Bücher mit dem Tag "zarenreich"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zarenreich" gekennzeichnet haben.

48 Bücher

  1. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.207)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Ken Follett schafft es selbst auf über 1.000 Seiten keine Langeweile aufkommen zu lassen. Sturz der Titanen ist sehr gut geschrieben. Und das Team von Ken Follett hat mal wieder, wie brereits in seinen anderen geschichtsträchtigen Büchern, gut recherchiert. Das wichtigste für mich überhaupt an diesem Buch sind die Lehren, die es uns aufzeigt. Ich fand es schockierend wie Menschen es schaffen, solch fürchterliche Kriege auszulösen, in denen Millionen von unschuldigen Menschen getötet und masakriert werden. Das Buch von Ken Follett sollte gleichzeitig eine Warnung an alle Menschen sein und sich für den Frieden, wo auch immer, einzusetzen und das Böse gleich im Ansatz ersticken. Frieden fängt bei jedem selber an. Sturz der Titanen ist ein Klasse Buch.

  2. Cover des Buches Grischa - Goldene Flammen (ISBN: 9783551582850)
    Leigh Bardugo

    Grischa - Goldene Flammen

     (981)
    Aktuelle Rezension von: Bedoesque

    Wo soll ich nur anfangen?


    Charaktere.

    Kein einziger Charakter liest sich sauber ausgearbeitet. Sie sind flach, es gibt eigentlich keine Entwicklung bei irgendwem, die nennenswert wäre. Und selbst wenn sich eine potentielle Veränderung andeutet, wird sie in unter zwei Kapiteln wieder über den Haufen geworfen. Die Protagonistin ist anstrengend. So unfassbar anstrengend. Erst will sie nicht oberflächlich sein, dann ist sie es nur noch. Sie kann sich zu keinem Zeitpunkt wirklich entscheiden, was sie überhaupt will. Will sie dazugehören oder hervorstechen? Mag sie die anderen Grisha oder mag sie sie nicht? Und egal wann sie diese Entscheidungen trifft, es gibt selten einen Grund für ihre Entscheidung bzw. die Meinungsänderung. Es macht mich so wütend. Sie soll angeblich ca. 18 sein, liest sich aber wie das 15 Jährige Mädchen, das sich selbst nicht hübsch findet und deshalb eine Geschichte erfindet, in der sie die Heldin ist, plötzlich doch so hübsch sein soll und jeder Typ auf sie steht. Nicht zu vergessen, dass sie eine so große Macht besitzen soll. Aber gleichzeitig macht sie immer wieder die gleichen dummen Fehler. Sie lernt einfach nicht dazu. Ugh. Es ist unglaublich frustrierend. 

    Auch Mal ist nur ein 0815 Typ. Nichts aber auch wirklich nichts definiert die beiden wirklich. Es gibt keine besonderen Charakteristika. Und über den Dunklen will und kann ich nicht reden, weil ich sonst einen Spoiler nach dem anderen liefern würde.


    Handlung.

    Neben den so schlecht ausgearbeiteten Figuren steht die Handlung dem Ganzen in nichts nach. Es fühlt sich nicht durchdacht an. Nichts hat wirklich Tiefe und eigentlich passiert alles zufällig oder weil andere Charaktere die Protagonistin darauf stumpen. Es ist einfach ermüdend.


    World-Building.

    Ich hatte gehofft, dass das wenigstens etwas rausreißt, aber leider ist das nicht der Fall. Die Regierungsstrukturen werden grob angerissen, die Hierarchie innerhalb der Grisha grob dargestellt und ansonsten fühlt sich neben der Schattenflur alles an, als ob wir uns im 18. oder 19. Jahrhundert befinden. Die Feste, die vier oder so die in der Zeit stattfinden, werden zwar angerissen, aber ihnen keine große Bedeutung gegeben. Warum heißt die Butterwoche Butterwoche? Warum ausgerechnet Butter? Und warum erwähne ich sie dann überhaupt als Autor?! 


    Um auf den Punkt zu kommen. Ich glaube, einiges hängt hier auch an der Übersetzung. Ich kann und will mir nicht eingestehen, dass jemand, der den ersten Band auf englisch gelesen hat, den zweiten gekauft hat, wenn es so auch im Englischen klingt. Einfach nein. Ansonsten liest sich das wie die Fanfiction einer 15 Jährigen, die gerade den ersten oder zweiten Entwurf des Buches fertig geschrieben hat. Es hätte einfach so viel besser werden können. Und sowas ärgert mich immer zutiefst. Ich glaube, allein die Erzählstruktur aus der Ich-Perspektive hat es dem ganzen so schwer gemacht. Ich bin einfach mit fast 30 zu alt, diesen anstrengenden und unglaublich naiven Gedanken einer 15/18 Jährigen zu folgen, die null Substanz hat. Außer dass sie auf alles steht, was ihr Aufmerksamkeit schenkt. So ein Egozentrismus ist mir zu wider. Jede andere Erzählweise wäre besser gewesen. 


    Ich würde die Reihe eigentlich hier abbrechen, aber da mir von so vielen gesagt wurde, dass der dritte Band so viel besser sein soll... Und ich die beiden Bände hier liegen habe... Auf zum zweiten Band, der angeblich noch schlechter sein soll. Mir graut es. 

  3. Cover des Buches Der Winterpalast (ISBN: 9783458359708)
    Eva Stachniak

    Der Winterpalast

     (269)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Der Winterpalast ist eine große Geschichte rund um die russische Zarenfamilie. Die Geschichte wird aus der Sicht der Buchbindertochter Warwara (Barbara) erzählt und zeigt die private Seite des Palastes. Die Regentin ist mürrisch, launisch, klug und nachtragend, sie ist machtbesessen und hat nur wenig für ihre Schwiegertochter Sophie von Anhalt-Zerbst (später Großfürstin Katharina) übrig.

    Der Großfürst Peter, ist ein kleiner schmächtiger Mann, der es nicht schafft, sich Respekt und Achtung zu verschaffen. Er spielt lieber mit den Zinnsoldaten Krieg als im wirklichen Leben anzukommen. Seine Ehefrau Großfürstin Katharina ist der klügere Part. Sie lernt schnell und viel und muss so manche Schmach und böse Worte aushalten. Sie wird erniedrigt und abgeschoben und doch wird ihre Zeit kommen. Warwara ist im Palast stets an der Seite der Zarin und der Großfürstin. Sie ist Spionin, Seelsorgerin und Strategieberaterin. Ihren Augen und Ohren entgeht nichts und trotzdem muss auch sie sich in Acht nehmen – vor den bösen Zungen und den falschen Freunden.

    Es ist eine sehr umfassende Geschichte, die bis ins kleinste Detail das Leben im Palast beschreibt. Der Schreibstil ist gut und dadurch hält man auch die 761 Seiten durch. Man lernt ein wenig die russische Geschichte kennen und erhält dadurch einen kleinen Einblick in die russische Seele.

  4. Cover des Buches Krieg und Frieden (ISBN: 9783446235755)
    Leo Tolstoi

    Krieg und Frieden

     (466)
    Aktuelle Rezension von: Favole

    Ich fühle mich gerade wie nach einem Marathon. Naja, wenn ich jemals einen gelaufen wäre.... Aber 2122 Seiten sind für ein Buch schon nicht ohne. Ok, für eine Tetralogie jetzt sicher ordentlich, aber auch nicht so viel. Jedoch obwohl meine Ausgabe eben 4 Bücher waren, hat es sich wie eins angefühlt, da die Teile untereinander so gar nicht abgeschlossen waren. 

    Im Nachhinein würde ich wohl auf eine gekürzte Ausgabe zurückgreifen. So ganz genau, lässt sich das hier sowieso nicht sagen, bei der Menge an unterschiedlichen Ausgaben. In meiner gab es z.B. keine Fußnoten oder Anmerkungen und die französischen Passagen waren zum Teil direkt übersetzt zum Teil französisch geblieben. Mit meinem bisschen Schulfranzösisch hat es gerade gereicht. Aber wirklich gestört hätte mich das wohl dennoch nur am Anfang, da es nach und nach weniger wird. 

    Das Buch umfasst für mich drei Bereiche. Einerseits die gesellschaftlichen Aspekte. Ich habe irgendwo gelesen, dass wohl im Ursprung der Titel auch mit Krieg und Gesellschaft hätte übersetzt werden können und nach der Lektüre muss ich sagen, dass der Titel besser gewesen wäre, denn um Frieden geht es nur sehr bedingt, um die Gesellschaft, Standesunterschiede, Erwartungen und Entwicklungen schon sehr. Dieser Teil war für mich am spannendsten zu lesen, da es um wirkliche Personen und eben Geschichten geht. Anfangs war ich allerdings auch leicht überfordert, da gerade zu Beginn so wahnsinnig viele Figuren eingeführt werden. Es werden auch immer mehr, aber in den ersten paar hundert Seiten musste ich mir mit einer selbst geschrieben Liste behelfen, sonst hätte ich nicht durchgesehen. Nach und nach kristallisieren sich dann bedingt Hauptpersonen heraus. Allen ist jedoch gemein, dass sie den höheren Gesellschaftsschichten angehören. 

    Der zweite Bereich umfasst die Kriegsbeschreibungen und untergliedert sich wiederum in allgemeinen Truppenbeschreibungen inkl. Positionen der Armeen sowie ganz direkte Beschreibungen einzelner Personen, meist aus dem ersten Bereich der Gesellschaft. Nur indirekt erfährt der Leser hier auch etwas über die ärmeren Menschen. Gegenüber dem, was aus Filmen und auch sicher anderen Büchern über „Krieg“ bekannt ist, beschreibt Tolstoi hier gar nicht mal so spektakulär, aber dennoch bleibt ein deutliches Gefühl zurück, dass Krieg – egal wie und wo – immer furchtbar, aber scheinbar auch unabdingbar ist. 

    Und damit kommen wir zum dritten Bereich, den ich gar nicht recht benennen kann. Tolstoi fasst hier seine Betrachtungen zu Politik, Gesellschaft, Geschichtsschreibung etc. schon fast philosophisch, jedoch auch wissenschaftlich zusammen. Obwohl diese Absätze, die mit Fortschreiten der Lektüre häufiger auftreten, für mich am anstrengendsten waren, muss ich doch sagen, dass hier wahnsinnig viel Wissen drin steckt. Ich glaube auch, dass hier der Ruhm des Buches begründet liegt. 

    Alles in allem sind die Übergänge der drei Bereiche oft fließend, insbesondere der ersten beiden von Mitte bis Ende des Buches. Und dennoch war die Veränderung stets sichtbar.  

    Ich muss zugeben, dass ich manche Abschnitte querlesen musste, weil ich sonst aufgegeben hätte. Und ich musste dran bleiben. Denn, wenn ich das Buch doch mal weggelegt oder ein anderes zwischendurch gelesen habe, blieb Krieg und Frieden häufig länger liegen. Auch mal drei Monate. Aber ich bin froh, dass ich durchgehalten habe. Nur schade, dass ich aufgrund der Zeit die Leserunde nicht wirklich mitmachen konnte. Dabei hat dieses Buch wirklich so viel Diskussionspotential. Aber gerade das war am Anfang der Leserunde für mich auch ein Problem, weil da je Abschnitt schnell mal über 100 Kommentare zusammengekommen sind und das mit der eh schon anspruchsvollen Lektüre für mich einfach nicht machbar war. 

    Fazit: Jedem Liebhaber von Klassikern kann ich dieses Buch nur empfehlen, vielleicht allerdings lieber eine nicht ganz so lange Ausgabe, da mich das fast zum Aufgeben gebracht hat. Aber vielleicht wäre es sonst auch nicht so gut gewesen. Wer weiß. Es lohnt sich durchzuhalten, was mir oft schwer fiel, aber so manche Äußerungen Tolstois lassen sich gut auf die heutige Zeit anwenden, so anders diese auch sein mag. Ich habe es nicht bereut. 

     

     

     

  5. Cover des Buches Das Haus zur besonderen Verwendung (ISBN: 9783492272650)
    John Boyne

    Das Haus zur besonderen Verwendung

     (166)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros
    Mit gerade einmal siebzehn Jahren, wird der junge Georgi, nach einem Zwischenfall in seinem Heimatdorf, an den Hof des Zaren nach Sankt Petersburg gerufen. Er soll als Leibwächter des einzigen Sohnes des Zares dienen. Georgi trifft hier auch die schöne Anastasia und die beiden verlieben sich ineinander. Noch ahnen die beiden nicht, das diese Liebe auf eine harte Probe gestellt wird und welches Schicksal die beiden erwartet...

    Mit diesem Buch beweist John Boyne einmal mehr, dass er ein wunderbarer Autor ist. Der historische Roman, der das Leben der letzten Zarenfamilie aus der Sicht eines jungen Leibwächters beschreibt, kann mit viel Liebe zum Detail, Gefühl und wunderbarer Wortwahl punkten. 

    Auch die Charakterdarstellung der verschiedenen Personen ist ihm wieder wunderbar gelungen, sodass man schnell in die Geschichte eintauchen kann und gebannt den Ereignissen folgt, die hier beschrieben werden. 
    Jeder seiner Protagonisten ist mit viel Liebe gestaltet und wirkt rasch sympathisch, da viele Emotionen mit in die Beschreibung eingeflossen sind. Man möchte zusammen mit dem Protagonisten lachen, weinen und leiden. 

    Dieser fesselnde und schöne Erzählstil setzt sich auch bei den Landschaftsbeschreibungen fort. Die Örtlichkeiten sind detailliert und ansprechend zu Papier gebracht worden, sodass die Umgebung wunderbar bildhaft wirkt. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. 

    Meine Bewertung fällt daher wie zu erwarten sehr gut aus. Ich bin wieder einmal begeistert, von dem eingängigen, fesselnden Schreibstil des Autors, den man schnell lesen kann, ohne den Zugang zur Handlung zu verlieren. 
    "Das Haus zu besonderen Verwendung" ist für mich eine Empfehlung wert!


  6. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (3.379)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    Deutschsprachiger Weltbestseller. Von Kritikern hochgelobt, als "geniale Sensation" verschrien...aber für mich eine ziemliche Enttäuschung. Kehlmanns "Tyll" habe ich geliebt, aber mit diesem hier wurde ich nie warm.

    "Die Vermessung der Welt" ist eine Doppelbiografie zu zwei Titanen der Wissenschaft: Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humbold, die in diesem Machwerk allerdings alles andere als titanisch herüberkommen. Zwar stellt Kehlmann ihr Genie angemessen dar, allerdings haben sie abgesehen von ihrer Intelligenz und ihrer Neugier keine positiven Eigenschaften - stattdessen kommen sie als überzeichnete Soziopathen, Egomanen und Choleriker daher. Gauß macht seiner Familie das Leben zur Hölle, verpasst sogar die Geburt seines ersten Kindes, ohne davon überhaupt zu wissen, und reagiert mit Gleichmut auf das Unglück, das seinen Sohn trifft. Alexander von Humbold, der große Kämpfer gegen Sklaverei und Unterdrückung, der mit seinen Vorträgen und Anekdoten das pochende Herz jeder Abendgesellschaft gewesen sein soll, wird von Kehlmann zu einem homosexuellen Pädophilen degradiert, der völlig außerstande ist, Empathie für seine Mitmenschen zu empfinden. Wenn man schon über historische Persönlichkeiten schreibt, sollte man sich wenigstens an die bekannten Fakten halten - und das hat Kehlmann hier meiner Meinung nach ziemlich oft nicht getan. Unter anderem beschäftigt sich Humbold hier auch mit der Daguerreotypie, was zu seinen Lebzeiten soweit ich weiß noch absolute Zukunftsmusik war.

    Ein anderer Störfaktor in diesem Roman waren die Dialoge, denn diese sind fast durchgehend in indirekter Rede verfasst. Warum zum Teufel schreibt man Dialoge in indirekter Rede? In "Tyll" hat Kehlmann großartige Dialoge geschrieben, hier ziehen sie sich teilweise wie Kaugummi.

    Davon abgesehen ist der Autor auch hier immer noch ein großartiger Erzähler. All die peinlichen Momente sozialen Versagens der beiden Protagonisten sind mit feiner, subtiler Ironie unterlegt, und zum Ende seines Romans hin führt Kehlmann beide Erzählstränge elegant zusammen um zu verdeutlichen, dass die beiden Genies trotz ihrer weltverändernden Erkenntnisse im Alter doch nur überholte Greise sind: die Wissenschaft ist gnadenlos, sie entwickelt sich immer weiter. Sensationelle Entdeckungen von heute sind die alten Geschichten von gestern, für die sich niemand mehr interessiert.

    Alles in allem ist das hier immer noch ein lesenswerter Roman, wenn man die Schwierigkeit mit den Dialogen überwunden hat und damit klarkommt, dass alles Zwischenmenschliche in ihm keine Rolle spielt. Kehlmann geht es hier offenbar nicht um das Leben seiner Charaktere, sondern um das, was sie hinterlassen: die Vermessung der Welt, die Weiterentwicklung von Wissenschaft und Wissen, das Erweitern des menschlichen Horizonts. Drei Sterne.

  7. Cover des Buches Als das Leben unsere Träume fand (ISBN: 9783404176007)
    Luca Di Fulvio

    Als das Leben unsere Träume fand

     (96)
    Aktuelle Rezension von: ND1214

    Ich wollte man was anderes lesen und hab dieses Buch in die Finger bekommen. Angesprochen hat mich das es hier um 3 unterschiedliche Charakteren handelt die auf dem Weg in eine neue Welt sind. Das Buch geht sehr schnell in einen hohen Spannungsbogen und fesselt einen sofort. Ich muss zugeben das das Buch nicht für jeden geeignet ist das es Handlungen in dem Buch gibt die einen sehr berühren und sehr nahe gehen. Ich habe mich aber in dieses Buch verliebt, obwohl ich sonst nicht in diesem Genre lese. 

  8. Cover des Buches Falsch (ISBN: 9783455403855)
    Gerd Schilddorfer

    Falsch

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Falsch" ist der erste Band der John-Finch-Reihe von Gerd Schilddorfer. Ein alter Mann wird im kolumbianischen Dschungel in seiner Hütte überfallen. In letzter Minute schickt er drei Brieftauben in den Himmel und richtet sich selbst bevor er ein Geheimnis ausplaudern kann. Die Tauben erreichen mit ihren drei Hinweisen Bogota, Medellin und Sao Gabriel, wo drei Freunde aus alter Zeit ihre Heimat fanden. Zur gleichen Zeit am Münchner Flughafen als eine Diamantenraub gerade noch vereitelt wird. Warum interessieren sich die Yakuza, MI5 und weitere dubiose Personen für all dies? Es scheint, dass der Ursprung des Geheimnis weit in der Vergangenheit liegt. Der alternde Pilot und Abenteurer John Finch wird in Südamerika von einem der Freunde für eine horrende Summe engagiert, um die beiden anderen Hinweisträger zu ihm zu bringen. Denn nur gemeinsam können sie das Geheimnis lüften. Und alle sind verbunden durch ein gemeinsames Kriegsschicksal. Doch bevor Finch's Auftrag erfüllt ist, überschlagen sich die Ereignisse. Es beginnt ein Wettlauf rund um den Globus. Gerd Schilddorfer erzählt diese Story über drei verschiedene Zeitebenen und Orten total verstreut über die Welt. Was anfangs noch ein großes Fragezeichen für den Leser ist, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenführen könnten, wird im Laufe der Geschichte immer klarer. Dabei verwebt er reale historische Ereignisse wie das Ende des Zarenreichs, die Geldfälschaktion "Operation Bernhard" der Nazis oder das Flugzeugunglück in Mir 2009 mit der fiktiven Story rund um das Geheimnis der vier Auswanderer in Südamerika. John Finch ist dabei Pilot eines Wasserflugzeugs, der viele Jahre schon in Nordafrika und anderswo in diversen gefährlichen Missionen unterwegs war. Derzeit hat ihn das Schicksal nach Südamerika verschlagen. Für mich hat er ein wenig etwas von Indiana Jones. Deswegen ist dieses Buch auch nicht nur ein Thriller für mich, sondern hat auch einen Touch von Abenteuerroman. Aber diese Mischung gefällt mir extrem gut. Von Anfang bis Ende empfand ich es sehr spannend, flüssig zu lesen und als rasanten Pageturner. Mir hat es sehr gut gefallen und definitiv werde ich die Folgebände des Whisky trinkenden Abenteurer und Piloten John Finch lesen.

  9. Cover des Buches Der Doppelgänger (ISBN: 9783458345855)
    Stephanie Lang von Langen

    Der Doppelgänger

     (49)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWoodhouse
    Zur Handlung:
    In dem Buch begleitet man den unsicheren Titularrat Goljadkin durch vier Tage seines Lebens, in denen er nach gesellschaftlicher Anerkennung und geschäftlichem Aufstieg strebt.
    Der Erzähler gewährt Einblick in Goljadkins mentale Entwicklung, nachdem ihm eines Nachts auf einer Brücke in Petersburg sein Doppelgänger erscheint. Nachden sich sein jüngeres Konterfei als hilfsbedürftiger Freund ausgibt und des Protagonisten Vertrauen erlangt, intrigiert er von da an in seinem Leben und entpuppt sich als Feind. Im Verlauf der Geschichte beginnt  Goljadkins Wahrnehmung zwischen Realität und Wahnvorstellung zu verwischen, er bekommt Albträume, strebt immer verzweifelter nach gesellschaftlicher Akzeptanz und kämpft gegen den gesellschaftlichen Ruin... 

    Mein Leseempfinden:
    Obwohl ich das Thema um den Kampf gegen das negative Selbst sehr packend finde und  die Story Gedanken und Interpretationen angekurbelt hat, konnte mich der Erzählstil nicht ganz mitreissen. Die Dramatik hat durch den wirren und grotesken Verlauf Einbußen genommen und auch sprachlich konnte es mich nicht anziehen. Ich habe im Nachhinein gelesen, dass Der Doppelgänger Fjodor Dostojewskis zweite Erzählung war, die er im Alter von 25 Jahren veröffentlichte, was aus psychologischer Sicht bemerkenswert ist. 
  10. Cover des Buches Die Preußin auf dem Zarenthron (ISBN: 9783492274968)
    Marianna Butenschön

    Die Preußin auf dem Zarenthron

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Wedma

    „Die Preußin auf dem Zarenthron. Alexandra, Kaiserin von Russland“ von Marianna Butenschön (2012) ist eine sehr gut gelungene Biographie von Charlotte von Preußen (1798-1860), Kaiserin von Russland (1825-1855).

    Die Biographie liest sich sehr schön, leicht und locker, wie ein historischer Frauenroman.

    Es gibt viele Zitate aus ihrer Korrespondenz mit ihren Brüdern, Friedrich Wilhelm IV und Wilhelm von Preußen, mit ihrem Mann, Nikolaus I. (1798-1855), Kaiser von Russland, die Alexandra selbst sprechen lassen und ihr fröhliches, einnehmendes Wesen offenbaren.

    Sie war allerseits, auch und insb. beim russischen Hof sehr beliebt. Sie sah wunderschön aus: hochgewachsen, schlank, mit feinen Gesichtszügen, der königlichen Haltung, aber freundlich und herzlich. Sie wusste auch für jeden ein nettes Wort, was auch sehr geschätzt wurde. Als später, nach paar Kindern, Nikolaus‘ Affäre mit einer der Hofdamen offensichtlich wurde, war der gesamte Hof auf Alexandras Seite. Sie bekam noch mehr Aufmerksamkeit und Trost ihrer Höflinge.

    Sie war zwar „nur“ Frau und Mutter, hatte aber zweifelsohne Einfluss auf ihren Mann und auf manch seine Entscheidungen im politischen Bereich.

    Ihre Pflichten nahm sie sehr ernst und „lieferte“, was erwartet wurde, ob es ums Kinderkriegen ging, sie hatte sieben Kinder zur Welt gebracht, oder ob es sich um die repräsentativen Pflichten handelte, bei den frau viel Ausdauer uvm. mitbringen musste, um das alles meistern zu können. Alles gelang ihr scheinbar mühelos. Sie war kinderlieb und hatte ihre Kinder sehr gern um sich. Die Kinder waren auch gern bei ihr, so Olga, die zweitälteste Tochter, deren Aufzeichnungen hier oft zitiert wurden.

    Man bekommt viel von Alexandras Beziehung zu ihrem Mann mit, die auch manche Seitensprünge seinerseits und manche Flirts ihrerseits verkraften konnte. Wie Nikolaus vom Charakter her war, wird im Laufe der Erzählung auch klar.

    Über die jungen Jahre von Alexander II., ihrem ältesten Sohn und später Kaiser von Russland, von seinem Verhältnis zu seiner Mutter sowie ihrem Bild von ihm erfährt man auch einiges.

    Die Beschreibungen des wiederaufgebauten Winterpalasts sind so beeindruckend! Sie laden an mehreren Stellen zum Besuch ein. Heute ist es Eremitage, die Zimmernummern stehen da auch bei.

    Manches hat Alexandra auch getan, was man heute unter Fehlern verbucht. Abgesehen davon, dass weder sie noch ihr Mann kaum groß auf die Nöte des Volkes geachtet und gute Lösungen zu finden versucht hätten, denn es wurde repressiv regiert und in manchen Fällen hart durchgegriffen, um die Monarchie zu erhalten, ihre Zeit haben die beiden aber lieber mit anderen Dingen zugebracht. Vergnügungssucht wurde Alexandra von mehreren ihrer Zeitgenossen attestiert. Zudem hat sie Edmond Dantes, einen Emporkömmling aus dem Elsass protegiert, der in die Geschichte als Mörder A.S. Pushkins, des großen russischen Dichters und Denkers des 18. Jahrhunderts, eingegangen ist. Auch Michail Lermontow, der den Ruf hatte, Pushkin vllt z.T. ersetzen zu können, war mit den Repressalien des Zaren konfrontiert und wurde wie Pushkin beim Duell erschossen. So gesehen, haben sich die beiden nicht gerade mit Ruhm bekleckert, was die Geschicke der rus. Literatur des 18 Jahrhunderts angeht.

    Der Krimkrieg von 1853-1856, infolge dessen Nikolaus I. gestorben war, ist etwas blass dargestellt worden, aber gut, das betraf eher den Kaiser, und ich hoffe, mehr in seiner Biographie dazu, v.a. zu den eigentlichen Gründen seines Todes, lesen zu können.

    In späteren Jahren begründete Alexandra russischen Tourismus in Nizza, wo sie gern die Winter verbracht hatte. Das raue Klima in St. Petersburg und Umgebung setzte ihr zunehmend zu.

    Sie tat am Ende einem leid, denn sie war ernsthaft krank, wurde aber aufgrund der falschen Diagnose völlig an den Ursachen ihrer Krankheit vorbei behandelt.

    Es gibt auch ein sehr schönes Nachwort, das u.a. erzählt, wer, wo, welche Andenken an Alexandra aufgestellt/veranstaltet wurden. Im Zuge der Allgemeinbildung sollte man schon so etwas wissen.

    Fazit: Eine sehr schöne Biographie, die ich zum zweiten Mal nach paar Jahren gern wiedergelesen habe. Sie ist Teil 1 der Reihe „Deutsche Prinzessinnen auf dem Zarenthron“ aus der Feder von Marianna Butenschön, bemerkenswerter Historikerin, die ihre fundierten Kenntnisse der russischen Geschichte der 18-19 Jh. sehr beeindruckend in dieser Trilogie zum Ausdruck gebracht hat. Teil 2: „Maria: Kaiserin von Russland: Die Württembergerin auf dem Zarenthron“ (2015), Teil 3: „Die Hessin auf dem Zarenthron: Maria, Kaiserin von Russland“ (2017). Wenn man chronologisch lesen möchte, fängt mit Teil 2 an, geht zu Teil 1 rüber und liest anschließend den dritten Band der Reihe. Ich habe sie alle gelesen. Sie sind alle sehr gut und lesenswert.

     

  11. Cover des Buches Die Zarentochter (ISBN: 9783548282787)
    Petra Durst-Benning

    Die Zarentochter

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Bibi1999

    Die junge Großfürstin Olga, die zweite Tochter des Zaren, muss den Erwartungen ihres Vaters gerecht werden und einen Mann von guter Partie heiraten. Ihr Herz möchte etwas anderes und führt sie schlussendlich an den württembergischen Hof von König Wilhelm I.

    Das Buch umfasst 432 Seiten und erschien am 08.09.2010 bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

    Es handelt sich um den ersten Teil der Reihe. Der Zar möchte seine Töchter politisch klug verheiraten, um die Macht Russlands in Europa zu stärken. Olga merkt jedoch relativ schnell, dass ihr der goldene Käfig nicht genug ist und sie nicht der Spielball ihres Vaters sein möchte. 

    Das Buch basiert auf wahren Ereignissen, die mit Fiktion gemischt sind. Die Hauptperson im Buch ist Olga. 

    Die Geschichte startet, als Olga und ihre Geschwister noch sehr jung sind. Man merkt relativ schnell, dass sehr viel Wert auf die Bildung der Zarenkinder gelegt wird und was von ihnen erwartet wird. Olgas älterer Bruder wird als zukünftiger Zar von Russland ausgebildet. Die Mädchen sollen die Macht Russland durch ihre Heirat sichern. Als Olgas ältere Schwester weit unter ihrem Rang heiratet, ruht die Hoffnung der Eltern auf Olga. Doch sie möchte aus Liebe heiraten und nicht aus politischen Zwecken.

    Schade finde ich, dass Olga erst ganz zum Schluss an den Hof vom König von Württemberg gelangt. Ich hatte mir anhand des Klappentextes gedacht, dass man viel mehr von Olgas Zeit am Hof von Württemberg erfährt. Leider gelangt Olga erst auf den letzten Seiten nach Württemberg und man erfährt so gar nichts mehr von ihrer Zeit dort. Dies wird man dann wohl im nächsten Band erfahren. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob ich diesen lesen werde.

    Auch kommt mir das Historische doch etwas zu kurz. Es dreht sich sehr viel um die Zarenfamilie, deren Leben sowie der Prunk und die Schönheit der Mädchen. Obwohl der Fokus hier sehr auf die Zarenfamilie gelegt ist, lernt man den Zar und Olgas jüngere Geschwister (bis auf Alexandra) kaum kennen. Die allgemeinen Umstände im Land kommen dabei zu kurz. Da bin ich leider etwas enttäuscht worden.

    Deshalb erhält das Buch von mir 3 Sterne.

     

  12. Cover des Buches The Crown's Game (ISBN: 9783407749482)
    Evelyn Skye

    The Crown's Game

     (92)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    Eine Geschichte aus der man so viel hätte rausholen können. Es endet aber in langweiligen Dialogen und hingezogenen Seiten. Das »Spiel der Krone« als solches hat mir einfach gefehlt. Die Magie wird nicht wirklich eingesetzt, die Menschen bleiben oberflächlich. Abbruch bei 50 %, da es nur noch mit Mühe und Not zu lesen war.

  13. Cover des Buches Die Zarin und der Philosoph (ISBN: 9783471351789)
    Martina Sahler

    Die Zarin und der Philosoph

     (98)
    Aktuelle Rezension von: AlinaOberem16

    Katharina und ihr Spion
    Meine Meinung zur Autorin und Buch Martina Sahler, hat mich mit ihrem 2. Band der Russland Triologie, wieder begeistert. Auch wenn es der 2. Band ist, muss man nicht den 1.Teil gelesen haben. Hier geht es um die junge Zarin Katharina , die Zar Peter Idee , Russland dem Westen zu öffnen fortsetzen will. Mit ihrem Schreibstil, versteht sie es einem in die Geschichte hineinzuversetzen, man wird eins mit den Personen, lacht und weint mit Ihnen. Der Spannungsbogen ist vom Anfang bis Ende sehr hoch. Auch das Historische ist korrekt wiedergegeben, und man erfährt so einiges Neues über Katharina und das Leben am Hof. Wir begegnen großen historischen Persönlichkeiten, auch hat sie Fiktives und Wirklichkeit gut miteinander verwoben. Alles ist Bildhaft wiedergegeben, es war ein Vergnügen in diesem Roman zu versinken. Er ist ein sehr spannender Roman, der die Politischen Probleme in Russland zur damaligen Zeit wiedergibt. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen. Ich habe Katharina schon bewundert, für ihre Kraft und Stärke dieses Land, das voller Unruhen und Missmut ist, zu regieren. Sie war schon geschickt und sehr diplomatisch, mit dem Umgang ihrer Soldaten . Aber auch mit ihren Liebhabern. Das ausgerechnet der Preußenkönig Friedrich der Große ihr einen Spion an den Zarenhof schickte verwunderte mich nicht, ausgerechnet der Philosoph Stephan Mervier und seine junge Frau Johanna, hat er dafür ausersehen. Mich hat es nicht gewundert, das sie die ganze Scharade durchschaut, sich aber nichts anmerken lies. Sehr berührend fand ich wie sie die kleine 5 Jährige Sonja, von ihrer Mutter ausgesetzt annimmt, sie ist geradezu vernarrt in ihre Ziehtochter. Das Mädchen, ist wirklich mehr als intelligent, in zunehmendem Alter entwickelt sie sich zu einer regelrechten Rebellin, sie weiß wie sich durchsetzen muss. Aber das es ihr zum Verhängnis wird, habe ich geahnt, und um sie gebangt. Den in ihrem Zorn kann Katharina gnadenlos sein. Auch Stephan begibt sich auf Abwege, er tritt einem literarischen Zirkel bei, dem so manches von Katharina Politik im Auge ist. Auch hier muss man bangen und beten. Das Stephan seine Frau Johanna, eine begnadete Malerin, so schmählich, vernachlässigte, tat mir schon sehr leid. Aber ich fand es tröstlich, das sie in Boris Albrecht, einem Schriftsteller, einen Seelenverwandten fand. So manches Abenteuer ist zu bestehen, der Aufstand und die Rebellion, den im Land brodelt es. Ein Buch voller unvorhersehbarer Wandlungen, die einem oft den Atem anhalten lassen. Den Katharina möchte großartiges bewegen, Schulbildung, neue Gesetze, und vieles mehr. Eine Geschichte mit einem großen Emotionalen Ende. „ Ein Facettenreicher Roman, vor großen historischen Hintergrund „

  14. Cover des Buches Red Star Over Russia (ISBN: 9781854376862)
    David King

    Red Star Over Russia

     (4)
    Aktuelle Rezension von: muddi
    Opulenter Bildband, der visuell eindrucksvoll schildert, wozu Worte fehlen: Die Greuel des Stalinismus, des zweiten Weltkrieges, der russischen Front. Bildmaterial, das es in keinem anderen historischen Werk z usehen gibt wurde von Russlandkenner und -forscher David King in Jahrzehnten, oft unter Lebensgefahr, zusammengetragen, sortiert, kontextuiert und schließlich in diesem Band zusammengafasst. Die internationale Anerkenneung findet hoffentlich auch in Deutschland einen entsprechenden Widerhall.
  15. Cover des Buches Der Mann aus St. Petersburg (ISBN: 9783404105311)
    Ken Follett

    Der Mann aus St. Petersburg

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Molks
    Wieder ein Spionage-Thriller von Follett, der mal wieder richtig gut ist. Follett verbindet eine spannende Geschichte mit fundiertem Hintergrundwissen zu einem spannenden Roman, den man nur unschwer aus den Händen legen kann.
  16. Cover des Buches Die Romanows (ISBN: 9783596176328)
    Simon Montefiore

    Die Romanows

     (21)
    Aktuelle Rezension von: ElisabethBulitta

    Wohl kaum ein europäisches Herrscherhaus beeindruckt die Menschen bis heute so sehr wie das der Romanows. Auf der einen Seite stehen ihr sagenumwobener Reichtum, ihre Macht und ihr Glanz, zum anderen sind sie fast ein Synonym für Grausamkeit und Wahnsinn. Nicht vergessen darf man natürlich den tragischen Untergang dieser Dynastie, der bis in die heutige Zeit hinein für Spekulationen sorgt.

    Eine mit 1040 Seiten sehr umfassende Darstellung der Romanows legt Simon Sebag Montefiore mit „Die Romanows. Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613 – 1918“ vor. Als Taschenbuch ist dieses Werk im September 2018 bei Fischer erschienen.

    Gegliedert ist das Buch in drei Akte – Aufstieg, Höhepunkt, Untergang -, die jeweils in einzelne Szenen, die den verschiedenen Herrscher/innen gewidmet sind, unterteilt sind. Gerahmt wird die eigentliche Geschichte der Romanows von einem Prolog und einem Epilog. In Letzterem schlägt Montefiore eine Brücke zum nachzaristischen und heutigen Russland. Dass allerdings die Geschichte der Zaren auch noch Auswirkungen auf das Hier und Jetzt hat und einen Vergleich förmlich verlangt, wird im gesamten Buch deutlich, wird doch immer wieder Bezug auf dasselbe genommen. Der mit fast 100 Seiten sehr umfangreiche Anhang bietet u.a. Anmerkungen, eine Bibliographie, aufgeteilt in Primär- und Sekundärquellen, sowie ein Personenregister.

    Selbst für russlandaffine Leser/innen ist die Fülle an sich doch sehr ähnelnden Namen eine Herausforderung. Deshalb ist sind die Stammbäume zu Beginn des Buches und eines jeden Aktes sowie die Listen der Mitwirkenden, die jede Szene einleiten, beim Lesen eine große Hilfe. Auch die Karte vom russischen Reich sowie die zahlreichen Abbildungen helfen bei der Orientierung und verdeutlichen das Gelesene.

    Montefiores Romanow-Geschichte ist sehr lebendig erzählt. Dieses ist zum einen dem literarischen, erzählenden Sprachstil zu verdanken, der mit wissenschaftlicher Literatur nur wenig gemein hat. Auf der anderen Seite flechtet der Autor Primärquellen, in erster Linie Briefe, so geschickt in das Erzählte ein, dass er viele Figuren quasi „zu Wort kommen“ lässt. Dieses verleiht dem Gelesenen Lebendigkeit, und man hat beim Lesen oft das Gefühl, live dabei zu sein. Viele skurrile, teils monströse, teils lustige Eigenheiten der Romanows lassen das Lesen abwechslungsreich werden und haben mich oft zum Staunen, aber auch zum Nachdenken gebracht.

    Mit Peter dem Großen beginnt das goldene Zeitalter der Romanows, zugleich beginnt Russland vermehrt, in der europäischen Geschichte mitzumischen. Die vielen Details haben mir beim Lesen zwar auch Neues geboten, besonders interessant fand ich persönlich jedoch den Aufstieg der Romanows, da ich dort sehr viel erfuhr, was mir bis dato unbekannt war. Insgesamt jedoch zeugt der Detailreichtum von einer sehr ausführlichen Recherche, setzt bei den Leser/innen aber auch einiges an Durchhaltevermögen und Konzentration voraus.

    Um einen groben Überblick über dieses Herrschergeschlecht zu erhalten, ist dieses Sachbuch wohl weniger geeignet. Wer sich aber vertieft mit den Romanows auseinandersetzen möchte, auch in die russische und die Russland betreffende europäische Geschichte einzutauchen wünscht, wird seine helle Freude haben. Ich selber war beim Lesen fasziniert, habe viel gelernt und fühlte mich dabei auch noch gut unterhalten. Was will man mehr?

  17. Cover des Buches Alexandra Romanowa (ISBN: 9783492249409)
    Carolly Erickson

    Alexandra Romanowa

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Die promovierte Historikerin Carolly Erickson entführt uns in das Zaristische Russland. Genauer gesagt in das Leben des letzten Zarenpaares, Nikolaus II. und Alexandra (Alix geborene Prinzessin von Hessen-Darmsadt).

    Alix ist eine Enkelin von Englands Königin Victoria und ebenso dickköpfig und willensstark wie ihre berühmte Großmutter. Die junge Alix, setzt es sich in den Kopf, ihren Cousin Nikolaus „Nicky“ zu heiraten, obwohl sie einige andere Verehrer hat.
    Warum sie sich in Nicky, der von seinen Zeitgenossen als „farblos“, „passiv“ und „nicht sehr intellektuell“ beschrieben wird, zum Ehemann auswählt, erschließt sich uns trotz vieler überlieferter Briefe nicht wirklich. „Wahre Liebe?“ Auch der Wechsel zur russisch-orthodoxen Kirche fällt Alix nicht leicht.

    Die „Deutsche“ ist in Russland nicht gerne gesehen, obschon ständig deutsche Prinzessinnen in die Zarenfamilie einheiraten. Die Bewährungsprobe folgt bald. Als Zar Alexander III., stirbt, sind weder Sohn Nicky noch Schwiegertochter Alix auf die Regierungsgeschäfte vorbereitet. Sowohl Alexander als auch seine Gemahlin wussten um die Schwächen Nickys und hätten lieber Michael auf dem Thron gesehen. Doch auf Grund der Primogenitur, ist Nicky Zar. Der entscheidungsschwache Monarch ohne Machtinstinkt umgibt sich mit Ministern, die es ihm leicht machen, dem Müßiggang und dem Privatleben zu frönen.

    Man schwelgt im Luxus und Alix findet Freude an der neu erworbenen Prachtentfaltung. Das macht die Zarin sowohl beim alten russischen Adel sowie beim einfachen Volk unbeliebt.
    Als man sie subversiver Machenschaften und mangelnder Liebe zu Russland bezichtigt, stärkt ihr Nicky nicht in dem Maße den Rücken, wie es nötig wäre. Eigentlich sollte er auf den Tisch hauen und die Lästermäuler zum Verstummen bringen. Leider ist es seine eigene Mutter, die ständig gegen ihre Schwiegertochter intrigiert.
    Alix arbeitet hart um ihre Anerkennung, die ihr immer wieder versagt wird. Dass sie außerdem nur vier Töchter zu Welt bringt, ist auch nicht hilfreich. Das Volk und die Aristokraten lehnen Alix immer stärker ab. Der Druck einen Sohn zu gebären wird übermächtig und deshalb fällt auf eine Reihe dubioser Wunderheiler herein, deren letzter Rasputin sein wird.

    Endlich, nach langen Bangen und Hoffen, kommt 1904 der ersehnte Thronfolger zur Welt. Welch eine Katastrophe, dass Alexej die in der Englischen Königsfamilie häufig auftretende Bluterkrankheit geerbt hat.

    Der Einfluss Rasputins auf die Zarin, das politische Ungeschick Nickys, der Erste Weltkrieg, der Russland irgendwie überraschend trifft sowie die verheerende wirtschaftliche Lage – das alles gärt lange unter der Oberfläche, bis es zur Explosion kommt.

    Das Versagen des Zaren als Befehlshaber, falsche Ministerernennungen, unfähige Generäle, nicht oder kaum ausgebildete und ausgerüstete Soldaten sind die Fehler auf Nickys Seite. Doch Alix fatale Abhängigkeit von Rasputin, dem die Popularität zu Kopf gestiegen sein dürfte, ist der Brandbeschleuniger zum Untergang.
    Zuerst wird Rasputin ermordet, dann brechen im März 1917 anarchistische Unruhen aus.
    Die Revolutionäre zwingen den völlig hilflosen Zaren zum Abdanken. Man überlegt die Möglichkeit, nach England ins Asyl zu gehen. Doch dies wird von Alix Verwandtschaft aus politischem Kalkül abgelehnt.

    Dann nimmt die Geschichte ihren bekannten Verlauf: Die Zarenfamilie wird im Juli 1918 von den Bolschwiken ermordet.

    Meine Meinung:

    Interessant sind die „Zustände“ von Alix. Ohne jetzt medizinisch besonders geschult zu sein, klingt das sehr nach Panikattacken und psychosomatischen Krankheitsbildern. Und dass sie zur Höchstform aufläuft, bevor alles den Bach hinuntergeht, ist auch eher in den klinische Bereich einzuordnen.

    Auffallend ist die Parallele zu Marie Antoinettes Biografie, die ihr Leben unter der Guillotine verlor. Verschwenderisch und putzsüchtig, unbeliebt am Hofe und beim Volk. Das liest sich wie ein déjà-vu.
    Alix allerdings versucht, im Gegensatz zu Marie Antoinette, durch unermüdlichen Einsatz, sei es bei der Krankenpflege oder bei der Organisation von Spitälern und Suppenküchen doch ein wenig Linderung den verarmten Massen zu verschaffen. Doch es ist zu spät! Die Revolution lässt sich auch 1917 nicht aufhalten, genauso wie in Frankreich 1789.

    Das Buch ist faktenreich und dennoch leicht lesbar geschrieben. So mag ich das gerne, wenn ordentlich und penibel recherchiert wird. Die Autorin zitiert reichlich aus Briefen Alix‘ und ihrer Zeitgenossen. 
    Am Ende des Buches gibt es ausführliche Quellenangaben. Die Bilder der Zarenfamilie ergänzen dieses Buch.  

    Fazit:

    Ein penibel recherchiertes Buch über das Leben von Alexandra Romanowa, der letzten Zarin. Gerne gebe ich 5 Sterne und empfehle das Buch weiter.

  18. Cover des Buches Katharina die Große und Fürst Potemkin (ISBN: 9783104007991)
    Simon Montefiore

    Katharina die Große und Fürst Potemkin

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Andreas_Oberender

    Nach "Stalin. Der Hof des roten Zaren" war dies das zweite Buch von Simon Sebag Montefiore, das ich gelesen habe. Katharina die Große ist ja leider ein beliebter Gegenstand der historischen Trivialliteratur. Diesem Genre ist auch das vorliegende Buch zuzuordnen (Die breite Quellengrundlage ändert daran nichts, denn es kommt nicht auf die Zahl der Quellen an, sondern darauf, was man mit den Quellen anfängt). Die Zarin und ihr langjähriger Liebhaber und Mitregent Fürst Grigori Potjomkin stehen im Mittelpunkt von Montefiores Erstlingswerk, dessen englische Originalausgabe bereits im Jahr 2000 erschienen ist. Das Buch ist ein "typischer" Montefiore: Zu lang und zu detailliert; reißerisch, geschwätzig und boulevardesk. Es besteht zur Hälfte aus wörtlichen Zitaten aus Briefen und sonstigen Dokumenten, die dem Leser eine unmittelbare Nähe zu den Akteuren des Buches suggerieren sollen. Montefiore ist im Grunde kein Erzähler, sondern nur ein Zitate-Arrangeur. Die letzten zwölf, dreizehn Kapitel habe ich nur noch überflogen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Das Buch ist sehr weitschweifig, langatmig und ermüdend. Jedes Kapitel ist mit einem Wust von Informationen aller Art überfrachtet. Schon in der englischen Ausgabe hätte auf manche Kapitel komplett verzichtet werden können.

    Eine von Montefiores Hauptschwächen besteht darin, daß er Wichtiges nicht von Unwichtigem, Interessantes nicht von Banalem trennen kann. Die Annahme, alle Informationen, die man im Laufe der Recherchen zusammengetragen hat, seien gleichermaßen wichtig und mitteilenswert, führt unweigerlich dazu, daß ein mühsam zu lesendes Buch entsteht. Die Könnerschaft eines Autors zeigt sich auch darin, wie er aus seinem Material auswählt. Montefiore hat sich von seinem Material völlig überwältigen lassen. Er findet einfach kein Ende und breitet gnadenlos jeden Informationsfetzen, jede noch so obskure Anekdote und Klatschgeschichte vor dem Leser aus. Paradoxerweise bleibt beim Leser wenig hängen, nachdem diese Faktenlawine über ihn hinweggegangen ist. Ähnlich wie das Stalin-Buch wirkt auch dieses Werk über die Zarin Katharina und den Fürsten Potjomkin billig und vulgär, nicht zuletzt deshalb, weil Montefiore seine eigenartige Obsession für alles Schlüpfrige und Obszöne, für schmierige, oftmals nur durch Hörensagen verbürgte Sex-Geschichten einfach nicht zügeln kann. Von einem kritischen, reflektierten Umgang mit Quellen scheint der Mann noch nichts gehört zu haben. Um wieviel besser wäre das Buch, wenn Montefiore auf diese billige Effekthascherei verzichtet hätte! Viele Personen, die im Buch auftauchen, werden nicht porträtiert, sondern lediglich karikiert (z.B. ein österreichischer Botschafter, der angeblich in Damenkleidern vorm Spiegel steht und Opern-Arien trällert). Die Lektüre läßt sich vergleichen mit dem Genuß einer exotischen, übermäßig gewürzten Speise: Anfangs ist sie interessant, aber man wird ihrer umso schneller überdrüssig, je mehr man von ihr ißt. Es ist unverständlich, warum solcher Kitsch ins Deutsche übersetzt wurde. 

    (Hinweis: Diese Rezension habe ich zuerst im Januar 2012 bei Amazon gepostet)

  19. Cover des Buches Liebe, Macht, Verbannung (ISBN: 9783938047453)
    Hermann Schreiber

    Liebe, Macht, Verbannung

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Russisches Poker (ISBN: 9783899641271)
    Boris Akunin

    Russisches Poker

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Der Kontrakt des Spielers (ISBN: 9783548605357)
    Carl-Johan Vallgren

    Der Kontrakt des Spielers

     (8)
    Aktuelle Rezension von: ArcticFox
    Vallgrens Roman ist der Faust des 20. Jhts. Am Sylvesterabend 1899 spielt der vom Pech verfolgte Josef Nicolai Rubaschow eine Pokerpartie gegen den Höllenfürst persönlich. Natürlich verliert er und bekommt zur Strafe das endlose Leben. Zuerst wundert sich Rubaschow über die Strafe, nichts kann ihn aufhalten. Er gewinnt jede Russich-Roulette-Partie und er wird reich. Mit der Zeit jedoch wandelt sich das schöne Leben in einen nicht endenden Alptraum! Vallgren erzählt auf hohem intellektuellen Niveau die Geschichte eines Weltenbummlers, der erst alles gewinnt und dann alles verliert. Es ist ein philosophischer Roman über das Leben und über den Tod. Gezeichnete Bilder kommen leider nicht immer beim Leser an. Oftmals wird die Leere in Rubaschow auch zur langen Weile für den Leser. Alles in allem ein lesenswertes Buch für denjenigen, der Gefühlsschwankungen, abstrakte Träume und philosophische Gedanken in einem Buch verarbeiten kann.
  22. Cover des Buches Die Liebenden von Leningrad (ISBN: 9783453873391)
    Paullina Simons

    Die Liebenden von Leningrad

     (245)
    Aktuelle Rezension von: buecher_sind_traumhaft

    Die Liebenden von Leningrad erzählt die Geschichte der jungen Tatjana, die sich 1941 in Alexander, eine Offizier der roten Armee, verliebt.

    Diese Buch....

    hat mich schockiert, wütend gemacht und fast verzweifelt lassen.

    hat mich Dahinschmelzen und mein Herz schneller schlagen lassen.

    hat mich zum weinen und zum Schluchzen gebracht.

    hat mein Herz zerrissen und es dann wieder zusammengesetzt.

    Geschichten, wie diese, sind der Grund dafür, weshalb ich das Lesen so liebe. Sie sorgen dafür, das man alles um sich herum vergisst, zwischen den Seiten gefangen ist und jedes Wort in sich aufsagt wie ein Schwamm. Sie lassen einen ein so heftiges Gefühlschaos durch leben, dass einem fast schwindelig davon wird. Solche Geschichten sorgen dafür, dass man in dem Moment, in dem man das Buch zuschlägt, Tränen in den Augen, aber trotzdem ein Lächeln auf den Lippen hat. 


  23. Cover des Buches Das vergessene Erbe (ISBN: 9789963535934)
    Tereza Vanek

    Das vergessene Erbe

     (10)
    Aktuelle Rezension von: nirak03

    Tereza Vanek erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die Anfang des 20. Jahrhunderts nach Russland ausgewandert ist. Antonia Walter hat eine Stellung als Lehrerin in einem reichen Haushalt angenommen. Sie betreut die drei Mädchen der Familie. Gleichzeitig gerät sie in die Wirren des 1 WK und der anschließenden Revolution.

    In einem zweiten Handlungsstrang lernt der Leser dann Sarah Walter kennen, sie ist die Urenkelin von Antonia und lebt in der Gegenwart. Sie begibt sich auf die Suche nach der Vorfahrin. Sarah will in Erfahrung bringen, wie das Leben der Frau aussah, was sie antrieb und vor allem was aus ihr geworden ist.

    Beide Frauen machen spannende Zeiten durch. Wobei mir der Handlungsstrang in der Vergangenheit etwas besser gefallen hat. Dies liegt vermutlich einfach daran, dass ich lieber historische Romane als Gegenwartsgeschichten lese. Die Sarah der Gegenwart war mir manches mal einfach zu flott unterwegs. Sie hatte sich gerade aus ihrer Beziehung gelöst und lässt sich schnell auf die nächsten Abenteuer ein. Manches davon ging mir einfach zu schnell. Die Spurensuche nach der Vergangenheit hat mir aber wiederum sehr gut gefallen. Es war interessant zu lesen, wie ein Puzzleteil zum nächsten kam, um dann ein Gesamtbild zu schaffen. Auch gab es so manche kleine Wendung, mit der ich nicht unbedingt gerechnet hatte.

    Den Charakter der Antonia Walter hat die Autorin gut dargestellt. Sie wirkt so lebendig, so neugierig auf das Leben und so authentisch. Ich konnte mit ihr mitfühlen und habe sie gern durch die Zeit begleitet. Gleichzeitig gab es spannende Einblicke in diese Epoche. Mit den Augen von Antonia darf man hier die Menschen in Russland beobachten und miterleben wie sie die Zeit des 1 WK empfunden haben mögen und auch die Zeit danach. Für alle keine leichte Zeit.

    Die Liebesgeschichte, von Antonia, war zwar traurig zu lesen, aber trotzdem auch schön. Mir hat sie gut gefallen. Gleichzeitig hat Vanek eine interessante Brücke in die Gegenwart geschlagen, indem sie die Nachfahren von Antonia nach dieser suchen ließ. Auf diese Weise lernten sie die Vergangenheit kennen. Die Wechsel zwischen den Zeiten sind gelungen und erhalten die Spannung.

    „Das vergessene Erbe“ war für mich ein schöner Liebesroman, der mich gut unterhalten hat. Die beiden Handlungsstränge erzählen zwar unabhängige Geschichten, gehören aber trotzdem zusammen und ergeben gemeinsam ein stimmiges Bild.  

  24. Cover des Buches Die Deutschen im Zarenreich (ISBN: 9783899963366)

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