Bücher mit dem Tag "zaren"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zaren" gekennzeichnet haben.

51 Bücher

  1. Cover des Buches Grischa - Goldene Flammen (ISBN: 9783551582850)
    Leigh Bardugo

    Grischa - Goldene Flammen

     (981)
    Aktuelle Rezension von: Bedoesque

    Wo soll ich nur anfangen?


    Charaktere.

    Kein einziger Charakter liest sich sauber ausgearbeitet. Sie sind flach, es gibt eigentlich keine Entwicklung bei irgendwem, die nennenswert wäre. Und selbst wenn sich eine potentielle Veränderung andeutet, wird sie in unter zwei Kapiteln wieder über den Haufen geworfen. Die Protagonistin ist anstrengend. So unfassbar anstrengend. Erst will sie nicht oberflächlich sein, dann ist sie es nur noch. Sie kann sich zu keinem Zeitpunkt wirklich entscheiden, was sie überhaupt will. Will sie dazugehören oder hervorstechen? Mag sie die anderen Grisha oder mag sie sie nicht? Und egal wann sie diese Entscheidungen trifft, es gibt selten einen Grund für ihre Entscheidung bzw. die Meinungsänderung. Es macht mich so wütend. Sie soll angeblich ca. 18 sein, liest sich aber wie das 15 Jährige Mädchen, das sich selbst nicht hübsch findet und deshalb eine Geschichte erfindet, in der sie die Heldin ist, plötzlich doch so hübsch sein soll und jeder Typ auf sie steht. Nicht zu vergessen, dass sie eine so große Macht besitzen soll. Aber gleichzeitig macht sie immer wieder die gleichen dummen Fehler. Sie lernt einfach nicht dazu. Ugh. Es ist unglaublich frustrierend. 

    Auch Mal ist nur ein 0815 Typ. Nichts aber auch wirklich nichts definiert die beiden wirklich. Es gibt keine besonderen Charakteristika. Und über den Dunklen will und kann ich nicht reden, weil ich sonst einen Spoiler nach dem anderen liefern würde.


    Handlung.

    Neben den so schlecht ausgearbeiteten Figuren steht die Handlung dem Ganzen in nichts nach. Es fühlt sich nicht durchdacht an. Nichts hat wirklich Tiefe und eigentlich passiert alles zufällig oder weil andere Charaktere die Protagonistin darauf stumpen. Es ist einfach ermüdend.


    World-Building.

    Ich hatte gehofft, dass das wenigstens etwas rausreißt, aber leider ist das nicht der Fall. Die Regierungsstrukturen werden grob angerissen, die Hierarchie innerhalb der Grisha grob dargestellt und ansonsten fühlt sich neben der Schattenflur alles an, als ob wir uns im 18. oder 19. Jahrhundert befinden. Die Feste, die vier oder so die in der Zeit stattfinden, werden zwar angerissen, aber ihnen keine große Bedeutung gegeben. Warum heißt die Butterwoche Butterwoche? Warum ausgerechnet Butter? Und warum erwähne ich sie dann überhaupt als Autor?! 


    Um auf den Punkt zu kommen. Ich glaube, einiges hängt hier auch an der Übersetzung. Ich kann und will mir nicht eingestehen, dass jemand, der den ersten Band auf englisch gelesen hat, den zweiten gekauft hat, wenn es so auch im Englischen klingt. Einfach nein. Ansonsten liest sich das wie die Fanfiction einer 15 Jährigen, die gerade den ersten oder zweiten Entwurf des Buches fertig geschrieben hat. Es hätte einfach so viel besser werden können. Und sowas ärgert mich immer zutiefst. Ich glaube, allein die Erzählstruktur aus der Ich-Perspektive hat es dem ganzen so schwer gemacht. Ich bin einfach mit fast 30 zu alt, diesen anstrengenden und unglaublich naiven Gedanken einer 15/18 Jährigen zu folgen, die null Substanz hat. Außer dass sie auf alles steht, was ihr Aufmerksamkeit schenkt. So ein Egozentrismus ist mir zu wider. Jede andere Erzählweise wäre besser gewesen. 


    Ich würde die Reihe eigentlich hier abbrechen, aber da mir von so vielen gesagt wurde, dass der dritte Band so viel besser sein soll... Und ich die beiden Bände hier liegen habe... Auf zum zweiten Band, der angeblich noch schlechter sein soll. Mir graut es. 

  2. Cover des Buches Grischa - Eisige Wellen (ISBN: 9783551582966)
    Leigh Bardugo

    Grischa - Eisige Wellen

     (577)
    Aktuelle Rezension von: LiveReadLove

    Rezension vom 19. September 2020


    INHALT

    Nach dem Kampf gegen den „Dunklen“, den ältesten und mächtigsten aller Grisha, mussten Alina und Mal aus Ravka fliehen. Doch auch jenseits der Wahren See sind die beiden nicht sicher, denn „der Dunkle“ hat überlebt und ist fest entschlossen sich Alina zu sich zu holen, um ihre besonderen Fähigkeiten für sich nutzen zu können. Nur mit ihrer Hilfe, kann er den Thron Ravkas an sich reißen.
    Alina bleibt keine Wahl als den Freibeuter Sturmhond um Hilfe zu bitten und schließlich macht sie sich bereit, die Armee der Grisha anzuführen.

    Direkt nach dem ersten Teil „Goldene Flammen“ habe ich mir „Eisige Wellen“ gegriffen. Ich mochte den ersten Teil recht gerne, war aber nicht in Begeisterungstürme ausgebrochen. Mit der Fortsetzung habe ich mir deshalb wieder mehr erhofft, auch wenn es mit zweiten Teilen ja oftmals so seine Tücken hat. Doch so viele schwärmen nur so von dieser Reihe, da muss doch auch etwas dahinterstecken. Dachte ich.

    Die Geschichte setzt sich fast nahtlos fort, was für mich kein Problem war, da ich ja gerade erst aus Band 1 kam und deshalb keinerlei Schwierigkeiten hatte mich wieder zurecht zu finden. Alina und Maljen waren gezwungen Ravka hinter sich zu lassen und zu fliehen. So viele Menschen kennen Alina und wollen sie für ihre Zwecke einspannen, sie selbst will aber eigentlich nur in Ruhe gelassen werden. Ihre Magie kann sie in der Öffentlichkeit natürlich nicht anwenden, denn damit würde sie sich sofort verraten. Dies schlägt sich jedoch sehr auf ihre Gesundheit aus. Sie kann sich kaum auf den Beinen halten, wirkt unterernährt und kraftlos. Doch sie kann und möchte sich der Macht nicht hingeben, solange sie und Mal nicht in Sicherheit sind. Die Frage ist nur, wo sie diese Sicherheit finden sollen.
    Ich fand die Anfangsszenen sehr anstrengend und langweilig zu lesen. Mit Alina habe ich schon in Teil 1 so meine Schwierigkeiten gehabt, das hat sich nicht geändert. Sie ist, in meinen Augen, eine anstrengende Person, die sich leicht beeinflussen lässt und oft unbedachte und impulsive Entscheidungen trifft. Ich mag Mal und seine besonnene, ruhige Art, kann jedoch überhaupt nicht verstehen, was die Anziehung zwischen den beiden ausmacht. Für mich wäre da viel mehr Gefühl nötig gewesen, denn eine so starke Liebe, wie sie teilweise dargestellt wurde, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

    Als die beiden dann auf den berühmten Freibeuter Sturmhond treffen war meine Liebe für ihn sofort entfacht. Er ist ungestüm, lustig, ehrlich und entschlossen. Dass hinter ihm sehr viel mehr steckt, als man zunächst annimmt, war auch sehr schnell klar. Leigh Bardugo schafft es hier einfach nicht, ein richtiges Geheimins daraus zu machen und für mich, die wirklich schon sehr viele Jugendfantasy Geschichten gelesen hat, war es wirklich keine Überraschung.
    Auch die erneute Begegnung mit dem „Dunklen“ kam nicht überraschend. Dass er den Angriff der Volkras erfolgreich überlebte, war auch nicht weiter verwunderlich, schließlich ist er der mächtigste Grisha auf Erden und sollte sich aus einer solchen Situation gut befreien können.

    Wobei ich schon bei meinem nächsten Kritikpunkt bin: die Welt der Grisha. Ich habe mir so viel davon erhofft mehr von der Welt zu sehen, solange Alina und Mal unterwegs sind. Ich wollte erfahren, wie die Welt aufgebaut ist, was es genau mit den Grisha auf sich hat. Ich kann nämlich auch nach Band 2 noch immer nicht sagen, welche Kefta zu welcher Art Grisha gehört und welche Fähigkeiten genau zu welcher Art von Grisha gehört. Ohne die kurze Beschreibung vorne im Buch wäre ich weiterhin völlig aufgeschmissen. Das finde ich unglaublich schade, denn natürlich wissen die Charaktere dieser Welt sehr genau wer wohin gehört, doch ich als Leserin muss dies doch erst neu lernen. Nur funktioniert das eben nicht, wenn es mir niemand erklärt. Gleichzeitig ist mir weiterhin ein Rätsel wieso Ravka und die anderen Länder immer wieder in Kriege geraten. Schließlich braucht es die Erste Armee und auch die Zweite Armee um das Land zu schützen. Doch wofür und weshalb? Das bleibt alles weiter im Dunkeln.
    Nun, da Alina dem Dunklen erneut knapp entrinnen konnte, bahnt sich auch noch ein Bürgerkrieg in Ravka an, den niemand aufzuhalten vermag, doch die Kriege der einzelnen Länder sind aus diesem Grund doch nicht ausgesetzt.

    Alina muss sich also nun auf einen Bürgerkrieg einstellen, den sie, wohl oder übel, anführen wird. Ihre Macht ist mittlerweile so groß, dass sie die einzige zu sein scheint, die es wirklich mit dem „Dunklen“ aufnehmen kann. Und gerade das scheint ihr überhaupt nicht gut zu tun. Sie ist mir von Seite zu Seite immer mehr auf die Nerven gegangen. Ich kann es nicht an einzelnen Aktionen fest machen, doch die Gesamtheit ihres Verhaltens hat bei mir nur noch Augenrollen hervorgerufen. Ihre brüchige Beziehung zu Mal wird nun auch noch von ihr selbst torpediert und das aus Gründen, die ich überhaupt nicht greifen konnte. Ja, eine Verbindung mit dem Zarensohn könnte für den Bürgerkrieg und Ravka gut und wichtig sein. Ja, ich verstehe die Beweggründe für eine solche politische Entscheidung. Doch Alina ist eine so starke Grisha, muss sie sich wirklich dem Willen eines Zarensohnes beugen, nur um politisch eine starke Position zu vertreten, wenn sie das auch ohne eine Heirat schaffen könnte? Und überhaupt, kann es nicht mal eine Protagonistin geben, die ohne einen Mann genauso erfolgreich und stark ist, wie mit? Letztlich ist die unscheinbare, überhaupt nicht so hübsche, Alina die beliebteste Frau ganz Ravkas, denn alle männlichen Wesen scheinen sich nach ihr zu verzehren. Ihr merkt schon, ich bin damit wirklich nur schwer zurecht gekommen. Vor allem, weil Bardugo dann noch eine Person eingebunden hat, die nur dazu da war, um in zwei Szenen aufzutauchen und dann qualvoll zu sterben. Für mich ohne Sinn und Verstand, denn es hätte auch ohne diese Person wunderbar funktioniert.

    Gegen Ende des Buches wurde die Spannung dann doch noch aufgebaut und es kam erneut zu Kämpfen. Für mich kamen die Kämpfe jedoch viel zu spät und waren eindeutig zu kurz. Hier hätte man sehr viel mehr Zeit nutzen können, um intensivere Kampfszenen zu integrieren. Schließlich bereitet sich Alina fast das gesamte Buch auf genau eine solche Situation vor und doch sind die Szenen sehr kurz und das Buch dann auch zu ende.

    FAZIT

    Für mich war der zweite Teil der Grisha Trilogie ein Flop. Die Handlung plätscherte einfach nur so dahin, die Spannung konzentrierte sich ganz auf das Ende, welches in meinen Augen dann viel zu schnell abgehandelt wurde. Alina ist mir leider weiterhin sehr auf die Nerven gegangen und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nie richtig warm mit ihr werde. Das Worldbuilding hat mir immer noch sehr gefehlt und ich kann mittlerweile sagen, dass diese Buchreihe dem Hype um sie nicht gerecht wird.

  3. Cover des Buches Der Winterpalast (ISBN: 9783458359708)
    Eva Stachniak

    Der Winterpalast

     (269)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Der Winterpalast ist eine große Geschichte rund um die russische Zarenfamilie. Die Geschichte wird aus der Sicht der Buchbindertochter Warwara (Barbara) erzählt und zeigt die private Seite des Palastes. Die Regentin ist mürrisch, launisch, klug und nachtragend, sie ist machtbesessen und hat nur wenig für ihre Schwiegertochter Sophie von Anhalt-Zerbst (später Großfürstin Katharina) übrig.

    Der Großfürst Peter, ist ein kleiner schmächtiger Mann, der es nicht schafft, sich Respekt und Achtung zu verschaffen. Er spielt lieber mit den Zinnsoldaten Krieg als im wirklichen Leben anzukommen. Seine Ehefrau Großfürstin Katharina ist der klügere Part. Sie lernt schnell und viel und muss so manche Schmach und böse Worte aushalten. Sie wird erniedrigt und abgeschoben und doch wird ihre Zeit kommen. Warwara ist im Palast stets an der Seite der Zarin und der Großfürstin. Sie ist Spionin, Seelsorgerin und Strategieberaterin. Ihren Augen und Ohren entgeht nichts und trotzdem muss auch sie sich in Acht nehmen – vor den bösen Zungen und den falschen Freunden.

    Es ist eine sehr umfassende Geschichte, die bis ins kleinste Detail das Leben im Palast beschreibt. Der Schreibstil ist gut und dadurch hält man auch die 761 Seiten durch. Man lernt ein wenig die russische Geschichte kennen und erhält dadurch einen kleinen Einblick in die russische Seele.

  4. Cover des Buches Das Haus zur besonderen Verwendung (ISBN: 9783492272650)
    John Boyne

    Das Haus zur besonderen Verwendung

     (166)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros
    Mit gerade einmal siebzehn Jahren, wird der junge Georgi, nach einem Zwischenfall in seinem Heimatdorf, an den Hof des Zaren nach Sankt Petersburg gerufen. Er soll als Leibwächter des einzigen Sohnes des Zares dienen. Georgi trifft hier auch die schöne Anastasia und die beiden verlieben sich ineinander. Noch ahnen die beiden nicht, das diese Liebe auf eine harte Probe gestellt wird und welches Schicksal die beiden erwartet...

    Mit diesem Buch beweist John Boyne einmal mehr, dass er ein wunderbarer Autor ist. Der historische Roman, der das Leben der letzten Zarenfamilie aus der Sicht eines jungen Leibwächters beschreibt, kann mit viel Liebe zum Detail, Gefühl und wunderbarer Wortwahl punkten. 

    Auch die Charakterdarstellung der verschiedenen Personen ist ihm wieder wunderbar gelungen, sodass man schnell in die Geschichte eintauchen kann und gebannt den Ereignissen folgt, die hier beschrieben werden. 
    Jeder seiner Protagonisten ist mit viel Liebe gestaltet und wirkt rasch sympathisch, da viele Emotionen mit in die Beschreibung eingeflossen sind. Man möchte zusammen mit dem Protagonisten lachen, weinen und leiden. 

    Dieser fesselnde und schöne Erzählstil setzt sich auch bei den Landschaftsbeschreibungen fort. Die Örtlichkeiten sind detailliert und ansprechend zu Papier gebracht worden, sodass die Umgebung wunderbar bildhaft wirkt. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. 

    Meine Bewertung fällt daher wie zu erwarten sehr gut aus. Ich bin wieder einmal begeistert, von dem eingängigen, fesselnden Schreibstil des Autors, den man schnell lesen kann, ohne den Zugang zur Handlung zu verlieren. 
    "Das Haus zu besonderen Verwendung" ist für mich eine Empfehlung wert!


  5. Cover des Buches Die Zarin der Nacht (ISBN: 9783458360582)
    Eva Stachniak

    Die Zarin der Nacht

     (104)
    Aktuelle Rezension von: CorinaPf
    2 Teil von 2 Teilen

    Inhalt:

    In diesem Buch begleiten wir Katharina die Große. Wir sind in zwei Zeitstränge. 
    Am Anfang begleiten wir Katharina die Große, in einem etwas höheren Alter. Sie denkt an ihre Jugend zurück und wie sie sich immer wieder beweisen musste in der Anfangszeit.

    Die schüchterne Sophie von Sachsen-Anhalt kommt am Hofe um den nächsten Zaren zu heiraten und ihr wird schnell klar, dass sie Spione braucht, denn sonst ist man am russischen Hofe aufgeschmissen. Sie spinnt Intrigen und gewinnt so alle für sich, auch die Zarin selbst, indem Sophie zur Katharina wird. Doch nach und nach bricht die Fassade und  Katharina muss mit ansehen, wie ihr Mann sie verachtet, ihr kein Kind schenken will, die Zarin Liebhaber für Katharina aussucht um die nächsten Thronfolger zu sichern und ihr später ihr Kind weggenommen wird. 
    Katharina zettelt einen Aufstand an und wird später Zarin Katharina die Große.

    Protagonistin:

    Ich konnte mich in Katharina nicht hineinversetzten. Ich fand sie nicht sehr sympatisch und ihre Männergeschichten gefiel mir auch nicht. Sie fand scheinbar nie wirklich die wahre Liebe, denn sie hatte nur junge Männer und sie war später nie mehr verheiratet. 
    Alle ihre Entscheidungen traf sie für ihr Volk und für Russland, aber an ihre eigene Familie dachte sie wenig. Was ihr später zum Verhängnis wurde.

    Schreibstil:

    Die ersten 120 Seiten war eine Zusammenfassung vom 1 Teil, diesmal jedoch aus der Sicht von Katharina. In dem Buch ging es nur um die Liebschaften der größten Königin des Russischen Reiches, aber viel erfährt man nicht wie es in dieser Zeit war, zu leben.
    Das Ende gefiel mir gut, aber ich möchte nicht Spoiler deshalb schreibe ich nicht mehr.

    Über die betagte Katharina zu lesen fand ich am schönsten, denn da kamen immer wieder Gefühle rüber, was bei der anderen Zeit nicht wirklich bei mir ankam.

    Cover:

    Das Buch ist ein reiner Cover kauf gewesen. Das schöne blaue  Schloss im Hintergrund und die junge Frau im Vordergrund hat mich einfach angesprochen. Deshalb landete der erste Teil bei mir und dann auch der zweite

    Fazit:

    Die Geschichte war mau, ich konnte die Protagonistin nicht leiden und ein wirkliches Bild von Katharina die Große konnte ich mir auch nicht machen. 
    Ich gebe wegen den Cover und dem Ende 2 Sterne.  
  6. Cover des Buches The Crown's Game (ISBN: 9783407749482)
    Evelyn Skye

    The Crown's Game

     (92)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    Eine Geschichte aus der man so viel hätte rausholen können. Es endet aber in langweiligen Dialogen und hingezogenen Seiten. Das »Spiel der Krone« als solches hat mir einfach gefehlt. Die Magie wird nicht wirklich eingesetzt, die Menschen bleiben oberflächlich. Abbruch bei 50 %, da es nur noch mit Mühe und Not zu lesen war.

  7. Cover des Buches Das Bernsteinzimmer (ISBN: B0027QSTC6)
    Heinz G. Konsalik

    Das Bernsteinzimmer

     (24)
    Aktuelle Rezension von: DarkReader
    Aus den Gemächern des Katharinen-Palasts in Leningrad, über Königsberg, bis in die geheimen Stollen Hitlers folgt Michael Wachter dem kostbaren Zimmer: Seine Familie bewacht den Saal aus »Sonnenstein« schon seit der Zeit der russischen Zaren. Nach dem Krieg droht sich die Spur zu verlieren, bis Wachter und ein amerikanischer Geheimdienstoffizier eine neue Fährte entdecken - doch diesmal geht es um Leben oder Tod...... Eine Geschichtsstunde, wie ich sie interessanter und spannender selten gelesen habe! Von der Zarenzeit an über mehrere Generationen bewacht die Familie Wächter das legendäre Bernsteinzimmer. Durch Kriege, Revolutionen und andere Wirrungen beschreibt Konsalik den Weg einer Familie, die sich der Bewachung dieses Zimmers verschrieben hat, mit Leib und Seele widmen sie sich dieser Aufgabe. Und befinden sich dabei nicht nur einmal in Lebensgefahr. 5 Sterne für ein Buch von Konsalik, wunderbar geschrieben über ein Kunstwerk, dessen Verschwinden immer noch Rätsel aufgibt, das immer noch gesucht wird, obwohl ein Duplikat gerade im Entstehen ist. Die sagenumwobene Faszination des ersten Bernsteinzimmers mit einer solchen Geschichte wird es- so glaube ich- nie erreichen.
  8. Cover des Buches Die Romanow-Prophezeiung (ISBN: 9783442372959)
    Steve Berry

    Die Romanow-Prophezeiung

     (31)
    Aktuelle Rezension von: KruemelGizmo
    Der junge amerikanische Anwalt Miles Lord ist überwältigt, in Russland dieser Tage wird Weltgeschichte geschrieben, und er ist hautnah dabei. Nach einer Reihe von schwachen demokratischen Regierungen, explosionsartigem Wachstum der Kriminalität uns der Armut hat sich das russische Volk entschieden,  es will zurück zur Monarchie. Eine Kommission soll nun den legitimen Erben des letzten russischen Zaren Nikolaus II finden. Eines Tages, als Miles durch die Straßen Moskaus spaziert, hält eine dunkle Limousine neben ihm und eröffnet das Feuer. Nur knapp entkommt Miles dem Tod. Bald wird ihm klar das er in einem tödlichen Netz aus Verrat und Intrigen verstrickt ist, das tief in die russische Vergangenheit zurückreicht. 

    Das Buch liest sich wie ein Agenthriller auf Schnitzeljagd mit einem flüssigem Schreibstil. Mir haben besonders die Rückblenden gefallen in die Nacht der Exekution der Romanows, die zum größten Teil nicht fictional sind und dem heutigen Wissenstand entsprechen. Aus diesen Geschehen entspinnt der Autor einen Thriller über überlebende Romanows, was schon etwas von einer Verschwörungstheorie hat, und schickt die Hauptprotagonisten auf eine Schnitzeljagd nach diesen. Spannend geschrieben, wenn man sich darauf einlässt und seine Realitätssinn ein wenig beseite schiebt. 
    Ein nettes Buch dem ich 3,5 Sterne gebe und auf 4 aufrunde.
  9. Cover des Buches Russische Liebe (ISBN: 9783899410983)
    Brenda Joyce

    Russische Liebe

     (15)
    Aktuelle Rezension von: winter-chill
    „Russische Liebe“ ist eine typische Historien-Romanze. Da gibt es ein einfaches, charmantes und noch dazu intelligentes Mädchen, das sich leidenschaftlich in einen verwegenen, gutaussehenden Fürsten verliebt. Natürlich darf auch die wunderschöne, aber durchtriebene Widersacherin nicht fehlen sowie etliche mehr oder weniger dramatische Irrungen und Wirrungen. Die historische Komponente spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle. Und der Schluss ist auch schon irgendwie vorprogrammiert. Doch auch wenn man inhaltlich nicht allzu viel (neues) erwarten kann, ist das Buch ganz nett zu lesen. Denn Joyce weiß, wie man Stimmung schafft. Man beginnt irgendwann regelrecht mit den Protagonisten mit zu fiebern, hasst oder liebt sie. Und Joyce beschreibt die Charaktere und Szenen so lebendig, dass man sie wirklich bildlich vor Augen hat. Der Schreibstil ist ganz angenehm, allerdings haben sich die Protagonisten für meinen Geschmack etwas zu oft „wie Ertrinkende aneinander geklammert“ und auch für „Er umfing ihren Mund mit seinen Lippen“ hätte sich die Autorin vielleicht mal eine andere Variante einfallen lassen können. Der Aufbau des Romans hat ebenso einige Schwachstellen. So ging mir gerade im Mittelteil dieses ständige „Wir lieben uns so, aber wir dürfen nicht zusammen sein“ ein wenig auf die Nerven, am Schluss überschlagen sich die Ereignisse dafür regelrecht. Summa summarum: Man darf bei dem Buch nicht allzu viel erwarten, es ist aber durchaus nicht schlecht geschrieben und bietet ganz gute Unterhaltung. Es ist ein bisschen so, wie wenn man eine Telenovela schauen würde.
  10. Cover des Buches Seelenhüter (ISBN: 9783426283325)
    Laura Whitcomb

    Seelenhüter

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Destroya
    Die inhaltsangabe/ den Klappentext spare ich mir an dieser Stelle einmal, ich finde das wurde alles schon oft genug wiedergegeben ;)

    Zunächst muss ich sagen dass ich Laura Whitcombs Schreibstil einfach nur vergöttere. Er ist ausgesprochen flüssig und gleichzeitig liebevoll detailliert und versetzt den Leser gleichermaßen in eine völlig andere Welt. Und ich kann einfach nur dazu raten " seelenhüter" zu lesen,  auch wenn der Roman nach " Silberlicht" angeblich enttäuschen soll. Die Geschichte ist schön, auch wenn ich persönlich finde dass aus ihr noch ein bisschen mehr rauszuholen war als Whitcomb es getan hat. Es stimmt, dass die Liebe ein wenig zu kurz kommt doch das hat mich Liebesroman-muffel nicht wirklich gestört. Ein wenig mehr Action wäre meinem persönlichen Geschmack natürlich zugute gekommen allerdings passt dass einfach nicht zu Laura Whitcombs schreibstil. Und sowas kann einem guten Buch oftmals den Tiefsinn rauben. Ein Aspekt hat mir ganz besonders gut gefallen. Die handlung war stetig in Bewegung, auch wenn sie plätscherte und nicht Wildwasserbahn fuhr. So verschlägt es den Protagonisten Calder ( den sogenannten Seelenhüter) aus dem Totenreich ins frostige Russland, wo er einen dämonisch angehauchten Deal mit niemand anderem als Grigori Rasputin abschließt und diesem gestattet als Geist in der Welt der Lebenden zu verbleiben bis Calder die Frau seines Herzens, die er liebevoll Glory nennt gefunden hat. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, doch Russland ist nicht der letze Halt den der leser zu sehen bekommt. Alles in allem ein gutes Buch, auch wenn ich doch einen Stern abziehen musste da die noch zu füllenden Lücken für mich einfach zu groß waren.
  11. Cover des Buches Die Zarentochter (ISBN: 9783548282787)
    Petra Durst-Benning

    Die Zarentochter

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Bibi1999

    Die junge Großfürstin Olga, die zweite Tochter des Zaren, muss den Erwartungen ihres Vaters gerecht werden und einen Mann von guter Partie heiraten. Ihr Herz möchte etwas anderes und führt sie schlussendlich an den württembergischen Hof von König Wilhelm I.

    Das Buch umfasst 432 Seiten und erschien am 08.09.2010 bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

    Es handelt sich um den ersten Teil der Reihe. Der Zar möchte seine Töchter politisch klug verheiraten, um die Macht Russlands in Europa zu stärken. Olga merkt jedoch relativ schnell, dass ihr der goldene Käfig nicht genug ist und sie nicht der Spielball ihres Vaters sein möchte. 

    Das Buch basiert auf wahren Ereignissen, die mit Fiktion gemischt sind. Die Hauptperson im Buch ist Olga. 

    Die Geschichte startet, als Olga und ihre Geschwister noch sehr jung sind. Man merkt relativ schnell, dass sehr viel Wert auf die Bildung der Zarenkinder gelegt wird und was von ihnen erwartet wird. Olgas älterer Bruder wird als zukünftiger Zar von Russland ausgebildet. Die Mädchen sollen die Macht Russland durch ihre Heirat sichern. Als Olgas ältere Schwester weit unter ihrem Rang heiratet, ruht die Hoffnung der Eltern auf Olga. Doch sie möchte aus Liebe heiraten und nicht aus politischen Zwecken.

    Schade finde ich, dass Olga erst ganz zum Schluss an den Hof vom König von Württemberg gelangt. Ich hatte mir anhand des Klappentextes gedacht, dass man viel mehr von Olgas Zeit am Hof von Württemberg erfährt. Leider gelangt Olga erst auf den letzten Seiten nach Württemberg und man erfährt so gar nichts mehr von ihrer Zeit dort. Dies wird man dann wohl im nächsten Band erfahren. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob ich diesen lesen werde.

    Auch kommt mir das Historische doch etwas zu kurz. Es dreht sich sehr viel um die Zarenfamilie, deren Leben sowie der Prunk und die Schönheit der Mädchen. Obwohl der Fokus hier sehr auf die Zarenfamilie gelegt ist, lernt man den Zar und Olgas jüngere Geschwister (bis auf Alexandra) kaum kennen. Die allgemeinen Umstände im Land kommen dabei zu kurz. Da bin ich leider etwas enttäuscht worden.

    Deshalb erhält das Buch von mir 3 Sterne.

     

  12. Cover des Buches Unter Kreuz und Knute (ISBN: 9783570017920)
    Peter Scholl-Latour

    Unter Kreuz und Knute

     (7)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Anastasias Album (ISBN: 9783784425962)
    Hugh Brewster

    Anastasias Album

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Alexej, der Sohn des letzten Zaren. "Warum kann ich nicht sein wie andere Kinder..." (ISBN: 9783784425870)
  15. Cover des Buches Ella (ISBN: 047087063X)
    Christopher Warwick

    Ella

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Andreas_Oberender

    Die Geschichte der europäischen Herrscherhäuser im 19. und frühen 20. Jahrhundert bietet schier unerschöpflichen Stoff für historische Sachbücher und Biographien. Gerade in der angelsächsischen Welt reißt der Strom der Bücher über königliche und fürstliche Personen jener Zeit nicht ab. Ungebrochener Beliebtheit bei Autoren und Lesern erfreuen sich vor allem die Kinder und die zahllosen, über den ganzen Kontinent verstreuten Kindeskinder der britischen Königin Viktoria, der sprichwörtlichen "Großmutter Europas". Zu Viktorias Enkeltöchtern gehörten die Gattin des letzten russischen Zaren, Alexandra Fjodorowna, und deren ältere Schwester Elisabeth, die ebenfalls in das Haus Romanow einheiratete. Königin Viktoria war dagegen, dass ihre Enkelinnen, Töchter des Großherzogs von Hessen, nach Russland heirateten, konnte sich letztlich aber nicht durchsetzen. Sie mußte nicht mehr miterleben, wie sich ihre düsteren Ahnungen erfüllten: Die Zarin und die Großfürstin Elisabeth kamen in der Revolutionszeit auf grausame Weise ums Leben.

    Prinzessin Elisabeth von Hessen-Darmstadt (1864-1918), Gattin des Großfürsten Sergej Alexandrowitsch (1857-1905), ist eine ideale Protagonistin für jene Autoren, die sich wie der Brite Christopher Warwick auf royale Biographien spezialisiert haben. Elisabeth, im Familienkreis "Ella" genannt, war mit den prominentesten Herrscherfamilien Europas verwandt und verschwägert und galt als eine der schönsten Frauen ihrer Zeit. Durch ihre Heirat mit einem der jüngeren Söhne Zar Alexanders II. gelangte sie aus dem eher provinziellen Darmstadt an den glänzendsten Hof Europas. Noch faszinierender für Biographen und Leser ist die tragische zweite Lebenshälfte der Großfürstin: Ihr Gatte Sergej, als reaktionärer Hardliner verschrien und allgemein verhasst, fiel 1905 einem Bombenattentat zum Opfer, und Elisabeth selbst wurde 1918 zusammen mit einigen anderen Mitgliedern des Herrscherhauses von den Bolschewiki ermordet. Aus dem Kreis hochadliger Damen ihrer Zeit sticht Elisabeth heraus, denn nach der Ermordung ihres Gatten zog sie sich aus dem höfischen und gesellschaftlichen Leben zurück. Sie gründete in Moskau den Martha-Marien-Konvent und nahm 1910 den Schleier. Bis zu ihrer Verhaftung im Frühjahr 1918 war sie als Leiterin des Konvents und des dazugehörigen Hospitals tätig. Die Russisch-Orthodoxe Kirche erhob Elisabeth 1992 in den Rang einer Heiligen.

    Die Frage nach der historischen Relevanz eines solchen Lebens darf man in der Welt der Royalty-Enthusiasten nicht stellen. Auch Warwick bietet keine Begründung dafür, warum das Leben der Großfürstin Elisabeth erzählenswert ist. Eine Frau ihres Standes ist offenbar automatisch "biographiewürdig". Warwick hat eine ordentliche Biographie vorgelegt, die aber zumindest in den ersten neun der insgesamt zwölf Kapitel eine gewisse Banalität verströmt. In Grundzügen war das Leben der Großfürstin schon immer bekannt, und Warwick leistet im Großen und Ganzen nicht mehr, als die Lebensgeschichte seiner Protagonistin hier und da mit bisher unbekannten Details anzureichern. Bis zur Ermordung ihres Gatten führte Elisabeth das typische Leben einer Frau ihres Standes. Höfische Feste und Zeremonien, Reisen und Besuche bei Verwandten, Wohltätigkeitsarbeit und Mäzenatentum bestimmten jahrein, jahraus den Alltag der Großfürstin. Die Monotonie dieses Daseins überträgt sich auf die Biographie, die über weite Strecken seicht dahinplätschert. Interessanter wird die Erzählung erst in den letzten Kapiteln, die dem "zweiten" Leben der Großfürstin gewidmet sind. Warwick bietet erstmals ein genaueres Bild von der Arbeit des Martha-Marien-Konvents. Zuletzt widerlegt er auch einige zählebige Mythen über die Umstände der Ermordung der Großfürstin.

    Warwick verdient Anerkennung dafür, dass er sich nicht nur auf veröffentlichte Quellen stützt. Er hat in etlichen Archiven geforscht, so in den Royal Archives in Windsor und im hessischen Staatsarchiv Darmstadt. Unter Mithilfe von Assistenten und Übersetzern hat er auch einige Quellen aus russischen Archiven ausgewertet. Bei den archivalischen Quellen handelt es sich fast ausschließlich um Briefe. Aus der Korrespondenz der Großfürstin mit ihren Verwandten hat Warwick manches bisher unbekannte Detail zu Tage gefördert, ohne dass ihm jedoch irgendwelche spektakulären Entdeckungen gelungen wären. Da die persönlichen Papiere Elisabeths und ihres Mannes verloren sind, kann Warwick kein aussagekräftiges Bild vom Eheleben des Großfürstenpaares zeichnen. Die Kinderlosigkeit der Großfürstin gab immer wieder Anlass zu Gewisper und Getuschel innerhalb der Zarenfamilie und der russischen Aristokratie. Ob Sergej Alexandrowitsch wirklich homosexuell war, wie schon zu seinen Lebzeiten gemunkelt wurde, lässt Warwick offen. Einer Annäherung an die Beziehung zwischen den Eheleuten sind enge Grenzen gesetzt sind. Das zeigt sich schon daran, dass Warwick nicht erklären kann, aus welchem Grund Prinzessin Elisabeth den Heiratsantrag des Großfürsten annahm. Liebe und Leidenschaft waren jedenfalls nicht im Spiel. Niemand drängte Elisabeth zu dieser Heirat; im Gegenteil, neben ihrer Großmutter Viktoria rieten ihr auch andere Angehörige davon ab.

    Alles in allem ist Warwick eine brauchbare Biographie gelungen. Für Royalty- und Romanow-Enthusiasten dürfte sie Pflichtlektüre sein. Jenseits dieses speziellen Interessentenkreises wird sie aber sicher nicht viele Leser finden. Ärgerlich ist der Verzicht auf Stammtafeln. Offenbar war Warwick der Meinung, dass seine Leser mit den komplexen genealogischen Verflechtungen der europäischen Herrscherhäuser vor dem Ersten Weltkrieg bereits bestens vertraut sind. Wer sich damit nicht gut auskennt, der wird im Gewirr der Verwandtschaftsbeziehungen rasch den Überblick verlieren. 

    (Hinweis: Diese Rezension habe ich zuerst im Juli 2014 bei Amazon gepostet)

  16. Cover des Buches Mein Russland (ISBN: 9783499241130)

    Mein Russland

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Gesa
    Eine wunderbare Zusammenstellung, um auf den Geschmack russischer Literatur zu kommen: Puschkin, Lermontow, Gogol, Wolkonskaja, Leskow, Tolstoi, Tschechow, Babel, Mandelstam, Woinowitsch, Kopelew, Schalamow, Schukschin, Rytcheu, Ulitzkaja und Ikonnikow sind dabei. Dazu gibt es eine kleine Einführung von Herrn Bednarz und am Ende des Buches einige Informationen über die Autoren. Diese Anordnung halte ich für etwas unglücklich, denn gerade für Einsteiger empfiehlt es sich, die Informationen zu den Autoren vor den Geschichten zu lesen, damit man diese besser einordnen kann. Ansonsten sehr gelungen.
  17. Cover des Buches Nikolaus II. (ISBN: 9783570014509)
    Edward Radsinski

    Nikolaus II.

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Alexandra (ISBN: 9783547754018)
    Greg King

    Alexandra

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    Aktuelle Rezension von: Andreas_Oberender

    Das Schicksal des letzten russischen Zaren Nikolaus' II. und seiner Familie erfreut sich seit zwei Jahrzehnten anhaltender Beliebtheit bei Autoren populärwissenschaftlicher Sachbücher und Biographien. Das Ende der Sowjetunion löste einen kleinen Romanow-Boom aus, sowohl in Russland selbst als auch im Westen. Zu den Früchten dieses Booms gehören drei Biographien der Zarin Alexandra Fjodorowna, geborene Prinzessin Alix von Hessen-Darmstadt (1872-1918). Die mit Abstand brauchbarste dieser Biographien ist die des Amerikaners Greg King, erschienen 1994. Sie ist den Werken von Elisabeth Heresch (1993) und Carrolly Erickson (2001) in vielerlei Hinsicht überlegen. Die Biographie der Zarin war Kings Erstlingswerk. Sie kam auf den Markt, als der Autor gerade 30 war. Für ein Erstlingswerk ist das Buch eine beachtliche und zum Teil auch beeindruckende Leistung, was aber nicht heißt, dass es keine Schwächen aufweist. Bedenkt man, wann das Buch entstand - in den späten 1980er, frühen 1990er Jahren -, dann muß man anerkennen, dass King sein Bestes getan hat, um anhand der damals verfügbaren Quellen und Sekundärliteratur ein plastisches, anschauliches und psychologisch glaubhaftes Bild der Zarin Alexandra zu entwerfen. Über das Haus Romanow gibt es bis heute nur wenig Literatur, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. King musste auf ältere Sekundärliteratur zurückgreifen, die aus heutiger Sicht fast durchweg als überholt zu gelten hat. An Quellen standen ihm Memoiren, Tagebücher und Briefe zur Verfügung. Von der Öffnung der russischen Archive in den frühen 1990er Jahren hat das Buch nur geringfügig profitiert (so hat King die unveröffentlichten Teile des Tagebuchs Nikolaus' II. im russischen Staatsarchiv eingesehen).

    Im Großen und Ganzen ist Kings Alexandra-Biographie gelungen. King bemüht sich durchweg um kritische Distanz zu seiner Protagonistin, ohne aber in einen anklagenden oder gar gehässigen Ton zu verfallen. Wie King herausarbeitet, entwickelte Prinzessin Alix in ihrer Kindheit und Jugend jene Persönlichkeitszüge, die ihr später in ihrer Rolle als Zarin zum Verhängnis wurden: Ernsthaftigkeit, Humorlosigkeit, Melancholie, soziale Inkompetenz, Desinteresse an Repräsentationspflichten und gesellschaftlichen Vergnügungen, exaltierte Religiosität, Drang nach Abkapselung im innersten Familienkreis. In der genussfreudigen und leichtlebigen Petersburger Hof- und Adelsgesellschaft wirkte Alexandra wie ein Fremdkörper. Ihre Aufgaben und Pflichten als Gemahlin des russischen Zaren erfüllte sie nur widerwillig, was die Eliten des Reiches mit Unmut zur Kenntnis nahmen. Die Bluterkrankheit des Thronfolgers Alexej verstärkte den Drang des Zarenpaares, sich von der Außenwelt abzuschotten. Zur schweren Belastung für das Ansehen der Zarenfamilie und der Monarchie wurde Nikolaus' und Alexandras enge Beziehung zu dem dubiosen Wunderheiler Rasputin, dessen vermeintlicher Einfluss auf die Staatsgeschäfte schon bald zum Gegenstand abenteuerlicher Spekulationen wurde. Besonderes Augenmerk widmet King den Kriegsjahren von 1914 bis 1917, als der Einfluss der Zarin auf die Politik und Personalfragen am größten und schädlichsten war. Alexandra bestärkte ihren Gemahl bis zuletzt in dem Glauben, dass Russland nur autokratisch regiert werden könne und jeder Schritt in Richtung Parlamentarismus verhängnisvoll sei. Sie gehörte zum Kreis derjenigen Personen, deren Einfluss auf den Zaren besonders folgenschwer war. Die Zarin trug eine erhebliche Mitschuld am rapiden Ansehensverlust der Monarchie während des Krieges. Daran lässt King keinen Zweifel.

    Kenntnisreich und farbig beschreibt King im ersten Teil der Biographie das Familien- und Alltagsleben der Prinzessin Alix in Darmstadt und die engen Beziehungen unter den zahlreichen Nachkommen der britischen Königin Viktoria, zu deren Enkelkindern die künftige Zarin gehörte. In den Teilen 2 und 3 steht das Privatleben der Zarenfamilie in den prunkvoll eingerichteten Palästen Petersburgs und des Petersburger Umlands im Mittelpunkt der Erzählung. Mitunter schwelgt King zu sehr in der Beschreibung von Zeremonien und Festlichkeiten, Gewändern, Schmuckstücken und Interieurs. Wie es einer guten angelsächsischen Tradition entspricht, streut King immer wieder wörtliche Zitate ein, um die Erzählung aufzulockern und die Akteure selbst zu Wort kommen zu lassen. Mal beruhen diese Zitate auf Briefen, mal auf Memoiren. Mit den Memoiren geht King erstaunlich unkritisch und unreflektiert um. Von Quellenkritik kann nirgends die Rede sein, und dabei müssen doch gerade Memoiren mit Umsicht und Vorsicht benutzt werden (siehe Kommentar). Genauso irritierend ist Kings Technik, nicht aus einer Quelle direkt zu zitieren, sondern Quellenzitate aus anderen Werken der Sekundärliteratur zu übernehmen. Auf diese Weise hat King u.a. das Buch "Black Night, White Snow" (1977) des bekannten amerikanischen Journalisten und Russland-Kenners Harrison Salisbury (1908-1993) ausgeschlachtet. Wer wissen will, aus welchen Quellen Salisbury die von King übernommenen Zitate genommen hat, der muss sich die Mühe machen, in Salisburys Buch nachzuschlagen. Woher (d.h. aus welcher Edition) stammt etwa der Brief vom Februar 1917, mit dem die Zarin ihren Gatten zum Durchhalten und zur Verweigerung jeglicher politischer Konzessionen aufforderte, nichtsahnend, dass er gerade abgedankt hatte (Kap. 38, Anm. 26)? Ein seriöser Autor sollte nach Möglichkeit immer direkt aus einer Quelle selbst zitieren anstatt Quellenzitate aus anderen Werken der Sekundärliteratur zu übernehmen.

    Diese kritischen Bemerkungen ändern nichts daran, dass King eine einfühlsame Biographie gelungen ist, die ein überzeugendes Bild der Zarin Alexandra entwirft. King zeigt eine Frau, die in ihrer offiziellen Rolle fehl am Platze war (ebenso wie ihr Gatte, Nikolaus II.). Die Zarin erkannte die Zeichen der Zeit nicht. Sie hielt starrsinnig an einer antiquierten politischen Ordnung fest. Familiäre Tragödien ertrug Alexandra mit stoischer Haltung, und zuletzt fügte sie sich mit Gottergebenheit in ein trauriges Schicksal, das sie selbst mit heraufbeschworen hatte. Kings Buch ist noch immer der beste Ersatz für eine Biographie der Zarin Alexandra, die die Fülle der heute verfügbaren (Archiv-)Quellen ausschöpft und wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Ob es eine solche Biographie jemals geben wird, ist allerdings fraglich. 

    (Hinweis: Diese Rezension habe ich zuerst im Juli 2014 bei Amazon gepostet)

  19. Cover des Buches Der Kreml (ISBN: 9783492247474)
    Wladimir Fedorowski

    Der Kreml

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    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Der Zarenmord (ISBN: 9783570021736)
    Tom Mangold

    Der Zarenmord

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    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Michail und Natascha (ISBN: 9783492233439)
    Rosemary Crawford

    Michail und Natascha

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    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Polens deutsche Vergangenheit. Das Gebiet zwischen Oder und Memel im Ablauf der deutschen und der polnischen Geschichte (ISBN: 9783000124518)
  23. Cover des Buches Deutsche Prinzessinnen in Russland (ISBN: 9783861245322)
  24. Cover des Buches Petersburger Zarenschlösser (ISBN: 9783784430676)
    Elisabeth Heresch

    Petersburger Zarenschlösser

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    Noch keine Rezension vorhanden

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