier auch etwas über die ärmeren Menschen. Gegenüber dem, was aus Filmen und auch sicher anderen Büchern über „Krieg“ bekannt ist, beschreibt Tolstoi hier gar nicht mal so spektakulär, aber dennoch bleibt ein deutliches Gefühl zurück, dass Krieg – egal wie und wo – immer furchtbar, aber scheinbar auch unabdingbar ist. 

    Und damit kommen wir zum dritten Bereich, den ich gar nicht recht benennen kann. Tolstoi fasst hier seine Betrachtungen zu Politik, Gesellschaft, Geschichtsschreibung etc. schon fast philosophisch, jedoch auch wissenschaftlich zusammen. Obwohl diese Absätze, die mit Fortschreiten der Lektüre häufiger auftreten, für mich am anstrengendsten waren, muss ich doch sagen, dass hier wahnsinnig viel Wissen drin steckt. Ich glaube auch, dass hier der Ruhm des Buches begründet liegt. 

    Alles in allem sind die Übergänge der drei Bereiche oft fließend, insbesondere der ersten beiden von Mitte bis Ende des Buches. Und dennoch war die Veränderung stets sichtbar.  

    Ich muss zugeben, dass ich manche Abschnitte querlesen musste, weil ich sonst aufgegeben hätte. Und ich musste dran bleiben. Denn, wenn ich das Buch doch mal weggelegt oder ein anderes zwischendurch gelesen habe, blieb Krieg und Frieden häufig länger liegen. Auch mal drei Monate. Aber ich bin froh, dass ich durchgehalten habe. Nur schade, dass ich aufgrund der Zeit die Leserunde nicht wirklich mitmachen konnte. Dabei hat dieses Buch wirklich so viel Diskussionspotential. Aber gerade das war am Anfang der Leserunde für mich auch ein Problem, weil da je Abschnitt schnell mal über 100 Kommentare zusammengekommen sind und das mit der eh schon anspruchsvollen Lektüre für mich einfach nicht machbar war. 

    Fazit: Jedem Liebhaber von Klassikern kann ich dieses Buch nur empfehlen, vielleicht allerdings lieber eine nicht ganz so lange Ausgabe, da mich das fast zum Aufgeben gebracht hat. Aber vielleicht wäre es sonst auch nicht so gut gewesen. Wer weiß. Es lohnt sich durchzuhalten, was mir oft schwer fiel, aber so manche Äußerungen Tolstois lassen sich gut auf die heutige Zeit anwenden, so anders diese auch sein mag. Ich habe es nicht bereut. 

     

     

     

  12. Cover des Buches Das Haus zur besonderen Verwendung (ISBN: 9783492272650)
    John Boyne

    Das Haus zur besonderen Verwendung

     (166)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros
    Mit gerade einmal siebzehn Jahren, wird der junge Georgi, nach einem Zwischenfall in seinem Heimatdorf, an den Hof des Zaren nach Sankt Petersburg gerufen. Er soll als Leibwächter des einzigen Sohnes des Zares dienen. Georgi trifft hier auch die schöne Anastasia und die beiden verlieben sich ineinander. Noch ahnen die beiden nicht, das diese Liebe auf eine harte Probe gestellt wird und welches Schicksal die beiden erwartet...

    Mit diesem Buch beweist John Boyne einmal mehr, dass er ein wunderbarer Autor ist. Der historische Roman, der das Leben der letzten Zarenfamilie aus der Sicht eines jungen Leibwächters beschreibt, kann mit viel Liebe zum Detail, Gefühl und wunderbarer Wortwahl punkten. 

    Auch die Charakterdarstellung der verschiedenen Personen ist ihm wieder wunderbar gelungen, sodass man schnell in die Geschichte eintauchen kann und gebannt den Ereignissen folgt, die hier beschrieben werden. 
    Jeder seiner Protagonisten ist mit viel Liebe gestaltet und wirkt rasch sympathisch, da viele Emotionen mit in die Beschreibung eingeflossen sind. Man möchte zusammen mit dem Protagonisten lachen, weinen und leiden. 

    Dieser fesselnde und schöne Erzählstil setzt sich auch bei den Landschaftsbeschreibungen fort. Die Örtlichkeiten sind detailliert und ansprechend zu Papier gebracht worden, sodass die Umgebung wunderbar bildhaft wirkt. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. 

    Meine Bewertung fällt daher wie zu erwarten sehr gut aus. Ich bin wieder einmal begeistert, von dem eingängigen, fesselnden Schreibstil des Autors, den man schnell lesen kann, ohne den Zugang zur Handlung zu verlieren. 
    "Das Haus zu besonderen Verwendung" ist für mich eine Empfehlung wert!


  13. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (3.379)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    Deutschsprachiger Weltbestseller. Von Kritikern hochgelobt, als "geniale Sensation" verschrien...aber für mich eine ziemliche Enttäuschung. Kehlmanns "Tyll" habe ich geliebt, aber mit diesem hier wurde ich nie warm.

    "Die Vermessung der Welt" ist eine Doppelbiografie zu zwei Titanen der Wissenschaft: Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humbold, die in diesem Machwerk allerdings alles andere als titanisch herüberkommen. Zwar stellt Kehlmann ihr Genie angemessen dar, allerdings haben sie abgesehen von ihrer Intelligenz und ihrer Neugier keine positiven Eigenschaften - stattdessen kommen sie als überzeichnete Soziopathen, Egomanen und Choleriker daher. Gauß macht seiner Familie das Leben zur Hölle, verpasst sogar die Geburt seines ersten Kindes, ohne davon überhaupt zu wissen, und reagiert mit Gleichmut auf das Unglück, das seinen Sohn trifft. Alexander von Humbold, der große Kämpfer gegen Sklaverei und Unterdrückung, der mit seinen Vorträgen und Anekdoten das pochende Herz jeder Abendgesellschaft gewesen sein soll, wird von Kehlmann zu einem homosexuellen Pädophilen degradiert, der völlig außerstande ist, Empathie für seine Mitmenschen zu empfinden. Wenn man schon über historische Persönlichkeiten schreibt, sollte man sich wenigstens an die bekannten Fakten halten - und das hat Kehlmann hier meiner Meinung nach ziemlich oft nicht getan. Unter anderem beschäftigt sich Humbold hier auch mit der Daguerreotypie, was zu seinen Lebzeiten soweit ich weiß noch absolute Zukunftsmusik war.

    Ein anderer Störfaktor in diesem Roman waren die Dialoge, denn diese sind fast durchgehend in indirekter Rede verfasst. Warum zum Teufel schreibt man Dialoge in indirekter Rede? In "Tyll" hat Kehlmann großartige Dialoge geschrieben, hier ziehen sie sich teilweise wie Kaugummi.

    Davon abgesehen ist der Autor auch hier immer noch ein großartiger Erzähler. All die peinlichen Momente sozialen Versagens der beiden Protagonisten sind mit feiner, subtiler Ironie unterlegt, und zum Ende seines Romans hin führt Kehlmann beide Erzählstränge elegant zusammen um zu verdeutlichen, dass die beiden Genies trotz ihrer weltverändernden Erkenntnisse im Alter doch nur überholte Greise sind: die Wissenschaft ist gnadenlos, sie entwickelt sich immer weiter. Sensationelle Entdeckungen von heute sind die alten Geschichten von gestern, für die sich niemand mehr interessiert.

    Alles in allem ist das hier immer noch ein lesenswerter Roman, wenn man die Schwierigkeit mit den Dialogen überwunden hat und damit klarkommt, dass alles Zwischenmenschliche in ihm keine Rolle spielt. Kehlmann geht es hier offenbar nicht um das Leben seiner Charaktere, sondern um das, was sie hinterlassen: die Vermessung der Welt, die Weiterentwicklung von Wissenschaft und Wissen, das Erweitern des menschlichen Horizonts. Drei Sterne.

  14. Cover des Buches Lodernde Schwingen (ISBN: 9783426524466)
    Leigh Bardugo

    Lodernde Schwingen

     (419)
    Aktuelle Rezension von: julia___

    Das Buch lässt mein Herz höherschlagen und zerbrechen. Die Geschichte ist atemberaubend. Ich habe mich komplett in der Welt verloren. Ich will mehr.. so viel mehr. Aber Alina's Geschichte ist zu Ende. Aus und vorbei.


    Da gab es viele Momente, die mich laut aufschluchzen ließen uᥒd Tränen meinen Blick verschleierten. (Tränen kommen immer mal wieder vor.. aber lautes aufheulen? Nein, sehr selten. Wenn überhaupt gerade mal an einer Hand abzählbar.) Das Buch haut mich einfach um. Emotional sowie die Geschichte. Wow. Ich liebe es.

    Ich musste es zwischen durch immer mal wieder weglegen, weil mich meine Emotionen überrollt hatten. Ich musste Atem tanken. Meine Hände, die zitterten, beruhigen. Meine Tränen trocknen. Ich bin mehrmals gestorben. 

    Es ist so gut. Ich hätte niemals mit so etwas gerechnet, nicht so. Ich bin glücklich aber auch so verdammt leer. Als ich die letzten Zeilen gelesen hatte, rannten mir wieder Tränen über das Gesicht und ein wimmern brach über meine Lippen. Auch nachdem ich das Buch zugeklappt und weg gelegt hatte. Das hatte ich noch NIE. Es war eine etwas anderes Leseerlebnis. Und das ist wunderbar, bezaubernd und grausam in einem.


    Ich habe Malyen so unendlich in mein Herz geschlossen, er ist für mich so gewachsen und hat eine unglaubliche Wandlungen durchgemacht. Ich mochte ihn lange nicht so gerne, doch seit dem Anfang von Band 3 ist er mir unter die Haut gegangen. 

    Alina, wow. Sie macht eine Wandlung durch die mein Herz bricht aber auch zusammensetzt. Ich mag sie so, so sehr. Der erste Eindruck von ihr, dass ich sie teilweise nicht mag ist komplett verflogen. 

    Nikolai. Ich will ein Kind von dir! Das reicht wohl als Beschreibung von ihm. Er hat sich so rasend schnell in mein Herz gestohlen. Und er ist einfach.. hach.. großartig!

    Tamar und Tolya - ihr seid einfach nur wunderbar und habt mein Herz auch ein kleines bisschen gestohlen. 


    Das Buch legt auch unheimlich Wert darauf das man die Nebencharaktere lieben lernt und mehr über sie wissen möchte. Das finde ich absolut großartig. Das ist noch ein weiterer Punkt neben der Geschichte und der Hauptprotagonistin wieso diese Reihe einfach Gold wert ist. Lest sie, lasst euch in eine Welt entführen die euch den Atem raubt, die euer Herz schneller schlagen lässt, die euch zum weinen und verzweifeln bringt. Lest es. Probiert es. Ihr werdet es nicht bereuen.  


  15. Cover des Buches Krieg und Frieden (ISBN: B007DKCKE4)
    Leo N. Tolstoi

    Krieg und Frieden

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Niklas_M_Sebastian
    Wie gut, dass es immer mehr bedeutende Werke der Weltliteratur nun auch in elektronischen Ausgaben gibt! In Tolstois Meisterwerk Krieg und Frieden kommen etwa zweihundertfünfzig Personen in wichtigen Rollen vor; mir ist das vollständige Zählen nicht gelungen. Allein das zeigt, dass dieser Roman viele ineinander verschachtelte Handlungsebenen aufweist. Die Geschichte beginnt um Jahr 1805 mit einem von Russland gegen Frankreich geführten Krieg. Dann zieht sich die Handlung bis 1812, als der Feldzug Napoleons gegen Russland kläglich zum Scheitern verurteilt war. Zwei Protagonisten bestimmen den Fortgang des Romans, Fürst Andrej Nikolajewitsch Bolkónski und der Pierre genannte künftige Graf Peter Besúchow. Beide Hauptgestalten forschen nach der tieferen Sinn ihres Daseins und was sie damit anfangen sollen.
    Vielleicht wird es manchem heutigen Leser schwer fallen, in die komplexe Handlung hineinzufinden. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, die nicht einfache Lektüre zu beginnen und bis zum Ende zu führen. Als E-Book ist zumindest der Transport leichter als früher!
     
  16. Cover des Buches Der Kuss des Greifen (ISBN: 9783802586514)
    Thea Harrison

    Der Kuss des Greifen

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Zum Inhalt:

    Um das Leben eines Freundes zu retten, geht der Wyr-Krieger Rune einen Pakt mit der Vampirkönigin Carling ein. Als er seine Seite des Abkommens erfüllen will, muss er feststellen, dass die Königin unter einer gefährlichen Krankheit leidet und zunehmend den Verstand verliert. Rune, der sich unwiderstehlich zu Carling hingezogen fühlt, riskiert alles, um ihr zu helfen.

     

    Cover:

    Das Cover meiner Weltbild-Edition gefällt mir persönlich richtig gut, denn es gleicht sich sehr gut den anderen der Special-Edition. Zu sehen ist hier wieder ein Pärchen, welches sich eng umschlungen hält, wobei der Mann ein schattenhaftes Tattoo in Form eines Adlers hat. Außerdem gefällt mir sehr gut, dass man bei dem Cover eine Art düsteres Feeling bekommt, da man schemenhaft auch die Umrisse einer Großstadt ausmachen kann. Wirklich gelungen. Bei dem Cover der offiziellen Lyx-Version gefällt mir indessen die Art der Gestaltung. Auch hier hält man sich an die schemenhafte Stadt, jedoch sind die Farben wärmer und man sieht lediglich eine Frau, auf deren Rücken ein Greif abgebildet ist. Auch eine schöne und durchaus passende Variante, aber meine Version gefällt mir doch besser.

     

    Eigener Eindruck:

    Nachdem der Greif und Wächter Rune bei den jüngsten Ereignissen der mächtigen Vampirin Carling versprochen hat ihr einen Wunsch zu erfüllen, um das Leben seines besten Freundes Tiago Black zu retten, muss sich dieser auf den Weg zu ihr machen, um zu seinem Wort zu stehen. Bereits zu Beginn seiner Reise spürt der Greif, dass dies kein normaler Auftrag werden wird und ist mehr als perplex, als Carling ihren Wunsch einfach so wegzuwerfen scheint, indem sie eine banale Gefälligkeit verlangt. Neugierig und durchaus verwirrt bleibt Rune auf der Insel und erfährt bald, dass die Vampirin bald sterben muss, denn durch ihr hohes Alter scheint sie dem Wahnsinn zu verfallen und alle anderen Vampire ihres Gefolges wenden sich von ihr ab. Für Rune, welcher sich bereits bei den Ereignissen in der Anderwelt in die Vampirin verliebt hat, wird es zur Aufgabe nach der Ursache für Carlings Leiden zu suchen. Dabei versucht er außerdem sie für sich zu gewinnen. Doch welche Chance hat eine Liebe die für beide den Tod bedeuten könnte?

     

    Der dritte Teil der Elder-Races Reihe begeistert nicht nur durch eine tolle und fesselnde Story, wie seine Vorgänger, die Geschichte überzeugt auch durch Witz und immer wieder Szenen, die man so nie vermutet hätte. So lässt sich die Autorin hier auf ein Spiel rund um die Zeit ein und wagt ein Experiment, welches teilweise verwirrend ist und sich erst zum Ende hin auflöst. Trotzdem ist die Geschichte aber so spannend, dass man das Buch kaum zur Seite legen kann. Leider muss sich aber auch zugeben, dass durch die Suche nach der Lösung für die Krankheit von Carling und deren immer wieder auftauchende Kratzbürstigkeit sowie dem forschen Vormarsch von Rune die Emotionen doch recht auf der Strecke bleiben und recht unglaubwürdig daher kommen, wenn es wirklich wichtig wäre. Schade fand ich auch, dass die Rolle des Dschinn sowie die des Orakels doch etwas hinten runter fallen, aber hoffentlich in Band 4 weiter aufgegriffen werden, denn genau da geht es um jene welche. Ansonsten gibt es an dem Buch kaum etwas auszusetzen, sieht man von der doch recht launischen Rhoswen ab, welche doch sehr kindisch ist und deren Beweggründe man bis zum Schluss kaum nachvollziehen kann. Auch das Ziehkind Julian – außerdem König der Vampire – ist in meinen Augen doch zu glimpflich davon gekommen, da hätte ich mir doch noch ein bisschen mehr Handlung dazu gewünscht. Und auch das Ende ist doch recht offen, weshalb ich hoffe, dass man die beiden Charaktere Carling und Rune vielleicht doch noch einmal in einer anderen Geschichte wieder treffen wird, genau wie Tiago und Tricks, welche ich eigentlich in diesem Band doch recht schmerzlich vermisst habe. Trotzdem kann ich kaum erwarten den nächsten Band in den Händen zu halten, denn die Welt, die die Autorin hier erschaffen hat ist einfach so groß und toll, dass man süchtig danach werden kann.

     

    Fazit:

    Wieder eine wirklich tolle Geschichte aus der Welt der Elder-Races. Das hat durchaus wieder Suchtpotential und ich bin gespannt, wie die Reihe weiter gehen wird. Wer fantastische Literatur mit einem Hauch Erotik liebt, der ist hier auch wieder mehr als richtig.

     

    Idee: 5/5

    Emotionen: 4/5

    Charaktere: 4/5

    Logik: 4/5

    Spannung: 3/5

     

    Gesamt: 4 von 5 Sterne

     

    Daten der Lyx-Version:

    ISBN: 9783802586514

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Flexibler Einband

    Umfang: 464 Seiten

    Verlag: LYX

    Erscheinungsdatum: 10.01.2013

     

  17. Cover des Buches Scharlatan (ISBN: 9783455403770)
    Claudia Weiss

    Scharlatan

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    1706. Der Hamburger Advokat Hinrich Wrangel wird von seinem alten Freund und Mentor Thomasius um Mithilfe zur Befreiung des in Dresden zu Unrecht verhafteten russischen Sondergesandten Johann Patkul gebeten. Trotz Bedenken seiner Frau Ruth entschließt sich Hinrich, an dem geheimen Treffen in Königsberg teilzunehmen. Einige der fähigsten Juristen des Landes planen eine Verteidigungsschrift zur Freilassung Patkuls zu erstellen, da sie in dessen Verhaftung eine Verletzung des Völkerrechts sehen. Auf dem Weg zur Beschaffung von entlastenden Dokumenten wird Wrangels Kutsche überfallen, seine Begleiter werden getötet. Wrangel selbst ist spurlos verschwunden und wird für tot gehalten. Tatsächlich wird er schwer verletzt verschleppt und landet als Sklavenarbeiter in den Sümpfen von St. Petersburg …

    Als Ruth Wochen später vom Überfall und seinen Folgen erfährt, glaubt sie nicht an Hinrichs Tod. Sie fühlt, dass er noch lebt und will ihn aufspüren. So macht sie sich, begleitet von ihrem alten Diener Jurek, auf die Suche nach ihrem verschollenen Mann. Die Reise führt sie über Dresden und Danzig nach Königsberg und erweist sich als weitaus beschwerlicher und gefahrvoller, als zunächst angenommen. Das Land ist vom „Großen Nordischen Krieg“ gezeichnet, marodierende Schwedische Truppen ziehen umher …

    „Scharlatan“ ist bereits der zweite historische Roman von Claudia Weiss, der promovierten Historikerin mit Schwerpunkt Osteuropa. Ein geschichtlich belegter Fall ist Grundlage dieses spannenden Buches. So begegnen wir vielen historischen Personen, wie Johann Reinhard von Patkul, König August von Sachsen und Polen, Zar Peter I von Russland, König Karl XII von Schweden, Domenico Trezzini, der Baumeister des Zaren, und einigen mehr. Gekonnt mischt die Autorin die tatsächlichen Geschehnisse mit fiktiven Personen und haucht diesen Leben ein. Besonders herausgearbeitet und gut gelungen sind natürlich unsere Protagonisten Hinrich und Ruth, die man sich glaubwürdig in der Zeit vor ca. 300 Jahren vorstellen kann.

    Herausgekommen ist ein interessanter und sehr authentischer Roman. Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, was die Spannung durchgehend auf hohem Niveau hält. Der Schreibstil ist flüssig, gut lesbar und schön komponiert. Mit Ruth erlebt man die Beschwerden damaliger Reisen, fühlt die Gefahren und sieht die Landschaften und Menschen plastisch vor sich. Mit Hinrich ist man dabei, wie das später so schöne St. Petersburg von Sklaven mühsam aus den Sümpfen der Newa heraus gestampft wird. Schön ist eine Begegnung mit der Schamanin Marusja, die der Geschichte noch etwas Mystik hinzufügt.

    Fazit: Ein Buch, das sich durch seine hervorragende historische Recherche auszeichnet – ein Gewinn für den geschichtlich interessierten Leser.

  18. Cover des Buches Der letzte Engel (ISBN: 9783570401347)
    Zoran Drvenkar

    Der letzte Engel

     (198)
    Aktuelle Rezension von: lonelyThought

    Anfangs fiel mir das Lesen etwas schwer, da der Autor Kapitelweise die Perspektivfigur ändert: Motte, Mona, Lazar und stellenweise andere Figuren. Motte erzählt die Geschichte dabei in der Ich-Perspektive. Die anderen Figuren werden von einem auktorialen Erzähler begleitet, der abhängig von der Figur die andrede ändert. Während von Mona und anderen Figuren beispielweise in der dritten Person gesprochen wird, wird Lazar mit "du" angesprochen (Beispiel: "Du läufst die Straße entlang und siehst ein gelbes Auto.").

    Mit der Zeit habe ich mich jedoch an diese ungewöhnliche Erzählweise gewöhnt und konnte mich dann wirklich auf die Geschichte konzentrieren. Es ist eine sehr komplexe Handlung, die sich für den Leser stückchenweise und fragmentarisch zusammensetzt, da er immer wieder Input aus verschiedenen Perspektiven bekommt, was im ersten Moment manchmal keinen Sinn zu ergeben scheint.

    Interessant finde ich Szenen, die nacheinander aus der Sicht verschiedener Figuren erzählt werden. Der Autor schafft es dabei, trotz der wiederholten Szene neue Details einfließen zu lassen, wodurch es nicht langweilig wird.

    Schade fand ich persönlich das aprubte Ende, da die Geschichte mittendrin endet. (Gleichzeitig ein gelungener Cliffhänger für den zweiten Teil.)

    Durch die unterschiedlichen Perspektiven fällt es leider auch recht schwer, die Story zusammenzufassen (vor allem ohne dabei zu viel zu spoilern), daher möchte ich das auch gar nicht versuchen.

    Wer die Möglichkeit hat oder neugierig ist, dem würde ich defintiv raten, mal reinzulesen. Dabei sollte man dem Buch aber wirklich mehrere Kapitel lang eine Chance geben!

  19. Cover des Buches Fandorin (ISBN: 9783866152434)
    Boris Akunin

    Fandorin

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Der Krimi spielt im Jahr 1876. Es beginnt eine äußerst spannende Geschichte um die Ermittlung wegen der mysteriösen Selbstmorde der jungen Elite Russlands. Der „kleine Beamte“ Fedorin gerät bei seinen Recherchen bald in einen Sumpf von Korruption und internationaler Verschwörung. Es ist für Fedorin kein leichter Weg bis zur Lösung, werden ihm doch viele Steine in den Weg gelegt. Der Roman ist eine Mischung aus HistoRoman und Krimi. Man erhält sehr viele Informationen über die Lebensumstände im Russland jener Tage. Auch wenn die Figur des Fandorin noch nicht „ganz Rund“ daherkommt hat mir der Roman/Krimi gut gefallen und lässt für die Entwicklung der Hauptfigur noch Platz nach oben in den Folgebänden. Mir hat das Buch gut gefallen. Deshalb von mir eine Leseempfehlung.


  20. Cover des Buches Nataschas Tanz (ISBN: 9783827010148)
    Orlando Figes

    Nataschas Tanz

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Pantoffeltier

    Orlando Figes ist einer der bedeutendsten europäischen Russlandexperten. Hier legt er in mehr als 600 Seiten eine umfassende Erzählung über die russische Kulturgeschichte (Literatur, Musik, Tanz, Kunst) vor. Dabei geht er auf die großen Gegensätze in der russischen Gesellschaft ein (z.B. arm-reich, Stadt-Land, Ost-West) und zeigt auch Verbindungen zur europäischen Entwicklung auf.


    Meine Meinung:
    Figes listet nicht bloß Ereignisse auf, sondern wählt historische oder literarische Anekdoten, um darum seine Erkenntnisse zu gruppieren. Das macht es gut lesbar, aber eventuell für komplette Neulinge verwirrend (wenn beispielsweise die Kenntnis der Handlung von „Krieg und Frieden“ vorausgesetzt wird).
    Die Kapitel sind auch unabhängig voneinander verständlich, man kann also das lesen, was gerade interessant ist und auch mal springen ohne komplett den Faden zu verlieren. Einige der erwähnten Malereien sind als farbige Abbildungen enthalten, aber leider nicht alle.
    Leider wird die Sowjetzeit recht kurz abgehandelt und die Entwicklung nach ihrer Auflösung fällt größtenteils unter den Tisch. Gut, da das Buch 2002 erschien, ist das tatsächlich sehr nahe Geschichte, deren Schwerpunkte sich noch erweisen müssen. Ein kleiner Ausblick hätte mich dennoch interessiert. Aber irgendwo muss sich jeder Autor mal beschränken und da das Buch tatsächlich gut unterhält und sehr lesbar ist ohne platt und verkürzend zu sein, gebe ich trotzdem volle Punktzahl. Ein kenntnisreich und kurzweilig erzählter Überblick über die russische Kulturgeschichte.
  21. Cover des Buches Die Zarin der Nacht (ISBN: 9783458360582)
    Eva Stachniak

    Die Zarin der Nacht

     (104)
    Aktuelle Rezension von: CorinaPf
    2 Teil von 2 Teilen

    Inhalt:

    In diesem Buch begleiten wir Katharina die Große. Wir sind in zwei Zeitstränge. 
    Am Anfang begleiten wir Katharina die Große, in einem etwas höheren Alter. Sie denkt an ihre Jugend zurück und wie sie sich immer wieder beweisen musste in der Anfangszeit.

    Die schüchterne Sophie von Sachsen-Anhalt kommt am Hofe um den nächsten Zaren zu heiraten und ihr wird schnell klar, dass sie Spione braucht, denn sonst ist man am russischen Hofe aufgeschmissen. Sie spinnt Intrigen und gewinnt so alle für sich, auch die Zarin selbst, indem Sophie zur Katharina wird. Doch nach und nach bricht die Fassade und  Katharina muss mit ansehen, wie ihr Mann sie verachtet, ihr kein Kind schenken will, die Zarin Liebhaber für Katharina aussucht um die nächsten Thronfolger zu sichern und ihr später ihr Kind weggenommen wird. 
    Katharina zettelt einen Aufstand an und wird später Zarin Katharina die Große.

    Protagonistin:

    Ich konnte mich in Katharina nicht hineinversetzten. Ich fand sie nicht sehr sympatisch und ihre Männergeschichten gefiel mir auch nicht. Sie fand scheinbar nie wirklich die wahre Liebe, denn sie hatte nur junge Männer und sie war später nie mehr verheiratet. 
    Alle ihre Entscheidungen traf sie für ihr Volk und für Russland, aber an ihre eigene Familie dachte sie wenig. Was ihr später zum Verhängnis wurde.

    Schreibstil:

    Die ersten 120 Seiten war eine Zusammenfassung vom 1 Teil, diesmal jedoch aus der Sicht von Katharina. In dem Buch ging es nur um die Liebschaften der größten Königin des Russischen Reiches, aber viel erfährt man nicht wie es in dieser Zeit war, zu leben.
    Das Ende gefiel mir gut, aber ich möchte nicht Spoiler deshalb schreibe ich nicht mehr.

    Über die betagte Katharina zu lesen fand ich am schönsten, denn da kamen immer wieder Gefühle rüber, was bei der anderen Zeit nicht wirklich bei mir ankam.

    Cover:

    Das Buch ist ein reiner Cover kauf gewesen. Das schöne blaue  Schloss im Hintergrund und die junge Frau im Vordergrund hat mich einfach angesprochen. Deshalb landete der erste Teil bei mir und dann auch der zweite

    Fazit:

    Die Geschichte war mau, ich konnte die Protagonistin nicht leiden und ein wirkliches Bild von Katharina die Große konnte ich mir auch nicht machen. 
    Ich gebe wegen den Cover und dem Ende 2 Sterne.  
  22. Cover des Buches Die Zarin (ISBN: 9783453878075)
    Ellen Alpsten

    Die Zarin

     (41)
    Aktuelle Rezension von: vipfoto

    Mein neuester Roman „Die Zarin“ von Elen Alpsten lässt mich lesetechnisch tief in die russische Geschichte eintauchen. Mit einem süffigen Vodka/O-Saft sitze ich gemütlich, mit meinem Lieblingsmenschen Karsten, auf dem Sofa und plaudere ein wenig. Großfürstin Anastasia von Russland sowie die Legendenbildung um sie fand ich schon als junges Mädchen faszinierend. Um so spannender ist jetzt für mich, den Auftakt zur historischen/fiktiven Saga um „Die Zarin“ rund zweihundert Jahre zuvor zu erhaschen. Das Cover sieht ansprechend und hübsch gestaltet aus. Man sieht die Rückensicht einer vornehmen Dame in einem roten Kleid, mit übergeworfenem Pelzmantel. Unter dem Ärmel kann man Teile eines Palastes mit vorgelagerten Springbrunnen erahnen. Geheimnisvoll wird das Ganze dadurch, das der Kopf der Trägerin nicht im Bild ist. Neugierig fange ich an zu lesen. Der gut recherchierte Plot hat es in sich. Das flächenmäßig größte Land der Erde steht damals entwicklungstechnisch noch ganz am Anfang quasi in den Kinderschuhen. Die Tundra, riesige Waldgebiete, Sümpfe und mitten drin Zar Peter der Große, der mit Hilfe von Zwangsarbeitern Sankt Petersburg sowie der barocken Winterpalast erbauen lässt. Ob die Arbeiter wohl auch schon aus Deutschland kamen? Leider steht das nirgendwo. Großes Leid bei den einen, Verschwendung und Luxus bei den anderen. Das Gefälle arm/reich wird nach und nach besonders deutlich. Der Adel hatte alle Vorrechte, wie zum Beispiel die Aufhebung des Standes, was wie ich finde, auch gut in diesem Roman deutlich wird. Die Autorin hat die zweite Ehefrau des Zaren (Katharina I., den Zaren Peter I. sowie die zahlreichen Nebenprotagonisten, wie zum Beispiel: Anna, Elisabeth I., Menschikow, Darja Arsentjewa oder Warwara eindrucksvoll und detailreich beschrieben. Auch von der ersten Ehefrau, Ewdokia sowie deren Sohn Alexej I. erfährt der Leser schockierendes. In meiner Fantasie könnten sie so tatsächlich gelebt haben. Toll finde ich auch die große Übersichtskarte von St. Petersburg zu Beginn der Lektüre, aber auch den Stammbaum zur Übersicht am Ende des dicken Wälzers, das ist bei so vielen Personen und so einem großen Land sehr hilfreich. Schillernd, extravagant, rücksichtslos der Zar und sein Gefolge. Arm und unterdrückt, ohne Rechte die Bevölkerung. Der Spagat wird fantastisch von Ellen Alpsten beschrieben. Der Schreibstil, der mir vorher unbekannten Autorin, ist flüssig und die Wortwahl treffend. Man lernt nach und nach sogar ein paar russische Begriffe, was ich ganz nett finde. Ich mag das Buch kaum aus der Hand legen. Die über 700 Seiten fliegen vor meinen Augen nur so dahin. Eine starke Frau, die für das was sie möchte kämpft und es auch bekommt. Jedenfalls fast immer. Grins , an Schlaf ist kaum zu denken. Auch in diesem Buch gibt es - ähnlich wie auch schon bei „Paracelus – auf der Suche nach der unsterblichen Seele“ - wieder einige Sexszenen. Allerdings fühle ich mich lesetechnisch hier nicht mehr so gestört. Und daher tue ich der anderen Autorin nun innerlich Abbitte, denn historisch-fiktives auf so vielen Seiten spannend zu halten, ist schon eine Kunst. Und „Sex sells“, das ist auch in diesen Romanen zu merken. Ich fiebere mit Marta/Katharina bis zur letzten Seite mit und bewundere ihren grenzenlosen Mut und auch ihre Energie, all das was sie sich vorgenommen hat, umzusetzen. Diese Erzählung hat mich nach und nach in den Bann gezogen und wie ein Strudel seine Sogwirkung entwickelt. Ich warte nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung dieser melodramatischen Geschichte, die mich gedanklich eine spannende Zeitreise antreten lassen hat.

    Zum Inhalt:

    Leibeigene, Liebende, Zarin - der bewegende Aufstieg von Zarin Katharina I.

    Sankt Petersburg, 1725. Es ist eine stürmische Nacht, in der Peter I. stirbt. Für seine Frau Katharina I. steht alles auf dem Spiel: Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin in der Geschichte Russlands erklärt? Sie hält Totenwache und reist in Gedanken zurück. Zu den zwölf Kindern, die sie Peter schenkte, und von denen die meisten starben. Zur Ehe mit dem Zaren, den sie geliebt und verachtet, gefürchtet und umworben hat. Zu dieser Stadt, Sankt Petersburg, Peters Stadt, die sie zusammengebaut haben. Und in die Zeit, als sie noch Marta hieß und die uneheliche Tochter eines Leibeigenen war – bevor ihr unaufhaltsamer Aufstieg an die Spitze der russischen Gesellschaft begann.

    Mehr über die Autorin:

    Ellen Alpsten wurde 1971 in Kenia geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend dort und studierte dann in Köln und Paris. Sie arbeitete in der Entwicklungshilfe an der Deutschen Botschaft Nairobi und als Moderatorin bei Bloomberg TV. Heute ist sie freie Schriftstellerin und Journalistin, u.a. für die FAZ, Vogue und Spiegel Online. "Die Zarin" - erstmals 2002 in Deutschland erschienen - ist ihr Debüt. Heute ein internationaler Bestseller, liegt der erste und einzige Roman über Katharina I. nun in überarbeiteter Neuausgabe vor.

    Weitere Bücher:

    Die Tochter der Zarin

    Fazit: 4 Sterne**** Der Roman „Die Zarin-Saga, Band 1“ ist im Heyne Verlag erschienen. Er hat 736 Seiten, die den rasanten Aufstieg von Katharina der I sehr unterhaltsam in Szene setzen.

  23. Cover des Buches Küss mich, Engel (ISBN: 9783442350667)
    Susan Elizabeth Phillips

    Küss mich, Engel

     (271)
    Aktuelle Rezension von: Bridget85
    Dieses Buch hat mich alle Emotion durchleben lassen!
  24. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: B0044ZC3N4)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (106)
    Aktuelle Rezension von: EmmaZecka

    Kommen wir zuerst zum Inhalt: Wir lernen in Sturz der Titanen vier Familien kennen, die in verschiedenen Ländern bzw. Kontinenten wohnen: Die Familien, die Ken Follett beschreibt, stammen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten. Wir beginnen zuerst mit zwei Arbeiterfamilien:
    Da wären die Brüder Lew und Grigori Peschkow, die in Russland leben und von einem neuen, freien Leben in Amerika träumen.
    Bei der zweiten Arbeiterfamilie handelt es sich um die Bergarbeiter Familie Williams mit den Geschwistern Billy und Ethel, aus deren Perspektive viele Kapitel der Geschichte erzählt werden. Billy tritt in die beruflichen Fußstapfen seines Vaters und wird Bergarbeiter, während seine Schwester Ethel zu Beginn der Geschichte als Haushälterin bei Familie Fitzherbert arbeitet, womit wir bei der ersten Familie einer neuen Gesellschaftsschicht wären.

    Familie Fitzherbert kennzeichnet sich durch das konservative Familienoberhaupt Fitz und dessen Schwester Maud, die sich für die Frauenrechte einsetzt und sich damit in England keine Freunde macht. Fitz ist aufgrund seines gesellschaftlichen Status in politischen Kreisen unterwegs und lernt hier den deutschen Diplomaten Walter von Ulrich kennen, dessen Familie ebenfalls dem Adel angehört und die letzte Familie darstellt aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird.

    Wir erleben welche Auswirkungen der erste Weltkrieg auf die verschiedenen Familien hat. Ken Follett verknüpft hier wichtige historische Zusammenhänge mit fiktiven Charakteren und sorgt somit beinahe automatisch dafür, dass das politische Interesse wächst, weil uns hier fiktive Charaktere begegnen, mit denen wir mitfiebern und anhand derer wir beobachten können, wie fatal die ein oder andere politische Entscheidung ist.

    Als ich die Geschichte das erste Mal gelesen habe, war ich noch fasziniert davon, wie Ken Follett seine Handlungsstränge miteinander verbindet und dafür sorgt, dass sich Charaktere begegnen, die in unterschiedlichen Ländern leben.
    Als ich die Geschichte nun zum zweiten Mal gehört habe, war ich überrascht, dass ich mich nach über zehn Jahren noch an so viele Szenen erinnern konnte. Allerdings muss ich auch feststellen, dass ich die Elemente, die mich früher faszinierten, nun als etwas konstruiert und somit unglaubwürdig erlebte.

    Von der Hörbuch Gestaltung war ich etwas enttäuscht. Die Jahrhundert Saga erschien sowohl als ungekürztes als auch als gekürztes Hörbuch. Ich habe die ersten beiden Bände als gekürzte Fassung gebraucht gefunden und dachte, dass es sich bei über 1.000 Buchseiten sicher nicht um wichtige inhaltliche Kürzungen handeln konnte. Leider traf das hier nicht zu.
    Was ich bei Sturz der Titanen so faszinierend fand, war die Mischung aus fiktiver Handlung und den politischen Diskussionen, deren Inhalt ja durchaus real war. Allerdings musste ich feststellen, dass viele politische Gespräche im gekürzten Hörbuch fehlten. (Oder zumindest kam es mir so vor). Stattdessen gab es viel Erotik zu hören, was ich teilweise verdrängt, oder beim Lesen vielleicht auch überflogen hatte, weil mich die erotischen Szenen nicht interessierten.
    Gerade um den Handlungsstrang der beiden Brüder aus Russland verstehen zu können, braucht es Informationen über die politische Siutation von Russland, die hier leider fehlten. Deswegen nervte es mich, dass man auf der einen Seite viel ERotik-Content in der gekürzten Fassung unterbrachte, aber auf der anderen Seite das wirklich Relevante, nämlich politische Situationen, strich.
    Allerdings glaube ich, dass es sich hier auch um Jammern auf hohem Niveau handelt und Hörer*innen, die ausschließlich das gekürzte Hörbuch kennen, womöglich nichts vermissen.
    Das Hörbuch wird von Johannes Steck gelesen, der eine angenehme Stimmfarbe hat. Er hat eine vergleichsweise helle Stimme, zeigt aber, dass er sich gut darauf versteht, den verschiedenen Charakteren unterschiedliche Stimmen zu geben. Seine Interpretation der Geschichte hat mich gut unterhalten.

    Ken Folletts Schreibstil ist lebendig, was mir einen schnellen Einstieg in die Geschichte ermöglichte. Er erzählt die Handlung aus der dritten Person, erzählt die Handlung aber aus den Perspektiven unterschiedlicher Charaktere. Was ich besonders faszinierend finde ist, dass er es schafft, die Gedanken und Gefühle von Figuren darzustellen, deren Einstellung ich sehr fragwürdig finde. Dennoch schafft er es, ihre Gefühle und Handlungen so gut zu beschreiben, dass diese für mich nachvollziehbar waren, obwohl ich ihre Motive fragwürdig fand.

    Gesamteindruck

    Die gekürzte Ausgabe von Sturz der Titanen stellte sich für mich als gute Zusammenfassung heraus, um wieder in die Reihe reinzukommen.
    Wer einen historischen Roman für Zwischendurch sucht, ist mit der gekürzten Fassung gut beraten. Wer sich hingegen für die Reihe und die politischen Hintergründe interessiert, sollte besser zur ungekürzten Ausgabe greifen.

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