Bücher mit dem Tag "zauberhafte illustrationen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zauberhafte illustrationen" gekennzeichnet haben.

22 Bücher

  1. Cover des Buches Kleine Nachteule Aurelia. Schlaf doch mal! (ISBN: 9783910792012)
    Dorothea Flechsig

    Kleine Nachteule Aurelia. Schlaf doch mal!

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Claudia_Reinländer

    Klappentext / Inhalt:

    Auch eine Nachteule muss mal schlafen.
    Es ist Schlafenszeit, doch Aurelia steckt noch voller Tatendrang. Sie will noch nicht ins Bett, denn sie hat noch so viele Ideen für Spiele und Abenteuer! Ihr Papa gähnt. „Liebe Aurelia, jeder muss mal schlafen! Sogar eine Nachteule braucht ihren Schlaf.“ Doch wie schläft eine Eule, wie ein Erdmännchen, ein Igel oder ein Flamingo?
    Gute Nacht Geschichte für Kinder, die nicht schlafen wollen.
    Wie schlafen Tiere? Wissenswertes über einheimische Tiere und Zootiere
    Aurelia fragt, Papa antwortet: kindgerechte Texte und kurze Sätze
    Illustrationen mit klaren, kräftigen Farben lassen den Kinderalltag lebendig wer-den
    Von der AJUM als empfehlenswertes Kinderbuch ausgezeichnet
    Zum Vorlesen für Kleinkinder ab 2 Jahren und für Kindergartenkinder

    Cover:

    Ds Cover ist sehr niedlich und liebevoll gestaltet. Es zeigt ein kleines Mädchen mit ihrem Kuschelhasen an der Seite und einer Eule auf der Hand im Bett. Die Thematik der Gute Nacht Geschichte ist hier bereits im Cover sehr gut aufgegriffen und ersichtlich.

    Meinung:

    Kennt ihr das auch, es wird Nacht, ihr sollt schlagen gehen, seid aber noch gar nicht müde? So geht es auch Aurelia. Sie ist noch nicht müde und steckt voller Tatendrang. Dann überlegt sie, wie es wohl die Tiere machen und wie diese schlafen. Dabei denkt sie an einen Flamingo, der auf einem Bein schläft und an eine Fledermaus, die kopfüber schläft und so einige andere Tiere. Ob ihr das wohl weiterhilft?

    Inhaltlich möchte ich hier gar nicht weiter ins Detail gehen, da ich nicht zu viel verraten möchte. 

    Der Schreibstil ist angenehm locker und leicht lesbar. Kurze verständliche Sätze machen es nachvollziehbar. Liebevoll und niedlich ist das Ganze umgesetzt. Man lernt ganz nebenbei auch noch etwas über Tiere und die Tierwelt und wird liebevoll zum Schlafen animiert. Die Geschichte ist sehr niedlich und und liebevoll umgesetzt. 

    Die kurzen Sätze und bunten Bilder dazu, passen sehr gut zusammen. Das text-Bild-Verhältnis ist ansprechend gewählt. Die bunten Illustrationen sind sehr schön umgesetzt. Die Zeichnungen sind sehr liebevoll und niedlich. Die Geschichte eignet sich sehr gut als Gute Nacht Geschichte und macht zudem viel Freude. 

    Fazit:

    Eine wunderschöne Geschichte, die liebevoll umgesetzt wurde und wunderschön illustriert ist.

  2. Cover des Buches Jon und die vierte Zimtschnecke (ISBN: 9783958541795)
    Corinna Antelmann

    Jon und die vierte Zimtschnecke

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste

    Eine anrührende, überraschende, fantasievolle Geschichte

    über Zimtschnecken und Familienzuwachs

    für Kinder ab 3 Jahren


    Wenn ein Geschwisterkind in der Familie hinzu kommt verändert sich ganz viel und mitunter liegt der Fokus der Eltern etwas mehr bei dem neuen Erdenbürger. Wie der kleine Jon damit umgeht und sich fühlt, davon erzählt unter anderem diese wundervolle aber vor allem auch fantasievolle Geschichte, die nicht nur begeistert sondern auch die Fantasie anregt.

    Jon liebt Zimtschnecken und deshalb geht er jeden Sonntag in der Früh und holt drei Zimtschnecken. Eine für seinen Vater, eine für seine Mutter und eine für sich selbst. Als dann seine kleine Schwester Jule geboren wird bringt er ganz selbstverständlich vier Zimtschnecken mit, doch  anstatt, das sich die Eltern freuen, dass er an seine kleine Schwester gedacht hat, schmunzeln sie. Es ist nicht böse gemeint als sie Jon sagten, dass Jule noch keine Zimtschnecken essen kann, dennoch macht es Jon traurig. Er nimmt die zwei Zimtschnecken und geht damit in den Garten. Betrübt setzt er sich unter einen Baum und überlegt laut, wer denn nun die zweite Zimtschnecke essen soll und da geschieht etwas sehr außergewöhnliches. Aus dem Baum kommt eine Stimme, und die würde die Zimtschnecke sehr gerne haben. Doch "seit wann können Bäume sprechen?" fragt Jon und bekommt eine noch seltsamere Antwort: "Das konnten Bäume schon immer"...."nur hört ihnen keiner zu....", sagte der Baum und der mag am allerliebsten Zimtschnecken. Also gab Jon die zweite Zimtschnecke dem Baum, der sich sehr darüber freute. Von da an kaufte Jon, zur Verwunderung der Eltern weiter jeden Sonntag immer vier Zimtschecken. Eine für seine Mutter, eine für seinen Vater, eine für sich und eine für seinen neuen Freund, dem Baum, der für ihn da war, mit im sprach, ihm zuhörte und die Leidenschaft für Zimtschnecken teilte. Jon besuchte den Baum aber nicht nur am Sonntag zum Zimtschneckenessen, wann immer die Eltern mit Jule beschäftigt waren besuchte der Kleine den Baum. Der Sommer kam und ging, der Herbst kam und der Winter. Jule wurde größer und der Baum veränderte sich. Im Frühling bekam der Baum dann wundervolle, sehr außergewöhnliche Blüten und nach den Blüten? Ja, dass glaubt ihr mir sowieso nicht, das müsst ihr euch ansehen. Und dann ist da ja noch Jule, die ist auch gewachsen, hat Zähne bekommen, kann schon etwas laufen. Langsam kann Jon etwas mit seiner Schwester anfangen und nicht nur weil sie jetzt schon kleine Zimtschneckenstückchen essen darf.

    Einfühlsam erzählt Corinna Antelmann die Geschichte des kleinen Jon, dessen Welt sich durch die Geburt seiner kleinen Schwester verändert. Er genießt nicht mehr die ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern, in der er sich eingerichtet hatte, in der er sich so behütet und wohl fühlte, dass er selbst schon Aufgaben übernahm. Das seine Eltern diese Dreisamkeit durch Jule veränderten und er etwas außen vor stand, war neu und ungewohnt für ihn. Auch hatte er es sich anders vorgestellt mit einer kleinen Schwester. Eine Baby, das keine Zimtschnecke essen konnte, oft schrie, in die Windel machte und für ihn irgendwie unnahbar war. Plötzlich sind da neue Gefühle, neue Abläufe, mit denen Jon erst einmal klar kommen lernen muss. Der Baum hört ihm zu, ist eine feste Konstante, der für Jon da ist und er teilt mit Jon die Liebe für Zimtschnecken. Das ist genau das, was Jon in dieser Situation braucht.

    Faszinierend und emotional sind auch Thais Mesquitas zauberhaften Illustrationen. Mit warmen Farben fängt sie die Stimmungen und die Natur perfekt ein . Sie lenkt den Fokus des Betrachters immer auf genau das was gerade in der erzählenden Geschichte angesprochen wird. Es gibt wenig Ablenkung. Die Bilder sind sehr klar. Gerade diese Fokussierung schafft eine Nähe zum Protagonisten, in der sich Kinder wiederfinden können. Die ausdrucksstarke Mimik und Körpersprache der Figuren wird viel Platz eingeräumt, so dass man zu jeder Zeit sehr genau nachempfinden und verstehen kann, wie Jon sich gerade fühlt. Thais Mesquita kommt aus Brasilien. Auch wenn sie viele Jahre in Deutschland gelebt hat und hier studierte sind gerade ihre Geschichte sehr typisch für die südamerikanischen Illustrationsstil. Die runden Köpfe mit den markanten hübschen Nasen strahlen eine besondere Wärme aus, die wunderbar zu der Thematik passen genau wie der fantasievolle, wunderschön gezeichnete Baum. Ich persönlich liebe die südamerikanische Illustrationsweise sehr. Gerade in Geschichten für Kinder schaffen sie es diese, so wichtige Nähe, in Kombination mit dem Gefühl des Aufgehoben seins und der Faszination zu vermitteln.

    Und so haben wir hier, ein ganz außergewöhnlich schönes Bilderbuch mit einer warmherzigen, einfühlsamen Geschichte und ebenso tollen Bildern, das nicht nur neuen großen Geschwistern gefallen wird.

    Also, den Baum, den Jon da im Garten hat, den hätte ich auch nur zu gern, wenn jemand einem einmal begegnen sollte, sagt mir bitte Bescheid.

  3. Cover des Buches Bist du auch so monstermüde? (ISBN: 9783848902323)
    Guilherme Karsten

    Bist du auch so monstermüde?

    (4)
    Aktuelle Rezension von: fin_fish

    Ein wirklich sehr schönes Bilderbuch für Kinder.

    Monster müssen auch einmal schlafen wie du und ich, da ist es nur logisch einmal Mäuschen spielen zu wollen. 

    Gemeinsam soll es mit dem Monster ins Bett gehen in den passenden Schlafoutfit versteht sich. 

    So kann man sicherlich auch Kindern die sich vielleicht ein bisschen fürchten zeigen, dass auch Monster schlafen müssen. Sie brauchen auch Schlafsachen wie du und ich, aber irgendwie gibt es einen kleinen Knoten in der Kommunikation zwischen auf und unter dem Bett schlafen.


    Ein wirklich herziger Dialog zwischen den beiden Freunden die sich zur Übernachtungsparty treffen und gemeinsam auf Wiedersprüche über den jeweils anderen treffen. Es macht sicherlich großen Spaß das mit einem Kind während dem zu Bett gehen nachzustellen, einfach mal unter das Bett legen. Die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten und sich auf den anderen einlassen.


    Die Illustrationen sind sehr schön und auf das wichtigste begrenzt, sehr schön übersichtlich und aufgeräumt. So das man sich gut auf die wesentlichen Dinge konzertieren kann, selbst Leseanfänger sollten hier schon gut in der Lage sein selbstständig vor / mitzulesen. 


    Alles in allem ein sehr schönes Kinderbuch das, dass einschlafen zum Spaß macht.

  4. Cover des Buches Schneeflocke (ISBN: 9783314106194)
    Bernadette

    Schneeflocke

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Jonne_10

    Bernadette Watts Schneeflocke ist einfach zauberhaft  und schwimmt in einem Meer voller Poesie. Das Büchli ist derzeit in der 5. Auflage aus dem Jahr 2022 überall erhältlich und ist eine wundervolle, kleine Wintergeschichte, die ans Herz geht. Ich liebe alle Bücher von Bernadette, jedoch dies ist mein Liebstes.  Die zarte Geschichte ist sehr schön illustriert und gefällt mir besonders in den Kleinigkeiten, die so warm gemalt und erzählt sind. Die kleine Schneeflocke ist so klein wie neugierig und genauso mutig wie langmütig. Die Hardcovergestaltung ist großartig und in dieser aktuellen 5. Auflage glänzt das Hardcover schön in matt. Die Illustrationen sind alle zweiseitig und es gibt für die kleinen LeserInnen viel zu schauen und man kann gut zusammen sich über den poetischen Text unterhalten und als Vorlesende etwas erklären, wenn Fragen bestehen. Es ist eine ruhige, sanfte Geschichte. Der Zirkel des Lebens einer Schneeflocke ist von der Autorin zart und schön getroffen worden. Die Innenklappen sind ebenfalls toll illustriert und sprechen von Winter mit einem Bogen zum Frühling. Die 32-seitige Geschichte lohnt sich sehr. 5 Flöckchen und die Hoffnung, dass die Autorin und Künstlerin noch lange von sich hören und lesen lässt. Ich bin gespannt auf ihr neues Kinderbuch Der Fluss, das sie zusammen mit Brigitte Sidjanski herausbringt im April diesen Jahres.

  5. Cover des Buches Warum Weihnachtswunder manchmal ganz klein sind (ISBN: 9783751202299)
    Erhard Dietl

    Warum Weihnachtswunder manchmal ganz klein sind

    (12)
    Aktuelle Rezension von: buch_und_tee_

    Ich hab das Buch durch Zufall entdeckt und dachte mir, das könnte was zu Weihnachten für das Kind einer Freundin sein. Das die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, finde ich ganz wunderbar

    Die Bilder in dem Buch sind für mich eher einfach gehalten und trotzdem versprühen sie eine tolle Atmosphäre. Die Geschichte ansich fand ich anfangs ein wenig merkwürdig erzählt, weil ich dachte, dass es so ein wenig aus Sicht des kleinen Kauzes ist und der kann ja keine Motorsäge und LKW Motoren kennen. Aber das wurde dann auch deutlicher im Laufe der Erzählung.  Am Ende des Buches wird dann auch nochmal darauf hingewiesen, wie man sich verhalten und was machen soll, wenn man ein Wildtier findet. Außerdem wird noch erwähnt, worauf die Geschichte basiert

    Ich würde es kaufen

  6. Cover des Buches Adam und seine Tuba (ISBN: 9783314106156)
    Ziga X Gombac

    Adam und seine Tuba

    (5)
    Aktuelle Rezension von: EmmyL

    Jedes Mitglied der Artistenfamilie Purlovski hat sensationelle Talente, mit welchen das Publikum in der Manege unterhalten wird. Es gibt Feuerspucker, Schwertschlucker, Seiltänzer, Jongleure die sich im Applaus des begeisterten Publikums baden. Nur Adam, das jüngste Mitglied der Familie, scheint keine besonderen Talente zu haben. Dabei hat er wirklich schon alles versucht. Die Familie ist ratlos. Als sie sich Zeit zum Nachdenken nehmen, hören sie eine ganz wundervolle Melodie. Adam hat sein besonderes Talent ganz still für sich allein gefunden.

    Wundervolle Illustrationen begleiten und erweitern den Text. Brauntöne dominieren das Bildgeschehen, dadurch erhalten sie eine ganz besondere Retro-Note. Jede Doppelseite enthält eine oder mehrere Szenen. Die meisten Seiten sind vollflächig illustriert. Manchmal wurden auch kleine Einzelszenen vor farbigem Hintergrund arrangiert. Kurze Texte ergänzen die Zeichnungen passend. Alle Szenen sind lebendig und es gibt viel zu entdecken. 

    Sehr gelungen sind artistischen Darbietungen in der Manege und feine Darstellung der einzelnen Charaktere.

    Mit den wundervollen Illustrationen wird der Text nicht nur verbildlicht, sondern sein Interpretationsspielraum auch deutlich erweitert. Große Illustrationen ermöglichen die Präsentation vor einer Kindergruppe. Das Buch ist für Kinder ab vier Jahre sehr zu empfehlen. 

    Die große Schrift lädt aber auch Leseanfänger dazu ein, selbständig zu lesen. Gerade kleine Lesemuffel lieben den Erfolg ein ganzes Buch allein gelesen zu haben auch wenn es sich dabei um ein Bilderbuch mit wenigen Sätzen handelt. Dieses Werk eignet sich für zu Hause oder als Geschenk, ebenso wie für die Arbeit mit Kindern in der Kita.

    Es ist schwer Erwartungen erfüllen zu müssen. Jeder ist anders und manchmal braucht es einfach ein wenig Zeit bis man das gefunden hat, was glücklich macht und mit Zufriedenheit erfüllt. Eine ganz wundervolle Geschichte über verborgene Talente. 

  7. Cover des Buches Hello Animals, How Do You Sleep? (ISBN: 9781782505518)
  8. Cover des Buches Der kleine Wal und der schönste Ort der Welt (ISBN: 9783961292868)
    Kai Haferkamp

    Der kleine Wal und der schönste Ort der Welt

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Osilla

    "Der kleine Wal und der schönste Ort der Welt" von Kai Haferkamp und Mareike Ammersken ist ein poetisches Buch mit grandios fantasievollen Bildern, die einen staunen lassen und zeigen, was wirklich wichtig im Leben ist. Nicht der Ort selbst ist wichtig, sondern mit wem man jenen entdecken und erleben kann.

    Der Autor und die Illustratorin:

    Kai Haferkamp ist Rechtsanwalt und beschäftigt sich bereits seit seiner Studienzeit mit Gesellschaftsspielen. Er verfasste dafür begleitende Spielgeschichten. So hat er in den letzten 25 Jahren etwa 200 Spiele mitentwickelt, aber auch einige Kinderbücher veröffentlicht, darunter vor allem Weihnachtsbücher, Krimi- und Rätselgeschichten und Erzählungen mit besonderen Botschaften an den Leser.
    Mareike Ammersken (geboren 1992) studiert seit 2016 Buchillustration Ihr Bachelorprojekt stellt gleichzeitig ihr Debüt dar. "Wenn Engel bellen" erschien 2021 beim Dressler Verlag. Sie liebt Waldspaziergänge mit ihrem Hund, beobachtet die sie umgebenen Menschen und lässt sich davon inspirieren, um stimmungsvolle und emotionale Illustrationen zu kreieren.

    Inhalt:

    „Der neugierige kleine Wal findet es zwar zu Hause sehr schön, aber vielleicht gibt es ja noch einen viel großartigeren Ort? Gemeinsam mit dem großen Wal macht er sich auf eine Reise durch den Ozean. Dabei durchstreifen die beiden magische Insellabyrinthe, entdecken ein buntes Korallenriff, tauchen tief hinunter bis zu einer versunkenen Stadt und beobachten den Sonnenuntergang. Doch am Ende erkennen sie, dass der schönste Ort der Welt da ist, wo sie zusammen glücklich sind!“ (Klappentext)

    Kritik und Fazit:

    Das Cover wie auch die die Illustrationen im Innern sind in Komplementärfarben gehalten und lassen so ein fantastischen Ambiente entstehen, in welches man einfach eintauchen muss. Im Zentrum des Titelbildes sind die beiden Wale (der große und der kleine – ohne jegliche Geschlechtsmerkmale; so kann sich jeder damit identifizieren, egal in welcher Familienkonstellation er selbst sich befindet) zu sehen, die sich in der Geschichte an verschiedene Orte der Weltmeere begeben, um den allerschönsten Platz auf der Welt zu finden. Mit aufgewecktem Blick und liebevoll einander zugewandt, schwimmen sie kurz unterhalb der Wasseroberfläche. Die Sonnenstrahlen finden noch ihren Weg hinab ins Wasser und erleuchten Quallen, die wie magische Wesen erscheinen.

    Die Illustrationen von Mareike Ammersken sind fast schon magisch. Mit ihrer Farbwahl sorgte sie bei meinen Kindern und mir für eine tolle Wohlfühlatmosphäre in die man ganz leicht hinabtauchen konnte, um den beiden Walen auf ihrem wunderschönen Weg durch die Meere an die verschiedenen, zauberhaften Orte zu folgen. Begleitet werden die Bilder von Worten, die eines weisen Menschen würdig sind. Der große Wal lässt den kleinen Wal an seinen Gedanken teilhaben und führt ihn von einem wunderschönen Fleckchen zum nächsten.

    "Der kleine Wal und der schönste Ort der Welt" hat uns regelrecht verzaubert und um Atem ringen lassen. Die farbenprächtigen und fantasievollen Illustrationen haben uns mit sich gerissen und der Text verschaffte uns ein ganz wohliges Gefühl im Herzen. Ein gelungenes Bilderbuch mit toller Botschaft, welches man als Fan der Meereswelt unbedingt gelesen und erlebt haben sollte. Wir sind verliebt.

  9. Cover des Buches Rosalein Schmetterschwein Zusammen sind wir kunterbunt (ISBN: 9783737358927)
    Steffi Hahn

    Rosalein Schmetterschwein Zusammen sind wir kunterbunt

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste

    "Rosa ist sie, Rosalein,

    mit Ringelschwanz und etwas klein.

    Fliegen kann sie hoch und weit,

    für Freunde hat sie immer Zeit."

    Vielleicht kennt der ein oder andere ja schon die kleine Rosalein. Rosalein Schmetterschwein, die als ganz normales rosa Schein zur Welt kam und nur einen Wunsch hatte, genauso fliegen zu können wie ihr Freund, der Schmetterling Bo. Durch ihre Willenskraft, viel Mut, einer besonderen Freundschaft und einem magischen Wunder hat Rosalein tatsächlich Flügel bekommen. Rosa lebt mit ihren Freunden im Zauberwald, in dem der Regenbogen in den schönsten und kräftigsten Farben leuchtet und heute ist dort Wiesenfest. Alle sind eifrig dabei den Wiesenplatz zu schmücken und freuen sich auf das Fest. Doch die Vorfreude wir mächtig getrübt von einem eigentlich sinnlosen, dummen Streit. Der eine möchte eine blaue Sternengirlande, der andere eine Gelbe, wieder ein anderer eine Rote.... plötzlich streiten alle und Rosalein wird ganz anders zu Mute. Selbst der sonst so strahlend leuchtende Regenbogen verblasst angesichts des Farbenstreits. Schmetterling Bo bekommt einen richtigen Schreck als er es entdeckt, doch die Tiere scheint das erst einmal nicht zu stören. Sie sind so in ihrem Streitmodus, bei dem alle stur bleiben, das jeder lieber nach Hause geht und auf das Fest verzichtet anstatt aufeinander zu zu gehen und eine Lösung zu finden. Rosalein ist furchtbar traurig. Sie hat sich nicht nur sehr auf das Fest gefreut, sie mag auch nicht gern alleine sein. Gut das wenigstens Bo sich an dem Streit nicht beteiligt. Gemeinsam mit Rosalein überlegt er was man tun könnte, um das Wiesenfest noch zu retten, was gar nicht so leicht zu sein scheint, doch Bo wäre nicht Bo, wenn ihm nicht auch dieses Mal etwas einfallen würde. Langem Hin und Her hat er einen Plan. Jeder soll seinen Platz in seiner Lieblingsfarbe bekommen. "LILA Kerzen, ROTE Herzen, BLAUE ECKE, ROSA Hecke......", Ob die Idee bei den Tieren ankommen wird? Zumindest finden sich dann doch alle Tiere erst einmal auf ihren Farbplätzen ein. Das Fest scheint gerettet, doch Spaß macht es nicht so für sich in seiner Ecke und deshalb bricht Rosa mit der Farbtrennung und springt von ihrem rosa Platz zu Grün, zu Rot, zu Gelb...und plötzlich.... NEIN, was dann passiert verrate ich noch nicht, doch solltet ihr nicht vergessen, wir sind hier im Zauberwald und da ist vieles möglich!

    Als der Regenbogen wieder farbenprächtig leuchtet, wie zuvor, oder vielleicht sogar noch etwas intensiver, da wird den Tieren klar, wie dumm sie waren. Kunterbunt ist die Welt einfach am Schönsten! Und wer der Geschichte bis zum Ende gefolgt ist, der wird es genau so sehen.

    Wie oft streitet man sich mit anderen wegen etwas und erkennt später ie unnötig dieser Streit war? Nicht immer nimmt ein Streit ein so gutes Ende, weil niemand einlenkt. Diese zauberhafte Geschichte von Steffi Hahn hält sicherlich vielen den Spiegel vor. Den ein oder anderen wird es an einen selbst erlebten Streit erinnern und mit etwas Glück kommt spätestens jetzt die Erkenntnis, dass er dumm war. Wenn jeder etwas toleranter wäre ließe sich so mancher Streit vermeiden. Das zeigt diese Geschichte, die nicht nur den Streit beschreibt sondern auch eine Lösung findet, ganz wunderbar. Der Farbenstreit der kunterbunt endet steht für die Vielfalt des Lebens. Wenn jeder so sein darf, wie er es mag, wenn jeder so akzeptiert wird, wie er ist, dann ist die Welt kunterbunt und kunterbunt, das zeigt Rosaleins Welt - durch die zauberhaften bunten Zeichnungen von Wiebke Rauers, ist wundervoll, einfach am aller schönsten. Ja Wiebke Rauers Illustrationen sind wieder einmal grandios. Diese wundervolle Farbigkeit, die hinreißenden, sehr individuellen Figuren mit ihrem ganz eigenen Charakteren, den bezaubernden, ausdrucksstarken Geschichtszügen, und den großen, sprechenden Kulleraugen begeistern kleinen, wie großen Leser immer wieder aufs Neue. Angesichts der süßen Figuren, mit dem Hauch von Magie und Fantasie sind die kleinen Leser sofort verzaubert und nehmen das Geschehen noch einmal intensiver auf, was in der Folge meist bedeutet, das die Geschichte nach dem Zuklappen des Buches für sie nicht zu Ende ist, sondern im Anschluss viel darüber gesprochen wird und wenn dann die Idee aufkommt auch ein kunterbuntes Wiesenfest zu feiern wundert das wohl niemanden mehr.


    Ihr möchtet wissen, was unsere Kinder sich haben einfallen lassen, die Vorleserunde ausklingen zu lassen?

    Ihr werdet überrascht sein! Davon berichte ich auf meinem Blog

  10. Cover des Buches Ein Tag für uns zwei (ISBN: 9783219120134)
    Blake Nuto

    Ein Tag für uns zwei

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Ramgardia

    Papa und seine kleine Tochter verbringen, bevor das Mädchen in die Schule geht, noch einen Tag  gemeinsam ohne Hast miteinander. So sieht man die beiden genüsslich vor einem großen Berg Pfannekuchen sitzen. 

    Die Tochter erwacht in einem Kinderzimmer, in dem es einiges zu entdecken gibt. Dann werden die schon erwähnten Pfannekuchen gemeinsam gebacken. Mit einem Schwung fliegt der Pfannekuchen durch die Luft auf den Teller. Dann gebt es nach draußen in die herbstlichen Straßen. Dort gibt es viel zu entdecken. „Gehen wir langsam ohne Hetzte, entdecken jede Menge Schätze.“ Dann geht es in den Park und da steht der schönste Satz zu lesen „Heut müssen wir uns nicht eilen- lass uns das miteinander teilen.“ So saust der Papa mit der Kleinen auf der Schulter durch die fallenden Blätter. „Denn unsre Zeit vergeht im Nu. Ein Wimpernschlag - und groß bist du.“ Dieser Satz macht mich als Oma ganz wehmütig. Doch die beiden liegen zunächst auf dem Rasen und lassen sich dann „trudelnd treiben.“ Nach dem Zähneputzen bringt der Papa das Mädchen ins Bett, auf seinem Schoß liegt ein Buch und die beiden umarmen sich liebevoll. Das allerletzte Bild zeigt die beiden auf dem Weg zur Schule.

    Was für eine wunderschöne Idee, so ein gemeinsamer Tag ohne große Planung, ohne Events und Überraschungen. Der gereimte Text ist poetisch und geht direkt ins Herz. Die Bilder sind wohl mit Buntstiften gemalt und zeigen realistisch die Umgebung der beiden. Man sieht ihnen die Liebe an, die sie füreinander empfinden. 

  11. Cover des Buches Als Larson das Glück wiederfand (ISBN: 9783845825991)
    Martin Widmark

    Als Larson das Glück wiederfand

    (40)
    Aktuelle Rezension von: Eleonora

    Larson ist alt und wohnt ganz allein in seinem verstaubten alten Häuschen. Seine Frau ist bereits vor Jahren verstorben und seine Kinder schon längst aus dem Haus. Er hatte mal einen Kater, aber selbst dieser hat ihn vor Längerem verlassen. Versunken in Erinnerungen an frühere, schönere Zeiten streift er durch das Haus und besucht die Räume, in denen einst das glückliche Leben wohnte.
    Eines Abends klingelt es an der Tür. Es ist der Nachbarsjunge, der ihm einen Topf mit Erde in die Hand drückt und ihn bittet sich darum zu kümmern während er mit den Eltern im Urlaub ist. Noch bevor Larson widersprechen kann, weil er sich zu alt für solche Dinge fühlt, verschwindet er. Widerwillig nimmt sich Larson der Aufgabe an und gießt die Erde regelmäßig. Er erlebt wie aus dem leeren Topf ein kleines Pflänzchen heranwächst. Und wie sich dieses zu einer wunderschöne Mohnblume entwickelt, so verwandelt sich auch Larson. Er fängt an Staub zu wischen, durchzulüften, widmet sich wieder seinen geliebten Büchern und denkt weniger an Vergangenes. Und als der Junge seine Blume wieder abholt, wagt Larson den nächsten Schritt in ein neues Leben📖


    Eine sehr kurze, aber gleichzeitig auch wunderschöne, herzerwärmende Geschichte. Die melancholische Stimmung wurde durch die dunklen Bilder von Larson allein in seinem Haus und der großen dunklen Regenwolke darüber sehr gut dargestellt. Allein die Bilder seiner Erinnerung waren fröhlich und bunt. Er sah in heller, geisterhafter Gestalt sein früheres Selbst im Raum, wie er damals noch voller Begeisterung über den Büchern hing oder wie seine Kinder früher glücklich schlafend im Bett lagen. Als sich Larson dann der Pflanze annahm und sich dadurch selbst veränderte, erkannte man das auch in den Illustrationen, denn sie wurden wieder heller und farbenfroher. Natürlich war Larsons Entwicklung sehr kurz gefasst und falls er unter einer Depression oder Ähnlichem litt, ließe sich sowas nicht einfach so schnell heilen. Dennoch hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie lebte von ihren wunderschönen Bildern, die man einfach mehrfach ansehen und bewundern musste. Bilderbuchfans Groß und Klein kann ich es sehr empfehlen.

  12. Cover des Buches Die fabelhaften Vertauschgeschenke (ISBN: 9783551519221)
    Xóchil Schütz

    Die fabelhaften Vertauschgeschenke

    (8)
    Aktuelle Rezension von: papa.hirsch.liest

    🦌Worum geht es?🦌


    Im Buch geht es um den Hasen Benni, der für den kranken Weihnachtsmann einspringen soll. Er fackelt nicht lang. Den Sack voller Geschenke aufgeschultert und los gehts. Doch wem gehört welches Geschenk? Benni hat da schon eine Idee.


     

    🦌Mein Eindruck:🦌


    Ein Weihnachtsduft liegt in der Luft. Auch wenn es nicht neu ist, dass der Osterhase an Weihnachten aushelfen soll, ist der Storyverlauf himmlisch schön. Zu sehen, wie sich die Waldbewohner über Dinge freuen, die eigentlich gar nicht für sie gedacht waren, ist herzerwärmend. Denn aus jeder klitzekleinen Kleinigkeit kann man etwas positives herausziehen…wenn man will. Wirklich eine schöne, nie langweilig werdende Weihnachtsgeschichte. Die Illustrationen sorgten bei mir für ein Funkeln in den Augen. Sie funkelten wie der hellste Weihnachtsstern. Die Kombination aus einer warmen Farbgestaltung und den gefühlvoll illustrierten Charakteren macht unglaublich viel Spaß. Sorgt am Ende des Buches aber auch für sehr viel Traurigkeit, da das Buch (das Wort Ende definiert es bereits), zu Ende ist.



    Bewertung: 🦊🦊🦊🦊🦊 



    Viel Freude beim Lesen, Vorlesen und Träumen. 🦊


  13. Cover des Buches Urmel: Urmel aus dem Eis (ISBN: 9783522185707)
    Max Kruse

    Urmel: Urmel aus dem Eis

    (61)
    Aktuelle Rezension von: Kikit


    Großeltern vielleicht noch von früher aus der "Augsburger Puppenkiste" bekannt, dürften heutige Kids(+Eltern) diese lustig-fantastische Geschichte auch schätzen lernen - wem es noch/doch zuviel Text sein sollte, kann auch mit Bilderbuch-Ausgaben vom Thienemann Verlag fündig werden. 

    Wir haben jedenfalls die Geschichte vom auf einer Insel lebenden Professors namens Habakuk Tibatong, seinem Adoptivsohn Tim Tintenklecks und den vielen sprechenden Tieren vor Ort geliebt.Als dann ein Eisberg mit Riesen-Ei anlandet und sie gemeinsam ein Urmel ausbrüten, beginnt das Chaos, denn das Urmeli ist wißbegierig und unternehmungslustig... Und ist vielleicht ein ehemaliger Saurier-Nachfahre. Leider gibt es da noch einen schießwütigen König, der das Urmel als Trophäe auf sein Schloß mitnehmen will....natürlich geht alles gut aus, aber für action ist gesorgt.;-) 

    Für uns Vorleser ist die Story eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, denn alle Tiere, die beim Professor Sprechen lernten, haben einen Sprachfehler ;-) außer Wutz, der Schweinedame, die hängt nur immer "Öff-Öff" hintendran. Viel Vergnügen!

                                        


  14. Cover des Buches Ostwind - Das Turnier (ISBN: 9783940919328)
    THiLO

    Ostwind - Das Turnier

    (4)
    Aktuelle Rezension von: mona537

    Mit „Das Turnier“ startet die Erstlesereihe von Ostwind nun in den 3. Band – und dieser ist sehr spannend! Denn Mika hat viel trainiert und darf mit Ostwind an den „Kaltenbach Classics“ teilnehmen. Aber irgendetwas stimmt nicht mit Ostwind und es kommt zu einem Unfall. Warum verhält sich Ostwind so?

    Meine Tochter geht aktuell in die 2. Klasse und hat das Buch komplett alleine gelesen. Der Text ist von der Menge her nicht zu viel, sondern genau richtig. Die Sätze sind leicht verständlich und kurz gehalten. Perfekt für junge Leserinnen!

    Zusätzlich zur spannenden Geschichte gibt es viele bunte Illustrationen, die die Geschichte perfekt ergänzen.

    Übrigens sollte man die Bände der Reihe nach lesen, da sie gewissermaßen aufeinander aufbauen.

    Ein Must-Read für alle kleinen Ostwind-Fans.

  15. Cover des Buches Ein Garten für uns (Deutsch-Englisch) (ISBN: 9783193096029)
    Zoë Tucker

    Ein Garten für uns (Deutsch-Englisch)

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste

    Eine einfühlsame, poetische Geschichte über den Lauf des Lebens

    in der Natur und bei den Menschen

    -auch eine Geschichte über 

    Abschiednehmen / Tod und Trauer-

    mit dem typischen Trauerprozess

    für Kinder ab 4 Jahren

    So warm und gefühlvoll, wie die Coverillustration ist auch die Geschichte, die einen durch die wundervolle Erzählsprache von erstem Moment an einfängt und in den Bann zieht. Jedes Wort zieht einen faszinierter und mit so viel Liebe und Wärme in die Geschichte hinein, das einem wirklich warm ums Herz wird.

    Um es vorwegzunehmen, das Wort Tod kommt hier nicht vor. Vielmehr liegt in dieser Bilderbuchgeschichte der Fokus auf dem Kreislauf des Lebens in der Natur, der Mensch und Tier mit einbezieht.


    Die kleine Ich- Erzählerin hat ganz besondere Freundinnen gefunden. Sie hat sich einer fröhlichen Gruppe älterer Damen angeschlossen, die im Hinterhof einer Hausanlage einen Garten gestaltet haben. Richtig gemütlich haben sie es sich gemacht. 

    An einem Frühlingsmorgen machen sich alle auf, um im Garten die ersten Samen zu säen. Für das Mädchen sind die Samen nicht einfach nur Samen aus denen wunderschöne Pflanzen erwachsen, für sie sind die kleinen Pünktchen voller "Hoffnung, jedes ein Versprechen" (Zitat). Behutsam graben sie kleine Löcher in die Erde und legen genauso behutsam die Samen hinein, die dann mit Erde bedeckt werden.

    Dann heißt es warten. Überall im Garten stehen Beete, Kübel und andere Gefäße voll mit Erde und voller Hoffnung. Für das Mädchen und die älteren Damen ist erst einmal Zeit es sich gemütlich zu machen. Die Zeit vergeht. Langsam wird es immer wärmer und heller. Sie Sonnenstrahlen gewinnen an Kraft, die Samen gehen auf. Liebevoll kümmern sich das Mädchen mit ihrer Oma-Freundin (so haben meine Lesekinder sie genannt) um die kleinen Pflänzchen. Sie sprechen mit ihnen, hegen und pflegen sie und wenn gerade nichts zu erledigen ist, dann liegen sie auf einer Decke im Gras oder in ihren Liegestühlen und genießen die Natur. Wo gesät wird darf dann auch irgendwann geerntet werden.

    Wir sehen wir das Mädchen mit ihrer "Oma-Freundin" sorgsam das Gemüse schneidet und die Schätze des Gartens einweckt. Es wird aber auch ein großes Erntedankfest mit vielen Freunden gefeiert und es werden neue Samen gewonnen, die sie vorsichtig in kleine Papiertütchen legen. Wer hier genau hinschaut erkennt, dass die "Oma-Freundin" nicht wie sonst am Tisch sitzt, sondern im Bett. Man erkennt es nicht unbedingt direkt, da die große Bettdecke fast schon wie ein Tisch wirkt. Dieses Verschmelzen von ersten Gedanken in der visuellen Wahrnehmung hin zur Realität des Bildes gelingt der Illustratorin Julianna Swaney unglaublich gut. Wir sehen etwas, verbinden es mit unserer Wahrnehmung und erkennen erst auf den zweiten Blick das es anders ist. 

    Das gemeinsame Eintüten der Samen ist das Letzte, was die beiden zusammen machen. "Blätter fallen, Farben verblassen - und du bist fort." heißt es in der Geschichte dazu sehen wir das Mädchen mit zwei älteren Damen vor einem Beet. Das Mädchen hat Samen in der Hand die sie an ihre "Oma-Freundin" erinnern. Vorsichtig übergibt sie die Samen der Natur. Ein wenig sieht es so aus als würde sie darauf warten, dass der Wind sie fortträgt (Vermutung der Kinder). 

    Nach dem Abschied kommt der Winter und auf den Winter folgt der Frühling. Nun bringt das Mädchen die Samen alleine ins Beet, genauso wie sie es von ihrer Freundin gelernt hat. Sie sät, sie wartet, und als die Saat aufgeht und wie von Zauberhand kleine Pflänzchen sprießen, spricht sie mit ihnen. In allem, was sie tut, ist ihr ihre Freundin ganz nahe, die Erinnerungen leben weiter und begleiten sie in all ihrem Wirken.

    Wie nah die "Oma-Freundin" ist, sehen wir in einem ganz zauberhaften letzten Bild, das genauso fasziniert wie alle anderen Zeichnungen.

    Die warmen Rot-Orange-Töne mit den kleinen Kontrasten von Grün erwärmen sofort die Herzen der Betrachter, genauso wie die Geschichte uns, auf sehr poetische, einfühlsame Weise den Lauf der Natur mit ihren Jahreszeiten und dem Leben, der Veränderung, dem Abschiednehmen und Wiedererwachen, näherbringt.


    Die älteren Kinder realisieren sehr wohl, dass es um den Tod geht. Traurig wirkt die Geschichte allerdings nur ganz wenig. Es ist mehr eine Spur von Melancholie die einen einfängt und ein Stück mitnimmt, bevor es wieder hoffnungsvoll und hell wird.


    Die Geschichte regt zu ganz vielen Gesprächen an. 

    *über die Jahreszeiten

    *die Veränderungen in der Natur

    *über Säen, Fürsorge und Ernte

    *über Samen 

    *über Samengewinnung und Vorräte anlegen

    *über Freundschaft

    *über Abschiednehmen und Erinnern

    *über den Tod und Erinnern

    *über den Lauf des Lebens in der Natur und beim Menschen  

    u.v.m.


    Auf euch wartet ein zauberhaftes Bilderbuch, ein wahrer Bilderbuchschatz

  16. Cover des Buches Meine Freundin Paula - Paula rettet ein Kätzchen (ISBN: 9783743200401)
    Katja Reider

    Meine Freundin Paula - Paula rettet ein Kätzchen

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Eine spannende Geschichte
    für Leseanfänger
    ab 6 Jahren
    Einige werden schon Geschichten von Paula kennen. Wir begleiten die Kleine beim Großwerden. Es gibt Pappbilderbücher für Kinder ab 2 Jahren, Bilderbücher und Erstlesegeschichten.
    Den Titeln wird der ein oder andere auch schon kennen, erschien die Geschichte bereits in dem Erstlesekonzept "Lesetiger".
    Ich beschäftige mich seit  über 25 Jahren mit Büchern für Erstleser insbesondere den Titeln, die in Erstlesereihen erschienen sind. Schon 1996 als ich für die Landesarbeitsgemeinschaft Jugend und Literatur den Sonderband "Erstlesereihen" erarbeitet habe fragte ich mich immer wieder wieso "gute" Bücher für Leseanfänger unbedingt in Reihen eingebettet sein müssen bzw. ganz offensichtlich so deklariert werden. Im Grunde ist es keine schlechte Sache, eine Orientierungshilfe doch die Praxis mit den Kindern zeigt, dass sie nicht so gerne Bücher lesen, in der der Fördercharakter so offensichtlich ist. Die Leseanfänger möchten "richtige" Bücher lesen und keine "zum lernen". Gut wir Erwachsenen wissen, diese Äußerungen zu werten doch letztendlich geht es doch darum, das Kinder gerne lesen (lernen).
    Und so finde ich es richtig gut, dass der Loewe Verlag die Paula Geschichten jetzt solo heraus gibt. "Meine Freundin Paula" ist eine Reihe für sich vom Cover her ohne Erstlesereihe und dennoch erfüllt der Inhalt und die Aufmachung selbstverständlich die Anforderungen an ein Erstlesebuch.
    In "Paula rettet ein Kätzchen" erleben Lesekinder eine spannende,Geschichte, die in 5 kleine Kapitel unterteilt ist.
    Paula liebt Tiere, wie so viele Kinder in ihrem Alter und auch Paulas beste Freundin Leni liebt Tiere. Im Gegensatz zu Paula, die einen Hund hat, mit dem sie gerne draußen spielt hat Leni kein Tier. Deshalb ist sie auch oft mit Paula und Frido unterwegs. Auf dem Weg in den Park kommen sie an Frau Schmittkes Haus vorbei. Normalerweise sitz ihre Katze immer am Fenster, doch dieses Mal nicht. Weder auf dem Hin- noch Rückweg kann Paula Milly sehen, was ihr etwas Sorgen macht. Beim Abendessen erzählt sie ihren Eltern von der Beobachtung, die daraufhin genauso besorgt sind wie Paula. Als sie nach sehen stellen sie tatsächlich fest, das etwas passiert ist. Frau Schmittke hat sich das Bein gebrochen und muss ins Krankenhaus. Doch was geschieht nun mit Milly? Zu Paula kann sie nicht da ist schon Frido und ob Hund und Katze sich verstehen werden fraglich.
    Ob Paula noch ein neues Zuhause für Milly finden wird?
    Ich verrate es hier noch nicht doch ich denke, ihr kennt die Lösung.
    Es ist eine einfache, schöne Geschichte, in der es zwar um die Katze geht aber im Grunde noch viel mehr beinhaltet. Auf andere Menschen achten. Sie kennenlernen, sich ihrer annehmen und wenn nötig helfen. Paula und ihren Eltern ist die Nachbarin auch nicht egal. Sie kümmern sich. Das ist in der heutigen Zeit leider nicht mehr selbstverständlich. Um so schöner das es hier einmal mit integriert wird.
    Wir haben mit unseren Lesekindern auch hierüber ausführlich gesprochen. Erschreckender Weise kannten viele der Kinder ihre Nachbarn nicht bzw. nicht beim Namen oder was sie so machen.  Hier kann man eine Menge an Projektarbeit starten, aber das führt hier in der Buchvorstellung, bei der es um die Leseanfänger und das Lesenlernen zu weit.Kommen wir also zurück zum Buch. Die Geschichte ist einfach und dennoch sprachlich perfekt auf die Leser abgestimmt. Es gibt viele bekannte, wenig unbekannt bzw. selten verwendete Wörter. Die Leser können sich mit dem Inhalt identifizieren, da er sich an ihrer Alltagswelt orientiert. Wenig Text, große Fibelschrift und großer Zeilenabstand sowie viele große Illustrationen sind alles Kriterien, die es Leseanfängern leicht machen erste Leseerfahrungen zu machen. Am Ende können sie stolz sagen: "Ich habe ein ganzes Buch gelesen!"
    Ja, und wer dann noch mehr Paula Geschichten lesen möchte, die schon etwas anspruchsvoller sind, dann empfehle ich "Paula auf Klassenfahrt"


  17. Cover des Buches Briefe ans Christkind (ISBN: 9783649641681)
    Annette Langen

    Briefe ans Christkind

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste

    Freut euch auf eine herzenswarme Weihnachts-Wunsch-Geschichte in der ein Herzenswunsch manchmal einem viel wichtigerem neuen Herzenswunsch weichen kann.
    Eine Geschichte voller Liebe und Empathie mit kleinen ausklappbaren Briefkärtchen
    Für Kinder ab 3,5 Jahren
    Vielen wird es so gehen wie uns.
    Wir lieben die Geschichten von Annette Langen, die längst nicht mehr nur auf ihre Bücher über den reiselustigen Hasen Felix reduzierbar sind.
    Die Kinder (und auch Erwachsenen) lieben ihre Geschichten, weil so nahbar und empathisch sind.
    Sie sind meist aus dem Leben gegriffen. Die Kinder finden Verbindungen zu ihrem eigenen Leben und können sich so, durch ihre eigenen gemachten Erfahrungen, oft in die Figuren und Handlungen hineinversetzten. Genau das macht die Erzählungen so nahbar.
    Und genauso ist es auch mit dieser zauberhaften Weihnachts-Wunsch-Geschichte, die wirklich jeden berühren wird, so wundervoll ist sie.
    Elea hat einen gaaanz ganz großen Weihnachtswunsch. Sie wünscht sich nichts sehnlichster als das schon etwas ältere Pony Flecki, das gleich gegenüber ihrem Küchenfenster in einem kleinen Stall mit großer Wiese wohnt.
    Flecki gehört Opa und Oma Berg, die zwar nicht Eleas echten Großeltern sind, aber ihre Nachbarn, die im Haus unter ihnen im Erdgeschoss leben.
    Elea mag Opa und Oma Berg und Elea liebt Flecki.
    Ihr ist bewusst, dass sie nicht mehr auf Flecki reiten kann, dafür ist das Pony schon zu alt, aber Elea könnte sich gut kümmern. Es striegeln, füttern, den Stall ausmisten und mit ihm kuscheln.
    Und genau das schreibt sie auch in ihrem Brief an das Christkind. Den Brief legt sie draußen auf die Küchenfensterbank, beschwert ihn noch mit einem Stein und hofft sehnlichst, dass das Christkind ihn sieht und dem Lieben Gott auch bittet, ihren Wunsch wahr werden zu lassen.
    Am nächsten Morgen ist der Brief weg und an gleicher Stelle liegt ein Brief vom Christkind für Elea in dem das Christkind sie wissen lässt, dass es schon beobachtet hat, wie gut sie sich mit Flecki versteht.
    Diese Antwort berührt und freut Elea sehr. Gleichzeitig kommt sie ins Grübeln. Ob Flecki sie auch mag? Ob Flecki überhaupt zu Elea gehören möchte?
    Wieder greift die Kleine zu Papier und Stift und schreibt dem Christkind.
    Gleichzeitig nimmt sie die Sache aber auch selbst in die Hand und nimmt allen Mut zusammen, um Opa Berg zu fragen:
    "Du, Opa Berg, eigentlich braucht ihr Flecki doch gar nicht mehr, oder? ...." (Zitat)
    Die Antwort gefällt Elea nicht so ganz, denn Opa Berg erklärt ihr, dass Flecki ein Familienmitglied ist.
    Das ist zwar wirklich wundervoll, doch nicht das, was Elea gern gehört hätte.
    Wieder setzt sich die Kleine an den Tisch und schreibt einen Brief ans Christkind.
    Und so entsteht eine kleine Korrespondenz, ein kleiner Briefwechsel zwischen Elea und dem Christkind, der allein schon unser aller Leserherzen erwärmt, denn Elea wünscht sich nicht einfach ganz egoistisch ein Pony, sondern wir spüren, wie wichtig es ihr ist, das Flecki sie mag und auch als Besitzerin möchte. Und ob Flecki sie mag, da ist sie sich anfangs unsicher, doch hier ist es das Christkind, das ihr die Angst nimmt. Natürlich mag Flecki Elea.
    Doch dann passiert etwas, was Eleas Wunsch fast schon unwichtig macht.
    Opa Berg hat einen Herzanfall und muss ins Krankenhaus. Wieder greift sie zu Stift und Papier und schreibt ans Christkind, denn sie möchte sich nun etwas anders wünschen.
    Sie wünscht sich nur das Opa Berg wieder gesund wird.
    Ihr möchtet wissen, wie die Geschichte weiter geht?
    Nun ja, dass müsst ihr selbst entdecken, so wie die ganze Geschichte, die so viel mehr erzählt als ich euch bereits verraten habe.
    Annette Langen erzählt Eleas Geschichte so warmherzig, mitfühlbar und gefühlvoll, dass man immerfort schmunzeln muss und das Herz zu hüpfen beginnt.
    Die Kinder können ganz schnell eine innige Verbindung zur kleinen Protagonistin aufbauen, die sie absolut mitfühlen lässt, was man deutlich sieht, wenn man beim Vorlesen auf die Gesichter und die Körperhaltung der Kinder achtet. Und natürlich gibt es auch immer wieder mitfühlende und auch freudige Kommentare.
    Durch die wirklich zauberhaften Zeichnungen von Anne Rikta Grobe können sie zusätzlich ganz genau verfolgen, wie liebevoll sich Elea um Flecki kümmert und auch wie nah sie Opa Berg ist. Gerade die Figur des Opa Berg strahlt eine so wundervolle gemütliche Herzenswärme aus, dass man ihn sofort ins Herz schließt. Und natürlich ist auch Flecki unglaublich süß gezeichnet. Die Illustrationen nehmen uns mit in die Geschichte geradeso als wären wir live mit dabei. Gleichzeitig ermöglichen sie uns einen Blick auf das Gesamtbild, in dem es nicht nur Fokussierungen gibt, sondern auch viele kleine liebevoll eingebrachte Kleinigkeiten, wie z.B. eine Maus, die aus einem Strohballen herausschaut, oder zwei kleine Vögelchen am Futterhaus, die die Kinder nicht selten zu kleinen Kommentaren oder Geschichten inspiriert. Über die Bilder wird unglaublich viel Stimmung und Gefühl transportiert, was der erzählenden Geschichte noch einmal eine andere Dimension gibt. Man merkt sehr schön, wie intensiv sie in der Geschichte mitgehen und sich in den Bilderwelten verlieren.
    Da trifft dann nicht selten das Gefühl von "noch ein wenig im Bild verweilen" auf die Neugier, wie die Geschichte wohl weitergeht.
    Und wo wir schon bei Neugier sind, natürlich können die Kinder es kaum erwarten einen weiteren Brief vom Christkind zu öffnen.
    Die ganze Geschichte ist so zauberhaft und dennoch gibt es etwas, was uns Erwachsenen besonders gut gefallen hat und das ist Eleas Empathie für Flecki und wie sie sich Gedanken darüber macht, ob Flecki sie mag, ob Flecki wohl überhaupt zu ihr gehören möchte.
    Viele Kinder wünschen sich ein Tier, wie ein Spielzeug, das ist hier überhaupt nicht der Fall. Elea weiß um die Verantwortung, die sie hätte und möchte einfach nur, dass es Flecki gut geht.
    Annette Langen schafft es dieses wichtige Thema Tierwunsch wunderbar in ihre Geschichte einzubinden, ohne dass irgendetwas nur ansatzweise pädagogisch wirkt. Und dennoch ist es, neben der Wunschänderung, das Wichtigste, was die Kinder beschäftigt.
    Die meisten Kinder finden es unglaublich lieb von Elea, dass sie sich so viel Gedanken um die Gefühle von Flecki macht, und das ohne, dass ein Erwachsener sie thematisch darauf hinweist oder es als Gesprächsgrundlage anspricht.
    Die Flecki-Gefühle und die Wunschänderung (dass Elea sich nur wünscht, dass Opa Berg gesund wird) sind dann auch die Elemente, die so einige Kinder nicht nur berührt, sondern auch nachdenklich gestimmt hat.
    Ist es nicht toll, wenn man sich von einer Geschichte verzaubern lassen kann und zudem noch etwas mitnimmt?
    In diesem Sinne wünsche ich euch ganz viel Weihnachtszauber.
    p.s: Wundert euch nicht, wenn die weihnachtliche Korrespondenz mit dem Christkind dieses Jahr nicht nur aus einem Wunschbrief besteht.
    Ach, und noch etwas:
    Das ist bestimmt nicht nur ein Buch für Pferdemädchen!!!!!

  18. Cover des Buches Nachtlampenfieber (ISBN: 9783407756749)
    Stephanie Schneider

    Nachtlampenfieber

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Ramgardia

    Auf dem Titelbild sehen wir die kleine Luzie und ihre Oma im Schein der Deckenlampe am Küchentisch sitzen, ihre Hände berühren sich und beide haben eine schönes Lächeln auf den Lippen. Ein heimeliges, gemütliches Bild voll Vertrauen.

    Für Luzie ist es ein besonderer Tag, sie schläft heute zum ersten Mal alleine bei Oma, ganz alleine natürlich nicht, denn Herr Palimpa, ihre Bär, ist dabei. 

    Oma freut sich über „sturmfrei“ und nach dem Wäsche aufhängen geht es ans Verkleiden. Da ist das schlechte Gefühl vom Abschied schnell vergessen. Dann geht es in den Supermarkt und Luzie schlägt das Angebot von Oma Pommes zu kaufen aus, weil sie dasselbe essen möchte, was es immer bei Oma gibt. 

    Dann machen es sich die beiden mit ihrem Abendbrot vor dem Fernseher gemütlich. Mit Oma zusammen legt sich Luzie ins das alte Bett von Mama, Oma liest ein Buch aus ihren Regal vor. Als Oma sich auszieht, kann Luzie sie über den Flur hinweg beachten und sie stellt fest „Als Einschafoma siehst du aber komisch aus.“ Doch dann hat Luzie allein im fremden Bett doch etwas Angst. Deshalb ist es schön, dass Oma zu ihr kommt und ihr gesteht, dass sie auch etwas Angst vor der Übernachtung hat. Luzie weiß, dass ist „Nachtlampenfieber“

    Nach einer heißen Milch können dann beide zusammen einschlafen.

    Die erste Übernachtung bei Oma ist für Kinder immer ein spannendes Erlebnis. Hier werden die Gefühle sehr schon beschrieben. Besonders die Überwindung der Angst zusammen mit Oma gefällt mir gut.

    Neben der einfühlsamen Geschichte sind die Bilder wunderschön gezeichnet. Da ist die etwas rundliche Luzie mit kurzen dunklen Haaren und die rothaarige Oma mit runder Brille, deren Figur altersgemäß gestaltet wurde. Da finden sich sicher viele Omas wieder. Die Art, wie sie beiden sich anlächeln, da weiß man, da sind zwei, die sich sehr mögen.

    Ich wünsche den kleinen Lesern und Leserinne, dass sie auch bald bei Oma schlafen.

     

  19. Cover des Buches Das allerschönste Geschenk (ISBN: 9783417287967)
    Pat Barrett

    Das allerschönste Geschenk

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Nachdem das Autorenteam und die Illustratorin kurz vorgestellt werden erzählt uns Chris Tomlin in einem kurzen Vorwort, wie es zu diesem Bilderbuch kam und da nun mal das Lied von Pat Barrett und Tony Brown ausschlaggebend war, habe ich diese Buchvorstellung ja auch mit eben jenem Lied
    "Good, Good Father"
    begonnen.
    Sie erzählt von dem kleinen Bären Tommy, der immer zur Stelle war wenn jemand Hilfe brauchte. Dem kleinen Bären zu helfen, seinen Drachen aus dem Baum zu befreien, das schafften sie noch mit vereinten Kräften doch wie kann ein selbst noch kleiner Bär Streit schlichten, jemanden Gesund machen, etwas Vorlesen  oder...... .
    Der Kleine Bär merkte schnell, dass er nicht all seinen Freunden selbst helfen konnte. Er brauchte Hilfe um zu helfen. Doch wer konnte ihm helfen?
    Da viel ihm der König ein, dessen Tür immer für alle offen stand. Mit Sicherheit wüsste er Rat.
    Also machte er sich auf den Weg zum König.
    Unterwegs überlegte er was er denn dem König als Geschenk mitbringen könnte. Doch was bringt man einem König mit. Worüber würde sich wohl ein König freuen?
    Wen immer er auf seinem Weg traf fragte er, was er dem König mitbringen würde. Dabei wusste nicht nur jeder etwas anders über den König zu berichten sondern gab ihm auch etwas für ihn mit. So erfuhr der kleine Bär, dass der König ein mutiger Kämpfer, ein genialer Lehrer,  ein guter Arzt und Landwirt und  ein fantastischer Musiker ist.
    Als Tommy im Schloss ankommt wird er vom König ( einem Löwen) herzlich mit seinem Namen  begrüßt.
    ( Eines unserer Lesekinder wollten wissen woher der König denn Tommys Namen kannte, woraufhin ein anders, etwas älteres Kind, gleich antwortete: "... der König kennt natürlich alle!")
    Tommy schüttet dem König sein Herz aus, bittet ihm zu helfen, damit er seinen Freunden helfen kann. Er erzählt ihm auch, dass er extra für ihn Geschenke mitgebracht hat.
    Der König lächelt und sagt:
    "Du hast mir genau das Richtige mitgebracht!"
    Gemeinsam geghen sie zu den Freunden. Auf dem Weg stellt der kleine Bär dem König viele, viele Fragen. Was ist der König denn nun, ein guter Lehrer oder ein guter Arzt? Ein guter Musiker oder ein guter Landwirt?
    Für den kleinem Bären ist es wohl unvorstellbar das einer allein alles gleichzeitig sein kann.
    Und dann treffen sie in der Bärenstadt ein.
     
    Das Bild spricht mit seiner Geschichte wohl für sich.
    Am Ende des Tages sehen wir den König mit dem kleinen Bären auf einer Anhöhe sitzen.
    Liebevoll umarmt der König seinen "Sohn", der langsam begreift.
    "Du bist nicht nur ein König, sondern auch ein guter Vater."
     
    Er begreift das ein guter Vater alles ist und das die Liebe zu allen das wichtigste ist.
    Eines plagt den kleinen Bären dann aber doch noch.
    Immer noch nicht weiß er welches Geschenk dem König am besten gefallen hat?
    Und was meint ihr?
    Was antwortet der König?
     
    Einfühlsam erzählt und genauso einfühlsam visualisiert die Illustratorin mit ihren Bildern. Mimik und Gestik spiegeln die Gefühle wundervoll wieder.
    Dabei sehen wir nicht nur großflächige Gesamtbilder sondern oftmals lauter kleine Bildsequenzen wie z.B. zwei streitende Bären darunter einen kranken und einen der gern vorgelesen haben möchten, einen der Hunger hat und einen der traurig ist oder auch die vielen Vorstellungen, die Tommy von dem König hat.
    Aber nicht nur die Bilder spielen in dieser Geschichte eine ausdrucksstarke rolle. Der Text  wird drucktechnisch selbst zur Darstellung. Er hebt die wichtigsten , prägendsten Aussagen rot und in Schreibschrift heraus.
    In der Arbeit mit größeren Kindern ( Grundschule) lassen sich diese roten Inhalte wunderbar herausfiltern und zum Anlass nehmen darüber gezielt zu sprechen.
    Was wissen die Tiere über den König, wie stellen sie sich ihn vor? Womit, bzw. wie beschreiben sie ihn? Mit welchen Attributen wird er belegt?
    Was für Gefühle, Gedanken trägt Tommy mit sich?
    Fragen über Fragen, die viel Gesprächsstoff liefern und ich bin mit sicher, auch die Kinder finden noch Eigenschaften, die sie einem guten Vater, einem König zuordnen können.
    *
    Wichtig für die Gesprächsführung jedoch ist, den Kindern zu verdeutlichen, das hier vom beschützenden Vater, dem König gesprochen wird, der zwar viel von dem vereint, was ein Vater ( der eigene Vater in der Familie) auch macht, aber das der Familienvater auch nur ein Kind des großen Vaters ist.
    In unseren Gesprächen mit den Kindern kamen immer mal wieder Dinge zur Sprache wo ein Kind sagte, ..."das kann mein Vater nicht", ....."das macht mein Vater nicht".
    Am Ende haben aber alle Kinder verstanden, der Papa und die Mama, für die bin ich das allerschönste Geschenk genau wie für den König, für den bin ich auch das größte und schönste Geschenk, denn der König, der immer die Tür offen hat für uns, der liebt uns alle und so wie er uns liebt so wie wir sind so sollten auch wir jeden unserer Mitmenschen ins Herz schließen.
    Eine Botschaft, die unabhängig von irgendwelchen Gottesnamen ist und doch deutlich macht, da ist jemand über uns, der auf uns auf passt. Der hílft und für einen da ist.
    Im kleinen ist das die Familie, die trägt. Es kann auch eine Gemeinschaft sein, Freunde, Großeltern, doch auch sie werden vom König geliebt und beschützt.
    *
    Gerade kleinen Kindern ist dieses behütet-, beschützt sein sehr wichtig vor allem dann wenn es vielleicht mal Streit mit den Eltern gibt.
    Das Buch vermittelt sehr schön, dass man nie alleine ist, was nicht nur in dem oben gezeigtem Bild zum Ausdruck kommt.
    Wer genau hinschaut, und darauf hat mich auch erst ein Kind aufmerksam gemacht, der sieht, das unter den Bären auch etwas größere sind, die kleine Huckepack auf dem Rücken oder im Arm tragen.
    Für die Kinder war dies das Signal, "der König hat alle lieb und hilft allen egal ob Klein oder Groß".
    Und so schließt sich der Kreis zwischen der Ausdrucksstärke des Textes und der Bilder in denen die Kinder  noch viel mehr entdecken und erfahren als beim Vorlesen.
     
    *
    Im amerikanischen Raum gibt es viele christliche Gruppierungen, doch sind die nicht so dogmatisch voneinander getrennt wie hier bei uns in Deutschland. Wer einmal einen Gottesdienst in einer der Kirchen miterlebt hat weiß wie anders Kirche sein kann.
    In Deutschland finden wir unter dem Begriff der Jugendkirche solche Vereinigungen. Ganz gleich wie man über sie denken mag, sie bewegen etwas und zwar den Glauben. Den Glauben der Halt gibt.
    *
    Nichts anders will diese Geschichte.
    Halt geben!



  20. Cover des Buches Karneval der Tiere (ISBN: 9783965941724)
    Philipp Stampe

    Karneval der Tiere

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Unser_BücherGarten

    Beim Durchforsten der neuen Bilderbücher in der Bücherei ist mir dieses Bilderbuch in die Hände gefallen. Das sehr bunte Cover machte mich neugierig: Tiere, die nicht eindeutig zu erkennen sind in einem Doppeldeckerbus, Menschen die ihnen zujubeln und gaaaanz viel Konfetti. Dass musste ich mir genauer anschauen. 

    Inhalt:

    Der Gimpel entdeckt ein Plakat mit einer Ankündigung zum Karneval der Tiere – und das beste Kostüm wird prämiert! Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer im ganzen Tierreich. Mit Feuereifer werden tierische Verkleidungen gebastelt. 

    Meinung: 

    Nachdem sich im Tierreich herumgesprochen hat, dass es ein Kostümwettbewerb gibt, erleben wir auf 84 Seiten, wie sich jedes Tier verkleidet. Dabei gibt das jeweilige Tier in lustigen Reimen Tipps zu seiner wahren Identität und zu dem Tier, als der es sich verkleidet. Der Leser kann dann anhand des Bildes und des Reimes raten, wer sich als welches Tier verkleidet hat. Jedes Tier bekommt eine Doppelseite. Auf der einen Seite sieht man das Tier in seiner Verkleidung und auf der anderen Seite ist der Reim. Am Ende des Reims wird man zum Raten aufgefordert. Dieser Aufbau nimmt den Großteil des Buches ein.

    Die Illustrationen von Philipp Stampe sind wunderschön und sehr kreativ. Die Art und Weise, wie Tier und Verkleidung miteinander verschmelzen ist genial. Auf jedem Bild gibt es viele wunderschöne Details zu entdecken, die nicht gleich auffallen. Das Buch lädt definitiv dazu ein, sich die Bilder genauer anzuschauen. Es war uns eine Freude, gerade die Feinheiten auf den Bildern zu entdecken. 

    Die Reime sind lustig, allerdings manchmal etwas holprig. Dies und weil die Buchseiten vom Aufbau fast alle gleich waren, empfanden wir das Buch am Ende etwas langatmig. 84 Seiten kann etwas zuviel sein. Man könnte zwar abbrechen, wenn die Konzentration und Lesefreude nachlässt, aber dies wollten meine Kinder auch nicht. Die Neugierde, wer denn nun gewonnen hat, war größer. Die Idee, den Leser am Ende entscheiden zu lassen, ist sehr gut. So kann jeder Leser, selbst entscheiden und bekommt keine Antwort vorgesetzt. Zudem ermöglicht dies die Leser nochmal über alle Tiere und Verkleidungen zu reflektieren. Die Tiere nochmal alle auf einer Doppelseite zu zeigen ist hier sehr hilfreich. 

    Fazit:

    Das Bilderbuch "Karneval der Tiere" ist ein wunderbares Lese- und Ratebuch für Kinder ab 4 Jahre. Die Reime lockern die Geschichte auf und regen an, sich eigene Reime auszudenken. Die Reime als auch die Bilder sind stellenweise witzig. Überhaupt die Illustrationen: sie sind sehr schön gelungen und die Verkleidungen sehr fantasievoll. Leider fanden wir das Buch mit 84 Seiten zu lang und hätten es besser gefunden, wenn es weniger Tiere gegeben und dafür ein zweites Buch als Fortsetzung gegeben hätte.

  21. Cover des Buches Avelora - Das Internat der magischen Pferde (ISBN: 9783833911118)
    Amelie Benn

    Avelora - Das Internat der magischen Pferde

    (33)
    Aktuelle Rezension von: Patschekater

    Ein traumhaft schönes Buch für junge Pferde- und Magiefans. Reena ist mir total sympathisch und auch ihre drei Freunde mochte ich direkt. Zu Beginn habe ich für mich ein wenig hinterfragt, warum Hengste bei Stuten stehen und warum ein Hengst für Reitanfänger genutzt wird, aber das sind wohl typische Gedanken eines erwachsenen Reiters, die jungen Leser werden sich sicher nicht daran stören, geschweige denn, das hinterfragen.

    Reena tat mir zwischendurch etwas Leid, weil ihre Klassenkameraden gefühlt schon sooooo viel wissen und sie fast schon ahnungslos ist was ist mit dieser magischen Welt auf sich hat.

    Das Buch bietet viel Platz zum Träumen. An einigen Stellen musste ich schmunzeln und sogar lachen, ich sag nur die ersten Reitversuche auf ihren magischen Seelenpferden.

    Das Buch ließ sich super flüssig lesen, kleine Bilder zwischendurch haben das Ganze ein wenig aufgelockert. Der junge Leser lernt zusammen mit Reena (und ihren Freunden) die magische Welt und ihre Geheimnisse kennen.

    Zum Ende hin wird es nochmal richtig spannend, da ein bösartiger magische Regen hereinbricht...


    Ich bin schon sehr gespannt auf Teil 2

  22. Cover des Buches Kleiner Bär ganz groß (ISBN: 9783551519214)
    Thomas Krüger

    Kleiner Bär ganz groß

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste

    Das Kleine oft unterschätzt werden, das kennen viele Kinder aus eigener Erfahrung. Das Kleine viel cleverer und "stärker" sind, das erleben wir auch in dieser herrlichen Geschichte von Thomas Krüger, von dem ich im Bilderbuchbereich bislang nur ein weiteres kannte, dafür aber einige seiner Kinder-und Jugendbücher. Seine Art zu erzählen begeistert immer wieder kleine und große Leser. Es ist der besondere Humor, der Spagat zwischen Humor und Ernst , den er mit einer Leichtigkeit schafft, die beeindruckt. Hier nun erzählt er eine Freundschaftsgeschichte, die wirklich lustig ist und gleichzeitig darauf aufmerksam macht, das der Lebensraum , der Eisbären, das "Eis-Land" (hier ist natürlich der Nordpol, Grönland, Spitzbergen, Alaska gemeint) in Gefahr ist. Das das Eis, auf dem die Tiere leben, dünner wird und seit einiger Zeit auch viel schneller schmilzt. 

    Der große Eisbär fühlt sich wirklich sehr groß und stark und das lässt er  seinen besten Freund den kleinen Eisbären oft spüren. Groß ist er ja, aber hat Größe etwas mit Überlegenheit, mit schlauer oder stärker sein zu tun? Obwohl sie beste Freunde sind, neckt und ärgert der große Bär den Kleinen oft wegen seiner "Größe", denn der kleine Eisbär ist so klein, das man ihn im "Schatten" des großen Eisbären kaum wahrnimmt. Trotzdem haben die beiden zusammen mit ihren Freunden viel Spaß. Als der große Eisbär eines Tages am Himmel, weit entfernt etwas Schwarzgraues entdeckt weckt das auch die Neugier des kleinen Eisbären, der allerdings kann auf Grund seiner Größe nicht so weit schauen und erkennt erst einmal nichts. Das Schwarzgraue wird immer größer und gibt weiter Rätsel auf, der große Bär fängt an zu spekulieren, mal ist es dies, mal ist es das und während er in dem Schwarzgrau immer Neues entdeckt wird dem kleinen Bären, der nun auch etwas sieht ganz anders, denn das Eis knackst und ihm wird furchtbar warm. Er macht sich Sorgen, denn normalerweise ist es dort, wo sie leben richtig kalt und in der Sorge wird ihm klar das Schwarzgraue ist Schuld das es so warm wird und das macht ihm Angst, er ahnt, dass sich sein Lebensraum verändern wird und fragt sich wie es wohl in ein paar Jahren, wenn er älter ist aussehen wird. Eine recht ungewöhnliche Frage für ein Bärenkind, für Kinder allgemein, aber Kinder sind schlauer als man denkt und haben ganz besonders feine Antennen, das lässt Thomas Krüger hier sehr feinfühlig mit einfließen. Ihr möchtet wissen wie die Geschichte weiter geht? Na, es kommt wie es kommen muss, der große Bär ignoriert die Warnung des kleinen Bären, belächelt die Warnung und schaut weiter gebannt in die Ferne. Der kleine Bär kann sich gerade noch in letzter Minuten von dem knarrenden Stück Eis auf eine feste Plattform retten, doch der große Bär treibt auf dem Stück Eisscholle, die noch dazu schnell schmilzt davon. Die anderen rufen ihm zu, er soll schwimmen, doch da gibt es ein Problem, der große Eisbär kann nicht schwimmen. 

    Alle Eisbären können schwimmen denkt der kleine Eisbär, der ein guter Schwimmer ist. Er kann es kaum glauben, das ausgerechnet der große Bär, der mutig und stark durchs Leben geht gar nicht so fehlerlos ist. Schnell ist ihm klar, er muss helfen und hat auch schone eine Idee. Aber davon berichte ich nicht. Nur so viel, ohne den kleinen Eisbären wäre das Abenteuer bestimmt anders ausgegangen auch wenn er seinen Freund nicht unmittelbar selbst rettet. Letztendlich ist es eine gemeinschaftliche Rettungsaktion, die wirklich spektakulär ist und den großen Eisbären ganz klein wirken lässt.

    Es ist wirklich eine herzerfrischend schöne Geschichte, mit einer tollen Dynamik, die durch die Reimsprache das Tempo bestimmt. In Kombination mit den schönen Illustrationen von Pe Grigo, die witzig und ausdrucksstark zu gleich sind wird daraus eine Bilderbuchgeschichte, die Spaß macht und zum Nachdenken anregt ohne das trübe Gedanken aufkommen. Sie inspiriert vielmehr und bietet reichlich Gesprächsstoff. Über die Natur, das Eisland, die Klimaerwärmung genauso wie über Freundschaft und das Thema Groß und Klein.

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