Bücher mit dem Tag "zeitung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zeitung" gekennzeichnet haben.

82 Bücher

  1. Cover des Buches Eine Handvoll Worte (ISBN: 9783499012433)
    Jojo Moyes

    Eine Handvoll Worte

    (1.852)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte

    Wer war nicht von dem Buch "Ein ganzes halbes Jahr" restlos begeistert? Ich war schon sehr gespannt, was mich in diesem Roman erwarten wird. Ellie ist Journalistin und unsterblich, aber leider auch unglücklich verliebt. Ihr Freund ist nämlich verheiratet. 


    Bei der Durchforstung eines Zeitungsarchives fällt ihr ein Brief in die Hände. Ein Unbekannter bittet eine Frau für ihn ihren Mann zu verlassen. Ellie lässt der Brief nicht mehr los, ist sie doch gerade in einer ähnlichen Situation . Sie stellt Nachforschungen an und findet so Jennifer.  Stück für Stück erfährt man, was Jennifers tragische Geschichte war.


    Der Roman ist romantisch, und spannend. Für Fans von Jojo Moyes ein ein Must-have!

  2. Cover des Buches Die Känguru-Chroniken (ISBN: 9783548920771)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Chroniken

    (1.252)
    Aktuelle Rezension von: LooneyTunes


    Normalerweise lese ich gerne Bücher aus den Genres Fantasy, Abenteuer, Mystery oder Krimi. Aber manchmal langweilen sie mich, also dachte ich, ein Buch aus der Kategorie Komödie und Humor könnte eine lustige Abwechslung sein. Nach einiger Recherche bin ich auf die Känguru-Chroniken gestoßen.


    Wenn ich ehrlich bin, hat mich das Buch nicht so sehr begeistert, dass ich es weiterempfehlen würde. Ich hatte erwartet, dass es hauptsächlich humorvoll ist, doch es enthält mehr politische und religiöse Meinungen als eigentlichen Humor. Das Problem ist, dass dies in keiner Zusammenfassung oder Buchvorstellung erwähnt wurde – der Autor hätte das zumindest erwähnen können.


    Natürlich kann jeder seine eigene Meinung über Religion haben, das ist Teil der Meinungsfreiheit. Manche finden Religion logisch, andere nicht. Aber ich persönlich mag es nicht, wenn in einem Buch zu viel über Religion oder Politik gesprochen wird. Allerdings muss ich mir auch eingestehen, dass ich mich vor dem Lesen besser über das Buch hätte informieren können.


    Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass in den Känguru-Chroniken Türken und andere Ausländer kritisiert werden. Humor kann für manche lustig sein, aber für andere auch verletzend. Es ist schade, wenn Satire so gemacht wird, dass sich bestimmte Menschen angegriffen fühlen.

    Trotzdem gibt es auch positive Aspekte. Abgesehen von den religiösen Themen fand ich einige Gedanken des Autors wirklich großartig! Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, dass er mich mit logischen Argumenten zum Nachdenken bringt.

    Zum Abschluss möchte ich ein paar Zitate aus dem Buch teilen, die mir besonders aufgefallen sind:

    „İch lebe nach der Devise: lieber fünfmal nachgefragt als einmal nachgedacht” 

    „》Du willst nicht?《, frage ich. Ja. Weil das gar keine Wahl ist, sagt das Kanguru. Das ist nämlich nur ein Demokratietrugbild, eine Abstimmungsattrappe, eine Volksherrschafts-Fata-Morgana. Kurz gesagt nur der Schein einer Wahl, oder, um den offiziellen Terminus zu verwenden: ein Wahlschein.《 》Ein Wahlschein?《, frage ich. Das ist, als ob du in den Supermarkt gehst und da wahlen kannst zwischen der Tütensuppe von Maggi und der Tütensuppe von Knorr, aber in Wirklichkeit ist alles Nestlé. Der Wahlschein suggeriert Freiheit, aber in Wirklichkeit sage ich dir: Alles Kapitalismus, alles Nestlé, alles Hähnchen. Da ich nun aber generell keine Tütensuppe essen will, ist mir die Markenwahl im Supermarkt eben schnurzpiepe.” 

    „Gewalt ist die Sprache der Dummen.” 

    „Nichts ist peinlicher als ein Verlierer, der nicht merkt, dass er verloren hat.” „ So ist das in der Welt. Der eine hat den Beutel, der andere hat das Geld.”

     „Wenn zwei sich streiten,sitzt der Dritte in der Mitte(Altes chinesisches Sprichwort)”

     „Das Tolle am Internet ist, dass endlich jeder der ganzen Welt seine Meinung mitteilen kann.Das Furchtbare ist, das auch jeder es tut.” 

    „Natürlich ist niemand selbst schuld, wenn er im Schlamm geboren wird, aber doch trägt er eine gewisse Verantwortung, sich daraus zu befreien”

     „Das ist die einzige Möglichkeit, sich wirksam zu schützen. Indem man vergisst.” 

    „Wer Krieg spielen will, sagt das Känguru, muss auch bereit sein, leiden zu lernen.”

     „gibt es eigentlich nur zwei Kategorien von Menschen: die, die dich kennen, die du aber nicht kennst,und die, die du kennst, die dich aber nicht kennen.”

    İch hoffe, dass ich hilfreich sein konnte☘️☘️☘️

  3. Cover des Buches Hundert Namen (ISBN: 9783492319959)
    Cecelia Ahern

    Hundert Namen

    (793)
    Aktuelle Rezension von: NicoleP

    Die Chefin und Freundin von Journalistin Kitty Logan ist totkrank. Während Kitty selbst an einem Tiefpunkt in ihrem Leben angekommen ist, bittet Constance ihre Freundin darum, einen Artikel zu schreiben, zu dem sie selbst nicht mehr kommen wird. Kitty findet eine Liste mit einhundert Namen. Allerdings gibt es keinen Hinweis darauf, was Constance anhand dieser Liste schreiben wollte.

    Kitty versucht herauszufinden, was es mit diesen hundert Namen auf sich hat. Der Redakteur hat ihr nur wenig Zeit bis zum Abgabetermin gegeben. Das reicht niemals, um alle Personen auf dieser Liste zu kontaktieren. Als Leser begleitet man Kitty auf der Suche nach einer Lösung. Was verbindet die 100 Menschen, und welcher Artikel hätte daraus entstehen sollen?

    Kitty ist eine gut ausgearbeitete Figur, und man wird emotional von ihr und der geheimnisvollen Liste auf die Reise geschickt. Diese Reise lässt den Leser den Alltag vergessen und regt auch zum Nachdenken an. „Hundert Namen“ ist ein gutes Buch, welches ein interessantes Ende hat.

    Ich danke der Plattform „Bookbot“, dass ich mir dieses Buch aussuchen dürfte.

  4. Cover des Buches Ein Mann namens Ove (ISBN: 9783442493951)
    Fredrik Backman

    Ein Mann namens Ove

    (844)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Ove, 59, seit kurzem im vorzeitigen Ruhestand, hat nur noch einen Wunsch: seiner Frau in den Tod zu Folgen. Ove versucht wirklich alles, um an sein Ziel zu gelangen, doch kommt ihm immer etwas dazwischen. Materialschwäche, einzuparkende Autos, Leben retten, seiner Nachbarin Autofahren beibringen, sich um die Katze kümmern . . . Und dann sind da ja auch noch die ganzen anderen unzurechnungsfähigen Nachbarn, die von nichts eine Ahnung haben, nicht zuletzt Rune, mit dem er Jahrzehnte in leidenschaftlichem Streit verbrachte.
    Irgendjemand muss die Welt in der Waage halten. Denn eines liebt Ove fast so sehr wie seine verstorbene Frau: Ordnung! Regeln sind dazu da, um eingehalten zu werden! Doch nach und nach taut der von allen als nervig und pedantisch abgestempelte Ove aus seiner harten Schale auf . . .

    Das Buch gehört für mich mal wieder in die Kategorie "Lies erst das Buch, schau danach den Film". Und es war eine großartige Entscheidung, denn es ist ein großartiges Buch!
    Frederik Backman at his best! Die perfekte Mischung aus Tragik und Komik, über einen Mann, dem das Leben seit seiner Kindheit hart mitgespielt und der in Ordnung und Disziplin seinen Halt gefunden hat. Nur ein Mensch hat diese dicke Schutzmauer je durchschaut: seine Frau Sonja. Sie war und ist sein Ein und Alles. Und so erfahren wir alles vom kleinen Ove, vom jungen Ove, vom verliebten Ove und vom trauernden Ove. Und es ist überhaupt nicht schlimm, dass es der Erzählstil vorsieht, sehr viele Dinge sehr regelmäßig zu wiederholen. Die Art der Erzählung passt perfekt zu den schrulligen Charakteren. Parvaneh ist eine herrliche Gegenspielerin, die das meiste was sie mit Ove tut tut, weil sie seine Absicht schnell durchschaut hat.

    An nicht wenigen Stellen habe ich mir Textabschnitte markiert, weil die Geschichte mit zahlreichen (einfachen aber existenziellen) Erkenntnissen gespickt ist, die den Sinn des Lebens auf den Punkt bringen.

    Wenn ich etwas finden müsste, was ich kritisieren sollte, dann die Tatsache, dass Ove erst 59 ist, aber die Beschreibungen vom ihm und seinem Umfeld einen viel älteren Mann vor dem inneren Auge entstehen lassen.

    Ein ganz eindeutiges 5 Sterne Buch.

    Zumindest der Hollywoodfilm kann den Charme der Geschichte für mich nicht ganz einfangen, trotz Tom Hanks. Mal schauen, wie die Schweden selbst das hinbekommen haben.

  5. Cover des Buches Zwischen Welten (ISBN: 9783442774241)
    Juli Zeh

    Zwischen Welten

    (143)
    Aktuelle Rezension von: hexe83

    Am Anfang war es ein bisschen speziell zu lesen, denn es handelt sich "nur" um Mail oder WhatsApp Nachrichten. Aber es ging schnell und ich war mittendrin in der Diskussion von Stefan und Theresa. Was die beiden bewegt ist so aktuell im momentan Weltgeschehen und man kann so gut beide Seiten verstehen oder auch manchmal gar nicht. Erschreckend ist auch wie einem vor die Augen geführt wird was Hass-Nachrichten im Internet anstellen können. 

  6. Cover des Buches The Stranger Times (ISBN: 9783847901570)
    CK McDonnell

    The Stranger Times

    (315)
    Aktuelle Rezension von: Artemis42

    Hannah sucht verzeifelt einen Job und mit ihrem Vorstellungsgespräch gerät sie in den absurd-chaotischen Strudel der Ereignisse rund um die Stranger Times, Großbritanniens Wochenzeitung mit Meldungen zu Übersinnlichem und Merkwürdigem. Das Team der neuen stellv. Chefredakteurin könnte auf den ersten Blick nicht kurioser sein, von cholerischem Chef mit übergriffiger Sekretärin über lustlose Praktikantin und divahafte Redakteure bis zum zugedröhnten Drucker im Keller, dennoch ziehen alle an einem Strang, um trotz aller Magie, Gefahren und Widrigkeiten die Story um geheimnisvollen Tod eines Kollegen zu recherchieren und ihre Zeitung rauszubringen.

    Im Laufe der Geschichte erklären sich die Marotten der liebevoll gezeichneten einzelnen Mitglieder des Zeitungsteams, jeder trägt auf seine Weise bei und der Auftakt zum Metaplot der einzelnen folgenden Geschichten wird enthüllt.

    Die kurios-chaotische Geschichte macht einfach Spass und es wird hoffentlich noch viele weitere Geschichten der Stranger Times geben. Ein großes Vergnügen und ein Muss für Fans von Douglas Adams und Ben Aaronovitch.

  7. Cover des Buches Roter Drache (ISBN: 9783453440869)
    Thomas Harris

    Roter Drache

    (572)
    Aktuelle Rezension von: NikoVoss

    Für mich ist „Roter Drache“ ganz klar das stärkste Werk von Thomas Harris. Die Atmosphäre ist von Anfang an bedrohlich und dicht, ohne sich in unnötigen Effekten zu verlieren. Besonders beeindruckend fand ich, wie Harris den Täter psychologisch zeichnet – schonungslos, aber nicht überzogen. 


    Im Vergleich zu vielen modernen Thrillern, die stark auf Tempo und Schock setzen, nimmt sich Harris Zeit für Details und baut dadurch eine Spannung auf, die mich wesentlich tiefer gepackt hat. Der Roman ist gleichzeitig brutal und analytisch, was für mich perfekt zum Genre passt. 


    Besonders stark war für mich die Wendung am Ende: dieser Moment, in dem man per Rückblick begreift, dass noch nicht alles vorbei ist – und wie knapp es wirklich stand. Das hat mich komplett überrascht und die Spannung bis zur letzten Seite hochgehalten. 


    Einzig gegen Ende hatte ich das Gefühl, dass es stellenweise etwas ausfranst – aber insgesamt ist „Roter Drache“ für mich ein Meilenstein, den kaum ein späteres Werk (auch von Harris selbst) übertroffen hat.


    Beste Übersetzung meiner Meinung nach -> ClubThriller (musste herzlichst lachen)

  8. Cover des Buches Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 1 (ISBN: 9783462301106)
    Bastian Sick

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 1

    (1.864)
    Aktuelle Rezension von: SM1

    "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" entstand aus den Kolumnen von Bastian Sick, welche hier zu einem Buch zusammengefasst wurden. Der Autor befasst sich auf unterhaltsame und humorvolle Art und Weise mit der Deutschen Sprache und ihren Besonderheiten. Dabei klärt er über häufig gemachte Fehler auf. Die unterschiedlichen Themen werden meist in kleine Geschichten verpackt und mit einfachen Beispielen nachvollziehbar und verständlich erklärt.

    Jedem, der sich für Feinheiten der Sprache interessiert, bietet die gesamte Reihe gute Unterhaltung.

  9. Cover des Buches Matching Night, Band 1: Küsst du den Feind? (Gewinner des Lovelybooks-Leserpreises 2021) (ISBN: 9783473402014)
    Stefanie Hasse

    Matching Night, Band 1: Küsst du den Feind? (Gewinner des Lovelybooks-Leserpreises 2021)

    (417)
    Aktuelle Rezension von: Alissila

    Leider konnte mich Matching Night nicht wirklich überzeugen. Die Grundidee der Geschichte – ein spannendes College-Setting mit einer geheimnisvollen Gesellschaft und einem Liebesdreieck – klang zunächst vielversprechend. Doch in der Umsetzung war mir das Ganze einfach zu viel.

    Viele Handlungen der Protagonist*innen wirkten auf mich unrealistisch oder übertrieben, sodass ich mich nur schwer in die Figuren hineinversetzen konnte. Besonders die Art und Weise, wie manche Entscheidungen getroffen wurden oder wie groß das Drama um die „Show“ gemacht wird, fühlte sich für mich eher künstlich als spannend an. Statt mitzufiebern, habe ich mich oft gefragt, warum die Charaktere überhaupt so handeln.

    Sprachlich lässt sich das Buch zwar flüssig lesen, aber inhaltlich fehlte mir die Glaubwürdigkeit und auch die emotionale Tiefe, um wirklich mitgerissen zu werden. Wer Lust auf ein leichtes, dramatisches Jugendbuch mit Mystery-Elementen hat, könnte hier vielleicht trotzdem auf seine Kosten kommen – ich persönlich fand die Geschichte jedoch zu konstruiert.

  10. Cover des Buches Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 3 (ISBN: 9783462301120)
    Bastian Sick

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 3

    (198)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Auch im dritten Band der Reihe werden einem anhand vieler Beispiele erneut auf lustige Weise einige Tücken der deutschen Rechtschreibung und Grammatik präsentiert...

    Meine Meinung:

    Zur Buchreihe allgemein: Ich hätte vorher nicht gedacht, dass mich Bücher über Rechtschreibung und Grammatik begeistern können. Auch in diesem Band werden einem wieder eine ganze Menge kurioser und lustiger Fehler präsentiert. Vieles bringt einem zum Lächeln oder lässt einem ungläubig den Kopf schütteln. An der einen oder anderen Stelle fühlt man sich aber ehrlicherweise auch ein wenig ertappt und denkt sich: „Da muss ich wirklich aufpassen, dass mir das nicht auch mal passiert!“. Es ist toll wie in diesem Buch das Wissenswerte mit dem Lustigen verbunden wird.

    Man erfährt auch dieses Mal Interessantes und Lustiges über die Eigenarten bestimmter Dialekte. So wird beispielsweise im Ruhrgebiet zuweilen die Präposition „auf“ anstelle der Präposition „nach“ verwendet („Ich fahre AUF Polen“ statt „Ich fahre NACH Polen“). Im Rheinischen hat das Wort „tun“ fast schon die Funktion eines Universalverbs und wird anstelle von „kaufen“, „spendieren“, „servieren“, „einpacken“ und „zapfen“ verwendet. In Österreich wird der Schokokuss als „Schwedenbombe“ bezeichnet und in der Schweiz ist es gängig „parkieren“ für „parken“ und „grillieren“ für „grillen“ zu verwenden. Außerdem gibt es eine fast endlos erscheinende Menge an regional unterschiedlichen Bezeichnungen für die Kartoffel. Ein weiteres sehr lustiges Beispiel für regionale Besonderheiten in der gesprochenen Sprache ist Folgendes: 

    Die Verben „stehen“, „liegen“ und „sitzen“ drücken keine Bewegung aus, daher werden sie standardsprachlich mit „haben“ konjugiert: Ich habe gesessen, ich habe gelegen, ich habe gestanden. In Süddeutschland und in Österreich sagt man dennoch „Ich bin gesessen“, „Ich bin gestanden“ und „Ich bin gestanden“. […] Im Süden gilt offenbar auch der Stillstand als Bewegung. […] Ich find’s charmant, wie fast alles, was aus dem Süden kommt. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass natürlich die Süddeutschen und die Österreicher „stehen“ und „sitzen“ in Verbindung mit „haben“ kennen – und zwar im übertragenen Sinne: Erst hat er gestanden (= ein Geständnis abgelegt), dann hat er gegessen (= er war im Gefängnis). (S. 222/223)

    Außerdem werden wieder einige sehr weitverbreitete Fehler aufgezeigt. So sieht man es z. B. tatsächlich immer wieder, dass Namen von Straßen, Gebäuden und Institutionen, die aus mehreren Teilen zusammengesetzt werden, fälschlicherweise nicht vollständig mit Bindestrichen durchgekoppelt werden („Willy Brand Platz“ statt „Willy-Brand-Platz“).

    Sehr erheiternd ist zudem das Kapitel mit den Zitaten von berühmten Fußballspielern und Fußballtrainern. Es passiert eben sehr schnell, dass man sich verspricht oder eine Redewendung verwechselt. Hier ein paar Beispiele: 

    „Nein, da ist ja inzwischen Schnee über die Sache gewachsen.“ (Andreas Herzog) (S. 82)
    „Wir sind eine gut intrigierte Truppe.“ (Lothar Matthäus) (S. 82)
    „Jede Seite hat zwei Medaillen.“ (Mario Basler) (S. 85)

    Außerdem wird über einige lustige Fehler berichtet, die sich in Zeitungsartikel eingeschlichen haben:

    Einmal stolperte ich auch über das Wort „ErfolgsCOUCH“. Das war allerdings nicht in einem Ikea-Katalog, sondern in einem Bericht über den erfolgreichen Coach der Schweizer Nationalmannschaft. (S. 185)
    Als in der Gemeinde Gilching im November 2005 ein sogenannter Friedenspfahl aufgestellt wurde, meldete die Lokalausgabe der „Süddeutschen Zeitung“: „2,20 Meter hoher Basilisk in Gilching eingeweiht“. Ein Basilisk ist (wie jeder „Harry Potter“-Leser weiß) ein mythisches Schlangenwesen. Vielleicht hatte die Redakteurin am Vorabend einfach zu viel Basilikum gegessen, und womöglich hatte sie noch nie einen „Asterix“-Comic gelesen – jedenfalls kam sie nicht auf das Wort Obelix – pardon: Obelisk. (S. 187)

    Warum habe ich diesem Band trotzdem einen Bewertungsstern weniger gegeben als Band 1? Das liegt zum einen daran, dass es die eine oder andere kleine inhaltliche Wiederholung gibt. Außerdem ist das Buch kürzer als die Vorgängerbände (eigentlich ist es schon auf Seite 191 zu Ende und enthält zudem viele Tabellen, danach kommen dann ein Quiz und das Zwiebelfisch-Abc). Hinzu kommt, dass es aus meiner Sicht eine Menge Rechtschreibfehler und Grammatikfehler gibt, die weitaus schwerwiegender und störender sind als die in diesem Band aufgeführten. So finde ich es z. B. nicht empörend, wenn im Zug folgende Durchsage gemacht wird: „Der Zug endet hier!“ Natürlich muss es eigentlich heißen: „Die ZugFAHRT endet hier!“ Das ausführlich zu kritisieren ist mir dann aber doch etwas zu kleinkariert. Da gibt es viel schwerwiegendere Fehler. Außerdem finde ich nicht, dass man bei fehlerhaften mündlichen Äußerungen immer genauso streng sein muss wie bei Fehlern in der Schriftsprache. Außerdem ist mir beispielsweise folgendes Verständnisproblem im Zusammenhang mit mehrfacher Verneinung etwas zu übertrieben dargestellt: 

    Bei irgendeiner Gelegenheit frage ich meinen Freund Henry: „Du hast nicht zufällig 50 Cent klein?“, und er erwidert: „Ja!“ Erwartungsvoll blicke ich ihn an, aber Henry zuckt nur mit den Schultern. „Also, was ist denn jetzt“, frage ich, „hast du nun 50 Cent oder nicht?“ – „Ich habe keine 50 Cent“, erwidert Henry gelassen. „Und wieso sagst du dann erst Ja?“, schnaube ich entrüstet. „Du hast mich gefragt, ob ich NICHT zufällig 50 Cent klein habe.“ (S. 58)

    Fazit:

    Band 1 und 2 haben mir insgesamt noch ein bisschen besser gefallen als der vorliegende Band. Es handelt sich aber trotzdem um ein unterhaltsames und interessantes Buch, das ich gerne gelesen habe.

  11. Cover des Buches Starling Nights 1 (ISBN: 9783745704082)
    Merit Niemeitz

    Starling Nights 1

    (220)
    Aktuelle Rezension von: Laurada11

    Mabels beste Freundin Zoe gerät in eine Studentenverbindung. Bei Mabel löst diese ein ungutes Gefühl aus, welches sich immer mehr zu bestätigen scheint.


    Was soll ich sagen? De Einstieg viel mir etwas schwer, aber danach hing ich förmlich an den Seiten. Ich wollte unbedingt wissen, was hinter dem „Bund der Stare“ steckt. 

    Wir lesen größtenteils aus der Sicht von Mabel, aber zwischendurch erhalten wir auch einen Blick aus den Augen eines Mitgliedes des Bundes. Dadurch stieg im positiven Sinne die Verwirrung in meinem Kopf und es war einfach nur fesselnd! 


    Ich jetzt sehr gespannt auf Teil 2 und darauf, was für Geheimnisse da noch gelüftet werden.

  12. Cover des Buches This Charming Man (ISBN: 9783847901716)
    CK McDonnell

    This Charming Man

    (223)
    Aktuelle Rezension von: StephanieMarzian

    Ich bin ganz unbedarft an das erste Buch aus der Charming Reihe herangegangen, da ich vorher noch nichts von C.K. McDonnell gelesen hatte. Jetzt kann ich sagen: Es war ein Glücksgriff! Der Autor stellt sein Können als Comedian unter Beweis. Denn die Geschichte dieser ganz besonderen Zeitung "Stranger Times" und deren Mitarbeiter:innen ist mit unfassbar schwarzem Humor gespickt, was sie mit den grandios gezeichneten Charakteren sehr lesenswert macht. C.K. McDonnell kreiert eine ganz neue magische Welt, die so noch nicht dagewesen ist.

  13. Cover des Buches Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Folge 2 (ISBN: 9783462301113)
    Bastian Sick

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Folge 2

    (338)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Bastian Sick hat erneut eine Menge lustiger Beispiele zusammengetragen, die einem die Tücken der deutschen Rechtschreibung und Grammatik zeigen…

    Unsere Sprache hat bekanntermaßen kein in Beton gegossenes, unveränderliches Fundament. Vielmehr gleicht sie einem Sumpf, einem Treibsand oder einem mit Tiefen und Untiefen gesegneten See, der von einer Eisschicht bedeckt ist, die wir „Standarddeutsch“ nennen. (S. 153)

    Meine Meinung:

    Diese Buchreihe hat mich richtig positiv überrascht. Ich hätte vorher nicht gedacht, dass mich Bücher über Rechtschreibung und Grammatik begeistern können. Auch in diesem Band werden einem wieder eine ganze Menge kurioser und lustiger Fehler präsentiert. Vieles bringt einem zum Lächeln oder lässt einem ungläubig den Kopf schütteln. An der einen oder anderen Stelle fühlt man sich aber ehrlicherweise auch ein wenig ertappt und denkt sich: „Da muss ich wirklich aufpassen, dass mir das nicht auch mal passiert!“. Es ist toll wie in diesem Buch das Wissenswerte mit dem Lustigen verbunden wird.

    Mit einem Augenzwinkern werden auch in diesem Buch wieder viele lustiger Fehler präsentiert. Besonders unterhaltsam finde ich u. a. das Kapitel zum Thema Redewendungen. Es ist amüsant wie schnell es passieren kann, dass aus zwei verschiedenen Redewendungen eine einzige gemacht wird (z. B. „den schwarzen Peter an die Wand malen“). Außerdem wird aufgezeigt, dass diesbezüglich auch beim Übersetzen ins Deutsche Vorsicht geboten ist, denn wörtlich übersetzte Redewendungen können für Verwirrung sorgen (z. B. „we created a monster“ = wir haben die Kontrolle verloren).

    Viele der in dem Buch aufgezeigten Fehler sind wirklich weitverbreitet und sind mir selbst schon des Öfteren im Alltag begegnet. So habe ich mich schon mehrmals gewundert, wenn jemanden in einem Fernsehinterview sagen hörte „ich erinnere…“ statt „ich erinnere mich daran, dass…“ und auch falsch gesetzte Apostrophen sind mir nicht nur einmal untergekommen. 

    Neben typischen Fehlern wird einem diesmal auch die Herkunft einiger Begriffe erklärt und das ist sehr interessant. So erfährt man was z. B. was ein „Alb“ ist und wie er dem „Albtraum“ seinen Namen gegeben hat und auf welche Weise das Würfelspiel „Puff“ einst dem gleichnamigen Etablissement zu seinem Namen verholfen hat. Auch die Erklärung weshalb Deutschland anders als andere Länder gleich zwei Namen für den sechsten Tag der Woche hat (Samstag bzw. Sonnabend) ist richtig interessant. Bei diesem Thema (= verschiedene Bezeichnungen für bestimmte Dinge) hat es mich zudem überrascht, dass es aufgrund der vielen verschiedenen Dialekte in unserem Land eine schier endlos erscheinende Menge an Begriffen gibt um das zu benennen was vom Apfel übrig bleibt.

    Besonders in Erinnerung geblieben ist mir auch das Kapitel über deutsche Wörter, die ins Ausland exportiert wurden. Es ist erstaunlich wie viele deutsche Wörter (und welche!) es geschafft haben sich in anderen Sprachen zu etablieren. So gibt es z. B. im Französischen das „waldsterben“, im Ukrainischen das „feijerwerk“ und im Dänischen das Adjektiv „salonfaehig“ und das sind nur ein paar von den vielen Beispielen, die der Autor zusammengetragen hat. Es wird zudem erklärt, dass diese „Exportwörter“ zum Teil auch Rückschlüsse auf die Wahrnehmung der deutschen Kultur im Ausland zulassen.

    Wir haben der Welt „sauerkraut“, „gemuetlichkeit“ und „fahrvergnuegen“ geschenkt, von uns haben die anderen den „walzer“, das „lied“ und den „rucksack“. Und wir waren die Ersten, die sich laut und besorgt über das Waldsterben Gedanken machten, sodass „le waldsterben“ im Französischen zum Inbegriff für deutsche Öko-Hysterie wurde. (S. 228)

    Warum vergebe ich nur 4 Sterne und nicht 5 wie bei Band 1? Das liegt daran, dass es die eine oder andere kleine inhaltliche Wiederholung gibt. Außerdem sind das Konzept und der Aufbau gleich wie in Band 1, sodass der Überraschungseffekt nicht mehr so groß ist wie beim Lesen des ersten Buches. Davon abgesehen kann dieser zweite Band aber fast vollständig mit dem ersten Band mithalten.

    Fazit:

    Es handelt sich um eine richtig tolle Kombination aus Lustigem und Wissenswertem. Wer den ersten Band mochte, wird auch an diesem seine Freude haben.

  14. Cover des Buches Die Flut (ISBN: 9783596198351)
    Arno Strobel

    Die Flut

    (372)
    Aktuelle Rezension von: Rabea

    Auf der Nordseeinsel Amrum geschehen grausame Morde – und schnell wird klar, dass ein hochintelligenter Täter am Werk ist, der ein perfides Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei treibt. Einer der Ermittler erweist sich zusätzlich als äußerst unangenehmer Charakter, was die ohnehin angespannte Atmosphäre noch verstärkt.

    „Die Flut“ ist definitiv nichts für zartbesaitete Leserinnen und Leser. Der Thriller ist düster, intensiv und emotional fordernd – genau das Richtige für Fans von harten Psychothrillern. Die Spannung bleibt durchgehend hoch und wird immer wieder durch Kapitel aus der Perspektive des Täters gesteigert. Diese Einblicke werfen viele Fragen auf und halten das Rätsel bis zum Schluss aufrecht: Wer steckt hinter diesen Taten?

    Gegen Ende wartet das Buch mit einem twistreichen Aha-Moment auf – einem dieser Enthüllungen, die einen kurz innehalten lassen und denken lassen: Darauf hätte ich kommen können.


  15. Cover des Buches Die verlorene Ehre der Katharina Blum (ISBN: 9783423146050)
    Heinrich Böll

    Die verlorene Ehre der Katharina Blum

    (869)
    Aktuelle Rezension von: caro_lin

    Ich fand die Bericht-Form in der es geschrieben ist irgendwie ziemlich zäh, und die verschiedenen Nebencharaktere zu verwirrend, um bis zum Schluss durchzublicken. Vielleicht hätte ich es zügiger durchlesen müssen, aber wie man sieht hat es mich dafür nicht genug gepackt.
    Die Story ist ganz nett, mal was anderes, da man das Ende schon kennt, aber irgendwie auch einfach frustrierend.

  16. Cover des Buches Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 4 (ISBN: 9783462041644)
    Bastian Sick

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 4

    (59)
    Aktuelle Rezension von: SM1

    Der vierte Teil der Reihe "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" trägt den Untertitel "Das Allerneueste aus dem Irrgarten der deutschen Sprache". Auch dieser Band enthält genau wie seine Vorgänger eine Sammlung von Zwiebelfisch-Kolumnen von Bastian Sick, in denen sich der Autor auf äußerst unterhaltsame Art und Weise mit der deutschen Sprache und ihren Besonderheiten befasst. Dabei verpackt er seine Lektionen oftmals in kleine Geschichten.

    Wem die ersten drei Teile gefallen haben, der wird sich über den vierten Teil in gleicher Weise amüsieren.

  17. Cover des Buches Die Unperfekten (ISBN: 9783423219013)
    Tom Rachman

    Die Unperfekten

    (202)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Tageszeitungen haben heutzutage gerade durch die Konkurrenz im Internet einen schweren Stand. Doch hinter den bedruckten Seiten stehen Menschen, die mit größerer oder eher geringerer Hingabe, mehr oder weniger befähigt diese Zeilen gefüllt haben. Tom Rachman bringt uns diese Menschen ein Stück weit näher. Und auch eine Leserin, zugegebenermaßen eine sehr verschrobene, wird genauer unter die Lupe genommen. Und nebenbei erzählt Rachman die Geschichte vom Traum eines einzelnen, in der ewigen Stadt eine englischsprachige Zeitung zu gründen und diese weltweit zu verbreiten. Man könnte dies als Spleen eines reichen Amerikaners abtun, doch dieses Vorhaben bestimmt über 50 Jahre einen großen Teil des Lebens vieler Menschen....

    Die besonderen Stärken des Romans sind sicherlich im Schreibstil von Rachman (bzw. der anscheinend gelungenen Übersetzerarbeit) zu sehen. Rachman erweist sich als befähigter Stilist. Ihm gelingt es, 11 ganz unterschiedliche Geschichten seiner Figuren zu erzählen und sie trotzdem zu einem Geschichtsteppich zusammen zu weben. Rahmen bietet in Rückblicken ein Abriss der 50jährigen Zeitungsgeschichte. Am Ende treffen sich die Stränge in der Gegenwart wieder.

    Fazit: Ein kurzweiliges Buch, gefällig geschrieben, abwechslungsreich durch die verschiedenen Lebenseinblicke, dadurch aber auch nicht zu sehr in die Tiefe gehend.

  18. Cover des Buches Dornenkleid (ISBN: 9783426516911)
    Karen Rose

    Dornenkleid

    (139)
    Aktuelle Rezension von: Nadine21

    Vor 9 Monaten hat Markus O'Bannion beinahe sein Leben verloren und die Polizistin Scarlett Bishop kennengelernt. Doch seitdem hatten die beiden keinen Kontakt mehr. Jetzt bittet ihn ein junges, verzweifeltes Mädchen um Hilfe. Sie wird gefangen gehalten und weiß keinen anderen Ausweg. In seiner Not wendet sich Markus an Scarlett und bittet sie um Hilfe. Doch beide können dem Mädchen nicht mehr helfen. Auf der Suche nach dem Mörder kommen die beiden einem Menschenhändlerring gefährlich nahe. Und der hat nur eins im Sinn. Markus muss sterben und wer sich in den Weg stellt, muss ebenfalls sterben. Doch das hält Markus und Scarlett nicht davon ab, sich dem Gegner zu stellen. Dabei kommen die beiden sich schnell näher..

    Eine sehr spannende Fortsetzung, bei der, wie immer bei Karen Rose, auch die Hauptdarsteller der früheren (und nächsten) Bände erwähnt werden. Es ist jetzt schon absehbar, welchen Personen die nächsten Bände gewidmet sind. Das macht die Bücher so spannend. Auf der einen Seite die Andeutungen von Geschichten, die erst später aufgedeckt werden, auf der anderen Seite die Fortsetzung der früheren Liebesgeschichten. Und natürlich der aktuelle Fall. Der in diesem Buch einmal mehr erschütternd und sehr spannend geschrieben ist. Allen Fans von Krimis mit schönen Liebesgeschichten kann ich Karen Rose nur empfehlen. Aber es ist auf jeden Fall von Vorteil mit Band 1 der Reihe anzufangen. Obwohl die Fälle meistens in sich abgeschlossen sind.

  19. Cover des Buches Die volle Wahrheit (ISBN: 9783641097387)
    Terry Pratchett

    Die volle Wahrheit

    (225)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl
    In diesem Buch hat Pratchett ein sehr interessantes Thema unserer Zeit aufgegriffen und zwar die Berichterstattung.
    Dabei drängt sich die Frage auf, wie viel sollte die Bevölkerung der Zeitung und dem darin geschriebenen beimessen? Was ist alles als WAhrheit zu betrachten? Und wie schnell kann es passieren, dass man sich vielleicht selbst als Hauptthema einer Zeitung wiederfindet?

    William de Worde wäre jedenfalls sicher nie auf den GEdanken gekommen sich mit solchen Überlegungen auseinanderzusetzen und der Patrizier von Ank-Morpork ebensowenig. Beide geraten sie jedoch auf ihre ganz eigene Weise in diesen Strudel und der bietet mal wieder einiges an Unterhaltung und Momenten zum Schmunzeln.

    So witzig einige Szenen sind so muss man bei "Die volle Wahrheit" auch ganz offen und ehrlich zugeben, dass ihm ein gewisser Charme fehlt. Zwar baut Pratchett auch hier wieder auf mehrere Handlungsstränge, die am Ende zusammenlaufen, aber mittunter wird man aus den einzelnen Szenen allzu abrupt herausgerissen und in die nächste hineingeworfen. Dadurch fehlt auch eine gewisse Verbundenheit, die man sonst von den Scheibenweltromanen kennt. Die Figuren bleiben mitunter recht oberflächlich und das nicht nur weil man gewisse Charaktere ohnehin bereits kennt. Vielmehr sind es vor allem die neuen Personen, auf die Pratchett nicht wirklich so eingeht wie es bei seinen anderen Büchern durchaus der Fall ist.

    Fazit: Ein solider Scheibenweltroman, dessen Titel den nötigen Witz verspricht, ihn an manchen Stellen leider nicht halten kann und sich in einigen Handlungssträngen verliert. Aber immerhin gibt es einen Mumm, der das Ruder wie immer versucht herumzureißen.
  20. Cover des Buches Alles oder nichts (ISBN: 9783736311022)
    Simona Ahrnstedt

    Alles oder nichts

    (117)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Tom ist ein Elitesoldat der schreckliches erlebt hat und nun in Kiruna wieder zu sich selbst finden will. Ambra kam aus einem anderen Grund hierher – als Journalistin ist sie auf der Suche nach einer Story. Allerdings verbindet sie diese Gegend nicht mit ihren schönsten Erlebnissen. Als sie sich treffen empfinden sie eine eigenartige Anziehungskraft zu einander. Doch beide haben ihre eigenen Dämonen, mit den sie sich erst einmal auseinander setzen müssen. Können sie dem anderen vertrauen? Oder wird dadurch alles nur noch auswegloser?

    Wie die Geschichte aufgebaut ist, also das warum beide in Kiruna sind, die Beschreibung der Stadt und der Gegend und nicht zuletzt das Kennenlernen und Zueinanderfinden der beiden, hat mir gut gefallen.

    Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und schnell hatte ich das Buch ausgelesen. Wer die ersten beiden Bände gelesen hat muss diesen für das Verständnis nicht unbedingt lesen. Aber ich muss sagen, es ist ein schöner Abschluss der Reihe um die de la Grip-Familie.

  21. Cover des Buches Schwimmen mit Rosemary (ISBN: 9783548062464)
    Libby Page

    Schwimmen mit Rosemary

    (226)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Seit über 60 Jahren schwimmt Rosemary jeden Morgen im Brixtoner Freibad, als sie erfährt, dass es nicht mehr rentabel ist und einer Luxusimmobilie weichen soll. All die schönen Momente ihres Lebens hat sie dort verbracht und verbindet das Freibad auch insbesondere mit ihren Erinnerungen an ihren verstorbenen Ehemann.

    Kate ist Journalistin für den Chronicle und erhält den Auftrag, die treueste Schwimmerin des Freibads zu interviewen. Diese stimmt nur zu, wenn Kate selbst den Sprung ins Wasser wagt. Sie lebt bereits seit einiger Zeit in London, kennt jedoch nicht einmal die Mitbewohner in ihrer Wohngemeinschaft und fühlt sich einsam. Sie überwindet sich und findet sogar Gefallen am Schwimmen und freundet sich schnell mit der älteren Dame Rosemary an. Gemeinsam beschließen sie, das Freibad zu retten, initiieren eine Petition und haben bald das gesamte Stadtviertel hinter sich. Während Kate durch ihr Engagement und ihren Erfolg als Journalistin aufblüht, scheinen die Tage des Schwimmbads dennoch gezählt zu sein, was Rosemary schmerzlich trifft.

    Der Roman wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Frauen geschildert, wobei sie sich immer wieder in Erinnerungen verlieren, Kate an ihre Schwester Erin, zu der sie nicht ehrlich ist und Rosemary an ihr Leben mit ihrem Ehemann, in dem das Freibad eine wesentliche Rolle spielte. Durch die gemeinsame Kampagne zur Rettung des Stadtteilbads werden sie zu Freundinnen und erhalten bei ihren Aktionen Unterstützung Nachbarn, Bekannten und immer mehr Menschen, die auf die traurige Schließung des Freibads aufmerksam gemacht werden.

    Durch die Erinnerungen lernt man beide Hauptfiguren besser kennen, begreift, was Rosemary das Freibad bedeutet und kann nachvollziehen, wie Kate aus ihrer Routine ausbricht und sie durch eine Aufgabe, die ihr wichtig wird und die ihr Selbstvertrauen gibt, ihre Ängste und Panikattacken zurückdrängen kann.

    Das Freibad ist mehr als nur ein Ort für ein Hobby oder ein Sommervergnügen. Es ist ein Symbol für Heimat und Nostalgie, für Gemeinschaft, Geborgenheit und Zusammenhalt. Für Rosemary steht es für ihre unsterbliche Liebe zu ihrem Mann und Kate lernt dort nicht nur wieder zu schwimmen, sondern auch zu leben.

    "Im Freibad" ist eine warmherzige Geschichte mit liebenswerten Charakteren, eine Geschichte über eine generationenübergreifende Freundschaft, über Liebe und die Hoffnung, gemeinsam etwas bewirken zu können und gegen Gentrifizierung, soziale Benachteiligung, Abschottung, Verdrängung und Ignoranz vorzugehen. Es ist ein empathisch geschriebener, Trost spendender Wohlfühlroman für Herz und Seele.

  22. Cover des Buches Das Verschwinden der Stephanie Mailer (ISBN: 9783869524542)
    Joël Dicker

    Das Verschwinden der Stephanie Mailer

    (41)
    Aktuelle Rezension von: binesbuecherwelt

    Da das Hörbuch einige Stunden läuft habe ich viele Wochen gebraucht um es zu hören.
    Ich finde, durch die ausführliche Ausarbeitung des Falls zieht sich alles sehr in die Länge. Aber andererseits hat es das auch wieder sehr gut gemacht, denn besser kann man so eine Geschichte kaum durchdenken. Und auch die Protagonisten sind absolut realistisch. Das Buch besteht fast durchgehend aus Ermittlungsarbeiten. Außerdem gibt es zwei Zeitebenen. In der Vergangenheit erfährt man über die Morde am Bürgermeister und seiner Familie, in der Gegenwart geht es zunächst um Stephanie Mailer. Alles hängt miteinander zusammen und wird bis ins kleinste Detail erklärt. Der Leser/Hörer spekuliert zusammen mit den Ermittlern, wer der Mörder sein könnte. Viele Protagonisten werden durch und durch beleuchtet und vieles aus ihrem Leben wird erklärt. Manchmal war das dann doch einfach ein bisschen zu viel. Der Autor versucht natürlich, den Leser durch die vielen Informationen auf die falsche Fährte zu locken, was oft auch gelingt, denn bis zum Ende weiß man nicht, wer der Täter ist. Und das ist eben die andere Seite des Buches, es ist viel zu gut konstruiert um es schlecht zu finden. Aber ein paar Seiten weniger Privatleben der Charaktere hätte dem Buch meiner Meinung nach auch gut getan. Wer ruhige Thriller mit sehr gut ausgearbeiteten Protagonisten mag, der macht mit diesem Buch auf jeden Fall nichts falsch. Für Fans von flotten Thrillern ist das hier aber eher nichts.

  23. Cover des Buches Die Rebellinnen von Oxford - Unerschrocken (ISBN: 9783736315433)
    Evie Dunmore

    Die Rebellinnen von Oxford - Unerschrocken

    (94)
    Aktuelle Rezension von: rosarium

    „Die Rebellinnen von Oxford – Unerschrocken“, von Evie Dunmore, ist der zweite Band der Rebellinnen von Oxford – Reihe.
    Lucinda war ein brillanter Charakter. Ihrer Zeit, den Gepflogenheiten und Gedanken weit voraus, auch jetzt noch. Ich mochte auch, wie ihre Emotionen und ihre Vergangenheit aufgearbeitet wurden und sie sich entwickelte. Und das alles rund um Oxford geschah, was ein bildschöner Anblick mitsichbrachte. Auch der männliche Protagonist Tristan war gut dargestellt und zeigte vor allem unterschwellig, wie er Opfer war von toxischer Männlichkeit und Kontrollsucht. Tristan und Lucinda gemeinsam hatten eine tolle Dynamik und lernten vor allem viel voneinander. Die Freundesgruppe rund um Lucinda brachte einmal Konflikte mit sich, zum anderen aber auch Hilfe und Unterstützung und das war toll zu lesen. Generell mochte ich auch, wie gut recherchiert einzelne Themen zu den Frauenrechten 1890 waren und verbunden wurden mit der Emanzipation, der Selbstentscheidung einer Person. Der Schreibstil war flüssig, sehr emotional und der Zeit gemäß passend. Die Story war einfach nur grandios und ich hatte so viel Spaß an ihr. Von den kleinen Momenten, wie Lucinda und Tristan sich näher kamen, bis hin zu den politischen Debatten, den zwischenmenschlichen Konflikten und der Tatsache, dass es Sachen gibt, die an die Öffentlichkeit müssen und um die es sich zu kämpfen lohnt. Ich fand auch den Endkonflikt, in dem es mehr um Gerechtigkeit ging, als um Liebe, super realistisch für Lucindas Charakter. Für das gesamte Buch.

    Fazit. Wow. Ich bin hin und weg. Dieses Buch erzählt so schön die Geschichte einer Frauenrechtlerin, die Liebe findet und doch für ihre Rechte, ihre Wahlen, kämpft. Ich hatte super viel Spaß an der Geschichte und kann sie nur wärmstens empfehlen.

    Das Buch hat von mir 5/5🌹bekommen.

    Liebe Grüße El. Rosé Bellarium🌹

  24. Cover des Buches Straße der Schatten (ISBN: 9783492309974)
    Jennifer Donnelly

    Straße der Schatten

    (102)
    Aktuelle Rezension von: Märchens_Bücherwelt

    Inhalt: Die Zukunft ist für Josephine Montfort fest verplant: eine arrangierte Ehe, Kinder und ein komfortables Leben. Ihr Traum, als Journalistin zu arbeiten und auf die Not weniger Privilegierter aufmerksam zu machen, rückt in immer weitere Ferne. Bis ihr Vater tot aufgefunden - Selbstmord so heißt es unter vorgehaltener Hand, doch für Jo tauchen immer mehr Zweifel auf. Durch Zufall gerät sie an den raffinierten, geheimnisvollen Reporter Eddie Gallagher, der einwilligt, mit ihr auf Spurensuche zu gehen, was sie in die gefährlichsten Ecken von New York führt und dabei erschreckendes aufdeckt…


    Krimi vom Feinsten in der erlauchten Gesellschaft ganz im viktorianischen Stil. Manche zufällige Entdeckungen entpuppen sich als klasse Unterhaltung, wie auch in diesem Buch, bei dem ich gleich von Beginn an mitten im Geschehen war. Der Schreibstil ist wendungs- und facettenreich, je mehr man in die Handlung eintaucht, desto mehr erwischt man sich, selbst Ermittler zu spielen.


    Auch wenn viele Figuren auftauchen, so kann man sie schnell einordnen und die Hauptprotagonistin entwickelt sich aus ihrer anfänglichen Naivität zu einer tapferen, mutigen Frau, die die eigenen Befindlichkeiten zum Wohle anderer hintenanstellt. Natürlich hat sie, aufgrund ihrer behüteten Lage, keine Ahnung, was in der Realität vor sich geht, hat keine Vorstellung davon, was Kampf um das nackte Überleben bedeutet, arm zu sein, ausgeliefert ohne Chance, zu entkommen, das Leben fast schon sinnlos.

    Das wird häufig betont und Jo wird häufiger mit Dingen konfrontiert, die sie schockieren, gleichzeitig aber an ihrer Überzeugung festhalten, sich für die ärmere Gesellschaft einzusetzen und nimmt dafür so einiges in Kauf.


    Mit Eddie an ihrer Seite wird die Gegensätzlichkeit noch deutlicher, doch schon bald erlebt man ein Gefühlschaos auf beiden Seiten, was richtig toll in die Handlung verwoben ist und so manches Mal für Überraschungen sorgt.


    Seite um Seite hab ich Buch und Hörbuch parallel verschlungen, die Sprecherin hat da so viel Tempo und Realität reingebracht, die Charaktere ganz nach ihren Eigenarten perfekt imitiert und dadurch das Buch richtig lebendig wirken lassen. Ich bin durch die Straßen New Yorks gezogen, hab den Atem angehalten, bin um mein Leben gerannt, hab mich köstlich amüsiert, weil es immer wieder auch zu herrlich trockenen, aber lustigen Szenen kommt und hab dabei Menschen kennengelernt, die ich man lieber nicht kennen möchte, aber auch Menschen, die trotz allem Schicksal einen Platz in meinem Herzen erobert haben.


    Obwohl das Buch das Buch ziemlich lang ist, fand ich es bis auf ein paar kleine Längen spannungsgeladen, unterhaltsam und obwohl ich so eine Vorahnung hatte, hat mich die Auflösung doch sehr überrascht - es wird sicher nicht mein letztes Buch von der Autorin gewesen sein.

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