Bücher mit dem Tag "zeitenwende"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zeitenwende" gekennzeichnet haben.

34 Bücher

  1. Cover des Buches Die Nebel von Avalon (ISBN: 9783898971072)
    Marion Zimmer Bradley

    Die Nebel von Avalon

     (1.261)
    Aktuelle Rezension von: Christiane_Vini

    Ein sher tolles und spannendes Buch. 

    Ich liebe alte Fantasy und die Sagen um König Arthur, daher habe ich mich dazu entschlossen dieses Buch zu lesen. 

    Ich wurde nicht enttäuscht und konnte ein spannendes Buch mit tollen Sagen lesen. 

    Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter an alle die solche Genre mögen. 

  2. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (678)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Bücher begeistern mich immer dann, wenn ich die Figuren in meinem Kopf sprechen hören kann und das Bedürfnis habe, mit ihnen in Kontakt zu treten und meine Güte, was hat mich dieses Buch mitgenommen. 

    Es geht um Geschichten, die erzählt werden müssen, um Kommunikation zwischen Lebenswelten, die teils weit voneinander entfernt sind, aber eben oft auch nicht und um Grenzen im Kopf, die keine sein müssen. 

    Uneingeschränkte Leseempfehlung! 

  3. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (748)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    In der Sowjetunion unter der Macht von Stalin gibt es offiziell keine Verbrechen. Und die Verbrechen die Begangen werden, werden als Unfall deklariert. So auch in Moskau 1953 als der Sohn von dem besten Freund des Geheimdienstoffiziers Leo Demidow tot aufgefunden wird. Der Obduktionsbericht ist deutlich, es kann kein Unfall gewesen sein. Nach und nach tauchen weitere Morde auf, die nicht als solche Ausgewiesen werden und Leo beginnt zu ermitteln. Damit stellt er sich aber dem Regime entgegen und gerät so selbst in Gefahr.

    Ein super tolles Buch! Ein packender Thriller, der einen nicht loslässt. Es lässt sich sehr gut lesen, sodass man richtig in die Geschichte eintauchen kann. Die Geschichte ist grausam und brutal über die Ermordung von Kindern. Die Zeit in der Sowjetunion wird gut und glaubhaft dargestellt. Man kann sich gut vorstellen wie es dort wohl tatsächlich gewesen ist.

    Eine absolute Leseempfehlung!

    Es gibt auch einen Film dazu, den ich nach dem Buch gesehen habe. Mir hat er gut gefallen, tolle Schauspieler (Tom Hardy, Noomi Rapace, Gary Oldman) und das schreckliche Verbrechen wird gut umgesetzt. Man sollte das Buch aber vorher gelesen haben, da sonst einige Sachen die wichtig sind nicht deutlich genug rüberkommen. Der Film allein ist also etwas schwer verständlich. Aber in Kombination mit dem Buch ist er gut.

    Kind 44 ist der erste Teil (meines Wissens) einer Trilogie. Die anderen Bände habe ich noch nicht gelesen, freue mich aber schon drauf, denn ich bin gespannt wie es weitergeht. Man kann das Buch aber auch gut alleinstehend lesen.

  4. Cover des Buches Atlantis (ISBN: 9783453435711)
    Stephen King

    Atlantis

     (220)
    Aktuelle Rezension von: MaBoy

    Der Gedanke an den darauf basierenden Film "Hearts in Atlantis" mit Anthony Hopkins erweckt in mir stets ein Gefühl der Nostalgie. Dennoch bezieht sich der Film lediglich auf die erste Teilgeschichte des Buches. Die übrigen widmen sich dem Leben einzelner "Nebencharaktere". Leider ziehen sich die Geschichten etwas in die Länge und verlieren dabei ihre Essenz. In kürzester Zeit wirkten Einzelheiten wie im Meer versenkt.

  5. Cover des Buches Winter der Welt (ISBN: 9783785746875)
    Ken Follett

    Winter der Welt

     (67)
    Aktuelle Rezension von: EmmaZecka

    Kommen wir zuerst zum Inhalt: Wir lernen hier die zweite Generation der Familien kennen, die uns schon im ersten Band begegnen. 

    Wir lernen Lews Tochter Daisy kennen, die im Gegensatz zu ihrem Vater zwar ohne finanzielle Sorgen aufwächst, aber aufgrund ihres Vaters nie die gesellschaftliche Anerkennung bekommt, die sie sich wünscht. Als sie wieder einmal eine Niederlage der amerikanischen Gesellschaft einstecken muss, fasst sie kurzerhand einen Entschluss, der ihr Leben grundlegend verändern wird. 


    Daisy hat einen Halbbruder nämlich Greg. Er ist einer der Gründe, weswegen sie und ihre Mutter von der elitären Gesellschaft nie wirklich akzeptiert wurden. Greg scheint ganz nach seinem Vater zu kommen. Ihm sind Macht und Einfluss ebenfalls sehr wichtig. Doch wie wird er an mächtige Positionen kommen? 

    Auch Lews Bruder Grigori hat in Russland inzwischen eine Familie gegründet. Sein Sohn Walodja möchte ebenfalls eine politische Laufbahn starten und muss sich hier immer wieder behaupten. 


    In Deutschland haben Walther und Maud Ulrich inzwischen eine Familie gegründet. Beiden ist es wichtig, ihre Kinder schon früh mit Politik vertraut zu machen und dafür zu sorgen, dass sie Inhalte in Frage stellen und nicht das glauben, was die Medien berichten. Während Carla dem Nationalsozialismus also kritisch gegenübersteht, schließt sich ihr Bruder der neuen aufstrebenden Partei an. Wird Familie Ulrich daran zerbrechen? 


    Mein Lieblingscharakter war eindeutig LIoyd Williams, Ethels Sohn, der dank seiner Mutter, ebenfalls früh mit Politik in Berührung kommt und sich hier auf verschiedenen Ebenen für Gerechtigkeit einsetzt, immer mit dem Ziel die Situation einer bestimmten Randgruppe zu verbessern. Ihr könnt euch wahrscheinlich denken, dass er sich mit seinem Handeln nicht immer Freunde macht. 


    Während ich beim ersten Mal lesen etwas Mühe hatte, mich in der neuen Generation zurechtzufinden, ging es mir beim Hören des Hörbuchs gar nicht so. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich den zweiten Band zeitnah nach Beenden des ersten Bandes gehört habe und mich deswegen nicht neu in den unterschiedlichen Familienverhältnissen orientieren musste. Etwas schade fand ich aber, dass die Protagonist*innen aus dem ersten Band hier nur noch als Nebencharaktere auftreten. Gerade Ethel und Maud, die ich als Protagonistinnen sehr ans Herz geschlossen habe, vermisste ich in diesem Band etwas. 


    Allerdings bekam ich hier und da auch Probleme mit einigen Charakteren, die vermutlich mit den Kürzungen des Hörbuches zusammenhingen. Gerade die Männer fand ich aufgrund ihrer Charakterzüge und damit verbundenen Handlungen sehr austauschbar. Sie erinnerten an ihre Vorgänger aus dem ersten Band und es gab aus meiner Sicht kaum eine Wendung, die mich überraschte. Es wirkte so, als ob hier noch einmal dieselben Konflikte wie im vorherigen Band auftraten, nur, dass es eben ein anderes Setting gab. 


    Was mir inhaltlich aber gefiel war, dass es einen stärkeren historischen Bezug gab, wobei es gefühlt auch unmöglich gewesen wäre, den Nationalsozialismus aus diesem Band herauszukürzen und auf politische Zusammenhänge zu verzichten. 


    Der Vorteil der Hörbuchgestaltung bestand diesmal eindeutig darin, dass ich mich an das Buch kaum noch erinnern konnte und es mir deswegen nicht möglich war, das Hörbuch mit der Buchvorlage zu vergleichen. Die Charaktere schienen mir nach wie vor zwar oberflächlich, allerdings musste das nicht zwingend etwas mit einer Kürzung zu tun haben. 

    Das gekürzte Hörbuch wurde wieder von Johannes Steck gelesen, der mir als Sprecher ziemlich gut gefallen hat. Besonders interessant fand ich, dass es ihm gelang, die Generation, die er im vorherigen Band als jung interpretierte, hier eine Spur älter werden zu lassen. 


    Ken Folletts Schreibstil ermöglichte mir einen schnellen Einstieg in die Geschichte. Was mich hier aber störte war, dass er mehr Szenen beschrieb, in  denen es um körperliche oder psychische Gewalt ging. Einerseits kann ich nachvollziehen, dass diese Szenen nicht fehlen durften, da sie vor allem die Brutalität des Zweiten Weltkriegs hervorhoben. Dennoch war es an einigen Stellen sehr brutal und ich konnte mir Szenen bildhaft vorstellen, die ich mir eigentlich gar nicht vorstellen wollte. Was mich überraschte war, dass mich viele Charaktere nicht erreichen konnten und vergleichsweise oberflächlich dargestellt wurden. 


    Gesamteindruck

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mir der zweite Band beim ersten Mal lesen nicht so gut gefallen hat. Wenn ich die beiden Hörbücher hingegen miteinander vergleiche, hat mir der zweite Band als gekürztes Hörbuch tatsächlich etwas besser gefallen und das, obwohl ich die Charaktere oberflächlicher fand. 


    Während ich den ersten Band als gekürztes Hörbuch nur dann empfehlen kann, wenn man eine möglichst schnelle Zusammenfassung braucht, finde ich, dass man den zweiten Band durchaus gekürzt hören kann und einem hier gefühlt keien wichtigen Informationen verloren gehen. 



  6. Cover des Buches Die Frauen vom Nordstrand - Eine neue Zeit (ISBN: 9783746635705)
    Marie Sanders

    Die Frauen vom Nordstrand - Eine neue Zeit

     (28)
    Aktuelle Rezension von: ***Chrissy***

    Inhalt:

    Anni ist eine starke und intelligente junge Frau, die in den 50er Jahren im beschaulichen Badeort St. Peter an der Nordsee wohnt. Sie verfolgt den großen Traum, das Hotel ihrer Eltern zu modernisieren und ein renommiertes Urlaubsziel daraus zu machen. Um dieses lang gehegte Ansinnen zu erreichen, muss sie sich jeden Tag aufs Neue behaupten, denn Frauen wird ein Sinn für das Geschäftliche in der Nachkriegszeit noch nicht zugestanden. Und so beginnt für Anni ein langer Kampf. Unterstützt wird sie dabei von ihren Freundinnen. Helena ist eine der wenigen Ärztinnen dieser Zeit, die im Krieg Schreckliches erlebt hat. Edith ist Frauenrechtlerin und zieht heroisch für ihresgleichen jeden Tag aufs Neue in die Schlacht. Gemeinsam versuchen die drei Frauen die Welt nach ihren Idealen zu verändern und zu gestalten.

    Meine Meinung:

    Das Buch ist insgesamt eine nette und kurzweilige Lese-Unterhaltung. Der Kern der Geschichte ist schön und beschaulich. Eine fröhliche junge Dame möchte ein Urlaubsparadies erschaffen und sich beweisen, dass Frauen durchaus einen Sinn für Geschäftliches haben. Frauenpower pur.

    Der Roman von Marie Sanders hat mir in Summe ^sehr gut gefallen.

    Mir war das Buch nur etwas zu vollgestopft mit Dramen. Natürlich braucht ein Buch auch spannende Ereignisse, sonst wäre es langweilig. Aber in diesem Fall wurde mit Katastrophen, Pech und schweren Prüfungen übertrieben. Die einzelnen Tragödien werden zudem immer sehr schnell abgehandelt, damit rasch das nächste Unglück passieren kann. Etwas weniger wäre in meinen Augen mehr gewesen.

    Ein zweiter Punkt, der mir nicht gefiel, war die Rolle der Männer im Buch. Die Herren der Schöpfung kommen in der Storyline extrem schlecht weg. (Fast) alle männlichen Figuren im Buch sind aggressiv, gewalttätig oder dumm. Klar, die Autorin weist auf die Umstände dieser Zeit hin. In den 50er Jahren wurden Frauen oftmals unterdrückt und durften sich nicht so frei ausleben wie heute. Aber bestimmt waren nicht alle männlichen Wesen brutale Säufer, gemeine Schurken oder dumme Besserwisser. Ein Punkt, der meiner Meinung nach auch etwas zu übertrieben dargestellt wird.

    Die weiblichen Charaktere waren mir alle sehr sympathisch. Die drei Freundinnen sind sehr unterschiedlich und jeweils auf ihre einzigartige Weise authentisch und charmant. Ich habe mich gerne in sie hineinversetzt und mit ihnen mitgefiebert.

    Das Ende kam nicht überraschend. Ein spannender Cliffhanger, der Lust auf die nächsten Teile der Reihe macht.

    Fazit:

    Die Frauen vom Nordstrand erinnern uns daran, dass wir froh sein können in der jetzigen Zeit und in diesem Land zu leben. Frauen vor uns sind einen langen und harten Weg gegangen, bis die Gleichstellung der Geschlechter ansatzweise durchgesetzt war. Die Aussage des Buches wird sehr gut vermittelt und die Problematiken der Mitte des letzten Jahrhunderts sehr gut dargestellt. Den Roman kann man jedem empfehlen, der Geschichten von starken Frauen und den Meilensteinen der Emanzipation mag. Die nächsten Teile werde ich auch noch lesen.    

  7. Cover des Buches Zeitenwende 1979 (ISBN: 9783406733086)
    Frank Bösch

    Zeitenwende 1979

     (5)
    Aktuelle Rezension von: ban-aislingeach

    Das Sachbuch „Zeitenwende 1979“ wurde von Frank Bösch geschrieben. Es ist am 07.08.2019 im C.H. Beck erschienen und umfasst 512 Seiten. 


    Der Historiker Frank Bösch erblickte am 25.10.1969 in Lübeck das Licht der Welt. In Hamburg und Göttingen studierte er Geschichte, Politikwissenschaften und Germanistik. Ab 2007 war er dann an verschiedenen Universitäten als Professor tätig und wurde zum Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung.


    Ich bin 1986 geboren und somit weiß ich zwar einiges aus dieser Zeit, weil in meiner Familie Wissen in Politik und in Geschichte schon immer wichtig war, aber ich fand es dennoch sehr interessiert das Buch zu lesen, weil ich auch viel Neues lernen konnte. Sehr überraschend fand ich vor allem wie die Zeit und Begebenheiten von damals noch unsere Zeit heutzutage prägt. Zum Beispiel kann ich jetzt die USA, wenn es um den Iran geht deutlich besser verstehen, auch wenn ich es nicht gut finde wie sich diese Beziehung bis heute entwickelt. Über den Papst Johannes Paul II wusste ich sehr viel, weil meine Familie aus Schlesien stammt und er somit der „Papst unserer Familie“ war. Ich habe jedoch keine Fehler entdeckt, welche zu den Erinnerungen meiner Familie passen. 


    Gut fand ich auch, dass ich einiges über die Revolution in Nicaragua lernen konnte, denn darüber hatte ich nichts gewusst. Da ich in einer internationalen Firma arbeite, fand ich natürlich wie der Kontakt zu China kam sehr interessiert und habe mal wieder gemerkt wie interessant ich dieses Land doch finde. Über die Boat-People aus Vietnam und den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan wusste ich zwar einiges, aber ich lernte dennoch einiges Neues lernen. Krass fand ich vor allem woher das Gesetz kommt, dass der Kapitän Leute retten muss und wie offen Deutschland war und wie auch damals die Stimmung wieder kippte. 


    Da ich irische, nordische und englische Freunde habe wusste ich einiges über Thatcher, aber ihre Verbindung zu Deutschland und wie sie als Vorbild galt, hat mich dann doch sehr überrascht. Bei ihr denke ich dann immer an ein Grafitti in Nordirland wo stand das die „alte Hexe in der Hölle brennen soll“. Über die zweite Ölkrise und woher zum Beispiel die Sommerzeit Idee kommt, habe ich nun auch mehr gelernt. Das es vor Tschernobyl schon einen AKW-Unfall gab und dann noch in den USA wusste ich nicht und hat mich sehr geschockt. Wie konnte man bloß an die Atomenergie glauben, wenn solch ein Unglück in den USA möglich war? Schade fand ich, dass ich zum ersten Mal etwas über die Serie „Holocaust“ gehört habe. Meiner Meinung nach sollte man diese auch heute noch in der Schulzeit zeigen, weil das Braune wieder stärker wird. 


    Die Einleitung und den Epilog dagegen hätte ich nicht gebraucht, weil ich finde, dass die insgesamt 10 Kapitel über die oben genannten Themen alles gut genug wiedergeben und vor allem den Epilog fand ich als unsinnig, weil nichts neues drinstand. Was mir auch sehr gefallen hat war das über die einzelnen Themen allgemein berichtet wurde und dann die Verbindung zur Westdeutschland, aber auch zur DDR. 


    Ich empfehle das Buch gerne weiter, vor allem an jüngere Leser/innen, welche sich für Geschichte und/oder Politik interessieren. Man kann aus diesem Buch vieles für die heutige Zeit lernen. 

  8. Cover des Buches Die Hexe von Portobello (ISBN: 9783257057379)
    Paulo Coelho

    Die Hexe von Portobello

     (298)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Bevor wir uns den tatsächlichen Bewertungskriterien widmen, möchte ich einmal anmerken, wie schön ich die Diogenes Bücher und besonders dieses hier finde. Obwohl sich die Diogenes Bücher in ihrem Aussehen offensichtlich stark ähneln, haben alle ihre eigenen Charme. Die Bücher sehen aus als würde in ihnen die Welt erklärt und das von sehr weisen Menschen. Steckt hinter der Hülle denn auch was?


    "Wer weiß, vielleicht hat sie den Tod 

    gesucht wie ein Schiffbrüchiger eine Insel."


    In "Die Hexe von Portobello" steht die junge Frau Athena im Vordergrund. Sie wurde von sehr christlichen Eltern adoptiert und ist nun auf der Suche nach sich selbst. Athena ist eine begeisterte Tänzerin und durch ihre Tanzschritte scheint sich eine höhere Macht in ihr zu zeigen. 


    Das Buch ist im Dezember auf meine Weihnachtswunschliste gewandert aus verschiedenen Gründen. 1. Ich schleiche schon lange um die Diogenes Bücher herum und würde gerne wenigstens eins davon mal gelesen haben. 2. Verschiedene Leute in meinem Umkreis haben "Der Alchimist" gelesen und waren davon absolut begeistert. 3. Ich mag Hexen. Ja, das ist ein Grund. Ich mag Geschichten über interessante, starke Frauen und so ist "Die Hexe von Portobello" auf meine Wunschliste gewandert. 


    Mein erster Eindruck war nicht unbedingt positiv. Ich war von der Strukturierung des Buches sehr überrascht, weil mich das mehr an einen Sachtext und nicht an eine fiktive Geschichte erinnert hat und war seltsamerweise davon überzeugt, dass mir das Buch nicht gefallen wird. Aber ich wollte dem Ganzen eine Chance geben. 


    "Unsere Zeit auf dieser Erde ist heilig, und wir müssen sie in jedem Augenblick feiern."


    Schnell hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und an die seltsame Strukturierung habe ich mich gewöhnt. Und wie ich von der Geschichte mitgezogen wurde! Ich habe alles um mich herum vergessen und konnte mir die verschiedenen Kulissen so gut vorstellen, als wäre ich tatsächlich da. Selten werde ich von einem Buch so eingenommen und ich liebe es mehr als alles andere. 


    Der Schreibstil war sehr esoterisch und Coelho wirft mit sinnlichen Sätzen um sich. Ich kann mir gut vorstellen, dass das für viele to much ist. Mir hat das sehr gut gefallen, weil durch diese übertriebene Einstellung meine negativen Gedanken übertrumpft wurden und ich viel für mein persönliches Leben mitnehmen konnte. 


    Für Coelhos Bücher musst du definitiv offen für Wunder sein. Jeder, der in seiner eigenen negativen Welt gefangen und die Gesellschaft für das wahre Leben hält, wird nichts mit seinen Büchern anfangen können. Wenn du dich aber für andere Ansichten interessierst, auch wenn sie erstmal merkwürdig sind, und du dich sowie andere Welten besser kennen lernen möchtest, kann ich dir "Die Hexe von Portobello" sehr ans Herz legen. 


    Coelho thematisiert in seinem Buch vor allem wie schwer es sein kann seinen eigenen Weg zu gehen. Er verdeutlicht, dass du immer deiner eigenen Stimme folgen musst, denn auch wenn es erstmal nur regnet und alles furchtbar ist, am Ende wird es sich auszahlen. Falls du also vor schwierigen Entscheidungen in deinem Leben stehst, wird dir das Buch eventuell dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. 


    Tschüssele,

    Alina


  9. Cover des Buches Zeitwende - Der Kristall von Vaduhn (ISBN: 9783947341016)
    Evita Sommer

    Zeitwende - Der Kristall von Vaduhn

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Reinhardt
    Zeitenwende ist ein klasse Fantasybuch. Man wir durch die tolle Schreibweise tief in die fantastische Welt reingezogen.  Man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es hat alles was ein tolles Fantasy Buch braucht. Tolle Protagonistin, eine tolle Geschichte und die Phantasie wird angeregt. Wer noch dazu wie ich Pferde liebt, wird das Buch auch lieben. Ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren Teile. 
  10. Cover des Buches The Godfather (ISBN: 0451167716)
    Mario Puzo

    The Godfather

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Die Vorlage zu dem wundervollen Film mit Brando, Pacino usw. Der Aufstieg des Don wird erzählt, und wie er Audienz hält, indem er sich die Sorgen seiner Bittsteller anhört und mal gütig, mal kalt reagiert, wie er seine Nachfolge zu regeln gedenkt, sich mit seinem Consigliori berät und auch äußert widerspenstige Naturen wie den Filmproduzenten Jack Woltz zu überzeugen vermag ("Ich hab ihm ein Angebot gemacht, das er nicht ablehnen konnte.") Nur die Beschreibung von Sonnys "derbem Puttengesicht" wirkt albern.
  11. Cover des Buches Aurora (ISBN: 9783453432093)
    Robert Harris

    Aurora

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein packender Thriller, der in der Nachwendezeit in Rußland spielt und die Atmosphäre zur Zeit Stalins genauso wie zur Zeit in den Neunzigern einfängt: "Fluke" Kelso nimmt als Historiker an einem Geschichtssymposium in Moskau teil, als ihn ein ehemaliger Gulaginsasse und sehr trinkfester (Vorsicht Klischee!!) Zeitzeuge aufsucht und ihm von einem geheimen Tagebuch Stalins erzählt. In dem Zusammenhang wird (ähnlich wie in der aktuellen Graphic novel "The death of Stalin" und deren angeblich grottenschlechter Verfilmung) die Geschichte von Stalins Tod erzählt, die superspannend erzählt wird, und mit dem wißbegierigen Fernsehreporter O`Brian macht Fluke sich schnell auf die Suche, das Geheimnis von Stalins Notizbuch zu ergründen...Eine tolle Schilderung der Stalinzeit und der Boris-Jelzin-Zeit (hicks), die immer noch weit verbreitete Stalin-Verehrung macht einen frösteln.
  12. Cover des Buches Als wir träumten (ISBN: 9783104001180)
    Clemens Meyer

    Als wir träumten

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Tulpen

    Auch dieses Buch hat meine Aufmerksamkeit durch das Poster der "99 Bücher, die man gelesen haben sollte" geweckt. Ich muss gestehen, dass ich vorher noch nie davon gehört hatte.

    Wir begleiten Daniel und seine Clique durch ihre Kindheit und Jugend, die sie in einer trostlosen Gegend in Leipzig-Ost verbringen. Beginnend mit kleineren Delikten wie dem Schule-Schwänzen und Ladendiebstählen im Kindesalter geraten sie im Laufe der Jahre immer tiefer ins kriminelle Milieu, zum Beispiel durch heftige Schlägereien mit rivalisierenden Banden, Autodiebstähle, Einbrüche und Drogenverkäufe. Die Nachwendezeit erleben sie dabei wie einen Rausch- Hintergründe sind ihnen unklar. Einige Leidenschaften werden beflügelt, wie Autos klauen und eine eigene illegale Disko gründen, andere gehen unter, wie die Fan-Liebe zu Chemie Leipzig, ein Fußball-Club, der plötzlich einen anderen Namen hat und nicht mehr oben mitspielt. Es gibt hier niemanden, der den Jungen die Welt erklärt und ihre Energie in andere Bahnen lenkt.

    Das Buch ist in Episoden erzählt, die unregelmäßig in der Zeit vor und zurück springen. Zuerst war es für mich etwas schwierig, der Linie zu folgen aber im Nachhinein finde ich die Erzähltechnik großartig. Das chronologische Erzählen verliert an Bedeutung, da dem Leser eigentlich klar ist, wohin die Reise geht. Durch das Vorwegnehmen von Ereignissen, die erst später im Detail beschrieben werden, hatte ich das Gefühl einer besonderen Nähe zu den Figuren und ihrer Geschichte. Und sowieso geht mir dieses Buch sehr nah, da es um meine eigene Generation geht (Daniel ist ein Jahr älter als ich). Erzählt wird aus Sicht von Daniel in langen, atemlosen Sätzen in einer sehr authentischen Sprache.

    Ich hatte vor dem Lesen erwartet, dass der Mauerfall noch mehr thematisiert wird, z.B. in Form von großen Erwartungen und (nicht immer erfüllten) Hoffnungen auf eine bessere Zeit, Chancen und Überforderung durch die neue Freiheit. Aber dieser Weg, die Wende an den Jugendlichen einfach so vorbeiziehen zu lassen, ohne dass sie sich je mit den Hintergründen befassen, kommt mir auch irgendwie sehr echt vor.

    Die Geschichte der Jungen ist absolut unbeschönigt. Sie sind ein Produkt ihrer Umgebung und folgen nur ihren eigenen Gesetzen. Man schließt sie ins Herz mit ihrer verqueren Logik (nur noch der Banküberfall und dann mit dem Geld „ganz legal“ ein Auto kaufen) und ihrem abgefahrenen Gerechtigkeitssinn, ihren großen Ideen, Träumen und Zielen. Man ist fast überrascht, dass sie sich einerseits so gehen lassen, auf der anderen Seite aber viele persönliche Ziele und Träume verfolgen und einen so großen Ehrgeiz besitzen. Den sie leider nur einsetzen, um sich immer weiter reinzureiten. Unfassbar authentisch erzählt, wahrscheinlich ist vieles wahr, ich hoffe nicht alles. Ob Stefans Foto gewonnen hat?

    Sehr berührendes Buch.

  13. Cover des Buches Kreuz und Sonne (ISBN: 9783937013015)
    Anja Zimmer

    Kreuz und Sonne

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Das Kartell (ISBN: 9783426308547)
    Don Winslow

    Das Kartell

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Nachdem er Adán Barrera, den mächtigsten Kartellboss Mexikos, in einem US-amerikanischen Hochsicherheitsgefängnis untergebracht hat, zieht sich Art Keller aus dem Drogenkrieg zurück. Sein Exil hat er in einem Kloster gefunden, in dem er Bienen züchtet. Doch der Drogenkrieg geht weiter. Adáns Einfluss reicht so weit, dass er einen Deal für sich abschließen kann, der ihn von den USA in mexikanische »Haft« bringt. Wenig später gelingt ihm die »Flucht« und Arts Ruhestand endet abrupt, als sein alter Chef Tim Taylor ihn um Hilfe bittet. Sein Wissen über die Kartelle und die Barreras speziell ist zu unentbehrlich, um in der Bienenzucht zu vergehen.

    Don Winslows zweiter Teil der Trilogie um den Drogenkrieg um die und jenseits der Südgrenze der USA erschien 2015 bei Droemer. Das Kartell umfasst 832 Seiten und schließt chronologisch an Tage der Toten an.

    Das Buch dreht sich um den US-amerikanischen Drogenkrieg, hauptsächlich in Mexiko. Es gibt Exkurse nach Guatemala und zur ‘Ngrangheta in Europa, außerdem zu den Verwicklungen zum islamistischen Terrorismus. Der weitaus größte Teil der Geschichte spielt aber in Mexiko. Das Buch ist, wie schon Tage der Toten, intensiv recherchiert und orientiert sich im Rahmen an der historischen Realität, die Geschichte selbst allerdings ist Fiktion. Behandelt wird der Zeitraum der Nullerjahre und ein Stück darüber hinaus.

    Wieder zurück im Geschehen muss Art Keller feststellen, dass sich die Kartelle in Mexiko zunehmend brutalisieren. Waren zivile Opfer früher eher die notwendige Ausnahme, nutzt eine zunehmende Zahl von Kartellen sie mehr und mehr als normale Strategie im Krieg. Mexiko wird zum Schlachtfeld – Betonung auf der ersten Silbe -, Städte werden entvölkert, die Kartelle bauen sich paramilitärische Armeen auf und die staatlichen Behörden sind entweder Nutznießer der Kartelle, sehr schnell ausgelöscht oder stehen den Kartellen in Brutalität und Willkür in nichts nach. Im wahrsten Sinne des Wortes zerrieben wird dazwischen die Bevölkerung.

    Auch das Geschäftsfeld der Kartelle beginnt einen Wandel. Ging es früher noch hauptsächlich um Drogenproduktion und -transport, sowie Geldwäsche, etwas Schutzgelderpressung und Straßenkriminalität im Allgemeinen, so wandelt sich dies hin zu den großen internationalen Feldern. Öl wird interessant, ebenso globaler Waffenhandel. Die Kartelle haben astronomische Vermögen aus ihrem Kerngeschäft gezogen, dieses Geld muss irgendwo arbeiten. Gerade das Öl verschärft die Kämpfe um ölreiche Regionen in Mexiko. Winslow nimmt, um die Folgen des Drogenkrieges für die Bevölkerung schonungslos zu verdeutlichen, Ciudad Juárez zu einem seiner zentralen Handlungsorte. Die Stadt litt tatsächlich schwer unter dem Krieg zwischen Kartellen und Behörden und die Handlung ist in all ihrer Brutalität stark an die historischen Ereignisse angelehnt.

    Auch in Das Kartell schwebt zwischen den Zeilen immer Winslows Kritik an der kriminalisierenden Drogenpolitik. Und wie schon im ersten Band zeigt er wieder schonungslos auf, wie alle Kriegsparteien letztendlich von dieser Politik profitieren – auf Kosten der Bevölkerung. Gegen Ende spricht er seine Kritik auch nochmal explizit aus. Eine hervorgehobene Rolle bekommen Journalisten, die nun gezielt Opfer werden, und die Frauenmorde von Ciudad Juárez.

    Anknüpfend an den ersten Teil ist auch Das Kartell zwar ein sehr dickes Buch, wird aber nicht langweilig. Winslow schreibt flüssig, erinnert stilistisch wieder ein wenig an Sin City. Seine Figuren stellt er ausführlich dar, so werden auch die Beweggründe der größten Unsympathen zwar nicht akzeptabel, aber verständlich. Auch die Zivilbevölkerung bekommt durch eigene Figuren und Handlungsstränge viel Raum, um ihr Leid zu vermitteln. Gerade das Dilemma der Journalisten, die ab einem gewissen Punkt entweder gar nicht mehr oder mit der Stimme der jeweiligen Besatzer berichten können, nimmt eine zentrale Rolle ein. Winslow zeigt, wie sich in den Nullerjahren daraus das Aufkommen der Bloggerszene als Parallelfeld des klassischen Journalismus’ entwickelt.

    Das Kartell ist epochal, wie sein Vorgänger Tage der Toten. Der behandelte Zeitraum ist zwar deutlich kürzer, die Handlung dadurch aber nicht weniger mächtig. Das Buch ist lang, erschlägt die Lesenden aber nicht. Und es gibt tiefe Einblicke in ein Stück Geschichte der amerikanischen Kontinente, die wir hier nur am Rande erlebt haben. Absolut lesenswert.

  15. Cover des Buches Wenn Tote morden (ISBN: 9783894740986)
    Juri Schigunow

    Wenn Tote morden

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Nach zwei Erzählsträngen, die anscheinend gar nichts mit der Hauptgeschichte zu tun haben, dreht sich vornehmlich alles um eine russische Delegation des FSB, die im Jahr 2000 nach Washington reist, um sich mit ihren amerikanischen Kollegen "abzusprechen", zB wo Atomsprengköpfe stationiert sind oder wo neutrale Gebiete liegen. Die amerikanischen Agentinnen gehen mit ihren russischen Pendants shoppen (wie typisch!), die Männer gehen mit den osteuropäischen Kollegen joggen, und man haut sich ironische Spöttereien um die Ohren. Merkwürdig, daß gleichzeitig mit den Russkis auch der "Greif" wieder auftaucht, ein russischer KIller, der zuvor zum Spielball der Geheimdienste wurde...Die Niederungen und Schweinereien der Geheimdienstbranche werden durchleuchtet, man "gibt sich nichts", und die Auflösung ist absolut überraschend. Chapeau, spassiba!

  16. Cover des Buches Die Schwarze Sonne. Göttliches Licht der Erkenntnis (ISBN: 9783980879408)
  17. Cover des Buches Die dunkelste Stunde (ISBN: 9783867620949)
    Mark Chadbourn

    Die dunkelste Stunde

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Elachu
    Da der Klappentext eigentlich schon genug vom Inhalt erzählt, komme ich einfach mal gleich zur Sache. Nach einem kleinen, recht nett gemachten Rückblick, knüpft das Buch mit seiner düsteren, bedrohlichen Atmosphäre an seinen Vorgänger an, und hat es wieder geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen. Anders als im ersten Buch, geht es im Zweiten etwas weniger brisant zu. Auch der Horror ist etwas zurückgegangen und wurde dafür aber mit mehr Fantasy wieder ausgeglichen, was meiner Meinung nach sehr schön zu der neuen Situation und Weltordnung passte, in der sich die "Helden" nun neu orientieren mussten. Man kann sagen, dass dieser Teil von der Zeitenwende-Reihe zwar der Schwächste ist, aber trotzdem auf seine eigene Art und Weise liebenswert. Oder wie ein große, bekannter Zauberer aus einer anderen Welt nun sagen würde: Das ist das große Luft holen vor dem Sprung.
  18. Cover des Buches Windows on the world (ISBN: 9783548262413)
    Frédéric Beigbeder

    Windows on the world

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Buch war das erste von einem bedeutenderen Autor, das nach 9/11 erschienen ist und die Terroranschläge thematisiert (2003 genaugenommen): Ein Immobilienmakler nimmt seine beiden Söhne mit in das Restaurant unter dem Dach des Nordtrums des World Trade Centers, als kurz danach die Hölle ausbricht und Rettung unmöglich ist. Beigbeder erspart keine grausigen Details, er selbst sagt, man kann sich nur vorstellen, was wirklich an diesem Morgen in dem Hochhaus passierte.
  19. Cover des Buches Der Jukebox-Mann (ISBN: 9783546003582)
    Åke Edwardson

    Der Jukebox-Mann

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Es ist Anfang der 60er Jahre, und Johnny arbeitet als Aufsteller von Jukeboxen in Cafes und Gastwirtschaften: Den größten Teil der Woche fährt er über Land und hört dazu Elvis Presley, um seine Musikanlagen zu warten und mit neuen Platten zu bestücken, Aber eine Zeit der Umbruchs ist gekommen: Musikfans kaufen sich Plattenspieler, um auch zu Hause ihre Lieblingsplatten kaufen zu können, und das Radio spielt Popmusik rund um die Uhr. Außerdem macht Johnny sein Alkoholismus zu schaffen, bei dem es immer wieder zu Rückfällen kommt, und seine Hin-und-Hergerissenheit zwischen zwei Frauen. Eine nostalgische, schön langsam erzählte Geschichte aus der Jukebox-Ära, die sich um das Leben der sogenannten "kleinen Leute" dreht.
  20. Cover des Buches Weltenend (ISBN: 9783867620833)
    Mark Chadbourn

    Weltenend

     (3)
    Aktuelle Rezension von: ewigewelten

    Eine melancholische Stimmung umgibt England während der Zeitenwende. Dem Zeitalter der Technik steht das Ende bevor: Autos fahren nicht mehr, die Stromversorgung bricht zusammen, die Menschen meiden die Straßen und durch Risse zu einer parallelen Welt drängt sich eine düstere Bedrohung. Die alten keltischen Götter Túatha Dé Danann suchen nach den »Brüdern und Schwestern der Drachen«, die ihnen im Kampf gegen grausame Fomorii helfen sollen.

    Church, ein Archäologe, der genauso gut Architekt sein könnte, versinkt gerade in Vorwürfen und Selbstmitleid, als er eines Nachts Ruth begegnet – und mit ihr zusammen in Ohnmacht fällt. Ein Mord, den die beiden beobachtet haben, vereint das ungleiche Gespann, das fortan auf der Suche nach Wahrheit ist. Jeder dazukommende Charakter scheint unglaublicher und überspitzter zu sein. Doch ihre »Besonderheit« soll die »Brüder und Schwestern der Drachen« ausmachen. Gemeinsam begeben sie sich auf die gefährliche Suche nach rätselhaften Artefakten, die die Welt wieder ins Gleichgewicht bringen können. Die Wilde Jagd, der Schwarze Schuck, ein Drache und ein fieser Plagegeist verwandeln ihr Leben in eine Hölle; niemand weiß, wem sie noch trauen können.

    Die Protagonisten bezeichnen sich selbst an einer Stelle als »von inneren Widersprüchen zerrissene Nervenbündel«, tatsächlich fehlt es ihnen lange an Tiefe und emotionaler Nähe zum Leser. Ebenso mühselig schiebt Chadbourn seine Story an; die erste Hälfte des Buches könnte kurzweiliger und zielführender sein -wahrscheinlich eine Frage des Geschmacks.

    Stilistisch ist das Buch nur mittelmäßig: Ungelenke Passiv- und Infinitivkonstruktionen und umständliche Satzeinschübe, sowie zahlreiche Wortwiederholungen nehmen der bildhaften Sprache Kraft und Dynamik. Der erste Teil des Buches ist voller Satzfehler: Der Leser stolpert über mysteriöse plötzliche Szenenwechsel ohne Absätze oder scheinbare Überschriften, die nicht als solche erkennbar sind.

    Die äußerliche Gestaltung wirkt ansprechend und ist nicht unpassend, weckt jedoch völlig falsche Erwartungen. Es handelt sich hier um einen Urban Fantasy-Roman, der von der Auflösung der Grenzen zu einer parallelen Mythen-Welt berichtet und von einer Hand voll Auserwählten, die vor urzeitlichen Dämonen, finsteren Hunden und grausamen Reitern fliehen. Für Fans düsterer Mystik bleiben kaum Wünsche offen, Glaubhaftigkeit darf man hier nicht suchen. Ein Buch zum Abtauchen in eine völlig schräge keltische Welt.

  21. Cover des Buches Die drei Magier - Die schwarze Höhle (ISBN: 9783845816760)
    Matthias von Bornstädt

    Die drei Magier - Die schwarze Höhle

     (8)
    Aktuelle Rezension von: verruecktnachbuechern
    Bei den drei Freunden aus Mühlenfeld steht Silvester vor der Tür. Eigentlich wollten sie ein entspanntes Silvester verbringen, doch sie finden sich auf einer Party voller Lehrer wieder. Da kommt es gerade recht, dass sie in Algravia gebraucht werden um einen magischen Steinkreis abzuschreiten, damit eine neue Zeitrechnung beginnen kann. Doch das Ritual steht kurz davor zu scheitern und die Magie in Algravia zu vernichten. Eine Aufgabe für die drei Magier. 

    Ich mag das Cover von diesem Band. Es passt vom Stil perfekt zu den Anderen, aber hier finde ich die Farben am schönsten. 

    Man ist schnell wieder bei den drei Magiern dabei und freut sich, dass es so schnell nach Algravia geht. Man lernt wieder neues über diese unbekannte Welt. 
    Die drei Freunde müssen heraus finden, warum das Ritual nicht gelingt. Ist wieder Rabenhorst dran schuld?
    Mir hat besonders gut gefallen, dass ich nicht vorher gesehen habe, wer Schuld daran war, dass es nicht so klappte, wie geplant. Ich liebe es so überrascht zu werden.

    Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind deswegen für Leseanfänger gut geeignet. Auch die Illustrationen und der Schreibstil sorgen für ein schönes Kinderbuch.
    dieser Teil hat mir sogar besser gefallen, als die anderen Drei, weil es einfach mal was anderes ist. 
    Das Ende des Buches verspricht eine Fortsetzung und ich wäre absolut wieder dabei.

    Leseempfehlung.

    Ich habe das Buch von NetGalley bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.
  22. Cover des Buches Meine freie deutsche Jugend (ISBN: 9783104912608)
    Claudia Rusch

    Meine freie deutsche Jugend

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    "für Irmgard, ganz herzlich, Weimar 16.10.03" lautet die Widmung, dem bleibt eigentlich nichts hinzuzufügen, nur das hier die Lebensgeschichte eines Vorbilds an Zivilcourage anschaulich präsentiert wird. Wäre man selbst so tapfer gewesen, man weiß es nicht, aber durch die Erziehung zum Querdenken durch ihre Mutter und deren Freunde wurden die Energien der kleinen Claudia in die richtigen Bahnen gelenkt. Das DDR-Unrecht wird drastisch angeklagt, so daß kein Platz mehr für Ostalgie und Verklärung bleibt, erst mit der "Wende" wurden die Oppostitionellen zu "echten" DDR-Bürgern, aber aufhalten ließ sich der hier schreibende Wirbelwind nicht. Auch ein Vorbild an Lebensenergie und der Beweis dafür, was man als Individuum erleben kann.

  23. Cover des Buches Eine Moschee in Deutschland (ISBN: 9783406614118)
    Stefan Meining

    Eine Moschee in Deutschland

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches High Times (ISBN: 9783453640337)
    Uschi Obermaier

    High Times

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Sumsi1990
    Wer sich wie ich für alternative Lebensformen bzw. andere Lebensentwürfe interessiert und es spannend findet, wie andere Menschen (egal ob berühmt oder nicht) ihr Leben gestalten, ist mit diesem Buch jedenfalls gut beraten.

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich vor diesem Buch relativ wenig über Frau Obermaier wusste und das Buch eher wegen ihren Ausflug in die Kommune 1 gekauft habe. Als ich dieses jedoch gelesen habe, war ich Feuer und Flamme für diese Frau. Sie erzählt ungeniert und offen was und mit wem sie was erlebt hat, ist ehrlich, kompromisslos und humorvoll. Ich liebe dieses Buch, auch wenn ich dieses Leben nicht führen wollen würde und auch nicht immer jede Situation nachvollziehen oder verstehen kann.

    Auf jeden Fall wird hier ein spannender Teil eines Lebens verarbeitet, der teilweise auch etwas zum Umdenken anregt.

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